ÄreiS vierteljährig 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit AuS« nähme Sonntags. Expedition: Canzleiberg. Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen. ***• 125t Freitag den 31. Mai " Bestellungen auf den Gießener Anzeiger Erpediljo^ °bh°i.,, laff.n, erh-N-, dwscibm str dm M«n», Jmi zu 20 (r. Amtlicher T h e i l. " ~ Gefundenk Gegenstände: schule, eine Brille mit Futteral?dret Schlüssel in ttnem R?nge',' zwei'Schlüssel ^nUdn^ mit re-tr'’ ein Paar alte bruune baumwollene Hand- H°senM'g mit Futter, ein- Schürze von Druckzeug und -in-Schraube mit Mutter Hohlschlüssel, e,n Etu.s zu e.ner Cigarr-nspjtz-, V/2 Ellen Futterz-ug ?Ellen später ru Gunsten d-'r^Armenkasse"Äerde^°erst!§crl w"rden. U"§ J“ mdi>en' »'drigensalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder Pretzen, den 31. Mai 1872. m , r „, __________ Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Prooinzialhauptstadt Gießem __ ___ Nover. binW sich da» Vertrauen, daß Deutschland zur Lösung derselben' befähigt sei. * j 11 ö 11 o t <4\ * z. ft k ♦ Xsn a cn) * fr... * _ f - __ vi ru weit, als sie auf eine rasche Entscheidung zu hoffen scheint, während wir uns audersetzung zwischen Staat und Kirche zu sehen. Die Theilnahme -es Auslandes an Deutschlands Kampf mit dem Ultramontanismus. in Folge ihres lebhaften Temperaments manche Frage angeregt, aber für keine eine gründliche Lösung gefunden, ja nicht einmal ernstliche An- strengungen gemacht, um eine solche zu finden. Sie haben mit der socialen Frage gegelt, toie Kinder mit dem Feuer spielen, ste haben die politische Freiheit einem mcht humanen, sondern egoistischen, selbstsüchtigen Gleichheitstriebe aufgeopfert, sie haben tn der frrchlichen Frage zwar einen lange als mustergilt'g gepriesenen Vertrag zwischen Kirche und Staat zu Stande gebracht, aber es ist ihnen keineswegs gelungen, den politischen Einfluß der Kirche zu brechen: Frankreich ist der rechte Arm des Ultramontamsmus; die große Frage nach dem Verhältnisse von Kirche und Staat ist durch Frankreich ihrer Losung nicht um einen Schritt näher ge- fuhrt worden; ja es gibt wenige Franzosen, die im Stande wären, die Bedeutung dieser Frage in ihrer ganzen Tiefe auch nur zu erfassen. Erst seit Deutschland an diese Frage herangetreten ist, hat die Welt die Hoffnung gewonnen, daß sie überhaupt lösbar sei, und mit dieser Hoffnung ver- Aber eine zugleich feste und freiheitliche Staatsordnung vermochte man auf den französischen Grundlagen nirgends zu gründen; und je wehr sich diese Einsicht verbreitete, um so mehr kühlte sich die Bewunderung der französischen Staats- Weisheit ab; und als man endlich wahrnahm, daß Frankreich sich in Folge seiner Revolu^on nicht m eine Heimath der Freiheit, sondern in einen Kampfplatz, aus dem sich Despotismus und Anarchie mit wechselndem Erfolge ihre Schlachten lieferten, verwandelt hatte, da wurde die Ucberzeugung immer allgemeiner, daß man, um zu sicheren Zustanden zu gelaugen, den französischen Ideen entsagen muffe und daß jede Natron die Antriebe zum Fortschritt aus den Tiefen ihres eigenen VolksthumS zu schöpfen habe. Damit hatte man denn auch die Fähigkeit wievergewonnen, die Behauptung der Franzosen, daß sie das Volk der civilisatorischen Initiative seien, an der Hand der Geschichte nach allen Seiten unbefangen und gründlich zu prüfen. Und bei dieser Prüfung fand man denn, daß sie der genialen schöpferischen Kraft auf allen Gebieten tn Wirklichkeit entbehrten. r ®l"b,ltun9 der Franzosen, daß ihnen vor allen anveren Volkern der Beins zugefallen sei, zu den großen Culturaufgaben, von deren glück- lichrr Lotung der Fortschritt der Menschheit beding, ist, den Anstoß zu geben, ihnen em freie« Few zur Gahrung und Klärung zu bieten und sie, nochdtin sie sturmen politischer Kämpfe hervorgegangen, der prineipiill. n, sur olle Volker wustergilttgen Losung zuzuführen. Tausendmal haben sie e« wi der- holt und wiederholen U noch stet«, daß ste das Volk der Initiative seien, »afi pe allein »neigennutz-g sur eene Idee zu kämpfen verständen und daß selbst anoers- wo ausgktauchle Ideen Lebenskraft und Allgemeingiltigkeit erst dann gewännen, wenn Frankreich sich ihrer angenommen, ihnen das französische Gepräge aufge- druckt und daturcy da« Bürgerrecht in ter civilestrte» Welt verschafft hätte. Die unaufhörlich wiederhol,e Behauptung fand überall Gläubige, und Frankreich galt in der That, wie in der Mode, so auch in allen Zweigen der geistigen für da« Vorbild aller Völker und Staaten. Ot, h,nnrt nrAw m < . , . ' zu einer große« europäischer.! B-w-gung gegeben daß ,m Verlaufe dieser Bewegung vielfach die Tillmmer inner, lrch abgestorbener Cultorzustande hinweggeschwemmt wurden, ließ sich ja auch in der That nicht bm Kampfe erwaitet. Aber während der JesuitiSwu« tobt und wüthct, verfolgt die öffentliche Meinung in jenen drei Ländern den großen Kampf mit ttner warmen und wohlwollenden Theilnahme, wie sie sonst weist nur durch die Corge für das eigene Wohl und Wehe erweckt wird. England spielt bei diesem Kampfe die Rolle de« äußerlich unbttheiliaten Zuschauer,. Um so unbefangener ist sein Ur,heil. E« Hot die Ruhe, zu prüft, baf fiVsJVh Echarl- und Einsicht; denn für die großen kirchlichen Fragen hat sich England immer ein feines Verständniß bewahrt. „Daily News" — und da« ist das Uitheil fast aller Blätter - erkennt ganz richtig daß dae Jesuittn m,t 'hr-m Hoffe »erfolgen, weil sie dasselbe als das größte H^nderntß der Politik betrachten, welch- auf die Zerstückelung F,alten« und die Wiederherstellung der geistlichen Macht adzieli. Sie hält es aber für unklug, daß ste eine Macht zum Kampfe herausgefordert haben, welche bisher stets siegreich gewesen ist, und welche sehr leicht zu versöhnen gewesen wäre. 3" ^st-'reich und Italien gibt die Theilnahme sich in lebhafter-n und bewegteren Tonen kund. Denn beide Lander sehen in unserem Feinde auch ihren Femd; beide Lander wissen sehr wohl, daß da« deutsche Reich auch für ihre «ach- kämpft, daß der Ausgang de« in Deutschland entbrannten Kampfe« nicht Wenn uJ?,e uu'wnalk, sondern auch ein- principielle Bedeutung haben wird. Wen, Deutschland nicht stark genug wäre, um einen entscheidenden Sieg zu erringen, wenn es sich mit einer halben Lösung begnügen wüßte, so würde die Curie fcfott mit doppelter Wucht ihre Streiche gegen Oesterreich and Italien fuhren. Siegt dagegen da« Reich entschieden über die Curie, so wird die Stel- N»k'äi?'ir C" ln Deutschland gegeben werden wird, maßgebend für da« mie ^nl6it1,l’nr Ä'I4e|Ul,u F'aat "u^llükmeinen sein, und jeder Staat, der nicht, tt ifd,besondere« Interesse daran hat, stch der Cur.e au« po- Lü/?hh Beweggründen gefällig zu beweisen, wird die von Deutschland erkämpfte sSiirffi*?Ur erln“ "8tntn Beziehungen zur Kirche machen, natürlich mit b'e Verschiedenheiten, die sich au« dem Bekenntniß. und Bildung«- stände und den Traditionen der einzelnen Länder ergeben. ?. I** I tnormai M wurden bebt beh-uptetkn nirtai b-i 3 gekauft wu: papieie krär sich sehr ho dem Äarkt Babnpapier berga gern Baveiiiche i neuen Lstmöc p finden, tv Papiere käme ßilberrente, um. Loose dauernd gesu machte eine doch verkehrt für Bahnen Ma 28. M-i. Ungefähr 800 czechische Stnd-ni-u hatten u°»°rdaui. Dbrasen als Protest gegen die Gründung der Straßburger Universität in fran- AL Blüittrn abdrucken lassen, seh. haben ungefähr 200 französisch- S üden- len in Damb-iia'« Organ ihren czechisch-n Kameraden für ihre Thai fbanU. Eine Allianz so wichtiger Faktoren! Armes Deutsches Reich. Graz, 27. Mai. Der Geweinderath beschloß, eine Petition an bas Ge- sammt-Mintsterium zu richten um Nichtgestattung des Eintrittes und Aufenthal eS aus anderen Ländern auSgewiesenen Jesuiten in Oesterreich; das Mmster.um wolle ferner, wird in Der Petition gesagt, dem RerchSrathe ein Gesetz vorlegeu, bis jetzt jedoch vergeblich. Spanien. Madrid 28 Mai. Mehrere Journale melden, daß verschiedene Deputirte der lepublttanischra Partei beauftrag, seien, den Antrag au, B-rs-tzung de- Mm«, steriums Sagasta in den Anklagestand zu stellen und zu unterstutz n. ------R„Iin 27 Mai. Der hiesige Magistrat hat an den Minister des Innern Äw- di-'klöstttlich.n V-'rhäliniff- "üb-rhanpi regelt. ^Sikdib-hörd-ntchi 'die gewünschte Abhülse gewähr, hat. Der - — ÜSTMS, Am S&fAb"Bl' gegen »elchc nicht immer^ erfolgreich anzukampfen ist. Fubrt doch selbst den Fall an, d»ß ..... überwältigt hat und dann entkommen tft s äs r. *»’r7,Ä MmU.» .» 231.091,334 «.l« .M«. "* ' Vermischtes. Aa- St-.hl.n wird d« .Schl. Zig." »«X’U dem benachbarten NrklaSdorf zugetragen hat. erreg h g Ufthol; zu kürzen, während fein vürMrig^Bru"// die'g^ürzten^Stücke sammelte und forttrug.^Dabei^ dn Kletne Ach .....-U-b-M-..--!- «U Mn. Knabe zu der Mutter hin und sinkt entseelt zu ihren Fußen nieder. Ä I -2652) Donn r ■ 'soll auf b" l -Heinrich Ca | Nur Nr. [ | Vsoi I «unter ben bei M werben Metflert roe I Gießen, de __e HevW ’M dem S .,2650) Das ') Ätz Bustz | > ®Q' Zuerst J ^tfieno ung G «»ä & 4) .5) b Ties ^ngen । D70 I SM Men L Ntnb0, -tz »S s - «««-•■ Magdeburg flammen und f-üh-r Kutscher und dann Hau-knechi gewesen s«^.__________________ smitn 28 Mat. Da» einzig« Wort, welche« d«° Erzherzogin Sophie in »-»|-L »:«7.''L.'nL''L'7 S™ tfÄ-Ä tt fttfÄÄT* LL.L » s;. ä * °de« R.iLus°m°°nbang!« schäh-n lernen? - In Ungarn war man schon aus die cnlgegcngesetz.e Eaiamität ^2.^^E^h«r.sch^-.n° Dürr«, "snbl.ck> am 27 während Böhmen durch Ueberschwemmungen litt, ÄL'TL-MM- 7n ?a» P-slier Ack-.b^misi-ftum ^d^^^gnnz. fp«uü!i-n Äd« Ä" V-ftuste° 'In den »“ ™ - 'LL r‘»‘ Böhmen »getretenen No.hstand fand -in- gliedern der Regierung und Abgeordneten de« R-'»«-aIH- statt, »m» der B'schlaü war, zunächst au« Regierung«mtlgliedern und Abgeordneten «in Eomi.« zu bilden, welche« -inen Aufruf erlasse» und di- G-ldsammlunge» -in- Gotha, den 28. Mai. D-r Rrchenschaftsb-rich. rungöbank für 1871, »cl*cy >e6‘ liefert9ia4roei6 über di- sehr günstigen liegt und demnächst veröffentlicht werden wird, J =mecen (roeflen der kriegerischen Ergebnisse dieser im «aaememm b«m $er z„^ng an Ereignisse und d-r Blaiternepidemw) wenig i ^/^^Versicherungssumme von neuen Versicherungen betrug 2yoö ^eriontu m. . . & ^ahre§ 1869 uber- 6,451400 Rthlr. und wird an Große inur durch I a^ceren c^a^Te§. Nach Abzug troffen war jedoch großer als deriemgen . . nur ?/10 Procent des des mäßigen Abgangs..der, so wett er der LederteSt^estand'für den Jahresschluß ganzen Versicherungsbestandes- betrug, erhob> s cb 'er mit dem Bestände auf 38081 Pers, mit 72,185400 Rthlr- und es fand w' »rs mit 4,117000 Rthlr- am Anfänge des Jahres em reiner Zuwachs °o^^iellen Ergebnisse des vorigen Statt- — Gleich günstig waren verhaltmßm^ im Vergleich mit 1870 um Jahres. Die Einnahme an Prämien und Zms n 0 -n 5,321522 Rthlr- be- 174514 Rthlr und betrug 3,344571 Rthlr^ ->cacv z ,üon i,023049 Rthlr. und benden Ansgabe stellt sich em Zuwachs , von 889794 Rthlr. nach Feststellung der Bilanr em reiner «evericy«p i ber früheren Jahre, heraus. Beide Beträge sind so bedeutend wie uoch in^ ^n Zinsertrag des Bank- Der Grund dieses günstigen ReaSit^ber ma§taen3lu3flabe für Sterbevermögens (4,86 Proc. mit 817294 Rthlr.) thetts nr ver mavige ben geringen ! fälle (57177 Rthlr. unter der rechnungsmäßige^ Erwartmig), tye ^latternepidemie Verwaltungskost-n (4< 5 Proc. ber 3^"^’"Von 3b“n 920 ©«rbefäUen, welch- auch die Versicherten der Bank nicht verschont, n mit einem Ver- überhaupt unter denselben eintraten, sind aber nur -.„beiaeführt worden. Das ist sickerunasbetrage von 68400 Rthlr. burch die Bl iimftanbe ru suchen ist, daß K°fth7g--ing?s.Verhättnik. besteni Grunb wo l U« die Versicherten der Bank großenthetts den woy y einmdringen pflegen, weil sie angehören, in welche die Epidemien weniger intens 8 sind, Schutzmaßregeln mär als Andere in derLage «l'prgsEr darauf bedacht dar und dagegen ju ergreifen. Em solcher Schutz bot sich W Vorsichtsmaßregel an- -s ist kein Versicherter an den Blattern gestorbem --^desfälle traten auch, wie die- gewendet hatte. Die durch die Blattern mit kleineren to'Ä'efcjft'ÜS! SÄ !rsa&Ä ;r-Ä ’ä-- seit- begonnen, die V-''Krieges" vorn 12. October, zunächst jedoch nur den letz en Avschnm des n4t Dictaturantritt Gambrtta's, bis 19. Februar diese vier Monate auf 874,015,000 FrS rend des Zeitraumes vom 4. ÄÄ”'Ä'- «ÄÄ auf über 300 Millionen veranschlagt. .......o7-. 6abtc ,d^n°^Lanb-«th-st0» Millionen un,; 6ontribulionen weid-n fe^öeial^® n « u runt) 400 Millionen angeführt. Dazu treten dann mtffinn 2 ÄÄÄ JÄTÄÄ ö. ftSSÄ ÄlS.......»•!. 370 BSSSSB« brüche^ befürchtet. Da- Wasser ist noch im Steigen begriffen. _ ------ g-richt^Ächv-O-och-p-oä^S^^Beb'l uTs.ebfnedjt da« M *9* Instanz auf zwei Jahr- F-stungsstraf- b-stat.gt Hai. 4 September hing-g-be», all-in an der De-organisa.ion der Arm« und de» .. ...........................KXMÄÄS.ÄSCÄÄ. . di.....m.j..xL-SVÄS?SwÄ-t"w =zs=«.-a=ssÄi ws----E--S---L:-SL5LH2ZWä und"ür'fte st» dann noch darum handeln, einens ^chon lange treibt man religiöse Polemi, d,«eni. th. . s» »b« b.. ~ ‘ *• -l n"*e ausschweifenden Forderungen der Ultramontanen, jetzt wäre es xjeit z v 4'Bari« 28. Mai. Ein Schreiben Napoleon'« an Ronher wird erwariei. Der Bries de« Kaiser« an die CorpS-Eommandant-n der Sedaner Armeewnrde in 150 000 Exemplaren gedrucki und unter die Bauern o-riheili. Da» n ur WX-ÄRK. “ L ?S.V.vS'.™Tm nÄwL S°ptt«b-r bi, 2 F-bruar befinden sich hi-'i«. mdefi 'st7'd,i,au«i-n jetzi, wie -« dies- schon von Ansang °n °°n°atzdi-Jnirgun, ÄW yAÄÄS rtAÄ RSS. "ÄMÄS "« “ dkl», mit ) (0t. ille- fium gr», 'gelt Igtn. täun- tufctn ir die dein." »aitet, wurde neue Die iätttr, r der. tu (ut unter- ile und ngutn, >r dm Gestorbenen der mittlere Durchschnitt auf nur 1554 Rlhlr. Im Ganzen waren während des vorigen Jahres 1,536200 Rthlr. für 904 Sterbefälle zu vergüten. — Der Fonds der Bank stieg durch obigen Zuwachs auf 18,252709 Nthlr. und umfaßt 14,304283 Rthlr. Prämienreserve und Prämienübertrag, sowie 3,599182 Rthlr. reine Ueberschüffe. Letztere kommen in den nächsten 5 Jahren als Dividende an die Versicherten (1872 mit 37 Proc. der Prämie) zur Vertheilung- Börsenberichte. Frankfurt a. M., 30. Mai. Da gestern schon die Ultimo-Liquidation so ziemlich beendigt war, und auch die auswärtigen Börsen festere Stimmung bekundeten, entwickelte sich heute auf speculativem Gebiete ein nicht unbeträchtlicher Verkehr in Mediokäufen, und waren e- vorzugsweise StaatSbahnactikN, für welche größere Kauflust vorhanden war, trotz der abermaligen enormen Mindereinnahme von 396,000 fl. Bei 369V, per comptant und 37i)i/4 Per medio routben bedeutende Summen in diesem Effect umgesetzt, waS später allerdings nachlteß. Doch behaupteten sich obige Eour|e ziemlich fest. Ereditactien waren heute weniger beliebt und stag- nirten bci 348, während dagegen Lombarden mehr Beachtung fanden und bei 2101/» zahlreich ßefauft wurden. Nationalbankactien verkehrten bei guter Frage und notirten 870. Andere Bankpapiere kränkelten an Verkaufslust, namentlich auswärtige Institute. Nur ProvinzialdiSconto hielt sich sehr hoch und war vielfach gesucht. Deutsche Vereinsbank bei billigerem Preise mehrfach aus dem Markt genommen. Frankfurter Wechslerbank offerirt. Dagegen erholten sich österreichische Bahnpapiere wieder etwas, und wurden junge StaatSbabn, Elisabeth, Franz-Joseph und Vorarl berg.-r gern gekauft. Von deutschen Linien waren Hessische LudwigSbahn, Oberheffen und alte Bayer iiche Ost gefragt und eine Kleinigkeit höher. Von Prioritäten ging Einiges in Alföld und neuen Lombard n bei guten Eoursen um. Ungarische Ostbahn-Prioritäten offerirt, ohne Nebmer zu finden waö bei den Vorkommnissen bei dieser Bahn ganz erklärlich ist. Süddeutsche Staats Papiere kamen im Tauschverkehr hie und da vor. Lebhaften Vcrk hrS erfreute sich österreichische Silberrente, welche bis 649/16 bezahlt wurde. Von ungarischer Eisenbahn-Anleihe ging Einiges um. Loo|e waren heute etwas matter, mit Ausnahme der österreichischen 1860er, welche andauernd gesucht bleiben. Auch Braunschweiger hie und da gefragt. Auf amerikanischem Gebiet l machte eine Wachlngtoner Depesche wegen der Alabamafrage einigen unangenehmen Eindruck L Loch verkehrten 1881er und 1885er, wie auch 1882er StaatenbondS bei festen Eoursen während für Bahnen nur selten Käufer, wohl aber genug Verkäufer zu finden find. BSreeMAchrichten. 30. Mai 1872. Preuss. 4Vi% Oblig. — Frankf. 3i/a% Obi. 873/4 Nass. 4i/ao/o ObJ. 995/g Kurhess. 4% „ 94>/g Gr. Hess. 5°/g Obi. 102y2 " n <% . 98i/2 » n ZV,«/» „ 92 Bayer. 50/0 „ 1001/2 » 41/2 0/0 1jährige 1001/1 „ 40/o 1jährige 943/8 Würtemb. -H/go/0 Obi. 993/4 Baden 4i/2% Obl.o. E. L. 997/8 Oeaterr. Silberrente 641/2 „ Papierrente 58 Spanier, neuest. 3% 295/g Amerik. Bonde 1881r 993/4 * „ 1882r 963/g w „ 1885r 97% » » 1887r 973/4 A et 8 en. b'rankf. Bank 142 Frankf. Vereins-Kasse 1291/g Darmst. Bankact. 470 Wien Bankactien 871 Oest. Creditaot. 349 Galizien 267 Aetien. 50/g östr. F. St. E. B. 3701/2 Lombard. Bahn 2111/2 Ludwigsb.-Bexbach 204 Maibahn — Bayer. Ostbahn 145 Rhein-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Aot. 1833/e Oberhessen „ 821/2 Wechsel. Amsterdam k. 8. 983/e Augsburg k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 104% Bremen k. S. 963/8 Brüssel k. 8. 933/4 Hamburg k. 8. 873/4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119 Prioritäten. 3% Öster. Stsb.-Prior. 587/a 3O/o öst. s. Lombard 51 30/g Llvorneser 397/g 5°/0 Toscaner 623/4 5% Elisabeth.-Prior 831/2 Ido, II. Emise. 821/4 Anleheneloose^ Kurh. 40 Thlr. Loose 72% Nassau 25 fl. 41 Braunschweiger 205/g 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 39 4% bayr. Präm.-Ani. 1123/4 Ansbacher 7 fl. — 4% badische Loose III1/4 Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 v. 1854 85 1858r Prioritätslooge 199 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 93 V2 Wien k. 8. 1041/4 ditto m. 8. 104i/8 ditto 1. 8. 104i/g Disconto 4 % Geldeorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57i/2—58i/2 Pistolen . . 9 40—42 n doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 33 -35 20 Frankenst. 9 22—23 Engi. Sover. 11 51—53 Buss. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 26—27 1860r Loose 93i/8 1864r „ 1581/2 Stadt Florenz — id den stacke ttllage t Cov' still bl« gungktt, Delikte S Milli« - „Daily 1 btfify icbt bei• ein ton* n ii»i dm dem W ltt$ ehiiigk St- ijfende iu< , der fich ia >r circa nist sei" der ne Art und t der tltiM .nSvcrsichc' lrüsunsvop hr günstlS^ Ä Bestände * ° «01 sallni' «ft? drn- Z rt> Verlag bet Brübl's-ben Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 2154) Eine geräumige Familienwohnung, den 1. Juli beziehbar, ist zu vermiethen. Kanzleiberg Lit. B- 9!r. v8- 2618) Eine zuverlässige, im Kochen durch- j aus erfahrene Person gesetzten Alters wird, gegen hohen Lohn von einer kleinen Familie^ gesucht. Näheres bei Carl Putz, Ingenieur j (Seltcrsberg.) 2626) Ein braver Junge vom Lande wird gesucht. Näheres bei der Exped. d- '-bl. Restunration Lahnsteiii. 2645) Guten Mittagstisch und ein seines Bier, »r. Glas zu 3 fr., empfiehlt bestens 3$. Wermlngyoff. auf der Badenburg, wozu höflichst einladet-. 3- Duill Wittwe^ 2590) Für das Laboratorium einer größeren chemischen Fabrik wird ein tüch- Generalversammlung Samstaq den 1. Juni, Abends 8 Uhr, im Gasthof zum Prinz Carl. Tagesordnung' 1) Geschäftsbericht. 2) Berichterstattung seitens der Deputaten zum deutschen Handelstage in Leipzig. Der Vorstand. Stelle-Gesuch. 2607) Ein in Büchführung und Corre- svonden; gewandter Commis, mit schöner Handschrift, sucht in einem hiesigen Hause baldigst ein Unterkommen. Näheres zu erfahren bei der Exped. d. Bltts. der Iaeger'schen Buchhandlung, Frankfurt a. M. Bei gröberen Aufträgen entsprechenden Rabatt. für Israeliten bei Gastwirth Volkert in Alt-Buseck, wozu höflichst einladct: Das Comito. 2655) Mein von Schuhm. Meininger seither bewohntes Logis ist zu vermielhen und kann baldigst bezogen werden. C. Schneider, Sonnenstraße. 2541) Drei zusammenführende Keller, zu Lagerräumen oder Destillation geeignet, sind zu vermiethen. E- PiNhan. s Fein-Mcchmnkcr für lithographische Gravir - Masästnen sucht Ferd. Lotz, (Cpt. 126/5.) in Offenbach a. M- Geschäfts - Eröffnung. 2631) Einem geehrten Publikum theile hierdurch ergebenst mit, daß ich mi* dahier als Drechsler etablirt habe. Ich empfehle mich daher im Drehe, von Horn und Holz bestens, und verspreche bei billigen Preisen prompte im» reelle Bedienung. Meine Wohnung befindet sich bei Herrn Wagner Geisler, Kaplansgasie. Johann Fatum,---- 1621) Der von Herrn Dr. Brüel bewohnte 3. Stock meines Hauses ist zu ver- mieihen und am 1. Wollmarkt ju Frankfurt a. M. 2568) Wir zeigen hiermit an, daß unter Mitwirkung des landwirthschaftlichell Vereins in dessen Halle und dem daran belegenen großen Bleichgarten am 3., 4. und 5. Jul: ds. I. der erste Wollmarkl dahier stattfindet, zu welchem wir Verkäufer und Käufer ergebM einladem ^arft bestimmte Wollen nehmen wir schon 14 Tage vcw dessen Beginn auf Lager, ohne dafür Lagergeld zu berechnen. Unverkauft gebliebene Wollen genich b's 14 Tage nach dem Markt ebenfalls freies Lager. Feuerversicherung und Arbeitslöhne nach unseren Auslagen sind zu Lasten btr Eigenthümer. .« Alle Sendungen können bircct an uns gerichtet werden. Auf Wunsch gewähren wir bei Ankunft der Wollen entsprechende Vorschu Ebenso leisten wir Käufern für in unserem Besitz gelaßene Wollen verhaltnißmahlj Anzahlungen. Den Verkauf der uns in Constgnatlon zu sendenden Wollen besorg wir sowohl während des Marktes, als nach demselben, gegen billige^Provision. Bestellungen auf Lagerräume sind bis spätestens den 23. .junt an uns J richten roe|tercn Auskunft sind wir gerne bereit. Frankfurt a. M., den 16. Mai 1872. Deutsche Handelsgesellschaft. Fortbildungsschule. 2666) Der Unterricht in der Fortbildungsschule beginnt wieder nächsten Montan halb 9 Uhr Abends. Wir verbinden damit die weitere Mittheilung, daß an demselben Abend ein neuer Unterrichtskursus eröffnet werden soll, an welchem solche junge Leute iheilnehmen können, die jetzt konfirmirt worden, auch von auswärts neu in Geschäfte hier eingetreten sind. Anmeldungen solch» neuen Schüler können bei dem Unterzeichneten geschehen. Die Schule, deren Thätigkeit seither noch infolge,ihrer provi)°rischen Einrichtung sehr beeinträchtigt gewesen, wird nun mit Hülfe des kürzlich ge- aründtten Volksbildungsvereins, der besonders ihr seine Aufmerksamkeit zu- wendeu wird, auch ihrerseits eine festere Organisation erfahren, und werden wir demnächst den betreffenden Orgauisationsplan, sowie Bericht über die seitherige Thätigkeit veröffentlichen. Gießen, am 30. Mai 1872. Namens des Ausschusses der Fortbildungsschule: Müller. forflunii’s mrdmmsche lUdl)-(£itidcr in 0nn$ ju «Ateru f roirf(amft£ Cinbmin06= ' " ""“"bei teil, Catarrh, Athmungsbeschwerden, Brustleiden. Ersatz des LeberthranS. Preis der Flasche 3o fr. । , „ Ma ,-Vrtract mit Eisen, gegen Bleichfucht und Blutarmuth, ber »ras? fÄSsf-s»- 2293) Sonnenstraße Nr. 73 ist der dritte Stock zu vermiethen und sogleich zu be- zwhen -pNlyan. 2663) Erne Wohnung am Lindenplatz an eine stille Familie zu vermiethen- Näheres bei der Exped. d. Bllls- tiger Analytiker gesucht. Bewerbungen unter Angabe des Bildungs- I gangs sind unter N. D. 792 an die Annon- ! cen-Expedition von Haascnstein S Vogler in Frankfurt a. M. einzusenden. sich als erfolgreich erwiesen haben: werden alle Annoncen sorgfältig abgefaßt und für einen augenfälligen Druck hergerichtet; TLifolhft kosten die Inserate nur IU;1 dastelbe, wie in denZei- tnngs-Expeditionen, da dieses Institut als Central-Stelle aller existirenden Zeitungen besondere Vortheile von denselben genießt. Das Nenomme der Firma bürgt für solide Bedienung. niscreltoii wird auf das strengste beobachtet, die einlaufenden Offertbriefe werden uneröffnet an die betreffenden Reflectanten, ohne deren Namen preiszugeben, pünktlichst und ohne Prooisionsberechnung übermittelt. _____________________ Phiiosophenwahl. 2668) S onutag den 2. Juni: Graßes Mititär-Lonrert , LUL.. werden befördert wöchent- gbftx Ausrv crnverer lich bei billigster und reell- ft er Bedienung nach allen Häfen Amerikas mit den rühm- - NV^lichst bekannten Post-, Dampf- und Segelschiffen durch 4 die Agentur von J» Schtilliof. (918) Vermischte Anzeigen. 2658) Zwei tüchtige Schrein er gesellen finden bei gutem Lohn dauernde Beschäftigung bei Karl Kümmel, m Wieseck. 2665) Mittwoch den 12. Juni: 2660) Mädchen, welche aus der Schule entlassen sind, können das Weißzeugnahen8 Annoncen aller Al l und Stopfen gründlich erlernen. Näheres | roerben ^glich befördert und zu dm Seltersberg Lit. E. Nr. o. a Originalpreiscn der Zeitungen be- ------ i " g rechnet durch das Annoncen-Biireau 2657) Ein gut empfohlenes Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht. Wo f sagt d. Exped.___ 2485) In ein hiesiges Fabrikationsgeschäft wird ein umsichtiger, gesetzter Scribent, der eine schöne Handschrift schreibt und correcter Arbeiter ist, zu engagiren gesucht, Selbst- geschriebene Offerten nebst Angabe der Ge- haltsforderung wolle man bet der Exped. d. Bltts. unter Chiffre 6. D- 1 einretchen. 2662) Ein Dienstmädchen auf Johanni gesucht von Lips. Mitprediger. 2656) Den geehrten Damen diene hiermit zur Nachricht, daß ich mit dem 11- Ium wieder einen Cursus im Unfertigen von Damcnkleidern eröffnen werde. C. Schneider, Sonnenstratze. Restle s Kindermehl (farine lactee), als Ersah der Muttermilch. ^auvt-Niederlage für Oberhessen in der Hirsch-Apotheke von Di*. Hempel, in Gießen. HB. Der bessern Haltbarkeit wegen wird das Kindermchl nur noch in Blechbüchsen versandt. Preis fcer Blechbüchse ä 1 Psd. -- 45 fr. g Strshburg, München, Nürnberg, Berlin, Wien, Prag, Hamburg, Zürich. I wird Jedermann Rath £pu)LUHl ertheilt, welche Zeitungen Vcrmiethungen. 2395) Der untere Stock meines Hauses, aus 8 Piveen und Küche rc. bestehend, rft vom 15. August d. I. ab zu vermiethen- Carl Emmelrus- -2664) Zwei auch drei freundliche Mansarden-Zimmer nebst Küche sind an eine ruhige Familie zu vermiethen. Kreuz B-114. (1366) (a- 4O'IV-) | 11K« ein Gut, ein Haus, Hotel rc. j tUvl kaufen ober verkaufen, pochten ■ oder verpachten will, einen Posten zu besehen hat XVl l ober einen solchen sucht, irgenb etwas in eine beliebige Wil Anzahl von Zeitungen einzu- rücfen beabsichtigt, wende sich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse, ofsiciellen Agenten fämmtlicher Zeitun- ! gen des In- und Auslandes, Fra»kfi» t jII. Zeil 45. B Fiir Auswanderer. ,,K 744) Die Haupt-Agentur von C W. Dictz am Markt in Gießen expedirt'wöchcntlich mehrmals mit den vorzüglichsten Poft-, Dampf- und Segel-Schiffen nach allen Hasen von Amerika und Australien Preise billigst, Behandlung aneikannt reell.„ tMi ^rti8 vli eilt V-st b« Biß i», * II. Pi 1 ßtn \\ »in, unb i 3