'"er vollen n Lcbens- 'cibrcnten 'lgenRück- d Prospecte BretS vierteljährig 1 fL 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. Nr. 123. Mittwoch den 29. Mai 1872. rittf Son fttroßonor $)fniotnor werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- Vesreuungen (lUf OCH V^lCptlltr LUIgeMl. Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für den Monat Juni zu 20 kr. 'Lehrer in Kverhard, in Butzbach, Di. G-.»,..gu«-u..g -wisch.» ®t,«t xus* und Kirche ;en vor di» bongou. . Pstlild sche «W sund- WV >en aller .Aerzten, teuren rc. Ehrlich er: sten Jom: 5 unter den ' Insertion mit dem ti reichsten tion tomy. ien, Nürn- irg, Stutt- unb Bern. Kataloge co 4 48 Unter dieser Ueberschrift wird der „Augsburger Allgemeinen Zeitung" folgendes anscheinend Osficiöses aus Berlin berichtet: In der Reichstagssitzung vom 14. d. hat Fürst Bismarck eS in Aussicht genommen, die für Deutschland nothwendig gewordene Grenzberichtigung zwischen der geistlichen und der weltlichen Gewalt von Reichswegen zu bewirken. Die Bemerkungen, welche der Reichskanzler über den Gegenstand seines Vorhabens wachte, | waren iudeß nur vorläufige. Nach der bisherigen Lage der Gesitzgebung, sagte er, übte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche innerhalb des Deutschen Reiches sehr ausgedehnte, der Souveränetät nahekowmente, durch keine constitu- tionelle Verantwortlichkeit gedeckte Rechte. Vermittelst der neuen Dogmen hat der Papst eine derartige Stellung zu den weltlichen Dingen genommen, daß eine ' Staatsregierung sich, ohne aus der Reihe der Mächte gestrichen zu werden, nie- malS darauf einlaffen kann, ein Concordat mit ihm zu schließen. Die nöthig gewordenen Maßnahmen werden mit Rücksicht auf die Katholiken Deutschlands in der schonendstcn und konfessionell am wenigsten verstimmenden Weise geschehen. Aber die Souveränetät des Staates und feiner Gesetzgebung muß eine einheitliche schast am heiligen Stuhl bewilligt. Es ist nicht undenkbar, daß der Nachfolger des gegenwärtigen (fdjon 80 Lebensjahre zählenden) Papstes die anstößigen Stellen der Beschlüsse Pius' IX. beseitigt. Denn an Wandelungen hat es unter den Päpsten nie gefehlt. Um nur zwei Beispiele anzuführen, folgte dem strengen Benedict VIII. der gegen Frankreich nachgiebige Benedict IX.; und nachdem Clemens XII. sich dessen beharrlich geweigert hatte, erkannte Benedict XIV. die Könige von Preußen als solche an. Auf die nächste Papstwahl diplomatisch einzuwirken, wird nicht unmöglich sein. Italien und Deutschland dürften dasselbe Interesse haben. Die Cardinäle deS^Conclave sind nicht sämmtlich Infallibilisten, selbst Antonelli nicht, der mit dem Fürsten Hohenlohe der entscheidenden Abstimmung fern geblieben war. Fast alle in Rom anwesenden Cardinäle sind Italiener von Geburt, viele von Gesinnung. Nur die Infallibilisten werden französische Be- ziehungen suchen, und Frankreich wird schwerlich ihre Gegenpartei begünstigen. Inzwischen kann Deutschland dem Ausfall der Wahl am gelassensten entgegensetzen. Keinesfalls wird unser Kaiser sich durch irgend eine historische Reminiscenz bestimmen lassen, auf Bestätigung der Papstwah! Anspruch zu machen. Die Anerkennung des neuen Papstes an Bedingungen zu knüpfen, würde schon eher in Betracht zu ziehen sein. Am sichersten gehen wir jedoch, wenn das Reich seine Bundesglieder veranlaßt, ihren etwas verdunkelten Landesgesetzen der Curie gegenüber größeren Nachdruck zu geben, und namentlich die Bischöfe reichsmäßig übereinstimmend unzweideutig wissen zu lassen, daß sie nicht ausschließlich und „wie ein Leichnam", willenlos Werkzeuge der Hierarchie, sondern auch Angehörige und onat rint zen und ssfinaöe. , sowie die tiz-. & Boni». 55 :ln. Mit- preis Sen M sein, und Ansprüche, wie sie einzelne preußische Untertanen geistlichen Standes ’ gestellt haben, daß es Landesgesetze geben könne, die für sie nicht verbindlich seien, ’ dürfen nicht geduldet werden. Neber den eigentlichen Plan des Kanzlers findet i sich hier noch keine Andeutung, und wir sind auch nicht im Stand, in dieser Be- । ziehung irgend etwas zu enthüllen. Jedoch ist oben auf die volle und undurch- i brochene Staatssouveränetät der größte Nachdruck gelegt; und wenn man den i neueren Vorgängen im Vatikan, in Preußen uno Dupcrn ö.fo<0* «P- und den ziemlich verschiedenen Stand der Gesetzgebung Preußens, Bayerns und , Badens vergleicht, so kann man, dünkt uns, in Ermittelung der dritte, »eld?e i gegen die klerikalen Anmaßungen und Uebergriffe von Seiten des Reichs zu erwarten sind, nicht völlig fehl gehen. f _ ,, „ Halten wir uns gegenwärtig daran, daß das vatikanische Concil weniger religiösen Aufgaben oblag, als hierarchischen Zielen diente. Daß die Dinge unmittelbar , an den Himmel knüpften, darf uns darin nicht irre machen. Durch die — ohne jede Mitwirkung der Staaten, mit welchen der heilige Stuhl in engerem oder weiterem Concordatsverhältniß stand — vollzogenen Decrete vom 18. 3ult tji das Papstthum zur denkbar absolutesten Monarchie geworden. Den Bischöfen ist der letzte Rest eines Antheils an der Kirchenverfasiung entzogen. Das katholische Volk kam dabei längst nicht mehr in Betracht, obgleich die ultramontanen Stimmen sich täglich auf dasselbe berufen, und seine Willensäußerungen zungst sogar nach Gentnern (Moufang) in die Wagschale geworfen werden sollten. Der Umsturz der römisch-katholischen Kirchenverfaffung vollzog- sich zu derselben Zeit, wo die deutschen Bundesstaaten in den ReichSverband traten und da- deutsche Volk sein Parlament errichtete. Einen schrofferen als den hier geschaffenen Widerspruch zwischen unbedingtem blindem Gehorsam und selbstbewußter thatvoller Fret- beit gibt eS nicht. Ihn auf dem Gebiete des religiösen Glaubens zu uberwin- den, bleibt Sache der Kirchenangehörigen. Wir bauen dabet auf das Evangelium selbst und jenen urgermanischen Verstand, welcher sich schon> m den Gothen, L^- gobarden und Burgunden als Arianern dem römischen Bischof und seiner O h - doxie widersetzte. Die neuen päpstlichen Decrete haben aber auch demHeutien Staat mit feiner Toleranz und seinen Hilfsmitteln der^Wissenschäft den Kn g erklärt, und dafür, daß dieser innerhalb des deutschen Reiches zum B g g werdende Kampf keine Fortschritte mache, hat letzteres zu sorgen. n { Um in dieser Richtung vorzugehen, bedürfen die Reichsgewalten allerdings der Comvetenrerstreckuna auf kirchliche Angelegenheiten. Wir bezweifeln nicht, daß sie, unter Hinblick aus die vom Reichstage bereits bei der Iesuitenfrage angezogene Einleitung der Dersassung, verfassungsmäßig zu erreichen sein wird. Auch tie vi-rl-hn Stimmen" des Bund-srath» werden nicht versagen, da es sich nicht um Beschränkung einer partikularen Gerechtsame handelt, sondern um Befestigung UN Stauung de» Ansehen« sämmtlicher Bundesregierungen gegen einen auswaitigen Despotismus und eine bei ihm ihren Stützpunkt suchende hochpriesterliche Partei. Sich in die besonderen und «ielverschlungenen kirchlichen Angelegenheiten der Bundesstaaten zu mischen, kann nicht in der Absicht der Reichsgewal.en l.eg-n; wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach daraus beschranken, einig , ®tun"5 aus.ust'llen, welche den Regierungen als Richtschnur in Behan nag! d-S sich in ihr Gebiet erstreckenden internationalen Verbandes der römischen Hierarchie dienen. Ohne einigen Zwang wird allerdings nichts auszurichten sein, aber er wird nicht von monarchischer Willkür, sondern von wohlwollenden Regie- ?ungen im Einverständniß mit der Rationalvertretung, besonnen,'», Bewußtsein seiner Heilsamkeit, möglichst gelind, hoffentlich vorübergehend S-ubt werdem D -niaen unserer L-mdsleute, welche sich h-ut am meisten beklagen, »»den sich spater äl"die dankbarsten zeigen. Daß die diplomatische Mitwirkung, trotzde« gescheiterten B.rsuchS, einen Cardinal als Botschasier bei der Curie aufzust.ll-n, nicht »irsäum» werden soll, hat Fürst Bismarck im Reichstag ebensalls zu erkennen ge- Untkithanen der Staaten und des Reichs sind. (Sa »b -s nöthig ist, daß z. B. der päpstliche Ausspruch: die Freiheit des Gewissens unv *.-» «t» -i^nea Necbt eines jeden Menschen fei Wahnsinn (Encyklica von 1864) , vom Deuiscoen W ----- _ zurückgewiefen werde. Weniger zweifelhaft sind wir darüber, daß der Satz der Conslitutio De Rom. Pont. Cap. 3, welcher die Annahme: eine päpstliche Verordnung habe ohne Bestätigung der weltlichen Macht keine Kraft und Geltung, für verdammlich und verwerflich erklärt, eine thatsachliche Widerlegung finde. ES fragt sich ferner: ob die zwischen deutschen Staaten und der Curre bestehenden Concordate nach dem Beispiel Oesterreichs durch Reichsgesetz außer Kraft gesetzt werden sollen? Vielleicht bedarf es dessen nicht. In vollem Bewußisein ihrer Pflicht gegen den paritätischen Staat hat die bayerische Regierung dem Mit dem päpstlichen Stuhl vereinbarten Concordat von 1817 niemals weitere gesetzliche Wirkung eingeräumt als die Staatsverfassung und das Edict über die Rechtsverhältnisse der kirchlichen Gesellschaften gestatten. Durch die Bulle De salute animarum von 1821 sind die preußischen Bischofswahlen nur zeitweilig geordnet. Gewiß würde es dem deutschen Reiche wohl anstehen, die Verordnungen des Va- ticans einem kaiserlichen Placet zu unterwerfen. Invcß erscheint dies nicht un- erläßlich. Bayern übt sein Placet in Gemäßheit der Verfassung. Preußen be- varf desselben. Ein Reichsgesetz würde die entsprechende Lanvesverfugung herbei- führen: zum Ueberfluß sei erwähnt, daß der Errichtung des Placet Art. 1b der preußischen V.rfaffung gar nicht im Wege steht, da der „Verkehr" der romsch- katholischen ReltgionSgesellschaft Preußens mit ihren Obern dadurch mcht entfernt gehindert wird. Die Besetzung der bischöflichen Sitze erfolgt in Bayern durch königliche Gmennung, unv der Papst fügt die kanonische Einsetzung hinzu. Der geringe Antheil, welchen der König von Preußen an den Biichofswahlen seiner Lande hat, ist ungenügend und des deutschen Reichs unwürdig, bat in dieser Hinsicht bereits Remedur gefunden, und wenn das Freiburger Erzstist des- halb in einem dauernden Provisorium verwaltet wird, so hat das keine Nachtheile. Wie gut der heilige Stuhl sich übrigens, wenn es sein muß, drein zu finden weiß, daß zur Besetzung von Kirchenämtern die Genehmigung nichtkatholischer Obrigkeit einaeholt werde, hat er im Elsaß bewiesen. Für einen Beschluß in der Iesuitenfrage hat der Reichstag auf Nr. 13 und 16 des Art. 4 der ReichSverfaffung Bezug genommen, und zur Ausführung des Hohenlohelchen Vorschlags: den Jesuitenorden als internationalen Bund, der neben der Religion für die Ausdehnung Oer Priesterherrschaft arbeitet, unv somit als semi- oder kryptopolilischer Verein zu betrachten ist, nach dem Vorgänge der Schweiz in Deutschlanv einfach verbieten, würden die Reichsgewalten schon jetzt befugt fein. Nimmt aber Vas Reich ausdrücklich Stellung zu Den kirchlichen Angelegenheiten, so wird dasselbe auch der übermütigen Kundgebung: „Jesuiten sind mir ofle", die erforderliche Auf. merksamkeit zuzuwenden wissen. Prof. Sepp will die Berechtigung des deutschen Kaisers, eine Kirchenversammlung, namentlich eine deutsche, zu berufen, auf alte nicht aufgehobene Synodalbeschlüsse gründen; und die Veranstaltung eines deut» schen Concils römischen Bekenntnisses könnte leUt eine Bedingung für die An- erk-nnung d-r Nachfvlgrrö Pius' IX. bilcen. Ob di- deutschen B.schos- sich einer solchen Berufung wiversetzen, ob sie ihr nicht Folge leisten wurven, wenn eS gälte, di- von d-r klrrikalrn Pnrt-i bereit« al» -in deutsche« Arundr-cht beansprucht-, in Art. 15 der preußischen Berfaffung enthaltene Bestimmung zur Wahrheit zu machen: „Die römisch-katholisch- Kirche, sowie jede andere R-ligionSg-jellschast Horiront verwandelt sich ganz und gar, wenn der weltliche Arm die deutschen « * Hofaeriwtsratbs renn Dr. Bindewald ihren Anfang nehmen, weshalb in der * ® . - <.... 1. . i Cf; a - 'a v. xAitt b en rti rVn 1 . , ° n , -tr... ä. trZt.. I trfien .tSrtrnort'rtitA bnTlti>r die 9111dl onl II nn der in Sell heim. 25) 26) 27) 28) 29) 30) (der Zil Abend v Einbuße im N ben L Giej Grc 8 3 10 63 8) yj 10) ii) 12) 13) 14) 15) 16) 17) 18) 19) 20) 21) 22) Karl Heinrich Schwan, Liqueurhändler in Gießen, Johannes Köhler IV., Bürgermeister in Langsdorf, Leonhard Wentzel, Oeconom in Nieder Erlenbach, Andreas Ströbel, Müller in Klein-Karben. 2627) soll au önderu liche, a rerarb Gieß, ®ti Conrad Ludwig Uhl, Gaflwirth in Nidda, Georg Sack, Metzger in Gießen, Jakob Schuch, Oekonom in Kaichen, Friedrich Zöller, Leinwandhändler in Schlitz, Ludwig Hoffmann, Pachter in Hof Gill (Muschenheim), Georg Buderus, Bergräth tu Hlrzenhain, Adolph von Harnier, Gutsbesitzer in Echzell, Heinrich Langbetnrich, Fabrikant in Schlitz, Georg Stoll VI., Landwirth in Echzell, Heinrich Schillmqer, Müller in Queckborn, Jobanu Adam Schmidt, Müller in Schotten, Emil Roth, Buchhändler in Gießen, Georg Heinrich Sckomber, Elletiwaarenhändler daselbst, $ ‘2562) scheu b' v. Gre GeW Angelegenheit am Einfachsten erklären läßt. Bill in gen, 26. Mai 1872. I. Ergänzungs-Geschworene. 1) Dr. Johann Baptist Wetter, Professor, 2) August Noll, Bäcker, 3) Dr. Ludwig Lembke, Professor, in t £ 261- im auf dc 6313 92 Ul 92 unter dem Vorsitze des zum Präsidenten de- Schwurgerichtshofs bestimmten Großherzoglichen Hof- gerichtsrath« Herrn Kornmcsser beziehunaSweise des zu dessen Stellvertreter ernannten Groß« Sä Simon Reiß, Branntw'inhändler, Friedrich Emil LooS, Ellenwaarenhändler, Ludwig Scheid, Cigarrenfabrikant, sämmtlich in Gießen. II. Haupt-Geschworene. o«f S- lich fai 8'1 dkli. 1 Winbe! mit tcn Zeugen 'Zetvohr Aurrbai in Lebe Nutzen reihl sh «Hausse Schonb haben. W'schni bluch, s so, katz denselbe mitten lebt ha Theil - unerhor tvassera weise n (al in ! ftdäuti' Manch^ Blickes Orvnu 23) Johannes Schudt, Müller tn Muschenheim, 24) Karl Friedrich, Mineralwasserhändler in Groß Karben, Johannes Pröscher V., Metzger in Schotten, Simon Gottschalk, Ellenwaarenhändler in Altenstadt, 1) Wilhelm Lenz, Landwirth in Bauernheim, 2) Louis Labroiffe, HofgerichtSadvocat in Gießen, 3) Adolph Stöpler, Fabrikant in Lauterbach, 4) Wilhelm Fink, Kaufmann tn Bildet, 5) Adam Fischer II., Müller in Hutzdorf, 6) Eduard Eigenbrod, Kämmerdirector in Schlitz, 7) Johannes Lang II., Eisenhändler in Stockbausen, Kreis Lauterbach, Johannes Lind IX. Landwirth in Gonterskirchen, 'LMiyelm Bogeley, Zeugfabrikant in Alsfeld, Erwiderung. Als mir der „Gießener Anzeiger" vom 11. Mat l. I. zu Gesicht kam, war ich im ersie« Augenblick im Zweifel, ob auf den Artikel — Villingen, 7. Mai 1872 — so viel Werth zu legen sei, daß man überhaupt darauf antworten solle. Dem Einsender, dem LandtagSabgeordneien und Bürgermeister Zimmer gegenüber würde ich mir diese Mühe sicherlich erspart haben; dm Publikum gegenüber fühle ich mich dagegen verpflichtet, den oben genannten Artikel, soweit er »i< vielbesprochene Heimathschein-Angelegeuheck betrifft, zu berichtigen. Ich bin in der Lage, dieAn- gaben deS Bürgermeisters Zimmer in Ihrem geschätzten Blatte durch daffelbe Actenstück widerlegen zu können, auf welches er sich unbegreiflicherweise zu berufen wagt. In seinem Berichte ar. Großherzogliches KreiSamt Nidda sagt Bürgermeister Zimmer wörtlich: „wir haben nicht tl< geringste Veranlassung, demselben (nämlich dem zu Besuch Anwesenden) tlt itßCttb einet üöcifc durch polizeiliche Anordnungen lästig zu werden.- In seinem Artikel vom 7. Mai sucht er in dir^ctem Widerspruch hiermit, zu beweisen, daß er allerdings Ber- anlassung zu polizeilicher Belästigung gehabt habe. Die Mittel nun, toelte dazu dienen müssen, das polizeiliche Einschreiten als eine Pflihl erscheinen zu lassen, wahrend doch vorher jede Veranlassung dazu amtlich geleugnet worden, werien auf die ganze Sache ein eigentbümlicheS Licht. Es wäre schon an und für sich unanständig gewesen, die höchst betrübenden Umstände des verlebten Pfarrers Sellheim in eine Angelegenheit hereinzuziehen, mit der sie nicht das Geringste zu thun haben; aber diese Verhältnisse tn einer st zweideutigen Weise zu besprechen, daß Fernstehenden zu allerlei Vermuthungen Raum gegeben wird, das ist geradezu unverantwortlich. Die Familie Sellheim hat die von dem Hospital Hofheim an sie gemachten Ansprüche in einer Weise befriedigt, daß hieraus durchaus kein Grund z° irgend einer Verdächtigung hergenvmmen werden kann. Nach dem hier in Betracht kommende» Regulativ nämlich konnte von Seiten de« Hospitals an die Gemeinde gar keine Anforderung für Verpflegung des verlebten Pfarrers Sellheim gestellt werden, und von Seiten der Familie ig dies selbstverständlich noch viel weniger geschehen. Muß man unter solchen Umständen nicht fragen, was will denn eigentlich der Bürgermeister Zimmer mit solchen halbversteckten Andeutungen? Wir überlassen eS jedem Denkenden, sich ein Urtheil darüber zu bilden, ob alle die vorgebrachten Gründe, welche die polizeilichen Anordnungen deS Bürgermeisters Zimmer rechtfertige» sollen, in Wahrheit diesem Zwecke dienen, oder ob nicht vielmehr in der Veröffentlichung diese» Artikels vom 7. Mai eine Rücksichtslosigkeit hervorleuchtrt, auS der sich auch die Heimathschem- heute stattgehabten öffentlichen Sitzung G-oßh-rzogl.chen HofqerichtS dahier die AuSloosung der Haupt- und Ergänzungsgeschworenen tn folgender Reihenfolge vorgenommen wurde: wirb Haag verzei 25 4) Dr. Weltmann, Gymnasiallehrer, 5) August Wteffeii, Bauaccessist, 6) Friedrich Tertor, Bierbrauer, 7) Theodor Wortmann, Ortsgerichtsvorsteher, 8) Dr. Karl Zöppritz, Professor, 9) Eduard Thorwart, HofgerichtSadvocat, 10) 11) 12) Deutschland. Berlin, 27. Mat. Zuverlässigem Vernehmen nach beabsichtigen einige bayerische Abgeordnete, falls im Reichstage noch einmal die religiöse Frage in die Verhandlungen hereingezogen werden sollte, die Aufmerksamkeit auf speciell bayerische Zustände zu richten und besonders die verschiedenartigen Regieruogs- entschliehungen in Betreff der Altkatholiken und der Uederlaffung von Kirchen an dieselben zur Sprache zu bringen. Berlin, 28. Mai. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt, daß einem Gerüchte zufolge der Armeebischof Namszanowski vom Amte suspendirt wor- den sei. Berlin, 28. Mai. Das italienische Kronprinzenpaar traf 21/2 Uhr Nachmittags Hierselbst ein. Daffelbe wurde am Bahnhof von dem Kaiser, dem Kronprinzen , dem Prinzen Friedrich Karl und einer Anzahl Notablitäten von Auszeichnung unter militärischen Ehrenbezeigungen empfangen. Der Kaiser selbst geleitete die hohen Gäste nach dem kaiserlichen Schlosse. Köln, 25. Mai. Die „Köln. Ztg." schreibt: „Wie wir vernehmen, ist über den hiesigen Garnisonpfarrer Lünnrmann für den Fall, daß er in der Garnison- kirche St. Pantaleon, die mit ministerieller Genehmigung auch von der hiesigen altkatholischen Gemeinde zum Gottesdienst benutzt wirb, weiteren katholischer. Garnison - Gottesdienst hält, auf Verordnung des Papstes von dm Feldprobs Bischof Namszanowski die Excommunication ausgesprochen." Es soll, wie dem Blatte mitgetheilt wird, für morgen der katholische GarnisowGottcSbienst suspendirt sein. Dresden, 27. Mai. Der Wafferstanv der Elbe ist in Folge der Wolkenbrüche tn Böhmen seit gestern Abend mehr als 6 Ellen gestiegen und steht jetzt 51/2 Ellen über Null noch im Wachsen. Die Ueberschwemmung hat in den Elb- nieoerungen große Verheerungen angerichtet. Die Dampfschifffahrt ist eingestellt, da sämmtliche Landungsbrücken weggenommen sind. Oesterreich. Wien, 28. Mai. Die Erzherzogin Sophie ist nach langer Agonie heute früh 3 Uhr verschieden. — Zur augenblicklichen Linderung der Noth in den von der Ueberschwemmung hetwgesuchten Gegenden Böhmens spendete der Kaiser aus Prtvatmitteln zehntausend Gulden. Wien,. 28. Mat. Die Journale veröffentlichen einen Aufruf für Böhmen. Die böhmischen Abgeordneten im Reichstag werden an die Regierung bas Ersuchen stellen, Staatsgelder zur Unterstützung der von der Ueberschwemmung Betroffenen flüssig zu machen. Prag, 28. Mai. Der Landstrich längs der böhmischen Westbahn von Radotin bie Rokytzan sind am härtesten von der Ueberschwemmung betroffen. Man telegraphirt, baß Oie Eisenbahnverbindung unterbrochen ist und Gebäude theils von Fluthen zerrissen, theils sehr erheblich beschädigt worden sind. Die halbe Stadt Rakonitz stand unter Wasser. In den Bezirken Pobersam unv Jechnitz fand in der Nacht deS 25. auf den 26. ds. eine furchtbare Ueberschwemmung durch Wolkenbruch statt. Zahlreiche Tobte. Hundert Häuser zerstört, Grund unv Boden vernichtet. In mehreren Gemeinden nächst Saatz ebenfalls großartige Verheerung. 120 Personen tobt. Auch KarlSbab von einer Ueberschwemmung heim- gesucht. Die Tebl ist ausgetreten. In Tetschen erreichte ber Wafferstanv 153 Zoll über die Normalhöhe. Oberhalb Tiaß ebenfalls Wolkenbruch. Frankreich. Paris, 28. Mai. In DeputirttNkreisen wurde heute als sicher bezeichnet, daß Deutschland geneigt fei, Frankreich die Concefsion zu machn, je nach ben erfolgenden früheren Theilzahlungen ber Kriegs Kontribution auch eine entsprechende frühere Räumung des occupiiten Gebietes, welche speciell festzustellen wären, ein- treten zu lassen. Belfort und Toul würben jebenfalls bis zur Zahlung des letzten . Restes brr Kriegsschuld besetzt bleiben. __________________ Kirchenhäupter nicht unterdrücken, ihnen vielmehr bchülflich werden will, ben wohl zurückgedrängten und verstummten, aber nicht erloschenen nationalen Sinn der deutschen Geistlichkeit römisch-katholischer Confession neu zu beleben, und ihr Ge- legenheit zu geben, schöpferische Thätigkeit zu entwickeln. Wir sind darauf gefaßt, baß Die Wortführer des Ultramontanismus unseren Versuch, ihnen eine fröhliche Perspective zu öffnen, als Verlockung oder Anmaßung stolz und entrußet zurückweisen. Dennoch rechnen wir halb und halb darauf, daß nicht bloß die Hefele, Reißmann und Martin, sondern auch MelcherS jinD Scherr , besonders Ketteler und nicht minder Jörg und Majunke, sich die Dache zweimal überlegen. Over wenn sie schon zu alt sind, um noch zu bauen und zu schaffen - und wer da neulich äußerte: „Wir sind froh, daß wir einen heiligen Vater haben, welcher für uns denkt und handelt", ist in der That zu alt — so wird unter der Sonne des deutschen Reichs ein neues, helleres und entschlosseneres Geschlecht heranwachsen. Man unterschätze Die Saat Döllingers nicht. Als unmittelbar bevorstehend und ohne Weiteres ausführbar, sehen wir das so eben auf das Tapet Gebrachte durchordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbstständig?" Unmöglich kamn unter > der hier erwähnten römisch katholischen Kirche die gesummte, um den Papst ge- . schaarte Kirche zu verstehen sein; denn was hätte die preußische VerfassungSurkunbe l mit der Kirche Italiens, Spaniens, mit der gallicanischen Kirche und sonstigen 1 Theilen Der Universalkirche zu thun? Als Häupter Der römisch-katholischen Kirchen- aesellschaft Preußens sind die Erzbischöfe von Köln, Breslau, Paderborn u. f. w. schon ost und jüngst wieder in Fulda versammelt gewesen. Daß diese preußische Kirchenaesellschast ihre Angelegenheiten nicht selbstständig verwaltet, so lange sie an der Verwaltung gar nicht Theil nimmt, alles den ihr gesetzten Bischöfen überläßt und diese Bischöfe nur den Weisungen eines auswärtigen Oberhauptes ge- horchen, sollte einleuchten. Weicht diese Auffassung des Artikels 15 von Der bis- ber landläufigen und oberflächlich hingenommenen ab, so laden wir um so mehr iur weiteren Erwägung dieses Gegenstandes ein. Was Richters Kirchenrecht gegen den Begriff einer katholischen Landeskirche sagt, wird wahrscheinlich in seiner sieben- ten Auflage von Dove präcisirt und theilweise berichtigt werben. Außerdem handelt es sich gegebenen Falls nicht um eine katholische Landeskirche in Preußen, Bayern, Württemberg unv Baden, sondern um eine Deutsche Kirche römisch-kalho- lischen Bekenntnisses, nicht nach innerlicher, aber äußerer Analogie der galltcant- schen Kirche. In Art. 16 ber preußischen Verfassung ist nur Der römisch-katholischen Kirchengesellschaft Preußens, welche ihre Angelegenheiten selbststanbtg ver- waltet, Der ungehinderte Verkehr mit ihren auswärtigen Obern zugesagt. Das sollten Die Bischöfe sich gesagt sein lassen, welche, gelöst von Dem Boden des alten feudalen Reichs, bisher unsicher zwischen der curialen Pflicht und der Neigung zu diöcesaner Unabhängigkeit schwankten, und sich dem römischen Absolutismus nur deshalb verzichtend und verzagenb in Die Arme warfen, weil sie sonst der Gewalt particularer Landesherren ohne Rcichsgröße zu verfallen fürchteten. Der aus nickt an. , m .x Auch den protestantischen Religionsgesellschaften Deutschlands wird das Reich im Stande fein, Freiheit zu gewähren und Freiheit zu verschaffen. Nur wollen hier ebenfalls nicht wenige Vorbedingungen erfüllt fein. Namentlich sind erst in Preußen die Bekenntnisse zu entfesseln: sie müssen sich erst trennen Dürfen, damit sie sich suchen und die Hand reichen. Das Reich findet seine Genugthuung Darin, 1 netien verU^eßt" es sich keineswegs, den von Dem idealeren Papstthum gehegten Ideen des VölkerbünDniffes, des Völkerschiedsgerichts und des ewigen Friedens. Aber es wird diese Ziele nicht mehr in dem Bilde vom Hirten und ber Heerde, sondern, wie Robert v. Mohl eS im ersten Theile von „Staatsrecht, Völkerrecht und Politik" scharfsinnig, groß, aber noch wenig beachtet ausführt, als Aufgabe des Völkerrechts betrachten. Local»Notizen. Gießen, 28. Mai. Die Sitzungen des Schwurgerichts für die Provinz Oberhessen vom 3. Quartal l. I. werden Montag, den 1. Juli d. I, VorniittagS 9 Uhr, 83 Oberhessen 159V. 1864k Stadt Florenz — Einbußen erleiden. Namenttich letztere waren sehr gedrückt in Folge deS nahenden BezugStaqe- 8 für die neuen Aktien, und Käufer traten nur vereinzelt auf. Der Cours dieses Effects ging heute bis 369'/. zurück. Creditactien verkehrten bei 348 */4 nur in sehr beschränktem Umfang, da alle Anregung zum kaufen fehlte und namentlich Wien sich apathisch verhielt. Am festesten hielte« sich Lombarden und Nationalbank, die chre gestrigen Eourse behaupteten, ohne jedoch auch ihrerseits besondere Lebhaftigkeit aufzuweisen. Die Geschäftsunlust trug sich auch auf die andern Branchen über und drückte namentlich auf die Bahnwerthe, die nur in bescheidenen Umsatz kamen. Die Nachrichten über die Ueberschwemmungen in Böhmen und die Befürchtungen vor einer Mißernte in Ungarn hielten die Käufer zurück, während andererseits Verkäufer ebenfalls eine refervirte Haltung beobachteten. Resultat davon waren kleine Preisminderungen fast sämmtlicher Werthe dieser Kategorie. Deutsche Linien gleichfalls still ebenso Prioritäten. Bei Banken war für einzelne Wenige Kauflust vorhanden, jedoch nicht ausreichend, um dem Geschäft einigermaßen Aufschwung zu leihen. Deutsche Vereinsbank stand wieder im Vordergrund und wurde bei 132 vielfach gekauft. Dieselbe macht mit dem Hahn'schen Actiengeschäft jedenfalls einen schönen Zug, da für letzteres sehr gute Meinung herrscht und die Emission der betreffenden Actien voraussichtlich einen glänzenden Empfang findet. Oesterreichisch-deutsche und Bayerische Wechslerbank gefragt, erstere bei 1211/2, letztere bei 105»/a- Auch Rheinische Kreditbank aus dem Markt genommen. Staatspapiere verkehrten nur wenig. Oesterreichische Renten hielten sich ziemlich fest. Von Loosen waren österreichische 1860er und Ungarn begehrt. Amerikanische 1882er bet gutem Geschäft. AeÜe». 5O/o öatr. F. St. E. B. 3701/r Lombard. Bahn 211 Ludwigsh.-Beibaoh 204 Maxbahn 148 Bayer. Ostbahn 144 Vs Rhein-Nahebahn-Act. 48Vr Hess. Ludwigsb.-Aot. 181 Vs Vermischtes. Darmstadt, 27. Mai. Die Gewitter der Nacht vom vergangenen Freitag auf Samstag Haven furchtbar gehaust. Auerbach, Bensheim, Schönberg nament- lich wissen vavon zu erzählen, auch Zwingenberg und Bickenbach, die schon mehr- fach geprüften, sind in den Kreis der dämonischen Gewalten hineingezozen worden. Ueberschwemmungen, Ueberschlammungen, Herabrutschen von Feldern und Weinbergen überall, wo man hinsieht; Gräben verschlammt, Chausseen und Wege mit Geröll, Stein uuv Sand zum Theil fußhoch überschüttet; in Densheim toste das Wasser, wie ein wilder Bach die Straße herunter; das Mengler'sche Haus, unmittelbar am Bergabhang gelegen, wurde vom Wasser übersiuthet, die schlafenden Bewohner wurden in den Betten überrascht, und Vie beiden Stockwerke sind Zeugen der furchtbaren Wassergewalt, welche sich durch dieselben Bahn brach; die Bewohner sind ausgezogen, Alles ist mit Sand und Schlamm überzogen. In Auerbach soll eine Frau G., ebenfalls in ihrer Wohnung vom Wasser überrascht, in Lebensgefahr geschwebt haben; sie soll nur durch Einstoßen einer Fachwand von Außen gerettet worden sein. Auf der Chaussee von Bensheim nach Schönberg reiht sich ein Verwüstungsbild ans andere; ein Brückenpfeiler liegt inmitten der Chaussee. Die Mauer der Gottschalk'schen Gartenwirthschaft mit Geländer rc. in Schönberg ist zusammengestürzt. Ein Erdbeben könnte nicht schlimmer gehaust haben. Alle Keller sind voll Wasser, überall schöpft und pumpt man. Auch tm Weschnitzthale foll's furchtbar hergegangen sein, und zwar da nicht bloS Wolken- bruch, sondern auch Hagelwetter. Die Weschnitz schwoll in Fürth in kurzer Zeit so, daß sie die Ufer überstieg und in die Häuser drang, bis sie 3 Fuß hoch in denselben stand. Die Nacht bot ein grauses B-ld des Flüchtens und Rettens mitten unter dem fortwährenden Blitzen und Donnern, wie es noch Niemand erlebt haben will. Die Gegend von Reinheim, Großzimmern hat auch ihr starkes Theil erhalten. Bäche und Bächlein, überall ausgetreten, haben au vielen Orten unerhörte Ueberschwemmung und Verheerung angerichtet — während sie sonst, fast wasserarm, ein Sicchleben führen. Verlust von Menschenleben scheint glücklicherweise nicht cingetreten zu sein. Einige Ziegen mußten dem unerbittlichen Schick- sal in Fürth und anderswo geopfert werden. In manchen Orten wurde Sturm geläutet und fürchtete man bas Aergste. Der Nacht wirb Mancher gedenken. Manch' armer < auer hat die Frucht seines Fleißes eingebüßt und sicht traurigen Blickes in die Zukunft. W.-lche Arbeitskraft wirb erforberllch sein, um die alte Ordnung, wenn überhaupt möglich, wieder herzustellen! Geldsorten. fl. kr. Pr.Friedrdor 9 57i/2—58V« Pistolen . . 9 40—42 „ donpelte 9 40—42 Holl. fl. 108t 9 53-55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 22—23 Engi. Sover. 11 51—53 Ruse. Imper. 9 41—43 Dollar In Gold 2 26—27 Priorlt&tein. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 587/8 3% öst. s. Lombard 51 Va 30/0 Livomeser 393/4 50/0 Tosoaner 621/2 5% Elisabeth.-Prior. 83 do. II. Emiss. 82 V4 ÄnieBiensIoaae. Kurh. 40 Thlr. Loose 73 Vs Nassau 25 fl. 44 Braunschweiger 20 V2 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 39 40/q bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. — 40/j badische Loose lll3/8 Badische fl. 35 Loose 70>/« Oestr. fl. 250 v. 1854 85 Vr 1858r Prioritätslcose 199 1860r Loose 9 3 Vs Börsenberichte. Frankfurt a M., 28. Mai. Trotz flüssigem Geldstand und leichter Ultimo-Liquidation (der Zinsfuß für Prolongationen stellte sich auf 3'/r Pwc.) war die Haltung der Börse gestern Abend wie heute eine matte, und mußten die Preise der Creditactien tote der Slaat-bahu weitere 8ßrgennachrlchteB. 28. Mai 1872. Preuss. 41/2% Oblig. Frankf. 3V2% 0bl. 873/4 Nass. 41/2% Obi. 995/8 Kurhess. 4% „ 94*/s Gr. Hess. 5% Obi. 103 , „ 40/o „ 98 V2 ” , 31/2% „ 921/2 Bayer. 5% n 1001/2 „ 41/2% 1jährige 1001/4 „ 4O/o 1jährige — Würtemb. 41/2% Obi. 995/8 Baden 4VrO/o Obi. c. E. L. 993/g Oesterr. Silberrente 641/4 n Papierrente 573/4 Spanier, neueet. 3O/o 293/4 Amerik. Bonds 188ir 99Vs p 1882r 96 Vr „ r 1885r 975/g n 1887r 98 Aetien. Frankf. Bank 142 Frankf. Vereins-Kasse 131 Dannst. Bankact. 468 Wien Bankactien 868 Oest. Oreditact. 349 Galizien 270 _______ WeeSssel. Amsterdam k. S. 983/8 Augsburg k. 3. 993/4 Berlin k. 8. 1047g Bremen k. 8. 967z Brüssel k. 8. 935/8 8. 875/8 Hamburg k. Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1191/8 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 933/4 Wien k. 8. 1041/g ditto m. 8. 1041/a ditto 1. 8. 1037s Disconto 4% 604 39 250 Neuenhagen. Feilgeboteneö. Hydro netten Wellen R.-Meter Reiser, Stockholz, 5 9 95 191 4220 153 6 15 37 2148) Borsdorfer Aepsel- wein in bekannter Güte bei I. A. Busch Söhne. Buchenstangen, IL Classe, R-Meter Buchen-Scheidholz, „ „ Prügelholz, 2627) Samstag den 1. Juni L I., Vormittags 9 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhause die zur Umänderung einer Brüstungsmauer erforderliche, auf 123 fl. 4. kr. veranschlagte, Maurerarbeit versteigert werden. Gießen, den 29. Mai 1872. Grotzherzogliche Burgermeisterer Gretzen. Vogt. 685) Liebig's Fleischextract, achtes, von Fray Bentos, und Condensirte Milch von der Anglo-Swiss Condensed Milk- Comp. in Cham (Schweiz), in frischer Sendung, empfehlen I. A. Busch Söhne. Holzversteigerung in der Königlichen Oberförsterei Königsberg. 2616) Montag den 3. Juni, Morgens 9 Uhr, wird in den Königl. Staatsforsten „Neu- Haag, Dünstbergskopf und Schluff" nachverzeichnetes Holz versteigert: 25 Stück Eichenstämme von 4 bls 8 Meter Länge und 16 brs 80 Zentimeter Durchmesser, 8 Eichenstangen, I Classe, 3 , III „ 10 R -Meter Eichen-Scheidholz, 63 , „ Prügelholz, 763) Photographie-Rah- men und Goldleisten bei W i l h. Balser. NB. Das Einrahmen von ! Bildern wird schnell und billigst I besorgt. Fortgesetzter Ausverkauf bei Karl Fuhr, am Kirchenplatz, aanz besonders werden empfohlen: Figuren von Steingut, worunter Büsten von Kaiser Wilhelm und Kronprinz in Lebensgröße; eine große Parihie Glaöleuchter; Deckelgläser und Liqueurservicen; Kleiderbürsten, Zahn- und Nagelbürsten, Fristrkämme und Kammreiniger ; Hosenträger und Strumpfbänder; Cigarreneiuis und Portemonnaies, Notizbücher und Necessaires; für Comptoirs: Tinten- fässer, Federhalter, Bleistifte, Briefwaagen, Briefhalter, Briefbeschwerer, Federreiniger rc. rc. Verkauf unter Fabrikpreisen. (2630) Mar Pilger. § Hudro netten, befte Gartenspritzen, -> 11 fl per Stück. Gartenmöbel, Kinderwagen, Oclfarb- mühlen bei Emil Pistor. Wellen Nadel-Reiser. Die Versteigerung beginnt im Holzschlag Neuhaag" bei Holznummer 1. Heuchelheim, den 24. Mai 1872.,, Der Königliche Oberförster: Versteigerungen. Verkauf eines Bauplatzes. 2562) Das auf dem Seltersberg, zwischen der Besitzung der Frau Stallmeister v. Gremp und der sog. Hollergasse gelegene, circa 70 ^Klafter haltende städtische Gelände, soll Donnerstag den 30. Mai d. I-, Vormittags 10 Uhr, im Rathhause als Bauplatz öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden- Gießen, den 23. Mai 1872. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gretzen. V o g t._ Wellen Eichen-Neiser, o R.-Metcr „ Stockholz, 1 Buchenstamm von 7 Meter Länge und 43 Zentimeter Durchmesser, 2621) Sauerkraut und kleine Kartoffeln verkauft Gustav Koch, Dachdecker, Kirchenplatz. Nadelstangen, L Classe, Holzversteigerung in den Domanialwaldungeu der Oberförüeret Feldkrücken. 2617) Zur Versteigerung kommen: Freitag den 7. Juni 187- im District Kesselwald, oberhalb Altenharn auf dem Obersecnerhof: 634 R.-Meter Buchen-Schertholz, 92 „ „ Krügelholz, 144 „ „ Stockholz, 92 „ gespaltenes Buchen-Prügelholz. Zusammenkunft Vormittags 8 Upr im District Kesselwald bei Abzählungs-Nr. 50v. Schotten, den 26. Mai 1872. Grotzherzogliche Oberförsterei Feldkrücken. Kallenbach. ____ 2625) Alle Arten Gemüse-Pflanzen, sowie Oberndorfer Dickwurz-Pflanzen, bei Carl Pietsch, Nahrungsberg. 643) Thür- und Grabschilder, sowie Klingelgriffe nnd Taffen werden mit beliebiger Schrift angefertigt bei Wilh. Balser. 2176) Die erwartete Sendung von Herren-, Damen- und Kinder-Sommerschuhen in Plüsch und Stramin ist wieder eingetroffen und empfehlen wir die- selbe billigst. I. A. Busch Söhne. 2 Mein Tuch und Bukskin-Lager zu festen und billigen Preisen empfehle bestens. Von heute ab Rabatt für Maaren dieser Saison pr. Sechs Ureuxer am Gulden. Ludwig Lang, Marktstraße 25, gegenüber dem Kaufmann Herrn Emil Pistor. in Panama, Palm und Florentiner, sowie Damen- und Kinderhüte in großer Auswahl, empfehle zu sehr billigen Preisen bestens. H- Hetz, (2622)________________Lit. A. Nr. 64. 1876) Thürfchoner in Crystall und Poi> zellan bei ____________Wilh. Balser. 2196) Dachziegel, 1000 Stück zu 10 fl. 30 kr., werden verkauft in der herrschaftlichen Ziegelei zu Lich. __________Kreutzer, Rentmeister. 2197) Dachlatten sind vorräthig in der herrschaftlichen Ziegelei zu Lich bei Ziegler Schmrdt. Vermiethnngen. 2293) Sonnenstraße Nr. 73 ist der dritte Stock zu vermiethen und sogleich zu be- ziehen ________________E. Pittban. 1935) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Anlage C. 25. ____________ 2563) In meinem Hause ist der zweite Stock pr. August zu vermiethen. Moritz Heichelheim, __Seltersweg C. 185.______ 2541) Drei zusammenführende Keller, zu Lagerräumen oder Destilation geeignet, sind zu vermiethen. E. Pitthan. Vermischte Anzeigen. 2626) Ein braver Junge vom Lande wird gesucht. Näheres bei der Exped. d. BL 2624) Für meinen Flafchenbier-Verkauf suche ich einen zuverlässigen Burschen gegen guten Lohn. L. Tertor, im Darmstädter HauS^ E X X E 'N « ft Nonne Dr. Buchner. lohnung btt ® E s s EN v D 2615) Doerr. Reserven: *) in Trais bei Frau Epstein Wittwe. Mosse in Frankfurt a. M. (202/5) Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. rr c Die Direktion: Mohn. O Vorbehaltlich definitiver Feststellung. Gießen, im Mai 1872. <5 HAASENSTEIN& VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock« Die Arbeiter. Novelle von Ernst Wichert. (Fortsetzung) — Das erste deutsche Fest auf dem Odilienberge im Elsaß. Von un- serm elsässischen Korrespondenten Mit Abbildung. — Aerztliche Erinnerungen aus dem Kriege. Von Dr. Th. Riefenstahl. — Am Familientische: Eine Scene aus dem Dresdener zoologischen Garten. Mit Originalzeichnung von R. Erbe. — Bruchstücke aus dem Leben eines süddeutschen Theologen. Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E- Heinemann, I. Ricker. es co eo fener fttt "gierung । Jeiötn Preis v'tttrljc Bringt Post Beck kacholisLen1 tcS Ausspt! lilärgeistlich! Acht bevä'r dirsrS H?cr dra habe. Beck in Äoln ül bisher imn liftyn Gei Pantaleons auch ihrerse tie an Dem führt föijnl1 htibei und lorßefomme Berl Eitzungffac ju (einer 2 m PiäsiDi Düition w entgegengeu ßraphkNtvch über Die Au Knegsüs gellenDen B dtliiffenden vereinigen vrsen über bir Reichs läge ewpfc Leewlsen । moDus für Handel uni tntirurf tDi für Justiz deutschen i wegen der 6HMr , Berlj Sehen des i ""d Arntsp ^«ciplinar 2598) Verloren auf dem Wege nach dem Gleiberg eine braune Kinderjacke. Dem Wicderbringer eine Be- „ k £übl jy Reinke, Ordentliche Generalversammlung der Allgemeinen Arbeiter-Kranken- und -Sterbekaffe. Sonntag den 2. Juni l. I., Nachmittags 3 Uhr, im Saale der Restauration Stamm. Tagesordnung: 1) Bericht des Vorstandes. 2) Endgültige Annahme des Statuts. Sämmtliche Mitglieder haben, unter Hinweis auf §. 17 der Statuten, präcis zu erscheinen. Der Vorstand. (2620) Freuen? und Einnahme ans den. Oberhessischen Cise»bahnen -S S c-8 AZ 2520) Frankfurter Lebens - Versichernngs - Gesellschaft Grund-Kapital: fl. 3,000,000. — fr. Die Nr. 21 bringt folgende Beitrage: Die Diamanten der Großmutter. Erzählung von Levin Schücking. — Ein Rococomaler der Gegenwart. Von Müller von Königswinter. Mit Abbildung: Die Heimkehr. Nach seinem Oelgemälde auf Holz gezeichnet von Karl Hoff. — lieber den Kreislauf des Stoffes durch die drei Reiche der Natur. Vortrag, gehalten den 19. März I. I. im Amphitheater seines physiologischen Privat-Laboratoriums zu Leipzig von Prof. Joh. N. Czermak. — Beim Alten am Sulzberg. Erzählung von Th. Messerer. (Schluß.) — Sklavenfang in ,Afrika. Von R. Hartmann. Mit Abbildung: Ueberfall eines Negerdorfes durch Beduinen. Nach einer Originalskizze R. Hartmann's auf Holz übertragen von H. Leutemann. — Pariser Bilder und Geschichten. Die kleinen Rentiers. Von Ludwig Kalisch. — Blätter und Blüthen: Unsere Landsleute in Frankreich. — Die Mutter Gottes unter dem Hammer. — Noch einmal der Ordensschwindel. — Thumann's Luthertrauung. — Kleiner Briefkasten. Dammes?r ®rmiQ9t Die Gewinnantheile der Versicherten für 1871 können von jetzt ab bei dem Unterzeichneten und bei den Bezirks-Agenten *) erhoben werden. Lebens-, Leibrenten-, Altersversorgungs- und Aussteuer-Versicherungen mit und ohne Gewinn - Betheiligung der auf Lebenszeit Versicherten werden zu den billigsten Prämien und unter den lrberalsten Bedingungen abgeschlossen. I. G. Appel in Gießen. „ 2,453,579. 14 , = y 3 A " äs Die soeben erschienene Nr. 33 Z- enthält: Sttichte. ! haup *« «oti iß. Ä »i'l b(tl Sr 2603) Ein Logis mit Stallung wird zu miethen, oder auch ein Haus mit Stallung dabei, wird zu kaufen gesucht. Lusttragende wollen sich bei Gebr. Stamm melden.___________________________ 2605) Den geehrten Damen diene hiermit zur Nachricht, daß ich mit dem 11. Juni wieder einen Cursus im Anfertigen von Damenkleidern eröffnen werde. C. Schneider, Sonnenstraße. 2629) Ein junger Pinscher gesucht in Lik. D. Nr. 217.____________________________ 2623) Einen Lehrling sucht Emil Junker. Schuhmacher. 2485) In ein hiesiges Fabrikationsgeschäft wird ein umsichtiger, gesetzter Scribent, der eine schöne Handschrift schreibt und correcter Arbeiter ist, zu engagiren gesucht. Selbstgeschriebene Offerten nebst Angabe der Gehaltsforderung wolle man bei der Exped. d. Bltts. unter Chiffre B. D. 1 einreichen. 2618) Eine zuverlässige, im Kochen durchaus erfahrene Person gesetzten Alters wird gegen hohen Lohn von einer kleinen Familie gesucht. Näheres beiCarlPütz, Ingenieur (Seltersberg.)____________________________ 2425) Ein Lehrling wird zu Pfingsten angenommen von C. Staudinger & Comp. 2619) Ein Dienstmädchen auf sogleich oder Johanni zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. Vertretung. | 2572) Ein leistungsfähiger nicht unvermögender in Mannheim ansässiger Kaufmann sucht den provisionsweisen Verkauf solcher Fabrikate und Produkte, für welche Mannheim und Umgegend Haupt-Consumtions-Plätze sind. Für etwaige zu übernehmende Lager sind entsprechende Localitäten in feiner eigenen Behausung vorhanden und wird außer prima Referenzen jede gewünschte Garantie geboten. Franko-Offerten sub Chiffre II. 4551 befördert die Annoncenexpedition von Rudolf 61 61 6* ’N ■ •0n? -uauojuH •ßn? -uauojraA IIIA --juztz;iut ' ßntiain© p •ßnt Muh-Z) •ßn? । -uauojra^ H H ! £ © © © r g? H H H R yuVL s o> o , m i H H 01 öl H H M ■> <—. in o o in in n >n m >n -r-< n CI H H H 61 ^1 61 H ______ B s । ° g । Z V 1 V V i 1* 1 f 1 1 1 1 \ <£ J * io m in m o o co e m m cm co »n .1? .29 S w S 5 s' H H s Hn a t i i 1 ss 5 n 3 • l ? 8 S S ® » * & K Z « ® %% « 6 -® K ® ® 2 in ° ° cS 5 fh ® ® « flö ® CD ft CD ft' E. m . । “2 । । ] । | 5 5- S | S o I o Z ! !^! 1 I ! 1 GC3D Qß 1 CD Ä 1 CD E o .n in in o 61 (M H M H M SI OlClCOCOCOCO^f^^to et ________________________________________________________________________________________________________1----------- • _ „ in m >n oommmo Ü m m ‘n in in m cn -n S ft CD Ä CD ® s ft ft H M H CI O QD Q3 03 ÖD 09 * H H H HH H H H M H s in o ® in | O in 1 a> o £ o to ® =» io । ® । © © © f f f f « o - s t - s - ~ - e e ~ " * " ' « •ßn? luauopa^ts IX. •ßn? | -NSU(xZ> ■ha i -q-iafd® :-usL um 1 ßnSxajn© > 'LnF ruPsimsZ) •ßn« -uauoiiaäs H — s o -S S rfen Ä s ® S ** -s § 9 'Ä' S Q O ö Ä X» 5^ u ° »1 •w ti* «u 0 % •'S S tz o 7 s* — .5 ° Ä SÄ xb 53 Ö 77 S SS ® B 6t Zs >0' 8S 3 k 8 Monat» Meilenzahl. Personen-Verkehr. Güter - Verkehr. Nebenerträgnisse. Summe im April. Total vom Januar bis incl. April. Anzahl. Mvnaks- Äbonne- mentS Ertrag. Ctr. Ertrag. April 1872. 23,47 32834 10 st- 16403 Er. 59 141149 st. 9674 kr. 24 fl. Er 480 32 fl. kr. 26558 55 fl- 101589 fr. 4 April 1871 19,88 28387 2 14975 25 145136 10193 45 386 22 25555 32 102139 9 Differenz. + 3,59 + 4447 + 8 + 1428 34 — 3987 — 519 21 + 94 10 + 1003 23 — 550 5 Hamburg, bleuerwall, 50 ; Berlin, Leipzigerstrasae, 46 ; Basel, Steinenberg, 29; Wien, Stadt, Neuer Markt, 11 ; Leipzig, Markt, 17, Königshaus ; Stuttgart, Kronprinzstrasse, 1 B ; Zürich, Elsassergasse, 1 ; St. Gallen, Obere Grabenstrasse, 13 Genf, Plac deu Molard, 2.