Prel« vierteljährig 1 ff. 12 h. mit Brinyerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 27 kr. Gichmcr Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. Nr. H'l. Samstag den 22. Juni 1-872. Brodpreife vom 22 bis 28. Juni 1872, nach eigener Erklärung der Backer: 2 Kilo gemischtes Brod 21 kr. 1 Kilo gemischtes Brod 10i/2 kr. 2 Kilo Roggenbrod 18 kr. 1 Kilo Roggenbrod 9 kr. Amtl icher T heil. Polizeiliche Bekanntmachung. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß das Vaden in der Lahn in der Nahe der Stadt nur mit Badehosen gestattet ist und daß Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschrift nach Art. 296 des Polizei-Strafgesetzbuches mit 35 kr. bis 3 st. bestraft werden. Gießen, den 18. Juni 1872. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. ' Nover. Gefundene Gegenslkander Ein noch ganz neues Corsett mit 2 Röllchen Zwirn, eine Säbeltroddel für einen Unteroffizier, ein Paar schwarze Glacehandschuhe, ein Portemonnaie mit 21 kr. Geld, ein leinener Hemdkraaen, eine Granatenkette mit Kreuzchen, ein Paar weiß-baumwollene Frauenstrümpfe, em Paar braune halbseidene Handschuhe, em Stuck ^tterzeug, ein weiß-leinenes Taschentuch, gez. «. F. 15. eine blau- und weiß-gestreifte Kattunschürze, ein schwarz-serdener Schlupp mit weißen Streifen (zu einem Äleibe),, e h'i» einem Kleide (grün mit schwarz-seidenen Franzen), ein blau-seidenes Tüchelchen, eine braune Mütze mit Tuchschild, em altes Handkorbchen mit Schnappsslascbchen, Gläschen, Huleamesser rothem gehäkeltem Kopftuche, Halstüchelchen rc-, ein Meisel, mehrere Schlüssel, ein Portemonnaie mit 8 kr. und mehreren Zeichen von Zink ß. C., em silbernes ftreincfaen mit eingesetzten weißen Steinchen, ein goldenes Medaillon, emaillirt mit Photographie einer Dame. r , k Die Eigenthümec werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Minder zuruckgegeben oder i»ie61i,”,,bn.nb22^uniri872”,r‘’'n ""b'^ Gr°«-r,-glich. P°II,.i - D«»aiwn, d.r Pr--i»„-ih-u»t,,adt @i.6.n Vivicyvii, ucii Mrlld, 61. „6,. 3'8". t«6 «"f ’.m rnt,.tntn> K°hi«m-°s-I dmch »«f«««8™ il «nlr.n dl. ülgiiatorin torltjin b.g.b.n b«t.n, um tm ®idt. und so die Zufuhr zu verhindern. Uebrigens versichern die unbefangendsten Stimmen, daß niemals ein frivolerer Strike gemacht ist, al«'der inEssen Berlin, 20. Juni. Dem Vernehmen der „Sp. Z-g- nach find seitens des Herrn Eultusministers Erlasse abgegangen, welche das Verhaltntß r D - olieder geistlicher Genossenschaften zu der Volksschule betreffen. Diese Erlasse aeben wie man hort, dahin daß solche Mitglieder ferner Nicht mehr an offent- fichen' Schulen zugelaffen seien und daß die bestehenden Verhältnisse einer Losung München, 17. Juni. Der Kronprinz von Italien ist IN der vorletzten Nacht w.t dem um 11 Uhr 10 Minuten von hier abgehenden Salzburger Zug abgereist. Der Prinz hat, ehe er Deutschland verließ, telegraphisch dem Kaiser cntgegengesührt, katholischen Soldaten unserer Garnison (schreibt der Wests Mereur") sind vorgestern von dem Feldwebeln befragt worden, ob l Ä ÄrS (<•«• 3” 8-°'. >° ifl chm» b-d°°'-> trürten ft. fori«» nicht m>hr ,um Miiit°.,°ti'««i-»s- commanUrt m.rt.m Ea soll, wird weiter erzählt, eine ganze Eompagine des 53. Jnsanterieregiments er klärt haben: daß sie alle alikatholisch wären. Gotha, 18. Juni. Wie den „H. N." von hier geschrieben wird, hat der bisher iw Winter in Gotha lebende Herzog Friedrich von> SchleSw g - Holste". Sonderburg-Augustenburg den Entschluß gefaßt, fernerhin jede politische Thatig. feit auszugeben, ollen Ansprüchen aus Schleswig-Holstein zu entsagen und die vollendete Thatsache ter Einverleibung dieses Landes in die Preußisch Monarchie anzuerkennen. Der Herzog, welcher au seiner großen Hm- schäft Primkenau in der preußischen Lausitz lebt, will fortan nur ^« Lsben eines . großen und reichen Grundbesitzers führen und seine Thätigkeit ausschließlich der ; Bewirthschaftung seiner umsangreichen Besitzungen in Preußen widmen. In wie- i derholten Briefen an seine Anhänger hat Herzog Friedrich diesen Entschluß un- Jesuiten schon vor ?87? g7w"esen ab'er für die deutsche katholische Kirche ist sie völlig neu! Die Durchführung der jesuitischen Contrerevolutron ist völlig un. wögUch und für alles „Wehe", das Herr Reichensperger "°mu«sieht, fallt die Schuld auf das Haupt derer, die diesem Streben nach dem Unmöglichen den bürgerlichen Frieden aller heutigen Staaten frevelhaft opfern Gegen diese ist das Gefitz ein Nothgesetz, dessen einstweilen unvermeidliche Mangelhaftigkeit vor Allem von denen bedauert wird, die sich verpflichtet fühlen, dasselbe zu vertherdigen Berlin, 19. Juni. Das Jesuitengesetz wurde dritter 8?‘uD1 <81 gegen Vö «i-mmen und die US «egen 100 Stimmen angenommen. In der ' iänoerer Rede fein und seiner Nation.---------- - — - - , , Dr Bäbrl Widerspruch gegen die Vorlage. Das Gesetz hat allerdings auch in . f ■ " iffalflen Gestalt noch immer seine Lücken, es entbehrt noch ""wer solcher i BüraschastiN hinsichtlich des Verfahrens, wie wir sie im heutige» Rechtsstaate i ab jemand in Erwägung aller Umstände hier eine das Gesetz rechtfertigende °d« Pud« °d,, nidft. V°° d«i.ak. S.it. I».«» H-U - ' Reick nsperger-Creftld. Man konnte sich wundern, Herrn Reichensperger heute so ' gan? auf dem Standpunkte des Abg. Windthorst zu sehen ; zu feigen, »te er ge- xabf so unbedingt, wie vorgestern Herr Windthorst, rn Tendenz und Lehre den ^eiuitenorden und die katholische Kirche tdentificirte, und auch gerade so in Ab «de stellte daß durch die vaticanischen Decrete vom Juli 1870 m dem Der- hätiniß der Kirche zum Staate irgend etwas geändert worden sei, vielmehr der Stoa? allein ohne Zollen Anlaß von kirchlicher Seite Feindseligkeit begonnen habe. Ein solches dreistes Abläugnen, das bet Herrn Windthorst ^mger ub - ralckt batte dürfte aus dem Munde des sonst auch von Gegnern vielfach g - 7ckke e?Mannes überraschen. Herr Delbrück erklärte denn auch gegen Herrn YUickenSverger Namens der verbündeten Regierungen nochmals: „Die verbündeten «B»i« in dieser Identisieirung nur eine willkürliche Verrückung er . °st.-ststch-", >° btn Dank für die so herzliche und überaus großartige Aufnahme ausgesprochen, die ihm in Deutschland am kaiserlichen Hof zu Theil wurde; immer, erklärte der Drin», werte er diese Tage unter die schönsten und glücklichsten seines LebtR< «ählen. Der Kaiser erwiderte diesen Dank in ebenso herzlicher und inniger Welse mit einem Telegramm, das der italienische Thronerbe bet seiner Ankunft m Mat- land erhielt. In Frankfurt hat der Prinz zwei prachtvolle Basen gekauft als Geschenk, vaS er seinem königlichen Vater zum Andenken an diese Reise überbringen wird. ,, Aus München, ist der „Köln. Ztg." folgende Zuschrift zugegangen: „ Der Herr Bischof NamSzanowSki ermächtigt die Redaktion der „Germania tNr. 132) gegenüber einigen Mittheilungcn, welche Sie in der Kölnischen Zeitung aus meinem „Tagebuch" brachten, zu erklären: „daß die hier dem Herrn Armeebischof zugeschrtebene Acußeruug durchaus unwahr ist. Der Herr Bischos kann überhaupt nur über das berichten, war er mit Sr. Majestät dem Könige unmittelbar vor seiner Abreise zum Concil über das letztere gesprochen hat. Und da ist »u constatiren, daß Sc. Majestät auch nicht die leiseüe Hindeutung auf eine während des Concil» zu erwünschende Haltung des Herrn Bischofs gemacht hat." Gestatten Sic mir, dem gegenüber zu erklären, daß ich alle Worte meines Tagesbuches, S. 354 f., vollständig wahr aufrecht halte, da ich selbst sie aus dem Munde des Herrn Bischofs gehört und noch an dem nämlichen Tage in wein Tagebuch niedergefchrieben habe. Eben so muß ich die Aeußerung desselben über seine Abschiedsaudienz bet Sr. Majestät dem Könige (Tagebuch S. 79) als authentisch, weil aus seinem eigenen Munde gekommen, aufrecht halten. Finde' der Herr Bischof jetzt für nothwendig, seine in Rom gethanen Aeußerungen als durchaus unwahr" zu bezeichnen, so bedaure ich, sagen zu müssen, daß er eben dann in Rom durchaus unwahre Aeußerungen wachte. An Männern, welche, nach Deutschland zurückgekehrt, in feierlichen Hirtenbriefen dasjenige als Un- Wahrheit bezeichneten, was sie in Rom als Wahrheit vertheidigt hatten, ist dies übrigens nichts Auffallende« mehr. Mit ausgezeichneter Hochachtung ergebenst München, 15. Juni 1872. Professor I. Friedrich. Straßburg, 18. Juni. Der „Ndrh. Cour." wird von elsässischen Lehrern gebeten, der kaiserlichen Negierung in ihrem Namen öffentlich den herzlichsten und aufrichtigsten Dank für das dem Lehrerstanbe durch das Gesetz vom 4. d. bezeugte Wohlwollen darzubringen. Belgien. Luxemburg, 18. Juni. Seit den letzten Wahlen haben sich die hiesigen Zustände sehr geklärt. Man weiß nun, woran sich halten in Betreff der verschiedenen Parteien. Nur ist ein glückliche« Ereigniß schon gleich jetzt festzuhalten. Deutschland erhält den Betrieb unserer Bahnen. Deutscher Geist und Tüchtigkeit können sich nun auch bei uns geltend machen, ohne daß unsere Jesuiten und ihre Helfershelfer ihm weiter was anhaben können. Dieses ist für unser Land ein großer Gewinn, den heute Wenige noch recht und ganz zu würdigen im Stande sind. Frankreich. Paris, 21. Juni. Die Nachricht aus Athen, daß die französische Regierung durch ihren Gesandten Feriy die dem griechischen Staate vor 40 Jahren borge- sckosseu-n„30 Millionen.^urückforve>kn.la,sseu wolle, i^.ganz.unbegründet.^^, Präsidenten der Republik und den Delegirten der Rechten stattgehabte Unterredung : Die Delegirten sprachen zu wiederholten Malen ihre Anerkennung der von Thiers dem Lande geleisteten Dienste aus. Als sie das Gespräch auf die Modification der inneren Politik brachten, erneuerte der Präsident die Erklärungen von Bordeaux und Versailles. Er habe die Republik acceptirt und arbeite an ihrer Befestigung. Die Aufrechthaltung der Republik sei die Bürgschaft für das Heil Frankreichs. Versuche einer monarchischen Restauration würben dcn Bürger- krieg herbeiführen. Seine Politik sei eine wesentlich conservative, sein ganzes Leben beweise dies. Die letzten Wahlen könnten nicht seinem Einflüsse zugeschrieben werden. Eine im „Journal des DebatS" veröffentlichte Note sagt: Thiers be- kräftigte seine konservativen Grundsätze. Aber eine tiefe Meinungsverschiedenheit erhielt sich bis zuletzt zwischen ihm und den Delegirten über das zur wirksamen Vertheibigung dieser Grundsätze zu beobachtende Verfahren. Die Delegirten zogen fich zurück, indem sie ihre Meinungen aufrecht erhielten und die volle Freiheit, sie zu vertheidigen, sich wahrten. England. London, 21. Juni. Dir „Times" erhält eine Depesche au« Genf, wonach Grund zur Annahme vorhanden ist, baß der Zusatzvertrag auf einer ganz neuen Grundlage gegenwärtig G-genstand der Unterhandlungen ist. Ferner sagt die Times, raß Frankreichs Gegenvorschläge auf die deutsche Note gestern adgegangcn sind (nach anderen Nachrichten schon vorgestern), und daß man einen günstigen Ausgang der Verhandlungen erwarte. Griechenland. Athen, 19. Juni. Der französische Gesandte am hiesigen Hose, Ferry, überbringt erne Note feiner Regierung, worin Frankreich von Griechenland die demselben im Jghre 1832 vorgeschossenen 30 Millionen zurückverlangt. Amerika. Washington, 19. Juni. Die demokratischen Conventionen von ArkansaS, Alabama und Maryland haben sich für die Präsidentschafkscanvivatur von Horace Greeley erklärt. — Präsident Grant hat die Stadt wieder verlassen und wird etwa 14 Tage abwesend sein. Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 23. Juni- Martin Lenz am Markt, Emil Noll in der Löwengasse und Louis Schneider in der Neustadt. Mir ch L ich e Anzeige der evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t t e S d 1 e n st. . I Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Am 23. Zuni. t Nachmittags: Pfarrer Landmann. Die Psarrgeschäfte für die Woche vom 23. bis 29. Juni 1872 besorgt Pfarrer Dr. Seel. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Kopulirte. Den 16- Juni. Ludwig Koch, heimathsberechtigt in Dannenrod und Schreiner in Bockenheim, des Ortsbürgers in Dannenrod und Wagenmelsters bet der Post dahier, Kaspar Koch, ehelicher Sohn; und Auguste Elisab.the Christiane Luise Eckersweiler, des hiesigen Bürgers und Schneidermeisters, Ludwig Martin Eckersweiler, Den 16. Juni. Dem Ortsbürger in Battenfeld und Schreiner dahier, Wilhelm Amend, eine Tochter, Luise Wilhelmine, geboren den 24. April. Denselben. Eine uneheliche Tochter von auswärts, Margarethe Auguste Christine, geboren den 31. Mai. Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, auch Mitglied des Gememderaths und Kirchenvorstands, Johannes Hanstein, eine Tochter, Anna Wilhelmine, geboren den em ^mioner m der mecpamschen LLerkstättc der Main-Weser- Bahn dahier, Ferdinand Schul aus Biedenkopf, ein Sohn, Otto Karl Georg Ludwig Christian, geboren den 1. Juni. Denselben. Dem Bürger und Metzgermeister, Georg Malkomesius, eine Tochter, Wilhelmine Luise Karoline, geboren den 25. April. Dei.selben. Dem Hülfs-Locomotivführer an der Main-Weser-Bahn dahier, August Nödtng aus Gelnhaar, ein Sohn, Karl, geboren den 10. Mai. Den 17. Juni. Dem Bürger in Hungen und Gastwirth dahier, Wilhelm Hofmann, ein Sohn, Wilhelm Karl Martin Ernst, geboren den 22. Mai. Den 20. Juni. Eine uneheliche Tochter von hier, Elise, geboren den 28. Mai. Beerdigte. Den 18. Juni. Christoph Philipp Vogel, Bürger und Universitäts-Bibliothek- diener dahier, alt 69 I. 9 M- 15 T, gestorben den 17. Juni. Denselben. Jakob Hedderich aus Klein-Rechtenbach, Kreis Wetzlar, alt 13 I., gestorben den 16. Juni. Den 20. Juni. Johannette Elisabeth Franz, geborne Kahn, des Bürgers und Postpacketbestellers, Ludwig Franz, Ehefrau, alt 69 I. 4 M. 2 T., gestorben den 18. Juni. Den 21. Juni. Katharine Elisabeth Justine Rinn, des Bürgers und Fuhrmanns, Karl Rinn, eheliche Tochter, alt 3 M. 29 T-, gestorben den 19. Juni. ir gemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachungen. Main - Weser - Bahn. 2778) Bei allen unseren Billet-Expedi- Honen ist eine Zusammenstellung der Tax- ermäßigungen, welche bei den auf der Main- Weier - Bahn zur Ausgabe kommenden Retourbilleten, Abonnementskarten, Schüler - Abonnementsbilleten, Rundreisebilleten eintreten und bei Fahrten größerer Gesellschaften gewährt werden, zum Preise von 3 Silberpfennig, oder 1 Kreuzer, zu erhalten. Cassel, den 1. Juni 1872. Königliche Direktion der ____________Main-Weser-Bahn. Oeffenlliche Bekanntmachung. 2554) Nachdem in Folge mißlungenen Güteversuchs unter den Gläubigern des verlebten Schreiners George Wißner von Oberweimar der förmliche Concursj über dessen Erbschaft erkannt worden ist, \ werden sämmtliche Gläubiger derselben öffentlich vorgeladen, ihre Ansprüche unter Vorlegung der Beweisstücke im Termin den 3. Juli d. I., Morgens 9 Uhr, Contunracirreit, gegenüber dem inmittelst bestellt weroenden Contradictor beim Rechtsnachtheil der Aus-j schließung von der Masse anzumelden und zu begründen. Marburg, am 18. Mai 1872. Königliches Amtsgericht, Abth. II. Spangenberg. Versteigerungen. Holzverfteigerung im Gießener Stadtmalde. 2930) Montag den 24. Juni 1872, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stndtwalde, Distric- ten Annaberg, Wanne, Hochwart und Faulerboden, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: I. Brennholz: 15,2 R -Meter Buchen-Scheidholz, 4 „ Eichen- 134,7 , Buchen-Prügelholz. 149,8 „ Eichen- „ 3 „ Aspen- 62,8 „ Buchen-Stockholz, 67 „ Eichen- „ 4 „ Erlen- 2450 Wellen Buchen-Reisholz, 320 „ Eichen- „ 100 „ Nadel- 970 „ Weiden- „ II. Bau-, Werk- und Nutzholz: 15 Eichen-Stämme bis zu 63 Centimeter Durchmesser und 11 Meter Länge, mit 12,18 Cub.-Meter, 1 Aspen-Stamm mit 0,50 Cub.-Meter, 178 Eichen-Stangen „ 9,29 337 Nadel- „ „ 2,95 Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße an der VH. Schneiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. December 1872 gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 14. Juni 1872. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.____________ Mühlen-Verpachtung. 2923) Die zu dem Nachlasse des Karl S u n d h e i m gehörige Badenburger Mühle, an der Lahn gelegen, mit 3 Mahl- und einem Schlaggange, soll Donnerstag den 27. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle freiwillig auf 7 Jahre verpachtet und dem Letztbietenden der Zuschlag sogleich ertheilt werden. Wieseck, den 14. Juni 1872. Grobherzogliches Ortsgericht Wieseck. Lang. Feilgeboteneö. Cigarren, Manilla-Ausschuß, das Stück 1V2 kr., per Mille 24 fl„ empfehlen I. 21. Busch Söhne. •«mßeMszaaeflsaBeezeesMMHMeeeeHHee I Gegen jeden alten Husten! Brustschmerzen, Reiz im Kehlkopfe, I Heiserkeit, Verschleimung , Blut-1 speien, Asthma, Keuchhusten und I Schwindsuchts - Husten , ist der! M ay er'sche weiße Brust-Syrup das sicherste und beste Mittel. Nur ächt bei Fr. Bieler am Kreuz, (3014) in Gießen. 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Schule für Damen. 2290) Zur gründlichen Erlernung im Maaßnehmen, Zuschneiden und Anfer- tiaen von Damenkleidern hat wieder em neuer Cursus begonnen. Eintritt jede Zerr- Rosa Rothenberge r, ______________Lindenplah. 3000) Ein braves ^jiädchen sür Küche und Hausaibeit, sowie ein reinliches Kindermädchen werden sofort zu miethen gesucht. Näheres Seltersweg Lit. C- Nr. 77, tm Nebenhause._____________ 3002) Ein zuverlässiger Bursche für meinen Flaschenbierverkauf gesucht gegen guten Lohn. L. Textor, im Darmstadter Haus. Mnnel'o (Garten. 2990) Tonntag den 23* Juni und Mdontag den 2^t. Juni 1S72: Zwei Große Vonecrte, ausgesührt von der so rühmlichst bekannten Darmstädter Hof - Opern - Musik - Kapelle, unter Direktion des Herrn Hof^Musikers F. Frank. Programm. Sonntag den 23. Juni 1872. 1. Abt-heilung: 1) Frühlingsmarsch von . • • ■ • Parlow. 2) Ouvertüre aus der „Stumme von Portici", von Auber. 3) Künstler-Leben, Walzer von . . . • Strauß. 3) Potpourri ans „Troubadour" von . . - Verdi. 5) Glöckchen-Galopp von Ernst. 2. Abtheilung: 6) Ouvertüre aus „Wilhelm Tell" von . • Rossini. 7) Mainklänge, Walzer von . . • ■ Parlow. 8) Cavatine aus „Nebncadnezar" (Solo sür Trompete und Posaune), von Verdi. 9) Amazonen-Quadrille von . • • • Strauß. 10) Potpourri aus „Freischütz" von - - • C- M. v. Weber. 3. Abtheilung: 11) Steiger-Marsch von T ä u st. 12) Loreley-Paraphrase von dieswadba. 13) Grasmücken-Polka (Solo für 2 Piccolo) von........Bousquet. 14) Ncbelbilder-Fantasie von .... Lumbye. 15) Mitrailleusen-Galopp von . • • Piefke. Programm. Montag den 24. Juni 1872. 1. Abtheilung: 1) Rendezvous-Marsch von .... 2) Ouvertüre aus „Martha" von 3) Marien-Walzer von 4) Potpourri aus „La-Traviata“ von 5) Leicht zu Fuß, Polka von .... 2. Abtheilung: 6) Ouvertüre aus „Zampa" von 7) Das Glöckchen des Eremiten, Quadrille von . 8) Frühlingserwachen, Lied ohne Worte (Horn- Solo), von 9) Potpourri aus „Prcciosa" von 10) Champagner-Galopp von • 3. Abtheilung: 11) Ouvertüre aus „Stradella" von 12) Les gardes de la Reine, Walzer von 13) Der Traum der Najade, Fantasie von - 14) Chor und Arie aus „Tannhäuser" (Solo sür Trompcte und Posaune), von I 15) Ambos-Polka von Zikoff. Flotow. Parlow. Verdi. Faust. Herold. M a i l l a r t. Bach. C. M. v. Weber. L u m b y e. Flotow. Goldfrey. Fliege. R. Wagner. Parlow. haben. BilletS ä 18 fr. sind bei den Herren Gebr. Wenzel am Kreuz und an der Kasse zu Bei ungünstiger Witterung Podium im Saale. Anfang 5 Ahr. Finde» die Conccrtc im Saale statt, so bittet man, vor Schluß der vorletzten Abtheilung nicht zu rauchen. Mitbringen von Hunden ist unter keinen Umständen gestattet. Zlti trloubc mir ein futififiiiuißeö Pnblitnm ouf bit’fc beibeil oiicctte bc)oiiberö QUfmetffniii ju machen, indem sämmlliche Herren der Hof-Kapelle Künstler sind, und Gießen diese Gelegenheit nie zuvor geboten wurde. Achtungsvoll II . 11 en;<*L 2982) kochen kann and in allen häuslichen 2hbeihn flöcfer. 3008) (3020) ausgesührt von der Musik-Gesellschaft Hoos. Anfang 4 Uhr. 3011) Tüchtige Schuhmachcrgesellen gesucht von D. Schmält, Schloßgasse. Philosopheiiwalel Sonntag den 23. Juni: Dorfeld s Garten zu Wiescck Sonntag den 23. Juni 1872: Großes Milit.ir-Lonml, ausgeführt vom ganzen Musik-Corps des Großh. Hess. II. Inf.-Reg., unter persönlicher Leitung seines Dirigenten, Herrn D. Reifert. 3025) Pom Neustadter Thor bis 3um üonen Dollar-Schah auf der Cocosinscl. Lindenplatz ist ein Medaillon verloren wor-> - - - den- Der redliche Finder wird gebeten,j UM11„K m dasselbe gegen eine gute Belohnung auf dem $on Vublisch. — Ein literarisches Geheimn'ß. Polizei-Amt abzuaelnn. — -■ " * Ä ™ 2958) Mehrere Zimmerleute finden - ~ . gegen hohen Lohn dauernde Beschäftigung Zahlung von Levin Schucking. lFortsetzung.) — bei Ludwig Deibel in Wieleck. ‘"c v' u ° ~ ’e Bade - Anstalt. 3029) Ein Tbeil der stillen Bäder, sowie die Kinderbäder, können von Montag den 24. d. Mts. an wieder benutzt werden. Schwimmnntcrücht der Mädchen beginnt Mittwoch um 6 Uhr Abends. L. Chr. Rübsamen. Akademischer Gesangverein. 2989) Die verehrlichen Mitglieder werden höflichst und dringend ersucht, die Proben regelmäßig zu besuchen, da nur für diesen Fall das nunmehr auf den 1. Juli festgesetzte Concert zur Ansführung gebracht werden kann. Der Vorstand. Die Nr. 24 bringt folgende Beiträge: Die Diamanten der Großmutter. Er- ,uWlM..v .... Preußische Husaren erbeuten aus der Stratze nach Fontainebleau einen französischen Luftballon. Nach seinem Oelgemälde auf Holz gezeichnet von L. Braun. Der sünsundsechzig Mll- - ' ~ ' ■ " - Von Theodor Kirchhoff in San Francisco. — Ein Volkstribun von Achtundvierzig. Mit Friedrich Hecker's Portrait, ausgenommen in seinem sechzigsten Lebensjahre. — Jüdische Frauen vor vierzig Jobben. - - - - ~ * e \ Von F. Brunold. — Blatter und Blüthen: Eine republikanische Kaiseiburg. Von F H. Mit Abbildung: Die Ein braves Mädchen, welches Habsburg. Nach einer Aquarelle aus Holz überzeichnet von N. Puttner. — L • " '" * * *- ~['n)cld)e Weise in gegenwärtiger Zeit noch Wallfahrtsorte entstehen! — Friedrich tZ)er- erfahren ist, wird im August zu miethen ge* sucht. Neustadt Lit D- Nr. 158-__________, 3009) Ein braves Mädchen, das kochen kann und alle häuslichen Al beiten verstebt, wild sofort zu mielhen -gesucht. Maikt- straße D 39 __________________________ 3021) Die Schuldner des Carl Fuhr können die schuldigen Beträge in den nächsten 8 Tagen noch kostenfrei an den Unterzeichneten bezahlen. Gießen, den 21. Juni 1872. Der Massecurator: ___________________M- Pilger. 3024) Einige Stieskinder der Selters Schoor fragen an, weshalb der Wasserfuhrmann den Austiag hat, immer eist an den 2 letzten Häusern zu gießen, dagegen den Bewohnern der andern 5—6 Häuser nur das Faß zu zeigen, wenn der auV wirbelnde Staub es niläßt?______________ 3'>07) Mehrere tüchtige Rockarbeiter ge- sucht von Georg Leib. 29741 E'n braves Mädchen kann sogleich in Dienst treten in Lit. C. Nr. 128, Re-.chen- sand-__________________________________________ Redaction, Druck und Verlag der Brüh loschen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Giehen.