Nitz. M72 Donnerstag den 18. 2lpril Nr. tH Deutschland. den Auskunft er- Wien, 10. April. Wie die „D. Z." mitcheilt, erschien am 3. d. M. in Der Politik der Fundamentalartikel identificirt 4 30 Zl6 i 10 p § »em kl Sreiö vierteljährig 1 st. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 27 fr. r; Weinberg, II., -'S rs ,.w »■w 'L L E£ illÄ'ZÄS SSSÄ» 3... zu Bannerträgern der Czechen Sie stammen aus pttitz st.!kr- benbs y28 Uhr, rsanimliing wiib orauf wir nicht Taub. Ich erkläre, daß ich nicht in der Lage bin, osficieve Kenntniß von dem - - - ; 1) nicht als katholischer, von grwelyrer yntim, vu keiner österreichischen Jießierunß mich in der Ausübung meiner apostolisch-priesterlichen ' “ 7 c werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- Bestcllungen auf den Liepener rinzelgcr Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. :6,JC», recht nd. s Noll. Straßburg wurde die L..,— „ —, , u . w , x. Als Redner traten Pfarrer NeinkenS aus Breslau und Professor Knooet ^aus Bonn aus. Den Borsitz führte Abg. Gymnasi ' 2 " *'r' Reink-ns sprach über die Geschichte und bas Wesen de« Coneordate« nach, daß seit dem 13. Jahrhundert etn Coneordat von d- *. Erscheint tägli6), mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. rt. 000. igcn Prämien: itlid): Capital- > Akntrn-Vcr- lle auf Reisen Räumen des ' N sonstige Anmeldungen Nauheim ’r Ausstellung Werden. l-Vereins: L. (agewn Edu--d jiiiunfl i«*,M i™ "'tf Seine 1“ Ät8 « n 3 kt«ei(i)nd (inCnr -nhniR i grotrt , den ltnbeie>imi lber auch m- ®*. objekli« c dnrcbM w Such J x. sein. ®crlitt 16. April. Zur Erhebung einer Anklage wegen Beleidigung des , deutschen Reichstages ist nach §. 197 des Strafgesetzbuches die Ermächtigung des , Reichstages erforderlich. Gegenwärtig haben sich, wie der „Brest. Zig-" von hier gemeldet wird, mehrere Staatsanwälte aus katholischen Gegenden an den Reichstag gewendet, um von ihm die Ermächtigung zur Verfolgung von Schmäh- artikeln klerikaler Blätter einzuholen. Das preußische Abgeordnetenhaus hat stets, mit alleiniger Ausnahme der Landrathskawmcrn, eine solche Genehmigung verweigert; zur ConflictSzeit, wo die reactionären und osficiösen Blätter sich in den nichtSwürdigsten Verläumdungen des Abgeordnetenhauses ergingen, verlangte ter Iustizminiflcr Graf zur Lippe vom Abgeordnetenhause vergebens die Genehmigung zur Verfolgung mehrerer demokratischer Blatter und endlich auch des vorgeblichen Witzblattes der Rcactionspartei, des „kleinen Reactionäls". Eingedenk dieser guten preßsreundlicben Tradition der preußischen L.beralen hat Piätident Simson den betreffenden Staatsanwälten erklärt, bisher seien geschästeo>dnungsmäßig derartige Anträge durch die Regierung gegangen; sie möchten gefälligst den Bundeskanzler dieserhald in Anspruch nehmen, damit d eser, falls er es für pass-nd erachte, einen solchen Antrag stell-'. , , Das „Milt.-Wchbl." berichtet über die Stärke der deutschen Heere im Kriege von 1870 bis 1871. Die Gesamwtarmee zeigt nur im September 1870, nach den kolossalen Kämpfen des August und 2. September, eine Verminderung vor. etwa 20,000 Mann, während der mobile Theil des Heeres selbst für diesen Monat durch die Nachschiebe eine Verstärkung um etwa 30,000 Mann nachweist. Für alle übrigen Monate tritt bis zum Friedensschlüsse eine Steigerung ein, und im Ftbruar 1871 war das Gesamwtheer 1,350,787 Monn stark, oder um etwa 167 000 Mann stärker als im August 1870. Im September zählte das preußische Heer allein 870,534 Mann, im Februar 1,028,126 Mann. Dies ergibt eine Zunahme im letzten Monat um 157,592 Mann, was unter Hinzurechnung der Verluste gewiß eine sehr bedeutende Leistung als Nachersatz gibt. Den höchsten Krankenbestand hatte der mobile Theil der Armee 'in den Monaten November und Dccember 1870, wo er die Höhe von resp. 83,430 und 84,272 Mann er reichte. Der Kranrenbestand ist übrigens in allen Contingrnten ziemlich pro- vortional. Nur Hessen weist eine verhältnißmäßig höhere Zahl von Kranken nach. ' rxj _ i js Ort ___ A ci «X «.niAurt'l »nirh API Atif. MntzvonAlsrW eschka-reutner umbuft Ammkas. I asar's Kopf und I con Ceutemann- I .’s“-*»! SSg ^Sammlungen! Ludwig FeunM-l als Vertrag mit gegenseitigen Rechten, sondern als Gnade, von ihr dem Staate gespendet und zu jeder Zeit widerruflich, betrachtet werde. Eine StaatSregierung, die im 19. Jahrhundert und besonders seit dem letzten Concil noch ein Concordat abschließe, begehe einen Verrath an der Freiheit des Volkes. Mit dem unfehlbaren Papste sei kein Concordat zu schließen, da er sich ex cathedra zum obersten Richter über die Sitten, also auch über die Staats- und Rechtsgesetze, welche ja auf sittlicher Grundlage bassiren, setzen könne. Redner bezeichnet es deshalb als würlelcs, als Denalh am Volke, ja als unmöglich, mit Rom einen Vertrag abzuschli.ßen, da dieses ja die Grundprincipien des Staates la'vgne. „Wir wollen religiöse Freiheit, worin es keinen Pöbel gibt, wo der Bettler so viel gilt als der Priester und der Fürst, eine Religion durch das Gesetz der ewigen Liebe; dann wird da, wo die meiste Religion ist, am wenigsten Zwang sein." Nach Reinkens trat Professor Knoodt auf und legte sich die Frage vor: „Mas haben wir jetzt zu thun, nachdem die römische Kirche aufgehört hat, katholisch zu sein?" Eg iieöC _ sagte er iw Verlauf seiner Rede — den Altkatholiken die Aufgabe ob, die Kirche in ihrem lebendigen Organismus wieder herzustellen, den Laien darin wieder zu ihrem Rechte zu verhelfen und die Kirche volksthümlich zu machen. Weil die Laien von der Kirche gewissermassen nur als Object behandelt würden, herrsche gegenwärtig entweder nur Abneigung gegen die Kirche oder todter, blinder Glaube. „Wir wissen, daß da, wo der wahre Glaube herrscht, die wahre Kirche ist, mag der Papst und wögen die Bischöfe dabei sein oder nicht." Die Welt- gesch'.chte werde über die jetzige römische Kirche zur Tagesordnung übergehen: „denn wehe der Kirche, die mit der Wissenschaft keine Freundschaft schließen kann." Redner wünscht durchaus keine Looerrennung aus dem Zusammenhang der jetzigen Kirche, sondern eine Reformation innerhalb derselben. „Wir wollen die alte reine katholische Kirche wieder Herstellen, um auch andere Confefsionen einiadrn zu können." Dre Ausgabe sei eine große, aber die heutige Zeit sei eine nicht minder große; die Liebe zur Kirche, zur Menschheit, zum deutschen Kaiserreiche, der GotteS- glaude werde helien, alle Schwierigkeiten zu überwinden. Präsident Intlelofer jprach zum Schluß den beiden Rednern herzlichen Dank und brachte ein Hoch auf die religiöse Freiheit aus. Wie das oben genannte Blatt hört, werden sich jetzt an verschiedenen Orten altkatholische Gemeinden bilden und wird der Vorort Heidelberg die Vertreter derselben in nächster Zeit zusammenberusen. ........ w # s r. . Stuttgart, 14. April. Gestern früh sind 34 württewbergische Unteroffiziere Aus dem Kreise Bergheim, 12. April. Der „Germania' wird geschrte- allen Im Lande befindlichen Infanterieregimentern (also das achte ausgenom- ben: Den maßlosen Verdächtigungen und ungerechten Anklagen gegenüber, womit M in Straßburg und Colmar garnisonirt) nach Potsdam abge- die liberale Presse Tag für Tag den katholischen Clerus überschüttet, hat du um halbjährigen UnterrichtscourS am dortigen Lehrbataillon mitzu- Geistlichkeit des Dekanates Bergheim, der Erzdiöcese Köln, es für angezeigt erachtet, ihren feierlichen Protest dagegen an den Stufen des Thrones meverzu StUttaart, 17. April. Wie dem „Schw. M." aus Tauberbischofsheim tele- legen und ist Vieser Protest in düsen Tagen nach Berlin abgegangen. aravhirk wird, stellen die Ultramontanen Dr. Schulz von Heidelberg als Canbi- Heidelberg, 14. Apnl. De- zum R-ct°r der neuen Str°tzburg-r Unwer- R-jchs.age auf. mät b-iUmmte Dr. Bruch, Decan ter vorttgen theologischen Fncultat, weilt, um von ven mancherlei Aufregungen vcs letzten Jahre« auszuruhen, für kurze Ze» Oesterreich. in unserer Statt. Obschon im 80. Jahre stehend, zeigt dieser Maat' «ne so 1Q a j(< grßie tie „D. Z." wittheilt, erschien am 3. d. M. in seltene geistige Frische, daß her der genauen Kenntniß oer P^onlich eiten d ' Ce6 altkatholischen Pfarrer« Aloi« Anton ein Polizeieommissär in Zustände des Elsaß, für die erste Leitung der neuen »oä)f»ulHaum e n äL^ur ’ ’ ^ne« Betuars, um Herrn Ar.ton ex officio den berüchtigten gegen die gerer hätte gefunden werden können. Wurde nun bei Bet r(im n *“ Al^tholtten gerichteten Erlaß des CultuSminister« Dr. Stremapr zur Kenntniß gespart und der der Wahl der Lehrer keine Uukenntmß der Ledurfntffe bew , «farrer Anton lehnte jede Vorlesung di« erwähnten Erlasses gegen so läßt st» hoffen, daß die Zahl der Studirenden, auch aus dem n rtlt*en und u W»s«n. t »Protokoll t „..,2-jys - ” «ÄS ÄÄ..?".» SÄ “»«'S“ STJÄtt................ ..-' e.'ü.rr-.w ilfieti mir nftf'lofl ° w» Weib!ewö,t1u^schränken72)'nicht"-,«"See!s?rge7'der'Gläubigen d-r °°n den tüLtige neue Kräfte «»«geglichen werden Darum begrüßen «« M7»aticani chen Deen'ten^ nicht alterirten katholischen Kirche zu Wien da billig, die erste deutsche ReichSumversitat, deren Eröffnung am 1. Mar eine u ß Altkatholiken), wie der CultuSminister Dr. Stremayr im Ausschüsse aus glänz nde sein wird. m 3 D{6 Abaivrdnctenhauses selber zugegeben, das Recht der Abhaltung des öffent- Offenburg, 15. April. Einem ausführlichen Bericht der „B. L.-Z. -- W^ltkSdiensteS unrweifelhaft zusteht, der katholische Gottesdienst aber wesent- die gestrige Lo.nvcSversammlv.ng der badischen Altkatholiken ist Fo.gendes zi>. - Ausspenduna und im Empfange der heiligen Sakramente und der nehmen: Der Zodrang war ungeheu-r, so da« sich der ursprungltch «u«er|e6 . ni** österreichischer Staatsbürger, da der genannte Bersawmlungsort als räumlich zu beschrankt erwte« und die Versammlung >» CultuSministerialerlaß gegen die Artikel 14 und 15 der Staatsgrundgesetze, welche Hof der alten Zuekerfabrik «erlegt werden mußte. Außer den zahrretch er i ene e,. Confessionen in Oesterreich die freie und un- Bewohnern der Umgegend waren folgende Orte le« Lande« »«rtreten. Btetfgh , . Ordnung ihrer inneren Angelegenheiten garantiren, verstoßt, da« Staat«. ÄÄnCÄÄÄtÄeiw** *. I«™ «*»•**“* SX.5 gs s, srts «. ..... «iäxäääää -* - ■- Freiherren im fränkischen Grafencollegiuw, im siebenzehnten Jahrhundert erlangte ihr Senior Sitz und Stimme im deutschen Fürsten-Collegium. Erst im vorigen Jahrhundert erwarben sie Vie ersten Anfänge ihres allerdings jetzt sehr bedeutenden Grundbesitzes in Böhmen. Nie haben sie in der böhmischen, wohl aber in der deutschen Geschichte eine Rolle gespielt. Und nun sind dre Nachkommen jenes Fürsten Karl Schwarzenberg, welcher 1813 der Oberfeldherr der Defreiungs- Armee gegen Napoleon I. gewesen, im Begriffe, mit den czechischen Brief- und Depeschendieben, mit den Verbreitern der auf „weißem Papier" das Hundert zu fünf Kreuzern gedruckten k. Rrscripte, mit den Faiseurs der böhmisch - slawischen Eoalition, die Kossuth gegen den Kaiser Franz Joseph augspielen will, an einem Strange zu ziehen. So tief auch die Herren, welche die Fronde des siebenzehnten Jahrhunderts gern tn das neunzehnte übersetzen möchten, die öffentliche Meinung und die Ueberzeugungen des Bürgerstandes zu mißachten Miene machen: sie werden dem Drucke derselben sich doch nicht entziehen können. Da« „Vaterland" beginnt eine Reihe von Artikeln „Nemesis" überschrieben, worin es schreibt: „Einst war Oesterreich mächtig und glücklich. Brausten auch furchtbare Stürme über dasselbe einher, wie zur Zeit der Türken-, des dreißig- jährigen, des Erbfolge- und des siebenjährigen Krieges, so daß die habsburgische Monarchie jetzt und jetzt dem Untergange verfallen schien — die Hand Gottes griff in den Momenten der höchsten Gefahr ein und rettete die Monarchie ober erweckte große Staatsmänner und Helden. Heutigen Tages läßt sich trotz allen liberalen Geschreies von Intelligenz, von Aufklärung und Fortschritt kein Staats- mann, kein Held blicken, und jede Spur der alten Begeisterung ist wie verschwunden. Wer an eine Vorsehung, wer an eine Gerechtigkeit Gottes, wer an die Wahrheit der katholischen Kirche als Rcich Gottes zur Erlösung und zum Heile der Menschen glaubt, dem wird die ganze Sachlage klar und deutlich. Es ist die Nemesis, welche herernbricht, wie schon Papst Pius VII. und Cardinal Frankenberg, Erzbischof von Mecheln tn Belgien, Kaiser Joseph II. vorauesagten. Fast kein Reich hat in den letzten 80 Jahren und namentlich in der Gegenwart so schwer gegen die Kirche und gegen seine Traditionen und seinen Berus sich versündigt , als wie Oesterreich. Das griechische Kaiserreich ging nicht durch seine Völker und nicht durch die Türken zu Grunde — sein Byzantinismus, das heißt sein Abfall von der Einheit der Kirche, sein Schisma, seine Wuth, zu theologi- siren, und die Verfolgung der Katholiken hat es seiner Auflösung unaufhaltsam entgegengesuhrt. Gleiche Ursachen — gleiche Wirkungen. Was für das griechische Kaiserreich sein Byzantinismus war, für Frankreich der Gallicanismus, für die Kurfürsten Deutschlands der Febronianismus, das leistete für Oesterreich der Josephinismus." Frankreich. Paris, 13. April. Der Eindruck der Elys6efeste spiegelt sich in einem Artikel beö „Bien Public" ab, der auf den durch Herrn Thiers wieder gewonnenen Einfluß Frankreichs in Europa hinweist und hinzusügt: „Dieser Einfluß, den Europa eben so wenig bestreitet, als es ihn entbehren wollte, ist nicht nur politischer, sondern auch civilisatorischer Natur, und eS ist fast ein Gemeinplatz, wollten wir noch auf die viel beneidete Ueberlegenheit, die unwiderstehliche Anziehungskraft Hinweisen, deren sich Frankreich, was Geschmack und feine Sitten, Kunst und Wissenschaft und Industrie betrifft, erfreut. Wieder sieht es, wie die Fremden ihm zuströmen, begierig wie je auf sein Urtheil, nach seinem Lobe, und um so eingenommener von feinem wiedererstandenen Glanze, je länger sie seiner Anschauung beraubt waren!" Der „TempS" bringt ein Schreiben von einem ehemaligen Bewohner von Neu-Calebonien, der in Betreff der zur Deportation verurtheilten Mitglieder der Commune darauf hinweist, daß die im Deportationsgesetze genannte Halbinsel DacvS keine „Halbinsel" , sondern eine Insel ist oder vielmehr ein unfruchtbarer Felsen von 4000 Hektaren Flächeninhalt, aus dem sich eine kleine sumpfige Ebene und ein unbedeutendes Wäfferlein befindet. Die sodann als einfacher Deportationsort bezeichnete Fichteninsel (Ile des Pins) sei zwar besser gewählt, enthalte aber schon eine Anzahl von Eingeborenen, Colonisten und Missionären, die alles urbare Land bebauen, so baß für die neuen Ankömmlinge eigentlich kein Platz wehr vorhanden ist. Was die Insel Mare betreffe (Loyalty-Gruppe), so sei dieselbe eine Koralleninsel, die bisher weder erforscht noch colonisirt wurde; ihr Boden sei unergiebig und wasserlos; die Eingeborenen, welche man dort finde, trinken Regenwasser, welches sie in Cisternen sammeln, und seien nebstdem noch Menschen« freffer. Zum größten Tyeile nähren sie sich vom Fischfang, der jedoch die ihnen eigene Geschicklichkeit erfordere, um ergiebig zu sein. Versailles, 17. April. Gestern Abend hat im Lager von Roquencoart eine Feuersbrunst stattgefunden, wobei in den als Ställen dienenden Baracken fünfzig Pferde verbrannten oder erstickt sind. — Das Kriegsgericht veruriheilte gestern 11 Uhr Abends eine Petroleuse zum Tode, während zwei andere lebenslängliche Zwangsarbeit erhielten. — In Castres (Dep. Tam) haben sich die Webergesellen, 2500 an Der Zahl, gestern in Sinke gesetzt. Die Ruhe ist vollständig. Spanien. Madrid, 16. April. Die Zeitungen veröffentlichen ein Schreiben Thiers' an den König, welches besagt, daß keine Macht, auch nicht Italien, an der Be- scstigung Der Dynastie und Der Institutionen in Spanien ein größeres Interesse habe, als Frankreich. — Soweit Die Senatorenwahlen bis jetzt bekannt sind, wurden 114 ministerielle und 39 oppositionelle Candldaten gewählt. — Fünfzehn »on Den Räubern, welche Den Eisenbahnzug in Andalusien anhi-lten, sind ergriffen worden. Dieselben befanden sich noch im Besitze eines Theils des geraubten Geldes. England. London, 16. April. Die seitens der Regierung der neuesten Prozeßschrift in der Alabamasrage beigegebene Note datirt aus Genf und benachrichtigt Die Schiedsrichter, daß hinsichtlich Der inDirecten SchäDenansprüche sich einige unglückliche Mißverständnisse erhoben hätten, welche England dem Schiedsgerichte nicht habe unterbreiten können. England habe Deshalb Die Einreichung einer weiteren Prozeßschrift beschlossen, welche hinsichtlich Der Beschränkung Der inDirecten Schaden- ansprüche bestimmte Forderungen aufstelle. Die britische Regierung hoffe, daß Die beklagenswerthen Mißverständnisse noch vor Dem 15. Juli beseitigt sein würden, sie wünsche aber gleichzeitig anzudeuten und notificire dies Den Schiedsrichtern ausdrücklich und förmlich, daß sie Die Prozeßschrift ohne Präjudiz ihrer eingenom- menen Stellung und mit Dem förmlichen Vorbehalt aller Rechte eingeräumt habe.! Vermischtes. Dem „Rhein. Merk." wird aus Köln geschrieben: „Der Vater des Professors Dr. Langen in Bonn wurde, als er am Gnündvnnsrstage im Dom communiciren wollte, von dem (Caplan Ostländer mit folgenden Worten zurückgewiesen: „Herr Pastor Halm hat mir ausdrücklich geboten, Zonen die Eommunion nicht zu geben; entfernen Sie Sich also von hierl" Dieser Mann wohnt seit 50 bis 60 Zähren in der Dompfarre, ist als frommer Katholik bei allen Pfarrgenoffen bekannt und bat aus seinen Kindern brave und tüchtige Manner erzogen. Was mag er nun verbrochen haben?" München, 11. April. Der Münchener „DolkSbote" stellt eine Wiederauflage der mittelalterlichen Zuvenhetze m Ausficht. DaS Blatt behauptet — wir wissen nicht, mit welcher Berechtigung —, daß die Münchener Zuden anfangen, in „ihre alte Unverschämtheit und Frechheit zurückzufallen und fich als Herren der Stadt und der Gerichte zu geberden." Es wird dann erzählt, eine „Bande von etlichen MauschelS" habe fich ihrer Macht gcrübmt, ein „altes zahn. lückigeS Möbel von einem Zudenweibe" habe fich ähnlich geäußert und fich dahin vernehmen lassen, die „Zuden hätten eS dahin gebracht", daß die „Dachauerbank" nächstens geschloffen werde» müsse. Dann beißt es wörtlich: „Ob sich die Gerichte aber bereitwillig finden lassen, den letzteren Wunsch dieser beschnittenen Bande zu erfüllen, nämlich die Schließung vorzunehmen, muß der Volköboie schon deshalb bezweifeln, da ein solcher Gewaltact unzweideutig beweisen würde, daß die obbezeichneten Juden die Wahrbeit geiprochen hätten und daß Gewalt vor Recht geht'. Träte aber doch ein derartiger Gewaltact ein, so werden wir uns nach obigem Gespräch zu richten wissen und die Urheber, die beschnittenen Beutelschneider, dafür auf daS weitgehendste verantwortlich machen und den Stiel so umkehren, daß wir sie für vogelfrei erklären und ohne Gnad und Pardon, trotz allem „Ach" und „Wai" demnach behandeln. Den Israeliten muß wieder einmal MoreS gelehrt werden, und eS wird geschehen." Die „Kempt. Ztg." schreibt: In der Kapelle zu Heimhofe, Gemeinde Grünenbach (Algäu), wurde statt der schadhaften alten Glocke eine neue angeschafft und der Pfarrer Bauer in Grünenbach gebeten, dieselbe zu weihen. (Sc erwiderte, dazu müsse er erst vom Bischof von Augsburg Wasser kommen lassen. Mit gewöhnlichem Wasser könne er die Glocke nicht weihen. Nun, am 5. d. kam das unentbehrliche Gewässer in einem Kistchen mit dem Postzug nach unserer Eisenbahnstation und was stand darauf? „Vom bischöfl. Ordinariat Augsburg an das k. Pfarramt in Grünenbach. Wasser ohne Werth." Börsenberichte. Frankfurt a. M., 17. April. „Flau, wenig Geschäft!" Das ist NUN ständiger Refrain geworden, d-r jedem nur einigermaßen Eingeweihten sofort aus allen Gesichtern deutlich lesbar entgegenleuchtet, sobald er den Börsensaal betritt. Fast hat eS den Anschein, als ob diejenigen Recht behielten, welche eine längere Baisseperiode prophezeien. Auch heute wieder war der Umsatz ein sehr beschränkter und die Eourse, namentlich der SpeculationSeffecten, konnten sich nur mit Mühe aus einer der gestrigen annähernden Basis halten. Ereditactien wurden mit 352, Staatsbahn gar nur mit 391% und Lombarden mit 2O93/4 bezahlt. Auch beide österreichischen Renten weichend. Ueberwiegend war die Verkaufslust auf dem Gebiet der österreichischen Bahnen, die fast sämmtlich auSgeboteu wurden, ohne Abnehmer zu finden. Ein Gleiches gilt auch von den jüngeren Banken, namentlich den auswärtigen, während hiesige Institute sich zu halten wußten. Darmstädter wurden heute mit 475, Oesterreichisch-deutsche mit 123*/2 und Bayerische WrchSler- bank mit 108*/2 bezahlt. Die neuen Pfandbriefe der Süddeutschen Bodencreditbank fanden bei 99 mehrfach Abnehmer. Prioritäten litten gleichfalls unter der allgemeinen Ungunst und waren billiger zu haben. Staatspapiere nur in kleinen Posten vorhanden und auch im Preise gedrückt. Für die neue russische Anleihe bei Rothschild laufen dagegen aus dem Privatpublikum zahlreiche Zeichnungen ein. Loose ohne Verkehr und meistens vfferirt. Amerikaner still, aber preishaltend. Literarisches. Wenn wir heute, wie dieß schon öfter geschehen, der im Verlage von Eduard Hallberger in Stuttgart erscheinenden Allgemeinen Jllustrirten Zeitung lieber Land und Meer gedenken, so geschieht es, um unsere Leser auf den in Nr. 24 beginnenden Zeitroman „Um Szepter und Kronen" aufmerksam zu machen. Dieser Roman verspricht, den uns vorliegenden ersten Kapiteln nach zu urtheilen, ein Er eign iß zu werden. Seine Handlung gehört der neuesten Zeit, und zwar den großen Ereignissen des Jahres 1866, an, die mit Recht als die Vorläufer der jüngsten weltumwälzenden Epoche bezeichnet sind. Gleich das erste Kapitel führt uns in das Arbeitskabinet des großen Mannes, der mit fester, sicherer Hanv die Zügel der Geschichte leitet. Hier, in einer Privatverhandlung zwischen Bismarck und seinem Vorgänger Manteuffel, sind gewissermaßen die tief verborgenen Fäden aufgedeckt, welche dann tn gewaltiger Wirkung in Leben und Wirklichkeit umgestaltend hinausreichten. Nur die Form dieses Romans ist Dichtung, sein Kern ist Wahrheit. Der Verfasser beabsichtigt, wie wir aus einem Vorwort der Redaktion entnehmen, Bilder aneinander zu reihen, welche zum Verständniß jener Zeit beitragen und den großen tragischen Konflikt charakterisiren, den jene großen Kämpfe in erster Instanz zum Austrage brachten; tn dem zugleich aber auch die Keime lagen zu der gewaltigen endlichen Katastrophe von 1870 und 1871. Der Verfasser steht dem Räderwerk der Staatsmaschine selbst nahe, hat sich aber durchaus objektiv gehalten und ist bemüht, jeder Parteirichtung gerecht zu werden. Auch der übrige Theil der neuesten Lieferungen von „lieber Land und Meer" ist, wie immer durch seine Mannigfaltigkeit in Wort und Bild, in Ernst und Scherz, von allgemeinem Interesse. Börsennaehrichieu. 17. April 1872. Preuss. 4V3°/o Oblig. — Frankl. 3i/z°/g Obi. 87'/, Nass. 41/-0/0 Obi. 991/3 Kurhess. 4% „ 94 Gr. Hess. 5% Obi. 1033/4 » n 4% n 97 „ » 31/2% „ 92 Bayer. 5% „ 100V8 n 4Vs 0/0 1jährige 99i/a „ 40/o 1jährige 95‘/2 Würtemb. 4Va°/o Obi. 99 Vz Baden 4i/a0/0 Obi. 0. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 63f/4 „ Papierrente 57% Spanier, neuest. 3% 29 Amerik. Bonds 188lr 1003/8 n „ 1882r 96 „ „ 1885r 97i/2 „ , 1887r 973/, letten. Frankf. Bank 113 ’/2 Frankf. Vereins-Kasse 135 Darmst. Bankact. 475 Wien Bankactien 872 Oest. Creditaot. 3531/2 Galizien — Aetlen. 50/0 östr. F. St. E. B. 393V3 Lombard. Bahn 210 ’/2 Ladwigsh.-Bexbach — Maxbahn 1471 2 Bayer. Ostbabn 150 Rhein-Nahebahn-Äct. 49 Hess. Ludwigs!?.-Act. — Oberhessen „ 843/4 Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prier. 59 Va 3% öst. s. Lombard 5O‘/2 3% Llvorneser 40 h4 \; ,unb °hne Gn,d th,'95r« 9 40-42 ^9 40-42 ‘"•’gj» r. 9 f26'/, ,W»25'/> ini Allgemeiner Anzeiger Besondere Bekanntmachungen. Oeffentliche Aufforderung. 1938) Elisabethe Sänger, Tochter des gewesenen Tambours, Michael Sänger zu Gießen, getauft den 14. Juni 1778, ist seit einer langen Reihe von Jahren mit unbekanntem Aufenthalte abwesend. Der d erselben aus dem elterlichen Vermögen zugefallene Erbtheil wurde seither curatorisch verwaltet und beträgt dermalen 180 fl. 17 fr. Man fordert nunmehr die abwesende Eli- sabethe Sänger, deren Jntestat- oder Testamentserben, sowie überhaupt alle Diejenigen, welche Ansprüche an das bezeichnete Vermögen machen zu können glauben, hiermit auf, solche dahier binnen 3 Monaten anzumelden, unter Vorlage genügender Legitimationsurkunden, widrigenfalls über das Vermögen in anderer Weise verfügt werden wird. Gießen, den 12. April 1872. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. I. V- d. D. : Becker, Stadtger.-Assessor. Edictalladung. 1635) Auf Antrag der Ehefrau des nach Amerika entwichenen H e i n r i ch S ch ä f e r II von Steinbach werden dessen Gläubiger auf Dienstag den 23. April l. I-, Vormittags 9 Uhr, unter der Auflage, ihre Forderungen bezüglich Hauptgeld, Zinsen und Kosten genau anzugeben, zum Versuche eines Arrangements anher vorgeladen. Gießen, den 30. März 1871. Großberzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, A. Bramm, _________Landrichter. Landger.-Assessor. 1933) Veröffentlichungen aus dem Fir- me^-Register des unterzeichneten Gerichts: Georg Martin Vogt zu Gießen hat am 15. Mai 1870 ein Ellen- und Kurz- waaren - Geschäft unter der Firma seines Namens errichtet. Gießen, den 15. April 1872. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. In Verh. des Großh. Stadtrichters : Becker, Stadtger.-Assessor. Versteigerungen. 1928) Freitag den 19. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden einige Triebviertel, das städtische Gelände auf der Stephansmark, der Platz zunächst des Zimmerplatzes von G g. Ruck- stuhl an der Neustadt, öffentlich verpachtet. Zusammenkunft am Neuenweger Thor. Gießen, den 17. April 1872. Großaerzoglichc Bürgermeisterei Gießen. ,_________________Vogt.______________ Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 1899) Montag den 22. April 1872, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Neumark, Tanne und Zollstockswäldchen, nachoerzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: I. Brennholz: 1 R.-Meter Nadel-Scheidholz, 5 „ Pappel- „ 2 „ Eichen-Prügelholz, 49,3 „ Nadel- 53,55 „ Erlen- „ 15,25 „ Pappel- „ 51,25 „ Nadel-Stockholz, 50 Wellen Eichen-Reisholz, 1250 „ Nadel- 230 „ Erlen- 650 „ Pappel- „ 120 „ Kastanien- 60 „ Weiden- „ Bemerkt rotrbv daß die Weiden - Wellen zu Korbweiden sich eignen. II. Bau-, Werk- und Nutzholz: 2 Eichen-Stämme mit 0,38 Cub.-Meter, 2 Birken- „ „ 0,25 „ 1 Kirschbaum-Stamm mit 0,15 „ 76 Erlen-Stämme bis zu 25 Centimeter Durchmesser und 10 Meter Länge, mit 15,00 Cubikmeter, 90 Pappel-Stämme bis zu 41 Centimeter Durchmesser und 13 Meter Länge, mit 50,88 Cubikmeter, 9 Weiden-Stämme bis zu 25 Centimeter Durchmesser und 8 Meter Länge, mit 2,50 Cubikmeter, 105 Nadel-Stämme bis zu 39 Centimeter Durchmesser und 14 Meter Länge, mit 25,50 Cubikmeter, 189 Erlen-Stangen mit 16,44 Cubikmeter, 7 Pappel- „ „ 0,82 354 Nadel- „ „ 32,11 Die Zusammenkunft ist auf der Grünber- 5 er Chaussee an der Happelsmiese. 643) Thür- und Grab- fchilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angefertigt bei ___________Wilh. Balser. 1668) Feinsten Rahmkäse in Stanniol empfehlen I. A. Busch Söhne. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Sept. 1872 gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien ocr umliegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 16. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt. ___________ Bekanntmachung. 1939) Freitag den 17. Mai l. I., Nachmittags 3 Uhr, werden die zurConcursmasse des Conrad Waldschmidt von Rodheim gehörigen Immobilien, belegen in der Gemarkung daselbst und im Ganzen zu 1426 Thlr. taxirt, auf dem Rathhause zu Rodheim der Versteigerung ausgesetzt. Gladenbach, den 17. April 1872. Königliches Amtsgericht Abth. H- Klingelhöffe r. 1932) Freitag den 19. April, Vormittags 9 Uhr, sollen in Albach bei Chr. Fink 6 große und 12 bis 15 kleine Ritzenkörbe, sowie mehrere Centner Hafer- und Gerstenstroh, versteigert werden- Feilgebotenes. Stcinkohlkit. 1782) Unterzeichneter empfiehlt Stückkohlen, Schmiedekohlen, Flammkohlen, Fettkohlen und Ziegelkohlen in einzelnen Waggons und direct von den Gruben billigst und gut. Agent August Kampf, -________in Ruhrort. (83/4) *npp 1942) Wein, Brandwein UNd Essig zu haben bei Joseph Stein Wrttwe. 1669) Borsdorfer Aepsel- weitt in Flaschen empfehlen I A. Busch Söhne. 1936) Frühkartoffeln sind zu verkaufen. Seltersberg Lit. E- Nr. 46. Z Zwirnzopfe sind wieder in allen Haarfarben auf Lager bei Wilhelmine Fuhr, ___________________ Kirchenplatz.________ Mstboden-Anstrich. Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinölsiccatif zum Einölen, Oelfarben, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wtchsen der Fußböden, empfiehlt Emil Fischbach, (1786) Seltersweg. i85i) Erbseureiser werden verkauft bei Th. Ra Uten st rauch, __________ an der Schoor.______ 1671) Reuen Laberdan ern pfehleu I. A. Busch Söhne. 859) Die von vielen Aerzten empfohlene und mit glänzenden Erfolgen in Anwendung gebrachte Bruchsalbe gegen lüitnlcibö - Brüche von Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Schweiz, ist sowohl durch denselben selbst zu beziehen als durch nachfolgendes Depot- Dieselbe enthält durchaus keine schädlichen Stoffe und heilt selbst aanz alte Brüche in den meisten Fällen vollständig. Preis per Topf 3 fl. Niederlage in Frankfurt a. M. : Lindt, Nachfolger, Apotheker, Schnur- gassc 58. (»■ 491.) 1944) Mein Lager in Sonnen- und Regenschirmen, sowie eine Auswahl moderner En-tout-cas empfehle zu den billigsten Preisen. Das Ueberziehen und Reparieren der Schirme wird gut und pünktlich besorgt. F. Schneider, Seltersweg. 1785) Die Mineralwasser-Handlung von Emil Fischback, Seltersweg, empfiehlt nachverzeichnete Sorten in stets frischen Füllungen: Adelheidsquelle, Appolinarisbruuneu, Carlsbader Schloß- und Mühlbrunnen, Emser Keffel- und Krän- chesbrunnen, Friedrichshaller Bitter- waffer, Homburger Elisabethen- brunnen, Kissinger Rakoczy, Ludwigsbrunnen, Marienbader Kreuzbrunnen, Salzhausener, Salzschlirfer, Sckwalbacher Stahl- und Weinbrunnen, Schwalheimer, Selterser (Raffau), Wildunger, Carlsbader Sprudelsalz. 1911) Wegen Ausverkaufs meiner Nähmaschinell gebe ich sämmtliche noch vor- räthigen unter günstigen Zahlungsbedingungen, sowie mit Garantieleistung, zu bedeutend herabgesetzten Preisen ab. B. Katzen st ein, Neustadt. 1814) Saat-Erbsen-, Linsen- u. Wicken sehr billig bei H E Jug Hardt. 1912) Nuffensteine zu haben bei B- Katzenstein. 1670> Stoughton’s SVta: genbitter in */2‘ u- Vi'Waschen bei 3, A. Busch Söhne. 1943) Der Gesang-Verein zu Lang-Göns beabsichtigt, sein noch in gutem Zustande befindliches dauerhaft gebautes Clavier zu dem billigen Preise von 60 fl. zu verkaufen. Kauflustige wollen sich gefälligst an den Vorstand des bezeichneten Vereins zu Lang- Göns wenden. ____________ 1719) Eine Kaute Wiift ist zu verkaufen. Neuenweg Lit. B. Nr. 194. 1802) Sliarpe’s verbesserte violettköpfige „Englische Riesen-Futterrübe“, reiner aus Wisbecli in England bezogener Samen. Diese Rüben erreichen bei guter Cultur ein Gewicht von 19 bis 15 Pfd. und einen Umfang von % bis 3 Fuss, werden mit dem besten Erfolg Ende Mai oder Anfang Juni breit- würfig gesät, wo sie unverpflanzt stehen bleiben und etwa wie die Runkelrüben gehackt werden. Selbst bei später Aussaat in Erbsen - oder Roggen-Stoppel liefern Sie noch sehr reichen Ertrag. — Preis per Pfund fl. 1 — bei Mehrabnahme billiger. Samenhandlung von Friedrich Bender. Holzgraben 2, in Frankfurt a. 31., am neuen Markt. 1937) Ein schönes Haus mit comfor- tabler Einrichtung und ansehnlicher Rentabilität, guten großen Kellern, Hofraum, Stallung 2C., in guter Lage, zum Privatgebrauch sowohl, als auch besonders zum Betrieb einer Wirtschaft oder dergl. geeignet, ist zu verkaufen. Preis 14000 fl. — Weitere Auskunft ertheilt die Exped. d. Bl. 106 rnKlftr. Wiese in den Weiden, 103 „ Acker an der Broßbrücke, 243 „ Acker an dem Fluthgraben sind unter sehr günstigen Zablungsbedin- gen zu verkaufen oder auf längere Zeit zu verpachten. F. C- Loos, Lackirer. (847) Vmniethungen. 1931) Ein Familienlogis und einmöblir- tes Zimmer zu vermiethen bei P. Herbert, Neuenweg. 1935) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Anlage C- 25. 1925) Durch den Wegzug des Herrn Koch sind zwei möblirte Zimmer zu vermiethen. I. A. Busch Söhne. 1940) In meinem Nebenhause sind zwei möblirte Zimuter zu vermiethen. Dr. Ploch, Asterweg 104. 1615) Ein größeres Familienlogis ist zu vermiethen und den 1. Juli 1872 zu beziehen. I- Mann berg er. 1884) Ein Familienlogis mit allen Bequemlichkeiten ift zu vermiethen bei Louis Lotz, Reichensand. 1886) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Wallthor Lit. A. Nr. 152. 1796) Zwei möblirte Mansarden-Zim- mer mit Cabinet zu vermiethen in Lit. B. Nr. 17.______________________________________ 1922) Ein möblirtes Zimmer vor dem Sellersthor Lit. E. Nr. 85 ist zu vermiethen. 1902) Ein möblirtes Zimmer nebst Cabinet ist an einen stillen Herrn zu vermiethen. F. Holberg, Kirchenplatz 1917) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen in Lit. A. Nr. 130, Asterweg. Vermischte Anzeigen. Miidchenpensionat von Amalie, Marie u. Lina Werner zu Friedberg bei Frankfurt a. M. 1825) Pensionspreis 350 fl. Eintritt zu jeder Zeit. Auf Verlangen Prospekte gratis, 1941) Ein Junge, welcher das Sattlergeschäft erlernen will, kann in die Lehre treten bei_________Fried. Kühne jun. Victoria. 1946) Freitag den 19. April : Generalversammlung auf dem Lahnstein. Der Vor st and. 1921) Gesucht drei tüchtige Schlosser. C. Stohr. 1930) Der Scdachclub hält jetzt seine Spielsitzungen jeden Donnerstag Abeno im Einhorn. Meldungen wollen dort oder bei Hofger.- Adoocat Weidig übergeben werden. 1910) Zwei Arbeiter finden dauernde Beschäftigung bei B. Katzenstein. 1934) Forderungen an den verstorbenen Backsteinfabrikanten, Herrn Ludwig Keßler, sind binnen 14 Tagen geltend zu machen, später einlaufende finden keine Be- rücksichtigung mehr._________________________ 1893) Ein tüchtiger Spenglergeselle wird gesucht von Wilhelm Löber. 1891) Ein Accordant für Backsteinfabrikation gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes.____________________ 1837) Ein im Kochen gut erfahrenes Mädchen findet sofort Stelle. Lohn pr. Monat 8—10 fl. Näheres bei der Expedition d. Bltts. HÄÄSENSTEINdc VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Hamburg, Neuerwall, 50; Berlin, Leipzigerstrasse, 46 : 1 Basel, Steinenberg, 29; l Wien, Stadt, Neuer Markt, 11; I Leipzig, Markt, 17, Königshaus ; ! Stuttgart, Kronprinzstrasse, 1 B ; ' Zürich, Elsassergasse, 1 ; ISt. Gallen, Obere Grabenstrasse, 13; Genf, Plac deu Molard, 2. V Handelsverein. Generalversammlung Samstag den 20. April, Abends 8 Uhr, im Cafe Ebel. Tagesordnung 1) Geschäftsbericht. 2) Beschickung des 5. deutschen Handelstages in Leipzig. Der Vorstand. Verein für Verbreitung von Volksbildung. Geueralversammlnug 1907) Donnerstag den 18. April d. I., Abends 71/2 Uhr, in dem Saale des Blerkellers des Herrn Lony. Tagesordnung: 1) Derathung des Statuten-Entwnrfs. 2) Wahl des Ausschusses. Die Mitglieder des Vereins und Freunde desselben sind gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. In Auftrag: Georg Noll. Akademischer Gesangverein 1945) Deu verehrlichen Mitgliedern zur Nachricht, daß die Proben des Vereins Montag den 23. d. Mts., Abends 7 Uhr, in der kleinen Aula ihren Anfang nehmen- Anmeldungen zur Aufnahme in den Verein bittet man in den nächsten 14 Tagen bei Herrn Musikdirektor Mickler gefälligst persönlich abgeben zu wollen. Der Vorstand. Z Die Leipziger Fcucr-Vcrsichcruugs-Allstalt — gegründet im Jahre 1819 — empfiehlt zum Abschluß von Versicherungen gegen Brand, Blitzschlag, nothwendiges AusräumtN rc. auf Mobiliar, Waaren, Maschinen, Vieh, Ernteerrcugnifse ?c. zu billigen, festen Sätzen unter ihren anerkannt vorlheilhafken, liberalen Bedingungen. Conrad Scherff, Glasermeister, Aaent für Lick und Umaeaend. <31 00 „(m e r in a ii i K." frbensvrrsichcrungs - Aktien - Grselllchast in Stettin. Grund-Capital..............Gulden 5,250,000. Angcsammelte Reserven Ende 1871....... „ 8,495,321. Seit Eröffnung des Geschäfts bis Ende 1871 bezahlte Versicherungssummen........... „ 8,100,992. Versichertes Capital Ende März 1872 ...... „ 94,156,279. Jahres-Einnahme an Prämien und Zinsen .... „ 3,173,231. Im Monat März sind cingegangen^: 1609 Anträge auf „ 1,684,821. Dividende der mit Gewinnantheil Versicherten auf die 1821 gezahlten Prämien 331/g Procent. Don demjenigen jährlichen Neingewinn, welchen die mit Anspruch auf Dividenden versicherten Personen und die Actionäre unter sich thcilen, erhalten jene Versicherten drei Viertheile und die Actionäre ein Dierthcil. Die dividendcnberechtigtcn Versicherten treten in den Bezug ihrer Dividenden schon nach zwei Jahren in der Weise, daß die Dividende des ersten Jahres durch Erniäßigung der Prämien des dritten Jahres u s. f. gewährt wird. Prospecte und Antragsformulare gratis durch: Gießen, den 14. April 1872. Wtlh. Balser. 711) Die Thüringer Kunstfärberei in Königsee sandte neue geschmackvolle Druckmuster und empfiehlt die modernen Farben: dunkelgrün, grosseille, grenadine, prume rc., die, wie alle andern, in unübertroffener Schönheit hergestellt werden. Aufträge vermittel» unentgeldlich Geschwister Heer; in Gießen, Neuenweg Nr. 116, Auswanderer Verein für Verbreitung von Volksbildung. 1909) Bei der am Donnerstag den 18. April d. I., Abends 1/28 Ubr, im Saale des Lony'schen Bierkellers stattfindeuden Generalversammlung wird Herr Professor Ducken einen einleitenden Vortrag halten, worauf wir nicht verfehlen wollen, ausdrücklich aufmerksam zu machen. Der V o r st a n d. Die G a r» t e n l a u b c. Die Nr. 15 bringt folgende Beiträge: Am Altar. Erzählung von E Werner, Verfasser von „Ein Held der Feder." (Fortsetzung) — Im Bockstall zu München. Mit Abbildung: Der Siegespreis im Bockstall. Von Arthur Müller. Nach der Natur ausgenommen von L. Bechstein — Drei Jahre in einem preußischen Lehrerseminar. Von Eduard Nstsckke. — Des Kaisers Tusculum. Mit 3 Abbildungen: Front-Ansicht des Schlosses Babelsberg; — Das Kronprinzenhaus in Babelsberg; — Arbeitszimmer des Kaisers in Babelsberg. Aus der Sammlung Babelsberger Aquarellen. Von Graeb. (Ernst u. Korn in Berlin.) — Erinnerungen an Bogumil Damison. Von Rudolf Gottschall. — Blätter und Bluthen: Auch eine Beute vom Schlachtfeld. — Für Fabrikanten und Industrielle. Von Frdr. Grftr. — Loreuz Clasen's „Die Wacht am Rhein." befördert mit den rühmlichst bekannten Dampfschiffen des Norddeutschen Loyd von Bremen, der Hamburg-Amerikanischen Packet-Actien-Gesellschaft von Hamburg, der Cuuard Linie von Liverpool, sowie von Stettin, Antwerpen, Havre und Rotterdam nach Rcw-Uork, Baltimore, New-Orleans, San Francisco und nach allen Häfen der Westküste von Südamerika, China und Japan billigst unter Garantie reellster Bedienung. Chr. Wallenfels jun. Wechsel auf alle größere Plätze Amerikas, insbesondere der vereinigten Staaten, zum Tageskurse, ebenso werden Auszahlungen, Auskünfte, Erbschaften, Vollmachten prompt und billigst besorgt. (796) Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Dio Handlung her I. A. Kusch Löhne erlaubt sich, hiermit bestens zu empfehlen: Lager in feinen französischen nnb holländischen Liqueuren, sowie in Düsseldorfer Arrac-, Rum-, Vanille-, Burgunder-, Portwein- und Ananas-Punscheffenzen, achtem Rum ®OI| 8""m R.i ' 2?*' S to" «i4n d F.1“ ®''l l »ä