'leins ii t "Uhr, 53>atmhbt h°chzei,^ ^MvWebkr, 43, 9?r । a ' JlL 1J / von m 6- FEnSIlbm, 11 Schuman 'n. M Buchhmdlmg. tt erhallen. Main; der i. I. d- und (Zorstwirthk Lerems für Rhein- mb eraumt gewesene lvßhrrzvMms auf Generalversammlung: m, Produttcn der Fabrikate aus dem d Ecrälhe aus dem ine Aen>erung dahin Dtembtt eröffnet und nkt sich dieselbe auf terjtidintttm Gomitt der Ihiere, in der spätestens am Aus- ung hiermit freund- rlare in Rheinhessen neins, den Herren zu hadm sind. Zn )irectoren der land-' mm und Anmelde-; bunDcn und werben ,(n, deren Verkauf indessen, in Ober- ? i W Gewinne im ? Ver!hcilung.^ probst. * iit u. M. 18'2. «ÜB® •SS®, *#5S "• ’S*'* SS- * l»“*6 «•* sw® ffl " !,n8‘r(in8: >»ft) "wann Muster- p MHemr Alytiger. Pecis vterteljähriq 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post b-zogm vierteljährig 1 fl. 29 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canz lei berg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen. Hi. . Mittwoch kn 24. Juli ~ y Amtlicher The i l. Artikel 3. Artikel 12. Jeder Wähler zieht in dem Wahlzimmer einen der auf der einen Seite mit fortlaufenden Nummern versehenen Stimmzettel und legt denselben, nachdem er auf jener Seite die Bezeichnung Derjenigen, welche er zu wählen beabsichtigt, eingetragen hat, in den verschlossenen Stimmkasten. Ueber die ganze Wahlhandlung ist ein Protokoll aufzunehmen, welches die Namen der Abstimmendcn, jede Abstimmung mit Angabe der Nummer des betreffenden Stimmzettels, sowie auch das Ergebnis; der Zusammenstellung der Stimmen enthalten muß. Es wird von dem die Wahl leitenden Beamten, beziehungsweise dem von der Handelskammer ernannten Commissär, und den von ihm zugezogenen Urkundspersonen unterschrieben; es werden ihm die Stimmzettel und die sonstigen das Wahlgeschäft betreffenden Aktenstücke beigefügt. Gewählt sind Diejenigen, welche die meisten Stimmen erhalten haben, bei Stimmengleichheit entscheidet das Loos. Artikel 13. Nach beendigter Wahl hat das Kreisflmt, beziehungsweise die Handelskammer, die Gewählten von der auf sie gefallenen Wahl schriftlich in Kenntniß zu setzen und die Namen der Gewählten mit dem Ansügen öffentlich bekannt zu machen, daß das Wahlprotokoll nebst Anlagen drei Tage zur Einsicht der Wahlberechtigten bei dem Kreisamt, beziehungsweise bei der Handelskammer, offen liege und Einwendungen gegen "die Wahl oder die Gewählten binnen dieser drei Tage bei Vermeidung des Ausschlusses bei der genannten Stelle vorzubringen seien. Artikel 14. Nach Ablauf dieser Frist hat das Kreisamt, beziehungsweise die Handelskammer, die Wahlacten und die etwa eingelegten Einwendungen an das Ministerium des Innern zur Prüfung der Gesetzlichkeit der Wahl und der gesetzlichen Eigenschaften der Gewählten einzusenden, welches hierüber, sowie über die vorgebrachten Einwendungen endgültig entscheidet. ,, Bekanntmachung. ... SjSääss. der HanLL?zuWn M «“Wanbtf der Stadt Gießen «erden zn der Wahl mit dem Anfngm eingeiaden, daß sieben Mitglieder Gießen, den 18. Juli 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. R ö d e r. Inhaber einer Firma i>?dem TanbMteaitter unb Gesellschaften berechtigt, welche als steuer angehören. " ’ ) Handelsregister eingetragen stehen und einer der vier ersten Klassen der Gewerb- die jeder anderen im Art. 2 bezeichnen Gesellschaft"n°bu'’eincc^b @,i' ßgg in 81«1 UM fal« mW j 3- « Umjlänbt hü tabtn M ffijnig nur M I« di- »«W‘ jpordlri; pti verhafte iö öenperfent on vm Öert WlißßkN (i man jmsi D yichser gebet Hai man za> Untersuchung sorschungen r Tyrol u. s. w. Der Orden weiß sich nicht allein in ave Verhältnisse zu schicken, sein für fleißige und träge Arbeiter. Es ist die rothe Republik die Staatsform, er weiß sie auch zu benutzen. Nicht uninteressant ist, daß einige rheinische Bahnen die kein Vaterland kennt, aus der die Religion, die Trägerin der Sitte, der Ehr- auf Grund einer alten Napoleonischen Verordnung (v. 1804), welche damals barfeit und Zucht, verschwinden würde, wie sie unter ihrer Herrschaft in Paris den der Kranken- und Unterrichispflcge gewidmeten Orden freie Passage ihrer verschwunden ist. Arbeiter und Arbeitgeber mögen daher sich der Gefahr bewußt Mitglieder durch die Transportanstalten des Reiches gewährte, dieses Privileg auf Wcn Wa Berlin, 21. Juli. Di- königl. R-gicruug in Schleswig hat es für noth. wendig -racht-t, durch ihr neueste« Amtsblatt eine Warnung vor den Soeial- demokraten ju erlassen unb babei bit letzten Zwecke ber socialen Demokratie (lar- iulegen. Die Partei scheu, sich banach nicht, bie blutigen Bcrbrechen, welche die «ommune von Paris in den Maitagen von 1871 verübt hat: Raub, Plünde- rung, Erpressung, Böll-rei, Brandstiftung, zu verherrlichen. Diese Zwecke gehen darauf hinaus, Alle«, was uns ehrwürdig, heilig, lieb ist: bas Vaterland den Thron, ben Altar, Sitte unb Gesetz umzustiirzen, an bie Stelle bes häuslichen Herbe« bie Bi-rbank zu setzen, Besitz unb Eigen,hum aufzulösen unb bie Arbeit die Erhalterm und Ernährerin ber Volker, zum Spielballe ehrgeiziger Partei.' . suhrer zu erniedrigen. 8« ist die rothe Republik, bereu Einführung die Locial. demokratle erstrebt, — die rothe Republik, deren ausgesprochener Zweck es ist, die SIitdiipfpt'nnA h,d * v.« ... . ... '-v. . 1 ' v v Der „Allg. Ztg." schreibt man, betreffend die Gesandtschaft des deutschen Reiches bei der Curie, Folgendes: Nach italienischen Mittheilungen sollte der Geschäftstläger des deutschen Reiches bei der Curie, Lieutenant Stumm, in Folge des Ausfalls des Papstes in seiner Anrede an den Circolo Romano vom 24. Juni gegen die Reichsregierung, beauftragt werden, seine Reklamationen bei dem Car- dmal-StaatSsecretär Antonelli zu erheben; namentlich in Betreff der Behauptung Pius' IX.: er habe den Fürsten Bismarck fragen taffen, wie es doch möglich sei daß die Katholiken in Deutschland, die bis jetzt als so gehorsam und treu gelobt worden, plötzlich zu Verschwörern hätten werden können? Daß die Behauptung nicht zutreffend ist, hat die „N. A. Z." in der bestimmtesten Weise versichert, und eS ist dieselbe von anderer Seite darauf zurückgeführt worden, baß der Papst bei Gelegenheit des Empfanges des Geschäftsträgers Reflexionen dieser Art angestellt habe, deren Wiedergabe sich in den Berichten deffelben vorfindet; die Bemerkungen des Papstes feien indeffen auch in der Form nicht solche gewesen, baß eine Ver- anlaffung zur Beantwortung einer Frage Vorgelegen hätte. Wenn es richt a ist daß Lieutenant Stumm bei Antonelli in dieser Richtung reclamtrt hat, so gewinnt die Meldung, daß unter den Cardinälen, welche, wie vor einigen Tagen erwähnt die Rede des Papstes desavouirt haben, der Staatssekretär Sr. Heiligkeit, Car^ dinal Antonelli, in erster Linie steht, einen um so pikanteren Charakter. Cardinal Antonellt soll geantwortet haben: man dürfe bei einem 80jährigen Manne nicht jedes Wort auf die Wagschale legen. Mit der Diplomatie Antonellas scheint es demnach der Unfehlbarkeit des Papstes gegenüber zu Ende zu sein. Wie die „Bresl. Morgenztg." mittheilt, hat die Cholera bereits bie galizische Grenze überschritten. 8 der Ituntn Pk Emdt 3102) Samst ,, 9?ad soll bie M aus dm Vers, lichen Institut vor der Ver lvndendenBed versteigert wer Datz Versus Chaussee und Flurschtz Pi M &rta9t ™te vorher Et zu erthe Gießen, den Groß. !?“ °«s dq° 1917 ®''6en Troßhir, Senir wesen in die Hand nahmen. Die betreffende Schule mußte bann auf einem Tanzboden abgehalten werden, und damit war jedenfalls dem Rachegefühl des Mannes hinlänglich Genüge geschehen. Dem Patriotismus macht dies aber meiner Ansicht nach wenig Ehre; denn es sind doch nur die eigenen Landsleute, die durch Die Folgen dieser Racheakte in Nachtheil gerathen. Oesterreich. , n „ 19‘ 2uli. Die „Deutsche Zeitung" schreibt: „Erzherzog Wilhelm soll bem Czanren em Hanbschr-iben b-s Kaiser« Franz Joseph überbracht haben tCr ^"Herzog sich wahrhaft -nthnsiustisch über bie Aufnahme ausgesprochen, bie er am russischen Hofe g-fundcn. Kaiser Alexander soll ferner bem Erzherzoge angebeutet haben, baß ein Mitglieb ber kaiserlichen Familie bem- "E -intr-ff-n unb bi- Antwort auf ba« erwähnte Schrein übe", reichen werbe. Diese ofsiciose Mtttheilung soll gleichzeitig eine Demenlirung irgenb sicher Spannung zwischen Oesterr-ich-Ungarn unb Rußland fein." 8 8 Italien. .. ?9: ?uIp. Die königliche Regierung zu Perugia hat eine Capuciner. k rche n Cittä delle Pieve schließen lassen, ba bie Frechheit, mit welcher bart per 2Iufru&r gegen, Obrigkeit unb Gesetz geprebigt würbe, alle Schranken überstieg — D'e“Da Jaßt: Vatiean würben Instructionen an verschiedene Prälaten be« Reiche« geschickt, de« Inhalte«, eine Statistik ber Seelen aufzustellen, auf we che bie klerikale Partei zahlen kann: eine wahre katholische Volkszählung welche b-w-,st, mit welcher Umsicht unb Energie man hier zu Werke geht - Von Ferrara wirb unter« 19. telegraphirt, baß ber eine Dammbruch Tag« zu- vor geschlossen >st, unb ber zweite Tag« darauf auch zugeflickt sein würde. $ , . 0r°lN, 20. Juli. Au« Rom meldet man, ber französische Geschäftsträger (fabe ßütbinal Antonelli um eine Erklärung des vom Papste in ber Rede an Rme früheren Ministerial-Beamten enthaltenen Ausfälle« gegen bie französische Regierung, („bie sogenannte Regierung") ersucht. Antonelli habe in sichtl chlr Ve, egenheit gesagt, ber Papst habe keine böse Absicht gehabt, wisse sich aber nich recht mehr zu erinnern, wie er sich au-gedrückt. Auch muffe man bei einem so erregbaren alten Manne nicht lebe« Wort auf bie Golbwage legen. Enblich habe 7>,S.7.27"" ='•" " - W-J* S J Herl ffa 2ult. Der „Gazz-tta b'Jtalia" wird von Rom geschrieben: ®6 Gartnnnl, bem e« gelang, ben Papst zu bestimmen, die Clerikalcn zu den Wahlurnen zu rufen. Derselbe benutzte, die unwiderstehliche Neigung Plus' IX zum Neuen unb Ungewohnten, um seiner Meinung ben Sieg über biejenige An- toneDi« zu »erschaffen. Dieser Cardinal ist bekannt wegen seiner Beziehungen zu den Jesuiten. Doch hat er ben Papst- gebeten, seinen Namen geheim zu halten weil ber Schritt, zu bem -r Pin« bestimmte, für bie Rathgeber selbst üble Folgen haben könne. Ob ber Papst ba« G-Heimniß aber auch wirklich zu bewahren /er- l116 anDcrc $raÖf- lst noch immer möglich, daß die klerikale Partei wirklich sich von den Wahlen zurückzieht. Und da in dem Erlasse Lanza's mit ^".^oupe N'chts zu entdecken ist, was einer Beeinträchtigung der Wahlfreiheit gleich sieht, fo sollen die Straßentumulte benutzt werden, um den Rückzug zu ent- schuld^grn. Die Cler.kalen wurden dann, wie Msgr. Nardi bereits angedeutet hat, yiom, 22. Juls. Die in mehreren Städten bereits vorgenommenen zu Gunsten der Liberalen ausgefallen. — Das Brüsseler tote au« guter Quelle verlautet, mit ber italienischen Regierung 1116,111««,™ um bie Anschauungen der letzteren b-züglich .? t bte"8t ™ ®f»n du bS"> D,°,ch,_. ’ ne“'t> $ou4 n^t unter. ,6,111 «U 3»6 Bit “"?* auf hnMben jh„g 3nfptct;rt; von den Ge. ^Tkmn'ndm ' venn nicht rin fttt Rentier — !.? Hei Da.er wn Hrimathg. "falle« Schül« ue» dem es der "nchtS" zu chnn tu gesainmte 1 Eprachr drfikhe, ur iur Sortierung nieder aufhebev. -enkungs-Urtunde ;ibt Hmn Bloqur !$ j"r Köidtrung '««et ttößrn, daß Berichts - unter Aschen. Aehnliche ieß im Oberrhrin i er seiner armen irden dar Schul, kann auf einem n Rachegesühl ter t dies aber meiner idsleute, die durch "'rrftrpg Wst-e/m überbracht haben, in die Aufnahme ixander soll ferner chen Familie dem- e Schreiben über« irmrntirung irgend ü* st eine Gapvcinet* ■ welcher dort der ölen überstieg.- fchiedene Prälaten aultustellen, auf che LolkSjählung, Werke geht. — embruck TagS jv- frta vörde. l,e Geschäftsträger in der Rede an n die sranjoW habe in W* 41W «b,r Il6n d-i ««» ° . tolid) 6* idevigi« f(l "l* ei( fiten h»0 MPl¥i über " »'j; SL ■5'5« Asien. Die chinesischen Staats- und Hof-Astrologen haben nun endlich, nachdem sie alle Sternbilder des Firmaments durchforscht, den glückbedeutenden Tag für oie Vermählung des jungen Beherrschers des Reiches der Mitte ausfindig gemacht. Wie man der „Jndep. belge" aus Schanghai, 30. April, schreibt, ist dieser Tag der nächste 26. October, und die beiden Kaiserinnen, die Großmutter und die Mutter des allerhöchsten Bräutigams, haben bereits den Untertanen des himmlischen Reiches kund und zu wissen thun lassen, daß die der Hochzeit vorangehenden Feste, bas Ra-Tsai oder das Verlobungsfcst am 16. August, das Ta-Tscheng oder der Austausch der Hochzeitsgeschenke am 19. September stattfinden werben. Mit seiner Verheirathung wird der junge Kaiser gleichzeitig mündig. Sein Vater starb vor 11 Jahren, am 22. August 1861, im Jagdschlösse Jehol. Bei dessen Tove warfen sich drei hohe Mandarinen, Sushun, der Prinz I und der Prinz von Tschrng zu Regenten des unmündigen Thronfolgers auf, wurden aber durch eine von den Kaiserinnen und dem Prinzen Kung hervorgerufene Bewegung sofort gestürzt. Die Prinzen I und Tscheng erhielten ihrer Abstammung wegen das Recht, sich selber erdrosseln zu dürfen, Sushun wurde geköpft. Seitdem theilten stch die Kaiserin und der Prinz Kung in die Vormundschaft und Regentschaft. Amerika. Newyork, 23. Juli. Senator Schurz hat in einer zu St. Louis stattgehabten Volksversammlung eine Rede gehalten, worin er hervorhob, daß die liberale Bewegung einen Umschwung bedeute, welcher die demokratische sowie die republikanische Partei absorbire, den Norden und Süden aussöhne wie die Verwaltung umgestalte. Schurz bekämpft?' ferner die Candibatur Grant's und unterstützte diejenige Gceeley's, indem er einen Brief des Letzteren verlas, worin die vollständige Reform der Civil-Verwaltung verheißen war. der Frankreich gegenüber kennen zu lernen. in der Frage der Handelsverträge einzunehmenden Haltung Spanien. Ueber die gegenwärtig- Luge der Dinge in .Spanien wird der „Morning Po»" aus Madrid geschrieben: .Die vollkommenste Ruhe herrsch, in hohen voi iischen Regionen, wo man stch fast ausschließlich mit den Vo.bereiiungen für die kommenden Wahlen beschäftigt. Fünfundzwanzig an dem letzten Aufruhr in $ere4 bttbtiligt gewesene Individuen sind zum Tode des Erschießens verurtheilt worden aber man glaubt, die Regierung werde sie begnadigen. In Catalonien ist die'Lage der Dinge noch immer eine schlechte. Die Carlisten verüben die arbbsten Exccffe auf der Bahn von Saragoffa nach Barcelona; sie haben die Compagnie um eine Summe von 10,000 Duro's (ä 5 Fres.) beraubt und den □ ufl in glommen g-steckt. Jüngst versuchten sie einen anderen Zug zu zerstören, standen aber schließlich auf Flehen der Passagiere ab. Die Direcloren haben der Regierung angezeigt, daß sie genöthigt sein würden, den Fahrdienst cinzustellen, falls nicht Truppen zum Schutze der Circulation abgesendet würden." In einer Reihe von Telegrammen sind die bisher bekannt gewordenen Umstände des Mordanfalles gegen den König mitgetheilt worden. Die Verbrecher haben jedenfalls das Gegeatheil von dem erreicht, was sie bezweckten. Den König wird die bestandene Gefahr und die von feinen Feinden verübte Schandthat nur um so populärer im Lande machen. Es wird freilich nicht an Leuten fehlen, hie da behaupten, das Attentat sei gerade zu diesem Zwecke in Scene gesetzt worden- aber die Thatsache, daß von den Angreifern einer g-tödtet und -wei verhaftet wotden, spricht doch zu laut gegen jene auch au» anderen Gründen zu verwerfende Verdächtigung. Andererseits ist es auch noch zu früh, die Schuld an dem Verbrechen auf eine bestimmte Partei zorückzufuhren. Sind es Carlisten, Alsonsisten (reine oder unreine), Republicaner oder Internationale, auf welche man zuerst den Verdacht werfen soll? In allen diesen Parteien wird eS Böse» wichter geben, welche vor dem Meuchelmorde nicht zurückschrecken. Zum Glück hat man zwei der U-b-lthäter in sicherem Gewahrsam, und so wird denn die Untersuchung voraussichtlich nicht so resultatloS bleiben, wie bisher die Nachforschungen nach den Mördern des Generals Prim. England. London, 22. Juli. Gestern wurde zu Nottingham ein Congreß der britischen Abtheilung der Internationale abgehalten. Der Vorsitzende Smith verlas den Bericht mit der Erklärung, die Gesellschaft bezwecke die Emancipation der Arbeiter. Die Gesellschaft habe Filialen in allen Hauptorten Englands, ausgenommen in Irland. Der Congreß nahm mehrere Resolutionen, welche sich auf geschäftliche Angelegenheiten bezogen, an. Darunter war eine der Sinnes, daß die Bildung der Arbeiterpartei nöthig sei, und zwar auf der Basis der Grundsätze der Internationale zur Erreichung von politischen Zwecken. Rumänien. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 23. Juli. Die feste Stimmung, mit welcher gestern die Börse die neue Woche eröffnete, hielt auch heute an, und wenn auch die Umsätze im Allgemeinen noch immer sehr gering find, so trägt doch der Verk.hr einen lebhafteren (Zharacter als in der letzten Zeit. Geld ist ziemlich flüssig und der neueste WochenauSweiS der Frankfurter Bank ist nach jeder Richtung hin befriedigend, so daß man dem kommenden Ultimo mit ruhigeren Blicken entgegcnseheu zu können glaubt. Zudem kommen auch von auswärts gute Notirungen. Auch die Übeln Wirkungen, welche man von der französischen Anleihe befürchten zu müssen glaubte stellen sich jetzt, wo der Schleier über die näheren Bedingungen dieser letzteren gelüftet ist, als übertrieben heraus, ja man glaubt sich vielmehr von der reichen Befruchtung, welche die französische Contribution unserem Markt bringen wird, glänzende Tag« versprechen zu dürfen. Für heute beschränkte sich die Speculation darauf, Creditactien um ca. 2 fl. nach vorwärts zu stoßen, und zwar weil die Creditanstalt bei dem französischen Anleihen stark betheiligt sei. Staatsbahn hielten sich auf ihrer gestrigen Höhe, und nur Lombarden machten aus Verdruß über die ihnen zu Theil werdende Nichtbeachtung eine kleine Schwankung nach rückwärts. Oesterreichische Nationalbank etwas matter, wie denn überhaupt die Stimmung für Banken wieder etwas nachgelassen hat. Doch waren heute Londoner und Frankfurter Weckslerbank beliebt, ebenso Deutsche Gffectenbank, welche, nebenbei bemerkt, ebenfalls Subscriptionen für die Milliarden-Anleihe entgegennimmt. Subscrip- tionsresultate wurden gestern und heute mehrfach gehandelt. Süddeutsche Staatspapiere verkehrten heute in verschiedenen Posten bei festen Preisen. Eisenbahnen blieben vernachlässigt und waren österreichische Sorten größtentheils offerirt. Von deutschen Linien gingen Hessische LudwigSbahn, actien hier wie in Berlin in die Höhe, in Folge eines Gerüchts, daß der Staat (welcher?» die Bahn käuflich erwerben wolle. Bayerische alte Ost 139. Von Loosen warm Darmstädter 50-fL# Loose gefragt. Im Nebligen verkehrte man auch hier lustlos. Jassy, 16. Juli. Der Metropolit per Moldau hat dar Ministerium ersucht, schleunige Maßregeln zur Ausrottung des Skopzenthums (jener Ausgeburt religiösen Fanatismus, weiche, von Rußland ausgehend, die geschlechtliche Verstümmelung zum Glaubenssatz erhoben hat) zu ergreifen. Seiner Adresse ist eine Petition eine« gewaltsam „Getauften" beigeschlossen, die eine Haarstraubende Geschichte erzählt. ___________________________________________ Allgemeiner Anzeiger. Versteigerungen. Erndte-Versteigerung. 3402) Samstag den 27. Juli l. I-, Nachmittags um 2 Uhr, soll die Erndte von 43/< Morgen Gerste auf dem Versuchsfelde des landnnrthschaft- lichen Instituts dahier loosweise unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an Ort und Dteue versteigert werden. Das Versuchsfeld liegt zwischen der Llcher Chaussee und dem Schießplätze. — Der Hlurschütz Völker dahier ist beauftragt, auf Verlangen den Steigliebhabern die Erndte vorher zu zeigen und nähere Auskunft zu ertheilen. Gießen, den 19. Juli 1872. Großherzogliches Unw.-Rentamt. Schmidt.__ 3057) Mittwoch den 7. August d. I-, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus die dem Jacob Vogt dahier gehörige Flur Nr. UlKlftr- i/917 34 Hofraithe m der Wall- thorstraße meistbietend versteigert werden. Gießen, den 25. Juni 1872. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semmler, Octsgerichtsmann. Feilgebotenes. 763) Photographie-Rah- men und Goldleisten bei Wllh. Balser. NB. Das Ginrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt. 3478) Herbftrübensamcn bet H. E. Ju ghardt. 2713) leoe Matjes- Häringe empfingen ______I A. Busch Söhne. Königs Reisstärke, unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt (3468) Emil Fischbach, __________Seltersweg. Frischer Zmiebcllmchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 9'/r Uhr, bet (3418) August Noll, im Stern. 643) Thür- und Grabschilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angesertigt bei __Wilh. Balser. | Eingemachte Gurken Empfehlen______I A. 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