Preis vierteljährig 1 fl. l2 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. Ne. 2Ä. Samstag kn 27. Januar 1872. Bestellungen auf deu Gießener Anzeiger MnLdVb-tm ®*lf aIS auc8 bei Q“en Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate Februar und März zu 40 kr. Brodpreise vom 27. Januar bis 2. Februar 1872, nach eigener Erklärung der Bäcker: 2 Kilo gemischtes Brod 22 fr. 1 Kilo gemischtes Brod 11 kr. Z Kilo Roggenbrod 19 kr. 1 Kilo Roggenbrod 9V2 kr. Amtlicher Theiß. Bekanntmachung. ä Bei der am 26. Januar d. I. vorgenommenm Wahl sind zu Mitgliedern des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde Gießen gewählt worden: Sigismund Bock mit 35 Stimmen, Isaak Hanau „ 22 Es wird dies mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß während drei Lagen, nämlich den 29., 30. und 31. d. Mts. das Wahlprotokoll mit allen Anlagen auf dem Bureau des 1. Vorstehers Herrn Julius Wallach offengelegt sein wird und daI während der unerstrecklichen Frist dieser drei Tage jeder Stimmberechtigte, sowie jeder Gewählte von dem Wahlprotokoll und dessen Anlagen Einsicht nehmen und auch Einwendungen gegen die Wahl oder gegen die Gewählten, beziehungsweise auch Ablehnung der Wahl, bei Vermeidung des Ausschlusses bei Großherzoglichem Kreisamt Gießen vorbringen kann. Gießen, den 26. Januar 1872. Der Regierungs-Commissär: Hellwig, Regierungs-Accessist. Politisch Deutschland. Darmstadt, 24. Januar. Der Abgeordnete K. I. Hoffmann beantragt als Referent des Finanzausschusses, einem von den Abgeordneten Goldman« und Fink gestellten Antrag entsprechend, „die Regierung um baldigste Vorlage zu ersuchen, voncch den Gemeinden und resp. Kreiskassen in Südheffen Vergütung der betreff. Auslagen vorweg aus dem Antheile SüdheffenS an der von Frankreich zu zahlen, den Kriegsentschädigung zu gewähren ist." Die Regierung erklärt sich irnWescnt-, lichen mit der Tendenz einverstanden. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer hält täglich langandauernde Sitzungen über das Budget ab, und die Referenten find mit ihren Berichten fast nahezu fertig, so daß der Druck vorausstchtlich bald beginnen wird. — Heute stand der mehr als 76jährige Makler Salomon Erlanger von hier wegen Urkundenfälschung, Dersthung eines auf 50 fl. lautenden Wechsels mit dem gefälschten Namen eines hrestgev Beamten, vor den Geschworenen. Noch dem Ausspruch derselben erschien der Angekogte, welcher seither in gutem Ruf ge- standen, nur des vrrsuchten Betruges schuldig und wurde zu einer Gesängnißfirafe von 6 Monaten verurtheilt. (Fr. I.) Fulda, 25. Jan. Wie aus Kassel bestimmt verlautet, soll oie hiesige Direc- tion der Bebra-Hanauer Eisenbahn diesen Sommer als Centraldirection nach Zranksurt überfiedeln. Weilburg, 22. Jan. In den katholischen Ortschaften Diühausen und Prob- bach hiesigen Amtes stand früher der suspendirte „Pfarrer", eigentlich bloßer Dicar, Wilhelm Jost. Der geistliche Herr hatte sich zum Feldprediger beim Ausdruck des Krieges gemeldet, vom Domcapitel zu Limburg wurde ihm indessen kein Urlaub $ur Annahme dieser Stelle ertheilt. Später deshalb zur Verantwortung, aufgefordert, wurde Hr. Jost für unwürdig für solche Stelle erklärt und auf drei Jahre suspendirt. Da Jost indessen, ein tüchtiger Redner und humaner Mann, keinen geistlichen Hochmuth zur Schau trägt, so ist er in seiner Gemeinde beliebt. Die Gemeinde soll wiederholt um Wiedereinsetzung ihres Pfarrers beim Domcapitel eingekommen sein, aber stets abschlägigen Bescheid erhalten haben. In Folge dessen hat sich in der Gemeinde Aufregung und Erbitterung entwickelt, und die Leute behaupten jetzt, sie brauchten kein Domcapitel, sondern nur ihren Pfarrer Jost, nd damit das Domcapitel diesen nicht vertreiben könne, wolle man sich vom Domcapitel lossagen und bei „dem Glauben der Väter", dem alten katholischen Glauben, verbleiben. (Mittelrh. Ztg.) Berlin, 25. Januar. An vielen Orten wurde der Tag der Proclamirung de- deutschen Kaiserreichs festlich gefeiert, von zahlreichen Seiten liefen Telegramme zur Beglückwünschung des Kaisers ein. In Antwort auf dieselben veröffentlicht der „Reichsanzeiger" folgenden allerhöchsten Erlaß: Zur Erinnerung an die am 18. Januar'4871 erfolgte Annahme der Kaiser- würde sind Mir aus vielen Orten inner- und außerhalb des Reiches von Seiten deutscher Patrioten telegraphische und schriftliche Glückwünsche zugegangen. Ick habe diese wohlthuenden Beweise von Liebe und Anhänglichkeit mit freudigem Herzen entgegengenommen und fühle Mich gedrungen, für dieselben allen Bethei- ligten Meinen freundlichsten Dank zu erkennen zu geben. Ich veranlasse Sie, dies alsbald zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Berlin, den 20. Januar 1872. Wilhelm. An den Reichskanzler. er T h e t l. Als sehr bezeichnend für die Art, wie verschiedene Parteien über dasselbe geschichtliche Factum denken können, sei es uns erlaubt, hier die Aeu^erungen zweier Blätter einzufügen. Zweifelhaft ist es freilich nickt, wohin die Majorität des Volkes neigt. Die in Kaiserslautern erscheinende „Pfälzische Post" bringt zum 18. Januar einen Artikel, in welchem gefragt wird, woher es komme, daß das neue Kaiserreich so rasch im Volke sich eingebürgert habe? Den einen Grund sieht Ur Artikel in der Tradition, welche sich an die Kaiserwürde knüpfte, der Kaiser sei der AuStreck der nationalen Einigkeit; der zweite Grund der Popularität des neuen Kaiserreichs liege aber in der Person des Kaisers. Der Schluß des Artikels lautet: Wo der greise Held im Kriege vorübcrzog, da dünkte es dem Volke, als sei der alte Hrhenstause wirklich aus dem Kyffhäuser hervorgegangen, staunend hörte und las man, wie der greife Fürst alle Strapazen und Anstrengungen des Feldzuges treulich mit seinen Soldaten theilte. So hat dieser Kaiser Wilhelm nicht nur die alten Provinzen Elsaß, Lothringen, Schleswig und Holstein, sondern vor allem tje Herzen des ganzen Volkes erobert. Einem solchen gerechten, geraden, opfeimuthigen, thäligen Kaiser unterwarfen sich die deutschen Fürsten gern, ihn schließt das Volk rasch ins dankbare Herz. Und cs will uns bedünken, wenn wir des kräftige Hohenzollerngcschlecht betrachten, als falle hier ter Apfel nicht weit vom Stamme. Auch „unser Fritz", der Marschall des süddeutschen Heeres, wußte sich bald die Liebe und das Vertrauen seiner Soldaten zu erwerben, und wird, wie wir hoffen, eine lange Aera des Friedens mit allen seinen Segnungen bringen. So sind wir denn also wohl in der Luge, den heu- ligen Tag freudig und hoffnungsvoll zu begehen, und überall, wo deutsche Herzen schlagen, von der Meeresküste bis zur Alpenwand, wiederhallt der Ruf: Es lebe der Kaiser! Dagegen schreibt am 19. Januar das bekannte Jesuitenblatt, das „Bayerische Vaterland" unter Anderem Folgendes: Alles, was Preß-Preuße ist, feierte gestern das Gcburtsfest des „Deutschen Kaiserreichs", sintemalen am 18. Januar 1871 wir mit einem „Deu.scheu Kaiser" sammt „Reich" gesegnet worden sind, ober, wie Bismarck'S „Norddeutsche" sagt: „des Reiches versunkene Herrlichkeit wieder lebendig geworden ist" — im Schatten der Preußischen Gottesfurcht und Pickelhaube. Wir haben keinen Grund, uns dafür nachträglich zu erhitzen. Da außer Gott nichts, nicht einmal die schöne Welt ewig ist, so steht zu vermuthen, daß auch die „Deutsche Kaiserei" wieder einmal ein Ende nehmen wird." Sollte man nicht meinen, diese Herren schrieben für Frankreich, wo AlleS noch heut Preußisch heißt, was die Franzosen nicht leiden mögen? Wir Preußen freuen uns, nunmehr Deutsche geworden zu sein; und Jene klagen und zetern, daß Deutschland nur noch Preußen sei. Berlin, 25. Jan. Abgeordnetenhaus. Cultusminister Dr. Falk bringt im Namen des erkrankten Justizministers die Vorlage in Betreff des zur Eheschließung nothwcndigen Lebensalters ein, welche die in mehreren LandeStbeilen hierüber herrschenden Verschiedenheiten beseitigen soll. Auf Die Interpellation Löwe'S bezüglich etwaiger Regierungömaßregeln gegen die neuerdings angekündigten 4pCt. Meininger Prämienpfandbriefe, erklärt Der Handklsminister an Stelle des Justiz- mimsters, Die Entscheidung, ob der Vertrieb des betreffenden Papiers gesetzwidrig sei, falle den Gerichten zu. Die Regierung habe keine Veranlassung, hier einzugreifen. Es folgen hierauf Petitionen. Berlin, 25. Jan. Der Ober - Bürgermeister Seydel hat heute wegen Kränklichkeit seine Entlassung genommen. Die Stadtverordneten • Versammlung bewilligte demselben volles Gehalt für das laufende Jahr, sowie die reglements- mäßige Pension. Alt Verun (Kreis Pleß), 22. Jan. Die gestern hier abgehaltene katholische Volksversammlung ist polizeilich aufgelöst worven. (Germ.) Metz, 20. Januar. Auf sein wiederholtes Ansuchen ist der Präfect von Deutschlotvringen, der königlich sächsische Kreisvirector Freiherr v. Gutschmid, aus seiner reichslänvischen Stellung entlassen worden. Der Reichskanzler hat in dem Schreiben dem lebhaften Bedauern, baß Herr v. Gutschmid bei dem einmal gefaßten Entschlüsse, nach Sachsen zurückzukehren, beharre, und der hohen Anerkennung seiner hiesigen Thätlgkeit Ausdruck gegeben. Herr v. Gutschmid wird sofort nach Uebergabe der Geschäfte an seinen Nachfolger sich nach Dresden begeben. Oesterreichs Wien, 24. Jan. „Die politische Windstille (schreibt man der „A. Z") wurde gestern durch abenteuerliche Gerüchte gestört, mit welchen ein unerhörtes Attentat auf unsere Börse ausgeführt wurde, dessen theilweises Gelingen freilich bewies, welch' ungeheure Dimensionen die Ucberspeculation bereits angenommen hatte. Eines doppelten Gerüchts bediente man sich für diesen Coup. Zuerst wurde ausgestreut, der Kaiser von Rußland sei meuchlings erschossen, alias vom Schlage getroffen worden. Nicht genug an dem, sprengte man weiter aus: es sei in Bukarest ein Putsch ausgeführt und der Fürst von Rumänien vertrieben worden. Ob- gleich man sich durch Erkundigungen an kompetenter Stelle, wo man von diesen Gerüchten vollständig überrascht war, sofort überzeugen konnte, daß man es mit graffen Erfindungen zu thun hab:, verfehlen diese ihre Wirkung doch nicht, und griff an der Börse eine Panik Platz, die den Sturz aller Spicleffecten um 25 bi» 30 st. herbeiführte, wenn derselbe auch nur ein vorübergehender war und als- bald eine Erholung eintrat. Ganz unbegreiflich ist, daß der Borsencommiffar es verabsäumte, sofort Erkundigungen einzuziehm und durch Bekanntmachung eines Dementi zu interveniren. Wiewohl die grenzenlose Ueberspeculation wahrscheinlich auch ohne diese Gerüchte über kurz oder lang zu einer Deroute geführt hoben würde, so wird doch die Einleitung einer Untersuchung gerathen sein, um Diejenigen, welche die erwähnte Tatarenpost zuerst an die Börje brachten, ausfindig zu machen und zur Verantwortung zu ziehen." Wien, 24. Jan. Das Letchenbegängniß Grillparzer's hat heute Nachmittag bei äußerst zahlreicher Betheiligung gller Kreise der Bevölkerung auf das Würdigste stattgefunden. Belgien. Brüssel, 26. Jan. Man meldet der „Jndependanee" aus Versailles: Thiers weist die Zumuthung zurück, nicht in der Kammer zu sprechen. Er wolle keine stumme Rolle spielen. Er protestirt gegen den Plan einer Vicepräsidentschaft. Lieber wolle er sich zurückziehen. — Der Gras Chambord verwirft jedes Fusions- project. Frankreich. Rußland. Petersburg. Man hört jetzt Näheres über die Gefahr, in der.sich neulich der Kaiser auf einer Bärenjagd befand: Als das Thier von demselben einen Schuß erhalten, wandte es sich mit großen Sätzen gegen ihn. Der Kaiser schoß noch in geringer Entfernung zwei Mal und traf auch, doch gelaugte die Bestie bis in seine unmittelbarste Nähe und erhob sich eben gegen ihn, als sie von einem Piqueur mit der Lanze noch rechtzeitig durchbohrt ward und zu den Füßen des Kaisers niederstürzte. Derselbe beobachtete während des ganzen Vorfalls große Ruhe und Kaltblütigkeit. Der türkische Gesandte, der neulich von einem ange- schoffenen Bären angefallen worden, wird wohl seine Hand einbüßen. Börsenberichte. Frankfurt a.' M., 26. Januar. Die Anfickt, daß fick gegen Ende dieses Monats in Wien die Deroute vom 24. d. wiederholen könnte, da man weiß, daß die dortige Börse factisch an Geldverlegenheiten laborirt, drückt mehr oder weniger auch auf unseren hiesigen Verkehr und macht eS der Hauffepartei schwer, wenigstens hinsichtlich der reinen Spielpapiere, weitere Avancen erzielen. Staatsbahn schwankten zwischen 420 V4—419 Vz—421, Lombarden hielten sich bet 2213/4, Creditactien schlugen eine retrograde Bewegung ein und wichen bis auf 352'/4 zurück, befestigten sich jedoch spater. Noch stärker war indeß der Eoursrückgang der Nationalbank, welche von 892 gestern auf 878 heute herabsanken, woran hauptsächlich schlechte Wiener Notizen die Schuld tragen. Silbecrente fest bei 631/2. Der gestern so große Verkehr in Bankpapieren hatte heute etwas nachgelassen, doch erzielten die neue englische Wechslerbank [74’/4—75j, Frankfurter Wechslerbank und Bankverein kleine Preisaufbeffernngen, während die übrigen Effecten dieser Kategorie still blieben. Die Haltung der Bahnpapiere dagegen war heute im Allgemeinen eine gute und waren besonders Mainz-LudwigShafener Actien begehrt. Oberheffen wurden mit 835/a bezahlt. Von Oesterreichern gingen Galizier, welche von Wien aus stark getrieben wurden, abermals in die Hüye, 273',2- Böhmische West 270*/2, Nordwest dagegen offerirt. Gvtthardbahn etwas schwächer. Recht beliebt waren wieder Prioritäten, besonders österreichische, wie Staatsbahn, Alfüld u. s. w., sogar die bis jetzt vernachlässigten 5procentigen Ebensee-Jschl Prioritäten waren im Umsatz und dürften ihrer Billigkeit wegen wieder mehr Beachtung finden. Saalbahn- Ztamm Prioritäten in Posten ä 92 vom Markt genommen. Livorneser, für welche starke Kaufaufträge eines der ersten hiefigen Häuser Vorlagen, erreichten den Eours von 393/4. Auf dem Anlagemarkt ziemlich viel Leben. Von deutschen Papieren waren 4procentige Nassauer bei höherem Eours gesucht, von Fremden neue Russen zu 875/s und russische Pfandbriefe zu 94 V«. Von amerikanischen Werthen verkehrten 1882er nicht unbeträchtlich, ebenso wie 6procentige Newyorker Goldanleihe bei 99 und Stadt Washington bet 937/0. Von den dieser Tage durch Gebrüder Sulzbach hier zur Auflage kommenden Prioritäten der Cairo-Vincennes Eisenbahn gelangt der größere Thcil in London zur Subscription. — Raab-Grazer Loose 86 Vz. Fri sch b s cker zu Gießen. Sonntag den 28. Januar. Georg Busch am Kreuz, Heinrich Plank in der Neustadt und Hermann Spies in der Wallthorstraße. Kieehiiche Amzeige der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. I Morgens: Pfarrer Landmann. Am 28. Januar : ! Nachmittags: Pfarrer Schuster, Reiseprediger für ] die innere Mission. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 27. Januar bis 4. Februar 1872 besorgt Pfarrer Landmann. Paris, 23. Januar. Die Stellung der Deutschen in den occuvirten Departements ist keine angenehme. Sie haben — so erzählten deutsche Offiziere aus Rheims, die hier auf Urlaub waren — feit dem Friebensschluß nicht die geringste Beziehung mit den Bewohnern der betreffenden Departements. 'Während des Krieges standen sie mit einem großen Theil derselben ganz gut und verkehrten viel mit ihnen. Da dieselben ab-r heute befürchten, als „Prussiens" verschrieen zu werden, so haben sie alle Verbindungen mit den deutschen O fizicreu abge- brochen, so daß dieselben ein ziemlich langweiliges Leben zu führen haben. In Ponlarlier gab vor einigen Tagen ein preußischer Unteroffizier Anlaß zu Unruhen. Derselbe wollte sich nämlich mit einer Wittwe dieser Stadt verhrirathen, und als dies durch das öffentliche Aufgebot bekannt wurde, drangen an zwei Abenden Volkshaufen in das Haus der Wtttwe und zertrümmerten dort alles, was sie vorfanden. Die Behörden schritten jedoch ein und verhafteten einen großen Tyeil der Ruhestörer, von denen auch ungefähr dreißig zu 10 bis 30 Tagen Gefängniß verurtheilt wurden. Das Elend unter den Familien der Communisten, welche erschossen worden sind oder im Gefängnisse sitzen, ist herzzerreißend — so schreibt bu Pariser Corre- spondent der „Pall Mall Gazette" — und es ist sehr schwierig, diesen Unglück lichen Frauen und Kindern, von denen viele ganz und gar an der Revolution unschuldig sind, Hilfe zu leisten. Mildthätige Ausländer stoßen in ihren Be- mühungen, die Noth zu lindern, auf große Hindernisse. Ich hörte heute Morgen noch erst von einem Herrn, daß er in Belleville in einer wahren Höhle 16 Kinder und 3 Frauen mit einem einzigen Teller und ohne alle Nahrungsmittel fand. Paris, 25. Jan. In der gestrigen Sitzung der Jnitiativ-Commission erklärte der Kciegsminister bei der Berathung über den Amnestie-Gesetzentwurf, daß die Armee stets bereit sei, Unordnungen zu unterdrücken und die Befehle der Nationalversammlung auszuführen. — Gestern hat in der Nähe von Nizza ein Etsenbahnunfall stattgefunden, wobei 6 Personen getövtet und 8 verwundet wurden. Paris, 25. Jan. Am Montag hat in Epernay ein Mordversuch auf einen Preußen staltgefunden, welcher verwundet wurde. De. Thäter ist verhaftet. — ES ist unrichtig, daß die gegen Rochefort erkannte Strafe in Verbannung verwandelt worden sei. Paris, 25. Jan. Ein Manifest Napoleon's soll demnächst in London, Brüssel und Wien erscheinen. — Psuyer-Querticr'S Rücktritt nach der Votirung der Steuern wird in Aussicht gestellt. England. London, 24. Jan. Der Prinz von Wales macht seit zwei Tagen Aus- fahrten. — Die „Times" bezeichnet eS als unzweifelhaft, daß Brand einstimmig zum Sprecher deS Unterhauses gewählt werden wird. — Bright erklärt in einem Schreiben an O'Donnoghu, daß er niemals die Bewegung zu Gunsten eines selbst- ständigen irischen Parlaments gebilligt habe. London, 25. Jan. Aus Montevideo vom 27. December wird gemeldet, daß der italienische Dampfer „Amerika" auf der Fahrt von Buenos Ayres nach Montevideo am 24. desselben Monats verbrannte. Die Zchl der Passagiere und Mannschaften belief sich auf 214 Personen, von welchen 87 umkamen. Auszug LUS den Kirchenbüchern der Stadl Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 21. Januar. Dem Bürger zu Alt-Buseck und Kutscher dahier, Johannes Benner, ein Sohn, Ludwig, geboren den 9. Januar. Denselben. Dem Bürger zu Griesheim, preußischen Amtes Höchst und Schmied an der Main-Weser-Bahn dahier, Philipp Koch, eine Tochter, Bertha Antonie Marie, geboren den 19. December. Den 22 Januar. Dem Bürger zu Montabaur und Kaufmann dahier, August Montanus, eine Tochter, Johanna Christine Karoline, gehörenden 10. December. Beerdigte. Den 20. Januar. Dr. Aloys Karl Ploch, Großh. Geheimer Justizrath und pensionirter Landrichter dahier, alt 79 I. 2 M- 14 T-, gestorben den 18. Januar. Denselben. Marie Elisabeth Schäfer, geborne Schweitzer, Ehefrau des Bürgers zu Geilshausen und Cigarrenmachers dahier, Heinrich Schäfer II., alt 24 I. 11 M- 2 T-, gestorben den 19. Januar. Den 22. Januar. Philipp ine Dorothea Engel, des verstorbenen Bürgers und Taglöhners, Christian Engel, eheliche unverheirathete Tochter, alt 28 I. 3 M. 2 T-, gestorben den 20. Januar. Den 24 Januar. Johanna Christine Karoline Montanus, des Bürgers zu Montabaur und Kaufmanns dahier, August Montanus^, eheliche Tochter, alt 1 M. 12 T., gestorben den 22. Januar. Den 25. Januar. Anna Marie Heller, geborne Stein, des Bürgers zu Beuern und Schlossers auf der Cöln-Gießener Bahn dahier, Johann Georg Heller, Ehefrau, alt 34 I. 8 M- 20 T-, gestorben den 23. Januar. Börsennachrichten. 26. Januar 1872. Actien* 5% östr. F. St. E. B. 420/g Lombard. Bahn 2213/4 Ludwigsh.-Bexbaoh 199 Maxbahn 147 J/2 Bayer. Ostbahn 150 Rhein-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Act. 193y2 Oberhessen „ 835/6 WVeciisel. Amsterdam k. S. 99*/4 Augsburg k. S. 993 4 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 955/8 Brüssel k. 8. 927/8 Hamburg k. S. 873/4 Leipzig k. S. 104?/» London k. S. 118 Lyon k. 8. 92 Vz Paris k. 8. 92 V2 Wien k. 8. 102 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 4 % Preuss. 4i/z°/o Oblig. 103 V4 Frankf. 31/2o/q Obi. 88i/2 Nass. 4i/zv/o Obi. 99 Kurhess. 4% „ 93 V2 Gr. Hess. 5% Obi. 102'/2 » n 4% n 971/4 , n 31/,0/g „ 92 Bayer. 5% „ 1003/g „ 4i/2 0/0 1jährige 100 , 40/o 1jährige 95V8 Würtemb. 4Vz% Obi. 995/s Baden 4Vz% Obi. c. E. L. 993/4 Oesterr. Silberrente 635/a „ Papierrente 54% Amerik. Bonds 1881r 1025/g „ „ 1882r 97 „ , 1885r 973/g „ „ 1887r 983/4 Spanier, neuest. 3% 323 g Prioritäten. 3O/o öster. Stsb.-Prior. 60 V4 3°/0 öst. s. Lombard 845/e 3°/0 Livorneser 393/4 50/g Toscaner 62% 5% Elisabeth.-Prior. 83% do. 11. Emiss. 82 Geldsorten, fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankens!. 9 18—19 Engi. Sover. 11 45—47 Buss. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 24—25 Anlehenülooae. Kurh. 40 Thlr. Loose 693/4 Nassau 25 fl. 47 4O/o l>ayr. Präm.-Anl. 117 Ansbacher 7 fl. 12/2 Galizier. 2733/. Oeat. Crediiact. 355 V e r ft e i g e r u n g e n 412) 391) 22 Maurerarbeit, veranschlagt zu 12 363) sollen d/erU-63 Wiese in den Günthersgräben, 3. Klasse. 26/iO7bis,os 226) -»/ne Plank in 32/<0U.41 empfiehlt Em il E i 8 c Kt> a c h. 33/brbisgi n. 37/229 Higer für »esorgt gibt 5 fl. 44 kr, halb mit Weizen, halb mit Klee besamt, 384 ' 358 Hannes vvlj 143 69 68 -chts Wellen 3450 Länge, meter Durchmesser und 8 bis 14 Meter Vk04 be- 138 fl. 36 kr. zu 48 mit 364) icht. Zhmied Marie, 426 540 34 278 79 169 276 43 51 -ittei Hnei Smem Ehefrau, Planirarbeit, Chaussirarbeit, Prügelholz, Stockholz, Reisholz, dahier, ecember- Centi- Meter -ath und iar- tau des lt 21 I- Zenti- Meter d. in ^4 )5 •s/8 I’/8 3/7SU-76 3/?9 District Ursulum, am Philosophenwald: 4 R.-Meter Nadel-Scherdholz, 23 27 730 Wellen Holzversteigerunq. Donnerstag den 1. Februar, von Vormittags 9 Uhr an, in dem Wiesecker Gemeindewalde, M/55 25/129&i§131 3/113 3/191 4/25 b/141 VggU'IT 7/igo Character, Thier, Nasen, Brillen und Perrücken, Zöpfe, Bärte, Locken und Glacehandschuhe, sowie auch Domino's werden leibweise abgegeben; ferner allein ächtes Cölnisches Wasser von Johann Maria Farina (gegenüber dem Jülichsplatze), .yaaröle, Pomade, Seife, Odeurs in allen Blumengerüchen empfiehlt zu Fabrikpreisen L. Kohlermann. 44/365U-372 44/140 141 weg, 5 Grabgarten daselbst, Acker im Altenfeld, links auf den Weg, V22-, V23. Klasse, gibt 423/4 fr., । gedüngt, Wiese Hinterm Wallbrunnen, an den Aeckern, V24-, V25- Klasse, gibt 63,4 kr-, 22/39 25/94 Gießen 408) Gegen guten Lohn wird ein in Hausarbeiten erfahrenes Dienstmädchen so* gleich oder in Kurzem zu miethen gesucht. Näheres Neustadt Lit. D. Nr. 150. -59 -42 -42 -55 -33 -14 -47 -42 1-25 Dienstag den 30. Januar, des Morgens 8 Uhr anfangend, mit Korn, . Acker vor'm Weiher, 4. Klasse, gibt 30V4 kr., mit Korn, Acker rechts am Aulweg, 3. Klasse, gibt 45% kr., mit Luzerner Klee, I 340 Fichten-Stämme von 15 bis 26 Centi- meter Durchmesser und 8 bis 14 Meter 4929) Saamen- und Leinkuchen, Kornkleie, Waizenfchalen und Futtermehl bei I- M- Schulhof. Ital. niaccaroni, Katharinapflaiiinen, Türk. Xwetschen, Uriiiiellen, Apfelsgialtem, Kirschen, Äwetsclienkraut, Honig, JinlieilDie (Suppenkräuter), Gothaer Cervelatwurst. Caviar, Sardinen Holzversteigerung im Münsterer Gemeindewald?. Länge. Die Zusammenkunft ist Morgens 8 Uhr in Münster. Münster, am 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Münster- Heß. .161 76 | 76 324 Neulich '6N J8 noch ' dir in m Pj. den bis ’ grotzr avge. Feilgebotenes. Masken öffentlich meistbietend versteigert. Die Zusammenkunft ist am Licher Weg in der üehmkaut. Hattenrod , am 26. Januar 1872. Großherzogliche Bür-ermeisterei Hattenrod- Menget. Älbach auf weitere 6 Jahre verpachtet werden- Albach, am 25. Januar 1872- Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. Balser. l)4'/, 18 2*2 2'/r 02 und Rheumätismus-Leldende können nicht dringend genug auf die im Verlage der Fr. Wortmann'schen Buchhandlung in Schwelm erschienenen Schrift: „Gicht und Rheumatismus, deren wahre 9?atur, Ursachen und gründliche Heilung" durch ein einfaches Heilverfahren aufmerksam gemacht werden- Preis 7*/2 Sgr. — Kranke, welche bereits von berühmten Aerzten aufgegeben waren, fanden durch das hier angegebene Heilverfahren vollkommene Genesung. (208) Vorräthig in allen Buchhandlungen. natr tu kanten “ sich bei 4 l'tnii, k, welche kgen die [(l* hatte *aukfurt« ;n tiefer men eine nit 83% en- aber- ^nbaha Staate Zutaten ^aaibahn- [fe Kauf- Anf dem i höherem v Von ievyorker Gebrüder anzt der 19/140U-141 3%g 32/b9U-90 185 Nadel Stämme bis zu 34 Zentimeter Durchmesser und 14 Meter Länge, = 57,90 Cubikmeter enthaltend, 53 Nadel-Stangen versteigert werden. Wieseck, den 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. 39/54 54» 55U. 56 39/lS4 195 19GU- 197 4O/181 182u" 183 “W 42/124 Gebäude-Versteigerung. 399) Mittwoch den 31. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll das Oeconomicgebäude bei der II. Schule dahier, bestehend in zwei Stöcken, 20 Meter lang, 5 Meter tief, aus gutem Eichenholz erbaut und mit Ziegeln gedeckt, auf den Abbruch meistbietend versteigert werden. Groß-Buseck, den 26. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Groß-Buseck. Wagner. „ Eichen- und Nadel- Prügelholz Buchen-, Eichen- und Nadel- Stockholz, Buchen-, Eichen- und Nadel- Reiser, Verkauf einer Scheuer auf den Abbruch. 357) Bei der am 3. d. Mts. abgebalte- nen Versteigerung der alten Pfarrscheuer dahier wurden geringfügige Gebote angelegt und soll daher anderweit Dienstag den 30. d. Mts., des Vormittags nm 10 Uhr, auf dem Gemeindehause dahier öffentlich meistbietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß die Scheuer noch in gutem Zustande ist und sich gut zum Wiederaufbau eignet. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Johannitag d. I. bewilligt. Reiskirchen, am 22. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. Jünger. Meter Länge, 453 Eichen-Stangen von 8 bis 14 meter Durchmesser u. bis zu 7 Länge, 385 Fichten-Stangen von 5 bis 14 meter Durchmesser u. 7 bis 17 Länge; Brennholz r 6 R.-Meter Buchen-Scheidholz, von Rodheim nach Krofdorf vorkommenden Arbeiten und Material-Lieferungen durch öfientliche Versteigerung auf Ort und Stelle in Accord gegeben werden, als: Thlr. Sgr. Jagdverpachtung. 395) Dienstag den 6. Februar d. I., des Mittags 12 Uhr, den, als: Maurerarbeit, veranschl. Zimmerarbeit, „ Schreinerarbeit, „ Schlosserarbeit, Glaserarbeit, „ Weiß bind erarbeit, „ Gießen, den 26. Januar 1872. Körner, Bezirksbauaufseber. Korn, 335 Acker daselbst, mit Waizen, , _ __ . Acker, die Leimenkaut, 1. Klasse, gibt 1 fl. 22V< kr-, mit Waizen, Acker am Schlangenzahl, auf den Aulweg, 4. Klasse, gibt 353/4 fr., Jagdverpachtung. 385) Die am 6. Februar l. I. leihfällig werdende Feld- und Waldjagd in der Gemarkung Reiskirchen soll Donnerstag den 8. Februar l. I., des Rachmittags um 2 Uhr, anderweit auf dem Gemeindehause dahier auf weitere 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Reiskirchen, am 25. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. Jünger. soll auf dahiesiger Bürgermeisterei die dem 5. Februar d. I. leihfällig werdende Feld- und Waldjagd in der Gemarkung ArbcitSverftcigerung. 400) Dienstag den 30. d- Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Treis a- Lda. nachfolgende Arbeiten öffentlich 2/s 16/267 23/109 78 150 5120) Als neueste Hustcn-B^nbons I | sind j Coefinnh’s Mtch-Ettratt-Bonlwns ! vor allen bisher bekannten Malz-Bon- 1 bons zu empfehlen. Sie enthalten eine ! starke Beimischimg von achtem Loef- 3 lund'schem Malz - Extract und sind 8 deßhalb von äußerst angenehmem, kräf- < tigern Malzgeschmack und augenblicklich t fühlbarer, auflösender Wirkung. 8 In Paketen zu 9 fr. vorräthig in fl Gießen bei Herrn Emil Fischbach. 266 f 248 1321 (117 138 1287 Steinbrechen, Fahren und Auf- setzen derselben, veranschl. zu 316 - Rodheim, am 26. Januar 1872. Der Bürgermeister: Bender. g6. )esi Hst rn. Bürgers 3 M- gers zu ItlM. !lio! ^iese am Heegstrauch, am Weg, */22., V23- Klasse, 269 Acker auf den Heegstrauch und den Sandfauter Weg, V-2-, V23- Klasse, 232 Wwft am Heegstrauch, rechts des Pfades, stößt auf die Aecker, V23-, V24. Klasse, Acker in den Rödern, auf den Graben, V&3., V24. Klasse, 384 Wiese am Atzelbusch, auf den Weg, V23., V24. Klasse, gibt 46*/2 fr., 1j Wiese am Heegstrauch bei der Rodenhausischen Wiese, 1/23-, V24- Klasse, j^0 j Acker am Heegftrauch, 3. Klasse, gibt 23 kr., gedüngt, ( 76 > ! Acker hinterm Wallbrunnen, 3. Klasse, gibt 2 fl. 33 fr., 210 । 840 1 ) 382 k Acker links des Wiesecker Wegs, hinter den Gärten, */22., s23. Klasse, 5-lur9ir' Ozob^Äcker am Krosdorfer Weg, 2. Klasse, gibt 3 fl. 47’/z Er-, mit Waizen, 350 Acker daselbst, T In einer am heutigen Abend im Leib'schen Saale abgehaltenen öffentlichen Versammlung wurde das unterzeichnete Comitö mit Einsammlung der Beiträge für das auf dem Niederwald zu errichtende deutsche Nationaldenkmal betraut. Diesen Auftrage uns' unterziehend, richten wir an .unsere Mitbürger die Bitte, mit willigen Gaben — Jeder nach dem Maaß seiner Kräfte, ob klein, ob groß — beizutragen, zu einem so patriotischen, so hohen, so edelen Zwecke, der Zeuge sein soll der Treue, der Opferwilligkeit des deutschen Volkes, gegenüber unseren gefallenen-Helden, ein Beweis der Anhänglichkeit und Liebe für das in so hohen Ehren und seltenem Glanz neu erstandene Reich deutscher Nation. Solchem Ziel, so vertrauen wir, wird Niemand sein Scherflein weigern. Herrn Kloos haben wir, mit der Sammlung gegen Eintragung in eine Liste, betdaut. Rechenschaftsablage erfolgt öffentlich. Gießen, den 25. Januar 1872. Das Comits: L. Bücking. Hofgerichtsrath W. Buff. Ferd. Gail. Anguß Heß. Hofger.-Advocat Hirschhorn. F. Gras zu Solms-Laubach. Adolf Noll. Professor Oncken. Ä. Nicker. Provinz.-Director v. Röder. Streng, Rector. Bürgermeister Bogt. Professor l>r. Zöppritz. Ausverkauf! 405) Sämmlliche vorjährige Damenkleiderstoffe, Unterrockzeuge, Tischteppiche, verschiedene Patthien CrSas - Bielefelder Hausmacherleinen, weißleinene Taschentücher, leinene Tischtücher und Servietten, Gardinenstoffe, Tuch und Burkins 2c. erlasse, um zu räumen, bedeutend unterm Preise. Moritz Heichelheim, Seltersweg C. 185. 380) Sonntag den 28. Januar 1 8 7 2: Graßes Loncert, ausgeführt von dem ganzen Musik-Corps des Großh. Hess 2. Jufanterie-Regiments Nr. 116. Anfang präcis 5 Uhr. Entree ä Person 12 kr. Programm an der Kasse. Kein Fabrikat der Unzeit hat in so kurzem Zeitraum einen so großen Erfolg aufzuweisen, wie das Brustbonbons Arabische Gnmmi Kugeln, "MrU Wirthschafts-Eröffnung. 351) Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen eine Wirtschaft Sonnenstraße Lit. B. Nr. 56 errichtet habe und bitte um geneigten Zuspruch. Achtungsvoll F. Willstrumpf. NB. Zugleich bemerke noch, daß ich auf Logiren eingerichtet bin. 347) Ein Haus mit Hofraum und großem < . Garten in günstiger warmer Lage, mit ______________________ fließendem reinem Wasser und von mehreren! 295) Ein Laden mit Logis ist zu ver- Seiten zugänglich, für eine Privatwohnung^ miethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. wie für eineFabrikanlage, Gartenwirthschaft,! ——----— ---------- ~ “ 7 Kunst- und Handelsgärtnerei, ist hier unter! 1?4) In der neu erbauten ^.irector- bequemen Zahlungsbedingungen zu verkau-^ Wohnung der Balserstiftung ist der fett. Näheres bei Chr. Vix, untere sehr elegantemgertch ete Stock zu Neuenweger Thor, vermiethen. Er besteht aus 2 Salons, 4 ----------------- ----—;---;——— Zimmern, Küche, Bodenkammern, Magd- 403) In Heuchelheim ist eine in sehr stube, Kellern rc. Auch kann auf Verlangen gutem Zustande befindliche Hofraithe mit ‘ ' großem Garten, an der Straße nach Gießen, welche sich zu jedem Geschäftsbetrieb eignet, unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei Bürgermeister Jung in Heu- Lensscher Felsenkelttr. 402) Sonntag den 28- Januar 1872: Slreich-AumM von der freiwilligen Feuerwehr-Musik. I. Weber. NB. Hierbei bemerke ich, daß in meinem Locale kein Entröe mehr erhoben wird. 392) Ein braves Mädchen wird gegen guttN Lohn Mitte März zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. { Wngü ai W ünmr.i lm Kreise Worms ui aus 'm iet A W ülis '» k S. U iu iibrrtra, W Wwtn von ttm j Wer au Nn ®r \ im, N \ edang, Eliten j Mligenj Ss Wärter । I Malzpräparate | von Georg Geiger in Stuttgart. Malz-Extract m unerre$ter Reinheit, von vorzüglichem do. mit Eisen und Chinin für Blutarme. Kindcrnaliningsinittel ö» l: süßlichen Geschmacks zu empfehlen. 137) Meinen, in der Nähe des Zinßer'- 350) Die mittlere Gtage schen, jetzt Wenzel's Garten am Schiffen- Hauses im Möhl'schen berger Wege, ohnwert der Oberhesstschen tu Eisenbahn gelegenen, mit einem Häuschen narren tu avzug'SYULver, Ul versehenen Garten, beabsichtige ich auf meh- vermietyen II ub gleich oezieh- rere Jahre zu verpachten. Pachtliebhaber bitt» — Aus Verlangen fann wollen sich an I. A. Busch Söhne oder auch Scheuer und Stallung direct an mich wenden. ------ Ifür zwei Pferde abgegeben werden. Näheres zu erfragen Fr. Schw aab. 397) Ein möblirtes Zimmer ist zu vcr- miethen in Lit. C- Nr- 8. 4452) Eine freundliche Wohnung von drei Zimmern, Eabinet, Küche, großem Boden, Bleichplatz an eine stille Familie zu vermiethen. Marktstraße D. 217. Arbeiterbildungs -Verein. 382) Samstag den 27. d. Mts., Abends 8V2 Uhr: Hauptversammlung. 398) Kupferschmiede und Schlosser miethen._____________________________________ 3094) In meinem Hause ist noch eine Etage mit 2 Mansarden - Stuben zu vermiethen und sofort zu beziehen. _________________________G abriel. 5077) Die untere Etage meines Hauses in der Alicenstraße ist zu vermiethen- G a g u 0 i n. Vermischte Anzeigen. 389) Den Herren Hofgerichts - Advocate» empfehle ich mich in allen schriftlichen Arbeiten bestens- __________Th- Roloff, am Wallthor. 329) Tüchtige Schlosser, Schreiner und Schmiede finden bei gutem Lohn dauernde Vermiethungen. 404) Der zweite Stock in meinem Hause ist anderweit zu vermiethen und den 1. April d. I- zu beziehen. ________________Wittwe Jsterling. 390) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und den 1. April zu beziehen bei __Schreiner D 0 lp. 411) Bei Frau Dr. Haustein ist ein möblirtes Zimmer mit Eabinet, monatlich oder auch halbjährig, zu vermiethen._______ 388) Ein möblirtes Zimmer, pr. Monat 3 fl., ist sogleich zu vermiethen. Sonnen- straße B- 103._______ 396) Im Hause des Herrn Glaser Balser am Seltersweg ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei F. Vogel, _______________________________Stat.'Aisistent. 49) In meinem neu erbauten Hause, Wilhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, zweiter Stock und eine Mansarde zu ver- Wo bleibt die Generalversammlung der sreiw. städtischen Feuerwehr? !_____________________________ Restauration znr Reichspost. Schloßgasse Nr 254. 407) Indem ich einem geehrten Publikum meine Restauration bestens empfehle, zeige ich zugleich an, daß ich in derselben ein Billard aufgestellt habe und bitte um geneigten Zuspruch. _______________________________B. Werminghoff. I ' Epileptische Kränagsre (Fallsucht) || 'M heilt der Specialarzt für Epilepsie Br. O. Rillisch in Berlin, jetzt Bg| m Louisenslrasse 45. — Bereits über Hunderte vollständig geheilt. (213)