Etz.' I unb I i l 1 billigen | l I I Z bii 12 fr. Ä omeo hvvivrr Wittwe, FranlsiMn Hof. ituslmäkichm Md auf B. 67. iit " n, «klchk tiutfti®«” /älter u. iisoiderliche $oN tuW uijig- ilen. L nt wnwWl* Sion11 1 birO**| 5° . I in jU haben- 2- m d,gartf- »«»«“'’p ®uS«» i mbior. ßallTO- 5(n ^onlflrtrlä, grillt I 501,0) 9 ' | » b<” II / 'b “,b' d Gießener Anzeiger. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. Rr. LN7. Mittwoch des 18. Dcccmber 1873« Politischer T h e i l. • Deutschland. Darmstadt, 17. Decbr. In Ingelheim wurde Gebhard, in Osthofen Dcrn* bürg (beide sott chrittlich), in Ulrichstein Pfarrer Schaub (konservativ) gewählt. Berlin, 13. Decbr. Im deutschen Hülfsvcrkin für die Verunglückten bat man beschlossen, die Unterstützungen nur hülfebedürftigen Privatpersonen für Schaven, welche ihnen die Sturmfluth zugefügt, zuzuwenden, notorisch Wohl- habende dagegen zur Zeit nicht zu unterstützen und auch für jetzt von Ausgleichung der Schäden an Saaten und der Ackcrcultur abzufehen. Es sollen den wirklich Hulssbedürstigen zunächst ersetzt werden : der Verlust an Haus» und W rthschafts- geräthcn, an Kleidung uno Wintervsrräthen, den Handwerkern an Handwerks- zeug und Fischeretgeräthen, den Küstenfahrern die Nachten und Boote, ferner sollen die Leute durch Mittel des Vereins in den Stand gefetzt werden, den Ge- werbetrieb fortzusetzcn, um sich vor Roth im Winter zu schützen. Nach den bis- herigcn amtlichen Ermittelungen bedarf es zur Entschädigung der hülfSbedürftigey Prtvatpersonin (also abgesehen von Wohlhabenden, Eorporationen, Verbändet,) im Ganzen eine «Dumme von S1/^ Millionen Thalern. Der Schaden Vieser Kategorie beträgt für Reu-Vorpommern und Rügen 9 5 0,000 $ bin, für Schleswig-Holstein 2J/2 Millionen Tyli> für Lübeck 50,000, für Travemünde 66,000 Thlr., für Mecklen» bürg und Oldenburg ist der Schaden noch nicht ermittelt (avcr es kann sich doch auch hier nur um die nöthige „Unterstützung", nicht um „Entschädigung" handeln, wie etwa bei Versicherungen ober Expropriationen.) Berlin, 14. Decbr. Die älteren!, in Deutschland geprägten Goldmünzen sollen jetzt eingezozrn werden, und diese Maßregel erstreckt sich, da sie di« Goldkronen »och nicht begreift, auf die preußischen Friedrichsd'or, die seit 1856 nicht mehr geprägt wurden, aber noch bis vor die Mille des vorigen Jahrhunderts zurückreichen, die hannoocr'jchen Pistolen und Ducaten, die kurhessischen Pistolen und die Ducaten der vormaligen freien Stadt Frankfurt. Es «st daraus hingewiesen worben, daß, wenn nach dem Reichsgrsetz wegen Dcrbinclichkeit zum Schadensersätze der Eisenbahnen ein Verschulden der Getöbteten und V rlitzten — im Falle das Unglück nicht durch höhere Gewalt entstanden ist — nachgewiesen haben, von den Hinterbliebenen der in Fabriken Getöbteten oder Verletzten der Nachweis zu führen ist, daß der Unfall durch ein Verschulden des Fabrikherrn ober dessen Beamten entstanden ist. Berlin, 15. Dccember. Fürst Bismarck ist gestern Abend hierher zurück- gekehrt uno so Darf man hoffen, bald etwas Genaueres über seine Pläne zu v rnehmen. Bis dahin wird mm am besten alles weiteren Kopfzerbrechens übe» dieselben sich enthalten. Die einstweiligen Versionen leiben entweder an inneren Wioersp'üchen oder doch an vollständiger Unsicherheit. Die Commission des Ab- geordnetenhauses, welcher der Gesetzentwurf wegen Abänderung bcS Gesetzes vom 1. Mat 1851, betreffend die Einführung einer Claffen- und classificirten Ein- kommenftluer, zur Btralhung überwiesen worben ist, hat vorgestern ihre gemeinsame Arbeit begonnen. Berlin, 15. December. Zwischen den Iustiz-Ministern Preußens, Bayerns, Württembergs, Sachsens unb Badens haben in Sachen der Reichs-Iustizgesetzgebung bereit» zwei Conferenzen stattgefunoen, denen in den nächsten Tagen noch einige folgen werden; am Donnerstag werben die Besprechungen schließen. Dieselben haben einen streng vertraulichen Charakter, wie dies durch ihren informatorischen Zweck begründet ist. Es bandelt sich um einen Meinungsaustausch über den Umfang, in welchem gemeinsame Gelichteorganisakionen einzuführeu sind. B-S jetzt ist die mehrfach erwähnt« §ra^ über Den höchsten deutschen Reichsgerichtshof noch nicht berührt worden. W-e mun hört, findet die Idec eines solchen Gerichts- Hofes von feiner Seite Beanstandung, und es dürften Meinung-Verschiedenheiten ieoiglich in B zug auf die Ausführung dieser allerdings tief eingreifenden Institution hervortreten. Den Vorsitz bei den jetzigen Besprechungen führt Der preußische Justiz-Minister Dr. Leonhardt, und hat, wie verlautet, dessen rückhaltSlofe, offene Darlegung über die Stellung Der preußischen Regierung zu ter ganzen Angelegenheit auf die Mitglieder Der Centnenz einen u ohlthu. nden und die Angelegenheit fördernden Einfluß geübt. Als Refultat Der Besprechungen wirD voraussichtlich «in Gesetzentwurf, sei es nun als Einführungsg setz zur Eivilproceß- oder Straf- proceßordnung, fei es al« Gesetz über Die Gerichtsorgomsation, hervorgehen, welcher sodann in einiger Zeit noch einmal D e Minister Conscrenz und später den Bundes- rath beschäftigen würde. Unter Dtes-n Umständen ist es durchaus unwahrscheinlich, Voß die Angelegenheiten der Reichs Iufiizg-sitzgibung schon in Der nächsten Reichs- tagssession zur Verhandlung komm n werden. — Der königlich sächsische Staats Mimst.r F.hr. v. Friesen verläßt heute Berlin; seine Anwesenheit galt der Regulirung der Angelegenheit wegen des UebergangS des Staatseigenthums einzelner Bundesstaaten (Post-, Telegraphengebäude ic.) auf Daß Reich. Diese Angelegenheit ist keineswegs, wie es nach Den Darstellungen in Den Zeitungen Den Anschein Hot, neueren Datums, sondern durch eine Bundesraty^vorlage aus dem April d. I. bereits in An.egung gekommen. Es handelte sich lediglich um Ausgleichung einer Meinungsverschiedenheit, welche jetzt durch Besprechungen zwischen Dirn preußischen Bevollmächtigten, dem sächsischen Minister v. Friesen und dem wurttembergischen Minister Dr. v. Mittnacht vollkomn.cn zur Ausgleichung gelangt ist. — Im Abgeordnetenhause begannen heute die Arbeiten ter Commission zur Prüfung De» Gesetzes über Die ProvinzialfonDS. Die Absicht geht dahin, den Entwurf in Der Commission völlig umzuarbeiten, und zwar in einem Umfange, welcher gestatten würde, sofort Diejenigen Fonds für die Provinzen auszuschcide», welche zur Durchführung der KreiSordnung erforderlich sein möchten, Berlin, 16. Decbr. Das neue Reichs-Münzgesktz dürste auch die lang ersehnte Anordnung zur Einziehung Der bunten Gruppen verschiedener Scheide- münzen bringen. Kommt es doch vor, daß in der Provinz Hessen-Nassau »ich! nur Gulden- und Thalerwährung, sondern auch ein verschiedenes Werthverhältntß zwischen Dem Thaler- und trat Guldensystewe neben einanDer bestehe« ; wodurch Den kleinen Geschäftsleuten bedeutende Verluste erwachsen. Scheidemünzen de» neuen Systems können jedoch nicht zugleich in Umlauf gesetzt werde«, »ährenD die alten noch Daneben verkehren, weil daDurch unentwirrbare 6er»irr««| entstehen müßte. Buch spiegelt gerade Die bunte Mannigfaltigkeit der Scheidemünzen, ihre Verschiedenheit in Dem Verhältnisse ihre» Metallwerth» zum WriBBett|e die überwundene Zerrissenheit der Deutschen Nation ab. Die Scheidemünzen des Guldensystems stehen aber zu Dem neuen Münzsysteme ebenso wie zu de» Thaler- systeme in einem irrationellen Verhältnisse, so Daß die Einziehung alles Gepräge nach Dem GulDensysteme nicht zu umgehen sein wird, während dies bei den Münzen D<» Tbalersystem» selbst betreffs Der Scheidemünzen weniger dringend ist. Berlin, 17. Decd». Die „Kreuz-Ztg." erfährt, daß fämmtliche Landräthe, welche gegen die Kreisordnung gestimmt haben, vor Die Alternative gestellt worden sind, entweder ihr Mandat niederzulegen, oder Zurdisposttionsstellung zu gewärtigen. Straßburg, 17. Decbr. Die „Straßb. Ztg." melDet aui authentischer Quelle, Daß ein Zuschlag auf die hiesige Tabaks-Manufactur nicht ertheilt worden sei. Die Manufaktur werde einstweilen für Rechnung de» Staates weiter betrieben werden. Oefierreich. Von ckrtcakr Seite war die Nc-chricht verbreitet worden, daß die römische Curie bei dir österreichisch-ungarischen Negierung Schritte gethan haben soll, um dieselbe zu einer Intervention gegen das Der italienischen Kammer vorliegende Gesetz, betreffend die Aufhebung Der Klöster in Rom zv vermöge«. Der „Psßh. Lloyd" ist in der Lage, diese Nachricht als falsch zu bezeichie«. Die hiploma- tische Behandlung dieser Frage hat ihr Ende erreicht, al» sich Die italienische Regierung bereit zeigte, in ihre Vorlage jene Bestimmungen «»fzunehmen, welche Die Ordinariste und Mutterhäuser von Der Säcularifirung eximtren, eine Bestimmung, zu Der man sich itslicnischerseits durch Rücksichten Der Billigkeit und über Anregung de» Wiener Cabincts herbeiließ. Seither, so fährt Das genannte Blatt fort, hat sich das Wiener Cabinet jeder wie immer gearteten Intervention enthalten und würde sicherlich in feinen mit solcher Sorgfalt gepflegten freundschaftlichen Beziehungen zu Italien auch Dann nicht Die leiseste Wandlung eintreten lassen, wenn jene Exemtiom'n von Dem italienischen Parlamente nicht angenommen würden. Die diesbezügliche Denkschrift Der Curie war nicht zu diplomatischer DiScussion, sondern nur zur Klnntnißnahme vorgelegt worden. Die Stellung unseres Caöinets in dieser Frage kann weder zu einer Mißdeutung oon Seiten Der italienischen Regierung, noch zu einer Enttäuschung im Vatikan Anlaß bieten. Die römische Curie scheint Dagegen eine« solchen oder ähnlichen Schritt bei Der deutschen Regierung gethan zu haben, Den« die „Disch. Ztg." enthielt ein Programm, demzufolge Das Reichskanzlerawt das Ansuchen des heiligen Stuhles wegen Interventton gegen das italienische Klostergßsetz ablehnend beantwortet habe. Frankreich. Paris. Die vorübergehende Ruhe in Versailles ist am Sonnabend durch Die Debatte über Auflösung oder Erneuerung der Nationalversammlung unterbrochen worden. Die Negierung ist, wie uns Der Telegraph meldet, Siegerin geblieben, indem Die Versammlung über die Petitionen zu Gunsten der Auflösung Der Kammer zur Tagesordnung überging. Herr Thiers scheint der Sitzung nicht beigewohnt zu haben, wenigstens betheiligte er sich nicht an der Debatte, sondern überließ es Dem Minister De» Innern und dem Iusttzminister, die Kastanien aus Dem Feuer zn holen. Der geschlagenen Linken wird vorn „Csnstitutionel" die Absicht zugeschrieben, daß sie in Mssse ihre Demission geben »olle. Freilich bei der RuhcbcDürftigkeit DrS Lande» Dürfte Die Hoffnung, Durch solch eine Demun- stration am wirksamsten im Interesse Der republikanischen Partei zu operiren, nicht allzu begründet sein. Wagen Die Radikalen diesen Schritt, Der doch eint inMrtcte Berufung an Der Wahl sein soll, und dieses reagirt nicht daraus, sondern geht nach wie vor seinen Geschäften nach, so unterschreiben sie ihr eigenes Todesur- theil und verhelfen Den Monarchisten zu einem Sieg aus Der ganzen Linie. Paris, 14. Decbr. In den Blättern und politischen Kreisen dreht sich Alle» um DaS große parlamentarische Schauspiel in Versailles. „Wir sind Alle Sterbliche", sagte der Fastenprediger am Hofe Ludwig» XIV., fetzte aber sogleich hinzu: „wenigstens", Sire, fast Alle." So sind such Die Franzosen alle davon überzeugt, daß die bloße Erklärung Der Nationalversammlung: „Wir sind Alle W1 i W' - feß 1 1 9 I H ! 5839) 5727) 9anj von \ I I. Ro loff am Wallthor. ve- kaust 5475) Kehr. V 'Ml se, Dccember 1) Donnerstag den 19. billig zu verkaufen. 2) ein 3) ge 4 Samstag Dienstag 6) 7) Montag Dienstag n ei I m :U'? "V tampt m II Die Interessenten werden daher aufge-> 5767) Korsetten, und zwar nur solche fordert, die Zahlung an diesen Tagen in! Fatous, welche sich durch langjährige (5r= Empfang zu nehmen und hierzu durch Vor-Wahrung dadurch erprobt haben, daß sie zeigung der Schuldscheine sich zu legilimiren. trotz gutem Anschluß keinerlei Beschwerden, Zugleich wird bemerkt, daß die auf den als: Magendrücken, in die Hüfte schneiden Donnerstag fallenden Zahltage für die und dgl. verursachen, empfiehlt Bindegewebe besieht und auf einer in der Tiefe der Lederhaut gelagerten Papille sich am Haar entwickelt, besteht auch die Umkleidung des Hufbeins, Strahlbeins, des Strahlkissens und des unteren Theils des Kronbeins aus einer Lederhautschichte, welche an der Saumrinne, dem Kronenwulst, der Sohle und den Strahl-Papillen an der Hufwand aber sehr viele parallele oben nach unten verlaufende Blättchen trägt Die Papillen produciren die Hornröhrchen, welche den Haare« ähnlich sind. Von den Weichtheilen zwischen den Hornröhrchen entwickelt sich das Zwischenröhrchenhoru, welche? die Hornröhrchen mit einander zur Hufhornmasse verbindet. Von der Saumrinne wird die Glasur des Wandbornes, von dem Kronenwulst wird die Hornwand und von den sogenannten Fleischblättchen wird die innerste Schichte der Hornwand — die Horublättchen — gebildet Der Fleischstrahl und die Fleischsohle bilden das Strahl- unb das Soblenhorn. Die Blättchen tragende Huflederhaut der Wand, d. h. die Fleischblättchen, stülpen sich nach unten und hinten gegen die Sohle um und entwickeln dort diejenigen Theile, welche man die Eckstreben nennt Die Verbindung zwischen Wand und Sohle wird durch die weiße Linie gebildet, welche aus Blättchenhorn und aus Horn besteht, welches Papillen liefert, die sich am unteren Rand der Fleischblättchen finden. Wann das Pferd auf dem Boden auftritt, so erweitert sich an den Fersentheilen der Huf; der elastische Strahl, der beim Niedertritt zusammengedrückt wird, weicht seitlich aus und bedingt so die Erweiterung der Fersentheile des Hufes. Auf dem unteren Rand der Wand — den Eckstreben und dem Strahl soll das Pferd auftreten. Wird der Strahl mit dem Messer verkleinert — oder durch unzweckmäßige Beschläge am Auftritt behindert, so tritt ein Zwanghuf ein — ein schiefer Huf, das Pferd geht, als ob es Hühneraugen hätte. Da das Charlier'sche Eisen die Ausdehnung des Husfersen verhindert, so kann dieses Beschläge unmöglich zweckmäßig sein. Durch ein Beschläge — ausgeführt von nicht hinreichend unterrichteten Beschlag- schmieden, kann das werthvollste Pferd langsam — aber systematisch total ruinirt werden. Leider sehen den ungeeigneten, fehlerhaften Beschlag die Pferdeeigenthümer nicht sofort, sondern erst, wenn schon Formoeränderungeu des Hufes sich finden. Am besten wäre es, wenn wir die Pferde gar nicht zu beschlagen brauchten; allein das geht nicht, weil auf unseren harten Straßen bei der Arbeit, die unsere Pferde leisten, sich die nicht beschlagenen Hufe bald rund laufen würden. Im Winter bei Glatteis müssen die Hufeisen, die nichts anderes sind, als ein künstlicher Tragrand, sogar geschärft werden. Das empfehlenswertheste Winterbeschläge sind die Schraubstolleneisen. Ueberall, wo Pferde zur Arbeit benutzt werden, werden sie beschlagen. Die verschiedenen Rationen haben nie oft sehr verschiedenartiges Beschläge z. B. haben die Orientalen eiserne Platten auf der ganzen Sohle. — Die Engländer benutzen ganz letchte, dünne Eisenstücke mit Falz ohne Griff und Stollen. — In Deutschland tragen die Pferde Eisen mit Griff und Stollen- — Die Franzosen machen an der Zehe so stark aufgeworfene Eisen, daß die Reitpferde einen angenehm wiegenden Gang bekommen. Am zweckmäßigsten ist ein Hufeisen ohne Griff und Stollen mit einer Falz an der Bodenfläche. Bei Anwendung dieser Eisen bleiben die Pferdebufe am besten erhalten. Will man dieses Falzeisen aber anwenden, so gilt als Hauptbedingung, daß ein guter Strahl vorhanden ist. Beim Beschlag darf der Schmied nur den Tragrand zurückschneiden und planiren — am Strahl, den Eckstreben, der Sohle darf nur das tobte Horn abgetragen werden, wird von diesen Theilen mehr abgeschnitten, so entwickeln sich Flachhufe, Vollhufe, Hornspalten, hohle Wände und bergl. mehr. Um diese kranken Hufe zu heilen, braucht man verschiedene Cureisen, namentlich werden die Stegeisen in Anwendung gezogen. Zur Bearbeitung des Hufes haben die einzelnen Rationen auch verschiedene Werkzeuge. In neuerer Zeit werden auch befeefe Hufe mit künstlichem Horn so ausgebessert, daß Pferde mit einem theilweise künstlichen Hornschuh ganz gute Dienste leisten können. DaS künstliche Horn besteht aus Gutta-Percha und Ammoniak«,mmini. Schließlich legte Prof. Pflug eine Anzahl miscroscopische Präparate von hornigen und fleischigen Theilen des Hufes vor; dann zeigte derselbe die SkUettheilc des Pferdefußes; die Weich- und hornigen Dbeile des Hufes — gesunde und kranke Hufe — Hufeisen und Werkzeuge verschiedener Nationen, das Charlier'sche und Einsigdel'sche Beschläge — L-chraubstollen-Falzeifen und Stegersen, wie solches in der Veterinäranstalt dahier gefertigt wurde und endlich wurde auch külrstlrcheS Hushorn gezeigt. Pi- r.. . Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen i bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen- Gießen, den 26. November 1872. Der Rechner der Spar- uub Leihkasse. Loeal-Notiz. Gießen, den 18. December 1872. Oberhesfische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. (Sitzung vom 4. December 1872.) D er Fuß des Pferdes. Vortrag von Prof. Dr. Pflug. ti* K■ bauter, auf 8 Federn (Druck- und C -Federn) ruhender, und sehr gut erhaltener, wird bill'.g verkauft. Das Nähere bei Herrn Joseph Mö hl, Gießen, Hintergasse. (5738) hier |u* Heil und Segen des Landes versammelt; es soll uns wohl bekommen!" el nicht thun und die Wiedergeburt der Nation fördern wird. Die Nationalversammlung will leben, so lange sie kann; die Frage ist einfach diese: Wie lange wird die Rechte noch sagen können: „Wir find die Majorität, wir find souverain, wir sind unsterblich oder verbitten uns wenigstens jede Anspielung 1 -ruf unsere Unsterblichkeit V* Je mehr Gelegenheit Thiers und die L nke der Ma- jorität bieten, wie Ein Mann zu stimmen, desto fester und diSciplinirter in der Abwehr wie im Angriffe wird sie operiren lernen; das hätte die Linke bedenken sollen; aber bedenke» ist ein Wort, was der Franzose nicht liebt, zumal nicht in politischen Dingen. PariS, 17. Decbr. Der Minister des Aeutzern, Herr v. Remusat, ließ der deutschcn Regierung die gegenseitige Aufhebung des Pahzwanges an der deutsch-französischen Grenze Vorschlägen und dürfte, wie in gutunterrichtete» Krei- sen verlautet, die Aushebung des PaßzwangeS schon Anfang nächsten Jahres 21. 24. 27. 28. 30. 31. 2 S' - UI: s Ä* Weik ' Feilgedotenes. Glaswagcn, großer, bequem 4sitzigcr, vorzüglich K ci « h' B fr 4) Freitag b) Samstag rht«»»' in dir Drcihigcr - Commission eintn auß-rordcmtich günstigru Eindruck. Di« C°mmissio°«-Mitglied«r sch-i°-n gleichfalls einem Entgegenkommen geneigter B (ein. Die Zahl der an Thi-rS gerichteten Zustimmung« - Adressen über- jjHaißtä, 16. Decbr. Die „Agcnce Hava«" meldet: Da« Ergebniß der Damst-g-sttzung hat «ine grosse B-ruhigunz der Gemüther hervorgerufen und in der Geschäftswelt grosse Hoffnungen rege gemacht. Alle Gerüchte von Mini- sterverLnderungen sind falsch. Thier« und Dufaure werden sich heute in die Dreissiger-Commission begeben. Man hofft, daß in Folge jene« E-gebntsse« eine BerstLndigung mit der Lommisston werde leichter erzielt werden können. England. London 13. Decbr. Au« Norwich, Dover, Southampton, Plymouth und dielen «aderen Küst-norten mehren sich heute die Nachrichten von den unheil- rollen Wirkungen de« großen Sturmwinde«. Doch erhalten wir in Bezug auf ben »ermißten Dampfer Eourier die Beruhigung, dass derselbe nicht untergegan. ... jg 8, wurde übel zugerichtet in der Nähe der französischen Küste wahrge- vommen und bald darauf nahm ihn ein anderer Dampfer derselben Gesellschaft in'» Schlepptau nach Southampton, wo er wohl heute einlreffen wird. Gluck- lieber Weise ist kein Menschenleben zu beklagen. London 14. Decbr. Da die Regterung Polijtsten für China, namltch kür die britische Colonie in Hongkong, braucht, so wurden solche hier aufgefor- dert a-g-n ein monatliche« Gehalt von neun L. und freie Uedcrsahrt wie Ruck- besörderunz sich zu melden. Eine grosse Anzahl hat sich sofort gemeldet und etwa 20 der brauchbarsten sind gewählt tcorien. Hell,« ist der Tode«tag de« verstorbenen Prinzgemahle und e« ist derselbe in üblicher Weise von der königlichen Familie begangen worden. Der Prinz und die Piinzessin Wale« haben stch zu diesem Zwecke nach Windsor begeben. Die Königin wird in Begleitung ihrer beiden jüngsten Kinder am 17. d. Mt«. von Windsor nach O«borne aus der Jnsil Wight gehen. Der von seinem Bischof so übel gemassregeltc irlsche Pfarrer O'K-effe hat den Proc ss gegen feinen Caplan wegen verläamdung auch in zweiter Instanz gewonnen. Der Verklagte wurde zu 250 Pfund Entschädigung und bi-Kosten ttrUr* Ponbon, 16. Decbr. Eine Deputation der geographischen und anderer Gesellschaften begab sich heute Nachmittag zu dem Mariwministcr Goschen und dem Kanzler der Schrtzkammer Lowe, um die Regierung zu veranlassen, die im Mal beabsichtigte neue Nordpol-Expedition zu unterstützen. Lowe versprach seine Ansicht mitzutheilen, sobald er den Plan geprüft hätte. Amerika. Newqork 15. Decbr. Die b'iden prriamentarischen Körper, IN welche sich die Legitlative von Alabama gespalten hatte, haben den Vorstellungen de« Präsidenten Gran-, nachgegeben und stch wieder za einer Versammlung geeinigt. Jll Washington soll die Nachricht «lngetrvffen sein, dass in Folge der unruhigen Verhältnisse in Frankreich der deutsche Kriegiminift-r allen deutschen Schiffen die deutsche Häfen »erlaffeu, anbefohlen habe, ihre Ueb-rfahrtskosten >u erhöhen, damit möglichst Wenige D-utschlaiid verlassen. Die deutscpe Gesanot- schäft soll versichert Haden, daß Selbstvertheidlgung dies.n Schritt uöthlg gemacht hab-, da die Leute möglicher Weise für een Krieg gebraucht werden fbnnlen. Die Zeitungen kritistren diese Nachricht in bitterem Tone, obwohl sie handgrelf- lich falsch ist. I Frische Hefe bei Carl Heil, Schloßgasse. 5816) Eine Parthie kleine kupferne Wascsikcsscl, sowie Backformen, in gutem Zustande befindlich, welche feit her leihweise ju haben aren, sind, um damit zu räumen, Ausgehend von dem Sprückwort, daß ba§ Pferd nur einen Fuß habe, erklärt Pflug, welche Theile man unter den Fuß des Pferdes zu verstehen habe. Er fetzt auseinander, daß es diejenigen Theile sind, welche der menschlichen Hand oder dem menschlichen Fuße entsprechen, also vom Vorderknie des Pferdes und dem Spurgelenk nach abwärts liegen. Die Knochen sind unter sich durch sehr starke Bänder zu Gelenken verbunden, sie werden durch Muskelsehnen gestreckt und gebeugt. Eine Beugesehne, die sich an der untern Fläche des Hufbeines inferirt, verbindet sich mit dem höchst elastischen Strahlkissen. Blutgefäße und Nerven sind in den Weichtheilen beS Hufes in großer Menge verbreitet. Alle genannten Gebilbe seien von der Oberhaut (der allgem. Decke), deren dtvorstehen. «Histologie Pflug schildert, überzogen, denn auch die hornigen Theile am untern Ende DersMeS 16 Decbr. Der „Agence HavaS" zufolge machte die Rede des Fußes — dem Hufe — sind nichts anderes als modificirtes Hautgewebe. Gerade J . Commiffion eintn oust-rord-miich günstig«! Eindruck, wie dl-äußer-Haut ausLpiö-rmi-, r°w il-tpigkH, Papillarkörper, ll-d-rhaut und indent. w tV'_ " Feinste gestoss. Raffinade, SecttOMM. Zimniet, AiiniMsanieu, Citronen, ^landein, grosse süsse, Citronat, Pomnieranzenscliaalen, Ammonium empfiehlt (5548) Seltersweg. 5771) Junge Kanarienhähne (Harzer) 3722) Feinstes Blüthen- mehl empfiehlt I. M. Schulhof. 5836) Elve neue Sendung ge ।riefte wollene Jäckchen, Kinderhäubchen, Schlawwer, sowie Wachsköpfe, -Lichter, Perlen und -Früchte empfiehlt Markwlatz ' I-—.__griebrid; Rüger. , ------- 5828) Ich bringe hiermit meinen Kletder- 5815) Ein fermer Hühnerhund, Laden in empfehlende Erinnerung. Sehr sowie cm Dächsel, sind zu verkaufen auf billige Nocke, Hosen, Westen und der Mühle von iLchlafröcke L. Ho sch, Franz Pepp ler u. Cs mp. ‘ Sonnenstraße. Frieda Strobel, Kanzleiberg 66. Furtwanger Lotterie. Loose ä 35 fr- bei I. Roloff (5769) am Wallthor. Besondere Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Die Stadt Gießen bedarf durch die Bildung einer weiteren Schulklasse einen geeigneten Raum, in welchem etwa 50 Schüler unterrichtet werden können. Besitzer von solchen Lokalitäten wollen ihre desfallsigen Offerten bei uns abgeben. Gießen, den 13. December 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. (5802) Vogt.______________ Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: fließen 5755) von -1 5729) S. Jsa«k aus Darmstadt Je W. Knicks Schmiedmeister, Schäfergasse 13, in Frankfurt a. M. 5806) Die Unterzeichneten erlauben fich, ihr reichhaltiges Lager in wollenen Strickgarnen, wollenen und baumwollenen Strumpfwaaren für Herren, Damen und Kinder als: Unterbeinkleider, Gesundheits- oder Schweißjacken, Unterjacken, Prima-Winterschuhe und Stiefel in Filj- Litzen, Halblitzen und Salband, besetzt und unbesetzt, i.. Handschuhen von Buckskin, gewebt und gestrickt, Pulswärmer, Stauchen, Kaputzen, Baschliks, Fanchons, Hütchen, Cachemirfhawls, Flanell und gewebten Sayethemden in verschiedenen Größen, hiermit bestens zu empfehlen. Trotz dem Aufschläge der Rohmaterialien und Arbeitslöhne sind die Preise billigst gestellt und sind wir durch Aufstellung mehreren Strickmaschinen im Stande, alle t» deren Fach einschlagende Artikel elegant und rasch auszuführen. •9. A. Busch Söhne. Meinem Giesien und der Provinz zu Weihnachten gewidmet. Wilhelm Orbig empfiehlt sein reichhaltiges Lager in Petroleum-Lampen und zwar von dm einfachsten bis zu den elegantesten Salon-Lampen bei billigst gestellten Preisen, unter Garantie. Wagen zu verkaufen: Neue ein- und zweispännige Landauer, sowie ein gebrauchtes viersttziges Coupe, bei Anstatt vom Stapel laufen, lasse ich diesmal in Versen Uild zwar über meinen jetzt fertigen Bienenkorb in Gießen. Man sieht ihn hoch oben vom Haus herab thronen Und kann jetzt nur Fleiß drin und Emsigkeit wohnen; Daß die Biene das Sinnbild des Fleißes ist, Weiß ein Jeder, wenn er auch nicht Bienenzüchter ist. Bringt mir keine Worte, wenn auch honigsüß Nur die Gelder kann ich brauchen und das ist gewiß. 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Doch kann ich mit gutem Gewissen versichern, Wenn mancher College auch darüber wird kichern: Ich habe für Euer gutes Geld Beinah' alle Weine und Liqueure der Welt, Selters und Soda mit Cognac und Limo nab', Gut, wenn man ein wenig zu viel getrunken hat; Bier von Lotz und Heß, ja dreierlei bei meiner Seel' Sogar von Old England hab ich anch Porter und Ale, Confekt zum Liqueure und zum Weine zu essen Bezieh' ich von London, auch Delicateffen, Portemonnaies und Etuis in Kasten und Fach, Die schönen Reparaturen besorgt mir der Bach Für die Kleinen', da hab ich ßigarrette-Tom-Pouce Ich sag' Euch, die schmecket so süß wie eine Nuß: Von Parfürmerien sogar des helles am es Mais c’est certenement pour les Giessener Dames Für Herren, aus Amerika, Paris und aus Bremen Kann ich für die feinste 30 Kreuzer nur nehmen, Weil schon seit Wochen meine Annoncen herumlaufen, Daß ich excellente Artikel zu mäßigen Preisen verkaufe, Wer nicht viel kann geben, dem muß ich empfehlen, Daß man schon bei mir für 3 Kreuzer kann wählen; Ich habe Spitzen von Holz und von Rohr Für- einen Sechser hau' ich gewiß Keinem über's Ohr, Praktische Feuerzeuge, man nennt sie die Schweden Ein Kreuzer per Kistel ist verkäuflich für Jeden; Kerzchen und Lichter von Wachs und Stearin Kennt man sie erst, legt Schwefelhölzer hin. 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M. von der DerlagS- Expedition zu beziehen: 1 fl. 36 fr. 2. in Baden, Bayern, Württemberg, Oesterreich, Luxemburg, sowie in den Staaten des Norddeutschen Bundes außer Preußen 27 Sgr = 1 ft 34 kr 3. in ganz Preußen: 1 Thlr 3 Sgr « 1 ft. 55 fr „«ÄÄK „Fmitsiiilcr Anzeiger" Reichhaltigkeit und Fülle feines Inhaltes alle Annehmlichrcilen eintv größeren Zeitung und ermöglicht es einem Jeden, dem Laufe der Tages-Ereignisse folgen zu können. Der Anzeiger bringt täglich mit der größten Raschheit in wahrheitsgetreuer un- partheiischer Darstellung eine kurz gefaßte, für Jedermann verständliche, vollständige Uebersicht der WeltcreiKnisse; nebenbei dic neuesten Nachrichten aus Nähe und Ferne, sowie Handel und Verkehr unter der zusammenfassenden Rubrik der fGfnitnUliff" allenöthigenHandelsberichte, Course, Lotterieziehungen, Verloosungen von StaatSpapteren rc. *) “tg&Q Gerichtliche und Komu- für den öffentlichen Verkehr und nal-Bekanntmachungen, sowie Bedarf, Dtenstgesuche und Ver- miethungen bilden gleichfalls einen Theil ifitfrv wie seither für des Blattes und weiden die Frankfurter $ UllimUlVlUllll den Familienkreis fort und fort dazu beitragen, deutsche Bildung, Kultur, Sitte, Wissenschaft und Industrie durch ihren Inhalt zu hegen und zu fördern. Diefelben erscheinen ebenfalls täglich und bilden jährlich zwei starke Bände. Für dieselben findet keine Extravergütung statt. Man abonuirt bei der zunächst gelegenen Poststelle, hierorts bei der Expedition, Bnchgaffe 3. *) Gegenüber der immer größeren Bedeutung, welche die Börse im bürgerlichen Leben gewinnt, sehen wir uns veranlaßt, unseren zahlreichen Lesern in Stadt und Land neben dem täglichen in unserem Blatte zu findenden Courszettel über die wichtigsten auf der Frankfurter Börse gehandelten Staatspaptcre, Prioritäten, Actien :c. auch noch zweimal wöchentlich ein vollständiges Coursblatt nach den Aufzeichnungen des vereidigten Wcch;cl-Maklcr-Syndikats mit vergleichenden Coursen, d. h. die Course der drei zuletztvergangcnen Tage nebeneinander gestellt, zu bieten, wodurch dieselben nicht allein in den Stand gesetzt sind, die Notirungen wie in jedem großen Blatt zu finden, sondern auch den Fluktuationen leicht zu folgen und so einen Werthmesser ihrer Speculationen vor Augen zu haben. Auch über die sogenannten Nebenpapiere werden wir allwöchentlich genaue Notirungen nach amtlichen Quellen bringen. Somit darf unser Blart auch in dieser Hinsicht als keinem andern Blatte nachsiehcnd betrachtet werden. An die Bewohner des Grohheyogthnms Hessen. Heule sind zwei Jahr« seit dem Tage verflossen, an welchem die für unbezwinglich gehaltene Festung Metz dem deutschen Heere ihre Thore öffnete, dem Heere, welches nach blutigem Ringen sich wie ein eiserner Güitel um dir feindliche Macht gelegt, mit nie ermüdender Tapferkeit alle BefreiungSversuche deS Feindes zurückgrwiesen, und in Entbehrungen und schwerer Bedrüngntß muthig ausgeharrt hatte, bi« das Ziel erreicht war. Wohl war damals noch nicht der enttiche Sieg errungen, noch nicht der Friede gesichert, dennoch konnte, nachdem Straßburg Qtfallui, die Schlacht bei Sedan geschlagen, und nun auch Metz genommen war, an dem glorreichen Ausgang de« Krieges nicht mehr gezweifelt werden. f Jetzt, nachdem die segensreichste Folge der vereinten deutschen Heere, die politische Einigung Deutschlands zum Schutz nach Außen und zu friedlicher Entwickelung im Innern, zum Heil aller deutschen Staaten sichtbar hervorgetreten ist, geziemt es sich, der Pflicht der Dankbarkeit gegen das Volk in Waffen auch durch äußere Zeichen zu genügen. Schon ist die Ausführung eines allgemein deutschen Siegesdenkmals an den Ufern des Rhein«, auch durch ansehnliche Beiträge aus allen Theilen des Großherzogthum«, gesichert, schon erhebt sich auf dem Schlachtfeld von Gravelotte ein den gefallenen Hessen gewidmetes Erinnerungszeichen, und in den verschiedenen deutschen Staaten und Provinzen wird beabsichtigt, die Thaten der ihnen angehörigen Heereöthetle zu verherrlichen. — Auch dem hessischen Volke geziemt 6S, im engeren Kreise Derjenigen zu gedenken, welche als unsere Söhne und Brüder unseren Herzen besonders nahe stehen. In treuer Pflichterfüllung und freudiger Begeisterung für Deutschlands Ehre haben auch sie an den Siegen theilgenommen, unter der Führung eines tapferen Prinzen unseres erlauchten Fürstenhauses haben sie sich den anderen deutschen Stämmen würdig an die Seite gestellt und den hessischen Namen neuen Ruhm erworben. Da« Land muß seine Todten ehren, welche im Kampfe für das Vaterland gefallen sind, eS muß ihn^n und den Lebenden, welche Deutschlands Größe und Einheit mitgeschaffen haben, seinen Dank darbringen! In Anerkennung dieser Pflicht hat eine am 7. l. M. zu Frankfurt a. M. abgehaltene, auS allen Theilen de« Landes besuchte Versammlung den Beschluß gefaßt: die Errichtung eines Denstnals in Darmstadt oder dessen unmittelbarer Umgebung an die ruhmvolle Betheilignug der hessischen Division bei dem jüngsten Kriege nnd an die in Ersüllnng ihrer Pflicht gebliebenen Angehörigen derselben zu unternehmen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben geruht, daS Protectorat deS Vereins zu übernehmen. Die Uiiterzeichncten wurden mit der Ausführung dieses Beschlusses beauftragt, und wenden sich demgemäß hiermit an alle Bewohner deö Großherzvgthums mit der Bitte, das Unternehmen zu fördern, Zweig-Eomite's zu bilden, Sammlung,» zu veranstalten, und das Geld an einen der Unterzeichneten oder an den geschäflSführenden Ausschuß in Darmstadt zu senden, damit bald rill Denkmal sich erhebe, wUcheS uns zur Erinnerung an die große Zeit, die wir miterlebt, und an die tapfere» Söhne Hessens, unfern Kindern und Enkeln aber zur Lnriferung dienen, die zur Nacheiferung begeistern niöge. Darmstadt, den 29. October 1872. Bruno, Fürst zu Usenburg-Büdingen, Präsident. Nud. Bamberger, Landtags-Abgeordneter in Mainz. Bauer, Pfarrer in Mainz. Dr Bode, Geh. Medicinalralh zu Bad-Nauheim. Gustav ViickiUg, Kaufmann in Alsfeld. Buff, H»f- gerichtsrath in Gießen. Buff, Laudrfchrer in Nidda. Tobias Dtiß in Offstein, (völliger, Landtags Abgeordneter in WoruiS. Eltgkthard, Fabrikant in Rüffcisheim. Gustav, Gras ZU Erbach-Schönberg in Schönberg. Ferdinand Gail, Fabrikant in Gießen. George, Landtags- Abgeoldneter in Büdesheim. August Gölzenleuchter in Offenbach. Goldmann, Eleheimerath in Darmstadt. Groh, Pfarrer in Kilch Brombach. Hahn, Hofgenchtsralh !» Darmstadt. Hallwachs, Minifteliairath in Darmstadt. Hauser, praktischer Arzt in Vilbel, von Hkraet, wiajor in Darmstadt. Hehl, Geh. Commerzienraih in WormS. K. Joh. Hoffmann Hvf- gericklS-Advokat in Darmstadt. HosmaNN, Pfarrer in Wörrstadt. Jung, Aovokat - Anwalt in Mainz. K. Kllibel in Ober-Ingelheim. Köhler, Professor in Friedberg. KÜchler, KreiS- rath in Dieburg. Kupserbkrg, Fabrikant in Mainz. LipVvld, Notar in Oppenheim. Jean Möllinger, Landtags-Abg.ordneter in Pf ddersheim. Adalvert von 9!ordelk zur Rabenau in Friedelhausen. Oucken, Professor in Gießen. Petri, Advokat-Anwalt in Alzey. Emil Pirazzi, Kaufmann in Offenbach, von Riedesel zu Eisenach, Oberst ia Lauterbach, von Röder, Provinzial-Diiector in G'eßeu. Cchuchard, Fabrikant in Darmstadt. Schuchard, Landrichter in Ulrichstein. Eberhard Soherr in Bingen. Friedrich, Erbgraf zu Solms-Laubach 'N Arneburg. Streng, Professor in Gießen. Wallau, Bürgermeister in Mainz. Weber, HvfgerichtSrath in Darmstadt. Wendelstadt, Geh. Eommerzienrath in Darmstadt. Weyland, Hofbanrath in Darmstadt. 5843) Donnerstag den 19. December: 6. Abomlemems-Concerh ausgefnhrt von der Capelle des 2. Großh. Hess. Jnf.-Regiments Nr. 116. Anfang 1/28 Ubr. Abends — Entree 18 kr. Für die Ueberfchwemmten der Ost- und Nordsee sind ferner eingegang-.n: Franz Peppler