Gichtmr AnMgtr Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Hießen. 8 Ne. 23S Mittwoch den 30. October u . x . Gießen, am 26. Dclober 1872 Betreffend: Unterricht für Bauhawdwerker. an die Großherzoglichen Bürgermeisterr'ien des Kreises. I f. «. ^'s ^°llen dafür besorgt sein, daß die nachstehende Bekanntmachung zur Kenntniß derjenigen in Ihren Gemeinden befindlichen Bauhandwerker ae. langt, bezüglich welcher angenommen werden kann, daß sie die fragliche Schule besuchen werden. ' 9 In Verhinderung des Kreisraths: S p a m e r, Kreisassessor. Winterbauschute des Localgewerbvereins in Darmstadt. 1tnh -JÄ des Unterrichts am ^ December l. Js Dauer 3 Monate. Unterrichtszeit täglich von 8-12 und 1 5 Uhr. mit Ausnahme der Sonntage und Samstag-Nachmittage. Unterrichtsfächer.Lau^ichueu, Freihandzeichnen, darstellende Geometrie, Bauconstructionslchre, Rechllen, Geometrie, Anfertigung von Bauvoranfchlägen, Matenalienkunde, gewerbliche Buchführung und Mechanik. - 'lütt q sa ?aL betragt im Ganzen 18 fl- und wird bei Beginn des Curses vorausbezahlt. Anmeldungen wolle man baldigst „an das Büreau des Landesgewerbverems, Rhemstraße Nr. 14 in Darmstadt", richten. ö __ Deutschland. Gießen. England hat in letzter Zeit Unglück. Nachdem erst kürzlich das Genfer Schiedsgericht zu seinen Ungunsten entschieden, hat auch der Kai,er Wilhelm in der San Juan - Frage einen für das Königreich ungünstigen Unheils- spruch gisällt. Bevor wir auf denselben selbst näher eingehcn, muffen wir unseren Lesern des näheren Verständnisses wegen, folgende geographisch. historische Notizen mtttheilen : Zwischen der Nordwestküste des amerikanischen Festlandes und der Insel Vancouver, welche den Briten gehört, liegt unter dem 48. Gr. nördl. Br. (von Greenwich aus gemessen) der San Juan- oder Haro-Archipel. Er besteht aus einer Reihe von Inseln, unter denen die größte San Juan heißt, 54 engl. Quadr.-M. enthält und einen großen Neichthum an fetten Wiescngründen, fruchtbarem Ackerland und schönen Wäldern besitzt. Das Besitzrecht wußte deshalb als einigermaßen streitig gelten, weil der Grenzvertrag vom Jahre 1846 bestimmt, die Grenze zwischen den englischen und amerikanischen Besitzungen läuft westlich von 49 Gr. nördl. Br. bis Mitte des Eanols, welcher Vancouver vom Festlande trennnt. Der betreffende Artikel des Vertrages von 1846 lautet: „Von demjenigen Punkte des 49. Grades nördl. Breite aus, in welchem die in den zwischen beiden Ländern bestehenden Verträgen und Conventionen festgesetzten Grenzen enden, soll die Grenzlinie zwischen den Gebieten I. großbritannischen Majestät und denen der Vereinigten Staaten nach Westen verlängert werden, längs des genannten 49. Grades nöidl. Breite bis zur Mitte des Canals, welcher das Festland von der Insel Vancouver trennt, von dort nach Süden laufend längs der Mitte des genannten Canals und der Meerenge von Fuca bis zum PacificOcean." Es ist damit selbstverständlich ausgesprochen, daß die gesummte Schifffahrt in dem genannten Canal und der Meerenge südlich vom 49. Breitengrad beiden Theilen frei und offen bleibt. Nun aber liegen hier zwei Canäle, östlich zwischen Archipel und Vancouver der Harocanal, und es beanspruchten die Briten die östliche, die Amerikaner die westliche Meerenge als Grenze, weil zwischen beiden eben der bestrittene Archipel liegt. Die Amerikaner machten für ihr höheres Recht besonders die völkerrechtlichen Sätze geltend: 1) daß überall das tiefste Wasser die Grenze bildet, und der Harocanal ist an seinen seichtesten Stellen tiefer als der von Rosario an seinen tiefsten; 2) daß Inseln eher zum Festland gerechnet werden, als zu einer anderen Insel. Endlich sei der Archipel für Amerika weit wichtiger als für England, denn hier werde die nördliche Pacificbahn enden, hier also der Hauptstapclplatz des amerikanischen Handels werden, der unmöglich den Mündungen der englischen Kanonen offen bleiben könne. Der Streit begann im December 1853 damit, daß die englische HudsonSbaigesellschast 1200 Schafe auf San Juan landete; diese wurden vom amerikanischen Zollinspektor mit Beschlag belegt, da englische Schafe auf amerikanischem Boden nichts zu thun hätten. Die Legislative des Territoriums Washington wachte aus dem Archipel eine amerikanische Grafschaft und schrieb Steuern aus, welche von den englischen Ansiedlern nicht bezahlt wurden. Im Juli 1859 erschien eine Compagnie vom 9. amerikanischen Infanterie-Regiment zum Schutz ihrer Landsleute auf dem Archipel, zunächst gegen indianische Feindskligkeiten; nun kamen 5 englische Kriegsschiffe mit 167 Kanonen und 1940 Mann Besatzung und eS wäre zum Krieg gekommen, wenn nicht schließlich der englische Vorschlag von der amerikanischen Regierung angenommen worben wäre: die Insel so lange gemeinsam zu besetzen, bis eint Entscheidung getroffen sei. So nahmen die Briten den Osten rin, die Amerika- Nsr ren Westen. Die nunmehr getroffene Entscheidung wird diesem abnorme» Verhälimß ein Ziel setzen. Berlin, 27. Oct. Die deutschen Bischöfe berufen und stützen sich in ihrer Denkschrift auf den westphälischen Frieden. Damit ist ihnen ein unangenehmes Versehcn passirt, denn Jnnocenz X. hat den westphälischen Frieden am 20. November 1648 „von rechtswegen als null und nichtig, kraftlos und ungerecht verdammt". Nach der „Deutsch. Ztg.", welche die bezügliche Bulle der Vergessenheit entrissen, lautet die Hauptstelle in deutscher Uedersetzung, wie folgt: „Wir beschließen und erklären durch dieses Schreiben aus apostolischer Vollmacht jene Friedensschlüsse von rechtswegen für null und nichtig, krafttos, ungerecht, unbillig, verdammt, verworfen, eitel, ohne allen Einfluß und Erfolg für die Vergangenheit, Gegenwart und olle Zukunft, und daß Niemand zur Beobachtung derselben, feien sie auch durch einen Eidschwur verwahrt, verbunden sei, und daß daraus für Keinen ein Recht, eine Klage, ein scheinbarer Anspruch oder ein Grund zur Verjährung hervorgehen könne. Und weiter zu desto größerer Vorsicht, und so weit es nöthig ist, verdammen, verwerfen, vereiteln, cassiren, vernichten wir und machen kraft- und wirkungslos die besagten Artikel und Anderes, was von uns, wie gesagt, für präjndictrlich angesehen wkrd, und prvte- stiren wegen ihrer Nullität feierlich vor Gott dawider." Wiesbaden. Pfarrer Jost von Ellar war der erste Geistliche Nassaus, welcher mH dem Kanzelparagraphen in Conflict gerieth und in Folge dessen zu drei Wochen Festungshaft verurtheilt wurde. Diese Ehre genügte ihm nicht; er wollte auch der erste sein, gegen welchen das Schulaufsichtsgesetz praktisch wurde. Das ist ihm gelungen. Zufolge Verfügung des CultuSministers ist ihm, wie die „Mittelrhein. Ztg." mittheilt, die Localaufsicht über die Schulen seiner Pfarrei abgenommen worden. Bonn. Offenes Sendschreiben an den Bischof Dr. v. Hesele. HochwürdtgstcrHe.r Bischof! Die Veröffentlichung Ihres Briefes vom 11. November 1870 an Bauerband habe ich nicht veranlaßt und ich wurde, wenn dieselbe noch nicht geschehen wäre, sie auch nicht veranlassen. Die Lage unserer deutschen Bischöfe kann auch durch Mittheilung weiterer Aktenstücke kaum noch verschlimmert werden. Doch darf zur richtigen Würdigung der e.nsritigen Veröffentlichung vertraulicher Briefe nicht überfehen werden, daß jede Kriegserklärung die Verträge hinfällig macht. Sie Haven uns den Krieg erklärt, und zwar nicht mit humanem Ausdruck; denn Sie haben in der beklagenswerthen Denkschrift vom 20. Sept. e. uns, Ihre früheren Bundesgenossen, unter denen Sie auch einzelne gern Ihre Freunde nannten, nicht bloß der „absurden Behauptung", sondern auch des Sacrilegiums beschuldigt und sie als „Dissidenten" bezeichnet, welche „in der gehässigsten Weise" Beschuldigungen gegen die katholische Kirche erhöben, und mit anderen schlimmen Anklagen sie als Abgefallene überhäuft. Es erregt Verwunderung, daß Sie hiernach noch Gewicht legen auf Discretion, welche zur Zeit freunbschaft- llcher Beziehungen und gleichartiger Interessen zugesichert worben ist. Was nun die Sache betrifft, so hat Ihre Erklärung im „Deutschen Volks- blatt" vom 15. October 1872 auf das unabhängige gebildete Publikum den be- trübendsten Eindruck gemacht. Dieselbe redet von einem fünfmonatlichen Kampfe, welcher durch eine Versöhnung mit dem vatikanischen Dekret beendigt worden sei; . r t ! , il r; ■ vt « u :r r, r- I Bonn, 24. Oktober 1872. Paris, hält eine Art von Manifest, welches vom Bien Public mit voller Zustimmung wiedergegeben ver Republik Leben eines vorläufig mit dasselbe Bild, doch Umschau Bunde sind? ultramontanen Bern, 28. Oct. Zu Zürich ist die Auslieferung Netschajeffs erfolgt. Beim Bahnhof machte ein Pole einen Befreiungsverfuch, wurde indeß selber verhaftet. Sie wieder mit Ehren ein Mit der Theilnahme Ergebenen Ihr *) Die Nachricht von einer solchen Beglückwünschung ist inzwischen als irrthümlich bezeichnet worden. Die Red. halten mögen, mit welchen Elementen Sie Selbst denn nun im Betrachten Sie doch nur Ihre Brüder in den Redactionen der Presse aller Lande. Aber auch sonst werden Sie Ueberfluß an schlimmen Elementen finden, z. B. in der römischen Curie rc., so daß Sie bei sorgfältiges Nachforschung wohl im Stande sein dürften, uns gegen Eins immer Hundert zu bieten. Ist es Ihnen gelungen, „die innere Ruhe" durch Aufopferung Ihrer Sub- jectivität zu gewinnen, so wird es Ihnen nicht gelingen, dieselbe zu bewahren. Scheint die Beglückwünschung der sämmtlichen deutschen Bischöfe zu Ihrer Erklärung*) Ihnen dieselbe zu sichern, so wird ein Blick auf Ihre Schrift über Honorius sie Ihnen wieder nehmen. Ihre bessere Subjektivität ist durch den Act der Verzweiflung, wodurch Sie Sich das Messer vom Hals schaffen wollten, nicht getödtet; Sie können Ihre vernünftige Natur eben so wenig vernichten, wie die Frankreich. 25. Oct. Das heutige „Bulletin Conservateur R6publicain" ent. trum auf's Schärfste an. Es gibt keine Beschuldigungen, ja selbst grobe Schimpfwörter, mit welchen sie die ehrenwerthen Deputirten, die zu dieser parlamentarischen Gruppe gehören, nicht überhäufen. Mit einer Scharfsichtigkeit, die ihnen sonst nicht eigen ist, haben die monarchistischen und bonopartistischen Journale erkannt, daß ihre furchtbarsten Gegner jene Männer sind, die seit einem Jahre die republikanische Staatsform zur Geltung zu bringen suchen. . . . Die Nation hält das linke Centrum für die fähigste Partei, um den U-bergang von dem, was ist, und von dem, was sein muß, zu bewerkstelligen. Don dieser Partei erwartet man das Programm und die Anwendung des Programms der konservativen Republik, und auf sie rechnet man, wo es gilt, Herrn Thiers bei Gründung einer Regierung zu helfen, die nicht ewig eine persönliche Regierung bleiben kann. Dcßhalb würde auch die Enttäuschung und die Entmuthigung des Lande- groß sein, wenn in den ersten Wochen, welche auf die Eröffnung der Kammer folgen, nicht in genauer Form ein Regierungs-Programm des linken Centrums erscheinen werbe, welches demokratisch und liberal genug sei, damit cs die Billigung der von Albert Grsvy präsidirten Linken erhielte, und parlamentarisch genug, um die neuen Verbündeten des vom General de Chanzy präsidirten Vereins sich endgültig zu gewinnen." Thiers und seine Freunde gehen augenscheinlich mit der Absicht um, die definitive Republik durch die jetzige Versammlung constituiren zu lassen, und wollen deshalb eine Regierungs-Majorität gründen, die aus dem linken Centrum, der republikanischen Linken und den Mitgliedern des rechten Centrums, welche sich Casimir P.rier angeschlossen haben, bestchen würde. Paris, 27. Oct. Der Vorfall in Chalons wird, wie das Bien Publik sagt, Dank ver Klugheit der deutschen und der französischen Behörden, keine schlimmen Folgen haben und nur zu einer Verdoppelung der Vorsichtsmaßregeln Anlaß geben. — Laut TempS drohen die Baracken, obgleich sie noch gar nicht bezogen sind, bereits den Einsturz. Gestern waren in Chalons 300 Mann Deutsche angekommen und wurden bei den Bürgern einquartiert. Sie befinden sich aber nur auf dem Durchmarsch. Eine gewisse Anzahl Legitimisten begeben sich nach Ebenzweyer zum Grafen von Chambord, um dessen weitere Weisungen für ihr Verhalten während der nächsten Session einzuholen. Morgen werden auf dem Kirchhofe Montmartre die sterblichen Ueberreste Heinrich Heine'- ausgegraben, um nach Hamburg gebracht zu werden. In der letzten Woche starben in Paris 732 Personen, 30 weniger als in der vorletzten. Paris, 27. Oct. Gutem Vernehmen nach ist der 4. November als der letzte Termin bestimmt, bis zu welchem die Räumung der Departements Marne und Haute-Marne von den OccupationStruppen erfolgt sein soll. Italien. Rom, 28. Oct. Das „Giornale di Roma" schreibt: Das von Cardinal Cullen an den Papst gerichtete Ansuchen, dem verfolgten Klerus von Galway wird. Dasselbe lautet in seinen Hauptpunkten, wie folgt: „Alle feindlich gesinnten Blätter greifen seit einigen Tagen das linke Cen- gebe, als Gottes Wort zu glauben. Nun aber sind Sie ohne diesen Glauben mit „in sehr verfolgungssüchtigen JnfallibiliSmuS übergegangen", wie ihn die Fuldaer Denkschrift athmet. Ihr „Schrecken", daß demnächst in allem Religions- Unterricht Deutschlands die Jnfallibilität als das Haupt- und Primär-Dogma de« Christenthums werde gelehrt werden", ist vorüber, mit dem „Schmerz der Eltern" deshalb haben Sie kein Mitleid mehr; es rührt Sie nicht, die sittliche Entrüstung der Elter« über die absichtliche Fälschung der Stellen aus der heiligen Schrift, welche ihre Kinder in den Katechismen auswendig zu lernen gezwungen werden (vgl. de« Katechismus für die Erzdiöcese Köln, 1872, S. 69, Fr. 32); es bewegt Sie nicht mehr „die Abschlachtnng" der einzelnen Bischöfe durch die römische Curie, Sie fühlen nicht mehr das an den Hals gesetzte Messer; hin ist Ihre vertraulich so oft geäußerte Freude über die Farblosigkeit Ihres Pastoral- schreiben- vom Ostermontage 1871, womit Rom sich zufrieden gegeben, weil Sie erst, nachdem Ihnen das dritte Mal bas Messer au den Hals gesetzt worden, den Schritt gethan hätten; verloren ist oie Ruhe des Gewissen«. Es bleibt Ihnen nur ver Trost, „das größte Unglück, das Schisma" Ihrerseits vermieden zu haben. Aber, ist der Trost echt? Ganz abgesehen von der neuen, immer tiefer greifen- den Spaltung innerhalb der römisch-katholischen Kirche — haben Sie denn Einheit, wenn Sie nach Ihrer Auffassung 165 Millionen nicht römisch-katholischer Christen al« von „der Kirche" getrennt betrachten müssen? Ist vaS die von Christus gewollte Einheit, welche 170 bis 180 Millionen römische Katholiken äußerlich durch Despotismus zusammentreibt und scheinbar zusammenhält? Ist die Einheit in der Lüge und der inneren Corruption ein Gut oder ein Uebel? Können Sie als fleißiger K'rchenhistoriker auch nur einen Augenblick sich die Illusion wachen, daß die alte Kirche, die Kirche der Väter, die Einoeit in der allgemeinen jurisdictionellen Unterwerfung des Episkopats und der Einzelkircken unter den Bischof von Rom gesucht hätte? Im Schisma ist, wer der Wahrheit da« Zeugniß verweigert und die Bekenner der Wahrheit schmäht und aus der Kirche au-schließen will. Im Schisma find Sie jetzt, Herr Bischof! Ihr verhängnißvoller Schritt ist Ihnen noch wesentlich erleichtert worden durch die Beobachtung, daß wir in unserer Reformdewegung im Bunde seien „mit zahlreichen uns innerlich heterogenen Elementen." Darauf habe ich zweierlei zu erwidern: Erstens, daß bei jeder geistigen Bewegung heterogene Elem nie sich da« Schreiben vom 11. November 1870 weiß aber von einem solchen Kampfe i nichts, e« enthält keine Spur von einem GlaubenSkampfe. „Ich kann mir in r Rottenburg so wenig als in Rom verhehlen" — so schreiben Sie —, „daß das i neue Dogma einer wahren, wahrhaftigen, biblischen und traditionellen Begründung ! entbehrt." Ihr Kamps konnte sich nur auf die Alternative beziehen: ob Sie ; gegen den Versuch, die Lüge als Gottes Wort mit kirchlicher Autorität und l Beichtstuhlzwang dem christlichen Volke aufzudrängen, als treuer Hirt das Schwert de« Geist s ergreifen, oder als schwacher Mann durch Resignation das Feld : räumen sollten. Durch Verwerfung veS neuen Dogmas sicherten Sie Sich die । Ruhe des Gewissens. Sie waren Sich so für; bewußt, diese zu besitzen, also wegen de« Inhalts des neuen Dogmas nicht im Kampfe zu sein, daß Sie beteuerten: „Ich will lieber den Stuhl, als die Ruhe des Gewissens verlieren", d. h. Sir wollten lieber Ihr Bisthum Preis geben, als durch Versöhnung mit dem vatikanischen Dekrete die Ruhe Ihres Gewissens. Wenn nun nach Ihrer Erklärung die Versöhnung mit dem vatikanischen Decrete, d. h. also die Aufopferung der Ruhe Ihres Gewissens, Ihnen „die innere Ruhe wieder gebracht hat", so muß jetzt ein Seelenzustand in Ihnen fein, der für und ein unauflös- liches Räthsel bleiben wird; aber fest steht, daß Sie am 11. November 1870 Sich nicht in einem Glaubenskampfe befanden. Aber auch der wirkliche Kampf, den Sie damals zu bestehen hatten, war bereits entschieden; denn Sie hatten „die Norm für Ihre eigene Person" gefunden. „Ich werde" — dies sind Ihre Worte — „das neue Dogma in meiner Diöcese nicht verkünden." Sie wollten „den Stuhl" behalten, aber nicht im offenen Kampfe gegen den römischen Usurpator Ihrer Dröccsanrechtc und der göttlichen Prärogativen, sondern Ihre Losung dabei war: „Zögerung ohne förmliches Schisma"; „die Zögerung schließt aber", so sagten Sie, „die Nichtunterwrrfung ein." Sie kämpften also nicht mit dem Zw ifel, ob Sie Sich unterwerfen sollten oder nicht, sondern Sie waren entschieden entschloffen, Sich nicht zu unterwerfen, um „die Ruhe de« Gewissens" zu bewahren. Es schien Ihnen damals unmöglich, daß Sie jemals Ihre Ueberzeugung wechseln könnten; Sie sprachen ein hartes Urtheil darüber aus daß „fast der ganze deutsche Episkopat so zu sagen über Nacht seine Überzeugung geändert habe"; Sie fanden den Inhalt des neuen Dogma« nicht blos unwahr, sondern der verderblichsten Art, so daß dadurch „die Kirche in unberechenbarer Weise beschädigt" werde; letztere habe „nie einen herberen und tödlicheren Schlag erlitten", so klagten Sie. Aber freilich, Sie haben ja auch Ihre Ueberzeugung nicht geändert, Sie haben ja nur Ihre „Subjectivität unter die höchste kirchliche Autorität aufrichtig untergeordnet." Sie drücken Sich euphemistisch aus, denn Sie wollen sagen, daß Sie Vernunft und Freiheit dem päpstlichen Absolutismus geopfert haben. Wäre Ihre Ueberzeugung eine andere geworden, so hätte es sich geziemt, in einem „Volksblatte" so zu schreiben: Es ist mir nach fünfmonat- lichem Kampfe endlich gelungen, die Lehre, daß der Papst „aus sich selbst, nicht aber durch die Übereinstimmung mit der Kirche, unverbesserliche Lehr-Entscheidung" Erbsünde die« vermag; sie wird immer wieder erwachen und jedesmal wird die verlorene „Ruhe des Gewissen«" Sie peinigen, und jedesmal wird es vorbei fein mit „der inneren Ruhe." Den Richterstuhl Gottes, vor dem Sie als „treuer Verwalter" erfunden werden möchten, werden die Sie jetzt beglückwünschenden Bischöfe Deutschlands nicht umstehen; diese haben nicht Macht, Ihnen die innere Ruhe zu sichern. Sie haben in der erwähnten Denkschrift erklärt: „Wir Bischöfe wissen un« mit dem gesammten Clerus und mit dem gesummten katholischen Volke vollkommen einig im Glauben und in allen Grundsätzen desselben"; in Ihrem Schreiben vom 11. November 1870 aber hatten Sie bezeugt, in Ihrer Diöcese „werde faktisch nur von wenigen Geistlichen infallibilistisch gelehrt, weitaus die meisten ignorirten da- neue Dogma und das Volk kümmere sich, ganz Wenige — besonders Avelige — ausgenommen, gar nicht um dasselbe und fei sehr zufrieden, „daß der Bischof Darüber schweige." Vergleiche« Sie beide Aussagen, und hin ist „die innere Ruhe." In Ihrer Diöcese hat Clerus und Volk sich innerhalb zwei Jahren wenig geändert. Daß die tübinger katholisch - theologische Facultät insgesammt nicht an die Unfehlbarkeit des Papstes, ex sese, non autem ex consensu Ecclesiae, glaubt und dagegen lehrt, ist notorisch: versuchen Sie, dieselbe zum Bekennen und Lehren des JnfallibiliSmuS zu zwingen, und ihre innere Ruhe ist bin, wenn Sie auch nur auf zwei Charaktere innerhalb dieser Corporation stoßen. Wagen Sie es, Ihren Pfarrclerus zum offenen Bekenntniß des vatikanischen Dekrete« zu nöthigen, und verloren ist Ihre „innere Ruhe." Eins haben wir Ihrer Erklärung zu danken. Sie haben den Eindruck der fuldaer Denkschrift für die Staatsregierungen verschärft. Diese werden endlich einsehen, daß es mit der Beförderung „nicht cornprornittirter", „milder", „vermittelnder" Persönlichkeiten auf die Bischofsstühle nichts ist. Weder wird die preußische Staatsregierung den polnischen Monsignore v. Wolanski — der übrigens nicht einmal eine solche Persönlichkeit ist — zum Nachfolger NamszanowS- ki's machen, noch die badensifche Herrn Alzog auf den erzbischöflichen Stuhl von Freiburg setzen. Sie werden überhaupt einsehe«, daß jeder von Rom approbirte Bischof in feinem Lehre« und Handeln keine eigene Ueberzeugung und Gesinnung mehr hat, daß da aller Patriotismus eitel Schein und Trug ist, daß der Herr Bischof Roms Lehren lehrt, Rom« Parolen au-gibt, hart oder milde ist auf Befehl der Curie. Die StaatSregierungen werden endlich erkennen, daß, wer um Bischof zu werden, dem Papste den berüchtigten Verfalleneid leistet, in welchem er sechs Mal diesen seinen Herrn nennt und nur Pflichten gegen diesen beschwört, i — in seinem Innern kein Deutscher mehr fein kann, sondern einzig und allein i ein Organ römischer Interessen in Deutschland. ! Dürfte ich Ihnen, Hochwürdigster Herr Bischof, eine« Rath geben, so wäre i es dieser: entwinden Sie Sich schnell und kühn der kurzen Verirrung und setzen treuer Arbeit fort für die Wahrheit. ein viertel Jahrhundert hindurch Ihnen treu Dr. Jos. H. ReinkenS, Professor der Kirchengeschichte. Schweiz. zeitweilig verbinden; Christus mußte seine Jünger ermahnen, Weizen und Unkraut einander wachsen zu lassen, und die apostolische Kircde gicdt uns Zweitens gestatte lch mir die Bemerkung, daß Sie, Herr Bischof, tiat W MUS1 tl w rwaö^ -esond" gerichtet uno Oft1 # i jflVerini 81- Dbir-Sto iß bti R sch« sei« Plic-nja, Sieigm R-gtligü! auf w 1 teS" Bl D w Ni auf stch »erben, i Kohlen j! »I tvelche di, Den gritä ’5 des Zusta Jahre 187 jener woh werben tö dah im ' i gegen dm nimmt ji nur die g Ledensvei aus eine deutschen Im Ganz mit einem Thlr. 25,' Erkenntnis und die 1 in (hftk sei er in den M Äunftjtni werden, Ift i ßütiftqutn werden las Kellen soll> ßaunen fet Marthe et Chakspeai „ Da Dvnnerstal rvAten.' 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Oct. welche die Gcenzprovinzen den griechischen Soldaten auf sich gezogen. Wie es werden, welche sich mit der Kohlen zu ersetzen wäre. [Preuss. 4l/,0/o Oblig. 103 Frankf. 3t/8% Obi. 87 Naas. 41/8% Obi. 99'/, Kurheas. 4% „ 94 74 Gr. Hess. 5% Obi. — » * 4% „ S85/g . „ 3Wo w 95 Sehr gesucht wäre« heute Nordwestactien, die von Berlin au- getrieben werden u«b eine Steigerung von ca. 3 fl. erfuhren. Andere öftere. Bahnen machten weniger von sich reden, bewahrten aber eine feste Haltung. Von deutschen Linien waren wieder daher. Ost- sowie Hess. LndwigSbahn gefragt. Für Banken fängt sich das Privatpublikum wieder an zu erwärmen und wurden fpeciell heute die bis jetzt vernachlässigten Actien der Deutschen Effeetenbank stark gekauft und 1 °/o höher bezahlt. Ferner fand Frankfurter Bankverein abermals zahlreiche Abnehmer und ging der (LourS neuerdings in die Höhe, ebenso bei Oesterreichisch-Deutscher Bank. Wechslerbaak gleichfalls besser. Baubank und Deutsche Vereinsbank fett. Von schweren Actien gingen österr. Nationalbank bei umfangreicher Kauflust ca. 7 fl. höher, Darmstädter und ProvinzialdlSconto stiegen gleichfalls und auch alte Meininger zogen etwas an. Auf dem Prioritätenmarkt war der Verkehr ziemlich rege; doch variirte« die Eourse nur unbedeutend. Oesterretchische Rente» eine Kleinigkeit besser. Süddeutsche Fonds fest. Amerikaner unverändert. Von Pfandbriefe» Russen und neue Meininger, ebenso rhein. Hypoth.-Bank beliebt. Besondere Bekanntmachung. Frequenz und Einnahme auf den «berhessischen Ci se «bahnen (E i n g e s a n d t.) Herr Laöz hat und gestern Abend in seiner Faust - Vorlesung wieder einmal einen jener Kunstgenüsse geboten, die man am Treffendsten mit „rara avis" bezeichnet. ES dürfte schwer werden, zu sagen, Dieses oder Jenes habe sich vortheilhafter aus der Gefammtleistung abgehoben. Das ist eben ein nicht genug zu schätzender Vorzug der Luöz'schen Vorlesungen, daß sie mit seltener Consequenz jeder, auch der unbedeutendsten, Rolle, die volle künstlerische Gerechtigkeit zu Theil werden lassen; und wir sind im Zweifel, ob wir die Wiedergabe des Faust über die des Gretchen stellen sollen. Der Künstler gab Letztere mit einer Innerlichkeit und Feinheit wieder, die in Erstaunen setzte. In den ©eenen zwischen Mephistopheles und dem Schüler und Mephistopheles und Marthe entfaltete der geschätzte Vorleser seine reiche Fülle deS Humors, die und in seinen Shakespeare-Vorlesungen so oft ergötzt hat. Da« gewaltigste der Shakespeare'schen Dramen, „König Lear", welche« Herr Luöz morgen Donnerstag, lesen wird, bietet ihm volle Gelegenheit, fein großes Talent nach allen Seiten zu entfalten. Diese Vorlesung dürfte eine große Zuhörerschaft anziehen. Börsenberichte. Frankfurt (U M., 29. October. Auch heute verkehrte die Börse wieder, trotz der Be- schäftignng mit der Ultimo-Regulirung, sehr lebhaft und bei hauffirender Tenden, namentlich angeregt durch die gute Berliner Stimmung. Speciell waren es im Gegensatz zu gestern, wo EtaatSbahn im Vordergrund stand, Ereditactien, für welche sich heute die Speculation erwärmte und die bei großen Umsätzen ca. 2 fl. stiegen. Lombarden hielten den gestrigen MittagScour« fest und Staatsbahn behaupteten die Notiz von gestern Abend, also ca. 1 fl. höher als gestern Mittag. Griechenland. SpanoS, langjähriger Anführer einer Räuberbande, unsicher machte, wurde mit seinen Helfershelfern von getödtet. Feilgebotenes. 1876) Thürfchoner in Crystall und Por- Pr. Friedrdor 9 58 59 Pistolen . . 9 42—44 „ doppelte 9 43—45 Holl. fl. 108t 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankens!. 9 21—22 Engi. Sover. 11 50 -52 Russ. Imper. 9 43 -45 Dollar in Gold 2 25—26 des Holzes hat, nach Der Mosk. Ztg., endlich die Aufmerfamkeit der Regierung heißt, soll eine besondere Commission nicdergesetzt Vermischtes. » Die Nr. 1095 des Bremer Handelsblattes enthielt eine statistische Darstellung des Zustandes und der Fortschritte der deutschen Lebensversicherungs-Anstalten im Jahre 1871, welche jetzt auch als besondere Brochüre erschienen ist und im Interesse jener wohlthäligen Anstalten, die dem Publikum nicht genug zur Benutzung empfohlen werden können, unentgeldlich ausgegeben wird. Wir entnehmen mit Vergnügen daraus, daß im Jahre 1871 der Zugang an neuen Versicherungen um mehr als die Hälfte gegen das vorangegangene Jahr gestiegen ist. Den ersten Rang unter allen Anstalten nimmt fortwährend die Gothaer Lebensverficherungsb ank ein, welche nicht nur die größten Garantien bietet, sondern auch weitaus die wohlfetlfle aller deutschen Lebensversicherungsgesellfchaften ist, und mit den geringsten Kosten verwaltet wird, wie aus einer obiger Brochüre beigefügten Zusammenstellung der Prämien sämmtlicher deutschen Lebensversichcrungsanstulten und ihres Verwaltungsaufwandes ersichtlich ist. Im Ganzen sind jetzt in Deutschland bei den verschiedenen Gesellschaften 515050 Personen mit einem Cavital von Thlr. 478,033822 versichert, wovon im vorigen Jahre allein Thlr. 25,587937 zur Auszahlung gekommen sind. — Es ist sehr zu wünschen, daß die Erkenntniß der Wohlthätigkeit der Lebensversicherungsanftalten sich stets vermehren und die Theilnahme daran auch in Deutschland eine so allgemeine werde, wie sie es in England und Amerika schon seit langer Zeit ist,, wo nicht leicht ein Familienvater, sei er in glänzenden oder dürftigen Verhältnissen, es unterläßt, sein Leben mit einer den Bedürfnissen seiner Familie entsprechenden Summe zu versichern.K. Actien. Frankf. Bank 1457/e j Frankf. Vereins-Kasse 166 ; Darmst. Bankact. 515 ; Wien Bankaktien 1037 ! Oest. Creditaot. 362 Galizien — „ 4i/,o/l) 1jährige 1001/« , 4% 1jährige 93r. Kirchhoffcr in Stoppel (Schweiz) besitzt sickere Mittel gegen nächtliches Bettnässen, Pollutionen, Impotenz. (H. 4220.) 4595) Wallrath - Oel- Naehtlichter sind wieder ein- qetroffeu. l I A Busch Söhne. Vermiethungen. 5007) Ein möblirtes Zimmer zu oer- miethen und einen Lehrling sucht H. Haßler, Schuhmachermstr., _________________Wallthorstraße.__________ 5005) Asterweg Lit. A. Nr. 111 ist ein möblirtes Zimmer zu oermiethen.________ 5006) Wegen Wegzug ist ein Familienlogis zu ver- miethen und bald zu bt- ziehen bei Wilh. Nagel. 5014) Möblirtes Zimmer zu oermiethen. Lit. D. 78, Mühlgasse.____________________ 5015) Zwei Schlafstellen zu oermiethen. Lit. D. 78, Mühlgasse._____________________ 5026) Eine Schlafstelle für einen oder zwei Arbeiter ist zu oermiethen. Asterweg Lit. A. Nr. 110.____________________________ 5016) Für einen Arbeiter ist ein Zimmer mit Bett zu oermiethen. Asterweg Lit. A. Nr. 108._________________________ 5017) Eine Familienwohnung ist zu Der: miethen bet Jacob Dörr, Mühlgasse. 4055) Ter dritte Stock meines Hauses, aus 8 Piöcen, Küche, verschließbarem Corrt- dor u. s. w. bestehend, ist zu oermiethen. _____________I. G. D. Bapst. 4642) Zwei Zimmer, Küche und Zu- gehör per 1. November zu oermiethen. Selter sw eg C- 2-l.________________________ 4113) Eine freundliche Wohnung von 3 Zimmern, Küche, Vorplatz und großem Boden ist an eine stille Familie zu öer= miethen. Marktstraße D- 217.____________ 5030) Schöne Logis, für Familien oder ledige Herren, sofort zu oermiethen bei Georg Wenzel, Kreuz. Vermischte Anzeigen. 4463) Unterzeichnete empfiehlt sich im Ausbessern und Verändern von allen Arten Pelzwaaren, sowie auch im Waschen von weißen Pelzgegenständen. — Bestellungen ans ganz neue Garnituren werden auf das Geschmackvollste undsBilligste ausgeführt. Katharina Beiz, wohnhaft bet Herrn Zimmermann Schmidt, vis-ä-vis dem Schützenhof. 4893) Gegen guten Lohn wird in eine größere Stadt eine erfahrene Köchin gesucht, welche sich zugleich der Hausarbeit unterzieht. Eintritt den 15. December d. I. Näheres Universitätsstraße Lit. E. 79, Parterre. Billhhandlungsrciscnde (Colporteun) werden unter günstigen Bedingungen für Stadt und Land verlangt und wollen sich schriftlich wenden an die Verlagsbuchhandlung von E. Döring, (5020) Berlin, Fehrbellinerstraße 89. Gesucht für's Ausland eine Köchin, welche sich auch der Hausarbeit unterzieht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__. (5019) 5029) In eine hiesige Restauration wird ein Kellner gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.__________________ 5028) Gesucht ein kräftiger Hausbursche von 15—16 Jahren von _____________Th- Brück, Seltersweg. 5012- Ein Kochofen wird zu kaufen, oder gegen einen hohen Säulenofen umzu- tauschen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 5022) Zwei aneinander- grenzendeZimmer (möMirt) werden von einem einzelnen Herrn sofort zu miethen acfucht- Offerten unter R. 18 besorgt die Erped. d. Bltts. ________J 5018) Ein brauner Hühnerhund (Hündin) hat sich verlaufen. Dem Wiederbringer eine Belohnung bei Hofg.-Adv. Engel back 11 I 5033) Ein weiß und braungefleckter Jagdhund zugelaufen. Wem? sagt die Erped. d. Bltts._________________________________ VnilpnCIA (Fallsucht) heilt briefl. unter Garantie Br. Olscliovvsky, (4775) Breslan. Sliatepm-lorteöiigÄ 5024) Lector William Luv; liest in der Aula der Universität Donnerstag den 31. October, Abends 7 Uhr, „König Lear." Billets ä 36 fr. sind in Ferber' s Univ.-Buchhandlung zu haben. 1034) Sonntag den 3. November: lldd)liird)mriljc tu Uuhrr- llclfimjrii, wozu höflichst einlabet: Gastwirth Wilhelm Lotz. Für gute Speisen und Getränke ist beslens gesorgt. p Schlesische Feuer- Versicherungs - Geletllchistt in Breslau. Jahre 1848. ff. 8,230,000. 650,706,232 45 1,616,008 557,585 Gegründet und bestätigt im Grund-Capital ....... Cinnahnie an Prämien und Zinsen im Jahre 1870 ..... Neserve Ende 1870 ..... Versichertes Capital gegen Feuersgefahr pro 1870 Prämien - Einnahme feit Begrün düng des Geschäfts Bezahlte Schäden ..... 8. 19. Die Gesellschaft versichert bewegliche und unbewegliche Gegenstände aller Art zu festen und mäßigen Prämien unter liberalen Bedinaunacn aeaen Feuersund Explosions-Gefahr. 23. 13. fl. 24,718,139 „ 18,232,424. TrMvMt-Beisichmmg. — SPicgelsilas-B-rsichening. Prospecte und Antragsformulare werden verabfolgt von der General- Agentur für das Großherzogthum Hessen: F. Gg. Schröder in Darmstadt, sowie von den Herren: Fr. Weihl, Gastwirth in Friedberg, Jean Böck in Gießen, H. , t» Hautzenrödcr in Herbstein, H. Dtctz in Kestrich bei Alsfeld, L. Halberstadt in Münzenberg, B. Stern Sohn in Bellersheim, Lehrer Bogel in Londorf, H. Hohmann in Sellnrod bei Grünberg Frachtbriefe für die Main Weser-, Cöln-Mindener und Oberhesstsche Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Redaction, Druck und Verlag der Brühuschen llniv^Druckerei (Fr. Ehr. Bietsch) in Gießen.