PceiS vierteljährig 1 ft 12 h. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit 'Ausnahme Sonntags. Expedition: Canz lei berg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsölatt für den Kreis Kielen. Nr. ISO. Samstag »en 29. Juni 1872. Amtlicher T h e i l. Gießen, am 25. Juni 1872 Bet reffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Gießen für 1873. an die Grojjher?oglichen Bürgermeistereien. Die Stellung der rubricirten Voranschläge in Erinnerung bringend, bestimmen wir zugleich den Einsendungstermin auf den 30. August d. I. Wir mache» hierbei auf die darüber bestehenden allgemeinen Vorschriften — abgedruckt in den 469 bis 498 von Küchlcr's Handbuch auf- merksamLund verweisen außerdem auf unser Ausschieiben vom 25. Juni 1870 in Ansehung des für die Eiunahmeüberschüsse zu beobachtenden Verfahrens. Im Weiteren ist anzufügen , daß diesmal das Vermögensverzcichniß, Beilage 2 nach § 34 der Voranschlagsinstruction zergliedert aufzustellen ist Und die eingetrctenen Ab- und Zugänge in dem Berathungsprotocoll zum Vermögensstande genau und ausführlich nachzuweisen und zu begründen sind, sowie daß die Kosten des Bezirksbauaufsehcrinstituts fortan getrennt von den sonstigen Kreiskassebeiträgen unter der neu zu bildenden Rubrik 162 vorgesehen werden sollen. Auch bemerken wir noch, daß bisher vielfältige Verstöße gegen die Bestimmungen des § 9 der bereits allegirten Instruction zu desiderireu waren, indem die vorgeschricbenen Fristen oft nicht eingehalten wurden und der Voranschlagsabschluß somit verfrüht erfolgte. Sie wollen hierauf Ihr Augenmerk richten und Sorge tragen, daß dergleichen Anstände künftig vermieden werden. v. Röder. Politischer T h e i l. Deutschland. Berlin, 26. Juni. Die „Spen. Ztg." schreibt: „Die Angaben über den Personalstand des Jesuitenordens, wie sie gewöhnlich Vorkommen, und in der Schrift von Dr. v. Schulte „Die neueren katholischen Orden und Congregationen" stehen, beruhen auf alteren Angaben, weshalb es erwünscht sein wird, die neuesten zu erfahren. Nach dem Catalogus provinciae austriacae-hungaricae Socictatis Jesu pro 1871 (Wien, Mechiiaristen-Druckerei) zählte der Jesuitenorden 1871 in 22 Provinzen 8809 Mitglieder; obenan steht die Provinz Castilierr mit 744, die zweitgrößte ist Deutschland mit 738, Oesterreich.Ungarn hat nur 451, seit Anfang 1872 aber 456. Innerhalb der deutschen Provinz gibt es nur in Preu- ßen und in Regensburg Jesuiten; außerdem gehört Feldkirch in Vorarlberg zur deutschen Provinz. Zählt man demnach etwa 30 auf Feldkirch, 20 auf Regens, bürg, so bleiben für Preußen allein gegen 700. Es ist zu verwundern, daß die ultramontonen Redner im Reichstage über diese Statistik so schlecht unterrichtet waren." Berlin, 27. Juni. Im Allgemeinen verlautet über die dem Grafen Arnim nunmehr ertheilten Instructionen, baß dieselben in der That den Grafen zu weit- gehenden, an die äußerste Grenze der Nachgiibigkeit streifenden Concessionen unter gewissen Voraussetzungen ermächtigen. .Europäische Staatsmänner und Missions. chess, d. h. Gesandte, freuen sich der Haltung Deutschlands, dem sie zugethan sind; andere Missionschefs, denen man eine ausnehmende Preußenfrcundlichkeit nicht nachsagen kann, sollen bis zur Verlegenheit überrascht sein, und die mäch. tigen inneren Feinde des jungen Reiches nehmen mit Erstaunen wahr, wie leicht es der deutschen Regierung wirb, ihnen eine gefährliche Waffe nach der anderen aus der Hand zu winden. Die Instructionen für Herrn von Arnim lassen nach der Versicherung Eingeweihter einen raschen günstigen Verlauf der Unterhandlungen vorhersehen, und wenn Thiers nur ein wenig guten Willen zeigt, so wird der für Frankreich so verhängnißvrll gewesene Monat Juli nicht verstreichen, «ohne daß eine Verständigung herbeigeführt ist, welche nach den erbittertsten Feinden Deutschlands, Preußens, des Reichskanzlers bas Geständniß abzwingcn muß, Deutschland strebe durchaus nicht darnach, eine bominircnde Stellung in Europa einzunehmen und verfolge noch vielweniger bas Ziel, Frankreich bis zur Ohnmacht zu schwächen und zu einer Macht zweiten Ranges zurückzubrängen. Das kaiserliche Generalconsulat zu New-Pork hat dem Reichskanzleramt eine ausführliche Mittheilung darüber zugehen lassen, welche Punkte bei telegraphischen Requisitionen nach den vereinigten Staaten von Nordamerika behufs Verfolgung flüch- tiger Verbrecher zu beachten find. Das Reichskonzleramt hat in Folge dessen den Bundesstaaten von diesem Berichte mit dem Ersuchen Kenntniß gegeben, die sämmtlichen Gerichtsbehörden demgemäß zu instrutren und sie anzuweisen, bei telegraphischen Requisitionen genau nach den in dem Consulatsberichte ausgestellten Punkten verfahren, da die Nichtberücksichtigung derselben Weiterungen und erhebliche Kosten veranlassen würde. Berlin, 27. Juni. Seitens des Bischofs Erementz ist neuerdings ein fernerer Schritt geschehe?, um noch nachdrücklicher seine Versöhnlichkeit zu bekunden. Somit erklärt sich auch das langsamere Vorgehen ter Regierung in dieser Angelegen- heil, welche insofern einen Fortgang genommen hat, al- jetzt vom Cultusministcr schriftliche Vorschläge dem Staatsministerium unterbreitet worden sind. Die entscheidende Sitzung des letzteren, an welcher auch der gegenwärtig in Bremen weilende Finanzminster Theil nehmen wird, dürfte noch im Laufe dieser Woche statifinden. Mit Rücksicht darauf und namentlich auf den oben gedachten neuesten Schritt des Bischofs ist auch die Reise des Geheimen Oberregierungsrath-Wagener nach Varzin, wahrscheinlich bis noch dem Ministerrathe, verschoben worden. Berlin, 28. Juni. Dem gestrigen Vortrag von Schulze-Delitzsch über die Berliner Wohnungsfrage wohnten über 2000 Personen bei. Die Versammlung beschloß gegen 5 Stimmen die Annahme einer Resolution, welche lautet: Es sei im Anschluß an die Vorschläge von Schulze-Delitzsch der Vorstand der Berliner OrtSvereine mit dem Vorgehen zur Gründung bon Baugenossenschaften zu beaus- tragen und demselben das Recht zur Eooptation von Fachmännern zuzugestehcn. München, 25. Juni. Die vom Erzbischof von München am 16. Juni in den sämmtlichen hiesigen Kirchen vorgenommene PeterSpfennigsammlung für den Papst hat etwa 1400 st. ergeben — ein dürftiges Resultat. Wenn man die Katholiken Münchens auf 140,000 Köpfe annimmt, so trifft auf 100 Katholiken ein ganzer Gulden, oder auf je einen Katholiken 2 Pfennige. Stuttgart, 28. Juni. Die in Eßlingen gehaltene Wanderversammlung ver evangelischen Geistlichen Württembergs aller theologischen Richtungen beschloß, daß die Kirche die obligatorische Civilehe nicht provociren, aber, sofern dieselbe unausbleiblich fei, die Gemüther versöhnend darauf vorbereiten solle. Straßburg, 26. Juni. Bekanntlich ließ am 11. Juni ein französischer Eabinetscourier auf seiner Durchreise nach Wien am hiesigen Bahnhöfe zu einem Angriff gegen ehemalige französische Soldaten und zu thätlichem Widerstande gegen eine Patrouille verleiten, was seine Verhaftung zur Folge hatte. Es wurde ihm damals, auf Verwendung der französischen Mitglieder der Liquidationscowmission, die Fortsetzung der Reise nach Wien gestattet unter der Bedingung, daß er sich an einem bestimmten Tage hier wieder stellen werde. Er hat dies in der That, wie die „Straßb- Z." meldet, vor einigen Tagen gethan; gestern wurde gerichtlich gegen ihn verhandelt. Er erhielt eine Gesängnißstrafe von acht Tagen. Oesterreich. Wien. Das Neue Wiener Tagblatt, das längst schon von der Bulle erzählte, die der Papst in Rom erlassen hat, um das Conclave noch in Gegenwart der Leiche (praesente cadavere) anzubcfehlen, berichtet heute: Bisher vollzog sich die Papstwahl dergestalt, daß die Cardinäle sich erst nach Beerdigung des Papstes im Conclave versammelten, daß in der Regel im Vatikan Statt findet, aber auch zu Zeiten in den luftigeren Räumen des Quirl- nals sich versammelt hat. Das Letztere ist gegenwärtig freilich unmöglich, da der König von Italien die Gastfreundschaft kaum so weit treiben dürfte, den Eminenzen in seinem Palaste Quartier anzubietcn. Die drei Tage, die zwischen dem Tode des Papstes und seiner Beerdigung streichen, gewähren den fremden Cardi- nälen Zeit, sich auf die Reise nach Rom zu begeben. Die Erzbischöfe von Wien, Salzburg, Lyon u. A. m., die alle Cardinäle sind, brauchen nicht einmal solange, um nach Rom zu kommen. Nun besteht allerdings die Vorschrift, daß das sonst gegen die Außenwelt unerbittlich verschlossene Conclave seine Pforten auch den nachträglich ankommenden fremden Cardinälen öffnen muß, von denen manche, wie z. B. der katholische Primas von Irland, durch enorme Distanzen von verewigen Stadt getrennt find. Aber die in Rom weilenden Cardinäle haben es immer in ver Hand, dadurch, daß fle sich rasch einigen, ihren auswärtigen Brüdern einen Strich durch die Rechnung zu machen und einen Papst zu wählen, bevor diese selbst, wenn sie mit der größten Beschleunigung reifen, in Rom ankommen können. PiuS IX. ist selbst auf solche Weise gewählt worden, wenigstens wird versichert, daß ein österreichischer Cardinal, der das österreichische Veto gegen den Cardinal Mastai Ferretti in seinem Portefeuille hatte, sich auf der Reise verspätete und in Rom anlangte, als ein Cardtnal-Diakon just vom Balkon des Vatikans urbi et orbi verkündete: Annuncio vobis gaudium magnum, habemus Papam .... qui sibis imposuit nomen Pii IX.! Das mag freilich eine unangenehme Ueber- rafchung gewesen sein! Die allerncueste Bulle des Papstes hat ja ganz offenbar den Zweck, das, was wir von der Wahl Pius' IX. erzählten, für die Zukunft wahr zu machen. Gesetzmäßig soll es 70 Cardinäle geben, gegenwärtig find aber nicht weniger al« 22 CardinalShüte ohne Träger. Von den restirenden 48 Cardinälen müssen die sechs Cardinalbischöfe und die sechs Cardinalpriester vor- Und gewiß gibt es keine größere Gießen, 28. Juni. Nächsten Montag, den 1. k. M., Vormittags 9 Uhr, werden die torf, wegen Verdreckens im Amte; Vertheibiger: Großh. Hofger.-Adv. Dr. Muhl. ein fite. Local-Notizen. Legitimität der österreichisch-ungarischen Monarchie, während er dieselben Anmaßungen gegen das Deutsche Reich mit einer Bernctnung des Princips verbindet, auf welchem der Staat gegrünvet ist. Hier in England dürfen wir unsere Prin- Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 22 Juni. Heinrich Ludwig Emil Martin Schomber, des Bürgers zu Beuern^und Handelsmanns dahier, Kaspar Schomber, ehelicher Sohn, alt 9 I. 4 M. 1 T., gestorben den 20. Juni. Den 24. Juni. Ein unehelicher ungetauft verltorbener Sohn von auswärts, Friedrich Berg, Bürger und Schuhmachermeister, auch Mitglied des Gemeinderaths, alt 63 I. 10 M. 10 T., gestorben den 24. Juni. Den 27. Juni. Wilhelmine Pauline Eleonore Müller, des verstorbenen Bürgers und Fuhrmanns, Konrad Müller, ehelich ledige Tochter, alt 20 I. 10 M. Den 23. Juni. Dem Bürger und Schuhmachermcister, Wilhelm Euler, Sohn, Wilhelm Emil Hermann Friedrich, geboren den 1. Juni. . Denselben. Dem Bürger und Schlosser, Friedrich Zeidter, eine Tochter, Katharine Elisabeth, geboren den 9. Junü Denselben Dem Bürger und Mehgermeister, Hermann Euler, em Sohn, Hermann Friedrich Martin Karl, geboren den 17. Mai. Denselben Dem Burger und Burgcrmcistereigehulfen, Ernst Euler, eine Tochter, Marie Karoline, geboren den 2. Juni. . , Denselben. Dem Bürger und Photographen, Ludwig Orth, eine Tochter, Frischbacker } u Gießen. Sonntag d en 30. Juni. Wilhelm Löber in der Wallthorstraße, Karl Plank in der Wolken gaste und Daniel Rühl am Rathhaus. London, 25. Juni. 3a einer Betrachtung über das Treiben der Jesuiten, zumal im Deutschen Reich-, bemerkt die Pall Mall Gazette: „Es ist nicht zu verwundern, daß eine liberale Monarchie in einem durch da« Band der gemnn- samen Nationalität zusammengehaltenen Lande dem Papste und denen, die für De« Papstes Ideen kämpfen, wie eine Art Antichrist erscheint. Die polstttche eo“ «•. »Mltoiine SrniKe,’gebotin den 14. Mai. rainetät, die militärische Führerschaft, die oberste Derwaltung sind tn j v Beerdig scheu Händen; die inneren Gränzen sind durch den Sturz der Legitlm-mt gezogen worden; die gebilvetrn Classen sind von verschiedenen philoscckhifchen Lehren urch. drungen, welche ihren gemeinsamen Ursprung in mangelnden Glauben. an^die Theo- loaie haben * die mittleren und unteren Stände trachten nacy lndußnellrr wi pl ----- - .w i°h" "»d si»° d-m m>, di„-- Strkbm »>' 3 sS Papste, der vor allen Dingen em entthronter Fürst ist, muß ras Tleelicye mciwi - wie die Verneinung der Gerechtigkeit vorkommen. Der R-iz, den die geiststche Centralisation, deren logische Folgen die Jesuiten ziehen, für den P-Pst U"d feine _ Umgebung hoben muß, besteht darin, daß sie jenen kleinen weltlichen Erfolg wog° 13 T., Frankreich. Paris, 25. Juni. Moniteur Univcrsel schreibt: „Die Armeekorps von Paris,^ sowie das von Lyon und die Divisionen der Provinz werd-n dieses große Manöver ähnlich wie in Deutschland ausführen, werden aber damit erst nach der De/ General Ladwirault, Gouverneur von Pari«, hat gestern den Befehl ertheilt, daß alle Kaffeehäuser der Boulevards, die bi« jetzt das Recht hatten, bi« 1 Uhr Nacht« offen zu bleiben, eine halbe Stunde früher, um 12/z Uhr, schließen müssen. Man sagt allgemein, Ladwirault ist Orleamst und will die Leute gegen die Regierung aufbrtngen. Die« ist jedenfalls mcht begründet; Tua - fache ist es aber, daß man äußerst wüthend über diese Maßregel ist. Versailles 28. Juni. Der mit dem deutschen Botschafter, Grafen Arnim, vereinbarte Vertragsentwurf ist gestern Abend von Berlin hier wieder e^gelangt. Die Unterzeichnung steht ganz nahe bevor. Sobald dieselbe erfolgt ist, gelang der Vertrag zur M'ttheilung an die Nationalversammlung. England. der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. on cs, ( Morgens: Pfarrer Landmann. Am 30. Juni. t Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel. (Sonntag den 7. Juli soll das heilige Abendmahl gefeiert werden.) Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 30. Juni bis 6. Juli 1872 besorgt Pfarrer Landmann. schrift-mäßig allezeit ihren Sitz in Rom haben. Von den restirenden 36 Cardinälen sind l.cher mach - nämlich die Wiederherstellung eine« mtHelarterlt^en Kleinstaates, 2t JtaUe? r von denen, mit Ausnahme des Cardinal-Erzbischoss Sforzo von Nea- der letzt wie Jonas von dem Leviathan der Nationalität verschlungen worden ist. ?el all in wiökomwer ster Abhängigkeit zum heiligen Stuhle stehen. Zur Papst. Fürst Bismarck scheint Mitunter die Gefährlichkeit der tn der romisch-katholischen V iwei Dritttbeile der Stimmen nothwendig; bedenkt man, daß, wenn Kirche angeblich nur zu geistlichen Zwecken errichteten neuen Herrschaft zu ver. ÄÄ praesente cadaver'e Att findet kein eini er öfterreichischer, deutscher, treiben; aber seine Rech.sertigkeit ist wohl der Glaube, daß der geistliche Despo- t inaWAet X fpaXer Cardinal zur reckten Zeit ankommen kann, tismuS vornehmlich einen weltlichen Endzweck hat. ° »Ä ?ch da alsdann überhaupt nur 33 Cardinale im Conclave zugegen fein Gefahr für das Deutsche Reich als wenn es den Priestern und der ihnen erge- rt>ie Italiener können binnen 24 Stunden alle in Rom sein), daß Ver. denen Presse gelänge, großen Volksmass n d,e Ueberzeugung e.nzureden, daß die Ä «.Hm« '» ««I ««« M «MKnlrtWI Staak« M Straf, °» -inN»-- ?n6unb fcen Mann ihre« Herzens wählen können. Was das für Con- Zornes wieder ausgerichtet werden muffe. Noch immer maßt d.e römische Curie amn.en baden ka!n wenn ein Mann wie Msgr Capal.i oder Msgr. Patnzi sich da- Rech, an, z. B. in Oesterreich, alle Gesetzgebung und Politik zu contra. den beüiaen Stuhl besteigen sollte, brauchen wir nicht aus ^einander zu fefee«. |biren, und hat dies unlängst noch versucht. Doch bestreitet der Papst nicht die Die Welt hat gelächelt über die fanatischen Ausbrüche Capalti's auf dem Concst, man denke aber, daß dieser Mann, wenn eS den Jesuiten beliebt, das unfehlbare bpr Kirche werden kann! Es kann wieder geschehen, tote in den Aktien — „ SJS .lt-rsd-ß tic in ihrem Gewissen bedrängte katholische Laienwelt genug cipien der bürgerlichen und religiösen Staatsverwaltung für gesichert halten; aber Eüisi^ß besitz^um ein^Geg"en-Conclave der unabhängigen Cardinäle und die Wahl in Ländern, wo diese Grundlage noch mcht befestigt ist, rufen kirchliche Angriffe eine« Geaenpapste« durchzusetzen. Döllinger hat unlängst gesagt, er überlasse Vakanz natürlich jenen Widerstand hervor, der ,n Gegenangr-ff besteht." UnsehlbarkeitSdogma mit R-che den Jesuiten, sie werden es schon rmmren; man - könnte in Nachahmung d esc- Au.spruche« de« großen K.rchengeschichtslehrers sagen, man überlasse mit Beruhigung dien fdbS^uinirfn ®tftn’urf,"id'u Süm 31 °uartal L 3- ^rtn Slnfan9 nehmen und während der- römischen Prätentionen, indem sie sie au,S Höchste schraubten, schoristtvu ruiniren.^»bemerkie Anklagen zur Verhandlung bezichungSweise Aburtheilung kommen: Aber muß es dazu kommen? Und haben Die Mächte kein politisches AuSkunftS- Den j. Juli. Vormittags 9 Uhr, gegen Marie Schäfer von Garbenteich, wegen Dieb- mittel aeaen die immer weitergreifendm Tendenzen eine« Ordens, der Die Ruhe ^1«; V.rtheidiger: Großherzoglicher Hofgerich.s-Advocat Weidig. «n°. 8 r • L ' - „ ntifert ? Denselben, Nachmittaqs 3 Uhr, gegen Johanne« Noll VI. von Schwarz, wegen Dieb- der Welt seinen ehrgeizigen Planen schonungslos °ps-r. f S(t[w et; Großh. Hofger.-Adv. Dr. Gutfleisch. Wien, 25. Juni. Auf Der Weltausstellung waltet ein Unstern. Em Un Den 2. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Curt Hohmeier von Rainrod, wegen DicbstahlS; alück«fall folgt Dem andern, eine ganze Reihe von Arbeitern sind bereits bei denIsßv.vt^ejb,QfV: Groß!,. Hofger.-Adv. Dr. Dittmar. verunalückt' Die Einstürze sind an der Tagesordnung. Am Sonntag Denselben, Stackm tiags 3 Udr, gegen Johanne« Groß IV. von Lehnheim, wegen Körper- Bauarbeiten verung Uckt , o.e ^.n, i j , besichtigten, zwei eiserne Träger Verletzung mit tödtlichem Erfolg; Verth-idiger- Großh. Hofger.-Adv. Dr Reatz. stürzten, als eben Hunderte von p rson I 9 » < h n lieber Den 3. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Johannes Schmitz von Flittard, wohnhaft in Der RotunDe herab und zerschellten, zum Gluck, ohne Jemand zu verletzen u o ri toegen Diebstahl«; Berlheidiger: Großh. Hofger.-Adv. Lauer. den Bau des Weltausstellungspalastc« sprachen sich Fachmänner nichts weniger Denselben, Vormitiag« ll Uhr, gegen Ludwig Düringer von Wieseck, wegen Diebstahls; nla aiinstia aus' abaefeben von der kolossalen Geschmacklosigkeit der Form dieses Vertheioiaer: Großh. Hofger.-Adv. Thorwart. lana?streckttn Gebäudes , über dessen Mittelpunkt Die Rotunde sich wie ein um.| Den 4. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Wilhelm Zinßer, Posterp.d.tion-gehülfe zu Kir. flefebrter Trichter erhebt, ist auch die Ausführung De« Baues eine äußerst schlechte, so Daß schon jetzt Mauern gestutzt werDen müssen. In sechs Tagen ist Der Schluß ws Anmeldungstermine« itnD Die osfieielle „Weltausstellung«.Eorrespondenz laßt aus ihren beharrlichen Nothrufen an Die Industriellen erkennen, daß eine pessmn- stjsche Anschauung der Dinge leider am Platze ist. Versteigerungen. 3058) Montag den 1. Juli d. I., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Gasthaus zur Sonne dahier ein streitiges Pferd meistbietend versteigert werden Gießen, den 25. Juni 1872. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Sem ml er, Ortsgerichtsmann. 3109) Donnerstag den 4. Juli, Nachmittags 2 Uhr, I sollen in dem Hause des verstorbenen Jakobs Sack, die zu dessen Nachlaß gehörigen Mobilien, bestehend in Möbel, Weißzeug, Leder, Gerber-Werkzeug, Fässern und Bütten gegen gleich boare Zahlung versteigert werden.___________________ 3113) Montag den 1. Juli, von Vormittags 9 Uhr an, werden die noch vorhandenen Waarcn des Carl Fuhr versteigert, und wird an diesem Tage die Versteigerung beendigt. Gießen, den 29. Juni 1872. Der Massecurator: M. Pilger. Große Manufaktur - Auction ju Gießen. 3072) Am Dienstag den 2. Juli und die folgenden Tage, von Morgens 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr an, werden im Saale der Restauration Dramm eme große Parthie Mawufactwr -W!(r aqp3 ' aqimi OOO'SS r u-kuvgch-o)nm -SO - ^vctD uoa u^bunuvO anß (90TG 3082) Sechs noch gut erhaltene Treppen werden billig abgegeben bei Ernst Hermes. 3112) Ein großes, gut möblirtes Zimmer, mit der Aussicht auf die Straße, ist zu vermieden und sogleich beziehbar; auch ist der zweite Stock meines Hauses, bestehend aus 2 bis 3 Zimmern, Cabinet, Küche rc., zu vermiethen. H. Werner, _________________Kaplansgasse Nr. 227. 3111) Eine Wohnung an 'eine einzelne Person zu vermiethen. ____________P. Herbert, Neuenweg. 2547) Das von Madame Ufer seither bewohnte Logis ist bis 1. Juli anderweit zu vermiethen. Justus Müller, _____________________im Einhorn. 2875) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 bis 4 Zimmern, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Wallthorstraße Nr. 199. Vermischte Anzeigen. AnMagenkrampf, Verdauungsschwäche rc. rc. Leidenden wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wirkende Dr. med. Doecks’fdje Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exped- d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. DocckS, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (4225) M 3098) Heute Nachmittag y43 Uhr verschied näch kurzem W Leiden unser lieber Gatte, Vater und Schwiegervater ' M Jacob Christ. Walther Rim Alter von 70 Jahren. «, Verwandten und Freunden widmen diese schmerzliche M Nachricht Die trauernden Hinterbliebenen. H Gießen, .28. Juni 1872. U NB. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag um 5 Uhr statt. Patent 1S7O. Prämiirt iu Cassel 1870. — Prämiirt in Darmstadt 1870. 641) Mit dem 1. Mai I. I. beginnt ein zweites Abonnement auf Clavier- Instrumente, wo Jedem Gelegenheit geboten ist, in den Besitz eines der Neuzeit entsprechenden Instruments aus leichte und angenehme Weise zu gelangen. Abonnements-Bedingungen sende gratis. 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