o, J m' ülankenthai »h{, f,h9fT do ung von An« a«”' Hin jmitigig, ' °°° MngM 8^| ” ®H frib in bM| lammt-Eomit^ 1-3. Sdllebplahr. nfio^ be n 17, ^(pi September, Lov S der prämiitten Thiere der Grotzheijog, jowii bmm Leistungen auf bitftr lad! Mainz und dem Kr- Prnfc, fowie eine grotzne September, AbM ten Gegenständen, als: biuttt tt.it., äh n tag 1 tfrtujtr finb 6d ben Ml wöchenl- irrnnb reell- t den rühm' Listen durch of. iM lllff?. .bttn 9 fr. M ytcäbTt tie hej. t aui m^üzes Biüci. (4156) z-: bowlte. rer. ietz am Markt Prei8 vierteljährig 1 fL 12 tr. nit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 29 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, eit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Re. 223. 3—«BH Montag den 23. September L872. ®3#r Einladung zum Abonnement auf den Gietzener Anzeiger. Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 1 fl. 12 fr., frei ins Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im IV. Quartal 1872 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben zu 1 fl. pro Quartal. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 29 fr. incl. Postaufschlags. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Exemplare zu liefern. Die Redaction. Jesuitenstaat mit seinen Regenten und Ständen ein Abbild des bürgerlichen Staates im Kleinen dar, in ihn hineinverpflanzt mit fr'mven Zwecken und einem fremden Oberherrn unterworfen. (D. Pr.) Die Verfassung der Jesuiten. Der Jesuitenorden ist nach seiner Verfassung ein monarchischer geistlich, weltlicher Staat im Staate unter der Souverainetät des Papstes resp. seines Stellvertreters, des Jesuitengenerals. Er zerfällt in Regenten und vier Stände mit hierarchisch ■ absoluter lieber» und Unterordnung. Die Regenten sind der General mit seinem Ministerium, dem Admonitor und vier Assistenten, unter ihm die Provinzialen als Oberhäupter der Provinzen (bekanntlich ist die ganze Welt in Provinzen des Jesuitenordens eingetheilt, und Deutschland hatte nicht einmal die Ehre eine vollständige Varzustellen), die Superioren der Häuser und die Rectoren der Collegien. Der General wird als Stellvertreter Christi angesehen, regiert deswegen vollständig absolut, verlangt den berüchtigten „Kadavergehorsam" von seinen Untergebenen, die er von allen Sünden und Strafen lossprechen kann. Nach einer indeß in der philologischen Auslegung noch bestrittenen Stelle der Jesuitenconstitution kann er sogar Todsünden anbefehlen und zu ihrer Begehung haft des „h. Gehorsams" zwingen. Der Admonitor ist sein Staats- und Ge° wiffensrath, ohne dessen Einwilligung er keine wichtige Maßregel ausführen darf, mit dessen Zustimmung er aber aller Verantwortung baar und ledig ist, eine Art Papst im Kleinen (in Rom darum bekanntlich „der schwarze Papst" genannt), lebenslänglich gewählt und nur dem Papst unterworfen. Unter diese despotisch regierenden Spitzen ordnet sich, wie angegeben, das regierte Volk des Jesuitenstaates in vier Ständen unter. Als oberste oder Adelsclasse erscheinen die Professen, d. h. solche, die außer den bekannten drei MonchSgelübden noch das vierte jesuitische abgelegt haben, überall hinzugehen, wohin sie der Papst sende, besonders unter Ketzer und Ungläubige. Sie werden demnach besonders zu Missionen unter das Volk oder in die Cabtnette als Beichtväter verwendet, denn zu ihnen wählt man nur die Welterfahrensten und Klügsten aus, sie reifen stets hin und her im Interesse des Ordens und seiner Unterordnung unter den General und erhalten als Belohnung für ihre Mühen Sinecuren in den Profeßhäusern, den Rittersitzen des Ordens, und das Vorrecht, daß von und aus ihnen allein der General und die anderen Ordensoberen gewählt werden fonnen. — Der Gelehrten- und Bürgerstand im Jesuitenstaate sind die Scholastiker, besonders wichtig für den Orden und gefährlich für seine Gegner, da ihnen der Jugendunterricht auf Universitäten und höheren Schulen, die Predigt und Beichte und Missionen überwiesen sind, ihre Wirkung demnach besonders auf das niedere Volk und die Weiber als eine der Hauptstützen der Macht der Jesuiten sich erstreckt, während der andere Factor ihrer Gewalt, die Cabinette der Fürsten, in den Händen der professi ist. Ihr Gelübde ist bindend. Das eigentliche Volk des Jesuitenstaates, die Coadjutores, haben wieder ein anderes, sehr wichtiges Feld der Wirksamkeit, nämlich die beständige Unterhaltung der Verbindung zwischen Welt, Salon, Familie, überhaupt bürgerlicher Gesellschaft und dem Orden. Darum bestehen sie zum Theil aus Weltlichen, sogar Fürsten, wie Ludwig XIV., und Minister gehörten dazu, ihr Gelübde ist nicht bindend, sie können also jederzeit austreten, brauchen kein Ordenskleid anzulegen, sondern können sich im Frack, Salon- oder Bürgerrock überall einschleichen, wo es das Interesse des Ordens gebietet, den Hebel im Stillen anfetzen, den rechten Augenblick erspähen, Zeit und Stunde erlauern, kurz, sie sind die Plänkler, Spione und leichten Truppen des Ordens, durch die er seine Ankunft vorbereitet, die Wurzeln, die er in die bürgerliche Gesellschaft treibt, um sich festzusetzen, die weltlichen Mitarbeiter des Ordens, zu denen oft die angesehensten Manner des Staates und der Gesellschaft gehörten. — Das Proletariat der Jesuiten, die Novizen, liefert das Material für die drei oberen Klaffen. Darum erfolgt ihre Wahl und Aufnahme nur mit Berücksichtigung ihrer Talente, zur Erreichung der OrdenSzwecke, ohne Rücksicht des Standes und der Geburt, darum werden sie zwei Jahr lang in den Novizenhäuflrn auf das Schärfste von den Novlzenmeistern überwacht und geprüft, in Beziehung auf ihre Tauglichkeit für die Plane des Ordens, besonders mit Rücksicht auf die Blindheit des Gehorsams. Findet man sie tauglich, so werden sie Coadjutoren oder Scholastiker. — So stellt der Deutschland. Darmstadt, 21. Sept. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnavigst geruht: den Avvokatanwalt bei dem Bezirksgericht Alzey Jakob Finger zum Ministerialrath bei dem Ministerium der Justiz zu ernennen. Darmstadt, 22. Sept. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 16. September den Ministerialrath in dem Ministerium des Innern, Geheimrath Gustav Adolph Freiherrn von Lehmann zum zweiten Präsidenten des Oberconststoriums; den Kreisrath des Kreises Bensheim, Heinrich Knorr, zum Ministerialrath in dem Ministerium des Innern und den Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Offenbach, Dr. Julius Usinger, zum Kreisrath des Kreises Bensheim, zu ernennen. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchsten Decrets vom 19. l. M. den Präsidenten des Großherzoglichen Ministerium der Finanzen Maximilian von Biegeleben zum wirklichen Geheimen Rathe mit dem Prädikate „Excellenz" zu ernennen geruht. Berlin, 18. 'September, lieber das jüngste Verhalten des Bischofs von Ermland veröffentlicht die „Spen. Ztg." eine Reihe der in letzter Zeit gewechselten Schriftstücke. Der Bischof fragt unterm 22. August bei dem Kaiser über die Theilnahme an der Feier in Marienburg an. Der Bescheid des Kaisers, an den tiefgreifenden Gegensatz zwischen der Staatsregierung und dem Bischof anknüpfend, forderte vom Bischof, daß er rückhaltlos erkläre, er sei gewillt, den Staatsgesetzen in vollem Umfange Gehorsam zu leisten, alsdann werde der Kaiser bei der Säcularieier freudig die Gesinnungen der Treue und Ergebenheit des Ermländer CleruS durch den Bischof bestätigen hören, andernfalls werde die Bestätigung durch Wort und Schrift Sr. Majestät zur Genugthuung gereichen, aber aus dem Munde des Bischofs würde Se. Majestät dieselbe nicht entgegennehmen. Die Antwort des Bischofs an den Kaiser unterm 5. September erklärt, er erkenne die volle Souveränetät der weltlichen Obrigkeit auf staatlichem Gebiete an und erkenne nicht eine andere Souveränetät auf diesem Gebiete an. Er werde demgemäß die Pflicht, den Staatsgesetzcn in vollem Umfange zu gehorchen, treu erfüllen; andererseits bekenne er, daß ihm in Sachen des Glaubens und für die Wege des ewigen Heils Gottes Offenbarung und Gesetz als alleinige unumstößliche Norm gelten, und er sich hier in der Offenbarung des Herrn und Heilands Jesu Christi und der Autorität der von ihm gestifteten Kirche ebenfalls rückhaltlos unterwerfe. Die hierauf erfolgende Antwort des Fürsten Bismarck vom 9. Sept, erklärt unter Anerkennung des entgegenkommenden formellen Charakters der bischöflichen Antwort, er könne als amtlicher Rathgeber des Kaisers den persön- lichen Empfang des Bischofs erst dann mit der Würde der Krone verträglich halten, wenn jeder Zweifel gehoben fei, daß der Bischof die Autorität der LanveS- gcsetze unbedingt und vollständig anerkenne. Der Bischof habe gegen dieLandcS- gesetze durch die öffentliche Verhängung der großen Excommunication gegen königliche Untcrthancn ohne Vorwiffen der Regierung gefehlt. Diese Thatsache müsse der Bischof dem Landesherrn gegenüber anerkennen: alsdann sei jede Schwierigkeit gegen den Empfang gehoben. Das Schreiben des Bischofs an den Kaiser vom 11. September zeigt an, er sei in Folge der Zuschrift des Fürsten Bismarck vom 9. September, welche mit dem Schreiben Sr. Majestät vom 2. September nicht im Einklänge stehe, abgehalten, bei der Jubelfeier zu erscheinen. Die Antwort des Bischofs vom 13. September an den Fürsten Bismarck bemerkt, der Brief dcs Fürsten vom 9. September enthalte neue, in dem Schreiben Sr. Majestät nicht enthaltenen Bedingungen für sein Erscheinen und insofern eine wesentliche Aenderung der kaiserlichen Zusage. Die Erledigung durch brieflichen Verkehr habe nicht mehr zum Ziele führen können. Der Bischof schließt mit der Bitte um Auskunft über die Gründe der Umänderung des kaiserlichen Wortes. Fürst Bismarck antwortet unterm 16. September: Die Voraussetzung des L m r H II er h1 ( t 4 bei »I j)famr Miminin übtr vern dm Zesu gen Au-lr immer tu m?r wiz fangmsch urtheilt, rtdamirt sra»M der Stint), ic er A h< B p 5 e g IM ei K 2) Die Generalversammlung wolle erklären, daß es Pflicht eines jeden Katholiken ist, die katholische politische Presse durch Abonnement, Jnseriren ic. zu unterstützen. 8 3) Es ist Wünschenswerth, daß auch für die katholischen Studenten Deutsch- ands — deren Verbindung- n und Vereine — ein Organ in der Presse geschaffen werde, das einmal deren Interessenvertretung sich zur Aufgabe macht, und zweitens es ihnen erleichtert, unter sich und nach Außen hin Verbindungen anzuknüpfen und zu unterhalten. Go vn Oßkü t>tn SRuin auSgtMl Mi enthalten' liße bmi sei. ®’ will im auch nm vorn zur Sim tintm M M München nicht gelu einzelnen fieben W> ivr-hulb i entbunden t Psrchsc Mi Hilt v. ( Bildung Unterhanl welche Ee Tti KrirgStzit heute 9li reich, Mainz vaS lanD" l Slitzabl' Herrn ® hieraus au W b ußf/ful; wöE- Bischofs, sein Schreiben vom 5. September habe der allerhöchsten Aufforderung vollständig entsprochen, sei unzutreffend, da einer Erklärung, welche, wenn ohne einschränkende Zusätze gegeben, genügend erscheinen konnte, Seitens des Bischofs Bewegungsgründe und Zusätze beigegeden seien, welche den Sinn der Erklärung zweifelhaft machen und dieselbe Auslegung mindestens zulassen, welche in der bischöflichen der Regierung gegenüber hierher abgegebenen Erklärung unzweideutiger hervortrat und welche eben des Kaisers Bedenken gegen den Empfang hervorrief. Das Schreiben lautet weiter: „Indem ich hieraus erkannte, wie schwer es dem Bischöfe wird, eine die Zukunft betreffende unumwundene und befriedigende Erklärung über die Stellung zur königlichen Landeshoheit und den Landesgesetzen zu geben, habe ich geglaubt, des Bischofs Schritt, welcher es dem Kaiser möglich gemacht haben würde, ihn zu empfangen, dadu.ch zu erleichtern, daß ich vor- schlug, denselben auf die Erklärung über die Vergangenheit einzuschränken, ohne bei dieser Gelegenheit Bürgschaften für die Zukunft von dem Bischöfe nochmals zu verlangen. Mein Ersuchen ging deshalb nur auf Anerkennung der Thatsache, daß der Bischof in der Vergangenheit gegen das Lanvesgesetz gefehlt habe. Dieses Verlangen war ein minder weitgehendes und ein leichter erfüllbares als das frühere, welches auf Zusicherungen in Betreff des zukünftigen Verhaltens gerichtet gewesen und vom Bischöfe nicht erfüllt worden war. Daß der Bischof eine solche Erklärung nicht oder wenigstens nicht rechtzeitig wehr habe abgeben können, bedauere ich lebhaft, da es mir erwünscht gewesen wäre, unabhängig von den Beziehungen zur Regierung wenigstens des BischöfS persönliches Verhältniß zum Kaiser in einer der Feier entsprechenden Weise geordnet zu sehen." Berlin, 20. Sept. Wie die „D. R.-C." hört, sind aus Paris an das Reichskanzleramt telegraphische Anfragen ergangen, aus welchem Grunde die Verhaftung des Herrn About erfolgt fei, unv das Reichskanzleramt hat sich in der Lage befunden, hierüber keine Auskunft geben zu können, da seinerseits kein Befehl ergangen sei, der irgend auf Herrn About, noch weniger aber auf seine Verhaftung Bezug habe. Während der Dreikaisertage ist auch unserem „großen Schweiger", dem Generalfeldmarschall v. Moltke, seitens des Kaisers von Rußland eine hohe Aus- Zeichnung zu Theil geworden. Derselbe wurde nämlich zum Chef des Rjasanschen Infanterieregiments Nr. 69 ernannt. 4) Die Generalversammlung möge den Katholiken Deutschlands empfehlen, daß Vereine zur Verbreitung von Volksschriften, ähnlich dem zu Köln gegründeten Gorres-Verein, an allen Orten nach Möglichkeit ins Leben gerufen werden. Bei dieser Gelegenheit ist es, nach Angabe des Sigl'schen „Vaterland", auch zu einer Erörterung über die Haltung der „Schles. VolkSztg." gekommen. Das „Vaterland" berichtet in feinem drastischen Style wie folgt: Wie voriges Jahr in Mainz über das „Vaterland", so wurde ein schreckbares zweistündiges ft ieii 6] U. D di öl ur K E a 2' iß N' vl; ' T > st' d „Wann werden endlich einmal unserem katholischen Volke die Augen aufgehen. Papierne Proteste thun's nicht, bei den Wahlen und im öffentlichen Leben heißt es, sich wehren, und nicht eher dürfen wir ruhen bis die aller Cultur unv Ctviltsation Hohn sprechenden Ausnahmegesetze abrogirt sind. Unser Herrgott wird dann auch helfen, wenn bis dahin den hohen Herren in Berlin nicht die Augen aufgegangen sind. Aber freilich nach Canossa gehen wir nicht, sagte Fürst Bismarck. Ist es aber besser, nach St. Helena zu gehen oder gar nach Chislehurst? Der geistreiche „große" Staatsmann mag'ö bedenken!" Napoleons in Aussicht gestellt? Kann ein unbefangener Leser die Worte anders verstehen und werden die Leser der „D. Reichsztg." sie anders verstanden haben? Gewiß nicht. Das wag dahingestellt bleiben, wen der Verfasser jener Zeilen als Urheber der gedachten Eventualität im Sinne gehabt hat. Nach Form unv Inhalt enthält die ganze Corresponvenz eine Drohung unv im Zusammenhänge mit den vorangehenden Worten läßt die hervorgehobene Stelle kaum eine andere Deutung zu, als daß dos katholische Volk nötigenfalls die Aufgabe über- nehmen würde, welche den Napoleonen gegenüber anderen Mächten zugefallen war. In diesem Sinne hat z. B. die „Spcn. Ztg " die Stelle aufgefaßt und dadurch eine furchtbare Ladung von Wuthausbrüchen der „Germania" auf sich gezogen. Die „Spen. Ztg." sollte doch wissen, haranguirt sie das Jesuitenblatt, „daß die ultramontane Partei es nicht war, welche Napoleon I. nach St. Helena brachte, oder Napoleon III. nach Chitlehurst verbannte, sondern daß diese Gewalthaber auf dem Schlachtfelve besiegt wurden, nachdem eine höhere Hand sie al- reif zum Sturze bezeichnet hatte. Nach ultramontaner Auffassung wurden beide Kaiser vom Geschick ereilt, weil sie sich am Papste und an der Kirche vergriffen hatten." (!) Ja, nach ultramontaner Auffassung, d. h. nach einer Auffassung, welche lügt, und indem sie die Lüge vorbringt, sich des Gefühls nicht erwehren kann, daß sie sehr leicht zu ertappen ist, weil die Lüge zu plump ist. Also Napoleon III. hat sich am Papste und an der Kirche vergriffen? Unv nur darum hat ihn das Geschick ereilt? So wagt eg Vie „Germania", Ereignisse, Vie kaum wenige J^hre alt sind, zu fälschen, um nur den Eindruck der unbesonnen offenen Sprache eines tm Uebrigen ihr gleichgesinnten Blattes abzuschwächen und zu verwischen, und zu diesem Zwecke scheut sie sich nicht, abermals unv abermals auf vte „Loyalität" und „Könlgstreue" der Ultramontanen hinzuweisen. Köln, 19. Sept. Seitens der theologischen Commission des Altkatholiken. Congresses wird eine Anzahl von Sätzen zur Annahme empfohlen, welche, an den gegenwärtigen kirchlichen Nothstand der Altkatholiken anknüpfenv, die Wirksamkeit excommuniktrter al-katholischer Priester, die Spendung des Bußsacramentes zu regeln, bezüglich der Diöcesaneintheilung, der gottesdienstlichen Seelsorge, der liturgischen Acte Fürsorge zu treffen bestimmt sind. Es wird der Gebrauch der deutschen Sprache bei der Spendung der Sacramente befürwortet, vor den Miß. bräuchen und Auswüchsen des Ablaßwesens, der Heiligenverehrung, der Scapulire und Medaillen gewarnt, die Vermeidung alles Deciamirens und Predigens über kirchlich-politische Tagesfragen empfohlen. Es werden sodann Vorschläge über Organisation der Seelsorge gemacht, Bestimmungen über die kirchliche Giltigkeit von Eheschließungen getroffen, der für kirchliche Ehehinverniffe sonst erforderliche päpstliche oder bischöfliche Dispens als nicht schlechterdings nothwenvig erklärt. Im Anschluß an die frühere Münchener Resolution werben die Bischöfe der Utrechter und der armenischen Kirche als geeignet zur Vornahme bischöflicher Functionen bezeichnet und es wirb die Wahl selbsteigener durch Vertreter der Ge- metnden zu wählenden Bischöfe Vorbehalten. Schließlich wird die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung aller getrennten Glaubensgenossenschasten ausgesprochen und das Zusammentketen einer Commission vorgeschlagen, welche sich mit anderen bestehenden oder zu bildenden Vereinen zur Beseitigung ver kirchlichen Spaltung in Verbindung setzen unv mit diesen auf Erzielung einer Wiedervereinigung der getrennten Kirchen durch Wort und Schrift Hinwirten soll. Köln, 21. Sept. In der heutigen letzten Sitzung ver Altkatholikenversamm- lung gelangte ein Antrag in Betreff ver Anbahnung einer Wiedervereinigung mit ven anderen ConfesstonöverVandten der christliche Kirche zur einstimmigen Annahme. Die zu diesem Zwecke gewählte Commission besteht aus Döllinger, Friedrich, Langen, Lutterbeck, Abbe Prof. Mtchaud, Michaelis, Appellationsgerichtsrath Rottels und den Professoren Reinkens, Reusche und v. Schulte. Breslau, 15. September. Aus der Generalversammlung deutscher Katholiken sind noch mehrere ergreifende Beschlüsse zu erwähnen. Zunächst über die Erziehung der Kinder. Hier wurve folgender Antrag angenommen: 1) Die Generalversammlung wolle die Errichtung und Verbreitung des „Vereine christlicher Mütter" bringend empfehlen. 2) In Anbetracht der großen Gefahren, welchen die Jugenv in den gegen- wartigen Zeitverhältnissen ausgesetzt ist, fordert die Generalversammlung alle katho» lischen Eltern, insbesondere alle christlichen Mütter, ebenso warm als dringend auf, ich des gefährdeten Heils ihrer Kinder, namentlich durch Pflege häuslicher Zucht und häuslichen Unterrichts, wozu insbesondere der Verein christlicher Mütter geeignet ist, anzunehmen. 3) In Erwägung, daß die Kindererziehung im elterlichen Hause schon jetzt an vielen Stellen der religiösen Grundlage entbehrt, daß ferner religiöse Gleich« giltigkeit und falscher Liberalismus bereite einen Theil der Lehrerschaft ergriffen hat, und daß endlich das vorhandene neue Schulaussichtsgesetz den Katholiken keine genügende Bürgschaft für eine gute christliche Erziehung darbietet, empfiehlt die Generalversammlung zur Beseitigung und Verhütung des auf dem Gebiete der Jugenderziehung schon hervortretenben und noch zu befürchtenden Schadens oie Gründung und Förderung katholischer ErziehungSvereine auf Grund der Mainzer Resolutionen als höchst zeitgemäß. Auf die katholische Presse bezieht sich nachstehende Resolution: 1) Die Generalversammlung wolle beschließen, die Herausgabe und Verbreitung guter und billiger katholischer Volkskalender zu befürworten unv zu unterstützen. 8 , <5ei sollen N opl ' un £> 8ttt Sefonbi Be 4310) E Arloosung städtischen ■: die nachfo kommen: Lit. B. Nr. H./V . B. . ' . D. 1 ®ieSn6ab »Wo, fe 6«*" Von verschiedenen Seiten wird die Nachricht verbreitet, daß die römische Curie sich zu einem Feldzüge gegen das deutsche Reich rüstet, und daß aus der jetzt in Fulva tagenden BischofSconferenz die Kriegserklärung hervorgehen wird. Erwähnt mag bei dieser Gelegenheit werden, was dem „UniverS" aus Rom gemeldet wird. Cardinal Antonelli hat nämlich im Auftrage des Papstes jedem der in Berlin versamme.ten Kaiser mündliche Mittheilungen über die Eventualität ter nächsten Conclave machen und anfragen lassen, ob, wenn dieses Conclave außerhalb Italiens, wie es vor einem Jahre schon beschlossen worden sei, statt- finden müsse, dasselbe auf keinen Widerstand seitens der drei nordischen Mächte stoßen werde. Diese Eröffnungen sollen den drei Kaiser am 10. September gemacht worden sein. Leider kann oder will der „UniverS"-Correspondent nicht angeben, welche Antwort Cardinal Antonelli erhalten hat, sondern das clericale Blatt schließt seine Offenbarung mit der höchst überflüssigen Bemerkung ab, Kaiser Franz Joseph werde, wie er dem Papste m förmlichster Weise die Versicherung ertheilt habe, nicht dulden, daß man in seiner, des Kaisers, Gegenwart die römische Frage anders als nach den Grundsätzen Der Gerechtigkeit behandle. Der „Francais" erweitert, indem er die Mittheilungen des „Univers" bestätigt, gleichzeitig dieselben, indem er behauptet, Oesterreich habe für den Fall, daß düs nächste Conclave nicht in Rom abgehalten werden könne, ven Mitgliedern des heiligen Collegiums Trient zur Abhaltung der Papstwah! angeboten. England hatte für denselben Fall Malta offerirt und Herr Thiers sei auf die Idee gekommen, das Conclave in Monaco abzuhalten, wo es durch die vereinigten Flotten von Frankreich und Oesterreich geschützt wäre. Berlin, 20. September. In einer heute Nachmittag st^tgehabten Besprechung der Commission der Pflug'schen Maschinenbauarbeiter mit dem Director Walz erklärte dieser, daß der VerwaltungSrath beschlossen habe, nichts zu bewilligen und mit der Commission nicht mehr zu unterhandeln, indem er sich den Beschlüssen des Fabrikantenbundes füge. B^lin, 20. Sept. Es ist zur Kenntniß Der Staatsregierung gelangt, daß ein Antwerpener Haus Transporterleichterungen für die Beförderung von Aus- wanderern nach Brasilien auf der Eisenbahnroute Dresden-Antwerpen zu erlangen sucht. Anscheinend handelt es sich hierbei um ein mit besonderem Raffinement angelegtes Projekt eine große Anzahl von Schlesiern, angeblich 40-50,000 Per- >onen, im Laufe mehrerer Jahre zur Auswanverung nach Brasilien zu verleiten, tnSbefondere sie hierzu durch Stundung des Eisenbahn- unv vielleicht auch des Schifffahrtspreises zu verlocken. Die Provinzialregierungen sind nun angewiesen worden, die Unterbehörden von dem fraglichen Plan in Kenntniß zu setzen und ihnen die strengste Handhabung Der Gesetze etwa auftauchenden Agenten Der bis- per unbekannten Unternehmer gegenüber zur Pflicht zu machen, auch Die beteiligte Bevölkerung in entsprechcnDer Weise nochmals warnen zu lassen. Berlin, 21. September. Noch ist in Aller Gedächtniß, welche Entrüstung jene Prophezeihung Des Papstes von dem Coloß und dem Steinchen in ganz Deutschland hervorrief, und welchem Spott unv Gelächter Die hiesige „Germania" verfiel, als sie Den Versuch machte, die Herausforderung abzuschwächen und Den Aoloß auf Den „Liberalismus" Deutete, und schon wieder liefert Dasselbe Jesuiten- blatt eine neue Probe gleicher Jnterprttationskunst. Dir ihm verwandte „Deutsche ReichSzeitung" brachte vor einigen Togen eine Korrespondenz, welche die rege Betheiligung der katholischen Bevölkerung des guten RheingaueS an verschiedenen Wallfahrten mit Befriedigung erwähnt, daran aber die Bemerkung knüpft, daß diese Bethätigung der katholischen Gesinnung nicht genüge, den Gegnern beizukommen und mtt folgenden Worten schloß: , Nr I Fr; Im] . syp dar ||L Gen \ in I ittr< X®”1’ anbtre *•« "16 jg, 3 ’ S°M u„ Ij11< di- $uf “® *i«i UtaJ** «b«. ' S,a6'«"b « fit „uT.. a«f ßch 'VwV^ÄUl .•»-ÄB 1 Ju Plump » J“ rifftn? n/ «lo ! Und nur darum [ "^'Ise, die kaum , ^besonnen offenen ° ,^4vächen und zu rmal* °ud aberma/s fl lnjuvchn. 1 Im DC6 ^likchMen. Mlcht. an den vuMramentee zu (n,N ,nhd)!n M M* t ltr.tr «M« * m «J* den Katholiken w=-* 5&»? ÄS» btirireeil‘n enl 1 „ vw *5 34»«'"",U lif»» nt8i0(n u s»4'° S'i> 4‘"!' jth»«* r<,elJ. i" reich, daß die ganze Versammlung ihm beisiimmte. Der Preuße Majunke, ver in Mainz gegen das „Vaterland" überaus wüthig that, hielt keine Rede, sondern daS Maul, was auch das Gescheiteste war. Die Wetterwolke, die das „Vaterland" bedrohte und wegen welcher wir einen eigenen Vertreter als etwa nothigen Blitzableiter nach Breslau delegirten, brach also über uns nicht los, sondern über Herrn v. Florencourt, dem sie aber auch keinen Schaden that. — Es ergibt sich hieraus von Neuem die Wahrnehmung, daß die Miethgävle der katholischen Presse au divcrgtrenken, zum Theil entgegengesetzten Strängen ziehen. Die Ausgangspunkte und Ziele dieser verschiedenen Richtungen sind nicht klar erkennbar. Sie mögen politischer, nationalistischer, vielleicht auch ganz gewöhnlich finanzieller Natur sein. Für alle drei Annahmen sind Gründe vorhanden. Für Vie nächste General- Versammlung ist Regensburg vorgeschiagcn. Gotha, 20. Sept. Dem Pros. Dr. Petermann geht aus Mosambik an der Ostküste von Afrika die Nachricht zu, daß der Asrikareisende Karl Mauch von den Ruinen von Zimbare aus eme neue Reise bis zur Mündung des Zambesi auSgesührt hat und in Quillimaue angekowmen ist. München, 20. Sept. Die im gestrigen Abendblatt des „Bayer. Couriers" enthaltene Nachricht, daß der König dre von Herrn v. Gaffer uufgestellte Minister- liste bereits genehmigt habe, wird heute als jeder Begründung entbehrend bezeichnet. Erne Münchener Correspondenz der heutigen „Allgcw. Augsburger Zeitung" will im Gegenteile wissen, daß Herr v. Gaffer, die Unmöglichkeit einsehend, ein auch nur annähernd lebensfähiges Ministerium zu Stande zu dringen, den ihm vom Könige errheilten Auftrag in dessen Hände zurückgüegt habe. Positives ist zur Stunde nicht bekannt. Die activen Staatsminister treten heute Mittag zu einem Ministerrathe zusammen. München, 21. September. Die „Allg. Ztg." bringt ein Telegramm aus München vom 20. d. M., welches behauptet, daß es v. Gasser bis zur Stunde nicht gelungen sei, fünf Männer vorzuschlagen, welche unter seinem Präsidium die einzelnen Ministerien zu übernehmen bereit wären. Die Lösung der von ihm vor sieben Wochen übernommenen Aufgabe habe sich daher als unmöglich erwiesen, weshalb v. Gasser sicherstem Vernehmen nach von dem Könige des Auftrages entbunden wurde. Bereits sollen Unterhandlungen mit dem Finanzminster v. Pfretzschner wegen Uebernahme des auswärtigen Ministeriums angeknüpft sein. zösischen Regierung auf die Aufhebung der Sperrmaßregeln zu dringen und das Unerklärliche geltend zu machen, daß man dieselben, nachdem sich die bezüglichen Angaben des französischen ConsulS in Basel als ganz falsch erwiesen, noch immer aufrecht erhalte. Schweden. Stockholm, 19. Sept. Der Prinzregent Oscar von Schweden ist heute unter dem Namen Oscar II. zum König von Schweden und Norwegen auSge- rufen worden. Derselbe hat heute die Verfassung beschworen und ihm ist seitens der höchsten Staatsbeamten, der Mitglieder des Staatsraths und anderer Staats- Würdenträger der Eid der Treue geleistet worden. Die hier garnisonirenden Truppen sollen morgen für den König vereidigt werden. Die Leiche des zu Malmoe verstorbenen Königs Oscar I. wird einbalsamirt und dann hierher üvergesührt werden. Local-Notizen. Gießen, 23. September. Gestern Abend brach in dem Dorfe Annerod Feuer aus. Wie man vernimmt, sollen zwei Hauser mit Scheuern abgebrannt sein. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 20. September. Die gestern eingetretene Besserung machte heute abermals Fortschritte. Die von Berlin eingetroffene Nachricht, daß die Seehandlung 5 Millionen zu Börsenzwecken zur Verfügung gestellt habe, sowie der flüsstge Geldftand am 'hiesigen Platze selbst zogen der Eontremine den Boden unter den Füßen weg und erfüllten die Haussiers mit neuem Muth, die sich denn auch sofort wieder in die Offensive begaben und heute Creditactien um 4, Lombarden um 2 und Staatsbahn um ca. 2V2 fl. in die Hohe trieben. Den Bankactien kam es zu statten, daß viele Verkaufsaufträge wieder zurückgezogen oder wenigstens höher limitirt wurden, wodurch sich die Course eo ipso schon höher stellten. Es herrschte aber auch wieder mehr Kauflust, und gingen deshalb namentlich hiesige Institute sammtlich in die Höhe. Ferner waren junge Meininger, Amsterdamer, Antwerpener, Brüsseler, süddeutsche Provinzial, bayerische Wechölerbank bei guter Frage. Auch den Bahnactien wendet sich die Börse neuerdings wieder mehr zu, und wurden heute junge Staatsbahn, Alföld, Franz-Joseph, Buschterader, Donau-Drau in Posten gekauft. Prioritäten dagegen wollen noch nicht recht ziehen. Oesterreichische Renten besserten sich eine Kleinigkeit und 1872er Russen waren gefragt. Süddeutsche Fonds fest. Loose bei wenig Verkehr. München, 21. September. Das „Süvd. Eorrespondenz-Bureau" meldet: Herr v. Gaffer erhielt gestern Nachts die Mittheilung, daß Vas Mandat zur Bildung eines Ministeriums ihm entzogen sei. Seitdem sind mit Hrn. v. Pfretzschner Unterhandlungen wegen Uebernahme des Portefeuilles des Aeußern angeknüpft, welche Erfolg hoffen lassen. Straßburg, 21. Sept. Auf Beschluß der Rathskammer des ständischen Kriegsgerichts wurde Edmond About aus Ver Haft entlassen. Derselbe ist bereits heute Nachmittag abgereist. Schweiz. Aus der Schweiz, 18. Sept. Im Wallis ist ein Jesuitenpate.r Allet zum Pfarrer von Leuk gewählt worden. Im Hinblick auf die bekannte Verfaffuugs- bestimmung hat Ver Bunvesrath Vie Regierung von Wallis aufgesordert, sich var- über vernehmen zu lassen. Allet soll vor ver Annahme seiner Pfarrstelle aus dem Jesuitenorden ausgetreten sein. Irren wir nicht, so gibt es keinen freiwilligen Austritt aus dem Orden; wo ein solcher etwa für gut befunden wird, ist es Spiegelfechterei für höhere Zwecke; Jesuit bleibt ver scheinbar Ausgeschiedene immer noch. — Pfarrer Chetelat von Fontmais ist von ver Berner Polizeikam- mer wegen unzüchtiger Handlungen, begangen au Unmündigen, zu 60 Tagen Ge- fangmschaft und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 2 Jahre ver- urtheilt, überdies von seiner Pfarrstelle enthoben worben. — Der Bunvesrath reclamirte schon seit einiger Zett wiederholt, aber ohne Erfolg, gegen die vom französischen Ministerium s. Z. in Folge falscher Nachrichten über den Ausbruch der Rinderpest im Luzern'schen angcordnete Viehsperre längs der schweizerischen Grenze. Die Gesandtschaft in Paris ist nun neuerdings angewiesen, bei der fran- RSrsennachrlchteß 21. September 1872. Preuss. 41/a% Obilg. — Frankf. 3y3% Obi. 87i/8 Naas. 4i/r°/g Obi. 993/4 Kurhass. 4% „ 94 Gr. Hess. 5% Obi. — „ „ 4% „ 983/4 » n 31/ÄO/O „ 94 Bayer. 50/0 „ 1003/ti „ 4t/2 °/o 1jährige IOO1/4 « 40/g 1jährige — Würtemb. 41/s% Obi. 99% Raden 41/2% Obi. o. E. L. — Oesterr. Silberrente 64% n Papierrente 6O’/2 Spanier, neuest. 3% 29 V4 Amerik. Bonds 1881r 983/4 , „ 1882r 953/4 . n 1885r 96% „ , 1887r 963/8 Aetlen, Frankf. Bank 145 Frankf. Vereins-Kasse 1553/g Darmst. Bankaot. 51IV2 Wien Bankactien 936 Oeat. Oreditaot. 357l/z Galizien 2531/2 Aetlewu 50/g östr. F. St. 2. B. 354 Lombard. Bahn 2241/2 Ludwigah.-Bexbaoh 200 V2 Maxbahn 147 Bayer. Ostbahn 1357/e Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Lu.dwigsb.-A6t. — Oberhessen 7 80 PrioritAieu« 3% oster. Stsb.-Prior. 58V4 3% Öst. s. Lombard 513/g 3% Livomeser 383/4 50/g Toscaner 617/0 5% Elisabeth.-Prior. 8 5 Vs do. n. Emiss. — AnlehensSooge. Darmstädter fl.50Loose 202 n »25 B 55 Kurh. 40 Thlr. Loose 713/, Nassau 25 ü. — Braunschweiger 22 3% Oldenburg, a 40Thlr. 38^ 40/g bayr. Präm.-Ani. — 4% badische Loose 110y2 Badische fl. 35 Loose 69 Oestr. fl. 250 v. 1854 811/2 1858r Prioritätalo<)9e — 1860r Loose 945/0 1864r . — Amsterdam k. S. 977/8 Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8. 1047/g - Bremen k. 8. 175^/g Brüssel k. 8. 93 Hamburg k. 8. 873/g Leipzig k. 8. 105 [ London k. 8. 118 Vs Lyon k. 8. — ? Paria k. 8. 921/2 Wien k. 8. 1071/4 j ditto m. S. 107 ditto L 8. 1063/4 ' Dis conto 5 % Geldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57V2-58V2’: Pistolen . . 9 40-42 „ doppelte 9 40—42 I HoU.fl.10St. 9 53-55 l Dueaten . . 5 34—36 [ 20 Frankenst. 9 201/2—211/2 \ Engi. Borer. 11 47—49 Rass. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 25 -26 ; ’l ULtgemeiner Anzeiger. u Besondere Bekanntmachung. Bekanntmachung. 4310) Bei der diesjährigen planmäßigen Verloosung der zur Rückzahlung kommenden städtischen Obligationen auf Inhaber sind die nachfolgenden Nummern herausge- „ D- „ 66 und 107 ä 50 fl. 100 „ Die Inhaber dieser Schuldverschreibungen, werden hiervon mit dem Anfügen in Kenntnis gesetzt, daß die Empfangnahme der Kapitalien gegen Rückgabe der Obligationen mit Zinsadschnitten bis zum Schluffe die- fes Jahres zu geschehen hat, weil eine Verzinsung nur bis zunt 31. December d. I- ftattfiudet. Gießen, den 12. September 1672. Grokherzogltche Bürgermeisterei Gießen Vogt- fommem aII 14^ | Stadt and Kreis Darmstadt. Von allen in Darmstadt und Umgebung erscheinenden Blättern ist das Darmstädter Frag-und Anzeige-Blatt wie das älteste so auch das gelesenste in allen Kreisen der Gesellschaft. Es ist gleichzeitig das Organ für die amtlichen Bekanntmachungen des Großh. Kreisatnts und eignet es sich durch seine Verbreitung zu Inseraten jeder Art, welchen es durch seinen großen Leserkreis den besten Erfolg sichert. Annoncen werden entgegengenommen durch die Herren Hliasenstein & Vogler, Daube L Co., Nudols Mosje in Frankfurt und deren Agenturen, Jägerische und Hermlinnffche Buchhandlung in Frankfurt und durch die Annoncen-Erpeditionen von D. Frenz und Schäfer in Mainz. Preis-Medaille der Pariser Welt-Ausstellung von 1867. FortschrittS-Medaille mit Kranz der Ulmer Ausstellung von 1871. fuefluub19 niebicinischk Mich-Extracle sind in bekannter, vorzüglicher Qualität und Reinheit in allen Apotheken vorräthig und ist dabei wegen vielfacher Nachahmung auf die Firma: „Ed. Eoeflund in Stuttgart“ ganz besonders zu achten. Loeflund’s conccntrirtes Malz - Extract ist das wirksamste Linderungsmittel bei Husten, Heiserkeit, Catarrh, Athmungsbeschwerden, Brustleiden. Ersatz des Leberthrans. Preis der Flasche 35 fr. Loeilund’s Malz-Extract mit Eisen, gegen Bleichsucht und Blutarmuth, bei Schwächezuständen der Frauen ein vorzügliches Kräftigungsmittel, sehr leichtverdaulich und wohlschmeckend. Preis d. Flasche 42 fr. Eoeilund’e Kindernahrung, zur Schnellbereitung der Kindcrsuppe nach Liebig. Für Säuglinge, zu deren Aufziehung wenig oder keine Muttermilch vorhanden ist. Preis der Flasche 35 fr. (2589) Vorräthig in Gießen bei Herrn Emil Fischbach. Auswanderer befördert mit den rühmlichst bekannten Dampfschiffen des Norddeutschen Lloyd von Bremen, der Hamburg-Amerikanischen Packet-Actien-Gesellschaft von Hamburg, der Cunard-Linie von Liverpool, sowie von Stettin, Antwerpen, Havre und Rotterdam nach New-Uork, Baltimore, New-Orleans, San Francisco und nach allen Häfen der Westküste von Südamerika, China und Japan billigst unter Garantie reellster Bedienung. Ehr. Wallenfels jun. Wechsel auf alle größere Plätze Amerikas, insbesondere der vereinigten Staaten, zum Tagescourse, ebenso werden Auszahlungen, Auskünfte, Erbschaften, Vollmachten prompt und billigst besorgt.____________________________(796) Einladung auf das mit dem 1. October 1872 beginnende Neu-Abonnement für den Frankfurter Anzeiger für Politik, Handel, Land- und Dolkswirthschaft nebst dessen Unterhaltungsblatt Frankfurter Familienblätter. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements-Preis per Quartal: 1. in Frankfurt a. M. von der Verlags- Expedition zu beziehen: 1 fl. 36 fr. 2. in Baden, Bayern, Württemberg, Oesterreich, Luxemburg, sowie in den Staaten des Norddeutschen Bundes außer Preußen 27 Sgr. = 1 fl. 34 fr. 3. in ganz Preußen: 1 Thlr. 3 Sar. = 1 fl. 35 fr. »4 nm.ÄiiÄ „Frankfurter Anzeiger" LÄamS und Fülle seines Inhalts olle Annehmlichkeiten einer größeren Zeitung, und ermöglicht es einem Jeden, dem Laufe der Tages-Ereignisse folgen zu fönnen. Der Anzeiger bringt täglich mit der größten Raschheit in wahrheitsgetreuer unparteiischer Darstellung eine furz gefaßte, für Jedermann verständliche, vollständige Uebersicht der Weltcreigniffe; nebenbei die neuesten Nachrichten aus Nähe und Ferne, sowie Handel und Verkehr unter der zusam- sLsonomisf" allenöthigenHandelsberichte, Course, menfassenden Rubrik der Lotterieziehungen, Verloosungen von Staatspapieren rc.*) Gerichtliche und Commu- CJttf prAfp für den öffentlichen Verkehr und nal-Bekanntmachungen, sowie Bedarf, Dienstgcsuche und Ver- miethungen bilden gleichgalls einen Theil Kttmilionüläflor wie seither für des Blattes und werden die Frankfurter yllMlMIlvlulM den Familienkreis fort und fort dazu beitragen, deutsche Bildung, Kultur, Sitte, Wissenschaft und Industrie durch ihren Inhalt zu heben und zu fördern. Dieselben erscheinen ebenfalls täglich und bilden jährlich zwei starke Bände. Für dieselben findet keine Extravergütung statt- Man abonnirt bei der zunächst gelegenen Poststelle, hierorts bei der Expedition, Buchgaffe 3. *) Gegenüber der immer größeren Bedeutung, welche die Börse im bürgerlichen Leben gewinnt, sehen wir uns veranlaßt, unseren zahlreichen Lesern in Stadt und Land neben dem täglichen in unferm Blatte zu findenden CourSzettel über die wichtigsten auf der Frankfurter Börse gehandelten Staatspapiere, Prioritäten, Actien rc. auch noch zweimal wöchentlich ein vollständiges Coursblatt nach den Aufzeichnungen des vereidigten Wechsel-Makler-SyndikatS mit vergleichenden Comfen, d. h. die Course der drei zuletztvergangenen Tage nebeneinander gestellt, zu bieten, wodurch dieselben nicht allein in den Stand gesetzt sind, die Rotirungen wie in jedem großen Blatt zu finden, sondern,auch den Fluktuationen leicht zu folgen und so einen Werlhmeffer ihrer Spcculationen vor Augen zs, haben Auch über die sogenannten Nebenpapiere werden wir allwöchentlich genaue Notirungen nach amtlichen Quellen bringen. Somit darf unser Blatt auch in dieser Hinsicht als keinem andern Blatte nachstehend b etrachtetwerden. Einladung zum Abonncmeut auf die „Offenbacher Zeitung." Mit dem 1. October 1872 beginnt ein neues Abonnement auf die täglich mit Ausnahme Montags, erscheinende Offenbacher Zeitung. Dieselbe ist ein amtliches Organ für die Bekanntmachungen der Behörden des Kreises und wird, wie seither, in möglichst objektiver Weise die wichtigsten politischen Nachrichten schnellstens ihren Lesern vorführen. Den Interessen des engeren und weiteren Vaterlandes, sowie den localen Angelegenheiten der Stadt und Umgegend wird sie besondere Beachtung widmen, und die Kurse der Staatspapiere, Wechsel und des Geldes rasch und vollständig mittheilen, auch täglich einen Börsenbericht bringen. — Das Unterhaltungsblatt wird fortwährend anziehende Original-Erzählungen und Novellen, gediegene Aufsätze belletristischen, biographischen, historischen und naturwissenschaftlichen Inhalts, interessante Miscellen und die Theateranzeige der Frankfurter Bühne enthalten. Wer Interesse hat an all' den wichtigen Vorgängen auf dem Gebiete des politischen, religiösen und socialen Lebens und nicht geneigt ist, täglich größere Zeitungen oder einseitige Partei-Organe zu lesen, dem bietet die Offenbacher Zeitung gegen billigen Preis vollständigen Ersatz. Der vierteljährliche Abonnements-Preis beträgt nämlich bei ihrem reichen Inhalte in der Stadt nur 1 fl. 12 fr.; außerhalb durch die Post bezogen erhöht sich dieser um den Betrag des Postaufschlags. Die Offenbacher Zeitung erfreut sich in Offenbach selbst, sowie in den Orten deS Kreises und der weiteren Umgegend allgemeiner Verbreitung und eignet sich, da sie das einzige hier erscheinende Blatt ist, zur Aufnahme von Inseraten aller Art unter billigster Berechnung. Offenbach a. M., im September 1872. Die Expedition der Offenbacher Zeitung. Redaction, Druck und Verlag der Br ü HUschen Univ.-Druckeret (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Mit SM N W Gi Ex dahier ab Karl Di MHU hat tvlch Amerika, zuliistgrsiit Wi ' Dah abi Gefühl v England kneges ( Grundsatz Krieges l Eng/ands Mnftnbtn koch lurfid dun Alp d man üterze lvnte, in t ^finden u England. MU sich ■ Moment d« um on bi schü'digungs w ihrem L, -ovnschkchl, kessen