k Netzen. ^»»nern nelle|tit ^^Men. ^'Sarrcnfabrik :'bc ließen oder Tt"C*ta ju_ mid^en fl([ll4L äilpteH, njgg ' Gikßener älnjeijetä m-\ln lemcm Seife; ®«i<« m biM Li^NeuM. MrHttHdHi ithnann^^omp., Vampenfabrif. “WÄt tonn dauernde Le- nedrich Deibel, utzbinder in Wiefeck. rren können Logi^es- we, aus dem Hamm, t Badeanstalt des ^übfamen. ruhigen haushalt st auenzimmer ein Zelterswcg 72 im nllickes Dienstmädchai wird gesucht von Auauft ^toIL f Michaeli wird Dienstmädchen ckeS die Küche versehen kann \t versteht. Na- icfl £it, 6. 68. ♦ fj innii / 2 Äienene Mr 48 hält: -? lD(je °m 5 kir » nu« i - Die DM- ■ " und i6r-5*' n ton H eubtt§. - "ein. 0eWenn«<| T-nlm-is oon®r i-k-duch Jiy $on W\ ri/g MinoM nl'ches^ 3"* tzlken-1 itn von Dr diographlw- äs#- rijang 1^72. iurbuv U > die werßk ~a^ •)laä) dem rl iö’^a^n Mmer 'Ä? «en D<1 ( A-t^Earl'sliiHl Ä PretS vierteljährig 1 fL 12 ft. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fL 29 ft. Oichemr Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleibetg, Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 201. Mittwoch den 28. August Amtlicher T h e i l. 1872. ■HHOBi Bekanntmachung. Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 14. Juni d. I. bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betheiligten, daß die nächsten Prüfungen in folgender Weise vorgenommen werden: Freitag den 6. September d. I. und folgende Tage, für diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche in den Jahren 1852 und 1853 geboren sind; Dienstag den 10* September und folgende Tage, für diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jahre 1854 geboren sind, sowie die Angehörigen eines anderen Staates, welche nach §. 20 der Militär-Ersatz-Jnstruction im Großherzogthum gestellungspflichtig und in den Jahren 1853 und 1854 geboren sind; Freitag den 13. September d. I. und folgende Tage, für sämmtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1855 geboren sind. Die Prüfungen beginnen an jedem Tage Morgens 8 Uhr im Locale der Polytechnischen Schule dahier. Darmstadt, den 22. August 1872. Großherzogliche Prüflings - Commission für Einjährig - Freiwillige. Der Militär-Vorsitzende: Der Civil-Vorsitzende: Pabst. Strecker. Bekanntmachung. Betreffend: Den Ankauf von Zuchtftieren Berner Race. In den ersten Tagen des September d. I. wird die Commission nach der Schweiz abgeben, welche sür den Kintwirthschasllicheii Verein von Oberhessen und den Verein von Starkenburg Zuchtstiere Berner Race ankaufen soll. Da cs Wünschenswerth ist, einigermaßen das bestehende Bedürfniß kennen zu lernen, um danach die Zahl der zu erwerbenden Thiere bestimmen zu können, so fordere ich die Vorstände der Gemeinden, sowie Private, welche die Absicht haben, Bullen Berner (Simmenthaler) Race zu erwerben und sich zu diesem Zweck au eiuer in der zweiten Hälfte des September d. I. abzuhaltenden Versteigerung zu betheiligen, auf, ungesäumt diese Absicht schriftlich an das Bureau des landwirthschafilichen Vereins von Oberhessen zu Laubach mitzutheilen. Colnhauseu, am 23. August 1872 Der Vicepräsideut des landwirthschafilichen Vereins von Oberhessen: Dr. Gros. «p »ltt ischer Heil. Deutschland. Darmstadt, 24. Aug. Unlängst setzten die Wagnergehilfen eine Herabsetzung ihrer Arbeitszeit durch, was die Meister zu einew Aufschlag von 331/3 Procent veranlaßte. Hierdurch betroffen, sind ihnen die Fuhrleute mit gleichem Schritte nachgesolgt. — In hiesiger Umgegend glaubte man eine Spur des in Frankfurt entsprungenen Raubmörders Völcker entdeckt zu haben, allein es stellte sich bald heraus, daß hierfür aller und jeder Anhaltspunkt mangelt. — Die großen Wasserschaden, welche dieses Jahr im Ried zu beklagen sind, haben die Aufmerksamkeit auf diesen Gegenstand gelenkt und werden mehrere große Anlagen eines- theils zur Entwässerung, anderntheils aber auch zum Schutz gegen direktes Fluth- wasser des Rheins zur Folge haben. Darmstadt, 25. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben durch AUergnävigste Entschließung vom heutigen Tage zu verleihen geruht: I. Im Ressort des Ministeriums des Innern: 1) das Großkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen dem Kanzler der Landesuniversität, ordentlichen Professor in der juristischen Facultät daselbst, Geheimrath Dr. Johann Michael Franz Birnbaum zu Gießen; 2) das Comthurkreuz II. Classe des Verdienstordens Philipps des Groß- müthigen dem Superintendenten der Superintendentur Rheinhessen, Dekan des Dekanats Mainz und 1. evangelischer Pfarrer daselbst Dr. Carl Georg Friedrich Schmitt; , 3) das Ritterkreuz I Classe Philipps des Großmuthigen mit Schwertern dem Oberstlieutenant im GendarmerircorpS und Commandanten der Divipon Rheinhessen Gustav von Hombergk zu Vach zu Mainz, dem Commandanten und Direktor des LandeS-ZuchthauseS, Major Gustav Moritz Scriba zu Marienschloß; 4) das Ritterkreuz I. Classe des Verdienstordens Philipps des Groß- wiNbigen, tem Director on der Realschule zu Gietzen Dr. Georg Ernst Stein das, dem Direcior an der Taubstumwenaustali zu Friedberg Dr. Ludw^ Christian Matthias das., dem Dekan des Dekanat- Gießen und 1. evang. Ptarrer zu Greben Gustav Christian Carl Landwann das., dem Dekan de- De anal- Nidda 7nd evana Pfarrer zu Echzell Georg Marx das., dem Seeretar bei dem AdministrMiv.Justizhof, Regierung-ralh Edmund Freiherr Gedult von Jungenseld zu ^“^’sRitterfreuj II. Classe de« Ludewig-orden« dem Dekan de» Dekanats Ockstad? und kathol. Pfarrer zu Ockstadt, Philftp daß, d-« Dekan de Dekanats Vilbel, Mitglied der Kreis-Schulcommission das., und kathol. Pfarrer zu Hewenblrgen, Georg Jacob Brentano das.; dem Rabbinen de- Rabb.nat- ®ic6en Dr. Benedict Samuel Levi das.; 6) da- Ritterkreuz II. Classe de- Verdienstordens PHNixp» des Groß, müthigen dem Kretsveterinärarzt de- KreiSvetermaramtS Nrdda, Johannes Fritschler das. II. Im Ressort des Ministeriums der Justiz: 1) das Ritterkreuz I. Classe des LudewigsordenS den Ober - AppellationS- und CaffationSgerichtSräthen Dr. Jakob Dernburg und Wilhelm Frey; 2) das Ritterki euz erster Classe des Verdienstordens Philipps des Groß- müthigen dem Direktor des Bezirksstrafgerichts Michelstadt und Landrichter daselbst Carl Straus, dem Director des BezirksstrafgerichtS Alsfeld und Landrichter daselbst Carl Bornemann, dem Landrichter des Landgerichts Fürth, Ludwig Walther, sowie dem Vice-Präsidenten dcS BezirkeflrafgerichtS Mainz, Dr. Peter Keller; 3) das Ritterkreuz zweiter Classe des Verdienstordens Philipps des Groß- müthigen dem Landgerichtsoctuar bet dem Landgericht Darmstadt Philipp Henning. III. Im Ressort des Ministeriums der Finanzen: 1) das Comthurkreuz zweiter Classe des Verdienstordens Philipps des Großmüthtgen dem Ministcrialrath im Ministerium der Finanzen Geheimerath August Schleiermacher, dem Oberbaudirector, Geheimerath Paul Arnold; 2) das Ritterkreuz erster Classe desselben Ordens dem Oberrechnungsrath Peter Dackö, dem Obersteucrrath Franz Wörncr, dem Forstmeister des ForstamtS Darmstadt Carl Reiß, dem Oberbaurath Eduard Renner, dem Kreisbaumeister des KreisbauomtS Gießen Baurath Hermann Holzapfel, dem Rrntawtmann des Rentamts Friedberg Stephan Lindeck; 3) das Ritterkreuz zweiter Classe des LudewigsordenS dem Oberförster der Oberförsterei Mönchhof Adam Ernst; 4) das Ritterkreuz zweiter Classe des Verdienstordens Philipps des Groß- müthigen dem DistrictS-Einnehmer der DistrictS-Einnehmerei Gießen II., Rendant Peter Becker; 5) das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmuthigen dem Kanzleidtener bei der Obersteuerdircction Carl Kniel, dem Steueraufseher Johannes Kolb zu Mainz, dem Kreisbauaufseher Michael Kuhn zu Worms; 6) das Allgemeine Ehrenzeichen dem Forstwart, Förster Ernst Steinbreuner zu Gorxheim, dem Bauaufseher Johannes Kreß zu Friedberg. Ferner haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog mittelst Allerhöchster Entschließung vom gleichen Tage folgende Characterertheilungen vorzu- nehmen geruht: I. Im Ressort des Ministeriums des Innern: dem Minifterialrath in dem Ministerium des Innern Gustav Adolph Freiherrn von Lehmann und dem Oberstudiendirector Wilhelm Willich genannt von Pöllnitz den Character al- „Geheimerath"; dem ordentlichen Professor in der evangelisch-theologischen Facultät der Landes-Universität Dr. Hermann Hesse den Charakter als „Geheimer Kirchenrath"; dem ordentlichen Professor in der philo- sophischen Facultät der Landes-Universität Johann August VullerS den Character als „Geheimer Studienrath"; dem ordentlichen Professor in der philosophischen Facultät der LandeS-Universität Dr. Heinrich Buff den Character als „Geheimer Finanzrath"; dem Obcr-Medictnalrath in Pension Dr. Christoph Friedrich Pfann- Deutschland hinüber. Ader versagen kann cS sich die „Jndep. beige bei dieser müller den Charakter als „Geheimer Ober - Mediktnalrath"; dem Kreisarzt des men, und vorbei sein wird die Zett der lautlosen Ruhe. Ob er aber auch pani- KreiS-MedtcinalamtS Wimpfen Dr. Carl Theodor Weigand den Charakter als sehen Schrecken unter die verbreiten wird, welche seinen Schlummer am kecksten zu „Mediktnalrath"; dem evangelischen Pfarrer zu Trebur und Mitglied der Kreis- stören wagten? Seltsam, der „kleine Ermeländer" scheint in ein friedlicheres Schulcommission Groß-Gerau Heinrich Hermann Finck den Charakter als „Kirchen- Verhalten zur Staatsregierung einlenken zu wollen; beabsichtigt er doch, an der rath"; dem Inspector der Gemäldegallerie und des Kupferstich-Cabinets Rudolph westpreußischen Säcularfeier theilzunehmen, und wird cr in diesem Vorhaben doch Hofmann, dem Lehrer am Gymnasium zu Güdingen Dr. Franz Biümmer und vom ganzen Domkapitel unterstützt. Aber um so gewaltigeren Lärm erhebt der dem Lehrer am Gymnasium zu Worms Dr. Ludwig Glaser den Charakter als „große ultramontane Freiherr" wegen der an ihn gerichteten Aufforderung, sich „Professor"; dem Fabrikant und Mitglied der Handelskammer zu Worms Johann den Retchsgesetzen zu unterwerfen. Was wird mit ihm geschehen? W iv es Baptist Dörr zu Worms, dem Fabrikant Carl Merck zu Darmstadt, dem immer bei Maßnahmen gegen Persönlichkeiten sein Bewenden haben, oder wird Frabrikant Carl Franz Denninger zu Mainz und dem Frabrikant Carl Gail zu endlich eine sachliche Regulirung erfolgen? Letztere scheint uns die „Köln. Ztg." Gießen den Charakter als „Commerzienrath." in Aussicht zu stellen, wenn sie behauptet, daß für den nächsten preußischen Land- II. Im Ressort des Ministeriums der Justiz: tag im CultuSministerium eine ganze Reihe von Gesetzentwürfen auSgearbeitet dem Geheimen Obergerichtsrath bei dem Obergerichte der Provinz Rheinhessen werde, behufs gesetzlicher Klar- und Feststellung der in Ungewißheit und Schwanken Jacob Henco den Character als Vicepräsident dieses Gerichtshofes; dem Richter grrathencn staatlich-kirchlichen Rechtsverhältnisse. Dr. Falk habe selbst von seinem bei dem Bezirksstrafgericht Darmstadt Dr. Friedrich Kritzler den Character als schlesischen Landaufenthalte diese Arbeiten geleitet und werde nun m den nächsten Justizrath. Tagen zu Berlin die Geschäfte völlig wieder aufnehmen. Was wird bei jenen III. Im Ressort des Ministeriums der Finanzen: geplanten Gesetzentwürfen herauskommen? Gedonnert wurde lange genug; jetzt dem Obersteuerrath Hermann Welcker den Character als Geheimer Ober- zeigt, ihr Herren, daß ihr auch den zündenden Blitz zu schleudern versteht! steuerrath; dem Obereinnehmer der Obereinnehmerei Gießen Franz Schuster, dem Uebrlgens werden gleichzeitig mit der Dret-Kaiser.Zusammenkunft die schwarze Steuercommissär des Steuercommlssariats Oppenheim Carl Bernhard, dem Ober- und rothe Internationale große Versammlungen abhalten. Jene hat eine „Ge- inspector des Hauptsteueramts Darmstadt August Frölich, dem Steuercommissär neralvcrsammlung der Katholiken Deutschlands" nach Breslau, diese einen inter- bet Steuercommissariats Friedberg Georg Schober den Character als Steuerrath; nationalen Congreß auf niederländisches Gebiet ausgeschrieben. Wir dürfen also dem Rentamtmann de- Rentamt- Zwingenberg Heinrich Ludwig Kolb den den Ereignissen de- nächsten Monat- mit gespannter Erwartung entgegensetzen. Character als Domänenrath; dem Kreisbaumeister des Kreisbauams Offenbach Inzwischen ist man aller Orten auf militärischem Gebiete unendlich rührig. Herr Friedrich Lindt den Character als Baurath; dem Districtseinnehmer der DistrictS- Thiers hat in Trouville die Leistungsfähigkeit seiner Artillerie geprüft, und die einnehmerei Ridda Heinrich Bachmann den Character als Rendant. Lenkbarkeit des Luftballons zu kriegerischer Ausbeute wird französtfcherseits von Darmstadt, 26. Aug. Es unterliegt keinem Zweifel mehr, daß die ultra- Neuem in Untersuchung gezogen. In Deutschland wird die Frage der Neuorga- montane Partei den festen Willen hat und bereits Vorbereitungen trifft, um aus nisation der Artillerie, der Einführung einer neuen Handfeuerwaffe, der Küsten- Anlaß der Haltung unserer Regierung in Ausführung des Jefuttengefetzes den vefestigung und Flottenausrüstung, der unmittelbaren Mobilmachung von Belage- Kampf gegen die Staatsgewalt auf der ganzen Linie entbrennen zu lassen. Es rungstrains lebhaft erörtert. Auch Rußland und Dänemark feiern in dieser Be- würde dies vielleicht schon erfolgt sein, da die Organisation der vorhandenen ziehung nicht; letzteres stellt sogar, während Deutschland und Frankreich sich für Partcimittel in Hessen eine so vorzügliche wie in keinem anderen Lande ist, wenn die Unverwendbarkeit der Mitratlleuse ausgesprochen, auf der Insel Amak bei die leitenden Persönlichkeiten sich nicht bewußt wären, daß ein Vorgehen innerhalb Kopenhagen Versuche mü einer neuen Kugelspritze an. Trotzdem herrscht natürlich unserer gegenwärtigen Ministerkrisis für sie unter allen Verhältnissen nur verderb- in ganz Europa tiefster Friede, und all' jene Vorkehrungen geschehen nur zu dem lich wirken kann. Trotzdem wird allem Anschein nach in unserem Land ein Streit löblichen Zwecke des si vis pacem, para bellum. Reben diesen Gegenständen zum Austrag gebracht werden, dem man anderwärts — ob klugerweise oder nicht, ves Hauptaugenmerkes hat für den Moment alle- Andere nur untergeordnetes darüber wollen wir hier nicht streiten — seither ängstlich auszuwetchen bemüht Interesse. Man schaut wohl hinüber auf die Vorgänge in Belgrad, auf die Auf- war. In neuerer Zeit fanden im Großherzogthum auch wieder verschiedene Ueber- stände in Belfast, doch — das Hemd ist uns näher als der Rock. Amerika mit lrittc in den Schooß der katholischen Kirche statt, der auch, nebenbei bemerkt, in seiner bevorstehenden Präsidentenwahl wird erst in nächster Zeit mehr auf die einzelnen Gemeinden die Komeienfurcht des 12. August nicht unbedeutende Ge- Tagesordnung treten, wann die Septembertage vorüber fein werden. Freudiger schenke eingetragen haben soll, worüber demnächst wohl einige Aufklärung werden und erwartungsloser darf man nach St- Petersburg hinüberblicken, wo an einem bürftc. (Fr. I) edlen Werke des Friedens von Vertretern fast aller Rationen gearbeitet wird. Darmstadt, 27. August. Im Nachstehenden geben wir das Programm der Ja, die Wissenschaft ist die einzig wahre Internationale, und wann diese Inter- Fcierlichkcitkn, die bei Empfang und während der Anwesenheit Sr. Kaiserlichen nationale zu vollster Kraft gelangt sein wird, hat kein Volk mehr zu fürchten die Hoheit des Kronprinzen des deutschen Reichs laut Bekanntmachung der Bürger- schwarze und rothe Internationale. Im Uebrigen erinnert sich heute, wo es drei- meisterei der Residenzstadt Darmstadt dahier statthaben sollen. Zur würdigen hundert Jahre her sind, daß das Bubenstück der Bartholomäusnacht in Scene Feier diese- für die Residenz so erfreulichen Ereignisses hat der Gemeinderath in gesetzt wurde, das Volk dessen, was es seinen Priestern und Königen verdanke, seiner Sitzung vom 26. folgende Beschlüsse gefaßt: 1) Seitens der Stadt werden und betet ein frommes „Labt die Jesuiten". (Post.) am Eingang der Rheinstraße venettanische Flaggen mit Guirlanden errrichtet, so- Die Nachrichten aus Frankreich bitten, wie selbst die „Jndependance beige" wie da- RathhauS festlich geschmückt. 2) Die Einwohner sind von Großherzogl. eingesteht, wenig Interesse. Einige leere, von unbedeutenden Blättern in Umlauf Bürgermeisterei aufgefordert, die Häuser so festlich als möglich zu schmücken, gesetzte Gerüchte, die bald darauf bementirt werden, — da» ist Alle-, waS man 3) Zum Empfang Sr. Kaiserlichen Hoheit findet sich der Gemeinderath in corpore uei der Lektüre französischer Blätter erübrigt. Da-Manifest deö linken Centrum- im Bahnhof ein. Ein Theil der städtischen Schulen stellt sich mit Fähnchen in der Nationalversammlung hat auch nicht allzulange und allzuheftig von sich den Nationalfarben auf dem Perron auf. 3) Beim Einfahren des Zuges, welcher reden machen. Thiers ist factisch der einzig berufene Lenker Frankreichs, und Se. Kaiserliche Hoheit bringt, Geläute mit allen Glocken. 5) Begrüßung Sr. wenn da der konservativen Republik, die er selbst „en quclque sorte" proclanmt Kaiserlichen Hoheit durch den Großtzerzoglichen Bürgermeister Namens der Stadt, haben soll, Beifall gezollt wird, — qui Importe ? Die bonapartistische Demon- 6) An dem hierzu geeigneten Abende Serenade vor der Wohnung Sr. Kaiscrl. stration in Trouville war zu lächerlich und unbedeutend, um sie füglich zu einem Hoheit, dargebracht von den verbündeten Gesangvereinen der Stadt unter Musik- politischen Ereigniß stempeln zu können; so schauen denn selbst die französischen begleitung, dabei bengalische Beleuchtung des Platzes. 7) Bei Abreise Sr. Kais. Berichterstatter, bei Mangel an vaterländischem Stoff, gespanntesten Auges nach Hoheit Abschiedsfeierlichkeit im Bahnhof, ähnlich wie beim Empfang. Deutschland hinüber. Aber versagen kann e- sich die „Jndep. beige" bei dieser Darmstadt, 27. August. Die Großherzogliche Regierung hat den Ständen Gelegenheit nicht, die „drei Könige des Südens" daran zu erinnern, daß sie vom einen Geietzentwurf vorgelegt, welches über den Waffengebranch des Militärs ersten Napoleon eingesetzt worden sind und jetzt im „Deutschen Kaiserreich" und die Mitwirkung desselben zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, wurzeln. Wenn jedoch das genannte Blatt mit einiger Freude im Anschluß an ble in Folge des Abschlusses der Militärconvention nothwendig gewordenen Ab- diese Bemerkung mittheilt, daß die enthusiastische Begrüßung, welche dem deutschen änderungen der seitherigen Bestimmungen enthält und diese mit dem, was die Kronprinzen aus seiner Rundreise zu Theil geworden, in Württemberg und preußische Gesetzgebung festsetzt, in Uebereinstimmung bringt. Abweichend von den Bayern partikularistische Gedanken geweckt habe, so dürfte diese Hoffnung sich doch seitherigen Bestimmungen sollen nunmehr auch Ehrenwachen und Ehrenposten (§ 1) al- unbegründet erweisen. Mag auch König Ludwig von Bayern die Begegnung zum Waffengebrauch befugt sein. Der Gebrauch der Schußwaffen soll (§ 2) mit dem deutschen Kaiser vermieden haben, mag cr auch bei Wiederbesetzung der erst dann eintreten, wenn andere Waffen sich als unzulänglich erweisen. In § 4 noch immer erledigten Ministerstelle von den mannigfachsten, zum Theil deutsch- ist ausgesprochen, daß ein militärisches Einschreiten regelmäßig nur auf Requisitlon feindlichen Parteien beeinflußt werden, — der junge Monarch wird nicht mit der Civilbehorden statthaben soll. Sobald der Requisition Folge geleistet wird, seiner eigenen Vergangenheit brechen, wird nicht vergessen, daß er der Erste war, tritt die ausschließliche Zuständigkeit des Militärbefehlshaber- ein. Rach tz 5 ist welcher den Ruf nach Wiederaufrichtung des deutschen Kaiserreichs ertönen ließ, das Militär jedoch, im Falle Gefahr auf dem Verzüge schwebt, zu selbstständigem Wohl mag Frankreich heute sich traurig der Zeiten erinnern, da Deutschland Einschreiten befugt. „Daß beim Gebrauche der Waffen da- Militär innerhalb seinen ärgsten Feind in Deutschland hatte, aber wir haben keinen Grund zu der der schranken seiner Befugnisse gehandelt, wird vermuthet, bis das Gegentheil Befürchtung, daß jene Zeiten wiederkehren werden, welche die schmachvollsten erwiesen ist" sagt § 6. „Die Angaben derjenigen Personen, welche irgend einer Blätter unserer vaterländischen Geschichte füllen. Jetzt, wo — Gottlob I __ die Theilnahmc an dem, was das Einschreiten der Militärgewalt herbeigeführt hat, Geschichte nicht mehr ausschließlich Geschichte der Fürsten und Höfe, sondern überschuldig oder verdächtig sind, geben für sich allein keinen zur Anwendung einer wiegend Geschichte der Völker ist, jetzt ist nicht mehr wie früher mit der Gesinnung Strafe hinreichenden Beweis für den Mißbrauch einer Waffengewalt." des Monarchen auch die Gesinnung des ganzen Landes verändert. Darum werden BtNltt, ~4. Aug. Gleich wie der Geisteechor in der Radziwill'schen Faust, auch die „drei Könige des Südens" nicht die Hoffnungen der „Jndep. beige" composition das „Wird er schreiben? Er wird schreiben. Er wird nicht schrei- in Erfüllung gehen lassen, Deutschland wird einig bleiben, selbst wenn sich der ben. Er wird schreiben" in allen Tonarten variirt, so hat in letzter Zeit der Drei-Kaiser-Zusammenkunst feine Drci-König-Zusammenkunft anreiht. Chor der Journalisten das „Wird er kommen? Er wird kommen. Er wird Berlin, 26. August. Man ist allgemein darauf gespannt, in wie weit auf nicht kommen. Er wird kommen" bis zur Ermüdung hin und her geleiert. Auch den vom Reichstage angenommenen Antrag des Abg. Völk auf Einführung der hier ging es von der Position über die Negation zur Position; ein freudiges Civilehe seitens des BundeSrathes eingegangen werden wird. Es scheint nicht, „Er wird kommen' bildete das Finale aller unendlichen Modulationen. Er wird daß sich der Bundesrath abwehrend verhalten wird, vielmehr lassen anaeordnete und mit ihm villlcicht Lkb.n und B-wrgung in die bishcr ruhcndc E-b-bung-n über die VkkhäUnissc in anderen Staaten, in den.n die Civilede SUar t« d°» in den letzten Wochen so still und schwül unter dem politischen besteht, schließen, daß man auf den Antrag etn.ugehen b-abstchtigt. Daß im «>immd, daß man unwillkürlich in jene lautlose Ruhe der heißen Mitlagszelt Si-ichstagc, bliebe der Antrag unberückstchtigt, derselbe wiederholt würde, ist dachte, wann, nach griechischer Sage, „der große Pan" schläst. Kein Hirte wagte außer Frage. e?""' *ie "st"> 3dpll schiloe.t, die Flöte zu blasen, damit er Berlin, 26. August. Ueber die bevorstehenden Festlichkeiten verlautet, daß t,n schlummer de« gewaltigen. Wehe aber dem, der sich erkühnt, am 7. September, dem Haupttage derselben, Bormittags eine große Parade" die Stille zu unterbrechen und den Zorn des Schlafenden zu wecken! Weht doch Nachmittags ein Äaladiner im königltchen Schlosse, Abends Gala-Oper und h ““‘t KCrt "Nb läßt er doch dann die Felsen großer Zapfenstreich bei Fackelschein auf dem reservirten Platze zwischen dem und Schluchten wiederhallrn von seiner grolldrühnenden Stimme. Er wird kam. tat,erlichen Palais und dem Schloss- stattstnden. Es ist für denstlben Abend in 'M« iU 91 er ftm 8ct?'.'der 1 8äre, ,t0» a“fforberung ju Men? m9. t\*4 Mn. „ 3’&b,iw « JJJ ®^®n«fen Iante 6 bt' jenen *?”8t genug; jtt| Whttern »trjte^l 5*» tif W»“'|! ••g« -inen im«. ; tnrfen njf» '«'Menjejen. Wl* ™iri8. H„, ! int die ""jöstschrchit- von 'IQ9l der Rtuotga« der Äüjitn- ‘♦w« von Belage, st'"« in dieser Be. fraifrtty fleh für « 3aftl Amak bei ® herrscht natürlich schehen nm zu dm ^tsen Gegenßäadeil nut unkergeordaetes eigrad, auf Vit Auf. Rock. Amerika mit Zeit wehr aus die »erden, zeeudigte licken, wo an einem en gearbeitet wirt. : wann diese Jnt«» »ehr zu fürchten die > heute, wo e- vrei- läutuacht in Scene finnigen »ertanft. Independancr bdy" bUtutn in Umlauf ML, war man US linken Lenteumr ülljuhefteg von ßch ker zrankreichS, unö ie sorle" proclanurt nparhilild)c Dtwon« ße süglich ju einem hß dir sranjöWn nnteßen W nad) p. Helge" bei dicht inncrn, Mj irlfcheri /kuiferteich ibe io ftn »rlche dem deutschen Wrntttobrrg und it hossnunz M w .pern die öegeM ^ltderbesetzung der »« yl,‘ u d) »r» «'** “ r.Ljd)i kltöuen 4 7 £<«W‘alt '“i" Sf * h,i, (enetri * 1 .ü'teiN««“"» x*. ME"» «""^■_(e geil ««f ,”uf '«inlWrWjii? |r * ju ffitilil' i $«i i® -W» ruurte, iß .irvethou , „rl--"i,6,6 Kke'teu ,-ä s drei Vie lOberhessen 83V4 1864r 161i/2 S 1882r 963/8 1885r 973/g 1887r 971/2 985/8 93 100 v2 Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto (Utto Disconto auch eine allgemeine Illumination der Stadt in Aussicht genommen, weshalb der Stadtrath bei den Stadtverordneten um die Bewilligung der Kosten für die Illumination des Rathhauses uachgefucht hat. saale stattfinden werden, bereitwilligst übernommen. Die Betheiligung an' dem Congreß wird sich übrigens nicht auf Deutschland beschränken; es sind auch an die Gesinnungsgenossen in Frankreich, England und Italien Einladungen ergangen Köln, 25. Aug. Der „A. Z." schreibt man: In den nächsten Tagen wird die öffentliche Einladung zu dem vom 20. bis 22. September hier abzuhaltenden größeren und mehreren kleinen Inseln besteht. Frankreich. Paris, 24. August. Gutem Vernehmen nach hoben die spanischen Behörden französische Regierung benachrichtigt, daß sich gegenwärtig in den Grenz- Aetften. Frankf. Bank 1431/4 Frankf. Vereins-Kasse 15 13/4 Darmst. Bankact. 521 Wien Bankaktien 938 Oest. Creditact. 364 Galizien 26O ist gesucht und stellt sich heute auf 6 Procent. Da blieben denn die Umsätze in den Hauptspielpapieren sehr limitirt, ebenso in österreichischen Bahnactien. Staatsbahn und Creditacticn waren bei 363i/2 zu haben, Lombarden hielten sich bei 226V2. Dagegen geht das Geschäft in Bankpapieren selbstständig weiter und die Eourse gingen theilweise wieder stark in die Höhe, so namentlich bei Pro- vinzialdiöconto, Darmstädtern, Hahn'schen Effectenbank (um »olle 3 Proc), Amsterdamer (um I1/2 Proc.), Frankfurter Baubank (um 1 Proc ) Brüsseler zeigte sich bei 112 recht beliebt und dürfte bald weiter steigen. Frankfurter Wechs!erbank und Deutsche Handelsgesellschaft, Stuttgarter, Oesterreichisch-deutsche und Deutsche Vereinsbank gesucht und höher. Bahnen, wie gesagt, waren matter und da« Geschäft schwach. Bayerische Ostbahn beliebt und eine Kleinigkeit höher. Oesterreichische Renten eine Idee besser. Loose gingen in verschiedenen Sorten, aber nur in kleineren Beträgen um, ohne die Eourse viel zu verändern. Von Pfandbriefen ging heute ein größerer Posten Rheinische Hypothekenbank aus dem Markt. Prioritäten verkehrten ziemlich gut, namentlich wieder lombardische. Amerikaner verhielten sich wie immer ruhig und bescheiden. Mainz. Wie der „Binger Anzeiger" meldet, geriethen kürzlich in Mommenheim !^?.orh0en Wirthshause 2 Männer über die Jesuitenfrage in Streit, der in Thät- uchkeiten ausartete, wobei der eine, Namens Windecker von Mainz, so schwere Verletzungen davon trug, daß er an den Folgen starb. Eine Untersuchung ist gegen den Thater eingeleitet. Aetlen. 50/o östr. F. St. E. B. 363 Lombard. Bahn 2261/2 Ludwigsh.-Bexbach 202 Maxbahn 147 Bayer. Ostbahn 138 § Rhein-Nahebahn-Act. 50V2 |Hess. Lndwigsb.-Act. 1843/4 in den Zeitungen erscheinen. Die herdorragendften Führer mit Ä der Bewegung Haven bereits ihre Bttheiligung an den Verhandlungen des Con- trag, für welchen man gewiß einen guten Schoppen Milch verlangen kann. Trotzdem gresses zugesagt und theilweise öffentliche Vorträge, welche im großen Gürzenich-jist aber das unentbehrlichste aller Nahrungsmittel so schlecht, wie es nur sein kann, - ” L * " ~ ~ - !und wir können es deßhalb nur anerkennen, daß unsere Polizei gestern einmal eine Razzia auf die Milchverfalscher innerhalb der Stadt machte, die denn auch nicht ohne Erselg war. Vor dsr Stadt ifl die Milch in der Regel noch gut; innerhalb derselben, hinter den Hofthoren, wird sie aber gewässert. Eine Controle kann deßhalb nur von günstigem Erfolge begleitet sein, wenn sie, wie gestern geschehen, in den Straßen vorgenommen wird. Bei der gestrigen Visitation wurden nicht weniger als zehn Milch- verfälscher ertappt und circa 60 Maas Milch confiscirt. Beim Nachwiegen ihrer Waare auf dem Polizeibüreau ergab sich, daß derselben theils V4, theils V2, theils a/4 Wasser beigemischt war; ein Händler hatte sogar eine Flüssigkeit, die aus einem Theile Milch und vier Theilen Wasser bestand, die also den Namen „Milch" gar nicht mehr verdient. Wie wir hören, ist die ganze Gesellschaft dem Gerichte zur Bestrafung angezeigt. Nur hierdurch, sowie durch eine öftere Visitation, wie die gestrige, wird den Händlern das Verfälschen der Milch gelegt und somit den in dieser Beziehung schon oft laut gewordenen Wünschen Rechnung getragen werden. (Wäre einmal in Gießen auch zu wünschen. Red.) ( j Bßrsettnachrichten. 27. August 1872. Preuss. 41/2% ObligTlOlVg Frankf. 31/,0/g Obi. 873/8 Nass. 4i/3 % Obi. 993/g Kurhess. 4% „ 94*/2 ör. Hess. 50/0 Obi. — Prioritäten. 3% oster. Stsb.-Prior. 587/0 30/0 öst. s. Lombard 517/ö 3% Llvomeser 39Ve 5O/o Toscaner 62 50/0 Elisabeth.-Prior. 85 do. H. Emiss. — Axalehennlooee. Darmstädter fl.50b.oose 198 » „25 „ 55 Kurh. 40 Thlr. Loose 72l/z Nassau 25 fl. 45‘/a Braunschweiger 22 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 387/8 40/o bayr. Präm.-Anl 1131 /2 4O/o badische Loose 1HV2 Badische fl. 35 Loose 713/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 851/3 1858r Prioritätslooae 208 1860r Loose 94'/^ Aß ß gemeiner Anzeiger. Versteigerungen. Die Versteigerung eines städtischen Grundstücks am Gänsacker. 3995) Ein Grundstück der Stadt Gießen, am Gänsacker gelegen: Flur XXXVI. Nr. 252 und 253 enthaltend, 252 LDKlafter Fläche, fall als Bauplatz Samstag den 31. August 1872, des Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Rathhause an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 27. August 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- ______________Vogt-____________ 3945) Donnerstag den 29. August d- I-, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause des Herrn Professor Buff auf dein Seltersberg gutgehaltene Möbeln, bestehend in: Sophas, Stühlen, 1 Schreibtisch, 1 Schreibsecretair, 2 großen Spiegeln mit Goldrahmen, Schränken, Bettwerk, Glas, Porzellan, Büchern, Küchen-und Hausgeräthen aller Art, meistbietend versteigert werden- Die Gegenftändr können Morgens vor der Versteigerung eingesehen werden. Gießen, den 23 August 1872. In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann. 3944) Donnerstag den 29. August d. I-, Nachmittags 1 Uhr, soll auf dahtesigem Rathhaus die, den Heinrich Vo lp's Erben dahier gehörige Flur Nr. OKlftr. 1/494 12 Hofraithe auf dem Seltersweg nochmals meistbietend versteigert und bei annehmbarem Gebot der Zuschlag sofort ertheilt werden. Gießen, den 23. August 1872. In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann. 3972) Freitag den 30. August d. I-, Vormittags 9 Uhr, soll an Ort und Stelle das Grummetgras von der dem Kaufunger Stift gehörigen: 1503 lUKlafter Wiese auf dem Hamm, sodann von den der Frau Franz Block Wittwe gehörenden Wiesen, als: 1765 lHKlafter Wiese, die alte Leimenkaut, 323 „ „ am Seltersberg, 2233 „ „ die Zeiselswiese, 275 „ „ in der Schwarzlach, 797 „ „ am Pfau, 210 „ „ hinter dem Wallbrunnen meistbietend versteigert werden- Gießen, den 26. August 1872. In Auftrag: _______Semmler, Ortsgerichtsmann. 3996) Samstag den 31. August d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll die Gerstenerndte von 132 Dfltftr. Acker unter dem Gießener Weg an der Landwehr meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft bei dem Wegweiser an der Heuchelheimer Chaussee. Gießen, den 28. August 1872. Großherzogliches Ortsgericht Gießen- Semmler. Feilgebotenes. Füv Wirthe! 3811) Rhein-, Pfälzer- und Moselweine empfiehlt zu äußerst billigen Preisen _______H ch. Schmoll, Lindenplatz. Neue Holland. Vollharinge, neue schottische Matjeshäringe, geränch. Winter-Nheinlachs, empfthlen (3683) I. A. Busch Söhne. Portland-Cement, frische Sendung, angekommen bei (3976) I. G. D. Bapst. 763) Photographie-Rah- men und Goldleisten bei W i l h. Balser. NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt. Gebratene Hahnen jeden Abend, sowie jeden Donnerstagabend Kartoffel-Pfannkuchen im Promenadenhaus._____________(3966) 1876) Thürschoner in Crystall und Porzellan bei_____________Wilh. Balser. 3991) , Pie erwartete Sendung Spielkarten ist angekommen und empfehle solche zu billigen Preisen. H. Lohmann, vormals H. Hoffmann, Schreibmaterialien-Handlung und Leih-Bibliothek, _______________Seltersweg. 1660) Asphaltmaftic-Dachpapve, 1870 zu Cassel prämiirt, liefert billigst Lentze'S Leucht-Gas- und Dachpappen-Fabrik in Einbeck, Vrov. Hannover. Loose zur Wormser Industrie - Ausstellung, Frankfurter PferdeLoose, sowie Loose der Middle-Park-Lotterie, sind in ber Expedition dieses Blattes zu haben. Brobverkaus. 3994) Wir haben dem Herrn I. Rothenberger auf dem Linden- platz den Verkauf unseres Vrodes für Gießen übertragen und offeriren 4 Psd. beste Sorte Weißbrod zu !81/2 kr. und beste Sorte Kornbrod zu 15^/2 kr. Durch Lieferung von gut ausgebackener und schmackhafter Waare werden wir uns das Vertrauen unserer verehrten Abnehmer zu erhalten suchen. Hochachtungsvoll Wicken 4* Haseneyer. 2027) Die Mineralwasser-Handlung von Emil Fischbach, Seltersweg, empfiehlt nachverzeichnete Sorten in stets frischen Füllungen: Adelheidsquelle, Appolinarisbrunnen, Carlsbader Schloß- und Mühlbrunnen, Emser Kessel- und Krän- chesbr rnen, Friedrichshaller Bitterwasser, Homburger Elisabethen- brunnen, Kissinger Rakoczy, . Ludwigsbrunnen, Marienbader Kreuzbrunnen, Salzhausener, Salzschlirfer, Schwalbacher Stahl- und Weinbrunnen, Schwalheimer, Selterser (Nassau), Wildunger, Carlsbader Sprudelsalz. Vermischte Anzeigen. 3930) Der Unterzeichnete wohnt vor dem Wallthore, A. 163, und ertheilt auf Verlangen ärztlichen Rath. Sprechstunde: 2 — 3 Uhr Nachmittags. Dr.med. Zimmermann, _______pract. Arzt._______ 3997) Gesucht sogleich 2 oder 1 Zimmer, möblirt und ruhig, Seltersberg, Neue Anlage oder Neuenweger Thor. Offerten unter K. « an die Exped. d. Bltts. _______________ 3990) Zwei geräumige, möblirte Zimmer werden von einem einzelnen Herrn zu mie- then gesucht. Offerten unter A. TS besorgt die Expedition d. Bltts. 3998) Eine zweitstillende Amme, womöglich eine solche, die schon einige Monate bindurch gestillt hat, wird sofort gesucht. Näheres Wilhelmsstr. im Hause des Herrn Dr. Weichel, 3. Stock, bei Prof. Eck. 3999) Zum Eintritt in vier Wochen wird ein Mädchen, welches in Küchen und Hausarbeit erfahren, sowie ein Zweitmädchen, gesucht. Arnold Müller, Wallthor. 3971) Zwei Schreinergesellen gesucht. ________G. C> Haubach, Kaplansgasse. 3981) Mehrere junge Leute werden gesucht von Kauffmann Ls Comp., ______________________Lampenfabrik._______ 3980) In einem ruhigen Haushalt ist für ein tüchtiges Frauenzimmer ein guter Laufdienst vakant. Seltersweg C. 72 im Nrbcnhaus. ___________________ 3992) Ein Mädchen, welches gute Zeugnisse besitzt, wird sogleich gegen guten Lohn in Dienst gesucht. Marktstraße Lit. D. Nr. 204. ____________________________ 3993) Verloren wurde vom Asterweg bis zur Mäusburg ein Gehänge von einem Ohrringe. Der Finder wolle solches abgeben am Asterweg A. 101. Providentia, Versicherungs-Gesellschaft pi Frankfurt a. M. und Main), Geschästsnachsolgerin der Rheinischen Versicherungs-Gesellschaft. Section Mainz. Begebenes Grundkapital: Acht Millionen Gulden. Hiermit bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß die Herren Ph. Schleenbecker zu Heuchelheim, I. Kämmerer zu Lich, I. Henrich zu Lang-Göns, als Agenten unserer Gesellschaft für Feuer - Versicherung bestätigt worden sind. Die Section der Providentia in Mainz. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, halten wir uns zur Entgegennahme von Anträgen auf Versicherungen gegen Feuersgefahr bestens empfohlen und bemerken, daß die Prämien billig und fest sind und die Versicherten niemals Nachschüsse zu leisten haben. Ph. Schleenbecker in Heuchelheim. I. Kämmerer in Lich. (3901) I. Henrich in Lang-Göns. Die auf nächsten Freitag, den 30. August, Nachmittags 5 Uhr, bestimmte Schulvorstandssitzung kann eiugetretener Hindernisse halber nicht stattfinden. V i g e l i u s, Schulinspector. Allgemeine Arbeiter-Kranken- und Sterbekasse. 4000) Sonntag den 1. September, Nachmittngs 3 Uhr: Generalversammlung im Saale des Promenadehauses. Tagesordnung: 1) Bericht des Vorstandes. 2) Rechnungsablage. 3) Etngelaufene Anträge von Mitgliedern. Ausgabe _______________________der Statuten.___________Der Borstand._____ Die Wormser Akademie für Landwirthe, Bierbrauer und Müller, 1860 begründet und bestehend aus 3 im Wesentlichen getrennten höheren Fachlehranstalten (Gesammtfrequenz 782 Studircnde aus allen Ländern), beginnt das Wintersemester am 28. October. Programme und Studienpläne stehen gerne zu Diensten. Worms a. Rh. Die Direktion: Dr. Schneider. Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser Lknlral-Burrau für Inserate bestens empfohlen. Die uns übergebenen Annoncen werden sofort dircct an die betr. Zeitungs-Expeditionen befördert und nur zu den Originalpreisen der Zeitungs-Expeditionen berechnet. Koftenvoranschläge gratis und umgehend. Größere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst günstigen Bedingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Rechnung franco. Jaeger'sche Buch-, Papier - und Landkarten-Handlung. Frankfurt a. M., Domplatz Nr. 8. Die Gartenlaube. Die Nr. 33 bringt folgende Beiträge: Ein Orangenzweig. Erzählung von A. Godin. — Auf den Bergen. Von K . . . lp. Mit Illustration: Die letzte Fahrt des Wildschützen. Originalzeichnung von Gustav Sundblad. — Was die heutige Wissenschaft vom Blitz erzählt. Von H. I. Klein. — Aus.der Glanzzeit Pius des Neunten. Von einem braunschweigischen Officier. — Was die Schwalbe sang. Erzählung von Friedrich Spielhagen. (Fortsetzung.) — Stadtkinder auf dem Lande. Originalzeichnung von Friedrich Hiddemann. — Aus dem Todtentanz der Geschichte. Von Feodor Wehl. I. Wie Fürsten und Monarchen sterben. (Schluß.) — Blätter und Blüthen: „Die Gartenlaube" zur See. — Vermißt in Deutschland! — Der Zwerg Paul Dietze. (1366) (a. 40/IV.) ein Gut, ein Haus, Hotel rc. TiVvL kaufen oder verkaufen, pachten oder verpachten will, einen Posten zu besetzen hat Wil oder einen solchen sucht, T&far irgend etwas in eine beliebige liWV Anzahl von Zeitungen einzurücken beabsichtigt, wende sich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse, officiellen Agenten sämmtlicher Zeitungen des In- und Auslandes, Frankfurt a. 111, Zeil 43. Straßburg, München, Nürnberg, Berlin, Wien, Prag, Hamburg, Zürich. TLlfalhft wird Jedermann Rath ertheilt, welche Zeitungen für jeden einzelnen Fall i sich als erfolgreich erwiesen haben: Jlrtfalhft werden alle Annoncen \ ^PUftlUft sorgfältig abgefaßt und für einen augenfälligen Druck hergerichtet; | Tl/lfalhft kosten die Inserate nur S ZJHHlUll dasselbe, wie in den Zeitungs-Expeditionen , da dieses Institut als Central-Stelle | aller existirenden Zeitungen besondere sg Vortheile von denselben genießt. Das g Renomm6 der Firma bürgt für solide Bedienung. JDiscretion wird auf das strengste beobachtet, die einlaufenden Offertbriese werden uneröffnet an die betreffenden Reflectanten, ohne deren Namen preisrugeben, pünktlichst und ohne Provistonsberechnung übermittelt. Main-Weser-Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Frankfurt 5'». 7. 8***. ll^.Vorm. 4^-Nachm. 739*. 8. Abds. 247. Nachts. Cassel 4s. 833* Ilse. Vorm. 4« Nachm. 742*. Abds. 1220. Nachts. Marburg 45.758.833*. hsg. Vorm- 442. Nachm. 742*. 85. Abds. 1220. Nachts. Ankunft in Gießen von: Frankfurt 7". 825*. 1144. Vorm. 3»5. 430. 734* Nachm. 1053. 1216* Nachts. Cassel 8i7*. 1130. Vorm- 420. Nachm. 731*. Abds. 1140. 227. Nachts. Marburg 5‘3. 817*. 1130. Vorm. 420. Nachm. 659. 731*. Abds. 1140. 227. Nachts. * bedeutet Eilzug. Cöln-Gießencr Eisenbahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz (Cöln) 6i5. 84o*. Vorm- 12. Mittags. 440. Nachm. Dillenburg 6‘5. 84o. Vorm. 12. Mittags. 440. Nachm. 74v. Abends, Ankunft in Gießen von: Deutz (Cöln) 1130. Mittags. 3so. Nachm. 7*. 1115. Abends. Dillenburg 75o. wo. Vorm. 350. Nachm. 7*. Ws. Abends. * bedeutet Eilzug. NB. Sämmtliche Züge der Cöln-Gießener Bahn haben Anschluß an die Nassauische Eisenbahn via Wetzlar und vicc versa. Obcrhessische Eisenbahnen. Abfahrten von Gießen nach: Fulda 5.9. Vorm. 1230. Nachm.7'5 *. 74s. Abds. Gelnhausen 55.8. Vorm. 12. Mitt- 53v. Nachm- Ankunft in Gießen von: Fulda 650. 825*. Vorm. 245. 428. Nachm- 10'0. Abends. Gelnhausen 1035. Vorm. 220. Nachm. 75vAbds. Jtibba 635. 1035. Vorm. 23v. Nachm. 750. Abds- * bebeutet Eilzug. Frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Victsch) in Gießen. Nonnalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. Waizen. Korn. Gerste. Spelz. Hafer. Erbsen. Linsen. Wicken. Kartoffeln. s Aug. Auf dem Mit.- Auf dem Mit.- Auf dem Mit.- Auf dem «Mit.- Auf dem Mil.- Auf dem Mit.- Auf dem Mit.- Auf dem W Auf dem Mit.- 0 *0 «’S Fruchtmarkte. Markt preis Markt preis Markt preis Markt Ipreis Markt preis Markt preis Markt preis Markt preis Markt preis Ns K S e ö verk- fl. fr. lauf-' gef. fl.jfr. auf- gef. 1 . । verk. fl. fr. (auf- gef. verk. fl. fr. auf- gef- Q fl.fr. *3^ a <=> verk. fl. fr- s ® verk.! fl. fr. auf- gef. fl. ft. auf. I aef. verk. fl. fr. fl. fr fl kr. Ziehen M. M. M. 8 — M. M. M. M. M. M- M. M. M- M. M. M- M. 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