Preis vierteljährig 1 st. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Diesem Nr. AS. Mittwoch den 21. Februar 1S72, —■—m । ■'!! ............................ i,r irr o.Lr:~i|1i| । mr. jr:_. j,T;:.~^TTrrirrwFTTOTm~^iir-'T''iTrTinnifl~:~- MMtL icher Theiß. Großh. Landw.-Bezirks-Commando Gießen. Gießen, den 18. Februar 1872. Bekanntmachun g. Die diesjährigen Frühjahrs-Control-Versammlungen im Kreise Gieße» werden, wie folgt, abgehalten werden: I. Zu Lang-Göns den 11. März 1 872, Vormittags 7% Uhr, an dem Bahnhof. Hierzu gehören die Orte: Ullendorf a. d. Lahn, Eberstadt mit Arnsburg, Groß-Linden, Grüningen, Heuchelheim, Holzheim, Klein-Linden, Lang-Göns, Leihgestern. II. Z n Lollar den 11. März 1872, Nachmittags 1 Uhr, aus dem Turnplatz. Hierzu gehören die Orte: Allendorf a. d. Lumda, Alt-Buseck, Bersrod, Beuern, Groß-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Daubringen, Staufenberg, Treis a. d. Lumda, Trohe, Wieseck. III. Zu Giesten den 12. März 1872, Vormittags 7y2 Uhr, im Oswald'schen Garten. Hierzu gehört: die Stadt Gießen, sowie die dazu gehörigen Mühlen und Höfe. IV. Zu Garbeuteich den 12. März 1872, Nachmittags 12y2 Uhr, an dem Bahnhofe. Hierzu gehören die Orte: Albach, Annerod, Bnrkhardsfelden, Dorf-Gill und Hof-Gill, Ettingshausen, Garbeutcich, Hattenrod, Hausen, Lich, Münster, Nieder- Vcssingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Oppenrod, Reiskirchen, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg, Winnerod. Es haben aus diesen Ortschaften zur bestimmten Stunde sämmtllche im betreffenden Bezirke wohnenden beurlaubten Militärs aller Waffen des Deutschen Reichs, mit Ausnahme des Königreichs Bayern, zu erscheinen, welche zur Reserve gehören, zur Disposition der Truppentheile beurlaubt oder zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassen sind. Die Landwehr-Mannschaften und Ersatzreservisten haben nicht zu erscheinen. Die ohne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben die gesetzliche Strafe zu erwarten. Schließlich wird noch bemerkt, daß die Leute, mit dem Militärpaß und Führungsattest versehen, in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen haben und vor dem Beginne der Control-Versammlung Schirme, Stöcke und Pfeifen abzulegen sind. Franck, Major und Bezirks - Commaudeur. Politischer X h e i l. * Die gegenwärtige Session des englischen Parlaments verspricht eine äußerst interessante zu werden, und zwar nicht blos für England allein, sondern weil die Fragen, an welchen sich dort die Kraft der Parteien erproben wird, zum Theil von principieller Bedeutung für die politische Entwickelung unserer Zeit überhaupt sind. In erster Reihe wird es sich um die doch sehr kritisch gewordene Auseinandersetzung mit Nordamerika handeln, welche, grade da sie bis vor die Schwelle der Entscheidung gerückt war, Plötzlich wieder in die Wege diplomatischer Verhandlung gelenkt werden mußte, um England vor einer Uebervortheilung zu schützen, der es sich durch einen nicht genugsam vorbedachten Vertrag ausgesetzt hat. Die Frage ist von eminenter Wichtigkeit für England, und wird deshalb auch für das Cabinet Gladstone entscheidend werden, welches zwar einem im Ober- Hause eingebrachten Mißtrauensvotum soeben durch eine Zwei-Stimmenmehrheit entgangen ist, aber eine eminente Virtuosität in den jetzt wieder angeknüpften Unterhandlungen zu bewähren haben wird, um den bereits angekündigten Stürmen der Tory's zu entgehen, die ihm, mit dem Washingtoner Vertrage in der Hand, seine Sorglosigkeit nochzuweisen gedenken. Aber der Streit zwischen England und Amerika, an dessen friedlichem Ausgleiche wohl nicht zu zweifeln ist, wird nicht beendet werden können, ohne daß das Völkerrecht eine Fortbildung in humanem Sinne erfahren wird. Es handelt sich ja bet dem Streite wesentlich um die Pflichten der Neutralen; und die Alabamafrage ist nur der concrete Fall, an welchem ein internationales Rechtsprincip erprobt werden wird. Die andere wichtige Frage, welche England von Neuem beschäftigen wird, ist die Ballotbill: eine Frage, deren Lösung das Cabinet Gladstone zu seiner Hauptaufgabe gemacht hat, obwohl man auch in England kaum darüber in Zweifel sein kann, daß die Annahme der Ballotblll das englische Verfassungsleben, dessen autoritativer Gryndzug bisher unverkennbar war, auf eine ganz neue Basis stellen wird, daß damit der Sprung in das Ungewisse vollführt wird. Durch die Ballotbill wird der Versuch der Demokratistrung Englands gemacht; und während dieses bisher die Vortheile seiner insularen Abgeschlossenheit dadurch zu verwerthen verstanden hat, daß cs die revolutionären Slürme, wrlche Europa seit einem Jahrhundert erschütterten, nur als ein Schauspiel an sich ter- übergehen ließ, wird cs nun seinerseits der cusmerksawcn Welt ein Schauspiel aufführen, aus welchem diese Nutzen zu ziehen in die Lage kommt. Es wird sich zeigen, ob die Decentrolisirung Englands ohne Gefahr für den Staat England und ohne Erschütterung seiner gesellschaftlichen Zustande ausführbar sein wird ; ob die „Crbwcisheit", welche in ter traditionellen Handhabung seiner Institutionen bisher gefunden worden ist, unter dem Auf- und Abwogen der Massenbewegung nicht verloren gehen muß. Vielleicht wäre gerade der gegenwärtige Augenblick einer auf England lastenden internationalen Verwickelung nicht ungeeignet, um über die Corsequenzen, welche eine bcabsichtigte Erweiterung der sogen. Volksrechte für dasselbe im Gefolge haben könne, ernsthaft zu erwägen. Der Mangel an Umsicht, welchen das gegenwärtige Cabinet beim Abschluß des Washingtoner Vertrages an den Tag gelegt hat, wird Veranlassung zu Anträgen im Unterhause geben, durch welche das Volk gegen die Ungeschicklichkeit der zünftigen Diplomatie geschützt werden soll. Herr Lawson wird am 30. März eine Adresse an die Königin einbringen, in welcher er beantragt, die Regierung möge von ollen Verträgen zurücktreten, welche England verpflichten könnin, zu Gunsten anderer Nationen bewaffnet einzutreten, und Herr Rylands wird schon am 12. März beantragen, daß in Zukunft alle Verträge dem Parlament vorher zur Genehmigung vorgelegt würden. Die beiden Anträge stehen nicht auf gleichem Grunde; der erste entspricht der in England schon seit langer Zeit eifrig verfolgten und namentlich von den Manchesterleuten so lebhaft vertheidigten Trennung von Staat und Gesellschaft, bei welcher ersterer, als das nothwendige Uebel, auf das möglichst niedrigste Maß des Einflusses herabgedrückt werden soll. Der Rylands'sche Antrag aber entspricht durchaus den Bestrebungen der modernen Demokratie, welche, wenn sie nicht die direkte Regierung des Volkes durch das Volk durchsetzen kann, die Repräsentation doch so eng als möglich an den Volkswillen knüpfen will. Wie in Frankreick- die Demokratie auf dem imperativen Mandat besteht, und die Schweiz von dem Referendum nicht lassen will, so soll dem englischen Parla- ment, obwohl dessen Regierung ohnehin nur als dessen Executivcommifsion zu betrachten ist, künftig auch noch die Rechte der Krone übertragen werden, für deren Ausübung die Minister verantwortlich sind. Es ist nicht glaubhaft, daß die beiden Anträge, oder einer von ihnen, zur Annahme gelangt; aber sie sind als charakteristische Symptome von großer Bedeutung. Sie deuten das Fahrwasser an, in welches das Staatsschiff Englands getrieben werden würde, wenn sein Steuer nicht mehr von bewährten Händen gehalten, sondern der Demagogie ober dem staatsflüchtigen Egoismus der lebiglichen Geschäftsspeculation preisgegeben würde. Jedenfalls steht England vor einem sehr entscheidenden Wendepunkte seiner Geschicke und es hat sich leider seit allzu geraumer Zeit durch so engherzige und thatscheue Rücksicht des materiellen Interesses bestimmen lassen, als daß ein großer Fond moralischer Hilfskräfte ihm noch zugetraut werden formte, den eine Nation bedarf, um eine kritische Lage mit der Zuversicht neuen Aufschwunges zu über- winden. Deutschland. Darmstadt, 17. Februar. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 9 enthält! 1) Uebersicht der beantragten Umlagen zur Bestreitung von Bedürfnissen der israelitischen ReltgionSgemeinden des Kreises Alsfeld für 1872 2) Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. 3) Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 30. Januar dem Obersten a. D. Mootz die Functionen ein s Mitglieds der Militär-, Wittwen- und Waisencommisston und am 2. Febr. dem Schullehrer an der evang. Schule zu Oberau, im Kr. Vilbel, Joh. Buch, die erste evang. Schulstelle zu Stadecken, im Kr. Mainz, — zu übertragen; an demselben Tage den Feldwebel im 1. Jnf.-Reg., Joh. Philipp Eimer aus Darmstadt, zum Bureaudiener bei der Gütercxpedition der Station Darmstadt der Main- Neckar-Eisenbahn und am 5. Februar den Polizei - Commissär zweiter Claffe des Polizei-CommiffariatS Mainz Hl. Carl Wilh. Bender zum Polizei-Commissär erster Claffe zu ernennen. 4) Dienstenthebung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 30. Januar den Generalmajor Kehrer von den Functionen eines Mitglieds der Militär-, Wittwen- und Waisen-Commisston unter Bezeigung der Allerhöchsten Anerkennung seiner seitherigen Dienstleistungen in dieser Commission zu entheben. 5) Charakterertheilung. 6) Concurrenzeröffnung. Zu der in Nr. 5 des Regierungsblatts enthaltenen Coneurrenzeröffnung für die evang. Pfarrstelle zu Eich, im Decanate Osthofen, wird nachträglich bemerkt, daß von dem zu 2182 fl. 31 kr. angegebenen Gehalte dieser Stelle eine jährliche Abgabe von 150 fl. zu entrichten ist. Darmstadt, 19. Febr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben heute Mittag 12 Uhr den bisher an dem Großh. Hofe beglaubigten Kaiserlich und Königlich Oesterretchisch-Ungarischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Freiherrn von Vetsera behufs Uebergabe seines Abbcrufungs- schreibens in besonderer Audienz zu empfangen geruht- Mainz, 20. Febr. Die heutige Generalversammlung der Hessischen Lud- wigSbahn genehmigte einstimmig den Vertrag, betreffend den Verkauf der Taunusbahn an den preußischen Staat, und ermächtigte den Verwaltungsrath gleichfalls einstimmig zur Erwirkung der Concession für den Bau einer Bahn von der Lahn nach der Ruhr und einer solchen zwischen Hanau und Friedberg, sowie zum Ankauf der Frankfurter Verbindungsbahn, event. zur Erbauung einer Verbindungsbahn auf dem linken Mainufer und zur Beschaffung der n'öthigen Geldmittel. Berlin, 18. Febr. Die „N. A. Z." reprpducirte einen Artikel der„Spen. Ztg.", in welchem es u. A. heißt: „Die frechen Intriganten, die jetzt in Berlin gegen Bismarck wühlen, verbreiten das Gerücht, daß die höchsten Personen gegen das Schulaufsichtsgesetz gestimmt seien. Diesem Gerüchte wird dadurch kräftig entgegengewirkt, daß wiederum von höchster Stelle aus den Mitgliedern des Herrenhauses deutlich gemacht wird, wie der Wille des Kaisers hinter seinem Minister- Präsidenten stehe. Das Herrenhaus hat nunmehr die Wahl. Wenn es den Leiden» schäften folgt, von denen beseelt es die sogenannte Commission zur Berathung der Petitionen über das Schulaussichtsgesetz und über die Vorlage selber wählte, so wird es diese Vorlage verwerfen. Dann tritt der Fall ein, daß das Oberhaus des Landes seine Mitwirkung versagt in einem offenbaren Nothstanve des Landes, daß es sich mit den Welfen und Polen und den Jesuiten verbündet. Wenn die Herren Kleist-Retzow und Lippe den Wahn hegen, daß eine solche Coalition dem äußerst jugendlichen Institute des Herrenhauses, welches noch nicht einmal seinen 18. Geburtstag gefeiert hat, keine unheilbare Wunde schlagen werde, dann allerdings besitzen sie ein Selbstgefühl, welches dem des unfehlbaren Papstes Pio nono ziemlich gleich kommt. Sehe jeder, wie erS treibe, und wer steht, daß er nicht falle! Die Pairs von Preußen spielen ein hohes Spiel, und sie vcrgeffen, daß abgesetzte Ober-Präsidenten und Minister keine englischen Lords sind." Berlin, 19. Febr. Wie die „K. Ztg." von hier wiffcn will, beabsichtigt Seine Majestät, die Grafen v. Moltke und v. Roon, so wie andere hervorragende Generale und Staatsmänner, deren Namen in den Jahren 1870 und 1871 den vaterländischen Annalen sich eingeprägt haben, in das Herrenhaus zu berufen. Berlin, 19. Febr. In dem Unwohlsein des Kaisers ist feit gestern eine erhebliche Besserung eingetreten. — Die „Kreuzzeitung" vernimmt, daß der Präsident des evangelischen Oberkirchenrathes, Dr. Mathis, den aus Gesundheitsrücksichten erbetenen Urlaub erhalten habe. Berlin, 20. Febr. Die Besserstellung in dem Befinden des Kaisers ist so weit vorgeschritten, daß derselbe sich wieder den Staatsgeschäften widmet. — Die ,/Kreuzzeitung" meldet die Ernennung des Regierungspräsidenten Grafen Eulenburg in Wiesbaden zum Bezirkspräsiventen Lothringens. Leipzig, 20. Febr. Eine gestern Abend hier stattgehabte, äußerst zahlreich besuchte Versammlung der „Gemeinnützigen Gesellschaft" beschloß eine Adresse an den Fürsten Bismarck, welche denselben zu dem glorreich eröffneten Kampfe wider die inneren Feinde des Deutschen Reiches und der deutschen Geistesfreiheit beglückwünscht, bezeugt, daß der Gründer des deutschen Staates in diesem Abschnitt seines weltgeschichtlichen Wirkens einig gehe mit den tiefsten Bestrebungen des deutschen Volkes, und die im Herzen aller Vaterlandsfreunde lebende Hoffnung ausspricht daß die geeinigte Nation unter ihrem großen Führer auch in diesem schweren Kampfe, ihrer ganzen Stärke bewußt, gleich der Wiederherstellung der äußeren Grenzen des Deutschen Reichs auch die durch eigene Zwietracht und fremde List verdunkelten Grenzen zwischen den unveräußerlichen Rechten der Staatsgewalt und den tausendjährigen Bestrebungen der Hierarchie neu und sicher aufrichten werde und dem deutschen Volke im confessionslosen Staate die freie individuelle Bethätigung der religiösen Überzeugung gewährt werden wird. München, 16. Febr. Se. Majestät der König hat laut Allerhöchster Entschließung vom 10. d. Mts. die Stelle des Vorstandes der königlichen Akademie der Wissenschaften dem ordentlichen Mitgliebe dieser Akademie, Geheimen Rath Dr. Justus Freiherrn v. Liebig, nach Ablauf der letzten Amtsperiode auf weitere drei Jahre verliehen und demselben Die Function eines General-Conservatorö Der wissenschaftlichen Sammlungen des Staates auf die gleiche Zeitdauer übertragen. (A. Z.) München, 19. Febr. Die Abgeordnetenkammer hat heute die Berathung des Budget-Entwurfs bezüglich des Staatsbauwesens beendigt und sämmtliche Positionen nach Den Ausschuß-Anträgen genehmigt, außer den für die Erweiterung Der Würzburger Mainbrücke beantragten 21,500 fl, welche gestrichen wurden. Ein Antrag Pfahler'S auf eine Dem nächsten Landtag einzureicdende, das Verhältniß Der Staatsstraßen und ihrer Unterhaltungskosten regelnde Gesetzvorlage wurde angenommen. Tübingen, 20. Febr. Der Professor der Theologie und namhafte Orientalist Oehler ist gestern Abend gestorben. Oesterreich. Graz, 16. Febr. Die Arbeiter versenden Drohbriefe an die Bierbrauer und Bäcker der Umgebung, in welchen ihnen — sofern die Preise nicht erniedrigt werden — mit der Demolirung ihrer Häuser gedroht wird. (Pc.) Innsbruck, 16. Febr. Ein bischöflicher Hirtenbrief fordert das katholische Volk auf zum Festhalten an der christlichen Ehe, Schule und Gemeinde. Mit Der Kirche sei es bereits auf das Aeußerste gekommen. — Eine Petition der Handelskammer um dtrecte Wahlen enthält scharfe Angriffe gegen die klerikale Landtags-Majorität. (fpr.) Belgien. Brüssel, 20. Febr. In Paris haben am Sonntag Abend vor dem Hotel des Herzogs von Aumale feindselige Demonstrationen stattgefunden. Man schreibt der „Indep. B." aus Versailles: Man betrachtet die monarchische Staatsintrigue als gescheitert. ThierS ist im Begriff, der Rechten den Absagebrief zu geben. Die Linke wird im Einverständniß mit dem Präsidenten, vielleicht durch Casimir Perier, die definitive Proclamirung Der Republik beantragen. Die Regierung ist entschlossen, die bonapartistischen Umtriebe auf das Strengste zu unterdrücken. Frankreich. Paris, 17. Februar. Die Genfer „Patrie" meldete, Remusat habe Kern das Bedauern der französischen Regierung wegen des Schubs von eilf Mitgliedern Der Commune auf schweizerisches Gebiet ausgesprochen: Die Sache falle untergeordneten Beamten zur Last. Die Pariser Blätter melden nun, daß Der französische Gesandte in Bern vom Minister des Auswärtigen Weisung erhalten habe, dieses Bedauern officiell zur Kenntniß des BundeSratheS zu bringen. Paris, 18. Februar. Es wird bestätigt, daß Die äußerste Rechte Das Programm Der Rechten unterschrieben hat in Folge eines stillschweigenDen Einverständnisses des Grafen Chambord, welcher nicht in Die parlamentarische Bewegung eingreifen will. Die legitimistischen Deputirten hoffen, mit Dem Beitritt Des orleanistischen rechten CentrurnS eine Gruppe von 350—400 zu bilDen. Sie erkären, Daß sie Durchaus nicht Die Absicht haben, Vorschläge zu machen, um Das in BorDeaux begründete Provisorium umzustoßen; sie wollen sich nur bereit halten für die Eventualitäten einer Krisis. Das „Journal De Paris", Das Organ Der Orleans, bestätigt Die Annäherung aller Fraktionen Der Rechten, aber Die Sprache Der „Union", das Organ von ChamborD, welches von orleanistischen Intriguen redet, läßt vermuthen, Daß Die Verständigung noch nicht vollkommen ist. Es heißt, Die Linke und Das linke Centrum seien geneigt, Dem Programme der Rechten Vorschläge zur Befestigung Der Republik entgegenzustellen. Das „Bien publik" bringt einen Artikel, worin gesagt wird, Daß gewisse Intriguen gefährlicher seien, als Die bonapartistischen Komplotte. Es beschuldigt Die Anhänger Der Prinzen von Orleans, Das Vorgehen Der Regierung zu hinDern unD Dadurch Die Befreiung des Landes zu verzögern, welche der einzige Gegenstand Der Fürsorge sein müßte. Versailles, 17. Februar. Heute sprach Das sechste Kriegsgericht sein Ur- theil in Der Sache Der MörDer Der Dominicaner-Mönche von Arcueil bei Paris. Das Urtheil fiel sehr streng aus. Fünf, Serizier, Boin, Lucipia, Pascal und BuDaille, wurden zum ToDe; vier, Guernot, Geronce, Bouillau und Grapin, zur Deportation in eine Festung; Annat, Busquant und Buffo zur einsachen Deportation, und Gambctte (ein Greis von 75 Jahren, Der Tambour bei Der Nationalgarde gewesen war) zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt. Der Verkündigung des Urtheils wohnten nur sehr wenige Personen an. Die Berathung des Gerichtshofes dauerte ungefähr zwei Stunden. Italien. Nom, 19. Febr. Der Papst empfing heute etwa tausend Einwohner von Rom, denen er empfahl, für die französische Nationalversammlung, welche sich mit den päpstlichen Interessen beschäftigen werde, zu beten. Rußland. Petersburg, 9. Februar. In Odessa war vor Kurzem die am vorjährigen Osterfeste angestellte Iudenhetze Gegenstand einer Verhandlung vor dem dortigen Schwurgericht. Die sechs Hauptbetheiligten bei Der schmachvollen Affaire wurDen — freigesprochen. Die am 28. Januar durch ein heftiges Erdbeben betroffene Stadt Schemacha in Transkaukasien ist allerdings fast ganz zerstört worden, doch sind dabei von der 25,000 Seelen zählenden Einwohnerschaft nicht, wie der „Golos" gemeldet, 20,000 Menschen umgekommen, sondern wie Der „Reg.-Anz." amtlich erklärt, nur 118 Menschen getödtet und 44 verletzt worden. Vermischtes. Darmstadt. Die „Darmstädter Zeitung" enthält einen bemerkenswertsten Aufsatz von Dr. med. August Klein in Darmstadt über die epidemische Rachenbräune (Diphtherttts), der insofern von besonderem Interesse ist, als er auf den Wrrth, welchen die bereits in dem letzten * u°d ,4‘t auf. । l»it in. ^deiuie Rath f »eikrt >tors ertragen. "vkitkrung £«■ Ein MältniS vMr an- !ir Orten» Bierbrauer ttnirdrigt Ak.) katholische ide. Mit etition der ie clertfale Ar.) dm Hotel !an schreibt «atSintiiguk zu geben, ch Casimir gierung iß rüden. habe Kern Mitgliedern alle unter- ; der fran- alten habe, das Pro- n Einver- HtwttzMg Mitt des ilden. Sie in, um das ereit halten Organ der die Sprache Zntnguen en iß. Es brr Rechten Zien Public" Mer seien, der Prinzen it Befreiung sein mW. ht sein Ur- bet Paris- Mal und Arapin, zur ichen Drpok' i der ratW bt6 »ohncr von ;«t M tot$* „m mW* fit« e>«'w gituioS’ inbd »•« .11 artvrldrb „llirl, .ui derlöz preußischen Generalstabs mit dem ersten Range anweisen. Wechsel feit zu lenken. Oberhessen 863/4 4% 97 ■n 3V2% » 92 Bayer. 5% 1003/8 Geldsorten. fl. kr. Amerik. Bonds Spanier, neuest. 30/0 31 Vs 1864r 155 1881r 1882r 1885r 1887r 1003/4 96 963/8 971/4 Braunschweiger 207/s Stadt Florenz 85 Borsennachrichten. 20. Februar 1872. Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . . 9 39—41 „ doppelte 9 39—41 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 32—34 20 Frankens!. 9 20 V2—21J/2 Engi. Sover. 11 48—50 Buss. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 25V2—26i/2 n 4i/2 o/o 1jährige 100i/8 „ 4O/o 1jährige 953/4 Wurtemb. 4/2—417, ebenso Lombarden bei 217—1/4- Bankactien waren zwar im Umsatz, ohne jedoch über ihr gestriges CourSniveau hinauSzukommen. Von den anderen Papieren waren außer den verschiedenen Prioritäten namentlich junge österreichische Bahnen beliebt und da wieder in erster Linie Buschterader, die bei dem gegenwärtig niederen Course in großen Posten von Privaten alö an Solidität den böhmischen Westbahnactien gteichstehendeö Anlagepapier aus dem Markt genommen wurden. Die Bahn hatte im Januar eine Mehreinnahme von 60,000 fl. Elisabeth und Alföld gleichfalls besser bezahlt. Nordwest dagegen flauer, da es sich herausstellt, daß diese B«hn für die nächsten zwei Jahre noch nicht im Stande ist, die Zinsen aus eigenen Mitteln zu zahlen. Von deutschen Bahnen hessische LudwigSbahn und Oberheffen gekauft bei höherem Course. Auch auf dem Gebiet der Banken rührte eS sich heute wieder etwas. Darmstädter eine Kleinigkeit höher. Brüsseler, Oesterreich.-deutsche Bank begehrt. Bei Loosen herrschte mehr Verkauflust und nur österreichische 1860er und Ungarn waren gefragt. Von Staatspapieren war österreichische Silberrente beliebt und lebhaft, 627/g. Preuss. 41/3 0/0 Oblig. 1023/4 Frankf. 31/2% Obi. 89‘/2 Nass. 41/2 0/0 Obi. 99-/2 Kurhess. 4% „ 933/4 Gr. Hess. 5°/g Obi. 102 „ Nadel- „ 12 „ Erlen- 2c. „ 256 „ Buchen-Prügelholz, 47 „ Eichen- „ 167 „ Nadel- 123 „ Buchen-Stockholz, 49 „ Eichen- 8 „ Erlen- 2c. „ 4 „ Nadel- „ 90 „ Buchen-Reisholz, 7 „ Eichen- „ 18 „ Nadel- II. Bau-, Werk- und NuHholz r 200 Eichen-Stämme mit 54,23 Cubikmeter, 12 Nadel- „ „ 5,31 11 Buchen- „ „ 2,55 „ 99 Eichen-Stangen „ 4,80 „ 50 Buchen- „ „ 0,31 ,, 8061 Nadel- „ „ 104,60 „ Bemerkt wird, daß am ersten Tage das Brennholz und am zweiten Tage nur Bau-, Werk- und Nutzholz zum Ausgebote kommt, und daß die bekannten Fichten-Stangen in vorzüglicher Qualität sich zu Spalieren 2c. für Geschäftsleute eignen; sie lagern größ- tentheils an der neuen Chaussee nach Geilshausen. , , L Die Zusammenkunft ist jedesmal im Ort bei der Bürgermeisterei. Beuern, am 19. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Beuern. Otto. Holzversteigerung in den Gemeindewaldungen Zisch' Hausen. 828) Freitag den 23. Februar l. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, lassen die Herren Schulz und Wehren- bold von der Justushütte, sowie Herr Oeconom Hofmann zu Ilschhausen, m Jagdverpachtung. 702) Freitag den 1. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll die hiesige Gemeinde-Jagd, bestehend aus circa 2500 Morgen Feld- und 1800 Morgen Wald-Jagd, auf hiesigem Bürgermeisterei- Vüreau auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Bemerkt wird noch, daß diese Jagd seither der Herr Fürst zu Braunfels in Pacht hatte, welcher, soviel bekannt, dieselbe nicht wieder pachten will. Die Jagd gränzt ringsum an standesherrliche Jagdbezirke. Dies den Jagdliebhabern zur weiteren Nachricht. Langsdorf, den 11. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. _________ Köhler._____________ Jagdverpachtuug. 700) Freitag den 23. Februar, Vormittags 10 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhause die der Gemeinde gehörige Jagd auf die Dauer von 6 Jahren nochmals anderweit verpachtet roevoen. Treis a. d. Lumda, den 11. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. d. Lumda. ______________Berghöfe r.________ Holzversteigcrung in den Waldungen der Gemeinden Watzenborn und Steinberg. 782) Freitag den 23. Februar sollen im hiesigen Gemeindewalde, Districten Triesch, Goldkopf, und Polheimer Wald, nachfolgende Holzsortimente versteigert werden, als: 24 R.-Meter Eichen-Schcidholz, 30 „ „ Prügelholz, 42 „ „ Stockholz, 750 Wellen „ Neisholz, 600 „ Nadel- „ 82 Eichen-Stämme von 20 bis 42 Centi- meter Durchmesser und 6 bis 11 Meter Länge, mit 4752 Cubikmeter, 10 Nadel-Stämme von 20 bis 24 Centi- meter Durchmesser und 10 bis 15 Meter Länge, mit 577 Cubikmeter, 445 Nadel-Stangen von 5 bis 14 Centi meter Durchmesser und 5 bis 17 Meter Länge, mit 1225 Cubikmeter. Der Anfang ist Morgens 9 Uhr am Triesch. Steinberg, den 16. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Watzenborn. Jung. Holzversteiqerung in den Gräflich Laubach'schen Waldungen. 822) Montag den 4. März sollen 1) im District Altegerücht: 400 R.-Meter oder 250 Stecken Buchen- Scheidholz, 78 „ oder 50 Stecken Buchen- Astprügel, 78 ,, oder 50 Stecken Buchen- Stockholz, 226 „ oder 145 Stecken Buchen- Reiser; 2) im District Borngraben: 400 R.-Meter oder 250 Stecken Buchen- Scheidholz, 78 „ oder 50 Stecken Buchen- Astprügel, 78 „ oder 50 Stecken Buchen- Stockholz, 226 „ oder 145 Stecken Buchen- Reiser versteigert werden. Die Zusammenkunft ist Morgens um 9 Uhr im Altegerücht. Laubach, am 18. Februar« 1872. Jung, Oberf.-Verwalter. Feilgebotenes. 255) Geräucherte Lachs- Forellen und Bückinge zum Roheffen empfehlen I. A. Busch Söhne. Betten. 838) Vorzüglich gute Federbetten sind zu haben bei Meyer Roth enb er ger, Neuenweg. 5 Lebende Bouquets, das Stück von 36 kr .an bis zu 7 fl., empfiehlt K- Becker, Handelsgärtner. 825) Ein einspänniger Wagen nebst Pferdegeschirr ist zu verkaufen. Chr- BurckHardt, Astermeg Nr. 126. 768) Ausgezeichnet schönen, feinschmecken- den Honig, pr- Pfund 14 kr., empfiehlt I Chr. Wallenfels. MALZ- PRÄPARATE GEORG GE I GER Vmmrtfli 842) Mehrseitigem Wunsche entsprechend werden zu Gunsten gemein- namentlich zur Förderung der hier neu ge- nütziger noch bis M. Rothenberger Wittwe, Kaplansgasse. zu haben bei m. M Malz-Exlrad in bis jetzt unerreichter Reinheit von vorzüglichem Geschmack. mit Eisen und Chinin für Blutarme. Milchverkauf 9 Uhr, frische Milch zu liest aiiratiosi W. Hofmann Heute Mittwoch den 21. Februar: 814) (835) Fr. Textor, auf der Hardt. Vorzug) wollen sich persönlich in Offerten mit Referenden sub Chiffre U. 3923 ! besorgt die Annoncen-Expedition von Rudolf Mofse in Frankfurt a. M. (C. 102/11) Hülfsarbeiter wigsplatz. (2478) Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. kochen kann, zum alsbaldigen Eintritt gegen! guten Lohn gesucht. Reue Anlage Lit. 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Schwaab. 00 empfiehlt sich als vorth eil hafte und sichere Kapilalsanlage die ^procentige Prioritäts-Anleihe der Hess. Ludwigs- Eisenbahn, welche zum Course von 91 per Hundert erhältlich ist. Bei der tagtäglich sich mehrenden Zuwendung des Kapitals zu solideren Papieren, dürste nicht leicht ein in jeder Hinsicht solideres als rentableres Papier gesunden werden, als die obige Anleihe der Hess. Ludwigsbahn. Man erlaubt sich umsomehr auf dieselbe aufmerksam zu machen, als der Cours derselben in nicht zu ferner Zeit, jedenfalls al pari sein wird, da bereits Heute 4proc. Hess. Staatspapiere den Cours von 973/4 erreicht haben, mithin ein ganz sicherer Coursgewinn, ohne das geringste Rifico (wie dies bei österr. und amerik. Papieren aber der Fall) in Aussicht steht. fy unter der in stmem J mrfoörw tnltr 6« " einmal tfc tt Klötze nrtheis der zehler ter I Jürjte Kaist' öffentliche Vorträge gehalten werden. Erster Vortrag von Herrn Professor Hoffmann: „lieber Pflanzenthiere" Freitag den 23. Februar, Abends präcis 7 Uhr, s in der großen Universitäts-Aula. Die Subscriptionslifte für sämmtliche vier Vorlesungen liegt Brodverknuf. 830) Erste Sorte Schwarzbrod, per Laib 16y2 kr., ist stete 797) In meinem Geschäfte ist Zu miethen gesucht: pr. 1. Märr die Stelle des ersten eine freundliche Wohnungen 4 bis 5Zim- L < . u f L zr, „L mern, Küche rc. Franco-Offerten bittet mall Arbeiters zu beseßen. Geschäfts- an die Exped. d. Bltts. abzugeben. ii l'otiänti Und bti der Thc "kh Alle die M ob । d? zu uchtkt t dedeuiu gründeten Fortbildungsschule, noch vor Schluß des Semesters, vier in Mich Gestalt |u Meislb unb unt) Mitztra Es la Ationalveis halb der Vk wagen, vor Parteien m ?°1ge jener fehlt es ihi biefn Bezi mindestens gani[aiions )hre nervöf Ae findet im Tcanda flibft ans i TM W Mi üntt tlai erhaltuttg btn Jfrtif lit welche M Farbe ihr All's, die gründlich, ihncn abjuschwä, l'önigthnni! sttS, totm bösen Gä ihrer Pü Mötzlich — und . «I «Athen dis Iiltrij ftiur Jntiijut kann. $ Große Zauber Vorstellung. Auftreten des Herrn Antoni als Herkules, welcher in seiner Manneskraft noch nie übertroffen worden ist. Anfang 7 Uhr Abends. — Die Pausen werden durch Musik ausgefüllt» Hierzu ladet ergebenst ein: W. Hofmann. Z Um schnell damit ;u räumen, werden nachstehende Gegenstände zu außerordentlich billigen Preisen abgegeben: Punschbowlen, Tafelaufsätze, Liqueurservice, Llumenvasen, sowie sämmlliche Figuren, Büsten, Fischhalter, Ampeln rc. bei Karl Fuhr, Kirchenplatz. Kiiia wird bei hohem Lohn zum 25. März gesucht. ' Wo? zu erfahren bei der Exped. d. Bltts- 817) Ein zuverlässiges Mädchen, das in der Küche etwas erfahren ist, wird gegen guten Lohn gesucht in der Alicenstraße, dem zweiten Ad ami'schen Hause, unterer Stock. 772) Für ein Colonial- und Eisenwäa- ren-Geschäft werden ein angehender Commis, sowie ein mit den nöthigen Vorkenntnissen versehener junger Mann, als Lehrling gesucht. Näheres bei Carl Münch hier. kenntniß ist nicht erforderlich. i _. 7 " . . ... , rvx (. r < • L< , < <. । 724) Em braver Junge wird für den Bewerber (verherrathete erhalten Milchverkauf gesucht bei Milchverkauf. Ides Hauses im Möhl'scher 616) Im früher L o o s'fchen Garten ist abzugshaLber zu Höfchen, Lit. D. Nr. 218, vermiethen und gleich bezieh- ist täglich, Vormittags halb bar. — Auf Verlangen kann Nr. 36, mittlere Etage. > 348) Ein Gymnasiast oder Realschüler kann in einer Beamten-Familie von künftigen Ostern an Kost und Logis und zugleich auch, wenn es gewünscht wird, Nachhilfe in allen Lchrgegenständen erhalten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 826) Ein neu beschlagener einspänniger Wagen für 40 Thlr. zu verkaufen. Wo? sagt oie Exped. d. Bltts. 720) Ein von dem mittleren nach dem unteren Riegelpfad ziehender 176 Klafter großer Garten — in der Nähe des Eisen- bahn-Viaducts — ist zu verpachten. Auskunft hierüber wird in Lit. B. Nr. 77 ertheilt. Vermischte Anzeigen. 824) In ein Manufactur-, Colonial- und Porzellanwaaren - Geschäft wird ein Lehrling gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts._______________________________________ 759) Junge Leute, im 2ftter von 14 bis 16 Jahren, finden Arbeit in der Larnpen- sabrik von . Müller ck Kauffmann, in Gießen. haben. 643) Thür- und Grabschilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angeferftgt bei Wilh. Balser. 710) Den Herren Land Wirth en empfehle mein großes Lager in: prima deutschem oder Roth - Kleesamen, ewigem oder Luzerner „ Saat-Wicken, -Linsen und -Erbsen, Lupinen und Feldbohnen, amerik. weißem Pferdezahnmais, sowie alle Gemüse- und Feldsämereien, zu den billigsten Tagespreisen. gdäT Muster werden auf Verlangen franco übersandt. Samenhandlung von Friedrich Beider, Holzgraben 2, am neuen Markt in Frankfurt a. M. 633) Durch den Wegzug des Herrn Stadtbaumeisters Groß ist ein Logis anderweit zu vermiethen. Dr. Felsing. 823) Ein Familienlogis von 3—4 Zimmern, Küche, Keller u. s. w., im dritten Stock, ist zu vermiethen und Witte Mai beziehbar bei G. Schultheis, Marktstraße. 837) Auf sogleich ein reinliches Mädchen in einen kleinen Haushalt gesucht. Auskunft bei der Exped. d. Bltts. Flechtenkranke und Brustleidende heilt »r. Iochheim in Darmstadt, Lud- Vernmthungen. 5444) Auf dem Seltersberg E. 41 ist eine geräumige Familienwohnung zu vermiethen und Anfangs März zu beziehen. 463) Eine Stube mit Cabinet, mit oder ohne Möbel, zu vermiethen. Seltersweg Lit. C. Nr. 2.__________Elias Meier. 832) Das seither von Herrn Oberförster R e u e n h a g e n bewohnte Logis ist an eine stille Familie anderweit zu vermiethen Heuchelheim, den 17. Februar 1872. Ludwig Kröck, zur Krone. 133) Ein unmöblirtes, großes freundliches Zimmer ebener Erde, mit gesondertem Eingang, ist Canzleiberg B- 68 zu vermiethen. _____________ 49) In meinem neu erbauten Hause, Wilhelmsstraße, ist der Parterre-Stock und eine Mansarde zu vermiethen. Dr. Weich el. meinem Büreau melden. August Schlessinger. 820) Ein Mädchen, welches selbstständig Lkbenovkrhchcrnngsbank f. Deutschland in Gotha. 451) Diese Anstalt hat sich im Jahre 1871 in aller Hinsicht sehr günstiger Ge- schäftsergebnisse zu erfreuen gehabt- Der Zugang an neuen Versicherungen war so groß, wie nächst dem Jahre 1869 in keinem anderen Geschäftsjahre seit dem Bestehen der Bank. Indem derselbe sich auf 2957 Personen mit 6,450400 Thlr. Versicherungssumme belief, stieg, bei mäßigem Abgang der Versicherungsbestand bis zum Jahresschluß auf 38,100 Personen mit 72,200,000 Thlr. Bei einer Jahreseinnahme an Prämien und Zinsen von 3,350000 Thlrn. waren nur 1,535000 Thlr. für 900 gestorbene Versicherte zu vergüten, — ein Betrag, der wesentlich unter der rechnungsmäßigen Erwartung steht und abermaligen reichen Ueberschuß zur Vertheilung unter die Versicherten erwarten läßfi Der Fonds erfuhr einen Zuwachs von fast einer Million Th al er und erhob sich auf mehr als 18 Millionen Thaler. In diesem und den nächsten vier Jahren kommen davon Drei und eine halbe Million Thaler reiner Uebersch-uß an die Versicherten zur Vertheilung, was für dieselben im Jahre 1872 eine Dividende von 37 Prozent ergibt- Durch eine neue Einrichtung in der Prämienzahlung wird der Zutritt zur Bank wesentlich erleichtert- Versicherungen bei dieser ältesten und größten Lebensoersicherungsanstalt Deutschlands, welche mit dem Vorzüge unbezweifelter Sicherheit den Vortheil ungemeiner Billigkeit der Versicherungskosten verbindet, werden durch unterzeichnete Agenten vermittelt in Gießen durch Buchhändler A. Ricker. Büdingen „ Ortseinnehmer Louis Hohler. Lich „ Lehrer H. K. Walz. Marburg „ Oscar Ehrhardt. 802) In meinem Hause ist im mittleren Stock ein Logis an eine ruhige Familie zu vermiethen- ________Chr. Jacob Keil, Neustadt. 818) Eine Familienwohnung ist zu ner; miethen bei Jakob Dörr, Mühlgasse. 800) Einige Zimmer ohne Möbel zu vermiethen. Seltersweg C- 101. 819) Ein Garten am untersten Riegelpfad zu vermiethen bei Wittwe Sturm-