Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen Mittwoch Sen 31. Juli 18^2. W Mitglieder der Commission sind: Aliendorf a. d. Lda., Mitglieder der Commission sind: An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 1868 ü.,fr 2,37 2 4|- 1 40 Deutschland. Absicht einer Injurie oder einer sonst strafbaren Handlung zu Grunde liegt, inso- sind Alt-Buseck, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Daubringen mit Heibertshausen, Gießen mit Schiffenberg, Groß-Buseck, Lollar, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe, Fjllmann, rchlalttr. dein« Berlin. Nach einer Verfügung des Generalpostamts vom 6. Juni v. I. fern die Postbeamten dergleichen wahrnehmen, von der Postbeförderung auszu- Cornjpondevzkarten mit Mitthellungen solchen Inhalts, welchen offenbar die schlichen, oder, wenn die Karten bereits abgesandt sein sollten, dem Adressaten die ergebene AnMV Zeitig eine Ichrest' irin Bestreben sein, buf 1 $aare ju führen, t in Wunnes» \ fgtze, im Hanfe an sämmttiche Grosthrrzogliche Bürgrrmeistkrkikn des Rentamlsbrürks. Wir ersuchen Sie, in Ihren Geuinnden durch die Schrlle bekannt machen zu lassen, daß die Forst- und Feldstrafen der DI. Periode vom 1. bis 15. August ohne Kosten hierher bezahlt werden können. Gießen, den 30. Juli 1872. L y n ck e r. Y.elS vrerttljayrig 1 fL 12 h. mit Bringerlohn. Durch die Host bqogen vierteljährig 1 S. 29 ft. n •Iben in so re* trotten unbrotM II. Musterungsbczirk Lich, enthaltend die Orte und Gemarkungen: üblich, Lich mit Cslnhausen, Hof Albach und Müblsachsen, Annerod, Münster, Burkhardsfelden, Nicbcr-Befsingen, Dorf-Gill, Ober-Bessingen, 1 Eberstadt mit Arnsburg, Oppenrod, Ettingshausen, Steinbach. Hattenrod, x. * - • Sammelort ist Lich. ^rschnnr toglid), mtt Ausnahme Sonntags. Expedition - Canzleibe-rg: Lit. B. Nr. 1. rS Herr Bürgermeister Horn zu Steinbach (geschäftsleitendes Mitglied), „ L. Rahn, Gemeinderathsmitglied zu Lich, „ Bender, Gemeinderathömitglied zu Dorf-Gill. Technischer Beirath: Herr Professor Dr. Pflug zu Gießen. Indem wir Sie auf die vorstehende Bekanntmachung verweisen, empfehlen wir Ihnen genaue Erfüllung der Ihnen nach dem Reglement vom 28. Aug. (Reg.-Blatt Nr. 53) zukommenden Obliegenheiten, damit eintretenden Falles das Geschäft der Musterung und Aushebung der Pferde ohne Störung tmb auf die rascheste Weise erledigt werden kann. Besonders erwarten wir sorgfältige Führung der Ergänzungslisten. (§. 5 des Reglements.) Von jeder Lenderung in dem Pferdebestand Ihrer Gemeinde werden Sie dem geschäftsleitenden Mitglied der betreffenden Musterungscommission jedesmal sofort Nachricht geben. Gießen, den 23. Juli 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Anzeige, daß 111 Fillmann ii‘ Herr Ortsgerichtsvorsteher Th. Wortmann zu Gießen, „ Pachter Brennemann in Winnerod, „ Bürgermeister Lang in Wieseck. Technischer Beirath eventuell: Herr Kreis-Veterinärarzt Dr. Winckler zu Gießen. Gießen, den 23. Juli 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. III.„ Musterungsbezirk Wieseck, e nthaltend die Orte und Gemarkungen: Mainzlar, Wieseck. Sammelort ist Wieseck. 'M. b. $"lt^ «'M: 1 ^Qegtr, 3,10b* fwmjN; jorft Bekanntmachung. Die Beschaffung dcs Bedarfs an Pferden bei einer Mobilmachung durch Aushebung betr. sar lxbr^9a zur öffentlichen Kenntniß, daß unser Kreis in Gemäßheit der §§. G und 7 des Reglements vom 28. August 1868 zur äeit in nachstchciide Musterungsbezrrke emgethellt ist und machen zugleich bekannt, in welcher Weise für jeden Bezirk die Musterungscommijsion gebildet und w3che Orte als Sammelorte zur Zusammenziehung und Musterung der Pferde beim Eintritte einer Mobilmachung bestimmt worden sind: I. Musterungsbezirk Groß-Linden, enthaltend die Orte und Gemarkungen: Allendorf a. d. Lahn, Holzheim, Garöenteich, Klein-Linden, Groß-Linden, Lang-Göns, Grüningen, Leihgestern mit Ober-Steinberg, Hausen, Ober-Hörgern, Heuchelheim, Watzenborn mit Steinberg. Sammelort ist Groß-Linden. Mitglieder der Commission sind: Herr vormal. Bürgermeister Menges zu Groß-Linden (geschäftsleitendes Mitglied), „ Bürgermeister Jung zu Steinberg. „ vormal. Bürgermeister Heß zu Leihgestern. Technischer Beirath: Herr Kreis-Beterinärarzt Dr. Winckler. nm Quartals. Iltim! ■j Tfdiienene Nr 44 H "hält: li Grelle oon F. (ty. %: olksetzung.) __ DchW von. II. Ein Gesandte reußm in Jnnerairikü. blis. Mit Portraik Di siückticke Kinder. Päde ' Emst Sköhner. V. A iftummtlinben. - Taze gerung von Sttaßbuk v. (Fottsehung) - Zu 15 Tenkmal des Freihemi t Abbildung. - KlM bereien und KuriositatL en. empfchlm sich: 1 UniD-^ud)l)§anbIm^, t, I. Ricker. nicht zuzustellen, sondern als unbestellbare BriessenDungkN zu behandeln. Derartige Correspondenzkarten kamen sehr häufig vor. Berlin, 27. Juli. Ucberall in Deutschland rüsten sich die Jesuiten zum Abzug. Der Aufbruch erfolgt, wie man erfährt, an fast allen Orten ihrer Nieder- loffung in ruhiger Weise. Die Jesuiten erbitten sich theilwe.se Paste, scheinen jedoch die Bezeichnung als „Jesuit" oder „Mitglied der Gesellschaft I su" darin vermieden zu wünschen. Selbstverständlich halten die Behörden aber gerade auf diese Bezeichnung, um das Auftauchen der bloßen „Geistlichen" an anderer Stelle wenigstens nicht ihrerseits zu erleichtern. Berlin, 27. Juli. Der „Social-Dernokrat" hetzt nach Kräften an den ländlichen Arbeitern. Seine Mittwochsnummer enthält einen Aufruf „An die Landarbeiter in Dithmarschen." Darin heißt es u. A. in Bezug auf die Erntezeit: „Wir halten es für unsere Pflicht, gerade die Crnteze t zu benutzen . . so wollen wir dieses Mal selbst den Preis festsetzen und verlangen für den Morgen Korn in Hocken zu bringen, gleich 20 Scheffel, 30 Mark. Eine Dreschmaschine, mit Dampf betrieben, ersetzt von uns Arbeitern täglich 40 Mann, nimmt uns also, den Tagelohn zu 1 Mark 8 Schillinge gerechnkt, täglich 60 Mark weg. Wir müssen daher solcher schädlichen Wirkung der Dreschmaschine fest und einig entgegentreten und verlangen: 1) nicht länger als 10 Stunden täglich bei den- selben zu arbeiten; 2) bei einem Tagelohn von 1 Thlr. 6 Sgr., welcher 3) bezahlt werden muß, wag die Maschine gehen oder auch während des Tages stillstehen. Dieses diene allen ländlichen Arbeitern zur Nachricht. Und wir hoffen auch von Euch, ihr Arbeitsbrüder von Nah und Fern, daß Ihr uns bei ditflm Bestreben keine Concurreoz machen werdet. Der Zuzug nach Wesselburen ist vor Allem abzuhalten, da dieses der Haupt-Menschenmarkt in Norderdithmarschen ist. Berlin, 30. Juli. Bezüglich der leihweisen Abgabe von Locomotiven und Wagen für die Luxemburger Bahn haben mehrere Verwaltungen wegen Materialmangels ablehnend geantwortet. Berlin, 30. Juli. Die Zeichnungen auf die französische Anleihe betrugen in Norddeutschland V/2 Milliarden, wovon 3y2 Milliarden auf Berlin kommen. Bonn, 22. Juli. Die hier residirenden Jesuiten setzen, noch einem Berichte der „Ess. Ztg.", ihre Thätigkeit auf der Kanzel und im Beichtstühle in der von ihnen erbauten großen stattlichen Kirche ununterbrochen fort. Heute früh wurden von ihnen neue Mitglieder in eine von ihnen längst gegründete Eongregation zahlreich ausgenommen. Diese Eongregation soll allerdings sür die Folge nicht mehr von den Jesuiten geleitet, indeß von Geistlichen in ihrem Wesen nach ähnlicher Weise fortgeführt werden. Aus Thüringen, 25. Juli. Seit einer Woche herrscht in ganz Thüringen eine außergewöhnliche Hitze, die bis zu 30 Grad im Schatten steigt und wodurch schon wiederholt mehrere Personen, vom Sonnenstich befallen, auf der Stelle todt niedergestürzt sind. Mit am meisten leiden die Soldaten darunter, die j tzt unausgesetzt, mit vollem Gepäck belastet, ihre sehr angestrengten Uebungen machen müssen, und es sind in verschiedenen Garnisonen schon Falle vorgekommen, baß Soldaten aus Erschöpfung im Gliede niederfielen. Das neue Exercir-Reglement, nach welchem die ganze Gefechtsformation stets im Laufschritt geschieht und wobei ein sehr häufiges Niederwerftn der Soldaten flach auf die Erde, schnelles Aufspringen und dann Vorwärtseilen im Laufschritt 60—80 Schritte weit geschieht, was äußerst anstrengend ist, nimmt die Kräfte der Truppen ohnehin ungemein in Anspruch. Es ist jetzt daher in mehreren Garnisonen in Thüringen der Befehl ertheilt worden, daß alle Exercirübungen so früh beginnen müssen, daß die Mannschaften bis spätestens um neun Uhr Morgens, bevor die wahrhaft afrikanische Sonnengluth eintritt, wieder in die Quartiere eingerückt sind. Straßburg. Man schreibt der „Saarbrücker Zeitung" von hier : In Straß, bürg würden vielleicht die Männer die dargereichte Bruderhand ergreifen; allein die Frauen fühlen sich nicht berufen, in diesem Kriege die Rolle der Sabinerinnen zu spielen. Noch behandeln sie die deutsche Muttersprache wie bas arme Aschenbrödel. In drn Städten bilten sich die sogenannten Ligues du dädain und die patriotischen Vereine zur Bezahlung der französischen Nationalschuld und zum Unterricht der Kinder in der alleinseligmachenden französischen Sprache. Diese Abneigung läßt sich sowohl durch die Schrecken des Krieges als durch den con- servativen Charakter der Frauenwelt erklären. Mit derselben Zähigkeit wider standen die Frauen Straßburgs den Edikten Ludwigs XIV., der ihnen den Ge- brauch der Muttersprache bei Geldstrafe untersagen wollte, wie den weit höflicheren Proklamationen der republikanischen Proconsuln, welche die freien Bürgerinnen der einen und untheilbaren Republik aufforberten, die Sprache der Sklaven fahren zu lassen. In dem so beliebten Lustspiel „Pfingstmontag" protestirten die Patriziertöchter Straßburgs gegen die drakonischen Gesetze und behaupteten das Recht, reden zu dürfen, wie ihnen der Schnabel gewachsen sei. Im Hoffnungsjahre 1789 ergab sich die deutsche Reichsstadt dem fränklschen Sieger, welcher ihr Freiheit versprach und Gleichheit und KriegSrubm als Morgengabe brachte. Als die alfatischen Dichter, welche sich in den „Deutschen Stimmen aus dem Elsaß" zu Gunsten der Versöhnung aussprachen, die unversöhnlichen Straßburgerinnen bald an ihre deutschen GcsichtSzüge, bald an die 300 silbernen Ringe erinnerten, mit welchen einst Kaiser Sigismund die Frauen Straßburgs an das deutsche Vater- land binden wollte, hotte die Romanisirung schon in dem weiblichen Herzen feste Wurzel gefaßt. — Auf den Dörfern ist das Verhältniß umgekehrt. Hier reden die Frauen von den Franzosen als von einem fremden Volke. Die „wälschc Haushaltung" ist in ihren Augen eine polnische Wirthschaft. Das Kindlein „wälscht noch", wenn es stammelt; es redet „ditsch von der Brust", sobald es klar und verständlich sprechen kann. Noch sagt man auf dem Lande „fuggern", statt Hande! treiben, wie in den Blüthezeiten brr süddeutschen Reichsstädte. Die allemann-sche Physiognomie des Dialekts und der Volkslieder, der Trachten und der Gesichts- züge, der Giebelfronten und der Dolkssitte ist so auffallend, daß vor mehreren Jahren ein deutscher Schriftsteller, Wirth, sagen durfte: Unter allen Provinzen hat das Elsaß am besten den deutschen Typus bewahrt. Oesterreich. Wien, 27. Juli. Das „Univrrs" pflegt in seinen Mittheilungen aus und über Oestcrreich in dasselbe Kerbholz zu hauen wie bas „Vaterland", dagegen offener mit der Sprache herauszurücken. So auch heute. Ihm ist die Reise Franz Joseph's nach Berlin nicht nur wieder unwahrscheinlich, wie dem „Vaterland"; sein Gewährsmann, ein Vollblut ouS dem klerikalen Lager, fetzt drohend hinzu: „In der Tbat, jeder, der Oesterreicher von Herzen, von wahrer Vaterlandsliebe beseelt ist und aus Orsterrei S Würde und Wahrung seiner Stellung als Großmacht etwas hält, kann und will nicht an diese neue Erniedrigung seines Ka fers glauben; und wer den W derwillen Franz Joseph's, ich will nicht sagen, geg-n den Kaiser Wilhelm, so doch gegen jenen Blut- und Etsenmenschen, Herrn v. Bismarck, kennt, kann schwer daran glauben, daß Se. Majestät sich der Con- trole der kalten kritischen Blicke der preußischen Garderegimenter auSsetzen wolle, welche von Hochmuth und von ihren Siegen berauscht ohne Zweifel die Anwesenheit des österreichischen Monarchen bei ihren Parabemanövern als Huldigung nehmen werden für das vom Kanzler des brutschen Reiches vollführte Werk und für Vie Helkenthatcn feiner SolbateSca." Dies ist eine Probe aus den Mittheilungen dlS „UniverS" aus Wien; man sieht, mit welchen elenden Hetzereien diese Leute am Wiener Hof beschäftigt sind und mit welchen Mitteln sie gegen Andrassy, den sie für den Urheber des R-iseplaneS hal.en, zu Felde ziehen. Das „UniverS" fährt aber noch ungleich fchäifer und roher über die deutsche DerfaffungSpartei her. Die Wiener Blätter würden wohl thun, diesen Wuthschrei ihren Lesern nicht vorzuenthalten. Holland. Amsterdam, 29. Juli. Die Supscriptl'on auf die französische Anleihe bei den Däusern Hope u. Comp. und D. L. Goldschmidt hier wird auf eine Milliarde taxirt. Frankreich. Paris, 25. Juli. Laut telegraphischen Nachrichten begannen die Arbetter- vnruhcn im Departement du Nord in der Nacht vom 23. auf den 24. Juli in Anzin, die Unruhen wurden sofort von Truppen unterdrückt. Der SouSpräfect von DalkucienncS eilte an Ort und Stelle und von Paris rückte ein Regiment mit Zelten und LebsnSwitteln zur Verstärkung der Truppen ab. In Denain schossen am Abend des 24. die Arbeiter auf die Truppen, welche das Feuer er- wieberten. Ein Grubenarbeiter blieb todt auf dem Platze; die übrigen ergriffen die Flucht: 40 wurden verhaftet. Die Nacht verging ruhig. Um die Freiheit derjenigen Arbeiter, welche fortarbeiten wollen, zu schützen, werden umfassende Maßregeln ergr ff en. Der Präsident der Republik richtete an die Präfekten und Generale ein sehr energisches Schreiben, worin er sie auffordert, die Freiheit der Arbeiter, die nicht arbeiien wollen, zu achten, aber auch die Freiheit der anderen, Die arbeiten wollen, zu schützen. Paris, 29. Juli. Die Resultate der Zeichnungen sind ganz enorm. Die Anleihe wurde acht- bS zehnml überzeichnet. Das HauS Rothschild und die Pariser Bank zeichneten allein die Anleihe l^maL Paris, 30. Juli. SubscriptionSresultate, soweit sie bis Mitternacht bekannt waren: Paris zeichnete 12 Milliarden, die Departements 2 Milliarden, das Ausland wehr als 12 Milliarden. Paris, 30. Juli. Die bis 10 Uhr heute Morgen bekannten Zeichnungsresultate ergaben die Summe von 28 Milliarde!,. Man glaubt, daß die Zeichnungen die Hobe von 29 bis 30 Milliarden erreichen werden. Versailles, 29. Juli. Die Nationalversammlung berieth die Anträge der Commission für L-eferungscontracte, welche sich mißbilligend gegen Naquet uni Andere auSfprechen. Naquet verteidigte sein Verhalten. Der Präsident der Commission, Herzog von Audiffret, forderte in einer fuliminanten Rede dir Bestrafung der verantwortlichen Personen und beantragte Die Verweisung der Commissionsanträge an die zuständigen Minister, welchen man die Sorge überlassen müsse, WcitireS zu beantragen. Gambetta replikirte. Unter lebhafter Bewegung werden die Commissionsanträge mit 384 gegen 1 Stimme angenommen. Die Linke enthielt sich Der Abstimmung. Italien. Nom, 29. Juli. Der Papst ernannte 7 italienische und 11 ausländische Bischöfe. — Die Municipolwohlen sind in Den meisten Städten des Südens uni Der römischen Provinz liberal ausgefallen. Spanien. Madrid, 24. Juli. Um Die Nachforschungen über Den Mordanfall gegen Den König zu beschleunigen ist Der Richter des Stadtviertels Del Centro beauftragt worden, sich einzig und allein Der betreffenden Untersuchung zu wiDmen und feine übrigen Obliegenheiten einem Stellvertreter zu übergeben. Aussehen erregt eine Stelle in Dem Glückwünsche, welchen Der spanische Botschafter in Paris an Den König Amadeus richtete: eine große Zahl seiner diplomatischen College», mehrere hochstehende Franzosen, viele Spanier Der verschiedenen Parteien, nut keine Alfonisten, hätten sich in Der Botschaft eingefunden, um ihren Abscheu gegen Den Mordversuch kundzugeben u. s. w. Herr Olozaga muß, wenn et jene bestimmte Ausnahme macht, damit entweder andeuten wollen, baß er dit Urheber des Verbrechens in Der Partei Des Prinzen Alfons zu vermuthen Grund habe, oder er begeht eine sehr tadelnSwerthe Taktlosigkeit, wenn nicht Schlimmeres Denn Daß feine Worte eine Verdächtigung enthalten, wird Jedermann heraus- fühlen, zumal da sie in einer Depesche an Die Regierung stehen. Einstweilen aber wäre es noch immer voreilig, irgend eine Partei für die abscheuliche Thal ver- antworlich zu machen, und ob wir so bald Lickt über Die Sache erhalten werden, ist bei Dem schleppenden Gange Der spanischen Justiz noch sehr fraglich. Madrid, 24. Juli. Die nicht geraDe von politischer Klugheit zeugende uni Deshalb auch vom Cardinal Antonelli hinwegerklärte Ansprache des Papstes, worin die „sogenannten Regierungen" mehrerer europäischen Staaten erwähnt wurden, hat auch bet ter gleichfalls betroffenen spanischen Regierung einen unangenehme» Eindruck gemacht. Der der letzteren nahestehende Jmparkial erinnert daran, daß schon manchmal auf die Gefahren hingewiesen worDen sei, die daraus entstehe» mußten, wenn der Papst und Die Geistlichkeit sich in politische Fragen einmischen, und daß Die Kirche gewiß Dadurch gewinne, wenn die vatikanische Curie sich bemüssigt finde, die spanische Regierung als eine „sogenannte" zu bezeichnen. „Wir leben ntcht mehr in Den Zeiten" — fährt das Blatt fort —, wo die Päpste Throne verschenkten und nahmen und Königreiche mit Dem Jnterkikt belegten. Für Das Ansehen Der Religion bedauern wir diese päpstlichen Ausfälle; aber was sollen wir von der Erklärung halten, Die Der CarDinal Antonelli dazu giebt? Was von Der geringen Achtung, mit welcher Dieser Den Papst behandelt, indem er sagt, daß solche Improvisationen eines so leicht Den äußeren Eindrücken zugänglichen Greises nicht buchstäblich zu nehmen seien? Ja, wenn ein radikales Blatt eine Erklärung gewagt hätte wir Die De* Cardinals Antonelli, was für ein Geschrei würden Die Uttramontanen dann erhoben haben!" t# yuriftr Mfiil früher i ör hat üUtholte perli'h, Stanlty Amerika Li Livingsto ein ölü am Ifltt| Dtn in|« Wngstl Corres Reisend in bm 5* I tische» i habt seit Review" fertigten geograph viel ntty Wassersch Veilen l sich in »i thales bi nad) Den deeselbtN, Wchi grch t'oi Ar« drs Wersch iß wohl werden, Siatnbai ßone üi (gramir Limgjto wichtiger die örlni in UW lvürten, i 3« üderlM Meer vei steuern, t bäte 6et lstüubkrthi Hnrichtun behte» löi r!°e ahnii daj die t stch |u tit 3n iE mi» Saltifflori Mr schlet Zustizwlsl gelernt ha iheils vur le reidjtr1 Mlltn • Mörder $ SG schon so s Bi«! ,i '«foiltij ®"' S-Hi b'® ihm * 8«fa„ A 2S21) K‘btt «iS. ;.M* 8nle(6l 'Ir ei'ti auf tim #ife? f'1"1« LH Sim Sä 1 au6 den Mittk.i » «Sm:Ss '”*■1.1 "3 8a""« bii arbtlit,. aul d'° 24. 3ü|i |, *• , @6UI|)täf((| (in Stgimtuf 1,1 3« Dew ^"che das Feukr ti- ,6it übrigen ergriff« ’’8. 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Der Pariser (Lorrespondent des Daily Telegraph, der Herrn Stanley's Ankunft in Marsaille erwartet hat, meldet dem genannten Blatte unter Anderem: Das früher blonde Haar Stanley's ist während ter Expedition ganz grau geworden. Er hat aber auch nicht weniger als 23 Mal die Anfälle einer Localkrankheit aushalten muffen. Das Körpergewicht Stanley's betrug, als derselbe Zanzibar verließ, 170 Pfv., siel aber auf 124 und schließlich auf nur 110 Pfund. Heer Stanley ist nicht, wie behauptet wurde, Engländer oder Waliser, sondern Amerikaner. London, 27. Juli. Nachdem lange und indtrecte Nachrichten von und über Livingstone zu unserer Kenntniß gekommen sind, liegt endlich heute noch einmal ein Blief von des berühmten Reisenden eigener Hand vor. Er ist aus Uvschioschi am Tanganyika vom November 1871 datirt und an Herrn James Gordon Bennett, den inzwischen verstorbenen Herausgeber des „Newyoik Herald" gelichtet, welchem Livingstone in sehr warmen Ausdrücken seinen Dank für die Aussendung des Correspondenten Stanley ausspricht, der den der Unterstützung sehr bedürftigen Reisenden am Tanganyikasee aufgesunden hatte. Livingstone schildert seine damalige drückende Lage und alsdann seine Freude über das Erscheinen Stanley's in bewegten Worten, und spricht von dem Erstaunen, mit welchem er von den großen politischen Veränderungen in Europa, der erfolgreichen Legung des atlantischen Kabels, der Wahl des Präsidenten Grant gehört habe. Seit vier Jahren habe seine einzige Nachrichtqurlle in einigen wenigen Nummern des „Saturday Review" und des „Punch" aus dem Jahre 1868 bestanden. Die an ihn abge- fertigten Sendungen waren von einem Mahomedaner veruntreut worden. Die geographischen Mitthellungen, welche in diesem Briefe enthalten sind, geben nicht viel mehr Aufschlüsse, als die bisher schon bekannt gewordenen Nachrichten. Die Wasserscheide des südlichen Mittelafrika, bemerkt Livingstone u. A., ist über 700 Meilen lang. Die an ihr entspringenden Quellen sind fast zahllos; sie vereinigen sich in vier große Flüsse, welche wiederum zwei mächtige Ströme des großen Nil- thales bilden, welches zwischen 10 und 12° s. Br. beginnt. Der Centralabstuß nach dem Cannibalenlanve Manyema hat vier größere Seen; nahe an dem letzten derselbcn, der 1—3 Meilen breit ist, mußte er umkehren. Es sind zwei westliche Abflüsse; der Lufira oder Bärtle Fren's Fluß mündet im See Kamolondo; der große Lomami fließt in denselben durch den See Lincoln und scheint den westlichen Arar des Nils zu bilden, auf welchem Petherick Handel trieb. 600 Meilen ter Wasserscheide hat der Reifende kennen gelernt; die weitere Strecke von 100 Meilen ist wohl die interessanteste. Von dort ergießen sich vier Quellen, die bald Strome werden, j- zwei nach Norden, Lufira und Lomami, und zwei nach Süden, der Liambai oder obere Zambezi und der Kafue. Diese vier Ströme erinnern Livingstone an die von Herodot mit einigem Zweifel erwähnte Angabe des Schreibers (grammatistes) im Heiligthum der Athene zu Sais. Trotz feines Heimwehs will Livingstone dieses Quellgebiet noch erforschen, ehe er seine Rückkehr antritt. Aber wichtiger noch als die Erforschung der Nilquellen, sagt Livingstone, würde ihm die Erlangung der Gewißheit sein, daß seine Nachrichten über den Menschenraub so wie hier war eS auch anderwärts. Die 3 Milliarden Anleihe »st für Herrn Thiers gesickert, das ist allerdings richtig, aber diese sogenannte Ueberzeichnung, dieser „Andrang deS Eapitals", ist Fiktion und wir möchten die langen Gesichter sehen, wenn eS Alfons I. einfallen würde, den ganzen Betrag der Anleihe den Deriischen allein zu überlaffen. Doch mundus vult decipi, ergo! Subscriptionsresultate wurden heute in großen Summen zu 2 Fr. 20 (5(6. gehandelt. Im Uedri- gen war die Börse heute bet guter Laune und bewegte sich wieder einmal mit Behagen im Sonnenschein einer Hausse, welche für Ereditactien von Wien her tmpvrtirt wurde, so daß sie selbe bis zu 351 bezahlte. Staatsbahn und Lombarden freilich mußten im Winkel sitzen bleibe» und konnten an der Avance ihrer Spielgenoffen nicht Tbeil nehmen. Ueberhaupt »rollen oster. Griechenland. Im griechischen Archipel hat Die Seeräuberei in letzter Zeit dermaßen überhanD genommen, Daß man sich zwischen die SunDainseln oder in das chinesische Meer versetzt glaubt. Die hellenische Regierung vermag den Unfug nicht zu steuern, tenn sie besitzt kaum ein brauchbares Kriegsschiff und noch weniger brauch, bare Seeleute. Am allerwenigsten aber Den nöthigen guten Willen. Daß Da« Räuberthum auf Dem festen LanDe längst, so zu sagen, zu einer verfassungsmäßigen Einrichtung geworDen ist, Deren Die verschiedenen politischen Parteien nicht entbehren können, weiß in Athen j»des Kind. Nun scheint auch dem Piratenwefen eine ähnliche Entwicklung zugedacht zu sein. So wird nichts übrig bleiben, als daß die europäischen Großmächte, Die sämmtlich Flottenstationen im Orient haben, sich zu einer Razzia gegen Vie Seeräuber zu vereinigen. (Spen. Ztg.) Amerika. In Hinsicht auf den gegen den Mörder des berüchtigten James Fisk, den nicht minder berüchtigten Edward Stockes, eingeleiteten Proceß schreibt der Baltimore Wener vom 12. Juli: „Daß es mit der Gerechtigkeitspflege bei und sehr schlecht bestellt ist, wird jeder zugeben, der einen Einblick in das amerikanische Justizwesen gethan, der Die vielfachen Mängel des Geschworenensystems kennen gelernt hat. Täglich werden Mörder und Diebe, thetls durch Avoocatenkniffe. theils durch unwissende oder parteiische Iuries ihrer gerechten Strafe entzogen; je reicher der Verbrecher, desto sicherer entgeht er derselben mit Hülse seines gut bezahlten VertheidigerS. Auch Stockes, Der gegenwärtig in Newyork procefsirte Mörder Fist's, flieht sich alle mögliche Mühe, seinen Hals aus Der ihm drohen- den Schlinge zu ziehen. Auch bei ihm soll der Einwand Der Nothwehr, Der schon so Manchen vom Galgen errettet, Der Helfer sein. Er behauptet nämlich, FiSk sei bewaffnet gewesen und habe früher öfters Todesdrohungen gegen ihn ausgestoßen. Eine frechere Entschuldigung, ein frivolerer Vorwand für einen so kaltblütig auSgesührten MorD wie diesen ist wohl noch niemals gegeben worden. Eine Schmach wäre es, wenn man Den Mörder auf solche erbärmliche Lügen hin dem Arm des Gesetzes entschlüpfen ließe." Nun ist telegraphisch schon die Nachricht gekommen, Daß Die Jury Den Angeklagten freigesprochen hat! Die bedingte reickische Bahnwerlhe in letzter Zeit nicht mehr recht ziehen. Die guten Ernten in Deutschland und Frankreich haben den ErpvrtauSsickten den Buden genommen und österreichische Bahnactie» führen nun an der Börse ein still beschauliches Leben. Deutsche Bahnen daqegcn finden wi.der mehr Gnade beim Publikum und waren auch beute wieder in Umsatz. Recht belebt war heute der Verkehr in Bankaktien und waren namentlich Darmstädter, ProvinzialdiSconto und Deutsche Vereinsbank gesucht. Oesterreichisch.-deutsche und Effectenbank beliebt. In Prioritäten ging einige- MehrereS zu guten Coursen um und von Staatspapieren behaupteten österreichische Renten ihr« gestern errungene PreiSaufbefferung. Von Gelbsorten Napoleons höher. Gelb für Ultimo 5'/, bis 6 Procent. 98«/, 4% 99'/, 96-/8 97*/, 97 ttörsenoachrichten. 30. Juli 1872. Ämerik. Bonds 188tr „ , 1882r , , 1885r „ » 1W7r » , 37,0/9 „ 93 Bayer. 5% „ 1003/r n 4i/,0/0 1jährige 100'/. n 40/g 1jährige 947/8 Würtemb. 4*/,% Obi. 993/. Baden 41/$% Obi. o. E. L. 993/. Oesterr. Silberrente 643/. „ Papierrente 583/. Spanier, neuest. 30/0 29 A eilen. Frankf. Bank 141'/. Frankf. Vereins-Kasse 141'/. Dar inst. Bankaot. 485 Wien Bankactien 894 Oest. Creditaot. 352 | Galizien 257 Preuss. 4'/a°/o Oblig. 103 Frankf. 3'/,0/0 Obi. 87'/. Nass. 4'/,% Obi. 99'/. Kurheas. 4% „ 933/fl Gr. Heea. 5°/g Obi. 1013/. Aetien. 5O/o östr. F. St. E. B. 3551/3 Lombard. Bahn 219 '/3 Ludwigah.-Baxbach 200 Maxbahn — Bayer. Ostbahn 138'/z Rhein-Nahebahn-Act. 455/a Hess. Ludwigsb.-Act. 181 Oberhessen „ 813/. Prioritäten. 30/0 öster. Stsb.-Prlor. 58>/z 3% öst. s. Lombard 507/e 30/0 Livorneser 39'/6 50/0 Toscaner 62'/8 5% Elisabeth.-Prior. 843/. do. II. Emlss. 84'/. Weehoel» Amsterdam k. S. 98 Augsburg k. 8. 993/. Berlin k. 8. 104V8 Bremen k. 8. 175'/. Brüssel k. 8. 933/a Hamburg k. 8. 87'/. Leipzig k. 8. 105 London k. 8. il83/g Lyon k. 8. — Paris k. 8. ?23/g Wien k. 8. 11'5'/, ditto m. 8. 1053/g ditto 1. 8. 1053/a Disconto 4 % Geldaorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57'/,—58«/, Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—41 HoU. fl. 108t. 9 53-55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 20—21 Engi. Boxer. 11 48—50 Buss. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 24'/,—25«/, Anlehentlooae. Darmstädter ll.50l.ooso 192 „ n 25 „ Kurh. 40 ThJr. Loose — Nassau 25 fl. 45'/, Braunschweiger 21% 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 39 40/g bayr. Präm.-Anl. 112'/, 4% badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 703/r Oestr. fl. 250 v. 1854 843/. 1858r Prioritätsloose 205 1860r Loose 94 1864r „ 157'/, - Allgemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachungen. E d i c t a l l a d u n g. 2824) Nachdem Grsszherzogllches Hof- gerlcht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des unter Curatel stehenden Heinrich Heidt von Burkhardsfelden den formellen Concurs erkannt, so werden fämmtliche Gläubiger des Heidt zur An- zeige und Begründung ihrer Forderungen und etwaigen Vorzugsrechten, sowie zur weiteren Beschlußnahme über die Masse auf Mittwoch den 7. August 1872, Vormittags 9 Uhr, bei Meidung des stillschweigenden Ausschlusses von derselben geladen. Gießen, den 29. Mai 1872. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, Wiener, Landrichter. Landger.-Assessor. F r i st a b l a u f. 3576) Zur Fürstlichen Rentei Lich können die Nückstäiide nur noch bis zum 15. August an den Zahltagen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ohne weitere Gerichts kost en, namentlich Pfändungskosten, bezahlt weiden. Lich, 29 Juli 1872. Kreutzer. 1 Versteigerungen. Main - Wescr - Bahn. 3518) Es soll die Anlieferung oon 2100 Stück Bahnschivellen von Eichenholz im Wege öffentlicher Submission verdungen werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Lieferung von Bahn- schwellen- bttz zum Submissions-Termin am 5. August b. I., Vormittags 11 Ubr, bei der unterzeichneten Betriebs-Inspection tu Frankfurt a M einzuieichen, woselbst auch -tc Bedingungen eingesehen und die Submissions-Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M-, den 25. Juli 187?. Königliche Betiiebs-Jnspection. Heyl. Feilgebotenes. 763) Photographie-Rah men und Goldleisten bei Wilh. Balser. NB. Dos Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt._______________________________ 2713) Heue Matjes- Häringe empfingen I. A. Busch Söhne. Fichlwdm-Anstrich. Fußbodcnlack, sofort trocknend, iictiiplfkcntif znm Einölen, Oelfarben, fertig znm Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien znm Anstreichen und Wichsen der Fußböden, em- pfieblt Emil Fischbach, (3 439)Seit'rsweg. Z Auf dem Lande, eine kleine Stunde von der Bahn, ist ein großes Haus mit Specerei- Geschäfl, in Verbindung mit feiner Wirthschast mit Garten und K' gel- bahn, äußerst billig abzugeben. Näheres bei Friedr. K reu der, Com- misfionär in Gießen. 3553) Einfache und doppelte Tuffkamin- rohre, geichliffene Hanauer Platten, Portland Ccment, Dachpappen bet _________________________Emil Pistor. 1876) Thurschoner in Erystall und Porzellan bei Wilh. Balser. Königs Reisstärke, unübertroffenes Fabrikat züm Stärken der : Wäsche, enipfiehlt i(3468) Emil Fisch bach, Seltersweg (Prüfen zur Stoppelsaat sind billigst zu verkaufen bei (356 l)_______________________A. Katz. S Eingemachte Gurken empfehlen " I. A. Busch Söhne. 643) Thur- und Grab- schilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebig* r Schrift augesert'gt bei Wilh. Balser. Z Mein Tuch und BukSkin Lager zu festen und billigen Preisen empfehle bestens. Von beilte ab Rabatt für Waaren dieser Saison pr. comptant SJflg" Sechs Kreuzer n Markt, Raeir- und Haarschneide-Cabinet. Vor Nachahmungen ist dringend zu warnen, -r? E__________| 3587) Meine sämmilichen Damen - Kleiderstoffe und Jaquettes verkaufe zu bedeutend zurüctgesetzt'N Preistn. Moritz Heichelheim, Seltersweg C- l 85. Vermiethuugeu. 3550) Ecke der Schloßgasse geräumiger Laden nebst schönem Logis vom 1. August anderweit zu vermietheu ________________Ed. Lind, Kirchenplatz. 3543) Eine Familienwohnnng ist zu ver« rniethen und tm Oktober beziehbar. ___________________Jakov Sckäcker. 35bö) Zwei firundliche Familienwoh nnngen ans dem Seltersweg zu ucmiic: Iben. Näheres bei der Expev. d. Bltls. 3382) Laden mit Familienu ohnung im untersten Stock meines Hauses in der Schul- strahe zu vermirthen. __________________________Dr. Dornseiff. bin ^amilLenlogiö ist in dem Hanse des ziunstgärtuer D e i neS zu veimiethen. Näheres ebendaselbst.____________(3229) 1935.1 Ein möblirtes Zimmer zu ver: n-ieil'kn. Anlage E. 25.___________________ 3586) D> s seither von Herrn Lehrer Baprer bewohnte Logis ist an eine ruhige Familie bis Milte Oetober zu vermietheu. Ed- Strack's Erben. Vermischte Anzeigen. Für das Auölragen eines Theils des Anzeigers wird eine zuver« lässige Pei fou gesucht, Lusttragende wollen sich bii und m lden. Eittjttttfter->au9bursche wird gesucht, sowie ein tüchtiges H a U S - ni ädche n, für die Bahnhofs-Re- st a u r o t i o n.(3548) | 3505) Glasergescllcn finden dauernde Beictmsliaung bei________________H K e ck. 3372) Ein Lehrling mit nöthigen Var- 1 fenntniffen wird für ein hiesiges Fabrtk- geschäst gesucht. Wo? sagt die Expedition d. Bltts.________________________________________ 3547) Eine brave zuveilässige Fron für einen Lanfdienst wird gesucht. Das Nähere zu erfragen Seltersberg Lit. E. Nr. 3 im obersten Stock 3501) Da mein Abzug von hier nahe bevorsieht, so ei suche ich Diejenigen, welche Fordernngen an mich haben, dieselben innerhalb der nächsten acht Tage bei mir geltend zu machen. Gießen, den 25. Juli 1872. Prof. Negelsberger. 3580) Ein pensionirter Beamter, sicherer Mann, sucht hier Stellung als Aufseher, als Kassirer rc. in einer Fabrik, kaufmännischem ober ländlichem Geschäfte. Gute Zeugnisse stehen zur Seite. Auskunft in der Exped. d. Bltts.________________________ 3581) Ein braves Küchenmädchen gesucht, welches sogleich eintreten kann. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts.___ 3582) Eine kleine Familie sucht zu sofortigem Eintritt ein solides erfahrenes Dienstmädchen. Seltersweg E. 102. Die Erped. des Gießener Anzeigers 34^8) Ein Junge nom Lande wird gegen selben gegen eine Belohnung bei der Exped. gute Bezahlung ioiort gesucht. Näheres bei d. Bltts. anmelden. Vor Ankauf wird fieber Exped. d. Bltts. i warnt. 3579) Ein junger Jagdhund, braun gefleckt mit braunem Behang und links brau nein Auge, langtm Schwanz, auf den Namen „Hektor" hörend, ist am Samstag Abend -! ent lauft n. Der zeitige Besitzer wolle den- Geschäfts - Aigeige. 3577) Dem verehrten Publikum Gießens und Umgegend erlaube ich mir hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß ^ch unter dem Heutigen am hiesigen Platze eine Steindruckerci errichtet habe und bitte, mit der Versicherung, daß ich mich bemühen werde, alle in mein Fach einschlagenden Arbeiten prompt und billigst und zur größten Zufriedenheit meiner Auftraggeber aus- suhren werde, um geneigten Zuspruch. Mein Geschäftslocal befindet sich im Hause des Herrn Gastwirth Schnell, Marktplatz Lit. B. Nr. 31. Carl Reineke. 3584) Unterzeichneter beehrt sich hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß er unter Heutigem das seither von Herrn Ludw. Kohlermann betriebene Friseur-Geschäft auf eigne N'chnung übernommen hat, und bittet ein wohUobliches Publikum, das seinem Vorgänger seither geschenkte Vertrauen auf ihn übertragen zu wollen. Durch billige Preise und schnelle und reelle Bedienung wird er das ihm geschenkte Vertrauen zu rechtfertigen suchen und zeichnet Hochachtungsvoll C. 5fr. Conrad, Friseur. Providentia, Versicherungs-Gesellschaft pi Frankfurt a. M. und Main), GcschästSnachsolgerin der Nhcinischcn Vcrsichcrungs-Gescllschaft. Section Mainz. Begebenes Grundkapital: Acht Millionen Gulden. Hiermit bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß die Herren W. Balser zu Gießen, B. Step n an I. zu Groß-Buseck, Ph. Schleenbecker zu Heuchelheim, B. Seibert zu Wieseck, als Agenten unserer Gesellschaft für Feuer - Versicherung bestätigt worden sind. Die Section der Providentia in Mainz. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, halten wir uns zur Entgegennahme von Anträgen auf Versicherungen gegen FeuerSgefahr bestens empfohlen und bemerken, daß die Prämien billig und fest sind und die Versicherten niemals Nachschüsse zu leisten haben. W Balser in Gießen. B. Stephan I. in Groß Buseck. PH. Schleenbecker in Heuchelheim. (3353) B Seibert in Wieseck. 3578) Mein Comptoir und meine Wohnung befinden sich von heute an Neue Anlage C. 32. Siegmund Heichelheim, in Firma: Aron Heichelheim. 3583) So schmeichelhaft mir auch die Wahl als Mitglied der Handelskammer für die Stadt Gießen ist, so glaube ich doch bei Großh. Kreisamt Gießen diese Wahl ablehnen zu muffen, weil ich durch die im Jahr 18(»6 erfolgte Abtrennung des Kreises Biedenkopf vom Großherzogthum Hessen und durch das ReicdSgesetz vom 13. Mai 1870, betreffend die Beseitigung der Doppelbesteuerung, zur Zeit nicht wahlbar sein dürfte. Karl Diery, HofgerichtS-Advoeat. Restauration Dalnistein. 3585) Heute, Mittwoch den 31 Juli: SW* Coueert der Familie Geul. “Ä© Anfang 8 Uhr. Weiners Garten. 3588) Donnerstag den 1. August: 9. Abomlcmcnts-Concett, Anfang 5 Uhr. Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser Cenlral-Bureau für Inserate bestens empfohlen Die uns übergebenen Annoncen werden sofort dtrect an die bctr. ^ei- tunaH-Expeditioneii befördert und nur zu den Originalprcisen der Zeitunfis-'Ex- pedltionen berechnet. Lroftenvoranschiäge gratis und umgehend. Größere, umfartgreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst günstigen Bedingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Rechnung franco. sche Buch-, Papier - und Landkartcn-<)andlung. Frankfurt a M., Domplatz Nr. 8. Redaction, Dfi.k und Ver.ag ber Brühl'schen Unto.-Druckerct (Fr. ' r. Pietsch) In Gtetzm.