nip InseMkn indes u. anco.) an die betr. Zei- der Zeitungs-Ex- i möglichst gün- )tn nebst Rech- Aufträge unser Tiit Leiter. ^st°NdE dn91872. .fle,toen Stfy, ■ f|niqe fi tt lrr*riä einer ffluX "W " ’• ®tito^6W- «eit B,. S [6a. dw'er Bettler :tcn»<*)anDlung. ir-Babn. Sielen nach: '.'Bonn. MNachm. . VachtS. orm. 4«. Rachm. lochls. iionn-442- Jladjm. ». Ruchis- epen von. L Borin. 3«. 4»- 12>6 ♦ Nachts. ®onn. wüi* 1». 2NM tzjstnbadn. Hießen nach : "m 12.W8' ,nn. 12. »“* lbkNds. eßen von: togj. 3* 91* orm. 3». 91* UIHV*”7 , , Am 7^dlbd4' Itochu ' --dieMWA ,r und PreiS vrerttljährig 1 st. 12 h. mit Bringe-clohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme SonntagS. Expedition: Canzleiberg, Ltt. B. Rr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Mr. i 70. Dienstag den 30. Juli 1872. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß sein erster Gehülfe A. Länder von Grünberg vom 1. August l. I. an ermächtigt ist, für die NentamtSkasse Gelder zu empfangen, Auszahlungen zu leisten und gültig für ihn während feines Urlaubs zu quittiren. Gießen, den 29. Juli 1872. Lyncker, Großh. Rentamtmann. Bekanntmachung, den Ankauf von Remonten pro 1872 betreffend. September in Biblis, den 23. August in Alsfeld, u II II zur Stelle abgenommen und gegen Quittung so- Die von der Militär-Commission nach gegenseitigem Uebereinkommen erkauften Pferde werden Gernsheim, Goddelau, Groß-Gerau, Bickenbach, Groß-Bieberau (8 Uhr), Groß-Umstadt (12 Uhr.) ii ti n ii ii ii ii n ii ii ii M II II den 21. „ 23. 24. 25. 26. 27. 27. „ „ Bürstadt (12 Uhr), Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei, und ausnahmsweise vier und fünf Jahren, sind im Großherzogthum Hessen nachstehende Morgens 8 Uhr resp. 12 Uhr beginnende Märkte anberaumt worden und zwar: 24. 26. 27. 29. 20. 20. „ Rieder-Gemünden, „ Nidda, „ Nieder-Wöllstadt, „ * Lich, September in Lorsch (8 Uhr), fort baar bezahlt. Sogenannte Luxuspferde werden bei zu hohen Preisforderungen vom Handel ausgeschlossen, ebenso die zu wenig entwickelten, oder solche, die zu schwach, schwerfällig und ordinär, den Ansprüchen an ein Militär-, Zug-oder Reitpferd nicht entsprechen, auch Pferde, welche durch zu frühen Gebrauch gelitten haben, mangelhaft gebaut, mit bedeutenden Knochen oder anderen erheblichen Fehlern behaftet und nicht gängig sind. Pferde mit wichen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Ka^f rückgängig machen, sind vom Verkäufer grgen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichen Unkosten zurückznnehmen. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet,'. jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem zweckmäßigem Gebiß, eine starke Kopshalfter, von Leder oder Hanf, mit zwei mindestens sechs Fuß langen starken Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Kriegs-Ministerium Abtheilung für das Remonte-Wesen. gez. vonSchön. Schmi d). Politischer T b e i l. Für die Principien der Internationale — nicht für die Interessen des Vaterlandes; so wenig wie die jesuitische Partei in Italien gemahnt wird, sich dem Dienste Italiens zu widmen, vielmehr einem mit der Existenz desselben unversöhnlichen Stkteninteresse. „Es giebt keinen Racenkampf mehr" — sagte kürzlich ein social-demokratischer Reiseprediger auf einer Pfälzer Volksversammlung — aber dafür entbrennt der Ktaffenkawpf. Der jetzige Staat ist eine Lüge: er muß gestürzt werden, und ein neues Staatensystem muß an seiner Stelle entstehen, gegründet auf Gleichberechtigung aller Menschen." In dem von den Führern der Pariser Commune vereinbarten Protokoll, in welchem sie sich über die zu erstrebenden Ziele aussprechen, lautete die Phrase folgendermaßen: Die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen muß aufhören; an ihre Stelle soll die Solidarität und die Brüderlichkeit treten. Was die Phrase zu bedeuten hatte, ist aller Welt seitdem bekannt geworden, und ebenso wissen wir, daß unsere Socialbemokraten durch praktische Anwendung derselben keineswegs von ihrer Schwärmerei für „Brüderlichkeit und Solidarität" geheilt worden sind. Man wird sich also keinem Zweifel darüber hingeben können, was die Internationale bezweckt, wenn sie neben der „socialen Emancipation" (etwa durch den Gebrauch der Strikefreihett) auch noch den politischen Kampf durch Bildung einer Arbeiterpartei einleitet. Die Regierungen wenigstens werden sich darüber nicht täuschen. Freilich Graf Montalawbert hat in seinem „politischen Testament" die Tendenzen des römischen Jtsuitismus zugleich verdammt und doch - im Namen der Freiheit — Duldung desselben beansprucht, weil derjenige „nichts von Freiheit verstehe, wer sie nicht anwenden könne, selbst zum Nutzen seiner Gegner" — aber wir denken doch, daß dieser idealistische Standpunkt von Liner Regierung acceptirt werden kann. Allerdings soll der Mißbrauch der Freiheit dem Gebrauch derselben nicht nachtheilig werden; aber dieser RechtSgrundsotz kann jedenfalls nur insoweit praktisch werden, als das Recht des Staates selbst nicht bestritten wird. Der Kimpf der Schwarzen und der Ro'hen richtet sich aber grave gegen den Staat und dessen gesammten Rechtsbestand; er stellt daher die Machtsrage, und kein Staat und keine StaatSregierung kann in einem Kriegsfälle die Verantwortlichkeit auf sich nehmen, dem erklären Feinde so lange die Waffen zum Kampfe zu liefern, bis sich heausgestellt hat, welchen Gebrauch er davon zu machen im Stande ist. Der Krieg soll sich den Gesetzen der Humanität nicht entziehen; aber jeden- falls ist der Krieg eine sehr ernsthafte Sache und seine Aufgabe ist eS, den Frieden durch entscheidende Siege herbeizuführen, wenn die Kriegsdrohung nicht ausreichte, den Frieden zu schützen. Die Schwarzen und die Rothen sind hinlänglich gewarnt; sie können sich □ Die Schwarzen und die Rothen. Unsere Zeit hat gegen zwei Feinde zugleich den Kampf für die Sicherstellung einer freien Culturcntwickelung auszunehmen: gegen den Iesuitismus, welcher die Freiheit selbst verl'Ugnet und alles Leben unter das Joch seiner Gesetze beugen will, und die Socialtemokratie, welche ein einseitiges Interesse mit culturfe'ndlichen Mitteln uud Wirkungen zur Herrschaft zu bringen strebt. Beide Tenbrnzen nehmen denselben Ausgangspunkt, und es ist daher, wie sehr auch die Ziele auSeinder zu gehen scheinen, sehr erklärlich, daß sie sich aus ihren Wegen begegnen; daß sie Koalitionen einglhen, oder doch in der Wahl der zur Erreichung ihrer Zwecke dienlich scheinenden Mittel eine frappante Ueber- etnstiwmung zeigen. Der gemeinschaftliche Ausgangspunkt ist die Vaterlandslosigkeit. Der JesuitiSmuS strebt nach Weltherrschaft, und die Socialdemokratie, welche allen Idealismus verleugnet, um einem vermeinten Arbeiterintereffe in exclusiver Weise tU dienen, empfindet den Paternismus als eine Schranke, welche die „Inter- nationale" zu beseitigen hat, indem sie die Solidarität des ArbeiterintereffeS proclamirt, welchen alle anderen Interessen untergevldnet werden wüßten. ES ist dahzr sehr erklärlich, baß die schwarzen wie die rothen Internationalen sich der politischen Rechte, welche die verschiedenen Staaten ihren Bürgern gewähren, nur bedienen, um ihren individuellen Zneckin zum Siege zu verhelfen, also, da diese Zwecke die Vernichtung Der bestehenden politischen Zustände im Auge haben, im Sinne des feinDhd)e« König« zur Frankttung eines Brieses benutze. In dieser Auffassung bez. der Benützung staatsbürgerlicher Rechte und Freiheiten treffen die rothen Internationalen mit Den Clericalen durchaus zu- sammeln br(tj^Cfi Qjbtöe?lunfl t>er Internationale, welche kürzlich in Nottingham tagte, wurde beschlossen: „daß die (oc ale Emancipation Der arbeitenden Klaffn voraänglich und »it allen Kräften angestrebt werben muffe, baß aber zur Er- reichung biese- Zweckes politische Tbä.igkeit nöthig wäre Daher eine besondere Arbeiterpartei begrünbet werben muffe, um für Die Pnncipien Der Internationale zu wirken V* und Ingenieure er- Spanien England dito. Alles ganz Rußland mit September in Berlin eintreffen. Oesterreich. Wien, 23. Juli. von Frankreich. der die madrider Attentates daß man bei den nicht darüber täuschen, daß Vie über ihre Pläne genugsam unterrichtete Welt sich mit Abscheu von denselben abwendet, und sie müssen gleichfalls wissen, daß die Völker ihren Regierungen bereitwillig jedes Mittel bewilligen werben, kessen dieselben bedürfen könnten, um Vie Güter der Zivilisation nicht in die Nacht versinken zu lassen, sei es in die Nacht der Barbarei oder des Aberglaubens. x - L Das Bostoner Jubiläum hat ein Deficit von 150,000 Dollars eraebea eine! Boston muß sich mit der Ehre trösten, einen Mufikfpectakel ohne Gleichen gehabt Deutschland. Darmstadt, 29. Juli. Die „Darmstädter Zeitung" meldet: Die Kron- Prinzessin von Italien ist zum Besuche bei der Prinzessin Ludwig von Hessen in Kranichstein kingetroffen und kehrt heute nach Schmalbach zurück. Berlin, 24. Juli. Daß man in Deutschland schließlich doch dahin gelan- gen muß, der Kirche jeden Einfluß auf die Schule zu nehmen, dafür dürfte der Aufruf ves Vorstandes oer deutschen Katholiken vom 8. Juli ein Zeugniß ab- legen; die Germania bringt ihn in ihrer heutigen Beilage. „Man entzieht der Kirche ihr heiliges 1000jähriges Recht auf die Schule, deren Gründerin sie ist!" rufen diese Vorstandsmitglieder, zu denen ein Fürst, drei Grafen, fünf Freiherren, ein Adeliger und elf Bürgerliche gehören. Am imponirendsten erscheint in diesem Aufrufe die Entwickelung dir alten Sachsenspiegel-Theorie, daß es auf Erden zwei Gewalten gebe, die von Gott zum Heile des Menschengeschlechts bestellt sind, und daß es der Wille Gottes sei, beide Ordnungen nicht getrennt zu sehen, sondern vereint zur Herstellung des großen kirchlichen Gemeinwesens, welches über den ganzen Erdkreis sich zu erstrecken bestimmt ist. Da haben wir die zwei Schwerter des Commisßonsberichts — also Papst und Kaiser sollen das heilige römische Reich herstellen, indem sie die ganze Welt erobern. Mich wundert nur, daß die Herren nicht gleich die von den Pfaffen des Mittelalters aufgestellte Forverung hinzufügen: daß aber der Kaiser jederzeit dem Papst den Steigbügel halten muß! Das gute Einvernehmen zwischen Deutschland und Oesterreich, der beiden großen und mächtigen Reiche im Herzen Europo'S konnte natürlich nicht ohne Anziehungskraft auf Rußland bleiben. Rußland kann sich nicht durch die steigende Intimität zwischen Berlin und Wien als überflüssig auf die Seite drängen lassen, es muß im Contract bleiben, und da seine Beziehungen zu Preußen- Deutschland ohnehin notorisch die besten sind, so erntet jetzt Oesterreich, wie vae „Frcmdbl." hofft, die Früchte der neuen politischen Strömung. Der Gewinn ist übrigens getheüt, denn auch Rußland kommt durch seine Annäherung an den Donaustaat nicht zu kurz. Freilich ist es verhindert, die orientalische Frage nach seinem Gutdünken zu stellen und nach Belieben in Fluß zu bring.m; aber dieser Nachtheil wird ausgewogen durch die Sicherheit, daß auch Oesterreich und Deutsch, land nichts ohne Rußland im Oriente unternehmen können. Ist Rußland der Dritte im Bunde, dann vermag es auch den Verbündeten in die Karten zu schauen und ihr Thun und Lassen auf Schritt und Tritt zu controliren. Jeden- falls ist aber die friedliche Annäherung, welche sich jüngst zwischen Rußland und Oesterreich. Ungarn vollzogen hat und in dem Besuche des Erzherzogs Wilhelm zum sichtbaren Ausdruck gekommen ist, eine neue Friedensbürgschaft und daher für unfern friedensbedürftigen Welttheil ein hochwillkommenes Ereigniß, ein Er- eigniß, welches zwar die drohenden Verwicklungen der orientalischen Frage nicht aus der Welt schafft, aber sie doch vertagt und die zunächst detheiligten Mächte nöthigt, die einseitige Losung derselben auszugeben. In Frankreich ist natürlich durch die Anleihe jedes andere politische Interesse in den Hintergrund gedrängt; Herr Thiers sowohl wie die übrigen Beamten der Republik widmen dieser Angelegenheit ihre ganze Arbeitskraft. Man erwartet noch den getroffenen Maßregeln in Versailles sowohl in Frankreich, wie im Aus- lande einen großen Erfolg. K*"1* R u Heber Land ■ (Stuttgart, - Dieillustr'H berger U linier bei -MemeineZ. hi ihrem nun b Mnial zu «r Mer den schuf! Mutator tritt iMMuM MlstEtn graphisches, Mik, Dealer, Worte: Dar|tet Wie btt Seituw diegentr geroort . tlsalM' rn^cn in btn frühem Derselben VitiM ri 'Men spannend Men, geagraps i liche Darstellm, das Statt ati c werben kann, n wobei e» überb In den unent Berlin, 29. Juli. Die Anmeldungen auf die französische Anleihe sind so bedeutend, daß der gesammte Betrag annäherungsweise allein in Deutschland zur Zeichnung gelangen dürfte. Allein die bei dem Bankhause S. Bleichröber ein- gehenden Zeichnungen werden auf zwei Milliarden geschätzt. Wiesbaden, 27. Juli. Der Kaiser traf, nachvem er die Kronprinzessin von Italien in Schmalbach besucht hatte, um 83/4 Uhr Abends, von einer zahlreichen Menschenmenge mit Hochrufen begrüßt, hier ein. Der Kaiser hatte sich Empfangsfeierlichkeiten verbeten, nur im Schlosse fand Empfang der Spitzen der Civil- und Militärbehörden statt. Die Stadt war beflaggt. Karlsruhe, 26. Juli. Die „Karlsruher Zeitung" enthält ein Privat- Telegramm aus Wien vom 24. d.: „Bezüglich der Reise des Kaisers Franz Joseph nach Berlin sind in der Hofburg Weisungen aus Ischl eingetroffen, welche es zweifellos erscheinen lassen, daß die Kaiserin in Begleitung des Kaisers sich dorthin begeben wird. Da« weibliche Gefolge wird bereits bestimmt." München, 27. Juli. In der heute stat.gefundenen Sitzung des Journalistentags wurde beschlossen, die Theilnahme an dem Jourualistentage künftig den i Schriftstellern zu gestatten, die Mitarbeiter von Zeitungen sino oder waren und sich durch einen Ausweis der Redaction legitimiren. Auf Antrag Bürgers' (Wiesbaden) wurde einstimmig beschlossen, im Entwurf des Reichspreßgesetzee unbedingte Aufhebung der vorläufigen Beschlagnahme zu beantragen und die bezügliche Eingabe an den deutschen Bundeskanzler und den österreichischen Reichs- । ratf) zu richten. Nach langer lebhafter Debatte werden ferner die über die Tagespresse und die Annonceubüreaux gestellten Anträge dem Vorort zur eingehenden Berathung überwiesen. .--Ä Petersburg, 28. Juli. Neueren Dispositionen zufolge wird Kaiser Alexander größerem Gefolge am 6. September in Berlin eintreffen. Ueber die intellectuellen Urbeber, die Anstifter, des tappt man noch immer im Finstern; nur so viel ist sicher, Mördern Geld in so hohem Betrage gefunden hat, daß über ihre Erkaufung gar kein Zweifel obwaltet. In Toledo wurde auch ein Individuum arretirt, welches der Theilnatzme am Attentate verdächtig erscheint. Die madrider Journale ver- vammen einmüthig das Attentat, die Oppositions-Organe tadeln jedoch die Regierung, dasselbe nicht verhindert zu haben, wenn sie wirklich von dem Vorhaben zwei Stunden vor der That Nachricht erhalten hatte. London, 24. Juli. Der Exkaiser Napoleon hat wieder eine Rede gehalten Die Exkaiserin ist begrüßt worden, der „Prince Imperial" dito. loyal wie ehemals in Frankreich und zu den Tagen des Glanzes. Der Kaiser hat einer Schule die Erlaubniß gegeben, in seinem Parke Mailuft zu schöpfen. Der Vorsteher dieser Schule, der hochwürdige Herr Dr. Hill, ließ sich die Gelegen- heit, seinen Namen in den Blättern gedruckt zu sehen, nicht entgehen und hielt eine politische Rede, die, in Erwägung, daß Redner englischer Schulmeister und Pfaffe zugleich ist, nicht verfehlen wird, Thiers und Consorten in Schrecken und die deutschen Heere in Bewegung zu setzen. Also sprach das Schulmeisterlein etwa: „Ich fühle die lebhafteste Sympathie mit Ew. Majestät und dero kaiserl. Familie. Der Freihandel, den Sie beschützten, und der nun wohl aufgehoben werden wird, hat den Engländern zugesagt, und die Freundschaft, die damals zwischen England und Frankreich herrichte, haben wir Ew. kaiserlichen Regierung zu danken. Ich hoffe sicher, daß der kaiserliche Prinz, wenn nicht Ew. Majestät selbst, noch den Thron von Frankreich besteigen wird." Der Kaiser ließ feinfühlend Oie politische «Seite der vorlauten Rede unberücksichtigt und erwiderte nur, daß er stets ein Interesse an der Erziehung der Jugend genommen habe, und daß er überaus erfreut sei über das ihm während seines Aufenthaltes in England von dem Volke gezeigte Wohlwollen. Der Kaiser und der kaiserliche Prinz tour* Den dann enthusiastisch begrüßt, ebcnso die Kaiserin, als sie, die am Vormittage nicht da war, am Abend die Schule besuchte. Amerika. Newyork, 28. Juli. Die gemischte englisch-uordameeikaoische 8-mmisffoa für die während de« Secesslonlkriege« erlittene» Schäden, welche nicht unter die »°» der „Alabama" verursachten Schäden fallen, wird wieder jusammentretev. Der 8>nanz - Minister der Bereinigten Staaten hat auf Ansuchen der Regierung de« deutschen Reiche« den Werth der neuen deutschen Reich.mün.e auf 23 «ent normtet, ,u welchem Werth- dieselbe bei Zoll-C-Irulationen berechnet wird. E« ist die« genau der dritte Theil de« alten Silberthaler«, welcher ä 69 Cent berechnet wurde. I Anhali-Bttlibulgl I Anhalt-Mensch I Wtitt-Mht'N.-Bi I AlihällMhen-B, I Anhalt-Dessaun . 1. Oct»be I AnM-Deffautt! I Bauhmr [laufy I Vayeüsche Wal I Braunschweigisch! I; Braunschweigischi Breslauer Hähtifi I dänische 5.-Kech I »Galosche Mn I »Weinische Kaffe I .üchsffsche x,ih, [ UtitWrr Banknoti f i0igmeichisch< <9a l vam 1. 3fl |*Wt Bachchk! k« Provinzial | ^'Marner g|ab(f älltte tinw ■Ml* Banknvt Wachsen-Weimars IxxleSwig-HMeir kvchwarzburg-Rudi ■ vchivarzburq-Sov ■».. Decem DMrttembergischr: I«*« I«nl8inb | 7 tz°znch W Wh K-f, 'b Rumänien. Bucharest, 28. Juli. Die Eisenbahn-Direction übernahm die AuSführuna Linie Buchaxest-Plegesty auf eigene Rechnung, weil die Fertigstellung durch Unternehmer bis zum September zweifelhaft geworden. Türkei. Konstantinopel, 28. Juli. Midhat Pascha ist zum General-Gouverneur Adrianopel ernannt. Frist von zwei Monaten gebeten, um in denjenigen Departements, welche durch oie deutschen Truppen bei ihrem Abzüge aus den Departements der Marne und der Haut-Marne ihren Rückmarsch zu nehmen haben werden, die dabei erforder- lichen Baracken zu bauen. Die Räumung wird demgemäß nicht vor Beginn des Monats October vor sich gehen können. — Die Auswanderer aus ElsaßLothrin- gen, die sich nach Algier gewendet, scheint man dort nicht in größerer Zahl aus- nehmen zu wollen. Man sucht ihnen in Cochinchina eine Zufluchtsstätte zu eröffnen. 9 P^iS, 26. Juli. Die Arbeiter-Unruhen im Departement des Nord wurden von Ausländern angestiftet, die allem Anscheine nach Agenten der Internationale waren. D.e heute früh eingetroffenen Depeschen sprachen von sichtbarer Beruhigung der aufgeregten Gemüther. ö ö Versailles, 27. Juli. Die Nationalversammlung hat in ihrer heutigen etfcung das Militärdienstgesetz in dritter Lesung angenommen. — Das Leichen- began.qmß des Herzog« von Guise fand heute unter zahlreicher Betheiligung statt. Bcrsallles, 29. Juli. Die Gesammtsumme der bisher bekannten Sub- scriptionen betragt ungefähr vier Milliarden, aber beträchtlichere Subscriptionen werden heute noch erwartet. In England und mehreren deutschen Städten hat gestern keine Subskription stattgefunden. Ein einziges Berliner Bankhaus zeichnete gestern 500 Millionen. In Bordeaux wurden 200 Millionen gezeichnet. Italien. Rom, 28. Juli. Der Jcsuitengeneral Deckx berief eine Versammlung der hervorragendsten Jesuitenoberen ein. E Kl* 6tl J «,ils '»»tittjm !• »n btt großen 7'1° 8-id)«fftn, Xut“ vorgesallru durch bit Majt. ldmbknbkll Lluitll finb an btr ntwurfe kts Bau. ittion. Auch btm "giinßigt Wirkunz w 3dßtnlturt tr- idridn Atttttaie- >d man bet btn |tt Gdaufung gar i anrtirl, welches btr Zoumalt btr» ln jedoch die Rt» on btm Lorhabta nt Rtd' tzchalitn. ito. Aves ganj iztß. Der Kaiser nluit ju schopstn. j sich rie Gcltgen. ntgeltn nnb hielt eäufwifttr nnt in Schrein unb SchulotlM/a nnö btro kaiserl. »ohl aufgthobm ift, bit damals lieben Rrgirrung i)l Em. Majkstat Kaiser Hefe ftin* id nwibtite nur, in habt, und datz ialtte in Euklid dich- »dnj ®ur» it am Lormittage ciraistrSleM' i dit «ÜB»« itrlilH«1» 61,< „tr-l'S-"""'"' Mi 4e®*‘ fSf- >« ’"‘"Ä 6» । welcher M* "Al Gltichra g ’ We®Bi®ei< Obe. Hessen 82 Bayer. 5% 1003/g 5% Eiisabeth.-Prior. 845/g 4 tieldsorten» 6. kr. Ämerik. Bonds Außer Cours gesetztes Papiergeld. 10 vom bedruckt. ä fl. 10 1848. 11. Mär; 1854, vom 3 - 25°/o von 1861. bei Annoncen. 1881r 991/g 1882r 9 6 V8 1885r 971/2 I887r 97 B5rseQDaehrichteR. 29. Juli 1872. Aetien. Frankf. Bank 1411/4 Frankf. Vereins-Kasse 141 Darmst. Bankaot. 480 Wien Bankaotien 893 Oest. Oreditaot. 349 Vr Galizien 257 jU haben, und wird die paar Dollars um so mehr verschmerzen, als sie ja eigentlich nur in die Taschen der dortigen Hotelwirthe und Restaurateure gewandert stnd. Washington, 28. Juli. Der Schatzsecretär Boutwell ordnet für den Monat Äugust den Bei kauf von Gold im Betrage von 7 Millionen Dollars und den Ankauf von Bonds im B-trage von 6 Mtllionkn an. Aeti®i».o 5% östr. F. St. E. B. 3551/2 Lombard. Bahn 220 Ludwigsh.-Bexbach 200 Maibahn 1441/2 Bayer. Ostbahn 139 Bhein-Nahebahn-Act. 451/2 Hess. Ludwigeb.-Act. 1811/4 Priorfttftten. 3% öster. Stsb.-Prior. 58V4 3°/0 öst. s. Lombard 51 3% Livorneser 3 93/e 5% Tosoaner 621/4 Literarisches. lieber Land und Meer. Allgemeine illustrirte Zeitung. Jahrgang 1872. Stuttaart, Druck und Verlag von Eduard Hallberger. Die illustrirte Welt. Zwanzigster Jahrgang. 1872. Stuttgart. Eduard Hall- 6 eT Unter3 ben ^Uuflrirten Wochenschriften, welche in Deutschland erscheinen, bat sich die allgemeine Zeitung: „Ueber Land und Meer", herausgegeben von F. W. Hackländer, in ihrem nun bald vierzehnjährigen Bestehen einen immer größeren Leserkreis erworben und sich als das größte, prachtvollste und dabei billigste Unterhaltungs- und Familien- ^ourual zu einem in beiden Hemisphären beliebten Weltblatte emporgeschwungen. Unter den schriftstellerischen und artistischen Mitarbeitern fehlt wohl kein Autor, kein Illustrator ersten Ranges; neben dem Unterhaltungsstoffe, aus Romanen, Novellen und Erzählungen bestehend, bietet das Blatt eine reichhaltige Fülle belehrenden Materials, tbeils historischen Inhalts, iheils der Kenntnis; der Gegenwart gewidmet: Biographisches, Keoaraph'sches, Skizzen über Land und Leute, Tagesereignisse, Berichte über Literatur, Musik Theater, bildende und Baukunst, Wissenschaft, Handel und Verkehr, mit einem Worte'- Darstellungen aus allen Gebieten des reichen Kulturlebens der Gegenwart- Wie die Leitung ihrem Inhalte nach von Jahr zu Jahr immer reichhaltiger und gediegener geworden ist, hat sie im letzten Jahre auch eine Vergrößerung tm Aeußeren erfahren,' indem jede Nummer mindestens um einen halben Bogen stärker ist, als in ^^^rsilben fruchtbaren Verlagsbuchhandlung entstammt das Unterhaltungsblatt: Die illustrirte Welt", welche jetzt ihren zwanzigsten Jahrgang begonnen hat. Neben spannenden Erzählungen und Novellen enthält dieses Blatt interessante Reffe- (Einen, geographische und ethnographische Charakterbilder, historische und tagesgeschlcht- liche Darstellungen in anziehender Form und von edler Gesinnung getragen, so daß dos Blatt als ein echt deutsches Familienblatt ebensowohl der reiferen Jugend empfohlen werden kann, wie es dem Erwachsenen eine unterhaltende und anregende Lektüre bretet, wobei et überdieß noch jeden Abonnenten durch seine prächtige Gratis-Stahlstich-Pramic in den unentgeldlich en Besitz eines werthvollen Zimmerschmuckes setzt. Schlesische Zeitung vom 21. Januar 1872. Börsenberichte. Frankfurt tu M., 29. Juli. Wie man sich leicht denken kann, concentrirte sich heute da» ganze Intereffe der Börse auf die französische Anleihe. Das Resultat derselben ist ein über alle Erwartung glänzende», wenn man den gezeichneten Betrag im großen Ganzen nimmt, am hiesigen Platze allein wurde der größere Theil der 31/r Milliarden gezeichnet. SubscriptionSresultate wurden heute cn mässe zu 50—60 CtS. gehandelt. Alles dies erregte ein« recht gehobene Stimmung, so daß sich auch die Course der Speculationseffecten kleiner Aufbefferuuge« erfreuten, so Creditactien bei 349, Staatsbahn 355 und Lombarden 2191/2- Allerdings war das Geschäft hierin nicht besonders belebt, da sich die Speculation angesichts der nahen Ultimo und der französischen Anleihe, welch' letztere vorläufig noch alles flüssige Geld zurückhält, sich in keine größeren Engagements einzulaffen wagt. Bis jetzt stellt sich Geld für den Ultimo auf 52/4—6 Procent. Indessen beschäftigt man sich noch nicht stark mit der Liquidation. Banken hielten sich heute recht fest. Deutsche Vereinsbank und Deutsche Gffectenbank gesucht. Oesterreichische Nationalbank eine Kleinigkeit besser. Bahnpapiere waren größtentheilS offerirt und matter. Nur für Alföld und hessische LudwigSbahn entwickelte sich einige Kauflust. Prioritäten ziemlich unbelebt. Bei StaatS- papieren machte sich für österreichische Silberrente rege Frage geltend und zog selbe etwaö im Preise an. Von Loosen waren kleinere Sorten beliebt. Österreichische Staatöloose ohne Geschäft. Bekanntmachungen aller Art befördert prompt in sämmtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter und Fach-Zeitschriften mit 5—23»... »■ -»> ,. - ■ -»» - ■ > > vom 1. Mai 1859. BK a»“’-n 1 ....... W Ä»»“.s ««7.N.L ....... do. n. Emiss. SlVs Ajrale8aen*a triebene Geschäft unter der seitherigen Firma: JPh, JPillnuuui unverändert fortführen werde, und bitte, das demselben in so reichem Maße gejcheukte Vertrauen auf mich übertragen zu wollen und welches mir zu erhalten mein einziges Bestreben fein wird Gießen, den 25. Juli 1S72. Marie Fillmann, ____geb. Hochstätter. Restaui'nlioii LaJinsteiu. 3565) Heute, Dienstag den 30. Juli: mW" Concert der Familie Gcul. "Äß? Anfang 8 Uhr. \1 Auf dem Lande, eine kleine Stunde von der Bahn, ist ein großes Haus mit Specerei- Geschäft, in Verbindung mit feiner Wirthschaft mit Garten und Kegel- bahn, äußerst billig abzugeben. Nähe- res bei Friede. Kreuder, Corn- misflonär in Gießen. 3544) Eine große Parthie Pferdcdünaer ist abzugeben bei _______Franz Peppler Comp. 3553) Einfache und doppelte Tuffkamin- rohre, geschliffene Hanauer Platten, Portland-Ccment, Dachpappen bei Emil Pi stör. Erbsen zur Stoppelsaat find billigst zu verkaufen bei (3561) ________________A. Katz. 3574) Montag, Mittwoch unb Freitag, jeden Morgen halb 9 Uhr, frischerZwlebel- kuchen. F. Wilh. Hartmann, Neustadt. Beste Qualität Wiutmualz (3335) empfiehlt_________Pitthan. . 3568) Handdrcschmaschinen, Futter- fchncidmaschincn, Rübenschneidmascht- nen, bet Emil Pistor. Vermischte Anzeigen. Für meine Handclssrcnnde. 3562) Mein Prozeß mitGeorgDörner von Gießen ist heute beendigt worden, da derselbe geschworen hat, er habe mir keinen Thaler Makelsgeld versprochen. Garbenteich, den 29. Juli 1872. ___________Meyer Katz. 3535) Zimmergeselleu pnben dauernde Beschäftigung bei ___________I. Alker. Ein junger Hausbursche wird gesucht, sowie ein tüchtiges HauS- madchen, für die Bahnhofs-Re- st a u r a t i o n. (3548) Fruchtmürkte. Juli. Waizen. Korn. Auf dem Markt IMil.- Ipreis Auf dem Markt Mit.l preis! C CD verk. fi. fr. *5^ a a> — 1 oerf.j fl. fr M. M. M. M. Gießen — — _ — _ __ Alsfeld — 12 6 15 20 49 29 9 5() G r ü n b e r g 27. — 7 15 4() — 57 9 53 Lauterbach —- — — 14 51 — _ 10 54 Mainz 26. — 132 16 — — 46 1 10 7