"nat nnb und die tl9: und $ Comp. ^°»gou, l '/,-. l/„. ■en Mn dkn M Ph. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen Preis vierteljährig 1 fi. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: C an z lei berg, \ Lit. B. Nr. 1. Mx. 23. Freitag den 26. Januar - - ■; ? - ... -LT—' ■ .....' / " ' / ' ' ■ ' r*L < ... SMfrOrti/iov werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Eanzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- ^CftCmUlQCll flUf UtII xäHCyCllCl Expeditionen und dan Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate Februar und März zu 40 ft. Amtlicher T d e » >. Pfund 32, scke Mac- Heuteige. Bückinge athgeier inner! ?wahmng.“ der in allen Ittlingen des ' - Etstcmes. 72. Auflage. > fr. adcmd ung, so- ckulbickhand- :nlfl..52fr.B souveit.) (42)| KKeSCTEM» big bet ot, irbt bei Grtzm. eis 1 Lgr. für die :ge mlsprechmden ilt die sehr zahl- unb laden zum n. iedaction. Morgens er' Hosts" Virthe um »stschassung itrok- wer- ieinhänM recl't zahl- (t. $(i8f|irefl l dieselbe n bur» ^3)) Nr. 3 des Reichs-Gesetzblattes, ausstegeben am 18. Januar 1872, enthält: fsnr 375) Allerhöchster Erlaß, betr. den Rana der Telcgraphen-Directorcn- Vom 27. December 1871. 376.) Zusatzconvcntion zu dem am 10. Mai 1871 zu Frankfurt a. W. abgeschlossenen Friedensvertrage zwischen Deutschland und Frankreich, unterzeichnet^ Fraittfurt^a.^^^den^lU^ecenibe^l 87^^^^^ b£u ^ni0t P^uß.s Hauptzollämtern zu Emmreich, Cleve, Duisburg, Ruhrort, verdingen, Wesel, Kaldenkirchen, Neuß, Harburg, Stade und Lüneburg. i (Sftr. 37ti.) Ernennung von Consuln bezw. Vicecousuln des Deutschen Reicko. Gießen, den 23. Januar 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. N ö d e r. ______ Gießeu, am 24. Januar 1872. Betreffend: Antrag des Landtagsabgeordneten Curtman wegen Aufbesserung der aus der Schullehrer-Witlwenkasse zu zahlenden Pensionen. Die Großhcrzoglichc Knis-Schnl-Commission Gießen an die Ortsschulvorstaikde des KreifeS. Rnckdrm eine aenaue Untersuchung des d-rmali-en Standes und der Leistungsfähigkeit der Schullehrer-Wittwenkasse angeordnet undes zu diesem - HntnMan sara ese *aea MSSfe - -- - - W '"eoUte1?»"' dem Eine» oder Anderen von Ihnen, in dessen Gemeinde sich ein definitiv angestellter, oder penstonirter Lehrer oder eine Lehrer-Wittwe befindet, für diese nicht ein derartiges Fragetäfelchen alsbald zugehen, so wollen Sie ohne Verzug uns hiervon Anzeige machen. Fraaetäfelchen für etwa in neuerer Zeit versetzte Lehrer wollen Sie uns umgehend wieder zuruck,enden. ° ö 1 v. 3t ö d e r. Politischer T b e i l. Vilbel, schriftliche Glückwünsche einliefen Girtzen den Jubilar in seiner T eine Deputation, geschmückt mit Ausmarsche aus Darmstadt die ten Jünglingen eigenhändig gespendet, beglückwünschen Möge es dem verchrten Manne, der sich ebens Wesen und ächie Biederkeit, als seltene Pflichttreue und Dienste, Fleiß und Humanität auSzeichnet, vergönnt sein, manches Jahr wiederkehren zu sehen! Berlin, 24. Januar. In einem „Der Wechsel im Cultusministerium" überschriebenen Artikel sogt die heutige „Provinzialcorresponeenz": der nm ernannte Deutschland. Gießen, 26. Januar. Bei uttfexrn heutigen StaatSdiener-Verhaftn'ffen wirt Wirksamkeit auf juristischem und der Namr tir Sache nach eine 50jährige Dienstzeit und »" ^0>ahr>ge« ^i V nüal6rt^.liiAem ®ebitte, namentlich durch seine hervorragende Mitwirkung an den eine immer größere Seltenheit werken; um so wehr Hot die Presse da ''groben gesetzgeberischen Arbeiten teü Nvrddeuschen Bundes und des Deutschen von Festen dieser Art Notiz zu nehmen. sRrdjcs eine seltene Begabung und Tüchtigkeit, eine große wissenschaftliche Klar- Am 23. d. M. feierte ter Großherzogliche Stadtrichter Muhl dahier sein Umsicht, sowie eine ernste Auffassung der staatlichen Ausgaben LOjähriges Dienst-Jubiläum. Mußte auch allgemein bsdauert werten, daß di ft« t(#_ unC £jn 8ll!6e6 Vertrauen in den politischen Kreisen erworben. Hierauf Fr st megrn le'chtrn Unwohlsein« des jubilote einen offtnidchenCharat,er nia> fc f Znveistcht, daß er auch berufen sein werde, die umfassenden und schwle- anuekmrn konnie, sc war es sür den 80jahngen geisteisrüchen Greis, cer orr Aufgaben, welche seiner auf den verschiedenen Gebieten ter ihm Übertragenen Tag im engeren Kreise der Familie beging, doch ein rechter Freuden, und Ghren- $?rWallung in „sp.ießlicher Weise zu ersüllen. Je tiefer die kirchlichen tag. - Umgeben ton seinen Sühnen, empfing er d,e ^wünsche, welch Y Bewegungen dieser Zeit auch die Beziehungen des Staates zur Kerche berühren, Freunde und Bekannte, die Bedorten der verschiedenen Ressorts, die Großher °g (6 ^rauf an, daß in der staatlichen Leitung der Kirchen- und lichen Hofgerichts-Akvocaten, die Geistlichkeit, die Ortsgerichte des Bezirt« u.w. ^^^,^rwaltung ein Geist walte, welcher nach allen Seiten die Bürgschaft voller durch Deputationen da,brachten. Unbefangenheit und Gerechtigkeit, sowie de« ernsten Willen« gewähre, ebenso sehr De« Grcßherzog« Königliche Hoheit ehrten die Dienstleistungen de« W» » ‘j£ ^veräußerlichen Rechte de« Staates, wie tie Ansprüche der sittlichen und durch Verleihung de« Ritterkreuze« 1. Klasse de« Ludewigtoideus, _a Itligib(en VolkSintereffen -u wahren. Präsidenten de« Hosgerichte« übe>bracht wu.de; die Lande« - Universität letz ipm Um tj(. ^,„ige Ausgabe zu ersüllen, ist ein festes Zusammengehen und tu.ch ten Teean ter Juristen Faeultät da« Diplom eines ^octor juris umusq tcÜE Uebereinstimwung aller betheiligten Staatsgewalten unerläßlich. Möge da» honoris causa“ Überreichen; die Statt Gieß.n erkannte seine -Lurgerlug-nlen wt|ll)E15 fc(t n(ue Minister auch innerhalb der Landesvertreeung z» durch Verleihung de« Ehren - Bürgerrechts auf künstlerisch ausgch°ttetem ^pl°m it)m ^r gefammten Staat«,egierung bei der Durchführung an, übergeben durch den Großherzcglichen Bürgermeister; ^^^'kgUeder ‘ be tinc zuverlässige Stütze sein. gericht« Gießen widmeten rem Jubilar als Zeichen ihrer Verehrung, et,' 24. Januar. Während es in der Absicht de« Reichstages lag, mn Pokal und da« OOsgericht Gießen ließ ihm em Ruhekissen mit pr ch ' $trti,unt(ttn und Verstümmelten eine möglichst reiche Entschadt- Stiekeret durch Damen überreichen. azilbek, gang zukommen zu lassen, stellen sich bei der Aussührung de« Gesetze« vielfach Noch verdient Ermahnung, daß von den Landgerichten Langen und - b 8 «JM RintentL ln Cin sße0. Ein Reserveoffizier, der bei Mar« la Tour von denen der Jubilar früher al« Assessor und Landrieiüer angehorte, fcw'e C.° .x.JL« jL;ln (.[|r„sen üg„ ein 3aht völlig unfähig war, irgend eine Beschafti- OrtSro,staute von Groß-Kaeben, dem früheren Sitze te« ßIl^ti1 flutL w übe,nehmen welche auch nur die geringste körperliche Anstrengung forderte, »^ efen. Auch ließen 6« O'*««»'« * ‘45u,Ä‘1Snt Meneh e Seite nu* beute so geschwächt ist, daß er nicht im Stande ist, Eigenschaft alii freiwilligen Jager ^umaligen seine frühere Thätigkeit al« Landwirih Mieter auszunehmen, hat, W 6ie »B. Z." it liwiemgen Eichenlaub , w che« beim dama g I « * b Verabschiedung au« dem Militarverbaltmffe mit Pen- - hochselige Großherzogin L-u.se den kampsbegeister- m-lde^a^ftin^G such um «nads» ^,0 Verordnung vom 4. Juli schlichtes 1868, betreffend die Dienflverbältniffe der Offiziere des Beurlaubtenstandes, nur * diejenigen Reserveoffiziere mit Pension verabschiedet werden dürfen, bei denen eme seinen Ehrentag noch gänzliche Dienstunbrauchbarkeit vorhanden ist, wahrend ^S arztl che^ Attest den ’ ' Reserveoffizier nur als temporär ganz invalide erklärt, also dte Mogltchkcrt nicht ausgeschlossen ist, daß sich seine Leiden mit der Zett bessern. Vorläufig aber be-l Ordensverleihungen zu Gunsten der Dectheidiger der Festung ans Herz zu legen; kommt der beurlaubte Reserveoffizier gar nichts, obwohl er thatsächlich durch seine nach der Ansicht des Untersuchungsraths hätte er diese Anträge ebenso gut aus .Lied wird That, früh oder spat!" Deutschland einschicken können, wohin er sich hatte begeben sollen, um das LooS seiner Offiziere und Soldaten zu theilen. Man wirft dem General U-rich ferner Verwundungen für jetzt und wahrscheinlich für immer unfähig ge-vorden ist, auf seinem Gute die frühere Thättgkeit wieder auszunehmen. Darin liegt eine Härte, die einer Abhilfe bedarf. Köln, 23. Jan. Clerikale Blätter veröffentlichen die Denkschrift über die katholischen Anschauungen in Betreff des UnsehlbarkeitSdozmas, welche dem gemeinschaftlichen Schreiben der preußischen Bischöfe an den Kaiser vom 7. September beigegeben war. Auf die in voriger Woche mitgetheilte abweisende Antwort, welche der Kultusminister unterm 25. November im Auftrag des Kaisers dem Erzbischof von Köln zugchen ließ, hat nun der Erzbischof am 30. December eine Erwiderung an den Minister v. Mühler abgesandt. Beide Schriftstücke entziehen sich wegen ihres Umfangs der ausführlichen Wiedergabe in diesem Blatte; auch enthalten sie durchaus nichts, was nicht schon in den übrigen auf die kirchliche Frage bekannt gewordenen Acten erörtert wäre. Wr beschränken uns daher bezüglich des letzterwähnten Schreibens auf folgende kurze Andeutung. Der Erzbischof hält die Auffassung des Ministers weder für begründet noch für berechtigt. Er sagt am Schluß: „Nur der Kirche selbst steht er zu, den Inhalt und Umfang ihrer Glaubenslehre festzuftellen und darüber zu urrbeilen, wer Mitglied der Kirche ist oder nicht. Nur sie hat verfassungsmäßig die B^fugnijz, zur Ausübung eines kirchlichen Lehramtes Jemanden zu bevollmächtigen, und darüber zu wachen, daß dasselbe nach der Richtschnur der kirchlichen Lehre au-zcübt werde. Der Staat greift in das Rechtszebiet der Kirche ein, wenn er sich Vas Urtheil hierüber beilegt, und er beeinträchtigt die Freiheit des Glaubens und des Gewissens, wenn er die Schüler einer katholischen Lehranstalt nötyigt, an dem Religionsunterrichte eines Lehrers sich zu betheiligen, dem die kirchliche Autorisation dazu entzogen ist." München, 23. Jan. In der Abgeordnetenkammer wurde heute die Be- schwerde des Bifchofs von Augsburg berathen. Der Referent Hauck begründete den Bericht der Majorität des Ausschusses, wonach die Beschwerde für berechtigt zu erachten sei. Darauf sprach Volk als Referent der Minorität des Ausschusses. Jörg suchte in längerer Rede darzuthun, daß das Unfehlbarkeit-- Dogma nicht staatsgefährlich sei. Seine Rede war im Wesentlichen ein heftiger Angriff gegen den Cultus-Minister. Nach Jörg hält Sepp eine längere Rede gegen den Antrag der Ausschuß-Majorität und verlieft einen eventuell von ihm zu stellenden Gegenantrag. Die Debatten werden morgen fortgesetzt; viele Redner sind vorgemerkt. Würzburg, 23. Jan. Nach der „Wnrzb. Z." wird an Stelle des ver- storbenen Professor Strecker der Professor der Chemie Dr. Wislicenus aus Zurich an die hiesige Universität berufen. Ulm, 21. Jan. Gestern passirte ein bayerischer Soldat hier durch, welchem, wie er behauptet, zu Beaulieu an der spanischen Grenze in der Gefangenschaft die Zunge abgeschnitten worden, weil er sich weigerte, in die französische Armee einzutreten. Er kommt direkt über Marseille und ist auf seiner Durchreise in Stuttgart auch dem König »orgestellt und von diesem mit einem vollständigen Anzuge, Uhr mit Kette rc. beschenkt worden. Die „Ulm. Schnellp.", welche dies mittheilt, erwartet mit Recht weiteren Aufschluß über die Sache. Ulm, 22. Jan. Wie der „U'.m. Schn." mitgetheilt wird, hrt der bayerische Soldat, der durch Verstümmelung seiner Zunge die Sprache völlig verloren hat, auf Befragen hier folgende Angaben auf eine Tafel geschrieben: Wildes Ge- sinvel, Turkos, ehemalige Galeerensträflinge, hätten ihn an einem Strick gewürgt, bis er die Zunge herausgestreckt hätte. Da sei ihm dieselbe abgeschnitten worden. Er habe in Folge dieser Mißhandlung bis jetzt im Spital gelegen. Seine Peiniger habe die strafende Justiz bald ereilt. Es seien zehn, darunter auch ein Offizier, weil er ihnen nicht Einhalt gebot, sondern den Frevel geschehen ließ, standrechtlich erschossen worden. Linz, 0 vr.Wilhel rch- F. I .37 A Paris, 22. Jan. Die „Union" meldet: Der Kriegsminister bat dem Ver. nehmen nach von dem Unt-rsuchungSrath, welchen d-r Marschall Baraauay d'H,ü,,r« "ber die U-bergabe von Straßburg erhalten. Da» mo(i- Uhrich üAnstig fln"Je,nen Th-ilen für den General vor, an 30,003 Paliffaden, die er zu seiner Verfügung hatte, nicht für die Ver- theidigung verwerthet zu haben; auch hätte er sich nicht genügend gegen die feindliche Front, Lünette 53, gedeckt u. s. w. Der große Ruf des VertheidigerS von Straßburg wird unter diesem Urtheil jedenfalls schwer zu leiden haben. Die Deutschen erkennen an, seit dem Beginn des Angriffs 193,722 Kanonenschüsse, darunter 84,000 Haubitzen und 58,600 Bomben, auf die Stadt und die Festungswerke entladen zu haben. Versailles, 22. Jan. Heute sprach das 6. Kriegsgericht sein Urtheil über die Mörder der G.'ißeln (Erzbischof von Paris, Präsident Bonjean u. s. w.) Die Debatten, welche ungefähr drei Wochen gedauert, waren ohne besonderes Jn- lereffe. Abgesehen davon, daß die 24 Angeklagten fast alles Leute untergeordneten Ranges waren, lieferten auch die Debatten keine neuen Einzelheiten, sondern con- siatirten nur die Thatsachen der früheren Proceffe. WaS die heutige letzte Sitzung anbelangt, so war dieselbe nicht ohne Interesse. Bekanntlich war vor einigen Tagen ein gewisser Jarreaud, Gefängniß värter in der Roquttte, wo die Geißeln ermordet wurden, von der Polizei verhaftet worden, und bei seinem Verhör stellte es sich heraus, daß einer der Angeklagten, Pigöce, auf dem die schwersten Anklagen lasteten, ganz unschuldig sei, da man ihn mit einem föderalistischen Offizier, der sich in dem Hospital „La Santö" verwundet befindet, verwechselt hatte. Heute wurde nun dieser Offizier — er nennt sich Sicard — vor den Gerichtshof gebracht, um Pigöre und den übrigen Angeklagten gegenüber gestellt zu werden. Sicard, welcher beim Kampfe in den Straßen von Paris schwer verwundet wurde, ist so schwach, daß er in den Saal getragen werden muß, wo man einen Fauteuil für ihn in Bereitschaft gesetzt hat. Er kann kaum sprechen und seine Stimme ist so leise, daß der RegierungS-Commiffar Rastaut sein Ohr an seinen Mund halten muß, um ihn zu verstehen. Ein Theil der Angeklagten erkennt Sicard und gesteht zu, d^ß sie ihn mit Pigöre (beide sehen sich nämlich sehr ähn- t.ch) verwechselt und sich getäuscht haben. Nur einer bleibt bei seinen früheren Behauptungen Betreffs Prgöre's. Jarreaud selbst erkennt Sicard und bleibt bei seiner Behauptung. Die Gegenüberst.llung Beider hatte etwas Ergreifendes. 2icard gesteht übrigens zu, daß er in der Roqaette war. Er will aber nur dorthin gekommen sein, um gegen die Exccution der Geißeln zu protestiren. Nach Der Konfrontation ergriff der RegierungS-Commiffar das Wort, um zu verlangen, »atz Pigöre von der Anklage freigesprochen werde. Er gesteht auf sehr loyale Weise zu, daß er sich geirrt hibe, und daß man deßwegen Pigöre Gerechtigkeit widerfahren lassen müsse. Zu Gunsten der beiden in den Proceß verwickelten Frauen trat der RegierungS-Commiffar ebenfalls ein. Die eine derselben — es ist die Maitreffe von Franyois, dem Gouverneur der Roquette — ist heute nicht anwesend, da sie in der Nacht mit einem Knaben niedergekommen ist. Der Re- gierungs-Commiffar kündigt dieses in der S!tzung an und dringt nochmals in den Gerichtshof, die „junge Mutter" freizusprechen. Das Urtheil des Gerichtshofes gegen die 24 Angeklagten war im Ganzen nicht streng. Genton, welcher den Be- fehl zur Execution überbrachte, wurde allein zum Tode verurtheilt; Franyois, der Gouverneur, dem man mildernde Umstände zuerkannte, erhielt lebenslängliche Galeerenstrafe; ein gewiffer Romain erhielt 10 Jahre der nämlichen Strafe und der frühere Soldat Piccon — er hat die italienische Kriegs - Medaille — 5 Jahre Gefängniß; 10 Jahre Galeeren bekam noch Fortin, der Very seinen Degen ge- liehen, als er das Feuer commandirte. Mehrere Andere erhielten leichte Gefängniß- strafen. Die beiden Frauen (darunter die Mutter des neugeborenen Kindes) und fünf andere wurden freigesprochen. Unter denselben befand sich auch Pigöre, den man für Sicard gehalten und dessen Freisprechung der RegierungS-Commiffar so energisch befürwortet hatte. Merkwürdiger Weise sprach ihn der Gerichtshof aber nur mit Gleichheit der Stimmen frei. Oesterreich. Wien, 22. Januar. Das .Testament Grillparzer'- wurde heute Vormittags eröffnet; es ist von des Dichters eigener Hand geschrieben und lautet: Mein Testament. Zur alleinigen Erbin meines gesammten Nachlasses mit Einschluß meiner schriftstellerischen Arbeiten, bereits gedruckten und noch nicht veröffentlichten, ernenne ich Fräulein Katharina Fröhlich, jüngere Schwester der vormaligen Gesanglehrerin am Wiener Conservatorlum. Ja ihrer treuen Anhänglichkeit, ihren vortrefflichen Charaktereigenschaften habe ich, besonders in der letzten Zeit, meinen einzigen Anhaltspunkt in all' dem Kummer gefunden, den mir meine Anverwandten von Brudersseite so reichlich und unablässig bereitet haben. Zugleich bin ich überzeugt, daß sie - ohne sie zu verpflichten — und bloe nach ihrem eigenen Ermessen und Gutdünken, auch meine Stelle bei denjenigen meiner Anverwandten vertreten wird, die cm Unterstützung bedürftig unc würdig sein sollten. ö Wien, 26. Mai 1866. Franz Grillparzer, k. k. Hofrath. Von allen Seiten strömte gestern Nachmittags ein zahlreiches Publikum in das Trauerhaus, um die Zuge des großen Dichters noch zum letzten Male :u betrachten. Nachmittags wurden auch zwei Lieblingsgegenstände des D chters ru Füßen des Sarges niedergelegt. Es sind dies ein silberner Becher, den die Armee im Jahre 1849 Grillparzer durch Fürst Schwarzenberg und Baron Heß über- reifen liefe, und ein vertrockneter Lorbeerzweig, den Erzherzog Ferdinand Mar dem Dichter in demselben Jahre mit einem von dem hohen Spender selbst per- faßten Gedichte übersandte. An dem Leichenbegängnisse werden die sänmtl.chen Schuler aller acht Klassen des akademischen Gymnasiums mit brennenden Fackeln sowie auch die akademische Lesehalle in corpore theilnehmen. Letztere wirb auf den Sarg Grillparzer'- einen Lorbeerkranz niederlegen mit der Inschrift: Oesterreichs größtem Dichter die akademische Lesehalle. ' Frankreich. wir oerstar lvas uh§ t Nur bu ' Ströme, r land! die der gefall-' mit und * bennfS uiW n,#* ® lebt ä» H reiche, »h bar, er*” d-ß Feier der- Sir V?" Lesterrn« t-r-i des 8 g* M Hl"6olt' wir frft»"» Md flr » ine lieben u Gedanken g Unsere befte großen und reich Wirt' werben- Uni brüdcr au5 landen, im a 30 fr. o gcoschen, ö und im Km ju wollen- i ftellung aus ehestens gem unser schönes geben mag, t kein Verstand wir es aut d Wanken drin unsere Vrüde liebe, das g mächtig um|( Ärüoer auch Hoffnung, d Accorden in i So wo auf deutsche \ deutschen jäh tzehöriMt! öffnetdie ff deutsche Beg deutsche Aar jnbtn unfcrbemnäd @rußt unsere .. - »W. „@intr Jirb ihm feine sich vittjthn "ahm ec zur suchen gebeoch <®rt. ®uf„, Rt über. Ne ’nit dir Reihe n o v Smyrna bei !Z Z" Unb °"gi «Warn lmnt Wmottn, M [ein S-J Sohn ml N/-chen, tot ff" 611 H* ^»-"erre,. "Mai bie^( “Wangen. Local-Notizen. c f m . Gießen, 26. Januar 1872. 4uf bu in diesen Blattern ergangene Anregung hin fand gestern Abend im Leib sche» Saale eine öffentliche Versammlung statt, welche sich mit Fbrderuug der Zwecke deS für Errichtung eines baulichen NationalvenkmalS am Rhein — Niederwald — zusammenaetretenen Eentral- camiteS beschäftigte. Herr Landtageabgeordneter Heß aus Gießen, dec die Versammlung eröffnete, schlua Herr« von Ander tum Präsid-nt-n vor. welcher B-rschlaz d>e Zostimmuna der Versammlung fand. ö Der Herr Präsident ertheilte hierauf dem Herrn Profeffor Oncken das Wort, um die Zwecke des Unternehmens zu b-le.ichten und es der Theilnahme der Versamm lten zu empfehlen. In markiger, lichtooller, begeisterter Red: legte dieser Redner den Anwesenc-en die Ercich- tung dle,es nationalen Monumentes an daS Herz. Er griff zurück in die Tage vor AuSbrach beö Knegrs, gedachte seines ruhmreichen Verlaufes, um mit der Mahnung zu schließen daß c3 nun gelte, den mit den schwersten Opfern erkämpften Erfolgen auch ein äußerlich sichtbares Zeichen ru schaffen, em Denkmal, daS in gewaltiger stolzer Pracht sie aufbauen sollen an dem schönsten Punkte unseres ichonsten L-tromes. an einer Stelle, welche die Blicke weithin schauen läßt über deutsche Sanbe, a"f welchen das mitleidlose Wuthen deS jetzt Besiegten meist in unsäglicher W.ise gelastet U.nb würdig fein unserer großen Zeiten, würdig sein des Volkes, welche« es errichtet, dazu Bausteine herbeizutragen, beizusteuern nach dem Maß der ihm gewor- deneü Mittel, ist des Einzelnen unabweiöliche Pflicht — das war der Grundgedanke des Vortrags des Nedners. Auf Vorschlag deS ReichötagSabgeordneten, Fceiherrn von Rabenau, wurde nach SckluL dieser Rede da! bisherige provisorische Comite von der Versammlung als definitives constituirt. $Je, ® JIntTl);unge2 1o(lcn nun forort beginnen und die Organisation für den Landbezirk de! Kreis-S alsbald in Angriff genommen werden. 5 vwjiieije® Zwecke, welcher die Versammlung jusammengefuhrt, im Kreise Gießen allfeitia die reichlichste, die opserw'ttigste Uuterstützung zu Theil werde, daß daS Patriotische Unternehmen der allgemeinen lebhaftesten, thatkräft.gen Theilnahme begegnen würde, darüber waren die Erschienenen wohl auSnahmloS einverstanden. Unö sie werden sich in dieser Annahme nicht getäuscht sehen! y . . Gießen, 26. Januar. Vor einiger Zeit erging von Linz a. d. Donau aus an di- Gesangvm.n- tm deutschen V-it-rlande ein Ausruf zur Gr induna eine? deutschen o r. hbuere Stammes- und Sanaesbrüder! , vuben rotr fie gesungen aus flammenden Kerzen mit begeistertem ^ne erhebenden Lieder vom deutschen Rhein, von Deutschlands Gröste und (SinfwM UV'* ungüustjg Eine groß- Zihl von F-HI-rn »kd'di« G-n«äl jur Last ftstm1n°H"sau^Nü7nb"?g"und Dr-En°'^^b-U-n-nunv-rg-blichen National- gelegt. So tadelt man es u. A., daß er sich »ach der CapitulationÄt g7w°rd^Ä Ln^Ln^^'k^ haab, nm d-r dortig-n N-gi-runa s-lbst feine «nträg- aus Asan--«-«,S und fd,rie6cn im Buch- d-r Zeiten: U"b mußten -z werden, denn es stund ge- J'1 '1° 8»t J VÄ-,! t 1872. im relb sch-' Drf für Erricht tentn (5trab ur die Der. '"til flirt. abi"- Dit ..„au -iiS °» S bruf *« Ällfrufs ' die kräftigt ächt drutscheil t, schlug Her" iißimlnuug der Süd, um die ju empfehle«, en dl1 Scrich- Mbrach vrS daß ei nun irei Zeichen r" tfnfcn Wt über deutsche W ise gelabt in nei >BM | r ihm gewur- deS DurtragS e nach oti csnäituirt. .j begreife« , Sitßen -llM ■JStf» 1 u- f. ».) *Tt6 5n. "Stvldnktrn . 'Datein cvkl- lfSte Sitzung ö.or einigen ?le ®eiMn ^rhoe stellte ' '»ersten An- ; Elchen Oss. Gll hatte. fn Gerichts. teQt zu wer. ■ 'l verwundet 1 D »an einen 'N und seine dr an (einen ’ßien erkennt ch (ehr ahn« nen früheren it bltibt bei TrgreisendeS. er nur dort, ton. Nach u veilangen, ' sehr topalt r Gerechtigkeit eiten Frauen - tfl ist die ; te nicht an* l. Der Sie. maU in den Atrichtshoft- icher den Bc* franyois, der Mglidjt Ganse unb bet - 5 Jahre Degen ge- : GesLnM- . Kinder) und I Pigeir, den lommiffar so lLtshof aber 375) Freitag den 23. Februar d. I., Versteigerungen. 376) Die auf den 24. d. Mts. anbe- diesscitigen Güterexpeditionen, sowie bei unserer Drucksachenverwaltung hier, zu bext Preise von 42 Kreuzern zu haben und können daselbst auch eingesehen werden. Gleichzeitig tritt auch von obigem Tage an eine directe Personen- und Gepäckbeförderung zwischen diesseitigen Stationen und solchen der vorgedachten Bahnen in Kraft. Gießen, am 23. Januar 1872. Der VerwaltuugSrath. Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die der Friedrich Krauskopf Wittwe dahier gehörige Hof- stigen Witterung wegen nicht ftattfinden; dieselbe soll nun Montag den 29. Januar, Morgens 10 Uhr, abgehalten werden. Leihgestern, den 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Leihgestern. Heß. Besondere Bekanntmachung. Oberhessische Eisenbahn-Gesellschaft. Bekanntmachung. 374) Vom 1. Februar d. I. ab wird eine directe Güterbeförderung zwischen verschiedenen diesseitigen Stationen einerseits, und Stationen der Bebra-Hanauer und Frankfurt-Hanauer Bahn andererseits her- 376) Die auf den 24. d. Mts. anbe» unuuyiu gestellt. Tarif - Exemplare sind bei allen räumte Holzversteigerung konnte der ungün-.ralthe, als: Flur 9tr. OKlftr. V315 2 Hofraum (Miststätte) in der Kaplansgasse, V322 2 Hofraithe in der Kathari-- nengasse, 1/322» — Grabgarten daselbst, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 25. Januar 1872. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. S e m m l e r, Ortsgerichtsmann. 277) Montag den 29. Januar d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Nathhause die den ir werden uns er- Weeheel Oberhessen 83 Vz */> 1864r 153 Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und sich als Tagelöhner, Erdarbeiter u. s. w. aufhalten, tn die Heimath zu schicken. Frankf. Frankf. Darmst. Braunschweiger 21 Stadt Florenz 85 Börseunachrichtcn. 25. Januar 1872. Wien Bankactien 895 Galizien 272 Oest. Creditact. 359% Aetlen. Bank 140 Vereins-Kasse 134*, Bankact. 480 993/4 105 95V8 927s 87-/4 1047g 118 9272 921/2 1015/8 einzigen Sohn ihres ehemaligen Brodherrn, versetzten diesem sowohl als Frau und Tochter viele \ Messerstiche, mißhandelten ste vbendreln in der ruchlosesten und grausamsten Weise, nahmen au. Wertsachen, was ste forttragen konnte«, und machten sich dann aus dem Staube. Die tückische Polizei hat diesmal eine sehr anerkennenswerthe Energie entfaltet; denn auf die erste Kunde vorj dem grauenerregenden Raubmorde setzte sie alle bekannten und unbekannten Hilfskräfte in Bewegung, um die Strolche in ihre Gewalt zu bekommen. Und wirklich gelang es ihr gestern, sie! einzufangen. ES sind ihrer fünf, kräftige, breitschulterige Söhne der schwarzen Berge. Dec Ge-! neralgouverneur soll geneigt sei«, die 5—600 Montenegriner, welche hier und in der Umgegend ' wir fest und treu zusammenstehen. wir wollen eine Burg bauen, für deutsche Gesittung und für deutsches Lied, eine Stätte gründen, zu versammeln Alle im trauten Vereine, die lieben unser theures deutsches Vaterland! In diesem Sinne haben wir den kühnen Gedanken gefaßt, in unserer freundlichen Donaustadt eine Tonhalle zu erbauen. Unsere beste Hoffnung bei diesem Plane beruht auf dem Ertrage einer zu veranstaltenden großen und selbst mit Original - Werken deutscher und österreichischer Künstler reich dotirten Estcctcn-Lotteric, worüber wir das Nähere Euch ehestens mittheilen werden. Und in dieser Beziehung wenden wir uns an unsere Sanges- und Stammesbrüder aus Nah und Fern um ihre freundliche Unterstützung! 2Ö' lauben, im Verlauf von einigen Wochen eine unbedeutende Anzahl Loose, a 30 fr. österr. Währung oder 21 fr. suddeutsch. Währung oder 6 SUber- groschen, Euch, verehrte Sangesbrüder, zu übersenden, und bitten, dieselben annehmen und im Kreise Eurer Freunde und Gesinnungsgenossen für den Absatz derselben sorgen Aetlen. 5% östr. F. St. E. B. 421 Lombard. Bahn 222% Lud wigsh.-Bexbach 198 7$ Maxbahn 1471/2 Bayer. Ostbahn 150 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto ‘ Vermischtes. — „Wir haben doch recht wunderliche geistliche Herren," s«gt ein Blatt im Staate Indiana. „Einer unserer Prediger zu Tipton hat in fünf Monaten Vielerlei durchgemacht. Zuerst starb ihm seine Frau; nachdem er an ihrem Grabe eine salbungsvolle Rede gehalten, bewarb er sich vierzehn Tage später gleichzeitig um drei weibliche Individuen. DaS eine dieser Mädchen nahm er zur Frau; diese wurde aber von ihm geschieden, weil er einer anderen Braut das Versprechen gebrochen hatte; er wurde nun seines Pcedigeramtes von der Gemeinde für verlustig erklärt. Sofort heirathete er die, welche ibn verklagt hatte, und trat zu einer anderen NeligionS- secte über. Die dritte Person hofft, daß er sich bald von der zweiten scheiden lassen werde, damit die Reihe nun auch an sie komme." Smyrna, 6. Januar. Em Massenmord der scheußlichsten Art ist vorgestern auf einem Landgute bei Burnabat verübt worden. Einige Montenegriner, welche früher dort in Dienst standen und wegen ihrer Händelsucht dann entlassen wurden, hatten der wohlhabenden und sehr achtbaren levautinischen Familie, welche Jahr au« Jahr ein auf jenem Landgute verweilt, Rache geschworen. Wie eS scheint, haben die Betreffenden den auSgestoßenen Drohungen keinen besonderen Werth beilegen zu müssen geglaubt. Zum Entsetzen der hiesigen Bevölkerung wie der von Burnabat [ein großer, von herrlichen Gartenanlagen geschmückter Marktsteckenj sollte jedoch das Schlimmste sitz ereignen. Vorgestern drangen sie nächtlicher Weile in das Gehöft, erschossen den tieltteorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl.fi. lOSt. 9 53—55 Duoaten . . 5 31—33 20 Frankens!. 9 18—19 Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 24—25 Alleinige Jnseraten-Pcicht: Fliegende Blätter", „Kladderadatsch," „Figaro 8. 997g 8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. k. k. k. k. Oberhessische Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtliche» Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. ' Börsenberichte. Frankfurt a. M., 25. Januar. Als nach langem, für die Arbitrageur« so peinlichem > harten gestern der Telegraph zwischen hier und Wien wieder spielte und b.ffere Wiener Notizen : brachte, da krochen unsere Speculanten aus dem Bockshorn, in welches sie sich vorgestern zum großen Theil hatten jagen lassen, wieder heraus und gehen nun wieder ihrem gewohnten Geschäft des Haussireus nach. Heute war bereits alles wieder im alten Geleise, nachdem es sich herausgestellt, daß die vorgestrige Baisse nur ein Eoup der verzweifelnden Eontremine war und die Speculatioiiseff:cten, denen sich die Börse wieder mit besonderer Vorliebe zuwandte gingen sammtlich höher. DaS Lieblingspapier der BonrsierS, die Cred.tactien, wurden bis 3583/. ae- h«n»elt und schließen mit 358, Staatsbahn notirte bei regem Verkehr 420% und Lombarden von Berlin aus Poussirt, 222V2. Nationalbank gleichfalls höher, 894—895 gegen 886 gestern Abend. Dagegen war Silberrente heute weniger beachtet, behauptete jedoch ihren gestrigen Cours. Angeregt durch die öimi hiesigen Bankverein eingeführte englische WechSlcrbank [70 fl. für vollbezahlte Stücke von 5 Pf. Sterl.Äderen Eourö bei stürmischem Andrang aber sofort auf 72—73 stiegj wandte sich die Börse mit besonderer Vorliebe den Bankpapieren zu, von denen zuerst der Bankverein selbst 3«/2 fl. gewann, Brüsseler Bank l'/-Procent hoher, auf die Nachricht, daß sich das für Unterbringung dieses Effectes bestandene Syndikat aufgelöst habe, welch letztere Thatsache nächstens auch von der Italienisch-deutschen Bank erwartet wird, die deshalb heute auch l%Proc. gewann. Frankfurter Wechslerbank bei höherem Eours in starkem Umsatz. ProvinzialdiSconto bei 141 beliebt. Meininger Bank 5 Thaler höher, dagegen Darmstädter um 8 fl. niedriger als gestern. Bahnen nur theilweise in lebhafterem Verkehr, wie Alsenz- und österreich. Franz-Joseph, während hessische LudwigSbahn offerirt waren. Gotthardbahn heute t/2 Procent niederer, 104