is n der Zn bei ~~LNtabt ÄST 25^= Mer Spedition 1 Main, ® l- Stock. . 50; trasse, 45. g, 29; ler Markt, 11. ' Königshaus •’ Trasse, 1 ß.’ sse, 1 ; ' ^nstrasse, 13. ■uvlard, z, ’ 1 Sgr. für die >ee entsprechenden 111 die sehr zahl- und laden zum n. cdaction. ilt onen^ zum , zur Dis- Correnten. lien. g Vereitle im j fr. Bei öfteren en durch dieselbe (5531) Mbürt 1855. non E- Werner, arsenberg bet 1 der Havel. Von 'er Lrganist von rl Böhme's in Cmn.iernng m 3dM D'rector der Hochebene ochebene Nor> seldori- tnart. München- Sb- Chur «ern. sä'lands. ÄS | 1Cn.D exlst^ namenilich espen-" Preis vierteljährig 1 st- 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 27 kr. Erscheint täglich, mit Aus-- nähme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. Mr. Samstag den 20. Januar 1872« es 2 Kilo gemischtes Brod 22 MHonHEBHUBIBHi Brodpreise vom 20« bis 26. Januar 1872, nach eigener Erklärung der Bäcker: fr. 1 Kilo gemischtes Brod 11 fr. 2 Kilo Roggenbrod 19 kr. 1 Kilo Roggenbrob 9% kr. Amtlicher T d e i l. Einladung zur Wahl des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde Giesten. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß in Gemäßheit ^des §. 1 der Wahlordnung vom 4. Angust v. I. die Wahl zweier Mitglieder der Israel. Reliaionsacmeinde Gießen an Stelle der austretenden Herren S. Hirsch und I. Wallach Freitag den 26. d. Mts. t-n hpm Ratbbause dahier voraenommen werden soll. , „ , , . , Sämmtliche nach §. 2 jener Wahlordnung stimmberechtigte Mitglieder der israelitischen Religionsgemeinde dahier werden zur Theünahme an^dieser Wahl mit dem Bemerken eingeladen, daß die Abstimmung Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bls 4 Uhr stattfinden wird und daß die austretenden Vorstandsmitglieder wieder wählbar sind. Gießen, den 19. Januar 1872. Der Regierungs-Commissär: Hellwig, Regierungs-Accessist. Politischer T h e i t. «dl-rordens anschlotz, brachte der Kaiser und König n°^«wen Tst ' ^^«.PelotonS, jetoch wiederum nur „beinahe mit Bestimmtheit" wiedcrcrkennen; „Wir begehkN htute eine doppel,e Feier der wichtigsten ^reigmff. p b l ~ * kaltblütig: „Betrachten Sie mich im Profil! Wie viel Galon« habe selben geführt werden. Berlin 18. Januar. Bet Gelegenheit des BanketS, welches sich heute an die am 18. Januar statutenmäßig stattfindende Sitzung ^es Capitels dc^ schwarzen Deutschlands angetragenen deutschen Kaiserkrone proclamirt. Im Bewußtsein der hohen von wir übernomwenrn Verpflichtungen spreche ich an dem ersten Jahrestage dieses großen Ereignisses den erhabenen Darbringern meiner neuen Stellung meinen tiefempfundenen Dank, im Beisein der Vertreter derselben, von Neuem avS, hoffend, daß es unseren gemeinschaftlichen Bemühungen gelingen wird, die gev Http Hoffnungen Deutschlands zu erfüllen." Der bayerische Gesandte, Frhr. v. Perglas, brachte darauf im Namen des Königs von Boyern und der erhabenen Bundesgenoffen im Reich das Wohl des deutschen Kaisers, Wilhelms des Siegreichen, aus. Berlin, 18. Jan. Dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses ist heute Nachmittag folgendes Schreiben zugegangen: „Indem ich Ew. Hochwohlgeboren in der Anlage Abschrift der allerhöchsten Ordre, die Annahme des Entloffungsgesuches des Staatsmtnisters v. Mühler betreffend, ergebenst mtttheile, stelle ich gleichzeitig anheim, die Berathung der das Ministerium für geistliche, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten betreffenden Vorlagen, in Erwartung der Neubesetzung deffelben, auf einig». Tage aussetzen zu wollen, gez. v. Bismarck." Die k. Ordre selbst lautet: „An den Staatsminister v. Mühler. Auf Ihren Antrag vom 12. d. M. will ich Ihnen die von Ihnen nachgcfuchte Entlassung aus Ihrem jetzigen Amte unter dankbarer Anerkennung der mir geleisteten Dienste, von welchen später wieder Gebrauch zu machen ich mir Vorbehalte, unter Bewilligung der reglementsmäßigeu Pension und unter Belassung des Titels und Ranges eines Staatsministers hier- durch ertheilen und habe dies dem Staatsministerium bekannt gemacht. Berlin, den 17. Januar 1872. gez. Wilhelm, gcgengez. v. Bismarck. Straßburg, 17. Jan. Noch Würzburger Blättern hat der dortige Professor Kundt den Ruf an unsere Universität angenommen. Außer ihm haben Prof. Prym, wie schon bekannt, und Prof. v. Recklinghausen an der dortigen Hochschule Berufungen erhalten. Dr. Löning, Privatdocent der Heidelberger Universität, ist nach der „Heidelb. Ztg." für Verwaltungsrecht hier installirt. Endlich hat der Germanist Scherer in Wien einen Ruf erhalten, indeß noch nicht acceptirt. Dieser Name könnte, wie der „Niederrh. Kurier" meint, mit Johannes Scherr in Zurich verwechselt sein. ~ , Straßburg, 18. Jan. Hier sind 80 Millionen Francs französischer Kriegsentschädigung klngetroffen und nebst 10 Millionen Francs elsässisch-lothringischer Fonds an die preußische Bank abgeliesert worden^ Frankreich. Paris, 15. Jan. (Proceß Der Mörder der Geißeln von La Roquette. Sitzung vom 13. Jan.) Don den heute vernommenen Aussagen sind die folgen- den hervorzuheben: Die in La Roquette verhaftet gewesenen GenSd'armen Mieux, Rouget und Loissang bringen einige Details bei: Man hätte Vie Gefangenen öfter aufgerufen und sich in Reihe und Glied stellen lassen, lediglich, um sie Weibern, die der Gefangen-Director Francois als Gäste geladen hatte, wie dte wilden Thiere z zetgen; Francois hätte sie dann mit den Schinipfworten: Canaillen, Cciffe tütes, Badinguet angeredet und beständig mit Erschießen bedroht; ein anderes Mal hätte er sich die Zeit damit vertrieben, das vergoldete Kreuz von Dem Dache Der Kirche herunter zu holen und in Stucke schlagen zu lassen Deutschland. Gießen, 19. Jan. In Bezug auf Den Darmstädter falschen Propheten in der „Neuen Preußischen (Kreuz.) Zeitung" , Der nicht nur die Abnahme Der Zahl ter Theologie Studirenden in Gießen der theologischen Facultät in Die Schuhe schiebt, sonDern auch vorhergesagt, Daß von Den angeblich nur 16 vorhandenen auch noch 12 „mit nächstem EurS" nach Erlangen oder Tübingen gehen würden, muß folgende Thatsache öffentlich constatirt werden. Es ist m etner Bor- Versammlung Der oberhessischen Geistlichen am AbenD vor Dem Jubiläum de- Super- intendenten Der Provinz, Simon, hier die Abnahme der Zahl Der Theologie Stu- Diienten zur Sprache gebracht und allgemein anerkannt und ausgesprochen worden, Voß bei Den erbärmlichen Besoldungen der meisten Pfarrstellen die Zahl der Theologie Studirenden noch immer mehr abnehmen und endlich ganz aufhören werde. (F- 3-) Gießen. Wir geben im Folgenden nach der „Wes.-Z." eine biographische Skizze des abgehenden Cultusministers v. Mühler. Heinrich v. Mühler wurde 1813 in Brieg geboren — Der Anhänglichkeit seiner HeimathSgenoffen verDankte er wohl die Wahl in den norddeutschen Reichs- tag. Heinrich besuchte das Domgymnasium in Halberstadt, aus dem auch andere große Männer hervorgegangen find, dann das FriedrichSgywnasium in Breslau, ftudirte daselbst und in Berlin. Sein Vater war der preußische Staats- und Jusiirminister, der am 1. October 1844 seinen Posten quittirte, dem Sturme weichend, den das Beamten - Disciplinargesetz vom 29. März 1844 hervorrie,. Ueber Den Auscultotor, RefercnDariuS und Assessor Heinrich v. Mühler ist weiter nichts zu sagen, als Voß in diese seine Lebenszeit Die Mirza-Schaffy-Periode DeS abgetretenen Cultusministers fällt, eine PerioDe, Die kürzlich etn Berliner Abgeordneter in dankbarer Erinnerung zurückgerufcn hat. Heinrich v. Mühler wurde allmählich Obeeconsistorialrath in Berlin. Die Uebernahme des CultusmimstenumS fällt in die Confl'ctszeit, Die auch andern Ministern sauer geworden ist. Dee aller- höchste Verordnung vom 11. März 1862, welche, in Folge des bekannten ca- culorischen Antrages Hagen, das Abgeordnetenhaus auflöste, war auch von den Ministern v. Amrswald, v. d. Heydt, v. Patow, Graf Schwerin, Graf Puckler, v. Roon, v. Bernuth, Graf Bernstorff contrasignirt. Die Minister v. Auerswald, Graf Schwerin, v. Patow, Graf Puckler, v. Bernuth erbaten und erhielten am 17. März ihre Entlassung. Es traten in das Ministerium: v. Jagow als Minister des Innern, Graf zur Lippe als Justizminister, Graf Jtzenplitz als land- wirthschaftlicher, Oberconsistorialrath v. Mühler als geistlicher Minister, Letzterer an Stelle des Herrn v. Bethmann-Hollweg, der schon am 10. Marz feine Entlassung erhalten hatte. 1MA Berlin, 17. Jan. Laut Der von der bayerischen Regierung zur Einführung des deutschen Kriegsvienstgesetzes erlassenen Vollzugsbestimmungen ist nunmehr auch dieser Staat den Verfügungen über die militärische Freizügigkeit beigetreten, werden danach also durch ganz Deutschland die in das wehrpflichtige Alter reten- ben jungen Männer bei Den Truppen Desjenigen deutschen Staats ihrer pflicht genügen können, in welchem sie zur Zeit ihren Aufenthalt dc”omme1l wogegen sie mit der Rückkehr in ihr Heimaihland wieder in den Wehrltsten des- Lolffang nur noch bestimmter die Identität aufrechterhält. — Der Pfarrer von Notre-Dame des Victoires, Herr Amadru, ebenfalls Geißel in La Roquette, er- zählt von der Katastrophe, der er doch nicht beigewohnt hat, eine Menge Einzel» hetten, als ob er nicht eine eidlich bekräftigte Aussage abzulegen, sondern eine Legende zu erfinden hätte: Von allen Opfern sei, wie durch cm Wunder, der Erzbischof von Paris allein nach dem Feuer des Pelotons unoerletzt und aufrecht geblieben, die Mörder hätten auf ihn zutreten und zwei Pistolen auf den Leib abdrücken muffen (was in offenem Widerspruch mit den Gutachten der Gerichts- ärzte steht) u. s. v. Der Borsttzenve beeilt sich. diesem frommen Lügner das Wort zu entziehen; derselbe überreicht dem Gerichtshof noch eine Schrift, welche dieselben Erfindungen noch weiter ausschmückt. Der Schuhwaaren-Fabrikant Erepin erzählt, nicht ohne Humor, wie er unter dem Verdacht, geheime Verbindungen mit den Versaillern zu unt rhalten, verhaftet und von MazaS, um füsilirt zu werden, nach La Roquette geschickt worden sei, wie er dort den 24. Mai mit erlebt habe und erst am 27., als Sträfling verkleidet, entkommen sei: man gab ihm ein Gewehr, das er bei der ersten Gelegenheit wegwarf, worauf er das Weite suchte. Zwischen den Barrikaden in der Umgebung des Pöre-Lachaise umherirrend, begegnete er dem Angeklagten Latour, der ihm Näheres über die Execution vom 24. mittheilte. Der Capitain des Pelotons hätte dem Erzbischof den Gnadenstoß gegeben und sich dann gerühmt: „Heut habe ich die schönste Handlung ausgeführt, die nur einem Menschen möglich ist". Bei der Leiche des Abb6 Deguerry von der Madeleine hätte Latour 700 Francs gefunden; er hätte diese Summe einem Hauptmann gegeben, der sie unter seine Leute vertheilte. Paris, 18. Jan. Die „Agence Havas" meldet: Cremel, welcher des in Luneville begangenen Mordes verdächtig ist, wurde gestern in ChalonS verhaftet. — Einem Gerüchte zufolge würde Thiers abtreten, falls die Steuer auf Rohstoffe nicht angenommen werden sollte. Local-Notizen. Gießen, 20. Januar. Das Eomite zur Unterstützung der Hinterbliebenen des verstorbenen Lehrers Kost in Frechenhausen erhielt von Herrn Pfarrer Georgi in Gladenbach als den Adressat der Geldsendung einen Brief mit lebhafter Dankesbezeugung. Wir theilen den Anfang desselben mit: „In aller Eile vor Poftabgang zeige ich Ihnen mit aufrichtigem Danke den Empfang der für die Hinterlassenen des Lehrers Kost zu Frechenhausen bestimmten 202 ft. 30 fr. hiermit ergebens) an. Auf zweckmäßige Verwendung werde ich mit aller Sorgfalt bedacht sein, und werde ich mit erlauben, Ihnen hierüber demnächst noch weitere Nachricht zugehen zu lassen" ?c. — Nach unserer letzten Veröffentlichung der Beiträge find bei Herrn Fabrikant Hanstein noch ferner eingegangen: von Herrn Gasfabrikant Heß fl. 3., S. Heichelheim fl. 1. 45 fr., im Einhorn gesammelt fl. 2. 30 fr., N. N. mit Motto: Gott segne es fl. 1., L. P. I. fl. 1., I. W. K. 30 fr., L. K. 18 fr., Ungen. 36 fr., zusammen fl. 10. 39 fr. Ferner noch bei der Erpedition unseres Blattes: Ungen. 30 fr., A. S. ff. 2., H. E. Jughardt K. L, zusammen fl. 3. 30 fr., welches wir danfend bescheinigen und die Sammlung hiermit schließen. — Zum Schluß theilen wir den Interessenten noch mit, daß die von Herrn Lehrer Fel sing von den Lehrern hiefiqer Stadt gesammelten fl. 20. 12 fr. am 22. December an Lehrer Fischer in Roth abqesandt worden find. Die Redaction. Vermischtes. Die deutschen Frauen und Jungfrauen leiden bekanntlich nicht wenig unter der Schwierigkeit, fich an die neuen Maße und Gewichte zu gewöhnen. So hat denn ein Berliner Blatt ein Hausstands-Quodlibet zum Verabschieden der alten Maße und Gewichte und möglichst bequemen Erlernen der neuen herausgegeben. Wir lassen davon Einiges folgen: Mel.: Es ist bestimmt im BundeSrath, Daß man die Elle, die man hat, Muß missen, Und doch ist eS fürwahr fein Spaß, Auswendig schon das neue Maß Zu wissen. Es ist bestimmt rc. Ich will das schwier'ge Studium Des Nechenfnechts verschieben,drum Auf später. Doch merken will ick mir geschwind Daß 3 Berliner Ellen sind 2 Meter. Mel.: Flüchtig haften — das ist hart! — Uns'reS Lebens Güter! Ich verliere selbst das Quart, Ach, an seiner Stelle ward Octroyirt das Liter. Gaudeamus igitur. Klagelieder möcht al« Frau Singen man wie Wachtel! Wenn ich meinen Augen trau, Ist das Liter ganz genau Kleiner um ein Achtel. Mel.: Aennchen von Tharau ist rc. Quentchen, das alt« — wie schwillt mir der Kamm! Dies auch verschwindet und nennt sich dann Gramm. 6 sind 1 Neuloth, und ferner wird kund, Daß 50 Neuloth dann machen 1 Pfund. 2 Pfund — mir schwindet schon jetzt der Verstand — Wird Kilogramm dann vom Kaufmann genannt. Mel.: So leb' denn wohl, du stilles Haus. So leb' denn wohl, Du Elle, Pfund, Du Loth, Du Metze, Scheffel und Du Klafter und Du Achtel mein, Es muß, es muß geschieben sein. Was kann ich machen, armes Lamm? Nun komm, Du Kilo-, Dekagramm, Du Deci-, Centi-, Milligramm, — Hier steh' ich, ein entlaubter Stamm'. Du.Meter, daß Du nennst Dich Stab, Und Ihr, die uns der Reichstag gab, Du Eenti-, Milli- und auch Du, Du Dekameter, tritt herzu. Ich sage Euch: Wenn mein Haar bleich Noch vor der Zeit — die Schuld trifft Euch, Euch hass' ich d'rum mein Leben lang, — Verderben,. jetzt geh' deinen Gang ! Aus dem Kreise Bergheim, 12. Januar. Die Unsicherheit von Personen und Gigenthum nimmt in letzter Zeit in unserem Kreise eine so bedrohliche Gestalt an, daß die Behörden fich wohl bald zu energischeren Maßregeln dürsten veranlaßt sehen. In der Nacht von 17. bis 18. December v. I. brachen drei vermummte Räuber in ein Wohnhaus zu Hafereiche ein, zwangen mit vorgehaltener Pistole die im Bette überraschten Eheleute K., fich ruhig zu verhalten und raubten an Geld, goldenen und filbernen Schmuckgegenständen, Leinwand u. s. w. Objecte im Werthe von etwa 200 Thalern. In ver Nacht vom 19. auf den 20. December wurden au« der Kirche zu Fliestedten zwei silberne EhristuSkörper und ein Herzbild von gleichem Metalle mittelst Einbruchs gestohlen. In der Nacht vom 22. zum 23. December brachen Diebe in ein Haus zu Niederembt ein und raubten 495 Thaler in baarem (Selbe, 3921 Thaler in Werthpapleren, außer-! dem eine goldene Uhrfette, eine Pistole, eine Jagdflinte und verschiedene Eßwaaren. In derselben! Zeit wurden einem armen Tagelöhner in Jschendors zehn Thaler mittelst Einbruchs aus einer Kiste gestohlen. Am 4. Januar Abends gegen 9 Uhr wurde der von Köln kommende Arbeiter B. aus Jschendors auf dem sehr einsamen und im Winter wenig benutzten Wege zwischen Horrem und Schloß Freus von zwei Strolchen überfallen. Sie waren jedoch an die unrichtige Persönlichkeit gekommen. Der Angegriffene, ein riesiger, starker Mann, schlug mit seinem schweren eichenen Stocke einen der Kerle zu Boden, der andere, in ähnlicher W.ise bewillkommt, nahm Reißaus. B. zerbläute nun den am Boden Liegenden mit seinem Stocke so lange, bis er fein Lebenszeichen mehr von fich gab und ging dann feine« Weges weiter. Leider war ein Erfennen der Persönlichfeit wegen der großen Dunkelheit nicht möglich, und als man am anderen Morgen nachsah, war der mit Schlagen tractirte natürlich verschwunden. Der Ueberfall batte wahrscheinlich einem anderen gegolten, den man desselben Weges erwartete. Vor einigen Tagen brachen Diebe in die Pfarrw hnung zu AnpelSdorf ein. Es galt einem frisch geschlachteten Schweine. Man hatte jedoch dieses köstliche Küchenobject in die Wohnstube eingeschlossen, wo die Diebe es nicht vermutheteu. Nachdem sie im Hofe und in der Küche Umschau gehalten halten, zogen sie ab nach Elsdorf, wo gleichfalls zwei Schweine-Cadaver in der Wohnung des Pastor« der Zerstückelung harrten. Allein auch dort hatten die zahlreichen Diebereien in hiesiger Gegend die Bewohner zu besonderen Vorsichtsmaßregeln veranlaßt, und der Zweck des Einbruches wurde nicht erreicht. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 19. Januar. Die Stimmung der Börse war heute zwar fest, doch die seither bestandene animirte Tendenz fehlte gänzlich und herrschte im Ganzen große Geschäftslosigkeit, wodurch bei Eröffnung des Marktes bie Effecten ziemlich angeboten waren, und nur auf da« Eintreffen günstiger Wiener Notirungen erholten sich die Eourfe etwa«. Umgesetzt wurden StaakSbahn 418—417—419. Lombarden 217—216%—217»/,. Credit 351 -351%—351—351%. Galizier 268—267—267»/2. Nationalbank 902—900—904. Prioritäten gingen um Alföld 83»/4, Nordwest 893/., Franz-Joseph 893% ungarische Nord 78, ungarische Ost 76%, 5procent. Lombard 84V4, 3procent. Lombard 50, Staatsbahn 60%, Livorneser 40»/4. Fri I ch b s ck er » u Gießen. Sonntag den 21. Januar. Emil Noll in der Löwengasse, Wilhelm Hartmann in der Neustadt und Jakob Vogt in der Wallthorstraße. Kirchliche Anzeige der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Am 21. Januar: Gottesdienst. ( Morgens: Pfarrer Dr. Seel. \ Nachmittags: Mitprediger-Vikar Freiensehner, Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 21. bis 27. Januar 1872 besorgt Pfarrer Dr. Seel. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieren. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 14. Januar. Dem Ortsbürger in Langen und Hülfsbremser an der Main-Weser-Bahn dahier, Georg Heim, eine Tochter, Helene, geboren den 26. December. Denselben. Dem Hülfsbremser an der Cöln-Gießener Bahn dahier, Johann Georg Gelzenleuchter aus Nieder-Lemp, Kreis Wetzlar, eine Tochter, Marie Philippine Henriette Elisabeth, geboren den 19. December. Den 17. Januar. Dem Bürger und Kaufmann, Friedrich Karl Klingspor, ein Sohn, Gustav Ludwig Wilhelm, geboren den 19. Decemver. Den 18. Januar. Dem Bürger und Kaufmann, Heinrich Weidig III., eine Tochter, Karoline Katharine, geboren den 21. December. Beerdigte. Den 12. Januar. Marie Christiane Angelika Klemm, geborne Best, des Korbmachers dahier, Michael Heinrich Eduard Klemm aus Erfurt, Ehefrau, alt 22 °l 7 M. 20 T-, gestorben den 10. Januar. Den 16. Januar. Johann Heinrich Schwall, Bürger und Kutscher dahier, alt 61 I. 2 M. 3 T., gestorben den 14. Januar. Denselben. Heinrich Spehrer aus Oberwalgen, Kreis Marburg, alt 16 I., gestorben den 13. Januar. Den 17. Januar. Johannes Fischbach aus Nieder - Girmes, alt 59 I., gestorben den 15. Januar. Den 18. Januar. Heinrich Müll aus Allendorf, Kreis Dillenburg, alt 19 I., gestorben den 17. Januar. Denselben. Johann Ernst Schellmann, erster Kanzleidiener am Großh. Hofgerichte dahier, alt 75 I. 3 M. 14 T-, gestorben den 16. Januar Borsennachrichtcn. 19. Januar 1872. Preuss. 41/2 % Oblig. 1023/g Frankf. 3%% Obi. 88»/2 Naes. 41/3% Obi. 99i/2 Kurheas. 4% „ 931/2 Gr. Hess. 5<% Obi. 1021/2 n „ 40/o „ 97% n „ 31/30/0 „ 92 Bayer. 5% n 100% n 41/2% 1jährige 1001/g * 4% 1jährige 951/4 Würtemb. 4%o/o Obi. 99% Baden 4%% Obi. c. E. L. 99% Oesterr. Silberrente 63% „ Papierrente 55% Amerik. Bonds 188lr 102% n „ 1882r 96% n „ 1885t 971/2 „ n 1887r 98% Spanier, neuest. 3% 32% Actlen. Frankf. Bank 137 Frankf. Vereins-Kasse 129 Darmst. Bankaot. 464 Wien Bankactien 902 Galizien 267% Oest. Oreditact. 351% Aetien. 5% östr. F. St. E. B. 4193/4 Lombard. Bahn 2173/4 Ludwigsh.-Bexbaoh 198% Maxbahn 146% Bayer. Ostbahn 149% Rhein-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Aet. 184 Oberhessen „ 84 Prioritäten. 3O/o öster. Stsb.-Prior. 60 30/0 öst. s. Lombard 843 4 3% Livorneser 40% 50/0 Toscaner 62% 5% Elisabeth.-Prior. 83% do. DL. Emiss. 82% Änlehensloose. Kurt». 40 Thlr. Loose 68% Nassau 25 fl. 44% 40/g bayr. Präm.-Anl. 116% Ansbacher 7 fl. 11% 40/g badische Loose 115 Badische fl. 35 Loose 70 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 37% Oestr. fl. 250 v. 1854 84% 1858r Prioritätsloose 192% 1860r Loose 94 Vt-eehsei. Amsterdam k. S. 99% Augsburg k. S. 99% Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 95% Brüssel k. S. 93 Hamburg k. 8. 873/. Leipzig k. 8. 104% London k. 8. 117% Lyon k. 8. 92% Paris k. 8. 92% Wien k. 8. 101% ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 4% Geldwerten« 0. kr. Pr. Friedrdor 9 57%—58% Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 10 St. 9 53—55 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankenst. 9 18—19 Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 40—42 Dollarn»Gold 2 24-25 1864r „ 152 Braunschweiger 20% Stadt Florenz 83 Allgemeiner Anzeiget. Besondere Bekanntmachungen. 237) Die rückständigen Schulgelder aus der Realschule und den städtischen Schulen pro 3. und 4. Quartal 1871 können an dm ersten drei Zahltagen: Dienstags, Donnerstags und Samstags, noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkasse bezahlt werden. Zugleich wird bemerkt, daß das Schulgeld von jedem einzelnen Schüler pro Quartal beträgt: fl. fr. 1. Aus der Realschule..........3 — 2 v v Vorschule derselben.......2 — 3. , „ Fortbildungsklasse der höheren Mädchenschule, Herr Lehrer Schulinsp. Vigelius 6 15 4. „ v ersten Klasse der höheren Töchterschule, Herr Lehrer Mitprediger Freiensehner, einschließlich 30 fr. für engl. Unterricht 5 30 5. „ „ zweiten Klaffe derselben, Herr Lehrer Cur sch mann, einschließlich 30 fr. für englischen Unterricht.......4 30 6. p , dritten Klaffe derselben, Herr Lehrer Schmitt....... 3 30 7. , v vierten Klaffe derselben, Herr Lehrer Felsing..........3 — 8. , „ ersten Klasse der Stadtmädchenschule, Herr Mitprediger Drescher - . . . . — 40 9. Aus der zweiten Klasse der Stadtmädchenschule, Herr Bicar Schäfer........ 10. , v dritten Klasse der Stadtmädchenschule, Herr Lehrer Röhmer........ 11. v 9 vierten und fünften Klasse der Stadtmädchenschule, Herr Vicar Filz . . . . 12. v v ersten Klaffe der Stadtknabenschule, Herr Mitprediger Lips ....... 13. 9 , zweiten Klasse der Stadtknabenschule, Herr Lehrer Müller........ 14. v , dritten Klasse der Stadtknabenschule, Herr Lehrer Jung......... 15. v v vierten Klaffe der Stadtknabenschule, Herr Vicar Weißgerber...... ss fr. — 40 — 40 — 40 — 40 — 40 — 40 — 40 Gießen, den 15. Januar 1872. Der Stadtreutmeister: Enders. 289) Die Holzversteigerung in der Obcrforsterei Schiffenberg oom 17. und; 18. l. Mts. ist genebmiflt. Die Abgabe der Abfuhrscheine kann vom 27. l. Mts. an durch Grobherzogliches Rentamt Gießen erfolgen. Als Termin für Ueberliefcrung des Holzes, sowie als erster Abfuhrtag, ist Montag der 29. L Mts. bestimmt. Gießen, den 19. Januar 1872. Großherzozliche Oberförsterei Schiffenberg. Georgi. _____ ____ Versteigerungen. Holzverstelgerung im Alt-Busecker Gemeindewalde. 288) In dem hiesigen Gemeindewalde, Districten Struth und Kalterbuchwald, soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden, und zwar: _ _ Mittwoch den 24. Januar d. I., von Vormittags 9 Uhr an, im District Struth: 5 R-Meter Eichen-Prügelholz, 2 „ Nadel- 33 „ „ Stockholz, 100 Wellen Eichen-Reisholz, 1070 ., Nadel- 4 Stämme Eichen-Bau- und Werkholz, Montag den 22 und Dienstag den 23. Januar, I. Bau- und Werkholz: 112 Eichen-Baustämme von 15 bis 40 Cen- timeter Durchmesser und 2 bis 10 Meter Länge, 400 Fichten-Stämme von 15 bis 30 (Zentimeter Durchmesser und 10 bis 20 Meter Länge, 550 Fichten-Stangen von 4 bis 15 Zentimeter Durchmesser und 8 bis 18 Meter Länge. Bemerkt wird, daß Dienstag den 23. Ja« nuar das Eichenbauholz zum Verkauf kommt. Mittwoch den 24. Januar, II. Brennholz: 142 Raummeter Buchen-Scheidholz, 88 „ „ Prügelholz 17 „ Eichen - 98 „ Buchen-Stockholz, 19 „ Eichen- „ 60 „ Nadel- 4000 Wellen Buchen-Reisholz, 750 „ Eichen- „ 1900 Nadel- Die Zusammenkunft ist jedesmal Morgens 9 Uhr am Gabrielszimmerplatz Ettingshausen, den 13. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen. Sommer. 146 „ Fichten- „ „ von 15 bis 36 Centimeter Durchmesser und 8 bis 24 Meter Länge, zusammen 85,11 Cubik-Meter, 28 Eicken-Stangen, 140 Nadel-Stangen, größtentheils zu Dachsparren geeignet: Donnerstag den 23. Jannar d. I., von Vormittags 9 Uhr an, nn Kuhtriebswald: 66 R -Meter Buchen-Prügelholz, 13 „ Eichen- 10 u Buchen-Stockholz, 6 „ Eichen- 1000 Wellen Buchen-Reisholz, 250 „ Eichen- 1065 „ Nadel- 4 Eichen-Stangen, 6 Nadel- 38 Buchen- „ Die Zusammenkunft ist jedesmal im Ort bei dem ersten Schulhaus und wird an beiden Tagen das Werkholz zuerst ausgeboten. Alt-Bufeck, am 16. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Alt-Buseck. __________Wagenbach.__________ Verkauf einer Hofraithe. 123) Montag den 22. Januar d. I., Nachmittags 1 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause die Hofraithe der Joseph Bock Wittwe zu Frankfurt, bestehend in einem dreistöckigen Wohnhaus mit Ladeneinrichtung für ein KaufmannsgeschUt, Hofraum, Waschküche, Holzschoppen und Hinterbau, öffentlich meistbietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß die Hofraithe ganz neu erbaut ist und von dem früheren Eigen- thümer darin ein Manufakturgeschäft mit gutem Absatz betrieben wurde. Lich, den 8. Januar 1872. Der Vorsteher Großh. Ortsgerichts Lich: ______________Jhring._____________I Holzverstelgerung im Ettingshäuser! Gemeindewalde. 218) Montag den 22., Dienstag den 23. und Mittwoch den 24. Januar 1872, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll in den Ettingshauser Gemeindewald- Districten Gabrielszimmerplatz und neuer Licher Weg, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: Holzverstelgerung im Anneröder Gemeinvewalde. 238) Dienstag den 23. Januar, von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Gemeindewalde, District Köpfel, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 9 Raum-Meter Eichen-Prügelholz, 5 „ Stockholz, 18 „ „ Nadel-Prügelholz, 44,05 „ „ „ Stockholz, 1585 Wellen Nadel-Reisholz, 180 „ Eichen- „ 238 Nadel-Stämme mit 112,08 Cubik- Meter, von 15 bis 34 Centimeter Durchmesser und 17 Meter Länge, 40 Eichen-Stämme mit 11,07 Cubik- Meter, von 15 bis 34 Centimeter Durchmesser und 13 Meter Länge, 41 Nadelstangen mit 5 Cubik-Meter, 3 Eichenstangen mit 0,29 Cubik-Meter. Die Zusammenkunft ist an der Grünberger Straße am Einschnitt nach Annerod. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. September 1872 gestattet. Annerod, am 15. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt. 301) Nächsten Dienstag, den 23. d. Mts-, von Morgens 10 Uhr an, sollen in der Wohnung des Wilhelm Buff in Lohra öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden: 1 vierjähriges gutes braunes Zugpferd, 1 desgl- sechsjähriges, 1 desgl. achtjähriges, 2 Kühe, 6 complete Pferdegeschirre, 3 Wagen, 2 Pflüge, 3 Eggen und sonstige allerlei Oeconoime- Gesckirre, Sattel und bergt., sowie ohngefähr 60 Ctr. Hafer, „ 30 „ Korn, „ 20 „ Waizen, „ 40 „ Gerste, Erbsen, Linsen, 100 Ctr Heu, 100 „ Kornstroh, 200 „ Hafer-, Gerste- u. Erbsen-L-troh, welches Kaufliebhabern zur Nachricht dient. Feilgebotenes. 306) Capuzen, Baschlcks, Seelenwärmer, Tücher, sowie überhaupt sämmtliche Wollewaaren, empfiehlt zu^sehr ermäßigten Preisen H. Heß, dem Lindenplatz gegenüber. * Malzpräparate f von Georg Geiger in Stuttgart. Malz-Extract in bis jetzt unerreichter Reinheit, von vorzüglichem s do. mit Eisen und Chinin für Blutarme. KinrimiflhrimO'CmiHpl in neucr verbesserter Qualität, Haupt- | IlIllULl 11(1191 sächlich wegen seines weniger intensiv | süßlichen Geschmacks zu empfehlen. Vorräthig in allen Apotheken. In Gießen bei E. Hermes. 310) Am 30. April l. I. werden in Berlin erscheinen und nimmt Unterzeichenter Bestellungen an auf die Schlacht bei Wörth, Schlacht bei Gravelotte, Oeldruckbilder nach den Originalgemälden von Friedrick Kaiser. Suscriptionspreis jeden Bildes 8 Thlr. = 14 fl. Goldbarockrahmen dazu, mit kriegerischen Emblemen verziert, zu 7 und 10 Thlr. Der Supscriptionspreis der Bilder hört am 30. April L I. auf und tritt alsdann ein höherer Ladenpreis von 10—15 Thlr. an dessen Stelle. — Ausführliche Pro- specte mit den Umrissen beider Bilder stehen gratis zur Verfügung. Ferber'sche Univ.-Buchhandlung (W. Ferber) Gießen. Lungen schwindsucht, wenn noch nicht in zu sehr vorgeschrittenem Stadium, ist noch heilbar. — Man lese die gediegene Schrift von I. H. Franke: Die Krankheiten der Brustorgane und des Halses. Preis 7Vz Sgr. Verlag der Fr. Wortmann'schenBuchhandlung in Schwelm. (300) - iT.T. ■ i TiTjaffiTi»- - r~ T-TT1iiiirSagri.~nTi I-- 281) Täglich frische Kreppe! u. Kuchen bei Friederike Appel, am Oswald'schen Garten. für Zimmerheizung sind fortwährend in der GaSfabrik zu haben. imn ■ ■■■■ I Erfolg gibt Vertrauen! I 309) Meine 2 Kinder waren von E heftigem Keuchhusten geplagt und der | weiße Brnst-Syrup von G- A. W. Mayer in Breslau, welchen ich in der Engel-Apotheke hier kaufte, I hat ausgezeichnete Dienste geleistet. Rooschach 1871. Zembrod, Hotel-Seehof. Allein acht bei Fr. Bieler am Kreuz, im Gießen. y - n iwiwinBimnaBt——■—b 294) Steinkohlen , Prima - Qualität trockene Braunkohlen vom Hcsseubrücken- Hammer empfiehlt billigst Dan. Wirth's Nachfolger. Jnrnrarinirte Häringe (4705) empfiehlt Chr. Wallenfels. Z Kreppet, täglich frisch, bei ____________August Noll, im Stern. 296) Zwei kupferne und ein eiserner Waschkefsel, noch wenig gebraucht, sind billig zu verkaufen bei ______Joseph Beyfuß, Marktstraße. 203) Die den Ludwig Appel's Erben gehörige Hofraithe in der Flügelsaasse soll um den Preis von 1000 fl. verkauft werden. Nähere Auskunft ertheilt Gießen, den 13. Januar 1872. _______________________Fr. Semmler. 259) Ein Garten am Nahrungsberg ist zu verkaufen. Näheres bei _____________________Flurschütz Völker. 137) Meinen, in der Nähe des Zinßer'- schen, jetzt Wenzel's Garten, am Schiffen- berger Wege, ohnweit der Oberhessischen Eisenbahn gelegenen, mit einem Häuschen versehenen Garten, beabsichtige ich auf mehrere Jahre zu verpackten. Pachtliebhaber wollen sich an I. A. Busck Söhne oder direct an mich wenden. Verwalter Pfeil Wittwe. Vermiethungen. 49) In meinem neu erbauten Hause, Wilhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, zweiter Stock und eine Mansarde zu ver- miethen._________._________Dr. Weichei. 275) Ein Laden auf dem Kreuz alsbald zu vermiethen. Chr. Scharmann. 2SV) Die mittlere Etage unseres Hauses (früher Mökl'- scher Garten) ist abzuashalber zu vermiethen und Anfangs Februar zu beziehen. Auf ^erlangen rann auch ein Stall für zwei Pferde abgegeben werden. Krausgrill Sf Koch. 299) Das seither von Herrn Postsecretär Hultzsch bewohnte Familienlogis ist durch dessen Versetzung oom 15. April d. I. an anderweit zu vermiethen. L- Todt, ________________________________Briefträger. 3094) In meinem Hause ist noch eine Etage mit 2 Mansarden - Stuben zu vermiethen und sofort zu beziehen. ________________________________G abriel. 293) Ein möblines Zimmer ist zu oer- miethen in Lit. C- Nr. 8__________________ 295) Ein Laden mit Logis ist zu oer; miethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4452) Eine freundliche Wohnung von drei Zimmern, Eabinet, Küche, großem Boden, Bleichplatz an eine stille Familie zu vermiethen. Marktstraße D. 217. 154) In der neu erbauten Director- Wohnung der Balserstiftung ist der untere sehr elegant eingerichtete Stock zu vermiethen. Er besteht aus 2 Salons, 4 Zimmern, Küche, Bodenkammern, Magdstube, Kellern rc. Auch kann auf Verlangen ein Stück Garten beigegeben werden. Der Administrator: _____________________Dorn sei ff. 133) Ein unmöblirtes, großes freundliches Zimmer, ebener Erde, mit gesondertem Eingang, ist Canzleiberg B. 68 zu vermiethen.__________________________________ 5077) Die untere Etage meines Hauses in der Alicenstraße ist zu vermiethen. G aquoin. 53) Auf dem Seltersberg ist eine Fami- lienwobnung, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör, zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 297) Ein sehr schönes Familienlogis bestehend aus 4 Stuben, 2 Cabineten, Küche, Keller rc., ist zu vermiethen bei Georg Herbert. Vermischte Anzeigen. 291) Gesucht drei ineinandergehende Zimmer für Büreau — Geschäftslage. — Schriftliche Offerten bei der Exped. d. Bltts. abzugeben.________ 302) Ein braves Dienstmädchen vom Lande, für Haus- und Gartenarbeit, wird zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____________________ 1 „Concerdia.^ Außerordentliche Generalversamm lung Samstag den 20. Januar 1872, Abends 8 Uhr, auf der Kneipe« Besprechung über den projectirten Maskenball.______Der V orstand. 2)6) Einige Mädchen finden bei uns dauernde Beschäftigung. ______Gailische Wollenspinnerei. 303) Zum baldigen Eintritt wird ein fleißiges Mädchen gegen hohen Lohn gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 290) Ein tüchtiger Sortirer für eine Cigarrenfabrik hier am Platze wird gegen hohen Lohn gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes.______________________________ Flechtenkranke und Brustleidende heilt Br. Iochhcim in Darmstadt, Lud wigsplatz. ' (2478) Sächsische Hypotheken-Dank in Leipzig. 278) Um die Besitzer von Pfandbriefen der obigen Hypotheken- bank möglichst vor Schaden zu bewahren, bringt der unterzeichnete Vorstand der Gewerbebank, an welchen seither vielfache Anfragen über den Stand dieser Sache ergangen sind, Nachstehendes zur öffentlichen Kenntniß: Die Sächsische Hypothekenbank in Leipzig ist in Concurs verfallen und wird deren Liquidation am 17. Februar 1872 bei dem zuständigen Concursgerichte in Leipzig stattfinden. Bis zu diesem Termine müssen die Inhaber von Pfandbriefen solche nebst den noch nicht bezahlten Coupons bei dem genannten Concursgerichte bei Meidung des Verlustes ihrer Ansprüche anmelden. Zur gehörigen Begründung der Liquidation ist die Vorlage der Originalurkunden erforderlich; die Anmeldung selbst kann von den Besitzern in Selbstperson oder durch einen Bevollmächtigten, insbesondere einen Leipziger Anwalt geschehen. Da jedoch für die zahlreichen kleinen Besitzer von Pfandbriefen die Bestellung eines besonderen Vertreters mit unverhältnißmäßigen Kosten verknüpft wäre und es zur Vermeidung eines schleppenden Coiwursverfahrens räthlich erscheint, die Vertretung der Pfandbriefbesitzer in eine Hand zu legen, so haben sich an mehreren Plätzen Nord- und Süddeutschlands besondere Comit6s gebildet, welche diese Vertretung übernehmen. Im Verein mit der Allgemeinen Nentenanstalt in Stuttgart wird Herr - Bankier M. I. Kirchheim zu Frankfurt a. M. das Jntereffe der Pfandbriefbesitzer wahren, wenn ihm die Original-Pfandbriefe nebst Coupons bis längstens den 30. Januar 1872 mit einem genauen Verzeichnisse nach Litera, Serie und Nummer geordnet (wozu Formularien bei demselben erhalten) zur Anmeldung eingereicht werden. Die entstehenden Kosten werden demnächst auf die eingereichten Stücke vertheilt. Wir rathen, sich diesem Comite anzuschließen; wer sich von hier oder der Umgegend nicht direct mit Herrn Kirchheim in Verbindung setzen will oder kann, wende sich an die Bankgeschäfte der Herren A. Heichelheim oder S. Neutlinger dahier, welche gegen geringe Provision die Vermittlung übernehmen. Die Gewerbebank kann sich statutenmäßig hiermit nicht befassen. Indem wir ansügen, daß noch etwa sieben Millionen Thaler obiger Pfandbriefe in Umlatff sind und nach vorläufiger Schätzung 35 bis 40% des Kapitals zur Rückzahlung kommen, machen wir schließlich besonders darauf aufmerksam, das die vielfach verbreitete Meinung, die Rechte der Pfandbriefbefitzer würden auch ohne Anmeldung und Vorlage der Pfandbriefe bei dem Concursgerichte gewahrt werden, eine gänzlich irrige ist. - H a n d e! s v e r e i n. Generalversammlung Montag den 22. Januar, Abends 8 Uhr, im Gasthaus zum „Prinz Carl." Tagesordnung: 1) Geschäftsbericht. 2) Rechnungs-Ablage. 3) Bericht über „Den Verein zur Rettung Schiffbrüchiger." 4) Referat über die Thätigkeit des Vorstandes wegen der Lenne-Lahn-Bahn. 5) Antrag: Die Errichtung einer Handelskammer zu Gießen betreffend 6) Vorstandswahl.______________________ Der Vorstand. Restauration Zahnstein. 307) Sonntag den 21. Januar: ffgry O A E B T von dem Streich-Sertett der hiesigen Rrgttmmts-Musik. __________Anfang 4 Uhr und 8 Uhr. — Entree 6 fr.__________ Mlssverein für erkrankte und verwundete Soldaten im Felde. Generalversammlung Montag den 22. Januar, Abends 8 Uhr, im kleinen Saale des Casv Leib. Tagesordnung: 1) Berichterstattung über die Neubildung des Vereins. 2) Wahl des Vorstandes. Der Vorstand- In Vertretung des Vorsitzenden: (287)__________________________________Georg Noll.______ lli'siiiiiralioii W. lloliiiaiin. 308) Montag den 22. d. M t s.: Unwiderruflich Mlhicks-Cmtcrt, gegeben von den Geschwistern Fries und des Komikers Herrn Fries. _________________________Anfang 7 Ubr._________________________ Im Saale der Restauration Bramm. 305) Sonntag den 21. Januar 1872: C o n e e r t, ansgeführt von einem Theil der hiesigen Negimentömusik. Anfang 4 Uhr und 8 Uhr. — Entree 6 fr. Gießen am 19. Januar 1872. Der Vorstand der Gewerbebank, i. d. A. ______________________Buff.________ 312) Samstag den 3. Februar 1872 : Kall der Gesellschaft „Einigkeit" im Leib'schrn Saale. Anfang halb 8 Ubr. Karten ä 48 fr. sind zu haben in der „Restauration Hofmann." Der Vorstand. NB. Nur solchen Damen ist der Eintritt gestattet, welche mit Karten versehen sind.______________________________________________________________________________ D Eg>i8e|»tische Krauipfe (Fallsucht) Bl gt S heilt der Specialarzt für Epilepsie ü)r. O. ÄLilliscli in Berlin, jetzt K H Louisenstrasse 45. — Bereits über Hunderte vollständig geheilt. (213) Loiiy’s Bierkeller. 283) Sonntag den 2 1. Januar 1 872: Abschieds - (Limrci t, gegeben von den Geschwistern Fries und Gesellschaft, bestehend aus ü Damen und 3 Herren. Anfang 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends, -r- Enlrse 6 fr. LNM" Metzgern und Fettlieferanten der Umgegend zur Nachricht. 273) Wir bezahlen bis auf Weiteres für gutes Fett pr. Pfund 11 fr. __________Gebr. Kaufmann, Seifenfabrik. Im Darmstädter Haus. 304) Santstag den 20. Januar 1872: C o n r e r t der Geschwister Fries mit Gesellschaft. W (4661) Die | Hessische Bank in Cassel |g empfiehlt sich zur Ausführung aller Börsen-Commissionen, zum ® An- und Verkauf von Staatspapieren und Actien, zur Dis- ü conlirung von Wechseln, zur Errichtung von Conto-Correnten, sowie zur Verzinsung von Depositen-Capilalien. .... ' - mit Post Wn 15 Dei 1848 zu Bu 1872, in coi Die Tamf und du $in auftrorlrnll mäßigen Be folltn die L vohin abgem Kttsonaljieus treten, jedoch Wohnt ein 6 bllzoglhmö, fleuexcovitol «\\ befonnte bu Würdigung \V*. 1 Writn wohl als das feit ßaltgtha Nach i Weichen 1 euht hoben, Dvßrüise noi chtS bei dkn * Gus sltzk, auf wel feien. Menen Ag lion des Do liche Gkbikt ln*Mntn bleibt mir nu W'ift, mit u ”"8 durch t WHunjtnol l°»dr, 870 erfolgt pw«»« fWV: 611 $rä9;;16 Nedaction, Druck und Vertag der Bruhl'schm Unio.-Druckeret (Fr. Ehr- Pietsch) in Gießen.