Preis vierteljährig 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn- Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. iffirtw Ammer. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Nv. 22 Donnerstag den 25. Januar tatsächlich oder auch nur wahrscheinlich an der Dahnverwaltung liege und die im Handelsgefttzbuche ststgestellie Befreiung oder Beschränkung der Haftpflicht nur zur Abwehr unbilliger Ansprüche geltend zu machen. Berlin, 23. Jan. Durch eine vom 22. Januar datirte Cabinetsordre an das Staatsministerium ist der geheime Oberjustizrath Dr. Falk zum Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal - Angelegenheiten ernannt. Fürst Bismarck har bereits den beiden Häusern des Landtags Abschrift der Cabinetsordre zugehen fr ([en. — In der auf den 19. Februar berufenen Gkneralversommlung derBerlin- Potsdam-Mogdlburger Eisenbahngeseüschast wird auch Beschluß gefaßt über die Nachsuchung einer Concession für die Herstellung einer Eisenbahn von einem Punkt der Stawmbahn direct nach Frankfurt a. M. nebst einer Zweigbahn nach Magdeburg. Berlin, 23. Jan. Die jetzige Fußbekleidung der Infanterie und Fußortillerie wird von Fachmännern blinohe allgemein als ganz ungenügend für die Campagne bezeichnet. Als Ersatz werden feste hohe Halbstiefeln vorgefchlagen, wie sie bei der Cavallerie bereits eingesührt sind. Eine andere Rcoction dürfte sich gegen die steifen und engen Kragen ter Waffenröcke empfehlen, welche in Verbindung mit dem zu engen Schnitt der Woffenröcke die Bewegung des Mannes erschweren und der Gesundheit nicht förderlich sind. Die beiden- kleinen Patronentaschen find schon lange Gsgenstand der Anfeindung, auch der schwere Helm und die unpraktische Feldmütze finden wenig Fürsprecher und endlich werden auch diesmal wieder die schor 1866 gegen den Tornister erhobenen Ausstände erneut. Köln, 23. Jan. Der Allg. Ztg. wird von hier geschrieben: „Wie mir nachträglich mitgetheilt wird, ist die Einräumung der staatliches Eigenthum bildenden Garnisonskirche an den Vorstand des hiesigen Altkatholikcr^VcreinS, von dem Gouverneur General-Lieutenant v. Frankenberg aufs Wärmste befürwortet, durch den Kriegsminister v. Roon bewilligt worden, nicht ohne daß zuvor in einer Plenarsitzung des Staatsministeriums der Gegenstand verhandelt worden wäre. Dadurch gewinnt dieses freundliche Entgegenkommen unstreitig sehr an Bedeutung, und vielleicht liest man nun auch recht bald, daß das bayerische Ministerium den Münchener Altkatholiken endlich die dortige staatliche Stuoienkirche zur Mitbenutzung ; überlassen habe. UebrigenS hat der Bischof der preußischen Armee, Herr NamS- zanowSki, bereits Stellung in der Angelegenheit genommen: er hat nämlich an den hiesigen katholischen Divisionspreviger ein Rescript erlassen, mit der Weisung: sobald dir Altkatholiken in die Garnisonskirche einzögen, seinerseits dieselbe zu räumen." die allermindeste Kenntniß hat. Hamburg, 24. Jan. Die Zeichnungen auf die Aktien der Deutsch-TranS- atlantischen Dampfschifffahrts - Gesellschaft nehmen einen sehr lebhaften Fortgang, so daß eine wesentliche Reduktion der Zeichnungsbeträge in Aussicht steht. Aus Elsaß-Lothriugeu, 19. Jan. Die Zusendungen für die Bibliothek geschehen so massenhaft, daß sie ost fast nicht bewältigt werden können. e>ciü|t- verständlich laufen auch werthlose Schriften und zahlreiche Doubletten ein, aber die bisherigen Erfolge berechtigen zu der gewissen Hoffnung, daß die Straßburger Bibliothek, wenn auch nicht ihre vollständig frühere (sie enthielt Werke, die nicht mehr ersetzt werden können), so doch mit der Zeit eine hohe Bedeutung erlangen wird. In einem besonders dazu eingerichteten Lesesaale sind bereits über 400 in alle Wissenschaften einschlagende und unterhaltende Leseschriften aufgelegt, die Jedermann zur Benutzung stehen. Wie liberal und loyal unsere Regierung verfahrt, können Sie daraus ersehen, daß sie früheren hier angestellten Professoren die Er- laubniß gegeben hat, vom nächsten Monat an „französische Vortrage", d. h. nicht nur Vorträge in französischer Sprache, sondern voraussichtlich Vorträge mit spectell französischem Charakter, zu halten. — Die Stadt Kehl, welche so viele Verluste Dem Staatsministerium mache Ich in Verfolg Meines Erlasses vom 17. dieses Monats hierdurch bekannt, daß Ich den Geheimen ^berjusttzrath Dr. Fal zum Minister der Geistlichen, Unterrichts» und Mevicmal-Angelegenheiten ernannt habe. Berlin, 23. Januar 1872. gez. Wilhelm. Gegengez. Fürst v. Bismarck. An das Staatsministerium. Für die Richtigkeit der Abschrift Flender, Geh. Rechnungsrath. Berlin, 23. Januar. Nachdem mit dem 2. d. M. der preußische Staats- schätz aufgehoben, sind gleichzeitig die vorhandenen Bestände und die ausstehenden Forderungen des Staatsschatzes an die allgemeine Finanzverwaltung ubergegangen und fließen nunmehr alle Einnahmen, welche demselben nach den bisherigen B - stimmuugen zuzuführen waren, den allgemeinen Staatsfonds zu. Die hierauf oe- züglichen Berichte und sonstigen Mittheilungen sind daher fortan an den Finanz- Minister zu richten. Die Geschäfte der Rendantur des Staatsschatzes sind auf die Deutschland. Darmstadt, 23. Januar. Der Abgeordnete George hat seinen alten An- trag, die Weinsteucr aufzuheben, wiederholt, und zwar in folgender Fassung: Die Kammer wolle beschließen: 1) die Steuer auf Wein wird aufgehoben und der Verkehr mit Wein wird wie in den übrigen Reichslanden sreigegeben; 2) von Dem Tage an, wo die Weinsteuer aushört, wird die Provinzial-Straß-nbauichiNd von Oberhcssen und Starkenburg als allgemeine Staatsschuld übernommen." jn Den Motiven hebt der Antragsteller dos Lästige, Nachtheilige und den freien Verkehr Hemmende der jetzigen Besteuerungsweise und die hohen Ausfichls- und Eon- trolkosten hervor, verkennt aber auch nicht, daß für den Ertrag der Weinsteuer mit 440,000 fl, wovon 237,000 auf Rheinhessen und 165,000 fl. aus Starken- bürg entfallen, ein Ersatz geschaffen werden müsse und zwar durch eine allgemeine einheitliche Einkommensteuer. George gibt ferner zu, daß bei Aufhebung der .n Rede stehenden Steuer in erster Linie Rheinhessen und die Bergstraße interessirt seien, und will deshalb zur Ausgleichung, namentlich Oberhessen gegenüber, die Provinzial-Stroßenbauschuld von Starkenburg mit 788,000 fl. und diejenige von Oberheffen mit noch 1,558,000 als Staatsschuld übernehmen. — Der Bericht Des Abacord. Goldmann über den Antrag des Abgeorv. Hallwachs, die Gehaltsaufbesserung der Beamten und Bediensteten der Main-Neckarbohn betreffend, con- statirt, doß die Regierung den Gegenstand bereits in Behandlung genommen, und empfiehlt den eventuellen Antrag dcs Abgeord. Hallwachs, „die Regierung zu ersuchen, alsbald mit der königl. preußischen und der großherzogl. badischen Re- aieruna in Verhandlung zu treten wegen Erhöhung der Gehalte sammtl'cher Beamten und Bediensteten der Main-NeSarbahn, und dabct thunlichst darauf bedacht sein, daß diese Gehaltserhöhung nicht unter dem Maße der den übrigen hessischen Staatsbeamten etwa verwilligt werdenden Gehaltserhöhungen verbleiben möge. (Franks. JournJ Berlin, 23. Januar. Dem Abgeordnejenhause sind heute folgende Schrift- stücke zugegangen: Berlin, 23. Januar 1872. In Verfolg der Mittheilung vom 18. Januar beehre ich mich, Euer Hoch- Wohlgeboren anliegend beglaubigte Abschrift der allerh. Ordre vom heutigen Tage, wonach des Königs Majestät den Geheimen Oberiustizrath Dr. Falk zum Minister der geistlichen Angelegenheiten zu ernennen geruht haben, unter dem Amheimstellen der gefälligen Mittheilung an das Haus der Abgeordneten ganz ergebenst zu Der Präsident des StaatSministeriumS. gez. Bismarck. An den Präs. d. Hauses d. Abgeordneten, Herrn v. Forkenbeck Hochwohlgeb. Bonn. Der Berliner Correspondent eines in Bonn neu gegründeten ultra- montanen Blattes, das sich (lucus a non luccndo) „Deutsche ReichSzeitung" nennt, begrüßt den Herrn Dr. Falk mit folgenden, wenig schmeichelhaften Worten: „Es bleibt nun kaum noch ein Zweifel über die Bedeutung und die Ursachen des Rücktrittes des Herrn v. Mühler. Die Wahl seines Nachfolgers ist in dieser Hinsicht bezeichnend. Dr. Falk ist zwar ein gewitzter, spitzfindiger Jurist, aber ein entschiedener Gegner der Katholiken. Derselbe ist viel zu verschmitzt und zu gerieben, um in der plumpen Weise gegen die Bischöfe vorzugehen, als wie es v. Mühler in der BraunSberger Angelegenheit gethan. Vor den rabulistischen Spitzfindigkeiten des Herrn Falk haben die katholischen kirchlichen Behörden alle Ursache, auf der Hut zu sein. Mit ihm fängt ein neuer, wichtiger Abschnitt in der Geschichte der katholischen Kirche Preußens an. Herr Falk theilt die Grundsätze des Herrn v. Lutz, ist aber ihm geistig und geschäftlich weit überlegen. Er vertrat bekanntlich das Lutz'sche Kanzelgesetz vor dem Reichstage." So der ultramontane Scribent, der allerdings nicht in der „verschmitzten" und „geriebenen vieler seiner Gesinnungsgenossen, sondern in „plumper Weise" gegen einen Mann loszieht, von dessen sittlichem Werth und Charaktereigenschaften er offenbar nicht ' "e SsAfr* werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- Bestellungen aus den Lietzener ^nzelger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate Februar und März zu 40 fr. ___________________________ 1872. Generalstaatskaffe übergegangen. h Das neue Münzgchtz wird, tote der „K. Ztg " »c« 6iet geschrieben to'rd, knnensolls ja den Vorlagen der FrühjahrSsession des Reichstages gehören und, va man eine Herbstsession in diesem Jahre vermeiden mochte, in diese« Falle noch über ein ganzes Jahr ruhen. Die Vorarbeiten nehmen so geraume ZeN en 4n- spruch, daß man daraus füglich, namentlich gegenüber einem so tief tn alle häUnisse eingreifenden Gesetze, Niemandem einen Vortours machen «nn- . Don Seiten de» Publikum« und gleichfalls von Setten de« Ausschusses d. deutschen Handelstage« war beim Hanvelsminister darüber Beschwerde getuhr worden, daß die Eisenbahnverwaltungen bei Behandlung von Ersatzanspruch wegen Verlust, Beschädigung oder verzögerter Besörderung von Frachtgütern et willkürliche« ober ungerechte« Verfahren einschlagen und unter Berufung auf Bestimmungen de« Handelsgesetzbuches sich einer Befriedigung billiger S°^ru"g zu entziehen suchen. Der Handelsminister hat in Folge dessen d e f ntgli»« Eisenbahndireetionen angewiesen, den ll^dchten Ansprüchen m 1 ” ngd) 6er |ranjo|t|ct|em esyararter, zu »alten. — -tat "“w* GeschästSeoulanz entgegen i» kommen, in^en p® 6 bic Schuldizu verzeichnen hat, wird jetzt einigermaßen dadurch entschädigt, daß zwischen dem Ursache des Vorfalles zu sorschen, die Haftpflicht zu staimren, n>u s a Hch' i>< j .• Amsterdam k. k. k. 95% 9278 8772 1047s 118 923/8 Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Dis conto k. 8. S23/g k. 8. 101% m. 8. — 1. 8. - 4% 'M km Rhein-Marne-Saarcanal und dem hiesigen Hafen eine Dampfschleppschifffahrt mit Drahtseil bis nächstes Frühjahr errichtet wird, wobei noch in unserem Hafen eine Dampfkrahnen-Anstalt ins Leben tritt. Oesterreich. 8. 99% 8. 99% 8. 105 Geldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 n doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankens!. 9 18—19 Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 24—25 325) soll m ' [er, M Hoh per S Buchen Eichen Elsbeere Abelhvli ferner: 37 6id 8 Bui 4 Ä 73 Uch ^Busami ötrahe, ar I R? |g j i . • M J| j ffll k. 8. k. 8. k. 8. k. 8. k. 8. k. 8. 351) M v jott in be ^aulerbo' verzeichne den, als 23,1 N- 6 117,2 2 83 20 1,70 14,90 4,30 2.30 M 464 Ei 31 Ma 280 56 Slab DieZu KllMN. Segen Zohlung- Dic E ter umli in ihren ( Gieher Groß 9ch bei i ließen Wien, 22. Januar. Der gefeiertste Dichter der Gegenwart, der Stolz Oesterreichs und Deutschlands, Franz Grillparzer ist gestern aus diesem Leben geschieden. ^Wie selten einem Sterblichen, war es Grillparzer vergönnt, nach den vielfachen Stürmen und Kränkungen des Lebens den Nest seiner Tage in dem tröstenden Bewußtsein zu verleben, daß sein Dichtergenius die höchste Anerkennung der Zeitgenossen gefunden. Der achtzigste Geburtstag dieses großen Dichters, den man mit Recht den „Schiller Oesterreichs" nannte, wurde in der solennesten Weise gefeiert und selbst vom Throne herab wurden ihm die Zeichen der glänzendsten Anerkennung zu Theil, während gleichzeitig die Stadt Wien, die Künstler und Schriftsteller Oesterreichs und Deuischlanbö, kurz alle Kreise der Gesellschaft dem mit Recht Geleierten ihre Huldigung varbrachten. Franz Grillparzer, der am 15. Januar 1791 geboren wurde, feierte vor sieben Tagen seinen 81. Geburtstag, an welchem Ehrentage er aber nicht mehr die zahllosen Glückwünsche seiner Freunde und Verehrer persönlich in Empfang nehmen konnte, da ihn bereits ein Unwohlsein an dem Empfang von Besuchen verhinderte. Nur die Gratulationen der Abgesandten des kaiserlichen Hauses empsing der Nestor der österreichischen Dichter persönlich. Das Unwohlsein Grillparzers gab Anfangs zu keinen Be. sorgniffcn Veranlassung, dennoch aber kamen täglich ein Professor und sein Neffe, ein Arzt, in die schlichte Behausung des Dichters, um sich nach seinem Befinden zu erkundigen, und in gleicher Weise nahm namentlich Erzherzog Ludwig Victor Antheil an dem Schicksale Grillparzer's, indem er täglich in der Wohnung des- selben nachfragen ließ. In den letzten Tagen nahm die Schwäche bei dem Dichter immer mehr überhand; um ihn jedoch nicht zu erschrecken, machten ihn die Haus, leute auf seinen Zustand nicht aufmerksam. Gestern Nachmittags nach dem Essen setzte sich Grillparzer in seinen Lehnstuhl und plauderte noch mit seinen Hausgenossen. Plötzlich wurde seine Stimme immer schwächer und schwächer, die treue Haushälterin befürchtete die Katastrophe und sandte eiligst nach dem Geistlichen, allein als derselbe kam, war es bereits zu spät. Ruhig und sanft, wie er gelebt, hatte er seinen letzten Seufzer ausgehaucht. Er war angekleidet im Lehnstuhle für immer entschlafen. Sein Andenken wird durch seine Werke ewig leben! Wien, 24. Jan. Die amtliche „Wiener Zeitung" veröffentlicht folgende diplomatische Ernennungen: Zum Gesandten in Kopenhagen Graf Paar, in Stock- Holm Baron Walterskirchen, im Haag Ritter Haymerle, in Rio de Janeiro Baron Sponnleitner, in Athen Baron Pottenburg. Der Gesandte Pfusterschmidl in Karlsruhe ist in gleicher Eigenschaft auch in Württemberg und Hessen mit dem Sitze in Stuttgart accreditirt, Baron Frankenstein zum Gesandten in Dresden und bei den großherzoglich sächsischen Häusern ernannt. Frankreich. Paris, 23. Jan. Marschall Mac Mahon hat die ihm angebotene Vtce- präsidentschaft ausgeschlagen. — Bei dem Herzog v. Aumale findet nächsten Donnerstag ein großes Diner zu Ehren Thies' statt. — Aus Lyon kommen neuerdings Proteste gegen die Rohstoff-Zölle. Italien. Nom, 20. Jan. Man hat auffällig wahrgenommen, daß viele Cardinäle iü der letzten Zeit ihre sammtlichen Prachtwagen und andalusischen Hengste verkauft haben. Die edeln Thiere werden, da die meisten von einem Fuhrunternehmer erstanden worden sind, von nun an ein viel angestrengteres Dasein haben. Man sieht die Fürsten der Kirche auf der Straße in schwarzen Kleidern zu Fuß und in Begleitung nur eines Geistlichen oder Laien. Im Vatikan durchkreuzen sich die Jatriguen, je dringlicher die Angelegenheit der neuen Cardinals-Ernennungen wird. Die Jesuiten wollen natürlich ihren Günstlingen den Purpur verschaffen, während die römischen Cardinäle keine Majorität im h. Collegium sehen wollen, welche sich für die Abhaltung der zukünftigen Papstwahl außerhalb Roms entscheiden könnte. Mittlerweile ist das Confistorium vertagt worden. Rußland. Aus Petersburg, im Jan., wird der „Gegenwart" geschrieben: „Hinsichtlich des Thronerben, den man als fanatischen Anhänger der jungrussischen Partei- doctrinen zu betrachten gewohnt ist, pflegt man in den schlimmsten Befürchtungen sich zu ergehen; seiner Thronbesteigung glaubt man als dem Beginn einer der bestehenden direct entgegengesetzten deutschfeindlichen Politik entgegensehen zu müssen. Nun soll nicht geläugnet werden, daß Vieles aus der Vergangenheit des Groß- fürsten-ThronfolgerS solchen Anschauungen Vorschub geleistet hat. Allein so viel ist gewiß: seit lange waren Anzeichen genug vorhanden, daß die Einflüsse gewisser Parteimänner nicht mehr in dem Grade wie früher sich maßgebend zeigten, und daß jene anti-preußische Stimmung oder M'.ßstimmung allmählich der Vergangenheit anzugchören begann. Bei Weitem positiver kann man sich seit dem Besuch der GeorgSritter aussprechen. Des Großfürsten Haltung war entschieden wärmer, als einfach nach den Gesetzen der Courtoifie geboten schien, und wenn er — am Abend des Diners im Winterpalais — auf den Trinkspruch seines kaiserlichen Vaters Bezug nehmend, gegen eine auch in Deutschland verehrte hohe Persönlich, keit äußerte, daß er die innige Annäherung der beiden großen Reiche mit freudigem Herzen begrüße und dieselbe auch kommenden Zeiten erhalten zu sehen hoffe, so ist auf diese spontane Kundgebung wohl mehr Gewicht zu legen, als sonst auf bloße Worte. So wird zum mindesten derjenige urtheilen, welchem die wenig demonstrative Natur des Großfürsten bekannt ist, und welcher weiß, daß demselben stets und von allen Seiten wenigstens die Anerkennung zu Theil geworden ist, Mann seines Wortes zu sein." Petersburg, 12. Jan. Mit dem Beginne des neuen Jahres ist eine wesentliche Verbesserung in der materiellen Lage der Offiziere in der russischen Armee eingetreten. Einem kaiserlichen Befehle zufolge wird nämlich den Offizieren, welche früher Tischgelder erhielten, eine mit dem Range progressiv sich erhöhende Vermehrung derselben zu Theil und denen, welche bisher keine Tischgeloer erhielten, eine solche in der Form besonderer Portionsgelder im Betrage von 8 Rb. monatlich verliehen. Außerdem ist die im Jahre 1868 den zu Offizieren ernannten jungen Leuten gewährte Summe von 100 Rb. zur Equipirung um 50 Rb. erhöht worben. Zur Bestreitung dieser Kosten sind 3y2 Mill. Rb. neu in das Budget des Kriegsministeriums ausgenommen. 5 WA 1)011 ID* Aeile» D tiinfl p' 18/2 IM' Im 150 ? Mteinbe Heinproo in Poftn lanb war Sachsen ( piefie bat 8 Voglc Maux > Handelsberichte. FtnanzieUeS aus Frankreich. Die Kaarmerdebatte hat über die Finanzlage wenia c* verbreitet, da Äußerungen über Rüstaugen und Festungöanlageu vermieden worden, und daher außer den bekannten Schäden noch ein Bedarf besteht, den man auf mindestens 500 Mül. schätzt, auch sind seit 1868 alle RechnanzSablagen noch im Rückstand, die Rechnungen von 1870 unb 1871 sind so sehr in einander verwoben, daß man nur schwer herauSsinvet, waS dec Kciea hat. Tüe blsherigen Anlehen belaufen sich auf 4500 Millionen, und eS müssen noch 3750 Millionen mittelst Anlehen aufgebracht werden. Den pcäliminirten Einnahmen ist um so weniger zu trauen, als sie nach den Ergebnissen früherer Jahre geschätzt sind und der Rückschlag des Krieges auf Industrie und Wohlstand außer Acht gelassen ist. Die meisten der neuen Steuern drucken so sehr auf Handel und Verkehr, daß man eS später bereuen wird, sie so hastig einaeführt zu haben, und damit ist, wie Thierö selbst in seiner Rede zugab, die Steuerkratt 'des Lande« erschöpft. Zwischen der Regierung und der Bank ist eine Differenz entstanden; erstere will die Zinleu auf den geleisteten Vorschuß von 1 Procent auf % Proeent rebuciren, waS die Bank verweigert. Das Sous-Comptoir der Bauunternehmer hat mit der Stavt St. Cloud einen Contract wegen der Neubauten abgeschloffen, nach welchem dasselbe zu einem um ein Drittel geringeren den üblichen Hypothekenzins die Gelder unter Garantie der Departements Seine und Oise vorschießt. Im Allgemeinen iällt eö den Departementen nun sehr schwer, ihre Anlehen unterzu- bringen; von dem Anlehen für vas Departement Herault von 1,500,000 Francs wurden nur 54,000 Fr. unterzeichnet. In Aubuffon hat em Banquier mit 2,500,000 Fr. fallirt der Verlust fällt ganz auf kleine Kapitalisten der Umgegend. Die Börse bleibt fest, seitvem die ^Abwickelung am Jahresschluß über alle Erwartungen günstig vor sich gegangen; sie glaubt, alles andere werde sich auch arrangiren lassen und die Bank werde in der nächsten Zeit schon ihren DiSconto redu- ciren. Die Comptantkäufe waren in letzter Woche sehr bedeutend, nur die Haute Banane bleibt zurückhaltend. Italiener wurden im Tausch gegen Rente viel verkauft. Eisenbahnen bleiben sehr matt, nur österreichische Staatsbahn machten eine Ausnahme. Pariser Stadtanleihe dringend angeboten. Creditbanken sehr fest, Comptoir d'Eöcompte 700, Soe. Generale über 600 Francs da die Jahresdividende 25 Francs betragen soll. Oefterreichischer Bodencredit hat den franröst' schen bei 940 eingeholt. Französischer Mobilier sehr schwach behauptet. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 24. Januar. Mittags noch auf stolzen Rossen, Abends durch die Brust geschossen! Unsere Haussiers hatten gestern Abend alle Ursache, sich der citirten Strophe des bekannten Volksliedes zu erinnern, denn ganz unerwartet traf sie die aus Wien telegraphirte Nachricht vom Tode des Kaisers von Rußland und die zugleich eintreffenden rapid heruntergegangenen Wiener Course rissen die hiesigen natürlich mit sich, so daß eine Verwirrung entstand, die für den der sehen wollte, sehr lehrreich sein konnte. Das Gerücht vom Tod des russischen Czaaren ist wohl auf einen Jagdunfall, der diesem begegnet, zurückzuführen. Aber auch sonst schwirrten allerlei Gerüchte umher, wie z. B. das Scheitern des ungarischen Eiseubahngeschäfts mit der Credit- anstalt u. s. w. Kurz, es war eine Art Panik, von deren Eintritt man gestern Mittag noch keine Ahnung hatte und durch deren Plötzlichen Eintritt die Course der SpeculationSeffecten her- untergmgen, Cceditactien namhaft, z. B. gleich um 8 fl. Zum Unglück ist seit gestern Abend auch die Telegraphenleitung mit Wien unterbrochen, unb da von dort der Impuls fehlt so gelang eS nicht, die gestern erlittene Einbuße wieder nachzuholen. Nichtsdestoweniger war dieStimmunq doch eine feste und wußten sich die Course von gestern Abend gut zu behaupten, Credit zwischen 354 und 356, Staatsbahn 419, Lombarden 219%—220, Silberrente 63%; am meisten schwank- ten Nationalbank, die im Laufe der Börse bis 870 sanken und sich später wieder auf 886 erholten. Aulagepapiere wurden von dec allgemeinen Flauheit nicht berührt und auch auf die Subscriptionen hatte diese Feinen Einfluß. Denn nicht nur die Meininger Prämienpfandbriefe wurden überzeichnet, sondern auch die Goldanleihe der Stadt Newyork 5—6fach, so daß auch da starke Re- duction eintreten muß. In den nächsten Tagen kommen auch wieder zwei neue amerikanische An- leiben zur Auflage, und zwar eine durch Gebr. Sulzbach, die andere, dec Chesepeake-Obio Eisenbahn, durch die Hauser Speyer-Ellissen und L. A. Hahn. v 3" Bahnpapieren war der Verkehr heute nur von geringer Ausdehnung. Galizier beliebt bei 271, Buschterader matter. Gotthard gingen mit 105 um, größere Posten Saalbahn-Prior.- Stammactien bei 92y4. Banken ebenfalls wenig belangreich. Darmstädter, Meininger Frank» furter Bankverein niedriger, letzterer um 1% Procent. Deutsche Vereinsbank offerirt, 'daaeae» Oesterrelchsich-deutsche, Italienisch-deutsche und Frankfurter Wechslerbank fest. Loose in gutem Verkehr. Oesterreichische 1860er, 1854er und Ungar!, ose, wie auch Raab- Grazer besonders hervortretend. Von Amerikanern wurden die neuen Western-Pacific mit 86V2 gehandelt, bei 1 Proc. Agio. Der „Russische Regierungsbote" bringt in seiner Nummer vom 1. (13.) D. Mts. eine Ueberschau der Ereignisse des abgelaufenen Jahres; es werte tu den Annalen der Menschheit einen hervorragenden Platz einnehmen, denn es habe inmitten eines blutigen Krieges begonnen und inmitten der Segnungen des Frieden- gcenbigt. In der Ucbersicht heißt es von Frankreich, daß ihm Ruhe und Samm- lung noththue, um dereinst wieder die frühere Stellung unter den europäischen Staaten einnehmen zu können; es wird ferner die Genugthuung hcrvorgehoben, welche Rußland in den Londoner Conferenzen anläßlich der „Frage des Schwarzen Meeres" zu Theil geworden, und bei diesem Anlässe darauf hingewiescn, daß aller Orten, und so auch in Oesterreich, die öffentliche Meinung und die Presse sich weit günstiger über die Tendenzen Rußlands aussprechen, als dies im Beginne des Jahres 1871 der Fall gewesen. Das officlelle Blatt constatirt ferner, daß nach wie vor aufrichtige Sympathie zwischen Rußland und Preußen bestehe, und freut sich schließlich der friedlichen Lösung, der die Alabama-Frage entgegengehe, so wie der ruhigen Art und Weise, in der die Sclaven-Emancipation in Brasilien zur Lösung gelange. k die Atz Aetlen. 5% östr. F. St. E. B. 419% Lombard. Bahn 220% ' Ludwigsh.-Bexbach 198% Maxbahn 147% Bayer. Ostbahn 150 Khein-Nahebahn-Aot. 41% Hess. Ludwigs b.-Act. — Oberhessen „ 83% Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 60 3% öst. s. Lombard 84% 3% Livorneser 39% 5% Tosoaner 62% 5% Elisabeth.-Prior. 83% do. II. Emiss. 82 Anleheii81oo«e. Kurh. 40 Thlr. Loose 69% Nassau 25 fl. 44% 4% bayr. Präm.-Anl. 117 Ansbacher 7 fl. 11% 4% badische Loose 114% Badische fl. 35 Loose 70% 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 38% Oestr. fl. 250 v. 1854 84% 1858r Priori tätsloose 198 1860r Loose 93% 1864r „ 154 Braunschweiger 21 Stadt Florenz 83 Btirscnnacbricliten. 24. Januar 1872. Preuss. 4% % Oblig. 102% Frankf. 3%% Obi. 88% Nass. 4%% Obi. 99% Kurhess. 4% » 93% Gr. Hess. 5% Obi. 102% „ „ 4% „ 97% » » 37-0/0 „ 92 Bayer. 5% n 100% „ 4% o/g 1jährige 100 „ 4% 1jährige 95 Würtemb. 4%% Obi. 99% Baden 4%% Obi. c. E. L. 99% Oesterr. Silberrente 63% T Papierrente 54% Amerik. Bonds 1881 r 102% n „ 1882r 96% „ „ 1885r 97% n „ 1887r 98% Spanier, neuest. 3% 32% Aetlen. Frankf. Bank 14074 Frankf. Vereins-Kasse 1307z Darmst. Bankaot. 488 Wien Bankaktien 885 Galizien 271% Oest. Creditact. 3563/4 Zeh» Jahre der Zeitungen. Der neuerschienene Katalog der Annoncen-Expedition von Haasenstein 8» Vog- Ict liefert interessante Anhaltspunkte über die Entwicklung der Tagespresse. Im deutschen Reiche erscheinen 1743 Tagesblätter, in Oesterreich - Ungarn 268, in der Schweiz 252 in Frankreich 392, in Belgien 196, in den Niederlanden 174, in Großbrittannien 1253, in Dänemark 96, in Schweden-Norwegen 184, in Rußland 160, in Italien 333, in Spanien 91, in Portugal 26, in den vereinigten Staaten von Nord-Amerika 622, im übrigen Amerika 431, in Asien 57, in Afrika 50 und in Australien 75. Wir nehmen den Katalog der Herren Haasenstein 8» Vogler von 1862 zur Hand und finden, daß die Zahl der deutschen Blätter (mit Ausnahme Oesterreichs) rn diesen zehn Jahren von 1134 duf 1743 gestiegen ist, und zwar hat die größte Zunahme in denjenigen Theilen Deutschlands stattgefunden, wo keine Caution und Zeitungssteuer die Entwickelung hemmt- Während Preußens Blätter von 670 im Jahre 1862 auf 951 im Jahre 1872 stiegen, hat Bayerns Tagespresse sich von 139 auf 250 gehoben; Baden hat sogar um 150 Procent zugenommen (von 30 auf 72 Blätter), Hessen stieg von 32 auf 53 und Würtemberg von 72 auf 102. Im Verhältniß die meisten Blätter erscheinen in der Rheinprovinz, nämlich 165, in Brandenburg 125 und in Schlesien 120, die wenigsten in Posen (36) und Pommern (56). In den außerpreußischen Theilen von Norddeutschland war die namhafteste Entwickelung in Mecklenburg (sic!) von 23 auf 51 und in Sachsen (von 81 auf 119). Einen wesentlichen Antheil an den Fortschritten der Tagespresse hat die Entwickelung des Llnnoncen-Wesens, die von der Firma Haasenstein 85 Vogler ausging, welche 1862 zwei Bureaux hatte und 1872 zwei und zwanzig Bureaux in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz besitzt. I Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser g Central-Bureau für Inserate bestens empfohlen. Die uns übergebenen Annoncen werden sofort direct an die betr- Zei- g tungs-Expeditionen befördert und nur zu den Originalpreisen der Zeitungs-'Ex- I Petitionen berechnet. Kostenvoranschläge gratis und umgehend. Größere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst gün- | ü stigen Bedingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Rech- S B nung franco. Jaeger'sche Buch-, Papier - und Landkarten-Handlung. | Frankfurt a. M., Dvmplatz Nr. 8. L] Frankfurt a. M. Die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Frankfurt a. 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Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zchlungsfrist bis 15. Sßtai 1872 gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Holzversteigerung. 325) Montag den 29. Januar, von Morgens 10 Uhr an, soll in dem Fürstlichen Walddistrict Höh- Ier, Abth. 5, 6 und 7, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Scheidh. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen. Buchen 274 247 330 6650 Eichen 2 19 6 70 Elsbeere — 2 — — Nadelholz — — 2 — ferner: 37 Eichenstämme mit 19,60 Cubik-Meter, 8 Buchenstämme „ 10,35 „ 4 Fichtenstämme „ 0,84 „ 73 Fichtenstämme „ 2,97 „ Zusammenkunft auf der alten Gießener Straße, unweit Hof Albach, bei Brenn- Holz-Nummer 1. Lich, am 20. Januar 1872. Fürstliche Oberförsterel Llch. Wimm en au er. 365) Ein Fäßchen Liqueur, E» dessen Eigenthümer nicht zu ermitteln ist, soll Samstag den 27. d. Mts-, Vormittags 11 Uhr, versteigert werden. Steigliebhaber wollen sich bei unterzeichneter Expedition einfinden- Gießen, den 24. Januar 1872. Die Güter - Expedition der CölN'Gießener Bahn. Wiedefeld. Bekanntmachung. 359) Freitag den 16. Februar b. I-, Nachmittags 2 Uhr, soll die der Gemeinde Allertshausen zustehende Jagd, unter den zuvor gegebenen Bedingungen, anderweit auf dem htestgen Rathhause öffentlich verpachtet werden. Allertshausen, den 23 Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Allertshausen- Römer. Versteigerung von Gebäuden auf den Abbruch. 361) Die der hiesigen Gemeinde gehörigen Gebäude, als: neuerbautes Wohnhaus, 34 Fuß breit, 35 Fuß lang, Stall, 12Vr Fuß breit, 33‘/2 Fuß lang, Scheuer, 34 Fuß breit, 52 Fuß lang, sollen Dienstag den 13. Februar d. I-, Vormittags 10 Uhr, auf den Abbruch auf dahiesiger Bürgermeisterei versteigert werden- Wieseck, den 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. Bekanntmachung. 360) Donnerstag den 1. und Freitag den 2. Februar, von Vormittags 8 Uhr an, sollen in dem Licher Stadtwalde, District Eisenkaute, nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich versteigert werden, als: I. Donnerstag den 1. Februar, Bau- und Werkholz: 40 bis 50 Eichen-Stämme von 19 bis 50 (Zentimeter Durchmesser und 3 bis 8 Meter Länge, 10 Buchen-Stämme von 30 bis 40 Cen- timeter Durchmesser und 3 bis 7 Meter Länge, 20 bis 25 Birken- u. Weichholz-Stämme von 20 bi§ 30 (Zentimeter Durchmesser und 3 bis 6 Meter Länge, 40 bis 50 Eichen- und Birken-Stangen von 12 bis 14 (Zentimeter Durchmesser und 4 bis 8 Meter Länge; II. Freitag den 2. Februar, Brennholz: 450 R-Meter Buch en-Scheid- u. Prügelh-, 250 „ Eichen- u. Weichholz-Prügel, 270 „ Buchen-, Eichen- und Weichholz-Stöcke, 7500 Wellen Buchen-, Eichen- und Weich- Holz. Die Zusammenkunft ist jedesmal am Burkhardsfelder Vicinalweg am Floß. Lich, den 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Jhring. Freitag den 16. Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, auf Ort und Stelle auf 9 Jahre verpachtet werden. Wieseck, den 23. Januar 1872. Großherzoglickes Ortsgericht Wieseck. Lang. Verkauf einer Scheuer auf den Abbruch. 357) Bei der am 3. d- Mts. abgehaltenen Versteigerung der alten Pfarrscheuer dahier wurden geringfügige Gebote angelegt und soll daher anderweit Dienstag den 30. d. Mts., des Vormittags um 10 Uhr, auf dem Gemeindehause dahier öffentlich meistbietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß die Scheuer noch in gutem Zustande ist und sich gut zum Wiederaufbau eignet- Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Johannitag d. I. bewilligt- Reiskirchen, am 22. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen Jünger. Holzversteigerung im Münsterer Gemeindewalde. 364) Dienstag den 30. Januar, des Morgens 8 Uhr anfangend, soll im Münsterer Gemeindewalde, District Strauch, nahe an der Chaussee von Laubach nach Lich, nachverzeichnetes Holz öffentlich meistbietend versteigert werden, als: 340 FichtemStämme von 15 bis 26 (Zentimeter Durchmesser und 8 bis 14 Meter Länge, 1014 Fichten-Stangen von 7 bis 14 (Zentimeter Durchmesser und 8 bis 14 Meter Länge. Die Zusammenkunft ist Morgens 8 Uhr in Münster- Münster, am 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Münster. Heß. Feilgebotenes. 366) Frische Egmonter Schellfische und Cabliauen sind eingetroffen; Turbots und Seezungen beliebe man einige Tage vor Gebrauch aufzugeben. I. A. Busch Söhne. Block-Chocolade mit Vanille, pr. Pfund 28 fr., ist wieder angekommen bei Emil Fischbach, (373) Seltersweg. 8 Kreppet, täglich frisch, bei August Noll, im Stern. 294) Steinkohlen , Prima - Qualität trockene Braunkohlen vom Hessenbrücken- Hammer empfiehlt billigst Dan. Wirth's Nachfolger. Z Treber verkauft Ehr. Lony, Bierbrauerei. 8 Kreppet, täglich frisch, bei F. Zülch Wittwe. I 347) Ein Haus mit Hofraum und großem Garten in günstiger warmer Lage, mit fließendem reinem Wasser und von mehreren Seiten zugänglich, für eine Privatwohnung wie für eine Fabrikanlage, Gartenwirthschaft, Kunst- und Handelsgärtnerei, ist hier unter bequemen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. Näheres bei Ehr. Vix, Neuenweger Thor. 267) Ein Garten, 3Vr Morgen groß, ist zu verpachten. Näheres zu erfragen Reichensand Lit. C. Nr. 128, im unteren Stock. Großer Ausverkauf!!! i HolzversLeigerung. 53 E. Hermes. 4 23 27 730 185 Vorräthig in allen Apotheken. In Gießen bei 372) Um rasch zu räumen, verkaufe Tülle, Blonden und Bänder unterm Einkaufspreise. Julius Landauer. versteigert werden. Wieseck, den 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeistern Wieseck. Lang- 363) Donnerstag den 1. Februar, von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Wiesecker Gemeindewalde, District Ursulum, am Philosophenwald: ' R -Meter Nadel-Scheidholz, " Englische Gnßstnhlftilcn, für deren Aechtheit Garantie geleistet wird, liefert die Feilenfabrik von C. in Offenbach a. M- Daselbst werden stumpfe Feilen auf's Billigste aufgehauen. (134/XII.) „ „ Prügelholz, „ „ Stockholz, Wellen „ Reisholz, Nadel-Stämme bis zu 34 (Zentimeter Durchmesser und 14 Meter Lange, = 57,90 Cubikmeter enthaltend, Nadel-Stangen 344) Samstag den 27. d. Mts-, Morgens 9 Uhr, soll der Kalkofen des Johs- Lober L Wagner zu Bieber in der Kelbach bei Wirth Will freiwillig versteigert werden. Bemerkt wird, daß derselbe erst vor emem Jahre gebaut worden ist und sich m gutem Zustand befindet- .__o »bbeim.bm»^«^. Bender- s Malzpräparate von Georg Geiger in MMgart. ISbiln in bis jetzt unerreichter Reinheit, von vorzüglichem lIldlA-Mlidtl Geschmack. do. mit Eisen und Chinin für Blutarme. KliitaMliriiiigsiiiiltel süßliche» Geschmacks zu empfehlen. A!2> Die in dem Nachlasse des Karl Sund beim gehörige B°denburger Mühle^ ■ an der Lahn gelegen, mit drei Mahl- und einem Schlaggang, soll 1 Die Handlung der I. A. Kusch Fön he erlaubt sich, hiermit bestens zu empfehlen: Lag« in feinen französischen und holländischen Liquenren, sowie in Düsseldorfer Arrac-, Rum-, Vanille-, Burgunder-, Portwein- nnd Ananas-Punscheffenzen, achtem Ruin de Jamaica und Arrac de Ratavia. Reine» alten Malaga, ächten Tokäycr, ESordcaux- St. Julien nnd Bordeaux-Ijcoville, deutsche Roth- nnd Weissweine in verschiedenen bekannten Sorten. Eingemachte Früchte als: Aprikosen, Birnen, Kirschen, Ananaserdbeeren, Nüsse, Reineclauden, Mirabellen und Pflaumen. Feinstes Tranbcn-Gelee und Aprikosen- Compots. Salz-, Essig-, Pfeffer- und Senfgurken, Mixed- Pickles, Trüffeln a laPerigord, Champignons, Sardines ä B'liuäie und Sardinen in Pickles, feinste Genueser Sardellen, schottische und holländische Prima-Vollhäringe. Gothaer Schweineschmalz, pr. Pfund 28 kr. Citronen, Tafelrosinen, Tafelmandeln, Citronat nnd Orangeat, süsse ffcilianifche Mandeln, ganzen und gestoßerien'Ceylon-Zimmt, feinst gestoßene u. gesiebte Raffinade. Cacoigne, Block-Chocolade, pr. Pfund 28 fr., sowie die gegen Husten und Heiserkeit rühmlichst bekannten Rettig- und Malz-Bonbons der Herren Joh. PH. Wagner t n i> 11 kann in einer Beamten - Familie von künf- j 1,1 41 ll J v r y v ll tigen Ostern an Kost und Logis und zu-,von gutem Erfolge empfehlen wir das ,, __ gleich auch, wenn es gewünscht wird, Nach- ' *” 303) Zum baldigen Eintritt wird ein fleißiges Mädchen gegen hohen Lohn gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. in sämmtl. existirende Zeitungen werden zu Original- t i Preisen prompt besorgt. 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Mts., Morgens IO Uhr, im großen Saale des „Frankfurter Hofes" in Mainz stattfindenden Versammlung der Wirthe und Weinhändler des Großherzogthums, wegen Abschaffung der Weinsteuer, Zapfgebühr und Keller-Controle, werden hiermit nochmals alle Wirthe nnd Weinhändlerin Stadt und Land höflichst ersucht, sich recht zahlreich einfinden zu wollen. Gießen, den 24. Januar 1872. In Auftrag des provisorischen Comitös: Fr. Leib zum Rappen. Die Zeitsckrift der landwirtbschaftlichen Vereine im Grofiherzogthum Hessen in Darmstadt nimmt vom 1. Januar 1872 an Inserate auf und berechnet die 3spaltige Petitzeile oder deren Raum mit 7 kr. Bei öfteren Wiederholungen Rabatt. Bei der starken Auflage von 4000 Exemplaren finden Anzeigen durch dieselbe in allen Theilen des Großherzogthums die wirksamste Verbreitung. (5531) Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.