MZ ZW: Wrt“ ^*=*«1» '^ÄrSTg ■ -~-^ML®PrU MZ n, oH? Lohn gl Maubin0eV ____^gklayotheke. Wefte Köchin wird geßG s «* < ™ Wtm Mfflbt bM *> w t*M, 'tei der tzWd. b. Bltts. t die ergebene Anzitz, b Lteller z-o, 0S* Gieß? AbenvS- ... ßC Dorvl. zdcnds. I in (fdlltl, eteker, bmann, üngktteten. Leit ihrem rn in Hessen, wird sie csmdungen nach erheb- Lie erscheint wöchent- besonderes Unter- tfanftolten in $x*i , \m M^.DE' vimn§( W ^lejenften Verbreitung. Der W- mzcüe. Wuu(^U na»; ' »» » ®iM’ 7». Abrnds, rf in Mittags- SÄ'1'* ; g6H. 12». 3i* st... ^eßen voN' , ' ml. $orm. o • 1053 12l6* 11*2fl'31,41 Fr« tf rftZfa* " : Uft 'N #. 4 ’ e 75 E« Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. nit Bringerlohn. Durch di« Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. Rr. 227. Freitag den 27. September 1G72. Einladung rum Abonnement auf den Gietzener Anzeiger. Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 1 fl- 12 kr., frei ins Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im IV. Quartal 1872 zusenden und den Abonnementsbctrag durch Quittung erheben lassen. Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben zu 1 fl. pro Quartal. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonuementspreis 1 fl. 29 kr. incl. Postaufschlags. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Exemplare zu liefern. Die Re-action. Amtlicher T h e i l. Betreffend: Die Herbstübungen der 21. Division. Gießen, am 24. September 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Gießen, Klein-Linden, Lollar, Mainzlar und Staufenberg. Es gereicht uns zur angenehmen Pflicht, Ihnen das nachstehende Schreiben des Commandeurs der 21. Division an »Großherzogliche Provinzial-Direction Oberhessen mit dem Auftrage mitzutheilen, dessen Inhalt zur Kenntniß der Angehörigen Jhrer^Gemeinden zu bringen. v. R ö d e r. Abschrift. Frankfurt a. M-, den 19. September 1872. An die Großherzogllche Direction der Provinz Oberheffen zu Gießen. Die Truppentheile der 21. Division sind nach den mir von denselben übereinstimmend erstatteten Berichten während der diesjährigen Herbstübungen in allen mit Einquartierung belegten Orten der Provinz Oberhessen in so bereitwilliger und über das Maaß der gesetzlichen Verpflichtung gastfreien Weise ausgenommen worden, daß ich mich verpflichtet erachte, der Großherzoglichen Provinzial - Direction diese erfreuliche Thatsache mit der ganz ergebensten Bitte zur Kenntniß zu bringen, im Namen der Offiziere und Mannschaften der an den Uebungen betheiligt gewesenen Truppen den Bewohnern der betreffenden Ortschaften den wärmsten Dank für die so freundlich gewährte gute Aufnahme auszusprechen. gezeichnet Freiherr von Loen, General - Lieutenant und Divisions - Commandeur. Bekanntmachung. Am 5., 6. und 7. October I. I. wird in der Turnhalle in Gießen eine von dem Obst- und Gartenbau-Verein der Provinz Oberhessen unter Mitwirkung des„ landwirthschastlichen Bezirksvereins Gießen veranstaltete Obst- und Gemüse-Ausstellung stattfinden. Indem man die Besitzer schöner Obst- und Gemüse-Sorten ersucht, dieser Ausstellung durch Einsendung schöner Exemplare ihre Theilnahme zuzuwenden, richtet man insbesondere an die Herren Bürgermeister und Lehrer die Bitte, sich hierbei eifrig zu betheiligen und namentlich auch dieser Bekanntmachung thunlichste Verbreitung zu geben. Die Obstsorten müssen gut verpackt und mit dem üblichen Ortsnamen bezeichnet, vor dem 2. October an Herrn Turnlehrer Rübsamen zu Gießen eingesandt werden. Die Transportkosten übernimmt der Verein. Unter dem Bemerken, daß das Ausstellungslocal am 5. October, Vormittags 11 Uhr, geöffnet wird, erlaubt man sich zu recht zahlreichem Besuche hiermit einzuladen. Gießen, den 20. September 1872. Der Präsident des Obst- und Gartenbau-Vereins der Provinz Oberhessen: Der Director des landwirthschastlichen Bezirksvereins Gießen.- Friedri ch Graf zu Solms-Laubach. v. Röder. Polit »scher T h e » t. Deutschland. Darmstadt, 24. Sept. Dem neuernannten Ministerialrath Knorr im Ministerium veS Innern ist das Referat des nunmehrigen Ministerial-Directors v. Starck über die lanvwirschaftlichen Angelegenheiten und Vas Landesgestüt zu- getheilt worden. Wie man allgemein vernimmt, soll sich die Nachricht bestätigen, daß die dritte etatsmäßige Rathsstelle im Ministerium der Justiz nicht mehr besitzt wird und dasselbe von nun ab nur noch aus zwei Mitgliedern, einem rhein- hesfischen und einem diesseitigen Juristen, zusammengesetzt ist. Darmstadt, 24. September. Wie man der „Mainzer Zeitung" mittheilt, ist bezüglich der Anfrage des GesetzgebungS-AuSschuffes der zweiten Kammer wegen des Wahl-Gesetzes eine Rückäußerung des neuen Cabinets erfolgt. Der vor- gelegte Gesetzentwurf soll angeblich nicht zurückgezogen, wohl aber in wesentlichen Punkten in freiheitlichem Sinne modificirt werden. Berichterstatter ist Ober- Appellationsgerichtsrath Zentgraf. Da die gegenwärtige Finanzperiode mit Schluß des ZahrcS zu Ende geht und nach dem früheren Wahlgesetz schon auS dem Grunde nicht mehr gewählt werden kann, da ihm ein gegenwärtig gar nicht mehr bestehendes Steuersystem, das der Personalsteuer, 8u Grunde liegt, so muß noch vor Schluß des Jahres das neue Wahlgesetz berathen, hiernach ein Landtag gewählt und die Forterhebung der Steuern durch ihn genehmigt werden. Der Artikel 79 der Verfassungs-Urkunde gestattet jedoch der Regierung im Nothfall, die Steuern noch sechs Monate fortzuerheben. Darmstadt, 26. September. Die Gegensätze auf politischem und kirchlichem Gebiete, welche unsere Zeit bewegen, sind vielleicht in keinem anderen deutschen Staate so tief gewurzelt und so scharf ausgeprägt wie in Hessen. Mit einer Bitterkeit sonder Gleichen haben sich hier die Parteien nun schon Jahre lang bekämpft, und die schädlichen Wirkungen, die ein solcher Kampf auf den öffentlichen Geist hervorbringen muß, sind nicht ausgeblieben. Statt der Freude am Staat, statt der Lust zu positivem Wirken und Schaffen für das öffentliche Wohl, statt eines ernsten und eifrigen Eintretens für die Interessen des Landes, der Gemeinde, der Kirche, begegnen wir, namentlich auch in den gebildeten Klassen, nur zu häufig einen Unmuth, welcher sich von den öffentlichen Angelegenheiten verdrossen abwendet, oder dem Geiste einer durchaus verneinenden, unfruchtbaren Kritik. Man glaubt der Pflicht gegen das Vaterland L M Gleichzeitig mit der Ernennung des Herrn München- 25. September. \n von Ermeland sich somit der rückhaltlosen Anerkenntniß der Souveränetät Staates, und der unbedingten Geltung der Landesgesetze fortgesetzt entzogen wird die Staatsregierung, abgesehen von den weiteren Beschlüssen in Bezug die Stellung des Bischofs Krementz selbst, vornehmlich dafür Sorge tragen, Souveränetät des Staats auf allen Gebieten des bürgerlichen Lebens auf des hat, au die dem Jb er A D di gi ui K <8 vollkommen genügt zu haben, wenn man sich in herbem Tadel über wirkliche oder vermeintliche Mißstände ergeht. Die Wenigsten geben sich die Mühe, ernsthaft darüber nachzudenken, wie es besser zu machen wäre. Auf diesem Wege aber bildet sich keine öffentliche Meinung, welche der Regierung als Stütze dienen könnte. Will man, daß die Erwartungen, die von dem neuen Ministerium gehegt werden, sich in vollem Maße erfüllen, so darf man die Arbeit der Reform nicht der Regierung allein überlassen. Auch in dem Verhalten des Publikums zu den öffentlichen Angelegenheiten wird eine Reform eintreten müssen. Wir müssen uns gewöhnen, in der Sicherheit des Urtheils, welche aus genauer Sachkenntniß und einer gewissenhaften Prüfung politischer Fragen entspringt, eine größere Befriedigung ru finden, als in der GesühlSerregung, welche der leidenschaftliche Kampf der Parteien erzeugt. Wir müssen lernen, den Dienst, den wir dem Gemeinwohl durch einen einzigen wohlüberlegten, praktisch ausführbaren Vorschlag leisten, höher zu schätzen, als die Genugthuung, die wir empfinden, wenn wir durch einen Schwall von Worten unserem gepreßten Herzen Luft machen. (Darmst. Ztg.) Aus Rheinhessen, 23. September. Der Besuch dec Wormser Local- Ausstellung ist im Zunehmen begriffen, die Zahl der Besucher bezifferte sich gestern aus 3500. Morgen wird der Großherzog dort etntreffen und ebenfalls die Aus- stellung in Augenschein nehmen. — In Betreff der heurigen Weinlese erfährt man aus Ober-Ingelheim, daß dort die Lese deö Frühburgunders begonnen hat. Der Ertrag soll gering sein und das Viertel (10 Pfd.) mit 3 fl. 15 fr. bezahlt werden. „ Berlin, 23. September, liebet die Neubesetzung der diplomatischen Posten steht nunmehr fest: Herr v. Keudell wird Gesandter in Konstantinopel, Geheimer Legationsrath v. Bülow II. übernimmt v. Keudell's Decernat im auswärtigen Amte, Herr v. Rodowitz, zur Zeit General-Consul in Bucharest, wird Vortragender Rath im auswärtigen Amte, Hr. v. Pfeul wird General-Consul in Bucharest, Graf Alvensleben, bisher in Brüssel, tritt an v. Pfeul'S Posten in Petersburg, Graf Arnim - Boitzenburg, an dessen Stelle in Washington Graf Andreas Bernstorff tritt, und Frhr. v. Brincken, bisher in München, sind nach Berlin versetzt; Graf Arco Valley, bisher Attache in Washington, ersetzt den Grafen Andreas Bernflorff in Wien. Die über den Botschafter Grasen Arnim in Parts ei K v 1 Wege der Gesetzgebung gegen alle Zweifel, Vorbehalte und Uebergriffe von kirchlicher Seite unbedingt sicher zu stellen. Die bevorstehende Landtagssession wird in dem Zusammenwirken mit der Staatsregierung zu solchem Zwecke eine ihrer Hauptaufgaben finden." München- 24. Sept. Die heutigen „N. Nachrichten" senden dem Heern v. Gaffer keine schmeichelhafte Nachrede auf den Rückweg nach Stuttgart. Sie weinen aber, man sei ihm dafür den Dank schuldig, daß er der ultramontanen Partei — hier ist wohl nur die politische Thätigkeit derselben gemeint — Todten- gräberdienste gethan habe. Wir finden darin außerdem die früher schon laut gewordene Mittheilung bestätigt, daß sich der Prinz Adalbert, der Oheim des Königs, um das Zustandekommen des ultramontanen Ministeriums Gaffer eifrig bemüht habe. Wenigstens scheint auf diese Persönlichkeit der Hinweis zu zielen, „daß der bekannte Großconsument in Münchens nächster Nähe mit ungewohnter Geistesanstrengung Vie Intrigue zu fördern gesucht hatte." Bemerkenswerty in dem betreffenden Artikel ist noch, daß von der „selbstgewählten Aufgabe" des Frhrn. v. Gasser geredet wird, woraus zu entnehmen wäre, daß sich der unglückliche Minister- Candidat zur ultramontanen Staatsrettung herbeidrängte, weiche leidrr ein so klägliches Ende nahm, lieber die eigentliche Genesis deö Jntriguenstückes wird sich mit der Ze't wohl weiteres Licht verbreiten, und dies wird um so nöthiger sein, als auch das baierische Volk ein Interesse daran hat, zu erfahren, weshalb es zwei Monate lang vor dem übrigen Deutschland verdächtig erscheinen mußte, einer antinationalen Politik dienen zu wollen oder so kraft- und willenlos sich von einem zusamwengefegten Haufen politischer Nullen clericaler Färbung regieren zu lassen. München, 24. September. Dem Vernehmen nach beabsichtigt Herr v. Gaffer seine Entlassung von dem diesseitigen Gesandtschaftsposten in Stuttgart zu beantragen und in den Ruhestand zu treten. Der „Dolksbote" kann Angesichts der neuen Wendung der Dinge folgende Bemerkung nicht unterdrücken: „Es bleibt somit zur Freude Bismarck's Alles beim Alten und das fmis Bavariae wird nicht ausbleiben." — Graf Luxburg, der frühere kaiserliche Präfect in Straßburg, jetzt Regierungspräsident in Unterfranken, ergriff bei einem Festmahle der Landwirthe in Würzburg die Gelegenheit sich in einer längeren Rede über die bayerische Ministerkrisis zu äußern. Am Schlüsse seiner Ansprache sagte er: „Man habe in Berlin stets in zuvorkommenster Weise die Wünsche Bayerns, namentlich in der Steuerfrage, berücksichtigt. Es wäre äußerst bedauerlich, wenn in Folge fortgesetzter Angriffe gegen Preußen sich das Verhältniß Bayerns zum Reiche anders gestalten würde. Er bitte daher alle Anwesenden, jeder in seinem Kreise, dahin zu wirken, baß da; mit so kostbarem Blut erkaufte deutsche Reich nicht durch innere Zwiste geschädigt werde." München, 25. September. Herr v. Psretzschner, dessen Ernennung zum Minister des Aeußern mit dem Vorsitz im Ministerrath und zum lebenslänglichen Reichsrath bestätigt wird, ist nach Berg beschieden und vom Könige in Audienz empfangen worden. Belgien. Brüssel, 25. Sept. Soeben ist es in fünf Kohlenwerken des Centruws zu einer Arbeitseinstellung gekommen. Die feiernden Arbeiter verhalten sich ruhig; ihr Verlangen geht auf Lohn-Erhöhung. Frankreich. Paris, 23 September. Herr Gambetta befand sich in diesen Tagen in Saint-Etienne b ? seinem Freunde Dorian, der ihm zu Ehren auf seiner Besitzung ein Bankett von hundert Gedecken veranstaltete. Nach eingenommenem Mahle erschien Herr Gambetta auf der Terrasse des Schlosses, wo eine zahlreiche, theils mit Fackeln und venetianifchen Laternen bewaffnete Volksmenge seiner harrte, und hielt folgende Ansprache: Bürger! Ich danke Euch für den wohlwollenden Empfang, den Ihr mir auf »einer Durchreise bereitet. Derselbe thut mir sehr wohl; denn in meiner Person begrüßt Ihr Die Republik. Es befinden sich unter Euch viele Mütter. Diesen fällt die Aufgabe zu, Vertheidiger der republikanischen Regierung und Rächer des Vaterlandes heranzuziehen. Die Republik wird Euch die Gleichheit bescheeren, nicht jene, welche uns unsere Verkleineret als Ziel unseres Strebens nachsagen, sondern Diejenige, welche sich auf das Recht und Die Arbeit Aller gründet. Stehen wir fest zu einander! Wir brauchen Euch, sowie Ihr Aufgeklärte Männer braucht, die sich die Aufgabe gestellt haben, Euch zu leiten und zu unterrichten. Gehen wir also vereint vorwärts und es lebe die Republik! Die Menge klatschte Beifall und Herr Gambetta Hub auf's Neue an: Bürger! Es wird spät; gestattet mir, daß ich mich zurückziehe. Noch einmal Dank! Aus Wiedersehen! Es lebe De Republik! Paris, 23. Sept. Das „XIX. Siecle" bringt heute die ersten Auslassungen des Herrn Eomond About nach seinem Straßburger Abenteuer. Jedem unparteiischen Zuschauer muß er den Effect eines Hundes machen, der, so lange man ihn am Kragen hatte, auf erbärmliche und mitleiberregende Weise heult, und welcher, so wie man ihn losläßt, wieder zu kläffen anfängt. Selbstverständlich werde ich Ihre Leser mit Der ganzen Prosa des Herrn About verschonen und nur einfach bemerken, daß er behauptet, die deutsche Regierung wolle alle die vor ihre Gerichte stellen, welche im Ausland gegen Deutschland schreiben und deren sie habhaft werde. „Man wird" — so fügt About hinzu — „ihnen vorwerfen, Haß und verbreiteten Gerüchte sind grundlos. Berlin, 23. Sept. Herr v. Gaffer in Baiern ist also seines Auftrages enthoben. Baron v. Pretzschner gehört seit dem Bestehen des Reiches als Vertreter Baierns dem BundeSrathe an und hat an dessen Arbeiten einen ttzätigen und offenbar warmen Antheil angenommen; er und der Justiz-Minister, Baron Fäustle, haben wiederholentlich Der Anerkennung Der baierifchen Regierung für das Entgegenkommen Preußens beredten Ausdruck gegeben, wie wir dies zum Theil selbst seiner Zeit mitgetheilt hatten. Berlin, 24 Sept. Wie ein Korrespondent Der „M. Ztg." hört, soll Der von Dem Poltzei-PräsiDenten über Die unglücklichen Vorfälle bei Gelegenheit Des Zapfenstreichs an Den Minister des Innern erstattete Bericht das Resultat ergeben, daß die Unglücksfälle die Folgen einer verspäteten Absperrung des für die Musik- eorps bestimmten Terrains seien. Berlin, 24. September. Nachdem neuerdings auch babischerseits Die Einfügung des eisernen Kreuzes in die Fahnenspitze Der 1870/71 activ aufgetretenen baDischen Truppenkörper nachgesucht worDen ist, steht zur Zeit Die Verleihung Dieser Auszeichnung nur für Die hessischen, württembergischen unD bayerischen Truppentheile noch aus. Für Das sächsische Armeecorps hat hingegen die Einfügung gleichzeitig mit demselben Vorgänge in der preußischen Armee stattgesunden. Entgegen früheren Mittheilungen, wonach die im letzten Kriege aufgeböten gewesenen preußischen Reserve- (Landwehr-) Cavallerie-Regimenter von der Bewilligung Dieser Auszeichnung ausgeschlossen geblieben fein sollten, stellt sich übrigens jetzt heraus, daß die Verleihung allerdings auch an diejenigen 11 Reserve- Cavallerie-Regimenter erfolgt ist, welche wirklich die französische Grenze über- schritten haben. Soweit schon nachweisbar finden sich gegenwärtig in der preußisch- deutschen Armee überhaupt 576 Fahnen und 95 Standarten Derartig decorirt, wovon 32 Fahnen und 11 Standarten neben dem jetzt ihnen verliehenen eisernen Kreuz zugleich auch noch dieselbe Auszeichnung für die Befreiungskriege von 1813—15 führen. Berlin, 25. September. Die neueste „Prov. - Corrsp." knüpft an fimn längeren Artikel, in welchem sie Das Verhalten des Bischofs von Ermeland gegenüber der Staatsregierung charakteristrt, folgende Bemerkung: „Nachdem Der Bischo v. Psretzschner zum Minister des Auswärtigen hat der König das Gesammt- Ministerium beauftragt, bezüglich Der Ernennung eines neuen Finanzminister- Vorschläge zu machen. Ans Elsaß-Lothringen, 23. Sept. Einen grellen Gegensatz zu der immer mehr ausdlühenDcn Stadt Straßburg bildet die nunmehrige Grenzfeste Metz. Wer ich noch irgend welcher angenehmen Täuschung über die Zahl der Auswanderer hingeben möchte, der besuche Die Dortigen Eisenbahn-Güterhallen und er wirb sich enttäuscht, D. h. bestätigt finDen, Daß Die AuSwanDerung leider eine massenhafte ist. Der Zuzug durch Deutsche entspricht jetzt keineswegs Dem Abzüge, und noch scheint das deutsche Capital wenig Lust zu haben, sich in Metz niederzulassen. Was Metz verloren, das hat Nancy gewonnen. Dorthin zieht sich, wenigstens vorübergehend, Der Strom der elsässisch-lothringischen Auswanderung. Seit 18 Monaten hat sich die Bevölkerung dieser Stadt beinahe verdoppelt, und es ist zu berechnen, daß, wenn Europa sich eines dauernden Friedens erfreut, diese Stadt binnen zehn Jahren eine Bevölkerung von mindestens 80,000 Seelen zählen wird. Oesterreich. Wien, 24. September. Die Idiosynkrasie der Czechen gegen die Wiener Weltausstellung hat sich wieder im Prager Stadtrathe geäußert. Derselbe beschloß, jede Beitragsleistung zu den Auslagen der Landes - Commission für die Wiener Weltausstellung unter Hinweis auf die ungünstigen Stadtfinanzen abzulehnen. Wie Der „Ung. Lloyd" hört, haben die in Fulda versammelten Bischöfe auch den österreichischen Episkopat zuzuziehen gewünscht. Die vertraulichen Verhandlungen sind aber ohne Resultat geblieben; theils Etiquettestreitigkriten, mög- iicherwcise auch ein leiser Wink der Regierung haben ihr Erscheinen verhindert, doch haben sie nicht verfehlt, sehr höflich zu erklären, daß sie die Mittheilung Der in Fulda zu fassenden Beschlüsse mit dankbarem Interesse entgegennehmen würden. Wien, 26. September. In dem BuDget-AuSschusse der ReichsrathSdelegation erklärte Graf Andrassy als politischen Zielpunkt Die Erhaltung des Friedens. Hierzu sei nothwendig, daß man die Ueberzeugung beibringe, man könne als Freund verläßlich, als Feind gefährlich sein. Bei der Zusammenkunft der Monarchen sei die Absicht des Kaisers lediglich dahin gegangen, den aufrichtigen, guten Beziehungen zu Dem neuconstituirten Deutschland Ausdruck zu geben. Abmachungen hätten nicht stattgefunden, Der Meinungsaustausch der Minister sei vollkommen befriedigend gewesen. Gewisse panslavistische Tendenzen fänden in maßgebenden russischen Kreisen keine Unterstützung. Mit Italien und der Türkei bestünden die besten Beziehungen. Auch die Beziehungen Oesterreich-UngarnS zu allen Ländern veS Orients, für deren Gedeihen es sein regstes Wohlwollen vethätigt, seien sehr erfreulich. iff‘i.... nt «pr 2 st bc k dei " ru . Nr. t 1 I Fr; Ini| . :-Syp - dar alii Gen r in I 24. t8*! 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Die Umstände, welche mir zu entkommen gestatteten, werden nicht alle Tage Vorkommen, während die gestern geschlagenen öffentlichen Ankläger des Herrn v. Bismarck auf ihrer Theorie beharren und die Jurisprudenz nach ihrem Jnter-ffe feststellen werden. Es ist also nokhwcndtg, Daß alle Schriftsteller Europa'- einem gemeinschaftlichen Feinde gegenüber, dem es gefällt, der öffentlichen Meinung Trotz zu bieten, fest zusammenhalten. Ihr ganzer Muth und ihr ganzes Talent ist nicht zu viel, um die heilige Schreibefreiheit gegen diese arro- garrten und dummen Ansprüche zu vertheidigen." Man hatte zuerst geglaubt, daß About seine Sache von der komischen Seite auffaffen werde. Wie es scheint, will er aber, daß man ihn und seine Straßburger Abenteuer au sörieux nehme und daß die ganze eulvpäifche Presse sich für feinen Fall interessire. About scheint übrigens bei dieser Gelegenheit ganz vergessen zu haben, daß Vas „Empire", dem er so lange Jahre mit so großer Begeisterung diente, ganz nach den Principien handelte, oic, wie er sagt, heute die deutsche Regierung zur Geltung zu bringen Vie Absicht hat. Zur Zett, als Herr About noch dem „Empire" zu Füßen lag «nd Broschüren im Auftrag des Herrn Fould schrieb, hätte ich es keinem Schriftsteller, der Dinge, wie About sie über Deutschland zum Besten gegeben, über Frankreich geschrieben, rathen wollen, sich in Frankreich blicken zu lassen oder gar in den öffentlichen Lokalen sich der Sprache zu befleißigen, die About in den Bierkneipen von Zabern zu führen die Gewohnheit hatte. Man hätte sie einfach ins Gefängmß geworfen und die Tribunale hätten keinen Augenblick gezögert, sie zu verurthulen. Solche Fälle kamen jedoch nicht oft vor, es gab nur einen solchen Proceß, nämlich den bekannten Correspondenten-Proceß, wo 4 bis 5 Journalisten zu längeren Gefängnißstrasen, aber ganz unbedeutender Dinge halber, verurthcilt wurden; denn Vie, welche irgend etwas gegen die imperialistische Regierung schrieben, kamen nicht nach Frankreich, oder wenn sie kamen, so thaten ste es im Geheimen und prahlten wahrlich nicht mit dem, was sie geschrieben. Die französische Presse scheint übrigens nicht Lust zu haben, den Fall About's weiter zu berühren. Zum wenigsten begnügte sich der größte Theil derselben damit, die Freilassung About's einfach anzukündigen. Nur die „Presse" widmet demselben einen längeren Artikel und macht dabei eine, besonders für ein Blatt, was von Lagueronniere und anderen Leuten dieses Schlages ausgeht, höchst komi- fche Bemerkung. Sie sagt nämlich: „Wir wissen, daß es nach dem Sprüchworte immer Richter in Berlin giebt; immerhin haben sich deren gewißlich in Straß-, frurfl gefunden, vielleicht in Folge der Gerechtigkeit, welche von selbst einem noch so vollständig französischen Boden entquillt." Auf die Bemerkungen des senator- lcchen Blattes will ich nicht selbst antworten, sondern ich gebe einfach dem Straß- b arger Correspondenten des „Gaulois", für den Vie Deutschen gewöhnlich nur Banditen, Räuber und Mörder sind, VaS Wort, um der „Presse" den Mund zu ß opfen: „Bei den Gewohnheiten eingewurzelter DiSciplin, welche in der preußischen Bureaukratie herrschen, ist die Central-Regierung in Allem, was die administrativen rnd militärischen Befehle betrifft, eines pünciltchen Gehorsams sicher. Aber vom Lugenblicke an, wo Vie Beamten mit einer Mission betraut sind, erhalten die erhabenen Gesinnungen, welche man ihnen in ihren Universitäten einimpst, ihre Gewalt zurück, und bei dem Eigensinne, welche die deutsche Race besitzt, handeln die Richter und Offeriere mit einer Unabhängigkeit und Würde, die man nur in England wiederfinoet. In Straßburg staunt Niemand, daß ein Kriegsgericht in 32 politischen Untersuchungen 30 freisprechende Urtheile fällte; vas unterdrückte Bolk lobt die Richter wegen ihrer Unparteilichkeit, und die Regierung sagt kein Wort; würde es anderwärts auch so fein?" (Köln. Ztg.) Paris, 25. September. Deputirte des rechten und des linken Centrums gaben die ausgesprochene Absicht kund, einen Gesetzentwurf einzubrtngen, welcher Thiers Vle Präsiventschaft auf Lebenszeit überträgt. Die Linke ist dieser Absicht entgegen. Paris, 25. September, Vormittags. Der Botschafter Graf Arnim ist heute Morgen hier einzetroffen. Gleich nach seiner Ankunft lst Graf WcSvehlen in Familienangelegenheiten nach Oer Schweiz abgereist. Italien. dtt La««" I« ,r ttrbalM M *' 6* in tieft« I«e‘"11 i" i*eS ä* M SltMtit -lC Strebens fl9> “ M'1“' : »>,"Ä Rom, 21. Sepl. Die pisaner Vorfälle scheinen noch ganz besondere Folgen h-rvorruf.n zu wollen, denn die Opposition dürfte sie in der Kammer bet dem letzten Stoße wider Daß Ministerium mit verwenden. Jeder Liberale sagt sich schon lange: „Der Papst hat zehnmal erklärt, an eine Aussöhnung mit der italienischen Regie.ung s i nicht zu denken, an der Aufrichtigkeit der Erklärung sei nicht zu zweifeln, mithin hat Vie Regierung bei ihrer grenzenlosen Nachsicht gegen den Unfug des clericalen Wesen in und außer der P-csse verderbliche, weil V r freien geistigen Entwickelung des Volkes gefährliche Hintergevanken." Die Vorfälle in Pisa sinv jedenfalls eine ernste Mahnung für die Regierung, sollte $ sie in der bisherigen Connivenz gegen die Herausforderungen Der Clericalen fort- fahren wollen. Selbst Den offic-ösen Blättern wirO Die Rechtfertigung ihres 93er- 1 fahrens immer schwerer, zumal wenn eö sich dabci um Stimmführer handelt wie Pater Curci, welcher ernst hicr in einer Predigt eine königliche Prinzessin mit einer leichten Schürze verglich. Niemand kann es Den Clericalen verargen, wenn sic von Der einmal eingenommenen Stellung aus wider die herrschende Partei sich mit allen Kräften vertheivigkn. Doch sie vergcffen täglich mehr, daß es in jedem Streit in Der Wahl Der Waffen, in ihrer Führung, im Verhalten Der Streitenden gewisse Besitze Der Ehre und des Anstandes gibt, daß Regeln und Vorschriften ta sind, welche Niemand verletzt, es fei Denn, daß er zu dem gemeinen Troß gehöre. Von solchen Bedenken sieht man heute keine Spur mehr; wer daran zweifelt, Der lese nur die Voce della veritä er wird auf (Der Biattseite finden, Daß es keine Gemeinheit gibt, Die man sich nicht gestattete, kein Unrath faul genug, d..ü man nicht darnach griffe, den Gegner damit zu bewerfen, und wo es gilt, mit festeren Waffen um sich zu schlagen, da ist die Schneide der Wehr ver- giftet. Wo solche Saat ausgcstreui wird, auf Dem Felde eine FrteOenSernte zu hoffen, ist Thorheit. England. London, 25. September. Der „Times" wird aus Konstantinopel vom 24. d. telegraphisch gemeldet, daß Großfürst Nicolaus demnächst daselbst erwartet werde und Kabul Sheris Pascha zum Nachfolger Djemil Paschas ernannt sei. Vermischtes. * Bei einer Schulprüfung, welche kürzlich in der nordamerikanischen Stadt Maine stattfand, trug folgender gediegene Aufsatz einen Preis davon: „Heber die Schildkröte. Dieses Thier wird meistens im Wasser gefunden, aber zuweilen verläßt es das Wasser und kommt dann ans Land. Die Schildkröte kann nicht fliegen. Wenn die Schildkröte die rechte Sorte von Bogel wäre, könnte sie fliegen; aber wenn sie eine Gans ober ein Strauß wäre, könnte sie nicht fliegen. Die Schildkröte hat vier Pfoten und einen Mund, wie der amerikanische Adler, der den britischen Löwen und das Universum zittern macht. Die Schildkröte hat eine Schale, und öfters zünden die Leute ein Feuer auf der Schale an, worauf die Schildkröte herauskriecht; aber sie kriecht niemals zurück- Wenn die Schildkröte aus ihrer Schale herauskriecht, ist sie sehr naß und klebrig. Es gibt zwei Arten von Schildkröten — die Schlammschildkröte und die andere Art- Wir haben keine andere Art in unseren Teichen. Franzosen und Irländer essen Schildkröten und Frösche, aber ich möchte es nicht. Ich sing einst eine Schildkröte, es bekam mir aber nicht gut, denn ich verschacherte sie um ein Messer und schnitt mir in den Finger. Vater sagte, es wäre die Strafe Gottes, aber ich glaube es war ein Messer. Ich weiß nicht viel über Schildkröten, aber ich stimme für den alten Grant. Ihr ergebenster Locins Tewksbury Fay." Börsenberichte. Frankfurt a. M., 26. September. Die Börse zeigt sich noch immer jedem Versuche gegenüber, die Cvurse nach oben zu treiben, zurückhaltend. Dies war auch heute wieder der Fall, indem SpeculattonSeffecten anfänglich circa 3 fl. höher gingen als gestern, da aus Wien gute Course kamen und man die Mindereinnahme von 144,000 fl. als eine „relativ günstige" ansah, weil ihr im Vorjahr eine große Mehreinnahme gegenüberstand. Bald jedoch gewann, durch flauere Berliner Notirungen unterstützt, die Contremine wieder die Oberhand und die ganze Avance ging so ziemlich wieder verloren. Nur Lombarden hielten sich gut. Auch auf den übrigen Gebieten deS CourSzettelS hält die Unbeweglichkeit an. Banken balancirten nur um Bruchtheile hin und her. Vereinsbank heute matter, Darmstädter, Deutsche Gffectenbank, Baubank ic. fest. Württembergische Gattungen beachtet. Rheinische Credit bei guter Frq^e. Bei Bahnactien, Prioritäten, Loosen und Staatspapieren kam nirgends ein auch nur mittelmäßig lebhaftes Geschäft zu Stande, die Umsätze waren minimal, bei einer überwiegenden Mehrzahl gleich Null. Doch hielten sich Preise ziemlich unverändert. Von deutschen Bahnen bayerische Ost abermals flauer. Französische Rente bei 87 umgehend. Von Pfandbriefen bayerische und rheinische beliebt. Von letzteren gelangt am 2. Oktober eine neue Serie zur Emission. R^sennachrlchteib 26. September 1872. Preuss. 41/3 % Obüg. 1023/4 FranW. 81/3% Obi. 875/8 Nasa. 4Vz% Obi. 993/4 Kurheas. 4% „ 9 3 3/4 Gr. Heast 5% ObL — , n 4% w - » „ 3Va% „ - Bayer. 5% „ 100 V8 „ «Vs 0/0 1jährige 1001/8 „ 40/0 1jährige 935/s Würtemb. 4Vs°/o Obi. 99?/4 Baden 4Va% Obl.o. E. L. 99V* Oesterr. Silberrente 64% „ Papierrente 597g Spanier, neueat. 3% 29 Vz Amerik. Bonds 1881 r 98*/2 „ „ 1882r 96 „ „ 1885r 963/4 r,^1887^961/2 Aetien. Frankf. Bank 145 Frankf. Vereins-Kasse 157 Darmst. Bankact. 509 Wien Bankaktien 941 Oest. Oreditact. 3561 a Galizien 253 5O/o östr. F.St. E. B 353i/2 Lombard. Balin 224 Ludwigsh.-Bexbach 2017g Maxbahn 145 Bayer. Ostbahn 134 Üheln-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Act. 180V8 Oberhessen „ 80 Prioritäten 30/0 öater.Stsb.-Prior. 58 3% öat. a. Lombard 51 30/0 Livorneser 383/g 5% Tosoaner 613/4 50/o EUsabeth.-Prior. — do. EL Emlss. 841/4 Anleheißglooiie. Darmstädter fl.50Loose 208 v> „25 „ 55 Karh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fL — Braunschweiger 217g 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 38i/2 4u/q bayr. Präm.-Anl. 112*/2 40/0 badische Loose 110 Badische fl. 35 Loose 691/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 87 1858r Prioritateloose 209 1860r Loose 945/g 1864r „ 160 Weesieel» Amsterdam ke 8. 973/4 Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8. 1047ö Bremen k. 8. 1757g Brüssel k. 8. 923/4 Hamburg k. S. 871/4 Leipzig k. S. 105 London k. 8. 118 Lyon k. 8. - Paris k. 6. 925/9 Wien k. 8. 107 ditto m. S. 1065/g ditto 1, 8. 1065/g Disoonto 5 % Geldjiorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58- 59 Piritolen . 9 40—12 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 8 53-55 Ducaten . . 5 34—36 V 20 Frankenst. 9 2iy2—22 «/2 Engi. Sover. 11 47—49 Rusa. Imper. 9 42--44 Doilarin Gold 2 25 26 Mn Frankfurt a. M. direct mit jeder Poft befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In- und Auslandes. Meine Provision beziehe ich als offtcieller Agent von den ! betreffenden Zeitungen. Biiifllolpl» Glosse, » Annoncen-Expedition 45 Zeil, Ircmkfurt a. W. Zeil 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg, Zürich, Straßburg, Breslau, Halle a. d. S , Leipzig, Stuttgart, Prag. Alleinige Inseraten - Pacht: „Fliegende Blätter", „Kladderadiilsch"^ „Figaro." 'Menu I Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser Clulmi-Bureau für Inserate bestens empfohlen- Die uns übergebenen Annoncen werden sofort direct an die betr. Zeitungs-Expeditionen befördert und nur zu den Originalpreisen der Zeitungs-Expeditionen berechnet. Kostenvoranfchläge gratis und umgehend. Größere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst günstigen Bedingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Rechnung franco. Jtt^Aev'sche Buch-, Papier - und Landkartcn-Handlung- Frankfurt a- M., Domplatz Nr- 8. (4493) empfiehlt I. G. D. Bapst. Gesucht 4487) (4486) Vogt- Baschliks Blumen und Worms, den 24. September 1872. Das Gefammt - Comitce. 3923) Federn, Bändern, Armbändern Ketten, Brochen, Ohrringen, Adelheidsquelle, Appolinarisbrunnen, Carlöbader Schloß- und Mühlbrunnen, Emser Kessel- und Krän- chesbrnnnen, Friedrichshaller Bitter- waffer, Homburger Elisabcthen- brunnen, Kissinger Rakoczy, 2027) Die Mineralwasser-Handlung von Emil Fischbach, Seltersweg, empfiehlt nachverzeichnete Sorten in stets frischen Füllungen: 4483) Eine Parthie Herren- und Knabenfilzhüte, L sowie Herren-Cachenez, bedeutend unterm Preis, empfiehlt I in großer Auswahl Julius Landauer. Versteigerungen. Montag den 30. dieses Monats, Dormittags 10 Uhr, soll der RathhauSkeller auf 6 Jahre in unserem Büreau verpachtet werden. Gießen, den 26. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4463) Unterzeichnete empfiehlt sich im AuSbeffern und Verändern von allen Arten Pelzwaaren, sowie auch Im Waschen von weißen Pelzgcgenständen. — Bestellungen auf ganz neue Garnituren werden auf das Geschmackvollste und Billigste ausgeführt. Katharina Beiz, wohnhaft bet Herrn Zimmermann Schmidt, vis-ä-vis dem Schützenhof. Capuzen, Shawls, Moireeschürzen Handschuhen, Hüten, Hauben, Montag den 30. September l. I., Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Hofe des Balser'schen Hauses in den Neuenbäuen: Schränke, Tische, Stühle, Nachttische, Bettladen, Bettwerk, Bücherbänke, Com- mode, Sessel, 1 neues Comptoir-Pult, eine Parthie Packkisten, Fenster, Mistbeetfenster, Leitern, 1 einspännige, halb- oerdeckte Chaise, 1 Stückfaß, 1 Haus- thür mit Beschlag, ca. 3 Mltr. Erbsen eine Parthie Erbsen- und Haferstroh versteigert. (4491) Ludwigsbrunnen, Marienbadcr Kreuzbrunnen, Salzhausener, Salzsehlirser, Schwalbacher Stahl- Weinbrunnen, Schwalheimer, Selterser (Nassau), empfiehlt sein reichhaltiges Lager in wollenen Hemden, seidenen, wollenen und baumwollenen Unterjacke.: und Unterhosen, Socken und Leibbinden, sowie Leinen- und Shirting-Hemden, leinenen Kragen in allen Halsweiten, Hemden, Einsätzen, Chemisetts, Manschetten, allen Arten Halsbinden, UniformS-Eravatten, Handschuhen, Hosenträgern rc. rc. Feilgebotenes. Herde und Besen in den verschiedensten Sorten, namentlich die sich so sehr bewährenden, in jeder Beziehung ausgezeichneten Regulir - Füll - Oefen Fächern, Kragen u. Aermeln Schleiern, Netzen, Ledergürteln, G u m m i s ch u h e n. sowie in allen Arten Hutformen, Hutsioffen, Sammeten, Tüll, Blonden, Spitzen u. dgl. m. bestens zu empfehlen. Wilhelmine Fuhr, Kirchenplatz. 4462) Zur gegenwärtigen Saison erlaube mir mein reichhaltiges Lager der neuesten Muster in: Wormser AusIMlring! Loose hierzu sind nur noch bis zum 28. d. Mts. bei uns zu hab- n. Expedition des Gießener Anzeigers. 11* liiebswmen Mäusburq Lit. D. Nr. 9, Die Wormser Akademie für Landwitthe, Bierbrauer und Müller, 1860 begründet und bestehend aus 3 im Wesentlichen getrennten höheren Fachlehranstalten (Gesammtfrequenz 782 Studirende aus allen Ländern), beginnt das Winter- semester am 28. Oktober.^ Programme und Studienpläne stehen gerne zu Diensten. Worms a. Rh. Die Direktion: Ur* Schneider* Wildunger, Karlsbader Sprudelsalz Wes’ eine Annonce I? hiesigen oder auswärtigen Blättern veröffentlichen will, erspart Mühe und Portals' LÄ" damü: die Unterzeichneten beauftragt, deren alleiniges und auSschließ- c§- lft' Anzergen in alle Zeitungen der Welt zum Original-Kostenpreise und ohne Nebenspesen zu befördern. Hassknstein & Vogler, Frankfurt a. M., große Gallusftraße 1. Vermischte Anzeigen. 4464) Die Aclien der hiesigen Freimaurerloge, Lit. A. Nr. 31, 53, 63 und 92*), sind zum 1. Januar 1873 zur Rückzahlung bestimmt worden. Die Beträge können bei unserem Rechner in Empfang genommen werden. Vom 1. Januar 1873 an hört die Verzinsung auf. Gießen, den 20. September 1872. Dr. Eck st ei n. *) Irrtümlich in Nr. 223 d. Bltts. als 93 bezeichnet. 4472) 20—30 Ctr. gutes Heu werden zu kaufen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 763) Photographie-Rah- men und Goldleisten bei Wilh. Balser. NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt._______________________________ 44*74) Mein Lager in guten NuhrerFettkohlen, sowie trockenen Braunkohlen vom Heffenbrücker Hammer bringe ich in empfehlende Erinnerung. Gg. Unverzagt? 4449) Das Wintersemester beginnt besonderer Umstände wegen nicht am 26. Septbr., sondern Dienstag den 1. October. Anmeldungen werden Montag den 30. September entgegengenommen. _________________ Die Vorsteherin. Local-Gewerbe- & Industrie-Ausstellung zu Worms. 4490) Den verehrlichen Besuchern der Local-Gewerbe- und Jndustrie-Ausstelluna zu Worms bringen wir hiermit zur Kenntniß, daß sämmtliche Stationen der hessischen Ludwigsbahn, sowie die Stationen Bobenheim, Frankenthal, Oggersheim, Ludwigshafen, Speyer, Neustadt, Dürkheim, Landau, Weißenburg, Lambrecht, Kaiserslautern und Zweibrücken bei gleichzeitiger Lösung von Ausstellungsbilleten einfache Fahrkarten ausfleben, die zur freien Rückfahrt berechtigen. Die auf den pfälzischen Stationen gelosten Fahrkarten haben zweitägige Giltigkeitsdauer. Die Ausstellung ist täglich geöffnet von Morgens 8 bis Abends 6 Uhr und dauert vorläufig bis zum 3. October. Eintrittspreis 12 fr. Kinder unter 14 Jahren 6 fr. Loose ä 1 st. per Stück sind in dem Ausftellungsgebäude stets vor- rathig. Auswärtige Reflectanten auf Loose wollen sich alsbald an die Herren P. Bertges und Cie. hier wenden, da innerhalb 8 Tagen der Verkauf definitiv ae- schloffen wiro. 0 I AssistenMststelle am städtischen Hospital zu Darmstadt sofort zu besetzen. Gehalt 350 fl. nebst freier Station. Anmeldungen und Auskunft durch ISi». Pfeiffer daselbst, Grafenstr. 5. (546?) 4477) Maurer, Weißbinder und Erdarbeiter finden bei gutem Lohn dauernde Beschäftigung. Zu erfragen bei Dienstmann Nr. 9 Expreß, Frankfurter Hof. 4476) Ein junger Mann, welcher die Uhrmacherei erlernen will, kann in die Lehre treten bei________Chr. Schar mann. 4482) Ein gewandter Zapfjunge wird gesucht im_______Darmstädter Haus. 4484) Ein braves Mädchen mit guten Zeugnissen wird für eine kleine Familie in Darmstadt auf Michaelis zu miethen gesucht. Näheres bei Dr. Stein, A. 20 a. d. Kirche. Z Mein Tuch- und Vukskm-Lager für die Winter-Saison aufs Reichhaltigste fortirt, empfehle ich hiermit anqeleqentlichst. Ludwig Lang, Marktstraße 25, gegenüber dem Kaufmann Herrn Em i l P i st o r. 4492) Unserem lieben Freunde Auguff G .. l zu seinem heutigen 20. Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche und ein dreifach donnerndes Hoch, daß die ganze Backstube wackelt. ________Mehrere gute Freunde. 4496) Nr. 143 hat die goldene Damenuhr gewonnen. Schmidt, Polizeidiener. Feinste Gothaer Cervelatwurst ist wieder eingetroffen bei (4485) _______Emil Fischbach, Seltersweg. 4494) Eiserne Bettstellen von den einfachsten bis zu den elegantesten, und eiserne Flaschenschränke empfiehlt ____________ I. G. D. Bapst. 1876) Thürschoner in Crystall und Porzellan bei Wilh. Balser. Vermiethungen. 4488) Ein Mansardenlogis ist zu vermieden und sogleich zu beziehen. Neue Anlage Lit. C. 34._________________________ 2395) Der untere Stock meines Hauses, aus 8 Piöcen und Küche rc. bestehend, ist zu vermieden und sogleich zu beziehen. _______________Carl Emmelius. 4148) In meinem neuerbauten Wohnhaus an der Schoor ist ein Zimmer mit Cabinet (ohne Möbel) vom 1. Oct. d. I. an zu vermiethen. H. I. Köhler. 4495) Ein Stübchen für einen Schläfer zu vermiethen bei_______Wittwe Glock. 4475) Ein Familienlogis zu vermiethen und den 15. October zu beziehen bei _____________G g. Unverzagt. 4424) Der 3. Stock in meinem Hause, E. 97, Alicenstraße, ist pr. 1. November zu vermiethen._______________H. Adami. 4331) In Lit. C. Nr. 82, Seltersweg, ist ein gut möblirtes Zimmer nebst Cabinet zu vermiethen. Näheres in der Restauration Gerhard. ein Mit les er zur Köln. Zeitung in meiner Nähe.______________Dr. O. Buchner. 4466) Eine perfekte Köchin wird gegen hohen Lohn zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4454) Ein Mädchen für Haus- und Küchenarbeit wird, da das engagirte Mädchen in der früheren Stellung verbleibt, zum baldigen Antritt bei hohem Lohn gesucht von Dr. Laubinger, Engelapotheke. 4471) Ein in gutem Zustande befind- liches Pferdegeschirr wird zu kaufen ge- sucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. B esondere Bekanntmachungen. Oberhessische Eisenbahnen. 4481) Nachdem mit Wirkung vom 16. d. Mts. an ein neuer Fahrplan gedruckt worden ist, bringen wir hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß derselbe sowohl von unserer Drucksachenverwaltung in Gießen als auf sämmtlichen oberhessischen Stationen, um 3 fr. pro Stück bezogen werden kann. Gießen, den 23. September 1872. Die Direction. Die Spar- und Leihkaffe zu Lich betreffend. 4489) Zu der nach Beschluß der Hauptversammlung vom 9. November v- I. zu- sammcnzuberufenden weiteren Hauptversammlung werden hiermit alle Mitglieder resp. Gläubiger auf Montag den 14. October d. I., Morgens 10 Uhr, in den Rathhaussaal hiesiger Stadt mit dem Bemerken eingeladen, daß die Frage, ob die Fortsetzung der Liquidation durch die Verwaltung erfolgen oder an das Gericht gebracht werden soll, zur Entscheidung kommen wird. Lich, den 24. September 1872. Direction der Spar- und Leihkasse zu Lich. Redaction, Druck und Derlao der Brübi'schm llniv^Druck?rci (Fr. Lhr. «i.tsck, in G-etzen.