Preis vierteljährig 1 fl 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährig 1 ft. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzletb-rg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. Nr. 121 Montag den ?7. Mai LZ72, c»Hl ^..0 9ftitot/i0V werden noch fort.vahrend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- Bestcuungen aus Dill Wle^euer Vlnzelger Expeditionen und den ^nb^oftboten entgegen genommen. Abonnenten welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lnffcn, erhalten denselben für den Monat Juni zu 20 kr. ggggggg-gg"__! gg............ Amtlicher T b e i l. ■■■ sungsstaat - Ocherretch nach dem Recepte des Föderalismus zu rcconstruiren. • 0 I — . . . w ... m e.___J .»a! \y.av mn keiner »tert größere Kraft gegenüber sie wußten sich mit Andraffy in gutem Einvernehmen zu halten, und es war avgen- schrinlich, daß sie auch bei Hofe eine viel festere Stellung einaahmen, als die über Bord zu werfen. Wenn man erwägt, welches Unheil dem Reiche aus der Nachgiebigkeit gegen raths in dem Nathhaussaale dahier stattfinden soll- Gießen, den 24. Mai 1872. • Die Kirchenfrage in Eesterreich. Schon längst hat sich in Oesterreich die Ueberzeugung Bahn gebrochen, daß die Opposition ter Nationalitäten ihre Hauptstärke der Verbindung mit dem CleruS verdankte. Dem CleruS war durch das Concordat eine Stellung eingeräumt worden, in der er sich mit Fug und Recht als Mitinhaber der höchsten RegierungS- gcwalt betrachten konnte. Das Bach'jche System beruhte ja eben darauf, durch eine enge Allianz der Regierung mit drm CleruS letzteren jur die CentrallfationS' idee zu gewinnen und mit feiner Unterstützung die clntrifugalen Triebe der Na» tionalitäten zu bekämpfen. Aeußerlich bewährte sich dies System auch, aber unter der äußeren Hülle wucherte das Verderben. Die Kraft des Volkes wurde mehr und wehr gelähmt: es trat eine Zcrsrtzung ein, der nur durch einen volligln Systewwechfel Einhalt gethan werden konnte. Oesterreich wurde durch Schmer- Ung ein Verfassungsstaat! Anfangs wurde die Stellung des CleruS hierdurch wenig berührt. Er verhielt sich ziemlich gleichgiltig gegen die Verfassung, wie gegen die abermalige „Sistirung" derselben. Er würde sich, zum größeren Theile wenigsten-, auch m die Wiederherstellung derselben ohne Widerstand gefügt haben, wenn nicht seit 1866 die Verfassung-Partei ihrerseits zum Angriff auf da- Eoncordat übergcgan- im Ganzen aufgegeben hat. Unter dem Eindruck dieser Verhandlungen hat sich denn der gesammten Der- fassungSpartei eine große Verstimmung bemächtigt. Zwar die „Presse" mahnt noch dringend zum Vertrauen, warnt vor Disciplinlosigkeit, vor Rivalitäten, vor dem Jagen nach dem Unerreichbaren. Aber die „N. fr. Pr.", ein dem Ministerium in hohem Grade ergebenes Organ, spricht schon aus einem anderen Tone. Sie erkennt vollkommen an, daß die Versöhnung des CleruS mit der Verfassung außer- ordentlich viel zur Confolidirung verfassungsmäßiger Zustände beitragen wurde. Aber sie ist der Meinung, daß diese Versöhnung durch Nachgiebigkeit der Staats» regierung in wesentlichen Punkten nicht erzielt werden dürfte. Indem sie die deut- schen mit den österreichischen Zuständen vergleicht, findet sie, daß der deutsche Reichskanzler ohne Bedenken Rom den Frieden bieten könne: denn Jedermann wisse daß er die Rechte dcS Staates nicht preisgeben, daß er nicht nach Canossa gehen werde. In Herrn v. Stremayr'S Festigkeit srtzt da-Blatt nicht das gleiche Vertrauen, und mahnt daher dringend zur Entschiedenheit. Ein andere- Blatt räth den Ministern mit dürren Worten, lieber Stremayr, als ihr ganzes System Mitglieder dls Bürgerministeriums. Diese Wahrnehmungen steigerten zwar den Zorn der Nationalen und Feudalen, aber sie brachten den EpiScopat zum Nachdenken. Ein großer Theil des Episkopats, der Cardinal Rauscher an der SpiHe, ist ja im Grunde gut österreichisch, ja entschieden centralrstisch gesinnt und er konnte sich daher unmöglich wohl fühlen in der Verbindung mit einer Partei, die Oesterreich in eine lockere Col'iödcration verwandeln wollte, die das Gcsctz völlig mißachtete und gar kein Heh. daraus machte, daß sie sich durch Legalitütsbedenken gcw ß nicht von den äußersten revolutionären Schritten zurückhalten lassen würde, wenn anders ihr die Umrande die Anwendung von Gewalt möglich machen würden. Dir Ueberzeugung also von dcr Festigkeit -er Stellung d?S Ministeriums Auersperg, der confirvative Instinct und ein Rest des österreichischen Staatsbe- wußtseins lirßen es dem Epiecopate räthlich erscheinen, dem Ministerium einen Schritt entgegen zu kommen, und den Versuch zu wachen, ob sich nicht ein modus vivendi für die Kirche unter der Herrschaft der Verfassung Herstellen l.eße. AuS den BischofSconferenzen entwickelte sich denn auch in der That eine Art von Annäherung zwischen den Kirchenfürsten und dem Ministerium. Aber aus welch» ©runDlagc? Da» ist tie Frage, die alle Gemülher be- weg», unt) Vie auch durch die Erklärung des Minister» Stremapr keineswegs gc- nügrnv beantwortet ist. Daß bi» j-tzi da» Ministerium keine Verpflichtungen ein- gegangen ist, die mit seinen Verbindlichkeiten gegen die Verfoffungspartei in Wider- sxiuch ständen, läßt sich allerdings mit einiger Sicherheit annehmen. Aber ebenso sicher scheint e» auch, daß die Bischöfe sich zu gar keinem positiven Zugeständnisse herdcigeloffen haben. In der Congrnafrage ist e» nicht einmal gelungen, unter den Bischöfen selbst ein- Einigung zu erzielen. Hinsichtlich der Schulfrage soll man sich entschlossen haben, den prineipiellen Widerstand fallen zu lassen, aber — da» sagt man allgemein voraus — um im Einzelnen wiederzugewinnen, was man Bekannt m achnn g. Betreffend: Ordentliche Versammlung des Bezirksraths für 1872. ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Freitag den 31. Äai, Vormittags 10 Uhr, die dteeiahrtge ordentliche Sitzung des Bezirks- daran zu Grunde gehen. , . . Der Kampf gegen das Concordat war daher für tie Regierung und dte DerfossungSpartei zu einer unabweislichen Pflicht geworden; aber die Energie- losiakeit, mit der er von Anfang an geführt wurde, legte schon ein beredtes Hruamß ab dafür, daß man sich der Gefahren eines ConflicteS mit dem vow Staate selbst zur größten Macht erhobenen und mit den maßlosesten Ansprüchen erfüllten (Sinus wohl bewußt war. Man wußte nicht, wie man die Sache an. areifen sollte. Man fürchtete die Verbindungen des CleruS mit dem Hofe. Man lab voraus, daß die Verfeindung mit der Kirche die Verfassung und Alles, was mit derselben zusamwenhing, in den höchsten Kreisen verdächtig und verhatz machen würde. Man suchte sich also mit halben Maßregeln zu helfen, die aber nur die Schwäche der Verfassung-Partei verriethen und den CleruS ermuthigten und dabei zugleich nicht minder erbitterten, als wenn man mit der größten Cnt« grn wäre. Es war da- im Grunde eine ganz selbstverständliche Wendung. Denn es war einleuchtend, daß die Entwickelung verfassungsmäßiger Verhältnisse mit den dem CleruS durch das Concordat ertheilten Vorrechten unvereinbar war. Für einen Staat, in dem die Erziehung und Volkeblldvng dem CleruS überliefert ist, in dem die Kirche sich als alleinige Verwalterin aller höheren, idealen Cultur- aufgaben betrachten kann, für einen solchen Staat ist eine Verfassung ein werthloser Besitz, eine Form ohne lebendigen Inhalt. Ein kleiner Staat, wie Belgien, der vermeintliche Mufierstaat, mag solche Zustande ertragen; eineGioßmacht mutz Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder. schiedenheit gegen ihn vorgegangen wäre. , In (einet Erbiit.rung entschloß sich der hohe Gleru« zu einet systematischen Opposition. Et »etbanv sich mit den Feudalen und Nationalitäten zu einem Stampf aus Leben und Tod gegen die BerfaffungSpartel. D efet Eoal.tion ver- ntochttn die Bütget- und Doclonnmintfletien, denen e« eben so an Klugheit un Geschicklichkeit wie Thaiktast gebtach, nicht zu wideiflehen. Die Ve'sassung«parte zetbröcktlte. Da« Au-gle.ch«minist«ium Hohenwart «utde putsch die Le'dal, ff ^Anm'aßüngen'"stuher "erwachsen ist, so wird man diese Besorgnisse und selbst zu °-m verderblichsten Bersuche gecrongt,, au den> Trümmern de«^ersa, .untau «n j „berechtigt finden. Die Verhältnisse liegen in Oester- sung-staat » Oesterreich nach dem Recepte be» Soeeralltm } s„w(rl. „ll6 allerdings ander« als in Deutschland, aber die Ueberzeugung een der Roth. Sobald dieser Versuch auf dem Punkt angelI ngt , I { wendigleit, den Rampf mit dem Ultramontanibmu« nicht durch einen schlechten «Ä ÄTS *““■ UäÄSä SÄ« x&Mäntt al- alle früheres liberalen Ministerien, ohne feine Existenz zu gefährden, entwickeln über Bazaine das Urteil fällen soll, anzunehmen. Dem Schreiben, welches ter die Regierung die Einigkeit im eigenen Lager aufrechthalte. dle entsprechenden Acte felgen werden. Taback und daneben ein kleines Faß gutes Bier zum Danke erhalten. (5r befahl ferner, feinen eine ha.be Million Quart Bier dazu vertilgt haben muß. Mfr eeiierl. 83 Oberhessen s. ioiy4 Geldsorten fl. kr. ditto Disoonto Pt. Friedrdor 9 5 7 /2. nachdem auf schlechtere Berliner Nolirungen die höher gehende Tendenz zum Rückzug gezwungen wurde. Oesterreichssche Bahnen waren in gutem Verkehr und zogen theilweise im Preise an. Von deutschen Linien nur Hessische LudwigSbahn gefragt. Prioritäten blieben ziemlich still, doch hielten sie ihre Preise feil. Banken sind fortgesetzt ohne besonderes Animo, nur die hiesigen erfreuen sich regerer Nachfrage, und unter befett in erster Linie die deutsche Vereinsbauk, deren neuestes Geschält (Ankauf des Bankha useS L. 91. Hahn dahier) ihr selbst und den seinerzeitigen Tbeilnehmern, resp. Actionären, glänzend en Gewinn verspricht. Von StaatSpavieren waren nur österreichische Renten hauptsächlich im Umsatz, aber bei f.flen Preisen. Süddeutsches Papier anhaltend gesucht, aber nicht viel am Markt. Loose ohne besonderen Verkehr. Amerikaner still und umsatzlos. Admiral diescrhalb an Thier- richtete, legte er die ärztlichen Zeugnisse bei, die seine Krankheit constatiren. Da der Marschall Daillant ebenfalls krank ist, so wird der KriegSroth von einem Div sions-General präsidirt werden. Der Erste, welcher auf der Liste steht, ist der Herzog von Aumale. Unter den Personen, welche im Processe als Zeugen erscheinen, btfindet sich auch der bekannte Regnier, der sich vor dem Falle von Metz mit einer diplomatischen Rolle betraut hatte. Versailles, 25. Mai. Das über die Communarben Serisier und Boutin gesprochene Todeeurihe l ist heute morgen auf der Ebene von Satory vollstreckt worden. Dieselben starben unter dem Rufe: „Es lebe die Commune!" — Das Gerücht, wonach in Paris Verhaftungen politischen Charakters vollzogen waren, wird als grundlos erklärt. — Thiers wird sich heute nach Paris begeben, um dem Grafen Arnim einen Bisuch abzustatten. — Nachrichten aus Spanien zufolge ist Topete mit der Neubildung des Cabintts betraut worden. Versailles, 25. Mai. Alle O fiziere und Generäle, die bei Sedan com- mandirten, übersandten Thiers ein Schreiben, das Napoleon an sie gerichtet hat. Aetlen. Frankf. Bank 142 Frankf. Vereins-Kaste 131 Darmst. Bankaot. 468 Wien Bankaotien 872 Oest. Creditaot. 350 Galizien 269 Vr 1. 4% Deutschland. Darmstadt, 25. Mai. In den nächsten Tagen wird innerhalb der hessischen (25 ) Olvisian an einzelne Abheilungen das Mausergewehr zur Vertheilun.1, bezw. E nüoung gelangen. — Das Hofgericht der Provinz Starkenburg wird demnächst Gelegenheit haben, die Frage zu entscheiden, ob ein Unterrichtcr befugt ist, einem Anwalt bei etwaigen Irregularitäten eine DiSciplinarstrafe anzudrohen. — In Kürze wird eine sehr interessante Verhandlung in Betreff des Nachlasses des im Landeszuchthaus verstorbenen GrstmörderS Iakoby vor dem hiesigen Bezirksstrafgericht stattfinden, und zwar veranlaßt durch eine Anklage des Vertheidigers des Iakoby, HofgerichtSavvocat Dr. Vogel, welche derselbe gegen die „Hess. Volks- blätter" wegen Beleidigung erhoben. (F. I ) Berlin, 23. Mai. Der von der Epen. Zeitung mitgetheilte Inhalt des Schreibens des Staats - Ministerium- vom gestrigen Tage an den Bischof von Sorgfalt, die sie ihren katholischen wie ihren evangelischen Untertanen schulden, nach den Mitteln, um in einer möglichst friedlichen, in einer die konfessionellen Verhältnisse de- Reiche- möglichst wenig erschütternden Weise aus diesem jetzigen Zustande in einen annehmlicheren zu gelangen." Es werde dies schwerlich anders geschehen können als auf dem Wege der Gesetzgebung, und zwar auf dem Wege einer allgemeinen Reichsgrsetzzebung, zu welcher die Regierungen genöihigt fein würden, die Behülfe des Reichstages in Anspruch zu nehmen. Diese Gesetzgebung Verve tn einem für die Gewissensfreiheit durchaus schonenden, in der zurückhaltendsten, zartesten Weise, im schonenbsten Wege vorzugehen haben. „Da- ober kann ich ve,sichern", fügte der Reichskanzler hinzu, „daß wir gegenüber den Ansprüchen, welche einzelne Untertanen Sr. Majestät des Königs von Preußen geistlichen Standes stellen, baß es Landesgesetze geben könne, die für sie nicht verbindlich seien, baß wir solchen Ansprüchen gegenüber bie volle einheitliche Souverainetät mit allen un- zu Gebote stehenden Mitteln aufrecht erhalten werden und in dieser Richtung auch der vollen Unterstützung der großen Mehrheit beider Confefsionen sicher sind. Die Souverainetät kann nur eine einheitliche fein und muß eß bleiben: die Souverainetät der Gesetzgebung, und wer die Gesetze seine- Lande- als für ihn nicht verbindlich barstellt, stellt sich außerhalb der Gesetze und sagt sich los von dem Gesetze." Die Prov.-Eorresp. fügt hinzu: „In diesen Sätzen ist die eben so feste, wie milde und verjöhnliche Richtung der Reichspolitik in den kirchlichen Fragen klar vorgezeichnet. Der deutsche Reichstag hat seinerse t- die erste Gelegenheit ergriffen, um seine volle Zustimmung zu der von dem Reichskanzler bezeichneten Richtung der kirchlichen Poutlk auszusprechen und das Vertrauen des- sclven zu bestätig n, daß die Regierung auf diesem Wege der bereitwilligen Unterstützung der großen Mehrheit sicher fei. Den Anlaß zu der Erklärung deS Reichstages haben die Verhandlungen über Den Jesuiten Orden gegeben." Berlin, 24. Mai. An der deutschen Central Commission für die Wiener Ausstellung, welche sich hier vom 11. bis 16. Mai über die Interessen Der deutschen Einsender berieth, nahmen außer dcn Preußen Mlnistrrialdirector Moser, dem Geheimen OberregierungSrath v. NathusiuS und Dem Geheimen Commercien« rath Ravene, Der bayrische Hofrath Peofessor Dr. Wiesner, Der württembergische Gesandte v. Spitzemberg, Der wurltembergifche Präsident der Centralstelle für Handel und Gcwnbe v. Steinbeiß, Der badische Ministerialrath Turban, Der hessische Commercienraih Fink und der Director im Reichskanzleramt Herzog, Theil. Man nahm K nntniß von den Ueberfichlen, weiche von den einzelnen Lanve-commiffariaten in B«treff de- Raumbedarfs auf Der Ausstellung eingesenDet worden waren. Der B Daif stellt sich als ein viel größerer heraus, als man anfänglich annahm. In Folge dessen wurde der Beschluß gefaßt, an Den Generaldinclor Der Ausstellung in Wien den Antrag zu stellen, daß derselbe die dem Deutschen Reiche in Der Maschinenhalle und im Industrtcpalast überwiesenen Räume in entsprechender Weise erweitern möge. Don der zu erwartenden Entschließung in Wien sollen die weiteren Maßnahmen über diesen Gegenstand abhängen. Da sich in Westpreußen sehr ost auswärtige Agenten von AuSwanderer- Desörderungs-Geschäften an Lehrer gewandt haben, um Deren Vermittelung zum Abschluß von Verträgen zu erlangen, so fand sich die königliche Regierung veranlaßt, Die Local-Schul.nspectoren und städtischen Schuldeputationen zu beauftragen, sämmtUche Lehrer vor der Uebernahme eine- derartigen Nebengeschäste- zu warnen. Stuttgart, 23. Mai. Die Königin ist heute mit der Großfürstin Vera hier wieder emgitrcjfen. München, 24. Mai. In Dem Befinden des Staat-Ministers Grasen Hegnen- berg, weicher feit letztem Sonnabend von einem nicht unbedenklichen Brustletben befallen ist, scheint seit gestern Besserung eingetreten zu fein. PrlorltAten. 30/0 öster. Stsb.-Prlor. 59 3°/0 öst. s. Lombard 51i/e 30/0 Livorneser 393/4 50/0 Tosoaner 62 5% Elisabeth.-Prior. 835/g do. II. Emiss. 82'/, Anleheneloowe. Kurh. 40 Thlr. Loose 73>/g Nassau 25 fl. 44 Vg Braunschweiger 21 3°/0 Oldenburg, ä 40lhlr. — 40/g bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. — 4% badische Loose 111 Vr Badische fl. 35 Loose 705/k Oestr. fl. 250 v. 1854 8 P/8 1858r Prioritätsloose 2üO 1860r Loose 93'/, 1864r „ — Stadt Florens — „ _ . _ t Versenkung deS SargeS nicht au-qeben lass<-n. Statt der ublich-n drei Hände voll E de sollten jetzt, sollte es nöthig fein und Der Clerus auf feinem Widerstande beharren, auch sie ihm die Afcke dec Pfeife ins Grab ausklopfen. Die Armen der Nachbarschaft, welche diesen feinen letzten Wünschen entsprächen, sollten jedes Jahr an seinem Todestage wieder 10 Pflind . , rps - M fr r f ■ < >. r f" uuv uuncucii t in i iruiro (jun i^uito fl'““ -c/umc v# i utiuyi jcinci, iriutu BrrllN, 23. Mai. Die Prov.-Corresp. bringt an ihrer Sv'he eine längere e,(t)en,n Sarg mit den Cederbrettchen der letzten Ciaarrenkisten, die er auSgeraucht, auSzufutlern, „Uebersichr" aus den jüngsten Verhanblungen über Die kirchliche „Politik Des Deut- eine Büchse mit französischem (Savorol lind em Packet guten holländischen Taback ihm tu Füßen (eben Reiches und Die Jesuiten". In Betreff Der Aeußerungm des Reichskanzlers zu stellen und seine Lieblingspfelfe nebst einer Schachtel mit Zundhöijch.n, Stahl, Stein und n ter S.tzunz vom 14. M-i hebt st- hervor, wie Fürst Bismarck erklärt Habe-Z,""^ ®ei!e toi' " :-man ,ann n,*‘ „Die Regierungen des Deutschen Reiche- suchen emsig, suchen mit der ganzen könne. Dlklleicht gelingt e- Der Entschiedenheit, mit Der die öffentliche Meinung sich au-spricht, das Ministcrium von Schritten zurückzuhalten, vor Deren Con- sfquenzen es nicht im Stande sein würde, sich zu retten. So wünschensweith die Gesun^heusrucksichten gelveigert hat^, die Präsidentschaft de^ KrirgSgerichtes, da- Versöhnung be- Clerus ist, da- erste Erforderniß der Lage ist doch immer, daß 86r?conachrlchten. 25. Mai 1872. Preuss. 4Va % Oblig. 100Vs Frankf. 31/2% Obi. 8?V» Nass. 41/2 0/0 Obi. 993 8 Kurhess. 4% n O4’/s Gr. Hess. 5% Obi. — „ B 4% » 981/g „ 3Va% f. 921/3 Bayer. 5% n 100’/2 n 41/2 % 1jährige 1001/4 n 4O/o 1jährige 913/g Würtemb. 4l/3% Obi. 993/8 Baden 4V36/o Obi. e. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 64‘/4 n Papierrente 573/4 Spanier, neuest. 3% 29 Vg Amerik. Bonds 1881 r 99*/2 R „ 1882r 965/8 , . 1885r 971/g n n 1887r 97i/g Amsterdam k. 8. 98% Augsburg k. 8. 99a 4 Berlin k. 8. 1047s Bremen k. 8. 961/, Brüssel k. 8. 931/4 Hamburg L 3. 873 8 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. H9 Vs Lyon .k. 8. — Paris k. 8. 933/4 Wien k. 8. 10 t 1/4 ditto m. 8. 1041/4 a. ivel ober Bcsoni DOI lvi Ä b. soi 2) Mol hn vor Cassel,' Ä Bei! 2562) ! schm der v. ®rem; p'tt.’, circ Gelände, Don im Raihhc den Dlditl Gietzcn, GroW ») D! sollen in i Zimmer hallene pc ren Sopha den gepols einem Sä runden Ti mit Matt, einem Sef Bildern, * und sonst' steigert w Gießen Mi 2519) arbeiten • pens auf lich L'ck ölfentlich DieO mit her „Sub flrö&ei , Bahn! bis zum d- leichneter furt a 3 Zeichnun dingungk, fforinulai können. Äranksi 2503) K b'ste Sc! G'eßen. ,2586) loiDie s bei 2362) j ] «»pßehl *0 co Cf) er r ton h Meter durch Unent Dr Wolle av tont. : gerlch. 933 4 , 101'/* . 101'/, . loiy. d. s-G 5^4 M'/j 93y, B73e W5 , U9'/8 "et. Vor Rascher*, ettoorben, > e n flatt', bafdbft in Äir haben ’wunbett.) Ut Rauchn Dti holiän- WiS am itr iollkn, uch bei btt £ de sollten 'sicht diesen ■ 10 Pfund nee, seinen nSjufütiein, n ndivigkbahn 1 sind fort« unter VtiiO iau(e4 t ü. brn GewM Imsaß. ober jift. Loose ’ ®'fr, ^kgüikr, hatte. 'oOjlrftft Da- 1 tvaren, um 1 ^llsolge ien. 4-58'/! ü—42 0-42 13-35 >2-23 U-b3 40^2 rö-22 Besondere Bekanntmachung.^ Cigarre», ai zwl- an Spengler 2532) Alle Sotten Früh-Pflanzen, so- d. Bltts. unter Chiffre ?». 0 1 einretdjen. Versteigerungen. Verkauf eines Bauplatzes. 763) Photographie-Rah irren und Goldleisten bei W i l h. Balser. NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt. 2142) Borsdorfer Aepfel- wein in bekannter Güte bei I. A. Busch Söhne. 2485) In ein hiesiges Fabrikationsgeschäft wird ein umsicht'ger, gesetzter Scribent, ber eine schöne Handschrift schreibt und correeter Arbeiter ist, zu engagiren gesucht. Selbstgeschriebene Offerten nebst Angabe der Ge- haltssorderung wolle man bei der Exped. 2597) Ein braver Junge wird zum Flaschenbier-Verkauf gesucht. Näheres in 2it. D. Nr. 206, in der Marktstraße. 2583) Ein noch in gutem Zustande befindliches Klavier ist billig zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 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Juni c. ab wild im Local-Verkehr der Main-Weser Bahn der Artikel Wolle, wie folgt, tarifirt: , nicht würfelförmig gepreßt oder ungepreßt, a. wenn die Gestellung e'nes Wagens von 200 Gentner Tragkraft verlangt wird, nach der vollen Tragkraft des Wagens nach Klasse C., b. sonst ... „ I-; m r 2) Wolle in würfelförmig gepreßten Ballen unter 100 Centner in Klaffe IL, von 100 Etnr. und mehr „ „ ß Cassel, den 24. Mai 1872. Königliche Direktion der Main-Weser-Bahn. 6S5) Siebig’6 Fleischextract, achtes, von Fray Ben los, und Condenfirte Milch von der Anglo-Swiss Condensed Milk- Comp. in Cham (Schweiz), in frischer Sendung, empfehlen I. A. Busch Söhne. Schule für Damen. 2290) Zur gründlichen Erlernung im Maaßnehnicn, Znschneiden und Anfer- tiaen von Damenkleidern hat wieder em neuer Cursus begonnen. Eintritt jede Zeit Rosa Rothenberge r, Lindenplatz. | „Ausverkauf" \ tvccicii Aufgabe des Geschäfts. Ans Gesundheits-Rücksichten habe ich mich ent- schl offen, mein Geschäft aufzugeben und sott dies vermittelst Ausverkaufs geschehen. Demzufolge habe die Preise meiner sämmtlichen Vorräthe bedeutend herabgesetzt und gewähre außerdem einen Rabatt von Sedas lieeusem am Gulden» Der Berkans findet nur gegen Baarzahlunq statt. Alle Neuheiten für die kommende Saison, die bereits cingetroffen sind und noch eintreffen, sind selbstverständlich damit einbegriffen. (911) S. fiirfd) Sohn. D rur rde 1 d rtcr tml itte 1 wel un kN im » tio sed jSti :nti AnMagenkrampf, Acrdauungö- schwäche rc. rc. Leidenden wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wirkende Dr. med. Doecks’fdie Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exped- d- Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. Doccks, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (4225) 2548) Ein 1'/; Morgen haltender Garten mit Häuschen ist im Ganzen oder getrennt zu vei kaufen. Näheres bei der Exped d. Bltts.__________________ Gelände, soll . Donnerstag den 30. Mai d. I-, Vormittags 10 Uhr. im Rathhause als Bauplatz öffentlich den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 23. Mai 1872. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt- Preis-Medaille der Pariser Welt-Ausstellung von 1867. Fortschritts-Medaille mit Kranz der Ulmer Ausstellung von 18.L. furiiiiiiti’ii medicinische Mst-Lxlmrte W -st das wirksamste.And-rungs- mittel bei Husten, Heiserkeit, Catarrh, Athmungsbeschwerden, Brustleiden. Eisatz des Leberthrans. Preis der Flasche 3o fr. Loeflund’s Malr-Extract mit Eisen, gegen Bleichsucht und Blutarmuth, bei , oen SchwächkzustLnd-n ber F. EN ein °°>,ügl,ches KrasUaongsm.Itest sehr leichtverdaulich und wohlschmeckend. Preis d. flasche 42 kr. Loeflund* Kindernahrung, zur Schnellbereitung der K'ndersuppe nach Liebig. Für Säuglinge, zu deren Aufztehung wenig oder keine Mu ter- milch voihanden ist. Preis der Flasche 35 fr. (2o89) Vorräthig in Gießen bei Herrn Emil Fischbacff. ß Dickmilcl) ist nunmehr wieder im früher Loos'fchen Höfchen, Lit D. Nr. 218, pr. Maastopf 10 kr., zu haben. Für den Topf bittet man 4 kr. zn hinterlegen. 2562) Das auf dem Seltersberg, „ scheu der Besitzung der F au Stallmeister p. Gremp und der sog. Hollergnsse gelegen.', circa 70 DÄlafter hallende städtische Main-Weser-Bahn. 2519) Es sollen die sämmtlichen Bauarbeiten zur Vergrößerung des Güterschuppens auf dem Bahnhofe Gießen, einschließlich Lieferung aller Materalien, im Wege öffentlicher Submission verdungen werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Bauarbeiten zur Vergrößerung des Güterschuppens auf dem Bahnhof Gießen" , bis zum Submissions-Termm am 1- Juni d. I., Vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs-Jnspeetion zu Frankfurt a M. einzureichen, woselbst auch die Zeichnungen, Kosten - Anschläge und Bedingungen eingesehen uno die Submilffons- Formulare in Empfang genommen werden köNNeN. , .