(freiÄ vierteljährig 1 ft. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Host bezogen vierteljährig .1 ft. LS kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Nuv» nähme DonntagS. Expeditton : Lanz leib er g, Sit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. Ur. 273, Freitag den 22. November 1872 W—lll—IMIH■—CT—————IBIIlli11IIHH MIIIIIMBMMMMMMMMMMBH « mtl icher T heil. Bekanntmachung. Bezugnehmend auf das Ausschreiben Großh. Kreisamtes vom 10. October d. I. bringen wir zur Kenntniß, daß nunmehr die Hufbeschlagwerkstätte in der Veterinäraustalt eröffnet ist und Pferde und Rindvieh durch den Lehrschmied Herrn I. H ö ß beschlagen werden. Die Direction der Großh. Veterinäranstalt. Prof. Dr. P fl u g. (5394) Politischer T b « i l. Deutschland. Aus dem Großherzogthum Hessen, 20. November. In Folge einer Verständigung zwischen der Foltjchrtttspartei und den Liberalconservativen sind nach der „M. Ztg." für die Stadt Darmstadt Dr. K. I. Hoffmann und Commerzten- rath Fink als Candidotcn aufgesteUt. In Zwingenberg-Bensheim ist der Candidat der Fortschrittspartei BcziikSstrafrichter Heinzerling. — Nach der neuen DecanatS- einthe'lung des Großherzogthums zerfällt das ganze Land in 23 evangelische Dekanate, von denen 8 auf Starkenburg, 10 aus Oberheffen und 5 auf Rheins dessen kommen. In Starkenburg sind unter den 8 muernannten Dccanen 4, die es schon waren. Sämmtliche gehören der freieren Richtung der protestantischen Theologie an, bi« auf einen, mehr nach Rechts hin neigenden. Von den 10 OberhlffrnS bekleideten früher schon 8 dieses Amt. Unter diesen 10 besteht eint Anzahl mehr auf der positiven Seite; doch huldigen alle einer milderen Auffassung in theologischer Beziehung und find friedlich, duldsam gegen andere Richtung. Die 5 Dccane Rheinhessens stehen affe auf der freieren Seite der Theologie; 2 *baoon gehören dem Protestantenverein an. Mit dem nächsten 1. December soff die Awtsthaiigkeit der neuen Dekane beginnen. Darmstadt, 20. Novbr. Der Vertrag über die Erweiterung der Stadt Mainz, welcher am 21. Septbr. v. I. zwischen der Stadt und dem Festungs- Gouvernement abgeschlossen worden ist, hat am Heutigen die vorbehaltene Genehmigung des Ministeriums des Innern erhalten, nachdem die Stände des Großherzogthums sich damit einverstanden erklärt hatten, daß auf den Eigen- thumsanspruch des Großherzogthums auf das freiwerdende Festungsgelände zu Gunsten der Stabt Mainz unentgeltlich verzichtet und daß der Stadt Mainz aus den Mitteln Großherzoglicher Staatsschulden • Tilgungskaffe die Summe von 1,508,000 fl. gegen eine TilgungSrente von 4 pCt. während 47 Jahren darge- lithen werde. Die Publikation des Gesetzes über die Belastung des GartenfelbS mit einer außerordentlichen Communalsteuer dürfte in der Kürze zu erwarten fein. Berlin, 19. Novbr. Die Wahl des Landrathr Mayer (Marbu g) wird jedenfalls angefochten werden. Die Art, wie sein Gegenkandidat, der frühere Abgeordnete Professor Mangold, verdächtigt worden ist, hat in Abg-ordneten kreisen große Indignation hervorgeruftn. Es ist als sicher anzujehrn, daß die Regierung, der Vorlage über Erhöhung der Tagegelder uno Reisekosten der Staatsbeamten entsprechend, die Initiat-ve zur Erhöhung der Diäten der Land- taaS-Abgeorvneten, und zwar auf 20 Mark pro Tag ergreifen wird. Berlin, 20. November. Die „N. A. Z." erhält über die Angelegenheit der katholiichen Militärgeistlichen folgende Mittheilung: „Die am 5. d. zu Münster am Stein versammelten Militärgeistlichen des Reichs- und Rheinlandes inclusive Mainz haben sich alle den Bischöfen ihrer Garnisonorte unterst-llt, und schein, uerabe dieses das Hauptresultat ihrer Berathung gewesen zu fein. Diesen gegen- über haben mehrere M'litärqeistliche dem Kriegsmtsister ihre völlige Unterwerfung unter die Verfügung vom 29. Mat erklärt und bis jrtzt sich noch nicht den betreffenden Diöcefanbischöfen unterstellt — werden es auch nicht thun. Es ist sehr auffallend, daß gerade Diejenigen, welche den Soldaten Treue gegen btt Obrigkeit predigen sollen, zuerst, wenn auch sehr heimlich, Verfügungen ihrer militärischen Behörden illusorisch machen. Im Kreise jener zu Münster a. St versammelt gewesenen glaubt man auf Nachricht von Berlin her fest, der Feldprobst Namffanowski werde bald sämmtlichen Mtlitärgeistlichen die ihnen von ihm bei ihrer Anstellung ertheilte Jurisdiction entziehen. Dadurch würben die Multar- geistlichen, auch ohne Vorgehen von Seiten des Kriegsministeriums, genothigi werden. Farbe zu bekennen." , v . 20. Novbr. Abgeordnetenhaus. Vom Eultusminister wird ein Gefftz-Entwurf, betreffend die Grenzen des Rechts zum Gebrauche kirchlicher Straf- und Zuchtmittel; vom Finanzminister ein Gesetz-Entwurf, betreffend die Eautionen der Staatsbeamten, eingcbracht. Das Haus tritt sodann in die erste Gerathung der Kreisorvnung ein. 12 Redner haben sich für, U gegen dieselbe eingefchrte- bm Nachdem Blankenburg für, Sczuman und Mallinckrodt gegen die Vorlage gesprochen, erklärt der Minister des Innern gegenüber den Ausßrhrungen des Letzteren: Die Negierung muffe auf dem Ausschlüsse der Provinz Posen von der Kreisordnung bestehen, sie wolle nicht den Ungehorsam organisiren. Der Mm - Ser fctltcfet • Das Interesse für das Zustandekommen des Gesetzes habe ihn be- "chtt'g. Mahnu»g.n an da« H-rr-nhau- zu richten. U-ber ble ZulMgke!. --ne- Pairsichub könnte er sich im Abgeordnetenhause nicht interpcviren lassen, ebenso- wenig wie es ihm einfallen würde, Rede zu stehen, wenn er im Herrenhause über die Auflösung des Abgeordnetenhauses interpellirt würde. Die Regierung müsse in dieser Beziehung ihren freien Stand wahren. Die Sitzung dauert fort. Berlin, 20. Novbr. In ihrem „Volle Verständigung mit dem Abgeorb- netenhause" überfchriebenen Leitartikel weist die neueste „Prov.-Eorresp." darauf hin, daß die Regierung, nachdem der Versuch, bezüglich der KreiSorduung allseitiges Einverständniß mit dem Herrenhause, sowie mit dem Abgcordnetenhause zu vermitteln, gescheitert ist, durch die unbedingt ablehnende Haltung zuerst der Commission des Herrenhauses und dann der Mehrheit des Hauses selbst genöthigt war, alles Gewicht auf die vollständige Verständigung mit dem Abgeordncteu- hanse zu legen. Das halbamtliche Blatt weist dann die nachträglich von den Dertheidigern des Herrenhauses gemachten Versuche zurück, dis Stellung de? Commission als ein sehr weites Entgegenkommen der Regierung gegenüber hinzustellen. Hätte die R gierung ihre Entschließungen nur mit Rücksicht auf die Eommisfion des Herrenhauses zu fassen gehabt, so hätte sie bei der grundsätzlich ablehnenden Haltung derselben schon im vorigen Sommer überhaupt auf jede weitere Berathung verzichten müssen. Wenn die Regierung trotzdem auf das Gelingen der Vereinbarung rechnete, so geschah dies in der Meinung, daß die Commission des Herrenhauffs nicht den Sinn und Willen der wirklichen Mehrheit ui« Hauffs darstelle. Hätte das Herrenhaus in seiner Mehrheit wirklich den Willen bekundet, zur Durchführung der Reform ausrichtig mitzuwirken, so würde die Regierung unfehlbar ihre Aufgabe eines vermittelnden Wirkens zwischen den beiden Häusern, mit voller Hingebung und Entschiedenheit geübt haben, und das Herrenhaus hätte dann in der Thai einen bedeutenden Einfluß auf die schließliche Gestaltung dcs Gesetzes haben können. Je wehr es aber hervortrat, daß der Geist des Hauffs vollständig dem Geiste der Commission entsprach, daß, weit entfernt von dem Wunsche und Streben nach einer Verständigung, vielmehr die Hoffnung maßgebend war, „recht viele Beschlüsse zu fassen, welche dem Ministe- rium als unannehmbar gelten", desto weniger konnte die Regierung in ihrer Haltung und Stellung bei den Verhandlungen noch die Verständigung mit dem Herrenhause als den leitenden Gisichtspunkt festhalten, desto entschiedener wußte sie vielmehr als die Grundlage alles weiteren Gelingens die im Wesentlichen bereits versicherte Verständigung mit dem Abgeordnetenhauff ffsthalten." Der Artikel schließt mit folgenden Worten: „Bei ihrem jetzigen Vorgehen ist die Regierung erfüllt von dem Vertrauen auf den entgegenkommenden und versöhnlichen Geist, welchen die Mehrheit deS Abgeordnetenhauses in dieser Frage seither bcthäti'gt hat. Dieses Vertrauen wird sich nach allen Anzeichen vollauf bewähren, und es werden damit dem Zustandekommen des wichtigen Reformgefftzes eudgül- tig die Wege gebahnt fein." Berlin, 21. Novbr. Von dem freiconfervativen Abgeordneten Knesebeck und Genossen wurde in der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses folgende Interpellation eingereicht: „Welche Schritte gedenkt die Regierung zur Linde- rung der Noth der von Sturmfluth beschädigten Bewohner der Ostffeküsie.l zu thun?" Berlin, 21. Novbr. Der Bruch innerhalb der konservativen Partei im Abgeorvnttenhause ist in der gestrigen Fractionssitzung erfolgt. Die Gouverne- mentalen nennen sich von nun an „National-Conffrvative" und haben ein Redac- tione-Comite ernannt zur Entwerfung eines förmlichen Programmes. — Der Ministerrath designirte bisher dreißig neue Pairs. — Die Herrenhaus-Majorität ist geneigt zur Annahme der Kreisordnung. Basel, 19. Novbr. Die „Basler Nachrichten melden aus Solothurn vom heutigen Tage: Die Diöcesan-Conffrenz des BiSthumS Base! faßte gegen das UnffylbarkcitSdogma angemessene Beschlüsse, erklärte Censuren gegen anti-infallible Geistliche für unstatthaft, sprach dem Bischoff die Berechtigung zur Absetzung von Geistlichen ohne Mitwirkung der CantonSbehörden ab und erklärte sich gegen die Exkommunikation der Pfarrer Egly (Luzern) und Gschwiud (Starrkirch.) Dresden, 20. Novbr. Die Negierung hat in Folge des stärkeren Aus- tretens der Rinderpest in Böhmen sofort einen militärischen Cordon längs der ganzen Grenze angeordnet. München, 17. November. Anstatt morgen zu dem Mirakel nach Deggendorf zu wallfahrten, um mit dem Baron v. Hafenbrädl für die vom Passauer Bischof verfolgten Bauernvereine Fürbitte einzulegen und sich in der Erinnerung an den Deggenvorser Iudenmord (vgl. Steub'S altbayertsche Culturbilder) der ehemals besseren Zeiten zu freuen, hat jetzt eine förmliche ländliche Pilgerschaft an's Bezirksgericht eingesetzt. Statt der Muschelschaale dient nur ein Adelenwechsel •U Wahrzeichen. Ob die Werthdifferenz zwischen dem Papier und der Pilger- schnecke groß sein wird, muß erst die amtliche Untersuchung lehren, welche die ultramontanen Blatter mit der größten Schamlosigkeit noch zu durchkreuzen suchten, als schon die Criminalhaft wegen betrügerischen Bankerott« gegen die Spitzeder ausgesprochen war. UebrigenS hat die Großartigkeit oder breite Unter schämtheit, womit der ganze Schwindel angelegt war, eine bet allem Jammer fast komische Seite. Eine Komödiantin sechsten Ranges, die vor 5—6 Jahren in der Schweiz mit 1209 Francs Schulden durchging, hat es in der Stadt der Isar- Athener dahin gebracht, nicht blos die famose Bolkebank zu gründen, sondern bis alle Armen durch sie Millionär oder doch Rentier geworden, gab sie in der „Volksküche" unter dem Motto: „Aus dem Volk für DsS Volk", billige Speisen ab und in einer „VolkSfing- und Spielhölle" sollte aus den Händen ter (eiben gütigen Fee das Münchener Volk feine geistigen Genüsse empfangen. Das Pancm et Circenses hatte die Damen den römischen Volksbeglückern prächtig abgelernt. Nur jenes zweideutige Motto: „Nus dem Volk", hat sich zum Schaden der dummen Habsucht allzu sehr bewahrheitet. Aus dem Volk, dem städtischen sowohl wie dem ländlichen, sind die Gelder gekommen, aber für das Volk wird bei der letzten Dertheilung verzweifelt wenig herau-springen. Unter den niederen Staats- bediensteten find es besonders die zum Unterpersonal der Verkehrsanstalten gehörenden, welche zahlreich in die Netze des Dachauer Schwindels gefallen find. Es ist bemerklnswerth, daß schon seit Jahren die ultramontanen Zutreiber derselben förmlich staatsfeindliche Propaganda unter dieser Claffe getrieben haben. Hier laufen offenbar noch Faden mit, welche auf das frühere Regime im Post- und Eisenbahnwesen zurücksühren und wovon flch namentlich bet Wahlen noch in jüngster Zeit deutliche Spuren gezeigt haben. Karlsruhe, 20. Rovbr. Heber das Befinden des Kronprinzen des deutschen Reiches wird von unterrichteter Seite mitgetheilt: Der Kronprinz war bu seiner Hierher-Rrise tu Folge einer Erkältung an einer Entzündung des Blinddarmes erkrankt. Das Leiden erreichte nur einen mäßigen Grad und blieb örtlich beschränkt, auch ohne anhaltende Fieber-Erscheinungen. Die in den letzten Tagen eingetretene Besserung schreitet gleichmäßig fort. Der Kronprinz konnte seit gestern wieder für den größeren Theil dcs Tages das Bttt verlassen. Oesterreich. Pesth, 19. Rovbr. Die Aufregung über den Csernatonv - Scaudal hat flch seit gestern nicht gelegt, sondern eher gesteigert. Lonyay sondert volle Genug, thuung, und das Ministerium, welches gestern mit Ausschluß Lonyay's einen Ministerrath hielt, beschloß die »ollste Solidarität mit seinem Chef, da Cserna- tony nicht blos Lonpay, sondern alle Minister beleidigte. Wenn das Haus dem Cabtnete nicht volle Genugthuung zu verschaffen vermag, so will cs nennen. Die Drak.Partei will nach dem Präcedens, welches Daniel Jranyi dadurch ge- schaffen, daß er den früheren Justizminister Horvath den Mörder Böszörmevyi's ge- nannt, in der nächsten Sitzung beantragen, das Haus solle seine entschiedene Mißbilligung über Esernatony's Auftreten aussprechen. Allein auch Esernatony wird dann sprechen und verlangen, das Haus solle wegen der dunklen Anspie- lungen Lonyay's auf Esernatony's Vergangenheit gegen Viesen die Untersuchung verhängen. Lonyay's Anspielung bezieht sich darauf, daß die ungarische Emigra- tion in Paris unter dem Vorsitze des Grafen Telikt und in Anwesenheit Bitto's als Schriftführer Esernatony aus dem Elub ausfchloß, weil er im Verdachte stand, österreichischer Polizei» Spion zu sein. Heute hält der Deal-Club eine Conferenz in dieser Angelegenheit. Sämmtliche deakistische Blätter besprechen das TageSeretgniß. Der „Pesther Lloyd" findet, daß ©eenen wie die gestrige geeignet sind, die politische Hegemonie des magyarischen Stammes, die nur "im Parlamentarismus beruht, zu untergraben. Die Opposttions-Biätter beobachten tiefes Stillschweigen. Nur „Magyar Ujsag" sagt, der gestrige Seandal sei nur unter diesem Ministerium möglich gewesen; deßhalb werden die Scandale fortdauern, bis das Eabinet refignirt. Lonyay reiste heute nach Gödöllö, um dem Kaiser peisönltch über die Vorfälle im Abgeordnetenhause zu berichten. Vice» Präsident Perczel hat vielen Abgeordneten gegenüber erklärt, er werbe refigniren. — In London ist der ungarische Justizmintster aus dem Jahre 1849, Sabas Vukovicö, gestorben. (D. Z.) Frankreick. Paris, 18. November. Die französischen Zeitungen spotten gern über die deutschen Blätter, wenn diese über die Zustände im Elsaß, wie sie wirklich sind, berichten, und geben bann ihren eigenen Uebertreibungen und falschen Nachrichten freien Lauf. Das Evenement, ein halbosfictelles Blatt, sitzt so eben den chau- vinistischen Berichten einiger Blätter, welche die vor dem Kriege übliche Auf- schneideret sich wieder angewöhnen, oder gar nicht abgewöhnt haben, einen kleinen Dämpfer auf. Dieses Journal zeigt an, daß es sich Special-Eorrefpondenten im Elsaß und in Lothringen angeschafft hat und veröffentlicht den ersten Brief seines Korrespondenten in Straßburg, des Herrn Bcckel, von dem es sagt, er sei trefflich mutrt, um zu erfahren und zu urtheilen. Herr Beckel beginnt damit, die lächerlichen Geschichten zu widerlegen, welche einige Pariser Journale über die kleine Zahl der jungen Leute gebracht haben, die sich zum deutschen Militärdienste gemeldet hätlen. Er schreibt: „Im Allgemeinen bemerke ich seit meiner Ankunft «n Straßburg, daß die Lage von Elsaß und Lothringen in Paris sehr schlecht verstanden wird, und daß das Feld der Phantasie dasjenige ist, welches man mit dem größten Eifer cultivirt." Und er fügt hinzu, daß man darüber in diesen Ländern sebr erzürnt ist und daß die Elsässer sehr bedauern, gewisse Sensations- blalter, deren einzige Sorge ist, das Publikum durch überwürzte Speisen zu reizen, den Deutschen das Recht geben zu sehen, sich über die unverbesserliche Leichtfertigkeit der Französin lustig zu machen. Ueber die Conscription sagt er: „Zunächst sind eine große Anzahl von jungen Leuten nach Hause zurückgekehrt, m Frankreich keine paffende Beschäftigung finden konnlen. Der erste Aufschwung hatte freilich alle Börsen geöffnet zur Unterstützung der Ankömmlinge, aber als cs sich darum handelte, alle diese Arme und Intelligenzen zu beschäsiigen ist man auf Schwierigkeiten aller Art gestoßen. Die Association D'Alsacc-Lorrainc weiß davon zu sagen, sic hat nicht immer das Entgegenkommen gefunden, welches sie zu erwarten das Recht hatte. Was diejenigen betiifft, welche nach Algerien gegangen waren, so sind die zuerst Angekommenen so gewaltsam enttäuscht woroen, daß die Uebrigen die Lust verloren haben, ihnen zu folgen. Jetzt stoßen sich die Bauern noch an anderen Hindernissen. Sidon mangelt es sehr an Leuten für ben Feldbau und die Wiederaufnahme der Industrie einerseits, die Bauthatigkeitf Ifür die Festungen und in den bombardirten Städten andererseits nehmen alle tüchtig.» Arbeiter in Anspruch. Der Bauer ist deshalb grnöthigt, seine Söhne bei sich zu behalten und zieht es vor, fie während sechs Monaten zum Regiment zu sch'ckcn, um hernach fein Gut mit Nutzen bevirthschaften zu können." Wie man steht, bestätigt Herr Buckel in einer für feine französischen Leser möglichst gemäß atcn Weise nur die Anstchten der deutschen Presse. Paris, 19. Rovbr. Die „Agence HavaS" meldet: Es ist gewiß, daß Thiers gegenwärtig seine Entlassung nicht nehmen wird. Noch dem Ministecrathe von heute Morgen hatte Thiers eine Unterredung mit hervorragenden Mitgliedern ves linken Centeuws, insbesondere mit Picard. Der Minlsterrath war heute Nachmittag wieder versammelt. Versailles, 19. Novbr. In der heutigen Sitzung der Nationalversamm- lung wurde ohne besondereu Zwischenfall die Berathung über das Grschworenen. gesetz fortgesetzt. Dem Vernehmen nach wird Picard oder ein anderer Mitglied vcS linken EentrumS demnächst einen Antrag bezüglich der constitutionellen Fragen und der Verlängerung der Vollmachten Thiers', wobei gleichzeitig die Vertrauensfrage zur Entscheidung kommen soll, einbringen. Der Finanzminister und der Minister des Innern haben ihre Entlassung eingereicht, welche jedoch nicht ange- nommen worden ist. Heute wurden die Mitglieder der Eommission für Berathung des Kerdrel'fchcn Antrages von den Bureavx gewählt. Neun von den 15 Mitgliedern gehören Der Rechten und dem rrchten C ntrum an. NichkSdestoweni- ger wird die Zusammensetzung der Commissionen einem versöhnlichem AuStrage dcr Anaelcgenheit günstig erachtet. Versailles, 20. Novbr. Thiers empfing gestern Abend die Deputirten der Linken und druckte diesen gegenüber den Wunsch «uS, in Folge seiner angegnffe- nen Gesundheit die Last Der durch das Treiben der Rechten erschwrrten G walten niederzulegen. Die Uebertrogung der Regierungsgewalt werde Dank ter bewunderungswürdig organiflrten, dem Gesetze und der Regierung treu anhängenden Armee ohne Unordnung erfolgen. Auf dem Platze werde er nur dann verbleien, wenn er ein formelles Vertrauensvotum und die Zusicherung der Unter- stützung Der Nationalversammlung für die Durchführung gewisser Reformen er- hulte. — Die Rechte beharrt auf ihrem Widerstande gegen die Proclamirung cer definitiven Republik und weist augenblicklich jede monarchische Kombination zurück. Sie ist aber dem Vernehmen nach geneigt, durch besondere Maßnahmen .nneryalb Der Schranken des Vertrages von Bordeaux die Regierungsgewalten des gegenwärtigen Präsidenten zu befestigen. — Zu dem gestrigen Empfange bei Thiers hatten sich, Der „Agrnce Havas" zufolge, viele Dcputirte eingefundcn, die Thiers bestürmten, auf seinem Posten zu bleiben. Das Minifteiium tst Ange- stchts Der Krisis geschloffen und einig. Versailles, 20. Novbr. Die Regierung hat Der „Agence Havas" zufolge noch keinen Entschluß gefaßt. Es scheint, sie will die Befchlüffe Der Commission für Den Kerdrel'schen Antrag abwarten. — Die Minister werden heute Vormittag wieder Conseil abhalten. Versailles, 21. Novbr., Morgens. Die „Agence Havas" meldet: Man glaubt, daß Kerdrel sich heute mit Thiers verständigen werde. Aus den Aeuße- rungen mehrerer Mitglieder Der Commission unD aus Demjenigen, was über Die Gesinnungen Des Präsidenten bekannt ist, läßt sich auf eine baldige günstige LS- sang der Krisis schließen. Vollkommene Ruhe überall. England. London, 18. November. Am Samstag Abend drohte in Der Londoner Polizei eine kleine Meuterei auszubrechen. Eine Art von Gewerk- und Strike- verein hatte auch in dieser Körperschaft Boden gefunden, und ein gewisser Goodchild war Schriftführer. Dieser Mann wurde am Samstag in einen anderen Distrikt versitzt, und als er sich darauf nicht einlaffen wollte, entlassen. Seine Kameraden, denen er Anzeige von diesem Vorfälle machte, scheinen geglaubt zu haben, daß er wegen feiner Eigenschaft als Schriftführer des Vereins abgesitzt worden sei, und beim abendlichen Appel weigerten sich mehrere Adtheilungen, ihren Dienst zu übernehmin, so lange dem Manne nicht Genugthuung gegeben sei. Es gelang den Borg« setzten jedoch, die Leute mit wenigen Ausnahmen zu beruhigen, und so war Denn die Stadt Der Erfahr entgangen, Die nächtlichen Hüter Der Sicherheit entbehren zu müssen. Eine Untersuchung wurde selbstverständlich angestellt, da ein Mangel an Disciplin in Der Polizei gerade fo gefährlich werden kann, wie in der Armee, und wie Daily News angiebt, sind heute 180 derjenigen Polizisten, a^che den längsten Widerstand geleistet hatten, ihres Postens enthoben worden. Amerika. Ncwyork, 20. Novbr. Die Tabaks-Depots von New-Jersey wurden durch Feuer eingeaschert. Der Verlust beläuft sich auf eine Million Dollars. Boston, 20. Novbr. Eine abermalige Feuersbrunst verursachte einen Schaden von 350,000 Dollors. Vermischtes. Paris. Hiesige Blätter erzählen in Folgendem den letzten Act eines Familien- dramas, welches wenn wahr, den berüchtigten ^Fall Dubourg" noch übertrifft: Vor ungefähr sechs Monaten überraschte Herr James Robert L., einer der ersten Kaufleute aus New-Ha ifax, feine junge nnd schöne Gattin in den Armen eines Bankiers, Namens Peter R. Als echter Yankee keinen Augenblick unschlüssig, was zu thun fei, zog Mr. L. einen Revolver und tödtete den Verführer seines Weibes. Verfolgt und später durch Richterspruch in Freiheit gesetzt, verließ er die Vereinigten Staaken und wandte sich mit seiner Frau nach Paris, wo er ein Commissionshaus in der Straße der Foubourg St- Honore ctablirte. Beide Ehegatten hatten seit ihrer Abreise jenes Vorfalles, den wir erzählten, nicht erwähnt, es war, als banne ein stillschweigendes Uebercinfommen bie Zungen. Vor ungefähr zwei Monaten brachte der Briefträger ein Schreiben aus ^Wubame L- Dasselbe trug die Handschrift ihres früheren Liebhabers, des getodteleii Bankiers , und lautete also: ^Jcb langweile mich in der anderen Welt; komm mir Gesellschaft zu leisten. Ich erwarte Dich am neunten November." Dieser -örtef brachte eine furchtbare Wirkung auf die ohnedies schon nervenichwache Frau her- vor- Zu '?"r großen Herzensangst vertraute sie sich einer Freundin an und diese wußte nichts Besseres zu thun, als dem Ehemann Alles zu entdecken. Mr. L. zuckte die Achseln, meinte, daß er kein Wort glaube und wies der Dame barsch die Thüre. Indessen langten noch fünf oder sechs ähnliche Briefe für Madame L. an. Die Unglück- liche, welche feinen Augenblick zweifelte, daß die Handschrift ihres ehemaligen Liebhabers echt sei, bereitete sich zum Sterben vor und ordnete ihre Angelegenheiten. Am Sonn- L?^ub den 9. November Morgens langte der letzte Bries an. Dieser kam nicht durch die Post; Madame L. fand ihn aus ihrem Schreibtisch liegend. In dem Briefe standen folgende Worte, wiederum von der Hand des tobten Geliebten: „Ich werde erscheinen, Dich abzuholen. Um Mittag werde ich dreimal gegen die Wand klopfen, um Dich zu rufen. Du wirst kommen und wir werden dann vereinigt fein " — — Der Mittag kommt. Es schlägt zwölf. Bleich und zitternd, vom Fieberfrost geschüttelt, steht die 1 ,*« «Oe e6tn, 5 jj* !» »i ®l*nib'e ’8^6< ’ »«’ Wt ^fcoitnen. tnu Wirt "w uw ttr ■* Ml «11«. °° fh Sera. '” d!« 15 uchlSbekovtki- *« Auötragt Dkputirtkn der n,r angegnsse. (r,fn ©ifafittt nf der btwun« 1 üvhüngtndea dan« ittblti» n8 der Unter» Reforsen er« Prvclami'ruüg e Kombination re Maßnahmen gsgewalten des Empfange bei «gefmdeo, die iw iß Snge- )svaü" infolge -u Goemiffion beute Domit' Leidet: Man ln6 den Akvße- i vas über tit je ßünfl'ßt Lader Londoner lk- und vtrike- ©ifftT Goodchilb inbtren Dißrict rtne KaveraVkN/ zu W> kaj setzt »orten W ihren Dienß fi ei. E» M * ”V” ttt W)"1 igtjllOl, W titt feie, Bi‘ <• WM h,d!« Botten. p T«tim i»tE Ute tim«®1’11 s$5 ssg Os Statt h-t- ’“4 ,mb bkfi Ktiüta » *3 **25 I- M‘ng„ 6«t»f [fti. WPL buri tuerhe wwa Jü BSreeBDÄCiirichieü. [ 21. November 1872. W eezaaei. Amsterdam k. 5 8. 1071/2 8. 1073/8 » weniger die wieder 1864i 1651/2 M k. k. 8. Q. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. k. k k. k 98V« 100 1047g 175% 931/2 865/a 105 11978 8. 93 S. 1073/4 Augsburg Berlin Bremeit Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disoonto Aeiieia» 5% östr. F. 8t. E. B. 365 Lorabard. Bahn 2177g Lud wsgab.-Bexbach 200 Aetlen. Flankf. Bank 1453/< Frankf. Vereins-Kasse 163% Preuss. 4i/3 o/o Oblig. 1027g Frankf. 3i/ao/o Obi. 86% Naas. 41/,0/g Obi. 99 74 Kurhess. 4% n 94 Gr. Hess. 5% Obi. — * n 4O/o „ » , 3%% R - Seyer. 5% w 1001/4 n '4V2o/o 1jährige - » 4O/o 1jährige 92% Würtemb. 47, % ObL 995/fl Baden 41/2% Obi. 0. F. L. — Geldaorten« 0. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen , . 9 42 — 44 p doppelte 9 43 — 45 Holl. fl. 108t 9 53-55 Duoatea . . 5 34—36 20 Frxnkensf. 9 21 —22 Engi. Sover. 1 53-55 Buse. Imper. 9 43 —45 Dollar in Gold 2 25—26 k. k. 1. 5% Oesterr. Silberrente 647g * Papierrente 61 % Spanier, nenest. 30/0 28-% Amerik. Bonds 188 Ir 987g 1882r 963% 1885r 973/8 1887r 973/g 1 Dannst. Bankact. 555 J Wien Bankaotien 1059 j Oest. Oreditaot. 363 ’ Galizien — Local. Notiz. ^ste&sr&t ar«ssa ! »V i" t,|in6,n- ihr wüste- 8luf.r,f,n fogor bei D°me^ nicht cheu,en" S« Wfirc tchlle^Iich von solchen Herren doch etwas mehr Takt und Schliff zu erwarten. -z Oßo ,cr der Dinge in Frankreich verstimmend einwirkten. Crediiactie» *»3,1ffnajb, schlossen 3627g, Lombarden hielten sich relativ gut, indem sie schließlich 217, " Silberrente zeigte sich behauptet zu 643/,. öftere. Bahnactien und ... v Vv $“5 ®an^en 1ral im Gegensatz zu gestern, wieder wenige- Anim» zu Tage und blieben dieselben ziemlich fest. Wiener Bankactien gefragt iu 1058—69. Von Dercrnsbank um 13/4 höher. In der gestrigen Sitzung des AufsichtS- raths dieser Bank berichtete die Direction über die günstige Entwickelung der Geschäfte und beau- ^-.VolZahlung der Actien. B-r AufsichtSrath beschloß daher die Ausschreibung einer 20%. Einzahlung auf den 1. Jan. u. 1. März n. I. Wechslerbank u. Hahn'sche Effectenbank unverändert"^"^^' ^erejnöbank fest zu 198. Provinztal-Diöconto ßtzi 2 o/o höher. Wechsel Börse n b e r i ct) t e. r °' M-, 21. November. Der nahende Ultimo macht eS der Speculation sehr S Vf Grande symbolischer Haussedisposit.on treu zu bleiben. Man fürchte n Nück °"k die vorhergehenden L,quidationea, daß die bevorstehende Ultimoabw.'ckeluna eine sehr ^w.erige sein werde ra die Geldverhältnisse noch immer keine Wendung neiner toefenfli£?n Besserung genommen Haden. In Berlin wo man sich derselben Ansicht hinaiebt V SBSäSSä b.r'geringen Minderein'L- v°?7»0o"^ a V r Speculation zu Realisationen des genannleu Effects, da er den aeaenwär ia solch^R'Vs"e^ * 4 "erbaltnißmäßig hohen onsieht und da außerdem die Näheres Ultim? solche Realisativuen die zur Berminderung des Engagements dienen sollen nochwendia macht n(lmnJUr Pil< UVfn ^pkculationswerthe trat im Laufe des nicht sehr animutei. Geschäft- eüie onmalige Ermattung em, indem die oben berührten Umstände, sowie nicht Darmstädter fl.50Loose 307 » n 25 n 56 Knrh. 40 Thlr. Loose 727, Nassau 25 g. — Braunschweiger 23 3O/o Oldenburg.« 40111^. 375/6 «0/0 bayr. Prä-UtAAnl. 112% 4% badische -oose 1107, Badische fi. 35 Loose 69% Oestr. fl. 250 v 1854 927, 1858r Prioritäteior sc 2107a 1860t Loose 95% Marbahn 1447, Bayer. Ostbahn 1333/4 Rheln-Nahebahn-Ao >. 52 7> Hess. Ludwigsb.-A^. — Oberbeasen n 787g Priorlt&teB^ 3% deter.Steb.-PTior. 573/4 3% Öst. a. Lombard 98 3% Livorneaer 373/8 5% Toscaner — 5% EIisabeth.-Pr!or. 83 7< do. H. Emiss. 813/4 WWMWWMNZB- ,-inen Hut und entfernt sich. Seitdem hat man ihn nicht mehr gefeben und ebens"- n-emg kennt man den Namen des Briefschreibers, dessen sich der gekränkte Ehemann bediente, um sich an seineul ungetreuen Weibe zu rächen. ß te ^emann n Bedingungen von Emil Fischbach in Georg Petri, Neuenweg. ! 5359) (5191) 1374 fl. 13 kr. 744 fl. 56 kr. 1356 fl. 55 kr. 551 fl. 3 kr. 492 fl. 52 kr. 878 fl. 36 kr 140 fl. 25 kr empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. 1 Thee, Vanille, Chocolade; Rum, Arrac und Cognac. Malaga, Madeira und Sherry, Punsch-Essenze und feine holl. Liquen re. Eingemachte Früchte, als: Annanas, Johannisbeeren, Apricosen, Nüsse, Reineclauden, Pfirsiche. Condensirte Milch. LicbigS Fleifchextract. Erbauung einer Lazareth-Ba- racke für Typhuökranke ru Gießen. Nachstehende bei obigem Bauwesen vorkommende Arbeiten sollen auf dem Submissionswege vergeben werden: Maurer- und Stc-nhauer- arbeit, nebst Materiallie- 763) Photographi^-Rah- men und Goldleisten bei ^jersteigerungen. 5383) Die Zwetschenbäume und Gesträuche, sowie die Einzäunung, auf demjenigen Theile der früher Wortinann'schen letzt Wagner'schen Besitzung vor dem Neu- wegerthor, welcher in die Straße fällt, sollen Freitag den 22. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, versteigert werden und wird bemerkt, daß sich verschiedene Bäume zu Arbeit'Holz eignen. Gießen, den 18. November 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Gießen, Seltersweg, Die Material-, Iarb- und Colonialwaaren- Handlung und Niederlage natürlicher Minernl- brunnen Flaschen-Mr: Gießener und Licher, ehr fein, per Flasche 6 kr-, frei in's Haus, bei Georg Dörr, (5319) Kirchenplatz. Pläne, Voranschläge und ______o___ö.„ können vom 28. d. Mts- an in unserem Geschäflslokal eingesehen und die Offerten von da an bis zum 30. d., Vormittags 10, Uhr, eingcreicht werden- Dieselben müssen verschlossen und mit der Aufschrift: „Submission für die Lazarethbaracke zu Gießen" Zn verkaufen. Im Forstinstitut sind zu verkaufen: 1) eine camcra obscura, mit gutem Objectivglas, 2) drei gebrauchte Fenster. Nähere Auskunft ertheilt die Direction 5415) Dr. H e ß. Gießen, den 21. November 1872. Noch nie dagewesen! 5421) Wie Berichterstatter in Erfahrung gebracht, läßt die Firma bonnus-Amencanus, Co# Street (Kühgasse) den einst berühmten schwarzen Zava jetzt vollständig ablagern, um damit Wunder zu erzielen. — So das wäre es ! — Dagegen empfiehlt wiederholt! den schön blaß gebrannten und knuppengen, immer frischen Java-Eaffee, auch Mocca und grünen, sowie abgelagerte Cigarren, besonders für Wiederverkäufer, mit einem Nutzen von 30 bis 80 o/0, je nach Qualität. George Wenzel, _______________________Kreuz Nr. 1. Z Mein Tuch- und BukSkin-KLaaer für die Winter-Saison aufs Reichhaltigste sortirt, empfehle ich hiermit angelegentltchst. Ludwig Lung, Marktstraße 25, gegenüber dem Kaufmann Herrn Em i l P i ft o r. Brünellen, Kirschen, Aepfelspalten, Catharina-Pflaumen und bamb. Zwetschen. Erbsen-, Bohnen- und Linscnmehl. Tafelmandeln, Tafelrvfinen, ital. Haselnüsse, Citronen, Orangen, Oliven, Champignons und Trüffeln. Maizena. Würfelzucker und feinst geft. Raffinade. Korkstopfen in allen Sorten. Bad-, Fenster- und Pferdefchwämme. Julienne (getrocknete Franzosensuppenkräuter). Iohannisbeeren- und Himbeeren-Gelee. 5241) Lahrer hinkenden Boten und' Landkalcnder, Lichterhalter für Christ-! bäumchen^ Schreib- und Zeichnen-Ma-1 terialen rc. in bekannter Gute, empfiehlt Jul. Hoos, Buchbinder. | ferung, veranschl. zu . . 3206 fl. 15 kr. Zimmerarbeit veranschl. zu ~ Dachdeckerarbcit, „ Schreinerarbeit, „ Schlosserarbeit, „ Glaserarbeft, „ Weißbinderarbeit, w Spenglerarbett, „ Reisstärke. Caviar, Sardine» a l’hulle, Ruff. Sardinen, Sardellen, Neunaugen, Hummer in Dosen, Cervelatwurst. Emmenthaler und Parmesankäse. Ital. Maccaroni, Eiergemüsc nudeln. Herde und Deseu in den verschiedensten Sorten, namentlich die sich so sehr bewährenden, in jeder Beziehung ausgezeichneten Regulir - Füll - Oefen (4869) empfiehlt I. G. D. Bapst, Haarzöpfe in allen Farben und Längen von fl. 4 an, tets auf Lager bei NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt.___________ Füll-Keguliröfen. wwie sonstige Holz- und Steinkohlen- Herde und FeuerungSutenfilien (4c>60) empfehlen Flick L Kröll, Fettkohlen, aus dem Essener Revier, lieferbar bis Ultimo December a. c., sind abzugeben. Franco - Offerten sub D. N. 100 besorgt die Exped. d. Bltts. ________________(5419 Seegras-Matten, in verschiedenen Größen und Formen, em- pstehlt Herm Dickore, 5^17)________ Neuen-Bäuen. 5413) Mehrere Wagen Dünger sind zu verkaufen in Lit. B. 114.________ 5358) Eine große Auswahl schwarzer Schmuckfachen zu herabgesetzten Preisen bei G e 0rg P etri, Neuenweg. unter Bezeichnung der betreffenden Arbeit versehen sein. Zur Eröffnung der Submissionen ist Termin auf Samstag den 30. I. Mts., Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäftslokal anberaumt, welchem die Interessenten beiwohnen können. Später einlaufende Offerten finden keine Berücksichtigung. Gießen, den 21. November 1872. Grobherzogliches Kreisbauaml Gießen. 2420) Holzapfel. Keilgeboleneö. Neue russische Se-rdinen, in Pickles, im Anbruch und in Fäßchen, neue Sareäines a Fhnile, in V2', Vt- und l/g.Büchsen, neneGothaerCervelatwurst, , Salz- und Gsft'gg,,xkt>n, (5023) empfehlui 3. A. Busch S ö h 11 e. o eo unschessenz und feine holländische und französische Liquenre. Extra feines Traubengelve, Trüffeln ä la Perigord, Champignons, Mixed-Pickles, Oliven, Brunelle» und türkische Pflaumen. Die Handlung der A A. 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Pfd., seine Levante- und Zamoica- Badeschwämme. Holländische Vollliäringe, Genueser Sardellen, Salz und Efsr'ggurkeu, englische Speckbückinge zum Rohesten, Hothaer Cervelatwurst. 5198) Ich empfehle folgende Vorschriften und zwar: Nr. i. Besten Münchener Hesemnsatz selbst zu bereiten, ohne Hülfe einer anderen Brauerei. Derselbe schützt gegen wilde, falsche Gährung und befördert kraftvolle Biergährnng, wodurch glanzhelle gesunde Biere erzielt werden. Nr. II. Neuestes feinstes Vierbouquet zur Gährung, nicht schädlich. Nr. III. I unge Viere schnell glanz- hell^ und altschmeckend zu machen. Nr. IV. Neuestes Klärmittel, ohne Spane und Hausenblase, 10 Eimer mit 5 sgr. Diese 4 gedruckten Vorschriften kosten 5 Thlr. mit Garantie und stehen mehr als 300 Zeugnisse zu Diensten, pr. Chemiker Creuzburg, Verfasser der Theorie und Praxis der Bierbrauerei. (6435) 2L Creuzburg in Heldburg bei Coburg. 5379) Ich beehre mich, hierdurch einem verehelichen Publikum 1 Parthie feinste Irländische reine Leinen in Resten von 1—6 Ellen lang, 1 Parthie leinene Batist - Taschentücher (zu Weihnachts- Gescbenken sehr passend), zu außerordentlich billigen Preisen zu empfehlen. Geschäftslocal im Hause des Hrn. A. Katz in der Neustadt, von 1—6 Uhr geöffnet._________________I. Rosenbaum. Zur gefälligen Beachtung. Einern geehrten Publikum erlaube ich mir, die ergebene Anzeige zu machen, daß ich in meiner Wohnung, im Hause des Herrn Lehrer Jung, Gartenstraße, parterre, einen Verkauf rein wollener Drunenkleiderstosse eröffnet habe und bitte, unter Zusicherung reellster Bedienung, um geneigten Zuspruch. — Preise sehr billig, aber fest und gegen Baar. 5416) Elise Will. OCldltflullii. ;l'.U 5414) Schöne Logis für Familien, auch 5412) Ein Zimmer mit Küche ist an sür ledige Herren, zu vermiet!)en und sofort eine einzelne Person zu vermiethen. Näheres beziehbar. Seltersweg C. 62 George Wenzel. Vermischte Anzeige n. SMIT Zn SB© ffjOEBy’s BBfiersaale werde ich Sonntag den 24. und Montag den 25„ November mit meiner Künstler-Gesellschaft vom Frankfurter Volkstheater Vorstellungen geben. Näheres die Placate. Achtungsvoll 5^8) Dorostick, Director. I Wohnungs-Veränderung. Meine Wohnung befindet sich von heute an bei Herrn Mufiklehrer Geller auf dem Reichensand. üatliariKn Beiz. Leipziger Feuer - Versicherungs - Anstalt — gegründet im Jahre 1819. — 5176) Die unterzeichneten Agenten des Kreises Gießen empfehlen zum Abschluß von Versicherungen gegen Brand, Blitzschlag, nothwendiges Ausiäumen rc. auf Mobiliar, Waaren, Maschinen, Vieh, Ernteerzeugnisse rc. zu billigen, festen Sätzen unter ihren anerkannt vortheilhasten, liberalen Bedingungen. Die Anstalt bedarf keiner Experten mehr! I. H. Fuhr in Gießen. Eonrad Scherff in Lich. Jeder Zahnschmerz, Z 4893} Gegen guten Lohn wird m ä ohne Unterschied, wird durch mein in allen S em- größere Stadt eine erfahrene Köchin 3 Müffchen Staaten rühmlichst bekanntes gesucht, welche sich zugleich der Haus- I Zahn-Mundwasser binnen einer- Minute^ arbeit unterzieht. sicher und schmerzlos vertrieben, was unzäh- 3 Eintritt den 15. Deeember d. I. lige Danksagungen der höchsten Personen I Näheres Universitätsstraße Lit. E. 79, B bekunden. ..... J Parterre. G. Hückfiädt in Berlin, whih in 11m m ■■■»■ Orantenstraße 57, am Marktplatz. — ■■ ■ ■■— --------;--------------—--- Zu haben in Flaschen ä 18 und 36 kr. bei 5350) Einen zweiten Gehülfen sucht (2337)Carl Frech in Gießen. . ____________________Dr- Neatz. Haar-Arbeiten jeder Art werden schnell und gut ausge- fubrt von 5360) Georg Petri, Neuenweg. 5365) Für eine stille Familie wird em Logis im Freien von 4—5 Stuben auf den 1. April zu miethen gesucht. EbeiUo ein Laufmädchen auf Weihnachten. Näheres bei der Expedition. Wilh. Balser. Obersteverinspector Engi sch. 643) Thür- und Grab- schilder, sowie Klingelgriffe Md Taffen werden mit beliebiger Schrift angefertigt bei Tüchtige ^Lchreurergeselleu finben dauernde Beschäftigung bei 5406)G g. Nenzel. Rudolf Rosse in Frankfurt v. v, *, w. :______________________________Erkengasse. 541 i) Ein braver Junge zum Bretzel-j 5404) Ein braves Dienstmädchen, welches Verkauf wird gesucht von kochen kann, findet Stelle bet Emil Noll. — - - Bffiriellrr Ageni Jämmtlidjcr Zeitungen des In- unir Auslandes. Alleiniger I n s eraten - Päch ter des „Kladderadatsch», der „Fliegenden Blätter“, des „Figaro“ in Wien. Alleinige Annoncen - Regie des „Deutscher Reichsanzeiger“ und „Königlich Preussischer Staats-Anzeiger“, „Berliner lageblatt , „Saling s Börsenblatt“, „Deutsche Landes-Zeitung“, „Schweizerische Handels- Zeitung“, „Prager Handelsblatt“, „Feierabend des Landwirths“, Frankfurt a. M., „Beobachter“, versendet den soeben in X. Auflage erschienenen completten Zeitnngs - Catalog an alle bedeulenden Inserenten auf Wunsch gratis und franco. — • -Hon, Druck und ® erleg b.-r Brühi-schm Univ.-Trucker et (Fr. Chr. Pietsch) in «teSen.