v-rknüpst 'Weng räthlich «" leg'», jo hchn ktc ComW 8C, 'r>Plig. 4»efeb* *- 4t,? !z V" diesem 4».?, s iZLhr * 4L irtaort wird Herr ?5 Interesse bet Coupons lQllen Verzeichnisse ?len bei demselben en kosten werden Ich von hier oder wdung setzen will eichelbeim oder n die Vermittlung nut nicht besassen. len Thaier obiger 35 bis 4O°/0 des anders daraus auf- r Pfaiidbriesbesltzer bei dem Concurs- uit, i. d. A. )N Hofmann." P erstand. welche mit Karten 872 Illi* Fallsucht) Berlin, jetzt (213) Gesellschaft, errett. \ - tznlree 6 fr. _________—1 — ! -r Umgegen» Hl *® ” l0.Corre”le”’ -iJipn. ^a. Preis vierteljährig 1 fl- 12 kr. mit Vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canz lei berg, Vit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kießen. Nr. 19. Montag den 22. Januar 1872. Amtlicher T h e L 1. Bekanntmachung. Der Rekrut Adolph Simon aus dem Bezirke des 2. Bataillons (Cobleuz) 3. Rheinischen Landwehr-Regiments Nr. 29, geboren am 24. April 1848 zu Butzbach, im Kreise Friedberg, zuletzt in Gießen sich aufhaltend, ist durch kriegsrechtliches Erkenntuiß vom 4. Januar 1872, bestätigt unterm 9. Januar 1872, in contumaciam für einen Deserteur erklärt und zu einer Geldbuße von fünfzig Thalern verurtheilt worden. Dies wird auf Grund des §. 255 Th. II. Mil.-Str.-G.-B. hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Königliches Gericht der 16. Division. Politischer TbeiL. Deutschland. Darmstadt, 20. Januar. Die Großherzoglichen Ministerien des Innern und der Finanzen haben den Ständen etnm Gesetzesentwurf, den Steuerfuß bei außerordentlichen Steuerausschlägen und Gemeindeumlagen betreff., zur verfaffungs- mäßigen Berathung und Beschlußfassung vorlegen lassen. Dem Entwürfe zufolgt sollen die Bestimmungen der Art. 1 bis 3 des Gesetzes vom 30. Juni 1827 dahin abgeändert werden, daß an die Stelle der darin genannten maßgebenden Personalsteuercapitalien vom 1. Januar 1872 an die Einkommensteuercapitalien treten, jedoch bei Gemeindeumlagen nur bis zur Hälfte ihres jeweiligen Betrags. Wohnt ein Einkommensteuerpflichtiger abwechselnd in verschiedenen Orten des Grvß- herzogthums, so wird er mit seinem ganzen in Betracht kommenden Einkommen- steuercopital an seinem Hauptwohnort zugezogen. Berlin, 18. Jan. Bekanntlich hatte der König in seiner Antwort auf die bekannte Eingabe der preußischen Bischöfe vom 7. September v. I. eine eingehende Würdigung der von den Bischöfen erhobenen Vorwürfe seitens der Regierung versprochen. Die „Prov.-Corr." veröffentlicht nun einen vom 25. November v. I datirten Erlaß des CultuSminifieriumS an den Erzbischof von Köln, welchen man wohl als das Resultat der im Schooße der Regierung bezüglich dieser Angelegenheit stattgehabten Erwägungen onsehen kann. Derselbe lautet: Rach dem Bescheide, welchen des Kaisers Majestät am 18. v. M. Ew. erzbischöflichen Gnaden auf die Eingabe vom 7. September d. I. zu ertheilen ge- ruht haben, liegt mir ob, die von Ihnen gegen die StactSregierung erhobenen Vorwürfe noch näher zu würdigen. Es ist bereits in jenem allerhöchsten Bescheide hervorgegangen, daß die Vorstellung vom 7. September kein Gesetz anführt, welches bei den angegriffenen Verfügungen der Staatsregierung unbeachtet geblieben wäre. Ebensowenig aber enthält die Vorstellung den Beweis, daß diejenigen Ge- setze, auf welche die erwähnten Verfügungen sich gründen, unrichtig angcwendet seien. Erweisen sich hiernach die in der Eingabe vom 7. September d. I. erhobenen Angriffe als grundlos, und wird die Behauptung, daß bei der Definition des Dogmas von der Unfehlbarkeit des Papstes jede Beziehung auf das staatliche Gebiet vollständig ausgeschlossen sei, durch die Thatsache widerlegt, daß die entstandenen Conflicte sich sämmtlich auf staatlichem Gebiete entwickelt haben, so bleibt mir nur übrig, einige Bemerkungen hinzuzusügen über den Inhalt der Denkschrift, mit welcher Ew. erzbischöfliche Gnaden die Vorstellung vom 7. September begleitet haben. Dieselbe geht von der Unfehlbarkeit des kirchlichen Lehramts aus und bezeichnet als die Träger dieses unfehlbaren Lehramts nach uralter katholischer Glaubenslehre die Nachfolger der Apostel, den mit dem Papste verbundenen Episkopat, welcher jene Lehrgewalt auf dem ordentlichen Wege der fortwährenden Verkündigung des Glaubens, zuweilen auch auf dem außerordentlichen der Entscheidung durch conciliarischcn Beschluß ausübe. Sie führt weiter aus, daß die Entscheidungen allgemeiner Kirchen-Versammlungen den Katholiken keine neuen Glaubens lehren, sondern nur eine endgiltige Feststellung bestrittener oder verdunkelter Glaubens Wahrheiten bringen, daß es in diesem Sinne auch eine Entwicklung des Glaubens in der katholischen Kirche gebe, und daß eine solche Entscheidung am 18. Juli 1870 erfolgt sei, welcher sich zu unterwerfen jeder Katholik verpflichtet sei, wenn anders er Katholik bleiben wolle. Die Richtigkeit dieser Ausführung nach ihrer dogmatischen Seite zu prüfen, liegt außerhalb meines Berufs. Aber über ihre logische Begründung darf ich urtheilen. Und von diesem Standpunkt aus muß ich darauf Hinweisen, daß sie einen logischen Widerspruch enthält. Denn wenn einerseits, wie Ew. erzbischöfliche Gnaden sagen, nach uralter katholischer Lehre der mit dem Papste verbundene EpiScopat (die Gesammtheit der Bischöfe) der Träger des unfehlbaren Lehramtes ist, andererseits die am 18. Juli 1870 verkündete Constitution die Kathedraldefinitionen (die feierlichen Erklärungen) des Papstes als ex sese, non au lern ex consensu ecclesiae irreformabiles (an sich selbst und nicht erst durch Zustimmung der Kirche unfehlbar) erklärt, so folgt mit logischer Nothwendigkeit, daß die Constitution vom 18. Juli 1870 die Person des Trägers des kirchlichen Lehramtes geändert, mithin eine neue Lehrentscheivung getroffen hat, welche mit der von Ew. erzbischöflichen Gnaden und den übrigen Unterzeichnern der Eingabe vom 7. September bezeugten uralten katholischen Glaubenslehre in Widerspruch steht. Es ist demnach nicht, wie die Denkschrisi sich ausdrückt, ein Spiel mit Worten, sondern eine nicht abzulehnende Folgerung aus den eigenen Erklärungen der berufenen Organe der katholischen Kirche, wenn behauptet wird, ein Katholik, welcher vor dem 18. Juli 1870 die an diesem Tage entschiedene Glaubenslehre nicht geglaubt habe, sei, wenn er auch nach diesem Tage dieselbe nicht glaube, noch Katholik, da er dasselbe glaube, was vor diesem Tage hinreichte, um katholisch zu sein. Was die Denkschrift von der Pflicht des einzelnen Katholiken sagt, mit der Lehre seiner Kirche in Uebereinstimmung zu bltiben, hat eine Berechtigung nur in soweit, als die Lehre der Kirche unverändert bleibt. Tritt hierin eine Aenderung ein, wie es durch die Constitution vom 18. Juli 1870 geschehen ist, so ist der Staat weder verpflichtet, noch auch nur be- rkchtigt, die Anhänger der alten Llhre in ihrem Verhältniß zum Staat als Ab- tn'innige zu behandeln. Sie sind ihres Anspruchs auf den Schutz des Staats nicht dadurch verlustig geworden, daß die Kirche den Inhalt ihrer Lehre verändert hat, und dieser Schrtz wird ihnen nach wie vor gewährt werden. Ew. erzbischöflichen Gnaden stelle ich ganz ergebens! anheim, die vorstehenden Bemerkungen gefälligst zur Kenntniß der Mitunterzeichner der Vorstellung vom 7. September d. I. gelangen zu lassen, v. Mühler." Berlin, 19. Januar. Die beabsichtigte Erpedition nach dem atlantischen Orkan muß als aufgegeben betrachtet werden. Wie der „Kieler Corr." unterm 17. d. M. aus Kiel meldet, Hot die kaiserliche Admiralität den Befehl zur Außer- virnfistellung der sämmtlichen zum Geschwader gehörigen Schiffe gegeben; auch ist die Uebersührung des Avisv's „Albatroß" von Danzig nach Kiel sistirt und an- geordnet, daß dieser Aviso in Danzig überwintern soll. Berlin, 19. Januar. Die Umwandlung der bayerischen HeereSeinrichtungen nach den hierfür übernommenen deutschen Gesetzen und Bestimmungen scheint neuerdings einen rascheren Fluß annehmen zu wollen. Es sind in Bayern außer dcr Einführung des bayerischen MilitäretatS in das gefammte Militärbudget des deutschen Reiches bereits das deutsche Kriegsdienstgesetz inclus. der militärischen Freizügi'gkeitsbestiwmungen, und die sämmtlichen deutschen Dienst- und BetriebS- reglements, soweit dieselben nicht früher schon von der bayerischen Armee acceptirt worden waren, angenommen und eingeführt worden. Demnächst soll dies auch mit den sämmtlichen Gesetzen, Verordnungen und Bestimmungen geschehen, welche auf die Mobilmachungsverhältnisse und die Kriegsleistungen der Gemeinden Bezug haben. Ebenso ist auch bereits die bisherige bayerische Ersatzinstruction nach den deutschen Bestimmungen hierüber umgewandelt worden. Der einzige von Bayern ausrecht crhsltene Unterschied zwischen den bayerischen und deutschen Armeeeinrichtungen scheint sich so auf die verschiedene Uniformirung der beiderseitigen Truppen und auf die theilweise verschiedene Truppenformation beschränken zu sollen. In Bezug auf die Formation stellen sich namentlich von den deutschen HeereSeinrich- tuugen abweichend, der beibehaltene Stand von 10 Jägerbataillonen und die Formation der Artillerie in 4 Regimenter a 8 Feldbotterien und 6 Festungsartillerie- und FuhrwesenScompagnien. Das Gleiche gilt auch von den Pionieren, welche in der bayerischen Armee ein Genieregiment zu 2 Bataillonen ä 3 Compagnien und 4 FestungS-Geniecompagnien bilden. Ueber die Erhöhung des Friedensstandes der bayerischen Armee von bisher 34,662 auf 48,244 Mann, welche sich durch den für die Friedensstärke des gesummten deutschen Heeres bestimmten Procentsatz von 1 Procent der Bevölkerung bedingt findet, ist eine Veröffentlichung der betreffenden Bestimmungen noch nicht erfolgt. Wohl ist dies hingegen für die deutsche Armee bereits geschehen, und bleibt zu erwarten, daß Bayern auch hierin im Anschluß an Deutschland diese Erhöhung nicht durch die Errichtung neuer Truppentheile, sondern durch die Mehreinstellung von Rekruten in die schon vorhandenen Truppenkörper zu bewirken suchen werde. Stuttgart, 19. Jan. Gestern telegraphiere der König von Württemberg an den Karzer: „An dem heutigen ersten Jahrestage der Verkündigung der Kaiserwürde sende ich Dir meinen herzlichsten Glückwunsch. Ich bitte Gott, daß er auch ferner unser deutsches Reich segnen möge." Der Kaiser dankte auf telegraphischem Wege und fügte hinzu: „Du hast zur Herbeiführung dieses großen Ereignisses persönlich und durch Deine tapferen Truppen so hervorragenden An- theil genommen, daß Dir der Dank des geeinten Vaterlandes wohlthun muß." Bremen. Die Bremer haben in jüngster Zeit ein gutes Ende ihres reichsstädtischen Zopfes abgeschnttten. Der Senat hat seine Geschäftsordnung verbessert und die naturgemäße Initiative wieder ergriffen, die er sich neuerdings hatte aus brr Hand entschlüpfen lassen. Auch mit der mündlichen Verhandlung zwischen Senat und Bürgerschaft, die sich in Lübeck und Hamburg bewährt hat, soll es jetzt versucht werden. Wir entnehmen diese Angaben einem Artikel „Im neuen Reich", in dem es heißt: „Die zurückhaltenden älteren Elemente des Senates sterben theils aus, theils ziehen sie sich freiwillig in einen wohlverdienten Ruhestand zurück, theils endlich verlieren sie das Uebergcwicht, welches sie früher de- saßen. Ein Mann von Otto Gildemeister's eminenter politischer Urtheilskraft und Fähigkeit präiidirender Bürgermeister für 1872, jüngster Senator aber (wenigstens dis zu der Wahl eines noch jüngeren am 9. Januar) der mit dem Eisernen Kreuze vom Kriege heimgekehrte eifrige und energische Albert Gröning — das ist eine Gutes verkündende Konstellation, zumal noch mancher andere tüchtige Mann zwischen ihnen mitteninne sitzt." Zwischen Senat und Bürgerschaft herrscht in Bremen übrigens ein besseres Einverständniß als in Hamburg. Der Präsident der Hamburger Bürgerschaft, ObergerichtSrath Dr. Baumeister, hat das Geschäftsjahr 1871 mit einer das Verhalten des Senats zur Bürgerschaft und namentlich Vie Verzögerung seiner Bescheide scharf kritisirenden Rede geschloffen, — der Präsident der Bremer Bürgerschaft dagegen, Notar Dr. Meinertzhagen, das Geschäftsjahr 1872 begonnen, indem er das gute Verhältniß zum Senate pries und diesem dafür Anerkennung ausdrückte. — (Mit der Abschneidung eines althergebrachten Zopfes wäre auch noch in mancher anderen Stadt als Bremen der Bürgerschaft gedient. Anm. d. Red.) Oesterreich. Agram, 19. Jan. In der heutigen Sitzung des Landtags verlas der Bonus ein kaiserliches Rescript, worin betont wird, daß im Hinblick auf die iw September beschlossene Manifestation der LandtagSmitglieder und die darin negirte Legalität des Ausglcichgefetzes von diesem Landtage kein gedeihliches Wirken zu erhoffen ist, weshalb der Landtag für aufgelöst erklärt wird. Frankreich. Paris, 16. Jan. Sechstes Kriegsgericht von Versailles. Proceß der Mörder der Geißeln von La Roquette. Sitzung vom 15. Januar. Das Zeugenverhör wird fortgesetzt. Lamotte, Gefangenwärter von La Roquette, hat der Plünderung der Zellen der Ermordeten beigewohnt. Man nahm eine Anzahl von Uhren, Portemonnaies und anderen Werthgegenstäaden; ein Föderirter riß sogar die Schnallen von den Schuhen des Erzbischofs los, indem er, da ihm dies Schwierig, keilen machte, ausrief: „Hund von einem Pfaffen, willst du mich auch nach dem Tode noch ärgern!" Plnet, ein Unterbrigadier der Polizeipräfectur, erzählt folgen« den grotesken Auftritt: An dem Tage, da die Guillotine am Boulevard Prince« Eugene öffentlich verbrannt wurde, ging der Direktor Francois in die Zelle Pas« quiers, eines zum Tobe verurtheilten gemeinen Mörders, und zeigte ihm dies frohe Ereigniß an. „Nicht möglich!" rief PaSquier aus, nahm Franyois beim Arm und nun tanzten die Beiden in der Zelle, in welcher Tropmann seine letzten Tage verbracht hatte, eine Ronde. Francois: Ich habe niemals mit einem dieser Herren (sic) getanzt. Costat, ein in La Roquette verhaftet gewesener Ingenieur, sah der Hinrichtung von seiner Zelle zu. „Ranvier", sagt er, „das flüchtige Mitglied der Commune, begleitete den Zug und insultirte den Erzbischof; Francois gab nach der Execution Befehl, die Effecten der Füsilirten zu verbrennen: Werft nur, sagte er, diese Lumpen ins Feuer! RegierungS-Commissär (zum Zeugen): Haben Sie auch Ferr6 in La Roquette gesehen? Zeuge: Ja wohl, am Tage der Exekution selbst. Er besprach sich leise mit FranyoiS und sagte dann: Gehen mir frühstücken! Es nahmen viele Personen an diesem Dejeuner Theil. Einige sog. Entlastungszeugen bringen nichts Erhebliches bei. Versailles, 20. Jan., Nachmittag 4 Uhr. In der Nationalversammlung gelangte eine Botschaft ThierS' zur Verlesung, worin derselbe anzeigte, daß er seine Demission als Präsident der Republik gleichzeitig mit der Demission der Minister gebe. Der Deputirte Batbie führte hierauf im Namen der Rechten und des rechten Centrums aus, baß das gestrige Votum kein Mißtrauensvotum gewesen sei, und beantragte, baß bie Versammlung in ihren Bureaux zusammentrete, um eine Commission zu ernennen, welche eine Versöhnung versuchen unb darauf hinwirken sollte, daß Thiers seine Demission zurücknehme. Falls die Commission in diesem Bestreben scheitere, solle dieselbe sich mit der Frage beschäftigen, welche Maßregeln weiter zu ergreifen seien. Es herrscht eine große Aufregung in der Versammlung. Die Linke unb das linke Centrum scheinen zu wollen, daß in öffentlicher Sitzung ein Beschluß gefaßt werde. Versailles, 20. Jan., 5^ Uhr Nachm. Die Nationalversammlung spricht sich einstimmig, mit Ausnahme von sechs Mitgliedern der Rechten, für die neue von Batbie vorgeschlagene Tagesordnung aus, dahingehend, daß der gestrige Beschluß in keiner Weise ein Mißtrauensvotum gegen ThierS bedeute unv bie Versammlung sich an den Patriotismus desselben wende, indem sie die Annahme seiner Demission verweigere. Eine Deputation begibt sich hieraus zu ThierS, um ihm diesen Beschluß der Versammlung zur Kenntniß zu bringen. Die Sitzung wird indessen aufgehoben. Versailles, 20. Jan. Der gestern Abend zusammengetretene Ministerraih hat ThierS seine Demission übergeben. Letzterer besteht ebenfalls darauf, sich zurückzuziehen. Alle parlamentarischen Vereinigungen haben bereits gestern Abend Abgeordnete an den Präsidenten geschickt, um ihn zu bestimmen, von dem Rücktritte abzusehen. Die Delegirten des rechten Centrums hoben hervor, daß der Zwiespalt keineswegs politischer, sondern lediglich ökonomisch - finanzieller Natur sei. Man hofft, daß diese Schritte von dem gewünschten Erfolg begleitet sein werden. Versailles, 20. Jan., 7% Uhr. Nationalversammlung. Benoist d'Azv theilt mit, ThierS habe der Deputation geantwortet, er willige ein, im Dienste der Nationalversammlung und des Vaterlandes zu bleiben. Ueber bie Demission der Minister habe er Nichts geäußert. England. London, 19. Jan. Anläßlich des gestern in Berlin stattgcfundenen Capffkls des schwarzen Adlerorven unb bes sich daran reihenden Orbensfefies bespricht „Daily Telegraph" die Verhältnisse des deutschen Reiches in anerkennendster Weise und sieht in der Verleihung des schwarzen AvlerordenS an den Prinzen Arthur eine neue Bürgschaft für die vielversprechende Einigung zwischen Deutschland und England. Handelsberichte. Darmstädter Bank für Handel und Industrie. An Stelle deS verstorbenen Baron Moritz v. Haber ist der älteste (5bef deS HauseS Grunelius u. Comp. in Frankfurt, Herr GeorgeSv. Heyder, in die Verwaltung eingetreten. Wir können dem Institute nur Glück wünschen, daß sich ihm hierdurch «ine ia allen Kreisen hochangesehene und beliebte Persönlichkeit, und damit eine der ältesten und b deutendsten Bankfirmen angeschlossen hat. Darmstädter Zettelbank. Der AufsichtSralh der Bank für Süddeutschland bat in seiner letzten Sitzung vom 15. d. M. beschlossen, mit der Organisation der Bankagenturen in Offenbach unb Gießen, nachdem alle Personenfragen erledigt sind, in allernächster Zeit voranzugehen. Die Vertretung der Bank in Mainz und Worms wird dort bereits bestehenden Bankhäusern übertragen werden. Die deSfallsigen vfficiellen Verkündigungen der Bank werden binnen Kurzem erfolgen. Die neuen Postmarken. Das Generalpostamt macht Folgendes bekannt: Mit Bezug auf die wiederholt veröffentlichten früheren Bekanntmachungen, macht das Generalpostamt bei d-n vorliegenden Erfahrungen nochmals darauf aufmerksam, daß bie Enbe 1871 außer Geltung gekommenen nordbeutschen Freimarken, FraneocouvertS unb gestempelten Streifbänder nur bis einschließlich 15. Februar b. I. bei ben deutschen Reichspostanstalten gegen neue Postwertzeichen umgetauscht werden. Vom 16. Februar d. I. ab werden die früheren norddeutschen Freimarken u. s. w. zum Umtausch nicht mehr angenommen und verlieren ihren Werth. Berlin, den 15. Januar 1872. Die ersten deutschen Goldmünzen. Die von der Berliner Münze ausgeprägten ersten de utschen Zwanzigmarkstücke circuliren gegenwärtig schon in größeren Mengen und haben sich in der That ihrer Leichtigkeit und Handlichkeit wegen schnell genug eine gewisse Beliebtheit erworben. Leider aber ist bie äußere Ausstattung bieser Münzen bem „B. B.-Conrier" zufolge eine berartige, baß Preußen alle Ursache hat, sich ob solcher Leistung seiner Berliner Münze vor ganz Deutschland zu schämen. W r sehen davon ab, daß die neuen Münzen sich nicht rühmen dürfen, ein wohlgetroffeues Bildniß des deutschen Kaisers zu bringen, denn die Kürze der der Münze gelassenen Zeit mag Vieles entschuldigen, obgleich auch schon hier die Behandlung deS Kopf- und BarthaareS über das entschuldbare Maß hinauSzugehen scheint. Aber wirklich bewun- dernSwerth ist der Rand der neuen Münzen! So ungefähr denken wir uns das Aussehen einer Goldmünze, die ein Grobschmted abgefeilt. Die beiden letzten Buchstaben deS Satzes „Gott mit uns" sind nicht zu lesen. Außer Cours gefetztes Papiergeld. Anhalt-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 25 von 1850, 1852, 1856 und 1859. Anhalt Kvthen'sche Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. Juni 1848. Anhalt-Köthen-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1 unb 5 vom 2. März 1848. Anhalt-Köthen Bernburger Gisenbahnscheine ä Thlr. 1, 5 unb 25. Anhalt-Dessauer Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. August 1849 und ä Thlr. 10 vom 1. October 1855. Anhalt-Dessauer LanbeSbanknoten ä Thlr. 1 unb 5 vom 2. Januar 1847. Bautzener slausitzer lanbstänbischej Banknoten ä Thlr. 5 von 1850. Bayerische Hypotheken- unb Wechselbanknoten ä st. 10 von 1859, 1850. Braunschweigische Bank- unb Darlehensbankscheine ä Thlr. 1, 5 und 20 von 1842. Braunschweigische Banknoten ä Thlr. 10 Golb vom 1. Juni 1856. Breslauer städtisch.- Banknoten ä Thlr. 1, 5, 25 und 50 vom 10. Juni 1848. Dänische 5-Neichsbankrhalerzettel älterer Emission von 1835, unb auf einer Seite blau bebruckt. Gothaische Kaffe.scheine ä Thlr. 1 unb 5 vom 30. September 1848. Holsteinische Kassenanweisungen von 1854. Kurhessische Leih- unb Commerzbanknoten. Leipziger Banknoten, alle vor bem 2. November 1851 erschienenen. Oesterreichische Banknoten, auf Cor.venkionSmünze lautend unb bie in Österreich. Währ, ä st. 10 vom 1. Januar 1858, rr fl. 100 vom 1. März 1858. Polnische Bankscheine grüne ä 1 Rubel, weiße unb rothe ä 3 Silberrubel. Posener Provinzialbanknoten vom 1. December 1857. Potsdamer Stabtscheine ä Thlr. 1 vom 8. September 1819. Reuß ältere Linie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 15. Mai 1858. Reuß jüngere Linie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 2). März 1849. Rostocker Banknoten vom 1. Juli 1850. Sachsen-Weimar-Kaffenanweisungen ä Thlr. 1 unb 5 von 1847. Schleswig-Holsteinische Kassenscheine ä Thlr. 1 [2’/2 M j vom 31. Juli 1848. Schwarzburg-Rubolstäbter Kassenscheine ä Thlr. 1 unb 5 von 1848. Schwarzburg-SonberShausener Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 unb 10 vom 11. März 1854, vom 20. December 1856 unb vom 25. October 1859. Württembergische 2-, 10- unb 35 Guldenscheine von 1849 und 1850. Vorläufig noch eingelöst werden an ben betreffenden Hauptkassen: Bautzener landständische Banknoten ä Thlr. 5 ohne Datum, ä Thlr. 10 von 1861. Chemnitzer Stabtscheine ä Thlr. 1 von 1848 unb ohne Datum. Großherzoglich Hessische Grunbrentenscheine ä fl. 1, 5, 10, 35 unb 70. Kurhesfische Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 unb 20. Magbeburger Privatbanknoten ä Thlr. 10, 20. 50 unb 100 vom 30. Juni 1856. Nassauer LanbeSbanknoten unb LanbeScreditkaffenscheine. Oesterreichische Banknoten in österreichischer Währung ä fl. 1 vom 1. Januar 1858 unb s fl. 5 vom 1. Mai 1859. Preußische Banknoten ä Thlr. 25 unb 50 von 1846. Preußische Kassenanweisungen ä Thlr. 1 unb 5 vom 2. Januar 1835 unb Preußische DarlehenS- kaffenscheine ä Thlr. 1 unb 5 vom 15. April 1848. Sächsische [fönigl.J Kaffenbillets von 1840, 1843, 1846, 1848 unb 1855. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 20. Januar. Die heutige Börse ei öffnete trotz guter Wiener Notlrun- gen etwas matter, da bie Nachricht, daß Thieis in Paris seine Entlassung nehmen wolle, eine gewisse Verstimmung bervorrief, bie etwas auf die Couise brückte. Es kam zwar einiges Leben in ben Markt, als Berlin vortreffliche Coursnotizen schickte, jeboch hielt baffelbe nicht bis zum Schluffe staub. Das war besonders bei Natwnalbankactien bemerkbar, welche mit 903 eröffneten unb mit 901 schlossen. Am besten hielt sich Staatsbahn, deren Beliebtheit den Cours von 4191/2 zu behaupten vermochte, während Creditactien. für welche auch viel Jnclination herrschte, nach 3561/2, 3551/2 blieben. Lombarden konnten heute ihren seit mehreren Tagen innegehaltenen Stand von 217 nicht behaupten unb mußten auf 2163/4 zurückweichen, wofür sie angeboten würben. Silberrente gleichfalls niebriger, 633/4, woran speciell auswärtige Realisationen schulb sind. Relativ starker Umsatz war toi eher in Loosen unb in specie in österreichischen Staatsloosen, von denen 1860er unb 1854. sowie 1858er Creditloose gefragt waren, sodann Raab-Grazer. Auch die neuen Meininger Prämienpfanbbriefe gingen lebhaft zu 98yp, also circa 1 Proc. über Emis- sionScourS um. Banken stille; nur in Darmstäbtern großes Geschäft, bei bis zu 486 steigenben (Sourfen, auf die Nachricht, daß bie Bank junge Actien emittiren wolle; Oesterreich.-deutsche begehrt bei 116%, Provinzial-DiSconto dagegen bei 138*/2 auqeboten. Von Bahnartien sind Köln-Mindener Lit. B. Oberhessen, Alföld und Galizier als beliebt zu nennen, von Prioritäten Nordwestprioritäten. In Anlagewerthen wenig Geschäft, wie denn überhaupt heute als an einem Samstag der Verkehr minder belangreich war. Doch fanden in amerikanischen Werthen nicht unbedeutende Umsätze statt, wie sich denn diese Kategorie deS Courszettels neuerdmgS wieder größerer Beliebtheit erfreut. Am 22. b. M. kommen auch wieder 250,000 Dollars 6procenl. erste Mortgage Bonds der Central-Pacific-Eifenbahn in (Salifomien zur Snbscriprion, der Rest der im Jahre 1869 coutrahirten Anleihe dieser Bahn. Der Emissionspreis von 85Procent läßt gegenüber dem TageScourS der Central-Pacisir-BondS eine Marge von mehreren Procenten. Lerington die von der Miffouribahn garantirt find unb bisher ungerechtfertigter Weise vernachlässigt waren, traten heute in mehrfachen Verkehr zu fisten (Sourfen. 322) Die deutsche Hypothekenbank in Meiningen bringt am 22. und 23. d. Mts. die zweite Hälfte ihrer 4procenttgen Prämien-Pfandbriefe im Betrag von 5 Millionen Th al er zum Emissionspreis von 79'/rpCt. auf den Markt. Da durch das Reichsgesetz über die Prämien-Auleihen dem deutschen Markt nur noch selten die Gelegenheit geboten, sich an einer ©ubfcriptinn auf Papiere mit Prämien zu betheiligen, so wird voraussichtlich der Andrang von Speculation und Capital zu dieser Subscription ein bedeutender sein, besonders weil die Pfandbriefe der deutschen Hypothekenbank eine unantastbare Sicherheit bieten, da jedem derselben eine vollkommene sichere hypothekarische Activ-Forderung gegenüber steht und bie Ausgabe unter Regierungseontrolle erfoglt. Ziehungen finden im Ganzen 56 statt und zwar die Sericnziehung am 1. December eines jeden Jahres, die Gewinnziehungen an dem darauf folgenden 2. Januar und die Auszahlung der Treffer an dem darauf folgenden 1. Februar. Die Haupttreffer betragen 100,000, 80,000, 85,000, 80,000, rc. Thaler. k. 8. 831/a Oberhessen 3. — 4% Haasenstein k Vogler. 152 1864r ’ * Thlr. 10 60m ❖ F e i l g e b o t e n e s i 1812. ich. Wahr, s ß. 10 werden, als: R-Meter R.-Meter 18. Wellen t. May 1854, Boa Wellen 10,32 Loeflund’s 1861. 215 38 Buchen- im Ort bei dem Loeflund’s 25 1856. Loeflmid’s ar 1858 unb ä st. 5 Loeflund’s vreußischt DarlehenS- 238) 40 Farbwaaren - Handlung Condensirte Milch. von Emil Fisehbach in Würfelzucker Reisstärke 8 ■' die die 74 600 400 2900 40 41 3 Braunschweiger 21 Stadt Florenz 83 9 5 18 44,05 1585 180 238 Giessen (Seltersweg) Bienenhonig, Zuckersyrnp. Tafelmandeln, Tafclrosinen, Jtal. Haselnüsse 66 13 10 6 1000 250 1065 4 6 Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto Reheck, steigert 25% 4 10 12V- 14 65 13 3% empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Blockchocolade pr. Pfund 28 fr. Reinscbmeckendes Schweineschmalz pr. Pfund 28 fr. Buchen-Scheidholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Prügelholz Eichen- „ Nadel- Buchen-Stockholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Reisholz, Eichen- „ 18. Ente blau bedruckt. >6 unb 1859. 8. Buchen-Prügelholz, Eichen- „ Buchen-Stockholz, Eichen- „ Buchen-Reisholz, 1047/8 118 921/4 921/4 101Z/4 Aetien. Frankf. Bank 1371/2 Frankf. Vereins-Kasse 130 Dannst. Bankact. 484 Wien Bankactien 904 Galizien 268 Oest. Creditaot. 356% Wechsel. Amsterdam k. 8. 99% Prioritäten. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 601/9 3°/0 öst. s. Lombard 84% 30/0 Livorneser 39% 5°/0 Toscaner 621/4 5% Elisabeth.-Prior. 83 do. II. Emiss. 82% Anleheusioose. Kurh. 40 Thlr. Loose 68% Nassau 25 fL 44y2 40/0 bayr. Präm.-AnL 1161/2 Ansbacher 7 fl. 11% 40/0 badische Loose 115 Badische fl. 35 Loose 701/4 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 38 Oestr. fl. 250 v. 1854 84% 1858r Prioritätsloose 1921/2 1860r Loose 941/2 Thee, Vanille, Chocolade, Sardellen und Gothaer Cervelatwurst. Jtal. Brüncllen, getrocknete Kirschen, Aepfelspalten, ganze Aepfel, Mirabellen, Catharina Pflaumen und türk. Zwetschen. „ Eichen- „ Nadel- Eichen-Stangen, Nadel- 321) Sämmtliche vorjährige Damenkleiderstoffe, Unterrockzeuge, verschiedene Parthien Creas-, Bielefelder Hausmacherlemen, weißleinene Taschentücher, weiße Molls, Gardinenstoffe, Tischdecken, Tuch und Burkins rc. erlasse, um zu räumen, bedeutend unterm Preise und wird hierdurch meinen Abnehmern Gelegenheit geboten, ihren Bedarf billig einzukaufen. Moritz Heichelheim, Seltersweg C. 185. Lager in äd)t italienischen und deutschen Leigwaaren, als: Maccaroni, Vermicellis, Suppenteige, Eiergemüse- und Eiersuppennudeln. Der Anfang ist zur bestimmten Stunde im District selbst bei Nr. 1. Groß-Buseck, am 20. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Groß-Buseck. Wagner. Parmesan- und Emmenthaler Hase. stattet. Annerod, am 15. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt. zuerst ausgeboten. Alt-Buseck, am 16. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Alt-Buseck Wagenbach. Aetien. 5% östr. F. St. E. B. 419% Lombard. Bahn 217% Ludwigsh.-Bexbaoh 199 Max bahn 147 Bayer. Ostbahn 149% Rhein-Nahebahn-Act. 41% Hess. Ludwigsb.-Act. 187 Toilette-, Bade-, Fenster- und Pferdeschwämme. Holzversteigerung im Alt-Busecker Gemeindewalde. 288) In dem hiesigen Gemeindewalde, Districten Struih und Kalterbuchwald, soll nachoerzeichnetes Holz versteigert werden, und zwar: Donnerstag den 23. Januar d. I., von Vormittags 9 Uhr an, im Kuhtriebswald: Jagdverpachlung zu Staufenberg. 318) Dienstag den 20. Februar l. I-, Vormittags 11 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die am 6. Februar b. I. leihfällig werdende hiesige Gemeindejagd auf weitere 6 Jahre öffentlich verpachtet werden- Die Bedingungen werden in dem Versteigerungs-Termin befannt gemacht. Staufenberg, den 16. Januar 1872. Grobherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. Vogel. k. 8. 99% k. 8. 105 k. 8. 953/4 k. 8. 93 k. 8. 87% Versteigerungen. Holzversteiaerung im Steinbacher Gemeindewalde. Specerei-, Material- und 750 Fichten-Bohnenstangen, 16 Schichten Kiefern - Nutzholz von 3,5 und 3 Meter Länge. Der Anfang ist um die bestimmte Stunde am Vicinalweg von Garbenteich nach Lich. Das Werfholz fommt Mittags 12 Uhr Versteigerung, Steinbach, am 19. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach. Horn. Meter, von 15 bis 34 Zentimeter Durchmesser und 17 Meter Länge, Eichen-Stämme mit 11,07 Zubik- Meter, von 15 bis 34 Zentimeter Durchmesser und 13 Meter Länge, Nadelstangen mit 5 Zubif - Meter, v Eichenstangen mit 0,29 Zubif-Meter. Die ^ufammenfunft ist an der Grünberger Straße am Einschnitt nach Annerod. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. September 1872 ge- 316) Freitag den 26. Januar 1872, von Morgens 9 Uhr an, soll im Steinbacher Gemeidewalde, District ~ " nachoerzeichnetes Holz öffentlich ver- Zubif-Meter, Nadel-Stämme bis zu 43 Zentimeter Durchmesser und 17,6 Meter Länge, 127,92 Zubif-Meter enthaltend, Eichen-Stangen mit 2,80 Zubif-Meter, 963 Nadel- „ „ 4,68 ,, Geldsorten. fl. kr. Pr.Friedrdor 9 57%—58% Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankenst. 9 18—19 Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 24—25 k. k. k. k. 8. 8. 8. 8. 8. Champignons, TriitFeln. Sardine» a l’hnile, russ. 'Sardinen, Caviar und Mixed-Pickles. Die Zusarnmenfunst ist ersten Schulhaus und wird das Werfholz Das illustrirte humoristisch-satyrische Wochenblatt ^Berliner Wespen“ ist unoerfennbar eins der beliebtesten und qelesensten Blätter Deutschlands „ „ ,, Stockholz, „ „ Nadel-Prügelholz, „ „ „ Stockholz, Wellen Nadel-Reisholz, „ Eichen- „ Nadel-Stämme mit 112,08 Eubif- 4873) Die Dienstag den 23. Januar, von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Gemeindewalde, District Köpfet, nachverzeichnetes Holz öffent lich versteigert werden, als: Raum-Meter Eichen-Prügelholz, unb “iSl annt.. Mit m '•Mufti b «warfen ’ ben unb haben “ 8et,i"Mun9 bei bemun, ß8 Heben einet W «Gott mit Holzversteigerung im Anneröder Gemeinvewalde. Versteigerung von Eichenrinde im Kreise Wetzlar. 317) Arn Mittwoch, den 6. März er., Vormittags 10 Uhr, sollen im Schützengarten zu Wetzlar aus den diesjährigen Lobschlagen, und g- 1) aus bem Stoppdberg bet König!. Oberförst-r-i Krofdorf PP. 660 Gentner, 2) „ den Gemeindewaldungen......PP- " 3) „ „ Fürstlich S-lms'fchen Waldungen - • — SplC8e^»Ä ÄÄÄ die betreffenden Herren Oberförster stad bereit. Kauflustigen über die Loh - Quantitäten der e.nzelnen Gemeinden refp. der einzelnen Schläge, die erforderliche Auskunft zu geben- den 20. Januar 1872. . Der Königliche Landrath; ^er Koniglrche O erforster. (gez) von Helldorf. uu“ —ultd 23-1 ;J. g&td Loeflund's mediclnische Mal)-Exlracte aus bayrischem Prima-Gerstenmalz bereitet und sämmtliche wirfsarnen Bestand- theile desselben enthaltend, sind in befannter vorzüglicher Qualität und Reinheit in allen Avothefen vorräthig und ist dabei wegen vielfacher Nachahmung auf die Firma: „Ed. Loeflund in Stuttgart“ ganz besonders zu achten. - concentrirtes Malz - Extract, (das ächte Liebig'sche) ist das wirksamste Linderungsmittel bei Husten, Heiserfeit, Eatarrh, Athmungsbeschwerden, Brustleiden. Preis der Flasche 35 fr. Malz-Extract mit Eisen, gegen Bleichsucht und Blutarmuth, bei Schwächezuständen der Frauen ein vorzügliches Kräftigungsmittel, sehr leichtverdaulich und wohlschmeckend. Preis d. Flasche 42 fr. Malz - Extract - Bonbons sind die neuesten, angenehmsten und wirfsamsten Husten-Bonbons. In Packeten zu 9 fr Kindernahrung, zur Schnellbereitung der Liebig'schen Suppe für Säuglinge. Preis der Flasche 35 fr. (5007) Vorräthig in Gießen bei Herrn Emil Fischbach. „ Nadel- Eichen - Wagner - Stämme mit I Große ur.d fleine Rosinen, ausges. große Mandeln, Citronat, Orangeat, ganzen und gestoßenen Zimmet, gestoßene Raffinade, Citronen, AniSsaamen, Ammonium utiu Pottasche. | Et-biirt 1855. Haasenstein & Vogler. Gablirt isss. Autorisirte Vertreter aller Blätter. Hamburg. Lübeck Hannover. Cöln. Frankfurt a. M. Stuttgart. München. Nürnberg. Berlin. Holle. Erfurt. Leipzig. Dresden. Chemnitz. Breslau. Prag. Wien. Metz. Basel. St. Gallen Zürich. Luzern- Chur Bern. Lausanne. Neuschatel. Genf. B Batavia-Arrac, Jamalca-Kuni, Cognac, Arrac- und | Punsch-Essenz, Malaga, Madeira, Sherry, Maraschino di Zara, Genever, Gilhaer Gelreidekummel und Ban-- ijj Goldwasser, Schwarzwälder Uirschwasser, >1w Itz unb sämmtliche ächte holländ. Eiqueure von Uynaiultoikhi». Holzversteiqerunst. 319) Donnerstag den 25 d. Mts-, von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem hiesigen Gemeindewalde, District Galgenberg: 8 R.-Meter Nadel-Prügelholz, 8600 Wellen „ Reisholz (Durchforstung) versteigert werden. Die vielen Tausende von Exemplaren coursiren während 8 Tage durch Hände aller intelligenten und vermögenden Leute, namentlich Deutschlands, und Annahme, daß jede Nummer mindestens von 100,000 Personen mit Aufmerksamkeit durchlcsen wird, ist gewiß begründet, liefert zugleich aber auch die durch Erfahrung bereits bestätigte Bürgschaft, daß die „Berliner Wespen" eins der erfolgreichsten und geeignetsten Publikations-Organe, die überhaupt in Deutschland existiren, sind. Der Jnserationspreis betrügt 7% Sgr. p. Nonp.-Spalt-Zeile. Wir empfehlen deshalb angelegentlichst, bei Erlaß von Annoncen, namentlich ; auch die »Berliner Wespen" zu beordern, und sehen gefälliger Zusendung für dieselben, wie für etwaige andere zu benutzende Zeitungen gern entgegen. Die Annoncen-Regie der „Berliner Wespen." ,uffr j ' nMtn wolle, em । jpar ewiges Mn , ntlbt nicht bis jun f , mit 903 eröffnen i n (Sjura von 419 .i I it on benschte, MÄ | aim W a I . sie antziboten wur-1 Dionen H L .a 486 lüue^I , d^hnactien HI Samstag M 1 ,,nJJ unbedeuten" 1 Näßerer Beliebt- ,r,r,q £rfte Mortga^ | i’rf"' im Iah" ß aLqto" Ml -»uv J 1 saren, g .tinachlaM ip .... Börsennachrichten. 20. Januar 1872. Preuss. 4%0/g Oblig. 102% Frankf. 3%% Obi. 88% Nass. 4%% Obi. 99% Kurhess. 4% « 93% Gr. Hess. 5% Obi. 102% , „ 4% n 97% » n 3%% „ 92 Bayer. 5% v 1O°5/8 n 4%% 1jährige 100% „ 4% 1jährige 95% Würtemb. 4.%% Obi. 99% Baden 4%% Obi. c. E. L. 99% Oesterr. Silberrente 633/4 „ Papierrente 55% Amerik. Bonds 1881r 102% _ „ 1882r 96% n 1885r 97% „ n 1887r 98% Spanier, neuest. 3% 32% 5063) Das allein acbte und heilkräftige A. W. Bullrich'sche Universal-Reinisiuugssalz ist in Gießen allein zu baden bei Herrn Julius Wallach. Es wird gebeten, genau auf untenstehende Firma zu achten, um Verwechselungen zu verhüten. Berlin, im November 1871. A. W. Vullrich, vormals F. C. Steg mann, Hoflieferant. 281) Täglich frische Kreppet u. Kuchen bei Friederike Appel, am Oswald'schen Garten. 219) Ein Besitzthum, bestehend aus Wohn- und Nebengebäuden mit circa 1* 2 Morgen Gelände, nahe bei Gießen, welches sich zu jedem Fabrikgeschäft, sowie zu allen land- wirthschastlichen Zwecken eignet, ist billig und unter sehr günstigen Verhältnissen zu verkaufen- Nähere Auskunft hierüber ertheilt I. Rothenberger am Lindenplatz. Inserat. 315) Im letzten Club - Concerte ist ein neuer Hut gegen einen alten vertauscht worden. Ersteren bittet man gefälligst bei Herrn Gerichts-Accessisten Rabenau umzuwechseln. 225) Gesuch eines Pferdeknechts. Lohn 150 fl. Gute Zeugnisse erforderlich. Näheres bei der Exped. d. Blt.ts. 314) Ein braver Gärtnerbursche, der sich zugleich der Hausarbeit unterzieht, wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 320) Ein Hirtenhund ist entlaufen. Gegen Belohnung abzuliefern bei Jakob Schmidt IL, Heuchelheim. 313) Ein williges, in allen häuslichen Arbeiten erfahrenes Dienstmädchen wird auf Ostern zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Ncucs Quartal und Abonnement! (324) Heine. Becker. Anna Becker, geb. Schwan. 1 Todes-A«zeige7 Ä Theilnehmenden Freunden und Bekannten die Trauerkunde, daß » W unser inniqst geliebter unvergeßlicher Sohn, Bruder und Schwager X U den 28. November v. I., 11V2 Morgens, in Cincinati an»! M den Blattern gestorben ist. Für die trauernden Hinterbtiebenen U U die Eltern: I s William Laes liest in der kleinen Aula der Universität Montag den 29. Januar Sbakespeare's „Julius Cäsar" und Mittwoch den 31. Januar „König Lear." Billets für beide Abende ä 1 fl., für einen Abend ä 36 kr. sind in der Expedition des „Gießener Anzeigers" zu haben. Cassenpreis 42 kr. Anfang 7 Uhr. bei E. Pitt Han. -s. Dr. Weichel. 49) In meinem neu erbauten Hause, Wilhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, zweiter Stock und eine Mansarde zu Verbildung. Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Unio.-Buchhhandlung/ E. Heinemann, I. Ricker. — Am Familientische: Kleine Zeitung ber■ Liebhabereien und Kuriositäten. Mit Ab-! Vermiethungen. 98) Ein einzelnes Zimmer zu vermiethen Daheim g miethen. vr. Welche!. Die soeben erschienene Nr-17 O ------------------------------------------Igg enthalt: 215) Möblirtes Zimmer zu vermiethen! =1 m ? bei Aug. Noll. ! DerAchmuller und seinRechts Erzählung bei der Exped. d. Bltts. abzugeben. 302) Ein braves Dienstmädchen vom Lande, für Haus- und Gartenarbeit, wird zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d- Bltts. ------------------------------------------ aus den bairischen Bergen. Von Th. Messerer. I 275) Ein Laden auf dem Kreuz alsbald ! (Fortsetzung) — Gefahr im Verzug. Ein zu vermiethen. Ehr- Scharmann. !Bild vom Hübnerhofe von Schmalzigang. —1 — nnx "~m ' c.—~—'Mirza Schaffy im Liede und in der Wirk- 99) Großer Stall zu vernuetben bei lichkeit Eine literar-historische Skizze von! E. P i t t h a n. fF. Bodenstedt- (Schluß.) - Eine thüringische! ■" .....-------Wochenstube. Originalzeichnung von H- ^Heubner. — Der Sturz des Meisters. Vater- Derml wte xliUClflCll. ländischer Roman von Georg Hiltl. (Fort-! setzung ) — Frauendank für Moltke. Mit, 291) ($> C 111 db t Abbildung : Teppich für Graf Moltke, ge-! — Geschäftslage. — Schriftliche Offerten = Handelsverein. Generalversammlung Montag de» 22. Januar, Abends 8 Uhr,! im Gasthaus zum „Prinz Carl." Tagesordnung: 1) Geschäftsbericht. 2) Rechnungs-Ablage. 3) Bericht über „Den Verein zur Rettung Schiffbrüchiger." 4) Referat über die Thätigkeit des Vorstandes wegen der Lenne-Lahn-Bahn. 5) Antrag: Die Errichtung einer Handelskammer zu Gießen betreffend 6) Vorstandswahl. Der Vorstand. Hülfsverein für erkrankte und verwundete Soldaten im Felde. Generalversammlung Montag den 22. Januar. Abends 8 Uhr, im kleinen Saale des Casv Leib. Tagesordnung: 1) Berichterstattung über die Neubildung des Vereins. 2) Wahl des Vorstandes. Der Vorstand. In Vertretung des Vorsitzenden: (287)__________________________________Georg Noll.______ Süddeutsche Boden -Credit - Bank. Abtheilung Frankfurt a. M. 5522) Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß Herr Hofgerichts- advokat Hirschhorn in Gießen es übernommen hat, an uns gerichtete Anträge auf hypothekarische Darlehen oder Cession von Güterkaufschillingen im Umkreis der Provinz Oberhessen zu instruiren und als unser Consulent dieselben zu begutachten. Die Darlehen werden in baarcm Gclde gegeben, und zwar entweder als kündbare oder unkündbare d. h. durch Annuitäten oder Raten zu tilgende Darlehen. Die geringste jährliche Tilgungsquote beträgt 1/2%- Der Zinsfuß ist nicht unter 5% und bemißt sich gleichwie die Provision nach dem Character des Darlehens. Verwaltungsgebühren werden nicht berechnet. Auf kleinere Darlehen wie 3000 Thaler wird nicht reflectirt. Frankfurt a Nt., den 21. December 1871. Die Direktion. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Durch alle Zeitungen ging in diesen Tagen ein Aufruf, unterzeichnet von einer großen Anzahl Männer aus alleir Theilen Deutschlands, welche die Errichtung eines National-Denkmals zur Erinnerung an die Siege über Frankreich lind die Wiedergeburt des deutschen Reiches auf einem der schönsten und geeignetsten Punkte der User des Rheines anzuregen und zu fördern unternommen haben. — Dieser Aufruf lautet: Weit verbreitet lebt im Deutschen Volke der Wunsch, dem Andenken an die gewaltigen Ereignisse der jüngst vergangenen großen Zeit, bleibende Wahrzeichen zu widmen. Schon steigen sie zahlreich empor in allen deutschen Gauen; Friedenseichen rauschen von Grenzrain zu Grenzrain und manches Denkmal von Stein oder Erz wird der heimathlichen That von heiniathlicher Hand bereitet. Was aber das Deutsche Volk gemeinsam errungen in einmüthiger Erhebung, seine Einigung, die Wiederausrichtung des Deutschen Reichs, das will gemeinsam gefeiert, der nationalen That soll ein Nationaldenkmal geweiht werden. Dasselbe darf mir da seinen Platz finden, wohin sich beim Ausbruch des Krieges des Deutschen Volkes Zorn und seine Begeisterung in unwiderstehlichem Strome ergossen; wo Deutschlands Wacht war, muß Deutschlands Ehrendenkmal sich erheben. Wo am Ausgange des Nheingaues, weite Rebengelände überragend, der Niederwald ansteigt und seine Hügel in sanfter Neigung zum Deutschen Strome sich herabsenken, sichtbar vom vorüberbrauscnden Dampfer aus und dem Schritte des Wanderers leicht erreichbar; — wo des Auges weite Schau über den anmuthigsten Wechsel von Wald und Flur, von gewerbreichen Städten und blühenden Dörfern hinweg zum fernen Saum der Vogesen hinüberreicht; — wo die bedrohte Nahe Schutz fand beim sichern Rhein; — auf dem Felsen, wo Deutschlands Fuß fcststand von der Römer Zeiten her bis auf den heutigen Tag, — da ist die Stätte für den Malstein Deutscher Kämpfe, Deutscher Siege, Deutscher Einigkeit. Hier zogen die Kaiser vorüber, wenn sie neu gekrönt ihren Umritt hielten durch das Deutsche Land, hier sah man die Kurfürsten nach dem Königstuhl wallen. Aber hier hat auch in neuerer Zeit weise Fürsorge dem Gewerbfleiße die Bahn gesprengt, hier verkünden in gedrängter Folge Hunderte von Vahnzügen und Fahrzeugen eine Stätte der Bildung, des Wohlstandes, des allseitigen Fortschritts, während aus Strom- und Waldesrauschen der erfrischende Hauch der Deutschen Natur- und Sagenwelt weht. Hier soll, umgeben von Weinbergen und blühenden Wohnsitzen, hoch über den Burgen des Mittelalters das Kunstwerk ragen, das Deutschland und seine Erhebung durch Kriegs- und Friedensthat, durch Waffensieg und politische Wiedergeburt, zu verherrlichen bestimmt ist; — in welcher Form, ob als plastisches Kunstgebild, ob als edles Bauwerk, das wird dem Rath und dem freien Wettkampf der Deutschen Künstlerwelt anheimgestellt sein. Die Unterzeichneten haben sich vereinigt, um diesem Gedanken die Ausführung zu sichern. Nicht karger Mittel werden wir dazu bedürfen; aber unerschöpflich fließt der Vorn, wenn er nationaler Zustimmung entströmt, wenn Aller Gemütber und Hände rührig sind, ihren Stein zum Bau heranzutragen. In dieser Zuversicht wenden wir uns an alle Vaterlandsfreunde daheim und in der Ferne mit der Bitte um Förderung des Unternehmens, an die Deutsche Presse zumal mit dem Ersuchen um Verbreitung unseres Aufrufs und Annahme von Beiträgen. Berlin, im November 1871. (Folgen die Unterschriften.) In der Ueberzeugung, daß die Worte dieses Aufrufs in den Herzen unserer Mitbürger patriotischen Anklang finden, fordern wir alle diejenigen Bewohner Gießens und der Nachbarorte, welche diesem Unternehmen zustimmen und es zu fördern bereit sind, auf, zur Berathung der hierzu erforderlichen Schritte sich Donnerstag den 2 5. d. M., Abends 8 Uhr, im Leib'schen Saale einfinden zu wollen. L. Bücking, Hofgerichtsrath W. Buff, Ferd. Gail, August Heß, Hofg.-Advocat Hirschhorn, F. Graf zu Solms-Laubach, Adolf Noll, Professor Oncken, A. Ricker, Provinzial-Dircctor v. Röder, Streng, Rector, Bürgermeister Vogt, Professor Dr. Zöppritz. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.