^*8 s lochen, Dienstag den 19, März an len von ^ tust seiner Stelle den Suprematseid schwören, dos heißt, den Eid, daß er die Obergewalt der Krone über die Kirche anerkenne. Von 9400 Geistlichen, die damals in England toartn, wei- Ncue Bischöfe — denn diesen Eid zu schwören. lautem sabetb, bei der lefüllt. hündllingen Congs' in VIC’ '■ der Cristenz wurde. Denn auf die Anzeige ihrer Thronbesteigung, welche Elisabeth ihm machen ließ, erwiederte er mit einer Rüge Lieser Anmaßung, wie er t<$ nannte, und mit der Erklärung: daß sie von früheren Päpsten als illegitim und also als unfähig zur Thronfolge gebrondmarkt wurde, und daß ihm, da er Oberlehnöherr von England ;ei — ein Anspruch Roms, d r längst vom englischen Parlament verworfen war — die Entscheidung über die Thronfolge Englands gebühre. Run nb.rtrug das Parlament der Königin wieder die höchste Kirchengewalt so wie ihr Later und ihr Bruder etwa sie besessen hatten, sie war also damals an die Stelle des Papstes von Sachn- ^orskirche. - Skizzenblatt e ssrplosions! Nachrichtcr. - ffin alter nd Leben. - - Charade lben-RatW hie gezeichiikt von Macbch iz. Original- Im Frühling vom ö|W Coulissen. - gestimmten verlachen, Psänder in Unschuldiger wegen eines oder weniger Schuldigen strafen und an ihrem Seelenheile schädigend dürfe; er verbot in ganz England alle Gottesdienste und die Spendung der Cacramenle, und Werten sich nur lt-9 , also einer unter fünfzig, beraubte alle Anhänger des Königs ihrer bürgerlichen Rechte, verbot jedem Engländer irgendeinem die meisten Bischöfe halten den Eid verweigert — wurden nun eingesetzt und nach kirchlichen königlichen Gebot Folge zu leisten, vernichtete alle mit England geschloffenen Verträge oder ihm' Grundsätzen güliig ordinirt, so daß, was für England eine bedeutungsvolle Frage ist, die Suc- geschwornen Eide, untersagte mit demselben Handel zu treiben und gab zuletzt dos E'genthum cession des Episkopats damals vielt unterbrochen wurde. Eine kurze Dekenntnißschrift, die 39 jedes Engländers der Plünderung durch Fremde preis. DaS geschah im Jahr 1538 , in einem Artikel, im wesentlichen die protestantische Lehre, aber in ermäßigter rind mehrfach vermittelnder Moment, alS bereits ein großer Theil Deutschlands und der Schweiz, alle uordifchen Königreiche Form darstellenp, wurde StaatSgesctz, und damit endlich war d e Reformarion in England und sich schon gegen Rom erhoben hatten, und Tausende in Europa begierig waren, lolche Blößen der Bau der englischen Episkopalkjrche vollendet. Diese Kirche war, wie wir sehen, verschieden deS römischen Stuhles auszubeuten und den vhn.hin so weit verbreiteten Haß und Abscheu, mit von allen rekormirten Kirchen des Contnents, sie wollte aber gleichwohl im Zusammenhang mit welchem damals die Menschen von der Eurie sich abwandte», noch zu nähren. Hier möchte man den rekormirten und protestantischen Kirchen im übrigen Europa bleiben, und , wie die Weltlage wirklich eine Verblendung, die sich wie ein götllicheS Strafgericht auSnimmt, erblicken. ^damals war, wurde Elisabeth mehr und mehr in die Rolle einer Beschirmerin des ganzen euro- Rach dem Tod Heinrichs VIII. i. I. 1547, unter seinem Sohu Eduard VI., wurde nun päiscken Protestantismus gedrängt. Im Volke war aber die Zahl der Katholiken noch immer tie kirchliche Reformation im protestantischen Sinne weiter geführt, immer von oben herab mittelst beträchtlich. Da alle Kirchen und Eapellen jetzt der herrschenden Religion gehörten und das brr königlichen Suprematie über die Kirche. Die Männer, die jetzt an der Spitze standen, waren Wegbleiben vom Gottesdienste mit Geldstrafe geahndet wurde, so nahmen auch die katholisch ge- ber Erzbischof Erammer und der Obcirn des jungen KöniaS, der Herzog von Somerset, der für sinnten Engländer Theil an dem allgemeinen CultuS, und äußerlich angesehen schien wirklich seinen Reffen regierte. Sie wirkten zusammen, nicht ohne auf großen Widerstand deS Volkes, jetzt nur eine Kirche, die neu- Ctaatekirche, im Londe zu bestehen, so daß sich annehmen bl>S damals in der Masse noch katholisch gesinnt war, zu stoßen. Es gab VolkSaufstände, welche ließ, daß das allkirchliche Bekenntniß in einer oder zwei Generationen dort ausstcrben , erlöschen blutig unterdrückt werden mußten, denn der Adel riß die Kirchengüter an sich, daS Landvolk ver- werde. armte, der Stand der kleinen Grundb'sitz-Pachter, wie heutzutag allgemein in England, trat an Dieser Zustand währte bis gegen das )ahr 1570. Unterdeffen hatte man auf dem Eon- Preis vierreljährig 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: 6anzleibcrg Vit. B. Rr. 1. V Döllinger über die Wiedervereinigung der christlichen Kirchen. VI. Herr Dr. v. Döllinger setzte am 13.März Abends im kleinen MuseumSsaale zuMunchen seine Vorträge fort, konnte aber noch nicht zum Schluß kommen, den er erst für nächsten Mittwoch in Aussicht stellte. Gegenstand seiner heutigen Ausführungen war die Geschichte der Kirche in England, welche der gelehrte Redner in folgender Weise erzählte: „Hochverehrte Versammlung! Eö ist die Kirche von England, welche in dem heutigen Vortrag zu betrachten ich mir vorgenomm'N habe. S'e erinnern sich aus früheren Vorträgen, daß eS uns darauf ankam, die Art und 'Wesse, wie die Trennung erfolgt sei, gehörig zu erkennen und zu verstehen. Auch hier ist daS der Punkt, auf welchen ich zunächst Ihre Aufmerksamkeit zu lenken gedenke. Um die Zeit der beginnenden Reformation war das Jnselreich England noch weit zmück an Macht, Reichthum und Bevölkerung. Hatte England doch selbst 160 Jahre später erst 5 Millionen Bewohner, damals hatte es noch keine Flotte, noch keine Manufacturen, keine Eolvmen, kein Heer. Zn kirchlicher Beziehung aber war England mehr als die romanischen Länder vorbereitet zur Aufnahme deö von Deutschland hinübergetragenen Samens. Schon seit dcm Ende des 13. und wiederholt im 14. Jahrhundert hatten sich mit ve einigter Kraft König und Parlament den Eingriffen und den Erpressungeversuchen des römischen HofeS widersetzt; dann hatre ein Mann, Weicker zu den Vorläufern der R.formativn rechnet. Wiclef, und di« Secte der Loliharden — diese hatten Lehren verbreitet, welche theilweise denen entsprechen, die jetzt von Wittenberg aus verkündigt wurden; doch nicht aus dem Schoße deS Volkes wie in Deutschland, sondern von oben, von seinen Monarchen, empfing die kirchliche Umgestaltung Englands Anstoß, Regel und Gestalt. Auch stand in England kein Mann von hervorragender Begabung, fein Luther, kein Melancktbon oder Calvin auf, der an die Spitze der kirchlichen Bewegung hätte treten können. Es waren untergeordnete Geister, welche, ergriffen von den zu Wittenberg und zu Zurich ausgeprägten Ideen, als Werkzeug der Einbürgerung dieser Ideen in England und der kirchlichen Veränderungen dienten. Bekanntlich war es die EbescheidungSsache des Königs Heinrich VIII., welche den Bruck mit Rom und die Uebertragung deS bisher über die Landeskirche geübten päpstlichen Supremats auf den König berbeifübrte. Der ganze Klerus Englands unterwarf sich damals, und sagte sich also los von dem Pas-st, versprach künftig des Papstes nur noch als des römischen Bischofs zu gedenken; nur ein einziger Bisckvf wurde gesunden, welcher widerstand, der Bischof Fisher von Rockester, der lieber dos Schaffot bestieg. Allerdings meinte man damals in England sich damit eigentlich dock nickt von der Gemeinschaft des Papstes zu trennen , auch feine Rechte bezüglich bet allgemeinen Kirche, wie die Berufung eines allgemeinen Concils und der Vorsitz auf demselben — diese Tir.ge wurden ihm nicht streitig gemacht. Es wurde dem Volke deutlich erklärt, baß England fortwährend ein Theil der großen katholischen Kirche, von der die römische auck nur eine Theiltirche sei, bleibe. Im Uebrigen ward aber damals an den Glaubenslehren nichts geändert, eS folgte jedoch eine Reihe von ReichSoesetzen — denn daS Parlament war ganz mit dem König einverstanden — durch. welche die königliche Mackt über die Kirche noch erwciter! wurde, so daß zuletzt alle kirchliche Gewalt nur als Ausfluß der königlichen erschien. Denselben Wahn, welchen die Schmeichler Roms seit dem 13. Zahrhundert ersonnen hatten, daß die bischöfliche Gewalt nur ein Ausfluß der päpstlichen oder nur von dieser geliehen fei, hatte man nun In England auf daS Königthum übertragen. In Rom belegte hierauf Papst Clemens VII. den König mit dem Bann, später im Jahre 1538 erschien eine Bulle seines Nachfolgers Paul 111 welche nun allgemeines Eistaunen erregte — denn nun mußte man beinahe glauben : dieser Papst Den Haß und Abscheu deS Volkes nahm die unglückliche Maria mit ms Grab, und unter und al'g.meinem Jubel bestieg ihre Cckwester, wieder eine Tochter Heinrichs VIII., Eli- im Jahr 1558 den Thron. Die Wiederaufrichtung der päpstlichen Herrschaft hatte selbst katholischen Bevölkernng nur geringen Beifall gefunden. Jetzt sorgte Paul IV. selbst dafür, daß der neuen Königin keine Wahl blieb, daß die Lossagung von Rom für sie zur Frage feine Stelle. Im Grunde genommen war gerade der Klerus derjenige Stand, der sich am leichtesten unterwarf. Dieses ganze rasch und voreilig aufgeführte Gebäude e-ineö neuen Religionswesens brach nun aber wieder zusammen, als nach rem Tode des unreifen Edward Maria, die Tockter Heinrichs VIII. von einer spanischen Mutter und die Gemahlin deS spanischen Philipp, den englischen Thron bestieg. Unbedingt dem Papst ergeben, voll glühenden Haffes gegen die neue Ketzerei, hart und erbarmungslos wie ihr Vater, brach sie alsbald das Wort, das sie dem für sie sich er/ hebenden Volke gegeben hatte, die LandeSgefetze bestehen zu lassen und ReligionSsreibeit zu bewahren, und sich mit den iDrnchgrsrmit.... äu« hnt »nt.r k»»* z.k~*e luteinsshiE onat lM izm md assinavc. „ s°M° fl ltig-Ul,b r & C°« Wiederholt machen wir darauf aufmerksam, daß Inserate, welche noch am Tage der Auf gäbe im „Gießener Anzeiger" erscheinen sollen, bis längstens 9 Uhr Vormittags abgegeben werden müssen. Die Expedition. ^Platz. 1872. v. m anqefirbdten (Snglänbern eqddaaen wurden einige Seit der Gewalt, Irland sollte, von ( italienischen Prinzen unter päpstlicher Oberhoheit kommen. Diesem Plane machte die Eroberung Irlands durch Cromwell ein Ende. Als nun die Restauration deS englischen Königthums im Jahre 1660 erfolgte, eröffnete sich den katholischen Iren die Aussicht, Religionsfreiheit uno Rückgabe ihrer Güler ;u erlangen, unter der Bedingung, daß sie dem Könige ein Gelübniß der Treue ausstellten und jede Befugniß des Papstes, den König abzusetzen. oder von der Pflicht deS Gehorsams gegen ihn zu entbinden, ablebnten. Eine ähnliche Erklärung hatte kurz zuvor, 1647, daS Parlament in England den englischen Katholiken als Preis der Religionsfreiheit vorenglischen und schottischen Abenteurer, welche durch den Krieg und die ConfiScationen in den Besitz der Güter gekommen waren. König Karl bestätigte nun diesen den Besitz, aber auch die Unterdrückung der katholischen Religionsübung, und damit war das Schicksal Irlands auf Jahr. Hunderte hinaus besiegelt. Der katholische Adel ging zu Grunde, der Grundbesitz kam in protestantische Hände, und die Masse der altgläubigen Irländer sank zu einem unwissenden, sittlich verwahrlosten Proletariat herab. DaS Recht bei Päpste aber, Könige abzusetzen, Eide zu lösen, Aufruhr zu befehlen, war unangetastet geblieben. DeS Zusammenhangs der Thatsachen wegen sind wir in der Zeit vorgeschritten. Um die Entwickelung der englischen Kirche zu verstehen, müssen wir auf Elisabeth zuruckkommen. Elisabeth und ihre Staatsmänner hatten in dem Bau der Kirche fremdartige, innerlich feindliche und weit auseinanderstrebende Elemente zu verschmelzen getrachtet. Der Gedanke eines friedlichen Nebeneinanderbestehens zweier oder mehrerer Kirchen war in jener Zeit überhaupt noch schwer zu fassen, nur im äußersten Nothfall meinte man di- Hand dazu bieten zu sollen, und deshalb sollte auch die nationale Kirche von England weitherzig genug sein, um jene Gegensätze, die in England bereits vorhanden waren, einerseits die calvinischen, andererseits die katholischen, in ihrem Schooße zu umfassen. Der CalviniSmuS, vorzüglich durch jene Flüchtlinge vertreten, die nach dem Tode bei Maria auS der Schweiz heimgekehrt waren, und unter Elisabeth in die kirchlichen Aemter eindrangen, entwickelte sich seit Ende deS 16. Jahrhunderts mehr und mehr in England zum Puritauerthum, und begann nun auf eine Reformation der Kirche hinzudrängen, nämlich daß man in Lehre, Verfassung und Ritus möglichst weit von den katholischen Normen und Formen sich entfernen müsse. Im Gegensatz dazu entwickelte sich seit 1618 eine altkicchliche, katholisirende Theologenschule, und durch Gunst der beiden Könige auS dem Hause Stuart. Jakob I. und Karl I., wurden die bischöflichen Stühle größtenth-il- mit Männern dieser Gesinnung besetzt. Jene beiden Könige meinten: in der hierarchischen Gliederung und einem starken EpiScopat liege eine Hauptstütze des Königthums. Die Laud'sche Schule, wie man sie na* einem in ihr hervorragenden Mann und Erzbischof Land nennen kann, war in der Zeit von 1620—1670 die Vorgängerin der heutigen Orforder oder ritualistischen Schule, und man darf sagen, sie war eine permanente UnionSakadcmie, obgleich eS niemals in England zu regelmäßigen Unterhandlungen Über eine kirchliche Vereinigung kam. Wir begegnen aber in den Schritten dieser Männer der Sehnsucht nach Wiedervereinigung, und der Hoffnung, daß sie noch zu Stande kommen werde. Beredter, nachdrücklicher kann man die Einheit der Kirche nicht Preisen, als z. B. Hammond gethan hat. Sie ist ihm die schönste Gottesgabe, die Gnade über alle Gnaden, die Pflicht über alle Pflichten, da- Vollmaß himmlischer Freuden, während die religiösen Parteiungen seiner Zeit wie die zuckenden, gewaltsam zerstückten Glieder eine« lebendigen LeibeS, auf der Folter auseinander gerissen, den widerlichsten und schmerzlichsten Anblick gewähren, und häufig kehrt bei diesen Männern die Klage wieder: wenn doch nur Rom weniger hart sein, nicht unerschwingliche Lasten auferlegen wollte. Zwei Parteien, sagten die englischen Bischöfe dem Agenten deS Papstes im Jahre 1634, wußten die Aussöhnung der englischen und der katholischen Kirche zu verhindern: die Puritaner und die Jesuiten. Die Bischöfe und die Theologen der englischen Kirche standen mit diesen katholisirenden Tendenzen sehr vereinzelt in der Nation, so tief hatte sich Furcht. Abscheu und Haß gegen alle-, waS mit dem Papstthum zusammenhing, in die Gemuther der Engländer gelenkt. Die Anklage gegen den ersten Prälaten der englischen Kirche, den Erzbischof Land, daß er eine Vereinigung ' der englischen Kirch? mit Rom anaefttebt habe, überlieferte ihn dem Henkerbeil und er starb auf : dem Schaffot. GS ist bemeikenSwerth, daß der Vorwurf: „er habe den Papst nicht als den . biblischen Antichrist betrachtet", unter den Anklagen der Jrrtbümer sich befand, die ihm daS : TodeSurtheil zuzogen. Es half ihm nichts der Nachweis: er habe das Anerbieten des Cardinal-* i Hutes von Rom zurückgewiesen, nichts daß er ein gelehrtes Werk gegen das Papstthum geschrie- ! den hatte. Eng verbunden mit dem Königthuni, wurde die EpiScopalkirche, Staatskirche, in den : Sturz des Königthums durch die Revolution verwickelt, und der Puritanismus siegte vollständig. > Aber er schwächte sich alsbald durch Spaltung in drei große Secten, die Presbyterianer, Jnde- l pendenten und Baptisten, die sich nun wechselseitig bekämpften. Mit der Republik fiel auch die : Herrschaft des Puritanismus. Die Restauration erhob 1660 mit dem Königthum auch die : bischöfliche Kirbe wieder. 2000 puritanische Geistliche ließen sich um daS Jahr 1662 eher ab* , setzen, als daß sie gemäß der Uniformitätsacte den Formen der bischöflichen Kirche sich unter* i warfen hätten, und so hatten zwölf Jahre früher mehrere tausend Geistliche der StaatSkicche di, i puritanischen Dogmen uud Formen nicht anerkannt, lieber Ihren Pfründen entsagt. Welch ein I Contrast gegen daS Benehmen deS katholischen EleruS! Wir sahen, daß zur Zeit Elisabeth- unter 9400 Priestern nur 189 sich fanden, welche den Pfründenverlust der Unterwerfung unter die 1 protestantische Lehre vorzogen. i Sie sehen, die Geschichte der englischen Kirche ist eine der wechselvollsten. ES war da» > die sechste große Veränderung feit dem Beginn dec Reformation, von da an ist ihre Conformität , nicht mehr unterbrochen worden, so groß auch daS Auf- und Abwogen der religiösen Ansichten i in ihrem Schoße war und ist. Den größten Umschwung in der Gesinnung bewirkte die vierjährige - Regierung deS letzten Stuart, König Jacobs II. Selbst katholisch geworden, wollte er nicht wie : fein Vater und Bruder, die beiden Karl, eine allmähliche Vereinigung der beiden Kirchen an, . bahnen, sondern durch List und Gewalt ganz England dem Papst unterwerfen und den jesuitischen > KatholiciSmuS als Staatsreligion einführeu — ein Plan, der einen ungewöhnlich n Grad von 5 Verblendung voraussetzte; denn zu seiner Zeit bildeten die englischen Katholiken nicht einmal mehr i Den hundertsten Theil der Bevölkerung, und fein Gefühl war stärker in der Nation, als der Haß I gegen das Papstthum. So kam eS zur Revolution von 1688. Jacob II. wurde entthront, starb \ als Flüchtling in Frankreich, feine Nachkommen, die Stuarts, blieben Prätendenten, und eine . deutsche Fürstenfamilie, das HauS Braunschweig-Hannover, erscheint nach einiger Zeit auf dem I Thron. Die Kirche aber war in dieser Gefahr weit nach der protestantischen Seite hin gedrängt : worden. Die frühere katholisirende SinneSwelse war im Anfang deS 18. Jahrhunderts nur noch i durch die kleine Secte der NonjuöorS (EideSweigerer) vertreten, d. h. durch jene, die, weil sie die , neue Dynastie nicht anerkennen wollten, aus den Kirchenämtern und Pfründen sich verdrängen > ließen und um die Mitte deS Jahrhunderts verschwanden. Heute ist die Lage der bischöflichen Kirche ihrer äußeren Gestalt nach noch die gleiche, wie ! in den nächst vorauSgegangenenJahrhunderten. DaS kurze Bekenntniß der Kirche, die 39 Artikel, i die Liturgie, beides innerlich nicht recht zusammenstimmend, bildet noch immer für jedes Mitglied : der Kirche die verpflichtende Norm. Die englische Kirche ist noch jetzt in dem unbestrittenen Besitz t ihre- sehr reichen Kirchenguts, und die Mehrheit Der Nation gehört ihr an, die höheren Stände i und das Landvolk überwiegend, weniger die städtische Mittelklasse, aber die dissentirenden Genossen* : schatten, von welchen die Presbyterianer verschwunden find, zu welchen aber neue sehr zahlreiche, ; die der WeSleyianer oder Method:sten, feit etwa 100 Jahren hinzugekommen, sind stärker und in ihrem gemeinschaftlichen Vorgehen gegen die EpiScopalkirche combinirter als sie eS je früher waren. Immer aber wird man auch jetzt noch sagen dürfen: daß keine Kirche in der Welt fo national sei, so test gewurzelt in den Neigungen deS Volkes, so verwachsen mit den Institutionen und Sitten deS Landes. Die englische Kirche hat sich in den letzten 40 Jahren durch Gründung ; zahlreicher Colonialbisthümec in allen Welttheilen ebenso sehr erweitert a'.S innerlich verstärkt. Sie besitzt eine reiche theologische Literatur, die nur der deutschen an Umfang und Wissenschaft* kicher Gründlichkeit nachsteht; sie besitzt eine vortreffliche Bibelübersetzung, ein styUstischeS Meisterwerk, und, was die Treue betrifft, vorzüglicher als die lutherische: sie hat eS dahin gebracht, baß die Bibel in ganz England Volksbuch ist, so zwar, daß der Reisende sie selbst in den Gastzimmern ■ der Gasthöfe findet, und ich glaube, man darf einen großen Vorzug Englands vor anderen Lön- ; bern dem Umstande zuschreiben, daß dort die heilige Schrift in jedem Hause sich findet, daß sie ; so zu sagen der gute genius loci, Schutzgeist deS heimischen HerdeS und der Familie, ist. Ich meine den Vorzug Englands: daß eS eine Literatur der Sünde und Schande, wie sie in Frank- ■ reich die moralische Atmosphäre verpestet hat, und leider, wenn auch in geringerem Maß, in geschlagen. Aber auch jetzt hatte wieder Jnnocenz X. allen englischen Katholiken eine Derartige Erklärung streng verboten, und Jene, welche sie bereits unterzeichnet batte», mit dem Banne belegt. In Irland aber stand jetzt fast der ganze Güterbesitz, die sociale Tristen; des katholischen Adels, auf dem Spiele. Der päpstliche Nuntius in Brüssel, dem von Rom ans die Sorge für Jr-and übertragen war, und die von ihm beherrschten irischen Bischöfe verdammten nun päpstlicher Weisung gemäß die sogenannte Remonstranz, d. h. dieses Gelöbniß der Treue mit der Ablehnung deS päpstlichen Absetzungsrechtes. Hoch erfreut darüber waren die Cromwell'schen Soldaten, die einigermaßen zu sichern, verband fich nun mit dem Parlament zur Einführung eines eigen- für die Katholiken bestimmten Eide- der Treue, allegiance-6ib, wie er in Englanb genannt wurde. Sie sollten nämlich die eben erwähnte Lehre abschwören, die Lehre, daß die Päpste Könige abfetzen und ihre Unterthanen vom Eid der Treue entbinden könnten, und die Behauptung, daß ein vom Papste gebannter Fürst entsetzt und gelobtet werben könne. Die letztere Lehre sollten sie als gottlos und ketzerisch verdammen. Um den Preis dieses Eides sollte den schwergedrückten Katholiken , deren Lage in Folge deS letzten Attentats sich sehr verschlimmert halte, Schonung unb Duldung zu Theil werden. Wieder trat der Papst ein. Papst Paul V. verbot die Leistung dieses Eides jedem Katholiken bei Strafe der ewigen Verdammniß, und die Geistlichen wurden angewiesen . jedem der den Eid schwören würde, die Sacramente zu verweigern. Der angesehenste Theologe deS römischen Stuhle-, der Cardinal und Jesuit Bellarmin, schrieb ein eigenes Werk, um die Verwerflichkeit dieses Eides zu zeigen. Jedoch eine bestimmte Erklärung des römischen Hofes, worin denn eigentlich da- Seelenverberbliche bieseS Eides bestehe, war mit allen Bitten und Vorstellungen nicht zu erlangen. Unb so geschah eS, baß mancher Priester in England fich lieber hinrichlen ließ, als baß er ben Eid geschworen hätte. König Jacob, bet bo* immer auS mancherlei politischen Grünben, zum Theil auch auS Furcht, mit dem römischen Stuhl auf friedlichem Fuße zu stehen wünschte, ließ nun durch den franzöfischen Gesandten in Rom anbieten, er wolle den Papst als den vornehmsten Bischof und Vorsteher der Kirche anerkennen, wenn der Papst nur dem angemaßten Recht, Könige abzufetzen, entsagen wolle. Aber Paul V. gab zur Antwort: er könne daS nicht thun ohne selber in Ketzerei zu verfallen. Wie weit es mit diesem Anerbieten deS Königs Jacob Ernst war, muß freilich dahingestellt bleiben; er für sich konnte es anbieten, aber für die englische Nation, für da- Parlament , das ein gewichtiges Wort hätte darein zu reden gehabt, konnte er das nicht anbieten. Durch dieses Verfahren des Papste- war die Lage der Katholiken in England furchtbar peinlich geworden. Die Priester mit dem Tod auf dem Blutgerüste bedroht, die Laien Gegenstand bes allgemeinen Argwohns, gehaßt unb verabscheut von ihren Mitbürgern, schweren Erpressungen preiSgeg.'b.'n, ihnen schien kaum eine andere Aussicht zu bleiben, als die der steten Verminderung und des allmählichen AuSsterbenS, unb in bet Thal waren sie im Jahre 1630 nach Angabe eines päpstlichen Agenten auf 150,000 zusammenaeschmolzen. Wohl konnten sie durch einen der ihrigen, einen Geistlichen NamenS Leander, zu Rom Vorstellungen machen lassen, baß der katholische Kleru- für bie Autorität bes päpstlichen Stuhle- mehr gelitten habe als die anderen Gläubigen. Derselbe Theologe stellte in Rom vor: der neue König Jakob, Sohn de- unglücklichen Karl I., sei erstaunt, daß Lehren, welche in Frankreich zugelaffen seien, in England verdammt fein sollten; allgemein werde gesagt in England: daß die Päpste jene Lehre vertheidigten, mit welcher die Urheber der Pulververschwörftng ihren Mordanschlag auf König und Adel von England beschönigt halten. Aber wie früher, so waren auch jetzt wieder alle Vorstellungen vergeblich. Man hatte dem Papst vorgehalten, daß der Wahn von der Verdienstlichkeit eines im Interesse dec Religion begangenen Morde- weit verbreitet sei; daß e- fo schimpflich und so nachtheilig für die katholische Religion fei, daß eben diese falsche Lehre durch die Schriften der Jesuiten jetzt befestigt werde, und daß e- dringend geboten sei, daß einmal ein Papst offen und feierlich diesen Jrrthnm verdamme. Aber in Rom blieb man stumm; nicht einmal daS konnte erlangt werden, daß die schlimmsten unter den jesuitischen Schriften, welche dcn KönigSmord empfahlen, auch nur auf das Verzeichnis der verbotenen Bücher gesetzt worden wären. Nun aber müssen wir einen Blick auf die Insel Irland werfen. Alle Ereignisse, bie fich in Irland zutrugen, kamen hinzu, um ben Haß unb Abscheu Englands gegen Nom zu schärfen und die Päpste als die unversöhnlichsten und gefährlichsten Feinde Englands erscheinen zu lassen. Vor mehreren Jahrhunderten, in der Mitte deö zwölften, hatte, ruf daS Vorgeben hin, daß Kaiser Constantin alte Inseln dem Papste geschenkt, Hadrian IV. Irland dem König Heinrich II. von England zugetheilt. In den Zeiten der englischen Bürgerkriege im 15. Jahrhund-rt war die englische Herrschaft auf der Insel wieder verfallen. Der Papst hatte dem irländischen Volk einprägen lassen, daß ihre Insel päpstliche- Leben fei, über welche- die Päpste zu verfügen hätten, sobald bie englischen Könige ihre Vasallenpflicht'n nicht erfüllten. Darauf fich stützend, hatte Gregor XIII. einen päpstlichen Legaten, einen Englänber NamenS Sander-, mit italienischen Offizieren nach Irland gesandt, irische Qberfeldberren ernannt, um bie Einwohner zum heiligen Kriege gegen England aufzuford rn und anznführen. Damals nämlich hatte die englische Regie, rung ben Jrlänbern bie Uebung deS katholischen Gottesdienste- genommen, ohne jedoch fie zur protestantischen Lehre bek.hren zu können. DaS Unternehmen mißlang, unb bei bem Tobe Elisabeth- im Jahre 1603 war Irland vollständig der englischen Herrschaft unterworfen. Da brach der Aufruhr deS Jahre- 1642 aus, und ein Blutbad erfolgte, in welchem Tausende von in Irland Deutschland sich breit macht, auf Den britischm Inseln noch nicht Eingang gefunden hat. Ein anderer Vorzug England- ist bie Heiligbaltung deS Sonntag-, welche dort allen Kirchen und Parteien am Herzen liegt, wenn sie auch zur Stunde von judaisir iiden Uebertreibun- i. Ein päpstlicher Nuntius kam, bemächtigte sich auf!gen nicht frei fein mag. Was ich aber vorzüglich hoch anschlagen möchte, ist die Tbat>ache, daß England loSgcrissen, entweder an einen spanischen ober jener kalte stumpfe Jndiffer.ntiSmuS, der sich auf dem (Kontinent wie ein giftiger Mehlthau auf tinent Pflanzschulen für katholische Priester dir ur England wirken sollten, errichtet; diese wurden im strengsten katholischen System erzogen, und die ersten von ihnen kamen jetzt um 1570 nach England. Gleichzeitig begann auch jetzt erst dec feit kurzem gegründete Jesuitenorden lerne Tha- tigfeit in England; nun erst trat eine Absonderung ein: viele die bisher äußerlich an dem öffentlichen Gottesdienst th ilgenomm n, sonderten sich ab, und in diesem Augenblicke erschien dre entscheidende Bulle deS Papste- Pius V., die nicht nur die Königin Elisabeth deS Thrones ent,etzte, sondern auch allen Engländern bei Strafe deS Kirchenbannes gebot, sie nicht mehr als Königm anzuerkennen, ohne jedoch ben Engländern einen andern König oder Regenten, dem fie zu gehorchen hätten, zu bezeichnen, so daß nun auch alle Katholiken, welche nicht rebellirten, vom Papst ercommiinicirt waren, und die einzige Absicht diese- PapsteS. welcher schon vorher die Königin durch Meuchrlmord auS dem Wege zu räumen versucht hatte, auf einen allgemeinen Zusammensturz und blutigen Bürgerkrieg in England gerichtet zu fein scheinen mußte. Eine Reihe von Komplotten, Verschwörungen, 'Aufständen folgte nun dort. Die Königin Elisabeth konnte mit Wahrheit sagen, daß ihr Leben täglich und mehr als irgend eines in Europa bedroht sei. So viel man zum Theil aud erst jetzt veröffentlichten Quellen wahrnehmen kann, wollten damals . die cifrigsten in der päpstlichen Partei den König Philipp von Spanien zum Herrn von England s machen; der Gedanke war nicht so ganz seltsam, al- er auf den ersten Blick erscheinen möchte, da Philipp, wie wir und erinnern, der Gemahl der verstorbenen Maria gewesen war, jedoch ohne die Rechte eine- englischen König- zu haben. Eine neue Bulle de- PapsteS SirtuS V. im Jahre 1585 erschien in bem Augenblicke, wo Philipp die große Armaba, bie mächtige Flotte zur Eroberung und Bekehrung Englanb-, auSrüstete; fie sollte biefe spanische Invasion unterstützen, unb ,te wiebrrholte daher b;e Absetzung der Königin Elisabeth auch darum, wie eS in dieser Butte hieß, weil nur der Papst allein zu bestimmen habe, wer König von England sein solle. Im Hinblick auf diese Thaten und Biitten seiner Voraänger äußerte ein späterer Papst Urban VIII.: diese Päpste, Paul III., PiuS V., SirtuS V.,"seien es, welche den Verlust England- verschuldet haben. Nun wurden die Gesetze gegen Die aud bet Fremde gekommenen Priester härter, und die bloße Verrichtung priesterlicher Handlungen konnte selbst mit bem Tode bestraft werben. Wirklich wurde auch eine beträchtliche Anzahl katholischer Priester hingerichtet. Huch sie starben mit großer Standhaftigkeit. Die englische Regierung blieb j.doch dabei, daß sie nicht der Religion, sondern der Politik wegen verurteilt wurden. Den ersten welche zum Tode verurtheilt wurden, hatte man näm'uch Fragen vorgelegt, aud deren Beantwortung sich ergab, ob sie in fiaatliljen Dingen nach dem Papste oder nach den Landedgesetzen sich richteten, und die welche sich im Sinne des Gehorsams gegen die Staatsgesetze au-sprachen, wurden verschont. Nun aber hatten bamald die Jesuiten ihre Lehre vom sogenannten Tyrannenmorde zum System audgebilbet, und hatten biefe Lehre mündlich unb schriftlich im weiten Umkreise verbreitet. Daran- baß die Päpste lehrten, daß sie das göttlich gegebene Recht haben im Interesse der Religion, jeden Monarchen abzusetzen und alle seine Amtshandlungen und Gesetze zu entkräften, folgt, daß der Abgefetzte, falls er sich noch in feiner Würde zu behaupten suchte, ein Usurpator und Tyrann ist, unb dann darf man ihn umd Leben bringen. Daß mit dieser Lehre, welche in vielen Schriften vorgetragen wurde, bad Leben jedes Fürsten, der etwa dem römischen Hof mißfällig wurde, gefährdet ist, zeigte in jener Zeit bie Ermordung bed Königs Heinrich III. , zeigten die wiederholten Attentate auf bad Leben bed vierten Heinrich von Frankreich, die Mordanfälle auf Wilhelm von Oranien in den Niederlanden, wie denn auch diese beiden Fürsten, Heinrich IV. und Wilhelm, zuletzt den Dolchstößen religiöser Fanatiker erlagen. War man nun schon in England geneigt, in jedem Katholiken einen gebornen Feind de- Staates und des Staatsoberhauptes zu erblicken, so kam im Anfang bet Regierung beS neuen Monarchen, Jakobs I., die Pulververschwörung hinzu, um bad Maß beS Unheil- für bie unglücklichen Anhänger bet alten Kirche voll zu machen. Das 9ül denken an jenen satanischen Plan, den König zugleich mit dem Parlament in die Luft zu sprengen, unb an bie Entbecknng biefed Planes wirb heute noch in England durch einen kirchlichen Festtag begangen. Auch hier mußte wieder der päpstliche Stuhl verhängnißvoll sich einmischen: Clemens VIII. nämltch, der schon einige Jahre früher den König Heinrich IV. von Frankreich hatte bewegen wollen, dem spanischen Könige bei Eroberung England-, die immer noch nicht aufgegeben war, Hülfe zu leisten, hatte kurz zuvor die Katholiken insgeheim aiifgeforbett, die Thronbesteigung Jakobs nach dem Tode der Elisabeth zu verhindern, damit Raum für den katholischen König von England bleibe. Unb nun waren englische Jesuiten tief in dieses Complott der Pulververschwö- ——n —n-ftvrfpH von ihnen, für w«ivcn auch htngena-trt, einer entkam. König Jakob, in bem Drange fein unb feine- Sohne- Leben gegen solche fanatische Attentate •'S1'/**1 n-hme. s >tr iz-ngrrN" - dm spiel unb S-dwirngke berochen,, die )' a^ichwa«. Diesen u Mi« fall'" l»'° 3od) dst S'aati bar ß- »W ktNNtiW der i eine Süfflich H \=M W w“ Mt btt St-at- fiimmung perM IheilS aud Laien I bazmatischt oder zwei berühmten ? von Geistlichen a Zener zahlreiche 1 ftattfanb hat ha Ein jwil Landes aufaehäir bände des ssl-rus ASiperschist suhl! gegenüber vhnm »öiliq unzureich^ Kirche, ist die i Ungewißheit für Die Berschiedenl jtaigt, welche b\ diese drei Kircher in der tnglif^tn nennt, die niedere katholische Kirche. mnS zu sein, die zu vertreten. Dii keine Wissenschaft Omeeza des Chri bad Papstthum, von dem Ruhm keine wachsende sten noch im Foi saphischen unb t eine organijirtt J fiittn btt GM eine Mischung vo; gerabe wegen ihre #n, und wegen Arche. Sie legi behaltung der Die drill ihren Teguern nennt. Ihr Hc tthnt den Rauif ssch an die vorh welche die apost Küchen, deren ( margenländischer die wahre aUgei licht Verschuld bunbene Zweigb rammen, wieder schattenden *yaui ,, . Das iii । 7 Ansehen in (j stlandt nun nicht ern Lande, ist i« Stm,bl m dem auch < LMen Weck. - t Sinigung s^ •Äl sw* dtworden. Ler Wri mA Werbt, 6 -•S"i Ä vor. bl * Mo«W« . v°rge jit un papstlichrr 'r Ablkhnuva -olbaten, tie »btnöeHfc S^Unfer, 18 •$ Mr* fflm m Dtolt, "-Eich vn, til6t )u lüfen, '"">. Um bit: «aen. Elisa, 1 Endliche unb Dti lkieblichm n°$ schütt ju - deshalb solltc ‘ ■ Nt in Enz- den, in ihr 1. und jtarl L, i- Jene beiden ze eine Hanpt- heioonagenden iorzäntzerin der ine permanente Über eine kirch- Cebnsucht nach Verebter, nach.- kban hat. Sie Wichten, das e die zuckenden, it qerijsen, den .nntm die Klage userleqen wollte ! 1634, wußte« mtaner und dle a katbolißrende«'; -aß aegen alle«, : t. Die Anklage eine Vereinig^!- ■ unb tr ftatb ui ' nidjt old dei bit ibm dai des Cardinals- -eMe- Mlitfy, in den ,e^e vollüändi;. yterianer, Jude- , ilif fiel ach bit zthum au$ die 1662 chn ljrche fit * Staatskecche da aal. Welch C- Zeit Tlis-bettl »erfung unter di< Ts war dal 'ihre Canfamilil ligiösen Anßchi" ■ ffe die vierjährig' >lllt er nickit bk ittn Kirchen a°' - den je,uit,tche° 1 it n ®»b w» - chl einmal mehr in, alS der N • ■ entt^M beulen. ;et Zelt rette h"> Hunderts, 9 die. weil !» » ' ffch verdranzr' auf bit gedkäni nur ganit Schichten der Bevöckemng gelagert hat. auf den britischen Inseln noch keine Stätte besitzt. Wie weit auch der Sk.pticisnius in der jüngeren Generation in England um sich gegriffen haben wag, im Ganzen und Großen nimmt England lebhaften Antheil an den kirchlichen Interessen und Frage». Eme unnatürliche Scheidung und feindliche Gegenüberstellung von Laien und Elerud, wie man eS als Frucht des UltramontaniSmuS in katholischen Landern ficht, ist dem Engländer vollkommen fremd, so zwar, daß unter dem Einfluß der herrschend n Sitte auch unter den englischen Katholiken die Beziehungen zwischen Priestern und Laien intimer und verirauensvoller find oIS anderwärts. Was die freie von der Kirche angeregte und geleitete Thatigkeit und Opferwilligkeit der religiösen Engländer für christliche Volksschulen, für den Neubau von Kirchen seit 30 Jahren geleistet hat, bad übertrifft weit d.e Leistungen anderer Nationen. Die Theilnahme am sonntäglichen Gottesdienst ist bei den hohen und niederen Ständen in England nicht Ausnahme, wie z. B. in Frankreich, sondern Regel. Kürzlich, October des verflossenen Jahres, hatte der Eongreß zu Nottingham, an welchem 16 Bischöfe und gegen 3000 Geistliche und Weltliche aus den verschiedensten Ständen theilnahmen, ein für andere Nationen beneidenSwertheS Schauspiel bargestellt. Die wichtigsten religiösen Fragen der Gegenwart und die speclellen Bedürfnisse und Schwierigkeiten der anglikanischen Kirche wurden hier mit einer Gründlichkeit und Würde besprochen, die jedem Deutschen die stillschweigende Frage nahe legt: ob wohl daS auch bei und möglich wäre? _ , Diesen Lichtbildern stehen nun auch freilich dunkle Schattenpartien zur Seite. Drei derselben fallen sofort jedem näher Zusehenden ind Auge'. Erstens bad, was man in England mit einem sonst ganz unbekannten Namen TerracianiSmuS (?) nennt. Damit meint man das drückende Joch bet Staatsvormunbschaft, unter welcher die englische Kirche, wie sie sagt, leibet — ein Joch, daS sie allerdings sich selbst aufgelegt hat, unb noch tagtäglich durch Unterzeichnung ihres Bekenntnisses bet 39 Artikel befestigt; benn die englische Kirwe, welche in ihrem Besenntniß eS für eine göttlich geoffenbarte Lehre erklärt hat, daß Kirchenverfammlungen, Concilien nicht ohne Gr- laubniß der weltlichen Fürsten gehalten werden dürfen, woraus bann allerdings folgerichtig daS Recht der Staatsgewalt, keiner authentischen Declaration der Lehre ohne ihre Controle ihre Zustimmung zu erstatten, sich ergibt — der König oder die Königin, jetzt vertreten durch den größten- theils aus Laien bestehenden geheimen Rath, Privy council — welcher geheime Rath für jede dogmatische ober gottesdienstliche Frage die oberste Instanz bildet — seine Entschelvungen in den zwei berühmten Fällen, dem Home- und Denison-Fall, haben vor einigen Jahren ganze Schaaren von Geistlichen an, der Kirche, die ihnen durch diese Knechtschaft entweiht schien, hinaudgetriebeu. Jener zahlreiche Uebertritt englischer Geistlicher zur katholischen Kirche, welcher vor einigen Jahren statlfand hat hauptsächlich seinen Grund in dem TerracianiSmuS gehabt. Ein zweites großes Nebel ist die religiöse Verwahrlosung der in den großen Städten deS Landes aufgehäuften Menschenmassen. Die Kirche mit ihren gegenwärtig durch die Familien bände des Ebrus gehemmten unb beschränkten Maschinerien unb ihrem Mangel an geistlicher Körperschaft fühlt sich diesem immer weiter um sich greifenden Heidenthum von Millionen Menschen gegenüber ohnmächtig, und alle bisherigen vereinzelten Versuche unb Bemühungen haben sich als völlig unzureichend bewiesen. Doch die größte Schwierigkeit, daS schmerzliche Leiden der englischen Kirche, ist die innere Zwietracht der Gegensätze der Parteien unb Systeme, und die peinigende Ungewißheit für Weltliche und Geistliche, welches die unvermeidliche Folge dieser Disserenzen ist. Die Verschiedenheit der Ansichten, welche im Schoße dieser Kirche sich finden, ist größer als diejenige, welche die englische Kirche von der lateinischen ober der griechischen trennt, wenn nämlich diese drei Kirchen nach ihrem Bekenntniß gemessen werden. Drei große Parteien oder Schulen in bet englischen Kirche ringen ba um die Herrschaft, bie evangelische ober, wie fie sich selbst nennt, bie niebere Kirche (oie Low church), bie „Brightkirche" und die Hochkirche ober die anglo- katholische Kirche. Die erste behauptet, die Erbin des alten in England eingebürgerten Ealvinis- muS zu fein, bie Grundsätze unb Lehren deS Protestantismus, wie er im 16. Jahrhunbert war, zu vertreten. Diesen Evangelischen fehlt jede theoretische Bildung, sie besitzen nut eine populäre, keine wissenschaftliche Literatur. Für sie ist die alte calvinische RechtfertigungSlehre Alpha unb Omega bed Christenthumd, in ihrer Mitte vorzüglich concentrirt sich der alte ererbte Haß gegen das Papstthum, unb baher auch bie antipapiftische Deutung bet Apokalypse. Sie zehren noch von bem Ruhm ihrer größeren Vorgänger unb den von diesen gearündeteil Stiftungen, find aber keine wachsende Partei, vielmehr bad Gegentheil. Dagegen find die Brightkirchen als die jüngsten noch im Fortschreiten begriffen, angeregt unb genährt burch das Studium der deutschen philosophischen und theologischen Literatur, find sie mehr ein Verein geistig verwandter Gelehrten als «ine orqanifirte Kirchenpartei, find aber von nicht gering anzuschlagendem Einfluß auf die Ansichten der Gebildeten der Laienwelt. Als Eklektiker erkennen fie in jeder größeren Kirche nur eine Mischung von Wahrem und Irrigem, Gutem und Bösem, unb halten die englische Kirche oerade wegen ihrer Verbindung von altkirchlichen und protestantischen Dvctrinen und Emnchtun- aen unb wegen der großen in ihrem Schoß gewährten Meinungsfreiheit, für die relativ beste Kirche. Sie'legen weniger Werth auf die Form der Kirchenverfaffung, um so mehr auf die Beibehaltung bed die englische Kirche an den Staat knüpfenden Bandes. Die dritte für unseren Standpunkt anziehendste große Kirchenpariet ist die, welche von ihren Gegnern die hochkipchliche oder ritualistische genannt wird, sich selber die anglokatholische nennt. Ihr Hauptfitz ist die Hochschule von Orford, von der fie auch den Namen Wt. «Sie lehnt den Namen protestantisch durchaus ab, hat sich seit etwa 40 Jahren entwickelt und schließt sich an die vorhin erwähnte Rotte von Theologen des 17. Jahrhunderts an. Dieses ist die Kirche, welche die apostolische Succession bewahrt, und ba biese Succession sich nur bei den drei großen Kirchen, deren Continuität nie unterbrochen worden ist, findet, der abendländisch katholischen, der morgeniändischm und der englisch bischöflichen, so bilden, sagen fie, diese drei Kirchen zusammen die wahre allgemeine Kirche, einheitlich in der Wurzel, aber im Laufe der Zeiten durch menschliche Verschuldung und göttliche Zulassung in drei große äußerlich getrennte, aber innerlich verbundene Zweigbäume auseinander gegangen — drei Zweige, welche, wenn die rechte oeitge* kommen, wieder zusammenwachsen werden in einen einzigen, die Welt mit feinem taub über, schatten^nigen Worten die Anschauung dieser durch daS Gewicht ihrer Kirchen, durch ihr Ansehen in England so wichtigen Kirchenpartei ober Schule. Diese anglokatholische Kirche glaubt nun nicht im Widerspruch zu stehen mit bem Bekenntniß der englischen Kirche, sie nimmt an daß die 39 Artikel, abgesehen von der Ansicht der Urheber doch ,o gefaßt seien, daß fie eine Auslegung in dem Sinne bet alten noch nicht gespaltenen Kirche znlassen, und daher auch von Männern ihrer Richtung unterzeichnet werden können. Von dieser Fraction der englischen Kirche gehen bann auch bie Vorschläge zur Vereinigung ber Kirchen vorzüglich and Nirgends, m feinem andern Lande, ist so viel geschrieben, gewirkt und unterhandelt worden, um eine Kirchenvereinigung au Stande zu bringen, als seit acht oder neun Jahren in England. Ihr angesehenster Theologe, von bem auch die ganze Fraction den Narmn hat, Pusey in Orford, hat neuestens in einem größeren Werk, Eio^txöv, Friedensstiftung, betitelt, zu zeigen gesucht, wie verhaltnißmaßig eicht die Einigung sein wurde, da die Lehren, in denen die beiden Kirchen überetnftimmen, so zahlreich ftnb indessen ist zu bedenken daß alles das vor den bekannten Beschlüssen deS vaNcamschen ConcilS an deren Möglichkeit auch in England Niemand dachte, geschrieben worden ist. Jetzt allerdings ist eine solche Union, wie fie noch vor ein Paar Jahren in England angestrebt wurde, nämlich eine korporative Union, d. h. eine Union ber ganzen Kirchen mit einander, unmöglich geworden. ___ | Ich fürchte, Sie schon zu lange hingehalten zu haben, aber ich will von Ihnen jetzt doch nicht Abschied Nehmen, benn eS würde, fürchte ich, ber Eindruck Zurückbleiben, daß vieles, was Sie erwarten, noch immer nicht zur Sprache gekommen ist. Es jcheint zunächst nahe zu liegen, daß doch, so weit dies in einem engen Rahmen geschehen kann, nachgewiesen werde, wie eS benn mit den einzelnen Lehren steht, mit ben großen Differenzpunkten unb den Streitlehren, Inwiefern hier eine Verständigung möglich fei, ober nicht. Ich behalte Mir vor, um nicht dieses Gefühl des UnbefriedigtseinS bei Ihnen zu hinterlassen, in ber nächsten letzten Stunbe am nächsten Mittwoch diesen Gegenstand noch, so weit c9 in bei Kürze möglich ist, zu besprechen." Deutschland. Berlin, 16. März. Alle, die Soldaten gewesen sind und dle schwere Zeit des Einexercterens durchgemacht haben, wird es interefsiren, daß beim preußischen Balancirschritt die hohe Kniehebe des vorschwingenden Beines aus dem Gehenlernen und Gehen der Soldaten verschwunden ist. Dafür wird diese an sich sehr wichtige Uebung wohl beim Turnen der Soldaten eingeführt werden. Unfern neuen Reichsgolvmünzen macht man vielfach den Vorwurf einer unschönen Ausprägung. Dafür haben sie die gute Eigenschaft einer sehr genauen AuSmünzung, so daß man wenige Stücke finden wird, die von dem vorschriftsmäßigen Gewicht in irgend merklicher Weise differiren. Bet uns werden von dem übernehmenden Beamten die einzelnen Stücke nach dem Gewichte controlirt. Zn andern Staaten, z. B. Frankreich, geschieht das immer gleich mit größeren Partien, die sehr wohl dem vorschriftsmäßigen Gewichte entsprechen können, ohne daß die einzelnen Stücke genau ausgemünzt wären. Bonn, 18. März. Die gestern hier stattgehabte, von fast 100 Delegirten vieler Städte besuchte Altkatholiken-Conferenz beschloß u. A., im Monat September einen großen Congreß in Köln abzuhaltea und eine Petition gegen die Jesuiten an den Reichstag zu richten. Breslau, 14. März. Die Schles. Ztg. meldet: „Die katholischen Casinos h^aben als offenkundige Ausgangspunkte gewisser Agitationen dle Aufmerksamkeit der königlichen Regierung in besonderem Grade auf sich gezogen. In hervorragender Weise aber scheint dies an dem Sitze der königlichen Regierung zu Oppeln selbst geschehen zu sein, da dort, wie der Schles. VolkSztg. gemeldet wird, dakatholische Casino auf Grund des §. 8 des Vereinsgesetzes geschlossen worden ist. DaS energische Vorgehen der Regierung gegen die gefährlichen Bestrebungen einer staatsfeindlichen Partei hat sich in den letzten Tagen auch auf andere Weise do- cumenttrt. Eine für Krappitz, O.-Schl., angesagte Mission (wahrscheinlich Jesuiten- Mission) ist von Seiten der königlichen Regierung zu Oppeln untersagt worden. Ferner hat die königliche Staatsanwaltschaft zu Neustadt, O.-Schl., die Anklage gegen den katholischen Voltsverein zu Ober-Glogau auf Grund des §. 8b oes Vereinsgesetzes erhoben. Nach dem betreffenden Passus dieses Gesetzes dürfen Nämlich Vereine, welche bezwecken, politische Gegenstände in Versammlungen zu erörtern, „nicht mit anderen Vereinen gleicher Art zu gemeinsamen Zwecken in Verbindung tr ten, insbesondere nicht durch ComiteS, Ausschüsse, Central-Organe oder ähnliche Einrichtungen, oder durch gegenseitigen Schriftwechsel"." Frankreich. Paris, 18. März. Das „Journal osfikiel" erklärt die Nachricht von der Beendigung der Untersuchung über die Capitulatton von M-tz für verfrüht. Die Commission habe noch keinen Beschluß gefaßt und werde noch Zeugen abhören. — Aus Anlaß des Jahrestags des 18. März wurden einige militärische Vorsichtsmaßregeln getroffen, doch ist bis jetzt nirgendwo ein Anzeichen von Aufregung bemerkbar. — Hr. Fournier, der Gesandte für Italien, ist abgereist. England. London, 16. März. Die hiesige chilenische Gesandtschaft macht auf dem Annoncenwege bekannt, daß es den Fahrzeugen aller Nationalitäten bei Strafe Der Beschlagnahme von Schiff nebst Ladung verboten ist, in der Nähe der Inseln oder Seeküsten von Patagonien an der MaghellanSstraße oder der an Feuerland zu ankern oder sich diesen Küsten zu nähern. Der Grund dieser Verordnung liegt darin, daß einige britische Kaufleute, SchiffSeigenthümer oder Capitäne britischer Kauffahrteischiffe Fahrzeuge nach den erwähnten Inseln oder Seeküsten auszuschicken gedenken oder bereits ausgeschickt haben, um Guano oder andere dort gefundene Stoffe wegzunehmen und zu verladen. London, 17. März. Der „Observer" meldet, daß die Antwort der UnionS- regierung im gestrigen Ministerrathe vorgelegen- habe. DaS Blatt glaubt zu wissen, baß die Ansicht vorherrschte, die Antwort Fish'S werbe zu neuen Verhandlungen auf Basis des Washingtoner Vertrags unb ber darin vorgesehenen Arrange- mentS die Handhabe bieten. Der „Observcr" weist darauf hin, daß Granvtlle's Note England an ein bestimmtes Verfahren nicht gebunden, sondern in einem einfachen Proteste gegen die indirekten Ansprüche bestanden hätte. Amerika. Newyork, 16. März. (Kabeltelcgramm ) Wie aus Matamoras von gestern gemeldet wirb, hat der juar'stische General Rocha am 3. d. Zacatecas besetzt. Versteigerungen. Oberhcssische Eisenbahnen. 1393) Die hier lagernden abgängigen Betriebsmaterialien, bestehend auS Schmiedeeisenabfällen. Drehspänen, Federstahl, Gußeisen, Schienennägeln, Unterlagsplatten, Laschen und Laschenbolzen, sollen verkauft werden. Die Materalien sind hier einzusehen, die Quantitäten und Abnahinebedingungen bei der unterzeichneten Dienststelle zu erfragen. Versiegelte Offerten beliebe man bis zum 26. d Mts. Vormittags 10 Uhr hier abzugeben Gießen, den 17. Mä^z 1872. Hauptmagazinoerwaltung. I. A-: Günther. Allstem eine Versteigerung von Pappelyolz. | 1376) Das an der Staatsstraße von Groß'Linden gegen Lang-Göns durch das Abästen der Pappclbäume aufgearbeitete Holz soll Donnerstag den 21. d. Mts. meistbietend versteigert werden. , Anfang Morgens 9 Uhr bei der Univer- versitätsmühle. Gießen, den 18. März 1872. Großhcrzogliches Kreisbauamt Gießen. In Verh. des Kreisbaumeisters: ______Schäcker, Kreisbauaufseher. Bekan ntmachun st. 1389) In Sachen der Sparkasse Grünberg, Klägerin, gegen Heinrich Erb *v zu Weitersbain, Beklagter, Forderung betreffend, sollen t Anzeiger. Donnerstag den 11. April L I, von Morgens halb 10 Uhr an, auf dem Büreau des unterzeichneten Orts- - gerichts dahier die dem Heinrich Erb IV. zugehörigen Immobilien nebst Hofraithe, ( bestehend aus Wohnhaus, Scheuer, Stal- , lung und Brauhaus, sowie circa 57 Mor- : gen Aecker, Wiesen und Gärten, einer letztmaligen Versteigerung, unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden. Weitershain, am 16. März 1872. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Grünberg: Grobherzogliches Orisgericht Weitershain. F a u l st i ch. Holzversteigerung. 1320) Freitag den 22. März d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem Grüninger und Dorf-Giller Markwald, District Trieb, nachverzeichnetes Holz versteigert werden, als: ! 151 Eichen-Stämme von 20 bis 100 Een- timeter Durchmesser und 4 bis 12 Meter Länge, mit 108,60 Cubikmeter Inhalt, 44 Fichten-Stämme von 16 bis 25 Cen- timeter Durchmesser und 12 bis 19 Meter Länge, mit 17,60 Cubikmeter Inhalt, 116 Fichten-Stangen, zu Sparren geeignet, mit 14,40 Cubikmeter Inhalt- Hutlager von Louis Gail. 1363) Das Neueste in Seiden-, Filz- und Phantasie- Hüten ist in reichhaltigster Auswahl vorräkhig. 808) wer: Saameohandlnng (809) von Iftnb unter sehr vortheilhasten Bedingungen an der Brandgosse. (1392) 5/aoiu-a»e 39/23d Birken-Prügelholz, Eichen- „ Nadel- Nadel-Stockholz, Eichen-Reisholz, lltadel- „ Birken- „ Flur Nr. 3/153 zeichnetes Holz öffentlich versteigert den, als: I. Brennholz: lHKlftr. 334 Acker am Leufertsröder Weg, mit Korn besamt, 478 Acker auf d. Fluthgraben, 36t Acker, die mittelste Gewann, am Wiesecker Weg, Die Zusammenkunft ist in der Trieb- schneiße um die bestimmte Stunde. Grüningen, den 14 März 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. Leid ich. Mschen-Birr: pr- Flasche Frankfurter.....8 fr. Tafelbier......8 „ Gießener......6 „ Lichcr .......6 u Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 1388) Montag den 25. März 1872, von Vormittags 9 Uhr an, roH in dem Gießener Stadtwalde, Tistric: icn Haingesboden und Neuhtege, nachver: frei in's Haus, bei Georg Dörr, Kirchenplatz. „Ausverkauf" wegen Aufgabe -es Geschäfts. Aus Gcsirndheits Rücksichten habe ich mich entschlossen, mein Geschäft anfzngebcn und soll dies vermittelst Ausverkaufs geschehen. Demzufolge habe die Preise meiner sämmtlichen Vorräthe bedeutend herabgesetzt und gewähre außerdem einen Rabatt von Sechs Kreusern am dulden* Der Verkauf findet nur gegen Baarzahlung statt. Alle Neuheiten für die kommende Saison, die bereits eingetroffen sind und noch cintreffen, sind selbstverständlich damit einbegriffen. (911) zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Ehr. Jughard II, 1372) Frühkartoffeln sind zu vertäu-> fen bei Konrad Simon, Mühlgasse. 1 "MKStKSL'flWEKIKXBReeB» 6,6 R.-Meter 99,5 25 167,5 31,10 46,30 8,0 wird schnell und billigst! besorgt. Unentbehrlicher Nathgcber M für Männer! „Dr. Retau’s Selbstbewahrung.“ Zuverlässigster Rathgeber in allen Krankheiten und Zerrüttungen des Nerven- und Zeugungs-SystemeS. Mit 27 Abbildungen. 72. Auflage. Preis 1 fl. 45 fr. Vorrothig in jeder Buchhandlung, sowie in G Poenicke's Schulbuchhandlung in Leipzig. (Gegen 1 fl. 52 fr. i Francoversendung in Couvert ) (42) Feilgebotenes. 685) Liebig's Fleischextract, achtes, von Fray Bentos, und Condensirte Milch von der Anglo-Swiss Condensed Milk— Comp. in Cham (Schweiz), in frischer Sendung, empfehlen ______3- A. Busch Söhne. 763) Photographie-Rah- men und Goldleisten bei Wilh. Balser. NB. Das Einrahmen von H. Bau-, Werk- und Nutzholz: 20 Eichen-Stämme mit 2,76 Cub-Meter, 418 Nadel- „ „ 187,34 3 Birken- „ „ 0,42 „ 113 Eichen-Stangen „ 6,97 „ 500 Nadel- „ „ 53,02 „ Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Cbaussee, bei dem Bahnwärterhäuschen am Uebergange der Eisenbahn. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsftist bis 31. Juli 1872 gestattet. Die Großherzoalichen Bürgermeistereien der umliegenden Örte werden ersucht, dies 'N den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lasten. Gießen, den 18. März 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Carl Deines, Marktplatz, bei Herrn Gastwirth Schnell. Haus mit Zubehör zu verkaufen. 1096) Mein in der Brandgasse Vit. A. Nr. 202 dahier zu jedem Geschäft vortheilhaft gelegenes, sehr geräumiges Wohnhaus, zwölf Zimmer und drei Küchen, zwei Speicher, Keller, Hofraum und Stallung enthaltend, bin ich Willens aus freier Hand zu verkaufen. Zahlungsfähige Liebhaber belieben sich bei mir zu melden. Ileinr. Carl Magnus, Neuenbäuen Lit. B- Nr. 85. 1417 DÄIftr. Acker am Haddersgraben, 1130 „ „ am Haienköppel, 848 „ „ auf dem Rodt sind zu verpachten. Nähere Auskunft ertheilt (1390) Fr. Semmler. iioo) Specialität für j Mtrrschiikid-Maschincii. | ca. 4 S Aus schriftliche Anfragen prompte Ausfunft und illnstrirtes Preisverzeichniß. 41 Heinrich Lanz, Maschinenfabrik. g> Mannheim. >> Von diesen Maschinen halten Lager und liefern zu Fabrikpreisen: die Herren Flick 6» Kröll m Gießen. Vermiethungen. Turnverein. 1248) In unserem Nebenhause ist ein Familienlogis an eine stille Familie zu oer- miethen und sogleich zu beziehen. ____________ Flick & Kröll. 939) Der dritte Stock meines Hauses ist pr. 1. Juli zu vermiethen. ___________________I. G. D. Bapst. 1231) Durch die Versetzung des Herrn Stabsarzt Dr. Schäfer ist dessen Wohnung, Neuen-Bäuen B. 81, zu vcrmicthcn und bis 1. Juni zu beziehen- Näheres Neue Anlage C. 43, niittl. Stock- 989) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Näheres bei der Expedition d. Bltts._______________________________________ 1244) In Lit- A. Nr. 112 auf dem Aster- wcg ist ein Logis von 3 bis 4 Stuben, Cabinet, Keller, Holzplatz und Mitgebrauch der Waschküche zu vermiethen.____________ 1294) Im Brühl'schenHause, der Aula gegenüber, ist ein freundliches, möblirtes Zimmer zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 1303) Dienstag den 19. März, ‘ 8 Ubr Abends: Generalversammlung im Darmstädter Haus. Tages o~ r d n u n g : 1) Antrag auf Statutenänderung, 2) Rechenschaftsablage, 3) Allgemeine Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. 1374) Eine freundliche Wohnung wird von einem Beamten zu miethen gesucht. Adressen unter X. Z. in der Exped. d- Bltts. erbetep. „Liederkranz." 1391) Mittwoch den 20. März, Abends: u e b u n g s st u n d e. 1323) Schuhmachergesellen finden gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung bei Jean Noll, Neustadt Lit- D- Nr. 95. 1262) Zwei ineinandergehende Stuben sind zu vermiethen in Lit. A. Nr. 130 auf dem Asterweg.___________________________ 1316) Ein möblirtes Zimmer zu Der; miethen. Wallthor Lit A- Nr. 152.______ 1002) Zu vermiethen auf den 1. Juni, auf Verlangen auch früher, ein Famllien- logis, bestehend aus 4 bis 6 Zimmern, Kammern, Mitgebrauch der Waschküche 2c Canzleiberg Lit. B- Nr. 66. 348) Ein Gymnasiast oder Realschüler kann in einer Beamten-Familie von künftigen Ostern an Kost und Logis und zugleich auch, wenn es gewünscht wird, Nachhilfe in allen Lehrgegenftänden erhalten- Näheres bei der Exped. d. Bltts.__________ 1377) Ein Kellner zum sofortigen Eintritt gesucht. Cafö Leib. iS -s. Strohhüte vis-ä-vis der Neuen Anlage. C'T co co Der wilde Hans. Criminalnovelle von H. Engelcke. (Fortsetzung ) — Die Erwartung. Bild von A. Treidler. — Das Ver- 1343) Ein Schreiner gesucht von Adolf Hoß. werden zum Waschen, Färben und Moderni- siren angenommen von Wolters & Leo, Seltersweg. Vermischte Anzeigen. 1339) Ein braves Dienstmädchen für alle Hausarbeit wird gegen hohen Lohn gesucht- Von wem? sagt die Exped. d. Bl. ä-e Daheim Die soeben erschienene Nr. 25 enthält: __vls-d-vl& --- brecherthum in Berlin. Von A- Ragotzky. IL 1386> 2 bis 3 Zimmerleute und 1 Schreiner, — Der Sturz des Meisters. Vater!ändi- welche selbstständig arbeiten, gesucht. Nä-l scher Roman von Georg Hiltl. (Fortsetzung.) hercs Turnhalle. !— Eingeschneit auf der Pacificbahn. Von j Johannes Wilberg in New-Aork. Mit Ab- I bildung. — Am Familientische: Eine Kriegs- •' reliquie. Mit Abbildung: Graf Schmet- 1232) Ein Gärtnerbursche wird gegeff tow's Helm von Mars la Tour. guten Lohn, wwie Kost und Logis im Haus,i Zu Bestellungen empfehlen sich zum sofortigen Eintritt gesucht bei I die Ferber'sche Univ.-Buchhhandluna, Wilh. Wenzel, tm Garten. I E Heinemann, I. Ricker. 1365) Einem verehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich die Kundschaft meines verstorbenen Sohnes, des Hutmachers Louis Schild, nach wie vor bediene. Bemerke zugleich, daß Seiden-, Kork- und Filzhüte fayonnirt und wie neu aufgearbeitet werden bei billigster Preisnotirung und innerhalb 8 Tagen. Bestellungen nimmt Herr Carl Pietsch, Nahrungsberq, für mich entgegen. Balthasar Schild, Butzbach. 1375) Mehrseitigen Wünschen nachzukommen, findet Dienstag den 19. Marz im CBubsaale noch eine große außerordentliche 1 or Stellung der indischen Magie, Physik und Chemie, componirt und gegeben in einer besondern Art von Ludwig Massa, Professor der Magie aus München, statt. Entree in den Saal ä Person 36 fr., Kinder die Hälfte. Entree zur Gallerte ä Person 12 fr. Kassenöffnnng 7 Uhr, Anfang halb 8 Uhr. Die Zwischenpausen werden mit Musik ausgefüllt. Billets ä 30 fr. sind bis Nachmittags 5 Uhr in den Buchhandlungen der Herren Ferber, Heinemann und SR i cf er zu haben. Programm an der Kasse. Der Saal ist geheizt. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Coln-Mindener und Oderhessische Eisenbahn, sowie fammtliche zollamtliche» Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Redaktion, Druck und Verlag der Brühl'schen Unio«-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.