l. e ^vben des “HÄ "M» bt» 1« Senera/.. 'kder auf lyr, ^lrciche Be- tanb. Kdjaft Preis vrerreljähritz 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 27 fr. Erscheint täglich, mit^Aus- nähme Sonntags. Expedition: Canz lei berg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt tür den Kreis Sieben. Nr. 96. Mittwoch beu 24. April 1372. Bestelluugen auf den Gießener Anzeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. $ )00. los. 8. 5So. 19, 232. 43. ,139. 23. 424.13. Zenstande aller ■gen Feuers- WM. hx General- rvistadt, i Gießen, H. ich bei Alsfeld, Bellersheim, d bei Grünberg bdeuHen Loyd oft von Ham- oerM, Havre eans, Ton ftka, China ?U jun. der vereinigtei: iste, Erbschaften, (796) an ein Geschäft Hing wird stet» i Lrth. ^VOGLER fl_Expedi,lon’ am ** im f.** •9« y6' 46; Markt, Ui *««*# ix.-«®*?'. „ MoWd’ * Amtlicher T h e i l. Gießen, am 22. April 1872. Betre ffend: Kostenverzeichnisse wegen Beitreibung der Communalintraden für das 1. Quartal 1872. Das Großyerzogltche Krcisaml Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Albach, Allendorf an der Lahn, Allendorf a. d. Lda., Beuern, Ettingshausen, Gießen, Groß-Linden, Hattenrod, Lollar, Mainzlar, Münster, Rödgen und Trohe. Wir erinnern Sie an die Einsendung der rubricirten Kostenverzeichnisse binnen acht Tagen. v. Röder. Bekanntmachung. Bezugnehmend auf unsere Bekanntmachung vom 28. v. Mts. in Nr. 79, 80 und 82 dieses Blattes, fordern wir alle Diejenigen, welche noch Ansprüche der dort erwähnten Art an die städtische Sparkasse zu Paris zu erheben und solche bis jetzt nicht bei uns geltend gemacht haben, hierdurch auf, sich längstens bis zu Ende dieses Monats unter Vorlage ihrer Livrets auf unserem Bureau zu melden.. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden beauftragt, dies in ihren Gemeinden ortsüblich zu publiciren. Gießen, den 22. April 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Politischer T b e i i. Deutschland. Berlin, 20. April. Der Minister des Innern hat unterm 17. ds. Mts. den Oberpräsidien Abschrift eines von dem Reichskanzler demselben mitgetheilten, aus Rio de Janeiro eingegangenen Zeitungsausschnittes, betreffend den ton ter brasilianischen Regierung behufs Einführung ton 15,000 Einwanderern ous Nord- und Südeuropa mit einer Gesellschaft in St. Paulo abgeschloffenen Contract, zur Kenntnisnahme und Beachtung bei Ausführung des Ministerialerlasses vom 13. April 1871 zugehen lassen. Von einer Gesellschaft social-konservativer ConsuflonSräthe ist dem Reichstage folgende Petition überreicht: Wir unterzeichnete deutsche Männer treten in Ehrerbietung vor den hohen Reichstag und bitten dringend, ungesäumt Gesetze anzubahnen und zu erlassen, welche 1) alle Sonntagsarbeit in Werkstätten und Fabriken, außer wo, tote bei Hochösen, das Feuer nicht ausgehen darf, bei Bauten und auf dem Felde, alles Abhalten von Jahrmärkten, Pferderennen rc., so wie allen Güterverkehr auf den Eisenbahnen an Sonn- und Festtagen allgemeiner Christenheit durchaus und bet Strafe verbieten; auf den letzteren auch den Personenverkehr der Sonntage auf einen Post- und Personenzug beschränken, diesen aber auch an den fünf hohen Festtagen (Charfreitag, erstem Weihnachtstag, erstem Ostertag, erstem Pfingsttag und dem hoffentlich bald einzuführenden allgemeinen deutschen Buß- und Bettage) gänzlich ruhen zu lassen. Motive: Unser Volksleben bedarf dringend der Neu- besefiigung und Beschützung seiner religiöS'sittlichen Grundlagen. Die arbeitenden Claffen, namentlich auch die Eisenbahnbeamten, bedürfen dringend des SonntagS- schutzes. — 2) Gesetze, welche im Zusammenhänge mit Vorstehendem verordnen, daß an allen Samstagen die Arbeit in den Fabriken um 6 Uhr, und an den Vorabenden der fünf hohen Festtage spätestens um 5 Uhr aufhöre. — 3) Gesetze, welche die Nachtarbeit in den Fabriken von 9 Uhr Abends bis 5 Uhr Morgens verbieten, sowie den Nachtbetrieb der Eisenbahnen möglichst einschränken. 4) Gesltze, welche die Arbeitszeit am Tage in den Fabriken auf das Maximum von 12, noch besser von 11 Stunden beschränken, so wie den weiblichen und jugendlichen Arbeitskräften angemessenen Schutz angedeihen lassen. — 5) Reichs- Inspektoren zum Schutze der arbeitenden Claffen anzustellen, welche die Durchführung und stricte Beobachtung dieser Gesetze zu übernehmen haben. Berlin, 20. April. Im Reichstage werden die Jesuiten-Petitionen schwerlich vor den letzten Tagen dieses Monats auf die Tagesordnung kommen. Augen- blicklich ist die Angelegenheit in den Händen des Korreferenten Grimm (konservativ) und wirb erst in der nächsten Woche dem Referenten Dr. Gneist unterbreitet werden. _ , _ Berlin, 21. April. Der vielbesprochene Strafantrag des Domherrn Koz- mian gegen die „Nordd. Allg. Ztg." ist nach der „Kr.-Z." von der Staats- anwaltschaft wegen mangelnden öffentlichen Interesses zurückgewiesen worden. Es bleibt zu erwarten, ob Herr Kozmian, wie die „Germania" wiederholt angekündigt hat, nunmehr den Jnjurienprozeß anstrengen wird. Potsdam, 23. April. Die Kronprinzessin ist gestern Abend von einer Prinzessin leicht und glücklich entbunden worden. Stuttgart, 23. April. Staatsrath Sigel, Vorstand der ForstdirecNon, ist an einem Schlaganfall gestorben. — Königin Olga verläßt am 5. Mai Livadia, um über Konstantinopel, Athen und Brindisi die Heimreise, anzutreten. Stuttgart, 23. April. Ein königliches Reskript verlängert den Landtag abermals bis zum 27. d. M. inclusive. Der Abg. Lothar Weber (Forchheim), der patriotischen Partei angehörig, ist heute Nacht gestorben. München, 23. April. Abgeordnetenkammer. Der Landtag ist bis zum 27. April einschließlich verlängert. Der Voranschlag der Staatseinnahmen aus den direkten Stemrn wurde nach den Ausschußanträgen festgesetzt und verschiedene Eisenbahnbaugciuche der Staatsregierung empfohlen. Ans Elsaß-Lothringen wird der „Bad. L.-Z." vom 19. April geschrieben: Als Elsoß-Lothrrngen an Deutschland abgetreten wurde, da wollten Manche das neue Reichsland auch mit einem entsprechenden Theil der alten Reichsschuld belasten, Fürst Bismarck aber, der uns immer so wohlwollend behandelt, sagte Nein, und so sind wir das einzige Land in Europa, des keinen Groschen Schulden, ja sogar beträchtliche Ueberschüffe hat, die vollständig verfügbar sind und mit denen man sehr viel Nützliches und Gutes vollbringen kann. Wir wollen nur andeuten, daß cs sich sehr empfehlen würde, z. B. die Abgaben um 20 oder 25 Procent herabzusetzen, denn Elsaß trägt weit mehr ein, als es selbst braucht und der Stimmung zu Gunsten Deutschlands könnte es auch nichts schaden, wenn die Steuerschraube weniger angezogen würde. Dann könnte man den Lehrern und Lehrerinnen ausbessern, so daß erstere doch wenigstens 1O0O Fr. und letztere 7OO Fr. Einkommen hätten. Ferner wäre es dringend nothwendig, die Gehalte der Geistlichen aller Bekenntnisse zum Wenigsten um 50 pCt. zu erhöhen; denn die Besoldungen dieser Herren tragen in Frankreich kaum so viel Franken ein, als in Deutschland Thaler und Gulden, und doch ist es hier weit theurer zu leben, als jenseits des Rheins. Man schämt sich, es zu sagen, daß die katholtschen Pfarrer nur 800 Fr. und die evangelischen 1600 Fr. und daß sie also kaum so viel Besoldung haben, als ein Bahnwärter. Durch die Aufbesserung dieser beiden so einflußreichen Stände geschähe sehr viel zur Hebung und Belebung deutschen Sinnes. Man probire es doch einmal mit diesen drei vorgeschlagenen Maßregeln, und bald wird man die guten Früchte derselben verspüren. Metz, 16. April. Heute wurde das von dem 8. ostpreußischen Infanterie- regiment Nr. 45 seinen bei Aubigny Gefallenen gewidmete Denkmal unter den üblichen Feierlichkeiten eingeweiht. Oesterreich. Wien, 20. April. Das Tagblatt schreibt: Das .Vaterland" ist heute aus derzeit noch unbekannten Gründen confiscirt worden. Wenn wir vielleicht einmal ein noch liberaleres Ministerium bekommen, als das jetzige, dann werden wahrscheinlich in Wien gar keine Blätter mehr ausgegeben werden können. Wien, 21. April. Der Präsident des ungarischen Abgeordnetenhauses, Somssich, hat in der letzten Sitzung dieses Hauses am 15. ds. eine fast einstündige Schlußrede gehalten, in welcher er insbesondere das Verhalten der Linken einer scharfen, ober wohlverdienten Kritik unterzog. Diese hat allgemein guten Eindruck gemacht, nicht so eine Stelle am Schluffe über äußere Politik, die er einflechten zu sollen glaubte. Er sprach von dem Kriege der Jahre 1870 und 1871 und gab bei dieser Gelegenheit seinen Sympathien für Frankreich unverhohlenen Ausdruck. „Bei Beginn unserer Thätigkeit — so sagte er nach dem stenographischen Protokoll — brach ein ungeahnter Sturm los und nach kurzer Zeit sahen wir jene Macht zertreten und von KriegScontributionen und Beute geschwächt, die, ein Jahrhundert lang zwischen den Extremen der absoluten Gewalt und der unbeschränkten Freiheit hin- und hergeschleudert, unter allen Verhältnissen für die erste Militärmacht gehalten wurde. Wir sahen das Recht in den Hintergrund gedrängt, sahen den blutigen Kampf der rohen Gewalt erneut u. s. w." Mündlich soll der PaffuS noch stärker gelautet haben. In RegierungSkreisen hat die Expectoration peinlichen Eindruck hervorgerufen. Aber auch die Abgeordneten scheint sie unangenehm berührt zu haben, wenigstens geht dies aus der Haltung der Pesther Journale hervor. Pesti Naplo perhorreScirt sie in einer eigenen Note; der Pesther Lloyd schreibt: „Als dieser Theil der Rede gesprochen wurde, war das Gefühl im ganzen Hause ein allgemeines; alle Parteien und, wie wir bestimmt wissen, auch die Regierung waren mit diesem Theile der sonst trefflichen Rede unzufrieden, und ihnen schloß sich auch — Herr v. SomSsich an, der, als ihm das Stenogramm seiner Rede vorlag, den betreffenden Passus mancher Milderung bedürftig fand. In dieser gemilderten Form wurde der PaffuS auch von uns witgctheilt, und zwar auf den Wunsch des Redners selbst, der dadurch wohl zur Genüge be- wiesen hat, daß er, wenn auch für einen Moment vom Redeeifer fortgerissen, doch nicht im entferntesten die Absicht hatte, nach irgend einer Seite hin zu verletzen." Es ist vielleicht nicht überflüssig, auf einen Präcedenzfall aufmerksam zu machen, in welchem Herr v. SomSsich durch seine geschwätzig aufgelischte Privatmrinung über auswärtige Politik zuerst zu Mißverständnissen^ dann aber zu der kategorischen Erklärung seitens maßgebender Kreise Anlaß gegeben hat, daß einer persönlichen Aeußerunz des Herrn v. SomSsich niemals Bedeutung beigelegt werden dürfe. Es galt dies der bekannten Unterredung, welche er mit einem deutschen StaatSmanne in Karlsbad gehabt und dann selbst veröffentlicht hat. Auch dies- mal hatte der Präsident des Abgeordnetenhauses kein Mandat, über auswärtige Politik zu sprechen. Uebrigenr erfuhr er von allen Seiten des Hauses lebhafte Mißbilligung, so daß die bis dahin mit Interesse und Beifall aufgenommene Rede von jener Stelle an im Gemurmel der Sensation unbeachtet verlief. Gewiß ist, daß nicht leicht eine Richtung gefunden werden konnte, welche, wie diese, auch nicht die kleinste Fraktion im Hause und im Volke für sich hat. Hiefür können auch die Aeußerungen der Journale als Zeugniß gelten. Die subjectioen Gefühle und Anschauungen des Herrn v. SomSsich dürfen nicht für die des ungarischen Parlamentes, noch weniger für die der Regierung gehalten werden. (Köln. Ztg.) Prag, 20. April. Beim Beginne des WahlscrutintumS werden Ansammlungen vor dem Altstädter RathhauS versucht, die Polizei schreitet energisch ein und verhindert jede Demonstration durch augenblickliche Verhaftung jedes Renitenten. Bis jetzt sind angeblich 15 Verhaftungen vorgekommen. Da trotzdem immer wieder Ansammlungen versucht werden, rückt consignirteS Militär aus und besetzt die auf den Ringplatz einmündenden Straßen, gibt jedoch die Hälfte der Straßen zur Passage frei. Die Sicherheitswache durchkreuzt derart den Platz, daß kein Mensch stehen bleiben darf. Eine schreiende, vor dem deutschen Landes- theater sich ansammelnde Rotte wurde von dem anrückenden Militär verjagt, der Platz vor dem Theater blieb militärisch besetzt, die Hauptplätze der Stadt sind gleichfalls vom Militär besetzt, welches Ansammlungen verhindert. Pesth, 18. April. Der „PeterSburgSkija Vedomosti" zufolge wurde Bischof Stroßmayer von Rom aus unter Androhung der Excommunicatton aufgefordert, binnen sechs Wochen die Unfehlbarkeit des Papstes anzuerkennen. Seine Freunde hier hoffen, daß er sich konsequent bleiben werde. Schweiz. Basel, 22. April. Die Centralbahu hat gegen die einseitige Rechtsabtretung betreffs der Bahn Basel-Saint Louis durch die Ostbahn-Gesellschaft an die Jurabahn-Gesellschaft protestirt. Frankreich. Paris, 19. April. Der Erzbischof von Paris hat unter dem 11. April einen laugen Hirtenbrief erlassen, worin er die Unfehlbarkeit des Papste-, so wie sie vom Concil decretirt wurde, in seinem Erzbtsthume proclamirt. „Aus diesen Ursachen — so schließt da- betreffende Aktenstück — unter Anrufung de- heiligen Namens Gottes, und nachdem wir mit unseren ehrwürdigen Brüdern, den Canonici- und dem Capitel unserer Hauptkirche, berathe« haben, haben wir angeordnet und ordnen an, was folgt: Die Grundgesetze und Decrete de- Concil- des Va- ticans werden und bleiben in unserem ErzbiSthum veröffentlicht. Und unser vorliegender Hirtenbrief wird in allen Kirchen und Capellen unseres ErzbiSthumS am Sonntag, welcher dem Empfange desselben folgen wird, gelesen und angeschlagen werden. Der Vortrag kann getheilt werden, wenn es die Pfarrer und Almoseniers für gut erachten." In seinem Hirtenbriefe stützt sich der Erzbischof von Pari- auch auf ein Schreiben seines Vorgängers, des in der Roquette als Geisel erschossenen Msgr. Darboy, welche- derselbe unter dem 2. März 1871 an den Papst gerichtet und worin ec demselben seine Unterwerfung unter die Decrete des Concil- ankündigt, und dann auf die Antwort des Papstes an den Msgr. Darboy, die aber erst nach dem Tode desselben eintraf, und worin dieser den Erzbischof auffordert, die Unfehlbarkeit in seinem ErzbiSthume zu proclamiren. Die Proklamation der Unfehlbarkeit seitens des Erzbischofes von Paris erregt hier in so fern Aufsehen, als die Regierung die betreffenden päpstlichen Decrete noch nicht anerkannt hat und das Auftreten des Erzbischofes also ein ungesetzliches ist. Wird die Regierung einschreiten, um die bestehenden Gesetze zu schützen? Die nächste Zeit muß es lehren. Paris, 19. April. Der Erzbischof von Paris hat durch die Proclamation der Unfehlbarkeit die bestehenden Gesetze verletzt, da die Regierung bis jetzt noch nicht ihre Zustimmung dazu gegeben hat. Das „XIX. Jahrhundert" , ein mit dem Versailler Präfioentschaftspalais in Verbindung stehendes Blatt, sagt dieses heute, ohne jedoch hinzuzufügen, daß die Regierung gegen den Erzbischof ein- schreiten wird. Die klerikalen Blätter billigen natürlich das Auftreten des Erz- bifchofs, und eines derselben, der „Fran^ais", der, seit der Papst Louis Veuillot tadelte, päpstlicher geworden zu sein scheint als der Papst, ist ganz entzückt, daß der Erzbischof sich von den Fesseln befreit hat, welche die organischen Gesetze der Kirche angelegt haben. Dem XIX. Jahrhundert, welches auf diese Verletzung aufmerksam gemacht, ruft das klerikale Blatt drohend zu: „Es mißfällt uns nicht, zu sehen, daß die Frage so aufgeworfen worden ist. Es ist gut, zu erfahren, welche Partei, welcher politische Mann, welcher Deputirte, welcher Minister, welche- Journal wagen wird, die gehässige und dazu lächerliche Vorschrift der Artikel der organischen Gesetze wieder ins Leben zurückzurusen, welche nöthigen, die Decrete de- Concil- dem StaatSrathe, d. h. zur jetzigen Stunde den Räthen Arnaud de l'Arriege und Hubbard, zu unterbreiten. Es ist eine Probe, welche wir mit Zuversicht Hervorrufen und die uns gestatten wird, zu constatiren, welche Fortschritte die Idee der religiösen Freiheit gemocht hat." Diese Sprache de- „Franyais" darf übrigens nicht verwundern. Die klerikale Partei ist heute in Frankreich mächtiger denn je und hat sogar, wie das Urtheil in Bordeaux beweist, die^Unterstützung der Behörden. Auch tritt sie gegenwärtig mit einer Kühnheit auf, wie sie c- selbst unter dem Kaiserreiche nicht zu thun gewagt hätte. Ai- Beispiel sei nur angeführt, daß die Pariser Geistlichkeit selbst im Gegensätze zu rüher keine gemischten Ehen mehr einsegnet, wenn die jungen Eheleute sich nicht vorher schriftlich verpflichten, ihre Kinder katholisch werden zu lassen. Paris, 20. April. Wie das „Evenement" hört, hat der Untersuchungsrath ür die Capitulationen auch über den Lertheidiger von Straßburg, General Uhrich, der in Paris allein einer Avenue und einem Boulevard seinen Namen gab, einen lrengen Tadel verhängt, und zwar: 1) Weil er capitulirt habe, als die Festung noch mit Lebensmitteln auf 14 Tage versehen war und als die feindliche Artillerie noch nicht in die Festungswälle Bresche geschossen hatte; und 2) weil er gegen die Reglement- sich nach der Capitulation von den unter seinem Befehle stehenden Truppen getrennt habe. Paris, 20. Avril. Das osficielle Blatt enthält folgende Note: Das Journal Figaro hat in seiner Nummer vom 13. April d. I. einen Artikel mit der Unter- chrift „Le Dossier Bazaine" veröffentlicht, worin die Verluste der Armee für die Schlacht von Borny (14. August) auf 2850 Mann und für die Schlacht von Rezonvtlle (16. August) auf 4547 Mann angegeben werden. Die Angaben sind nicht richtig. Aus einer nach den officiellen Dokumenten über diese beiden Schlachten gemachten Aufstellungen geht hervor, daß die Zihl der verwundeten oder verschwundenen Militärs aller Grade sich in Wirklichkeit für den Tag vom 14. August auf 3608 und für den vom 16 auf 16,954, im Ganzen also auf 20,562 Mann und nicht auf 7397 beläuft. Paris, 21. April. Wie verlautet, soll die Regierung die Absicht haben, den Hirtenbrief des Erzbischofs von P^ris, welcher die Unfehlbarkeit proclamirt und der heute in den Kirchen des ganzen ErzbiSthumS vorgelesen worden ist, wegen „abus“ dem StaatSrathe zu unterbreiten. Das betreffende Decret soll morgen oder übermorgen erscheinen. — Wie es heißt, wird Graf v. Arnim, der hiesige preußische Botschafter, morgen in Pari- zurückerwartet. Graf de St. Vallier, welcher den Sitzungen des Generalrathes im Aisne-Departcment angewohnt, war gestern in Versailles, wo er eine lange Unterredung mit Herrn Thiers hatte. Er reiste sofort nach Nancy ab, um seine Stelle eine- Bevollmächtigten beim deutschen Hauptquartier wieder einzunehmen. Spanien. Madrid, 22. April. Die Mitglieder der carlistischen Ausschüsse in Madrid, Valladolid, Zamora, Burgos und anderen Städten sind verhaftet worden. In der Provinz Toledo hat sich eine carltstische Bande von etwa 16 Mann gezeigt, eben so ein etwa gleich großer, von einem Priester befehligter Haufen in der Provinz Navarra; doch ist die öffentliche Ruhe nirgends gestört. Madrid, 23. April. In Navarra, Guicuzcoa, Teruel und Hueeca haben carlistische Erhebungen stattgefunden unter dem Rufe: Es lebe Karl VII.! Tod den Liberalen! Bewaffnete, von Geistlichen geführt, erschienen in den Straßen. Die Regierung hat energische Maßregeln ergriffen. Die bewaffnete Macht gibt überall ihre Treue für die Regierung kund. England. London, 21. April. Die „Daily News" melden: Das Cabinet wird bei Berathung der von Fawcett beantragten Dubliner Universitätsbill den Antrag auf Verwerfung durch den irischen Staatssekretär Marquis of Hartington stellen lassen und die Ablehnung des Antrags als Mißtrauensvotum betrachten und seine Entlassung einreichen. Rußland. Die zahlreichen, aus militärischen Gründen schon seit Iehren aus Preußen in Südrußland eingewanderten Mennoniten sind aus dem Regen unter die Traufe gekommen. Durch das in Aussicht stehende neue russische Wehrgesetz wird auch ür sie da- Privilegium der Militärfreiheit aufgehoben, und da Der M litäcdienst hren religiösen Ansichten widerstreitet, so beabsichtigen sie, ihre in der fruchtbar- len Gegend des Gouvernements Taurien gelegenen und aufs beste eingerichtete« Ansiedelungen zu verlassen und massenweise nach Amerika auszuwandern. Rumänien. Bucharest, 18. April. Seitdem Die Kammer geschloffen und die wegen ihrer Hetzartikel gegen Den Fürsten und die Regierung in Anklagezustand versetzten Journalisten von Den Schwurgerichten sämmtlich freigesprochen worDen sind, ist die Sprache der OppositionSblätter, insbesondere des „Romanul", wieder heftiger und letvenschaftlicher geworden. Täglich werden die Minister an ihrer Ehre angegriffen; Den Fürsten Karl nennt Der „Romanul" „Den Wurm, welcher Das Glück des Vaterlandes zerstört". C. A. Rosetti, der Redakteur des „Romanul", begibt sich übrigens wieder nach Frankreich und hat die Leitung des Blattes seinen Freunden Bratiano und GoleSco übergeben. Aus Bucharest, 19. April, wird der Neuen Freien Presse telegraphisch ge. meldet, da- Schwurgericht in Buzeu habe am 18. die unschuldigen Juden Der- urtheilt, Dagegen sämmtliche JuDenhetzer von Vilcov freigesprochen, worauf aber vom amerikanischen General-Consul Die sofortige Freilassung Der verurtheilten Juden gefordert worden sei. Amerika. Newyork, 20. April. Washingtoner Correspondenzen der Newyorker Hauptblätter versichern jetzt auf da» Bestimmteste, daß Die Regierung an Den indirekten Reklamationen festhalte. Newyork, 22. April. Laut N chrichten aus Mexico haben Die Insurgenten Die Oberherrschaft in Jucatan. Mittheilungen aus der Provinz. Büdingen. In unserem Städtchen berrscht augenblicklich regeö Leben. Am I.Mai feiert daS hiesige Gymnasium das 50jährige Jubiläum seines Bestehens als hessisches Landeögymnasium und da gilt es noch überall, sich und sein Haus zu einem würdigen Empfang der voraussichtlich sehr zahlreichen Festgäste vorzuberciten. Ein schönes Zeugniß für die Anhänglichkeit der früheren Schüler an ihre alma maler legt die schon jetzt beträchtliche Zahl der Angemrldeten ab; andererseits hat eine große Anzahl hiesiger Einwohner in löblichem Wetteifer sich zur unentgeltlichen nommzn, * nu[ vernommen h° SM ^lreicht" erstochen ballt, funhn tollt- Franlimtl fang nahmen, Wtldestowemger bei Creditaciien un (2O9V1) un> bel ' ßLreck überwunder jagt, und schickt he WsenverhWissen. sichtig ihre Fühlhör Vertrauen wieder t wie z.A. Mmn W nnd Wz-r rverlheS G-M. Besondere 2022) ©i abfuhr aus menberg, $ des Gießen wird hierui Gießen, am Großherzoglich Lech 2039) Mlwock $ad sollen aus dah Mnuä) Volp' Immobilien, a\ Nur Nr. ofi| ’/<« Ix > 6 M-37 8 meistbietend vei Gießen, den St; AU) Mittwoch -n r M % N W« Äm bk" bis Mtil taSlr. aJtlf L 50 *rtS'8 meist den 2041> *4 178,4 " 1 17,3 " ; 2 " c 151,4 ' 37,2 " J W W' 0 300 Uen 2 100' " ( iH 4t d-« J i'ett iB (s '• «i« * M "Mmgintj '«folUjri* " S»d, nm, ?" Nm« ,l|l! Mjtwn 1)18 3«Utw[ ?lt U,|tr. ««« für ble »on a”* ß,tz 6itf< 611618 «mitai 1,n »om ■®R alfo auf Mty haben, :i 'Kit prodamirt i f^en lß, wegen ! ’tt soll morgen n, der hiestge f St. Vallier, Wk war iti6 halte. Er beim druUrv üft in Madrid, !t werten. In Mann gezeigt, n in der Provinz ) HucSca haben !arl VII. I Tod in den Straßen. titk Macht gibt blutt wirt bei L den Antrag utiagton fMtn achten und feine en aus Preußen inter die Traufe ,efetz wird auch er M iiläldienst t der fruchtbar' { kingerichtrtttl intern. und die Wtt istand wW irden ftnb » ‘F wieder VNX ihrer Ehre an- I *1 ^aianulS ,l$iaW< f('ntn 118 3«»1«6 tcotauf «6et < ei«, i*(l «® 1 frif«'* L 9n»«|p Börsenberichte. Frankfurt a. M., 23. April. Die israelitischen Osterfeiertage, welche heute ihren An- fana nQbalen machten, daß die Börsenhalle., leer und der Verkehr ein sehr beschrankter war. Nichtedestowe'niacr ist eine Steigerung der Preise auf speculativem Gebiet zu constatiren und zwar bei Creditactien um 2 (349i/2), bei StaatSbahuen um 5 (393>/4), bei Lombarden bei 3/4—1 /-209t/.*) und bei Nationalbank um 8 fl. (878). Die Berliner Börse hatte bereits wieder den Schreck überwunden, den ihr der bekannte famose Artikel der „Nordd. Allgem. Zeitung" einge- iaat und schickt heute wieder bessere Course; auch Wien erholt sich langsam von seinen traurigen Börsen Verhältnissen, und so bekommt auch die Hausse wieder Courage^ und streckt einstweilen vor- sichtia ihre Fühlhörner aus. Auch in der Provinz, namentlich in Suddeut,chland, stellt sich daS Vertrauen wieder ein, und eS kommen von dorther wieder Kaufaufträge, namentlich für Banken, wie 1 B. Oesterreichifch deutsche, Vereinsbank, Wechslerbank und Bankverein, Stuttgarter Notenbank und Pfalzer Bankverein. Bahnen dagegen waren heute vernachlässigt nnd ohne nennenS- werthes Geschäft. Ebenso Prioritäten. In Loosen fanden einige kleine Abschlüsse statt. Von N-berberauna der Kommenden bereit erklärt. - Das schon vor mehreren Monaten hier zusammengetretene Festcomite hat vor einiger Zeit em Festprogramm entworfen, dessen Hauptpunkte sich in Folg end e m ^zu s a m fasse^ § ff** Am Abend musikalisch-theatralische Vorstellung von Seiten der Gymnasiasten mit Schillers „Wallensteins Lager" als Hauptstück. ' Am 1. Mai. Vormittags: officielle Feier. Mittags: Festessen. Abends: Concert, gegeben vom hiesigen Mufikverein. Am 2. Mai. Vormittags: Waldparthie, veranstaltet von dem Herrn Fürsten zu Ysen- burg-Büdingen. Abends: Festball. Der Verwaltungsrath der Oberhefsischen Eisenbahnen hat in liberaler Weise für alle am 30 April oder 1. Mai auf seinen Stationen gelösten RetourbilletS nach Büdingen Gültigkeit bis rum 3 Mai inclus. bewilligt: und, wenn der Himmel uns wohl will und Jupiter pluvius anadiq an uns vorüberzieht, glauben wir mit Zuversicht auf eine schöne und interessante Festfeier der mit dem ganzen Leben unseres Städtchens so eng verknüpften Anstalt hoffen zu dürfen. Local-Notizen. Gießen 24 April. Wie wir aus einem Inserat des heutigen Anzeigers ersehen, steht uns für morgen und übermorgen wieder ein Genuß zu Gebote, welchen jeder Musikfreund nicht verfehlen wird zu benutzen. Herr Werminghoff, ein rastloS thät.ger Wirth, hat eS unternommen dem Publikum zwei genußreiche Abende zu versprechen. Wer den Namen der Capelle nur vernommen hat, und in Frankfurt einigermaßen bekannt ist wird gewiß zustimmen, daß die Wahl derselben nickt schlecht war und daß der Wirth deS LahnsteinS mit dieser Capelle seine wöchentlichen Sommer-Concerte eröffnet. Möge das Publikum daö Streben dieses Mannes durch rahlreichen Besuch belohnen. Der junge Mann, der im Februar in Wetzlar einen Menschen erstochen hatte, wurde von den Assisen fceigesprocken, da er sich im Stande der Nothwehr befunden hatte. Staatspapieren war besonders österreichische Silberrente heute gefragt und bis 637/ig bezahlt; Papierrente wenig begehrt. In neuen Ruffen Mehreres bei gutem Cours gemacht. Amerikaner still, aber fest. Borsennacbrichten. 23. April 1872. ÄetReiie 50/0 öatr. F. St. E. B. 393 y2 Lombard. Bahn 210 Ludwigsh.-Bexbacb 203 l/z Maxbahn 1465/e Bayer. Ostbahn 150 Rh ein-Nahe bahn-Aot. 493/4 Hess. Ludwigsb.-Aet. 182^2 Oberb essen 84 »/2 PrlorlUkea. 3°/0 öster. Stsb.-Pn-ir. 59% 3O/o öst. s. Lombat' 505/s 3% Livorneser 403/8 50/0 Toscaner 62'/2 5% Elisabeth.-Prior. — do. II. Emisa. — ____ AukhenHkose. Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. 43 Braunschweiger 21 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 40 4O/o bayr. Präm.-Ani. 1123/4 Ansbacher 7 fl. — 40/o badische L oose 1131/8 Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 v. 1854 84‘/2 1858r Prioritätslooae — l^ßOr Loose 915/8 1864r „ — Stadt Florenz —- WeeüiMel. Amsterdam k. S. 985/s Augsburg k. S. 993/4 Berlin k. 8. 104Vg Bremen k. 3. 96% Brüssel k. S. 93V2 Hamburg k. 8. 873/8 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. H8V2 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 93% Wien k. 8. 1053/8 ditto m. 8. 1053/g ditto 1. 8. 105 Vs Disconto 4 Ü/Q Gcldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 10 St. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 21—22 Engi. Sover. 11 48—50 Buss. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 25V2—26‘/> Preuss. 41/2% ObHg. 103 £ Frankf. 3V20/0 Obi. 871/2 Nass. 41/36 zo Obi. 100 Kurhrss. 4% „ — Gr. Hess. 5% Obi. 1033/4 „ u 40/0 „ 971/2 - n 3i/ao/o „ 921/z Bayer. 5% n IOOV4 n 41/2 0/0 1jährige 100i/8 n 40/o 1jährige 95 Würtemb. 41/2% Obi. 995/e Baden 41/2% Obi. c. E. L. 100i/6 Oesterr. Silberrente 635/8 „ Papierrente 573/4 Spanier, neuest. 3°/o 29 Amerik. Bonds I881r 1001/4 n r 1S82r 953/4 , n 1885t 97 n_______u 1887 r 973/4 Aetkn. Frankl. Bank 1411/2 Frankf. Vereins-Kasse 139 Darms'.. Bankaot. 467 Wien Bankactien 878 Oest. Creditaot. 350 l/z Galizien 266 V2 Frankfurt a. M. — Neben einer großen Anzahl der renommirtesten in- und ausländischen Zeitungen, als deren bedeutendste, hinsichtlich der Verbreitung, wohl der Kladderadatsch genannt werden darf, ist neuerdings der seit langen Jahren in Frankfurt a. M. erscheinende „Frankfurter Beobachter" in den Annoncen-Pacht der in Frankfurt a. M- domicilirten, allgemein bekannten Firma Rudolf Mosse übergegangen. Es darf dieses als neues Aequivalent für das der genannten Firma allgemein entgegengetragene Vertrauen bezeichnet werden. Allgemeiner Anzeiger. Nadel-Stämme bis zu 17 Zentimeter, 5 3 getrocknete, Eichen-Stangen 27 Nadel- 17/m 116 270 Wellen 1 3 124 162 33 0,26 2,31 Flur Nr. V494 1,65 Cubikmeter, Linden-Stamm mit 0,10 Cubikmeter, 29 13 40 60 10 71 18 22 1900 15650 8 32 wicht von circa 1579 Kilogramm, Desgl. von 0,57 Meter Länge und 0,20 Meter Durchmesser = 203 Kilogramm, Desgl- von 0,42 Meter Länge und 0,12 Meter Durchmesser = 168 Kilogramm, Rüstklammern = 93 Kilogramm, Gußplatten = 81 Kilogramm, Ludwigsbrunnen, Ätarienbader Kreuzbrunnen, Salzhausener, Salzfchlirfer, Schwalbacher Stahl- und Weinbrunnen, Schwalheiiner, Selterser (Nussau), Wildunger, Carlsbader Sprudelsalz. Pflaumen, 1 Birnen, f Aepfel, Heidelbeeren, ' Aepfel (frische), tersweg, 61 Acker in der Scheppeneck, giebt 2Vz kr. Rente, 82 Acker vor der Zeiselswiese, versteigert werden. Erbsen (geschälte), Bohnen (weiße), Linsen, Reis, Hirse, Buchweizengrütze, Buchweizengries, Gerstengrütze, Hafergrütze, Weizengries, Sagao, Weizenmehl, Fadennudeln, Salz, Kaffee, Kochzucker, Zimmt, Citronen, Chocolade, Thee, Cacaopulver, Adelheidsquelle, Appolinarisbrunnen, Karlsbader Schloß- und Mühlbrunnen, Cmser Kessel- und Krän- chesbrunnen, Friedrichshaller Bitterwasser, Homburger Elisabethen- brunnen, Kissinger Rakoczy, Climbacher Lehmkaute. Allendorf a. d. Lda, den 22. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a d. Lda. Wagner. mittelst Submission an den Wenigstfordernden vergeben werden. Die Bedingungen liegen auf dem Geschäftszimmer des Lazareths, woselbst der Termin abgehalten werden wird, zur Einsicht offen. Die Offerten sind verschlossen in das an der Thüre obigen Locals angebrachte Submissionskästchen einzulegen. - Nachträgliche Offerten finden keine Berückfichtigung. Gießen, den 21. April 1872. Großherzogliche Lazareth-Commission. I. A.: Singer. Eichen- „ Nadel- „ Buchen-Prügelholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Stockholz, Eichen- und Nadel-Stockh., Buchen-Reisholz, 87 Eichen-Stämme bis zu 64 (Zentimeter Durchmesser und 12 Meter Länge, mit 37,04 Cub.-Meter, Besondere Bekanntmachung. 2022) Das Verbot der Holzabfuhr aus den Districten Blumenberg, Hochwart u. Wanne des Gießener Stadtwaldes wird hiermit aufgehoben. Gießen, am 23. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Eichen- „ Buchen-Prügelholz, Eichen- „ Nadel- „ Buchen-Stockholz, Eichen- „ Nadel- „ Buchen-Reisholz, Eichen- „ Nadel- w Werk- und Nutz Holz: Holzversteigerung bei der Stadt Allendorf a. d. Lda. 2038) Freitag den 26. April I. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen im hiesigen Stadtwalde, Districten Lausköppel, Langebruch und Hintere- Mark, nachverzeichnete Holzsortimente ver- Gießen, den 22. April 1872. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen- Holzapfel. „ Nadel- „ Eichen-Stämme mit 2,63 Cubikmeter, 10 178,4 „ 17,3 „ 2 154,4 „ 37,2 „ 4 3440 Wellen 300 100 ' „ II. Bau-, Eier, Butter, Milch, Bier, Wein (rother und weißer), Weinessig, Kartoffeln, Mohrrüben, Weißerüben, Kohlrabi, Savoyerkohl, Sauerkohl, Grüne Bohnen, „ Erbsen, Spinat; ferner Seife (weiße), „ (schwarze), Soda (crystall), steigert werden: "" N -Meter Buchen-Scheidholz, F e i l g e b 0 t e u e s. 2027) Die Mineralwasser-Handlung von Emil Fischbach, Seltersweg, empfiehlt nachverzeichnete Sorten in stets frischen Füllungen: Versteigerung von Schrauben, Rüstklammern und Gußplatten. 2029) Freitag den 26. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen an der Lahnbrücke bei Ruttershausen : 351 Stück Schrauben von 2,0 Meter Länge und 0,15 Meter Durchmesser, im Ge- Versteigerungen. 2039) Mittwoch den 1. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die den Heinrich Volp's Erben dahier gehörigen Immobilien, als: Desgl. = 1320 Kilogramm, an die Meistbietenden versteigert werden. meistbietend . „ Gießen, den 23. April 1871. In Auftrag: Sem ml er, Ortsgerichtsmann. Dfilftr. 12 Hofraithe auf dem Sel- Nadel- „ „ 12,75 1 Buchen-Stamm „ 0,44 „ Der Anfang ist im District Hiuterc- Mark und die Zusammenkunft bei der Die Zusammenkunft ist am Daubringer Weg beim Steinbruck. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsftist bis 1. Oct. 1872 gestattet. Die Groß herzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 24. April 1872. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. $ Mein Tuch und Bukskin Lager, ifür die Sommer-Saison bestens fortirt, bringe ich in em- pfehlende Erinnerung. Preise fest und billig. Ludwig Lang, I Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil Pistor „ ■“ ' i Betr.: Lieferung von Consumtibilien. ®2Ör<6ubifmcUt"rb £an0C' mitt1995) Donnerstag den 25. April b. 3-, Vormittags 11 Uhr, Buchen-Stamme bis ju 35 (Zentimeter ifoUen die Lieferungen nachbenannter Eonsumtibilien tut das Garnifon-Lazareth dahier _ « /-x rvvr» •« • 1 A ÖH Sil' 4> i T höß Y A H V O d 1 H / Z A ! * Durchmesser und 8 Meter Länge, mit auf ^en l»es Jahres 1872, als: " Graupen (mittlere und feine Sorte), 2040) Mittwoch den 1. Mai d. I., Nachmittags 3 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhause der dem Heinrich Formhals dahier, früher den Erben des Andreas Plank dahier gehörige Flur Nr. sHKlftr. 3/71 f-az l Acker am Krofdorfer Weg, 3/74» i gibt 3 fl. 46V2 kr. Rente, freiwillig meistbietend versteigert werden Gießen, den 24. April 1872. In Auftrag: _______Semmler, Ortsgerichtsmann. Holzversteiperung im Gießener Stadtwalde. 2041) Montag den 29. April 1872, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, District Hangelstein, nachverzeichnetes Holz öffent- Uch versteigert werden, als: I. Brennholz: 119 R.-Meter Buchen-Scheidholz, g e n Abends 8 Uhr, Der Vorstand. Deputaten. * (9H) Exped. d. Bltts. 1670) Stoughton’s 9)?as I. A. Busch Söhne. 2042) ihres Saaiueiiliandlinig (809) bei Herrn Gastwirth Schnell. Normalgewich^ per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. Redaction, Druck und Verlag der Brübl'scken Unw.-Druckerei (Fr. Ehr. Vietsch) in Gießen. et Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. - und 2 in 1669) Borsdorfer Aepfel wein m Flaschen empfehlen 2035) Auf den 1. Mai wird ein ordentliches Mädchen, das in allen häuslichen die Beschickung und Wahl der schäftsbetrieb. Reflectanten wollen sich an den Unterzeichneten wenden, der außerdem noch mehrere Wohn- und Geschäftshäuser in hiesiger Stadt zu verkaufen beauftragt ist. Friedrich Kreuder, im „Löwen." 1881) Einen Lehrling sucht L. Kliffmüller, Schuhmacher, Neustadt. 2033) Prima Emmenthaler Käse, sowie beste Königs-Reis-Stärke, empfiehlt C. W- Dietz, am Markt. 1668) Feinsten Rahmkäse in Stanniol empfehlen I. A. Busch Söhne. 2011) Eine Mansarde mit Cabinet, un- , , möblirt, ist zu vermiethen und am 1. Mai Arbeiten erfahren ist, in Dienst gesucht, beziehbar. Neustadt Lit. D. Nr. 86. «Nähere Auskunft errtheilt die Exped. d. Bl. Vermiethungen. 1963) Zwei möblirte Zimmer auf dem Bahnhof zu vermiethen bei Bahnmeister Binnecker. Mädchenpenstonat von Amalie, Marie u. Lina Werner zu Friedberg bei Frankfurt a. M. 1825) Pensionspreis 350 fl. Eintritt zu jeder Zeit. Auf Verlangen Prospecte gratis! Agenten-Gesuch. . 1994) Personen jeden Standes kann ein leicht abzusetzender Artikel, der weder Raum noch kaufmännische Kenntnisse erfordert, gegen hohe Provision zum Wiederverkauf zugewiesen werden. Reflectanten belieben ihre Adresse unter den Buchstaben F. P. 680 an die Expedition dieser Zeitung zur Beförderung franco einzusenden. ausgesührt von der Frankfurter Capelle, unter Leitung Dirigenten E Carl. Der Verkauf findet nur gegen Baarzahlung statt. 9!He Neuheiten für die kommende Saison, die bereits eingetroffen sind und noch eintreffen, sind selbstverständlich damit einbegriffen. Generalversammlung Freitag den 26. April, int Cafv Ebel. Tagesordnung: Fortsetzung der Berathung über des 5. deutschen Handelstages i85i) Erbsenreifer werden verkauft bei Th. Rauten st rauch, _____________________an der Schoor.______ 2032) Um mit einer Parthie Spazierstöcken zu räumen, verkaufe solche unter dem Fabrikpreise. W. Frank, Mäusburg. 763 i Photographie-Rah- men und Goldleisten bei Wilh. Balser. NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt. 2012) Ein Haufen guter Dünger ist zu verkaufen. Neustadt Lit D- Nr. 86. 1671) Neuen Laberdan om pfehlm I. A. Busch Söhne. Fruchlmarktc. April Watzen. Korn. Gerste. Spelz. Hafer. Erbsen. Linsen. Wicken. Kartoffeln. i | mehl. I !Roggen 1 mehl. Äüf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mil.- preis Auf dem Markt Mit. preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit. preis Aus dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mtt- preis Auf dem Marft Mtt.- preis 3^ verk- ft. ft. "5*^ § fl.|fr. i auf- gef- 1 fl. ft. |auf; 1 gef. verk. ft. ft. auf: gef. 1 J । öerf.| fl. fr. 1 auf-1 gef- verk. fl. ft. M’ 1 gef- O fl.fr. auf: gef- 1 , । verk. * fr. auf. gef. fl. fr. fl. fr fr. M. M- M. M. M. M- M. M. M. M. M. M. M- M. M. M- M. M- Gießen Alsfeld 20. 7 6 15 - 7 7 1030 5 4 8 10 — .—. _ 47 — 46 4 30 — 14 6 12 - 364 26 Grünberg 20. — 23 15 39 — 53 10 22 — 80 7 42 — — _ — 180 4 38 15 10 5 — — — — — — — 4 — — '— — Lauterbach 20. — — 15 22 — — 1145 — 9 41 — — — — — — 4 30 — — 12 28 — — 16 — — 12 — — — 4 58 — — — Mainz 19. - 143 16 9 — 79 10,59 - — — — 1 4 40 — — — — BcheA" 3lboiinenk Gießen,' htM Prof'ssol v lad) Straßburg vrr Rkklor, trn Ltratzburg-röll ödi schvarzkn % Berlin, < unt b volin du 'M rintnstldvng l dn'ugtnd Brrd! sich unt« l'fin vor flurjfm ve litffrungflVirhd grgen blßrht tt vom 16. Nov. auSliefert, vor man hort, die daß sie dir Ar Kenn tt ulniß toobl sLon ge Berlin, in den letzten dv/fr 6titt nat, noch für llölhig tai amtbdjt B muitß an dtt ' »irlmtht dtn r jiehuvtzm von liü; gthadt I »Daily Trleg! Das p, Rmontettpot Pub tingeleittt. Köln,1 1848 und 1s //Al'gttlm'rie i mann, in ont Stkaust. Das uommrn, taß (tDtuu. tzz N »tit« t wf dn Acht "hrt a?oroen ^noodt und . Elltaes, der C bche Scene d . 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