1 6«or Gros, Anlage C. 35. ^br. Epruck, i)t Nahnes bei der t'ä“ 9tl* uber. > Montag den 2. Sy- alten stattfinden. - Tarten aus in gt trommelschlag durch m, wo mit Gesang ' wir hoffen, zu all- n geordnetem Heim- *ie” U"d Um. S'5*9'».« Hon. ’Mrlty 8l|)Wcmmtr tnbtrg. ' tuS^™»irb I-Ka-U^ ft y_^t6.6s. lÄMiT i*z_^planyf. bitten aber die An- ! wenig se/bWndig gs nnb der Spiele ach ein; während unter NW ihm ti u. A. werden gc- , Privatlehranstalten , können ihre Artrn Beitrag, mindestens ii erhoben; Damen, reit. ur Vermehrung der Zugend um geneigte ■änben, welche sch zeichneten smd zur )r. Weissenbach- r. oncert mib (Soffst nngen Häuser» (*L* 1,19 I Ä rg 8tei"tn' .-w*' PretS viertctjLhrig 1 st. 12 kr. mit Brirr.zttlohn. Durch dir Poft bezogen vierteljährig 1 st. 29 ft. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 20«.Dienstag den 27. August 1,872. Amtl icher T heil. Bekanntmachung. Betreffend: Benachtheiligung von Auswanderern durch Einwechslung von Amerikanischem Papiergeld in deutschen Einschiffungsplätzen. Von dem Kaiserlich Deutschen General-Consulat zu New-Pork wird in einem an den Reichskanzler unterm 15. Juni l. I. erstatteten Berichte wiederholt auf die vielfachen Benachtheiligungen aufmerksam gemacht, denen Auswanderer durch Einwechslung von Amerikanischem Papiergeld, besonders in den Einschiffungshäfen, unterworfen sind. Auch bei einem vollständig legitimen Geschäfte — heißt es in dem Berichte — sei der Wechsler genöthigt, eine hohe Prämie zu nehmen, um sich gegen die Schwankungen des Curses zu decken; in vielen Fällen aber werde dem Auswanderer durch falsches Geld oder entwertete Coupons in größerem Maße unwiederbringlicher Nachtheil gebracht. Deutsche Auswanderer, welche New Pork berühren, würden am besten thun, wenn sie sich bei einer der in Deutschland bestehenden Agenturen der „Deutschen Gesellschaft der Stadt New-Jork" Wechsel auf genannte Gesellschaft geben ließen und solche selbst in New-Pork auf dem ganz in der Nähe von Castle Garden und dem Kaiserlichen General-Consulate gegenüber belegenen Büreau der Gesellschaft, Broadway Nr. 13, (Adresse für Briefe: P. 0. Box 4330, New-York) eincassirten. Die deutsche Gesellschaft der Stadt New-York, gegründet im Jahre 1784, hat nach § 1 ihrer Statuten den Zweck, deutsche Einwanderer zu unterstützen und nothleidenden Deutschen und ihren Nachkommen Hülfe zu leisten rc., Hauptcorrespondenten derselben sind u. A. in Darmstadt: die Bank für Handel und Industrie, Frankfurt a. M.: Herr August Siebert, Bremen: Herr Lüdering & Comp., Cassel: Herr Louis Pfeiffer, Cbln: der A. Schaafhausen'sche Bankverein, Hamburg: Herr Johs. Schröder, Indem man dies in Auftrag Großherzoglichen Ministeriums des Innern zur öffentlichen Kenntniß bringt, werden die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises angewiesen, in geeigneten Fällen ihre Gemeindeangehörige nach Vorstehendem zu bedeuten. Gießen, den 8. August 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Niederlassung Ver übergebene Protest gegen die Ausführung des Gesetzes als unstatthaft zurückgegcben worden. (K. Z.) Mainz, 21. Aug. Das Gerücht, baß die Jesuiten hier in bas Kapuziner- kloster einzulreten gedenken, gewinnt immer mehr an Bestand, und es ist ihnen auch nicht verboten, selbst als Bettelwöncke aufzutreten, wenn es die Umstände erheischen. Dieses zu thun, ist ihnen ausdrücklich durch die Bestätigungsbulle von Paul III., 1540, vollständig eingeräumt. UebrigenS wird, wie die „Mainzeitung" bemerkt, die Bestätigung dieses Schrittes noch abzuwarten sein, da nur der General des Ordens in Rom und seine fünf Räthe bei allen Eventualitäten die erfordere l chen Anordnungen zu treffen haben, denen sich alle Jesuiten blindlings und ohne Widerspruch zu unterwerfen haben. Berlin, 24. Aug. Wie die.N. Stett. Ztg." hort, untersagt ein neuerer Corps- befehl den Truppencommandeuren die Erneuerung der Capitulation mit solchen Unterosficicren, welche sich der Mißhandlung eines Untergebenen schuldig gemacht haben. Ein dem Generalcommanbo eingereichter Bericht über zur Anzeige gekommenen Mißhandlungen weist 25 derartige Fälle im Verlauf dcs ersten Semesters 1872 im gesammten 2. Armeecorps auf; davon kommen 11 Fälle auf die 5. Jnsanteriebrigade und 7 aus das 34. Regiment. — Die gedachte, im Interesse der Humanität und der stricken Beobachtung der in dieser Beziehung bestehenden Gesetze erlassene Verfügung unseres General - CommandoS verdient die wärmste Anerkennung und wird hoffentlich von heilsamen Folgen begleitet fein. Vor Allem aber sollte unser Officiercorps es als eine Ehrensache anschen, daß derartige Quälereien, wie sie mitunter von niederen Vorgesetzten gegen die Mannschaften verübt werden, unnachsichtig zur Btftrafung gelangen. Dies würde von ungleich größerer moralischer Wirkung auf den Geist in unserem Heere sein, als > wenn der Mißhandelte selbst in letzter Verzweiflung zu dem gewiß nur widerwillig und mit Zagen ergriffenen Mittel der Anzeige seines Vorgesetzten sich entschließt. , Wie viele von den oben angeführten Fällen durch die davon Betroffenen, wie , viele durch höhere Vorgesetzte zur Anzeige gekommen, ist uns nicht bekannt. Während sich „Germania", Pater v. Doß und Bischof v.Kitteler in Mainz mit dem Versuche abauälen, den Nachweis zu führen, daß „Orbenslhätigkeit" ! unv „seelsorgerische Tätigkeit" zwei ganz verschiedene Dinge seien, und daraus, i daß das Reichegesetz den Jesuiten die letztere verbiete, durchaus nicht folge, daß ihnen auch die zweite untersagt werben dürfe, werben ihnen aus ihrem eigenen Lager alle mühsam aufgebauten Argumente mit einem Male über ben Hausen Deutschland. Gießen. Die Generalversammlung Ver landwirthschastlichen Vereine Ver Provinz Oteihlsskn hat an Stelle veS Grafen Otto zu SolmS-Laubach, der freiwillig resignirt halte, den Frhrn. Adalbert v. Norbeck zu Rabenau zum Präsidenten des ProvinzialvereinS gewählt. Darmstadt, 24. Aug. Der Großherzog wird sich voraussichtlich nicht zur Monarchen-Zusammenkunft nach Berlin begeben, da er demnächst eine mchrwochenl- liche Bave-Kur in Nauheim beginnt. s, Darmstadt, 25. August. Wie wir aus guter Quelle erfahren, wird He „Main - Zeitung" in nicht ferner Zeit (man nennt ven 1. October als den fraglichen Zeitpunkt) als solche eingehen und durch eine lithographirte Correspondenz Bekanntmachung, die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus ^oniurer - Seineiter 1S72 betreffend. 1872 Gr.ßherzoglichcS UmverMS. G-richk. Haberkorn. erfe^t ^d^n. 2ß Dem Vernehmen nach ist die eigentliche Staats- schuld des Großyerzogthums Hessen - die Schuld im engeren Sinne - gegenwärtig nicht nur vollständig getilgt, sondern es resultirt auch noch aus einer Ver- gl.jchung ter Ac.iven und Passiven der S,an,«schulden,ilgung-casse der ansehnlich AcNvbestand von 1,094,000 fl. Dabei h°, sich mdetz seit Anfang 1871 die Eilenbabnfchuld, d. h. die zum Bau der Slaa,Seifenbahnen aufgenowmenen Ka- pUalien,^ einschließlich de« Anlehen« wegen Be,Heiligung de« Staat« ander, Limen der He si,chen Ladwigsbnhn ec. v°n 9,327,000 fl. e.h°h,, wahrend m der gO.chen Zeit die Piovinzialstroßenbauschuld in^^"h^^n ""^^^^enburg von 1,871,000 auf 1,626,000 fl., die Staat«,enttnschuld von 965,000 fl. aus 939,000 fl.. 19 gegangen ist. A-i,d da« ob'» erwähnte Activum von "-r Summe de« de -tzle.en 1865mo?ff 2f575 710 ‘fl “X 1868 aus /.265 792 fl. Sie ha. somit, trotz entschadlaunp«on,heile «n. ganzl.el^ r.lg»«^ «k,» flm 2(n die Expropriation übertragen war. abgesandt, um sich noch einige Lolalitäten für die zuiückbleiöeude» Jesuiten au«. '«-iseti, äuss# * *üs. “" S'l's» »Urte. «mita p D(I. W» Kreuzen, br- r tn dtt Kirche R ’S ^illl „UniverS" ' Mutigen 9hinimtr N öit kölnische 111 Vt'chlaz btltüt, n dn "Wrch gegen die »nonendieWle von \ taj bitscv Ent« Hübgier zu Grunde ■r Mauer unü von hioismeu SchuM; -glktch ein Schien von dichw Posten März und in der nfliarnidi, die Thür vtsühren; sie liegen ? dann jcvsrits wieder edler mit Fuhrverkm Bouland, dem da- Mol die Arlilleristeii ng und dem Lerkaas antler u. [. w. von -lenen nun samM suchung grßorben ist, nur den HauMeil tnn 3nunft aitfr n AincenneS würden u Bvüland za zehn zum Andenken an ci 24. August 1872! »olomäusnocht; drei- lojsenet und bedachte- ten ter Religion satten dem schwachen nttlsen, alle W eie je zugleich Thron Md i die Schädlichkeit ur nach-ujehen, wie o unglucheu Maßen Poat>stcatr PiuS Mau-nacht noch hat gung deckte, die mn vor weltlicher Macht nU6? Der uoschttll' üt des ««• * " »*4 ,r il mW l«? ’j« en ««» W* , fflenW. 1,1611 '■•5'» iia " ;b,l# r>«s> unt w"" Ale» ite t1"1 1 »ii ■«SjS? -'S- |tt 'S'' igjeitie« unterstützt eine über alles Lob erhabene Thatigkeit entwickelte. Sie war von Erfolg gekrönt. Am 4. Juli gelang es ihm, das Opfer und mit ihm einen Theil seiner Peiniger im „Callejon del Zacate Nr. 8" in einer Vorstadt der Hauptstadt zu entdecken. In einem Loch unter den Dielen des Fußbodens vergraben, Ohren und Augen mit Wachs verklebt, die Hände auf den Rücken gebunden und nur mit der nothdürftigstm Nahrung versehen, die an mehreren Tagen nur aus einem Ei bestand, so hatte Don Juan Cervantes 7 Tage und 8 Nächte in steter Todesangst verbracht. In der Nacht, die seiner Befreiung voranging, gestattete ihm das in den Ohren geschmolzene Wachs eine Unterhaltung seiner Kerkermeister zu belauschen, die seine Ermordung zum Gegenstände hatte, wenn nicht am selben Tage das Lösegeld einträfe. Aus dieser mit Worten nicht zu schildernden Lage befreite ihn periönlich der Gouverneur Montiel. Zwei der Verbrecher, Ricardo Bello, Spanier und Eigenthümer eines Krämerladens in dem obenerwähnten Hause, und Jose Maria Orta, Mexicancr, der das Opfer bewacht hatte, wurden sofort festgenommen. Eines anderen betheiligten Spaniers Namens Gumesindo Nunez wurde man im Lause des Vormittags habhaft. An demselben Tage noch auf Grund des Specialgesetzes über den „Plagio" zum Tode verurtheilt, erfolgte bereits Nachmittags 5 Uhr ihre Execution durch Erschießung vor dem Hause des Verbrechens, an welchem die entseelten Körper mehrere Stunden ausgehängt blieben. Der Chef der Bande, ebenfalls ein Spanier Namens Vicente Garica, war entkommen- Aber auch ihn hat bereits die gerechte Strafe ereilt. In der Nähe von Motepec erkannt und verfolgt, hat er sich selbst eine Kugel durch den Kopf gejagt- Sein Körper wurde nach der Hauptstadt gebracht und, nachdem durch Zeugen die Identität der Person festgestellt, ebenfalls öffentlich ausgestellt. Noch zahlreiche anderweitige Verhaftungen sind vorgenommen, und man spricht von ferneren Executionen, die aus Anlaß desselhen Verbrechens stattfinden sollen- Ein wie bedeutendes Aufsehen übrigens der eclatante Fall von Don Juan Cervantes hervorgerufen hat, erhellt am besten daraus, daß sowohl der amerikanische Gesandte, als Graf Enzenberg, der Vertreter Deutschlands, Veranlassung genommen haben, dem Gouverneur Montiel ihre Anerkennung für seinen Eifer auszusprechen. Wechsel. 831/4 Oberhessen 1881r Amerik. Bonds Aetlen. i Frankf. Bank 1431 2 iPnft v>lri , „ollsührt, war ein so enniitztgt wurde. Das «erbrechen im Centrnm der yaupin^ dnfl^nid)e- dab der knmmeochrenn^es und ine So™'1" b'® 'moU-e^und von bedeutender Militärmacht, tttaunerneur Montiel an der Spitze der Pbiijei uno Gouverneur Montiel an 963/8 973/4 975/8 981/2 93 1003/4 k. k. k. k. k. SS«/, 107 1063/4 1063/4 8. 981/s 8. 993/4 8. 1047/g 8. 1747/g 8. 93 1882r 1885r 1887r Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Dlscnnto sj i Darmst. Bankact. 5161/2 Wien Bankaotien 940 Oest. Creditact. 3641/2 Galizien — k. 8. 871/r k. S. 105 k. 8. Iltz3/g k. 8. — AetäfcEE, 50/0 östr. F. St. E. ß. 3631/3 Lombard. Bahn 2271/z Ludwigsh.-Bexbaoh — Moxbahn 147 Bayer. Ostbahn 1381/2 Rhein-Nahebahn-Aot. 50V2 Hess. Ludwigsb.-Aot- 1851/4 lubittcn. Der Oberst Paravaglia war dazu gern erbötig und überließ ihnen außer den bereits verwilligten Räumlichkeiten noch eine Küche, die Hälfte des Refcctoriums, einen Krankensaal,, zwei Capellen und einen Sprechsaal und auch den Haupteingang. Die beiden contrahircnden Theile unterzeichneten dann die Uebercinkunst in bester Form, und damit war die Sache abgemacht, ohne Kampf mit dir fremden Diplomatie, die angeblich für das Generalat eintreten sollte, auch ohne baß ein reicher vornehmer römischer Banquier einen Kauscontract geltend gemacht hätte, vermöge dessen er daö Kloster im September 1870 käuflich erwor- bxn. Bisher wohnten ungefähr 60 Jesuiten in dem Kloster. Einige von ihnen sind wieder zu ihren Familien gezogen, andere haben in den Häusern und Palästen frommer Romer und Römerinnen Untetfommen gefunden, und noch andere Haden Misstonen angetreten; zehn bis fünfzehn Jesuiten find für den Gottesdienst in der au das Kloster stoßenden JesuSkirche im Kloster verblieben. Rom. Der „Gazzetta d'Jtalia" wird gemeldet, daß der Papst sämmtliche päpstliche Kleinodien, darunter insbesondere die Tiaren, nach Marseille grfandt habe. Bekanntlich machte dasselbe Blatt schon vor einiger Zeit darauf aufmerksam, daß die Jlsuitenpartei in den Papst dringe, Rom zu verlassen. Der überraschende Entschluß, sich an den letzten Gemeinverathswahlen zu beteiligen, soll nach derselben Quelle gewissermaßen die letzte Probe gewesen sein, welchen Einfluß der Clerus auf die römische Bevölkerung noch besitze. Der klägliche Ausfall des Experiments habe dem Drängen jener Partei neue Stärke verliehen. Die ziem lich bescheidene Rolle, welche der Papst gegenwärtig in Rom spielt, paßt aller- Dings wenig zu der anmaßlichen Einmischung in die Verhältnisse der großen europäischen Staaten. Dies Mißverhältniß zwischen dem hochmüthigen Auftreten rrach außen und der macht- und einflußlosen Stellung in Rom wirkt unwillkürlich komisch und muß mit Naturnothwendigkeit nach und nach den Nimbus zerstören, mit welchem außer Rom und Italien der Papst noch umgeben erscheint. Insofern ist das Drängen der Jesuiten, der Papst möge Nom verlassen, ganz logisch. Für die herrschsüchtigen, mehr politischen al- religiösen Zwecke, welche sie verfolgen, eignet sich das Papstthum, welches in der Engelsburg gkwiffermaßen als Auszügler steht, täglich weniger. Ob freilich eine Verpflanzung in fremde Erde dem abgestorbenen Baume neue Säfte zuführen würde, erscheint auch noch fraglich. Aus Rom, 19. August, schreibt man dem „Wiener Tagblatt": „Ich kann Ihnen heute von einem bedeutungsvollkn Symptom der wirklich bestehenden Ab- sicht de- heiligen Vaters, Rom zu verlassen, Meldung thuu. Alle Kleinodien des päpstlichen Schatzes, besonders die mit unschätzbaren Steinen geschmückten Tiaren, die heiligen Gesäße u. s. w. find in Kisten, welche das päpstliche Wappen trugen, verpackt und nach England geschickt worden. Wollte der Papst heute eine der großen Kirchenfeierlichkeiten b gehen, so könnte er es nicht, weil ihm die Tiaren und die Kirchenzeräthe fehlen würden." Rom, 21. Aug. Die offmelle Zeitung veröffentlicht das erste Decrel des neuen UnterrichtsministerS, welches vier unter der obersten Leitung französischer oder belgischer Nonnen stehende Mädchenschulen vorläufig zu schließen befiehlt, weil die Oberinnen der inspicirenden Behörde eine Einsicht in den Lehrplan verweis gerten. Obenan auf der Liste steht die von der Principeffa Borghese unterhaltene Mädchenschule. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 26. August. Die an der Berliner Börse mehr und mehr stärker auftretenden Befürchtungen wegen eines schwierigen Ultimo s üben auf die hiesige Börse insofern Einfluß auS, al« di« von dorther kommenden niederen Course für Speculationöeffecten die Preise auch hier abschwächen. So setzten Staatsbahn und Creditactien, ja selbst Lombarden wesentlich niederer ein, als die sonnabendlichen Schlußnotizen lauteten. Indessen erholien sich die Preise etwa-, am meisten bet Lombarden, die den erlittenen Verlust im Lauf des Geschäfts wieder ein- brachten. Die Umsätze blieben jedoch bei allen drei Effecten bedeutungslos. Im Gegensatz zu diesen Spielpapieren par excellence entwickelte sich lebhafte- Geschäft und im Allgemeinen bessc.e Course bei Banken. Von diesen zogen namentlich die hiesigen Institute im Preise an, speciell Oesterreichisch-deutff e bei gutem Umsatz, und auch Bankverein. Sehr umfassender Nachfrage erfreuten sich Baubank und Deutsche Handelsgesellschaft. Erstere ist aus ihrem bisherigen Aschen- brüdelthum schnell zu Ehren gekommen, und wohl nickt mit Unrecht. Letztere soll während der Zeit ihres Bestehens recht gute Geschäfte gemacht haben, so daß man jetzt schon auf eine 8—9- procentige Dividende rechnen könne; das Effect wurde heute li/2 Procent höher bezahlt. Eine abermalige Steigerung erfuhren ferner Deutichc Effectenbank bis 140 und Brüsseler Bank bis 112, das Material der letzteren wird immer seltener. Darmstädter gingen gleichfalls theurer vom Markte, und Amsterdamer, deren Cours auch bald weitere Steigerungen erfahren dürfte, da das Material tn festere Hände überzugehen beginnt, verkehrten fest bei 1121/2- Wenn Banken steigen, müssen Bahnen fallen. Demzufolge verkehrten letztere im Allgemeinen etwas matter, mit Ausnahme von Bufchteradern. welche wieder 3 fl. anzogen. Donau Drau beliebt. Von Prioritäten fanden heute 5procentige Lombarden starken Anklang, ebenso Donau-Drau und Elbthal. Oester- reichische Loose von 1860 in Posten gekauft bei 94V4. Ungarische Loose theilweise gefragt. 4% » 3V-0/o „ • „ 40/0 1jährige — $ Würtemb. 41/2% Obi. 993/4 Baden 41/3% Obi- 0. F. L. 99 */2 Oesterr. Silberrente 653/4 „ Papierrente 61 k. 8. k. 8. m. 8. L 8. 4% Prioritäten. 3O/o öster. Btsb.-Prior. — 3% öst. 3. Lombard — 30/0 Livorneser — 50/o Tosoaner — 50/0 Elisabeth.-Pidor. 85 du. II. Bmias. 847/s Darmstädter fl.50Loose 200 i 25 55 Kurh. 40 Thlr. Loose 713/4 Nassau 25 fl» 45 V2 Braunschweiger 22 3% Oldenburg, ä 40lhlr. 38V4 4O/o bayc. Präin.-An’. 1131/2 4% badische I-oose 1111/4 Badisch 3 fl. 35 Loose 715/s Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 95 1864r . — Bayer. 5°/o „ 4i/rO/g 1jährige 10Q3/8 Von Frankfurt a. M. direct mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In- und Auslandes. "Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Iludolph Mosse, Annoncen-Expedition 45 Zeil, Frankfurt a. W. Zeil 45 Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg, Zurich, Straßburg, Breslau, Halle a. d. S , Leipzig, Stuttgart, Prag. Alleinige Inseraten - Pacht: „Fliegende Blatter", „Kladderadatsch", „Figaro." Geldsortem. fl. kr. Pr. Frledrdor 9 5b—59 Pistolen . . 9 40 -42 n doppelte 9 40—42 Holl.fi. 10 8t. 9 53—55 l Ducaten . . 5 34—36 20 Frankens!.. 9 20>/z—211/, EngL Sover. 11 49—51 Buss. Imper. 9 43—45 Dollar in Gold 2 25-26 Snanler, neuest. 3% 291/2 ' - " ..... 993/8 England. London, 24. Aug. Die amtliche „Gazette" xublicirt eine B-rordnung rc« Geheimen Raths, wonach Beeh au« Oesterreich-Uugarn, Deutschlauo, der Türkei, Italien, Griechenland, Belgien und Frankreich spätestens 10 Tage nach der Lan- Puna aeschlachtet werden muß, ausgenommen, wenn es unter Quarantaine in Southampton gelandet war. Die Landung russischen Viehs wird gänzlich untersagt die Vieyeinsuhr auS den nicht genannten Ländern ist dagegen unbeschrankt.— D e' „Times" erklärt da- Genfer Telegramm, wonach das Schiedsgericht Amerika 4 Millionen Pfund Sterling zugesprochen habe, für unbegründet. London, 24. Aug. Die Unruhen in Belfast sind glücklich zu Ende; der aestria? Tag ist ohne Störung .vorübergegangen, und man hat alle Vorsichts- maßregeln getroffen, um einer Erneuerung des Unfugs wirksam entgegentrcten zu könnem Die Straßen bleiben von Militär und Polizeimannschaften besetzt, die Wirthshäuser und Schenken, welche seit Dienstag geschlossen ®arcn' ®?tl)CIL?c^crn wieder geöffnet, sind aber durch Magistratsbefehl wtederum bts nächsten Dienstag «eschtoffiU "orotn. Der erschoffem Poliz-uconstabier ist gestern mit e.nem ®ele e Ln et»« fünfhundert seiner Kaaieraven zu Grabe getragen worden. Dee Pol n- gerichte haben ihre Verhöre begonnen, und man darf Hoff-N, daß d.r brave irtsche Lb?l für eine Zeit lang genug von der Prügelet gehabt hat und ruhig bleiben wird bi« jur nächsten günstigen Gelegenheit. Indessen sind die Gewuther in Irland durchaus noch nicht beruhigt, und e« gehen feltfame und besorg! ch° G lUchte um. So hietz es gestern, daß die Kaiholiken ju Drogheda beabsichtigten, dre bundirtsten Jahrestag der Barth°loMäu«nacht durch eine allgeweine N edermetz lun °er Protestanten in ihrer Stadt zu feiern und diese« Gerücht ward für so ernst gehalten, daß man °aS Militär ,n den Casernen bereit h>el tnC alle entbehrliche Polizeiwannschaft nach Drogheda gefchickt hat. Wte die oder wie wenig wirflichen Grund diese Gerüchte baden, muß dahingest-llt bteiben , Ast ist nur,® daß man dem fanatifirten irischen Volke da- Mögliche and Un- mögliche zuttauen darf. Verwischtes. 94 Aua. Man kann das reisende Publikum nicht genug vor Taschen- Feanksur, • 9 hiefer Woche wurden an der Homburger Bahn wieder zwei vreben warnen. Im Laufe^dieser Sckwengelbrunnen die Geliebte des Raub- =b8efa6t. - ©eftern benb «6 ^^«SSw&ibÄn überfahren. Di-Hoffnung, Mörders Volcker von dem Zuge. oer v 11 i», wieder im Steigen begriffen, indem des entsprungenen Mörders habhaft zu , derselbe mit noch einem Genossen im 6Gei^rfibgf^"efmb^ ^ie feWÄ (Menfcheitraub in Mexico) Es ist ^fan,^^^g‘"ft^^o^ftren^e Strafen"auch « Ade^^n^Theater gegangen, ^aber^tcht BdrseBnachrlchtea. 26. August 1872. Preuss. 4i/z0/g Oblig. 103 Frankf. 3Va ®/o 0bl. 873/g Nass. 4i/a% Obi. — Kurhess. 4% „ 94i/2 Gr. Hess, 5% Obi. — Versteigerungen. Grummetgras-Versteigernngcn bei Grostherzozzlichem Rentamts Gießen. 3987) Das diesjährige Grummetgras auf den Großherzoglichen Domanialwiesen wird in nachstehenden Terminen versteigert: 1) Donnerstag den S September, Morgens um 9 Uhr, von 96 Morgen in den Gemarkungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn (im Gemeindehaufe zu Watzenborn). 2) Freitag den 6. September, a. Morgens um 9 Uhr, von 22 Morgen in der Gemarkung Alt-Buseck, turnte den dortigen Oberförstersgärten (bei Wirth Philipp Krämer 111. daselbst); b. Vormittags um 11 Uhr, von 25 Morgen der Sorauwiese in der Gemarkung Staufenberg (bei Wiesenwärter Walther zu Daubringen). 8) Montag den 9. September, Morgens um 10 Uhr, von 9 Morgen 271/< Klafter in der Gemarkung Butzbach (bei Gastwirth Adam Joutz daselbst). 4) Mittwoch den 11. September, a. Morgens um 9 Uhr, von 43 Morgen in der Gemarkung Grünberg (im Gast Haus zum Taunus daselbst); b- Nachmittags um 2Uhr, von 28 Morgen in den Gemarkungen Queckborn und Harbach (bei der Sommersmühle). F. Donnerstag den 12. September, a. Morgens um 9 Uhr, von 23 Morgen in der Gemarkung Lindenstruth (bei den Wiesen daselbst); b. Vormittags um 11 Uhr, von 71 Morgen in den Gemarkungen Göbelnrod und Saasen (am Moorensee). 6) Freitag den 13. September, a Morgens um 9 Uhr, von 135 Morgen in der Gemarkung Wieseck (bei Wirth Dorfeld daselbst). In der Gemarkung Wieseck kommt noch das Grummetgras von den nachstehenden , neu angekauften Wiesen zur Versteigerung: A. von Lehrer Schlapp zu Rödgen erkauft: a. Flur 28 Nr. 34-2 Morgen 54 Klftr. auf der Stockwiese, ß. Flur 28 Nr. 43- 338 Klftr- daselbst, T- „ 28 „ 45 = 254 „ 8. „ 28 „ 61-IMorg. 230 Klftr. daselbst; B. von I oh annes JungU. zuWieseck erkauft: Flur 28 Nr. 26 - 1 Morgen 185 Klftr- daselbst; C. von Christian Müller Wittwe und Kindern zu Gießen erkauft: a. Flur 28 Nr 35 - 1 Morgen 198 Klftr daselbst, ß. Flur 28 Nr. 66 - 279 Klftr. daselbst; D. von Louis Leo's Eheleuten zu Bensheim erkauft; Flur 26 Nr. 202 = 2 Morgen 257 Klftr. in den Stolzenmorgen; b. Nachmittags um 3 Uhr von 142 Morgen der Weid-, Burg-, Ochsen- und Weiden- strauchwiese in der Gemarkung Gießen. Steigliebhaber können sich vorher die Wiesen von den betreffenden Wiesenwärtern zeigen lassen. Gießen, den 26. August 1872. Grobherzogliches Rentamt Gießen. L y n ck e r. Feilgebotenes. 3985) Reife Frühäpfel (Kaiserkronen), korbweise zu verkaufen, bei ________Georg Vogt, Kupferschmied. Neue Holland. Vollhäringe, neue schottische Matjeshäringe, geräuch. Winter-Rheinlachs, empfehlen 13683) I. A. Busch Söhne. Flaschen-Biere: 3989) pr. Flasche Tafel-Bier.....8 fr. Frankfurter Bier . . . 8 „ Export-Bier.....7 „ Gießener Bier • . . . 6 „ Lieber Bier.....6 „ frei in's Haus, bei ____________Georg Dörr, Kirchenplatz. 3984) Täglich frische Milch bet ________Georg Vogt, Kupferschmied. Für Schrihmachcrincister! 3988) Alle Sorten Schuhschafterr werden noch fortwährend nach Maaß gut und schnell angesertigt. Carl Schlemm, Brandqasse. Dünger-Fabrik in Ludwigshafen am Rhein — Goldene Medaille, Metz 1868 — von Michel, Lederle