HM Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Sichen. Nr. 26. Dienstag den 30. Januar 1872. ahP Son fWoftonor 9fn)oi/tor werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- Jö Stellungen nuf ven lyiepener zinjeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate Februar und März zu 40 fr. Amtlicher T b e i l. General-Versammlung des daß durch die mit Stimmen, en Zur Beglaubigung: Haberkorn- 5) 6) 7) 6) 9) 10) 11) 12) welchen Die xranowirtyfcyafi oerR-ruf <ÄPrr 6>irckenratb vr.Koch von Groß «Linden ernanc lieg mu uoiiwp säää ää* P® wSSre 's » '<,» •» •>- »!'>!< %*J5S»TÄÖ3ä U'V.?Ä1 Ä’Sw, auf Betreibung von Gewerben legen sollten. trieb der Gegenwart. Alte, vererbte Sitten, die nach und nach Ole Form langjähriger prakrisch 1 yNNO non Reisvielen nach, welcher Ertrag von gut gepfleg- Tesarn «s Als Ort der nächsten Versammlung wurde Schiffend erg bestimmt. Hiermit wurde die Versammlung geschlossen. 26 25 24 24 23 21 17 11 16 15 15 Geschehen Gießen, den 14. December 1871. landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Gießen. daß Braunsteinen nach dem Bahnhofe zu fahren hatten. solche landwirthschaftliche zweiten ^noe -r * ^heil zu vollenden, mit deren Verrichtung man in der bequeEen Weise emen ^yei des langen und arbeitslosen Winters hatte ausfüllen können, w« dn E ; ständige Ausdrusch der Sommer- und Wmter-Erndte wahrend der J August und der ersten Hälfte des September., Dreser Ausdrusch, wohl Alle wissen und zugeben werden ^geschieht wahrend der Nachtz ux einer Zeitperiode, wo es wahrlich am Tage an Arbeit mcht fehlt. u eine derartige Nachtarbeit nur die Folge haben kann, baß diese selbst m 1! weniger als mittelmäßig versehen wird, um bann auch der darauf folg dm Tagarbeit denselben Charakter aufzudrücken. Ich habe mich oft ermn g nach dem Grunde dieser höchst merkwürdigen Einrichtung und da ich f Fragen keine Antwort erhalten konnte, so habe ich nur sie endlich selbst m der oben angeführten Vergleichung des verborgen wirkenden Magnetes $ geben und glaube nicht, daß diese Erklärung von Jemanden, der hier Eheils berechtigt ist, ernstlich bestritten werden kann. Wenn wir in diesem Herbste sahen, wie der Ausdrusch fast nur von der Maschine besorgt wurde, so s eht diese scheinbare Neuerung in durchaus keinem Widerspruche mit dem Gesag , sondernfit vielmehr nur eine Bestätigung desselben, denn es wird zugegeben Vice-Direktor Haberkorn eröffnete die Sitzung und erklärte, Versetzung des seitherigen Direktors Freiherrn von Starck die Wahl eines anderen 1. Direktors nothwendig geworden sei und daß auch die Dienstzeit der seitherigen Ausschuß-Mitglieder abgelaufen, daher auch die Wahl neuer Ausschuß-Mitglieder erforderlich fei. Diese Wahlen wurden sofort vorgenommen, wobei der Großherzogliche Kreisrath Freiherr v. Röder mit allen gegen eine Stimme zum 1. Direktor werden müssen, daß sehr viele Landwirthe der Maschine hätten füglich entbehren können, wenn sie anders ihre Winterruhe durch störenden Handdrusch hätten unterbrechen wollen. Die Sitte der landwirthschaftlichen Winterruhe ist nicht durch Anwendung eines einzelnen bezüglichen Rceeptes zu beseitigen, sondern sie wird nur in Folge eines rationelleren und zeitgemäßeren Betriebes naturgemäß verschwinden. In erster Linie wird hier eine wesentliche Vermehrung und vernünftigere Beschaffung des Futters zu verzeichnen sein. Eine der traurigsten landwirthschaftlichen Sitten ist die in hiesiger Gegend noch allgemein übliche des Furchelns und Futtersuchens auf den Aeckern des Sommer- und Winterfeldes. Es stammt diese landwirthjchaftliche Gewohnheit aus der Zeit, wo man den Anbau von Klee und andern Futterkräutern noch gar nicht kannte, seitdem und wo man ganze Parcellen in genügender Anzahl mit diesen bestellte, ist das Furcheln und Futtersuchen bis auf die bloße Erinnerung verschwunden. Dem 'Felddiebstahl ist mit dieser Unsitte vollständig Thür und Thor geöffnet, und außerdem ist meistens das Ergebniß dieser Futterbeschaffung für die eigentlichen Landwirthe so unbedeutend, daß es mit dem damit verbundenen Zeitaufwande in gar keinem Verhältniß steht. Häufig wird sich das Ergebniß dieser mühseligsten und zeitraubendsten Arbeit geringer stellen, als der geringste Taglohn, und dem Bedürfniß des Viehstandes selbst wird dadurch nur in der nothdürftigsten Weise Genüge geleistet. Diese ganze Erscheinung ist, wie ich oft zu bemerken Gelegenheit hatte, eine ik.dktLchüNs.jMM tzl.Mn^beutigen Tagelöhnen, daß sie selbst nicht Behufe allsommerlich nur auf fremdem Eigenthum bewegen. Hrer wird man al o bemüht fein müssen, daß in hinreichender rwnse äi« unb vorzugswer e Luzerner (ewiger Klee) angepflanzt wird. Wird»manauch unserem Kreise allaemein in dieser Weise vorgehen, so muß die natürliche Folge eine ^er- Mehrung und bessere Fütterung des Rindviehstandes fern, in welcher Verbm- dung mir auch eine beträchtliche und lohnende Erhöhung der landwtthschaft lichen Winterthätigkeit werden auftreten sehen. Em sehr hohes Ziel fit nach dieser Seite hin in Sachsen erreicht, wo man bereits vielfach nur im Winter vermittelst Dürrfutter mit Mästung von Rindvieh sich abgiebt, weil man in dieser Weise die Arbeit während des Sommers vermindern und für ben Winter nutzbringend vermehren kann. Eine Vermehrung und Verbesserung unserer Wiesencrescenz durch richtig geleitete Ent- und Bewassermig, zreU.nach denselben Gesichtspunkten hin, und wird von den gleichen Erscheinungen aefolgt sein. Die Wiesen unseres Kreises find im Vergleich zubenen der Wetterau in einem beneidenswerthen Vortheil, die Graser nämlich find hier meistens^bester und eine Melioration ist hier viel dichter und erfolgreicher ru bewerkstelligen, weil unsere Wiesen fast durchgängig an Wasser keinen Mangel haben- Eine richtig geleitete Ent- und Bewässerung wurde wohl nach en allgemeinen Erfahrungen hierüber etwa em Drittel in Heu.und Grummet mehr liefern. Diejenigen Landwirthe, und deren find sehr viele, welche seither zu hohen Preisen Ankäufe in Heu- und Grummetgras zu machen ae/wunaen waren, würden dann das erkaufte Futter entbehren können, und demnach in der Lage sein, ihren Viehstand vermehren und auf eine höhere Swse der Ernährung bringen zu können, als -s bis letzt der Fall war. niehr unb besseres Futter, stärkerer und besser gepflegter Viehstand, reichlichere Düngung der Aecker, und die landwirtschaftliche Wmterruhe wird nur noch in der Erinnerung fortleben können rc. ratb vr.Koch von Groß «Linden erklärte sich mtt demVor- frprr Wen er Kak von SteiN- „ 14 nborn folgenden Vorgewählt wurde. . . Derselbe dankte der Versammlung für das ihm durch die Wahl bewiesene Vertrauen und sprach die Hoffnung aus, daß er in seinem Bestreben, die Interessen der Landwirthschaft und des landwirthschaftlichen Bezirksvereins so viel in seinen Kräften stehe, zu fördern, von dem Ausschuß werde unterstützt werden. Zugleich bat derselbe den Großherzoglichen Regierungsrath Haberkorn, den Vorsitz in der heutigen Versammlung noch fortzuführen, wozu sich dieser bereit erklärte. Zu Ausschuß-Mitgliedern wurden gewählt: 1) Bürgermeister Weigel zu Klein-Linden 2) Lehrer Schlapp zu Rödgen 3) Adalbert Freiherr v. Rabenau zu Friedelhausen 4) Bürgermeister Lang zu Wieseck "'i Verwalter Krebs zu Neuhof Sekretär Gros zu Arnsburg Professor Pflug zu Gießen । Bürger inciftcr Gcißlcr flu fvßui Bürgermeister Horn zu Steinbach I Bürgermeister Vogt zu Gießen i Dr. Gros zu Colnhausen > Bürgermeister Juderthal zu Rödgen Hierauf hielt Herr Pfarrer Dr. Müller von Watze trag über die Winterbeschäftigung der Landwirthe: . 9 „Die gedeihlichere Entwickelung der Landwirthschaft fallt rn, die- Zeit von 1830 an, als sie in social-politischer Beziehung von den Fesseln der früheren Verioden befreit wurde, ihre Zehnten rc. um mäßigen Preis abgelost werben tonnten unb gleichzeitig die Einwirkung der Wissenschaft, vorzugswetse der Naturwissenschaften, sie aus einer ererbten Lebensgewohnheit, er bloßen Sitte zu einem angeseheneren und viel geachteten auf Erkenntmß und Wissenschaft gestellten freien Lebensberufe umgestaltete. Die social-politische Befreiung verdankt die Landwirthschaft nicht sich selbst, sondern ^°her gebildeten P - sönlichkeiten aus anderen Berufsklassen, und ebenso fit ihr die sie vollständig umgestaltende Wissenschaft von außen gebracht worden- Aus diesen beiden Gründen werden wir es uns zu erklären haben, daß die Landwirthschaft im Großen und Ganzen den beiden ihr von außen gebrachten Momenten noch nickt vollständig gerecht geworden ist, oder mit andern Worten, daß wir die Landwirthe ganzer Distrikte noch auf der landwirthschaftlichen Sitte fiehend finden, während der fernerstehende sich wohl zu dem Glauben-berechtig wähnte, statt der gedankenlosen, einer ganz andern- Zeitperrod '/"^tommenden Sitte die klare Erkenntniß der Gegenwart und ihrer gebieterischen Anforde- kungen^^wirken und walten zu sehew Eine solche Sitte ist es auch, wahrend der Wintermonate frei von aller anstrengenden Arbeit sem zu wollen, um ein beschauliches Stillleben zu führen, wie es mit den Bedingungen, uE welchen b ers■ ist scknn längst der Berus ' / Gießen, am 25. Januar 1872. Betreffend: Die Taubstummen-Statistik im Großherzozthum Hessen. ♦ -- Das Grotzher)ogl>che KMisaml Giesten an die Ortsschulvorstande zu Ät-Buseck, Aunerov, Bersrod, Burkhardsfelden, Daubringen, Eberstadt, Garbenteich, Lang-Gons, Lollar, Mainzlar, Oppenrod, Reiskirchen, Rodzen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d. Lda. und Watzenborn. Wir erinnern Sie an die Einsendung dec im rubricirten Betreffe zu erstattenden Berichte, v. Röder. ■------------------------ ' Gießen, den 29. Januar 1872. Betreffend- Die Erhebung der Feldstrafen von der VI. Periode bei dem Großh. Rentamte Gießen. , Das Großhcrzogltchc Rentamt Gießen an sammtliche Großherzogliche Bürgermeistereien des RentamtsbesirKs. Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden alsbald bekannt machen lassen zu wollen, daß die Bezahlung der Feldstrafen von der VI, Periode 1871 bis zum 15. Februar ohne Mahnung hierher geschehen kann. L y n ck e r. Politif ch e r T h e i l. Gewiß soll der moderne Staat sich in Glaubenssachen nicht einmischen, nicht geworden sei, was doch auch die päpstlichen Rechtgläubigen keineswegs zugeben. , ... . Dogmatische Grundsätze, die direct gegen seine Rechte oder geradezu gegen seine Souveränetät und ganze Existenz — wodurch aller natürliche Maßstab zur Unterscheidung von gesunden und krank- haften Entscheidungen großenteils ausgeschlossen ist. Und solchen dogmatischen Entscheidungen gegenüber sollten die SiaatSregierungen prüfungslos sich verhalten, Deutschland. blindlings ihre Macht zur Ausführung derselben zu Diensten stellen müssen, und Darmstadt, 27. Januar. Das gestern erschienene Großh. Regierungsblatt verpflichtet sein, Staat und Volk dem so bereiteten Schicksal zu überlassend Nr. 4 enthält: Sehen wir aber selbst ab vom Eintritt einer solchen Eventualität. Auch 1) Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Großh. Hauses und die Hierarchie und die ihr dienenden Theologen geben zu, ja betonen es recht des Aeußern, die bisherigen, zwischen dem Großherzogthum Hessen und dem Groß- scharf und ausdrücklich, daß die Unfehlbarkeit des Papstes nicht Sündelosigkeit herzogihum Baden bestandenen Vereinbarungen über Gewährung der Rechtshülfe desselben bedeute, daß der Papst moralisch fehlbar bleibe nach wie vor, also trotz betreffend. seiner decretirten Unfehlbarkeit moralische Freiheit habe, und aller Art von Un- 2) Ueberstcht der im Jahre 1871 in den Irrenanstalten des Großherzog- moralttat verfallen könne — und nichts ist ja von der Geschichte sicherer bezeugt thumS verpflegten Kranken. als dies. Demgemäß muß auch zugegeben werben, daß der Papst, wie seine Macht 3) Ertheilung eines ErfindnngSpatentS. Überhaupt, so, auch seine Unfehlbarkeit, d. h. den Glauben des Volkes an seine 4) Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben aller- dogmatische Unfehlbarkeit, mißbrauchen könne. Es muß als möglich zugestanben gnädigst geruht: am 10. Jan. dem Schullehrer an der 3. evang. Schule zu Odern- werden, baß der P^pst bei moralisch schlechtem Willen aus selbstsüchtigen Absichten, heim, im Kreise Alzey, Johannes Sommer, die 2. evang. Schule daselbst zu über- au« herrsch ucht, ^tachbegier u. dergl. sogenannte dogmatische Entscheidungen ex tragen, — an demselben Tage den Steueraufseher Martin Jung zu Birkena« eutdellru erlasse, von denen er selbst nicht glaubt oder nicht ernstlich will, baß es und den Finanz-Aspiranten Franz Anton Adelberger aus Lützel-Wiebelsbach, zu solche seien, sondern d.e er nur erlaßt, um den Gehorsam des gläubigen Volkes Zollaufsehern, — am 13. Jan. den Hofstallbeiknecht Johann Adam Amelung au- trgenbwie, z. B. gegen DtaatSreglerungen, aufzubieten und für seine Zwecke aus- GinSheim, Kreis Groß-Gerau, zum Hofkutscher — zu ernennen. zubeuten. Wollte man diese Möglichkeit nicht zugeben, so müßte man annehmen, 5) Charakterertheilung. 0e?UnDen Ld' l"ne moralische uno damit seine 6) Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die 3. evang. Schulstelle zu Nidda, »»»T" * «“Umatrn, zur unfehlbaren Maschine im Kreise Nivva, mit -inen, jährlichen Gehalte von 300 fl; die 4. evang. Schusl T * ÜU??‘e pa°stllch-n R-chtg'.aubrg-n keineswegs zugeben. stelle zu Nivda, im Kreise Nivva, mit einem jährlichen Gehalt- von 300 fl.; die ttn Staat d^ugmß Haden müssen, evang. Pfarrstelle zu Harxheim, tm Dekanate Mainz, mit einem Gehalt- von oen -Staat unb bas Volk vor böswilligem Mißbrauch der päpstlichen Gewalt bei 745 fl 22 kr ru schützen Dies kann jedoch nur dadurch! Frankfurt, 29. Jan. Ein Raubanfall in der Mittagsstunde und an einem sie tot/aefjbrli-b des Papstes prüfen unb, wenn oer frequentesten Orte alarmirt die Stadt. Ein mit dem Eincassiren von Gel- “Ä po|Um rter «'S«' das natürliche Recht'oern für die Viehhändler schon lang- Jahre beschäftigier, 70 Jahr- alter Jsrae- sind, denselben die Darchfuhrung versagen. Jtite, Hamburger au- Offenbach, unter de« Namen „Julchen" bekannt, nahm in ♦ * itnb Doama Gewiß soll der moderne Staat sich in Giauvenssachen mcyt etnmi,cyen, Nilyr Di- bayerischen Ultramontanen stutzen sich gegenwärtig in ihre« iW “fil „R”«^0^ S gegen da- Ministerium hauptsächl.ch auf die B-Hauptang: vag da- g-s-tzüch b-. « aj ofl « M m , /J(„, J, stch°n°-R.ch. °--Pla--t nur für äußer tthe ^-'4-0-nge n^t aber ur Log. ^°-d^ seinen Gi.rg°rn^n^ men, für au-vrucklich erklärte Glaubensatze der katholischen K rch' (H $ ) ,. scbäbiaen Gleichvobl kann man aber vernünftigerweise nicht verlangen, Gütung habe, während gleichwohl für die ^taatare9terun3 ble ^^^t beje^ "ch zu schädigem neu entstehenden GlaubenSbekennt- SEEWSMM« schützen! ci.^^schaft -d Schul-^vor «"?°hn7 ausdrücklich v°ri-hal?-»-^Plae-t, ergibt sich, daß der Staat W-MWMW WZZZWWW l4t. ... .« J....’S«SÄ “Ä‘S XM ÄM ÄS * bic Regierungen zu blindem und stumme« G- »bigt sich die G-fahr, welch- diese Ansprüche nicht blo» für Das war ia wobt den Staat, sondern auch für die übrigen Coafesstonen in sich schließen. Denn . ..vwvm vvytnu 9 -..... *♦” o'f'Vvr» u« öiv^t Q»bm, dug Vci Staat ihnen seine ZwangS- . . T,\ — Quelle, aus welcher jeden gewalt zur Verfügung stelle, denen gegenüber, welche die Beschlüsse des vaticani- Augenblick Dogmen fließen können, und selbst lebendiges incarnirtes Dogma, unb schen Concils nicht annchmen, so haben sie auch ein Recht zu verlangen, daß die Staatsregierungen allen Dogmen gegenüber ohne Recht zu prüfen und zur dasselbe geschehe denen gegenüber, welche Die Beschlüsse des tridentinischen Concil» Dienstbarkeit verpflichtet — mehr bedarf es doch zur absoluten Herrschaft über nicht annehmen, d. h. den Protestanten gegenüber. Da sich die Bischöfe auf das Staaten und Völker nicht! Und wessen die Päpste in dieser Beziehung fähig absolute Recht der Kirche berufen, dem gegenüber westfälischer Friede und Re- sind, bezeugt die Vergangenheit und der Syllabus hinlänglich. Aber es kann ligionsedict keine Geltung haben können, und außerdem die Gleichverechtigung der selbst über all dies durch außerordentliche Zufälle noch hinaus gegangen werden. Protestanten päpstlich niemals anerkannt worden ist, so kann nur augenblicklich Niemand kann läugnen, daß ein Papst trotz seiner dogmatischen Unfehlbarkeit der factische Unmöglichkeit, aber kein bestehendes Recht ein Hinderniß sein, bas gleiche Geistesstörung verfallen könne, so gut wie anderen Krankheiten; das vatikanische Vorgehen gegen die Protestanten vom Ministerium zu fordern und dasselbe der Concil hat nun einmal Gott mit seiner Offenbarung solchen Schicksalen zu unter- Beeinträchtigung der Rechte oer katholischen Kirche anzutlagen, wenn es nicht Folge stellen beliebt! Und nun denke man sich, was alles möglich ist bei einem solchen leistet. Die Herren Erzbischöfe und B-schofe können z. B. in ihrem Collegen im Zustand eines Papstes, sei es durch ihn selbst oder durch andere, die ihn zu miß^ Reichsrath, dem Herrn Oberconsistorial-Präsidenten, nach katholischen Grundsätzen brauchen wissen für ihre Zwecke! Die Sache wäre um so bedenklicher, als die stets nur einen Rebellen gegen die Kirche und damit gegen Gott erblicken, da Grenzen und Grade solcher Geistesstörung ohnehin schwierig zu bestimmen sind, vieser getauft und damit der Jurisdiction der katholischen Hierarchie unterworfen dem unfehlbaren Papst gegenüber aber doppelt schwierig, fürs erste seiner absoluten ist, gleichwohl aber im Widerstand verharrt, daher auch der Strafe verfällt, so- Autorität wegen und bann wegen des „übernatürlichen", aller natürlichen Ver- bald sie möglich ist. Man möchte wohl hierin etwa einen „schlechten Witz" nunftforschung und Beurtheilung entrückten Charakters, seiner dogmatischen Erlasse erblicken, aber die Sache hat „dogmatischen" Character. Charakter umkleidet werde, um V.. -,.o------„ « _ horsam zu verpflichten, und sie dem Willen des Papstes gegenüber vollständig -Lkaate rechtlos zu machen, zu willenlosem Knechtsdienste zu^nöthißen.^ D-^ — rv" d-/ Papstes. Der Papst 1872. GWns, ? 1 von der 4 SlHtlM ikchkn, nicht 1 wu nicht, n, m Dienß 'lnzen, unv I oder recht- H verlangen, lbensbekeant- Mit -ulch ufgestellt und >tr geistliche« it, die direkt anzr Existenz r der Sache der Staat und ichfrin Wir Men I allgemeiner lber sich kein irfe, »ielmehr durchaus in Er handelt ilrziuiv dieser ^er Bischöfe im «ich/ blot für tejtri. Denn iae ZmaagS- des Mtitani* llaugen, datz ischen Eoncilr chose aus bar iedr und Re« rechkigung der augenblicklich «, oaS gleiche d dasselbe der er nicht Folge tt Lollegen im in Grundsätzen erblicken, M ,'e unierlvorfen verfällt, so» chlechten Witz" Regikrungsblaii unD »•* tlr St*'«»“1’1 ,«h-b!« ,u tuD»«; U11* ?ui ,t*‘«”8 ’ «w*. ; n«iu --5'S Die Eheschließung ist Personen b-S letzten Krieges für die französisch- Regierung gemacht, Gelder unterschlagen zu knüpfen. Frankreich Allgemeiner Anzeiger Versteigerungen. d. I-, Küchensckrank, Kasten, eine Wanduhr, Por- traits, Rock, Hosen u. Weste, sowie ein Ueber- zieher, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 30. Januar 1872. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semmler, Ortsgerichtsmann. genwärtig zu Heuchelheim wohnhaft, betreibt in letzterem Orte seit 15. September v. I. eine Cigarrenfabrik mit Handel en gros unter der Firma: „Karl Braubach. Gießen, den 24. Januar 1872. Großherzogliches Stadtgericht Gießen Dr. Muhl, Stadtrichter. Besondere Bekanntmachung. P ul»l icandum. 443) Im Firmenregister des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Karl Braubach, Bürger zu Butzbach, ge- Paris, 27. Jan. Zu dem am 23. in Epernay gemachten Mordanfall auf einen deutschen Soldaten gab ein Streit Veranlassung, den ein Arbeiter mit einem Börsenberichte. Frankfurt a. M., 29. Januar. Im Gegensatz zu den seitherigen MüntagShörsen, welche sich immer durch Festigkeit auszeichneten, war die heutige mehrfachen Schwankungen unterworfen, da Wien die verschiedensten Coursvariationen sandte. So balancirten Credttactien z. B. zwischen 356—3541/4—!355V«. und Lombarden, welche von der Speculation besonder- bevorzugt wurden, zwischen 225'/»—2242/4—!226—225%. Staatsbahn weniger beliebt und ftagntrend bei ca. 420. Nationalbank vernachlässigt und ohne wesentliche- Geschäft, 880. Oesterreichische Bahnen nicht besonders animirt und größtentheils unverändert. Nur Buschterader Lit. B. erfreuten sich lebhafterer Nachfrage und wurden bis 129 bezahlt, Nordwest dagegen matter, 227%. Von deutschen Bahnen die süddeutschen im Verkehr, auch Oberhessen. Prioritäten anhaltend beliebt, besonders Tlbthal und Saalbahn, auch ungar.-galizische und neue Lombarden. Banken wenig belebt. Frankfurter Bankverein etwas höher, 135. Oefterreichisch.deutsche 117%, englische Wechslerbank 753/4. In Pfandbriefen wurde Mehreres geschlossen, wie in 4procent. Meininger Prämienpfandbriefen bei 973/4—98, dann in Russen. Ferner waren heute die Pfandbriefe der fallite» sächsischen Hypothekenbank sehr gesucht und wurden selbe, soweit sie vorhanden waren, mit 33% bis 34 au- dem Markte genommen. Von Loosen waren österreichische 1860er niedriger, während in Raab-Grazern enormes Geschäft war und sich der Cours bi- 88% erhöhte, der indeß immer noch weitere Chancen deS Verdienstes bietet. Auch Donau-RegulirungSloose höher, 104%. Größerer Beachtung erfreuten sich auch ungarische und Küin-Mindener. Auf dem amerikanischen Gebiet war das Geschäft fest und lebhaft. Oregon 75%—%, alte Missouri 81%, neue Central 85%. Die definitiven Stücke der letzteren werden am 1. Februar ausgegeben. Geld flüssig, man rechnet auf einen guten Ultimo. Italien. Rom, 27. Jan. Die Budget-Commission hat ihre Zustimmung zu der Anleihe von 300 Millionen gegeben. Der Cardinal-Vicar hat im Namen des Papstes gegen die Beschlagnahme der Basilika von San Vitale protestirt. 444) Donnerstag den 1. Februar Nachmittags 2 Uhr, soll in dem Pfandhauslocale dahier eine Nähmaschine, Schränke, eine Commode, Wien, 25. Jan. Cardinal Antonelli hat den hier accreditirten päpstlichen Nuneius, wie der P. Ll. meldet, angewiesen, sich auch in seinen geschäftlichen Be- Ziehungen alle jene Reserven aufzuerlege», welche die Trauer über die Gefangennahme seine- Souverains ihm als dem Vertreter desselben auferlege; doch beschränkte man sich in Wien daraus, von dieser Erklärung wie von einer einfachen Absage höflichst Notiz zu nehmen, ohne daran irgend welche politische Erörterung hältnissen mehr in Einklang steht. Da es indessen bei Anschließung an das sran- rösische Recht nicht wohl zu vermeiden fein würde, nach dessen Vorgänge (Art. 145) Dispensationen zuzulassen, so hat der Entwurf, um nicht die gesetzliche Regel durch Gestattung von Ausnahmen zu durchbrechen, es vorgezogen, an der Altersbestim- muna des Landrechts festzuhalten. München, 27. Jan. Der Antrag der Ultramontanen auf Verfassungs- Verletzung in Sachen des Bischofs von Augsburg ist in der Abgeordnetenkammer mit 76 gegen 76 Stimmen abgelehnt worden. (Nach der Geschäftsordnung des bayerischen Landtags gibt nämlich nicht der Präsident den Stichentscheid bet Stimmengleichheit, sondern der Antrag gilt für abgelehnt und darf erst in der nächsten Session der Kammer wieder eingebracht werden. D. Red.) München, 27. Jan. Abgeordnetenkammer. Debatte über die Beschwerde des Bischofs von Augsburg. Cultusminister v. Lutz vertheidigt in mehr als zweistündiger Rede die Verfassungsmäßigkeit des Regierungsstandpunktes, insbesondere die niemals unterbrochen oder aufgehoben gewesene Gültigkeit des Placets. Nachdem beide Referenten Namens der Ausschußminorität und -Majorität gesprochen, ergreift der Ministerpräsident, Graf Hegnenberg, das Wort. Bei der sodann erfolgenden Abstimmung wird der Beschwerde-Antrag verworfen. München 38. Jan. In der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer gaben die überfüllten Galleries ihre Freude über das Resultat der Abstimmung (Ablehnung der Beschwerde des Bischofs von Augsburg) durch laute wiederholte Bravos zu erkennen. Von der Rechten stimmten Bezirksamtmann Maier und Bürgermeister Prestele gegen den Majoritätsantrag. Der zur liberalen Partei gehörige kranke Abgeordnete Julius Müller ließ sich in den Sitzungssaal tragen, um mit derselben zu stimmen. Tübingen 29. Jan. Der Privatdocent der Philosophie Dr. Liebmann hat einen Ruf als Professor der Philosophie an der Universität Straßburg an- g^no^Straßburg, 25. Jan. Die Reichsregierung hat folgendes Rundschreiben an die Handelskammern in Elsaß-Lothringen ergehen lassen: Mit dem 1. Januar d. I. ist Elsaß-Lothringen in das deutsche Zoll- und Handelsgebiet, und damit in die Verträge eingetreten, welche zwischen den dieses Zoll- und Handelsgebiet bildenden Staaten und anderen Staaten bestehen. Diese Thatsache ist den Regierungen der europäischen Staaten, mit welchen derart ge Verträge abgeschlossen sind und zu welchen Elsaß-Lothringen in näheren Handels- und Verkehrsbeziehungen steht, nämlich Großbritannien, die Niederlande, Belgien, Oesterreich, Bit Schweiz, Italien und Spanien, durch die fatferl. Missionen notl- ficiit worden, und es ist ein Einwand Dagegen bisher nicht erhoben, noch zu erwarten- Es folgt daraus, baß die Angehörigen von Elsaß-Lothringen im Handel«, und Schiffsahrtsverkehr mit den BectragSstaaten sich der gleichen Vorrechte zu erfreuen haben werden, wie die Angehörigen der übrigen deutschen Staaten, anderer- seit« aber auch, baß bie Angehörigen der VertragSstaaten in Elsaß-Lothringen ble gleiche Behandlung und die gleichen Begünstigungen beanspruchen können, welche ihnen bie Verträge in den übrigen deutschen Staaten sichern. Da» Reich»- kanzler-Amt. gez. Delbrück. Oesterreich. der Mitl-'ilben Wirthsch'st verschieden- JaeassoS vor. Ein bi« jetzt noch unbe- deutschen Soldaten .n einem Wirthshause hatte. Ersterer verließ in Folge de«. kann^?-1nbividuum da» st» in seiner Nähe herumtrieb, verfolgte ihn bi« in die selben mit drei seiner Kameraden da« Local, um seinem Gegner auf der Straße h,, nolte'ntn Luft" und brachte ihm mit der Rückseite eine« schweren aufzupaffen. Ein anderer deutscher Soldat wurde von den Arbeitern für den ge- m H . , , sllaa auf d-n Hinterkops bei, in Folge dessen das Opfer betäubt halten, mit welchem sie Streit hatten, und sie fielen über ihn her und verwun- . £L ’fci? %«f|lä"b«T“n53 «it eta« eÄim« rn -a. 700 fl. Die deten ihn. Die Wunde de« Soldaten soll glücklicher Weis, nicht erheblich sein. zu -öDvtn i r fein Die vier Arbeiter wurden verhaftet. Verwundung I 9 । I • sHbgeorl)nekn^aufe eingebrachte Eni- Die Appellationskammer der Zuchtpolizeigerichte hat heute ihr Urtheil in tij'efrbe« betreffend da» zur Eheschließung erforderliche Lebensalter, der Sache des ehemaligen französischen Consuls in Newyork, Place, gesprochen, wurf eines i t • 11 Derselbe war bekanntlich angrklagt, bei den Gewehrankaufen, welche er wahrend lauf gnir gniibelm rc Einriaer Paragraph. Die Eheschließung ist Personen des letzten Krieges für die französische Regierung gemacht, Gelder unterschlagen männlichen Geschl-ckts nicht v°? rem vollendeten achtzehnten, Personen weiblichen zu haben. In erster Instanz freigesprochen »»urth-ilt- ihn die Appellation«. Geschlecht« ^cht vor ^dem^vollenveten vierzehnten Lebensjahre gestattet. Alle ent- kamm-r zu zwei JahrenG-sängniß und 2000 Fr^ Geldstrafe. ^aenstch nd?u oder ein höhere» Lebensalter erheischenden Vorschristen, insbesondere Ein schrecklicher Eisenbahn-Unfall ereignete sich au, der Lpon-Mars-iller Eisen- dr? 66 des Anhänge» zum Allgemeinen Landrecht und die Artikel 144 und bahn. Die Depesche, welche die Eisenbahn - Verwaltung darüber veröffentlichen 145 de» Rheinischen Civil-GesetzbucheS, sind aufgedoben. Urkundlich rc. -aßt, lautet: „Die Bruck, von Braque ist von dem W>ffrr(Var) hinweggeuffen 145 °e» W n |» Altersbestimmungen sind tje des Allg. Landrechts. Der im worden. Ich habe mich nach der Bruck, begeben, um den Zug 492 anzuhalten. 6eä Appellation« - Gerichtshofes zu Köln geltende Code civil Artikel 144 Unmöglich, da die Landstraße überschwemmt war; ich stellte vre, Manner auf, um stimmt in er/ercr Beziehung mit dem Landrecht überein, gestattet dagegen dem den Zug durch Signale zu warnen. Unmöglich, zu telegraphiren. Ungeachtet Ei Arn Geschleckt Vie Verhcirathung erst mit zurückgelegtem fünfzehnten Leben», der Vorsichtsmaßregeln, kam der Zug Mit ganzer Dampfkrast an und stürzte in S 3nÄ^ten Äeb’ete 6« Monarchie, dem Geltungsbereiche de« den Fluß; ich organisire die Hülfe." So die Depesche der Gesellschaft Di- Gemeinen Recht» , fehl- -s hierüber an einer gleichmäßigen Bestimmung. Da» Brücke von Braque liegt ganz m der Nahe von Aatibe«. Der verunglückte Zug S»e und ianoni ch: Recht lassen die Fähigkeit zur Eheschließung mit der Gc- kam von N-zza, da» er gegen 6 Uhr Abend» verlassen, und mußte um 6 Uhr sch0ch?-reii- Eintreten Vielfach wird j-dock, nach Gewohnheitsrecht oder particu- 27 Minuten durch Antibes kommen. Nach anderen Berichten hatte man sofort lara-^etzUchen Bestimmungen -iss späterer Termin erfordert. Im ostrheinischen Th.il R-ttungSanstalt-n gemacht. Ungefähr 100 Arbeiter wann bei denselben beth-.ligt. de» Regierungsbezirks Koblenz -xistir-n gemäß der Mannigfaltigkeit der zu diesem Nach langen und schwierigen Nachsuchung-n gelang -S, den Loeomot.vsuhrer und Gebiete vereinigten Territorien weht weniger -iS acht da-HeirathSalt-r betreffende den Heizer so vier Reisend-, d-- all- s-chs todt wann, auszufind-n. Spater Bart ula aeleti- Die Motive bssmerken u. A.: ES läßt sich nicht »erkennen, daß sand man noch 11 oder 12 schwer verwundet- R-isend-. Man glaubt, daß die bpr Tt-rmin des Code civil von 15 Jahren mit der Sitte und den Lebensver- Zahl der Opfer 30 bi« 40 betragt. m d" Termin des - - Paris, 28. J^n. Die Zahl der Comites für die Subscriptwn zur Befreiung des Landes vermehrt sich. Das Unternehmen findet ziemlich lebhafte Zustimmung im Auslande und man erwartet große Resultate davon. Die Gazette de France sagt, der Graf v. Chambord würde seine Residenz näher au Frankreich verlegen, Louis Blanc hat ein Schreiben an die Wähler von Corflca veröffentlicht, worin er sich gegen die Candivatur Rouher's erklärt. Borsennachrichten. 29. Januar 1872. Aetlen. 5% östr. F. St. E. B. 421% Lombard. Bahn 226 Ludwigsh.-Bexbach 199 Maxbahn 149 Bayer. Ostbahn 150% Rhein-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Aot. 195% Oberhessen „ 85% Wechsel. Amsterdam k. S. 99% Augsburg k. S. 99% Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 95% Brüssel k. 8. 93 Hamburg k. 8. 87% Leipzig k. 8. 104% London k. 8. 118 Lyon k. 8. 92% Paris k. 8. 92% Wien k. 8. 102% ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Dis conto 4 % Preuss. 4%% Oblig. 103% Frankf. 3%% Obi. 88% Nass. 4%o/o Obi. 99% Kurhess. 4% „ 93% Gr. Hess. 5% Obi. 102% » , 4% » L7% n n 3%% „ 92 Bayer. 5% n 100% „ 4%% 1jährige 100% „ 4% 1jährige 95% Wiirtemb. 4% % Obi. 99% Baden 4%% Obi. o. E. L. 99% Oesterr. Silberrente 63% „ Papierrente 54% Amerik. Bonds 1881r 102% B „ 1882r 96% „ „ 1885r 971/4 n „ 1887r 98% Spanier, neuest. 3% 32% Prlorit&ten. 3% öster. Stsb.-Prior. 60% 3% öst. s. Lombard 84% 3% Livorneser 39% 5% Tosoaner 62% 5% Elisabeth.-Prior. 83% do. H. Emiss. 82 Geldsorten, fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Duoaten . . 5 31—33 20 Frankens!. 9 18—19 Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 24—25 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 69% Nassau 25 fl. 48% 4% bayr. Präm.-Anl. 117 Ansbacher 7 fl. 12% 40/0 badisohe Loose 115 Badische fl- 35 Loose 72Vr 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 38'/z Oestr. fl. 250 v. 1854 85 1858r Prioritätsloose 194 1860r Loose 93 1864r „ 153 Braunschweiger 21% Stadt Florenz 85 letlen. Frankf. Bank 140% Frankf. Vereins-Kasse 134% Darmst. Bankaot. 484 Wien Bankaotien 883 Galizien 273 Oest. Creditaot. 355% Brennholz: 6 R.-Meter Buchen-Scheidholz, Eichen- und Nadel- 69 58 Wellen 3450 in Zrr. Bcstl Oonii 48 w Bi 2 MM» 7500 Wellen 15 15 20 Bender. Frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 43 51 450 250 270 56 74 3175 3 36 34 278 79 169 Sgr. 22 rosinen in neuen Sendungen ein« pfehlen 3. A. Busch Söhne. 441) Ein braves Mädchen, welches selbstständig kochen kann und alle Hausarbeit versteht, wird auf Ostern zu miethen ge- sucht. Näheres bei der Exped- d. Bltts. Centi- Meter Centi- Meter an die rc Meter Länge, 453 Eichen-Stangen von 8 bis 14 meter Durchmesser u- bis zu 7 Länge, 385 Fichten-Stangen von 5 bis 14 meter Durchmesser u. 7 bis 17 Länge; Holz-Stöcke, Buchen-, Eichen- und Weich Arbeitsversteigerung zu Rodheim und Vetzberg. Reisholz, Läste Allerleiholz, , Eichen - Baustämme von 10 bis 52 (Zentimeter Durchmesser und 11 Meter Länge 13,43 Kubikmeter enthaltend, Nadel-Baustämme, 0,43 Cubikmeter Holzversteigerung im Hattenröder Gemeindewalde. 401) Montag, den 5. Februar, Vormittags 10 Uhr, werden in den Districten Altunter, Buchenberg und Lehmkaut: 107 Stämme Eichen-Bau-, Werk- und Nutzholz von 16 bis 30 (Zentimeter Durchmesser u. 3 bis 10 Meter Länge, 64 Fichten - Baustämme von 15 bis 31 (Zentimeter Durchmesser und 12 bis 22 Prügelholz Buchen-, Eichen- und Nadel- Stockholz, Bucken-, Eichen- und Nadel- Reiser, , Mail Bische, l§ ton zu ftagk, t dn Del Rlchtssi lofitn t Md w ßtn tt1 Fwgki laamh ton bei ützknhe Tcßmc Eirllui die Re Schn; gksploci bä nn Elhlitz ttentlit untiito Qti dn Glistsi Entsch 3n bi kein § zikhuki aus t Wn no» 6 vioßk ÄQtije man das gieru * Hi N ! M • Wt das teQj nut und $la die 49) In meinem neu erbauten Hause, Wilhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, zweiter Stock und eine Mansarde zu ver- miethen. Dr. Weichei. öffentlich meistbietend versteigert. Die Zusammenkunft ist am Licher Weg in der Lehmkaut. Hattenrod, am 26. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Hattenrod. Menges Zprocentige Evansvillc-City-Bonds, jeder Hinsicht solid und sicher, sind zu Kl pCt. erhältlich, während Zproceutige CIiicago-City-Bonds 87 pCt., und Zprocentige tew-York-City gar 98 pCt. notiren. Man kaufe daher Zprocenlige Evansville-Bonds, die mit der Zeit sicher ans 100 gehen werden. 448) Der mittlere Stock meines Hauses auf dem Hamm ist zu vermiethen und den 1. April zu beziehen. Balth. Euler. 417) Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen bei H. Burger, Neustadt. Zimmerarbeit, Schreinerarbeit, Schlosserarbeit, Glaserarbeit, Großer Ausverkauf!!! 434) Nur noch bis zum 1. März verkaufe Glace-Handschuhe, per Paar 36 kr., scwie Shlipse, per Stück 6 fr., Mull für Ballkleider, Mastin, Atlas und Sammet unterm Einkaufspreise. Julius Landauer Arbeilsversieigerunq zu Rodheim. 387) Donnerstag den 1. Februar d I, Nachmittags um 3 Ubr, sollen die zur Erbauung des Vicinalwegs von Rodheim nach Krofdorf vorkommenden Arbeiten und Material-Lieferungen durch öffentliche Versteigerung auf Ort und Stelle in Accord gegeben werden, als: Thlr. Bekanntmachung. 360) Donnerstag den 1. und Freitag den 2. Februar, von Vormittags 8 Uhr an, sollen in dem Licher Stadtwalde, District Eisenkaute, nachverzeichnete Holzsortimentc öffentlich versteigert werden, als: I. Donnerstag den 1. Februar, Bau- und Werkholz: 40 bis 50 Eichen-Stämme von 19 bis 50 (Zentimeter Durchmesser und 3 bis 8 Meter Länge, 10 Buchen-Stämme von 30 bis 40 (Zentimeter Durchmesser und 3 bis 7 Meter Länge, 20 bis 25 Birken- u. Weichholz-Stamme non 20 bis 30 (Zentimeter Durchmesser und 3 bis 6 Meter Länge, 40 bis 50 Eichen- und Birken-Stangen von 12 bis 14 (Zentimeter Durchmesser und 4 bis 8 Meter Länge; Die Zusammenkunft ist jedesmal am Burkhardsfelder Vicinalweg am Floß. Lich, den 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Jhring. II. Freitag den 2. Februar, Brennholz: R.-Meter Buchen-Scheid- u. Prügelst, „ Eichen- u. Weichholz-Prügel, „ Buchen-, Eichen- und Weich- P-ceis dV mit Dü' N1 Weiffcnbach'lche Mädchenschule. 440) Nach dem Ausspruch des Arztes kann der Unterricht Montag den 5. Februar ohne jegliche Gefahr der Ansteckung wieder beginnen. Die Vorsteherin. enthaltend, 151 Buchenstangen, 10,16 Cubikmeter enthaltend, 7 Nadelstangen, 0,57 Cubikmeter enthaltend. Der Anfang ist im Heegkopf. Reiskirchen, am 29. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. Jünger. ArbeitsversteigerunqzuGroß-Linden. 386) Mittwoch den 31. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr, ollen auf dem Rathhaussaale zu Groß- Linden nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 138 fl. 36 fr. Versteigerung. 435) Donnerstag den 8. Februar l. I., von Morgens 9 Uhr an, sollen auf dem Schulhofe zu Bellnhausen aus dem Nachlasse des daselbst verstorbenen Schullehrers Trusheim: 2 junge trächtige Fahrkühe, 1 Mutterrind , 2 Schweine, 3 Stück Schaafe, 1 Wagen mit Zubehör, 1 Ackerpflug und sonstiges Schiff und Geschirr, eine Quantität Heu, Grummet, Stroh und Gemüse; ferner Hausgeräthschaften, Bücher und Kleidungsstücke öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Bellnhausen, am 29. Januar 1872. Der Bürgermeister: Ruth. Maurerarbeit, veranschlagt zu 12 Planir arbeit, „ » 78 Chaussirarbeit, „ „ 150 Steinbrechen, Fahren und Aufsetzen derselben, veranschl. zu 316 Rodheim, am 26. Januar 1872. Der Bürgermeister: 423) Donnerstag den 1. Februar, Nachmittags um 3 Uhr, sollen die bei Erbauung des Vicinalwegs von Rodheim nach Krofdorf, gemeinschaftlich mit der Gemeinde Vetzberg, vorkommenden Bauarbeiten auf Ort und Stelle durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Thlr. Hgr. Planirarbeit, veranschlagt zu 94 Chaussir- und Pflasterarbeit, veranschlagt zu .... 122 Steinbrechen, Fahren u. Aufsetzen derselben, veranschl. zu 141 Rodheim u. Krofdorf, den 27. Jan. 1872. Die Bürgermeistereien Krofdorf und Rodheim Colnot. Bender. Holzverfteigemng. 450) Montag den 5. Februar l- I-, von Vormittags 10 Uhr an, sollen im Reiskirchener Gemeindewalde, Di- trict Buchwald, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden, als: 172,4 R.-Meter Buchen- u. Eichen-Scheidh., " " " " Prügelh., „ „ Stockst, Wellen Buchen-, Eichen- u. Nadel- Weißbinderarbeit, „ „ 276 Gießen, dcn 26. Januar 1872. Körner, Bezirksbauaufseher. Feilgebotenes. 436) Feinstes Tranben- Gel^e ist wieder cingeiroffen. _______3, A. Busch Söhne. s Drauermsl^ beste Qualität, stets vorräthig bei Fr. Textor, Bierbrauer auf der Hardt bei Gießen. 445) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen im Darmstädter Haus-___________ 429) Bratbückinge sind ein getroffen. I. A. B u sch S ö h n e. | s Maronen (süße große italienische Kastanien), um damit zu räumen, pr. Pfund 8 fr., empfehlen 3. A. Busch Söhne. Block-Chorolade mit Vanille, pr. Pfund 28 kr., ist wieder angekommen bei Emil Fischbach, (373)__Seltersweg. 427) Steinkohlen, Braunkohlen, Cokes in Waggonladungen, sowie anch im Einzelnen , bei Emil Pistor- AuMagenkrampf, Verdauungsschwäche re. re. Leidenden wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wirkende Dr. med. Doecks’fdje Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exped. d- Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. Doecks, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (4225) 446) Ein braves Dienstmädchen wird gesucht und kann sogleich eintreten. Neue Anlage C- 25.____________________________ 389) Den Herren Hofgerichts - Advo- catcn empfehle ich mich in allen schriftlichen Arbeiten bestens- ___________Th. Rolosf, am Wallthor. 442) Ein Mädchen, welches der Küche selbstständig oorstehen kann, wird gegen einen Lohn von 46 bis 50 Thlrn. auf sogleich in eine Restauration gesucht. Nähe- res bei der Exped. d. Bltts.________________ 425) Einen Lehrling mit guten Vorkenntnissen sucht Emil Pistor. 449) Einen ordentlichen Jungen sucht _______________Frau Heck, Schloßgasse. 348) Ein Gymnasiast oder Realschüler kann in einer Beamten-Familie von künftigen Ostern an Kost und Logis und zugleich auch, wenn es gewünscht wird, Nachhilfe in allen Lehrgegenständen erhalten. Näheres bet der Exped. d. Bltts. 416) Ein Zimmer, mit oder ohne Ca- binet zu vermtelhen und sogleich zu beziehen. C Vogt, Marktplatz. 388) Ein möblirtes Zimmer, pr. Monat 3 fl., ist sogleich zu vermiethen- Sonnen- straße B. 103._______________________________ 5077) Die untere Etage meines Hauses in der Alicenftraße ist zu vermiethen. G aquoin. Vermiethnngen. 432) Das von uns seither bewohnte Logis in Lit. C. Nr- 1 am Kreuz ist zu vermiethen und sofort zu beziehen. Gebr. Stamm. 233) Ein Farnilienlogis zu vermiethen auf der Textor'schen Hardt bei Gießen. 431) Ein in bester Lage der Stadt gelegenes Zimmer, welches sich zu einem Laden eignet, ist mit oder ohne Familienlogis zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.________________________________________ 437) Ein sehr freundliches Zimmer zu vermiethen in Lit. B- Nr. 139. 420) Möblirtes Zimmer mit (Zabinet zu vermiethen und sogleich zu beziehen in Lit. D. Nr. 11. Vermischte Anzeigen 438) Ich suche einen zweiten Gehülfen, welcher schon einige Zeit bei einem Anwälte arbeitete. 430) Valencia-Apfelsinen. 447) ejne SojrmoMine gefUnben. Ab- iu süßer Frucht, frrsche Mes- zuholen bei Heinrich Goß.___________ sina - Citrorrcn, Prinzeß-j mandeln und Malaga-Tafel- Fruchtmärkte. Jan. Waizen. Korn. Gerste. Spelz. Hafer. Erbsen. Linsen. Wicken. Kartoffeln. Weiß- mehl. Rogge« weyl. Auf dem Markt Mit.- preis Aus dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt DJ® preis Auf dem Mit.- Alls dem Markt Mit-- preis Auf dem Markt Mist- preis Auf dem Markt Mit.- preis Aus dem Mit.- Auf dem Markt Mt7- preis Markt preis Markt preis a <= fl. fr. jaus-! ges- fl» fr. auf-! ges. । » fl. kr. 'S” verf-j fl. kr. auf: gef. •jwal fl. kr. ! auf- gef. verk. fl. kr. lauf; 1 gef- verk. fl. kr. auf; gef. 1 - | verk. fl. kr. a t=z »4 fl- fc. fl. kr. it.fr. Gießen M- M. M- M- M- M. M- M. M. M. M. M. M. M. M. M. M. M- Alsfeld 27. 6 6 15 40 6 6 10 50 9 9 8 20 — — — — 2 1 4 25 12 _ Grünberg 27. 78 15 30 — 34 10 58 — 54 7 27 — — — — — 111 4 35 — 2 — — 1 13 10 — — _ — — 50 413 _ __ Lauterbach 27. _ — 15 — — 12 43 — — 9 20 — — — — — — 4 35 — — • 12 — — — — — — — — — — _ _ _ Mainz 26. — 102 15 41 — 58 11 28 — 11 9 4 — 1 4 40 — — —1