Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen Mittwoch imt 2-8; Februar Nr. SL len von ben 1812. Pf»nd 32, der Jnfalliblen trat, damit er sich hinterdrein die Mühe sparen könne. Man kennt weder seine Eltern noch seine Nationalität, doch soll er von geboren. lvkteye vae urvei urr jwitufitu ucuiiuimhcii, uuv iiy vmb v" iö ' , <. k cm a M < - hü™Mitt in keinem Lande mehr gute Jamnale gibt, al« in Italien. Auch ihr seinem Polen abstammen, ter ihn dort erziehen ließ. Hier hat Westerwelle nur bei in Venedig habt ein gute«, ich sede e« bisweilen, e« ist wirklich gut." Nach Polen verkehrt und flch l>/3 Jahr im Penstonat von Kozmian befunden. Sie tiefen Worten stellte der Patriarch den Redaeteur de« „Dirrtlo Cattolieo" mit hiesige „Germania" schreibt: „Was der betreffende Apotheker — er ist von hoch- den Worten vor: „Hier, heil. Vater, ist der Redaeteur des Journals, auf welches adeligen Eltern außer der Ehe geboren — in Posen geäußert hat, wiff-n wir nicht. Nur so viel wissen wir, daß er das nicht ist, worauf die Behörde so n'fon, bici m, W sche Mac: ppenteige. Bückinge »teMfie« md ien Vneinsmit- Unterzüchneten ivpbach- >asts. mich ent-- soll dies olste habe bedeutend abatt von Men. Preis vierteljährig 1 fL 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. St. Peter im Jubel dröhnten, erschollen schon die ersten fernen Wetterschiäge dies- seits der Alpen; auch dort war die Stunde eines Weltgerichts gekommen. In athemloser Hast eilten die Bischöfe nach Hause, die einen nach Frankreich und die anderen auf die deutsche Erde, es war für wochenlang vergessen, daß die Welt einen unfehlbaren Gebieter hatte. Für Wochen aber, nicht für länger. Noch während das Herz des deutschen Volkes in den Mühen des Kampfes rang, traten die geistlichen Führer vor dieses Herz mit ihren folternden Fragen. Das war der Patriotismysi der deutschen Biichöf ihr Gewissen sprach nichts dagegen —- denn Rom Hatte gesprochen. Seine Befehle zu vollziehen, vaS war ihr nächstes und ihr tülchtitzstls Aqit; sie erklärten dem Staate den Krieg in einem Augenblick der höchsten Gefahr, und stellten wohl noch gar ihre Handlungsweise als einen Act der Selbstverwaltung hin. Aber gottlob, wir wissen den „Henker" vom Märtyrer zu unterscheiden; wir wissen, daß es auch in den Geschicken des Ganzen den Trost dir Vergeltung gibt. /. Der Kampf, den sie herausbeschworen, ist noch in seinen Anfängen begriffen, aber dennoch läßt sich das Ende unschwer Vorhersagen. Dieselbe Hcrrschgier, welche Frankreich in dcn Kampf getrieben, der gleiche Größenwahn und die gleiche Fäulniß herrschten in Rom, dem kirchlichen Babylon-, und die Geschichte hat gezeigt, wie sie mit diesen Sünden ins Gericht geht, wenn sie sich zu geschichtlichen Faktoren verallgemeinert haben. Ob jenes Geschlecht, welches die Schlacht bei ^vngvu, in V,.. i/.. großes Gewicht legt: daß er nämlich kein „fanatischer Katholik" ist. Das königliche Polizei-Präsidium weiß zunächst selbst schon für seinen „Fanatismus" keinen anderen Beweis anzuführen, als seine Dienstzeit bei den päpstlichen Zuaven und feinen Aufenthalt beim Prälaten Kozmian in Posen. Wir haben nun selbstverständlich nicht unterlassen, bei der St. HedivigSgeistlichkeit noch nähere Erkundigungen über den „Fanatismus" des rc. einzuzichen, und erjuhren hierauf, daß derselbe ein sehr leichtsinniger Bursche sei, der schon vielfach Anlaß zu Klagen gegeben habe. Noch mehr. Der Adoptivvater des Genannten, der Küster von St. Hedwig, ist in unserem Redactionslocal erschienen und erklärte, daß er mit feinem „Sohne" schon seit dem Jahre 1867 nichts mehr zu thun habe, und daß, als derselbe seit Jahren in voriger Woche wieder in seiner Wohnung erschien, er den Gruß des „Sohnes" absichtlich nicht erwiderte, und seitdem bis heutigen Tages ihn noch vor Gesicht bekommen soll." Berlin, 25. Febr. Neber die Person des vermeintlichen „Attentäters" Westerwelle werden der Voss. Ztg. von wohlunterrichteter Sette folgende Mittheilungen gemacht: Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. iMner^ am M"' Deutschland. Darmstadt, 25. Februar. Dieser Tage soll in unserer zweiten Kammer über das Budget ter polytechnischen Schule Beschluß gefaßt werden. Die Re» gierungSforderung beträgt 58,365 fl. Der Ausschuß beantragt, statt dessen nur 50,600 fl. zu bewilligen. Der betreffende Äericht gibt nicht durchweg Zeugniß von Sachkenntniß, zumal im Punkte Der Vorschläge, durch welche eine Verminderung der Ausgaben erzielt werden soll. So sollen z. B. die „niederen Naturwissenschaften" ausgefchieden und an die Realschulen verwiesen werten. Was ist wohl unter diesem Begriff zu verstehen? Die Majorität, von der Ansicht ausgehend, „daß eine polytechnische Schule stets nur zur Ertheilung einer einseitigen Bildung befähigt sein soll und kann", ist sogar zu dem Anträge gelangt, bei der Verwilligung für die polytechnische Schule von der Voraussetzung auszugeben, „daß der polytechnischen Schule die Berechtigung zur Abhaltung der zur Vorbereitung für den Staatsdienst nöthigen Facultätsprüsungen für die höheren Staatsämter, sowie eine Aufsicht oder sonstige Einwirkung auf die Realschulen nicht übertragen werde." (F.J.) ' Darmstadt, 27. Febr. Die Eröffnung des Interimstheaters, welche sich seither in Folge langsamen Voranschreitens der Bauarbeiten fortdauernd verzögerte, soll nunmehr, zufolge einer gestern den einschlägigen Behörden kundgegebenen Weisung des Großherzogs, „unbedingt" am künftigen Sonntag, 3. März, stattfinden. (F. I ) Berlin, 23. Febr. Wie man der Kreuzztg. aus Posen mittheilt, soll die Untersuchung gegen den hier verhafteten Adoptivsohn des Küsters an der Hedwigs- kirche größere Dimensionen annehmen. Emil Westerwelle ist in Luckenwalde 1845 Ein Tagebuch vom römischen Concil. (Schluß.) Jetzt, wo die entscheidenden Augenblicke nahten, zeigte sich erst die ganze bitterliche Armuth des deutschen EpiscopatS, der unter feinem „Character" nichts begriff, als die Bischofswürde. Sie waren zum Concil gegangen, und kaum ein einziger von ihnen kannte auch nur die Geschichte des vorigen Concils (von Trient); nichtsdestoweniger sprach Bischof Dinkel: „Wir brauchen keine Theologen," und Herr v. Scherr war von jeher der Meinung, daß ihm nichts verhaßter sei, als ein gelehrter Geistlicher (obgleich sich sonst die Gegensätze anzuziehen pflegen). In den bittersten Ausdrücken schmähte Melchers von Köln über die theologische Facultät in München, und dennoch kannte er außer Döllinger kaum einen einzigen Namen derselben. Wenn man ihm von Lebendigen sprach, dann srug er mit Erstaunen : wer ist der Mann? — und jene, nach deren Befinden er selber sich angelegentlich erkundigte, waren seit langem todt. Aber gleichwohl genügte diese Einsicht in die Zustände der Münchener Facultät, um den Besuch derselben allen Thcologie-Candidaten der Kölner Diöcese zu verbieten. Und das war die Minderheit, das waren jene, die auf Einsicht und Mäßigung, auf Treue und Gerechtigkeit noch den meisten Anspruch machten — es waren die Deutschen! Wie mochte es nun erst mit der Mehrheit, mit Den Römlingen beschaffen sein, die aus allen Theilen Der Welt zusammeugelaufen, um Schmeicheleien zu geben und zu empfangen, von Denen Der eine offen sich brüstete, daß er feiner Regierung principielle Opposition mache, von denen Der andere Pamphlete schrieb, und Der Dritte recht herzlich froh ist, daß er von Anfang an auf Sette' wo Friedrich Rom verließ. Was Dann geschah, das wissen alle. Und während noch Glocken von ttow > unb ‘offittabe, ■' sowie di, tlg- und $ Eoylp/ III । IMMMMBMmMWMBWWWIWIMBIMWIWIBIMI 11 — ■■UlUMlJMItillMjUMBBBM Bestellungen auf den Gießener Anzeiger 11 aIS 01,6 bEi aUcn Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpeditiou abholen lassen, erhalten denselben für den Monat März zu 20 kr. «ttm»II .................... i—— ■iiMSMnriMHiiii i ■■um Anzeige, mb außer dem Macher. -r rfÄ tN an den M tllhent von H°ue. ff IS oon glitt ! Den Worten tior: , , , , Ew. Heiligkeit anspielten." „Ja, fuhr Der Papst fort, es ist gut, Ich sehe es, Ich sehe es. Oh schön, und sie möchten, daß die katholische Presse schw'ege. Ich könnte euch gewisse Herren nennen, aber ich will nicht, welche nicht erst jetzt, sondern vor wohl 10 Jahren sich mir vorstellten und mich baten, meine Autorität geltend zu machen, um Die katholische Presse zum Schweigen zu bringen, welche nach ihnen die Ursache so vieler Hebel in Der Kirche Christi ist. Wißt ihr, was ich ihnen geantwortet habe? Sehr gerne, meine Herren, wenn Sie mir Bürgschaft leisten, Daß es von nun an kein antikatholisches Blatt mehr geben wird. Ja wohl! Die möchten anderen Den MunD' stopfen, um allein DaS Feld zu behaupten. Ich sage nicht, Daß ein katholisches Blatt nicht manchmal ein wenig über Die Schnur hauen könne; wenn man genöthigt ist, jeden Tag zu schreiben, so ist es kein Wunder, wenn man, unversehens gepackt, seine Feder nicht jeden Augenblick vollkommen mäßigt. Oh, in unseren Tagen sind diese Journale wohl ^nothwendig und wirken viel Gutes!" Das war die Lage der Dinge zur Mitte Mui, wo das Tagebuch abbricht, Sedan schlug, das römische Sedan erleben wird, oder ob wir das große Werk an Kinder und Enkel hinterlassen — wer möchte wagen, das zu entscheiden? Eines aber liegt uns allezeit ob, daß wir die Waffen rüsten und schärfen — und jnne solche.Waffe ist dieses Buch., Solcher Stoff war zu allem zu gebrauchen — warum solUo ^ioch" ■ —- —* länger zögern, wen sollte sie noch fürchten, wenn sie doch sah, daß jene selber sich fürchteten? Die Majorität war gerüstet, „sie war wie ein Ochs, der auf ein rothes Gewand losgeht" — sprach Bischof Hefele. Mit der Ungeduld, die Den Faiseur charactensirt, trieb Veuillot, Die einflußreichste Feder im Vatikan, zur Entscheidung; Die Berichte, welche er Dem „UniverS" übersanDte, wurden ganz nervös vor Aufregung. Ja, diese Berichte sollte man lesen, eS liegt ein Hochmuth in denselben, vor dem uns Deutschen dje Sinne schwinden, und eine Leidenschaft gegen alle, Die anDerer Meinung find, Daß auch der letzte Rest von AnstanD verläugnet wirD. Dazu Die Phrase in ihrer breitesten Form unD eine Verweltlichung Der innerlichsten Dinge, vor Der uns graut ; so sind jie eine Musterkarte jener Eigenschaften, Deren Triumph bei SeDan seine Rache sand. Und neben Dem „Univers" stanD die „Civilta Cattolica", und neben dieser zahllose kleinere Organe, die alle hetzten und trieben, um Daß Verhängniß zu be* schleunigen. Der Papst selber hatte weDer Kritik noch Noblesse genug, um Dieses Verfahren einzuschränken, je bunter Die Farben, Desto lauter war fein Beifall. Auf welcher geistigen Stufe er in Dieser Beziehung steht, Daß charactensirt am besten eine Unterredung, Die er am Ostersonntag mit einer Deputation von Vene- tianern hielt, unD Die nach einem hochclerikalen Organ folgenDermaßen lautet: „Betet vor allem, daß jeDer von Der erhabenen Versammlung, Die Mir berufen haben, Die Frucht ernte, auf welche sie gerichtet ist. Ihr müsset wissen, daß der Teufel immer bei den guten Werken seine Hand hat, und daß er sie auch in daS^Concil zu legen versucht hat, aber er ist nicht zu fürchten. Inzwischen kann Ich euch sagen, Daß Daß Concil Den Journalisten Stoff gibt, wohl oDer übel füllen sie ihre Spalten. Lügen, Uebertreibungen unD was weiß ich was aöeß muß ihnen Dienen. Glücklicherweife haben wir in Italien auch einige gute Journale, welche Daß liebel Der schlechten neutraleren, unD ich sage euch, Daß eß verhält- Belgien Wechsel. Bayer. 5% Spanier, neuest. 3% 31 Va 100% 953/4 963/g 97 Va r, 4Vi°/o 1 jährige 100% n 4% 1jährige 96 Würtemb. 4%% Obi. 99% Baden 4%% Obi. 0. E' L. 99% Oesterr. Silberrente 63% „ Papierrente 56% Aetien. Frankf. Bank 144 Frankl. Vereins-Kasse 136 Darrnet. Bankaot. 479 Wien Bankaktien 881 Galizien 271% Oest. Creditact. 365 V« 100% anderes Gesetz begründet sein werden. Bersin, 26. Febr. Der Geburtstag des Kaisers, welcher am 22. Marz das 75. Lebensjahr überschreitet, wird bei der ganzen Armee in besonders festlicher Weise begangen werden. In allen Garnisonen findet Revcille, Festgottce- dienst und Parade-Ausstellung, statt. Ueberall, wo Artillerie stationirt ist, giedt dieselbe zur Zeit der Parole-Ausgabe 101 Salutschüsse. Hieran schließen sich die üblichen Festmahle lsir die Offiziere und Mannhaften, Sil brr iini^rfität unD «rfloemie der Künste finden öffentliche Sitzungen statt. Von Seiten der Kommune sollen die Kinder in den städtischen Waisenhäusern, sowie die Hospitaliten in den von der Armen-Direction nssortirenden Hospitälern, dem städtischen Siechen- hause und dem Albeitshause festlich bewirthet werden. Breslau, 24. Febr. Gegen Miarka und mehrere andere Ultramontanc Oberschlesiens ist eine Voruntersuchung wegen MajcstätSbeleidigung im Gange. Posen, 24. Febr. Während gestern Polizei-Direktor Staudy eine im hiesigen Kozmian'schen ErziehungS.Institute in großem Maßstabe ausgeführte Haussuchung leitete, hatten sich gleichzeitig zwei Beamte der hiesigen Polizeibehörde, darunter Polizel-Inspector Schnepel, nach Schrimm begeben, woselbst im IesuUen- Kloster daselbst eingehende Recherchen angestellt und die Papiere des sich jetzt dort befindenden Prälaten Kozmian mit Beschlag belegt wurden. Auch hier in Posen sind eine große Anzahl politischer Briese gefunden worden, während sich nichts auf das Attentat Bezügliche vorfand. (Ostv. Z) Oberaudorf (Bayern) , 26. Febr. Der erste Jnnthaler Katholikenvernn dankte in einem vorgestern an Fürst Bismarck abgegangenen Telegramm demselben als Gründer der deutschen Einigkeit, als Führer auf der Bahn nationaler Bestrebungen und „Vorkämpfer für Freiheit und Recht". Fürst Bismarck dankte gestern auf telegraphischem Wege für die ausgesprochenen Glückwünsche und die Bekundung landsmannschaftlicher Uebereinstimmung in Gesinnungen und Be- strebungen. „ Straßburg, 23. Februar. Die Organisation der Universität ist nun so weit vorgeschritten, M in diesen Tagen die Aufstellung dcS Katalogs der Vorlesungen für das Sommersemester in Angriff genommen werden konnte. Bei diesir Gelegenheit wurde den an die Hochschule neu berufenen Lehrern „ein V rzeichniß per Herren Professoren, auf deren Zusammenwirken bereits im ersten Semester zu rechnen ist", officiell übermittelt. Da zeigt sich denn, wie unzuverlässig viele Zei- tungsnachrichten über Straßburger Berufungen gewesen sind, und zum erstenmal läßt sich ein eben so authentisches als vollständiges Bild von der Besetzung der neuen Hochschule entwerfen. Die Lehrer sind nach den vier alten Fakultäten gruppirt; nur sind die Staatswissenschaften der juristischen Fakultät überwiesen. Da die Besetzung aller in Aussicht genommenen Lehrstühle bis Ostern unmöglich war, so ist der sicher zweckmäßige Weg eingeschlagen worden, gewisse Fächer ganz Börsenberichte. Frankfurt a. M., 27. Februar. Der kleine Anlauf, den gestern die Spekulation in hausstrenver Ricktung nahm, war nicht stark genug, um die errungenen Vortheile, die freilich nicht waren, zu halten; denn schon im Abend-Privatverkel;r, noch mehr aber heute schlugen die Spielvapier'e wieder xetrogade Bewegungen ein und das Geschäft in denselben war ein relativ schwaches, nur Lombarden hielten sich sehr fest bei 217%, ebenso auch Bankaktien auf 880. Dagegen wichen kreditactien bis 364% und Staatsbahnen 412%, hingegen waren wie gestern österreichische Bahnen wieder in großem Verkehr bei durchweg höheren Koursen, besonders aber traten die speciell ungarischen Linien in den Vordergrund. Naab-Grazer Aktien, ungarisch-galizische und ungarische Nordost sämmtlich in lebhafter Nachfrage und wurden letztere mit 179—180 qern bezahlt; man glaubt dieselben in Bälde den CourSstand der besseren garautirten österreich. ungarischen Cisenbahnactien, wie Raab-Gra;er, Donau-Drau rc. einnehmen zu sehen Auö Wien IHM man mit, daß die Gerüchte über Bauschwierigkeiten allen Grundes entbehren und wohl nur durch Verwechslungen mit der ungarischen Ostbahn hervorgerufen worden sein dürften. Dir ungarische Nordostbahn soll dagegen zum Theil schon im Betrieb sein, hiefür sehr schöne Resultate aufzuweisen haben und wohl dieses Jahr schon fertig ausgebaut werden. Die Unionbank, welche den Bau übernommen, gara"tirt die Jntercalarzinseu. Oesterreichische Nordwest und Galizier ebenfalls gesucht. Auch ein Posten Lündenburger Aktien ward umgesetzt. Banken still, aber fest. Die heute mit 106 zur Einführung gelangten Aktien der hiesigen „Deutschen Handelsgesellschaft" wurden willig ausgenommen und mit % P^cent Superagio gehandelt. Loose lebhafter als die letzten Tage, namentlich waren Raab-Grazer und die kleineren Sorten gesucht und höher, wie. Meininger und Mailänder lO.FrancS. Von Staatspapieren waren österreichische Silber- und Papierrcnte in lebhafterem Umsatz. Württembergische 5procentige und 1871er Russen am Markt. Von Amerikanern 1881er begehrt und höher. Geldstand gut und find Piolongationösätze bis jetzt ganz normal. Napoleons bet fester Tendenz,stark im Handel. Geldwerten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57%—58% Pistolen . . 9 41—43 „ doppelte 9 41—43 Holl, fl- lOSt. 9 53—55 Dacaten . . 5 32—34 20 Frankenst. 9 21%—22% Sngl. Sover. 11 49- 51 Rnss. Imper. 9 41 — 43 Dollar in Gold 2 26%—27% Abend wieder abreist. Antwerpen, 27. Febr. Die lärmenden Kundgebungen von Volkshaufea dauerten gestern Abend fort. In einer von der liberalen Partei berufenen Der- Sammlung wurde die Aufhebung des FremvengesetzeS gefordert. Em Volks- Haufe zog, die Marseillaise singend, unter Exceffm vor die Wohnung des Bürgermeisters. _________ Brüssel, 26. Febr. In Antwerpen wurde der Graf Chambord heute beim Ausgang zur Kirche mit dem Rufe: „Es lebe der König von Frankreich!" empfangen. Der Oberst der Bürgergarde beschwert sich, daß die Polizei bewaffneten Banden mit weißer Fahne Auszüge in den Straß n gestatte. Die Bürger haben den Staatsprocurator benachrichtigt, sie würden Angesichts dieser Vorgänge nur noch bewaffnet ausgehen. Die Aufregung ist sehr groß. Brüssel, 27. Febr. In ter Deputirtenkammer bestätigte aus Anlaß der Interpellation Couvreur der Minister des Auswärtigen die heute Morgen erfolgte Abreise des Grafen Chambord. Die Debatte dauert fort. Antwerpen, 25. Febr. Der abendliche Straßentumult, welcher sich nun schon verschiedene Male wiederholt hat, nahm gestern einen ernsteren Charakter an, und wenn der Graf Chambord seinen Aufenthalt noch etwas verlängert, so konnte leicht die sonst so ordentliche und ruhige Stadt Antwerpen der Schauplatz sehr unliebsamer Ereignisse werden. Die Proklamation des Stadtrathes hat nichts genutzt; gestern Abend war die Volksmenge auf dem grünen Platze und Um- gegend noch größer wie vorher, und es ist an mehreren Stellen zu Raufereien und Schlägen gekommen. Das Meeting in dem (Safe des Arcades war sehr besucht und es wurde eine Resolution formulirt, gemäß welcher die Demonstrationen gegen die Anwesenheit des „ConspirateurS" fortgesetzt toercen sollen, jedoch auf friedliche Weise und ohne Verletzung der Gesetze. Rach diesem Beschlüsse begaben sich die Versammelten auf dte Place Verte, wo sich bereits Tauiende von Reu- , gierigen befanden. Man fang die Marseillaise und rief: „A bas Chambord! und „A bas la Calottc!“ Gleich darauf aber kam eine geidjloflene Bande von Anhängern des klerikalen Zükels auf den Platz, die den „Leeuw van Vlaanderen“ sang und mit Stockschlägen über die Gegner des Grafen Chambord herfiel. ES gab eine Prügelei, in der Taverne Alfacienne wurden die Fenster eingeworfen; Dann schritt die Gendarmerie ein und räumte den ganzen Platz, wobei verschiedene Personen beschädigt kurven und der Capitän der Gendarmerie einen heftigen Steinwurf auf die Brust erhielt, so daß er fortgeschafft werden mußte. Vor dem Gafd de l'Empereur auf der Place de Meir kam eS ebenfalls zu Schlägereien. Auch vor dem Hause des Bürgermeisters van Put wurde vcmonstrirt; ein Vocks- Haufe brüllte und pfiff und sang die Marsetllaije, kurz, der Pobel trieb (ein Spiel nach Herzenslust. Man behauptet, daß die Bande, wrlche die Prügeleien begann, von dem klerikalen Zirkel dazu ungestillt und besoldet gewesen sei. Heute ist es ruhig, aber man fluchtet neuen Tumult für heute Abmd und hat Verstärkung der Gendarmerie von Brüssel koaimm lassen. Inzwischen folgen sich am Hofe von Henri V. die Deputationen und Vorstellungen. Heute kam eine Deputation aus Lille von etwa zweihundert Personen, welche sogleich empfangen wurde und heute 1 Die „Germania" widerspricht der Angabe, daß Herr Kozmian Jesuit sei. Derselbe sei vielmehr Weltpriester, früher mit einer Baronesse ChlapowSki ver- heirathet gewesen und nach deren Tove in den Priesterstand getreten. Berlin, 26. Febr. Die römische Curie setzt, wie verlautet, die Bemühungen fort, von dem Concordat von 1801 für Elsaß - Lothringen so viel oder so wenig zu retten, wie nur irgend möglich. Das Angebot, das Concordat als rechtsgültig anzuerkennen, trotz des Antoneüi'schen Schreibens, ist ohne Erfolg geblieben. Die Reichsregierung halt daran fest, daß in Folge des Antonellckjchen Schreibens das Concordat von 1801 mit dem Tage, wo das Gesetz, betreffend die Vereinigung Elsaß-Lothnngens mit dem Deutschen Reiche, in Kraft getreten ist, jede Gütig- feit verloren hat, daß aber die organischen Artikel, welche bekanntlich den Inhalt eines Gesetzes bilden (vom Jahre 1802) in Kraft bleiben, bis dieselben auf ein Westerwelle ist das außereheliche Kind einer polnischen Gräfin und eines belgischen EtelmanneS, und wurde in Luckenwalde geboren. Seme Eltern lernte er nie kennen, sondern wurde als Säugling schon einem Vormunde in Pflege ge- ( geben, der ihn erst nach langem Proceß an den damaligen Briefträger Westerwelle berausgab, welcher ihn, selbst kinderlos, an Kindesstatt annahm und dafür von brm Vater eine Geldsumme erhielt. Da dte Mutter unter einem fremden Namen sich bei der Geburt versteckt hatte, und auch der natürliche Vater seinen Namen verborgen halten mußte, so machte der Proceß viel Aussehen und erregte die all- gemeinste Neugierde. Weil man nichts Bestimmtes erfuhr, erging man sich in allen möglichen Vermuthungen und Schlüffen, brachte hohe Personen, geheime Gesellschaften rc. damit in Verbindung. Alle Auskultatoren des Stadtgerichtes haben stets die Acten dieses ProceffeS aus Neugierde durchforscht. Seinen Adoptiv- ©Item, deren Namen er angenommen, machte der junge Westerwelle wenig Freude. Er war nicht fleißig, lernte wenig, zeigte anstatt Frömmigkeit nur Leichtsinn und schlechte Sitten. Der Vater war deshalb ganz zufrieden, als der Sohn ihn 1867 verlüß. In Rom bei den Zuaven soll er sich jedoch besser als bisher geführt haben. Die preußische Militärbehörde hatte ihn für dienstuntauglich erklärt, was nicht zu verwundern ist, wenn man den schwächlichen Körperbau und das furchtsame, unmännliche Auftreten des jungen Westerwelle nur einmal steht. Das unvermeidliche Terzerol besitzt der Bursche schon seit Jahren.^ Er kam aus Einladung der Frau Westerwelle, welche ihn immer noch beschützte, am Donnerstag in voriger Woche hier an und wurde am folgenden Tage, also am 16. Febr.. verhaftet. Gegen seinen Adoptivvater war er seit Jahren sehr aufgebracht, weil Itkttret ihm fein Hehl au« seiner sehr gee-ch'ferligten Unzufriedenheit machie. Die Poliiei hat am Donnerstag (22. Febr.) in der Wohnung des Küsters Westerwelle ben Bri-f mit Beschlag belegt, durch welchen Frau Westerwelle den armen Tropi ringe,äsen, noch einmal hieher zu kommen, um eine B-rsohnung mit seinem Vater vollständig zu besetzen und gewisse andere für den Sommer ganz unvertreten zu lassen. Schon daraus, daß jenes Verzeichniß 5 Theologen, 8 Juristen, 9 Me- diciner und 14 Mitglieder der philosophisch-naturwissenschaftlichen Facultät namentlich aufführt, und ferner die Besetzung einiger weiteren Stühle auf Ostern in sichere Aussicht stellt, geht hervor, daß nur eine relativ geringe Anzahl von Fächern im nächsten Sommer noch unvertreten sein wird. Erst im Herbste sollen besetzt werden die staatswiffcnschast'.ichen Fächer, die Stühle für Völkerrecht und französisches Civ'lrecht, für orientalische, romanische und altdeutsche Philologie, Archäologie, Astronomie, Astrophysik und mathematische Physik. Mit großer Freude begrüßt wir die ehrwürdigen Vertreter protestantischer Theologie, die, schon Miiglüter der Univelsität vor 1870, auch der neuen Hochschule zur Z erde gereichen werden, wogegen die noch in Straßburg gebliebenen wenigen Mitglieder ter medicinischen^ Facaliät zwar die angtfangrnen Collegien fi'r die aus französischer Z it hier t) r»( blirbcnm Student-n vollenden werd n, aber zur neuen Universität noch nicht inj ein bestimmtes Ver.Mtniß getreten sind. Amerik. Bonds 188 Ir « n 1882r _ „ 1885r „ „ 1887r Actien. 5% östr. F. St. E. B. 413 Lombard. Bahn 217% Ludwigsh.-Bexbaoh 204 Maxbahn 149% Bayer. O&tbahn 154 Rheiu-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Aot. 190% Oberhessen „ 88% ""Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Pricr. 60% 3% öst. s. Lombard 86 3% Livorneser 39% 5% Toscaner 61% 5% Elisabeth.-Prior. 84% do. II. Ernis«. 82%________ Änielieiisiooae. Kurh. 40 Thlr. Loose 72 Nassau 25 fl. 48 4% bayr. Präm.-Anl. 117 Ansbacher 7 fl. 13% 4% badische T. oose 114% Badische fl. 35 Loose 71% 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 40 Uestr. fl. 250 v. 1854 83% 1858r Prioritätsloose 194 1860r Loose 91% 1864r „ 155 , Braunschweiger 20% Stadt Florenz 85 Borscnnachrichteu. 27. Februar 1872. Preuss. 4%% Oblig. 103% Frankf. 3%% Obi. 88% Nass. 4%° q Obi. 99% Kurhiiss. 4% n 94 Gr. Hess. 5% Obi. 102% „ n 40/0 n 97-/4 n n 3 Va% » 92 Amsterdam k. 8. 99 Augsburg k. 3. 99% Berlin k. S. 105 Bremen k. 8. 96 Brüssel k. 8. 93% Hamburg L 8. 88% 104% Leipzig k. 8. London k. 3. 118% Lyon k. 8. 93% Paris k. 8. 93 Vs Wien k. 8. 104% ditto m. 8. — ditto Disc-onto 1. 8. 3% % — 00 8 TS> v. Meibom. MD ge' UR von den. Flur Nr. Vs is Vsrr von Volkshusn >i berufenen Art' it. Ein Boltt' nung des Villgn' Zagdvervachtunq im Forste Gleßen. 812) Die am 31. v. Mts. stattgefundene Verpachtung der Großherzoglichen Doma- nial-Jagden in der Oberförsterei Gießen: 1) Gemarkung Lollar, circa 466 Hektare Wald, Feld rc-, 2) Gemarkung Wieseck, unter Ausschluß des Gießener Walddistricts Vangelstein, circa 1014 Hektare Wald, Feld rc-, ist nicht genehmigt worden, weßhalb wiederholt Verpachtung beider Jagdbezirke unter den Hüber bekannt gemachten Bedingungen, Freitag den 1- Mär; d- Jsi, Vormittags 11 Uhr, im Gasthause zum Einhorn stattstnden soll. Gießen, am 18. Februar 1872. Großherzogliches Forstamt Gießen. Dr a ud t. (—1 2 Hofraüm (Miststätte) in der Kaplansgasse, . 2 Hofraithe in der Kathari- nengasse, — Grabgarten daselbst, Krofdorf, den 26. Februar 1872. Der Königliche Oberförster: deren General-Agent f Fr. Brozler in Kaiserslautern (Bayer. Pfalz.) Haupt-Niederlage der neuesten patentirten Futterschnerve- f 971) Die Erben des verstorbenen Weißbinders Ehr. Demuth dahier lassen Montag den 4. März, Nachmittags 2 Uhr, sämmtliches Weißbindergeschirr meistbietend versteigern. 937) Künstliche ^in^r dem Herrn Holzhändler Geilfus gegenüber. NB. Für gute Waare wird garantirt. Offerten ist auf Samstag den 16. Marz er., Vormittags 10 Uhr, im Geschäftszimmer des Unterzeichneten anberaumt. Kosten-Anschläge, sowie Submissions-Bedingungen sind hier einzusehen, können auch gegen Erstattung der Copralien * sich nun utu ^angrn, so fiei Schauplatz ^0 hat nichii Nt uno Um. 1 iu Laufereien ■« war sehr bc.. ukmonsiraiionea kn, jkvoch aus fäluffi begaben hndk von Neu« ls Chambord Hande von an Vlaanderen“ ort) hersikl. Et Ilcr eingeworfen; obei vcrschiebtili i einen heftig» che. Lor teo zu Schlagereikii.. tun; ein Doikt- hub jein Spiel rügtieien begann, n. Heute ijl et t Lersrärtung bei ich am Hose von Mputalion aui vurdk und heute Geschäfts-Empfehlung. 933) Alle Sorten Gemüse-, Feld-, VZald-^ und Dlumen- und billig zu haben in der Samenhandlung »on^ 953) Frische Schellfische empfingen 3. A. Busch Söhne. Bekanntmachung. 960) Die erforderlichen Reparaturen: 1) an dem Förster-Etablissement zu Krofdorf, bestehend in Maurer-, Zimmer-, Dachdecker-, Glaser-, Schlosser- und Klempner-Arbeiten, veranschlagt zu 314 Rthlr. 16 Sgr. 10 Pf-, sowie 2) an dem Förster - Etablissement Waldhäuschen, bestehend in Brunnen-, Dachdecker, Anstreicher- und Schmied-Arbeiten , veranschlagt zu 334 Rthlr. 23 Sgr. 2 Pf-, sollen im Wege der Submission verdungen werden. Termin zur Eröffnung der eingcgangenen Fcilgedotenes. 964) Ein Kinder-Bettlädchen und ein Kinder-Wägelchen zu verkaufen in Llt. D- Rr. 61, Neustadt. x _________________ ***99 80 XsM tS.96 ; 8. 93Vi L 8. E v 8.104Vs X 8. 118'/- X 8. 933/8 X 8. 933/s X. 8. 10<3/b tu. 8« i. s.- Jaqdverpachtung. 702) Freitag den 1. März d. I-, Nachmittags 2 Uhr, soll die hiesige Gemeinde-Jagd, bestehend aus circa 2olD Morgen Feld- und 1800 Morgen Wald-Jagd, auf hiesigem Bürgermelsterei- Büreau auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. . . ,,, Bemerkt wird noch, daß diese Jagd seither der Herr Fürst zu Braunfels in Pacht hatte, welcher, soviel bekannt, dieselbe nicht wieder pachten will. Die Jagd gränzt ringsum an standesherrliche Jagdbezirke. Dies den Jagdliebhabern zur weiteren Nachricht. Langsdorf, den 11. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler. V322® — — meistbietend versteigert werden. Gießen, den 23. Februar 1872- Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Sem ml er, Ortsgerichtsmann. 8 € 6 g ® p ® Bl * Manilla-Auöschuß, das Stück U/s kr., per M»U- 24 fl., empfehlen I. A. Busch Sohne. Dampfdresch-Maschine» neuester Construction von Ruston, Prostor & Comp. in Lincoln (England.) Diese Maschinen haben an einfacher und solider Constrnction alle bis setzt bekannten Sorten bei Weitem übertroffen und liegen darüber die besten Zeugnisse vor. — Billigste Preis- und nähere Auskunft ertheilt 972) Eine Partie lange seidene Shäwlchen, pr. Stück 54 fr., Damen-Kragen von 3 fr. an, Herrn-Kragen, pr. ©tuet 9 fr , Bänder, Spitzen und Tüll zu enorm billigen Preisen Julius Landauer. it SpemlüM va le, dir ßrM nicht i fyutt Mznl dii wn rm «Uli» BanUctitn auf 8S0. tn waren wir ypm uq'ta, besonders üst Ictien, Bnjarifm tftit« mit 179 arantithn osterrA m sehen. Ans Mic entbehren und B» >en sein dürftlll. i s,h- i»9Wül “ DU Unionbanf, w"" lordwest und Banfen tn und hoher, n»< ngationM1 ' * tof bb, »•«p ,. ^le Siirgej * Vorgänge Anlatz bei Versteigerungen. 701) Mittwoch den 27. März d. I-, ; Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die der Friedrich Krauskopf Wittwe dahier gehorlge Hofraithe, als: W g 41-43 pdte9^ ost- 9 ” 34 ■ . 2i'A722,/l , 9 0 071/1 710) Den Herren Landwirthen empfehle mein großes Lager in: prima deutschem oder - Kleesamen, ewigem oder Luzerner- „ Saat-Wicken, -Linsen und -Erbsen, Lupinen und Feldbohnen, amerik. weißem Pferdezahnmais, sowie alle Gemüse- und Feldsämereien, zu den billigsten Tagespreisen. Muster werden auf Verlangen franco übersandt. Samenhandlung von Friedrich Bender, Holzgraben 2, am neuen Markt in Frankfurt a. M- t Batavia-Arrac, Jamaica-Bum, Cognac, Arrac- und Ruin- K r Pnnsck-Essenz, Malapa, Madeira, Sherry, Maraschino ft W eli zara, Genever, Gilkaer Getreldekummel unb Danz. t l'A Goldwasser, Schwarzwälder Kirsch wasser, Sliho wetz I und särnmtliche ächte holländ. Lhpieure von R ynand Focking. 9 946) Die der hiesigen Gemeinde hörigen Gebäude: - Wohnhaus, 34 Fuß breit, 35 „ lang, Scheuer, 52 „ 34 „ breit, Freitag den 1- März d- I», Nachmittags 1 Ubr, auf den Abbruch nochmals versteigert werden Wiefcck, den 26. Februar 1872- Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. ^nen Lang. 1 MW, Verkauf einer Mühle. 977) Der Unterzeichnete läßt die ihm gehörige Mühle, die Strauches-Muhle zu Wetterfeld, am 1. März d. I-, Vormittags 11 Uhr, auf dem Ortsgericht zu Wetterfeld einer freiwilligen Versteigerung aussetzen. Die Wasserkraft ist eine sehr gute. Die Versteigerungs-Bedingungen, sowie die Mühle selbst, können jeder Zeit ewge- sehen werden. Heinrich Neuß 1- Mdll? - in bis jetzt unerreichter Reinheit von vorzüglichem Geschmack, do. mit Eisen und Chinin für Blutarme, it • 1 ■ in neuer verbesserter Qualität, hauptsächlich Kindernaliningsmittel wegen"^eines weniger intensiv süßlichen Geschmacks Zu empfehlen. Vorräthig in allen Apotheken. ^874 In Gießen bei ®rn’t -Vcrmc0* 868) Aechte ital. Macrarom, it°k. -Haselnüsse, Tafelrosincn, Tafclmandeln, em- «-machten Ingwer, Orangen und Miro in frischer Sendung empfiehlt bestens Ed. Lind, Kirch enplatz. | Persteigerunq. 936) Donnerstag den 7. März l- I-, Vormittags 10 Uhr, sollen im hiesigen Pfandhause 2 Geren, 100 Flaschen und 1 blecherner Topf gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. ? Gießen, den 26. Februar 1872. Bastert, Großherzoglicher Steuerpfandmeister Nutzholz - Verkauf. 961)1 Dienstag den 5. März L I-, von Morgens 9 Uhr an, sollen f in dem Kirchverser Jnteressenten- Wald, Schlaa Buchenbügel, Abth.s., circa 186 Stück Fichten - Bau- und Werkholz- Stämme, besonders für Bauerei geeignet, von 9 bis 18 Meter Länge und 13 bis 44 Zentimeter Durchm-, sowie 20 Stück Fichten-Leiterbäume, öffentlich meistbietend verkauft werden. Die Zusammenkunft findet im genannten Schlage statt, woselbst die Verkaufs-Bedingungen eröffnet werden. c. Die Herren Bürgermeister der Stadt Gießen und benachbarten Ortschaften werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden , bezw. Städte, bekannt machen zu lassen. Kirchners, den 25. Februar 1872. Der Bürgermeister: Schlag. 966) Wegen Aufgabe eines Patentkellers werden CilC» ?OO HeCtO- llter 1871, 70 und 68 JIarkgräflcr, Diirla- en auo) y-g-" u. 14.aiserstllhierj 933J Alle (L-onen memuie -, Tr der hiesigen Oberförsterei be,ogen^u>-r- m"Vttka^^unt-r Berech- Sämereien, sowie auch sehr gutes ^gemischtes Vogelssutter, find frisch nuna'mäßiger Preise, ausgesetzt. Näheres sub ChilTre K. 359 durch die Annoncen-Expedition von Rn- doll’ Rosse in Stuttgart. (4Uh/ll J 937) Portland-Cement, frische Sendung, empfiehlt_______I- G- D- Bapst. ' 976) Neuer Frühlattig ifi zu Huben in der Handelspartner e i von Georg Becker. 925) Gothaer Schweine- schmal;, per Pfd. 2 i fr., wieder eingetroffen bei I. A. Busch Söhne. Z Cassuschrank, IVr Jahre im Gebrauch, steht zu verkaufen und kann auf dem Comptoir der Herren Zinßer L.Schmidt eingesehen werden. 975) Frische Schellfische, Schollen, Sardinen und Sardellen bi’i Bäcker Vogt. MALZ " PRÄPARATE Lager in ächt italienischen und deutschen Teigwaai^n, als: Maccaroni, Dermicellis, Suppenteige, Eiergemüse- und Eiersuppennudeln. 4873) Die Große und kleine Rosinen, ausges. große Mandeln, Citronat, Orangeat, ganzen und gestoßenen Zimmet, gestoßene Raffinade, Citronen, Anisfaamen, Ammonium uni» Pottasche. Parmesan- und Em menthaler Rase. Thee, Vanille, Chocolade, Sardellen Specerei -, Material- und Farbwaarm - Handlung von Reinschmeckendes Schweineschmalz, pr. Pfund 24 fr. Condensirte Milch. Gothaer Cervelatwurst. i Blockchoeolade, pr. Pfund 28 kr. Emil Fischbach in Jtal. Brnncllen, getrocknete Kirschen, Aepfelspaltcn, ganze Aepfel, Mirabellen, Catharina - Pflaumen Giessen und türk. Zwetschcn. Würfelzucker. 1 Champignons, jTrüfll’eln. Sardines j ä i’htiile, rnss. Sardinen, Caviar Sunb Mixed-Pickles. (Seltersweg) empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Neisstärke. Toilette-, Bade-, Fenster- und Pferdefchwämme. 8 Tafelmaudelü, 5 Tafelrosiuen, Jtal. Haselnüsse. Dienenlionig, Zuckersyrup. Nr»? s 37 Prozent ergibt. setzen N)l •X ‘ Conr. Weid ig. werden. Vogelsberg ■v 3 Complete Zeitungs - Ccttalog? |i gratis und franco Bei der tagtäglich sich mehrenden Zuwendung des Kapitals zu frucht- und Mehlpreife in verstossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Kartoffeln 8* U fl. fr. ff. fr M. M- 112 4 32 1 4 20 Mit-- preis Auf dem Markt Bestell gtboitne ___t iMMjif ®ei gtführt ha die interna ßung, (ou geben. Die fttdern cuc , So t Vermischte Anzeigen. 978) In meinem Laden find vergangene Woche zwei .^Regenschirme stehen geblieben und können dieselben gegen Entrichtung der Jnseratgebühren in Empfang genommen 970) Auf den 25. März wird für eine stille Haushaltung ein ordentliches Mädchen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. \\i Bad- C Prämien zr ist. Präm sind oder mMlos Nicht gen Mit aller Hochachtung und Gruß. Für i\i8 Comilö: In Abwesenheit des ersten Vorsitzenden: F. M. Calmaun. Jos. Falck. S. Heinemann. Strhknde Grschästgan^kigkn, | die sich den GefchüftSfirmen aller | Oas fomltc für Abschaffung der Wcmstcuer im Großherzogthum Hessen an LrbensversicherungsbanK f. Dcutschlrmd in Gotha. 451) Diese Anstalt hat sich im Jahre 1871 in aller Hinsicht sehr günstiger Geschäftsergebnisse zu erfreuen gehabt- Der Zugang an neuen Versicherungen mar so groß, wie nächst dem Jahre 1869 in keinem anderen Geschäftsjahre seit dem Bestehen der Bank. Indem derselbe sich auf 2957 Personen mit 6,450400 Thlr. Versicherungssumme belief, stieg, bei mäßigem Abgang der Versicherungsbestand bis zum Jahresschluß auf 38,100 Personen mit 72,200,000 Thlr. Bei einer Jahreseinnahme an Prämien und Zinsen von 3,350000 Thlrn- waren nur 1.535000 Thlr. für 900 gestorbene Versicherte zu vergüten, — ein Betrag, der wesentlich unter der rechnungsmäßigen Erwarmng steht und abermaligen reichen Ueberschuß zur Vertheilung unter die Versicherten erwarten läßt. Der Fonds erfuhr einen Zuwachs von fast einer Million Thaler und erhob sich auf mehr als 18 Millionen Thaler. In diesem und den nächsten vier Jahren kommen davon Drei und eine halbe Million Thaler reiner Ueberschuß an die Versicherten zur Vertheilung, was für dieselben im Jahre 1872 eine Dividende von 8 Zweiter Vortrag zu Gunsten gemeinnütziger Zwecke, namentlich zur Förderung der hier neu gegründeten Fortbildungsschule, Donnerstag den 29. Februar 1872, Abends 6 Uhr, in der großen Universitäts au la. Eingang auf der linken Seite. Herr Professor Thaer redet: „Ueber den Ackerbau der alten Deutschen." Eintrittskarten werden in der Ricker'schen Buchhandlung zu 48 kr. für die Person, am Eingang zu 1 fl. abgegeben. 350) Die mittlere Etage des Hauses im Möbl'schen! 950) Es wird ein Dienstmädchen auf Garten ist abzugshalber zu Ostern gesucht. Zu erfragen bei der Exped. 15r. Schneiders Lehranstalt für Landwitthe, flirrbniurr und Müller lt 5'* im? $,ä|1 > eit £s »v; * Sch, co Öl’»-p* B1" BB B yB-W- BB empfiehlt sich als vortherlhafte und sichere Kapitalsanlage die Lprocentige Prioritäts-Anleihe -er Hess. Ludwigs- Eisenbahn, welche zum Course von 91 per Hundert erhältlich ist. : man eh wn M br | löiNn. Es ( ^flürung "*""W l'W btla, iLHerei I Post W 969) Nr. 64 hat das Stühlchen und den Strauß gewonnen. Vogel, Polizeidiener. 974) Auf meinem Vüreau ist die Stelle eines ersten Gehülfcn zu besetzen. Vr. A. Rosenberg II., Hofger.-Advocat. ) v1 fr vermiethen und gleich beziehbar. — Auf Verlangen rann auch Scheuer und Stallung für zwei Pferde abgegeben werden. Näheres^zu erfragen bei Fr. Schwa ab. 875) Ein anständiges Mädchen, welches Liebe zu Kindern hat, nähen, waschen und bügeln kann, wird bei hohem Lohn und anständiger Behandlung auf den 26. März zu miethen gesucht. Nähere Auskunft Seltersberg Lit. E. Nr. 11. 348) Ein Gymnasiast oder Realschüler kann in einer Beamten-Familie von künftigen Ostern an Kost und Logis und zugleich auch, wenn es gewünscht wird, Nachhilfe in allen Lehrgegenständen erhalten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 837) Auf sogleich ein reinliches Mädchen in einen kleinen Haushalt gesucht. Auskunft bei der Exped. d. Bltts. 968) Für eine Restauration wird ein braves Mädchen gegen hohen Lohn in Dienst gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts werden wird._____ 979) Unserem lieben Schul- Eollegen Daniel Seiler gratuliren zu seinem 14. Wiegenfeste die Schulkinder mit grauen Haaren. 973) Ein Laufmädchen gesucht in Lit. C. Nr. 159, im Laden. L «H I in I »"Witin, L $lll8 ' %urn- fuhrung des von der Landesversammlung angenommenen Vorschlags des Delegirten berg, Augsburg, Würzburg, Stutt- E- W- Götz von Neckarsteinach, richten wir an Sie die dringende Bitte, demselben gart, Hamburg, Brüssel und Bern. i>: sofort in angegebener Weise beizutreten und gehörigen Ausdruck zu geben. J Mainz, 25. Februar 1872. Waizen. Korn. Gerste. Spelz. Fruchtmärkte. Febr. Aus dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit. preis Auf dem Markt Mit.- preis Aus demIMit- Markt Ipreis I auf- gef- verk. fl.fr. lauf: ßcf. 1 fl.jfr- auf-! aef. § 1 fl.jfr. jauf-! J£f: verk. st- kr. Gießen Alsfeld G r ü n b e r g Lauterbach Mainz 24. 23. 1 1 1 1 M- 4 53 206 _!_ 153) 15 25 15 44 15|3H M. 4 = M. 4 62 88 _____________1____________ 10'50 Ist 15 12130 11119 M. 5 M- — 5 36 7,46 9jlö —1— M. M. — i .— - II 1 II | 1 1 1 1 1 I Hafer. Erbsen. Linsen. Wicken. Auf dem Mit.- Auf dem Mit.- Aus dem Mit.- Aus dem Mw: Markt preis Markt preis Markt preis N?arkt preis auf-. flef. § fl.|fr. 1 "Ul- 1 1 gef- 1 verk. fl. fr. | auf-1 I lief. verf. ( fl.jfr. auf- ncf. z fl. fr. M. M. M. M. M. M. M. _ 4 4 4 50 1 11 40 — 86 4 36 - 2 10 12 — — — — — - _ ___ — — 4 39 — — — — — — _ - — 4 9 2 — - -- — — — — — —