P-.ntz oterrelsährtg 1 st- 1 fr- -nit Bringerlohn. Durch die Post b^->gen viertclsahrtfl 1 k 29 h- Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Au^ nähme SonntagS. Expedition: Canzletberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Sieben. Nr. 170. Dienstag den 23. Juli M72. IIIWilHIli l i|i|Bliljll IIIIII) Bill HW—!... Amtlicher T h e i l. Bekanntmachun g. Dem Unterzeichneten ist von der Großherzoglichen Centralstelle für die Landwirthschaft und die landwüthschaftlichen Vereine eine Anzahl Exemplare des Programms der landwirthschaftlichen Ausstellung zu Mainz und Anmeldebogen für 1) landwirthschaftliche Producte, 2) Producte des Garten- und Obstbaues, 3) landwirthschaftliche Fabrikate, 4) Maschinen und Geräthe mitgetheilt worden, um dieselben in geigneter Weise zu verbreiten. Die Herren Bürgermeister des Kreises, denen Exemplare des Programms zugehen werden werden ersucht, dieselben bei dem landwirthschaftlichen Publikum in möglichst umfassender Weise zu verbreiten. Außerdem können Exemplare des Programms sowie auch Anmeldebogen auf dem Bureau Großh. Kreisamts Gießen jederzeit in Empfang genommen werden. Zum Schluß wird bemerkt, daß die fragliche Ausstellung zu Mainz vom 25.-29. September stattfindet und alle für die Ausstellung bestimmten Gegenstände längstens bis zum 15. August d. I. angemeldet werden müssen. Gießen, den 15. Juli 1872. Der 1. Director des landw. Bezlrksvereins Gießen. v. Röder. B H d ii n t m a chu n g, den Ankauf von Remontcn pro 1872 betreffend. Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei, und ausnahmsweise vier und fünf Jahren, sind im Großherzogthum Hessen nachstehende Morgens 8 Uhr resp. 12 Uhr beginnende Märkte anberaumt worden und zwar: den 23. August in Alsfeld, den 21. September in Biblis, „ 24. „ „ Rieder-Gemünden, . 23. „ Gernsheim, „ 26. „ „ Nidda, ,, 24. „ „ Goddelau, „ 27. „ „ Nieder-Wöllstadt, „ 25. „ Groß-Gerau, „ 29. „ „ Lich, „ 26. „ Bickenbach, „ 20. September in Lorsch (8 Uhr), . 27. „ Groß-Bieberau (8 Uhr), . 20. „ „ Bürstadt (12 Uhr), „ 27. „ Groß-Umstadt (12 Uhr.) Die von der Militär-Commission nach gegenseitigem Uebereinkommen erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und gegen Quittung sofort baar bezahlt. Sogenannte Luxuspferde werden bei zu hohen Preisforderungen vom Handel ausgeschlossen, ebenso die zu wenig entwickelten, oder solche, die zu schwach, schwerfällig und ordinär, den Ansprüchen au ein Militär-, Zug- oder Reitpferd nicht entsprechen, auch Pferde, welche durch zu frühen Gebrauch gelitten haben, mangelhaft gebaut, mit bedeutenden Knochen oder anderen erheblichen Fehlern behaftet und nicht gängig sind. Pferde mit olchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichen Unkosten zurückzunehmen. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem zweckmäßigem Gebiß, eine starke Kopshalfter, von Leder oder Hanf, mit zwei mindestens sechs Fuß langen starken Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Kriegs-Ministerium Abtheilung für das Remonte-Wesen. gez. von Schön. Schmich. CI ] t' n n. H rf ne XU X6» ,h- >’ur "r. Rr Politischer T h e i l. in h.n Deutschland, Frankreich und der Ultramontanismus. Das Papstthum hat sich durch seine geistliche Universalität, als Spitze des die Welt umfassenden Kirchenthuws, niemals hinbein lassen, an den politischen Händeln dieser Welt den lebhaftesten Antheil zu nehmen und Paittt zu ergreifen in den Kämpfen der Staaten und Nationen. Im Gegentheil, wir finden wiederholt den Papst als Glied, selbst als Stifter und Leiter großer Coalitioncn, deren Bestrebungen mit kirchlichen Fragen unmittelbar gar Nichts zu thun hatten, die ausschließlich politische Zwecke mit politischen Mitteln verfolgten, mochte auch die Curie selbst neben dem politischen noch ein kirchliches mit Hülfe der Bundesgenossen zu erreichendes Ziel vor Augen haben. Es log dies in der Natur der Dinge; eine central (fit te Kirche, die außer den Staaten fleht, wird zu dem Anspruch gedrängt, über den Staaten zu stehen. Dieser Anspruch mußte sie bald mit diesem, bald mit jenem Staate in Conflict bringen, und da ihre eigenen weltlichen Machtmittel unzulänglich waren, die geistlichen Waffen aber, Bannstrahl und Aufwiegelung der Vasallen und Unteithanen gegen ihren Lehns- und LandeSh^rrn, auch nicht immer zum Ziele führten, so sah sie sich auf den Beistand weltlicher Mächte angewiesen, die sich zur Ausführung ihrer Dccrete herbeiließen, gegen eine Entschädigung an Privilegien, nutzbaren Rechten und Landbesitz, den sie sich aller- dingS selbst erobern mußten. So war es nicht nur in der mittelalterlichen Blüthezeit der päpstlichen Gewalt, sondern auch in neueren Zeiten; so ist es noch in der Gegenwart. «Dtets bemühte sich die Curie, eine einflußreiche Stelle im Staatenfystem einzunehmen; stets trat sie zu den Mächten in nähere Beziehung, von denen sie einen Schutz ihrer Interessen erwarten konnte, zu den Mächten, in deren Vortheil cs lag, sie dem Drucke anderer Staaten zu entziehen. Die Annexion des Kirchenstaates an das Königreich Italien hat in dieser Beziehung gar nichts geändert und wird auch dann selbst nichts darin ändern, wenn die Curie 'sich in den Verlust der weltlichen Macht gefügt und die Hoffnung aufgegeben haben wird, sie mit Unterstützung einer verbündeten Großmacht wtederzugewinnen. Denn die universale Weltstellung des Papstthums ist ganz unabhängig von dem weltlichen Besitz, und grade diese Weltstellung ist es, die das Papstthum stets zu einer Parteinahme an J den Welthändeln verleitet, oft gradezu genöthigt hat. ^re* Für den Augenblick indessen denkt die Curie noch gar nicht daran, ihren , weltlichen Besitz aufzugeben. Sie verfolgt mit gleichem Eifer die Wiederherstellung * des Kirchenstaats und die Durchführung der wieder aufgenommenen kirchlichen 1 Weltherrschaftspläne, und es ist schwer zu sagen, welches der beiden Ziele ihr als Zweck, welches als Mittel, um das andere zu erreichen, gilt. Nur das Eine _r steht fest, daß sie nach beiden Richtungen hin mit gleichem Eifer arbeitet und grade in der Combination der beiden Ziele die Stärke ihrer Stellung steht, daß ’t* sie jeden Fortschritt in der einen Richtung zugleich als einen Erfolg in der )e', anderen betrachtet. Daß sie für die Verwirklichung ihrer Pläne auf den Beistand Frankreichs - hofft, daraus macht man in Rom durchaus kein Geheimniß. Und grade dadurch ’ hat die kirchliche Frage für Deutschland eine zweifache Bedeutung erhalten. Wir vertheidigen den von Rom geleiteten Bischöfen gegenüber das Recht des Staates, der weltlichen Obrigkeit, gegen die geistlichen, dabei jedoch immer auch — dtnn die Gebiete lassen sich gar nicht absolut von einander trennen — politische Wcltherrschofsansprüche der Kirche. Aber die Kirche, indem sie in *1 Deutschland die Grundsätze des SyllabuS zur Geltung und somit den .großen Principienstreit über das Verhältnis von Staat und Kirche zur Entscheidung — bringen will, bekämpft zugleich das Reich als concrete politische Macht. Sie- 1 führt wider Deutschland einen Kampf um die Principienfrage, einen politischen Kampf um die'Existenz des deutschen Reiches. Denn in diesem politischen Kampfe ist ja die Zertrümmerung des Reiches das durch keine sophistischen Verdrehungen ' • der Worte des Papstes und seiner nächsten Organe abzuleugnende Ziel ihres W Strebens. Alle Anstrengungen der Curie gehen dahin, eine anti-deutsche Liga zu stiften, und folglich werden unsere Anstrengungen dahin gehen müssen, der Gründung einer solchen Liga zuvorzukommen, eventuell uns in der Verfassung zu halten, z dieselben zu bekämpfen. Wir haben in diesem Ringen gegen die Curie den einen großen Vortheil? ; X' Deutschland f In1' -i» erwiesen. Heute kehrt liche Würde nicht berührt werden. Mag cs auch auffallend sein, daß alle Päpste nach dem Dogma vom 18. Juli 1870 nicht bloS in Bezug auf den Glauben, sondern auch auf die Sitte unfehlbare Lehrer gewesen sind, während einzelne doch, stttenlos waren, so läßt sich diese Abweichung von Theorie und Praxis doch allen-' falls für möglich halten. Aber da die Päpste Menschen sind und bleiben, was soll dann aus der Unfehlbarkeit werden, wenn etwa ein Papst schwach- oder irrsinnig werden sollte- Pius IX. ist ein feiner und gebildeter Mann, und das Alter hat ihm auch nicht viel mehr angehabt, als daß er etwas redselig geworden ist. Wie aber, wenn ein hochbctagter Papst einem sehr gewöhnlichen Loose der Sterblichkeit verfallen und kindisch im Alter werden sollte- Die Anhänger des Dogma's freilich sind auch auf diese Frage nicht verlegen um eine Antwort; denn beantworten läßt sich schließlich alles, wenn man sich über die gewöhnlichsten Denkgesetze hinwegsetzt. Aber eine Regierung, welche für das Geschick einer Nation verantwortlich ist, kann sich mit solchen in der Noth aus dem Aermel geschüttelten Erklärungen und Auslegungen nicht zufrieden stellen. Berlin, 18. Juli. Auf die neueste Drohung der „Provinzialcorrespondenz", betreffend eine nachdrückliche Behandlung der kirchlichen Vereine, erwidert die „Germania" (die übrigens augenblicklich von einem Stellvertreter des auf Reisen befindlichen Caplans Majunke redigirt wird): Der „bittere Ernst" wird schon kommen, darauf find wir gefaßt. Ist ja doch die Regierung nach officiösen Geständnissen unrettbar verloren, wenn sie auch nur einen Schritt zurückgeht. Also muß sie vorwärts, denn die Kirche kann nicht wanken und nicht weichen. Das aber sagen wir Denjenigen, die den „bitteren Ernst" zur Anwendung bringen, als zweifellos sicher und gewiß voraus, daß nach, demselben die bittere Reue sich sehr bald bei ihnen ctnstellen und länger Vorhalten wird, als sie es jemals in ihrem „bitteren Ernste" geglaubt haben. Berlin, 19. Juli. Wie die „Deutsche landwirthschaftl. Zeitung" berichtet, hat das StaatSministerium, auf Antrag des Ministers für die landwirthfchaft- l'chen Angelegenheiten, am 4. d. M. einstimmig beschlossen, den Kriegs-Minister zu bitten, daß er die Cowmandeure der verschiedenen Truppentheile ermächtigen möge, drm in diesem Jahre in einigen Landeslheilen ganz besonders hervortreten- den Mangel an ländlichen Arbeitern, welcher während der Erntezeit zu einem ganz empfindlichen Rothstande sich zu steigern drohe, durch Beurlaubung von Mannschaften des Dicnststanves fo weit entgegen zu wirken, als das Interesse des Dienstes dies gestattet. Auf dieses Gesuch ist der Kriegs-Minister bereitwillig eingegangen und hat die GeneralcommandoS mit Anweisung versehen. Berlin, 19. Juli. Das Gltichniß vom Steinchen, durch das der Koloß zertrümmert werde, hat begreiflicherweise auf die höchsten Persönlichkeiten im deut» schen Reiche den übelsten Eindruck gemacht, und die römischen Staatsmänner haben es gerathen gefunden, diesen Eindruck möglichst abzufchwächen. Sie haben zu bedenken gegeben, daß Pius IX. ein alter Mann fei. Da- soll wohl heißen, ein schwache», fehlbarer Mann. Aber solche EntschulbigungSgründe sind einigermaßen auffallend nach der Unfehlbarkeitserklärung; wenigstens stellen sich dabet in psycho» logischer Beziehung eigenthümlich'e Schwierigkeiten heraus. Die katholische Kirche hat für ihre P.icster und für den Papst selbst niemals den Anspruch erhoben, daß sie mehr seien, als der Sünde unterworfene Menschen. Durch alle Laster und für uns, daß nur ein Staat Neigung hat, den Einflüsterungen des Jesuitismus Gehör zu schenken, Frankreich, während alle übrigen Siaaten in dem Ultramon- tanismus, grade wie auch wir, den bittersten Feind ihrer Souveräneiät sehen. Frankreich ober ist noch auf Jahre hin nicht in der Lage, sich der Curie al- bewaffneter Bundesgenosse zur Verfügung zu stellen. Sobald es sich aber in der Lage befinden wird, wird es, gleichviel wer dann in Frankreich an der Spitze stehen mag, ohne Zweifel der Curie zu Diensten stehen — vorausgesetzt, daß man dann noch im Vatikan den Willen und die Macht hat, einen bewaffneten Angriff gegen Deutschland herbeizuführen. Möglich ist es allerdings auch, daß während der Zeit, deren Frankreich zu seiner Wiederherstellung bedarf, sich die Leidenschaft des Haffes gegen Deutschland abkühlt. Auf diese günstigste Wendung können wir aber grade durchaus nicht rechnen, so lange Frankreich die Hoffnung hat, in der Curie einen Verbündeten zu sehen, so lange es darauf baut, daß die jesuitischen Jntriguen die Saaten der Zwietracht auf deutschem Boden ausstrcuen und daß diese Saaten am Tage der Revanche üppig aufkeimen werden. Man sehe doch nur, wie eifrig die radikalsten Organe, die in allen inneren Fragen den CleruS als den unversöhnlichen Feind der Freiheit und Cultur bekämpfen, in den deutschen kirchlichen Streitigkeiten für die Jesuiten Partei nehmen, wie offen sie eingestehcn, daß sie die Jesuiten Deutschland gegenüber als unschätzbare Verbündete betrachten. Dazu kommt nun noch, daß Frankreich, ehe die inneren Zustände sich voll- ständig consolidirt haben, schon aus Rücksichten der Parteipolitik immer den Leidenschaften des CleruS schmeicheln, und es sorgfältig vermeiden wird, ihm unumwunden jede Hoffnung abzuschnetven. Selbst Gambctta, als Regent, würde den Clerus, um ihn nicht in das bonapartistische Lager zu. drängen, .mit Rücksicht behandeln. Ajir wiederholen: so lange Frankreich in der Curie einen künftigen 93er- bündeten steht, so lange wird auch der Chauvinismus, trotz aller inneren Kämpfe, trotz des Haffes, mit dem die Parteien sich gegenseitig befehden, die Grundbe- stimmung des französischen Volkes bleiben. Eine -vesöhnliche Stimmung kann erst dann etntreten, wenn die Hoffnung auf Revanche abgeschnttien tst, wenn Frank- reich die Ergebnisse des Kriegs als ebenso unwiderruflich anfleht, wie Oesterreich gegenwärtig diejenigen des Kriegs von 1866. Oesterreich ist uns erst dann befreundet geworden, als es sich überzeugt hat, daß es Thorheit wäre, die vollendeten Thatsachen rückgängig machen zu wollen. Molt. LomaGon \\ btt 'östtmWs Dem i Teheran, daß losunen feint. - Mschen bfin I auf Die Musel, \ jüdischen ■ Sn den Zahle Teheran hat ni -gtloomen sein London, E9. d., wonach eint Note der | varum Maßre, i °hnc die M M(n hätten. Landau, 22. Juli. Der Erzbischof von Utrecht, welcher am Samstag hier ntraf, hat gestern in der Katharinenkirche ein Pont'ficalamt abgehalten und an t. " " Dem Erzbischöfe - wurden Seiten« des alt- Darmstadt, 22. Juli. In Folge des Frtedensfchluffes mit Frankreich sind durch Vermittlung des deutschen Reichskanzler-Amt,S eine Anzahl hessischer Staats- angehörigen, welche in die sranzöstiche Fremdenlegion in Algier eingereiht waren, aus dem fremden Kriegsdienste erlöst uno, mit Reifemitteln versehen, in ihre Heimath zurückbefördert worden. Die hierdurch entstandenen Kosten wurden alldem Fond« für öffentliche und gemeinnützige Zwecke bestritten. Darmstadt, 22. Juli. Der Buchdruckereibksttzer Wallau in Mainz ist zum Bürgermeister daselbst ernannt worden. Madrid, dir Sltnflt giw Tausinve snilch sich daraus zun ganze diploinat 1 Sprecher gesch «Befere! Bei», j'Wii Aeilch «JO vollzogen u L Nov. d. ' eine g Mchen, ben 5 MC Br.® ÄjS‘ni^ ffiwJ sei Blattes. N ^tes, „ '"dConde, ret Anglo-Sv s. in ( Äscher S -Z3crl21. Juli. Wie die „D. R. C." hört, hat die Reichsregierung sofort nach Veröffentlichung des Gesetzes, betreffend die Gesellschaft Jesu, sowie die Ausdehnung desselben aus Elsaß-Lothringen, direkt sich mit den 28 Bundes- regierungcn und dem Oberpräsidium der Reichslande in Verbindung gesetzt und dieselben ersucht, ihr baldmöglichst statistische Mittheilungen darüber zugehen zu lassen, wie viel besondere Niederlassungen dieses Ordens und wie viel einzelne Mitglieder dlsselbcn sich in dem betreffenden,' der Einzclregierung untergebenen Staate befinden, wie viel Mitglieder des Ordens ausgewiesen und bezüglich wohin dieselben gegangen, wie viel im Jnlande, wie viel in das Ausland sich gewendet haben u. s. w. ö Nach hierher gelangten amtlichen Nachrichten ist . in den GouvernementS Kalisch, Petrikau, Radom und Siedlce in Polen theils die sibirische Pest unter dem Rindvieh, theils die Rinderpest avsgebrochen. Mit Rücksicht hierauf ist angeordnet worden, daß der Uebertritt von Rindviehtransporten über die preußische Grenze nur dann gestattet werden darf, wenn die anzuordnlnve thierärztliche Unter- fuchung die vollständige Unverdächtigkett des Transportes herausgestellt hat. Die „Genfer Korrespondenz" schreibt: Das ganze Rheinland gährt, die Kinder der rothcn Erde sind empört, der Schwarzwald schafft seiner Entrüstung in feiner derben Sprache Luft, die Schwaben spotten über solche legislative Mei- sierstücke, uno der bayerische Löwe? —er schläft noch und wir wollen ihn schlafen laff.n, Denn wenn er erwacht, der katholische Leu, dann möchte ich den Karthäuser von Varzin doch gebeten haben, ihm aus dem Wege zu gehen und auch seine Armeekörper auf anderem Wege nach Italien zu schicken, als auf jenen, die über die Brücken der Donau führen. Wahrscheinlich wird man auch wieder diese Nummer Der „Genfer Corrcspondenz" durch Famulus Wagener Sr. Maj dem Kaiser zum Frühstück vorlegen lassen, damit sich Allerhöchst dieselben Überzeugen, wie wir • Revolution predigen. Um dem vorzubeugen, erklären wir, baß wir nicht den Auf- rühr predigen und ihn nicht wollen, sondern daß wir einfach — die Wand bc- jeidjnfn, an welcher sich Über kurz oder lang ein System den verkehrten Schädeleinrennen muß, das nicht zu rechnen versteht mit Der Ueberzeugung von Millionen. Berlin, 22. Juli. Amtliche Depeschen aus ElberfelD melDen Die gänzliche Beendigung des StrtkeS Der Bergleute im Bezirk Der Bergisch . Märkischen Eisenbahnen. Die Kohlenabfuhr ist von heute ab wieder reaelmävia. Der 91». drang von Wagen ist groß. "*Ul diriMf» Saint E»- au ii(|m * »«6 anstrttauten Ji „Ich»3* ■ugeben hrflHw vir Haltung W Moon, daß Die sallfain gelehrt ,oD|15nbl0 loSs M Den Augen tr, fehlt es t Hing oder Beh i . Darmstadt, 20. Juli. Laut einer Bekanntmachung in dem gestrigen Re- gierungsblatte sind dem „Mainzer Journal" die gerichtlichen Anzeigen des Be- zirksgerichts Mainz entzogen worden. Als Grund bezeichnet man die feindliche Haltung, welche dieses Blatt in neuerer Zelt gegen das deutsche Reich und dessen Bestand, sowie gegen die oberste Reichsbehörde angenommen hat. Charakteristisch für diese Richtung war unter Anderen ein vor Kurzem von diesem Blatte gebrachter aus der Unua Cattolica" entlehnter Artikel: Heute mir, morgen dir. Zwar ist dieserhall sowie überhaupt in dieser Angelegenheit eine auswärtige Beschwerde ober Reklamation nicht erfolgt, aber dieses ändert nichts an der Pflicht Der zu- PänDlöcn Behörden, aus eigener Entschließung das Erforderliche vorzuk.hren. Denn wenn auch die Behörden des Landes an und für sich keine Veranlassung haben, sich mit den publicistischcn Expektorationen eines Tageblattes, sofern die- C Strafgesetze verstoßen, von AmtSwegen zu befassen, so ge- staltet sich ditses doch anders, wenn solche maßlosen Invektiven von einem Blatte ausgehen, welches von einer Gerichtsbehörde unter Genehmigung des Justizmini- ifÜr 0trri*,,(c',tn An,eig-n eint« Gerichtsbezirks bestimmt Worten ist. K« liegt nahe, daß der einem Blatte durch die Zuwendung dieier Anzeichen erwachsende pceuniäre Boriheil al« eine (ncireete Subvention ausaesabt unt^ Oierflu«, wenn auch mit Unrecht, gefolgert wird, datz die Behörde mit der Methode und dem Ziele eines solchen Blattes einverstanden sei, und selbstverständ- lich wurde derartigen, wenn auch auf anderem Grunde beruhenden Argumentationen ebensowenig begegnet werden, wenn der nämliche Vortheil einem entschiedenen »arte blatte der entgegengesetzten Richtung bewilligt würde. E« wäre indessen verfehlt, wenn man dieser Schwierigfeiten wegen zu dem Resultate kommen wollte von der Wahl eine« bestimmten Organ« für die gerichtlichen Anzeigen überhanvt abzusehen, denn die« würde den großen Mißstand und Nachtheil zur Folge haben daß derartige Anzeigen in verschiedenen Blättern zersplittert und dadurch den Hypolhekarglaub gern, Steiglirbhabern und sonstigen Interessenten mehr oder we- v"*6tr unzugänglich gemacht würden. Diese« ist um so mehr zu befürchten, al« n®,flHlUbh r“ 3tU' in 6ie d-rmalige Gesetzgebung der Provinz Rhein- 1 « ’ "<.L a nt', ^-man vergleiche u. a. das Dekret vom 3. August 1810) die Prell- CntUd> t)träut,ert unt bie in dieser Provinz erscheinenden öffent- oACn c?,tr u.nÜfmc,n vermehrt haben.. Darum wird cs für die Zukunft die 1 Aufgabe fdn "üssen, zu dem angegebenen Zwecke ein in seiner allgemeinen Leitung । - Möglichst objektiv gehaltenes Blatt, welches im übrigen den gesetzlichen Bestim- chungen knisprfcht und auch eine genügende Verbreitung besitzt, ins Auge zu fassen, i „Mainzer Togblatt" au ß c w IJ n J ab I u df bit (Benebmf^ hl?3 Einbau die Firmung vollzogen Dem Erzbi^chofe^w Justizministeriums erhalten. (Darmst ^ta) C ’1‘^un0 Der Bevölkerung große Ehrinbezrigungen v 0 J lderfelbe über Mainz und Köln nach Utrecht zurück.' Hieraus ergiebt sich also für uns die unbedingte Nothwendigkeit, unseren Conflict mit Rom so gründlich zum Austrag zu bringen, daß Frankreich jede Hoffnung auf ein Zukunftsbündniß mit Der Curie völlig abgcfchnitten wird. Wenn wir Das jesuitische Kirchenprincip treffen — nicht Die Kirche, Deren Wesen m ( , ----------—- —.....— himmelweit von jenem Princip verschieden ist — so treffen wir zugleich den Chauvi- ^'vrechen, ^^lche die Geschichte von einzelnen Päpsten berichtet, kann die päpst- nismus, und indem wir für Das Recht Der Staatsgewalt kämpfen, kämpfen wir A - - - -- - zugleich für die Sicherheit des Vaterlandes und befestigen wir ben Weltfrieden. Daß auch Die große Mehrzahl unserer katholischen Mitbürger Die Sachlage so auffaßt, Daß sie von Dem Wohlwollen Der Staatsgewalt gegen Die Kirche überzeugt ist, Daran zwejfeln wir nicht. Aber wir beklagen es, Daß bis j tzt nur sehr vereinzelt Stimmen im katholischen Lager laut werden, Die sich offen gegen d e vaterlandSseindlichen Hetzereien Der Jesuiten augsprechcn. Möge Die Staatsgewalt durch di. F-stigk-tt ihrer Haltung den zahllosen vaterländisch gesinnten Katholiken Den Muth geben, sich immer offener gegen Die ultramontanen Tendenzen auSzu- sprechen und sich unumwunden von Führer loszusagen, deren Entwürfe, wenn der Staat sie nicht m Keime erstickt, Deutschland in einigen Jahren zu einem neuen Waffengange zwingen würden. Frankreich. Pgrig, 18. Juli. Das Kriegsgericht in Lyon hat die der Ermordung des Krämers Arbinet Angeklagten, den Exgeneral Cremer und Herrn de Serres, schuldig befunden und zwar des leichtsinnigen Mordes mit Zulassung von mildernden Umständen. Das Urtheil lautete für beide Angeklagte auf einen Monat Gefängniß und Zahlung der Gerichtskosten. — Nächsten Sonntag soll bei günstiger Witterung auf dem Longchamps eine Revue über 120,000 Mann Truppen stattfinden. — Man glaubt, daß noch in den letzten Tagen dieser Woche abermals «ine Anzahl zum Tode verurtheilter CommunardS bei Sartory erschossen werden sollen. Das Kriegsgericht hat Lutz, den Chef des RakctencorpS unter der Commune, zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurtheilt. Paris, 18. Juli. Es ist oft ausgefallen, daß die französische Armee so viele Oifiziere, besonders in den höheren Chargen, zählt, welche sich zu äußerst clerikalen Gesinnungen bekennen. Die Liste der vor einigen Tagen in der Ecole Saint Cyr aufgenommenen Leute wirft ein Helles Licht auf die Sache. Unter diesen jungen Leuten befinden sich nämlich 117 Mann, die aus den Jesuiten- Erziehungsanstalten hervorgcgangen sind. Bei dieser Gelegenheit erfährt man auch, daß die französischen Jesuiten schon seit Jahren nach ihnen aus Rom zu- gegangenen Instructionen darauf hinarbeiten, den größtmöglichen Theil der ihnen anvertrauten Jünglinge dazu zu bestimmen, in die Armee einzutreten! Der Zweck, welchen die Jesuiten dabei verfolgen, liegt zu nahe, als daß man ihn näher an- zugeben brauchte. Daß derselbe auch vollständig erreicht wird, beweist zur Genüge die Haltung der aus den Jesuitenanstalten hervorgegangenen Offiziere. Abgesehen davon, daß die, welche bei den Jesuiten erzogen wurden — wie die Erfahrung sattsam gelehrt hat —, sich von den Principien, die sie dort einzesogen, fast nie vollständig lossagen können, lassen die Jesuiten auch ihre früheren Zöglinge nie aus den Augen, und in einem Lande, wo die Geistlichkeit so allmächtig ist, wie hier, fehlt es daher keineswegs an Mitteln aller Art, um dieselben durch Förderung oder Behinderung in dem Gehorsam zu erhalten, wie es Rom verlangt. Spanien. Madrid, 19. Juli. Heute hat eine große Volkskundgebung stattgefundcn; die Menge ging dem Könige, der sich auf der Straße befand, entgegen; mehrere Tausende jauchzten ihm mit Begeisterung zu. Eine unzählige Volksmenge begab sich darauf zum Palaste und brachte dem Könige eine neue Ovation dar. Das ganze diplomatische Corps, von dem deutschen Gesandten Frhrn. v. Canitz als Sprecher geführt, hat dem Könige seine Glückwünsche zu seiner Rettung ausgedrückt. England. London, 18. Juli. Der Prinz von Wales hat das Präsidium der königlichen Commission für die Wiener Ausstellung angenommen. Dieser Umstand ist von der österreichischen Regierung und Commission sehr hoch ausgenommen worden. Dem hiesigen türkischen M'.ssionSvereine schreibt ein Correspondent aus Teheran, daß in dieser Stadt allein 106,000 Menschen durch Hunger umge- kommen seien. Die Anzahl aller in Folge der HungerSnoth umgekommenen Menschen betrage 3,000,000. Die Beiträge aus den christlichen Ländern haben auf die Muselmänner Persiens einen großen Eindruck gemacht. Der Bewohner jüdischen Glaubens hat sich Sir Moses Montefioce großherzig angenommen. In den Zahlen übertreibt diese Mittheilung wahrscheinlich sehr stark; ganz Teheran hat nicht so viele Einwohner, wie nach obiger Angabe in der Statt um- gekommen sein sollen. m LMon, 20. Juli. Daily News enthalt etn Telegramm aus Nom vom 19. d., wonach der deutsche Geschäftsträger dem Cardinal Antonelli mündlich eine Note der deutschen Regierung mitgetheilt hat, daß dieselbe nicht begreife, warum Maßregeln, die bestimmt seien, die Wohlfahrt des Reiches zu fördern, ohne die Interessen der katholischen Kirche zu compromittiren, den Papst ver- drossln hätlen. Türkei. „Binnen zwanzig Tagen sind in Konstantinopel drei von Rom abgefallene armenische Bischöfe, nämlich Vactozian, Pabiaran und Küpelian, vom Schlage gerührt worden, was die Armenier in große Bestürzung versetzt hat." Das hat sich das Pariser „UniverS" aus Genf (!) telegraphiren lassen. Küpelian ist bekanntlich der statt des ultramontanen Hassun gewählte neue Patriarch der Armenier. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 22. Jult. Der heutige Wochenanfanq unterscheidet sich nur dadurch von dem Schluß der Vorwoche, daß StaatSbahnactten um ca. 5 fl. in die Höhe getrieben wurden, Dank den Bestrebungen eines internationalen HausseconsortiumS. Im Uebrigen verkehrte aber die Börse gleich lustloc wie an den vorhergehenden Tagen, obwohl bei fester Haltung. Auf spe- culativem (Gebiet marschirten, wie gesagt, StaatSbahnactien kühn voran und eröffneten mit 3597z. Da man aber sah, daß man sich zu weit vorgewagt hatte, schlug der Cours wieder eine rückgängige Bewegung ein und setzte sich bei 358Vz fest. Creditactien blieben ohne Animo bd 34774 und nur Lombarden erfuhren eine kleine Aufbesserung von 1 fl. Nationalbank war über Notiz gefragt, die anderen Banken hielten sich im Allgemeinen fest. Deutsche Vereinsbank verkehrte etwas matter, Darmstädter und alte Meininger ebenso; Deutsche Effectenbank 129, Frankfurter Bankverein 14274- Bei den Cisenbahnwerthen macht sich daS mangelnde Eingreifen der Privatkäufer noch immer fühlbar; das Geschäft bewegt sich in den engsten Grenzen. Nur Elbthalactten erfreuten sich einigen Begehrs. Auch Prioritäten wurden heute nickt so lebhaft gehandelt als wie in den letzten Tagen, doch hielten sich die Preise auf ihrem vorwöchigen Niveau. Schwach verkehrten österreichische Renten. 1872er Russen beliebt. Spanier eine Kleinigkeit besser. Auf dem Loosenmarkt war eS insofern etwas lebhafter, als viele kleine Pöstchen Schweden, Finnländer, Pappenheimer, Braunschweiger u. s. w. ihre Besitzer wechselten. Zu einem auf die Course influirenden größeren Umsatz kam eS jedoch auch hier nicht. Von amerikanischen StaatenbondS wurden 1885er in Post-n gekauft. Prioritäten dagegen waren bei äußerst geringem Geschäft eher billiger zu haben. Wie man vernimmt, find die Häuser M. A. v. Rothschild u. Söhne und I. S. H. Stern hier als ofsicielle Zeichnungsstellen für die Drei-Milliarden-Anleihe von der französischen Regierung bestimmt. Außerdem werden auch noch andere hiesige Häuser, wie Gebr. Sulzbach, A. Siebert u. s. w. Zeichnungen annehmen. Die näheren Bestimmungen werden morgen bekannt gegeben werden. Bei den zwei officiellen Zeichnungsstellen sollen die Einzahlungen in süddeutscher Währung gemacht werden können. BorsennAChrichteß. 22. Juli 1872. Preuss. 41/zv/o Oblig. 103 Vs Frankf. 31/2% Obi. 873/8 Nass. 41/20/0 Obi. 993/6 Kurhcss. 4% „ 93 */2 Gr. Hess. 50/0 Obi. 103 Bayer. 5% n 1005/8 n 41/zv/o 1jährige 10l)i/g „ 40/0 1jährige 95Vs Würtemb. 47z % Obi. 993/i Baden 4i/2°/o Obi. c. E. L. 99?/6 Oesterr. Silberrente 64'/2 „ Papierrente 587g Spanier, nenest. 30/0 283/4 Amerik. Bonds 1881r 993/4 _ „ 1882r 9 6'/g _ „ 1885r 97 V4 , , 1887r 975/g Astlen. Frankf. Bank 1413/4 Frankf. Vereins-Kasoe 142 Darmst. Bankaot. 482 Wien Bankaotien 899 Oeat. Creditact. 348 Galizien 2567z___ AetlöEto 50/g östr. F. St. E. B. 360 Lombard. Bahn 2207z Ludwigsh.-Bexbaeh 2007z Maibahn 145 Bayer. Ostbahn 139 Rhein-Nahebahn-Act. 453/4 Hess. Ludwigsb.-Aot. 1787z Oberhessen „ 82i/g Prioritäten» 3O/o öster. Stsb.-Prior. 5874 3% erst. s. Lombard 503/4 ZO/o Livorneeer 39 50/g Tosoaner — 50/g Elisabeth.-Prior. 843/4 do. II. Emiss. 837z Anlehen*loo*e. Darmstädter fl.50Loose 190 „ „25 „ 53 Kurh. 40 Thlr. Loose 7P/4 Nassau 25 fl. 457z Braunschweiger 217z 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 39 4% bayr. Präm.-AnJi. 1135/g 40/g badische Loose — Badische fl. 35 Loose 707s Oestr. fl. 250 v. 1854 857z 1858r Prioritätslooae — eehael. Amsterdam k. 8. 987g Augsburg k. S. 993/4 Berlin k. S. 1047g Bremen k. S. 1757g Brüssel k. 8. 93% Hamburg k. 8. 873/6 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1187g Lyon k. 8. — Paris k. 8. 93 72 Wien k. 8. 1053/4 ditto m. ß. 1055/8 ditto i. 8. 1055/g Disconto 4 0/0 Geldgorten. fl. irr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 41—43 r, doppelte 9 41—43 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 23—24 Engi. Sover. 11 50—52 Buss. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 257z—26Va 1860r Loose 9<74 1864r „ 156 Allgemei «er A nzeiger. Besondere Bekanntmachung. !Beste Qualität Wiutcrmalz znooi- x __4- (natfinn Pitthan. empfiehlt (3335) Farbwaaren - Handlung Conzzensirte Milch. von Emil Fischbach in Neisstärke. Giessen (Seltersweg) Würfelzucker. Champignons, Trüffeln. Sardine» a l’hulle, russ. Jtal. Brüncllen, getrocknete Kirschen, Acpfelspalten, ganze Aepfel, Mirabellen, Catharina-Pflaumen und türk. Zwetschen. Bienenhonig, Zuckersyrup. Batavia-Arras, Jamaica-Rum, Cognac, Arras- und Runi- Punsch-Essenz, Malaga, Madeira, Sherry, Maraschino dl Zara, Genever, GHkaer Getreidekümmel und Banz. Gold wasser, Schwarzwälder Hlrschw a*ser, Sllbowltz und sämmtltche ächte holl&nd. Llfpieure von Wyn and Focklng. Parmesan- und Emme nt Italer Rase. gg Lager in ächt italieni- sH schon und deutschen W Tetgwaaren, als: MMaccaroni, VermicelliS, W Suppenteige, Eierge- W müse- und Eiersuppennudeln. Thee, Vanille, Chocolade, Sardellen und Gothaer Cervelatwurst. I Große und kleine Rofinen, ausges. große Mandeln, , Cttronat, Orangeat, ganzen und gestoßenen Zimmet, gestoßene , Raffinade, Citronen, 1 Anisfaamen, Ammo- i nium und Pottasche. Bekanntmachung. 3445) Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Jakob Kahl zu Gießen betreibt daselbst seit 1. Nov. v. I. unter der Firma seines Namens eine Steinkohlenhandlung. Gießen, den 22. Jult 1872. Großherzogliches Stadtgericht Gteßen. Dr. Diuhl, Stadtrichter. Toilette-, Bade-, Fenster- und Pferdeschwämme. Reinschmeckendes Schweineschmalz, pr. Pfund 24 fr. Feilgebotenes. 685) Ltebig's Fleischextract, achtes, von Fray Bentos, und Condensirte Milch von der Anglo-Swiss Condensed Milk- Comp. in Cham (Schweiz), in frischer Sendung, empfehlen 3. A. Busch Söhne. Sardinen, Cavlar und Mixed-Pickles. Tafelmandeln, Tafelrosinen, i Jtal. Haselnüsse. Specerei-, Material- und 4873) Die Wichtig für Damen! 3457) Wollschweißblätter, die jede sich unter den Armen bildende Schwettzaus- dünstung anziehen und daher nie Flecken in den Taillen der Kleider entstehen lassens hält für Gießen und Umgegend alleiniges Lager und verkauft zu Fabrikpreisen das Paar 18 fr., 3 Paare 51 kr,und gibt Wiederverkäufern angemessenen Rabatt Herr Louis Kattrein, Posamentier, Sonne nstratze. Frankfurt a. M-, im Juli 1872. Rob- von Stephani. I empfiehlt sich einem I geehrten Publikum bestens. Blockchocolade, ■ pr. Pfund 28 fr. Achtung! 3455) Ganz in der Nähe von Gietzen j stehen 3 Meter sehrstchönes, für Küfer oder , Wagner geeignetes Eichenholz xu verkaufen. 1 Wo und bei wem sagt die Expedition dieses 1 Blattes.! 3436) Portland-Cement, frische Sen- : düng, Tuffkamtnrohre, einfache u. doppelte, empfiehlt Emil Pi stör. 3446) Herbstrübensamen bet , C- F. Semmler I § Eingemachte Gurken Arpfehlen I. A. Busch Söhne. Frischer Zwiedetkuchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 97z Uhr, bet (3418) August Noll, im Stern. 3437) Gartenmöbel, Kinderwagen bel Emtl Pist 0 r- 3451) Winter - Endivienpflanzen bei Gärtner Schaum. 3452) Mein in Wismar gelegenes, von gutem Eichenholz gebautes Wohnhaus, Nr. 158, ist aus den Abbruch zu verkaufen. Philipp Schwalm. 3447) Fliegenholz, Fliegenpapier, Fltegenleim, bei E. F. Semmler. CO mit und ohne Strohschültlee, von 1) Nr. 2) st 3) Die1 4) Gieße bei I. Alker. beglaubigt: Gießen, den 17. Juli 1872, SRebacHon, Druck und «erlag ber BUhNsch-n Unto.-Drucke«, ®v. Ehr. Pietsch) in «(egen. Geir Art 5 41 9 35 44 vorräthiq bei 3147) 2li Jnhaker ein 492 929 152 578 413 A die jeder a Geschlechts Al Wahlstimnu EWendung 21' und Naci D Nicht zu übersehen! 3456) Da der Juden-Vorsteher Mey er Dreisatz von Watzenborn dem Großherzog: lichen Steuer-Commissär eine Anzeige machte, behufs Erhöhung der Einkommensteuer des Löb Katz, Moses Katz und Samuel Katz von Steinberg, so sage ich hiermit gedachtem Vorsteher meinen Dank für die Rechtschaffenheit seines Amtes. ______ Löb Katz. Vermischte Anzeigen. Wohnungs-Veränderung. 34428) Ich wohne jetzt in meinem Haufe in den Neuen-Bäuen. l>r. nied. Brüel, pract. Arzt. Carl Schwalb, im Müller'fchen Hause, Seltersbera ______________Gießen. 2395) Der untere Stock meines Hauses, aus 8 Pidcen und Küche rc. bestehend, ist vom 15. August d. I. ab zu vermiethen. Carl Em melius. Rähmchen-Maschine. Bienenhaube. Desgl. Hemme-Bienenzucht. Wagenzange. Drohnensalle. Glas Honig. Desgl. Tops Honig. Hemme-Bienenzucht- Bienenhaube. Wabenzange. Bienenhaube mit Ueberzug. 2 Glas Honig. Einbäute. Dathe Bienenzucht- Drohnenfalle. Dalhe-Bienenzucht- Hemme-Bienenzucht- Glas Honig. Jtal. Königin. Glas Honig. Wabenzange. Glas Honig. 25 Stück künstliche Mittelwände von Kunz. Z'villingsstock. ^tal. Königin. Hemme-Bienenzucht. Glas Honig. Jtal. Königin. Ai faminer sein Ar welche chre; Arl eingeiheilt w Art Wchlberechtie ösientüch del! ziehungsweis. Nae brachten Ein, Nm Ar. aber durch ei kanimer, oder Art di- für dm z ‘«««t in mad 2(t t Melden, nai 8. bl'i'mzettkls, Dein von der - gez- Haberkorn. . gez. v. Stein, gez. Groß Wegen Verabfolgung der Gewinnste beliebe man sich zu melden an tfrrucht riefe für die Mam BZefer-, ColnMn.dener unt Oberhessische Eisenbahn, sowie fammtliche zollamtlicheu Formulare, sind zu haben bei f “ 3361) Ein zuverlässiges Dienstmädchen wird gegen guten Vobn gesucht. Näheres in der Exped. d. Bltts. Drittes Coneert des Gießener Concert-Vereins im Sommer-Abonnement Donnerstag den 25. Juli 1872, Abends präcis « Uhr, im Club-Saale, .unter gütiger Mitwirkung Fraulem £utfe Müller, Concertsängerin aus Darmstadt. erzielt: LvoS-Nr. 1073 675 188 682 870 719 988 927 312 1074 1858 275 242 601 1038 898 804 802 1055 620 1053 423 302 471 763 844 1039 947 1056 19 40 575 407 1032 274 457 832 335 580 523 1033 90 389 979 897 271 1088 1067 784 30 204 100 102 498 676 714 223 247 364 911 177 1060 752 617 71 Gegenstand. Hemme-Bienenzucht. Desgl. Glas Honig. Stock mit Bienen besetzt. Hemme. Glas Honig. Dathe-Bienenzucht. Hemme-Bienenzucht. Dathe-Bienenzucht. Desgl. Bienenpfeife. Dathe-Bienenzucht. Hemme-Bienenzucht. Äienenkratze. Jtal. Königin. DeSgl. Dathe-Bienenzucht. GlaS Honig. Jtal. Königin. GlaS Honig. Jtal. Königin. Dathe-Bienenzucht. Dathe-Bienenzucht. Glas Honig. Hemme-Bienenzucht. Kistchelt Wabenhonig. Hemme-Bienenzucht. Glas Honig. Drohnenfalle Wabenzange. Desgl. Hemme-Bienenzucht. Stroheinbäute. Bienenpfeife. Glas Honig. 62 66 68 47 55 54 11 48 61 67 69 65 18 53 50 56 70 6 7 59 27 10 33 43 30 51 36 28 Gcw.-Ar. 17 16 38 2 8 29 21 13 25 22 58 24 14 63 42 45 20 31 40 34 46 23 26 37 19 . 3 . 15 . 32 । 60 : 52 : 49 : 12 . 4 । 57 ’ 39 ' 64 : 1 ! mH * Post W Kestnnriilion Lalinsiciii. 3441) Heute, Dienstag den 23. Juli: r o ft c o Concert der Familie Geul aus Hannover. biniie borg s «y u u v v i ö v t r c i ii. Gcncralversamuilung Diensiag du 23. Juli, Abends 8 Ubr nn Caf^ Ebel. Tagesordnung: I) Geschäftsbericht, 2) Besprechung wegen der zu errichtenden Handelskammer. 2 GlaS Honig. Bevölkerter Bienenstock: Ludwig Hl. Bienenkratze. Glas Honig. Dtsgl. __n r I Schle in m, Brandgasse. 3448) Ein Regenschirm stehen geblieben, bei Geli(üs.-bändler 3)1 eh l. tk loa erholen über die Gebühren für Bliese (Vnrrpfn’nnSüL,?"1! ’td)^ebe,rmann barin Rath fenbungen, Paquete, Neeommandirung' *™»banbs und Muster- Retourreeipisse, Expretzbestellungen Kuriere ßrtrrmnff 4. Begleitscheine, yn . .Entschädigung bei Verletzungen der VasfaöiÄ^^s^' ^Ä^pack, Postillonstrinkgelder, W. Klee, am Markt. |fefr billig, da"s BüchleinAe'daher Äg Lu^febr^ ^'bls von 17./2 kr. ist Der «orsitzenbe bes Lanbwtrtbschaftllchen Vereins- Ur- Georg Haag. Ps"dc- und Fohlen-Markt zu Frankfurt a. M. am 23., 2^4. und 23. September 1872. umgeÄ^ »m.ieljvt würben, sind zur Aufst.llun« feinerer Pferbe bestimmt Re.tbnhn Prnmrrrunq 9^5it?J\nebLtr?ert6eilun« non Ehr-^reif-n Bcrloosimg «2 der sck"^st Mi'^otä/unb^ugm^nVn ständigen vier-, zwei- und einspännigen Equipnacn ,10 voll- S‘ä"s, ws '»rras; £,. ’s*".**»-> Vereins, Herrn C. Kappel, iu richten mn ^^s unterzeichneten zahl von Loosen die näheren Bebinennacn'erfahren^können"^"'^ fltii6mn 3lne «... »ÄS v - - wird, find die erforderlichen Marken emzusenden ' C° Unb "commandirt gewünscht Isää-' gramm in Keuntnitz gesetzt. roc,t Ihunlich — mittelst Tele- Programm. Symphonie in C-dur (Nr. 1), von L. v. Beethoven. g. Jntroduction und Allegro, b. Andante, c. Menuet, d. Allegro. a- Arie (Nr. 6) und b‘ ^CTU6il* “'l8 bn DpCT: ^8«o'6 Hochzeit«, Concertino für Clarinette mit Begleitung des Orchesters, v. C. M. v. W e b e r. n, i r„ _ (vorgetragen von Herrn König.) Lieder für Sopran mit Clavierbegleitnng: u. „Von ewiger Liebe" (nach dem Wendischen), (Op. 43, Nr. 1), von Ii v h. Brams. b- boCJ Rose Busen schmiegt sich" von Hoffmann v. Fallersleben, (Op. 33, Nr. 2), von Ant. Rubinstein. FrühlingÄiacht von Jos. v. Eichendorff (öp. 39). von R. Schumann. Ouvertüre „Die Fingalshohle", von F. Mendelssohn. WZSSS8MW Mainz, 19. Juli 1872. Pas Ausstkllungs - Comitö. ------------------------------------------Franz Jos. Probst. Eintrittskarten für Nicht-Abonnenten 6 1 fl. in der Nicker'schen Buchhandlung Ohne berechtigende Karte kann Niemand Zutritt erhalten. Kiidwirthschastliche Ausstellung in Main) vom 17. bis einschließlich 22. September l. I. . Durch Rücksicht auf die Versammlung deutscher Land- und itorftmfrfhp veranlaßt, hat der Ausschuß des landwirthschaftlichen Vereins für Mein- Hfen beschlossen, d.e bereits auf den 25. und 26. September anberaum aewesene ..ÄSSS1 ÄÄSÄ'Ä'fl ! ®artcnbauc3, sowie landwirthschaftliche Fabrikate aus dem ÖbÄ ' UrLb landwirthschaftliche Maschinen und Gerüche aus dem s’ÄÄfi testmsss ein3ure^en.eIbUnöCn M 19 2lUßuft längstens bei unterzeichnetem Comits nn^iCinaUM<=UftfC^nnenp @t’9enftxänbe müssen, mit Ausnahme der Thiere in der Zeit vom 10. bis spätestens zum 14. September eintreffen; letztere spätestens am 9Iuä- flellungstage, 18. September, Vormittags 8 Uhr. ipaiejiens am Aus- r,vf, ?^em wir zu recht lebhafter Betheilignng an dieser Ausstellung hiermit freundlichst emlad en, fugen wir bei, daß Programme und Anmeldeformulare in WbHnhpffin bei den H^ren Ausschußwitgliedern des landwirthschaftlichen Vereins den k°n'Vrri'L"Larst7b^ Mit dieser Ausstellung wird eine 2154) Eine geräumige Familienwohnung, sogleich beziehbar, ist zu vermiethen Kanzleiberg Lit. B. Nr. 68. 3202) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Neuenweg B. 194. 3372) Ein Lehrling mit nötigen Vor kenvtnissen wird für ein hiesiges Fabrik- gefdiäft gesucht. Wo? sagt die Expedition d- Bltts.______________ 3279) Zimmcrgesellen finden dauernde Beschäftigung 3454) Ein Schuhmachergcsette, der cm ü w ' das Schaftmachen und Steppen auf der 0C3‘ 2Bcbcr' Pfarrer. Maschine erlernen will, kann dauernde 0ev $lebev- r’ ” Beschäftigung erhalten bei F" "" ” 3246) Gefucht ein Aecordrnt für Backsteinfabrikation von einem Frankfurter Haus. Näheres bei E- Ei ch enberg. 3450) Schreiner finden banernbe Be- schast'gung bei__________ C. Seipp. 3453) Einen tüchtigen Knecht sucht Loni), Neuenweg. Flick ch Hrötl. 3440) Bei ber üm 17. Juli stattgehabten Verloosung des Bienenzüchter-Vereins haben folgende Nummern die beigesetzten Gewinne Bermiethuugeu. 3449) Ein Mansarden - Logis zu vermiethen bei Buchbinder Hoffmann. 3414) Das von Herrn I)r. Dornseifs seither bewohnte Familienlogis ist per 1. October zu vermiethen. Wilhelm Flett. 3382) Laden mit Familienwohnung im untersten Stock meines Hauses in der Schulstraße zu vermiethen. Dr. Dornseiff.