8 Gießemr Ameiaer Anzeige- und Amtsölatt für den Kreis Kießen Samstag den 25. Mai 1872 uch 13 gegen t. )T. nicht bloS rn luftralktt welche sich ja so gern in Allianzen mit dem Ultra- ion rn 0 weniger ist es verständlich, daß die Franzosen so das Scheitern der schweizerischen Verfassungsreform und wie so sie dazu kommen, sich dieses Sieges so hat große ein großer eine ecla- i we von lieben 'own, al. gs- >es 'M M^> lichev Mmll. direkten Abstimmung das Verhältniß so, daß sich 9 Cantone für und die Reform erklärten. Dieses so grundverschiedene Resultat einer doppelten Befragung Ueberraschung hervorgebracht, in welche sich auf demokratischer Seite Unmutb mischt, der hinter zornigen Ausbrüchen seine Beschämung über tante Enttäuschung zu verbergen sucht. Denn die Demokratie, welche in der Consequenz ihres Princips Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. flüsse zurückführt; und noch großen Werth darauf legen, sich zum Siege anzurechnen sehr zu berühmen. Für die Demokratie, Nr. 120 mstmädchtn B- Nr- 88, Brodpreife vom 23. bis 31. Mai 1872, nach eigener Erklärung der Bäcker: 2 Kilo gemischtes Brod 21 kr. 1 Kilo gemischtes Brod lO1^ kr. 2 Kilo Roggenbrod 18 kr. 1 Kilo Roggenbrod 9 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. die Selbstrrgierung des Volkes verlangt, sondern auch die unbedingte Selbstbe- stimwung in der Form der directen Gesetzgebung durch das Volk, ist durch das Resultat vom 12. Mai gewissermaßen ad absurdum geführt worden. Zwar auch die franzöfischen Plebiscite, welche ja formell dem demokratischen Princip huldigten, haben' den Werth der directen VolkScntscheidung in ein sehr zweideutiges Licht gestellt; aber die Demokraten konnten sich mit Recht darauf berufen, daß die Volksabstimmung in dem bonapartistischen Frankreich eine Comödie war; sie kann bezüglich der Schweiz diesen Einwand nicht machen; sie kann nicht behaupten, daß sich bei der Abstimmung andere Einflüsse geltend gemacht haben, als diejenigen, welche aus der Bewegung der Parteien und der allgemeinen Auf- regung naturgemäß hervorgehen und das Resultat ist doch gewesen, daß eine Reform, welche für dringlich anerkannt und im liberalsten Sinne ausgearbeitet wurde, vom Volke verworfen worden ist. Das Resultat der Abstimmung bleibt indeß nicht ohne Illustration. Die liberalen Organe der Schweiz berichten: „Die zehn Cantone, deren Bevölkerung die neue Verfassung mit ost erdrückenden Majoritäten annahm, nämlich Bern, Zürich, Glarus, Solothurn, Baselstadt, Baselland, Schaffhausen, St. Gallen, Aargau und Thurgau, repräsentiren eine Einwohnerzahl von 1,524,000 Seelen gegen eine solche von nur 1,146.000 Einwohnern der verwerfenden Cantone und dabei wohl 7/io des gesammten Nationalvermögens. Was höhere Intelligenz und fortschrittliche Volksbildung anlangt, wäre jedes Wort eines Vergleichs mit den Käse- und Kloster-Cantonen verloren." Wir nehmen vorläufig Act von dieser Bemerkung, um noch einer anderen Auffassung zu gedenken, welche in dem Resultat der schweizer Volksabstimmung die Wirkung vereinter ultramontaner und französischer Umtriebe erblickt — und wie wir hinzusetzen müffen: mit Recht. Die Thatsachen sprechen dafür und die französische Presse feiert das Votum vom 12. Mai als einen Sieg über das Deutfchthum. Auch ist ja Niemand mehr darüber in Zweifel, daß Ultramontanismus und Franzosenthum gegenwärtig an einem Strange ziehen und sich mehr und mehr in den Gedanken ihrer Solidarität hineinlcben; uns ist auch hinreichend bekannt, welcher Schlagworte sich die gegen die Reform operirende Agitation bediente; nur begreifen wir nicht, was die Demokratie für ihr Princip gewinnt, wenn sie das Scheitern der liberalen Resormbestrebung auf die Macht jener unheilvollen Ein- montanismus einläßt, sollte vielmehr das Ergebniß vom 12. Mai ein Fingerzeig dafür sein, daß in ihrem Princip eine sichere Garantie des vernünftigen Fortschritts nicht gegeben ist, da vielmehr die ihm feindlichen Elemente mittels desselben zu triumphiren wissen, und die deutsche Demokratie, welche so sehr geneigt ist, ihren deutschen Patriotismus der Solidarität des demokratischen PrincipS zu opfern, sollte aus dem Jubel der Franzosen über die Niederlage des Deutsch- thums, welche doch ebenso eine Niederlage der deutschen Demokraten ist, lernen, wie illusorisch ihre internationalen Schwärmereien sind. Wenn aber Frankreich sich eines in der Schweiz erfochtenen Sieges über Deutschland berühmt, so scheint die Nation, welche ja immer noch nicht den An- 'M’ ■l, st* ,nb Bcrn' if Zoöanni Klein- ----- nstmädchen W ** spruch aufgeben will, an der Spitze der Civiltsation zu marschiren, ganz und gar zu übersehen, daß sie mit den „Käse-und Kloster-Cantonen gemeinschaftliche Sache gemacht hat gegen diejenigen Cantone, welche den unbestrittenen Vorzug größerer Bildung für sich haben und 7/10 des Nationalvermögens in sich vereinigen! Die Eitelkeit, welche den Franzosen nicht auszutreiben ist und die sie eben darum unverbesserlich wacht, verblendet sie auch in diesem Falle. Sie, welche sich nicht von der fixen Idee trennen können, in allen politischen Vorgängen die Hand btttbcn J» unb lit Borgt fflmn b(ä r.verant- ttdjt nur ihren Schulet einw: Mr°fen strebende : dem be: .ttln dann wigen, "erlaubten jnb einem Mstern, lm Lehrer, 'ch Schul- lloub des chträgliche >re Schule Heilung zu oben, bis - nöthigen ' die diese stehl uns ng oorzur hulbücher, \\U bewegung als ein Werk der Bismarck'schen Politik zu betrachten, haben sich der Verführung nicht entziehen können, eine vermeintliche Niederlage der deutschen Politik auf französische Rechnung zu übertragen. In dem Eifer aber, einen französischen Sieg zu notiren, übersehen sie ganz und gar, daß Frankreich sich dabei auf eine Linie mit den „Käse- und Kloster- Cantonen" stellt, Deutschland aber zu Bundesgenossen des politischen Fortschritts macht; daß es ihm also den Ruhm zugestcht, auch in diesem Falle auf der Seite des vernünftigen nationalen Willens zu stehen. Oder trösten sich die Franzosen den Deutschen gegenüber mit der Ueber- zeugung, daß „gegen Dummheit Götter selbst vergebens kämpfen" ? »wurlit en vollst^ ebenso W h Flechte» it zu Crop- * Die Revision der schweizer Bundesverfassung ist bekanntlich von dem Volke verworfen worden, nachdem sie bei den Repräsen- tativ-Körperschaften: Nationalrath und Ständerath, Zustimmung gesunden hatte; das Volk hat seine Mandataren verleugnet, und zwar sowohl in deren Beziehung zur Volksgemeinschaft, wie zur Cantonalität. Denn während im Nationalrath, welcher das schweizer Volk repräsentirt, die Reform mit 78 gegen 36 Stimmen beschlossen wurde, lehnte das direct befragte Volk mit 265,000 gegen 255,000 Stimmen die Reform ab, und während der Ständerath (die cantonale Vertretung) mit 28 gegen 18 Stimmen die Reform angenommen hatte, stellte sich bei der ycht", en *- Acrztcn- teuren rc- lehrllS testen 3^ unter jniert'011 -mit ui rer'-W nicyr von ver jiym .jvre nennen iviimu, in uuiu pvmqwt» ^viyuiiyi» m yuuv unruhiger Nacht zeigt sich eine Zunahme in der Störung der Hirnfunctionen und BtSmarck'ö wirksam zu sehen, und sich etngeredet haben, daß die schweizer Reform-'ein tiesgesunkener Zustand der Kräfte. Deutschland. Darmstadt, 22. Mai. Der „Allg. Mil.-Ztg." wird in einem gewissen Widerspruch zu andern Berliner Nachrichten geschrieben: „Aus Spandau verlautet noch nichts über die Neu-Anfertigung des Mauser-Gewehrs, welches das aptirte Zündnadelgewehr zu ersetzen bestimmt ist; jedenfalls dürfte längere Zeit darüber hingehen, bis das gesammte Reichsheer — ausschließlich Bayerns, das wohl zunächst sein bewährtes Werder-Gewehr beibehalten wird — mit dem neuen Modell ausgerüstet sein wird." Berlin, 22. Mai. Die „Brest. Ztg." weist aus den Briefen Friedrich'- des Großen an Voltaire die Griknde nach, welche den Ersteren zu dem Beschlüsse veranlaßten, die Jesuiten, nachdem der Orden 1773 durch Papst Clemens XIV. aufgehoben worden, als „Priester des königlichen Schulinstituts", namentlich in Schlesien, beizubehalten. In verschiedenen Briefen an Voltaire gibt er die Motive selbst wie folgt an: „Nur zum Unterrichte der Jugend habe ich sie beibehalten. Der Papst hat ihnen schon den Schwanz abgeschnttten, sie können nicht mehr, wie Simsons Füchse, dazu di'nen, die Felber der Philister in Brand zu stecken.... Ich habe, so sehr ich Ketzer und Ungläubiger bin, doch diesen Orden beibehalten. Meine Gründe sind folgende: Mau findet hier keinen wissenschaftlich gebildeten Katholiken; wir haben weder patres oratorii, noch Piaristen; die übrigen Mönche sind völlig roh und unwissend. Die Jesuiten mußten also beibehalten werden, wenn nicht alle Schulen eingehen sollten; auch mußte der Orden bestehen, um die fehlenden Lehrer zu ersetzen, und die Stiftung trägt die Kosten. . . . Uebrigens werden auf der Universität der Jesuiten (in Breslau) die Theologen gebildet, welche die Pfarreien besetzen. Wäre der Orden aufgehoben worden, so bestände die Universität nicht mehr und man wäre genöthigt gewesen, Schlesier nach Böhmen zu schicken, um Theologie zu studiren, was gegen die Grundsätze der Regierung streitet.... Wenn alle diese Gründe Sie noch nicht rühren, so toiö ich noch einen stärkeren anführen. Ich habe irn Dresdener Frieden versprochen, in meinen Staaten die Religion in stato quo zu lassen. Nun fand ich Jesuiten vor; ich muß sie also da lassen. Die katholischen Fürsten haben gleich einen Papst zu ihrer Verfügung, welcher sie von ihrem Eide vermöge seiner Machtvollkommenheit losspricht. Mich aber kann Niemand lossprechen; ich muß mein Wort halten, und der Papst würde sich zu entheiligen glauben, wollte er mir den Segen ertheilen. Er ließe sich die Finger abhauen, mit denen er einem so elenden Ketzer, wie ich bin, die Absolution er- theilt hätte." Und endlich: „Ich weiß wohl, daß sie intriguirt und sich in Staatsangelegenheiten gemengt haben; allein das liegt an der Regierung. Warum hat sie es zugegeben? Nicht Tellier ist zu tadeln, sondern Ludwig XIV." Diese Auslassungen sprechen allerdings nicht zu Gunsten der Ultramontanen, welche dieselben in der Reichstagsdebatte für sich zu verwerthen suchten, aber sie lassen sich, näher betrachtet, auch nicht zu den Anträgen der Herren Gneist und Wagener und ebensowenig zu der schließlich angenommenen „bestellten" Resolution Marquardsens und Genossen allegiren. Friedrich der Große stand persönlich auf einem zu freien und geistig ungebundenen Standpunkt, als daß er die Iesuiten- frage unter dem VerkleinerungSglase einer Polizei-Maßregel hätte betrachten mögen. Er benützte die frommen Väter zu seinen staatlichen Zwecken, ohne ihren Einflüsterungen zugänglich zu sein; wäre Gleiches stets der Fall gewesen, so existirte die Jesuitenfrage Überhaupt nicht! Hamburg, 23. Mai. Heute Mittag 12^ Uhr fand die Schlußsitzung der hier versammelten Lehrer statt, in welcher der Präsident, Director Hoffmann, mit einem von der Versammlung enthusiastisch aufgenommenen Hoch auf Hamburg schloß. Um 1V2 Uhr findet gemeinschaftliche Lustfahrt auf der Elbe statt; für Freitag und Sonntag ist eine solche nach Helgoland in Aussicht genommen. Heute Abend 7 Uhr wird in Altona die Abschievsversammlung abgehalten. Die Zahl der hier versammelt gewesenen Lehrer beträgt nach officieller Angabe 5100. Oesterreich. Wien, 24. Mai. Das heute Morgen ausgegebene Bulletin über den Krankheitszustand der Mutter deS Kaisers, Erzherzogin Sophie, meldet: Nach theilveise Frankreich Am 26. Mai. nicht entsprechen. *0 Berk 2562) 5 schen der S v. Ärems gene, circi Gelände,1 Don im Rathh, den Sßeiftl (Siefan, Großher Der vers Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 26. Mai bis 1. Juni 1872 besorgt Pfarrer Dr. Seel. Art 2566) < sollen zur Naunheim mend verg Maurerar Zimmerar Schreiner, Glaserarb Lieferung Naunhei, der e v a n q e U f d) e n Gemeinde z u Gießen. G o t t e S d i e n st. Genuß zu haben. Die Pfingsten sind verregnet, holen wir demnach morgen nach, waS wir die Feiertage versäumt haben. —• Gießen. Die Direktion der Main-Weser-Bahn hat auch dieses Jahr wie früher die Ausgabe von Rundreise-BilletS veranlaßt und können dieselben für 13 Touren mit 10—30- tägigcr Gültigkeit benutzt werden. Ausführliche Tourenverzeichniffe sind bei den Expeditionen der Main.Weser-Bahn zu 1 fr. Per Stück zu haben. i Morgens: Confirmation der Mädchen, Pfarrer Landmann. (Feier des heiligen Abendmahls.) ) Nachmittags: Mitprediger Freiensehner. (Collecte für die Stadtarmen.) Schlosse Begler-Beg statt. < „ ländischen, sowie die türkischen Kriegsschiffe zu Ehren Ihrer Majestät nicht als einer deutschen Königin, sondern einer russischen Prinzessin geflaggt haben. 2465) Di sollen in i Zimmer haltene pc reu Sopha den gepolsi einem Sch runden Tis mit Matrc einem Sch Bildern, S und fonfti; steigert wt Gießen, Lesen Dfff 2569) sitz- benteilher genen, un @runbfl;d tbuin sie de auf ihren unvordent« schcinigt- Eigenthun bilden zu aufgesorde Wochen dl die Gern rin anew Namen ir dem Erwc Men, Groß Konstantinopel, 10. Mai. Die handeltreibende israelitische Bevölkerung der au der südwestlichen Seite des goldenen Horns gelegenen Vorstadt Kaßköi wurde in der Nacht vom 7. zum 8. d. M- von einer starken Bande Armenier, die ihrem Hasse gegen die Juden bei Gelegenheit der durch die Smyrnaer Excefsi hervor gerufenen Unruhen am besten freien Lauf lassen zu können geglaubt, überfallen und dabei mehrere Häuser geplündert, ehe die Männer, größtenteils spanische und portugiesische Juden, durch ihre ausnahmsweise Kühnheit und Kampflust bekannt, dem Pöbel gehörigen Widerstand zu leisten vermochten. Es gelang jedoch erst nach Ankunft einer circa 200 Mann starken Abtheilung türkischer Cavallerie, die Angreifer zurückzutreiben. Auch in Chassim-Pascha und anderen nahe gelegenen Orten fürchtet die jüdische Einwohnerschaft ähnliche Auftritte. — Königin Olga von Württemberg, welche ihre Wohnung an Bord des russischen Dampfschiffe» aufgeschlagfN hat, begab sich von der Ankerstelle desselben in der Nähe des Leander- thurms am Bosporus, mit einer StaatSkaik des Sultans am 7. d. M. an Land und wachte Sr. Majestät dem Beherrscher der Gläubigen tun üblichen Besuch im Schlosse Dolmabaztsche. Nachmittags erwiederte der Sultan den Besuch der Königin im russischen Gesandtschaftspalast in Pera. Am 8. fand eine Spazierfahrt mit der Kaik der deutschen Gesandtschaft, am 9., am Himmelfahrtstage, eine- Partie durch den Bosporus am Bord des russischen Dampfers und Dejeuner im Sonntag den 26. Mai. Ernst Wallenfels in der Wallthorstraße, Heinrich Kuhn am Kreuz und Daniel Rühl am Rathhaus. Loeal-Notizen. Gießen, 25. Mai. Gießen besitzt in seiner näheren und weiteren Umgebung Punkte, wo sich gleichzeitig das Auge an einer prachtvollen Aussicht erquicken und der Magen von allen Anstrengungen erholen kann. Wir erinnern hier nur an Staufenberg, Schiffenberg, Gleiberg, Schöne Aussicht (vulgo Atzelbufch) u. a. m. Sind diese Orte nun auch bei warmem Wetter zu einer Tour oder Ausflug vorzuziehen, so bietet bei weniger freundlichem Wetter als auch großer Hitz« der Zinßer'fche, jetzt Wenzel's Garten ein Hauptanziehungspunkt für den Gießener. Der Garten, früher ein Stück Urwald, erfuhr unter dem jetzigen Besitzer solche Veränderungen, daß er sich getrost jeder andern Anlage in jeder Stadt an die Seite stellen kann. Das Strauchwerk ist gelichtet, prachtvolle Blumenbeete erquicken das Auge, breite Kieswege ermöglichen bei nassem Wetter den Spaziergang, eine prachtvolle Teraffe mit Panorama nach der Stadt, bieten dem Besucher Annehmlichkeiten, wie er sie sonst nirgends so vereint findet. Außerdem ist man bei dem Wirthe gewohnt, einen vorzüglichen Keller und ditto Küche zu frequeutiren. Tritt nun zu allem diesem noch ein Genuß wie ein Eoncert, da- von Kräften rrecutitt wird, die, wie das Musikcorpö dcS I. Garde-NegtmentS von Darmstadt in Deutschland berühmt ist, und in Folge dessen einen ehrenvollen Ruf nach Berlin erhalten hat: so müßte man sich am guten Geschmack versündigen, wenn man nicht hier die Gelegenheit mit beiden Händen ergriff und bei solchem Anlaß sich und den Seinigen eine Erholung verschaffte. Die Capelle deS I. Garde-Regiments vervollständigte sich durch die besten Kräfte der Musik deö 34. Regiments, die auch hier noch in bestem Andenken steht. Und wo solche Kräften wirken, kann man auch versichert sein, einen %63) o. Stock pr.1 Rumänien. Bukarest, 22. Mai. In Roman ist, wie ein Jassyer Journal meldet, wieder eine Schandthat gegen die Juden verübt worden, und zwar auf Befehl des Bürgermeisters und des StadtrathcS. Diese liegen den Judenkirchhof, welcher schon Jahrhunderte im Besitze der Judengemeinve von Roman ist, zerstören. Auf ihren Befehl ward die Umzäunung niedergerissen, die Bäume, welche den Kirchhof zierten, wurden umgehauen, die Grabsteine zertrümmert, die Gräber aufgeworfen und die Gebeine der Begrabenen den Hunden überlassen. Die Juden» gemeinte von Roman hat sich an den Staatsanwalt gewendet, um Gerechtigkeit zu erlangen." (Da sind sie just an die rechte Schmiede gegangen!) Türkei. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieren. Evangelische Gemeinde. K o p u l i r t e. Den 20. Mai. Johann Georg Löb, Schneider dahier; und Eberhardine Wilhelmine Marie Bender, des hiesigen Bürgers und Löhndieners, Paul Bender, eheliche Tochter. . _, . . _ Den 21. Mai. Friedrich Schneider, Bürger und Schreiner, des hiesigen Bürgers und Schreinermeisters, Johann Schneider, ehelicher Sohn; und Wilhelmine Helene Dick, des hiesigen Bürgers und Postunterbedienstclen, Ludwig Dick, eheliche Tochter. Den 2 3. Mai. Philipp Burger, Hauplkassier an der Oüerbessischen Bahn dahier, aus Rieder-Ingelheim, des Rendanten, Philipp Burger daselbst, ehelicher Sohn; und Emilie Reuning, des Bürgers in Nidda und Rechnungsmtendanten an der Oberhessischen Bahn dahier, August Reuning, eheliche Tochter- Getaufte- Den 19. Mai. Dem Obermüller in der Peppler'schen Kunstmühle dahier, Alphons Loup aus Rougemont in der Schweiz, eine Tochter, Helene Auguste, geboren den 6. Apnls^lben Dem Ortsbürger in Burkhardsfelden und Dienstmann dahier, Heinrich Launspach, ein Sohn, Heinrich Johann Peter, geboren den 2. Mai. Denselben. Dem Arbeiter an der Cöln-Gießener Bahn dahier, Christian Hahn aus Oberirsen, Kreis Altenkirchen, eine Tochter, Henriette Friederike Margarethe Christine,b geboren^"^a^Bürger und Techniker, Otto Bergen, eine Tochter, Helene Karolis,^geboren den^m^Bürger und Locomotivführer, Gustav Bergen, ein Sohn, Gustav Martin Friedrich Ludwig, geboren den 16. April. . Denselben. Dem Polizeidiener, Johannes Jakobi aus Queckborn, eine Tochter, Elisabeth Katharine, geboren den 25. März. . . Denselben. Dem Bürger und Arbeiter an der Coln-Gießener Bahn dahier, Ludwig Scheid, ein Sohn, Georg Philipp Friedrich, geborben den 29. April. Den 20. Mai. Dem Schneider, Jakob Rupprecht aus Alsfeld, eine Tochter, Sophie Marie Elisabeth, geboren den 27. April- Denselben. Dem Bahnhofsarbeiter an der Main-Weser-Bahn, Johann Heinrich Lemp aus Treis a. d. Lumda, eine Tochter, Johanna Marie, geboren den 13‘ ^^enselben. Dem Bürger in Groß-Erda und Arbeiter an der Main-Weser- Balm dahier, Peter Jakob, eine Tochter, Katharine Karoline, geboren den 5. Mai. Denselben. ^Dem Bürger und Schuhmachermeister, Friedrich Schmidt, em Sobn, Philipp Georg, geboren den 5. April. _ V Denselben. Dem Bürger in Launsbach und Zimmermann dahier, Georg Friedrich Pfaff, eine Tochter, Marie Luise Katharine Elisabeth, geboren den 1- Mar. Denselben. Dem Bürger und Küfermeister, Karl Euler, em Sohn, Ludwig s" ü" £.£;!«,. w» w -- * «” «*■■.««>» Weidmann aus Dortmund, ein Sohn, Karl Heinrich August, 6eboren den 26. April. Denselben Dem Großh. Hauptmann in Pension, Christian Riedel, em Sohn, Friedrich Jakob Robert, geboren den 28. März. Beerdigte. Den 18. Mai. Luise Reinig, des Bürgers und Messerschmieds, Adam Reinig, ebelicke Tochter, alt 9 M- 2 T-, gestorben den 17. Mai Denselben- Johann Heinrich Wunderly, Rentner dahier aus Hanau, alt 71 Z Den 20. Mai.^OFriedrich Löber^ Bürger in Hermannstein und Arbeiter dahier, Qlt o^'D e n^s e^b e^m ^Friedn i^ Sophie Lisette Stoll, geborne Plönniges, des Bürgers und Schuhmachermeisters, Karl Stoll, Ehefrau, alt 31 I. 3 M- 5 T-, gestorben den Paris, 22. Mai. Die französischen Blätter fahren fort, den Schweizern Angst zu machen, daß „seit der Minderung Frankreichs die kleinen Staaten in ’ Gefahr seien". Es ist nicht der Mühe werth, auf diesen Schwindel zu antworten, dock ist, was die Schweiz speciell betrifft, daran zu erinnern, daß Frankreich es war, welches nach dem italienischen Kriege die im Wiener Frieden für neutral .erklärten savoyischeu Gränzdistricte Faucigny u. s. w. ohne Sang und Klang und zum Hohn der Schweizer einverleibte. Paris, 24. Mai. Der „Gaulois" veröffentlicht eine Zuschrift Napoleon S, welche dem Blatte nach erfolgter Publication des Urtheils der Enquete-Eommtjsion über die Capitulation von Sedan zugegangen ist. Die Zuschrift weist das Unheil der Commission zurück. Napoleon erklärt, er habe von seinem Recht Gebrauch gemacht, als er die Parlamcntärflagge aufpflanzen ließ, und beansprucht die Ber- antwortlichteit dafür allein. Er fügt hinzu, er habe dabei einer unabwendbaren Nothwendigkeit gehorcht, welche sein Herz zwar auf'S Tiefste verwundete, aoer sein Gewissen rubig ließ. , _ . Versailles, 22. Mai. Nationalversammlung. Debatte über die Kauf, und Lieferungsverträge. Der Herzog v. Audiffret - PaSquier sagt: Der Bericht der Commission sprach von dem Kaiserreich und nicht vom 4. September, folglich hat Herr Rouher den wahren Gegenstand der Interpellation nicht berührt. Die wirk- liche Frage, um die es sich handelt, ist Die: Waren Sie kriegsbereit? Audiffret beweist durch unwiderlegliche Zeugenaussagen, dass nichts bereit war, weoer Mu- nitionen noch Verproviantirung. Sie können daher die Verantwortlichkeit des so leichtfertig unternommenen Krieges nicht zurückweisen! Frankreich darf wie Augustus zu Varus sagen: Gebt uns unsere Legionen, unsere Provinzen, unsere Ehre, unsere Fahne wieder! Die Verantwortlichkeit für die Lieferungen fällt der Regie- runa des 4. September nicht zu. Das Decret der Straflosigkeit zum Beispiel, welches das Haus Cohen-Lion schützte, rührt aus früherer Zeit her. Audiffret zeigt die betrügerische Weise, mir welcher unter dem Kaiserreich Zuschläge gemacht und Fonds entwendet wurden. Er fügt hinzu: Bevor Sie von e.nem Appell an das Volk sprechen, warten Sie, datz die Kammer Ihre Fehler wieder gut mache. Schließlich drückt er den Wunsch aus, das Land möge sich nie wieder in so ver- bängnißvolle Hände begeben. Seine Rede wird oft von Beifallsbezeugungen unter- brocken. Rouher erwidert ihm, indem er seine These von gestern aufs Neue auf- nimmt und in verschiedene Einzelheiten eingeht. Seine Antwort wird öfters von Protesten unterbrochen. Rouher vertheidigt Die Worte, welche er gesprochen hat, als er den Sieg prophezeihte, und schließt, indem er ausrust, daß er niemals ermangeln werde, nach Pflicht und Ucberzeugung zu handeln. Das Ende der Rede Rollher's wird mit ironischem Gelächter ausgenommen. Gambetta beschwört die Versammlung, nicht in eine Falle zu gerathen, indem sie sich theile. Der vierte September ist heute nicht in Frage. Man muß unterscheiden zwischen dem nothwendigen Resultat der Ueberlieferung des Kaiserreichs und dem eigenen Weik der Regierung des 4. September. Gambetta erwartet mit Vertrauen Die Unter- suchuna über den letzteren Punkt. Derselbe tfimmt die Auslassungen Rouher's über die Verantwortlichkeit wieder auf und stellt folgende Alternative: „Entweder Ihr hattet Waffen, und warum alöDann Damals diese übereilten und drückenden Käufe? oder Ihr hattet damals feine Waffen, Dann wäret Ihr Verräther, indem Ihr das Land ausliefertet." Man weiß, auf wem die Verantwortlichkeit lastet. Es ist der Gipfel der Demüthigung für das Land, Ihre Apologie anzuhören. Gambetta schließt: Die unerbittliche Gerechtigkeit der Geschichte wird das Regime brandmarken, welchem Frankreich den 2. September, Mexico und Sedan verdankte/ (Dreifache Beifallssalve.) Belcastel greift das Kaiserreich und die Regierung des 4. September an. Die Berathung wird geschloffen. Die Versammlung nimmt mit Einmüthigkeit von 692 Stimmen eine Tagesordnung Mornay's an , welche besagt: Die Versammlung, im Vertrauen in die Commission der Kauf- und Lieferungsverträge, welche alle Verantwortlichkeiten vor und nach dem 4. September zu bezeichnen und zu treffen wissen wird, geht zur Tagesordnung über. Versailles, 23. Mai. Dem Vernehmen nach wird die Regierung Den Ge- suchen der Generale Wimpffen und Uhr.ch, vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden, SW] n,2D) q unb am 1. .1684) ß sa« zS-l U '^Den 21. Mai. Marie Katharine Pfeiffer, geborne Spies, des Bürgers in Allendorf a- d. Lumda und Schneiders dahier, Heinrich Pfeiffer, Ehefrau, alt 39 I-, ö f °r e nCfe xb e Henriette Oppermann, geborne Düringer, des Bürgers und Friseurs, Cbristian Philipp Jakob Oppermann, Ehefrau, alt 71 I- 9 M. 5 T , gestorben ben 18. Mai- „ - , ,. n . Denselben- Marie Auguste Louise Elisabeth Orbig, des Bürgers und Spengler- Es erscheint auffällig, daß die hier stationirten aus- = Wilhelm Orbig, eheliche Tochter, alt 27 T-, gestorben den 19. Mai. * »r-t-.-ff. ... fei— cst-—- "l-* Denselben Johannes Heuser, Bürger in Launsbach und Arbeiter dahier, I alt 70 I., gestorben den 19. Mai. Feilgeboteneö Liederkranz Samstag Abend 8 Uhr: dergeschäft erlernen will, wird in die Lehre außer und an zu 207 Rthlr. 13 Sgr. 3 Pf. kaufen bei Philipp Lampus. Glaserarbeit, an Philosophenwald von Sonntag den 26. Mai: 2579) ii versandt. Preis der Blechbüchse ä 1 Pfd. = 45 fr. Zu vermiethen Fr. Wortmann'sche Buchhandlung^ Schwelm. Verlagsbuchhandlung für volksthümliche Heilwissenschast. I! Epileptische Krämpfe (Fallsucht) II W heilt der Specialarzt für Epilepsie I>r. O. Klllisch in Berlin, jetzt HR H Louisenstrasse 45. — Bereits über Hunderte vollständig geheilt. (213) // ff tf tf H. Schmal!, Frankfurter Hof. Nürnberger „ Tivoli- ,, Gießener Actien. 1D OQ verkauft 2573) Von Großherzoglicher Oberstudien -Directiou concessionirtes Lehr- und Handels-Institut pi Nidda. Das Sommersemestcr beginnt Montag den 3. Juni. Knaben vom 7. Jahre Deutsche Handelsgesellschaft. Verkauf eines Bauplatzes. 2562) Das auf dem Seltersberg, zwischen der Besitzung der Frau Stallmeister v. Gremp und der sog. Hollergasse gelegene, circa 70 QÄIafter haltende städtische Stets ächt zu haben bei Kr. Vieler am Kreuz, in Gießen. Maurerarbeit, Zimmerarbeit, Schreinerarbeit, i 2548) Ein 1 V; Morgen haltender Garten mit Häuschen ist im Ganzen oder getrennt zu verkaufen. Näheres bei der Exped- d. Bltts. 2574) Einen Lehrling sucht H. Haßler, Schuhmacher, Wallthorstraße. Gelände, soll Donnerstag den 30. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, im Rathhause als Bauplatz öffentlich den Meistbietenden versteigert werden. Besondere Bekanntmachung. Oeffentliche Aufforderung. 2569) Die Gemeinde Hausen ist im Besitze einer, in Flur I, Gewann am Gar- benteicher Weg, dortiger Gemarkung gelegenen, im Grundbuche nicht eingetragenen Grundfläche von 250 Klaftern, deren Eigen- thum sie behauptet und deren Ueberschreibung auf ihren Namen sie beantragt hat. Der unvordenkliche Besitzstand ist genügend bescheinigt. Alle Diejenigen, welche etwa Eigenthumsansprüche an jene Grundfläche bilden zu können glauben, werden hiermit aufgefordert, solche so gewiß binnen 4 Wochen dahier geltend zu machen, als sonst die Gemeinde Hausen als Eigenthüme- rin anerkannt und der Eintrag auf ihren Namen in bas Mutations - Verzeichuiß mit dem Erwetbtitel „Ersitzung" erfolgen wird. Gießen, den 20. Mai 1872. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Dr. Muhl, Stadtrichter. Pilsner Tafel, Wiener Märzen, Culmbacher Export, finden Aufnahme. Für Lehrersöhne ermäßigte Preise. Pension im Hause des Unterzeichneten. Gründliche Vorbereitung für die höheren Classcn der Gymnasial- und Realschulen, sowie für's Handelsfach und sür's Einjährig- Freiwilligen-Examen. Prospecte und nähere Auskunft durch den Instituts - Vorstaud : G. Bamberger. Gießen, den 23. Mat 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. gesucht von Schmidt & Förster, Neuenweg. 2565) Bei allen und jeden Erkältungskrankheiten, wie Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Hustenreiz, Auswurf, Brustschmerzen, . Lungenleiden, ist der Mayer'sche y weiße Brust-Syrup F ein unfehlbares sicheres Hausmittel. Großes Mililar-Lonrert, ausgeführt vou dem ganzen Musik-Corps des Großh. Hess. Restles Kindermehl (farine lactee), mend vergeben werden, als: veranschlagt zu als Ersatz der Muttermilch. Haupt-Niederlage für Oberheffen in der Hirsch-Apotheke Ehr. Hempel, in Gießen. NB. Der bessern Haltbarkeit wegen wird das Kindermehl nur noch in Blechbüchsen Arbeitsversteigerung. 2566) Samstag den 1. Juni, Nachmittags 4 Uhr, sollen zur Erbauung eines Backhauses . Naunheim folgende Arbeiten wenigstneh- wir sowohl während des Marktes, als nach demselben, gegen billige Provision. Bestellungen auf Lagerräume sind bis spätestens den 23. Juni an uns zu 2557) Zwei Paar weiße Pfau-Tauben richten. sind zu verkaufen in Lit. B- Nr. 41. Zu jeder weiteren Auskunft sind wir gerne bereit. 2564) Ein- Quantität H°u ist zu v-r- Frankfurt «. M. , ben 16. Mai 1872. 2571) In Nr. 105 am Ast-rw-q sind 2 Infanterie - Regiments Nr. 116, unter Leitung seines zwei Stuben nebst Küche, seither von Wtttwe 1 o cex > Jünger bewohnt, bis zum 15. Juni zu Musikmeisierö, Herrn V. Reifert. ^Ebendaselbst ist eine freundliche Stube _____________Anfang 4 Uhr. - Gil tret' ü Person 9 fr.______________ pTa63: Zllkr unbf®ob7n?aum?rfeti”=®»ön W Jährliches Einkommen: 400-600 Tblr. Karl Pitz bewohnt, bis zum 15. Juni 2567) Wir suchen noch 10 bis 12 junge Männer im Alter von 21 anderweit zu vermiethen. bis 35 Jahren, zunr Reisen für unsere bekannten beilwissenschaftlichen Zu erfragen bet er Expe . __Berletgswerke. — Bedingungen: 25 Thlr. Kaution; gesundes ange- 2559) Im Balth. Euler'schen Hause nehmes Aeußere und streng solider Lebenswandel. Offerten erbitten direct am Hamm ist ein möblirtes Zimmer sofort * - " * zu vermiethen. 186 „ 20 „ 6 90 „ 19 „ 4 47 „ 21 „ — Lieferung v. Kalk, 102 „ 12 „ — Naunheim, den 24. Mai 1872. In Auftrag: Kern, Bürgermeister. Accht ciißl Porter, „ Pale Ale, Versteigernugeu. 2465) Dienstag den 28. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause des Herrn Musiklehrer Zimmer vor dem Wallthor sehr gut gehaltene polirte Möbel, bestehend in mehreren Sophas, worunter eins mit sechs passenden gepolsterten Stühlen, einem Causeuse, einem Schreibsecretär, einem Glasschrank, runden Tischen, Cornoden, einer Bettstelle mit Matratze, Spiegeln mit Goldrahmen, einem Sessel, einem eichenen Kleiderschrank, Bildern, Büchern, Büchergestellen, Bütten und sonstigem Hausrath, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 17. Mai 1872. In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann 2542) Ein Mädchen gesetzten Alters, welches in der Pflege kleiner Kinder gründlich erfahren ist, wird von einer Familie in einer Stadt am Rhein zu miethen gesucht. Näheres Turnhalle. 2556) Ein Schädel und ein Scelett, vollständig und noch gut erhalten, werden zu kaufen gesucht von Meyer Rothenberger, Neuenweg B- 193. l,w JPWff" Wollmarkt )» Frankfurt a. M. H- Schmal!, Lindenplatz. 2568) Wir zeigen hiermit an, daß unter Mitwirkung des landwirthschaftlichen 2532) All- Sorten Früh-Pflanzen. fo= $etEin§ tn d-st-n Halle und dem baran bel-g-n-n großen Bleichgarten wie auch Dlckwurzcl-Pflanzen, finb zu Ml 3., 4. und D. Juli dv. I. im Promenadenhaus. öer ^ste Wollmarkt dahier stattfindet, zu welchem wir Verkäufer und Käufer ergebenst I Parfümerien aller Art find wieder angekommen und billigst zu haben in dem Rafir- und Haarschneide-Cabinet von Christian Frech, am Markt. K SjCWICyifcM?®* Für den Markt bestimmte Wollen nehmen wir schon 14 Tage vor dessen Beginn aus der Textor'schen Brauerei in Flaschen auf Lager, ohne dafür Lagergeld zu berechnen. Unverkauft gebliebene Wollen genießen ä 7 fr. nur allein ächt zu beziehen durch bis 14 Tage nach dem Markt ebenfalls freies Lager. den Flaschenbierverkauf von Feuerversicherung und Arbeitslöhne nach unseren Auslagen sind zu Lasten der L- Textor, Eigenthümer. im Darmstädter Haus. Alle Sendungen können direct an uns gerichtet werden. --------------------------------- Auf Wunsch gewähren wir bei Ankunft der Wollen entsprechende Vorschüsse. 2583) Ein noch in gutem Zustande be- Ebenso leisten wir Käufern für in unserem Besitz gelassene Wollen verhältnitzmäßige sindliches (Klavier ist billig zu verkaufen. Anzahlungen. Den Verkauf der uns in Consignation zu sendenden Wollen besorgen Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 2504) Ein Dienstmädchen zu sofortigem Eintritt gesucht. Wo? sagt die Expedition d. Bltts. ___________________________________ 2546) In das Stix'sche Atelier wird ein braver gewandter Junge gesucht- Th. Wode, Neuenbäuen Nr. 85. 2536) Ein ordentliches Dienstmädchen wird auf Johanni zu miethen gesucht- Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2508) Wir suchen einen Commis zum sofortigen Eintritt. Gebr. Homberger & Söhne. 2523) Ein gut empfohlenes Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht. Wo? sagt die Exped- 24172) Der neu eingerichtete H Laden meines Neberrhanses mit dazugehöriger Wohnung, be- n f ~ a Ä h stehend aus 4 Zimmern, 3 Kam- U e V N n g s jt U N V \ Bodenraum, Küche, Kel- i 2543) Ein braver Junge, der das Schnei- icr re., ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. A. Mettenheimer. 2234) Das an Frau Secretär Habicht vermiethete Logis ist zu vermiethen. A. K. Worms, __Seltersweg C- 184. 1990) Ein Familienlogis zu vermiethen Neuenweg 134._________________________ 2529) Kreuz Lit. B. Nr. 114 sind zwei auch drei freundliche Mansarden-Zimmer zu vermiethen. 2550) Ein möblirtes Zimmer zu vermieden und sogleich beziehbar. Restauration Bramm. 2541) Drei zusammenführende Keller, zu Lagerräumen oder Destilation geeignet, sind zu vermiethen. E. Pitthan. gesucht bei Heinrich Klein. Ä ne^S^0116®^ XaM” ^49) Ein ordentlicher Zapfjunge gesucht sind zu verlausen bet ^ait Haoer ii. Restauration Bramm. 2551) Mittagötlsch, ä 18 fr., in und außer dem Hause, wird gegeben in der Restauration Bram m. 2486) Ein Dienstmädchen mit guten Zeugnissen wird auf Johanni gesucht. _________L. Petri II., Neuenweg. 2524) Ein Kindermädchen auf Johanni Vermischte Anzeigen. 2555) Schube, Wasserstiefel, sowie eine gut erhaltene Scheibenbüchse faust Meyer Rothenberger, . Neuenweg. M. Wallenfels 2570) Ein Frauenzimmer sucht Beschäf- empsiehlt tigung im Putzen und dergl in Lit. D. ben bereits bekannten Bieren: ----------------------------- Vermiethungen. 2563) In meinem Hause ist der zweite Stock pr. August zu vermiethen. Moritz Heichelheim, _________________Seltersweg C. 185.______ 2575) Eine Familienwohnung ist zu üer= miethen. Näheres in Lit. B- Nr. 183. 2480) Ein Logis, bestehend in 3 Zimmern, Küche, Mitgebrauch der Waschküche und des Bleichplatzes :c., ist zu vermiethen und am 1. August zu beziehen. ________________Georg Herbert. 1684) Ein Laden mit Comptoir zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Selters- weg Lit. C. Nr. 184. 2547) Das von Madame Ufer seither bewohnte Logis ist bis 1. Juli anderweit zu vermiethen. Justus Müller, im Einhorn. Wemets Garten. 2512) Das aus 56 Mann bestehende, und bereits hier rühmlichst bekannte Musikcorps deS Kroßh. Leib-Garde-Reaiments, unter Direction seines Capcllmeifters Herrn LH. Adam, wird auf femer Durchreise nach „Berlin", wohin es zur Abhaltung eines »Cyclus« von Concerten den Ouif erhalten, Tonntag den 26. und Ä^ontag den 27. 1872 Mei 1 ■fe' S* v j hier veranstalten. Programm. Sonntag den 26. Ddai 1872. 1. Abtheilung Militairmusik: 1. Ouvertüre jur Oper: „Der Tannhäuser", von R. Wagner. 2. „Wein, Weib und Gesang", Walzer von . Strauß. 3. Introdnctivn und Chor aus der Oper: „Die Nibelunaen", von A^rn. 4. „Reverie", von Vleustcmps. 5. „Satan in Wien", großes Potpourri von . Hansscr. 2. Abtheilung Streichmusik: «M* WV, =-•-»- $„bc, 7. „Freuet euch des Lebens", Walzer von . . Strauß. 8. Große Fantasie aus der Oper: „Robert der Teufel", von Meyerbcer. 9. ,,Mitraillcuscn-Marsch", von if). Adam. 10. „Knegsrakctcn", patriotisches Potpourri von . Conradi. 11. „Husarenritt", von Spindler. 12. „Ein Tag auf der Frankfurter Ostermesse", Potpourri von .Newbold. 3. Abtheilung Militairmusik: 13. Ouvertüre „Das Glöckchen des Eremiten", von Maillart. 14. „Grüße aus den Vogesen", Polka von . • Th Adam. 15. Fantasie aus der Oper : „Der Troubadour", von Verdi. 16. „Gute Nacht du mein herziges Kind", Lied von Abt. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. „Manstein-Marsch" von Ouvertüre zum' Melodrama: „Gelva", von „Blau Veilchen", Polka-Mazurka von . Finale aus der Oper: „Lohengrin", von „Steiget hernieder", Lied von Zum Schluß: „Mitrailleusen-Marsch", von . Reißiger. . Gung'l. . N. Wagner. . Kücken. . Th. Adam. Programm. ? Montag den 27. Mai 1872. 1. Abtheilung Militairmusik: „Armee-Marsch", von Voigt. Ouvertüre zur Oper: „Oberon", von . . Weber. Quadrille aus „Meyerbeer's Afrikanerin", von Strauß. Finale aus der Oper: „Ariele, die Tochter der Luft", von . Vach. „Humoreske" aus Orpheus in der Unterwelt, von Offenbach. 2. Abtheilung Streichmusik. Ouvertüre zur Oper: „Wilhelm Tell", von . Nossini. „Freikugeln-Polka", von .... Strauß. Große Fantasie aus der Oper: „Faust", von . Gounod. „Mein schönster Tag in Berlin", Walzer von Gllllg'1. „Musikali che Contraste-Humoreske", von . Riede. 3. Abtheilung Militairmusik. . Th. Adam. <► 5) 6) to 00 OD CO m o* 1) 2) 3) 4) Der Vorsitzende des Vorstandes: Buff. Gewerbebank zu Gießen. Ordentliche GeneralVersammlung Montag den 27. Mai I. I , Abends 8 Uhr, in dem Locale der L. Kvnift's Witlwe dahier. Tagesordnung: Mittheilung der Rechnung und Jahresbilanz. Beschlußfassung über die Gcwinnvertheilung und Die den Kastcbeamten zu erthcilende Decharge. m , 5. , , Genehmigung der mit den Kaffebeamten und dem Veremsdiencr ab- geschlossenen Verträge (§ 14 der Statuten.) | Nichtigkeitserklärung des Beschlusses der Generalversammlung vom 11. Juli 1871, betreffend die Stellung des Vereins unter das Gc- nosscnschaftsgcsctz, — wegen Verstoßes gegen $ 44 der Statuten; wiederholte Beschlußfassung über diese Frage und Wahl einer Kommission zur Revision der Statuten. Ausschluß mehrerer Mitglieder nach § 28 der Statuten. Beschlußfassung über die Amtsdauer des zeitigen Vorstandes, eventuell Renten- und Lebensverstcherungg-Anstalt zu Darmstadt. Die Anstalt übernimmt : , , c, m ~ „ I. Versicherung steigender Renten, wobei die jährliche Rente aus einer vollen Einlage von einhundert Gulden bis zu 150 fL anwachsm kann. opt.p11&3 H. Die Versicherung von Kapitalien auf den TodeS- wie auf deni LebcnS fall, zu Ausstattunucn u. s. w., sowie die Bcr,ichcrung von Lcibrcntcn und Wittwenpensionen. , , III. Gelder zur statutenmäßigen Verzinsung nut 3H- °/o und alsbaldigen Ruck Ersatzwahl. Gießen, am 22. Mai 1872. ^^Versicherungs-AMräge werden entgegen genommen, Statuten und Prospecte unentgeltlich verabfolgt, sowie Aufschlüsse bereitwillig ertheilt von den Agenten der Anstalt: A. L. Balser, Buchbinder in Gießen, W Blum, Lehrer in Groß-Buseck, A. Führer, Kaufmann in Wetzlar, Fr. Eberhard, Kaufmann in Marburg, I I-. Scippel, Partikulier m Butzbach, C. Volp, Gemeinde-Rechner in Lich. | Vertretung | 2572) Ein leistungsfähiger nicht unvermögender in Mannheim ansässiger Kaufmann sucht den prooisionsweisen Verkauf solcher Fabrikate und Produkte für welche Mannheim und Umgegend Haupt-Consumtions-Platze sind. Füretwaige zu übernehmende Lager sind entsprechende Localltaten 'N seiner eigenen Behausung vorhanden und wild außer prima Referenzen zede gewünschte Garantie geboten Franko-Offertcn sub Chiffre H. 4551 befördert die Annoncenexpedition von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. i ) „Frankfurter Hof/4 2580) Sonntag den 26. Mai: Entree zu dem am Sonutag stattfindenden Concert Billetö ä 18 fr. bei den Herren Gebr. Wenzel am Kreuz. An der Kasse ä 24 fr. Entree zu dem am Montag stattfindenden Concert 24 fr. a Person. Anfang 4 Uhr. Bei ungünstiger Witterung finden lieide Concerte tm Saale statt. Anfang.4 Uhr. Mitbrinaen von Hunden ist durchaus nicht gestattet. Minden die Eonccrte im Saale statt, so bittet man, vor Schluß der vorletzten Abtheilung nicht zu rauchen. 0 6 Ein kunstsinniges Publikum auf die Gediegenheit der beiden auszuführendcn Programme aufmerksam machend, zeichnet hochachtungsvoll O » « ® CHÄCl« Anfang 8 Uhr. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.