?Jinitn des en nf;»bet “*8 fol: „S-Mbar ^orderungs, ^sch-d.« ^^respon, ^"en Heben ■> trletzra- Pn\> muth- 5le «Sentliche ju bieten sich "°thig ift, _2 ^.das Recht wahrt ist und ! der Ausgeber aphengebieteS ‘ Depesche be- fammttaxe zu cIn stchenden JR), beten tepejd)e tfjren -ort rc. wird mmungen des i allen bei der nirt werden. in die Hände stillen können, r die Depesche bei unrecom- nzler. S Cgr. für die e entsprechenden t die sebr zahl- imb laben zum action. \ foftnantt." rftanb. e mit W« j 1872. [ Ulmer. (Mt- Tie OMder Mit M irr- Grauen-Farnen. ?§. HurnonM denwMter- inUNtt ** jt bei Jfcht-"" Raä einein ' • L Winter- f SS e.i* 54 Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen. 21» Mittwoch den 24. Januar “ ~ Um. Bestellungen auf den Gießener Anzeiger ES,,,».? iXS'&Ua.K ”■ ■■ ■» « -»» »»- Abonnenten, welche den A»,ngn bei d„ SipnUion ndhoten taffen, erhalten denselben für dle Monate »ebrnar uub Mim zu 40 kr. 5 Deutschland. lassen, wenn reit in französischen Gefängnissen abbutzen zu lasien. w ; habe dieses Anerbieten jedoch abgelehnt, weil es thre Souveranet ch z schränken geeignet sei. $ s München, 23. Ian. Abgeordnetenkammer. Debatte üb"' die Beschwerde des Bischofs von Augsburg. Referent Hauck begründet das Majorttats.Referat, wonach Vie Beschwerde als berechtigt erachtet wird. Darauf spricht Volk als < Bet vem jungnen ^ritcene^iunv , geschmackvoller Weise die in der diplomatischen Routme ub che Versicherung^^ , Friedens und ewiger Freundschaft vermredeu worden. ,^!^«,aründuna in den I kerrechtlichen Ueberlieferungen hatte unzwesethaft seine M 9 .^ischcs Pro- 1 tatsächlichen Verhältnissen. Während jensefS der Vogesen kein poli tisch cs gramm ohne den offenen oder verschämten Hinweis auf di H ff S zenden Revanche den Volksneigungen zusagte, gab die offcntl. j' . Ausdruck, land« tem Mißtrauen gegen die FriedinSliebc Frankreich« un^lt^ArAml.n(l ,um Leider ist nicht zu erkennen, daß flch in diesen Beziehungen ein U s, Befferen herauSgestellt hat; denn der etwa« zurückhaltendere f rotl, Presse ist augenscheinlich nicht da« Symptom beruhigteren Stimmung, l der" nur da« Erzeugniß der im Bi«marck'schen Erlaß »°m 7. D-cemb '( ». J. enthaltenen energischen Mahnung. Je weniger °b°r d°r Fnedensstan zw^sch beiden Länveru stch durch moratische Bürgschaften befestigt hat, um so weh t y muß die deutsche Politik aus die materiellen Unterpsanber legen,welche «h , geiz der französischen Regierung und die Rachegelüste der franr°stsch n Nn'i°n m Schranken h 'lten Wenn daher von Pari« au- de. Gedanke angeregt »Kd, durch finanzielle Anstrengungen die Räumung der noch occupirten secp P * beschleunigen, so haben doch derartige Profeete geringe Au-stcht auf Erfolg. J» den Bestimmungen de« Fri-densvertrag-« find nicht nur die Betrage d j i Darmstadt, 23. Januar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. Januar den Oberbkreiter bei dem Hofstall Georg Balser zum Reitlehrer bei der Landes-Universität zu ernennen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben durch Entschließung vom 5. l. MtS. dem Großh. Stadtrichter Carl Theodor Muhl in Gießen, in Anerkennung seiner heute fünfzigjährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, das Ritterkreuz erster Claffe des Ludewigs-Ordens zu verleihen geruht. Mainz, 20. Jan. Der bis jetzt nicht ohne Rücksicht auf die unzweifelhafte Stimmung der katholischen Bevölkerung von den Ultramontanen zurückgehalkene Unfehlbarkeitsdrang scheint nun doch zum Durchbruch kommen zu sollen. Zur Stichprobe wurde die höhere Classe einer hiesigen aus Mitteln des Staates und der Stadt dotirten Schule ausersehcn, obschon der neutrale Charakter dieser (realen Bildungszwecken gewidmeten) Anstalt sie gerade nicht als den richtigen Ort für dogmatische Experimente erscheinen läßt. Nach der Einleitung, daß ihm zu Ohren gekommen sei, daß auch unter seinen Zöglingen nicht der rechte Glaube an das neue Dogma und die ganze Ehrfurcht für diese Satzung der „Kirche" zu herrschen scheine, und nach belehrender Ausführung über das Wesen detselbcn (natürlich vom jesuitischen Standpunkt) forderte der katholische Religionslchrer zu thatsächlicher Anerkennung des neuen Glaubensartikels durch Hersagen derselben 1 unter Aufstehen von den Sitzen auf. Von den 50 Schülern erhob sich darauf 5 nur Einer, mehrere erklärten die neue Lehre für ihnen unverständlich. Ob eine 1 neue „Belehrung" versucht werden wird, scheint zweifelhaft. Man scheint jedoch i endlich den Wühlereien der Jesuiten in den hiesigen Schulen entgegentreten zu t ttoHen ; '^d°m dem Bern-bm-n t?« 'Ghu.naiiuMS, an ov. ' £ IfluitVn SSTÄ™ Mainz. Dem „Fr. I." schreibt man von hier: Wahrend dte letzten Cyaffc- vvtsdiebstähle'dieser Tags vor dem Ajsisengerichte mit Derurtheilung zweier Be- , tbdllflten zu schweren Freiheitsstrafen geahndet wurden, scheinen die Lockungen zu olchen Veruntteuungen fortzubestehen. Man spricht abermals von un°.klarl.ch-n Lücken in den Vorräthm. Nachdem die belgischen Uni-,Händler verschwunden find, haben fl» nunmehr englische Firmen eingestellt, welche Gebote bi« zu 48 Fran ver Stück, aber vergeblich, g-than haben. Wie -« sch-mt, besteht h°h-rm Ott« nicht die Abflcht, di- eroberten Handwaffen zu veräußern, sonder» er istder */ ,, . r- cl n •** .n-OäI* t*r*kfevt ttArty üle Listen für die Zahlung«, und Räumung«. । v r , un^ als Fx^dtnsbedingungen vorgeschrieben. Eine Verkürzung der verab» redeten Fristen ist bekanntlich von dem Ermessen Deutschlands abhängig gemacht, wenn Frankreich finanzielle Garantieen bieten kann, welche von der Reichsreqie- rung als den deutschen Interessen genügend anerkannt werden. Unter den obwaltenden Umstanden ist es nicht denkbar, baß Frankreich finanzielle Leistungen zu bieten vermag, welche Deutschland veranlassen können, die in dem Besitz des territorialen Unterpfandes enthaltene Sicherheit aus den Händen zu geben. Berlm, 23. Ja«. Die Ernennung des Geh. Oberjustizraths Falk zum Cultusmmister ist jztzt als definitiv anzusehen. Göttingen, 18. Jan. Sicherem Vernehmen nach haben die Unterhandlungen mit Professor Jhering in Wien zu einem für Göttingen erfreulichen Re- fultate geführt; er hat den Ruf angenommen, nachdem die von ihm gestellten Bedingungen von Berlin aus Gewährung gefunden. — Als Privatdocent für das Fach ccr Geschichte hat stch in den letzten Tagen Dr. Alft-d St-,n habiliiirt, ftuher am Archiv in Karlsruhe angefiellt, literarisch bekannt, besonders durch seine Schrift über die 12 Artikel der schwäbischen Bauerschaft. Aus Baden, 19. Jan. In der Presse war aus dem Dorfe Mückenloch ein Fall untgerheilt worben, daß der katholische Geistliche die ku^zc Abwesenheit eines in gemischter Ehe lebenden evangelischen Mannes (er mußte feiner kranken Frau wegen zum Arzt) benutzte, um dessen Kind hinter dem Rücken und gegen den Willen des Mannes katholisch zu taufen, in aller Eile, so daß der Pfarrer sich nicht einmal Zeit genommen haben soll, den Ornat anzulegen. Daraufhin gab der betreffende Pfarrer die Berichtigung ab, daß die in Rede stehenden Ehe- wollen, unrb^TtMito, aWcti»mmilich-n müssen, daß prot-staniisch- Srautleul^r^.^V-®»h»on w-i er darous bestanden, daß di-s-lb- Erklärung in den wmd-, „und di- Hausfrau hält an ih,-w Eh°°-,irag- s-st" , setz V°r Psarr-r hinzu. Wie man fleht, werden die Eingang« erwähnten Borkommn ff- durch> diese 'Lerichtigung" eigentlich nicht widerlegt. Wie dem fei, »ot einer widerlichen Seelcnjäg-rei. Das Gesetz vom 9. Oct. 1860 über „v,e Ausübung der ErziehungSrechte in Bezug auf die Religion der Kinder bestimmt, daß der Baier das Recht habe, die Religion, in der da« Kind erzogen werden solle, zu bestimmen. Nach der Begründung zum Gesetz ist dieses Bestimmung«. joenn, VH»».!,."... ........ .-v * ff recht ein Ausfluß der elterlichen Gewalt, welche nach O R. S. 973 wahrend in kürzester Zeit besohlen worden. Richt ohne Interesse t£m $aler allein zustcht. Rach L. R. 1388 können ^-r Rechtt , ---------- ° stch aus der elterlichen Gewalt adlciten, durch Vertrag nicht Si^malert werd-n. Demgemäß sind solche Bestimmungen im Ehevertrag ganz unnutzes Geschreibsel. Das ^Gesetz hat auf diese Weise der Jagd auf Kinderseelen einen Riegel vorge- Loben und der G-waltthä.igkeit psäsfisch-r Eiferer gegen Eltern ein> Ende g-. macht, wenn letztere den Muth zur Beschwerde gewinnen. Sonst ist fr-^ch da« Schauspiel: der Psarrer al« Advocat b-r Frau gegn da« Recht des Manne«, widerlich genug. , L1 '-»• , Stuttgart, 19. Januar. Der „Magdeb. Ztg." wird von Mer g-sch-'-b-n i Seltsame Gttüchte schwirren durch die Lust E« zieht sich -u. G-wtt.er zu am- erhalten, cieji «rraigesange»-» •>»«/ o... Strak- men, d-ff-n Vorboten schon seit einiger Zeit sichsbur waren.und da ß wenn die sranzosische Regierung sich v-rpflicht-n wolle, di-s-lb-n ihre^O ras Sitzung des Budgets de« auswättigen Di-nstc- sich »» -nttadenl droht, sranzösischen Gefängnissen abbüßen zu lassen. D.e sranzostsch '3äKtunfl « Haft« macht man die »"'rgroßten Anstrengungen, daß auch d e ■ - ~ ■ - - ------— ^»'.«»-"-tat-r-cht- iu be. ^fanttfd)afUpi!jltn Wien und München sorterhalten werden, nicht blo« Die in gerade mit den Hosen von Wien und München in einem unmittelbaren Zusam- menbanac bleiben will. Drückt nun der Hof in diesem Sinne au das Minlste "uw so drückt das Ministerium in dem gleichen Sinne wieder auf di- Kammer. Man irzähit stch unglaubliche Dinge von dem Drucke, den die Ministcii i«i e « R,ch,nna sich tdaubtn. So sollen an alle Mitglieder der Kammer, welche zugl-ich Staatsbeai^e ffM, Schreiben gerichtet worden sein, in welchen d-ns-lb-nder Wunsch der Regierung in geradezu droh-nd-r Weise nah-g°l-gt »M-n b' nachsor Henven ioeamien «men ’ . , ' .uel. wahren Namen iu verbergen. Daß er wegen begangener schwerer Verbrechen verfolgt rotr^ oder ,uu ' . -e n ,z ..x< .a Z£i ... (S<< frtnnfi* hui ifkt nur nock irol- Börsenberichte. 'fc%eeixscl. Amsterdam k. k. k. 95% 9278 87«/, 10478 U778 92'/g 92i/8 1013/, Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Discnnto 1. 8. - 4% ?n ’jtamcn iu vciutiutn. —... : u ~ , äu« einer Strafanstalt entlaufen ist, ist nicht zu bezweifeln. Es kennte bis letzt nur noch Fol- Geldgorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl.fi. 108t. 9 53 -55 Daoaten . . 5 31—33 20 Frankenst. 9 18—19 Engi. Sover. 11 45—47 Buss. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 24—25 Amerika. Newyork, 23. Ian. Das Repräsentantenhaus verwarf eine die Verfossuna ändernde Resolution, betreffend die Wählbarkeit naturalisirtcr norvamerikanischcr Burger zu dem Prästdentenpostrn. 8. 991/2 8. 993/, 8. 105 Francois, Genton, _ . . _ „ _____. t ~ 47Uiu*rmir pkksotNNHes'IMereffe hätten, sondern auch von dem ganz unverdächtigen Zeugen Chevriaux, Vorsteher des Lyceums von VanveS, beglaubigt sei. Etntge untergeordnetere Angeklagte empfiehlt Herr Rustan selbst der Milde des Gerichtshofs., so Vattier, dessen Freisprechung sogar „nicht überraschen" würde, Langbein, Pechin, den 17jährigen H^rault und die Angeklagte Grandet, die Ge- ilebte des Francois, welche nur der Theilnahme am Diebstahl angeklägt ist und in einigen Tagen Mutter sein wird. „Ich würde es mir", sagt der Ankläger, ^metn ganzes Leben lang nicht verzeihen können, wenn ich auch nur indirekt daran Schuld wäre, daß ein Kind im Kerker das Licht der Welt und in einem Ge- fangmßhofe den ersten Sonnenstrahl erblickte." Der Redner schließt mit einem warmen Appell an das unabhängige Urtheil des Gerichtshofes. Versailles, 22. Ian. Es ist die Rede davon, daß zur Verhütung der Wiederkehr einer Regierungskrise ein Vorschlag auf Ernennung eines Licepräsi- denten der Republik gemacht werde, zu welchem Posten Gr6vy die meisten Chancen haben würde. LocalrNotizen. Gießen, 24. Januar. Die Großherzogliche Polizei-Verwaltung erläßt folgende Bekannt- macyung: Versailles, 22. Jan. Die Nationalversammlung beschloß in ihrer heutigen Sitzung eine Zuschlagsteuer von zwei Zehntel auf Zucker und eine Steuer von 4 Centimes auf jedes Paquet von 100 Schwefelhölzchcn. Versailles, 22. Ian., Abends. Der Kriegörath hat in der Anklagesache gegen die Mörder der Geißeln Genton zum Tode verurtheilt. Gegen die anderen Angeklagten wurden verschiedene Strafen erkannt, und außerdem fünf, worunter Ptgere, freigesprochen. Versailles, 23. Jan. Man schreibt der „Jndependance", Thiers habe, müde und entmuthigt, eher passiv nachgegeben als förmlich eingewilligt, an der Spitze der Regierung zu bleiben. Das Glatt bezweifelt eine Dauer der Präsidentschaft. Alle Blicke sind auf die beabsichtigte Ernennung Grövy's zum Viceprasi' denten gerichtet. k. k. Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 60y8 3% öst. s. Lombard 845/9 3% Livorneser 393/, 5% Toscaner 623/a 5% Elisabeth.-Prior. 83 do. II. Emiss. 821/2 ÄnlehenHloose. Kurh. 40 ThJr. Loose 691/2 Nassau 25 fl. 44«/2 4% bayr. Präm.-Anl. 117 Ansbacher 7 fl. 113/, 4% badische Loose 1143/, Badische fl. 35 Loose 707, 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 38«/2 Oestr. fl. 250 v. 1854 86 1858r Prioritätaloose 198 1860r Loose 94 «/2 1864r n 154 Braunschweiger 21 Stadt Florenz 83 S. S. 8. 8. k. 8. k. 8. k. 8. k. 8. m. 8. . ,1b- d. M. kam ein an zwei Krücken gehender fremder Bursche auf mein Bureau der Vorzeigung einer „für den Kaufmann Karl Hilbert auö Stettin" zu Langensalza aus- gestcUten Legitimation um eine Unterstützung zur Weiterreise und um freie Fahrt auf der Bahr- nacy,uchle. Nach dieser Legitimation soll HUbert vom 10. Ocivber bis 22. December 1871 L einer Un9eneiItiuiibung im Hospital zu Langensalza gelegen haben. 91 (d ich ihm vorhielt: diese' .mh und er ein Betrüger, wurde der Mensch wie rasend, er schlug mit Fäusten aus fÄ1 auf üleß gräßliche Drshungen und Verwünschungen gegen mich «wirklich der Karl Hilbert aus Stettin sei. Ohne mich e.nschucktern zu Gefängniß fahren, um so mehr, als gerade jetzt viele angeblich bern aIletn bic Leichlgläubigkeit der Privatpersonen auSheuten, .andern auch Behörden um Unterstützungen aus Staats- und Gemeindemitteln betrügen. Ich hatte ,, Staatspapieren wurden beide österreichische Renten lebhaft gehandelt und Silberrente 2 * Ä wurtlembergische Obligationen beliebt, desgleichen ungarische anIeiBe. — Auch Prioritäten in bedeutenden Summen umgesetzt, namentlich hessische LudwigSbahn und Livorneser. Die Stamm-PrioritätSactien der Saalbahn wurden 3—4fach über- zeichnet und muß eine Reduction von voraussichtlich 30 Procent eintreten. Dieselben wurden y.e 02/4 bezahlt und in großen Posten abgenommen. Die Gotthardbahnactien wurden gleich bei Eröffnung der Subscriptlon fabelhaft überzeichnet. Wie bekannt, erißirt eine starke Aai- tation für Erbauung eines neuen BorsengebäudeS im Rahmhof an Stelle des projecticten Opernhauses. Der Bau dieser neuen Börse, welcher auf circa ly, Mill. Gulden veranschlagt ist^ ist nun insofern gesichert, als durch Zeichnungen an der heutigen Börse die Summe von 7, Million bereits aufgebracht wurde. Einzelne Firmen zeichneten für feste Plätze Beträge von 6000 Thalern $eH Am 14. April 1869 wurde derselbe Mensch unter dem Namen Friedrich Braun, Klempner aus Burg, wegen Bettelns und Führung einer falschen Legitimation Heidelberg verhaftet. Die ausgedchnten Nachforschungen des Großherzogl. Badischen Bezirksamts Heidelberg blieben ohne Erfolg, seine persönlichen Verhältnisse konnten nicht ermittelt werden; nach dreimonatlicher Hast wmbf er enilassen und aus dem Großherzogthum Baden gewiesen. Bald darauf __ am 30. Juli j ^69 „wurde er unter dem Namen Stephan Lacke r, Kellner v-n Hannover m Offenbach wegen Bettelns und Führung einer fremden Legitimation vcrhastet und mit 1 Tag Haft bestrast. Von nun an [feit sich der angebliche Staus ohngefähr 2i/2 Jahre lang zu Frankfurt a. M. auf, woselbst er Mehrmals wegen Bettelns und zwecklosen Umhertreibens in Hast kam. Einmal.wurde er m Frankfurt auch wegen Beleidigung eines Schutzmannes mit 10 Sagen Hast bestraft. In der leRten Seit war er der „Louis" einer in Frankfurt wognenden luderlichen Dirne. Am 6. d. erschwindelte er sich unter Vorzeigung der Eingangs erwähnten falschen Legitimation unter em Namen Hilbert von der Polizei in Wiesbaden zwei Thaler Unterstützung und freu Fahrt auf der ^^Vethaftett^ist 25^-27 Jahre alt, schlanker Statur, er hat rothe Haare, Hellrothen schwachen Schnurr- und Backenbart, blaugraue Augen, eine stumpfe saufgeftulptej, m der Mitte eck gedrückte Nase, blasse Gesichtsfarbe. Derselbe spricht einen schonen norddeutschen Dialect und etwas Französisch und Holländisch. Auf die in der Gaunersprache an ihn 6«^teten Swgcn h^t er _ offenbar aus kluger Berechnung — nicht geantwortet. Er ist gewandt und scheint eine ete®f ufb Polizeibeamten, sowie die Herren Directoren, Jnspectoren und sonstigen Beamten der Zucht- und Arbeitshäuser und Gefängnisse werden sich, weil der Verhaftete o ?e Haare hat, um so leichter erinnern können, mit wem er identisch ist. genannten . Z ren Beamten ersuche ich daher, mir Alles, was ihnen Über die beschriebene Persönlichkeit etwa sinnt iü bald gefällig mitzutheilen. Auf Verlangen kann eine Photographie des Gefangenen XXI“«’ 1872. G-°ßh»i°glich H-ssisch- P°Uj-i-B»w°ltu»g der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. bald ermittelt, daß dir Legitimation wirklich falsch und das Siegel der Polizei zu Langensalza nachgemacht sei, so wie, daß der Name HUbert in Stettin nicht eristlre Der Fremde sagt [etzt. er beiße Friedrich Braun, sei am 30. Juni 1845 oder 30. Juli 1846 zu Burg bei Magdeburg geboren, seine Eltern seien herumziehende Waffelbäcker aus dem Holländischen gewesen die- felbenVien in seiner Kindheit gestorben, er sei von anderen nicht mehr lebenden hrrumjichenden Leuten erzogen worden, eine «Schule habe er nicht besucht, em Gewerbe habe ,<7 * M t ' lcse» und schreiben habe et im Umherzlehen gelernt, von seinem 14. Jahre an habe er 6^ 3ah" lang unter dem Namen Eichmann als Soldat in Afrika gebient u. s. w. Auch alle sonstigen Angaben des Verhafteten find so ausweichend, daß sie dem seiner Herkunft und ^ergaiigenheit nachforschenden Beamten keinen Anhalt gewähren; er muß also gewichtige Grunde haben stinen 1 ' , zrs . e ........... l.____ Hprfn JT Wird. Ober Frankreich Paris, 19. Januar. Prmch der Mörder der G-itzeln von La Roquette Sitzung M Kriegsgericht« vom 18. Januar. Es ist noch nachträglich ein Ze g ,u vernehmen, der polnische Student Lakowskt, welcher unter der Commune als Beamter in La Roquette'ang.stellt «ar. Er ha, da« Exe-ution« - Pelo °n,un er leine» Fenster vorbeimarschiren sehen und al« Cvmmandanten d.sselben den Yaupl- mann Vörig erkannt, der inzwischen erschossen worden ist. Außer ihm b-fanren sich noch mehrere andere Ofsizicre in dem P-loton. Präs.: Erkennen Sie unter den Angeklagten Keinen wieder? Zeuge (aus Prgere blickend): Dieser erinner mich an einen der Osfizi-re, welche Vörlg zur Sette standen; » schein mir aber kleiner; (den Angeklagten aufmerksam betrachtend): nein, gewitz, er war es nicht; der Andere war nicht blo« kleiner , sondern auch lUNger.^Eine- ver Föoerirten drohte mir mit seinem Gewehr; iÄ glaube ihn in Diesem C f Latour weifend) wiederzuerkennen. Hierauf ergreift dec RegierungS. Kommissar Commandant Rustan zu mehrstündigem Plaidoper das Wort. Er bezeichnet Acilen. 5% östr. F. St. F. B. 4213/4 Lombard. Bahn 2227z Ludwigsh.-Boxbaoh 1981/4 Maxbain 147 Bayer. Ostbahn 150 Rhein-Nahebahn-Act. 411/r Hess. Ludwigsb.-Act. 190 Oberhessen „ 833/4 fetent der Ausschußminorität. Jörg sucht sodann in lang-r-r Rede darzuthun dab da« Dogma von der Unfehlbarkeit nicht staatSgesahrlich sei. Sein. Rede ist mefenllid) ein heftiger Angriff gegen den CultuSmmister. Nach Jorg hielt Sepp L ?g°r- Rede gegen den Anttag d°r Au-schußmaj°rität und -°rl,- e nen von ihm event. zu stellenden Begen-Antrag. Di-Debatt- wird morgen sortgesetzt. Es llnd bereits viele Redner für die Debatte vorgemerkt. Aus Thünnaen, 18. Jan. 3n Arnstadt ist in Folge clniger Falle von Blatternerkrankungen von der Behörde verfügt worden, daß die Bewohner des Hauses in welchem ein Blatternkranker sich befindet, wahrend der Dauer der Er- ttankung Schulen, Kirchen und überhaupt öffentli^c rLee”n Der katholische Geistliche, der in einem solchen Hause wohnte, hielt dennoch den Gottesdienst in der Kirche ab und ist deshalb wegen Uebertretung des auf die betreffende Verfügung bezüglichen Paragraphen des Reichsstrafgesetzbucheö zur Unter- D^MstÄMutt-r Karoliu. R-utz ä. L, g-bor-u° Prin- zessin von H-ff-n - Homburg , ist h-ute im Alt-r von 53 Jahren an den Folgen sgraÄ »>-, >.° von Stratzburg seien b-im Bombardkment mit zerstört worden, so hat der Archwar Brücker jetzt die öffentliche Erklärung abgegeben, daß „bte Archive sich heute in demselben >unversehrten Zustande tote vor der Beschießung Straßburg« befinoen. _ Ari dem aeflrigen Jahrestage der Proclamation des deutschen Kalscr>-iches find ein 7-n end« F-stball statt, welchem General v. Fransecky, der Ob-rprast. deut v Möller und Freiherr v. Roggenbach beiwohnten. Ein Zug liebensour- d a r Frö ichk-it ging durch die z-s-siig- Bereinigung. Man suhlte sich bei d,-. ftm Fch- da« zum erstenmal- di- g-samm.e deutsche Gesellschast «°r°.nig.e, -» in einer großen Familie, zu der sich die Freunde von K°lmar,Zabkrn, Hagenau, Erstein und anderen Orten gesellt hatten, um mit den Herren Maire« de« Stadt und Landkreise« Straßburg, die sammt ihren Damen zahlreich erschienen waren, der Festgesellschast den eigenthümlichen Charakter zu geben, der aus sevem Schritte an die höhere Bedeutung des Festes erinnerte. ^railklurt a. M., 23. Januar. Börsenbericht. Der D-rk-hr an unserer Burse >st fortwäb-end ein l.bhaster'und ,°n der besten Stimmung getragen. Heute waren ,« zur Abwech- selung wieder einmal Banken, die fich durch Größe und Umiang der in ihnen abgeWuffeuen Geichäsie besanders h-rvarthat-n. wozu hauptsächlich die zu erwartenden uder gehafft werdendeu c9.’(TMnibPMhen das Jbriae beitragen. So waren Darmstadter bei 4—91—90 in sehr Fmg-, bann Meininger, bei welcher Verkäufer nicht unbeträchtliche «--u--!ug-ständn,ff. erstelten da da- vorhandene Materiat für di- groß- Nachfrage nicht au-reichte. Fast da- Gleiche aitt von der Oesterreich.deutschen Bank, für die auch groß- Kaufauftrag- »oilagen und di- mit itv/. g-rn- bezahlt wurde. Ferner waren Frankfurter-Bank, Franks.-W-ch-terbauk, Bankverein stt-ciell Württemb. Vereinsbank (147) gesucht. , . , Neben Banken waren es einzelne Bahnen die sich großer Umsätze erfreuten wie Gal.zrer, Alfold, Ungar. Ostbahn und Voralberger sämmtlich bei höheren Eourfim ^/^7'.^dit" < .'■ li _ ßStieculattoHiffrecten fest und bet gutem Animo. Staatöbahn 42172—3/4, Credit. aditn 360 Anhaltend beliebt. Lombarden 222. Nur Natiouatbank dagegen malt, 889-86 S-b- uuifanareich war auch heute wieder da, Geschäft in L°°s-N, und bei groß enth.ik« 85rsennachrichtea. I 23. Januar 1872. Preuss. 472% Oblig. 1021/2 Frankf. 3i/2o/o Obi. 883/g Nass. 41/30/0 Obi. 991/4 Kurhess. 40/0 B 931/2 Gr. Hess. 5% Obi. 1021/2 n n 40/o r 971/4 » n 31/zO/o „ 92 Bayer. 5«/0 n 1001/2 n 4Vs 0/0 1jährige 100i/8 „ 40/o 1jährige 951/4 Würlemb. ai/2o/q Obi. 995/8 Baden 4i/2% Obi. c. E. L. 993/4 Oesterr. Silberrente 633/4 w Papierrente 55 Amerik. Bonds 1881 r 1023/4 n 7, i882r 961/4 r r 1885? 977g " » 1887r 983/4 Spanier, neuest. 30/0 321/4 Aetlen. Frankf. Bank 14074 Frankf. Vereins-Kasse 1311/2 Darmst. Bankact. 491 Wien Bankactien 894 Galizien 2723/4 Oest. Creditact. 3611/2 'hn m a. M. Die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. an ^brlnrttelt aut dem erfahrungsgemäß erfolgreichsten Wege der Insertion auf das Am- r ^c^au^e unö Verpachtungen von Gütern, Grundstücken, Fabriken Gesuche und Offerten, Engagements ?c. ohne Provisionsantheil und unter alleiniger Anrechnung der Original -Jnsertwnsgebühren. ueini0cr R-Meter Buchen-Scheidholz, V QD Wellen 10,32 215 25 ir R. K. Prügelholz, Wellen Jagdverpachtung. 226) 78) empfiehlt Emil Eise Itbach» CO ijaeaE WS William Lues zu 74 600 400 2900 40 16 56 27 885 169 83 Stockholz, Reisholz, CO 04 CO G. L. Daube & Comp. in Frankfurt a. M., München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg, Stuttgart, Hamburg, Brüssel und Bern. Komplett» Zeitunqs - Kataloge gratis und franco Nadel-Stämme und „ Stangen 258) Donnerstag den 25. d. Mts-, von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Wiesecker Gemeindewalde, Di- 137) Meinen, in der Nähe des Zinßer'- schen, jetzt Wenzel's Garten am Schrffen- berger Wege, ohnweit der Oberhessischen Eisenbahn gelegenen, mtt einem Häuschen versehenen Garten, beabsichttge ich auf mehrere Jahre zu verpachten. Pachtliebhaber wollen sich an I. A- Busch Sohne oder direct an mich wenden. ... Verwalter Pfeil Wittwe. 302) Ein braves Dienstmädchen vom Lande, für Haus- und Gartenarbeit, wird zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Näheres taKHHSESKHKÖl bei der Exped. d- Bltts- brunnen. rvi„ r, r, . . Gegen vorschriftsmafnge Bürgschaft wrrd Zahlungsfrist bis 13. Mai 1872 gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermetstereren der umliegenden Orte werden ersucht, dres in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt- strict Haide: "* R -Meter Nadel-Scheidholz, 355) Für Maskenanzüge empfehle billiflst Gold- unb Silber-Borden, Spitzen, Franzen und Flitter in verschiedenen Breiten und Größen. I. H. Fuhr, Sonnenstraße. Vermischte Anzeigen. 348) Ein Gymnasiast oder Realschüler kann in einer Beamten-Familie von künftigen Ostern an Kost und Logis und zugleich auch, wenn es gewünscht wird, Nachhilfe in allen Lehrgegenständen erhalten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 6 117,2 2 83 20 1,70 14,90 4,30 Feilgebotenes. Ital. Maccaroni, Hatliariiiapflauinen, Türk. Äwetsclien, Brünellen, Apfelspalten, Hirschen, Zwetsclienkraut, Honig, Julienne (Suppenkräuter), Gothaer Cervelatwurst, Caviar, Sardinen versteigert werden. Wieseck, den 16. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. Holzversteigerunq in der Königlichen Oberförsterei Krofdorf. 343) Donnerstag den 8. Februar er., Vormittags um 9 Uhr, werden zu Krofdorf beim Wirth Kahlert aus dem Königlichen Forste Salzböden, Di- strict 65 (Hirschsprung), nachstehend bezeichnete Holzsortimente öffentlich meistbietend ^Buchen^ 1 starker Stamm, 432 Raum- Meter Scheit, 27 Raum-Meter Knüppel, 217 Raum - Meter Stöcke und 312 Raum - Meter Reiser. Krofdorf, den 22. Januar 1872. Der Königliche Oberförster: v. Meibom. Wer waren denn die beiden Herren, welche gestern Abend im Eafö Ebel ziemlich laut wurden und der eine mit der Brille mit den schönen Redensarten : „Halt doch Dein Maul" um sich warf? Der mit der Brille glaube ich ist der Herr Weinhändler S., der andere Herr U. (353) Jagdverpachtung. 110) Samstag den 27. Januar d. I., des Nachmittags um 1 Uhr, soll die am 16. Februar d. I. leihfällig werdende Jagd der Gemeinde Lang-Göns, bestehend aus 5998 Normal-Morgen Waldung und Ackerland, auf weitere 6 Jahre auf dem Gemeindehause daselbst öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden. Lang-Göns, am 8. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Lang-Göns. Weil. Strhende GesäMsaiyeigen, die sich den Geschäftsfirmen aller Branchen, Patentinhabern, Aerzten, Lehrern, Agenten, Importeuren rc. als äußerst nützlich, ja unentbehrlich erwiesen haben, in den gelesensten Journalen des In- und Auslandes unter den günstigsten Bedingungen zur Insertion zu bringen, erbietet sich die mit dem Vertrauen der Geschäftswelt im reichsten Maaße beehrte Annoncen-Expedition von Jagdverpachtung. 252) Die am 11. Februar d. I. leih- fällig werdende Wald- und Feldjagd tn der Gemarkung Mainzlar soll Donnerstag den 15. Februar d. I, Nachmittags um 1 Uhr, auf hiesigem Rathhause auf 6 Jahre ander- weit verpachtet werden. Mainzlar, am 16. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel- 750 Fichten-Bohnenstangen, 16 Schichten Kiefern - Nutzholz von 3,5 und 3 Meter Länge. Der Anfang ist um die bestimmte Stunde am Vicinalweg von Garbenteich nach Ltch. Das Werkholz kommt Mittags 12 Uhr zur Versteigerung. Steinbach, am 19. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Stembach. Horn. 25 Vz 4 10 12V2 14 65 13 3Vz liest in der kleinen Aula der Universität Montag den 29. Januar Shakespeares „Julius Cäsar" und Mittwoch den 31. Januar „König Lear." Billets für beide Abende ü 1 fl., für einen Abend ä 36 fr. sind in der Expedition des „Gießener Anzeigers" zu haben. Cassenpreis 42 kr. Anfang 7 Uhr., „ Nadel- „ Eichen - Wagner - Stämme nut Cubik-Meter, Nadel-Stämme bis zu 43 Centtmeter Durchmesser und 17,6 Meter Länge, 127,92 Cubik-Meter enthaltend, Eichen-Stangen mit 2,80 Cubik-Meter, 963 Nadel- „ „ 4,68 Die Zeitschrift der landwirtschaftlichen Vereine im Großherzogthum Hessen in Darmstadt nimmt vom 1. Januar 1872 an Inserate auf und berechnet die 3spaltige Petitzeile oder deren Raum mit 7 fr- Bei öfteren Wiederholungen Rabatt. . . . < . , „ Bei der starken Auflage von 4000 Exemplaren finden Anzeigen durch btefelbe in allen Theilen des Großherzogthums die wirksamste Verbreitung._____________(5531) Eichen- Nadel- Eichen-Stockholz, Nadel- „ Buchen-Reisholz, Eichen- „ Nadel- Dornen „ Freitag den 9. Februar, Vormittags 10 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die der Gemeinde gehörende Jagd auf die Dauer von 6 Jahren anderweit verpachtet werden. Treis a. d. Lumda, den 4. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. d. Lumda. 8 Kreppei, täglich frisch, bei Zülch Wittwe, Kein Fabrikat der NeuM hat in so kurzem Zeitraum einen so großen Erfolg aufzuweisen, wie das Brustbonbons Arabische Gummi-Kugeln, bereitet von W. Stuppel in Alpirsbach. Trotz der in großer Anzahl aufgetauchten Nachahmungen behaupten diese Fabrikate ihren guten Ruf und erobern sich von Tag zu Tag mehr und mehr die Gunst des Publikums. Preis: Vi Schachtel 14 kr., Vr Schachtel 7 fr. Dieses Brustbonbons ist zu haben in Gießen der ^ulius Wallach. 3001) Für die Vaterländische Feuer - Versicherunas - Actien- Gcselllchasi zu Elberfeld ermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr billigen und festen Prämien. F Firma: Carl Hoffmann. Versteigerungen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 354) Montag den 29. Januar 1872, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distrwt Faulerboden, Abtheilnng Stoppelfeld, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: , , I. Brennholz: 23,1 R.-Meter Eichen-Scheidholz, Buchen-Prügelholz, Bergh öfer._________ 344) Samstag den 27. d. Mts, Morgens 9 Uhr, soll der Kalkofen des Johs. Löber & Wagner zu Bieber in der Kelbach bei Wirth Will freiwillig versteigert werden. Bemerkt wird, daß derselbe erst vor einem Jahre gebaut worden ist und sich in gutem Zustand befindet. Rodheim, den 22. Januar 1872. Der Bürgermeffter: Bender. I Cokes für Zimmerheizung sind fortwährend in der GaSfabrik zu haben. _______ . 347) Ein Haus mit Hofraum und großem Garten in günstiger warmer Lage, mit fließendem reinem Wasser und von mehreren Seiten zugänglich, für eine Privatwohnun wie für eine Fabrikanlage, Gartenwrrthscha Kunst- und Handelsgärtnerei, ist hier unter bequemen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. Näheres bei Ehr. Vix, Neuenweger Thor. 349) Am Gänseacker ist eine Wiese, 285 Klafter haltend, zu verkaufen oder auf mehrere Jahre zu verpachten. Näheres bei G g. Ehr. Spruck, oder Neustadt Lit. D. Nr. 54, im HI. Stock._____________________ 259) Ein Garten am Nahrungsberg ist zu verkaufen. Näheres bei Flurschütz Völker. in sämmtl. existirende Zeitungen werden zu Original- t , Preisen prompt besorgt. Bei 11)861(110 grösseren Aufträgen Rabatt. Annoncen - Bureau von (4956) Eugen Fort in Leipzig. 2,30 II. Bau-, Werk- und Nutzholz: 464 Eichen-Stämme mit 96,20 Cub-Meter, 31 Nadel- „ „ 23,68 280 Eichen-Stangen „ 20,54 „ 56 Nadel- „ „ 2,25 Die Zusammenkunft ist am Lumpenmannsverkauft Ehr. Lony, Bierbrauerei. 2551 Geräucherte Lachs- Forellen und Bückinge zum Rohessen empfehlen 3. A> Busch Söhne. Eichen- „ Nadel- u Buchen-Prügelholz Eichen- „ Nadel- tt Buchen-Stockholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Reisholz, Eichen- „ Mobilien-Versteigerung. 334) Donnerstag den 25. d. Mts-, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause des Louis Vogt in dec Neustadt die zum Nachlasse des Heinrich Schmall gehörenden Gegenstände, als: Bettladen, Bettung, zwei Kleiderschränke, zwei Uhren und sonstige Hausgeräthe gegen baare Zahlung versteigert werden.________ Holzversteigerung im Steinbacher Gememdewalde. 316) Freitag den 26. Januar 1872, von Morgens 9 Uhr an, soll im Steinbacher Gemeindewalde, Dfftrict Reheck, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als': 352) Gestern Abend wurde eine Säbel- cheide auf dem Wege vom Seltersweg bis zur Mäusburg verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe an die Exped. d. Bltts. abzugeben.________________________ 290) Ein tüchtiger Sortirer für eine Cigarrenfabrik hier am Platze wird gegen hohen Lohn gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. 313) Ein williges, in allen häuslichen Arbeiten erfahrenes Dienstmädchen wird auf Ostern zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Flechtenkranke und Brustleidende heilt Df. Iochheim in Darmstadt, Lud- wigsplatz. (2478) Vermiethungen. 5444) Auf dem Seltersberg E. 41 ist eine geräumige Familienwohnung zu ver- miethen und Anfangs März zu beziehen. 342) Im Brühl'schen Hause auf dem Brand ist ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen; auch kann auf Wunsch die Kost gegeben werden. 133) Ein unmöblirtes, großes freundliches Zimmer, ebener Erde, mit gesondertem Eingang, ist Canzleiberg B. 68 zu ver- miethen. 295) Ein Laden mit Logis ist zu ver- miethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 350) Die mittlere Etage des Hauses im Möhl'schen Garten ist abzugshalber zu vermiethen und gleich beziehbar. — Auf Verlangen kann auch Scheuer und Stallung für zwei Pferde abgegeben werden. Näheres^« erfragen bei Fr. Schwa ab. 49) In meinem neu erbauten Hause, Wilhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, zweiter Stock und eine Mansarde zu ver- miethen. Dr. Weiche!. 345) Ein Stall für Lagerräume zu vermiethen bei PH. Walther. Durch alle Zeitungen ging in diesen Tagen ein Aufruf, unterzeichnet von einer großen Anzahl Männer aus allen Theilen Deutschlands, welche die Errichtung eines National-Denkmals zur Erinnerung an die Siege über Frankreich und die Wiedergeburt des deutschen Reiches auf einem der schönsten und geeignetsten Punkte der Ufer des Rheines anzuregen und zu fördern unternommen haben. — Dieser Aufruf lautet: Weit verbreitet lebt im Deutschen Volke der Wunsch, dem Andenken an die gewaltigen Ereignisse der jüngst vergangenen großen Zeit, bleibende Wahrzeichen zu widmen. Schon steigen sie zahlreich empor in allen deutschen Gauen; Friedenseichen rauschen von Grenzrain zu Grenzrain und manches Denkmal von Stein oder Erz wird der heimathlichen That von heimathlicher Hand bereitet. Was aber das Deutsche Volk gemeinsam errungen in einmüthiger Erhebung, seine Einigung, die Wiederaufrichtung des Deutschen Reichs, das will gemeinsam gefeiert, der nationalen That soll ein Nationaldenkmal geweiht werden. Dasselbe darf nur da seinen Platz finden, wohin fich beim Ausbruch des Krieges des Deutschen Volkes Zorn und seine Begeisterung in unwiderstehlichem Strome ergossen; wo Deutschlands Wacht war, muß Deutschlands Ehrendenkmal sich erheben. Wo am Ausgange des Nheingaues, weite Rebengelände überragend, der Niederwald ansteigt und seine Hügel in sanfter Neigung zum Deutschen Strome sich herabsenken, sichtbar 'vom vorüberbrausenden Dampfer aus und dem Schritte des Wanderers leicht erreichbar ; — wo des Auges weite Schau über den anmuthigsten Wechsel von Wald und Flur, von gewerbreichen Städten und blühenden Dörfern hinweg zum fernen Saum der Vogesen hinüberreicht; — wo die bedrohte Nahe Schutz fand beim sichern Rhein; — auf dem Felsen, wo Deutschlands Fuß seststand von der Römer Zeiten her bis auf den heutigen Tag, — da ist die Stätte für den Malstcin Deutscher Kämpfe, Deutscher Siege, Deutscher Einigkeit. Hier zogen die Kaiser vorüber, wenn sie neu gekrönt ihren Umritt hielten durch das Deutsche Land, hier sah man die Kurfürsten nach dem Königstuhl wallen. Aber hier hat auch in neuerer Zeit weise Fürsorge dem Gewerbfleiße die Bahn gesprengt, hier verkünden in gedrängter Folge Hunderte von Bahnzügen und Fahrzeugen eine Stätte der Bildung, des Wohlstandes, des allseitigen Fortschritts, während aus Strom- und Waldesrauschen der erfrischende Hauch der Deutschen Natur- und Sagenwelt weht. Hier soll, umgeben von Weinbergen und blühenden Wohnsitzen, hoch über den Burgen des Mittelalters das Kunstwerk ragen, das Deutschland und seine Erhebung durch Kriegs- und Friedensthat, durch Waffensieg und politische Wiedergeburt, zu verherrlichen bestimmt ist; — in welcher Form, ob als plastisches Kunstgebild, ob als edles Bauwerk, das wird dem Rath und dem freien Wettkampf der Deutschen Künstlerwelt anheimgestellt sein. Die Unterzeichneten haben sich vereinigt, um diesem Gedanken die Ausführung zu sichern. Nicht karger Mittel werden wir dazu bedürfen; aber uner- schöpstich fließt der Born, wenn er nationaler Zustimmung entströmt, wenn Aller Gemüther und Hände rührig sind, ihren Stein zum Bau heranzutragen. In dieser Zuversicht wenden wir uns an alle Vaterlandsfreunde daheim und in der Ferne mit der Bitte um Förderung des Unternehmens, an die Deutsche Presse zumal mit dem Ersuchen um Verbreitung unseres Aufrufs und Annahme von Beiträgen. Berlin, im November 1871. ' (Folgen die Unterschriften.) In der Ueberzeugung, daß die Worte dieses Aufrufs in den Herzen unserer Mitbürger patriotischen Anklang finden, fordern wir alle diejenigen Bewohner Gießens und der Nachbarorte, welche diesem Unternehmen zustimmen und es zu fördern bereit sind, auf, zur Berathung der hierzu erforderlichen Schritte sich Donnerstag den 2 5. d. M., Abends 8 Uhr, im Leib'schen Saale einfinden zu wollen. L. Bücking, Hofgerichtsrath W. Buff, Ferd. Gail, August Heß, Hofg.-Advocat Hirschhorn, F. Graf zu Solms-Laubach, Adolf Noll, Professor Oncken, A. Ricker, Provinzial-Director v. Röder, Streng, Rector, Bürgermeister Vogt, Professor Dr. Zöppritz. Einladung. 356) Zu der Montag den 29. d. Mts., Morgens 10 Uhr, int großen Saale des „Frankfurter Hofes" in Mainz stattfindenden Versammlung der Wirthe und Weinhändler des Großherzogthnms, wegen Abschaffung der Weinsteuer, Zavfgebühr und Keller-Controle, werden hiermit nochmals alle Wirthe und Weinhändler in Stadt und Land höflichst ersucht, sich recht zahlreich einfinden zu wollen. Gießen, den 24. Januar 1872. Wirthschafts-Eröffuung. 351) Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich nnterm Heutigen eine Wirthschaft Sonnenstraße Lit. B. Nr. 56 errichtet habe und bitte um geneigten Zuspruch. Achtungsvoll F. Willstrumpf. NB. Zugleich bemerke noch, daß ich auf Logiren eingerichtet bin. Jttnoiice. 4262) Aus Anlaß der neuerdings so vielfach vorgekommenen Brand- Unglücke bringen wir die durch uns vertretene Kölnische Feuernersicherungs- Gesellschaft COLONIA In Auftrag des provisorischen Comitös: ______________Fr Leib zum Rappen. , 8 Die billigste amerikanische Priorität!!! fiprocendgc Lexiugtou St. Louis-Bonds stehen 75 bis 76, sind von der Missouri-Pacific-Bahn garantirt. ßproceutige Missouri - Pacific - Bonds notiren 83. Man tausche daher MissouruPacisic-Bonds gegen Lexington St. Louis-Bonds, da ein sicherer Nutzen vorauszusehen ist. 339) Die Mitglieder der Biehversicherungs-Gesellschaft werden auf Mittwoch den 24. Januar, Abends 7 Uhr, zu einer Gensralverfammlmrg in das Local des Herrn König eingeladen. Da Gegenstände von Wichtigkeit zur Verhandlung kommen, wird eine zahlreiche Betheiligung gewünscht. Der Präsident: ___________________Konrad Simon. Jean flai'tgullt. Instrumentenmacher in Butzbach, Niederlage und Leih-Anstalt in Bad Nauheim, empfiehlt sein Lager in Piauino's und Tafel - Llauieren verschiedener Arten Stuttgarter, Berliner und ausländischer Fabrikate, unter 2jähriger Garantie. Aeltere Instrumente werden zu höchsten Preisen in Zahlung genommen. Uebernimmt ferner alle Reparaturen und Stimmungen. Der Transport der Jnstrmnente wird durch ein zu diesem Zwecke eingerichtetes Fuhrwerk besorgt. Durch Mithülfe meines Sohnes, welcher nach vieljähriger Thätigkeit in Stuttgart, Paris u. s. m. sich ausgebildet, bin ich in den Stand gesetzt, allen neuen Anforderungen zu genügen. (5449) in empfehlende Erinnerung, stets gerne bereit, die Alifnahme von Mobiliar- und Ernte-Versicherungs-Anträgen prompt und zu den billigsten, festen Prämien zu besorgen. Stand der Gesellschaft am 31. December 1870: Grundcapital...........fl. 5,250,000. Prämien und Zinsen-Einnahme 1870 . . . „ 2,309,774. Gesammtreserven..........„ 3,563,791. Also Garantiefonds: fl. 11,123,565. Bezahlte Brandschäden pro 1870 . . . . fl. 1,692,530. Versicherungen am 31. December 1870. . . „ 1,330,153,104. Im October 1871. Die Agenturen: Barth in Gießen. C. Jockel jun* in Hungen. Carl Löffler in Gambach. - Zum Anzeigen von gutem Erfolge empfehlen wir das Krersblatt für den Dillkreis (Amt Dillenbnrq.) Bei einer Auflage von 600 beträgt die Einrückungsgebühr 1 Sgr. für die kleine Zeile, wovon wir bei 3 und mehrmaliger Einrückung einer Anzeige entsprechenden Rabatt gewahren. Zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß in dem Kreisblatt die sehr rahl- rcrchen Holzvcrtteigcrungen im Dillkreise veröffentlicht werden, und laden zum Abonnement auf das Blatt (Preis pro Quartal 10 Sgr.) ergebenst ein. Alle Postanstalten nehmen Bestellungen darauf an. Dillenburg. Die Redaction. Die Gnrtenlnuve. Die Nr. 3 bringt folgende Beiträge: Am Altar. Erzählung von E. Werner Verfasser des „Helden der Feder." (Fortsetzung.) — Schöpfungs-Glaube und Wissenschaft. I. Von Bock. — Pariser Bilder uud Geschichten. Ein entsetzlicher Maimorgen. Von Ludwig Kalisch. — Seegeschichten. Von Heinrich Kruse. 1 Das große Schiff. — Das Siegesdenkmal in Berlin. Von C- F- Liebetreu. Mit Abbildung: Die zukünftige Siegessäule in Berlin. Nach einer der Gartenlaube mitgetheilten Architekturskizze von L. — Ein verlorener Posten des Deutschthums. Von C. M. Sauer. — Blatter und Blüthen: Noch ein Düsseldorfer Meister. Mit Karl Wilhelm Hübner s Portrait und einer Abbildung: Besuch der Schwiegereltern bei den Zwillingen. Nach dem Oelgemälde von K. W- Hübner in Düsseldorf. — „Eismeer und Tintenfaß" Nachträgliches. — Unsere Feuilleton-Beilage. — Ein vermißter Deutscher ui Brasilien. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fammtliche zollamtliche« Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen/