Wien liröfr. ct ^reiw. H«8t? 'Wtion Befteiig at’ »uszchG nghoff. ‘2: >r°ßh. H4 Preis vierteljährig 1 fl- 12 Fr- mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberz Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. 23. Montag dm 29. Januar *872. werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- Bestellungen auf den Liepener 'Anzeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate Februar und März zu 40 kr. Amtlicher T h e i i. 5 •» WÄ S ‘Vaf ÄfiÄ auf den x. Kick zu fchnden, thn im B-tr-tungsfall zu verhaften und dem unterzeichneten G°- richt -uführ-n lchm.' 22 We n Monate; Größe: 5 Fuß 2 Strich; Haare: blond; Nase: klein; Mund: klein; Augen: grau; Wärter daselbst, — zu ernennen. tun die ergebene Lit. B. Nr. 56 ing^oQ ftrumpf. •t bin. betreffend. 4) Ordensverleihungen. ( 5) Namensverändcrungen. 6) Ertheiluug von Erfindungspatenten. ! 7) Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- ; anädiast aerubt: am 22. Dec. 1871 den Kreisbauauffehir - Aspiranten Ludwig Weigel aus Biedenkopf zum Kreisbauauffeher bei dem Kreisbauamte Grunberg zu ernennen, dem PfarrawtS-Candidaten Dr. Wilhelm Bender aus Munzenberg, im Kreise Friedberg, die evangelische HülsSpredigerfielle zu Worm«, im Dekanate Worms und am 23. Dec. dem Pfarramts - Candidaten Johann Carl Bernhard Bobn au« Groß-Umstadt, im Kr. Dieburg, die 2. evang. Pfar,stelle zu AIM im Tek. Aliiy, zu übertragen; am 29. Dec. dem Schulamts-Aspiranten Johannes Rüster au« Egelsbach, im Kr- Offenbach, die 3. evang. Schulstelle zu Egelsbach, im Kr. Offenbach, dem Lehrer an der evang. Schule zu Zeilhard, im Kr. ^e- bürg, Andreas Helfrich, die 1. evang. Schulstelle zu Reinheim, im Kr. Dieburg, zu überiragen; den von d.m Hrn. Grafen zu Stolberg-Roßla-Ortenberg auf die evang. Schulstelle zu Mittel-Seemen, im Kreise Nidda, prasentirtcn Schulamt - Aspiranten Carl Eschbach aus Hirzenhain, im Kr. Nidda , sur diese Steve, den von rem Herrn Grafen zu Stolderg-Roßla-Ortenberg auf die evang. CrtulftfUt zu Nieder-Seewen, im Kr. Nidda , prasentiiten Schulamts - Aspiranten 3»^”" Löffler aus Fleschenbach, im Kreise Lauteibach, für diese Stelle und den von Henn Grasen zu Stotberg-Roßla-Ortenberg aus die evang. Schulstelle zu St n- berg, im Kr. Nidda, prastniirten Schulamt«. Aspiranten Johann Philipp ans Reinheim, im Kr. Dieburg, für diese Stelle zu bestätigen; am 2. 3°"- den von dem Herrn Fürsten zu Isenburg-Büdingen in Wächtersbach auf v - evang. Schulstelle zu Affenheim, tm Kr. Friedberg, präsentirten Schulamts-Äsp - ranten Philipp Meiß aus Bönstadt, im Kr. Friedberg, für dlese St-lle zu v stätigen; am 5. Jan. den Johannes Hühner au« Darmstadt zum MuseumSd n r am Großh. Museum, den Polizeidiener Daniel Rixius zu Bingen zum Kreisdien bei dem Kieisamte Bingen, und am 9. Jan. den seitherigen Hosgarten-Ärve Deutschland. Darmstadt, 25. Januar. Das gestern erschienene Großh. Regierungsblatt Nr. 31e-Jtt‘^t($‘ünntmo^ung Großh. Ministeriums des Innern, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. 2) Oeffeutliche Anerkennung einer edlen That. Am 5. September vorigen Jahres hat der siebenzehnjährige Johann Baptist Gröninger aus Mainz einem fünfjährigen Mädchen, welches aus einem 26 Fuß von dem Erdboden entfernten Fenster ouf die Straße zu stürzen drohte, und bereits mit dem ganzen Körper außerhalb des Zimmers sich befand, dadurch das Leben gerettet, daß er an dem Reaenkandel hinaufkUtternd und sich au diesem mit ter Unken Hand Haltend, mit der r-chten das die Fenflerbrüstung umklammernde Kind ergrrff und wohlbehalten wieder in das Zimmer zuruckbrachte. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Johann Baptist Gro- ninaer aus Mainz für diese entschlossene mit eigener Lebensgefahr ausgesuhrte That das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Rettung von Menschen- leben" allergnädigst zu verleihen geruht. In Gemäßheit Allerhöchster Entschließung wrrd dieses hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. 3) Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Lindenfels, die Erhebung einer nachträglichen Umlage für die Gemeinde Linnenbach, im Kreise Lindenfels, lluguüf^ oacb. Aböl, ter v. R°dc'. n d t) ftzihrm Sin» "hckjlich dü» vik ttm Bait .iwohote"- - ^Äechte» , uiiö rlrst )U(4161) enen öffentlichtik | ng der Beittäze ihnal betraut nfere Mitbürger \ rner Kräfte, I hohen, so ebefo t des deutsche r Anhänglichkeit neu erstandene berstein weigm- ittagung in emt. 8) Charakterertheilungen. 9) Dienstentlassung. Seine Königliche Hpheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. Dec. 1871 den Districtseinnehmer der Distnctseinnehmerei Alzey II., Julius Köster, feines Dienstes zu entlassen- 10) Versetzungen in den Ruhest, nd. 11) Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die 1. evang. Schulstelle zu Alt-Buseck, im Kr. Gießen, mit einem jährlichen Gehalt von 375 fl. 551/4 fr.; die 2. evang. Pfarrstelle zu Laubach, im Dekanate Laubach, mit einem Gehalte von 606 fl. 49 kr.; dem Herrn Grafen zu SolmS-Laubach steht das Präsen- laticnsrecht zu dieser Stelle zu; die evang. Schulstelle zu Bersrod, im Kreise Gießen, mit einem Gehalt von 370 fl. 14 kr. nebst vier Stecken Holz zur Heizung des Schullocals; die 1. evang. Schulstelle zu Weiten-Gesaß, im Kr. Erbach, mit einem Gebalt von 321 fl. 1 kr.; dem Herrn Grafen zu Erbach-Fmstenau steht das Präsentationsrecht bezüglich dieser Stelle zu; die katholische Schulstelle zu Gießen mit einem Gehalte von 345 fl. 12) Sterbefälle. Gestorben sind: am 6. Dec. 1871 der Lehrer Heinrich Schwarz zu Klein-Karben; am 18. Dec. der Landgerichtsdiener Johann Wilhelm Boll zu Lorsch; an demselben Tage der Sool-Controleur Christoph Babel zu Nauheim; am 1. Jan. 1872 der Hofgerichtsadvocat Hugo Pfannmüller II. zu Gießen; am 5. Jan. der penstonirte KreiSamtLdiener Johannes Metzger zu Offen- dach; am 8. Jan. der Stadtgerichtö.Actuar Johannes Momberger zu Darmstadt; am 16. Jan. der Hofgerichts-Canzleidiener Ernst Schellmann zu Gießen. Berlin, 26. Jan. Professor Virchow hat bekanntlich in einer der letzten Sitzungen des Abgeordnetenhauses die Berliner Polizeiverwaltung einer schneidenden Kritik unterzogen. Gegen die dabet gefallenen Behauptungen des liberalen Abgeordneten richtete sich ein in höchst leidenschaftlichem Tone gehaltener Artikel der „N. A. Z.- , dessen Ursprung auf den Polizeipräsidenten v. Wurmb selbst zurückgesührt wird. Die Expectoration schließt mit folgenden Sätzen: , „Den durch Jahrhunderte fleckenlos erhaltenen Ehrenschild der Unbestechlich- : feit preußischer Beamten darf Niemand antaflen, der nicht eine spccialistrte und auf Beweisstücke gegründete offene Anklage zu erheben den Muth hat. Am wenigsten ziert es den Vertreter des preußischen Volks, unter dem Deckmantel der Redc- freiheit Diener des Staates zu verdächtigen und zu verleumden. Der Abgeord- nete Virchow vollends, erhaben über dem mittelalterlichen Vorurtheil, mit seiner Person einzustehen für Beleidigung von Ehrenmännern, also vollkommen unzugänglich für eine zu verlangende Genugthuung, läßt nur die Möglichkeit übrig, ihn und jein kaum zu kennzeichnendes Verhalten vor der Meinung des Landes öffentlich auszusttllm und es ihr anheimzugeben, ob sie diesen Mißbrauch der par- lomentarifchen Redefreiheit dulden oder züchtigen will." Herr Virchow hat auf diese Herausforderung bis jetzt geschwiegen; es scheint, daß er sich die Erwiderung auf ein anderes Terrain verspürt, als dasjenige, auf welchem General v. Manteuffel den Abgeordneten Tweßen über die wiutartfch- bureaukratische Ansicht von der parlamentarischen Redefreiheit zu belehren suchte. Minister Graf Eulenburg hat im Abgcordnetenhouse die Behauptung, daß die Berliner Polizei der Bestechung zugänglich sei, auf die Nachtwachter zu reduciren gesucht. Demgegenüber berichtet man der „Rh. Z." aus der PeN ions-Com- mission folgendes bezeichnende Vorkomwniß. Man berieth über Petitionen ^ betreffend die Unsittlichkeit Berlins. Die abenteuerlichsten Vorschläge, der Prostitution durch Polizei ein Ende zu machen, kamen in Vorschlag. Da erhov sich ein conservativer Abgeordneter Namens Schmidt, der sich als eingeborener Berliner : und mehrjähriger Staatsanwaltsgehülfe berufen fühlte, aus seinen Erfahrungen vet oem arreisamie Vingen, unv um -,, -jun. . Mittbeilunaen zu machen. Er erklärte, im Anfang der 50cr Jahre habe der Christoph Nosignol in der Großh. Hofgartnerei Mathildenhohe zum P fg PolizeirathbHoffcrichter den vergeblichen Versuch zur polizeilichen Unterdrückung der Prostitution gemacht. Aber er sei an der notorischen Calamität, an der Bestechlichkeit der Sittenpolizei gescheitert. Der bekannte Polizeivirector Stieber habe ihm, dem damaligen Staat-anwalt-gehülfen Schmidt, und mehreren staatSanwalt- lichen Collegen in Betreff jener Sittenpolizeibeamten geradezu erklärt: „Was wollen Sie wachen, meine Herren? Die Kerls trinken in einer Woche mehr Champagner, al- Unsereiner im ganzen Jahre." Hannover, 26. Januar. Der leidige Celler Denkmals-Procetz ist gestern durch einen Vergleich glücklich erledigt worden. Beide Theile haben im Termine erklärt, daß sie den vom Richtercommiffar gemachten Vorschlag annehmcn. Da- nach werden der Kläger, Kaufmann Winzler, und die übrigen Anlieger des streitigen Platzes als rechtmäßige Besitzer veffelben anerkannt und erhalten eine Entschädigung von 300 Thaler. Der Kläger und die Anlieger, welche erklären, daß sie den ihnen überwiesenen Platz nur zur Verschönerung der Stadt benutzen wollen, versprechen dagegen, nur im Einverständniß mit der Militärverwaltung zu vcr- fahren, wenn sie Bauten auf dem Platze auszuführen beabsichtigen. Die Proceß- kosten sind compenstrt. Nach den Verhandlungen, Vie dem Vergleiche voraus- gingen, wird angenommen, daß die bisher feindlichen Parteien sich jrtzt vereinigen werden zur Errichtung eines Denkmals nicht nur für die bei Langensalza, sondern auch für die im letzten Kriege gefallenen Krieger aus Celle und der nächsten Umgegend. München, 27. Jan. In der am 23. begonnenen Debatte über die bischöf. liche Bejchweroe erregte Sepp, der nach und gegen Jörg sprach, wiederholt einen Sturm in der Versammlung: Man werfe der Regierung vor, daß sie dem Liberalismus huldige —wer aber habe sie in die Hände des Liberalismus getrieben? Man bespöttelte die Idee der Staatsgefährlichkeit des Dogmas, aber wer gebe die Garantie, daß der bayerische Staat die Krisis, die in Stadt und Dorf tobe, überstehe? Wer trage in Allem und Jedem den Parteistandpunkt, wenn man, wie Vorredner, beständig den Parteiminister, die Parteigelehrten und gar das Parteireich (Anspielung auf einen Ausdruck Jörg's in den hist.-pol. Blättern) im Munde führe? Die alten Theologen stritten, ob Abraham (Heiterkeit) von gutem ober bösem Geiste geleitet gewesen, als er seinen Sohn schlachten wollte; heutzu- tage sei an Stelle Abraham's der Bischof von Augsburg, an Stelle Jsaak's der Pfarrer Renftle getreten, und die des Engels, der Abraham's Absicht zerstöre, vertrete CultuSminister v. Lutz. (Lang andauernde Heiterkeit auf beiden Selten des Hauses.) Der Patriarch sei glücklich gewesen, die That nicht vollbracht zu haben, der Bischof aber beschwere sich noch darüber, daß man ihn abhalte. Wer trage die Schuld an der Feuerlohc? Man könne auch Brand stiften, wenn man Oel in'S Feuer gieße, und man stifte Haß und Krieg, wenn mau beten lasse gegen die Uaterdrücker und Feinde der Kirche, namentlich an Sonntagen durch das Landvolk! Das Majorität--Gutachten ginge von der falschen Voraussetzung aus, als sei das letzte Concil frei gewesen; Redner schildert als Entgegnung die aus den „Concilsbriefen" hinlänglich bekannten Vorgänge beim Concil. Die Bischöfe seien über die Bedeutung des Dogmas so wenig im Klaren gewesen, daß der Minister, wenn er sich nach dem Concil um eine E.klärung an jeden Einzelnen derselben gewandt hätte, eine Musterkarte aus Bayern allein bekommen haben würde. Ueberhaupt glaube Niemand an das Dogma, als ältere und jüngere Weiber beiderlei Geschlechts. (Große Heiterkeit.) Selbst die große Anzahl der Bischöfe denke nicht einmal daran, an dasselbe zu glauben. (Tumult rechts; Rufe: Das ist Lüge!) Ein hoher Mitraträger habe erklärt: „Wenn ich nochmals nach Rom käme, ich ginge wieder zur Opposition" (Unterbrechung: Namen! Verleumdung!) — „es ist derjenige, dem wir die Restauration des hiesigen Domes verdanken!" Oder habe nicht ein Mitglied der Kammer — es sitze hinter ihm (dem Redner) und sei heute sein Gegner — vor dem Concilsbescbluffe zu ihm gesagt: „Wenn der Beschluß in Rom zu Stande käme, müßte man aus der Kirche treten." Jetzt möge er austreten! (Lärm.) Redner gibt nun eine lange Schilderung der wahrscheinlichen Folgen des Dogma's, erkennt aber in den ganzen kirchengeschichtlichen Vorgängen der Jetztzeit etwas Providentielles, erinnert an eine alte Prophezeiung, daß die Kirche nur bestehen werde von Petrus I. bis Petrus II., welch letzterer eben so lange auf dem Stuhle Petri sitzen werbe, als ersterer, und glaubt sich keiner Täuschung hinzugeden bei der Annahme, daß eben so siegreich, wie die deutschen Waffen aus dem jüngsten Kriege hervorgegangen, auch die deutsche Wissenschaft der römischen Hierarchie gegenüber sein werde. (Bravo links.) Von der durch das bekannte Dogma im neunzehnten Jahrhundert hervorgerufenen Kirchenspaltung und ihrem eigentlichen Urheber, dem jetzigen Papste, werbe man aber sagen: „il grande dcvastalore della chiese!“ (Bravo! links. Unruhe rechts.) Was bleibt uns nun zu thun? schließt Redner seinen Inständigen Vortrag und beantwortet diese Frage folgendermaßen: Angesichts der drohenden Gefahr der Kirche, der wachsenden Aufregung im Volke, der Gefahr für die höheren Unterrichtsanstalten, Universitäten, Gymnasien u. s. w. solle an Se. Maj. den König die Bitte gerichtet werden, er möge die sofortige Ausführung des §. 56 der zweiten Verfaffungsbetlage anbefehlen und von der dort ihm eingeräumten Befugniß: dann, wenn er wahrnehme, „daß bei einer Kirchengesellschaft Spaltungen, Unordnungen oder Mißbräuche eingeriffen" seien, „zur Wiederherstellung der Einig- keit unv kirchlichen Ordnung" unter seinem Schutze eine Kirchenversammlung zu veranstalten, Gebrauch machen. Redner kündigt die Einbringung eines darauf bezüglichen formellen Antrages an. Schweiz. Bern, 26. Jan. Das Gefchwornengertcht erklärte den ehemaligen Staats- kasstrer Eggimann, und Muralt, den flüchtigen Director der Handelsbank, aller gegen sie erhobenen Anklagen für schuldig. Ersterer wurde zu 4 Jahren Zucht- hau- (mit Abzug von 6 Monaten Untersuchungshaft), Letzterer zu 3 Jahren Zuchthaus in contumaciam verurtheilt. Gegen Muralt wurde außerdem noch auf Zahlung einer Entschädigung von 195,000 Frcs. an die Handelsbank erkannt. Frankreich. Paris, 27. Jan. Preußen uotificirte seine Bereitwilligkeit, die occupirten Departements im Falle des Gelingens der Nationalsubscription vor dem bestimmten Termine zu räumen, wozu es nicht verpflichtet sei. Local-Notizen. Beschlüsse des GemeinderatbS aus den Sitzungen vom 11. und 17. Januar 1872. Anwesend waren: Der Großh. Bürgermeister Vogt und die Gemeinderathsmitqlieder Berg, Duckina. Felstng. Gail, Haustein, Heß, Körber, Löber, Pietsch, Ricker, Rosenberg, Silbrr- eisen, Wallenfels und Wenzel. 1) Don den Bewerbern für die zu besetzenden zwei Polizeidienerstellen wurden die Sergeanten Gemmecker und Jacobi erwählt. Sodann wurde beschlossen, wegen Annahme von 4 Schutzmännern zur Besorgung de» Nachtwachedienstes Concurrenz zu eröffnen. Jeder Schutzmann soll jährlich 300 fl. Gehalt und alle drei Jahre einen Mantel und eine Mütze beziehen. 2) Zwei Baugesuche wurden an den Bauausschuß zur Antragstellung verwiesen. 3) Die Vergütung pro II. Semester 1871 für Beaufsichtigung des OctroiS mit 48 fl. wurde dm Polizeidienern bewilligt. 4) Verschiedene Rechnungen, wovon jede über 5 fl. betrug, wurden zur Auszahlung auf die Stadtkaffe übernommen. 5) Wegen Nichtreinigung des Plätzchens hinter den Häusern des ConditorS Lind rc. war gegen die betreffenden Hauseigentbümec Anzeige erhoben worden und auf den Einwand der Angeschuldigten, daß dasselbe kein öffentliches, sondern ihr Eigenthum fei, wurden die Acten der Stadt zur Erklärung mitgetheilt. Der Gemeinderath hat hierauf beschlossen zu antworten, daß die Stadt an fragliche Plätzchen kein EigenthumSrecht bilden könne, weil weder daö Grundbuch etwas enthalte, noch eine Urkunde vorliege, die für das Eigenthum der Stadt spreche. 6) Die Georg Reiber's Eheleute haben in dem von ihnen errichteten Testament der Kleinkinderschule 600 fl. und dem Krankenunterstützungsoerein 400 fl. zugewiesen und bestimmt, daß diese Legate der Stadt Gießen für den Fall zur Verwendung für die Stadtarmen zufallen sollen, wenn diese Bedachten die Legate nicht beziehen können oder wollen. Der Gemeinderath hat Namens der Stadt diese Bestimmung aceeptirt. Dann haben dieselben der Stadt Gießen 100 fl. mit der Verpflichtung überlassen, die Zinsen hiervon jährlich an den jeweiligen Gärtner der Stadt zu bezahlen, welcher gehalten sein soll, hierfür das Erbbcgräbniß der Schenker ordnungsmäßig zu unterhalten. Auch diese Schenkung hat der Gemeinderath acceptirt. 7) Auf eine Emgabe des SchulinspectorS wurden für Completirung der Schulbibliothek und zur Anlage einer Lehrerbibliothek dahier 30 ff. jährlichen Beitrag aus der Stadtkaffe bewilligt. 8) Infolge Nachsuchens wurden dem hiesigen Eichamt die der Stadt Gießen gehörigen Eichapparatc leihweise überlassen. 9) Das Gesuch des S. Katzenstein um die Erlaubniß zur Anlegung eines Schienengleises über den städtischen Weg zunächst seiner Besitzung wurde abgeschlagen. 10) Di- Anlage einer Röhrenleitung zur Ableitung des Wassers aus der Balserstiftung nach der Wllhelmstraße wurde m>'t dem Vorbehalt gestattet, daß die Röhren 3 Fuß tief unter das Ehauff-ebanquett gelegt und bis au die Staatsstraße am Hause der F. Block Wittwe geleitet werden, auch in diese das Wasser von der Straße ausgenommen werden müsse. Gießen, 29. Januar. Wie wir vernehmen, hat der LandtaqSabgeordnete unserer Stadt, Herr August Heß, in einer Zusammenkunft am verflossenen Samstag den Wahlmännern seinen Entschluß mitgetheilt, sein Mandat als Abgeordneter zum Landtage niederzulegen, unter Begründung dieses Entschlusses mit Berufsgeschäften, die ihm nicht gestatten, im laufenden Jahre so viel von hier avw-send zu sein, wie cs die Pflichten eines Abgeordneten erfordern.—Herr Eugen Luvz thei'.t uns mit, daß er verhindert sei, seine Shakespeare-Vorlesungen am 29. u. 31. Januar zu halten. Er wird nun am Montag, den 5. Februar, Julius Cäsar und Mittwoch, den 7. Februar, König Lear lesen. Handelsberichte. Gesetzentwurf, die Brausteuer betreffend. Der Reichskanzler hat dem BundeS- rath den Entwurf eines Gesetzes wegen Erhebung der Brausteuer im deutschen Reiche vocgelegt, welches innerhalb der Zolllinte des Reiches, mit Ausschluß Bayerns, Württembergs, Badens, Glsaß-LothringenS, des großherzogl. sächsischen Vordergerichts Ostheim und deS sachsen-coburgischeu Amtes Königsberg, Geltung hat. DaS Gesetz umfaßt 40 Paragraphen. §. 1 lautet: Die Bcau- steuer wird von den zur Bereitung von Bier verwendeten nachbenannten Stoffen zu den folgenden Sätzen erhoben: 1) von Getreide sMalz, Schrot u. s. w.j mit 20 Silberqroschen; 2) von Reis fgemahlen oder ungemahlen u. s. w.j mit 20 Silbergroschen; 3) von Stärke, Stärkemehl [mit Einschluß deS Kartoffelmehlsj mit Stärkegummi [Dertrinj mit 1 Thaler; 4) von Zucker aller Art [Stärke-, Trauben- u. f. w. Zuckerj sowie von Zuckerauflösungen mit 1 Thaler 20 Silberqroschen ; 5) von Syrup aller Art mit 1 Thaler 10 Silbergroschen für jeden Centner. Von Gemischen solcher Stoffe, welche verschiedenen Steuersätze« unterliegen, ist die Angabe für da« Ganze nach dem Satze für den darin enthaltenen höchst befleuerteu Stoff zu entrichten. §. 2 verlangt auch die Besteuerung der Essizbrauereien. Nach §.3 erfolgt die Besteuerung für die Stoffe von 1—3 nach dem Brutto-, von 4 und 5 nach dem Nettogewicht. §. 4 betrifft die Firatio» der Besteuerung auf einen b.stimmten Zeitraum. §. 5 läßt den HauSbrau zum eigenen Bedarf in Familien von nicht mehr als 10 Personen über 14 Jahre frei, untersagt jedoch daö Ablassen au fremde Personen. §. 6 setzt eine Steuervergütung bei Versendung in das Ausland unter näheren vom Bunbesrathe zu erlassenden Bestimmungen fest. Die folgenden Paragraphen betreffen d>e Verpflichtungen der Brauereien den Steuerbehörden gegenüber bezüglich der Räume, der Ge- räthsvermeffung, der Vorrätheaufbewahrung, der Vorschriften über gemeinschaftlichen Betrieb der Brauerei und Brennerei, der Erstattung der Steuer, der Generaldeclar tion für die Verwendung von Malzsurrogaten, Zeit der Einmaischung [vom October bis einschließlich März von MorqenS 6 bis Abends 10 Uhr, in den übrigen Monaten von Morgens 4 bis Abends 10 Uhrj, über das Verhalten der Steuerbeamten gegenüber den Brauereien und deren Befugnisse; über Strafbestimmungen [4facher Betrag der defraudirten Steuer von 10 Thaler aufwärts, bei Rückfällen 8facher Betrag von 25 Thaler aufwärts und bei deren Wiederholung doppelte Geldbuße oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahrj; Ordnungsstrafen bis zu 50 Thaler von 5 Thaler und bei Wiederholungen von 10 Thaler ab; Gastverbindlichkeit des Besitzers für Verwalter, GewerbSgehülfea und Hausgenossen bei Betheiliguug am Gewerbebetriebe; Rückfallstrafung der Beamtcubestechunq und Widersetzlichkeit gegen Beamte k., Strafverfahren analog demjenigen wegen Zollvergehen- Heimfall der Strafgelder an den Fiscus deS Staates, von dessen Behörden di« Verurtheiluna erfolgt, und endlich die Schlußbestimmung. Der Termin der Geltungskraft de« Gesetzes ist Vorbehalten und treten mit derselben alle bisherigen einschläglichen gesetzlichen Vorschriften mit geringer Moderation außer Kraft. Dem Entwürfe sind ausführliche Motive beigegeben welche sich namentlich über die Besteuerung der Surrogate in eingehender Weise verbreiten und'die Bedürf- nißfrage meistentheils an der Hand statistischer Nachweise erläutern. Außer Cours gesetztes Papiergeld. Anhalt-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 25 von 1850, 1852, 1856 und 1859 Anhalt Köthen'sche Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. Juni 1848. Anhalt-Köthen-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 2. März 1848. Anhalt-Köthen-Bernburger Gisenbahnscheine ä Thlr. 1, 5 und 25. Anhalt-Dessauer Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. August 1849 und ä Thlr. 10 vom 1. October 1855. Anhalt-Dessauer Landeöbanknoten ä Thlr. 1 und 5 vom 2. Januar 1847. Bautzener [lausitzer landständilchej Banknoten ä Thlr. 5 von 1850. Bayerische Hypotheken- und Wechselbanknoten ä fl. 10 von 1859, 1850. Braunschweigische Bank- und Darlehensbankscheine ä Thlr. 1, 5 und 20 von 1842. Braunschweigische Banknoten ä Thlr. 10 Gold vom 1. Juni 1856. BreSlaucr städtische Banknoten ä Thlr. 1, 5. 25 und 50 vom 10. Juni 1848. Dänische 5-Reichsbankthalerzettel älterer Emission von 1835, und auf einer Seite blau bedruckt Gothaische Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 30. September 1848. Holsteinische Kassenanweisungen von 1854. Kurhessische Leih- und Commerzbanknoten. Leipziger Banknoten, alle vor dem 2. November 1851 erschienenen. Oesterreichische Banknoten, auf Cor.ventwnSmünze lautend und die in Österreich. Währ. * fl. 10 vom 1. Januar 1858, ä fl. 100 vom 1. März 1858. Polnische Bankscheine grüne ä 1 Rubel, weiße und rothe ä 3 Silberrubel. Posener Provinzialbanknoten vom 1. December 1857. Potsdamer Stadtscheine ä Thlr. 1 vom 8. September 1819. Reuß ältere Linie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 15. Mai 1858. Neuß jüngere Linie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 29. März 1849. Rostocker Banknoten vom 1. Juli 1850. Sachsen-Weimar-Kassenanweisungen ä Thlr. 1 und 5 von 1847. Schleswig-Holsteinische Kassenscheine ä Thlr. 1 [2'/, M.j vom 31. Juli 1848. Schwarzburg-Nudolstädter Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 von 1848. Schwarzburg-Sondershaus-ner Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 10 vom 11. März 1854 vom 20. December 1856 und vom 25. October 1859. Württembergische 2-, 10- und 35-Guldenschn 1864r 153 !> .1 R zelnen, bei Emil Pistor. gegeben wer- liche Versteigerung in Accord 138 fl. 36 fr. zu 48 •I I 15 15 20 «II Handlung in Schwelm. (300) 400) mb 1859. M- 10 v°« ,2. 4897) , blau bedruckt. Mittwoch den 31. d. Mts., Morgens 9 Uhr, 326) sollen in obigem Bezirke 300 Stück Eichen- und gemischte Stämme, öffentlich verkauft werden. Hungen, den 22. Januar 1872. Bau- und Wagnerholz, circa 120 Festmeter, sodann meist 34 278 79 169 276 43 51 873/4 1047/8 Braunschweiger 217« Stadt Florenz 85 Zimmerarbeit, Schreinerarbeit, Schlosserarbeit, Glaserarbeit, Weißbinderarbeit, Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto - Börsennachrichten. 27. Januar 1872. Fürst!. Rentamt. Demme. Arbeitsversteiqerung. Dienstag den 30. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, den, als: Maurerarbeit, veranschl- k. 8. 99i/i k. 8. 993/4 k. 8. 105 M Lungen schwindfucht, wenn noch nicht in zu sehr vorgeschrittenem Stadium, ist noch heilbar- — Man lese die gediegene Schrift von I. H. Franke: Die Krankheiten der Brustorgane und des Halses. Preis 7V2 Sar. Verlag der Fr. Wortmann'schenBuch- *1 10 428) Handdresch- und Häckselmaschinen rc., Krippen und Tröge von Lung- stein bei Emil Pistor. Gießen, den 26. Januar 1872. Körner, Beztrksbauaufseher. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Holzversteigerung im Fürstlichen Thiergarten bei Hungen. Aetlen. 5% 3str. F. St. E. B. 421 Lombard. Bahn 2233/4 Ludwigsh.-Bexbaoh 198-/z Maxbahn 149 Bayer. Ostbahn 1497/s Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 195 349) Am Gänseacker ist eine Wiese, 285 Klafter haltend, zu verkaufen oder auf mehrere Jahre zu verpachten. Näheres bei Gg. Ehr. Spruck, oder Neustadt Lit. D. Nr. 54, im HL Stock. ' btm BandrS- .che voczelegt, rgS, Badens, en coburzischeo d: Die Bm- ben folgen»!» ; 2) von Reis rlarkemehl [mit on Zuck-r aller der 20 Silber; ’ttüntr. Son ijflbt für bai :n. §. 2 ver- fut dir Stosir die Firaiion igenm Bedarf 1 daS Abläßen Instand unter llphen betreße» iumt, der Geien Betrieb der it Verwendung von Morgen» llhrf, über dat tr Strafbestim- cksallen facher oder Fcriheits- nb bei Wieder- stwerb-gehülfe» intenbestechung 1 Zollvergehen: Lerurthcilunz ZeseheS iß vor- driften mit W den, welche sich md die Bedürf« 429) Bratbückinge sind ein- getroffcn. I. A. Busch Söhne. Jagdverpachtung zu Ullendorf an der Lumda. 217) Freitag den 16. Februar l. I., Mittags 12 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause die am 15. Februar leihfällig werdende hiesige Gemeindejagd in zwei Abtheilungen auf weitere 6 Jahre, vom 15. Februar 1872 bis 15. Februar 1878, öffentlich verpachtet werden. Die Bedingungen werden in dem Versteigerungs-Termin bekannt gemacht. Allendorf a d.Lda., den 13. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a- d. Lda. Wagner. Gelfhorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 10 St. 9 53—55 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankenst. 9 18 —19 Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 24-25 mietet Stadt, Innern [einen unter Begrünen Zähre so Hm Eugen ■u- 31. Januar Mittwoch, dm werden jährlich von mir abgesetzt, wodurch billigste Preise ermöglicht und Garantie für beste Construction gegeben ist. Auf schriftliche Anfragen prompte Auskunft und illustrirtes Preisverzeichniß. Heinrich Lanz, Maschinenfabrik. Mann heim. Von diesen Maschinen halten Lager und liefern zu Fabrikpreisen: die Herren Flick 84 Kroll in Gießen. Jagdverpachtunq. 419) Die am 7. Februar 1872 leihfällig werdende Gemarkungs-Jagd in der Gemarkung Ettingshausen, circa 3247 Morgen haltend, aus 1917 Morgen Feld und 1300 Morgen Wald bestehend, soll Mittwoch den 7. Februar 1872, Nachmittags um 1 Uhr, in dem hiesigen Rathhause, unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen, anderweit auf 6 Jahre verpachtet werden. Ettingshausen, den 27. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen. Sommer. Specialität für Futterschiieid-Maschinen <•58. 4000 Stück Jagdverpachtung. 385) Die am 6. Februar l. I. leihfällig werdende Feld- und Waldjagd in der Gemarkung Reiskirchen soll Donnerstag den 8. Februar l. I., des» Nachmittags um 2 Uhr, anderweit auf dem Gemeindehause dahier auf weitere 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Reiskirchen, am 25. Januar 1872. Großherzogltche Bürgermeisterei Reiskirchen. Jünger. Versteigerungen. Arbeitsversteigerung zu Rodheim und Vetzberg. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 27. Januar. Weniger lebhaft zwar, aber bei desto festerer Haltung verkehrte die heutige Samstagsbörse; unsere Spekulanten find voll guten MutheS und sehen die Zukunft im rosigsten Licht. Dar einzige, was ihnen etliche Sorge verursacht, ist die sich in Berlin schwierig gestaltende Ultimo-Liquidation, in Hinsicht deren dort jetzt schon hohe Neporr- sätze zugestanden werden. Für heute war der Verkehr in Speculationseffecten, wie gesagt, fest. Credit behaupteten 255, Staatsbahn gingen auf 4211/4—7z und Lombarden gewannen gleichfalls 11/2. Nationalbank in ziemlichem Umsatz, ohne jedoch Preisbefferung zu erfahren. Von übrigen Banken ist namentlich Süddeutsche Bovencredit hervorzuheben, für welche von Berlin aus nicht unbedeutende Kaufaufträge vorlagen und deshalb bis 1973/4 stiegen. Londoner Wechslerbank steigend 76. Auch bayerische Handelsbank 1 Procent höher. Ferner waren im Umlaufe österreichisch-deutsche 117V4, Frankfurter Bankverein 134'/z. württembergische Notenbank, Stuttgarter Bank Frankfurter Wechslerbank. Bahnen bei guter Haltung. Böhmen sehr gesucht und höher bezahlt, desgleichen Galizier und Alföld von deutschen Bahnen hessische Ludwig gefragt und gut bezahlt 196. Gotthardbahn in Folge von vielen Verkäufen sogenannter „wilder" oder Scheine- Subscr'ibenten im Eourse gedrückt. Bexbacher 3 Procent höher. Auch Prioritäten beliebt, besonders Livorneser, Clbthal, Saalbahn und Ebensee-Jschl. Auch lombardische Prioritäten im $ün Staatspapieren wurden heute Silberrente, Spanier und Bayern in größeren Posten ^handelt desgleichen bayerische Loose. Köln-Mindener Loose sehr fest, wie auch fortwährend Raab-Grazer und Ungarn. Amerrkanische Bahnen preishaltend; recht beliebt namentlich alte Missouri, 81V4. Die neuen 7procentigen Cairo-Vincenner werden bereits lebhaft gegen andere Papiere getauscht. ___________________________________ sollen auf dem Rathhause zu Treis a- d. Lda. nachfolgende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden, als: Anfertigung zweier Glockenseilc, veranschlagt zu 15 fl. 36 fr., Anfertigung von 6 Rohrstühlen, veranschlagt zu 12 fl., Anfertigung von 6 Bänken, veranschlagt zu 21 fl. 12 kr. Treis a. d. Lda., den 26. Januar 1872. Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. I- A.: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. IM"54' k. 8. k. 8. 430) Valencia-Apfelsinen in süßer Frucht, frische Messina - Citronen, Prinzesi- nrandeln und Malaga-Tafelrosinen in neuen Sendungen empfehlen I. A. Busch Söhne. Feilgebotenes. 427) Steinkohlen, Braunkohlen, CokeS in Waggonladungen, sowie auch im Ein- | Ooi&es für Zimmerheizung sind fortwährend in der GaSfabrtk zu haben. Gebäude-Versteigerung. 399) Mittwoch den 31. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll das Oeconomiegebäude bei der II. Schule dahier, bestehend in zwei Stöcken, 20 Meter lang, 5 Meter tief, aus gutem Eichenholz erbaut und mit Ziegeln gedeckt, auf den Abbruch meistbietend versteigert werden. Groß-Buseck, den 26. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Groß-Buseck. Wagner. Holzversteigerung im Münsterer Gemeindewalde. 364) Dienstag den 30. Januar, des Morgens 8 Uhr anfangend, soll im Münsterer Gemeindewalde, District Strauch, nahe an der Chaussee von Laubach nach Lieh, nachverzeichnetes Holz öffentlich meistbietend versteigert werden, als: F340 Fichten-Stämme von 15 bis 26 Centi- meter Durchmesser und 8 bis 14 Meter Länge, 1014 Fichten-Stangen von 7 bis 14 (Zentimeter Durchmesser und 8 bis 14 Meter Länge. Die Zusammenkunft ist Morgens 8 Uhr in Münster. Münster, am 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Münster. Heß. Arbeitsversteigerung zuGroß-Linden. 386) Mittwoch den 31. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr, sollen auf dem Rathhaussaale zu Groß- Linden nachstehende Bauarbeiten durch öffent- k. 8. l177/8 k. 8. 921/2 k. 8. 92i/2 k. 8. 102 m. 8. — 1. 8. - 4% Holzversteigerung in den Gräflich Solms -Laubach'- schen Waldungen. 424) Dienstag den 6. Februar sollen in dem an der Laubacher-Schottener Chaussee gelegenen Districte Scheppmaulsdickung folgende Holzsortimente: 1) Scheidholz: 806,25 R.-Meter = 526 Stecken, 2) Astprügel: 199,2 R.-Meter = 1277r Stecken, 3) Reiserprügel: 134,37 R.-Meter --- 86 Stecken, 4) Stockholz: 187,0 R.-Meter - 120 Stecken, versteigert werden. Der Anfang ist um halb 10 Uhr bei Holznummer 1. Laubach, am 28. Januar 1872. Jung, Oberf.-Vicar. 423) Donnerstag den 1. Februar, Nachmittags um 3 Uhr, sollen die bei Erbauung des Vicinalwegs von Rodheim nach Krofdorf, gemeinschaftlich mit der Gemeinde Vetzberg, vorkommenden Bauarbeiten auf Ort und Stelle durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Thlr. Sgr. Planirarbeit, veranschlagt zu 94 Chaussir- und Pflasterarbeit, veranschlagt zu .... 122 Steinbrechen, Fahren u. Aufsetzen derselben, veranschl. zu 141 Rodheim u. Krofdorf, den 27. Jan. 1872. Die Bürgermeistereien Krofdorf und Rodheim Colnot. Bender. Vorläufig noch eingelöst werden an den betreffenden Hauptlasten: Bautzener landftändische Banknoten ä Thlr. 5 ohne Datum, ä Thlr. 10 von 1861. Chemnitzer Stadtscheine ä Thlr. 1 von 1848 und ohne Datum. Großherzoglich Hessische Grundreutenscheuie ä fl. 1, 5, 10, 35 und 70. Rnrht fiifcbt Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 20. Magdeburger Prwatbanknoten ä Thlr. 10, 20. 50 und 100 vom 30. Juni 1856. Nassauer Landesbanknoten und LandeScreditkaffenscheine. Oesterreichische Banknoten in österreichischer Währung ü fl. 1 vom 1. Januar 1858 und ü fl. 5 yoni 1. Mai 1859. Nreukische Banknoten ä Thlr. 25 und 50 von 1846. M„ußische Kassenanweisungen ä Thlr. 1 und 5 vom 2. Januar 1835 und Preußische DarlehenS- * fassen sch ei ne ä Thlr. 1 und 5 vom 15. April 1848. • Sächsisch- sköuigl.j KaffenbilletS von 1840, 1843, 1846, 1848 und 1855. Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 601/4 3°/0 Öst. s. Lombard 845/g 3°/0 Livorneser 39 V2 50/o Toscaner 62*/2 5% Elisabeth.-Prior. 833/4 do. II. Emiss. 82 Anlehengioose. Kurh. 40 Thlr. Loose 691/2 Nassau 25 fl. 481/2 40/o bayr. Pram.-Anl. 117 Ansbacher 7 fl. 12V» 40/0 badische Loose 115 Badische fl. 35 Loose 721/2 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 38’/2 Oestr. fl. 250 v. 1854 85 1858r Prioritatsloose 198 1860r Loose 93 sstv. U ">it 48 ff. "MS auf s it. n„ anö der An- JS ta tQ>otten, bag S,'>«$&. MKen sollen, hat ^"lassen, -le ' ^halten sei» ’W Echeukung ^chulbibliothek ,,r Stadtkasse !en gehörigen Balserstiftung fuß tief unter Littwe geleitet Preuss. 41/2 0/0 Oblig. 1037i Frankf. 31/2% Obi. 881/2 Nass. 41/2 0/0 Obi. 99 Kurhess. 4% „ 93 V2 Gr. Hess. 5°/g Obi. 102i/2 „ „ 4O/o n 973/4 „ „ 3i/2o/o n 92 Bayer. 50/0 n IOOI/4 n 41/2% Ijahrige 100 „ 40/g Ijahrige 95 Würtemb. 41/2% Obi. 995/8 Baden 472% Obi. c. E. L. 99% Oesterr. Silberrente 633/Q „ Papierrente 543/4 Amerik. Bonds 188 Ir 1025/g n „ 1882r 96i/4 n » 1885r 97»/8 , » 1887r 985/e Spanier, neuest. 30/0 32 Aetien. Frankf. Bank 140 Frankf. Vereins-Kasse 134 Darmst. Bankact. 4891/2 Wien Bankactien 8761/2 Galizien 273 Oest. Creditact. 35574 112 R.-Meter Eichen-, Buchen- und gemischt Scheidholz, 440 V V V , Prügelholz, 160 1 V ff , Stockholz, 750 , V r v , Reiser t M - '■ r ^,j M \ h 'S ■ 'R ''M W-1 Loncert-Vercin 415) Die Rechnungen über Einnahme und Ausgabe des Gießener Concert- währcnd den nächsten vierzehn Tagen in der Ricker'schcn Buchhandlung zur Der Vorstand. Farbwasren - Handlung Condensirte Milch. in Reisstärke empfiehlt sich einem W Tafelrofinen, | Jtal. Haselnüsse. 11 i Hu* <-*» d- ' 2 A ■» cw o - H i Bienenhonig, Zuckersyrup. Giessen (Seltersweg) 420) Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen und sogleich zu beziehen in Lit. D. Nr. 11. Thee, Vanille, Chocolade, Sardellen und Gothaer Cervelatwurst. Einsicht aus. Gießen, den 27. Januar 1872. Lager in ächt italienischen und deutschen Teigwaaren, als: Maccaroni, VermicelliS, Suppenteige, Eterge- müse- und Eiersuppennudeln. Parmesan- und Emm ent li al er Häse. Jtal. Brünellen, getrocknete Kirschen, Aepfelspalten, ganze Äcpfel, Mirabellen, Catharina - Pflaumen und türk. Zwetschen. Toilette-, Bade-, Fenster- und Pferdeschwämme In einer am heutigen Abend im Leib'schen Saale abgehaltenen öffentlichen Versammlung wurde das unterzeichnete Comitö mit Einsammlung der Beiträge für das auf dem Niederwald zu errichtende deutsche Nationaldenkmal betraut. Diesem Auftrage uns unterziehend, richten wir an unsere Mitbürger die Bitte, mit willigen Gaben — Jeder nach dem Maaß seiner Kräfte, ob klein, ob groß — beizutragen, zu einem so patriotischen, so hohen, so edelen Zwecke, der Zeuge sein soll der Treue, der Opferwilligkeit des deutschen Volkes, gegenüber unseren gefallenen Helden, ein Beweis der Anhänglichkeit und Liebe für das in so hohen Ehren und seltenem Glanz neu erstandene Reich deutscher Nation. Solchem Ziel, so vertrauen wir, wird Niemand sein Scherflein weigern. Herrn Kloos haben wir, mit der Sammlung gegen Eintragung in eine Liste, beauftragt. Rechenschaftsablage erfolgt öffentlich. Gießen, den 25. Januar 1872. Das Comitö: L. Bücking. Hofqerichtsrath W. Buff. Ferd.Gail. August Heß. Hofqer.-Advocat Hirschhorn. F. Graf zu Solms-Laubach. Adolf Noll. Professor Oncken. A. Ricker. Provmz.-Director v. Roder. Streng, Rector. Bürgcimeistcr Bogt. Professor Dr. Zöppritz. Reinschmeckendes Schweineschmalz, pr. Pfund 28 fr. Blockchoeolade, pr. Pfund 28 fr. Würfelzucker. Clianiplffiions, Vermiethungen. 432) Das von uns seither bewohnte Logis in Lit. C. Nr. 1 am Kreuz ist zu vermiethen und sofort zu beziehen. Gebr. Stamm. Jeie Shllpse, per Ctitrf fr, bienenben Urtunben f6r tie ordentlichen Mitglieder des Concert-Vereins Mull für Ballkleider, Maslm, Atlas und Sammet unterm t,iPr!Phn SF.aaen in der Ricker'schcn Buchhandlung zur Einkaufspreise. Julius Landauer Daheim ■e. Vermischte Anzeigen iO Bierbrauer auf der Hardt bei Gießen. 5 2 a «5 348) Ein Gymnasiast ober Realschüler kann in einer Beamten-Familie van künftigen Ostern an Kost und Logis und zugleich auch, wenn es gewünscht wird, Nachhilfe in allen Lehrgcgenstänben erhalten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. ihr -Dialer. Zu dem Bilde vo.n Ludwig Passini. — Die neuen Maße, Gewichte und Münzen. Gedicht von Ferdinand Graefe. Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E- Heinemann, I. Ricker. 433) Alle noch rückständigen Forderungen des Hutmackers I. Werner müssen bis zum 5 nächsten Mts. bei Vermeidung gerichtlicher Schritte an den Unterzeichneten bezahlt werden. In Auftrag: H. Werner, Kaplansgasse. Brauermasi, beste Qualität, stets vorräthig bet Fr. Textor, Porto- u. spesenfreie Besorgung uou Inseraten in sämmtliche Zeitungen des In- und Auslandes zu Öriginal-Zcitungspreisen. (Zeitungsverzeichniss auf Verlangen gratis und franco.) Bei grösseren Aufträgen angemessenen Rabatt» Annoncen - Bureau von Th. Dietrich Coiup in Cassel. 425) Einen Lehrling mit guten Vor- kenntnissen sucht Emil Pistor. | Der Achmüller und sein Recht. Erzählung aus den bairischen Bergen. Von Th. Messerer. (Fortsetzung.) — Aus dem Leben einer schönen 426) Ein kleiner rauhhaariger gelber Frau. Mit Porirait der Gräfin von Po- Pinscher entlaufen. Dem Wiederbringer eine tozka. — Aus der Welt der Börse. Neue Belohnung Marktstraße D. 217. !Folge- IV. Die Börse und die Presse. — !Der Sturz des Meisters. Vaterländischer Roman von Georg Hilil. (Fortsetzung) — Am Familientische: Italienische Kinder und O Die soeben erschienene Nr 18 ZK enthält: 98) Ein einzelnes Zimmer zu vermiethen bei E- Pitthan. 417) Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen bei H. Burger, Neustadt. 431) Ein in bester Lage der Stadt gelegenes Zimmer, welches sich zu einem Laden eignet, ist mit ober ohne Familienlogis zu vermiethen. Näheres bei ber Expeb. d. Bltls. Redaction, Druck und Verlag ber Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Preis mit W Post W il Wonnen Vitt' Versetzung! 1. Dircklore schuß-Milgl derlich fei. Diä Kreistag gewählt mi Der,' trauen und Landwirthsr stehe, zu so den Großh« samuilung ■ Zuf 1)M 2) Lei 3) Ai 4)$i 5)Ve 6) Sc YM 8)5ii 9) «fit 10) «fii 11) Dr. 12) «fii Hier ttag über