nähme Sonntags. at”i(iabf Preis vierteljährig 1 fi. 12 h. mit Bringerlohn. Durch dir Post biogen vierteljährig 1 fl. 29 fr. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. Nr. 172, ' Donnerstag den 25. Juli ISx GiHmer Anzeiger. ~ ‘ in meinem ^ung. . und Münz ätigt morden sind. l in Mainz. -ntgegennahme von i5 empfohlen und erückcttcn niemals Man muß vor Allem in Betracht ziehen, daß die Staatsmänner der alten Schule, die in den letzten Togen des Krieges wieder on’a Ruder kamen, niemals an dem überaus mangelnden Zustand der Volksbildung Anstoß genommen, daß sie niemals ernstlich daran gedacht haben, die ungeheure Kluft, die zwischen dem gebildeten und ungebildeten Frankreich gähnt, durch Verallgemeinerung des Volks Unterrichts zu überbrücken. Man war stolz auf die französische Civilifation; aber man ging dabei von der Ansicht aus, daß die Träger dieser Civilisation aus schließlich die gebildeten Klassen bleiben müßten. Daß eine in ihren Spitzen bis zum Raffinement entwickelte Bildung der breiten Basis einer allgemeinen populären Bildung bedürfe, um sich auf ihrer Höhe zu erholten, daß die Verdummung der unteren Klassen unausgrsetzt an den Wurzeln der höheren Bildung nagt, daß letztere nothwendiger Weise in'S Stocken gerathen und verknöchern muß, wenn sie nicht unausgesetzt aus dem Boden des VolkSihumS frische Säfte an sich zreht und andererseits ihren Erwerb in beständiger Wechselwirkung den Massen des Volkes zufließen läßt: davon hatten die geistreichen Kreise der Salons der Ministerhotels und Ständesäle keine Ahnung. Wohin diese beschränkte Auffassung, diese sträfliche Gleichgültigkeit gegen die geistigen Bedürfnisse der unteren Klassen geführt bat, das sieht man jetzt an der völligen geistigen Impotenz der höchsten Klassen. Eine Unktnntniß der eigenen und fremden Zustände, eine sittliche und intellectuelle Verkommenheit, wie sie in der Versailler Versammlung, wie sie in den Kundgebungen gelehrter Gesellschaften, wie sie in Schriften, die auf den Namen wissenschaftlicher Werke Anspruch machen, zu Tage getreten sind, ist allerdings in der Geschichte der civilisirten Nationen wohl ohne Beispiel. Dergleichen Erscheinungen machen indessen auf Herrn Thiers, für den es in der Politik überhaupt nur Macht-, Verwaltung-- und Finanzsragen giebt, gar roß'Äuskä- in Heuchelheim- Für's erste wird der Entwurf noch nicht zur Berathung kommen, und die liberale Presse hat Zeit genug, für Schulpflicht und Laienunterricht in der öffent- ltchen Meinung Piopaganda zu machen. Sie hat auch nicht gesäumt, an Dupan- loup's Machwerk eine vernichtende Kritik zu üben. Ob cs ihr aber gelingen wird, die Sache des obligatorischen Unterrichts wahrhaft populär zu wachen, das steht trotz allen Petitionen für denselben noch immer in Frage. Eine solche Einrichtung kann, zumal in Frankreich, nur durch eine kräftige Autorität eingeführt und durch geführt werden. An einer solchen Autorität aber fehlt es, die Geistlichkeit wühlt gegen die Volksbildung, und Thiers denkt nicht daran, sich wegen einer Angelegenheit, die ihm wenig am Herzen liegt, mit dem CleruS zu überwerfen. Gambetta, wenn er ay's Ruder käme, würde die Sache allerdings mit Feuer betreiben. Aber Gambetta ist leider ein Phantast, der Alles verdirbt, was er angreift, und dem es an dem klaren gesunden Urthcil über das zunächst Erreichbare mangelt. Wer diese Frage zum Ziele führen will, muß mit uner- schuttlrlichcr, eiscner Willenskraft den klarsten Verstand, die tiefste Menschen- und sachk nntniß verbinden. Ein solcher Mann möchte aber gegenwärtig in Frankreich schwer ausfindig zu machen sein. i keinen Eindruck. Und im Allgemeinen ist das gebildete Frankreich viel zu sehr von sich eingrnommen, als daß eS merken sollte, wie schwach es mit seiner Bildung bestellt ist. Weshalb also auf Mitte! der Abhülfe sinnen, wenn man keine Mängel sieht? Dazu kommt nun aber noch ein anderes Moment. Nirgends macht man sich mehr Sorge in Betreff der Lenksamkeit der unteren Klaff.n, als in Frankreich. Nirgends ist man mehr darauf bedacht, sie im Zustünde der absoluten Willens- und,Gedankenlosigkeit zu erhalten,'als in dem Lande der Gleichheit. In keinem der großen Culturstaoten ist aber auch dies Bestreben von solchem Erfolge gekrönt worden, als in Frankreich. In diesen Bemühungen machen sich allerdings die geistige und geistliche Aristokratie vielfach Concurrenz; schließlich aber pflegen ihre Rivolitäten denn doch immer darauf hinauszuloufen, daß sie sich unter einander verständigen und mit gemeinsamen Krusten arbeiten. So auch gegenwärtig! Der EultuSminister Simon ist ein Politiker von ursprünglich sehr radikaler Färbung, und von den Cvnscrvativrn und den Clericalen deshalb gründlich ongefeindel. Aber er versieht es, sich in die Verhältnisse zu schicken. Die Regierung glaubt, die Eleriralen nicht entbehren zu können; sie furchtet sowohl die legitimistischen wie die bonapartistischen Liebhabereien der Kirckunsürsten und Pfarrer. Deshalb schmeichelt sie ihnen, wo sich irgend die Gelegenheit dazu bietet, läßt sie in den Schulen gewähren, gestattet ihnen den Gesetzen zuwider Processioncn, nimmt in ollen Conflicten mit Behörden fast immer für die Geistlichkeit Partei. Dem entsprechend machte denn Simon auch in seinem Untcrrichtsgesetz, daß die allgemeine Schulpflicht noch festhält, den Geist- l-chen schon sehr bedenkliche Zugeständnisse. So wurde mit dem Princip des Laienuvterrichts gebrochen, indem es in d^S Belieben der Gemeinden, reip. der Generalräthe gestellt wurde, ob in einer Gemeindcschule Laien oder Geistlichen den Unterricht anvertraut werden solle. Mit diesem Zugeständniß war aber die von Dupanloup beherrschte Unter- richtS-Eommission der Nationalversammlung keineswegs zufrieden. Alles oder Nichts! — das scheint ihr Wahlspruch zu sein. Den obligatorischen Unterricht verwirft sie ganz und begnügt sich mit einer Hinweisung auf die moralische Verpflichtung der Eltern, was bei dieser Gelegenheit eine Tartüfferie oder eine Abgeschmacktheit ist. Der Leitung des Schulwesens durch den Elerus werden aber alle Thüren geöffnet, so laß es nach Annahme des Gesetzes mit der Volksbildung in Frankreich schlechier bestellt sein würde, als vorher. k 43, Nr n t xh Don »■ Soll-««, 7? Schurn. /jJiinbmtr unb llamtlicheo e, am M Bekanntmachung. W »16®-äU,Ä "k 111 «n. »UM 1) landwirtschaftliche Producte, 2) Producte des Garten- und Obstbaues, 3) landwirthschaftliche Fabrikate, 4) Maschinen und Geräthe mitgetheilt worden, um dieselben in geigneter Weise zu verbreiten. Die Herren Bürgermeister des Kreises, denen Exemplare des Programms zuaeben werden werden ersucht, dieselben bei dem landwirthschaftlichen Publikum in möglichst umfassender Weise zu verbreiten. Außerdem können Exemplare des Programms sowie auch Anmeldebogen auf dem Bureau Großh. Kreisamts Gießen jederzeit in Empfang genommen werden. $ S6t ”25-2’- •*— ’-*** •» * » » •*— Götzen, den 15. Juli 1872. Der 1. Director des landw. Bezirksvereins Gießen. ________ v. N ö d e r. *• Die Schulfrage in Frankreich. Es ist Herrn Thiers vermittelst einer geschickten parlamentarischen Tactik gelungen, das Gesetz über die Heeresreform in einer Weise umzugestalten, daß von der allgemeinen Dienstpflicht nicht viel mehr als der Name übrig bleibt. Die Nationalversammlung war "‘über die Zumuthungen des Präsidenten entrüstet, schließlich aber fügte sie sich und decretirte ein furchtbares Angriffsheer, für das tie Kosten *uoch auszubringen sind, und wohl auch werden aufgebracht teerten. Denn Thiers versteht es, jedes ihm gemachte Zugeständniß zum Ausgangspunkt für eine neue Forderung zu machen. Und so wird er seinen Sieg in der HeereSsrage benutzen, um der Versammlung die Zustimmung zu seinen mit dem zählen Eigensinn festgehattenen Steuerprojecten abzvzwingen. Daß bei dieser erichöpfenden Finanzpolitik Frankreichs Steuerkrast schterr geschädigt teerten wird, unterliegt keinem Zweifel; für ten Augenblick aber wird man die Mittel, die Thiers fordert, ausbringen müffcn, weil man sich durch die früheren Ja'S die Hände gebunden hat, und jetzt nicht die Freiheit hat, Nein zu sagen. x. pft so die allgemeine Dienstpflicht zwar im Princip angenommen, aber durch allerlei Elauseln und Detailbestimmungen ziemlich illusorisch gemacht worden, so scheint der zweiten großen Forderung der öffentlichen Meinung nicht einmal die Ehre einer principiellen Anerkennung gezollt werden zu sollen. Allgemeine Schul- pflicht und Laienunterricht — diese Forderung wurde unmittelbar nach dem Kriege von der öffentlichen Meinung so laut erhoben, daß ein Widerstand gegen dieselbe unmöglich schien. Wir haben uns indessen in diesem Punkte niemals Täuschungen hingegcben, die uns die übergroße Lauheit, mit der das Feldgeschret in den einflußreichsten Kreisen ausgenommen wurde, von Anfang an große Bedenken erregte. Es stellte sich sehr bald heraus, daß die konservative Partei sehr wenig von dem Gedankrn an die Schulpflicht erbaut war und daß die „Staatsmänner" der Schulfroge gegenüber sich wenigstens außerordentlich kühl verhielten; und dies kühle Verhalten ist keineswegs so auffällig, als es auf den ersten Blick erscheinen muß. Niti«, $en Buchhandlung. ritt erhallen. Iciih xt« r«- u tiur ^r- fier iU in H.U Deutschland. Mainz, 20. Juli. Der Vorstand des Verein- der deutschen Katholiken veröffentlicht einen Aufruf, an dessen Schlüsse e- heißt: „Für Gott und Vaterland!" soll unser Wahlspruch sein in dem Kampfe, zu dem wir uns in diesem Augenblick erheben. Aber nur durch Einigkeit können wir zu siegen hoffen; deswegen muffen die katholischen Männer Deutschlands sich über die Grundsätze verständigen, welche ihr öffentliches Wirken zu leiten haben. Sie wüffen sich zu gemeinsamem Handeln vereinigen, um auf daS politische Leben gebührenden Einfluß zu Üben. Nur durch eine feste und umfassende Organisation sind wir im Stande, unsere Presse gegen die Uebermacht der Gegner zu stützen, bei den politischen Wahlen unsere Stimme zur Geltung zu bringen und unseren Jntercssen bei dtn Regierungen Gehör zu verschaffen. Um eine solche Einigung aller deutschen Katholiken zu schaffen, ist jüngst in Mainz ein Verein gegründet worden, dessen Statuten der unterzeichnete Vorstand veröffentlicht. Alle katholischen Männer Deutschlands, denen die Freiheit der Kirche nicht minder als die Wohlfahrt des Landes am Herzen liegt, werden zum Beitritt eingelaven. Die heiligsten Güter sind in Gefahr. Erheben wir uns also als treue Söhne der Kirche und des Vaterlandes. Kämpfen wir unermüdlich, unerschrocken für Recht und Wahrheit. Recht muß Recht bleiben und der endliche Sieg ist der Wahrheit. Berlin, 23. Juli. Als du Zeichen der nach und nach wicderkehrenden Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich muß man die Thatsache betrachten, daß die Pariser Bibliothekverwaltung sich wieder zu der liberalen Förderung unserer wissenschaftlichen Interessen durch leihweise Ueberlassung werthvoller Handschriften verstanden hat, welche namentlich unferen „Monumenta Germaniae“ früher vielfach zu statten gekommen war. Wir haben auf diese Weise durch Vermittlung der deutschen Botschaft in Parts wieder eine Handschrift hierher geborgt erhalten, deren Entbehrung den rechtSgeschichklichen Aufgaben des großen Unternehmens bisher ein unerwünschtes Hinverniß bereitet hatte. Berlin, 23. Juli. Graf Moltke hat Herrn Thiers ein prachtvoll gebundenes Exemplar seines Werkes über den französisch-deutschen Krieg zum Geschenk gemacht. Wie nun daö „XIX. Steele" heute erzählt, war der Sendung die Bitte an Herrn Thiers bcigefugt, als Historiker ein Urtheil über da- Buch fallen zu wollen, worauf Thiers per Telegraph antwortete, er habe sofort den Auftrag zur Uebersetzung des Buches gegeben, werde dasselbe gründlich studiren und dann das gewünschte Urtheil dem Grafen Moltke übersenden. Der „K. H. Z." wird unterm 20. Juli au- Braunsberg geschrieben: Die vom Bischöfe von Ermeland mit dem großen Banne belegten Drr. Micheli- und Wollmann wurden bisher, so oft sie versuchten, dem öffentlichen Gottesdienste beizuwohnen, „amtlich" aus der hiesigen Pfarrkirche ausgewiesen, und der fungirende Geistliche unterbrach die Feier der Mess«', wenn der Aufforderung nicht Folge gegeben wurde. Gleiches geschah, wie man sich erinnern wirb, gelegentlich eines Besuches des Professors Michelis auch in Elbing. Als diese und ähnliche aus dem kanonischen Recht hergeleiteten infamirenden Folgen des Bannes dem Herrn Cultu-minister Dr. Falk Veranlassung gaben, den Bischof von Ermeland zur Rechenschaft zu ziehen, suchte dieser durch viele aus jesuitischen Schriften gezogene Spitzfindigkeiten und Deuteleien zwar der Verantwortung auszuwetchen, hielt aber trotzdem wesentlich an den Folgen des Bannes, welche den Verkehr mit den Ex. communicirten untersagen, als einem „unveräußerlichen Rechte" fest. Unter Ande- rem berief sich derselbe auf einige nach dem Buchstaben gedeutete Stellen der hei- ligen Schrift und erklärte: „Auf die Befolgung dieses Wortes Gottes wird und kann die Kirche nie verzichten. Was sie in ihrer Gesetzgebung über den Verkehr mit gefährlichen Excommunicirten festgesetzt, ist nur die Anwendung der Vor- schriften der heiligen Apostel des Herrn. Wer hierin ihr Verfahren verurtheilen will, verurtheilt das Wort Gottes, die heilige Schrift. Mag darum der Zeitgeist dawider sich auflehnen, mögen ungerechte Verdächtigungen und Verfolgungen tue Kirche deshalb treffen: sie wird festyalten am Worte Gottes und den Auftrag des Herrn, es treu und unversehrt zu bewahren, stets unweigerlich ausführen " Man sollte meinen, der Mann, welcher mit solchem Pathos redet, wäre bereit, für die unerschütterliche Beobachtung seiner Worte in Kerker und Tod zu gehen. Da jedoch die Staatsregierung durch die lange, sophistische Erklärung des Bischofs nicht zufriedengestellt ist und Miene zu ernstlichen Maßregeln macht, um ihrer Forderung Nachdruck zu geben — siehe, da sind die „unveräußerlichen Rechte der Kirche" in aller Stille zwar nicht aufg hoben, aber theilweise suspendirt. Seit einigen Wochen nämlich besucht Professor Michelis unangefochten wieder den Psarr- gottesdienst, ohne daß derselbe seinetwegen un erbrochen wird. Dieser Umstand veranlaßte den gleichfall- öffentlich gebanntcn Dr. Wollmann, beim hiesigen Erz- Priester Lingk schriftlich anzufragen, ob bas veränderte Verfahren die Folge einer zeitweiligen Duldung oder einer Aufhebung des bezüglichen Kirchengesetzes sei, und erhielt die Antwort: es sei durch Dispensation Vorsorge getroffen, daß durch den Besuch der Excommunicirten der Gottesdienst fortan nicht gestört werbe. Diese Antwort ist in mehrfacher Hinsicht bewerkenSwerth. Zunächst wird dadurch ton- stattrt, daß die jetzt beliebte Duldung nur „eine Dispensation" ist, welche der Bischof oder der Papst „propter malitiam temporis“ für diesen Fall gewährt hat, zumal doch die TemporaUensperre auf Oie Dauer ein gar unangenehmes Ding ist; als Regel und Gesetz bleibt die ktrchl che Ausweisung der Gebannten, sowie olle andern bürgerlichen Folgen in ihrer ganzen Infamie bestehen. Roma non recedit. Diese Erklärung dürfte für die Auffassung der StaatSregierung von Wichtigkeit sein. — AlSbann muß es sonderbar erscheinen, daß den kirchlichen Würdenträgern erst jetzt einleuchtet, der Gottesdienst werbe durch eine wegen der Anwesenheit eines Excomwun cirten beliebte Untcrbrlchung „gestört", während man früher trotz der Störung die Feier der Messe aufzuheben für gut fand. — In ungeschmücktes, klares Deutsch übertragen würbe daher die Erklärung des Erzpriester- Lingk etwa so lauten: „Die Kirche" möchte drbknecht'schtn 1 Dem „Kr. 8, u. Denuncirt, welche lvenabgade mitgr- “ft r S““"’1« L d« gut- I« V »S Vu »««45 im Olsten , "übernimm. Tscheragan zu verlassen und wieder nach Dolma Bagtsche zurückzukehren, weil die Feuchtigkeit des neuen Palastes ihm ein Unwohlsein verursacht hatte. Das Gerücht hat nun dieses Unwohlsein sofort zu einer sehr ernstlichen und bedenklichen Krankheit vergrößert, und schon fängt man an, sich in den abenteuerlichsten Con- jecturen zu ergehen. Die Wahrheit wird wohl in der Mitte liegen; aber im gegenwärtigen Augenblick ist schon selbst eine weniger gefährliche Erkrankung des Staatsoberhauptes eine sehr ernsthafte Sache. Die Thronfolge war durch die in den letzten Monaten zu Tage getretenen Velleitäten ernstlich gefährdet. Der Sultan ist schon seit längerer Zeit in einer Verfassung, die ihm nicht erlaubt, sich eingehend mit den Staatsgeschäften zu beschäftigen, und seit 10 Monaten steht an der Spitze der Regierung ein Mann, der zwar eine unbeugsame Energie an den Tag legt, aber in allen seinen Amtshandlungen Tendenzen beurkundet, welche mit den heutigen Staatsbedürfniffen und mit dem Zeitgeiste keineswegs Harmoniken. Amerika. Die neuesten Telegramme aus Texas berichten von neuen Gewaltthaten der Indianer. Nach einer Mittheilung der Newporter Handelszeitung scheint sich der Indianer überhaupt wieder eine große Unruhe bemächtigt zu haben. Die Stämme der Cheyennes, Cowes und Sioux machen Manöver, welche auf feindliche Ab fichten deuten, und man muß feine Vorkehrungen danach treffen. Die Indianer- Kriege haben dem Lande schon mehr geschadet und gekostet, als alle Kriege mit England, den Unabhängigkeitskrieg eingeschloffen. Es wird darauf gerechnet, daß jeder im Kampf getödtcte Indianer der Republik hundert ihrer Krieger und eine Million von ihren Schätzen kostet, abgesehen von den angerichteteu Verwüstungen und der peinlichen Stockung, welche die Civilisation, die Ansiedlung dadurch erleidet. Ohne sich im Geringsten Cooper'scher Sentimentalität hinzugeben, darf man behaupten, daß die Treulostgkett gegen die Indianer in den allermeisten Fällen die Schuld an diesen Kriegm trägt. Die mit ihnen abgeschloffenen Verträge, die ihnen gegebenen Versprechungen werden nicht gehalten, ^thcils weil der Congreß sie verbummelt, theils wegen der Korruption der Agenten. Es war eine Hauptaufgabe des Präsidenten Grant, hierin eine Aenderung zu treffen. Seine humane Politck hat manche Conflicte verhindert, aber bis jetzt noch keinen durchgreifenden Erfolg gehabt. So eben ist in Washington ein Schreiben der im Jndianergebiet vereinigten Nationen eingelaufen, welches nachweist, daß jenes Gebiet ihnen als freies Eigenthum, auf dem sie, unbehelligt durch Weiße, in Frieden unter einander und mit ihren Nachbarn leben könnten, übertragen worden, nachdem man sie aus ihren früheren Wohnsitzen, die gleichfalls ihr rechtmäßiges Eigenthum waren, gewaltsam entfernt. Sie hätten fich's dort nach harter Arbeit eben gemüthlich gemacht, und jetzt wolle man ihnen ihre Ruhe, ihr Eigcnthuw, die Früchte ihre-s Schweißes rauben, indem man den werthvollsten Theil ihres Landes an Eisenbahn-Compagnieen verschenke. Die Indianer protestiren gegen diese Gewaltthat, und wollen sich nicht darein fügen. Wie kann man ihren Friedeosbruch verdammen, wenn man ihnen selbst die Treue bricht? Mittheilungen aus der Provinz. —e. Groß-Linden bet Gießen. Die durch den prächtigen Stand der Saatfelder freudig gehobene Stimmung unserer Bevölkerung während des jetzt beendigten Kirchweihfestes wurde leider durch einen sehr bedauerlichen llnglücksfall gestört. Eine junge Braut nämlich, die mit ihrem Verlobten und andern Angehörigen ihrem zukünftigen Wohnort einen Besuch abstatten wollte, ist das Opfer einer Unvorfichtigkeit geworden. Als bie Abreise Morgens 4 Uhr vor sich gehen sollte und sie bereits als die Letzte daS Zimmer verlassen hatte, erinnerte sie sich, daß die Petroleumlampe noch zu löschen sei. Sie kehrte rasch zurück und kurz darauf verkündigte den außen Harrenden ein gellender Schrei ein Unglück.^Der Verlobte stürzte ihr rasch nach und fand seine Braut in Hellen Flammen stehend. Die Petroleumlampe war während des Löschens erplodirt und hatte schon in der kurzen Zeit entsetzliche Verheerungen an der Unglücklichen angerichtet. Trotz der Geistesgegenwart des Bräutigams, der das Feuer an ihrem Körper durch Uederwerfen seines Rockes erstickte und sich selbst dabei arg verbrannte, liegt sie in einem schaudeihasten Zustand darnieder und wird sehr an ihrem Aufkommen gezweifelt. ES mag dies eine Warnung für Diejenigen fein, welche leichtsinnig mit Petroleumlampen umgehen. Sachkenner aber sollten die Frage behandeln, wie die Gefährlichkeit der Petroleumlampen zu heben sei. Literarisches. In Frankreich (1870 — 1871.) Erlebnisse eines nicht ausgewiesenen Deutschen während des deutsch-französischen Kriegs. Darmstadt, G- Jonghaus'sche Hofbuch.' Handlung, Verlag. Preis 48 fr- Der lange und heftige Kampf zwischen den beiden Nachbarnatronen, der schließlich zu einer Occupatio« von halb Frankreich führte, hat uns neue und umfassende Aussichten in das innere Leben des französischen Volkes eröffnet, unsere Kenntniß von dessen Naturell erweitert und vertieft, Unterscheidungen gelehrt, wo man bisher einige allgemeine Sätze für Wahrheit hielt- Was unsere Heere in Feindesland gesehen und erfahren haben, hat nachher den Schriftstellern zu Hause unerschöpflichen Stoff geliefert; und die Franzosen selbst bearbeiten eifrig die Geschichte ihrer Schicksale während des Kriegs. Den Darstellungen auf deutscher Seite geht vielfach eine dauernde und eingehende Bekanntschaft mit Land und Leuten ab, die französischen Publicisten natürlich sind eine durch Haß und Uebelwollen getrübte Quelle. Das vorliegende Buch füllt daher gerade eine Lücke aus, indem es die Beobachtungen wiedergibt, die ein in Frankreich wohnender Deutscher, dem es ausnahmsweise gelang, seiner Ausweisung zu entgehen, während des Krieges gemacht hat- Der Verfasser ist ein geborener Darmstädter, August Maurer, seit langen Jahren als Dirigent einer Fabrik in Briare an der Loire thätig, und von warmem Patriotismus für Deutschland erfüllt- Er hat alle Ereignisse, die sich in seinem Wohnorte zutrugen, beobachtet, den Traum von bevorstehenden Siegen im Anfang, die entsetzlichen Täuschungen im Verlauf des Kampfes miterlebt, das kaiserlich französische Heer und die deutschen Sieger, die Mobilen der Loire-Armee und die Franctireurs des Südens von Angesicht zu Angesicht gesehen. Er schildert der Reihe nach die Volksstimmung vor den schweren Niederlagen, die Verzweiflung nach den Tagen von Wörth, Sedan und Metz, die erste Occupation durch die Deutschen, das Vorrücken der Loire-Armee, die zweite deutsche Occupation, die Besitznahme der Stadt durch die Mobilen des Generals du Temple, die Zustände endlich nach der definitiven Occupation durch die deutschen Truppen. In warmer und lebhafter Darstellung läßt er alle Bilder an uns vorüberziehen Und es ist von besonderem Reiz, zugleich zu verfolgen, wie sich ein Weltkampf von riesigen Dimensionen im Kleinen und Einzelnen, in den bürgerlichen und niederen Kreisen des besiegten Volkes ausnimmr. Auf Details können wir hier nicht eingehen, wir machen nur noch flüchtig auf die treffliche Schilderung der Anwesenheit des Generals Stülpnagel mit seiner Division aufmerksam. Der Verfasser will durch fein Buch zur Versöhnung der beiden Nationen beitragen und er führt diese seine Absicht näher aus, indem er in der Einleitung die Schwächen und Vorzüge des französischen Nationalcharakters eingehend zergliedert. Hält man mit der Einleitung die Erzählungen des Buches selbst zusammen, so darf man in der That sagen, daß die französische bürgerliche nnd bäuerliche Bevölkerung, besonders in den Provinzen vielfach in einem günstigeren Lichte erscheint, als man früher, wo man vorzugsweise die großen Städte und Paris im Auge hatte, annahm. Der Erlös ift für die Heilstätte der Frau Marie Simon in Dresden bestimmt. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 24. Juli. „Die Sonne versendet glühenden Brand" und die Course schrumpfen zusammen wie der Umfang des Geschäfts auch. Bei kaum nennenSwerlhen Umsätzen verkehrten EpeculationSeffect.n bei matter Stimmung. Credltactien hielten sich mit Roth auf 3463/4 und Staatöbahn sanken bis 354-'/-, Lombarden brS 218V<- Dieser Rückgang ist hauptsächlich eine Folge der gestrigen Baisse in Paris, wo wieder starke Verkäufe in Staatsbahnactien und SubscriplionSresultaten stattfanden, so daß letztere auch hier stark offerirt und heute zu 80—90 CtS. zu haben waren. Die Anmeldungen zur französischen Anleihe laufen hier sehr zahlreich ein, doch ist zu bez ,-eifeln, ob dec gehoffte Gewinn sich in dem erwünschten Maße realisiren wird. Auf den andern Gebieten des EourSzettelS herrschte gleichfalls vollständige Geschäftslosigkeit. Von Banken waren heute Darmstädter wieder beliebter, Deutsche Hypothekenbank aus- geboten. Gffectenbank fest. Für österreichische Bahnen, wie namentlich Elisabeth und Nordwest, traten etliche kleine Käufer auf. Von deutschen Linien waren pfälzische Nord- und Marbahn zu letztem CourS in Umsatz. Prioritäten ziemlich unbelebt, ebenso Staatspapiere. Auf dem Looscn- markt wurden etliche Abschlüsse in österreichischen 1860ern und in Braunschweigern gemacht. Amerikaner flau, besonders Prioritäten. BSrseiuiachrlchtea. 24. Juli 1872. Preuss. 41/i% Oblig. 103 Vs Frankf. 37z % Obi. 87 Nass. 4Va% Obi. 995/g Kurhess. 4% n 93 Vr Gr. Hess. 5 - Besondere Bekanntmachungen. Concurrenz-Eröffnuuq. 3376) In dem Landeszuchthaus Marien- schloß ist eine Ausseherstelle mit einem Gehalte von mindestens 325 Gulden zu besetzen. Der Anzunehmende muß ein Handwerk können (Schneider werden bevorzugt), kräftig und unverheirathet, auch im Rechnen und Schreiben bewandert sein. Bei seiner persönlichen Anmeldung dahier hat er sich mit den Zeugnissen seiner Orts- und Militärbehörde zu versehen. Marienschloß, den 16. Juli 1872. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. __________ Scriba._________ Bekanntmachung. Gigenthumsbeschädigung in der Gemarkung Gießen. 3486) Gegen Ende Februar l. I. sind in der Promenade, vor den Häusern des Maschinenbauers Nenzel und des Bau- «ocessisten Wteßell, fünf Lindenbäume be- fchädiat worden und hierdurch ein Schaden von Drei Gulden entstanden. Da der Thäter bis jetzt nicht hat ermittelt werden können, so bringen roh diesen Fall zur Kenntniß des hiesigen Publikums, um dasselbe hierdurch zu veranlassen, zur Entdeckung dieser boshaften gemeinschädlichen Handlung in der Art mitzuroirken, daß es von Jndicien, die zu seiner Kenntniß kommen, der unterzeichneten Bchörde Mittheilung macht. Zugleich setzen wir die hiesigen Einwohner davon in Kenntniß, daß nach dem Gesetz vom 3. Februar 1797 der durch jenen Frevel erwachsene Schaden bei der Nichtermittelung deL Thäters auf die Köpfe der Ge- meindeangehörigen ausgeschlagen wird und daß der Stadtoorstand eine Belohnung von mindestens Zehn Gulden Demjenigen gewährt , welcher solche Jndicien namhaft macht, auf Grund derer die Bestrafung des Thäters ermöglicht werden kann. Gießen, den 23. Juli 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. V 0 gt. Oberhessische Eisenbahnen. Bekanntmachung. 3485) Vom 25. Juli l. I. ab treten für den Transport von Brennholz von Mücke nach Frankfurt a. M- directe Tarifsätze in's Leben, welche bei der Güterexpedition Mücke zu erfahren sind. Gießen, den 22. Juli 1872. Die Direction: Mohn. Versteigerungen. Bekanntmachung. 3272) Das in der Gemarkung Dillenburg und Niederscheld des Dillkreises belegene Königliche Domänen - Vorwerk „Feldbach" mit einem Gesammtareale von 319 Morgen 24 Ruthen 49 Schuh Nassauischen Maaßes, oder 79,811 Hectar, soll mit den darauf befindlichen Gebäuden und einer damit verbundenen Gastwirthschaft für die Zeit vom 1. Januar 1873 bis Johanni 1891 öffentlich meistbietend verpachtet werden. Dasselbe ist von der Stadt Dillenburg kaum eine Viertelstunde entfernt unt> mit dieser durch Chaussee verbunden. Den Licitations-Termin haben wir auf Freitag den 9 August d. I-, Vormittags 10 Ubr, in dem Rentamts-Locale in Dillenburg vor dem Herrn Domänen-Rentmeister Martin anberaumt und laden Pachtlustige zu demselben mit dem Bemerken ein, daß 1) neue Bieter nach 12 Uhr Mittags nicht mehr zugelassen werden, 2) das dem Angebote zu Grunde zu legende Pachtgeld Minimum auf 650 Rthlr. festgesetzt worden ist, und 3) zur Uebernadme der Pachtung ein disponibles Vermögen von 8000 Rthlr- erforderlich ist , , n L y , Uebtr den Besitz des letzteren, sowie ihre Qualification als Landrorrthe haben sich die Bietungslustigen möglichst vor dem Termine spätestens aber in demselben unserem Commissarius gegenüber auszuweisen. , _ Die Verpachtungsbedingungen und die Regeln der Llcrtation, sowie die Karten und das Vermessungsregister können, mit Ausnahme der Sonntage, jeder Zelt m dem Domänen-Rentamts-Locale in Dillenburg eingcsehen werden. Auch sind nur bereit, Abschriften des die speciellen Bedingungen enthaltenen Entwurfes zum Pachtverträge, sowie Exemplare der gedruckten allgemeinen Pachtbedingungen gegen Erstattung der Kopialien und.Druckkosten zu ertheilen. Wiesbaden, den 8. 3uli 1872. Königliche Regierung Abthellung für directe Steuern, Domänen und Forsten. (3484) «r. 1 Bitt Vermiethungen. 3414) Das von Herrn Dr. Dorn sei ff Wallrath-Ocl-Nachtluhtcr, BXer\Tmmtetb“n.ilienl09i§ ift pcr L an die ö Wilhelm Flett. 3489) Ein Familienlogis ist zu ver- 1 ^iafer ru 38 fr ) owv) ■ ®cfltn(Wiii 3u der am Dienstag Abend stattgehabten Generalversamm lung des Handelsvereins wurden die Herren: Carl Gail, Ed. Silbereisen, Adolf Noll, A. Ricker, I. Haustein, Jul. Bapst, A. Katz, Ferd. Gail, Carl Schwan, L. Georgi, durch Abstimmung in der vorstehenden Reihenfolge ermittelt und beschlossen, den Wählern zu empfehlen, ans denselben die 7 Mitglieder zur Handelskammer zu wählen. tii'8 Eloals. ui Hermann Kehrend*, antiquarische Buch- und Kunsthandlung in Bonn. An die Wähler zur Hsiibelslunumer! 3494) Der Zweck der Errichtung einer Handelskammer auf hiestgem Platze ist sämmtlichen Handeltreibenden und Industriellen eine Vertretung ihrer Interessen zu verschaffen. Dieser Zweck, sowie die Absicht der Gesetzgebung, kann nur dann vollständig erreicht werden, wenn vorzugsweise eine Branchevertretung berücksichtigt wird. Für GießkN ist dieß um so nothwendiger, weil ein Geschäftszweig, der durch mehrere Mitglieder vertreten, sehr leicht durch Sonder, interessen den allgemeinen Interessen des Handelsstandes schaden könnte. In Berücksichtigung dessen erlauben wir uns, sämmtliche im Firmenregister eingetragenen nnd hier wohnenden Kaufleute wiederholt zu bitten, ihr Augenmerk zunächst auf die Branchen richten zu wollen und schlagen wir zur Wahl in obigem Sinne vor: „3«v Erholung wozu ergebenst einladet Wetzlar, den 22. Juli 1872. Kippkarreu, zweirädrig, stark gebaut, verkauft billig i FciMjr Holland. Käse empfiehlt Emil Fischbach. Feilgeboteneö. 3106) Syphilis, Geschlechts- und Hautkrankheiten , Schwäche - Zustände, Epilepsie und Frauenkrankheiten behandelt nach bewahrter Methode brieflich und garaiitirt für gründliche Heilung im kürzester Zeit Specialarzt Dr, I^eonhardt, Berlin, iMohrenstr. 57. S. Weimersheim, t Herrn August Heß, I « Buchhändler Ricker. 1 Eingemachte Gurken empfehlen I. A. Busch Söhne. 3406) Weißbinder und Handlanger finden gegen guten Lohn dauernde Be- sshäftiguiig bei Nicolei. Restauration Zahnstein 3481) Heute, Donnerstag den 25. Juli: fl’Mttn \ l(V freiten S»fln «nbrrftgung *orf" 8'hkst, ®tfr 'S 'M trenn «|flöi«rfßin e. uNtr ""blich, h auf ei 7'klich in y* hu । >°°'t über d . Die i Kn J n'* 4t; 3u(,»MOr I Ilaarieidcnden zur Nachricht. 3492) Das unter persönlicher Controle des Professor Dr. med. M. Langenbeck, Hannover, ? angefertigte Ilaar-Ernähriing'S-Mittel ient zur Erhaltung £ eines gesunden Haarwuchses, zur Stärkung und Wiedergesundung kranker Haarzwiebeln, sowie zur Vermeidung der Kahlköpfigkeit. \ Flacons mit Namen und Siegel des Prof. Dr. med. Langenbeck versehen sind ; zum Preise von Thlr. 1. 10 Sgr. in Giessen allein echt zu beziehen durch Christian Frech, am Markt. 3 tCjT Vor Nachahmungen ist dringend zu warnen. 3490) Zu Verkaufen 3 gebrauchte Fenster und mehrere Kisten. Näheres bei der Direction des Forstinstituts- Dr. Heft- Die a r f e i< i Ü e>t. Stephan tn Wien. Nach einer Skizze von H. Fritzmann. — Mnaerreine firr Bergretsende Von B- — Meine Kindheit. Von Gottfried Kinkel (Geschrieben im hinter 1849—50 im Gefangniß zu Naugardt.) — Ein Besuch in Barackia Berlins Lebensbild. Von Max Ring. Mit Illustration: Die Barackenstadt von Ser in •flach der Natur ausgenommen von L-Loeffler. — Blätter undBlüthen- Groüe^ürsten- sorge. Von N- m Eisfeld. — Nachruf an Robert Prutz, gest. am 21 Juni 1872 bi^IeÄ^atoI,QU--“ 3ä8nlatein- R Berich,igunk"V°?CorAw ™ «HlvlIlU «O k IC] 1 U|l vll* Tabak und Cigarren Herrn Fabrikanten Carl Gail, " Kaufmann W. Lieberich, Maier Homberger, A. Katz. der als vorzüglich anerkannten Weiizers Garten. 3480) Freitag den 2 6. Juli: 8. Abonnements-Concert, Anfang 5 Uhr. 3372) Ein Lehrling mit nöthigen Vorkenntnissen wird für ein hiesigrs Fabrikgeschäft gesucht. Wo? sagt die Expedition d. Bltts._______ 3460) Ein tüchtiges Hausmädchen zum sofortigen Eintritt gefua.t von ________Siegmund Heichelheim. 3450) Schreiner finden dauernde Be- schästigung bei __________C- Seipp. 3361) Ein zuveriäsnges Dienstmädchen wird gegen guten Vohn gesucht. Näheres in der Erved. d. Bltts. 3497- Ein tüchtiger Hausbursche kann sogleich eintreten bei __Julius Wallach. 3498) Zwei gute Arbeiter sucht _______T h Schneider, Schuhmacher. 3488) Ein Junge vom Lande wird gegen gute Bezahlung soiort gesucht. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 1 Heute Donnerstag UNd morgen Freitag I spielt der Schwab mit Gesellschaft in der \ Rcstaurakion Bramm.' „Licderkranz." 3595) Samstag den 27. Juli, Abends 8 Ubr: gesellige Unterhaltung auf der Te xtor'sehen Hardt D e r Vorstand. 2453) Alten Malaga, Tokeyer, Dry Madeira, Oki Sherry, Rothe n weiße Weine, verschobene Sotten, in bekannter Güte, empfehlen I A. Busch Söhne. 8 Tast!-Mr, sehr fein, aus der Actienbrauerei hier, per Flasche 8 fr., bei Georg Dörr, Kirchenplatz. Zur Wahl der Mitglieder für die Handelskammer. 3483) Die Art und Weise der Aufgabe ein-'r Handelskammer macht es wünschensmerth, daß ein rechtskundiger Manu Mitglied derselben sei. Auf Grund genau eingezogener Erkundigungen constatirt man hierdurch, daß Herr Hofgerlchts-Advokat Diery zum Mitglied d^r Handelskammer wabl^ar ist. Allgemeine Versorgungs-Anstalt im Grosth. Baüen. 3493) Der Rechenschafts-Bericht pro 1871 ist erschienen und kann bei dem unter zeichneten Vertreter der Anstalt ab^eholt werden. *1. Horch, ,Gartenstrasse, im Hause des Herrn Holg -Adv. Engel bach II. Feilgebotenes. 3491) Alle Sorten Mineralwasser find in frischen Fül- lungen stets vorräthig bei___________________Julius Wallack. Bücher u. Bibliotheken kaufe ich stets zu annehmbaren Preisen. Mein Bücherlager von altern und neuern Werken aus allen Zweigen der Literatur halte ich empfohlen. und Reinlichkeit wegen bestens zu empfehlen sind bei I. A. Busch Söhne. AuMagenkrampf, Verdauungsschwäche rc. rc. Leidenden wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wirkende Dr. med. voeelrs'sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exped. d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. Doccks, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (4225) Herbstrnbensamen mit brillantem Feuerwerk der Familie Genl aus Hannover. 346*6) Nächsten Sonntag großes Concert in meinem neu angelegten Garten