£ Der den RcligtonSgescllschaften verfassungsmäßig zugrstcherten Selbstständigkeit eine Demgemäß ist in dem vorliegenden Gesetzentwurf davon griffe bezeichnen muß. st'' rt en i Deutschland. Darmstadt, 24. Novbr. Eommerzienrath Fink hat erklärt, die ihm für Darmstadt angetragene Candidatur für den diesmaligen Landtag nicht annehmeu zu können. Die Ablehnung von Eandivaturen ist eine merkwürdige, für den diesmaligen Landtag charakteristische Erfchciaung. Nachdem früher bereits P. P. Diehl und O. Hofmann auf das Bestimmteste erklärt habe», keine Candidatur annebmen zu wollen, haben neuerdings bekanntlich Ohly und Prof. Dürfen, famwtlich wie Fink Perfonlichkeiten, deren Mitwirkung bei einem Landtag nur wünfchenswertd fein könnte, die gleiche Erklärung abgegeben. Darmstadt, 27. November. In der gestrigen Sitzung des GefammtMini- steriums haben die Lerathungen über die dem kommenden Landtage vorzulegenre Stäetcvrcnung begcnnen. — Wie wir hören, ist es Vie Absicht der Regierung, den Landtag, wenn irgend möglich, noch vor Weihnachten einzuberufen. Mainz, 23. Novbr. Eine Verfügung des Ministeriums des Innern macht kinrm stark verbreiteten klerikalen Unfug an Ende. Es werden dadurch die Schulbehörden angewiesen, auf die Vorschriften der bestehenden Gesetze und Verordnungen zu achten, nach welchen die Schul-Unterrichtsstunden durch kirchliche Andachten und dergleichen weder gestört noch unterbrochen oder abgekürzt werden dürfen. Berlin. Der Wortlaut des Gesetz-Entwurfs, betreffend die Gränzen des Rechts zum Gebrauche ürchicher Straf- und Zuchtmittel, ist folgender: „Wir Wilhelm von Gottes Gnoden König von Preußen, verordnen mck Zustimmung der bciden Häuser des Landtags der Monarchie für den Umfang der letztem, einschließlich des Jahvegrbiets was folgt: § 1. Kein Religionslehrer ist befugt Straf- oder Zuchtmittel anzudrohen, zu verhängen oder zu verkünden, welche weder dem rein religrösen Gebiete angehören, noch lediglich die Entziehung eines innerhalb der Kirche oder..RrligionsgiseUfchaft wirksamen Rechts oder die Aus- schlltßung aus der letztem betreffen. § 2. Kein ReltgionSlehrer ist befugt, gesetzlich zulässige Straf- und Zuchtmittel zu verhängen oder zu verkünden wegen Vornahme einer Handlung, zu welcher die StaatSgcsetze oder die von der Dbriß- feit innerhalb ihrer Zuständigkeit erlassenen Anordnungen verpflichten. Ebenso wenig ist er befugt, derartige Straf- oder Zuchtmitt-l anzudrohen, zu verhangen oder zu verkünden, um dadurch zur Unterlassung einer der vorbezeichneten Handlungen zu bestimmen. § 3. Kein ReligtonSdnner ist befugt, gesetzlich zulässige Strat- oder Zuchtmittel zu verhängen oder zu verkünden, weil öffentliche Wahloder Stimmrechte in finer bestimmten Art ausgeübt, oder weil sie n.cht ausgeubt worden sind. Ebenso wenig ist er befugt, derartige Straf» oder S^tUel an- zud.ohen, zu verhängen oder zu verkünden, um 91 rf bfr g« ich so «. ft rf ne re n, ?n ill a r- ld x* V ? )e 0 n u n in eininucu tuuvuu v..,i Wirkunaen nicht lediglich auf das kirchliche Gebilt beschränken; 2) solche, welche ist Verhängung bestimmterjsich zwar auf dieses Gebiet beschränken, aber der Ausübung staatlicher Rechte Kirchenstrafen, namentlich der Excommunication gegen landesherrliche Beamte, von den Staatsbihörden für nichtig erklärt und ihre Vollstreckung gehindert worden. Im Deutschen Reich war seit dem 16. Jahrhundert die Statthaftigkeit eines Rekurses wegen M ßbrauchs der Amtsgewalt fettens der katholischen wie -er protestantischen Geistl-.chkeit an den Kaiser oder die beiden höchsten Reichsgerichte grundsätzlich anerkannt. Eine nähere Festsetzung der Fälle, in denen ein solcher Recurö als zulässig anzusehea, ist zwar durch die RlichSgesttzgrbung niemals e.folgt. Die Praxis zeigt lndcß, daß jeder U-bergriff tu Gerichte in ■ weltlichen Sachen, (namentlich in die Compttenz der weltlichen Gerlchte), ferner die unzulässige Verhängung von Ki.chevstrafkN, resp. Genfiimi, und die Verletzung C'r durch die deutschen Concordate garautirten kirchlichen Einrichtungen den silrcurS t gründeten, und daß als Strafen für den festgestellten Mißbrauch der geistlichen Amtsgewalt bald Geldbußen, bald Temporallensperren, bald Absetzungen, mitunter arch Gefängnißstrafen ausgesprochen wurden. Nach der Auflösung des Deutschen Reichs hat die Particulargesitzgebung ter einzelnen deutschen Staaten die rerchs- rechtlichen Normen über den RecurS ab abusa nicht Wetter entwickelt, sondern das Rechtsmittel nur in allgemeinen Umrissen als statthaft anerkannt. Dagegen ist das Institut in Frankreich, wo es seit dem 16. Jahrhundert eine detaillrrte Ausbildung erfahren hatte, von der Napoleonischen Gesetzgebung m seinen wesent- liebsten Grundzügen avoptirt worden. . . Die Staatsregierung hat nicht umhin gekonnt, eine legislative Regelung der bezeichneten Angelegenheiten gegenwärtig st befugt,^ 6 U 4 J ff!« $ 8 ter @tänjen zwischen Staat und Kirche, in Gemäßheit de» Art. 15 3°»>mi"el unter Bezeichnung der davon ^roffentn Per^n nt ch ' i«< ' B.rfassungeurkunde festzuhaiien sein, daß ein Staat, welcher den verschiedenen machen. § 5. Wer den Vorschriften §§ 1 bi« 4 mrt ■«.^5 5'7j“6n9^"Jn ' 7eULaften' Raum zur freien und selbstständigen Ent- Geldstrafe bi« zu Eintausend TdaUrn oder mi JJ* * 1 bff(ntlid)eri»i(fUng gewährt, nur insoweit gegen einen Mißbrauch der Sachen Amtsgewalt bestraft. Daneben kann auf Verlust °er Säh g'eit ur Lletleldung n fünfi,iniuftt>reUen Beruf sat, al« die staatlichen Einrlchtunzen und Sefeße, die staat- Armier, einschließlich der Ktrchenämter, auf die ^g"o°^^ Reltai°nSd'en-.n lichen Rechte feiner Angehörigen oder die Erfüllung der den letzteren gegen den Jahren erkannt werden. Der Versuch S • 3 9|ifd) terl Staat obliegenden Pflichten in Srage gestellt oder gefährdet werden. Dabei ist im Sinne dieses Gesetze« gehören alle Personen, we che in ber eMngeltW Achten, daß sowohl im Interesse der Rechi-stcherheit al« tm Interesse römisch-katholischen Kirche oder U andern Re tg gJ f4 f( ot, ten8 Religionigesellschasten verfassungsmäßig zugrstcherten S-lbststandigkett eine Organe, al« Geistliche oder al« Beamte tha ig fl°d. »rkun ch . dneten Spteialistrung der einzelne» Fälle, soweit dieselbe thunllch, wünschenSwerth erscheint, Berlin. Der oben mttgetheüte Entwu f .« dem H°us- drr^Abgeordneten Staat Handlungen der geistlichen Amtsgewalt al« strasbare Ueber- Borgelegten Gesetze« über den Gebrauch ' 3 a. grlfi£ bezeichnen muß. Demgemäß ist in dem vorliegenden Gesetzentwurf davon ausführl chen Motiven begleitet, " n Straf- und Zucht- au-gegangen, daß kirchliche Straf, und Zuchtmittel nach drei verschiedenen Richtungen „Die Rothwendigkett einem Mißbrauch d r I r»M«n ehaf «S B ■ B(nn fle vorkommen, eine wirksame Repression ägyrsrs k&ä&ss staatlichen Placet allgemein unterworfen, oder es t. Preis virD^lsähÄg 1 ff. 12 ft. Ält Durch di« Pok brzsgen vkrtrlföhrig 'ä ff. 29 !r- Anzeige- und Amtsötaü für den Kreis Hießen. N^. 28^1 Donncrstag dm 28. November Wi% Amtlicher Theil. Gießen, am 25. November 1872. Betreffend: Die Aufnahme des Erndte-Ertrags im Jahr 1872. Das Groß h erzo g liche K r e i s a m t Gieße n an die Groscher?oglichen Bürgermeistereien des Kreises. Gleich wie in vorlaufenden Jahren sollen die Erndtcergebnisse des Jahres 1872 zusammengestellt werden, jedoch unter Berücksichtigung, resp. auf Grundlage der neuen Maße und Gewichte. Die betreffenden Formularien lassen wir Ihnen durch die Post zugehen. Wie Sie aus letzteren entnehmen werden, sind die Flächengehalte, statt mit Morgen, mit Hektaren auszudrücken, der Ertrag an Früchten ist per Hektar, beziehungsweise von der ganzen Gemarkung, statt in Maltern oder Centnern, überall in Centnern anzugeben. , , Bis längstens 25. December d. I. sehen wir der Rücksendung der auszufüllenden Uebersichten entgegen. v. Röder. II I» Bll IsllllM»«MM ■IIIIMHIIIIIIII HIII M!««« I||| I I III Ulllll I I I III Erscheint täglich, mit Auv* nähme Sonntags. Expedition: Canzletberg. 8tt. B. Nr. 1. nach der bestehenden Gesetzgebung des Staats gerade entgegenwirken wollen; 3) solche, welche dr-rcb ihre Form au und für sich als ungehörig erscheinen." — Von dem Umfange des Schadens, welchen die Sturmfluth vom 12./13. d. M. angerichtet hat, mag man sich ein Bild aus der Mittheilung der „Flensb. Nordd. Zeitung machen, wonach die bisherigen Ermittelungen allein im Kreise Flensburg ergeben haben, daß derselbe auf über 3/4 Million Tbaler zu schätzen ist. — An der durch die Sturmfluth vom 13. d. M. zerstörten Bahnstrecke zwischen Greifswald und Miltzow wird nach der „Neuen Stettiner Zeitung" ununterbrochen gearbeitet und sind von Stralsund aus 600, von Greifswald aus 300 Arbeiter fortd.'uernd an der Wiederherstellung thätig. Wie erheblich die von der Fluth angerichteten Verwüstungen waren, mag unter Anderem daraus erhelle», daß auf Strecken von etwa 50 Schritt der Bahnkörper so vollständig weggeriffen, daß die untereinander verbundenen Schienen mit bin daranhängenden Schwellen theilweise 5 Fuß hoch frei in der Lust schwebten. Die Wiederherstcllungsarbciten find indeß bereits soweit gediehen, daß man meinte, heute bereits die Locomotive bis an den Ryk gehen lassen zu können. Wcnn nicht besondere Hindernisse sich entgcgen- steliev, ist zu hoffen, daß die Bahn bis zum 1. December wieder in Betrieb gesetzt werden wird. Berlin, 26. Novbr. Der Kronprinz benachrichtigte hiesige Landtags nit- glieder von der fortschreitenden Besserung in seinem Befinden und seinem vcm- riächstigeu Eintreffen in Berlin. Derselbe fordert zu sofortiger Errichtung eines Central-Unterstützungsvereins für fäwmtliche Heimgesuchle an der Ostseeküste auf. Der Kronprinz verheißt, nc-ch seiner Rückkehr an den Vereins-Arbeiten mit voll- sten Kräften Thei! zu nehmen. Drr Präsident des Abgeordnetenhauses hat bereits eine bezügliche Vorbesprechung eingeleitet. Berlin, 26. Novbr. Die motivirte Tagesordnung des Abgeordnetenhauses über den Reicheusperger'schen Antrag wird lauten: 1) Das Abgeordnetenhaus hat zur Zett keine Veranlassung, über dogmatische Streitfragen eine Entscheidung zu treffen. 2) Durch Regierungs-Anordnung ist der Zwangsunterricht Wollwann'c beseitigt. Eine Resolution, betr. den Ausschluß Ordensgeistlicher vom Schulunterricht, ertheilt dem Cultusmiuistrr ein Vertrauensvotum. Karlsruhe, 26. November. Die Kronprinzessin des deutschen Reiches und von Preußen ist mit ihren beiden jüngsten Kindern aus der Schweiz hier eingetroffcn. Regensburg, 27. Novbr. Der Jesuit Meschemoser wurde, weil er auf der Durchreise, obwohl er ausgcwiesen ist, hier übernachtete, vom Stadtgericht gestern zu 3 Tagen Arrest verurthellt. Bromberg. Die Noth an der Ostsee stellt sich als immer größer heraus, je mehr Detail aus einzelnen Orten bekannt wird. So heißt es in einem Briefe einer Dame aus Barth in Neuvorpommern: „Das war eine SchreckenSnacht (vom 12. bis 13. November) und ein Unglückstag, und hätte der Sturm noch einige Stunden länger angehalteu, wer weiß, wo und wie wir dann ein Ende genommen. Jetzt sind wir, in der Mitte der Stadt wohnend, noch verschont geblieben, aber die Vorstädte und die Leute an der Mauer sind auch stark heimgesucht. Alle Scheunen haben ebenfalls unter Wasser gestanden und müssen jetzt geräumt werden, damit der Inhalt sich nicht entzündet, der stellenweise schon sehr heiß ist. So wandert, da der Regen gar nicht nachläßt, viel schönes Korn und Futter, dos viel Geld bringen sollte, in die Dunggrube. Getreide, Kartoffeln und Heizungs- material ist viel verloren, und dazu diese naffe Witterung, bei der es kaus> noch Tag wird uno nicht getrocknet werden kann. Wir Barther sind verhältnißmaßig noch gut weggekommen gegen unsere Nachbarn auf dem Dars. Dort steht es zu traurig, und was hier irgend Wohnung bekommen kann, flüchtet hieher. Manche wohlhabende Leute find in 24 Stunden arm und obdachlos geworden und schauen trostlos in die Zukunft. Ginge es zum Frühling, so wäre es lange nicht so schlimm wie jetzt, dem Winter entgegn. Könnt Ihr von den reichen Rheinländern nicht für uns einige milde Gaben erbitten? Wenn es nur für unseren kleinen Verein (gemeint ist der seit langer Zeit in Barth bestehende „Nä'hverein", der ßch zur Aufgabe macht, arme Frauen und Kinder zu unterstützrn) wäre; wir möchten gern etwas warme Kleidung für den Winter beschaffen, haben aber so wenig Geld." Belgien. Brüssel, 26. Novbr. Die „Union" von VervierS constatirt, daß der Bischof von Lüttich die belgischen Pfarrer in den an der deutschen Grenze liegenden Dörfern, wo Plattdeutsch gesprochen wird, durch deutsche Jesuiten ersetzt. Brüssel, 26. Novbr. Nach Berichten der „Jnd^pendance belge" aus Versailles wäre die Rechte entschlossen, auf ihrer feindseligen Haltuug gegen Thiers zu beharren. Die Parteiführer sollen sich schon mit der Eventualität der Demission ThierS' beschäftigen und General Changarnier als Nachfolger in Aussicht nehmen. Als Minister seien der Herzog v. Audiffret - PaSquier, Ernoul, der Herzog v. Broglie und Desjardins vorgeschlagen. * Frankreich. Lösung der in der Botschaft angeregten Fragen wird nicht vorgeschlagen. Der Bericht wird morgen der Nationalversammlung vorgelegt werden. Ueber den Ausgang der Krise laufen die widersprechendsten Gerüchte um. Versailles, 26. Novbr. Die „Agence Havar" meldet: Thiers und die Commission halten au ihren divergirenden Ansichten fest. Die Situation ist ernst. Trotzdem ist noch nicht alle Hoffnung auf ein Arrangement verloren. Versailles, 26. Novbr., Abends. In der Nationalversammlung wird der Bericht Batbie's über den Antrag Kerdrel verlesen. Derselbe hebt die Verdienste des Präsidenten hervor und leugnet, demselben feindlich gesinnt zu sein. Er erklärt, die Conservativen könnten aber die Gründung einer conservativen Republik nicht unterstützen, so lange die Regierung mit den Radicalen, den geschworenen Feinden der öffentlichen Ordnung, den Erben der Commune, paktire. Vcrant« wortlichkeit der Minister sei die Hauptsache. Die Nationalversammlung habe ThierS gegenüber, der die Frage der Ministerverantwortlichkeit in eine Frage über den Fortbestand der jetzigen Regierung verwandele, nicht die genügende Freiheit der Entschließung. Die Gründung einer zweiten Kammer sei gleichbedeutend mit dem politischen Testamente der Versammlung. Die Majorität der Commission wolle die Frage, ob Republik oder Monarchie, jetzt nicht zum Austrage bringen, aber sie protestire gegen die steigende Fluth demagogischer Barbarei. Die Commission beantragt die Ernennung einer Commission von 15 Mitgliedern zur Aus- a.beitung eines Gefttzentwurfes über die Ministerverantwortlichkeit. Die Dis- cusfion über diesen Antrag wird von der Versammlung auf den 28. November festgesetzt. Versailles, 27. Novbr. Die „Agence Havas" meldet: Der Ministerrath wird heute über die Beschlüsse berathen, welche der Bericht Batbie'S nach sich ziehen soll. Die vertraulichen Besprechungen zum Zwecke einer Verständigung haben nicht aufgehört. ThierS wird der morgigen Sitzung wahrscheinlich bei» wohnen. Ueberall herrscht vollständige Ruhe. Amerika. Washington, 26. Novbr. Die britischen Truppen haben am 22. d. MtS. San Juan geräumt. Die gemischte britisch - amerikanische Commission wies den britischen Entschädigungsanspruch (10 Mill. Dollars) zurück. — Die Botschaft des Präsidenten wird die auswärtige Politik und die Beziehungen zu den fremden Mächten in sehr ausführlicher Weise besprechen. (Eingesandt.) Zur Landtagswahl. Die Thatsache, daß eine Differenz zwischen dem Cornitö der liberalen Par- thei für Oberhcssen und dem Landes - Comitö der FortschrittSparthei besteht, ist für viele Wähler gerade nicht erfreulich. In der Voraussetzung, daß die näheren Umstände dieser Spaltung hinlänglich bekannt, und daß unserem Comitö die besten Absichten für provinzielle Wohlfahrt zu Grunde lagen, muß doch den Wählern in Oberhessen auch die Frage zur Prüfung auheimgegeben werden: „ob unserem Comitö kein Ein- „verständniß mit dem Landes-Eomits möglich gewesen, und ob unser Comitö „hier hinsichtlich der provinziellen Jntereffen auch zweckmäßig und politisch „gehandelt hat?" Das Programm, welches das Landes - Comitä erlassen, weicht wesentlich nicht von dem, welches unser Comii6 ausgegeben hat, ab; in Bezug auf liberale Reformen in nationaler und reichsfreundlicher Politik und in kirchlichen Fragen besteht kein Unterschied. — Also bleibt nur die Wahrung der provinziellen Interessen, welche durch Aufstellung heiwathlicher Candidaten eine gewisse Garantie erhalten sollte. Wäre dieses wohl nicht im Einversta'ndniß mit dem Landes-Comit6 möglich gewesen, ohne daß Gefahr vorhanden, daß die Abgeordneten d m Partheizwang verfallen? Es ist ja doch jo natürlich, daß man Leute aus den heimarhlichen Bezirken bevorzugt, weil diese die Bedürfnisse besser kennen und verstehen. — Durch das Fernbleiben unseres Provinzial. Comit^'s ist ab.r Oberheffen in eine Sonderstellung gedrängt worden, deren Tragweite zu beleuchten hier am Platze fein dürfte. Nach der Strömung zu urtheilen, worin die Wahlbcwegung sich befindet, steht zu hoffen, daß fast in ollen Theilen des Großherzogthums die liberalen Candidaten gewählt werden, und dadurch eine Kammer zu Stande kommt, die unsere jetzige Regierung auf dem Wege fortschrittlicher Reformen von allgemeiner Bedeutung auf das Nachdrücklichste unterstützen und in allen diesen Fragen eine große Einmüthigkcit zeigen wird. Anders wird es sich aber verhalten, wenn in der Kammer rein provinzielle Jntereffen zur Verhandlung kommen: — die in allgemein politischer Beziehung stets einmüthige Kammer wird sich alsdann in Partheien spalten, von denen jede ihre speciellen Interessen zu vertreten hat. Ob man wohl alsdann vergessen wird, daß Oberhessen eine Sonderstellung eingenommen und Abgeordnete gesandt hat, die unter dem Einflüsse derselben gewählt sind? Und wenn bei solchen Verhandlungen Starkenburg und Rhcin- h ssen durch Compromiffe vorher geeinigt, die oberhcssischen Interessen den Ober- Hessen allein zu vertreten überläßt? Sind dann di-odeihessischln Abgeordneten auch immer allein im Stande, für rein vberhessische Jnteresien die Paris, 24. Novbr. Selbst wenn, wie es jetzt den Anschein hat, die Ker- drel-Commission mit einem gegen ThierS gerichteten Anträge vor die Kammer tritt, so hält man hier den Sieg des Herrn ThierS für sicher, da man annimmt, daß im letzten Augenblick der vernünftigere Theil deS rechten Centrums sich für ihn entscheidet und der Präsident eine hinreichende Majorität erhält. Uebrigens behauptet man in den parlamentarischen Kreisen schon heute, ThierS sei der Majorität sicher, wenn er die Vertrauensfrage ausstelle. Sein Muth wird durch die zahllosen Adressen erhöht, welche fortwährend aus allen Theilen des Landes ein- treffen, um sich für seine Botschaft zu erklären und ihn aufzumuntern, den royalistischen Parteien nicht nachzugeben. Daß die Regierung diese Adressen hervor^ gerufen habe, ist ein ganz grundloses Geschwätz. Die eiste ging bekanntlich von dem Gemeinderath von Reims aus, wo man für den Präsidenten besonders begeistert war, da gerade die Räumung der Stadt stattgefunden hatte, und die übrigen Gemeinveräihe und Körperschaften ahmten das Beispiel n^ch. Das Bien Public stellt es ouf's Energischste in Abrede, daß die Regierung den Präfecten den Befehl ertheilt habe, diese Kundgebungen zu begünstigen. Versailles, 25. Novbr. Batbie hat in der Commission für den Antrag Kerdrel dm MajoritätSb>richt vo^gelesen, welcher den Beschluß der Dringlichkeit der Niedersetzung einer Commission von 15 Mitgliedern zur Vorbereitung eines Gefttzentwurfes über die Ministerveranlwortlichkcit empfichlt. Der Bericht spricht die Unstatthaftigkeit einer Antwort auf die Botschaft aus, welche dadurch motivirt Wird, daß Thiers nur Delegirter der Nationalversammlung sei. Irgendwelche in der Kammer zu erringen? Das parlamentarische geben besteht aus Cowpromiffen, und nur durch gegenseitige Zugeständnisse werden auch gegenseitige Interessen gewahrt. Loettl-Notiz. Gießen, 28. November. Vorgestern hat die hiesige Polizei abermals einen fremden vagabundirenden Gauner abgefaßt. Er hatte viele Schmucksachen bei sich, die er zum Theil hier veräußert hat. Eine goldene Damen - Uhr, eine goldene Kette, 2 goldene Medaillons und 2 Brochen in Etuis hatte er in Kassel gestohlen; wo er die übrigen Schmucksachen annectirt hat, weiß man noch nicht. Der Gauner, der, wohl aus Vorsicht, keinerlei Schriften bet sich führt, nennt sich Fritz Becker aus London; er spricht aber auch deutsch im silefischen Dialect. Sein wahrer Name und seine Heimath werden wohl noch festgestellt werden können. Für die Ueberschwemmten der Ost- und Nordsee sind bei uns eingegangen: Hr. Buchhändler W. Ferber 5 fl.; Hr. Fabrikant Bender 10 fl.; Hr. Sckulinspector Vigelius 1 fl. 45 fr.; N. N. zu G. 30 fr.; Hr. Stabsquartier- meister Kalbfleisch 1 fl. Summa 18 fl. 15 fr- Um weitere Gaben bittet dringend Die Exped. des Gießruer Anzeigers- in wl* 11 kosten, wenn llchcs Gesch und ohne Nei zwar °>^ ' fest«, lchnft' in Folg- ew Mren^/ pituß- Sa”£ ver^" fitfi zwischen at hervor- ziemlich fest. Priorität611 'n Richtung. An richt zuruchnwl Dividente von $(nin^anf, - bondS fest- S, «iedri.nr. - __ Besondere Bek Zur Bezahl den bei der f angelegten Kc Jahres fällig Termine sestges 1) Diensta 2) Mittwo 3) Donne, 4) Samsü 5) Dienste 6) Mittw! 7) Donne 8) Samst 9) Dienst 10) Mittw 11) Donne 12) ©arnfta 13) Diensta 11) Freitag 15) Samsta 16) Monta, 17) Dienste Die Jnteres fordert, die a Empfang zu n zeigung der (g, -Zugleich nii: Donnerstag f< tlftntm b übrigen Za, bestimmt sind. E Sai‘t 1 Stolls i '°u -1 ®l,Ua|ion iß »‘tloren. R *""» »irb d„ '= r>-.di,.ß 6t,„ lein Stpablif .Wtoortfltn «traut. ,”*9 babe über '°7° s-.ib.i, i' dbebrutklid mit r ^oimifjion j . 0e blingris [ ^>e Coin- : tern M Äus- Die Dis. Noveivbkr “ 22. d. Mrs. ßoo wies denr Die Botschaft i |u dw ftemdkii! liberalen |ri besteht, ij Spaltung Hillen für prom- Dbirhksen auch i imitö fein Eji- \ unftr Comili j it> politiff' iW wesentlich I uz aus Mali chlichen Krag!« rovinzielleu 3i- Miss- Garant' Cooife «oglich i Parthtitmg n hkiiakhlichi ü vnstehtn. - oerhtfskn in eia! hier am i9 M WM i# tit liberalen Itt bM 111 111 118”“* ico z»g-»11,1 rein (d).r W* 10n ttnti F . eonC«H"llJ afluffe ’«** 1 «•» * 'S'3 Cl” ? i.n «b9«,M7a g (!) W"'1' „ Mrtf külch und »»> «-s -Ä n 25 n 56 Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 L. — Wer eine Annonce ictlen in hiesigen oder auswärtigen Blättern veröffentlichen will, erspart Mühe und $orto ^Fr&nkf Bank 145V* kosten, wenn er damit die Unterzeichneten beauftragt, deren alleiniges und auSfchließ- > v^eins K wien BankaS 1055 Haaieustein & Vogler, ।. o«t. credHaot. 366>/, Frankfurt a. M., große GalluSstraße 1. ' ?™.2_2_,.6_ Donnerstag den 12. December d. I., । Nachmittags 2 Uhr, ~ ' 1 sollen auf dahiesigem Rathhaus die dem Meißen s SchmetterliNaßbuch, ist L?a"e^Z^°ä!ie,7'a^^°u dahier ge- billig abzugrben. " Fkinsten Emmenthulkr-, Schweizer-, Limburger-, Kräuter- und Rahmkäse, mit und ohne Stanniolverpackllng. Feinstes Blüthen- und Waizenmehl aus der Kunstmühle der Herren Franz Peppler & Compagnie. Italienische und dentsthe Aaccaronis, Eiergemütenudeln und Supgenteige, geschälte Erbsen, Linsen und Bohnen, feinste Patent-Reis- und Waizenstärke, und ertra fein gesiebte Kafftnade. Tafel- und Stearinkerzen , in verschiedenen Sorten, von 20 fr. an pr. Pfd., seine Levante- und Zamoica- Badeschwämme. Holländische Vollhäring'e, (Äenneftr Sardelle», Salz- und Essiggurke», englische ApeckbülkMge zum Rohessen, l" ol ft ft er Cervelatwurst. BSrsennaehrichieB. 27. November 1872. Preuss. 4% % Oblig. 102% Frankl. 3%o/o QbL 86% Nass. 4% 0/0 Obi. 99% Kurhess. 4ß/0 F 93% Gr. Hess. 5% Obi. 102 » fl ^°/ü n 98% » ?» 3%% Ä — Frankfurt a. M., 27. November. Die Börse war heute mit der Ultimoregulirung beschäftigt, für die verhältnißmäßig schwere Opfer gebrach! werden mußten. Geld zeigte sich heule zwar nicht fehlend, doch stellten sich ProlongationSzmsen auf ca. 7%—8 %. Umsätze hielten sich tm Ganzen durch das Abwickelungsgeschätt in ziemlich beschränkten Grenzen, die Tendenz war eine siste, besonders auf günstige Wiener Course und (noch unverbürgte) Nachrichten aus Daris, welche in Folge eines diplomatischen Vorgehens der deutschen R gteiung eine baldige Beilegung der! Differenzen zwischen der Rechten und ThierS in Aussicht stellen. Auch der neueste Ausweis der! preuß. Bank, dessen Positionen e:kennen lassen, daß sich die Ansprüche an der Bank neuerdings vermindert haben, trug dazu bei, die Stimmung zu heben. Creditactien eröffneten mit 366% und schlossen 367% mit einer Avance von ca. % fl. Etaatsbahn waren weniger bevorzugt und gingen, sich zwischen 364% und 366% bewegend, auü dem Verkehr nur um einen Bruchtheil höher wie gestern hervor. Lombarden blieben zu 217 wie gestern Abend. Silberrente zu 6li3/lß gefragt und ziemlich fest. In österr. Bahnen einiges Geschäft und Course durchgehends höher. ' Livorneser Prioritäten % % matter. Bankpapiere belebt und Course fest und theilweise in steigender Richtung. Antwerpener Bank höher zu 119%. Die Steigerung dieser Actien ist auf die Nachricht zuruckzuführen, daß die Betriebsresultate des verflossenen Jahres die Vertheilung einer Minimal- Divldendc von 12 <% gestatten sollen. Darmstädter 1 o/o höher; außerdem erfuhren Württemb. a - --r---------- — Vereinsbank, Brüsseler und Deutsche Effectenbank EourShinaufsetzungen. Amerikanische Staats neuest. 3% 285/H bonds fest. Spanier eine Kleinigkeit besser. Von Wechseln Paris gefragt. Napoleons % Kr S; Amerlk- Bonds 1881r 98% niedriger. . '!» n n f"/'Ä , ^08) Ein gutes Zugpferd ist zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes. 5505) Frische Apfelsinen u. Citronen, leßere von 4—6 fr., fein gesiebte Raffinade, per Pfund 22 fr., Blütheu- ineli*, aus der Mühle der Herren Franz Peppler & 6omp. empfehlen 3- A. Busch Söhne. Tertor'sches Lagerbier, pr. Flasche 7 kr-, frei in's Haus geliefert von L. Textor, (2582)im Darmstadter Haus. empfiehlt in frischen Sendungen Extra feines Traubeugelve, Herde und Desen - . ---in den verschiedensten Sorten, namentlich I. Wagner, , 5494) Bei Unterzeichnetem stehen noch sich so sehr bewährenden, in jeder B^ ______________an der Grunberger Straße. 3 schwere Wagen zu verkaufen. Klebung ausgezeichneten 643) Thür- und Grab- be. Königsberg । Regulir-Füll-Oefen sehilder, sowie Klingelgriffe!-----—t-t—————lf4869) ^pftrbit I. G. D. B-pst. . .-t- ... Li, „ Lasel - Bier, " Aechtes ous der Actienbraueret hier, Nürnberger Bier - ssvt) G°°rg° Dörr/Klrchmplatz. 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Imper. 9 43—45 Badische fl. 35 Loose 70% ” " - ---- Oesfcr. fl. 250 y. 1854 92% 1858c Prioritäts.^vjaa 218 2) Mittwoch „ 4. 3) Donnerstag „ 5. 4) Samstag „ 7. 5) Dienstag „ 10. 6) Mittwoch „ 11. 7) Donnerstag „ 12. 8) Samstag „ 14. ff 9) Dienstag „ 17. ff 10) Mittwoch „ 18. ff 11) Donnerstag „ 19. ff 12) Samstag 21. ff 13) Dienstag „ 24. ff 14) Freitag „ 27. er _ 15) Samstag „ 28. ff 16) Montag „ 30. ff 17) Dienstag „ 31. ff Die Interessenten werden daher 5507) Wnthvolle Bücher zu herabgesetzten Preisen. Die !81ri»u88'sche Buchhandlung, Haasengasse Ro. 13, in Frankfurt a. M. offeitrt : ft** Vermischte Anzelgeu wonnen. Schuhmacher. 5495) 5506) 3 Aboiluemeuts - Concert, ausgeführt von der Capelle des Großh. Hess. 2. Jnf.-Regimrntö Nr. 116 Bürger, Herrn Christian Sch opbach & emmecker, Poli;eidiener. 5496) Unterzeichnete empfiehlt sich hier- mit als Todtenfrau. Die Wohnung be findet sich bei Karl Netter. I. Jünger Wittwe. 5501) Ein Portemonnaie mit einigem Geld ist in meinem Laden liegen geblieben. Der Eigenthümer ka u dasselbe gegen die 5482) In der Kirch er kasse zu Alt- Buseck sind 645 fl. gegen hypothekarische Sicherheit auszuleihen. Alt-Buseck, am 23. November 1872. Für den Kirchenvorstand: Seipp, Psarrvicar. M,2) Wählrr der m. Kassc. Zu der bevorstehenden Wahl eines Gemeinderaths - Mitgliedes schlagen wir euch Herrn Adolph Weidig, Metzgermeister, vor. Mehrere Bürger. B e k a n n t in a ch miß, Cafe Dellt Freitag den 29. November: rancden. 5472) Wir erlauben uns, bei der Freitag den 29. und Samstag den 30. l. Mts. stattfiudendeu Gemeinderaths - Ersatzwahl unseren Miv Volksbuch, illustr. Herausgeg. v. Fr. Hoffmann, mit viel. Stahlst. 4°. Prachtbd. 2. 24. — Volksheillehre, oder das Buch vom gesunden und krankcn Menschen. ; Thle. Eleg. geb- fl. L 12. — Weber’® Demokritos- 12 Bde- Eleg. geb fl. 7. — Wilder mut h, Auguste, ein Lebensbild. Eleg. geb. 48 fr. — Zlanltzka, Lord Byron, romant. Skizzen aus einem vielbewegten Leben. 5 Bde. (fl. 9) für fl. 2. 12. — Duller, deutsche Geschichte, 2 Bände, mit Abbildungen fl. 3. 30- — Kotteck’s Weltgeschichte, fortgesetzt bis zum Jahre 1870 von Zimmermann. 7 Bände, mit 100 historischen Bildern. Eleg. geb. fl. 9- — Schlosser s Weltgeschichte. 19 Bde. geb. fl. 24. — Zschokke’s Stunden der Andacht. 8 Bde- Eleg. geb. fl. 6. 30. Dies, in 4 Bänden geb. fl 4- 30. — Struhlheim, Gesch. unserer Zeit, 1789—1830. 30 Bde., m oiel- Abbild, geb- fl. 5. 30. — Kaulbach, Uriel der Teufel. 2 Bde., m. Abbild, l.' 1. 12. —- Vach der Vatur. Novellen v. Moritz Hartmann. 3 Bde. fl. 1. 48. — Griesinger, Th., Das Damenregmient an den verschied. Hosen Europa’s. 2 Bde., m- 6 Stahlst, fl. 1. 48. — Iler Humor im Felde, Heiteres aus dem Kriege von 1870. 2 Hefte 18 fr. — llüsseldorfer Künstler-Album- Jahrg. 1857—65, m. o. schwarz und col. Kunstblättern 4°. Prachtbd pr. Jahrg. fl. 4. — Brockhaus, Eonoersations Lexicon. 8te Aufl. 12 Bde., eleg- Halbfrzbd., fl. 7- — Becker s Weltgeschichte. Herausgeg. von Woltmann und Menzel. 14 Bde. Hlbsrzbd-, für fl. 10. — Zschokke’s Novellen- 17 Bde. eleg. geb- fl. 10. 30. — Ottilie Wildermuth’s Schriften. 8 Bde.« eleg. geb- fl. 6. — Platen’s Gedichte, eleg. geb. 36 fr. — Uhland’s Gedichte und Drauren, eleg. geb. fl. 2. 30. — Kinkel. Otto-, der Schütz. Prachtbd-, fl. 1. 6 — Chamlsso s poet- Werke. Eleg. geb. fl. 1. 24. Dessen Peter Scklemihl, mit Illustr-, Prachtbd-, 48 fr — Göthe’s Egmont, mit Illustr., Prachtbd-, 48 fr. — Ludw. Seeger s Dichtungen, 2 Bde- Prachtbd. m- Goldschn. fl. 1- 48. — Auerbach s Dorfgeschichten. 8 Bde. Eleg. geb. fl. 6. Dessen auf der Höhe. 2 Bde. Eleg. geb. fl. 2. 24. — Göthe’s Neinecke Fuchs. Prachtausg. ;n. viel. Illustr. Prachtbd- 4". fl- 4. 30. Dessen Faust. Prachtausg. m- viel. Illustr. 4«. Prachtbd. fl. 5. — Deutsch. Dichter-Album. Herauögegcbeu v. L Seeger. Mit Photograph. Dichter-Portr. Prachtbd. mit Goldschn., statt fl. 7. für fl. 2. 2/1. — Iugend- schriftcn (sämmtlich gebunden.) Biernatzky, Bilder aus d. Geschichte des Morgenlandes, m 4 Stahlst. 54 fr-, desgl. der Griechen u. Römer 54 fr., deSgl. aus den ersten 1100 fahren nach Christi m. 4 Stahlst. 54 fr., desgl. vom 12ten bis 14ten Jahrhundert mit 4 Stahlst. 54 fr- desgl. Bilder aus den letzten Drey Jahrhundert mit 4 Stahlst. 54 fr. — Bidpai’s morgenländ. Erzähl- 2 Bde., 48 Er. — Goldschmidt’S Gesch. v. Griechenland mit Abbild, fl. 1. 12..— Martiu'S Naturgeschichte m- 242 farbig. Abbild, fl 1 45 fr — Presset, Heldenkämpfe aus alter und neuer Zeit m. 6 Abbild. 54 fr- — SwiftS Gullivers Reisen in- Abbild. 48 fr. — Braun, aus der'Jugendzeit m- color. Abbild. 36 fr. — Campc'S Robinson 36 fr. — Die Altersstufen m. color. Abbild. 24 fr. — Die Jahreszeiten mit color. Abbild. 36 fr. — Staudenmayer, christliche Erzähl, mit color. Abbild-, 6 verschiedene Bündchen ä'15 fr. — Neues Bilderbuch für die Jugend 4°. 15 fr- — Der Osterhaas 4°. 36 fr. — GibaS Skizzenbuch mit color. Bildern 4». fl. 1. 12. — Jung Häsens Krautfahrt mit Abbild. 12 ir. — Kummer, der arme Spatz 12 fr. — Schiesertasellust mit Bildern und Neimen 4«. 36 fr. — Schulz, Schreiblese und Elementar - Sprachbuch mit color. Bildern 4°. 54 fr. — Bilderfibeln \ in 6 Sorten mit color. Abbild- ä 9 und 12 fr. 548S) Einen tüchtigen Pserdeknecht sucht 5499) Wir erlauben uns bei der am Montag den 2. zu sofortigem Eintritt- Fritz Lampus, December stattflndenden Gememderaths-Ersatzwahl der 11. Elaste ____________________S-lter,w-g. |ull^re Milbürger, die Herren Carl Ludwig Peppler, Albert, Der zuuerläisige Rathgeber bet geheimen Krankheiten f‘>t 48 ~ Amor u. Hymen, enthüllte Geheimnisse d. Liebe u. Ebe. 36 ft. - Biffait, Deutschland, sein Volk und seine Sitten, mit mell Abbild. Ged. fl. 2. a. -• Blut'ien 1in Schriften- 3 Bde. fl. 1. 12. — Chamlsso’s Gedichte. Eleg. geb. 54 fr- IMchterblülhen. Eine Festgebe für deutsche Frauen von C- Hoffmann, ^^chtbd- fl 1 12. — Eine JVaclit in Paris. 12 fr. — Erdbeschreibung, die, der alten Welt. 2 Bände, mit vielen Stahlstichen, für 48 fr. - Feierstunden, Uuterhaltuugsbl. für ceb. Stände- Jahrg.1860, m- viel.farbigschwarz. Abbild- 4» für fl. 1- 12. Dieselben, Jahrgang lb61,65, mit viel. Abbild. 4 für fl. 2. Gartenlaube, die, Jaütg. 1858-68, mit melen Abbild. Geb- pr- Zahrg- fl. 2. - Geheim- u. Sympathie-Mittel b. alt- Schäfer Thomas. 12 Bdchn. fl-2. 42 — Geheimnisse die, von München. 2 Bde- 54 fr- — Göthes 3 Bde- Eleg. geb. fl. 7. Dieselben in 6 Bdn. mit Stahlst, von Kaulbach. Eleg. geb- fl. 12. Dieselben, 40 Bde. in 10 Bde. eien. geb. fl. 10. Dessen Gedichte- Prachtd 48 fr- Dessen Faust. Prachtbd. 36 fr. - Ilaekiander, Der Pügerzug^nach'Mtkka. Eleg. geb- 24 fr. — Hauff, sämmtl. Werke. 5 Boe-, m. v. Illustr. Eleg. geb. ft. 4.30. Dieselben in 2 Bde. geb. ft. 1. 48. Dessen Novellen, 2 Bde-, geb. in Goldschn. 36 kr. Des en Lichtenstein, Prachtausg-, mit vielen Illustrationen. Prachtbd. m- Goldschm fl. 3. 30- — lleine’s särnmtliche Werke. 18 Bde. Prachtbd. ft. 18. — Homer s Werke. (Ilias und Odyssee). Uebersetzt von Boß. Eleg. geb. 57 fr. Hori>., Slnleit. zur Ligueursabr-, Balsame, Essige rc. für 36 fr. — Horn, Polterabendscherze für 18 fr -- Hugo, Victor, fämmtl. Werke. Uebersetzt von Mehreren. 21 Bde- (fl. 10«,2) für fl. 3. 30. — Humboldt s Kosmos. 4 Bande. Eleg. geb. ft. 4. 48. — Immermann, Münchhausen. 2 Bde. Eleg. geb. ft. 1. 24. — Kaisersaal, der deutsche, vaterl. Gemälde, herausgeg. von Prof. Zimmermann, m. 31 prachtvollen Stahlstichen (ft. 7) ft. 2. 40.; in Prachtband. ft. 3. 30. - .Kretschmar s Fremdwörterb. Eleg. geb. für fl. 1. 12. — Korner 8 jmnmthdje Werke. Eleg. geb- ^4 kr. Dies-, Prachtausg. m Abbild. Eleg. geb. fl- 2. — EandyrediK^r, 5er, oon Wackefield für 24 fr. — Eauns Humor. Schriften. Herausgeg. von Ludw. Tieck. 6 Bde. (ft- 8) für ft. 1. 45- — Lenau’s Gedichte. Eleg. geb. fl. l- 12- Dessen Faust u. Savonarola. Eleg geb. 48 fr. — Eessing’s sämmtl- Werke. 11 Bde- Eleg. geb. fl. 4. 36. Dies. 6 Bde. Eleg- geb. fl. 2. 48. Dessen poet.-dramattsche Werke. Eleg. geb. 54 fr. — Eewald’s Möcder- und Gespenstergeschichten. Jöbe. für 48 tr. Elvins römische Geschichte. Deutsch von Oertel. 8 Bde-, m-^viel. Stahlst, fl- 1- 12. — Nachträge zu Sbakespeare's Werken von Schlegel und Tieck. 4 Bde. nut 40 Stahlst, fl. 1- 12. — Naturgeschichte, illustrirle, aller Reiche. 3 Bde., mit über 1000 Abbild, fl- 1- 45. Dieselben, eleg. geb. fl. 2.40. — k a!!’ deutscher Uebersetzung für 36 kr. — Schiller s sämmtl- Weife- 12 Bde. Mm.-Ausg. fl. 1. 12. Dieselben in 1 Bd. Eleg. geb. fl. 2. Dieselben in 4 Bdn. Eleg. geb. fl. 3. 12. Dieselben in 2 Bdn. mit Stahlstich, geb. fl. 3. 48. Dessen Gedichte. Prachtbd., 3b fr. — Schiller Gallerie. 20 Bilder zu Schiller's Werken in Carton füt 18 kr- Schmidt’s Fremdwörterb. geb. für 15 fr. — Shakespeares fommtl. .Werke- Ueberfetit von Schttg-l und Kkcf. 9 Sbe. El-q. geb. fl. 7 30. - » Humorist.^ Werke. 3 Bde. für 48 kr. — Universum, Hiftor., mit 48 Stahlst. 4°. für 38 kr. — flgry Bollstandiger Catalog zu Festgescheuken geeignet. Werke gratis und franco. Bestellungen von S fl. an werden franco effectuirt. als Gemeinderaths-Candidaten hiermit vorzuschlagen. Gießen, den 26. November 1872. Mehrere Bürger. Geschäftsbücher lieber Art, aus der Fabrik von I. C. König & Ebhardt in Hannover, empfiehlt 1(4637) PH» Lüdeking. 5236) In Lit. E- 78, Universitätsstratze, sind im 3. Stock zwei Zimmer und zwei Eabinete zu vermiethen- _____________ 5477) Eine Werkstötte, für jedes Geschäft geeignet, mit Farnilien-Logis zu vermiethen- ___________H. Werner- 5481) In dem vormals Pistor'schen Hause am Tiefenweg ist ein kleines Familienlogis an eine stille Familie zu vermiethen und Ende December zu beziehen._________ 5463) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei W- Pfeil, ___________________Sandgasse. 5263) Ein Logis im Vorderhause zu vermiethen. Pitt Han. die Offenlegung der Listen der Stimmberechtigten und Wählbaren betreffend. 5497) An folgenden drei Tagen, am 29. und 30. November, sowie 2. December 1872, Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, liegen die Listen der in der Gemeinde Gießen zur Wahlmännerwahl stimmberechtigten Staatsbürger, sowie der ebendaselbst wohnenden Staatsbürger, welche zu Wahlmänuern wählbar sind, in dem Lokale des Nathhauses zu Jedermanns Einsicht offen. Nur an den angegebenen Tagen und Stunden können in dem bezeichneten Lokale Einwendungen gegen Niästigkeit und Voll-- ~ ' sMnfaim Uhr — Entree 18 kr. ständigkeit dieser Listen, bei Vermeidung des Verlustes der Einwendungen, ^r-! Nnklicbtt prfn-hf mährend beß 1 Theileß nickt Ul gebracht, namentlich auch Nachweisungen über Steuern, welche Einzelne außer-iik^' Es wlld höflichst ersucht, wahrend veß 1. ^HMeS Mchl halb tu; Wahlgemetnde oder des Steuerbezirks entrichten und in den Listen unberücksichtigt geblieben sind, geliefert werden. Gießen, am 27. November 1872. Die Wahlcommission: Der Bürgermeister: Die Urkundspersonen: Voa,t_____________L. Bn cking. Pietsch. Zermiethüngen. 5478) Ein freundliches Zimmer mit Eabinet für einen einzelnen Herrn ober Dame sofort zu beziehen- F- Jutzi. 'zur Wahl als Gemeinderathsmitglied umsomehr, da derselbe ein charakterfester Mann, nicht am Gängelbande von einzelnen Persönlichkeiten und zum materiellen Einrückung«'-Gebühr wieder in Empfang Besten derselben sich leiten lassen und nicht allein nur mit dem Kopfe nicken nehmen. Fritz Möhl, Iwird, sondern energisch seine Meinung zu vertheldlgeu tm Stande ist. Marktstraße. ' —-------------------------------------------;------------ ,------- ------:---------—— -----—l 5493) Ein.m ceehrten hnsiaen, rote auswärtigen Publikum zur dNrick" datzÄ^om tt"De"cembcr"an Nachricht, daß ich mein bekanntes Waaren-Lager mit passende» — , v, in dem Karl Ebct'schen Hmt-rhaus-j^Zbihnachtsaeschenken im Hanse des Herrn Kupferschmied Vogi 5503) Nr. 96 hat die Shatouillc ge-^aus dem Kicuz wohn^Sclzer l., eröffnet habe, nnd empfehle solche einem geehrten Publikum zm gefälligen Ansicht. S. Walldorf, Marktplatz. Advokat Dicry, Heinrich Adami, als Temeindcrathöcandidatcn hiermit vorzuschlagen. Mehrere Bürger. 530;) Den Wählern der III. Abtheilnng empfiehlt man den Herrn August Noü, Bäckermeister, Die 1) Bit Unb oniunbm I sMHiHiibrtm Wassers hindernde 4) Ber e iu bestreuen. ' 5) Bei 1 6) Sobc 7) Diese Ordert wirb. 8) Alles 9) Bei k mhnenden Person achmsweise auch । Die 9Zid | Gießen, den te Dher mslhikdenen Pan lazwahl bis jf( Dttbibalte, millh 1. Städte: 8'ßchert sein. ; bjr beliebte Erzö ti« Neuling; $ Bottler Bellingc kmdberg wird, fit fyrfon des S !,D die Kammer | M^’nühr und Dürgcriveij Ströbel v WW aller ev "'«MM ton e P1"1'” W-iidn h " ®hnr, 01 trt üb,, Wickelte. 3) sr Moritz K h« °°d t,r Dinin; G b-pi-h-N ' kin Att. wollen. 7 Vhmiitr “ tiiitJ' c,m bn L, Titten Mn Redacticn, Druck rmb 'Parkfl br Brüh?«den Unio.-Dmc'eret (Fr. Ehr. Pietsch) ta Gießen.