Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen 1872. Samstag den 27. Juli Nr. 174. Die Wahl der Mitglieder der Handelskammer zu Gießen betr. mit Carl Gail, Fabrikant, Fritz Koch, Kaufmann, xt von den u 79 78 66 55 50 n u n ff n n in so rricfrem len und welches ti M II Mt- -ttll- ibw- )urch 118) Sjirieb/ „t, V-°g. llerm'stlnng oision oder ür die ver- August HeH, Gasfabrikant, Wilhelm Liebrich, Kaufmann, Mcyer Homberger, Fabrikant, Carl Diery, Hofgerichts-Advocat, Eduard Silbereisen, Fabrikant, Mar» :id}[ten jka und Auftrabm PreiS vierteljährig 1 fL 12 h. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canz lei berg, Ltt. B. Nr. 1. Schweiz. Bern, 26. Juli. Ein päpstliches Drere trennt ten Canton Genf von der Diöcefe Lausanne und erhebt, laut txr „Gazrtte de Lausanne", den Pfarrer Mermillod, Bisäof von Hebron i. p., förmlich zum Bischof von Genf. Belgien. Brüssel, 26. Juli. Berichte aus Mons melden die Beendigung res Strikes in Borinage. Fast alle Albeiter haben die Arbeit unter den früheren Bedingungen wieder ausgenommen. Frankreich. bewilligt worden, doch tritt derselbe einen einjährigen Urlaub an und wird mit Familie seinen Aufenthalt auf seinem Erbsitze Neudörfchen nehmen. Essen, 24. Juli. Auf sammtl.chen Gruben, deren Belegschaften seit 4 Wochen die Arbeiten eingestellt hatten, 'st der Betrieb nun wieder ausgenommen worden. Es kann daher der Strike der Bergleute in hiesigem Revier als voll- ständig beendet angesehen werden. Oesterreich. Wien, 22. Juli. Dem „Vaterland" wird „verläßlich" neuerdings berichtet,, daß zwilchen dem cisleithanischcn und dem gemeinsamen Mmisterium ein förmlicher Kampf ausgebrochen sei; dem Grasen Androffy wird nämlich von seinen cisleitha- Nischen Covegen zugemuthet, in der JesuiNnfrage aus Gründcn der auswärtigen Politik, namentlich aus Rücksicht auf Deutschland, energisch vorzugehen; dagegen behauptet wieder Graf Androffy, diese Angelegenheit gehöre in das R.ssort des Herrn v. Strewayr, er solle demnach vorauSgrhen. Das „Vaterland" fügt hinzu: Da man nun kaum annehmen kann, unsere Hrrrcn Minister hätten sich plötzlich zum JesuitiSmuS bekannt, so bleibt nur die Erklärung übrig, daß sowohl Audrassy als auch Stremayr befürchten, sich an einer Frage, die allerdings nicht ohne Zusammenhang mit ter ganzen ontikatholischen Politik aufgefaßt werden kann, sich die Flügel zu verbrennen. Man schreibt der „Allg. Ztg.": Die Bartsreiheit in der Armee hat schon wieder ihre Grenze gefunden, und zunächst ist der wildwachsende Vollbart zum Opfer gefallen. Das Reichskriegsministerium hat in dieser Richtung sehr „unlieb- ame" Bemerkungen gemacht, und ein neuester Ukas verfügt, das kein Haar des LollbarteS die Länge eines Zolles überschreiten dürfte. Mit einem so geregelten Barte können wir allen kommenden Ereignissen ruhig eutgegeusehen. 'N von V\ AKS 1872. fleiudt Theres Näheres bei Deutschland. Berlin, 23. Juli. Bei der Einführung des Verkaufs von Freimarken ic. hurch die Elienbahn Pcsttranspcrte ist bestimmt worden, daß der Verkauf im Allgemeinen nur an d'.e in dem Eisenbahnzuge befinrlichen Reisenden zu erfolgen habe, indem dabct von ter Voraussetzung ouSgegangen worden, daß andere Personen ihren Bedarf an Marken rc. bit der Orts Postanstalt beschaffen können und weil bei den eigenthümlichen Verhältnissen der Elfenbahn-Posttransporte cs wün- schenSwerth ist, den Markenveikauf durch dieselben auf das nothwendige Dedürsniß zu beschränken. Seitens der Reichspostverweltung ist jedoch, ter „E. R.C." zu- folge, nunmehr auch diese Beschränkung aufgehoben und gestattet worden, daß die Eisenbahn-TronSporle in einzelnen Fällen auch an solche Personen, welche nicht zu den Reislnden deS betreffenden Zuges gehören, auf Verlangen Freimarken rc. verabfolg'N, vorausgesetzt, daß solches ohne Beeinträchtigung der dienstlichen Interessen geschehen kann und der zum Verkauf an die Reisenden bestimmte Vorrath an Freimarken rc. nicht zum Nachtheile seines eigentlichen Zweckes unverhältnrß- Del dcr am Heutigen vorgenommeneu Wahl sind zu Mitgliedern der Handelskammer zu Gießen gewählt worden die Herren: Carl Gail, Fabrikant,.....mit 85 Stimmen, Paris, 23. Julr. Wie dem „Sncle" aus Algier geschrieben wird, ist die französische Verwaltung in Sachen der Elsass^ und Lothringer, welche in Algier die Heimath" finden sollten, so weit vorgtrückl, daß sieben, sage sieben elsässische und lothring'sche Familien auf den am 15. September von der Nationalversammlung bewilligten Ländereien unterglbracbt wurden. Paris, 24. Juli. Das „Journal olficikl" veröffentlicht folgende Note: Der Kaiser von Deutschland hat soeben die Freilassung aller für nicht der Armee angehörig angesehenen Franzosen (mit einer einzigen Ausnahme) angeordnet, welche noch in anderer Eignfchasr denn als KrlegSgefangcne in Haft behalten worden waren. Wie wir hören, ist der Gnadenact des deutschen Kaiser-, von welchem das „Journal offic.el" in der obenstehendcn Note meldet, von Ems, den 16. Juli datirt. Der einzige AuSnahmkfall, dessen die Note gedenkt, betrifft ein Individuum, welches wegen versuchter Vergiftung deutscher Soldaten zu einer scvweren Strafe verurtheilt worden ist; auch in Bezug auf diesen Fall aber hat Majestät die Entscte.dung nur Vorbehalten, so daß eine Begnadigung in - " ,JL‘ -------A, Die französische wöfeifl geschmälert wird. Der Kreisphpsikus Dr. Janert in Insterburg hat den Krankheitsfall des Ulanen Hoffmann amtlich als einen Fall asiatischer Cholera constatirt. Du > D. A. Z." erinnert daran, daß, als im vorigen Jahre die Besorgnisse vor dem I Hereinbrechen der Cholera sich geltend machten, sowohl der Handelsminister in seiner Eigenschaft als Chef des Eifinbahnwesens wie auch tir Generalpostdirector < tie gemessensten Weisungen zur Einrichtung dcr gebotenen Abwehrmaßregeln ergehen ! ließen und die Beamten auch darauf hinwiefen, den Anoidnungen der GesundheUS- । Doliiti aus das genaueste nachzukommrn. Namentlich hantelte eö sich dabei um DeS'nsectionSmaßregeln und um Herbeischaffung schleuniger Hilfe auch nur bei Vorläufern der Krankheitserscheinungen, was bei dcr Anhäufung großenr Menschen- massen gewiß von Bedeutung ist. Es ist daher anzunehmen, daß feilend der Be- Horden auch jetzt, wo die Epidemie sich wieder nahen, Alles Aufgeboten werden wird, was Wissenschaft und Erfahrung an die Hand gegeben. Nur die Gesund- beitscommission der Stadt Berlin ist weder mit Rath und Belehrung, noch. mit Anordnungen bisher an die Oeffentlichkrit getreten; doch wäre es sicher heilsam, wenn scbon jetzt Vorkehrungen getroffen würden. . .. . Berlin, 25. Juli. Der BundeSrath hat sich, wie erinnerlich, damit begnugt, di« »om R,icbSIag im Anschluß an da-Iesuiteugesetz soliden Resolutionen wegen ttr cbligatorischen Civilehe und der Führung ter tSiotljlant«re0ifler rem Jufltj- au-schuß zur Berichterstattung zu iitenreifin. Abgisehen davon, daß tie du. flimmung de« Bundeerath« ju tiefen Anträgen bisher wenigstens k-inesw gs gesichert ist, kann t« al« unnahifcheinlich bejeichnei werten, daß die preußilche Regierung in ten bezeichneten Resolulionen einen zwingenden ^'und sehen werde dem LanNag tie im Frühjahr in Aussicht gefieOten Vor agen in tie er vorzuenthalten. E« tütfle ta« eine ter „allgemeinen Maßregeln fern, welche dl, fioln 2la." neulich in Aussicht stellte, ta tie kirchlichen Differenzen tie Nothwsndigkeit ergeben, die Führung der Cidilstandsiegister und die Ehesehließungen »on kirchlichen Behörden unabhängig »u machen, welche vom Staate nch llmatin, flätter. ein. t obrigMM« iiide Taste noch »ist 8 Hör. sssir. Eeul. -- Vogler Aankfiirta/rti ^xjn-MdAus» ^nditör-Gesuche, Personol - Gesuche, llNüs-Gesucbe, Kausuche. Gkschäsks-Er., iptthliingen, Fahri» N'eigttiinftkn, Eubr Ausverkäufe, tza»k- General-Per- rtsvläne, Ncrsichp ' rungen ic. ic. Imrifle, daß ich • fillmann bt- anerkannt find. „ . , x . Der Kaiser ist gestern Nachmittag 4 Uhr von Em« «bgere.st und wird in Gobi nj, Wiesbaden und Homburg einen zweilag,gen Aufenthalt nehmem Dr Kur in Gastein ist auf 4 Wochen festgesetzt und wird angenommen, daß «e. Mazest bereits Ende August wilder in Berlin eintrifft. Dem wegen feine« Renrontre« mit dem General von Manteuffel zu . "ÄtSSÄi",wT-..i*: J— -***•■* iyriK 5t vq) , StailimaiUl, • „ b6 ,/ , «• < V nn on k Q4 Es wird dies mit dem Ansüqen öffentlich bekannt gemacht, daß das Wahlprotokoll nebst Anlagen drei Tage lang, nämi^lch ^enl ., . NN . d. Mts., znr Einsicht dcr Wahlberechtigten bei Großh. Kreisamt dahier offen liegt und Einwendungen gegen bte Wahl oder die Gewähren binnen diesen drei Tagen bei Vermeidung des Ausschluffes bei der genannten Behörde vorzubringen sind. Gießen, den 26. Juli 1872. Der Negierungs - Comrnissär: P Kekulö, Kreisasseffor. ______________________________________________ per Telegraph etwa 2000 Pfund ost. ll 7U V Ql <>i Am 28. Juli. des 4 \ ' I Vermischtes. W r so Geld zu 19. Juli- % rocrben.ÖffCntn4Cr Submission verdungen bis zum Submissions-Termin % -s S^ung °°n Bahn- ' v Air Wh timinn/n rniArf.-k«» ....l k.;. <■ die Bedingungen cingcsehcn und die Submis- V4 , > ", &\ 51'1 ÖJt, L V 3: in Großh. Genä'armeck^ ^ßVftorb9^^8 ?Qt bfC von DM Da der wittett^ Fall fltf Kitdeckung liehen Hanc daß es von loinmcn, v bavon >n J» voin 3. Febi erwachsene lung des -i meinbeang« daß berS minbesiens väbrt, iv wacht, auf Lhaters er, Gießen, I Großherz Oer evangelischen Gemeinde z u Gießen. Gottesdienst. Besondere BekanutmachuiMu. Main-Weser-Bahn. en?!8« ?M°a «ie Anlieferung von 2100 Stück Bahnschwcllen von Eichenholz im Die Psarrgcschäfte für bk Woche von, 28. Juli bis 3. August 1872 besorg, Pfarrer Landmann. 'B Auszug sus den Kirchenbüchern der Stsül Gießen. Evangelische Gemeinde. wÄÄ‘ in E-Np'nng genommen Frankfurt a. M-, den 25. Juli 1872. Königliche Betriebs-Jnspection. Heyl. . PtterSburg, 25. Juli. Das „Journal de St. Peiersbourg" veröffentlicht d°« D-trel, betreffend die Dienst Eniloffung 6t« ehemaiigen rMchen (Befanoien , ®cr. nordamerikanischen Union, Catacazy, und erklärt zugleich, datz die soeben Broschüre desselben, betitelt „Un incident diplomalique“ ohne QBiffen und gegen den Willen der Regierung erschienen sei. Rumänien. Bucharest, 24. Juli. Der KrtegSmtnister hat durch einen Tagesbefehl die Nationalgarden aufgefordert, wegen des schlechten Standes ihrer Bewaffnung die Waffen zu Deponiren. Die D.ponirung der Waffen erfolgte hierauf überall mit der größten Ruhe, wodurch die Opposition, welche Ruhestörungen herbeigewünscht hatte, in ihren Erwartungen getäuscht wurde. Amerika. Ntwyork, 23. Juli. Der Richter am obersten Gerichtshöfe, Barnard, *n »«W- nachdem er beschuldigt erscheint, daß er sich in hab?b"stechen lasset betreffenden Processen von FlSk, Gould und Tweed Local-Notiz. suchun-, Bichls,iz2"lch. gr»^?n"°ebStt' “n,c SW ä Getaufte hessisch^ Bah "bahk?L°'u K" Ob"’ MHfd,® «abn'b^er', toÄ’Wff^«"eobn ^Ober. Frichr.ch, geboren den 18 Ium ' ^ohn, Gustao Heinrich Ph,lipp Lochtcr^Anna^Elisäb-ch,"g-^renEden"16.^Junh""^^^' @tOr8 WN°-m F-rb-r, -,n. Beerdigte. 17. Just/" 19' 3UI1' 3°W &iniroebtr °us Steinbach, alt 40 I, gestorben den f 10 Sgr. das Pfund, M-LEMZM-W-W welche sich schimpfend über die Lässigkeit und Feigheit der Männer^0e^cn' furchtbaren und wichtigen Kampf'im©tirf, IM«. W i Äh' b*‘ in diesem Schuß abgefeuert, jedoch nicht durch das MilitärDerselb- w» e / wurde plötzlich ei» durchaus harmlos, vermehrte aber natürlich die Verwirrung oj,,* f*10/™1 2irnt, au« der tobenden aus Lehrjungen großentheils zuiammenaesetzten 6 °Üe“ ttrbe"fd"- visr« uberatl da- G-tamm-t °-rjog.o, un» di- Statt war thr-m g,wohnten Frieden jurackgeg-b-n. " Karl Plank/ebclichtr ÄVn'bÄ"3u“i"b ®ätfern,e,(l«* 21. 3u®.Cn 22' 3U“' ®d"n*6‘W °us Nnber-Wristl, altll J., B,ftotben bm Warf, t?,n ^aunlchwctg und in Wobstnbiittkl tst .« am 16., 17. nnd 18. d«. ,u heftiaen Markt.ibreeffen gekommen, an belden Ott.n aus aleicker Ursache nAmli* u " ek.6,„,d,n ang,f»Iaa-..-n auir-ij-nd-n P.atate^Ä 'dm'Braun chw ^.r Eren r ' h7,?'e" .l, ,dd,mZn iÄ8! ?” l "Ä«* 'Sgiich dei fa.tr™ Schweiß nur fo "schwingen kann, daß ferne Familie sich des eitjen BrodeS erfreut, fahren die Lerren Rau.rn in Äqmpagen und kleiden sich in Sammet und Seide. Kein Wunder aber ~ Mm« we.ß kann schnell reich werden. Darum, ihr verchtten Braunschweiger ^au-ira^n"' WhnLlU(?i N"' Unb 3i,nmtt’ baufen unb Bremsers an ber 6 n i%' en er^Bo bn"b ä biet '“’m bc5 zu Kölsch. Sohn, alt 4 I. 7 M. 4 T, gestorben b.n 23. Juli. " ' Jtb"^Bierbrauermestters r^t findet Sonntag den 4. August statt. I Der Vorst and. strieschule. 1 orbereilung zum Freiwilligen - Examen , d. 15. Oct. Prospedc gralis durch Patent 1S70. Prämiirt in Cassel 1870 — Pramiirt in Darmstadt 1870. 641) Mit dem 1. Mai I. I. beginnt ein zweites Abonnement auf Clavier-Instrumente, wo Jedem Gelegenheit geboten ist, in den Besitz eines der Neuzeit entsprechenden Instruments auf leichte und angenehme Weise zu gelangen. Abonnements-Bedingungen sende gratis. Friedberg. (£♦ L. 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Kirchendiener Knoll. Allgemeine Versorgungs-Anstatt im Grosih. Basten. 3493) Der Rechenschafts-Bericht pro 1871 ist erschienen und kann bei dem unterzeichneten Vertreter der Anstalt abgeholt werden. •I. Boeek, __________________________Gartenstrasse, im Hause des Herrn Hofg.-Adv. Engelbach II. Agenten-Gesuch. 3471) Ein großes, weitverzweigtes Geschäftshaus wünscht für Giesten und Umqegend einen quatificirten Agenten anzuftellen. Die Agentur würde sich besonders für Versiche rungsbeanrte, Commifsionsgeschäfte und dergl, welche viel mit dem Publikum Der kehren, eignen. Schriftliche Offerten sub Z. z. 3471 besorgt die Expedition dieses BlatteS. _________________________ Eine klein? Fomilienwohnu-'g wird in der Nähe des Marktplatzes zu miethen gesucht. Gefällige Offerten bittet man abzugeben bei H. C. Vogt, 13542)___________________ Marktplatz. 3522) Ein Tbeilnebmer zu einem Stübchen wird gesucht. Neuenweg Lit. 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