Mung ein i wirb Agende bier- 111 Juni 9en von straße. Win macher. Wäft ibent, der ' corrtcler ■ Selbst- e der Gx- ,£r ftped. nreichen. — 5 en durch- ters wird u Familie Ingenieur ine braune eine Tech n er. Pfingsten ■ Comp. a\ sogleich ■ Näheres ■-e ci 3 a "(B : 35 || 53 nst Wichert, i/tsche Kest Ton nn- Mit Ab- mgen aus evstahl- - : aus dem Mit Ori- Bruchsiücke iTheotogm. ch hhandlmg, r. IGffl leiition. Hain, Stock. ,46; arkt, U i [xipßhaus, ie, 18» istrasee, 13 i rd. 2. S-L 'di d«e ! üb""K littet (jjf "iju*"’'* Preis vierteljährig 1 fL 12 ft. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 ft. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canz lei berg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 12'4. Donnerstag den 30. Mai 1872. mtf Spn SHmomor werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- tOqUHUngnl UUf vni LUIzelgel Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lapen, erhalten denselben für den Monat Juni zu 20 fr. MMBMMBBBMMMMBflMMMMMMMMMMMMWMMMMMEBWMMMWBMBMMMKWIllliMW h i Ii I MffliriflWIiT W!Wirmil ii ■ HIM— Deutschland. Berlin, 26. Mai. Bei Gelegenheit des von der Curie hinsichtlich des katholischen Militärgeistlichen in Köln eingeschlagenen Verfahrene erinnert man sich des Ausspruchs der militärischen Blätter, daß die Einsetzung der katholischen Mi- litärgeistl'.chkeit im preußischen Heere lediglich ein Versuch sei, der, wenn er sich nicht bewäre, alsbald wieder um so mehr außer Kraft gesetzt werden würde, ols dieses Heer 200 Jahre ganz gut ohne besondere katholische Geistlichkeit bestanden habe. Berlin, 27. Mai. Das päpstliche „Interdikt" gegen die Garnisonskirche in Köln überrascht hier um so mehr, als man weiß, daß in der Pantaleonskirche bisher immer auch evangelischer MilitärgotteSdienst stattgefunden hat. Der katholischen Geistlichkeit ist es früher nie eingefallen, hieran Anstoß zu nehmen und die Pantaleonskirche durch die „Ketzer" für entweiht anzusehen; sie hat vielmehr ruhig auch ihrerseits dort Gottesdienst adgehalten. Jetzt plötzlich heißt eS, daß durch tie an dem alten Glauben festhaltenden Katholiken die Kirche entheiligt sei; man führt förmlich die Intervention des Papstes in den preußischen MiUtärorganismuS herbei und der Papst verhängt wirklich — etwas, was seit Jahrhunderten nicht vorgekommcn ist — das Interdikt über die Pantaleonskirche. Berlin, 28. Mar. Der Bundesrath trat gestern Nachmittags in dem Sitzungssaale des Reichstages unter dem Vo-sitz des Staatsministers Delbrück zu seiner 26. Sitzung zusammen. Nachdem das Plenum zunächst die Mittheilung des Präsidenten des Reichstages über den Beschluß des Reichstages bezüglich Cer Petition wegen Gehaltsaufbesserung und Pensionsberechtigung der Postexpediteure entgegengenommen und biesilve dem Ausschuß für Eisenbahnen, Post- und Tele- graphenwefen überwiesen, nahm man Kenntniß von den Vorlagen des Präsidiums über die Ausführung der ergangenen Gesetze wegen Beschaffung de- Geldbedarfs zur Kriegführung mit Frankreich und über die in den einzelnen Bundesstaaten geltenden Vorschr.sten über die Feststellung des Personenstandes, welche beide den betreffenden Ausschüssen überwiesen wurden. Sodann wurde dem Anträge der vereinigten Ausschüsse für Etsenbahnen, Post-und Telegraphen und für RechnungS- wesen über den Entwurf eines Gesetzes über den außerordentlichen Geldbedarf für die ReichSeisenbahnen in Elsaß-Lothringen, der die Annahme der Regierungsvorlage empfahl, zugestimmt. Ebenso fanden die Vorschläge der Ausschüsse für das Seewesen und für das Rechnungswesen bezüglich eines anderweiten BesolbungS- movuö für Vas seemännische Personal der kaiserlichen Marine, der Ausschüsse für Handel und Verkehr und für Justizwesen über die Vorlage, betreffend den Gesetzentwurf wegen Einführung der Gewerbeordnung in Bayern, und der Ausschüsse für Justizwesku und für Elsaß-Lothringen über daS Gesetz wegen Einführung der deutschen Wechselordnung rc. in Elsaß - Lothringen und über den Gesetzentwurf wegen der Entschädigung der Inhaber verkäuflicher Stellen im Justizdienste in Elsaß-Lothringen die Zustimmung des Plenums. Berlin, 29. Mai. Die „Provinzial-Correspondenz" schreibt: Das Vorgehen des Armeebischofs Namszanowski, welches eine Verletzung von StaatSrechten und Amtspflichten als Militarbeamter bildet, veranlaßt die Staatsregierung, die Disciplinarunterfuchung und einstweilige AmtSsuSpcndirung anzuordnen, sowie gleichzeitig seinem Generalvicar die Ausübung aller Functionen zu untersagen. Ferner stellt die „Provinzial - Correspondenz" daS Einverständniß der Staats» regierung mit der projectirten Vertagung des Landtags, sowie die Berufung der beiden Häuser des Landtags zu Sitzungen für die nächste Woche in Aussicht. Bei Besprechung des von der konservativen Partei dcs Reichstags aufgestellten Programmes erklärt^das Blatt: Das Programm habe eine große Bedeutung als Grundlage erneuter fester Beziehungen zwischen den Conservativen und der Regierung , sowie als Ausdruck einer tieferen politischen Gemeinschaft zwischen den konservativen Bestrebungen in Nord- und Süddeutschland. Coblenz, 27. Mai. Wegen öffentlicher Beleidigung der Professoren Knoodt und ReinkcnS aus Bonn während des Gottesdienstes am 23. März in der Carme- literkirche zu Boppard stand der Caplan Beinroth heute vor dem Zuchtpolizei, gerichte. Die Entwickelung der Partei-Ansichten war eine sehr interessante; sie zielte hauptsächlich darauf hin, ob das Verfahren des Caplans Beinroth gegen den Professor Knoodt als eine kirchlich nothwendige Maßregel zu betrachten fei, indem nur eine Excommunicatio minor vorliege, ober ob derselbe von einem jetzt nicht mehr üblichen Rechte Gebrauch gemacht habe. In Betreff des Professor Reinkens, bei welchem zur Zeit der Kirchenausweisung noch gar keine Excommuni- cation vollzogen, wird daS Urtheil jedenfalls bedenklicher ausfallen. Der UrtheilS- spruch ist auf übermorgen vertagt. Köln, 28. Mai. Bekanntlich (fo schreibt man der „A. Z.") ist seitens des preußischen Feltprobstes Namszanowski über die staatliche, und zwar evangelische, Garnisonsk rche widerrechtlich (denn über staatliches Eigenthum kann doch, außer den Organen des Staates, Niemand irgendwelche und irgendwie geartete Nechte ausüben) das Interdikt ausgesprochen; anstatt nun dieses wieder aufzu h-eben und dadurch den Confl-ct friedlich zu lösen, hat der Papst dass.lbe als zu -iecht bestehend anerkannt und demnach sogar den Felbprobst angewiesen, den hiesigen katholischen Divisionspfarrer Lünnemann, falls derselbe noch ein einzigeSmal in dieser mit Genehmigung des Staatsministeriums auch von den Altkatholiken benutzten Kirche celkbrire, mit der großen Excommunicatio» zu bestrafen. Dieser päpstlichen Aufforderung hat der Felbprobst Folge gegeben, und es erhebt sich nun cie Frage, nas vergehen soll: staatliche Gesetze ober hierarchische Willkürmaß- regeln. Einstweilen Hot Lünnemann, bis seitens des Kriegsministers endgiltiger Bescheid eingelaufen sein wirb, den katholischen MilitärgotteSvienst mit Bewilligung des hiesigen Gouverneurs, v. Frankenberg, eingestellt, und am Sonntag Morgen in einer Seitencapelle — so weit also reicht das Interdikt nicht — eine stille Messe gelesen. Man erzählt auch — boch kann ich es nicht verbürgen — daß auf Befehl des betreffenden Divisionsgenerals der katholische Militärgottes- bienst in der ganzen betreffenden Division bis auf Weiteres surpendirt sei. Aus Elsaß-Lothringen, 27. Mai. Belfort und Nancy sind die beiden Hauptzufluchtsorte der für Frankreich Optirenden. Aus letzterer Stabt wirb mit» getheilt, daß es in Folge der massenhaften Einwanderung nach dorten bereits nothwenvig geworden fei, für die Ankömmlinge hölzerne Buben zu errichten, um sie darin unterzubringen. Uebrigens wirb aus bcm Umstande, baß z. B. Vie Fabrikarbeiter in Mühlhausen Belfort bei ihrer Optionserklärung als ihr künftiges^ Domicil bezeichnet haben, mit ziemlicher Gewißheit ber Schluß gezogen werden formen, es sei den guten Leuten mehr darum zu thun, festzustellen, baß sie nicht! Deutschland angehören wollen, als thatsächlich auszuwandern; denn es ist weder anzunehmen, daß die Belforter eine besondere Freude an den zahlrelche» Arbeitern Hoden, noch daß diese dort alle Beschäftigung finden würden. Die Optirenden werben in Mühlhausen bleiben, aber sie benutzen die Get^enheit, eine „pÄVotische T^t" ;u vcrüb-n; sie werben sagen: Wir haben uns für Frankreich entschieden und gehören nur gezwungen Deutschland an. Solch eine Heldenthat erheischt kein Risiko, aber sie bringt Ehre, und sie ermöglicht es der elsasser Liga, noch dem 1. Oktober sich, gestützt auf die große Zahl der Optirenden, zu brüsten und in die Welt hinauszuschreien, welch' eine Gewaltthat Deutschland an dem elsaß-lothringischen Volke verübt habe. Die Regierung ist so klug, den Widerstand, wenn verselbe nur passiv auftritt, gar nicht zu beachten, und wir nehmen es z. B. Den Colmarern weder übel, daß sie keinen einzigen Deutschen oder Deutschgesinnten zu dem am 16. d. M. veranstalteten französischen Concert mit Pariser Künstlern eingeladen haben, noch baß sie sich beim Vortrag ihrer Vaterlandslieder gegen- fettig unter Thränen in die Arme gefallen sind. Unseren protestantischen Geistlichen, die bisher nicht vom Brod allein lebten, weil sie dessen zu wenig hatten, beginnt jetzt ein Stern Der Hoffnung aufzugehen: Es ist eine vom Reichskanzler unterzeichnete Vorlage zur Aufbesserung Der Gehälter Der Pfarrstellen in Elsaß- Lothringen an den Bunbesrath gelangt. Die Pariser Patrie vom 13. hat Folgendes gelogen: Der französische CleruS nimmt einen großen Antheil an Der schwierigen Lage, worin sich der Bischof von Metz befindet. Dieser ehrwürdige Prälat hat sich geweigert, dem Kaiser Wilhelm den Eio zu leisten, und sein Gehalt wurde ihm entzogen. Er bat auf der Kanzel erklärt, er werbe unter keinen Umständen seine Heerde verlassen. Se. Hochwürden besitzt kein Privatvermögen, und man spricht davon, ihm mittels Subskriptionen in Den Reihen des Clerus eine lebenslängliche Rente zu sichern. Dazu bemerkt die in Metz erscheinenDe Zeitung für Lothringen: Wir sind berechtigt, zu erklären, daß es aller und jeder Begründung entbehrt, wenn gesagt wird, Der Bischof von Metz habe sich geweigert, Dem Kaiser Wilhelm Den Eid Der Treue zu leisten, und schon aus Dem einfachen GrunDe, weil der erstere zu einer solchen Eidesleistung nicht aufgefordert worden ist. Völlig eben so unwahr ist Die Behauptung, daß sein Staatsgehalt einbehalten und nicht ausbezahlt worden sei. Oesterreich. Wien, 28. Mai. In Der Abgeordnetenkammer machte der Präsident Mittheilung von Dem erfolgten Ableben Der Erzherzogin Sophie und gab in seiner Rede Dem tiefen Beileid, sowie der steten Loyalität des Hauses Ausdruck. Nachdem Der Präsident Die Ermächtigung erhalten, Dem Kaiser s. Z. das tiefe Beileid des Hauses zu übermitteln, werden die Sitzungen bis nach erfolgter Beisetzung ausgesetzt. Schweiz. Bern, 29. Mai. Der Nationalrath und der Ständerath genehmigten einstimmig, ohne Debatte, Die Nationalbotschaft über die Revisionsabstimmung. Beide Räthe wurden hierauf vom Präsidium entlassen. Frankreich. Paris, 25. Mai. Der Kriegs-Minister hat allen Maires von Paris und den Departements den Befehl ertyerlt, sofort alle Mobilen und Mobilisirten, Die sich wahrend 1870/71 Dem KriegSbieuste entzogen haben, aufsuchen und bestrafen Kso hoher Magistratspersonen spielten. hat, ist abzuwarten. Ho England 60 Vermischtes. 158 1864r Stadt Florenz — Straßburg gesandt war, hat einmal wieder die Tugend- und Moralprediger-Tara-tel gestochen. Gleich dem „Journal »eS DebatS" hat der fein erzogene englische Gentleman an den CereviS- $ kappen und Kanonenstiefeln, am Frühschoppen und am CommerS der Studenten gewaltig viel zu mäkeln und zu tadeln, noch mehr aber an den auf dem Oriilienberge gehaltenen Reden. Sein ellenlanger, an die salbungsvollen Moralpredigten aus der Zett des Krieges erinnernder Bericht . (26 in un werben. Die können zoglich« garten gezeigt Gief Grotzh 2 22 6 154 223 4 79 84 100 1400 3957 II. 110 ( 2613) soll in ten He Walds lich üt 2634 in her sterei < i- 102 137 Di berge Ge Zahl. Dii der u hi bei luia1 Gi G BßrseDnachrichten. 29. Mai 1872. Aetien. Frankf. Bank 142 Frankf. Vereins-Kasse 129*12 Dannst. Bankaot. 465 Wien Bankactien 870 Oest. Creditact. 3471/2 Galizien 266 flau 8i| eine Äle rein Ul0l Ni Fed 2641) Sch^'d der fon wirb M anberau Fordern das öe' Vorzug' bei Llnsschl Gieß Gro 2612) können 100 3 ftag' * Mitta Gieß iMn Italien. gjom 22. Mai. Als gestern Abends der Kronprinz Humbert auf dem Bahnhof im Kreise seiner Offip-re flant und aus den Zug wartete, um nach Mailand und von da nach Deutschland zu fahren, ging der ftanzo»e Grsandte, den Hut auf dem Kopf und eine Cigarre im Munde, in so ostensibler Wrffe auf und ab, daß e« Jedermann ausfiel. Al- der Kronprinz abgefahren war, gingen >wei feiner Adjutanten auf ihn zu und stellten ihm da« Ungeziemende seine« Benehmen« in ernste» Worten vor. Wa« dieser Zwischenfall für weitere Folgen Handelsberichte. Falsche badische Zehnguldenscheine. Von den badischen Zehnquldennoten des Staatspapiergeldes (also nicht Bankscheine) befinden fich Falificate im Umlauf. Dieselben sind hauptsächlich daran leicht erkennbar, daß ihnen der Wasserftempel entweder ganz fehlt oder nur ganz matt erscheint. Der Druck, die Umrisse der Bilder sind nicht so ausgeprägt und scharf als bei den ächten Scheinen, das Papier auch etwas dünner. Die Anfertigung icheint auf photographischem Wege bewerkstelligt worden zu fein. QDnhnn 28. Mai. „Reuter'S Bureau" meldet aus Newyork vom heutigen Taae: 4 Dampfer und 40 Segelschiffe, welche fich zum Robbenfischsang an der Küste von Labrador befanden, find mit ihrer vollständigen Bemannung, durch- schuittlich 90 Mann ver Schiff, untergegangen. London, 28. Mai. Unterhaus. Auf eine Anfrage Mundella s bezuglech der Deportation mittelloser französischer Communisten nach Engiaud erflart der Unte-staaissecr-tär Enfield: Die Regierung sei fortwährend 'n l-bhaft-r Corre. spondenz mit Dcrsailles, er könne nicht mitiheilen, ob Frankrelch für den Unterhalt der Deporiirten verantwortlich zu machen sei. Rußland. Pktcrsbnra. io. Mai. „Die Nachricht, daß die Dorpater Universität eine Lesse "Ich Straßburg geschickt hat", so schreibt die „Russische Welt", hat Viele in Erstaunen gesetzt, aber wir finden die Absendung der Adresse ganz in der Ordnung der Dinge. Die Dorpater Universität, obgleich tn den Grenzen des russischen Reiches gelegen, ist nach ihrer Einrichtung w allen Beziehungen deutsch, und wir dürfen unS nicht wundern über ihre deutschfreundlichen Bestrebungen." _______ alkoholiSmuS" das Delirium tremens hinter v?m Rücken ihrer Ehe, nänner antrinken, noch den Männern, die am Portweinpodagra von binnen fahren, keinen Sci'aden mehr thun, und der Jugend, die von solchen würdigen Eltern aufgezogen wird, noch viel u )enig«r. Die unteren Klaffen aber find hier bereits zu einem solchen Grade von Trunkenboldigkeit g.elaogt, daß man von vielen 1 Seiten ernstlich daran denkt, Uui dem „nationalen liebel" zu steuern, das Bier- und Schnaps- trinken Personen, die vor 9 Uhr Morgens aufstehen also den armieren Klaffen, ganz zu ver- / bieten. Und was nun die Klerdung anbetrifft, so find CereviSkappe u nd Sammtpikesche immerhin noch malerischer und außerdem auch eine selbstgewählte Tracht, wie die gelben Strümpfe und blauen MönchSröcke, in denen die Freischüler der vom Knabenkönige Eduard gegründeten Schule in den Straßen von London herumzugehen gezwungen find; auch die schwarzen BaretS, oben viereckig wie die Ulanen-EzakoS und unten einem Geschirr ähnelnd, das ich hier nicht nennen kann dürften sich mit den goldgestickten CereviSkappen deutscher Studenten nickt messen können. Wenn ein emancipirter, spindelbeiniger und galliger Franzose, dem jede Kenntniß unserer alther- g.brachten Gebräuche abgeht, unsere Sitten bemäkelt und in den Staub zieht, so kann unS da» nicht Wunder nehmen; roenu aber ein englischer Gentleman im Anschauen feiner fafbionabeln Kleider den Kleiverschnitt der Professorentracht altmodisch findet und übet den Mummenschanz der Studenten seine Glossen macht, so ist das einfach lächerlich und kindisch, denn in keinem Lande der Welt wird, unter dem Titel der Conservirung dcS alten Herkommens, so viel Mummenschanz getrieben wie hier; ein redendes Beispiel davon waren bei dem Zuge bet Königin nach St. Paul der Lordmayor und die Aldermen der Eity in ihren affenähnlicken EostumeS, hock zu Roß, auf denen die meisten ein donquirotische« Aussehen hatten und mehr die Rolle von Punch, als die Von Frankfurt a. M. direct mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufaeaebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Orizinal-Zeitungspreisen an die, für die ver- schiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des ^n- und Auslandes. , Meine Provision beziehe ich als ossicieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Hiidolpli Messe, Annoncen-Expedition 45 Seil, Frankfurt a. M. Zeil 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg. Alleinige Inseraten - Pacht: „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch", „Figaro." aiöftlt in der Phrase: daß Gott England vor der Einbürgerung solcher Sitten bewahren möge. . Der englische Herr Sittenprediger, der sicherlich ein besonderes Augenmerk darauf verwend^, ;1 scrupulös „weiße Halsbinden" zu tragen, denn die der Herren Professoren hatten seiner Ansicht nach nicht die in England erforderliche Weiße, darf sick beruhigen; die Einführung solcher Sitten, wie sie bei festlichen Gelegenheiten in den studirenden Kreisen Deutschlands herrschen, kann Damen -i aus der hohen Welt, die sich nach dem Zeugnisse des Herzogs von Somerset im Hause der Lord« A und nach den Angaben der „Saturday Review" in ihrem bekannten Artikel über „Schlafkammer- , Preuss. 4*/2o/o Oblig. Frankf. Obi. 8/3/^ Nass. 4‘/a°/o Obi. 995/g Kurhesa. 4% „ 94*/g Gr. Hess. 5% Obi. 1021/a , n 40/0 n 981/2 * , 3Wo n 921/2 Bayer. 5% n 1OO3/« n 41/2% 1jährige 1O01/4 40/0 1jährige 94Vs Würtemb. 4V2 °/o Obi. 993/4 Baden 41/2°/o Obi. 0. E. L. 993/4 Oesterr. Silberrente 641/4 „ Papierrente 573/4 Spanier, neuest. 3% 2 91/2 Amerik. Bonds 1881r 1001/g „ _ 1882r 965/e _ „ 1885r 973/4 „ 1887r 98 Mainz, 29. Mai. Die Vorbereitungen für die mit her Generalversamm- luna der landwirthschaftlichen Vereine des Grotzherzogthums zu verbindende Aufstellung, welche am 25. September l- I- hier eröffnet werden soll sind nun im @anae. Die Bildung eines Central- und der entsprechenden Special- Comtte s fft er- solgt^und haben in einigen berathenden Sitzungen die Aufltellungen zum Programme in Angriff genommen werden können. Eine Hauptfrage, die wegen des Platzes zur Gelammt - Ausstellung, ist durch das dankenswerthe Entgegenkommen Sr. Cxcellenz des Herrn Gouverneurs, der auf desfallsiges Ansuchen die Erlaubinß öur Benutzung des Schlotzplatzes, sowie der in der Nähe befindlichen gedeckten Rettbahn ruaesagt hat in erfreulicher Weise gelöst. Die Versammlungen werden un ehemals kurfürstlichen Schlosse abgehalten werden, wozu die Genehmigung des Stadtvorstandes bereits nachgesucht ist. Im Hinblick auf die Kürze der Zett wird d'^eroffentllchung des Programmes möglichst beschleunigt werden. A-gDiJ Unter den vielen Sünden, welche die preußischen Ulanen fich während des junasten Krieges auf die Schultern geladen haben, muß auch der Weinkeller des argentinischen Gesandten Balcarce mitaezahlt werden. ES ist wirklich traurig zu lesen, wie Se. argentinische Ercellenz tn dem Jahresberichte an die Regierung von VuenoS-AyreS den 3500 Flaschen Wein rührende Stoßseufzer nachschickt welche die unartigen Ulanen in dem Weinkeller seines Landhauses tn Bruvoy „Hutter bie Binde" gegossen haben, und wie Fürst DrSmarck dem diplomatifcken Collegen jedwede' Ent- schädigung verweigert habe, weil der Krieg das einmal so mit sich bringe. Der „D. Allg. Z." wird aus London geschrieben: Die „Daily NewS" oder vielmehr ihren Corresponden'ten, der zur Berichterstattung über die Eröffnungs-Feierlichkeiten der Univeritlat nach Börsenberichte. Frankfurt a M. 29. Mai. Die saison morte hat ihren Einzug gehalten, das merkt man mit jedem Tage mehr, die Zahl der Börsenbesucher hat abgenommen und der Geschäftseifer und die Aufträge seitens des Privatpublikums lassen gleichfalls nach. Auch die heutige Börse eröffnete wieder bei matter Haltung, und erst auf bessere Berliner Nottrungen entwickelte sich mehr Leben jedoch nur auf speculativem Gebiet, wo Staatsbahnen in kurzer Zett von 3753/« auf 3771/0 stiegen und tn nicht unbeträchtlichen Summen gekauft wurden. Spater als diese Kaufe beendigt waren, reagirten sie allerdings wieder. Lombarden wurden bet 2091/ ebenfalls stark aefauft, während für Creditactien nur mäßiges Animo vorhanden war und selbe bet 346V« biS 347 blieben. Die Ultimo-Liquidation ist als beendigt zu betrachten. Auf dem Elsenbabnmarkt drückten noch immer die UeberschwemmungSnachrichten und war daher nur wenig Umsatz. Borarl- berger und Lemberg-Czernowitzer wurden etliche Posten auS dem Markt genommen. Für alU Bayerische Ostbahn nur schwache Frage. Oesterreichische Prioritäten dagegen kamen in ziemlich lebhaften Verkehr; dieselben sind nun einmal vorn Vrivatcapital bevorzugt. Banken stagnirten größtentheils, ja etliche reagirten sogar um l-l'/z Procent. Nur für Meininger und Provin- rialdiSconto waren Käufer vorhanden, ebenso für bayerische Wechslerbank. Deutsche Vereinsbank war durch starke VerkausSaufträge aus Süddeutschland gedruckt em Umstand der von vielen Seiten zu Käufen benützt ward. Pfandbriefe ohne Leben. Von Loosen waren österreichische 1860er wieder sehr gesucht, und für Köln-Mindener waren gleichfalls Käufer vorhanden. Die übrigen Sorten verkehrten nur in kleineren Beträgen. Amerikanische Staatenfonds hielten fick recht fest, und waren es besonders 1881er und 1882er, die fich reget Nachfrage erfreuten. lu lass,«. DI. «utsührung tiefer Maßregel wird indeß eine sehr schwierig- (ein, ; d, die Zahl derer, welche fich nicht stellten, schon deshalb eine bedeutend. , ttar «l? sich viele derselben im Auslande oder in jenen Departement» befand n, welche von den Deutschen besetzt waren. Die Maßregel ,st -ns-fern auck) n. w.ßUche, al« sie unter den Betreffenden viel Unmuth erregen und tiefe« wieder - nSFÄ-SKÄ«...... einaetteten, man sammelt sich aus die Berathung über °°S Militargesetz, die mit einer gewissen Feierlichkeit in Scene gehen soll. Thier« fdjetnt diese P^use be- nuten iu wollen, um in der Frage wegen der Räumung de« Gebiete« neue Der- suche ,u wachen. Da« „Siede" meldet, daß Thier« gestern dem Grafen v.Armm eimn Besuch abgestattet habe. Leider läßt fich nicht sagen, daß auch in Betreff de« be»°isteh-nden Bazaine'schen Prozesse« ein ruhige« Abwarten -mgetreten s. , im Gegeniheil wirst Hute da« Siede unter Berusung auf Zufchnsten -u« all.» Theilen de« Lande« und besonder« au« Metz „den Mannern, weiche so «■ledt bene und so unbegreifliche Schonung gegen Vajaine g°ubt haben und noch üben , vor, sie schienen nicht zu wissen, „wie sehr dadurch da« öffentliche Gewissen »er. letzt worden fei; ein gemeiner Verbrecher, ein Traupmann, wurde unverzüglich verhaftet und in Einzeihast gebracht worden sdn; aber w°«die scheußlichsten Verbrechen im Vergleiche der Verbrechen, welche Frankreich« Verderben, die Autlieserung von Frankreich« Waffen, den Verlust von Elsaß und Lothringen her- deiaesührt habend Bazaine sei einer von jenen, auf denen die erdrückendste Ver- antwortlichkiit ruhe." Ist die« eine Sprache, wie sie fonjiecr Eröffnung einer G-richi-verhandiung üblich ist? Eine Stelle au« einem Metzer Schreiben, da- vom Siede al« Beleg veröffentlicht wird, beginnt mit dem Satze. ,,D^ Unglück- lieben, welche durch den Jnsamen verkauft wurden, ver Metz und dessen Bewohner, sowie die tapserste Armee der Welt den grausamsten Feinden Frankreich« au-ge. tefert hat, ohne daß er sie bekämpft hätte, sehen mit Cem küssten Gefühle d « Unwillen« jene Schonung, die von der höchsten Autorität gegen e.nen der groß en "bei geübt wird, der, ehe er vor da- Kriegsgericht gestellt war schon se aeraumer Zeit durch die ganze Ration verurtheilt ist; Jeder verlangt, daß d.r Gerechtigkeit freier Laus gegeben werde." Der Zweck dieser Agitation liegt auf Der Hand: man will Thier« zwingen, Ctffe, fallen zu lasse», und man will zu- gleich der Nationaleitelkeit schmeicheln, welche an den Verrath glaubt, um nicht an die Überlegenheit der Deutschen en der Krieg«sührung glauben zu muffen. Aetien. 50/0 8str. F. St. E. B. 368 Lombard. Bahn 210 Lndwigsh.-Bexbach 204 Maxbahn 148 Bayer. Ostbahn 1445/g Rhein-Nahebahn-Aot. 48V2 Hess. Lndwigsb.-Aot. 182 Oberhessen „ 822/^ Priorit&t«n« 30/g öster. Stsb.-Prior. 587/s 3°/0 öst. b. Lombard 511/4 30/g Livorneser 40 50/g Toscaner 63 5% Elisabeth.-Prior. 83 do. n. Emiss. 821/4________ Anlehenelooae. Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 Ü. 41 Braunschweiger 20^/g 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 39 40/g bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. — 40/g badische Loose 111 Vr Badische fl. 35 Loose 701/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 85 1858r Prioritätslonae 199 1860r Loose 931/4 Wechsel. Amsterdam k. S. 983/8 Augsburg k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 10478 Bremen k. 8. 963/g Brüssel k. 8. 935/8 Hamburg k. 8. 87i/r Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1191/8 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 935/8 Wien k. 8. IO41/4 ditto m. 8. 1041/g ditto 1. 8. 104i/g Disconto 4O/o Geldeorten. fl. kr. Pr.Friedrdor 9 571/,—58i/z Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 22—23 Engi. Sover. 11 51—53 Russ. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 26—27 pr- 2453) t» des Wellen Condensirte Milch. von und | .(SMbaet 6emUh»urftiEinil Fjsehbach in Neisstärfe. Raffinade, Citronen, AniSfaamen, Ammonium und Pottasche. Bienenhonig, Zuckersyrup. 22 6 154 223 4 79 84 100 1400 3957 Toilette-, Bade-, Fenster- und Pferdeschwämme. Giessen (Seltersweg) empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Reinsckmeckendes Schweineschmalz, pr. Pfund 24 fr. Alten Malaga, Tokeyer, Dry Madeira, Old Sherry, Rothe u. weiße Weine, verschiedene Sorten, in bekannter Güte, Parmesan- und Emm ent Italer Häse. Ital. Brünellen, getrocknete Kirschen, Aepfelspalten, ganze Aepfel, Mirabellen, Catharina-Pflaumen und türk. Zwetschen. Thee, Vanille, Chocolade, Sardellen Bersteigeruugeu. Grassamen - Versteigerung. 2634) Die diesjährige Grassamen-Erndte in den Domanialwaldungen der Oberfor- sterei Schiffenberg soll Dienstag den 11. n. Mts-, Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäftszimmer versteigert werden. , Die zur Versteigerung bestimmten Flachen können Steigliebhabern durch dieGroßher- zoglichen Forstwarte Schlag 1- zu Baumgarten und Schlag II. zu Leihgestern vorgezeigt werden. Gießen, den 29. Mai 1872. Großherzogliche Oberfdrsterel Schrffenberg. Georgi. 2627) Samstag den 1. Juni L I-, Vormittags 9 Uhr, oll auf dem hiesigen Nathhause die-zur Umänderung einer Brüstungsmauer erforderliche, auf 123 fl. 4. fr. veranschlagte, Maurerarbeit versteigert werden. Gießen, den 29. Mai 1872. Großherzogliche Bürgermeisterer Gretzen. Vogt. Holzoecsteigerung im Gießener Stadtwalde. 2613) Montag den 3. Juni 1872, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distrrc- ten Heegstrauch, Oberhag, Neuheege und Waldshute, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: I. Brennholz: 2 R -Meter Buchen-Scheidholz, Restauration Ealinstein. 2645) Guten Mittagstisch und ein feines B»er Glas zu 3 fr., empfiehl! bestens B. WermlNghoff I Große und Heine Rofinen,^ ausges. große Mandeln,! ■ Citronat, Orangeat, | ganzen und gestoßenen | Ztmmet, gestoßene empfehlen I. A. Busch Söhne. Blockchocolade, pr. Pfund 28 fr. Würfelzucker. Champignons, : iTrütreln. Sardines1 ä l’huile, rnss. Sardinen, Caviar und Mixed-Pickles. __________________________________________ i Tafelmandeln, I $ Tafelrosinen, Ital. Haselnüsse. Feilgebotenes. Jur Notiz für Gemüsehändler! Z Neue Salatgurken verkaufe ich in Heinen, sowie in größeren Parthien, täglich frisch gepflückt. „ G. Becker, Handelsgartner 2633) Soeben erschien und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen : Geologisehe Specialkarte Grossherzogthums Hessen und der angrenzenden Landesgebiete im Maasstabe von 1 : 50,000. „Ausverkauf" wegen Ausgabe des Geschäfts. Aus Gesundheits-Rücksichten habe ich mich entschlossen, mein Geschäft aufzugeben und soll dies vermittelst Ausverkaufs geschehen. Demzufolge habe die Preise meiner sämmtlichen Vorräthe bedeutend j herabgesetzt und gewähre außerdem einen Rabatt von Secffts Ureoem «m <*ul