^benjcht Wbrit.' (». 40-iVr "5 Hotel i 2; p°cht->i * bfMtn hot sucht, -/'ne beliebige "ungen einju: Öt, wende M Spedition )sse, 3”3eitun: MU. ’tn6iet:®rU- ,nfle bt®2; ^Zenvlot ^bng, Bkrlm, gi Zürich, mnarn Rottz twkZeitunW kmzelxm Fall °>Srrich erwie- üe Annoncen "bgrsaßl und augenfälligen - ierichtet; : Inserate nur k in dm An- !, ditionen, bo itut als gen beionbert Benie&t. Das rgt für solide ton eobachtet, die werden uner- i Reflectanten, ugeden, pünkt- onsberechnung t, firnim von iMtmch bcr men. reMttem i« im Hesse» >'»i, Äsender Leser- Ölungen ange- anksurt a> M- PreiS vierteljährig 1 fl. 12 fr. mit Brmgerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Gießener Aiyeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen Dienstag den 25. Juni 1872. pro Quartal. Die Redaction. ■ vierteljährlich das Blatt auch Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen 1 fl. 12 fr., frei ins Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, im III. Quartal 1872 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben zu 1 fl. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 27 kr. incl. _ Postaufschlags. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Exemplare zu liefern. Nr. 146. Einladung Ml Abonnement auf den Bekanntmachung. Die Errichtung einer Handelskammer zu Gießen, hier die Wahl der Mitglieder derfelben betr. Das Verzeichniß derjenigen Kaufleute und Gesellschaften, welche berechtige sind, au der Wahl der Mitglieder der zu Gießen zu errichtenden Handelskammer Theil zu nehmen, wird von Donnerstag den 20. d- Mts. an 10 Tage lang, während der gewöhnlichen Büreaustnnden in den, Geschäftslo^cale der unterzeichneten Behörde offen gelegt sein. Es wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß Einwendungen gegen den Inhalt des Verzeichnisses bei Meidung des Ausschlusses innerhalb der Offenlegungsfrist bei der unterzeichneten Behörde vorzubringen sind. Zugleich wird bemerkt, daß laut Bekanntmachung Großherzoglicheu Ministeriums des Innern vom 24. Februar d. I. die Zahl der zu wählenden Mitglieder 7 beträgt und werden die auf die Wahlberechtigung und Wählbarkeit bezüglichen Bestimmungen des Gesetzes vom 17. November 1871 veröffentlicht. Gießen, den 14. Juni 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Artikel 2. Zur Theilnahme an der Wahl der Mitglieder einer Handelskammer sind diejenigen Kaufleute und Gesellschaften berechtigt, welche als Inhaber einer Firma in dem für den Bezirk der Handelskammer geführten Handelsregister eingetragen stehen und einer der vier ersten Klaffen der Gewerbsteuer angehören. Artikel 3. Die Wahlstimme einer Actien-Gesellschaft oder Genossenschaft darf nur durch ein im Handelsregister eingetragenes Vorstandsmitglied, die jeder anderen im Art. 2 bezeichneten Gesellschaft nur durch einen ebendaselbst eingetragenen, persönlich haftenden Gesellschafter, die einer Person weiblichen Geschlechts oder einer unter Vormundschaft oder unter Curatel stehenden Person nur durch den im Handelsregister eingetragenen Prokuristen abgegeben werden. Artikel 4. Wer nach vorstehender Bestimmung (Art. 2, 3) in demselben Handelskammerbezirk mehrfach stimmberechtigt ist, darf gleichwohl nur eine Wahlstimme abgeben und hat sich, wenn er gleichzeitig in mehreren Wahlkreisen des Handeiskammeibezirks stimmberechtigt ist (Art. 8), vor Ablauf der zu Einwendungen gegen die Wählbarkeit bestimmten Frist (Art. 9) zu erklären, in welchem Wahlkreise er seine Stimme ausüben will. Artikel 5. Zum Mitgliede einer Handelskammer kann nur gewählt werden wer: 1) das 25. Lebensjahr zurückgelegt hat, — 2) in dem Bezirke der Handelskammer seinen ordentlichen Wohnsitz hat — und 3) in dem für den Bezirk der Handelskammer geführten Handelsregister entweder als Inhaber einer Firma oder als persönlich haftender, zur Vertretung einer Handelsgesellschaft befugter Gesellschafter, oder als Mitglied des Vorstandes einer Actien-Gesellschaft oder Genossenschaft, oder als Procurist eingetragen steht. Artikel 6. Mehrere Gesellschajter oder Vorstandsmitglieder einer und derselben Gesellschaft dürfen nicht gleichzeitig Mitglieder derselben Handelskammer sein. Artikel 7. Diejenigen, über deren Vermögen der Concurs (Falliment) eröffnet ist, sind bis nach Abschluß dieses Verfahrens, und Diejenigen welche ihre Zahlungen eingestellt haben, während der Daner der Zahlungseinstellung weder wahlberechtigt noch wählbar. *0* Nb 11872. SS?* «»5 Ml 6,r fl «. lb‘ eiiu01 . < gdiotilpW "f SUMY.; 1 l!oynbaiu# #** Politischer Theil. Deutschland. Berlin. Die „Provinsial-Correspondenz" hat an ihrer Spitzt nachstehenden Artikel über die Bulle „Unam sanctam“: Einer der Führer der katholischen Partei im Reichstage, der Abg. Windt- horst (Meppen), sagte bei der ersten Berathung des J.suttengesetzeS: „Wenn Sie uns in brüsker Weise den Krieg erklären — wohlan, dann sollen Sie ihn haben! Sagen Sie dann aber nicht, daß wir den Streit begonnen. Sie wollen denselben datiren von dem vat eanischen Concil, Sie finden den Grund desselben in dem Syllabus und der Encykl'ka; do« ist unwahr! die dort ausgesprochenen Sätze, so weit sie das Berbältniß von Staat und Kirche berühren, sind bereits in der Bulle Unam sanctam enthalten, und ich begreift nicht, wie sich Staatsmänner und Professoren sinten können, welche behaupten, es sei in diesem Berhältniß irgend Etwas gcändert." Der Abgeordnete hat in einer Beziehung Recht: in der Geschichte der Päpste ist der Anspruch auf absoluee Herrschaft auch über alle« Weltliche nichi neu, und den schroffsten Ausdruck hat dieser Anspruch in der Bulle des Papste« Bonifaciuö VIII. (Unam sanctam) gegen den König Philipp den Schönen von Frankreich gefunden. Wie wenig aber die Behauptungen der genannten Bulle bisher im europäischen Staatsrecht und in der Kirchenlehre selbst zur Anerkennung gelangt waren, davon haben deutsche Bischöfe noch auf dem letzten vatikanischen Concil unumwunden Zeugniß abgelegt, gerade um den Papst zu bestimmen, die bedenklichen und gefahrdrohenden Folgen, welche durch die Verkündigung der päpstlichen Unfehlbarkeit in den Beziehungen zwischen der Kirche und den weltlichen Regierungen einzulretcn drohten, zu verhüten. In einer Vorstellung vom 10. April 1870, welche vom Cardinal-Erzbischof Rauscher (zu Wien) verfaßt und von einer großen Zahl französischer, österreichischer, ungarischer, italienischer, englischer, spanischer, portugiesischer und ameri- konischer Bischöfe, so wie von den deutschen Bischöfen von München, Bamberg, Augsburg, Trier, Ermland, Breslau, Rottenburg, Mainz, Osnabrück, vom apostolischen Virar vonSachsen und vom Bischof Ram S za n owSkt unterzeichnet war, wurde in dringendster Weise die Rothwendig- keitder sorgfältigsten Prüfung der Frage von der Unfehlbarkeit de« Papstes gefordert, vornehmlich um eines Bedenken» willen I# Berlin, 21. Juni. Die Trophäenbeute des letzten Krieges wird in einem -_____ nrrtfi»von PT1 Eben dort werden die Schlüssel der sämmtlicken zur Eapitulation Bonifaz habe nichts kefinirt, als: Beseitigung der Schwierigkeiten behaupten: schwunden. „Was wir über das Verhältniß der kirchlichen zu der bürgerlichen Gewalt lehren, ist nichts Neues, sondern sehr alt, und durch die Uebereinstimwung der heiligen Vater und die Aussprüche und bas Beispiel aller Päpste bis aus Gre- gor VII. bestätigt; daher zweifeln wir nicht, daß dies vollkommen wahr sei, denn Gott wolle verhüten, daß wir wegen Bedürfnisse der Zeiten den richtigen Sinn des göttlichen Gesetzes fälschen wollten! Es müssen jeboch die Gefahren ange. zeigt werden, welche für die Kirche aus einem Decket (bem Beschlüsse ber päpst. lichen Unfehlbarkeit) entstanden, bas mit unserer Lehre nicht übereinstimmte. ,,E« ist Niemandem unbekannt, daß es unmöglich ist, die bürgerliche Ge- sellschaft nach der in der Bulle „Unam sanctam“ aufgestellten Regel zu refor- miren- Wenn der römische Papst in dem heiligen Petrus die durch die beiden Schwerter bildlich bezeichnete Gewalt erhalten und nach göttlichem Rechte die Vollgewalt über Völker und Reiche erlangen würde, wäre es der Kirche nicht erlaubt, den Gläubigen das zu verbergen. . .. „Wenn aber die christliche Unterweisung auf diese Art eingerichtet wäre, würde e« den Katholiken wenig nützen, zu versichern, daß die Gewalt des heiligen Stuhles über das Zeitliche eine Sache der bloßen Lehre sei und zunächst kein Gewicht in Bezug auf die Thatsachen und die Ereignisse habe; Pius IX. denke nicht entfernt daran, die Oberhäupter der weltlichen Gesellschaften abzusetzen. Denn die Gegner würden hohnlachend antworten: Wir fürchten die päpstlichen Urtheilssprüchc nicht, aber nach vielen und mannigfaltigen Verheimlichungen ist es endlich offenbar geworden, daß jeder Katholik, der sich in seinem Thun durch den Glauben bestimmen läßt, rin geborner Feind des Staates sei, baß er sich iw Gewissen verpflichtet fühlt, alles, was er kann, beizutragen, daß alle Staaten und Völker dem römischen Papste unterworfen werden." So weit die Bedenken und Warnungen der Bischöfe kurz vor der Verkündigung der päpstlichen Unfehlbarkeit. Es geht aus dieser Vorstellung unwiderleglich hervor, daß die Lehren über das Verhältniß von Staat und Kirche, wie sie durch das vaticanische Concil zur entscheidenden Geltung in der römischen Kirche gekommen sind, allerdings den schroffsten Anmaßungen des Papstthum» im Mittelalter, wie sie Papst Bornfacius in der Bulle Unam sanctam geltend zu machen versuchte, entsprechen — daß aber diese Ansprüche seither innerhalb der katholischen Kirche keineswegs zur An- crkennung als kirchliche Glaubenssätze gelangt waren, daß vielmehr nach dem unumwundenen Zeugnisse der Bischöfe Rauscher, Kettrler, Krementz, Förster, Nams- zanoweki u. A. sie selbst und „fast alle Bischöfe der katholischen Welt dem christ- lichen Volke bisher eine andere Lehre über die Beziehungen der geistlichen Gewalt schlaaen worden. Nachweisbar sind deutscherseits nur 1 Fahne (die des 2. Bataillons 61. Regiments) und 4 Geschütze (1 preußisches, 1 sächsischer und 2 bayerische) verloren gegangen. Berlin, 22. Juni. Dir Antwort tes Bischofs von Ermland, Dr. Philipp Krementz, an den Minister der geistlichen Angelegenheiten gelangt demnächst an das Staats-Ministerium Behufs der weiteren Beschlußfassung. Auf einen weiteren Schriftwechsel wirb wohl nicht mehr eingcgangen werden, obschon der Prälat sich in der Form und Sache möglichst vorsichtig geäußert, eine zufriedenstillende Er- klärung jedoch nickt gegeben hat. — Bereits durch Gesetz vom 15. April 1857 wurde der zwei Jahre zuvor festgesetzte Prärlusivtermin der Kassenanweisungen von 1835 und der Darlehenskassenscheine von 1848 aufgehoben und der Umtausch dieses älteren Papiergeldes selbst in der Art nachgegeben, daß diejenigen, welche Bescheide über Zurückweisung erhalten haben, diese Bescheide nur einzureichm haben, um baares Gelb dafür zu erhalten. Obwohl seit jenem Gesetze über 15 Jahre verflossen sind und die Hauptverwaltung der Staatsschulden es an periodi- schen öffentlichen Aufforderungen nicht fehlen läßt, ist noch ein großer Theil Vieser Papiere nicht eiugegangen. Vielleicht wissen viele im fremden AuSlanve lebende Inhaber gar nicht, daß die von ihnen für werthlos erachteten preußischen Papieraeldstücke noch ihren vollen Werih haben. Berlin, 24. Juni. Die „Nationalzeitung^ sagt über das Antwortschreiben des Bischofs Krementz, daß dasselbe seine bedingungslose Unterwerfung unter da» Landesgesetz nicht ausspreche. Bischof Krementz erkläre, er könne den LandeSze- setzen nur gehorchen, wenn solches Gottes Gesetzen nicht zuwider sei. Was Gottes Gesetz sei, habe die katholische Kirche zu bestimmen. Ein solches Gesetz sei der große Bann, welchen Krementz trotz des preußischen Landrechtes nicht zurücknehmen könne. _ , Stuttgart, 24. Juni. Die königliche Familie ist gestern noch Friedrichshafen abgereist. — Der König hielt gestern eine Revue der Ulmer Besatzung ob. — Der Minister der Justiz, v. Mittnacht, erhielt ein in Oel gemaltes lebensgroßes Brustbild des Königs, das von einem Handschreiben begleitet war. Das- iklve lautet: „Mein lieber Min'ster! Durch Ihre ausgezeichneten Leistungen in ber Verwaltung auvertrauter Aemter, insbesonbere durch Ihr umsichtiges und ent- schiebcncs, weinen bundeSfreundlichcn Gesinnungen, sowie meinen auf Wahrung der Interessen meines Landes gerichteten Absichten ganz entsprechendes Wirken al- Vertreter meiner Regierung im Bundesrath, haben Sie sich neue Ansprüche auf meine Anerkennung erworben. Zum Beweis dessen übersende ich Ihnen mein Bild, wünschend, daß Sie hierin zugleich ein Zeichen meiner Gesinnungen persönlichen Wohlwollens erblicken, die ich für Ste hege. Ihr gnädiger König." Frankreich. Paris, 22. Juni. Zwischen Thiers und dem Grafen v. Arnim finden bis >um Eintreffen einer Antwort aus Berlin keine Unterhandlungen mehr statt. — Der Minister ber öffentlichen Arbeiten, de Larry, beharrt darauf, seine Demission zu nehmen. — Das Kriegsgericht verurtheilte gestern Abend im Prozeß gegen verschiedene Einwohner der Ortschaften PommierS und Vaux-Rezin, welche beS Eiuverständniffes mit dem Feinde angeklagt waren, zwei zum Tode und zwei zur Zwangsarbeit. Bayonne, 23. Juni. Eine Carlistenbande unter Caraza unterwarf sich der Regierungsbehörde in Navarra. Der carliftische Bandenführer Careaga wurde von feinen eigenen Leuten erschossen. Spanien. Madrid, 23. Juni. Der Herzog von Montpensier erklärt sich für das Königthum Altons uns sagt: „Ich bin entschlossen, jedem Kampfe fern, wenn nicht theilnahmlos zu bleiben, aber wenn die unwiderstehliche Mach: der Ereignisse Spanien drängt, über sein Geschick zu bestimmen, so ist weine tiefe lieber- zeugung, daß nur das Königthum Alfons eine feste Grundlage für eine gemäßigte Verfassung abgeben kann. Wenn ber Augenblick gekommen fein wird, werde ich mit Stolz der eoeln Sache dienen. Türkei. Konstantinopel. Die oitomanische Regierung, welche den Conflict mit ihren christlichen Unterthanen bcigelegt glaubte, ist noch nicht am Ende ihrer Sorgen. Es scheint, baß man in Rom, unterstützt von Frankreich, Hammel unv Erde in Bewegung setzt, um da« verlorene Terrain wieder zu gewinnen. Die Epcommunt- cationen regnen im Orient wie im Occivent, und der Divan, welcher diesen Wirr- trügen, Weisung zu tragen hätten. Diese Lehre von dem Verhältniß der päpstlichen Gewalt zur weltlichen , öruuu rw. T’’,;«"’"."«';’’";; fD s " Die Bischöfe weiter, hat Bonifaz VIII. in der Bulle „Unam sanclam“ Degen, wie die Degen der gefangenen französischen Mar,challe wirklich rn den so sagen die Bischöfe weircr, yui tsio .... finh vorläuiia nom N ckt aekübrt werden. B...... zur weltlichen gelehrt haben". Angesichts diese« Zeugnisses angesehener Bischöfe ist es in hohem Maße be- fremdltch, wenn ein in katholischen Dingen sonst wohl bewanderter Redner aus- zusprechen wagt: er begreife nicht, wie sich Staatsmänner und Professoren finden können, welche behaupten, es sei in dem Verhältnisse von Staat und Kirche irgend etwas geändert! Die genannten Bischöfe haben dem päpstlichen Stuhle im voraus gesagt, daß e« unmöglich sei, die bürgerliche Gesellschaft nach der in der Bulle Unam sanctam aufgestellten Lehre zu gestalten, — sie haben im voraus verkündet, daß die Staaten sich dem päpstlichen Spruche nicht beugen würben, daß aber die Stellung 6er Kirche der weltlichen Macht gegenüber durch die Lehre der päpst- lichen Unfehlbarkeit eine schwere Erschütterung erfahren müsse. Die Vorstellungen und die Bitten der kirchlichen Würdenträger (mit denen nach früheren Kundgebungen fast alle beulschen Bischöfe im Herzen übereinstimm- ten), so wie die Mahnungen b.r Regierungen haben nicht vermocht, die bedenk- liche Entscheidung im Eoncil zu verhindern: inzwischen ist Die bedenkliche Saat des Zwiespaltes aufgegangen. Wenn die katholischen Abgeordneten immer wieder rufen: „Sagen Sie veröffentlicht und allen Gläubigen anzunehmen besohlen. Es gibt einige, die zm deutschen Besitz übcrgegangen sind, vorläufig noch nicht geführt werben. B,S zur B Lung »7/ ©ZieXfeiten behaupten: Bonifaz habe nichts definirt, als: Eapitulation von Sedan sind, so weit bisher nacownsbar, deutscherseits in offener olle Menschen seien verpflichtet, den römischen Papst als da« von Christo bestellte Schlackt nur 2 Adler u d 1 Reg.ment-fahne erbeute woroen, von welchen Tro- Haupt der Kirche anzuerkennen; wer aber die Vorgänge zwischen Bonifaz und Phi- phäen jede einzelne, da b.e deutscherseits tn den Schlachten b,s baffin etütknen Npp dem Schönen kennt, dem kann die Meinung des Papstes nicht im Zweifel Verluste sich auf 72,238 Mann beziffern, k'nen Blu preis von mehr al,24,000 gehen Uebriaens haben die Päpste bis zum siebenzehnten Jahrhundert öffentlich Verwundeten beansprucht hat. Jedes der ungefähr 100 biS zu dem gleichen Zel - aelebrt • die Gewalt über das Weltliche sei ihnen von Gott übergeben worden, abschnikt eroberten feindlichen Geschütze ,st nach der gleichen Berechnung nur mit 8XL Mpinnna verdammt. Aufwendung von 720 Takten und Verwundeten erworben worden, wogegen sich Un Eine andtte ^Lehre über die Beziehung der geistlichen Gewalt zur well- dies Verhältniß für 1866 pr. G.schütz nur auf 74 Tobte und Verwundete gestellt lichen legen wir und fast alle Bischöfe der kalholiscken Welt bem christlichen Volke hat. 56 Adler und Fahnen sind, soweit bisher nachweisbar, durch die stattge- vor. Wir lehren nämlich: ungleich sei allerdings die Würde beider Gewalten, bubten Capitulativnen (davon 53 in Metz) und 33 >n offener Schlacht oder im denn wie der Himmel die Erde überragt, so sind die ewigen Güter, welche den Gefecht gewonnen worden. Eine ganze Reihe von Schlachten, so Splcheren, Menschen mittels der geistlichen Gewalt zukosimen, höher, als die zeitlichen, zu Corny, Vionville, Gravelotte, Noisseville, Beaume la Rolande an ter ^1 un6 Deren Erhaltung oder Mehrung die bürgerliche Gewalt unmittelbar berufen ist; bei Bapaume sind jedoch ohne zebe Siegesbeute an Fahnen und Geschützen ge- jede (dieser Gewalten) sei aber in dem ihr anvertrauten Gebiete nach Gott die rx<-— fink nur 1 ftabne fb“* 6e6 2- Sa* höchste und in ihrem Walten der andern nicht unterworfen. „Der weltliche Fürst, als Glied der Kirche, sei der kirchlichen Gewalt unter- geben, welcher, nach göttlicher Einrichtung, das Recht verliehtn ist, auch Kaiser und Könige mit kirchlichen Strafen zu ahnden, nicht aber bas Recht, sie abzu- setzen und die Untergebenen des Gehorsams zu entbinden. Die Gewalt, Könige und Kaiser zu richten, welche die Päpste des Mittelalters ausübten, sei ihnen unter einer besonderen Gestaltung des öffentlichen Rechtes zugestanden gewesen; nach dem vollständigen Umschwünge in den Institutionen und selbst in den Privat- Verhältnissen, lei sie jedoch sammt dem Fundament, auf welchem sie ruhte, en!- sellschaft". bie Päpste des Mittelalters, indem ebenso genar/als sackgemäß ausgeführten größeren Arnkel der „Spener'schen Ztg." n. dem Mabüabe hrer 2eit urtheilttn, und durch falsche Nachrichten über zu 89 Adlwn unv Fahnen angegeben, wovon zur Zeit 86 im Zeughause zu SZ£* X? ^abrLnJerte welX Äaife; abgesetzt hätten? getäuscht wurden, Berlin, 1 in München, 1 in Dresden und 1 in Stuttgart aufb.wahrt werden. 'alaudten und aussvracken/ es ei ihnen von Gott da - Recht Don den mehr al- 2000 Feld- und über 4000 erbeuteten Festungsgeschützen sind »? ??ebe9l über n11 e £e111id)en Angelegenheiten zu gebieten je ein Geschütz jeden Kaliber- und die auf dem Mont-Valerien vorgefundene und zu richten' denn Christus Der Herr habe dem heil. Petrus und dessen Valerie (ein 24 Cm.-Geschütz) der Eeschühsammlung des Berliner Zeughauses ein. Nachfolgern zwei Schwerter übergeben- das eine das geistliche, das sie selbst gefügt worden. Eden dort werben d.e Schlüsse ber sammtl.cken zur Cap.tu at.on $ 9das ändere das weltliche, das die Fürsten und Solbaien nach ihrer gezwungenen französischen Festungen aufbewahrt, wobei nur der Schlussel von Paris Nicht eingesordert worden ist. Dagegen kann em Nachweis, ob der bei Sedan von dem gefangenen französischen Kaiser dem Könige Wilhelm angebotene vnrnevmiiw um eine« „dessen höchste Wichtigkeit Niemandem nicht, daß wir den Streit begonnen haben", - so ist in lener Borstellung be- en neben Tbnne bet Gott über der Seelen Heil Rechnung legen müsse", - denn sorgtet Bischöfe die bündigste Aufklärung darüber zu finden, von wem und wie sie ,,berühre direct ba« Verhältniß der katholischen Lehre zur bürgerlichen Ge- ber Stre„ heraufbeschworen worden ist. _ ... Men ganz fern steht, weiß nicht, wo. er thun soll. Man spricht bereit- von unterzÄ^ arokcn Veränderungen im Schooße des Ministeriums. Indessen scyemt der Vrotz- bk 6erren. Hausmann W- Balser, Reallehrer Dr. Buchner, Krersassessor o ° « t..... w........ l -a f.ithnftfrhpn r_ __ n, P.rt«r.intin Dr n. Pipfrnnlt Dr. M Gros, Re- zu 4% Diseonto Darmstädter fl.50Loose 1823/4lPr. Friedrdor 9 57i/2—58Va n n aen, 1» n 1882r 961/4 1885r 973/g 1887r 977/ö Bötticher, Landrichter. Bramm, Landger.-Assessor. ,*a einem tÄÄ ÄS“ Ä S'JUS erfolgen wird. 3nb J ^ssen^ Rechte in dem gegen ihn eingeleiteten Schul- BSrsennachrichteH. 24. Juni 1872. Dr. Philip lmnächß an kn »eiteren | Prälat sich , l'llkntt Er« Spul 1857 in»tifungen lli Umtausch igin, vklchk cmjurkichk» ihr über 15 an btriobi’ ' .rofeet Thkil n Autlanbt r pitchschkn । »e^ier nicht gewillt, nachzugeben; denn er hat soeben befohlen, den katholischen Dissidenten und dem von ihnen gewählten Patriarchen, den frühceen Erzbischof von Diarbekir, die Kirchen und Güter der armenisch-katholischen Gemeinschaft zu- denwesen persönlich ober durch einen Bevollmächtigten zu wahren, widrigenfalls nur nach den Anträgen des für ihn bestellten Kurators Ludwig Rain verfahren werden wird. Gießen, den 16. Mai 1872. Grobherzogliches Landgericht Gießen- erfolgen wird- l gleich ein Arrangement versucht Besondere Bekanntmachungen. Edictalladnnq. 2600) Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des Heinrich Arnend ll von Allendorf an der Lumda den förmlichen Concurs erkannt hat, werden alle Dieiene- ■ Auf Ansuchen des engeren Vorstandes sind Seitens der Stadt Gießen mit dem - ' " * rr.—nz c--------- NUMllch sprüche an 1 gefordert, solche im Termin Dienstag den 23. Juli d. I-, Vormittags 9 Uhr, A eilen. Frankf. Bank 1411/4 Frankf. Vereins-Kasse 13472 Darmst. Bankaot. 480 Wien Bankactien 905 Oest. Oreditaot. 365 Galizien 2581/2 ________ nicht vertretenen Gläubiger werden deshalb insoweit als den Beschlüssen der Mehrheit in den .Ai» zur in offener ichen T,o- Etliiitntn l» 24,000 ichknZei,. 0 nur mit Wn sich llle zrsiellt tit stattge. sii ober im Spicheren, Mui und schchn ge- )t» 2. 8a« )t» und 2 t »frben. “|fn sind ^'lundene ünsk» ein. 'PHulation ufffl ton dkr bei in6tboitnt Nassau 25 fL — Braunschweiger 21 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 391/g 40/0 bayr. Pram.-Anl. 113 40/0 badische Loose IH1/2 Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 v. 1854 87 1858r Prioritätslooae 206 1860r Loose 94i/< 1864r - — OelilßorteöL, fl. kr. Aeilei^c 50/0 östr. F. St. E. B. 375y2 Lombard. Bahn 216 Ludwigsh,-Bexbach 201 Maxbahu 147 Bayer. Ostbahn 11374 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — vurlschrkidkn j unitr da- 1 Lunde-ze- ßa# Ko/llS besitz sii der ^ülkukhinrn 0 Flikdlich»' f.-satzung °l>. alte« lkbkue- »ar. Dai- stlffungtn in | g,j und inl* ;U( Wahrung s Wirlrn «14 IchMt auf 3)n(n o'»u ingttt * Röniö" sich für ta{ 7»ent» lieber' "''m« gierungsrath Haberkorn, Prof. Dr. Hoffmann, Dr. v. Helmolt, Ur. Mettenheimer, Dr. Ploch, Prof ’>r Schneider, Lehrer Schlapp von Rodgen, Freiherr v. Stein, Bürgermeister Vogt und Prof. Dr. Willbrand. Dieselben, von dem lebhaften Wunsche beseelt daß die XL Wandcrversammlung des Oberhess. BienenzüchterrVereins eine recht erfolgreiche Thätigteit zur Hebung der rationellen Bienenzucht in unserer Provinz entfalten möge, laden hiermit alle Mitglieder des Hauptvereins und der Zweigvereine, owie sonstige Freunde der Bienenzucht in Rah' und Fern' zu recht zahlreichem Besuche . freundlichst ein, mit der Versicherung, daß sie Alles aufbieten werden, was m ihren Kräften steht, um ihren Gästen den Aufenthalt in Gießen so angenehm, als möglich machen, und bringen zu diesem Behufe noch Folgendes zur allgemeinen Kenntniß: n Die Wanderoersammlung nebst Ausstellung und Honigmarkt wird im Wenzel- schen Garten abgehaltcn werden, daher alle Gegenstände für die Ausstellung und den Honigmarkt an Hrn. Wenzel im Garten zu Gießen franco auszugeven sind. Auch müssen dieselben mit einer Etiquette versehen fern, welche den Namen des betr Hrn. Ausstellers und die Preisangabe enthält. Für ankommende Gegenstände, deren Entpackung und Ausstellung die Anwesenheit eines Sachverständigen erfordert, will Hr. Dr. Buchner zur Hand sein. . 2) Für die Abends am 16. oder Morgens am 17. Juli ankommenden Gaste wird, Abends von 6 Uhr und Morgens von 7 Uhr an, ein Anmeldebureau irn Wenzel'- schen Garten eröffnet sein, wo Eintrittskarten zu 18 kr. von Nichtmitgliedern öelöst werden können, und die Mitglieder des Hauptvereins und der Zweigvereine, welche zu unentgeltlichem Zutritt berechtigt sind, gegen Vorzeigung ihrer Legitimationskarte eine Schleife empfangen, woran sie bei den Verhandlungen, resp. Abstimmungen als Mitglieder erkennbar sind. Für Honigkaufer ist der Eintritt von 4 Uhr Nachmittags an, aber nicht eher, unentgeltlich gestattet. 3) Am Vorabend, den 16. Juli, von 8-10 Ubr , Gmpfanfl der Gaste von Seiten des Local-Eomites, gesellige Vereinigung und Vorberathung des Local-Comitös mit dem Ausschuss- des Hauvtvereins. . 4) Nach den Verhandlungen am 17. Juli findet Nachmittags um 2 Uhr ein einfaches Mittagsmahl in dem großen Saale des Wenzel schen Gartens statt, das Gedeck zu 1 fl. 24 fr-, incl. 1 Schoppen Wein Diejenigen, welche an demselben Theil zu nehmen beabsichtigen, werden gebeten, gleich bei ihrer Anmeldung ihre Namen in eine aufgelegte Tafelliste einzeichnen zu lassen. Zur Erheiterung der Gäste wird ein Sextett der Militärmusik sich hören lassen. 5) Von 4 Uhr Nachmittags an Eröffnung des Honigmarkts nach vorausgegangener Preisvertheilung und Verloosung; Schluß der Ausstellung und des .Honigmarktes präcis 5 Uhr. 6) Abends wieder gesellige Vereinigung an einem noch naher zu bestimmenden Orte, und für die Dableibcnden den nächsten Tag eine Landparthie nach oem schon gelegenen und leicht zu erreichenden Staufenberg. NB. Für die mit der Wanderveisammlung verbundene Verloosung von lebenden Bienenvölkern, italienischen Königinnen, Bienengeräthschaften und -Produkten sind Loose, »u 12 kr. das Stück, vornehmlich in der Apotheke des Herrn Dr. Mettenheimer und bei Herrn Kaufmann W. Balser, sowie bei allen Comitö-Mitglledern und im Anmeldebüreau zu haben. Giesien. Auftrag: Adolf von Nordeck zur Rabenau. ""^^Konstantinopel, 21. Juni. Die „lurquie" stellt durch eine ihr amtlich luaeaanatne Mittheilung die über di- Abänderung der Thronfolge umlaufenden Gerüchte durchaus in Abrede, was allgemein befriedigt hat. Die Ernteberichte lauten sehr günstig. ____ Programm für die XI. Wanderversammlung des Oberhessischen Bienenzüchter - Vereins zu Gießen, am 17. Suli 1872. I. Am 16- Juli, Abends 8 bis 10 Uhr, Vorberathung des Ausschusses mit dem litt bi' liefst ft1*1; "" tiniM0” Mft ^tS. , WiW ctr uav *“* rwatt W * .artafl» ** stirchheimbolaildcil, 16. Juni. Heute fand auf dem Friedhöfe dahier die Entbullung de« DenkmaleS statt für die am 14. Juni 1849 hier gefallenen Freischärler aus Rheinhessen. Mag man über die Bewegung de« Jahre- 1849 denken, wie man will, sie oildet einen Abschnitt in der Entwicklung unsere- nationalen Leden- und war nicht unfruchtbar.^ Gewiß wurden viele der damals hier gefallenen Jünglinge und Männer, gleich der großen Mage ihrer damaligen Partei- nn- Kampfgenossen, unsere» heutigen politischen Ve'hättniffen ruckhaltslo« ihre Zustimmung geben. Anderer Meinung war freilich der Mainzer Festredner, der entgegen der Abmachung zwischen dem Mainzer und dem hiesigen Eomtte die Spaltung der freisinnigen Partei in seine Rede Herein,og, den Abfall der früheren Freunde beklagte und eine ungünstige Parallele zog zwischen der deutschen Reich-Verfassung von 1849 und der Verfassung des heutigen deutsch.n Reiche« Jndeß der Bur- Emeister der Stadt Kirchheimbolanom betrat die Rednertribüne und wie- m kurzer Sediegener ** anftttiaent Beifall begrüßter Rede in geschickter und mäßiger Weise die auf die nationale Vartei gemachten Angriffe zurück. Den Mainzer Herren von der politischen Richtung de« Herrn Festredner? Ä e«überhaupt heute klar geworden sein, daß die Psätzer nur ein kleine- Cont.n- gent stellen zu der Zahl jener Querköpfe, die Eigensinn für Consequenz halten. Unter6altung. untenstehenden Programm des Local-Comitv's enthalten. Das Nähere ist in dem untemieyeuoeu-p » weiteren von Hessen, Kurhcsien, All. d-S -m-r-n V--MS, ®ön«.r d-S D-r.InS ÄÄÄ -- nch> B-fuch- d-r Versammlung -,n. Preuss. 47?% Oblig. 103% Frankf. <>7x^/0 Obi b7 Nacs. 473% Obi. 993/4 Kurhess. 4% „ 94 Gr. Hes^ 50/0 Obi. — w n 1% « 981/r ; „ 372%. 9274 Bayer. 50/0 H 1007s w 472% 1jährige — 40/0 1jährige 9574 Würtemb. 4-72% Obi. 991/2 Baden 473% Obi. c. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 64y8 w Papierrente 587a Spanier, neuest. 30/0 291/2 Amerik. Bonds 1881r 993/^ Literarisches. Der deutsche Krieg mit seinen gewaltigen militärischen und seinen noch ge- waltiae?en polfl schen Erfolgen mußte eine große Literatur im Gefolge haben. Das ^r bei der aesteigerten literarischen Produktion nicht anders zu erwarten Bei der rrp ruhten das uns bereits geboten ist, in voüständlger Kriegsgeschichte, w Stellung sich zu erringen ist wirklich schwer ; eme aestlg so a5r,e,^V Sie1 Wnffc der Karten und Pläne — alles zusammen muß Mullers preußischen Generalstobs mit den ersten Rang anweisen. ftrantfurt a M.. 24. Juni. Die Börse beobachtet noch fortgesetzt eine reservirte Haltung und wenn auch heute sich mehr Kauflust al- in den letzten Tagen der verflossenen Woche kundaab so hat die- eine-theil« in den DeckungSbedürfntssen der Speculatwn für den nahenden Ultimo 'anderntheil- in vermehrtem Angebot feinen Grund, wodurch die Preise sich minderten und zum Kaufen reizten. Umfassender Verkehr konnte eigentlich auf keinem Geo,e wahrgenommen werden trotz sonstiger Lebhaftigkeit. Die internationalen Speeulat.onSeffecten hielten sich fest bei mäßigen Umsätzen. Grebitactien 264*/2—3/e, Staatsbahn 374'/z—5/8, Lombarden 215 /z /j, Oesterreich Nationalbank 893. Die eine Nüance niederen Notlrunzen Berlin« blieben ohne W>r- kuna. Sehr lebhaft war der Verkehr in österreichischen Bahnaetien die bei billigeren Preisen gern au- dem Markt genommen wurden, namentlich Elisabeth, Nordwest Franz Joseph und Buzchte- rader Oberhessen und Berbacher eine Kleinigkeit besser. Auch Prioritäten gingen zahlreich um, beliebt waren ungarisch-galizische und russische. Von Banken standen wieder Provinz,ald,-conto und deutsche Effeetenbank im Vordergrund, ebenso hielten sich die hiesigen Institute gut. Von den heute durch Rothschild aufgelegten Aktien der deutschen Reich«- und Eontinental-Eisenbahnbau- gesellschast ging Etliches zu 116V2 um. Staat-papiere waren heute wenig am Markt und österreichische Renten verkehrten ziemlich ruhig. 1870er und 1871^brürgen^ daß sie die erste Haupttracht gehörig ausnutzen können-' ^efer^ ■« 5) SÄ' -i« ,»N°. V-«insm-i. IV Wahl des nächst jährigen V »sEullin gSortc Z^Llfer-Ausschusses. vv>: ,sÄÄS finbet ble $erranb,9un8 ' ©«riWWMten ’ö . 12 tr 8 ™d b,m L°°aI-C°Lu« S,^Ä%ÄS«.b.tnSiu''»«r,,.. DU MM «UW n°» vm. % X werden welcher non 4 U6r an eroff et wnö ^.schicken, besonders mit Scheiben- lx. SCStm” s® äÄWä"’«» «<»■ „ „25 „ 5374 iPistolen . . 9 40—42 Kurh. 40 Thlr. Loose 71 j „ doppelte 9 40—42 HoU.fl.108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankens!. 9 23—24 Engi. Sover. 11 51—53 Buss. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 2572 - 26i/a 0 b erhessen n 831/2 » Prlorfit&teM» ^30/0 öster. Stßb.-Prior. 593/8 130/0 öst. s. Lombard 513/< 30/g Livorneser 391/2 50/0 Tosoaner 621/2 50/0 Elisabeth.-Prior. 851/4 do. II. Emiss. 84_____ Änlehendooee« Weehsel« Amsterdam k. 8. 98-/» Augabnrg k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 1047/8 Bremen k. 8. 963/i Brüssel k. 8. 93’/s Hamburg k. 8. 873/6 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 933/8 Wien k. 8. 1051/4 ditto in. 8. — ditto 1. 8. 105 R a t u Gartenhüte 3139) In mein Flaschenbier-Geschäft 2497) 6 ®eorg Dörr, Kirchenplatz. (3048) 179. Wolters 4* Leo Erscheint: Erscheint r Gießen am Kreuz. am Kreuz. aufmerksam zu machen. Wolters A» Leo, am Kreuz. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Unio.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. meist Durchforstungsreiser. 68 101 Nadel- Dornen- n It fi tO o o CO Mittwoch. Freitag. 13 48 6 1 630 710 140 20 II. u II n Eichen- Nadel- Aspen- Feilgeboteneö Dr. Meyers I Brennholz: R -Meter Buchen-Scheidholz, 4 3 21,2 105,1 5,2 II II ii ti ii ii ii Wellen ii ii ii 2713) ^feue Matjes Häringe empfingen 1621) Der von Herrn Dr. Brüel bewohnte 3. Stock meines Hauses ist zu ver- miethen und am 1. Juli beziehbar. I. G. D. Bapst. 3052) 100,000 Stück Feldbrand-Backsteine verkauft 21 u g u ft Schtessinger. Holzversteigerung in den Domanialwaldungen der Obersörsterei Nieder Ohmen. 2395) Der untere Stock meines Hauses, aus 8 Piecen und Küche re. bestthend, ist vom 15. August d. I. ab zu vermiethen. Carl Em melius. 2953) Einige Fuder Haferstroh sind bei Ludwig Kämmerer, Seltersweg, zu haben. U 3049) Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige ,U Anzeige, daß unser lieber Vater, Die Zusammenkunft ist am Lumpenmannsbrunnen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis I. Januar 1873 gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 24. Juni 1872. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. V o a t. von 30 fr. an, sind noch in großer Aus wähl auf Lager bei Heugras-Versteigerung bei der Stadt Allendorf a. d. Lda. 3051) Freitag den 28. Juni I. I., Vormittags 8 Uhr, soll das Heugras von den städtischen Wiesen, ca. 31 Morgen, öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in Allendorf selbst, oder auch an der Dernbachswiese. Allendorf a. d. Lda., am 24. Juni 1872. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Wagner. All» «Hont;, WcinlMdlmig in Butzbach, emvficblt Rbernheffrsche, Rheinbayerifchc, Badische, Elsässer, Mosel, Rhcingauer, Ungarische und französische Roth- und Weiß-Weine von den geringsten bis zu den feinsten Sorten. Durch rechtzeitige und direkte Einkäufe bin ich in den Stand gesetzt, allen Anforderungen zu entsprechen und halte mich bestens empfohlen. Proben gratis. Bei Abnahme von 25 Flaschen wird en-gros Preis berechnet. (2956) (158/6) Ad. Joutz G. Boos, Seltersweg Lit. C. 9?r 3046) Donnerstag den 27. d. M., Nachmittags 1 Uhr, soll das Heugras von 25 Morgen Gemeindewiesen versteigert werden. Der Anfang wird an der Pferdweide gemacht. Heuchelheim, den 22. Juni 1872. Großherzogl. Bürgermeisterei Heuchelheim. Jung. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 3044) Montag den 1. Juli 1872, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Hochwart, Faulerboden und Annaberg, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert -werden, als: Unter leibsipillen heilen alle Magenkrankheiten, Leibes- verstopfnng u. Hämorrhoidalbeschwer- den. — Preis mit ärztlicher Anweisung: 3 Thlr. Briefe direct an den Specialarzt für Unterleibskrankheiten. !>*•♦ Eduard Meyer in Berlin, Wilhelmstr. 91. 685) Lieb ig'ß Fleifchextract, achtes, von Fray Bentos, und Condensirte Milch von der Anglo-Swiss Condensed Milk— Comp. in Cham (Schweiz), in frischer Sendung, empfehlen m m e ■ gestern Morgen 11 Uhr seinen Leiden erlegen ist. Um stille)] E ^-^biiliahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. M Gießen, am 25. Juni 1872. 1) Die Beerdigung findet heute Abend Punkt 7 Uhr statt. Bau-, Werk- und Nutzholz: 7 Eichen-Stämme bis zu 26 Centimeter Wahl her weiblichen Mitglieder des Borstauhes der Äleinkinherschiile. Nach den Staturen der Kleinkinderschule sollen die 9 weiblichen Mitglieder des Vorstandes alle 3 Jahre kurz uach Pfingsten in öffentlicher Versammlung von den Freunden der Anstalt, die einen jährlichen Beitrag geben, gewählt werden. Wir machen demnach hiermit bekannt, daß diese Wahl nächsten Mittwoch den 26. Juni, Nachmittags um 5 Uhr, in dem Schulhause am Neustädter Thor vorgenommeu werden soll und bitten alle Freunde der Kleinkinderschule, die zu ihrer Unterhaltung beitragen, sich bei dieser Wahl betheiligen zu wollen. Gießen, den 24. Juni 1872. Für den Vorstand: _______________________________ G. Landmann, Pfarrer. Lerlmer 3050) 40 Etr. sehr gutes Heu ist zu verkaufen. Durch 'roen? sagt die Exped. d. Bltts. 3056) Vorgerückter Saison halber verkaufen wir die noch vor- räthigen Ueberwürfc, Nädcr und Jciqucts in Cachcmir, Seide und Tuch, theils zu und theils unter Einkaufspreisen. Zugleich erlauben wir uns, auf unser großes Lager jeder Art Weistwaaren Versteigerung von Al beiten bci der Stadt Gießen. 3045) Donnerstag den 27. Juni 1872, des Morgens 9 Uhr, werden folgende Arbeiten aus hiesigem Rathhause an den Wenigstfordernden vergeben: 1) Steinhauerarbeit, veranschlagt zu 30 fl. 26 fr., 2) Dachdeckerarbeit, veranschlagt zu 6 fl. 24 fr., 3) Spenglerarbeit, veranschlagt zu 14 fl. 56 fr-, 4) Weißbinderarbeit, veranschlagt zu 83 fl. 31 fr. Gießen, den 24. Juni 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Bestellungen nimmt.jede Postanstalt entgegen. Jnhalts-Verzeichuiß: Straßenvorfälle, Politik, Gerichtswesen, öffentliche Schäden, Polizei, Bauernfängerei, Unglncksfälle, Personal Nachrichten, Minifterial- Nachrichten, Hof-Nachrichten, Vereine, Recensionen, Theater, Romane, Novellen, Feuilli ton-Artikel, Börse, Aktien - Unternehmungen, 34K* Humoristische Illustrationen, Inserate pro Zeile 2x/2 Sgr. Hauptannahme Eugen Cohnl'eld’s Annoncen - Bureau, ErpedlNoli und Jliseratenpacbt des Berliner Figaro. Berlin, Neue Promenade 7. 2835) Bauschutt kann gegen Vergütung vor meinem Hause abgcladcn werden. ___________________________I. Roth. 3009) Ein braves Mädchen, das kochen kann und alle häuslichen Arbeiten versteht, wird sofort zu miethen gesucht. Markt- strahe D- 39. 3041) In den Distrieten Schuchardslache, Streithaimskopf, Tränkkopf, Brandholz, Geiselstrauch und Hammersloch werden Mittwoch den 3. f. Mts., versteigert: Holzart Scheitholz Prügelholz Stockholz Reisholz Zusammenkunft Morgens 8 Uhr im District Schuchardslache auf dem Weiters- hainer Weg, bei Holz-Nr. 165. Grünberg, den 24. Juni 1872. Großherzogliche Obersörsterei Nieder-Ohmen. Hüter. Buchen-Reisholz, Eichen- 2875) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 bis 4 Zimmern, ist zu vermiethen und , ,, . . ~ ■ - - - sogleich beziehbar. Walllborstraße Nr. 199. localkundiger Junge bei gutem --------------- Lohn sofort emtreten. J’tßnro. Orgciu für Local - Nachrichten. Vierteljährlich franco 25 Sgr. Eichen- „ Buchen-Prügelholz. Eichen- „ Aspen- „ Buchen-Stockholz, Durchmesser und 7 Meter Länge, mit 1,09 Cub.-Meter, Nadel-Stämme bis zu 39 Centimeter Durchmesser und 16 Meter Länge, mit 4,02 Cub.-Meter. Eichen-Stangen mit 4,06 Cub.-Meter, Nadel- „ „ 6,13 Vermischte Anzeigen. 3053) Ein kräftiger Arbeiter für die Brauerei gesucht von ____________ L. Kauf. 3054) Ein guter Maschincnschmicd findet bet hohem Lohn dauernde Beschäftigung in der Maschinenfabrik von _______Heyligenstaedt & Menges. 2982) Ein braves Mädchen, welches kochen kann und in allen häuslichen Arbeiten erfahren ist, wird im August zu miethen ae= sucht. Neustadt Lit. D. Nr. 153.__________ 6002) Ein zuverlässiger Bursche sür meinen Flaschenbierverkauf gesucht gegen guten Lohn. L. Textor, im Darmstädter Haus. Bermiethungen. 3047) Das bisher von Herrn Stabsquartiermeister Schlosser bewohnte Logis ist bis 15. Juli anderweitig zu vermietben. ___________________Emil Roth. 2154) Eine geräumige Familienwohnung, den 1. Juli beziehbar, ist zu vermiethen. Kanzletberg Lit. B Nr. 68. § Gefrorenes in verschiedenen Sorten empfiehlt bei günstiger Witterung bestens Ed. Lind, Kirchenplatz. I 3013) Eine Stube für eine einzelne Person ist zu vermiethen. _____________Hilgardt, Schloßgasse- 3055) Ein mödlirtes Zimmer nebst Ca- : binet ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. ____________F- Holberg, Kirchenplatz. 3026) In meinem neuerbauten Hause > neben dem Schützenhof ist der erste und zweite Stock zu vermiethen und im August beziehbar. ______________I. Wagner. 2547) Das von Madame Ufer seither j bewohnte Logis ist bis 1. Juli anderweit Zu vermiethen. Justus Müller, im Einhorn. e r. Conditor, macht seinen hochgeehrten Kunden die ergebene Anzeige, daß er wieder den Markt am 26. Juni beziehen wird und zwar mit ganz frischer Waare: besonders die ächten Offenbacher Pfeffernüsse, Prima-Qualität, in Originalvelpackung, sowie das weltberühmte Magenbrod, welches 21 Substanzen enthält, einzig und allein in ganz Deutschland bei Obigem zu haben, nebst den ächten Krach - Mandeln, sowie sonstigen Conditoreiwaaren. Hochachtungsvoll (3042)______I. A. Ur ff, Conditor.______ Flaschenbier-Verkauf: Frankfurter pr. Flasche 8 kr., Tafelbier „ „ 8 „ Li-Iwr „ „ 6 „ Gießener „ „ 6 „ wird frei in's Haus geliefert von Buchen 6 4 8 10003 j Eichen 197 62 ) A 4 72 i Nadelholz 4 50 j 11 1 79Q Aspen 20 86 — j