nb. fouit >e Preis. Sten Ach ckn ßch e-tmd zu er. |erid)leteni verehrim ffiittice. [870. icment aus 8rsch eines hme Weise tf, abrikant. Dich. 00,000 Frcs. [68,726 „ )2o,114 . Dttflülti. Forderuugm oelche die be- che Prospekte initalt gratis $nnnttW Gieheu- -rsuche °n die i___ .scüDft ;1tc P»'«- 8tet8 vierteljährig 1 fL 12 fr. «tt Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fL 29 fr. Eichener Aiycher. Erscheint täglich, mit Ausnahme SonntagS. Expedition: Lanzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen. Rr. 247. Montag den 21. Oktober 1872. ■ Bestellungen auf den Gießener Anreiaer werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch Bei allen Post- vv” xvivpvuvv ^vu^vvx^vv Expeditionen und den Land-Postboten entgegen gmommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für das IV. Quartal zu 1 fl. Amtl icher T heil. Bekanntmachung. Im Interesse der öffentlichen Sicherheit bringen wir die nachstehende Bekanntmachung des Königlich Preußischen Staatsanwalts zu Frankfurt a M zur öffentlichen Kenntniß. 0 ° ' Gießen, den 18. October 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. 100 Thaler Belohnung! «« ™ Taglöhner Heinrich Vötcker von Bockenheim, wegen Mordes durch Erkenntniß des Königlichen Schwurgerichtshofes Hierselbst vom t’, ? m ^^urtherlt, durch Allerhöchste Cabinets-Ordre vom 26. Juli d. I. zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt, ist am 16. August b. I. aus hiesigem Gerlchtsgefanguiß entsprungen^ Es wird Demjenigen, welcher die Wiederergreifung desselben bewirkt (den Polizeiorganen und Gens'darmen unter dem in der Miuisterialversügung vom 4. September 1853 — Ministerialblatt der Verwaltung S. 263 — ausgesprochenen Vorbehalts, eine Velohnuna von hundert Thalern hiermit zugesichert. 7 a Bolcker ist 32 Jahre alt, 5' 2" 1'" groß, hat schwarzbraune Haare und Augeubraunen, braune Augen, gewöhnliche Nase, hervorsteheliden Mund, unvollständige Zähne, längliches Gesicht, hervorstehende Backenknochen, dunkelbraunen Schnurr- und Kinnbart — jetzt muthmaßlich rasirt, — bleiche Gesichtsfarbe und ist von mittlerer Statur. w 1 Besondere Kennzeichen sind: verkrüppelter kleiner Finger der linken Hand, etwa zehn Blutegelnarben am Unterleib, auffallend scheuer, unstäter Blick. Letzte^ Bekleidung: Grüne Schützenjoppe mit grünem Kragen, grünem Besatz und grün eingefaßtem Riegel, schwarze Zeugweste, braune weite Zeuahose Mit dunkeln Streifen, auf dem linken Knie mit einem blauen Lappen geflickt, Lederschuhe. Frankfurt a. M., den 3. October 1872. Der Königliche Staatsanwalt: Kunitz. Gefundene Gegen st au de: Eine Spannkette, ein Sack mit ca. 4 Westen Hafer (in Verwahrung des Oeiroierhebers Vix). , .. Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns ,u melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zuillckgegeben ober spater zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. ö « » * ©iefcen, den 19. October 1872. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Im Großherzogthum Hessen hat sich eine heilsawe Umwandlung vollzogen, deren ganze Bedeutung sich bestimmt und unzweideutig in der Erklärung ausspricht, welche der Präsident des Ministe- riuws, Herr Hoffmann, in der zweiten Kammer im Namen des StaatSministeriuws, unter ausdrücklicher Gutheißung des Großherzogs, abgegeben hat. Der Herr Minister behandelt in erster Linie die Beziehungen des Groß- herzogthums zum deutschen Reich, dessen Gründung kein Land mehr Ursache ge- habt habe, mit aufrichtiger Freude zu begrüßen, als gerade Hessen, der einzige Staat, der von der trennenden Mainlinie durchschnitten war, woraus sich Verhältnisse ergaben, die bei dem raschen Doranschreiten der norddeutschen Bundes- gesetzgebung auf die Dauer geradezu unhaltbar werden mußten. Von diesem Zustande habe die Gründung des Reiches Hessen erlöst, und es sei daher schon deshalb natürlich, daß in Hessen lebhafte Sympathieen für Kaiser und Reich vor- Händen sind. Die Regierung werde daher mit den Gesinnungen der Bevölkerung überein- stimmen und zugleich das Interesse des großherzoglichen Hauses und des Landes am besten wahrnehmen, wenn sie ihre Pflichten gegen das Reich mit voller freudiger Hingebung an die großen nationalen Aufgaben des deutschen Gemeinwesens erfüllen und wenn sie in demselben Geiste das ihr durch die Reichsverfaffung gewährte Recht der Mitwirkung bei den gcmeinfamen deutschen Angelegenheiten aus- üben werde. Damit bekennt der Herr Minister, der ja schon als Vertreter Hessens im BundeSrathe das Vertrauen seiner College» wie des Reichstags sich erworben hat, sich offen und unumwunden zu der echt nationalen Auffassung des Verhältnisses der Einzclstaaten zum Reiche: er spricht es aus, daß in der hingebenden Mitwirkung an die Aufgaben der Gesammtheit der Einzelflaat auch seine besonderen Interessen am besten wahre, baß die thätige Reichstreue, die das Reich und die von ihm auferlegten Pflichten nicht als eine Last oder eine Schranke betrachtet, auch den Gliedern neue Lebensquellen eröffnen werde. Er sieht die Gewähr für die Fortdauer der Einzelstaaten nicht in einer spröden Zurückhaltung, die immer in Sorge ist, sich der Gesammtheit gegenüber Nichts zu vergeben, sondern in der rückhaltslosen freudigen Betheiligung an Allem, was dem Reiche frommt. Die Einzelfiaaten sollen nach seiner Auffassung nicht Hemmschuhe, sondern Factoren ter vorwärts schreitenden ReichSgesetzgebung sein. Als selbstständige Glicder in den Organismus der Gesammtheit eingefügt, sollen sie sich nicht als Organe des Stillstandes fühlen — denn damit würden sie ihre eigene Lebenskraft untergraben — sondern als kräftige Organe der Bewegung, die, was sie dem Reiche geben, mit Zmfen vom Reiche zurückempfongen, und die der Segnungen der nationalen Einigung in um so reicherem Maße theilhaftig zu werden hoffen dürfen, je aufrichtiger sie ihre Sonberintereffeu dem Reichsintereffe unterordnen. Daß in Hessen diese correcte Anschauung des Verhältnisses zwischen dem Reich und den Staaten sich nach einer Zeit des Schwankens siegreich Bahn gebrochen hat, ist sehr crfreulich. Der nationale Gedanke bewährt im stetigen, wenn auch nicht überall raschen Fortschreiten seine Kraft auch südlich vom Main. Ja der Bevölkerung macht er unausgesetzt Fortschritte. In Baden und jetzt auch in Hissen haben die Regierungen ihre Stelle als Vertreter der nationalen Interessen mit Entschiedenheit eingenommen und die vorwärts drängende Macht der Verhältnisse wird auch die Regürung der beiden süddeutschen Königreiche allmählich überzeugen, daß die Bedeutung eines jeden deutschen Staates ganz von dem Maße dir Kraft, die er in der Förderung der nationalen Interessen bewährt, abhängig ist. In Betriff der inneren Angelegenheiten wollen wir nur die Stellung der Regierung zu der kirchlichen Frage hervorheben, die gerade für Hissen von ganz besonderir Bedeutung ist. Der Minister erklärt, baß es gelte, unter Wahrung der Glacbens- unv Gewissensfreiheit bie Rechte des Großhrrzogs auch den kirchlichen Gemeinschaften gegenüber aufrecht zu erhalten und zur Förderung des con» fefsionellkn Friedens in Anwendung zu bringen. Speciell in Betreff der katholischen Kirche werde es darauf ankommen, den Rechtsboden für das Verhältniß zwischen Staat und Kirche, soweit erforderlich auf dem Wege der Gesetzgebung, wieder klar und sicher zu stellen. Die volle Wichtigkeit dieser Erklärung leuchtet ein, wenn man bedenkt, in wie hohcm Maße das normale Verhältniß zwischen Staat und Kirche durch die willkürliche Behandlung der kirchlichen Angelegenheiten von Seiten des Ministers v. Dalwigk getrübt ist. Herr v. Dalwigk hat in unbefugtester Weise mit dem Bischof v. Ketteler sich über die kirchlichen Verhältnisse auSeinandergesetzt, ohne um die Rechte der hessischen Volksvertretung sich zu bekümmern. Herr v. Ketteler war in dem überwiegend protestantischen Lande (600,000 Evangelische neben 240,000 Katholiken) quasi Mitregcnt geworden, und zwar ein Mitregent, dem auf allen Gebieten, auf die unter irgend einem Vorwande die Thätigkeit der Kirche sich erstrecken kann, bei der Theilung der Macht der Löweuantheil zugefallen war. Mainz war unter Dalwigk's Verwaltung die Burg des UltramontaniSmus in Deutschland geworden, Herr v. Ketteler konnte, ganz von seiner hervorragenden Persönlichkeit abgesehen, schon wegen der gewaltigen Stellung, die er unter Herrn v. Dalwigk's Mitwirkung in Hessen sich verschafft hatte, für den einflußreichsten und mächtigsten unter allen deutschen Prälaten gelten. So war in Hessen mit ausdrücklicher Zustimmung der Staatsgewalt da» Verhältniß zwischen Staat und Kirche vollkommen unklar und unsicher geworden; ■jjii *i 'vt D 1 il f( r x\ X. l. H l i hi# dem Staate war ungefähr so viel verblieben, als der Bischof ihm lassen wollte.i Und daher sagt denn Herr Hoffmann auch treffend, es komme darauf an, dies Verhaltniß, soweit erforderlich auf dem Wege der Gesetzgebung, „wieder klar und sicher zu stellen." Es sind Auswüchse zu beseitigen, zum Theil auf dem Wege der Verwaltung, es sind neue Grundlagen zu finden; und dazu wird die Mitwirkung der Landesvertretung nicht umgangen werden können. Aehnlich wie in Preußen. Allerdings hat die preußische Regierung die Rechte des Staates niemals ausdrücklich preisgegeben; aber sie hat doch durch Nachsicht gefehlt. Sie hat es geschehen lassen, daß die Bischöfe Verfaffungsartikel, die nur einen abstrakten Grundsatz aussprachen, ganz willkürlich interpretirten und nach dieser Interpretation, die auf nichts weniger als Authcnticität Anspruch machen konnte, auch wirk- lich verfuhren. So bieten also die Verhältnisse in Preußen und Hessen, bet großen Ver- schiedenheiten, doch manche Analogien, und das Bedürfniß einer gesetzlichen Rege- lung der Beziehungen des Staates zur Kirche ist in beiden Ländern gleich groß. Hessen ist daher auf ein Zusammengehen mit Preußen in der kirchlichen Frage durch die Verhältnisse selbst angewiesen, umsomehr, da Mainz der eigentliche Brennpunkt der ultramontanen Bewegung ist. Das kräftige Zusammenwirken Hessens mit dem preußischen Staate wird des heilsamen und stärkenden Eindruckes auf die übrigen deutschen Staaten, deren Gesammtheit ja der UltramontaniSmuö den Krieg erklärt hat, nicht verfehlen. Daß Hessen, bis das Reich selbst die Regelung der kirchlichen Verhältnisse in die Hand nimmt, sich jetzt an Preußens Seite in die erste Reihe der Kämpfenden gestellt hat, gereicht dem Staate zur Ehre und zum Gewinn. Denn gerade in der thättgen Theilnahme an dem großen weltgeschichtlichen Kampfe ist ihm die trefflichste Gelegenheit geboten, sich als lebenskräftiges, das Wohl des Ganzen förderndes Glied des deutschen Reiches zu erweisen. Deutschland. Friedberg, 16. October. Seit Kurzem hatte sich eine Polemik zwischen Lehrern des hiisigen Seminars über die Leitung und die Leistungen des gegenwärtigen Direktors entsponnen. Dieser erläßt nun in der „Mainzeitung" folgende Erklärung: „Zur Beruhigung meiner Freunde und Bekannten erkläre ich auf den in diesen Blättern in Angelegenheiten des hiesigen Seminars erschienenen Artikel Folgendes: Es sind allerdings von verschiedenen Seminar-Lehrern mehrfache Beschuldigungen gegen mich erhoben worden. O) diese Beschuldigungen begründet oder unbegründet sind, das ist die Frage, um die es sich handelt. Die Entscheidung dieser Frage ist die Aufgabe der von der kompetenten Behörde eingeleiteten Untersuchung. Daß ich dem Ausgang dieser Untersuchung meinerseits nicht vorgreifen kann und darf, wird jeder unbefangen Urtheilende zug^ben müßen und es darum nicht mißdeuten, wenn ich den in dieser Angelegenheit bisher durch d.e Presse veröffentlichten Erörterungen gegenüber vorerst ein unbedingtes Stillschweigen beobachte. Steinberger. Berlin, 17. Oct. Während sich die Ultramontanen anstrengen, die Mensch, ltche Cultur zu unterdrücken, hat dieselbe durch die am 12. October in Paris mit günstigem Erfolg beendigten Sitzungen der internationalen Maß- und Gewichts- commtssion einen bedeutenden Fortschritt gemacht. Er ist nämlich rem „Reichs- anzetger" in den letzten Sitzungen, nachdem die ersten Wochen der Verhandlungen der neuen Einrichtung des künftigen gemeinsamen Urmaaßes und Urgewtchtes aller Nationen gewidmet waren, fast einstimmig der Beschluß gefaßt worden, die Regierungen sämmtltcher auf der Conferenz vertretenen Staaten, d. h. fast aller Culturvölker der Erde, zu ersuchen, ein internationales Bureau für Maaße und Gewichte zu errichten, welchem unter der Leitung eines permanenten internationalen Comites übertragen werden soll: die definitive Feststellung des gemeinsamen Urmaaßes und Urgewichtes; 2) die definitive Ausgabe der an die einzelnen Nationen zu verabfolgenden, möglichst identischen Eopieen dieses neuen Urmaaßes und Urgewichtes; 3) die Aufbewahrung des gemeinsamen Urmaaßes und Urgewichtes; 4) die in gewissen Zitträumen zu wiederholende Vergleichung aller den einzelnen Staaten zu übergebenden Eopieen des Urmaaßes und Urgewichtes unter einander und mit den Originalen; 5) die fernere Ausgabe genauer Eopieen an Staatsregierungen, sowie an Interessenten jeder Art; 6) die Ausführung aller derjenigen gemeinsamen Arbeiten und Untersuchungen auf dem Gebiete des internationalen Maaß- und Gewichtswesens, welche im Interesse der Entwicklung und Befestigung seiner Grundlagen und der Ausbreitung seiner Geltung erforderlich sein werden. Das zur Leitung dieser internationalen Institution, d. h. zur Ernennung und Ueberwachung ihrer Beamten, berufene Comite wird aus 12 Mitgliedern bestehen, und als Sitz der ganzen Institution ist zunächst Paris ins Auge gefaßt. Die Versammlung hat in dieses permanente Eomite gewählt je einen Vertreter von Nordamerika, Rußland, Schweden, Norwegen, Deutschland, Oester- reich, Türkei, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden. Schlüchtern, 17. Oktober. Bet der kürzlichen Inspicirung des Terrains um Schlüchtern durch den königlichen Stab des 11. Armeecorps erregte die Anlage der Bebra - Hanauer Eisenbahn um den Distelrasen herum dessen besondere Aufmerksamkeit. Sein Urthetl soll keineswegs zu Gunsten dieser Anlage ausgefallen, vielmehr die Ansicht dahin ausgesprochen worden sein, daß die diesseits des Distelrasens mit der unteren parallel laufende obere Bahnlinie ganz in Weg- fall kommen und mittelst eines Tunnels durch den Distelrasen direkt auf die untere Linie geführt werden müsse. Es scheint diese Ausführung um so wahrscheinlicher, als sich der projectirten Anlage des Bahnhofes bet Elm fortwährend Erdschwiertgkeiten in den Weg stellen. Statt bei Elm würde dann der Hauptbahnhof nach der unteren Bahnlinie an der Leipziger Straße der Stadt Schlüchtern gegenüber angelegt werden und der jetzige Bahnhof Schlüchtern in Wegfall kommen. Aus Bayern, 16. Oktober. Aus Pforzheim ist eine nachahmungswerthe Thai der Humanität und des Patriotismus zugleich zu berichten. Bald nach Beginn des deutfch-französtschen Krieges wurde nämlich nach dem Vorgehen der Bewohner dieser Stadt auch in den Landgemeinden der Beschluß gefaßt, nach Bedürfniß eine Umlage bis zu 2 fl. per 1000 Gulden Steuercapital von allen Steuerpflichtigen zu erheben, um den invalid gewordenen Kriegern oder deren mittellosen Hinterlassenen neben der von dem Staate gewährten Pension noch eine ständige Unterstützung zukommen zu lassen. Soeben wird nun in Pforzheim zu diesem Zwecke eine Umlage von 1 fl. per 1000 fl. Steuercapital erhoben. Die dadurch aufzubringende Summe, welche sich in unserer Stadt auf 24,000 fl., im ganzen Bezirk aber auf 40,000 fl. belaufen wird, genügt, um das voihandene Bedürfniß zu decken. Metz, 17. Oktober. Die hiesigen Jesuiten, 34 an der Zahl, hatten bisher in ihrem Klystergebäude eine Studienanstalt höherer Ordnung mit und ohne Pension geführt, welche am Schlüsse des letzten Schuljahres 600 Schüler zählte. Oie Fächer, in denen der Unterricht ertheilt wurde, waren: Religion, Philosophie, Mathematik, Physik, Chemie, Geschichte, Literatur, Rhetorik, Humanität, Grammatik, lateinische, griechische, deutsche und englische Sprache, dann Zeichnen und Musik. Mit dem Verbot des Jesuitenordens hörte zwar auch diese Anstalt auf, allein vier bisherige Lehrer derselben, die dem Orden selbst nicht angehörten, aber als dessen gehorsame Schüler in seinen Ideen erzogen und gebildet wurden, haben es unternommen, in Errichtung von vier Klassen, die beute schon von 50 Knaben besucht werden, die frühere Schule thatsächlich und zw rr auch in dem nämlichen Klostergebäude fortzusetzen, so daß ziemlich Alles, mit Ausnahme der l.hrenden Patres, beim Alten geblieben ist. Frankreich. Paris, 17. Oktober. Verschiedene Journale melden die Ankunft des Maires von Nancy. Derselbe sei nach Paris gekommen, um Herrn Thiers vorzustellen, daß die Lügen und Verleumdungen, mit welchen die Pariser Blätter bemahe täglich die deutsche Armee überschütten (die Journale nennen es „patriotische Correspondenzen"), für die occupirten Provinzen eine große Gefahr zu werden drohen, daß er daher die Regierung anflehen müsse, diesem Treiben ein Ziel zu setzen. Diese Mittheilung beweist, daß General v. Manteuffel sich endlich veranlaßt gesehen hat, mit den Behörden in Nancy ein ernstliche- Wort zu sprechen und denselben begreiflich zu machen, daß selbst deutsche Geduld ein Ende nehmen kann. Jedenfalls dürfen wir erwarten, daß in nächster Zeit energische Schritte geschehen werden, um dem Scandal ein Ende zu machen, der schon zu "lange gedauert hat. Der Präsident der französischen Republtck soll wirklich Beweise von den Umtrieben der bonapartisttschen Führer in Händen haben, die auch zu der Ausweisung des Prinzen Napoleon die nächste Veranlassung gegeben hätten. Diese Umtriebe, so behauptet man wenigstens im republikanischen Lager, wären noch viel gefährlicher, wenn die Bonapartisten selbst unter sich einig wären. Sie seien aber Dix । 'M btA°nr 11 >tiw. Wcehs«! Amsterdam k. 8. 98 I 8. 105 Oberhessen einräumt, läßt die Aktien letzterer Bahn als eine 1864r 162 soll Domänen - Versteigerung verhandelten Gießen, den 18. October 1872. (4851) k. k. i ten Uv- AllSlvn- Ditfc Um* noch viel eien aber liouher's, ten aus* KtvM er Zumck* PfibiScitS ten Äaifer* en Lagen* wgen avS Wahlheit iniergrund E/pmzeik »egrünbe/e 100 1047/8 175% 92Va 87 V8 Iggeichneter i. i&tn, jiiltht ilfchuog in nrtdjlt auf “«ft des lieri vor* r Blätter atriotische u werben 1 Ziel zu blich der* n sprechen t nehmen t Schutte • zu -lange Börsennachrichten. 19. Octber 1872. Oeffentliche Aufforderung. 4770) Heinrich Gompf, Lehrer von Veitsberg, und dessen zweite Ehefrau, haben laut Kaufvertrag vom 9. Februar 1870 verkauft- Die hier anwesenden Kinder des Hein- Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Faris Wien ditto ditto Dis conto En bisher nö ohne ir zahlte. Bettladen, 1 Stetnkohlen-Ofen, 1 Kinderwägelchen, Flaschen, ä 3 fr., sind zu verkaufen bei 4882) Die in der Gemarkung und dem Dorfe Alt-Buseck gelegene, dem Großherzoglichen Domanialfiscus gehörige, unten näher beschriebene Oberförsterswohnung nebst Hofraum, sowie daran stoßendem Gartengelände, wird nach Freitag den 6. December l. I., Vormittags um 10 Uhr, in der Oberförsterswohnung selbst einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt. Kaufliebhaber, welche die Wohnung einzusehen wünschen, wollen sich an den Wiesenwärter Müller in Alt-Buseck Die Bedingungen können schon vor dem Versteigerungstermin bei unterzeichnetem Großherzoglichem Rentamte eingeseben werden.__ Artian. 5% detr. F. 8t. E. B 359 Lombard. Bahn 220% Ludwigah.-Bexbaoh — MaxbaJin — Bayer. Ostbahn 133 Rhein-Nahebahn-Äot. 54 Hess. Ludwigsb.-Aci. 179 Besondere Bekanntmachungen. 4887) Nach einer uns heute gewordenen Benachrichtigung Großherzoglicher Oberförsterei Gießen können ans dem Gießener Stadtwald 1400WellenFichten* Deckreiser abgegeben werden. Gießen, den 21. October 1872. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Meyer Rothenberger, Neuenweg B. 193. 763) Photographie-Rah- men und Goldleiften bet Wilh. Balser. NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt. Danitäl, Zeichnen • Mail Wnev, , würben, schon 60n i 'n dem ahmt der 4849) Buchen- und Tannen-Schcit- Holz in Stecken zu allen beliebigen Quantitäten , sowie kleingemachtes zu Scheitern, empfiehlt August Bartholomay, in der KathariueNgasse. 4888) Die Lieferung des Brodes und der Wecke in das Bürgerhospital und für die Stadtarmen soll Mittwoch den 23. l. M., Vormittags 11 Uhr, im kiesigen Bürgerhospital versteigertwerden. Gießen, am 21. October 1872. Der Armenkasserechner: Wittich. Feilgebotenes. 4891) Frische Schellfische sind eingetroffen, mit nächster Sendung erwarten Seezungen und Schollen Zur Entgegennahme von Offerten ist ein Termin auf Freitag den 25. October c., Vormittags 10 Uhr, im Geschäftszimmer der unterzeichneten Verwaltung—GrünbergerChcuffsee-— anbe- k. k. wrzeo ri«f IRtnaltn ««• rn Di*1' 803/g Geldaorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 42-44 „ doppelte 9 43—45 HoH.fl.108t. 9 53—55 Duoaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 20%—21% Engi. Sorer. 11 48—50 Boss. Imper. 9 43—45 Dollar in Gold 1 25%—26% Versteigerungen. Domänen- Veräußerung. 4661) Die auf Freitag den 25. October l. I., Vormittags um 10 Uhr, nach den Formen de- Domünen-Veräuße- Großherzogliches Rentamt Gießen. L y n ck e r. Prioritäten. 3% 3ster. Stsb.-Prior. 57% 3% Öst. s. Lombard 51 3% Livomeaer 38% 5% Toscaner 60% 5% Elisabeth.-Prior. 85 do. II. Ernis». 84 Darmstädter fl.50Loose 209 „ „25 „ 55% Kurh. 40 Thlr. Loose 72 Nassau 25 fl. 47% Braunschweiger — 3% Oldenburg, ä 40ThIr. 38>/4 4% bayr. Präm.-Ani. 112% 4% badische Loose 110% Badische fl. 35 Loose 71 Oestr. fl. 250 v. 1.854 923/8' 1858r Priori tätsloo^e — 1860r Loose 95 8. 8. 8. 8. 8. gesuchte Waare erscheinen, die heute in großen Betrögen umgesetzt und circa 4 Procent höher befahlt wurden. An Ausdehnung der Umsätze kamen diesem Effect die Actien der österreichischen Nationalbank gleich, welche um weitere 3 fl. stiegen; sodann wurden ReichS- contineutal in starken Posten bis zu 124% gehandelt und glaubte man allgemein an eine weitere Steigerung. Die drei HauptspeculationSpapiere konnten <6 dagegen zu keiner rechten Ausdehnung des Geschäftes bringen, auch blieben die Eourse eine Kleinigkeit schwächer als gestern, da cS an jeder Anregung von außen fehlte. Banken verkehrten im Allgemeinen nicht sonderlich lebhaft, einzelne, wie Bankverein, sogar bei flauer Stimmung. Darmstädter fest, Deutsche Handelsgesellschaft % Procent höher, Baubank 1 Procent höher. Von Bahnactien stellten sich junge bayerische Ostbahn 2 Procent besser, hessische LudwigSbahn gefragt, Nordwest gleichfalls höher, 231. Prioritäten ziemlich still, während österreichische Loose von 1854 % Procent höher gingen. Oester- reichische Renten still. Von Amerikanern war der Geschäftslosigkeit halber kein CourS zu erfahren. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 18. October. Die heutige wie die gestrige schwach besuchte Börse beschäftigte sich vorzugsweise mit Spekulation. DaS Bezugsrecht auf die Actien der Giselabahn, welches die Elisabethbahn ihren Actionären einräumt, läßt die Actien letzterer Bahn als eine ne» $otxtn ttnuitt aus W. anf heiluni Linie Gieß II n-Gelnhausen e Stationen. ix. XI. Vorm. Norm. Chr. Wallenfels. gesucht von 7, 45 8 Exemplare des Fahrplans sind Stationen, vom Webaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ^Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) ftt diesen. 45 !50 > V 8: s; 8. 8= 8, 12 12, 12: 12. 7, 7: 7. 10 20 30 1 1. 1 2 -rei» sritS P°? empfiehlt (4890) Pers.- Zug. iii n 4 ei Gütcr- zvg mit Pers.- Bcförd. XIII. daselbst eiiigefiel Untet Kütteru Mich Nähe ’io ^24 !35 ! i < 25 50 i< v k Emil Fischbach, Seltersweg. Schweineschmalz, geräucherten Speck, empfehlen I. A. Busch Söhne. Pers.- Zug- 95 9?o 9zo Gemischter Zug- XV. 4885) Frische Schellfische bei, Bäcker Vogt, . Wallthor. $20 %30 ^50 35 ^20 $30 IO30 1872t imRappen Gießen Groß-Buseck Reiskirchen Grünberg Mücke Nieder-Ohmen Burg- und Rieder- Gemünden Ehringshausen Zell-Romrod Alsfeld Renzendorf Wallenrod Lauterbach Bad Salzschlirf Großenlüder Fulda Pers.- . Zug. 4892) Zwei gute Steinkohlenöfcn sind wegen Mangel an Raum billig zu ver- Ober-Widdersheim Hungen Langsdorf Lich Garbenteich Gießen ci r 9^0 945 10 1015 Gelnhausen Lieblos Mittelgründau Büdingen Bleichenbach Stockheim Ranstadt Nidda (Bad Salzhausen) 4463) Unterzeichnete empfiehlt fich im Ausbessern und Verändern von allen Arten Pelzwaaren, sowie auch im Waschen von weißen Pelzgegenständen. — Bestellungen auf ganz neue Garnituren werden aus das Geschmackvollste und Billigste ausgeführt. Katharina Beiz, wohnhaft bet Herrn Zimmermann Schmidt, vis-ä-vis dem Schützenhof. E dorden Politik dle stag h>ngkwie> buchen. Di 3n Feinste Gothaer Cervelatwurst, Oberhessische Eisenbahnen Fahrplan vom 1. November 1872. I. Linie Gießen-Fulda. 1015 1^25 IO45 11 115 H20 1 I30 1144 1155 12io 1235 Annoncen aller Art werden täglich befördert und zu den Originalpretsen der Zeitungen berechnet durch das Annoncen-Bureau der Jaegrr'schen Buchhandlung, Frankfurt a. 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Nachm 1^30 A2 - ab l 5 9^o 25 1255 8 Großenlüder $15 10IO ^20 75 1; 85 Bad Salzschlirf 530 1^30 2^ 715 135 $25 Lauterbach ir $40 1050 240 ?30 145 155 835 , Wallenrod 11 555 1 ho 2zo 7.o ®40 1 Renzendorf 11 65 H20 255 7so 2io $50 Alsfeld an ab 6.7 $20 1139 H50 9g 3jQ 85 810 225 9 Zell-Romrod n 6zo 1215 $20 8» o50 920 Ehringshausen O50 1235 840 37 932 Burg- und Nieder- *" $20 935 Gemünden H 7 1250 $40 ®50 $40 9.30 Nieder-Ohmen n 710 15 9 $50 10 Mücke w 7 j - 115 — 9io 4,5 l^io । Grünberg 7 *25 <50 4 920 430 IO25 Reiskirchen " i ?40 2io — 935 ^50 1V35 Groß Buseck 75o 225 415 940 $20 11 Gießen an 87' 245 426 10 Vorm. ab 5 n 5,- n —— /, ^40 $50 S55 65 n [ — - 11 ! 630 an 6,5 ab 649 n 1 7 H 710 if ^28 n ?40 n • 7.35 an 1 ®20 Pers.- Zug. X. Pers- Zug. XII. Gütcr- zug mit Pers.- Beförd. XIV. Gemischter Zug- XVI. Abends Vorm. Vorm. Nachm. ab $30 85 1145 ^35 11 835 ^10 1 bo ^40 n 845 $20 12.5 ^50 9 835 1230 5- n j 9jo 84- 1240 515 * 920 855 1255 ^25 930 9- <5 O35 an 9io 920 140 $50 Vorm. ab $30 $40 930 155 6 H 655 9,5 2so O2O 6 955 235 6-5 Oio 1O5 2z5 635 ft O25 1O20 $10 650 an| O4O l»35 ^30 jTJ ! Vorm. Gießen ab Garbenteich Lich ^35 Langsdorf — Hungen ^50 Ober-Widdersheim 6. Nidda (Bad Salzhausen) 620 Ranstadt n 630 Stockheim 6.10 Vlcichenbach Büdingen 615 7 Mittelgründau 7io Lieblos Gelnhausen an ?20 ^25