raeiiten in itVOGLER en-Expedition, am Main, 1. im 1. Stock. (Fall, 50; »erstraBse, 46; ’iberg, 29; Neuer Markt, 11; , 17, Königshaus; rinistmse, 1 B: ergasse, 1; re Grabenstrasse, 13; len Molard, 2. etistirendeZeiiun. zu Original. »uuragen Rabatt, i-Bureau von rt ln Leipzig, ^ar-wA "er- '“(W. ! göfa zu Stein- M'chasts-Local ge- 1 Hochofen (zu Holz werden. Nä- grundlich ersahren, Jkrn gesucht. Zu as Uhrgehäuse ge- fr, dolizeidiener. 'gen feiger botn > bereit ist, milde eullinger. ebenen. traurige Mit- lfolgivn Tode ereins n t äcis fi U()t, rnfänger O» i. Lenzen V* Schubert.? zgft » f CM » ! Preis vierteljährig 1 fL 12 h. M M 4k Jk, A 0EA' A« / M Erscheint täglich, mit Aus-W mit Bringerlohn. Durch die ■ I g/lg g7 g ggg g/g g g gj g^ nähme Sonntags. Post bezogen vierteljährig MW Jj g g MA g gggg / g ||<| ||l| I Exvedition: Canzleib erg, !s ! Ist.-7K. Xjx pWIIVV ----------------- I Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. - Nr. IG. Donnerstag den 18. Januar 1872." Bestellungen auf den Gießener 'Anzeiger S.S^Bil*8 ®'lf aI§ aud) 6ei ota j Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben pro I. Quartal zu 1 fl. Amtlicher T h e i L. | Bekanntmachung. Betreffend : Das Kreis-Ersatz-Geschäft für 1872. « Mit Bezug auf die Bestimmungen der Militär-Ersatz-Instruction für den Norddeutschen Bund fordern wir alle im Jahr 1852 gebornen Militär- " pflichtigen, sowie die in früheren Jahren gebornen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt haben, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Ein- m tritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder in demselben als Studenten, Gynmasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirthschaftsbeamre, Handlungsdiener, Lehrlinge, y J Handwerksgesellen, Lehrbursche, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich aufhalten, hiermit auf, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle in der Zeit vom 13. Januar bis zum 1. Februar l. I. bei der Bürgermeisterei ihres gesetzlichen Wohnortes, beziehungsweise ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabei? wenn sie an diesem Orte nicht geboren sind, ihren Geburtsschein und wenn sie bereits bei einer früheren Musterung concurrirt haben, ihren Loosungs- und Gestellungsschein vorzulegen. Wir machen zugleich darauf aufmerksam, daß Diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Strafe bis zu |p® 10 Thaler bel gt von der Theilnahme an der Loosung ausgeschlossen und ihre etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung rc. verlustig erklärt werden. )C! Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherrn zu diesen An- Meldungen verpflichtet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. . ■ Gießen, 3. Januar 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths: K e k u l 6 , Kreisassessor. Politisch Nachwirkungen des vaticanifchen Concils. Es laßt sich den Entwürfen und Gedanken der ultromontanen Partei, die durch die Befch!üsse des vatikanischen Concils der Kirche und den Staaten als höchstes Gesetz oufcrlegt werden sollten, eine große Kühnheit nicht absprechen. Alle kirchliche Gewalt, die unumschränkte Herrschaft über alle kirchlichen Organe und über das Gewissen der Gläubigen sollte in den Händen des Papstes durch die Desinition seiner persönlichen Unfehlbarkeit vereinigt werden. Diese unermeßliche Machtvollkommenheit, der gegenüber die Bischöfe nur noch als Commissare der Curie gelten konnten, und durch welche das Institut der allgemeinen Kirchen- Versammlung nach seiner alten Bedeutung vollständig beseitigt wurde — , diese unermeßliche Machtvollkommenheit sollte dem Papste verliehen werden, um ihn in * den Stand zu setzen, die moderne Weltanschauung und Bildung, wie sie sich in den Sitten und der Denkweise der Gesellschaft und in den Einrichtungen der Staaten verkörpert hatte, wirksamer zu lnkämpsen, sie durch eine längst verschwundenen Zeiten entnommene Weltanschauung zu ersitzen und das Gesetz der Kirche, d. h. also den Wollen ihres Oberhauptes zur höchsten Norm für die staatliche Gesetzgebung und Verwaltung zu erheben. Mögen die Führer der ultramontanen Parteien in politischen Versammlungen gelegentlich die Bedeutung des Unsehlbar- keitsdogma's und der Sätze des Spllabus herabzumtndern bemüht sein, darauf ist kein Gewicht zu legen. Wo Organe des Ultramontaniemus sich frei glauben aussprechen zu dürfen, machen sie kein Hehl daraus, daß in ihren Augen das höchste Ziel der kirchlichen Entwickelungen, wie sie dieselbe angebahnt hoben, die oberste Leitung auch der weltlichen Angelegenheiten in der ganzen Christenheit durch den Papst ist. Der Plan war um so kühner, da er in einer Zeit schwerer äußerer Be- drängniß zur Ausführung gebracht werden sollte, aber er war so fein entworfen, so wohl vorbereitet, daß die Urheber desselben sich seines Gelingens sicher fühlten und nach einer Richtung hin ja auch wirklich Alles erreicht haben, was sie erreichen wollten. Die kirchliche Aristokratie hat sich dem päpstlichen Absolutismus unbedingt unterworfen. Daß sie zum Theil nicht ohne Kampf und mit lebhaftem Widerstreben sich gefügt hat, hat nur dazu beigetragen, den Triumph der jesuitischen Partei zu erhöhen, die trotz aller beweglichen Klagen der diffentirenden Bischöse über die an sie gestellten Zumuthungen und den gegen sie ausgeübten Terrorismus nicht einen Augenblick an der schließlichen Unterwürfigkeit der Widerstrebenden gezweifelt hatte. Und die ultramontane Partei konnte ihrer Sache sicher sein, denn die deutschen Bischöfe, die den Kern der Opposition bildeten, hatten so lange im Dienste der ultramontanen Politik gekämpft, sich dergestalt mit dem Ultra- montanismus idcntificirt, daß, als die Anforderung an sie herantrat, die Con- sequenzen ihres bisherigen Verhaltens zu ziehen, sie gar nicht umhin konnten, ein Anfangs gesprochenes schwächliches Nein durch ein nachträgliches unbedingtes Ja wieder gut zu machen. Sie hatten der Curie selbst die Waffen in die Hand gegeben, die diese jetzt gegen sie wendete: sie hatten in der langen BundeSgenoffen- schaft mit den Jesuiten durch die kurzsichtige Beförderung ihrer Pläne die Freiheit des Entschlusses verloren. Sie befanden sich in einer Zwangslage; und sie all- er Theil. wälig in diese Lage gebracht zu haben, das ist eben das große Meisterstück der ultramontanen Politik, die in ihrer Behandlung der kirchlichen Organe in gleicher I Weise Kühnheit und Scharfblick bewährt hat. Der Pfarrgeistlichkeit war man von vornherein sicher gewesen: die Bischöfe selbst hatten ja Alles aufgebcten, um den Curatclerus in den ultramontanen Ansichten zu erziehen, und ihre dreißigjährigen Bemühungen waren vom besten Er- folge gekrönt worden. Ncch der Unterwerfung der oppositionellen Bischöfe glaubte man in Rom st, gewonnenes Spiel zu haben. Denn der hier und da in der Laienwelt sich kund- gebcnden Mißstimmung glaubte man eben so wenig Gewicht beilegen zu müssen, Hd wie dem fortgesetzten Widerspruch einiger deutschen Theologen. Indessen in dieser Beziehung hat die ultramontone Partei sich doch einigermaßen verrechnet: sie hat ch die Kraft des deutschen Geistes und Gewissens bet ihrer Rechnung nicht in Ansatz gebracht, da sie. alle Völker nach den Eigenthümlichkeiten der romanischen Stämme beurtheilt. i4t In Italien concentrirt sich alles kirchliche Interesse auf die Frage, welche ü Stellung der Papst in dem neuen Königreiche cinnchmen soll. Dem Versuche, die altkatholrsche Bewegung nach Italien fortzupslanzen, zeigt die Regierung sich nichts weniger als freundlich, da sie kein höheres Interesse kennt, als dem Papst keine neuen Ursachen zur Beschwerde zu geben. Der Gebildete mag sich mit dem Un- ' frhlbarkeiisdogma abfinden, wie er will; der Ungebildete aber hat gar nicht das Bedürfniß nach Gewissensfreiheit, und die StaaiSmänner halten es für höchst überflüssig, in denselben dies Btdürsnrß und damit das Bewußtsein sittlicher Verantwortlichkeit zu erwecken, obgleich es doch einleuchtend ist, daß das lebendige ! Bewußtsein sittlicher Verantwortlichkeit die einzig feste Grundlage auch der politischen Freiheit ist. In Frankreich ist es nicht anders. Die Bischöfe sind mit allem, was in Rom decretirt wird, vollkommen einverstanden. Die gelehrten Theologen unterwarfen sich, der Pfarrclerus ist, wie überall, längst für die jesuitischen Lehren ge- Wonnen. Und wie die Gebildeten denken, das geht auS ter keineswegs auf die ; geistlichen Kreise beschränkten Opposition gegen das Simon'sche Schulgesetz hervor. Der Gebildete denkt voltairisch, unterwirft sich aber mit einer uns unbegreiflichen Unbefangenheit äußerlich jedem Dogma, gleichviel, welche Anforderungen dasselbe an seine Vernunft stellt. Das Bewußtsein der sittlichen Verantwortung ist weder in den höheren noch in den niederen Klassen entwickelt, und trotz aller Redensarten von sittlicher Wiedergeburt trägt man die äußerste Scheu, es zu entwickeln. In Deutschland aber vermögen die Glieder auch der katholischen Kirche sich nicht so leicht mit einem Dogma abzufinden, welches nicht nur mit der Vernunft, sondern auch mit dem altkatholischen Glauben im Widerspruch steht, und welches in der That, da es die Seelen unbedingt der Leitung eines Mannes unterwerfen soll, mit dem Bewußtsein der Verantwortlichkeit unvereinbar ist. Auch der strengste katholische Theologe, der die freieren Grundsätze des Protestantismus entschieden verwirft, und unbedingt an dem Erkenntnißprincip seiner Kirche festhält, vermag doch nicht, sich der Pflicht zu entschlagen, das neue Dogma nach den Grundsätzen - Deutschland. ES sind alle Maßregeln getroffen zur Verhaftung des England. feiner Kirchenlehre zu prüfen. Und da diese Prüfung nicht zu Gunsten des Dogma's ausgefallen ist, so haben sich fast alle bedeutenden deutschen katholischen Theologen gegen dasselbe erklärt. Und die Opposition der Theologen hat denn doch einen unerwartet großen Anklang in der Laienwelt gefunden. Die altkatholische Belegung schreitet !ang- Paris, 14. Jan. Das osficielle Blatt enthält folgende Note: „Da Se. Excevenz der Herr Graf v. Arnim am 9. Jan. die Schreiben überreichte, welche ihn in der Eigenschaft eines Botschafters Deutschlands bei der französischen Re- gterung beglaubigen, und da Se. Excellenz der Herr Graf v. Gontaut-Biron von Sr. Majestät dem Kaiser in der Eigenschaft eines Botschafters von Frankreich empfangen worben ist, so find die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern wieder auf den normalen Fuß gesetzt. Aus diesem Grunde hat die spe- cielle Mission, welche bei dem Obergeneral der Occupations-Armee hergestcllt worden war, ihr Ende erreicht. Die dringlichen und localen Fragen, welche aus der militärischen Occupation entspringen, werden in Zukunft mit dem Hauptquartier durch einen außerordentlichen Commiffar verhandelt werden. Diese Functionen sind dem Grafen de Saint-Vallier übertragen." Paris, 16. Jan. Eine große Anzahl Handelskammern haben Adressen an die Nationalversammlung gerichtet, in welchen sie sich gegen eine Besteuerung der Rohstoffe aussprechen. — In Luneville wurde ein Preuße ermordet. T)tc französische'Polizei ist eifrig beschäftigt, die Thäter zu ermitteln. — In verschiedenen Städten, hauptsächlich in Versailles, haben sich Comües zum Zwecke einer Sub- fcriptton von Frauen gebildet, um frühere Räumung des französischen Gebiets Erklärung und Bitte: , „Die Arbeitseinstellung der Gchülfen in den hiesigen Buchdruckerkien hat heute Abend begonnen, nachdem die Vermittlungsvorschläge, welche von weiten des Gewerbevereins unter Betheiligung Sr. Exc. des Hrn. Präsidenten v. Steinbeis ,U die Bewegung ist bereits zu weit entwickelt, um dem Versuch, sie mit veränderter Methove ioDt zu schweigen, Erfolg zu versprechen. In Bayern wirt Vieser Versuch gar nicht einmal gemacht werden können; unv wenn die altkutho- lisch- Bewegung ihre Lebenskraft in Bayern bewährt, so hat st- sic für ganz Deutschland bewährt. I» Bayern wirb es sich entscheiden, ob der katholischen Kirche Deutschlands die Kraft innewohnt, sich von ven Banden des romanischen PrineipS frei zu machen. °^'en Sei einer gegen ven Republikaner Sir L. Hilft gerichteten Versammlung in Chelsea kam es zu Ruhestörungen, weshalb die Polizei da« Local säuberte. Amerika. Ncwyork, 16. Jan. (Kabcltelegramm.) Die japaneflsche Gesandtschaft ist in San Francisco angekommen. Belgien. Brüssel, 16. Januar. Außer der Provinz Lüttich feiern fast alle Kohlen- zechen. Die feiernden Arbeiter erhalten aus den Widerstanvskaffen 2 FrcS. täg- lich. Der Kohlenmangel ist bereits fühlbar. • Frankreich. zu erlangen. Paris, 17. Jan. Es sind alle Maßregeln getroffen zur Verhaftung dcS Menschen, der den Preußen in Luneville ermordet hat. Es ist ein gewisser Cremel. Derselbe hat sich nach der Schweiz geflüchtet. Dem heute ausgegebenen Bulletin zufolge macht die Besserung im Befinden des Prinzen von Wales befriedigende Fortschritte. Es bedarf nur noch einiger Zeit, bis die Kräfte vollkommen wieder hergestellt sein werden. In Zukunft wer- den keine Bulletins mehr veröffentlicht. London, 17. Januar. Die Königin wird das Parlament in Person er* Vermischtes. Berlin. IKurr und bünbiß.J Ein Strike-Comite der Tapezier-rg.sellen hielt am 8. Jan eine Versammlung im Happol.'schen Lokal. Dabei kam folgender eingegangene, wenn auch n.cht orthographisch abqefaßtc, d.ch sehr klar durchdachte Br,es zur Verlang: v 0 An die Commission der Strcke! Ihr Brüder wollt blot aus uuser Tasche reißen, damit ihr düchtig kümmel sausen kennt; feifjam t-bttfauk 3une wat habe, euch wallen wir adet nicht ernehren, lell diesen Brief den ve-sammett.^Fanlen^nn^ Kummelbrnder Börsenberichte. Frankfurt a. M., 17. Januar. Im heutigen Verkehr waren außer Nationalbank- und StaatSbahnactien noch besonders galizische Elsenbahnactien gesucht. Der geft^e CourSluckgang ist fast wieder ganz ausgeglichen worden. Staatsbahnactren wurden sogar am Schluffe bit 4~2 /2 aebandelt. Kredit 353»/2. Lombarden 218‘/2. Galizier 267. Für 1860er Loose herrscht gute Kauflust und »ngarffche 100-fl.-Loose wurden bw 112 bezahlt. Für Prioritäten und andere Anlagepapiere ist die Stimmung eine fortgesetzt günstige. Darmstadt, 16. Jan. Seine Grossherzogliche Hoheit der Prinz Ludwig sind heute Nachmittag nach Berlin übgereist und werden daselbst im Kronprinz- lichen Palais absteigen. Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Ludwig mir den Durchlauchtigsten Kindern werden wahrscheinlich Ende der Woche hier eiatteffea. Berlin, 16. Januar. Bezüglich des Entlaflungsgesuches des CultuSmimsters v. Mühler wird der „Kreuzzeitung" bestätigt, daß derselbe, nachdem er noch am Donnerstag neue legislatorische Arbeiten in Aussicht genommen, am Freitag seine Entlassung erbat und daß das StaatSministerium sich einmüthig über die Ange» meffenheit der Annahme desselben aussprach. Ferner wird bestätigt, daß unter Den bisher gerüchtweise genannten Candidateu an maßgebender Stelle allein der Geheime Oberjustizrath Falk ernstlich in Aussicht genommen sei. Die Ernennung wäre bisher noch nicht erfolgt, doch ist die Annahme des Entlassungsgesuches selbst unzweifelhaft. Als Grund desselben wird der „Kreuzzeitung" zufolge in unterrichteten Kreisen angenommen, daß sich v. Mühler durch die Vorgänge der letzten Tage überzeugt haben möchte, daß seine Stellung nach allen Seiten hrn unhaltbar geworden. Dasselbe Blatt bemerkt ferner: Eine Vakanz fei ftlbstver- stündlich erst nach allerhöchster Annahme des Entlaffungsgesuches vorhanden. Wenn Graf KayserUngk-Rauttenberg für das Portefeuille genannt würde, so i.ege jeden° falls eine Verwechslung vor. Gemeint sei wohl der jüngere Bruder Graf Kayser- lingk, welcher einem deutschen Lehrbezirk in den russischen Ostseeprovinzen vorge- standen. — Die „Kreuzzeitung" glaubt, die Annahme, daß die Dotationen der Generale in den bevorstehenden Tagen zur Vertheilung kommen sollen, als unbe- gründet bezeichnen zu dürfen. Die Erwägungen über diese Angelegenheit feien »och nicht vollständig abgeschlossen. Berlin, 16. Jan. lieber den Rücktritt des Cultusmmisters v. Mühler, dessen amtliche Veröffentlichung wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte, erfahren wir, daß derselbe in der Sitzung des StaatSminjsteriums am Donnerstag noch so wenig an ein Enttassungsgesuch dachte, daß er in Bezug auf Die von ihm vorbereiteten Gesetzentwürfe über die Trauung und über den Austritt aus der Kirche noch specielle Anträge stellte und die Ausarbeitung derselben übernahm. Von da bis zum Freitage müssen bei Herrn v. Mühler Einwirkungen und Erwägungen stattgefunden haben, welche den Entschluß herbeiführten, feme Entlassung zu fordern. Dadurch trat die Angelegenheit in ein anderes Stadium. Es fand darauf am Freitag eine vertrauliche Sitzung des Sraattministenums unter dem Vorsitze des Ministerpräsidenten statt, an der aber Herr v. Mühler schon nicht mehr Theil nahm, und in welcher die Haltung der Regierung zu dem Gesuche sestgestellt wurde. — Wie die B. Ztg." wissen will, ist die Entlassung des Herrn v. Mühler durch einen ganz eigenthümlrchen Zwischenfall zwar nicht veranlaßt, aber wohl beschleunigt worden. Man erzählt sich in parlamentarischen Kreisen, der CultuSminister habe unlängst beim Kronprinzen Dortrag gehalten Uber Kunstangelegenhcitcn, und bald hernach sei offenkundig geworden, daß m Wrn- 'schämen sollten, das' Ausland 'anzubetteln, um ihre"eigene Armensteuer zu lichkeit die Dinge sich durchaus anders verhalten haben, als £err v. Mühler sie vap , W*men t0Ulen' j Dargestellt. V Aller Wahrscheinlichkeit nach werden mit dem Rücktritt Mühler s erletd>ter«- - -- - -- alle von ihm bereits beim Landtag eingebrachten oder vorbereUeten Vorlagen für diese Sesson zurückgezogen werden; nur die Vorlage über die Schulaufsicht dürfte, wenn auch in etwas anderer Fassung, zur Berathung im Landtage gelangen. Berlin, 17. Jan. Die „Provinzial-Correspondenz" schreibt: Der Eultus- Minister Hr. v. Mühler hat sich veranlaßt gesehen, die Entlassung aus seiner bisherigen Stellung vom Könige zu erbitten. Stuttgart, 15. Januar. Die Setzer und mit ihnen ein großer Theil der Maschinenmeister (Drucker) haben am Samstag Abend wirklich die Arbeck eingestellt und nur die der I. G. Cotta'schen Buchhandlung und v. Eotta s Erben („Slaatsanzeiger") sind geblieben. In allen anderen Buchdruckereien ist dre große Mehrzahl striken gegangen, bis auf einige wenige verdeirathete und ältere Leute. Jndkß scheint es bei den Gehülfen nicht durchaus auf gesetzlichem Wege ausge- gangen zu sein, wie es Anfangs schien, denn mehrere ältere sehr gut gestellte Ge- hülfen, die als verheirathete, seit Jahrzehnten in ihren angenehmen Stellen be- findlichen Leute das Versprechen zu bleiben gegeben hatten, kamen schließlich unter Dem Ausdruck des Bedauerns, daß sie ihr Versprechen nicht halten könnten; es fei unmöglich, unter den Anderen zu existiren. Auch sah sich das Stadtpolizei- amt gestern veranlaßt, ein Warnungöplacat anfchlagen zu lassen, worin unter Hinweisung auf §. 153 der deutschen Reichsgewerbeordnung und das deutsche Strafgesetzbuch Diejenigen mit Strafe bedroht werden, welche Andere mit Gewalt oder Drohung zur Arbeitseinstellung nöthigen wollen. Auch soll einem der Princi- pale eine Katzenmusik gebracht und derselbe genöthigt gewesen sein, d:e Polizei um Schutz anzuruftn. Eine Flugschrift der Setzer zur Rechtfertigung ihrer Arbeitseinstellung wird verbreitet. Der „Beobachter", in Folge des Setzer-Strikes nur in einem halben Bogen erschienen, bringt an der Spitze seines Blattes folgende London, 14. Jan. Die englische Milothätigkeit ist in den letzten Tagen von Neuem angeeufen worden, um Mittel zum Aufbau ter im französischen Kriege zerstörten Hütten beizusteuern. Dem ©lobe scheint dies des Guten doch zu viel zu sein. „Im ganzen britischen Reiche", sagt er, „sind ungeheuie Summen gesammelt worden, um die Leide« der sranzösischen Verwundeten zu lindern und den Aurwurs von Paris zu füttern, der so unmenschliche Schandthaten begangen hat. Dazu rechne man dir Gelder und da« Saatgetreide zur Unterstützung der der- armten Bauern und die besondere Sammlung zur Wleverherstellung der verwüste, ten Dörfer um Sedan. Diese Beträge dürften hinreichendes Zeugniß für unseren Wunsch sein, da« Mißgeschick der vom Kriege betroffenen Bauern Frankreich« nach Kräkten zu mildern. Wenn aber die Herren Pieard und GaSroigne einige Monate für England übrig haben sollten, so werden sie schwerlich geringere« Elend hier ontreffen, al« bei ihrer eigenen Landbevölkerung. Sie brauchen nur den Hafen- ' dämmen und Eisenbahnbogen im Osten Londons einen Besuch abzustatten, um zu entdecken, daß unter englischen Kindern, die keine andere nächtliche Zuflucht haben, lerne Masse von Elend zu finden ist, welche den Franzosen völlig unbekannt, ja, unglanblick sein wird. In keinem Lande Europa'« besteht ein so strenge« und ; mohlgehandbabte« Armengesetz, wie in Frankreich, und es ist rein unmöglich, unter , ihm Hungers zu sterben." Da« englische Blatt weist klar genug darauf hin, daß . vie besitzenden Class-n Frankreich« trotz aller Verluste und Steuern noch wohl- ; habend genug seien, um selbst für ihre verarmten Mitbürger zu forgen, und sich mit Vertrauensmänner!» ' ' /^unV ver Gehülfen vereinbart worden, von ver Generalversammlung der Letzteren verworfen worden sind. Die Unterzeichneten sind dadurch in die Lage versetzt, das verehrte Publikum um eine nachsichtige Be- urtheilung der hierdurch veranlaßten Verzögerungen in der Fertigung von Druck- arbeiten ersuchen zu müssen. Stuttgart, 13. Jan. 1872. Die vereinigten Buch- bruckereien in Stuttgart." Oesterreich. Wien, 16. Jan. Der „Vorstadt-Zeitung" zufolge fand der neu ernannte Finanzmimster bei Antritt seines Amtes einen Caffenbestanv von 97 Millionen Gulden vor. Ä sam fort, aber sie ruht nicht. Wohin sie führen wird, das vermag auch letzt K ,och Niemand zu sagen. So viel aber kann man wohl mit einiger Zuversicht behaupten, baß Vie kritische Zeit, wo man sie rasch ersticken konnte, vorüber ist. Der römische Erlaß an die erzbischöfliche Curie in Freiburg beweist, daß man sich im Vatican der Gefahren, die aus der deutschen Opposition dem Ultramontanis. mus erwachsen können, wohl bewußt ist. Man sieht ein, daß der Augenblick nicht günstig ist, um durch einen verschärften Druck die Stimmungen noch mehr tbt.n, ton Wntttt ^gr $e, 08 Druz. te« Buch. ernannte M'llionk, le Kohi^. orcs. tag. Er. k, «!lchi Mm Re- Liron von Irakkreich beiten ul die spe. tstcüt dvr- -e aus der luptquaniet Functionen Adressen an ’uerung der T)ie |ian» itr^itfceuen einer Sub- ben Gebiets iaftung dcS ffer Gremel. ryeu lagen Men Rrieze roch zu viel Siimmin ge- nn unD ich gangen hat. 4 der der- ,er vervM' ! jür unseren mlreichs nach linige Monate iS Elend hier r den Hafen« arten, um zu ißacht haben, nbefannt, ja, strenges und wglich, unter ■auf hin, tfl6 noch wW gen, und sich -wensieuer zu im Destuven noch einiger planst wer- in Person er- KfssaVwlung ,1 säuberte. M »w ®tnn «l 8. Jan- ,ch nicht kennt „>ib unv ^ 422 /t fil112 h<' ^AtW1 Oberhessen 84 97 Vs 4% 31/2% „ 92 Bayer. 5% ioo-3/4 Badische fl. 35 Loose 707g 20 Frankenst. 9 17 !/2—I8V2 na'usone n. oa j_,oosp zu v2 l^v r rariKenSb. y 1 / ‘/2— 3O/oOldenburg.ä40Thlr. 3?3/fejEngl. Sover. 11 45 -47 1864r 152 Braunschweiger 20 V2 Stadt Florenz 83 BSrseDnachrichten. 17. Januar 1872. k. S. 995/s k. s. 993/4 k. 8. 105 Aetfien. Frankf. Bank 137 Frankf. Vereins-Kasse 128 Dermst. Bankact. 460 Wien Bankactien 913 Galizien 268 Oest. Creditact. 353V4 953/4 923/4 873/8 1047/8 1177s 923/8 923/8 1017s Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Diseonto 1 Actieiio 50/g östr. F. St. E. B. 420 Lombard. Bahn 2187g Ludwigsh.-Bexbach 19872 Maxbahn 146 Bayer. Ostbahn 1493/a Rhein-Nahebahn-Act. 39V2 Hess. Ludwigsb.-Act. 1847g Die erste Nummer der Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben „die Gegenwart" (Verlag von Georg Slilke — Redacteur Paul Lindau) erscheint am 20. Januar. „Die Gegenwart" will ihrem Programme gemäß olle wichtigen Erscheinungen auf dem Gebiete des öffentlichen Lebens und des geistigen Schaffens einer ernsten und freimüthigen Besprechung unterwerfen. Das neue Organ zählt die hervorragendsten Schriftsteller Deutschlands zu seinen Mitarbeitern. k. k. k. k. k. k. k. m. 1. 4O/o Literarisches. Für die Modenwelt. Zum neuen Jahre wollen wir nicht unterlassen, unsere schönen Leserinnen auf ein Blatt aufmerksam zu machen, das den meisten unter ihnen allerdings schon bekannt sein dürfte. Es ist Dies die „Modenwelt", diese vortreffliche .illustrirte Zeitung für Toilette und Handarbeiten", welche längst eine unentbehrliche Freundin und Rathgeberin in Hunderttausenden von Familien geworden. Die diesjährige Neujahrs-Nummer wird mit einer kurzen, klaren Uebersicht über die neuen Moden eröffnet. Vom bequemen Morgenrock bis zu den Bedürfnissen des Ball-Anzuges ist auf eine Menge hübscher Einzelheiten — Taillen, Berthen, Gürtel, Mäntelchen rc. — Bedacht genommen, besonders noch für eine schöne Auswahl von Kragen, Aermel und Craoatten gesorgt, welche durch Beifügung von stilvollen Mustern für die bekannte irische und noch zwei neuere Arten der gediegenen Spitzcnarbeit besonders werthvoll werden. Eine Jagdtasche und Gamasche, Börse, Reisekappe und -Decke beweisen, daß die Modenwelt auch die „herr"-lichen Mitglieder der Familie nicht vergißt; der Kleinen und Kleinsten gedenkt sie in hervorragender Weise mit Trag- und Laufkleidchen, Lätzchen, Mänteln und Costümcn; und für die Heranwachsende Jugend bekundet ein practischer Geradebalter die mütterliche Fürsorge der allzeit freundlichen Beratherin. Abonnements (zum Preise von 45 Kr. rh. pro Quartal, resp. 1 Fl. 30 Kr. rh. mit vierteljährlich neun großen colorirten Modekupfern) werden jederzeit bei allen Buchhandlungen und Postämtern angenommen. ^eldgorten. ö. kr. Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53-55 Ducaten . . 5 31—33 Preußs. 472% Oblig. 102 Frankf. 372% Obi. 883/g Nass. 47,0/0 Obi. 99i/2 Kurhess. 40/0 „ 937, Gr. Hess. 50/0 Obi. 102i/2 8. 8. 8. 8. 8. 8. L. 8. 8. 8. n 41/2 o/g 1jährige 1007g „ 40/g 1jährige 95 74 Würtemb. 472% Obi. 997g Baden 472% Obi. 0. E. L. 9972 Oesterr. Silberrente 63% t> Papierrente 55 Araerik. Bonds 1881r 1025/8 , „ 1882r 963/8 r, n 1885r 971/2 „ 1887r 983/4 Spanier, neuest. 3% 323/b Oestr. fl. 250 v. 1854 84 iRuss. Imper. 9 40—42 1858r Prioritätsloose 193 lüollarin Gold 2 24—25 1860r Loose 947g Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 601/4 3% öst. s. Lombard 85 30/0 Livorneser 403/g 5% Toscaner 633/4 50/0 Elisabeth.-Prior. 83 do. II. Emiss. 821/2 ABBleSeeBiHMwse« Kurh. 40 Thir. Loose 681/2 Nassau 25 fl. 441/2 4% bayr. Präm.-AnL 116 Ansbacher 7 fl. ll3/4 40/g badische Loose 115 MßlgeMsrNeV WRzeiKKr, Für Land- und Mckerwirthe. 1. Engt. Futterräbca-Samk». 265) Diese Rüben, die schönsten und ertragreichsten von allen jetzt bekannten Futterrüben, werden 31 Neuzoll bis 1 Meter (1—3 Fuß nach alt. Maaß) im Umfange groß, und 2‘/2 Kilogramm, ja 5—7 ^Kilogramm (5, 10—15 Pfd. Zoll-Gewicht) schwer, ohne Bearbeitung, denn sie verlangen weder das Hacken noch das Häufen. Die erste Aussaat geschieht, sobald es die Witterung erlaubt, Ausgangs März oder im April. Die zweite Aussaat im Juni, Juli auch noch Anfangs August und dann auf solchem Acker, wo man schon eine Vorfrucht abgeerntet bat, z. B. Grünfutter, Frühkartoffeln, Raps, Lein und Roggen. In 14 Wochen sind die Rüben vollständig ausgewachsen, und werden die erstgebauten bis zum Anfang des Winters verfüttert, dagegen die zuletzt gebauten zum Winterbedarf aufbewahrt, da dieselben bis im hohen Frühjahr ihre Nahrhaftigkeit und Dauerhaftigkeit behalten. Das i/2 Kilogramm (1 Pfd. Zoll-Gew.) Samen von der großen Sorte kostet 2 Thlr., Mittelsorte 1. Thlr. Unter 125 Gramm (7a Pfd. Zoll-Gew.) wird nicht abgegeben. Aussaat pro 2,500 OMeter (1 Morgen alt. Maaß) 250 Gramm (7s Pfd. Zoll-Gew.) 2. Bokharascher Ricsen-Hontz-Gec. Dieser Klee ist so recht berufen, Futterarmuth mit einem Male abzu- % ’ ' < • er wächst und gedeiht nicht allein auf gutem, ä ndern auf jedem leichten Boden, sogar auf solchem, wo weißer Klee nicht mehr fvrtkommt Er wird, sobald offenes Wetter cintrilt, gesäet und giebt im ersten Jahre 3—4 Schnitt, und im zweiten Jahre 5—6 Schnitt. Man kann denselben unter Gerste und Hafer säen. Mit letzterem zusammen geschnitten, gibt er ein herrliches Futter für Pferde, auch ist der Klee seines großen Futterreichthums wegen ganz besonders für Milchkühe und Schafvieh zu empfehlen. Pollsaat pro 2,500 kDMeter (1 Morgen alt. Maaß) 6 Kilogramm (12 Pfd Zoll-Gew.) mit Gemenge 3 Kilogramm (6 Pfd. Zoll-Gew.) Das ',2 Kilogramm (1 Pfd. Zoll-Gew.) Samen ächte Original-Saat kostet 1 Thlr. Unter 125 Gramm ("4 Pfd. Zoll-Gew.) wird Nicht abgegeben. 3. Schottischer Ricscn-Dlrnips-Nankcl-Rübm-Samen. (Champion Yellow Globus.) Zum ersten Male tu den Handel gebracht. Diese Rüben haben ganz glatte Form, fast ohne Nebenwurzel, orangefarben Fleisch und große safrreiche Blätter; im tiefgeackerten Boden werden die Rüben 6—11 Kilogramm (18—22 Pfd. Zoll-Gew.) schwer. Da der Samen doppelt gereinigt ist, so beträgt die Aussaat pro 2,500 lHMeter (1 Morgen alt. Maaß) nur 172 Kilogramm (3 Pfd. Zoll-Gew) Das 7r Kilogramm (1 Pfd. Zoll-Gew.) kostet 20 Sgr. Eine Kulturanweisung wird jedem Auftrage beigegeben. Es offerirt diese Samen: Ferdinand Bieck in Schwedt a. O. Frankirte Aufträge werden mit umgehender Post expedirt, und wo der Betrag nicht beigefügt, wird solcher per Poftvorschuß entnommen. Versteigerungen. 263) Donnerstag den 29. Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die dem Jacob Seibert dahier gehörige Hofraithe, als: Flur 9tr. OKlftr. 35 62/93 173 Hofraithe neben der Grun- berger Chaussee, f 35 ß2/97 250 Grabgarten daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. Januar 1872. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semmler, Ortsgerichtsmann. Holzversteigerung im Ettingshäuser Gemeindewalde. 218) Montag den 22., Dienstag den 23 und Mittwoch den 24. Januar 1872, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, in .ben Estin gsb au ser Geweindewald- Distrieten Gadriels.stminerpla-) und neuer Sicher Weg, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: Montag den 22. und Dienstag den 23. Januar, I. Bau- und Werkholz: 112 Eichen-Baustämme von 15 bis 40 Cen- timeter Durchmesser und 2 bis 10 i 9 Raum-Meter Eichen-Prügelholz, 5 „ „ „ Stockholz, 18 „ „ Nadel-Prügelholz, 44,05 „ „ „ Stockholz, 1585 Wellen Nadel-Reisholz, 180 „ Eichen - „ 238 Nadel-Stämme mit 112,08 Cubik- Meter, von 15 bis 34 Centimeter Durchmesser und 17 Meter Länge, 40 Eichen - Stämme mit 11,07 Cubik- Meter, von 15 bis 34 Centimeter Durchmesser und 13 Meter Länge, 41 Nadelstangen mit 5 Cubik-Meter, 3 Eichenstangen mit 0,29 Cubik-Meter. Die Zusammenkunft ist an der Grünberger Straße am Einschnitt nach Annerod. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. September 1872 gestattet. Annerod, am 15. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt- Feilgeboteues. 254) Heute treffen frische Egmonter Schellfische ein. I. A. Busch Söhne. Meter Länge, 400 Fichten-Stämme von 15 bis 30 Centimeter Durchmesser und 10 bis 20 Meter Länge, 550 Fichten-Stangen von 4 bis 15 Centimeter Durchmesser und 8 bis 18 Me- 270) Drei junge selbstgezogene Distel- finke (Männchen), sowie eine große Do- aelShecke, zu verkaufen bei G Weber, Schloßgassc, im Lenz'schen Hause. ter Länge. Bemerkt wird, daß Dienstag den 23. Januar das Eichenbauholz zum Verkauf kommt. Mittwoch den 24. Januar, II. Brennholz: 142 Raummeter Buchen-Scheidholz, 88 „ „ Prügelholz 17 „ Eichen - 98 „ Buchen-Stockholz, 19 „ Eichen- „ 60 „ Nadel- 4000 Wellen Buchen-Reisholz, 750 „ Eichen- „ 1900 „ Nadel- Die Zusammenkunft ist jedesmal Morgens 9"Uhr am Gabrielszimmerplatz. Ettingshausen, den 13. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen. ________ Sommer. _____ Holzversteigerung. z69) Nächsten Mittwoch, den 24. Januar, von Morgens 9 Uhr an, Jsollen in dem Oppenröder Gemeindewalde, in den Districten Steinertsberg, Loh und Lehmkaut, nachfolgendeHolzsortimente öffent- | lieh meistbietend versteigert werden, als: 4 R.-Meter Eichen-Prügelholz, 26 „ Nadel- 41 „ „ Reiser, 3 „ Eichen- „ 695 Stück Nadel-Stangen von 1,86 C.-M. i Oppenrod, am 17. Januar 1872. i Großherzogliche'Bürgermeisterei Oppenrod. ,_______________ Petri. _____________ Holzversteigerung im Anneröder Gemeinvewalde. r238) Dienstag den 23. Januar, von Morgens 9 Uhr an, JoU in dem hiesigen Gemeindewalde, Di-, strict Köpfe!, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: s M ar 0 nen (süße große italienische Kastanien), um damit zu räumen, pr. Pfund 8 kr., empfehlen I. A. Busch Söhne. 226) Ital. Maccaroni, Kntharinapaiaunien, Türk. Zwetschen, llrünelien, Agwfelspalten. Kirschen, Zwetsclienkrant, Honig, «Julienne (Suppenkräuter), tiotliaer Cervelatwurst, €a%iar, Sardinen empüehlt JE»• il F % 6 <1C h» 137) Meinen, in der Nähe des Zinßer'- schen, jetzt Wenzel's Garten, am Sckffffen- berger Wege, ohnmeit der Obcrhessischen Eisenbahn gelegenen, mit einem Häuschen versehenen Garten, beabsichtige ich auf mehrere Jahre zu verpackten. Pachtlielchaber wollen fick an I. A. Busch Söhne oder direct an mich wenden. Verwalter Pfeil Wittwe- 219) Ein Besitztum, bestehend aus Wohn- und Nebengebäuden mit circa 17g Morgen Gelände, nahe bei Gießen, welches sich zu jedem Fabrikgeschäft, sowie zu allen land- wirthschaftlichcn Zwecken eignet, ist billig und unter sehr günstigen Verhältnissen zu verkaufen. Nähere Auskunft hierüber ertheüt I. Rothenberger am Lindenvlatz._____ 267) Ein Garten, 37z Morgen groß, ist zu verpachten. Näheres zu erfragen - "» ", Nr. 128, im unteren ozuschlcken, welche Uc ! Großer ^lusverkauf! 253) Da ich bis zum 1. März d. I mein ganzes Lager geräumt haben muß, so verkaufe alle meine Maaren unttr'm Fabrikpreise, jedoch nur gegen Baarzahlung. Auswahrsendungen können wähe. d des Ausverkaufs nicht stattffuden. Zu zahlreichem Besuche ladet ein : Julius Landauer. Jean JIaryuth, Instrumentenmacher in Butzbach, Niederlage und Leih - Anstalt in Bad N a u h e i m, empfiehlt sein Lager in Piamiw's und Tafel - Clavieren verschiedener Arten Stuttgarter, Berliner und ausländischer Fabrikate, unter 2jähriger Garantie. Weitere Instrument werden zu höchsten Preisen in Zahlung genommen. Uebernimmpffern.r alle Reparaturen und Stimmungen. Der Transport der ^istrumentc wird durch ein zu diesen: Zwecke eingerichtetes Fuhrwerk besorgt. Durch Mithülfe meines Sohnes, welcher noch vieljähriger Thätigkeit tn Stuttgart, Paris u. s. w. sich ausgebildet, bin ich in den Stano gesetzt, allen neuen Anforderungen zu genügen. (5449) Wilhelm Balser, Poneüan-, Glas- und Kryflall - Maaren - Handlung, Wallthorstraße Lit. A. Nr. 96, empfiehlt in reichhaltiger, schöner in feinem Porzellan: Tafelfervice, Kaffeeservice, Kuchen u- Dessertteller, Waschgarnituren, Trag- Eßgeschirre, Tassen re. re. Auswahl: in Glas und Crystall: Blumenvasen, Punschbowlen. Wasser- und Weinflaschen, Butter- und Käsestützen, Bierkrüge, Wirthtchafts-Gläser und Flaschen; in broncirten Thonwaaren : Fischglocken, Figuren, Biumentöpse, Blumenampeln; in lackrrten Blrcvwaaren: Kaffee- und Theebretter, Brodkörbe, Zuckerdosen re (5016) in Weiß, Gold und! Farbig I > decorirt; i Ordinäres Steingut. — Gypsfiguren. - Wärmstcine. 223) Kreppet, Fastenbretzeln und son- ‘ fiiae mürbe Backwaarcn täglich frisch bei 1 Emil Noll. | Cokes für Zimmerheizung sind fortwährend in der Gasfabrik zu haben. AnMagenkrampf, Verdauungs- schwüche rc. rc. Leidenden !wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich 'wirkende Dr. med. DoeolLs'sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der , Exped. d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu ; beziehen durch Apoth. Doccks, Harpstedt .'bei Bremen (früher Barnstorf). (4225) S Zum Anzeigen von gutem Erfolge empfehlen wir das Kreisblatt für -en Dlllkrers (Amt Dillenburg.) Bei einer Auflage von 600 beträgt die Einrückungsgebühr 1 Sgr. für die kleine Zeile, wovon wir bei 3 und mehrmaliger Einrückung einer Anzeige entsprechendes Rabatt gewähren. , , t .. r, ,, Zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß m dem Kreisblatt die sehr zahl' reichen Holzverstcigcrungen im Dillkreise veröffentlicht werden, und laden zua Abonnement auf das Blatt (Preis pro Quartal 10 Sgr ) ergebenst ein. Alle Postanstaltm nehmen Bestellungen darauf an. Dillenburg. Die Nedaction. Sonntag den 21. Januar: lO Wer Zlarrlhft kosten die Inserate nur dasielbe, wie in denZei- da existirenden Zeitungen besondere aller 1) 2) 3) 4) 5) 6) (1366) Wer 1,867,568 „ zurückvergütet. 15,000,000 Frcs. 5,905,976 „ (a. 40, IV.) ein Gut, ein Haus, Hotel rc. kaufen oder verkaufen, pachten oder verpachten will, einen Posten zu besetzen hat oder einen solchen sucht, Versetzung anderweit zu oermiethen und als bald zu beziehen. Sonnenstraße B- 73. 246) Einige Mädchen finden bei unsi dauernde Beschäftigung. Gailische Wollenspinnerei. , sängen. 7) Der betrogene Alte, eine komische Theatervorstellung mit 5 Gesängen. 8) Der Streit, ein komisches Duett in Co Mm. zu Groß-Buseck, § ausgeführt von dem Vereine zu Lautern. Garantieen. 1) Das gesammte voll eingezahlte Grundkapital der Schweizerischen Creditanstalt in Zürich . . • • 2) Dos von Jahr zu Jahr wachsende Vermögen der Schweizerischen Rentenanstalt, Ende 1870 ..... (Diese sämmtlichen Gelder sind, mit Ausschluß jeber Speculation, auf hypothekarische Sicherheit angelegt.) 3) Die jährlichen Einnahmen der Schweizerischen Rentenanstalt, 1870 ......... 70% des Reingewinnes wird den Versicherten als Altersrente Dieselbe betrug für 1870: 40% der Prämie, „ „ 1871 : 450 0 „ wird betragen für 1872; ca. 44% „ „ Der Gewinnfond beträgt derzeit 727,834 Franken. Vortheile von denselben genießt. Das Renomm^ der Firma bürgt für solide Bedienung. Discretion wird auf das strengste beobachtet, die einlaufenden OfÄrtbriese werden uneröffnet an die bAeffenden Reflectanten, ohne deren Nas^i preiszugeben, pünktlichst und ohne Provisionsberechnung übermittelt. tungs-Expeditionen, dieses Institut als Central ^Stelle :264) Sonntag den 21. Januar: Vermlethungen. t Ges^g, Thcster und Ball 257) Das von Herrn Secretär v-'- Mö-'Saale des Gastwirths Gengnagel bius seither bewohnte Logis ist durch dessen, (Äroü-Buseck Schweizerische Rentenanflalt in Zürich. Lebensversicherung. Die Schweizerische Rentenanstalt anerkennt in Deutschland für alle Forderungen ihrer Versicherten den Gerichtsstand am Domicile derjenigen Vertreter, welche die betreffende Police vermittelt haben. *■ Statuten, Rechenschaftsberichte für das Jahr 1870 und ausführliche Prospekte werden von den unterzeichneten Vertretungen der Schweizerischen Rentenanstalt gratis verabfolgt, welche auch zur Ertheilung jeder näheren Auskunft, sowie zur Vermittelung von Renten- und Lebensversicherungs-Verträgen jeder Art gern bereit sind. Die Subdirection für Deutschland in Frankfurt a. M. H Hahn S? Sohn. Die Hauptagenten ■ Echternach Si Hanstein in Gießen „Frankfurter Hof.rt 272) Freitag d e n 1 9. Januar: Dural- und Instrumrnlal-Cmirert mit komischen Vorträgen von den Geschwistern Fries und dem Komiker, Herrn Fries. Anfang halb 8 Uhr Abends. 50) In der Nähe von Gießen ist ein sehr geräumiges Haus mit Nebengebäuden, welches sich zu einer Fabrik, besonders zur Cigarrenfabrik wegen der daselbst befindlichen Cigarrenarbeiter vor« trefflich eignet, zum Verkauf oder auch zur Vermiethung, billigst ab- zugeben. Reflectanten können bei der Erped. d. Bltts. das Nähere erfahren. _ Hl Pi* irgend etwas in eine beliebige Wl l Anzahl von Zeitungen einzurücken beabsichtigt, wende sich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse, Entree für Herren 18 fr., für Damen 12 fr- _________Anfang 7 Uhr Abends. 266) Sonntag den 21. d. Mts.: Slmch-Lrchtt bei Fr. Weirrrich in Lollar. Anfang 7 Uhr- Programm : Der Wald, Ehorgesang von Häser. Festmarsch, Ehorgesang von Stuntz. Lied der Deutschen, Chorgesang von Franz Abt. Vaterlandsliebe, Ehorgesang, eine Volksweise. Ständchen, Ehorgesang von Silcher- Das Soldatenlager, Theatervorstellung aus Wallenstein's Lager mit 5 Ge- MrhMche Gesellschaft für Matur- uitü Ijcilliinihr. 268) Generalversammlung Samstag den 20. Januar 1872,. Abends 6 Uhr, in der- kleinen Aula. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage. 2) Berichterstattung. 3) Vorträge: Herr Prof. Kehrer über embryologische Mittheilungen. Herr Prof. Hoffmann über Pilzkrankheitem Nach der Versammlung gemeinsames Abendessen im Nappen. (Couvert 1 fl. 36 kr. mit Wein), zu welchem die Herren Mitglieder und Freunde der Gesellschaft eingeladen werden Der Vorstand, <^8Metzgern und Fettlieferanten der Umgegend zur Nachricht. 273) Wir bezahlen bis auf Weiteres für gutes Fett pr. Pfund 11 kr. Gebr. Kaufmann, Seifenfabrik. 230) Die mittlere Etage unseres Hauses (früher Möhl'-1 scher Garten) ist abzugshalber zu vermiethen und Anfangs Februar zu beziehen. Auf Verlangen rann auch ein Stall für zwei Pferde abgegeben werden. Krausgrill & Koch. 244) Ein möblirtes Zimmer nebst Ca- bine^ zu vermiethen bei F. Halberg, Kirchenplatz. 249) Der von Herrn Louis Wenzel ; seither benutzte Laden nebst Familienlogis, Ecke von Seltersweg und Wolkengasse, ist. zu vermiethen und vom 1. April an zu be- : ziehen. Louis Kuh lmann, 228) In meinem Hause ist das seither von Frau Kreisrath Schaaf bewohnte Logis vom 1. März 1872 an eine stille Familie zu vermiethen. Carl Wenzel. 49) In meinem neu erbauten Hause, Wilhelmsstroße, sind der Parterre-Stock, zweiter Stock und eine Mansarde zu ver-i miethen. Dr. Weich el. i 215) Möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Aug. Noll. । Vermischte Anzeigen. Agenten-Gesuch. 207) Eine renommirte deutsche Lebensversicherungs-Gesellschaft sucht für größere Plätze Ob erb essens tüchtige folibe Agenten . gegen hohe Provisionssätze. Gefällige Franco-Offerten unter Chiffre W. ß. 2079 an die Annoncen-Expedition von D. Frenz in Mainz. 225) Gesuch eines Pferdeknechts. Loim 150 fl. Gute Zeugnisse erforderlich. Näheres bei der Exped d. Bltts. Im Saale der Restauration ! Bramm. 271) Heute, Donnerstag den 18. Januar: lEoncert, gegeben von den Geschwistern Fries' und Gesellschaft (4 Damen u. 3 Herren.)' Anfang 8 Uhr Abends. 260) Ein geräumiger Keller oder Lagerraum auf dem Seltersweg oder in dessen Nähe wird zu miethen gesucht. Näheres Seltersweg C. 43. 234) Eine junge Frau (Schweizerin) empfiehlt sich im Fein-Stopfen von Tüll, Moll, Spitzen u. s. w. Zu erfragen bei Herrn Kaufmann Plank in der Neustadt. officiellen Agenten sämmtlicher Zeitungen des In- und Auslandes, Frankhii t a. Zeil 45. Straßburg, München, Nürnberg, Berlin, Wien, Prag, Hamburg, Zürich. Ttafplllft Jedermann Rath ertheilt, welche Zeitungen für jeden einzelnen Fall sich als erfolgreich erwiesen haben: werden alle Annoncen sorgfältig abgefaßt und für einen augenfälligen Druck hergerichtet; Rcdactiou, Druck und Verlag der BrI hl'schcn Unw.=®ru(tact Ä”'