yrriS vierteljährig 1 st. 12 fr. jntt Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. SS kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Bit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. Donnerstag de» 17. October LW2L. Bestellungen auf den Gießener Anzeiger M ®'11 a,§ QU*Bd ü“'nW= Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für das IV. Quartal zu 1 fl. Amtlicher L h e 1 l. Gießen, am 10 Dctober 1872 Betreffend: Die Einrichtung des Thierspitals an der Großh. Veterinäranstalt in Gießen. Das Großherzogtiche Kreisamt Gießen an die Großher^oglichen Bürgermeistereien des Kreises. Im Interesse der Ihren Gemeinden angehörigen Landwirthe empfehlen wir Ihnen der nachstehenden Bekanntmachung die thunlichste Verbreitung zu geben. v. Röder. Bekanntmachung. Vom 1. November an werden in dem neuerbauten Thierspital dahier kranke Thiere, insbesondere Pferde, zu jeder Zeit ausgenommen, auch können daselbst, wie bisher, kranke Thiere zur Untersuchung und Behandlung vorgeführt und zur Beobachtung und Untersuchung auf Gewahr- und andere Fehler eingestellt werden. Behandlung der kranken Thiere, allenfallfige Operationen, wie z. B. Castratiott der Hengste, dann jede Untersuchung und endlich die Abwartung der Thiere geschehen unentgeldlich. Nur die Baarauslagen, wie z. B. für Arznei und Fütterung, werden berechnet. Doch steht es den Thierbesitzern auch frei, das vorgeschriebene Futter in Natur zu liefern. Die Behandlung der kranken Thiere geschieht zunächst durch den Pros. Dr. Pflug unter Assistenz des Herrn Thierarzt Frank, welcher im Thierspital Wohnung hat, um zu jeder Zeit in der Nähe der Patienten sein zu können. In besonderen Fällen werden wir auch nicht ermangeln, den 2. Lehrer, Herrn Kreisthierarzt, Dr. Winckler, beizuziehen. Die Wartung und Pflege der Thiere ist dem Anstaltsdiener Ph. Körber übertragen. Für anderweitige Hülfeleistungen ist dann noch ein Kandidat der Thierheilkunde in der Anstalt und hat auch der Lehrschmied Herr I. Höß in nöthigen Fällen die oben Genannten zu unterstützen. Mit dem Thierspital steht auch eine gut eingerichtete Hufbeschlagwerkstätte in Verbindung, welche in nächster Zeit dem Publikum zur Benutzung geöffnet werden wird, um darin Pferde und Rindvieh mit gesunden und kranken Hufen, beziehungsweise Klauen, durch den Lehrfchmied Herrn I- Höß beschlagen laffen zu können. Der Tag der Eröffnung der Beschlagwerkstätte wird besonders belunnr gegeben werden. Die Sprechstunden des Prof. Dr. Pflug sind mit Ausnahme der Feiertage in dem Thierspital Morgens von 9 10 Uhr und Mittags von 12—121/2 Uhr. ö Mit diesen Einrichtungen ist unsere Bekanntmachung vom 29. October 1868 in soweit aufgehoben, als von jetzt an Niemand mehr zur unentgeldlichen Behandlung kranker Thiere außerhalb des Thierspitals verpflichtet ist. Um unserer Anstalt eine recht häufige Benutzung von Seiten des thierbesitzenden Publikums zu sichern, werden wir gewiß Alles aufbieten, um die Heilung der uns überbrachten kranken Thiere zu ermöglichen und glauben, daß deßhalb uns Patienten und andere Thiere gerne anvertraut werden. Die Direction der Großh. Veterinäranstalt in Gießen. Prof. Dr. P fl u g. Bekanntmachung. Betreffend: AusschußsiHuug des landw. Vereins von Oberheffen. In der auf den 21. d. M-, Vormittags 11 Uhr, in den Weinhaussaal zu Alsfeld anberaumten Ausschußsitzung soll auch die Wahl der drei Veretns- mitglieder vorgenommen werden, welche der landw. Verein von Oberhessen nach Mittheilung der Großh. Centralstelle vom 12. d. in die erweiterte Central- steüe für die Landwirthschaft zu wählen berechtigt ist. Friedelhausen, am 14. October 1872. Der Präsident des landw. Vereins von Oberheffen: .A. Freiherr v. Nordeck zur Rabenau. Politischer T h e i i. Die Denkschrift der deutschen Bischöfe. An der neuesten Kundgebung tftr zu Fulda versammelt gewesenen Bischöfe verdient das eine allen Beifall: daß es der deutsche ReichS Episkopat ist, der hier in aller Vollständigkeit auftritt. Er richtet seine Denkschrift wohl an die in Kirchensochen bisher noch allein zuständigen Landesregierungen, aber vornehmlich ruft er den Schutz des Kaisers an, und das mit ganzem Fug, da die zwischen den Regierungen und den Bischöfen schwebenden Differenzen schließlich nicht anders als im Wege der Reichsgesetzgebung zu erledigen sein werden. Damit ist unsere Anerkennung des Schrittes der Bischöfe aber auch schon erschöpft. Der Inhalt der Denkschrift vom 20. September ist so wenig geeignet, der von ihr als Ziel angegebenen Herstellung des Friedens zwischen der römisch - katholischen Kirche, oder richtiger ihrer Hierarchie, und dem Staat Vorschub zu leisten, daß st» lediglich als die Eingabe der einen Partei des ProceffeS erscheint, welche in dir nöthigen Schranken zurückzuweisen der andern Seite nicht schwer fallen kann. Schon das Zeugniß welches die Bischöfe stch ausstellen: weder gemeinsam noch einzeln zur Störung des Friedens beigetragen zu Haben, ist falsch, weil diese Störung, wie richtig bemerkt wird, leicht zu vermeiden gewesen wäre, wenn die geistlichen Herren nur bet ihrer in Rom bewiesenen Ueberzeugung hätten beharren wollen. Unter dem Beistände des eben entstandenen Reichs würden sie die seit einem Jahrtausend verloren gegangene Freiheit der deutschen Kirche römischen Bekenntnisses zu neuem herrlichen Gedeihen begründet haben, wenn sie statt und jedenfalls vor der Unterwerfung unter die vatikanischen Dekrete sich d r Zusage der Bischofs-Conferenz zu Würzburg im November 1848 erinnert hätten, vom Papst die Berufung eines Nationalconciliums zu erwirken. „Gebet dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist," heißt es am Schluß der Denkschrift; und im Verharren bei der Verzerrung diese- Wortes liegt der Ausgangspunkt des ganzen Streits, indem die Hierarchie an die Stelle Gottes in der Menschenbrust den Statthalter Gottes, statt des von der Synode abhängigen Kirchenhauptes den Selbstherrscher aller Gläubigen gesetzt hat. Aus Scham und Klugheit wird der Papst im ganzen Schriftstück nur einmal, und nicht ohne die Bischöfe, genannt. Wohl zehnmal ist vom lebendigen kirchlichen Lehramt die Rede, das Christus zur Erhaltung und Erklärung seiner Lehre in Petrus und den (übrigen) Aposteln und deren Nachfolgern einsctzte; im Grund ist es aber nichts mit dieser Verläugnung der persönlichen Unfehlbarkeit des einen Italieners, sonst würden die Altkatholiken nicht in der nun vorliegenden Weise von den Bischöfen so geschmäht worden sein. Ueber das Zurückgreisen auf den weflphältschen Frieden, den die römische Curie nicht anerkannte und der gegenwärtig dennoch die Rechte der Kirche völkerrechtlich und staatsrechtlich stützen soll, verlieren wir kein Wort. In den Vcrfossungcn der deutschen Einzelstaaten haben die verschiedenen ReligionSgenvssen- schäften ihre Gerechtsame zu suchen. Wenn von den Bischöfen jedoch mit besonderer Genvgthuung auf die Kirchenparagraphen der preußischen Verfassung verwiesen wird, welche die „Selbstständigkeit" der römisch-katholischen Kirche „in der klarsten und umfassendsten Weife verbriefen," so bedauern wir in der That, daß ter Reichstag auf den Antrag seiner CentrumSfraction nicht eingegangen ist, jene Bestimmungen zum^ ReichSgesetz zu erheben, denn dann hätte es sich bald zeigen müssen, daß die „Selbstständigkeit" der preußischen Landeskirche römisch-katholischen Bekenntnisses zwei Seiten hat: eine gegen die Regierung und eine gegen ,die Landesgrenze gerichtete, unbeschadet des verfassungsmäßig nicht zu behindern- den „Verkehrs" derselben Religionsgenoffenschaft mit ihrem auswärtigen Oberhaupt. — Völlig verkehrt stellen die Bischöfe den Schutz dar, welchen zwei Regierungen den Altkatholiken gewährten. Nirgends ist die papale Kirche genöthigt worden, die Gegner der Jnsallibilität in ihrem Schooße aufzunchmen. Lediglich ihr staatliche« Recht haben die Regierungen gewahrt, indem sie Pfarrer, Lehrer und Professoren, die vor den Dekreten von 1870 von den Bischöfen als der Stellen würdig anerkannt waren, auch nachher tn ihren vom Staat vergebenen Aemtern schirmten, da ihr Widerstand gegen die bekannten Beschlüsse den Staat nicht gegen sie etnzunehmen vermochte. „Man hat den Bischöfen das Recht der Excomnmni- cation gegen die sogenannten Altkatholiken bestritten, weil mit dieser bürgerliche Nachtheile verbunden seien," heißt es. und ernste Männer hätten sich vor einer so leichtfertigen Behauptung hüten sollen. Das Recht der Exkommunikation ist dem Bischof von Ermetand so wenig abgesprochen worden, wie dem Fürstbischof von Breslau und dem Erzbischof von Köln, die. solche ebenfalls verhängten. Die Herren Förster und Melchers waren so vorsichtig, ihren Bannspruch den Betroffenen nur brieflich zuzustellen, und der preußische Cultusminister ist nicht dagegen'ein- geschritten. Allein Dr. Krementz hatte seinen Spruch öffentlich verkündigt und damit eine Vorschrift des Landrechts übertreten, die, für den Fall, daß die bürgerliche Ehre des Ausgeschlossenen bedroht werde, ein vorausgehenbes Benehmen mit der Staatsbehörde fordert. Unter dem Hinzufügen: „Wir würden im gleichen Fall uns das gleiche Recht nicht bestreiten lassen können," haben die Bischöfe, und namentlich btt preußischen unter ihnen, die Solidarität mit Bischof Krementz auszusprechen ungemein geschickt vermieden. Daß das Meßopfer eines altkatholischen Priesters bei Erwähnung der Angelegenheit des preußischen Armee- propstes lediglich deshalb „sakrilegisch" genannt wird, weil dieser die persönliche Unfehlbarkeit des römischen Pontifex verwarf, welche die Bischöfe selbst lieber nicht nennen, beleuchtet recht grell ihren Standpunkt. Wenn ein Jesuit der Behauptung der Bischöfe zufolge „ein katholischer Christ und Priester wie jeder andere ist, dem Glauben, der Sittenlehre und den Gesetzen der katholischen Kirche in allem ohne jegliche Ausnahme unterworfen," so wird das von den Gegnern gar nicht bestritten. Wodurch sich der Jesuit aber von jeccm anderen Prrestcr unterscheidet, ist damit nicht berührt, und wenn wir zu lesen bekommen, daß „die Orden nicht zum wesentlichen Organismus der Kirche, nicht zur Hierarchie gehören," so wag bas richtig sein, nur ist damit noch nicht in Abrede gestellt, geschweige denn widerlegt, daß der Jesuitenorden vorzugsweise die Aufgabe hat, für den Bestand der Hierarchie, für die Bekämpfung des Akatyolicismus und für die den Frieden der Confessionen unablässig störende Wiedergewinnung verloren gegangenen Gebiets alle ersinnliche Mühe aufzu- wenden. Daß die Schule noch heute nach gültigem positiven Recht nichts als ein annexum ecclesiae sei, möchte leicht zu bestreiten sein. Daß die Hierarchie d e Schule nur als solches annexum betrachtet, läßt sich nicht läugnen. Mau lese nur in dem von den Ultramontanen als unparteiisch gern citirten Kirchenrecht Richters nach, was die Kleriker bas ganze Mittelalter hindurch aus der Schule machten, und wie erst der Staat ihr eine nennenSwerthe Wirksamkeit verschaffte. Das Recht auf konfessionellen Religiousunterricht ist den Religionsgesellschaften nicht abzusprechen; nur müssen sie ihn selber Herstellen und nicht vom Staate verlangen. Ueber den Staat selbst und den philosophischen Staatsbegriff zeigen die hohen Würdenträger sich einfach naiv. Die Omnipotenz des Staates bereitet ihnen Schrecken. Allerdings ist die erst in der Entfaltung begriffene Macht des deutschen Nationalstaates schon jetzt nichts anderes als die in der Nation selbst waltende Vernunft, und sie wirb sich ber Hierarchie noch ferner bemerklich machen. Wo die bem römisch-katholischen Bekenntniß angehörenven Deutschen rns- gesammt reichsfeindlich, vaterlandsfeinblich und staatsgefährlich genannt wurden, bezeichnen wir es, so allgemein ausgedrückt, bereitwillig als Ueb.rtreibung. Aber daß der hohe Klerus Vie Nothwendigkeit sich dem protestantischen Kaiserthum zu fügen, unv es sogar anzurufen, als eine dira necessitas betrachtet, bedarf keines Beweises. Vom Oberhaupt der Kirche sind notorisch reichsfeindltche Blätter mit Ostentativ» belobt worden. Pius IX. erwartet das Steinchen, welches den Koloß zerschmettern soll. Auf ber katholischen Wanderversammlung zu Köln ist in dem mit Beifall aufgenommenen und durch schnellste Verbreitung belohnten Worte von bem Lorbeerkranze, der, wenngleich in Trauer um Germania, einem sich um den Papst verdient machenden Sieger gegönnt werden soll, bereits eine Ergänzung geliefert; uuv nicht einer ber Hochwürden wird sich bemüssigt finden, es zurück- ruwetfen. Erfahren wir doch soeben, daß in Fulda zwar die mildere Fassung die Mehrheit erlangte, aber eine zu größerer „Schärfe" geneigte Minderheit gegenuberstand. Wenn es selbst in der milderen Fassung heißt: „Die Katholiken in Deutschland verlangen nichts für ihre Kirche als jene Selbstständigkeit unv Freiheit, die sie von jeher rechtmäßig in Anspruch nehmen konnten, und die sie ohne Gefährde bis in die neueste Zeit besessen haben," so darf man dabei nicht vergessen, baß für unv gegen Vie Selbststanvigkeit unv Freiheit Ver Hierarchie da« ganze 2)i;ttelaUerJinDur» beständig und vielfach blutig gekämpft worden ist. und daß zu Vieser «elbststänvigkeit unv Freiheit auch neuerdings immer bas Recht gehören sollte, Disfldenien zu »erfolgen, unv nach Mallinckrovt'S Ausspruch „erbarmungslos zurück zu erobern/- Daß „die Bischöfe, DomcavitulSre und Seelforggeistlechen nur nach ven zwischen Staat und Kirche zu R.cht bestehenden Vereinbarungen .nannt werden," ist liberaterseiiS nicht zu verwerfen; aber wenn die Kirche die Vereinbarungen einseitig auslegt, so kann es sich vennoch nach wie vor ereignen, daß solche Ernennungen auf Hindernisse stoßen. Weder den Bischösen noch dem „katholischen Volke" wird zugemuthei, daß ^ltlsorger oder Religionsiehrer als rechtmäßig ansehen, der nicht vom zustandig-n Bischof seine Sendung empfing." Allein dem nicht mehr zu diesem Bischöfe haltende» Volke muß es nicht minder gestattet sein, einem Seelsorger und Religlonslehrer treu zu bleiben, den der Bischof zu verwerfen für gut findet ES wirb nirgends Daran gebucht, den „Verkehr" ber Gläubigen mit C m heiligen ®tu&Ie zu hemmen; nur werben die Bischöfe eben so wenig hindern, daß der _ taflt althergebrachten diplomatischen Beziehungen zur römischen Curie «ach feinen Gesichtspunkten einrichtet unv benutzt. Sobald die von den B.schöfen in Anspruch genommene „freu Ausübung des CultuS, die freie Bewegung des religiösen Lebens, die Freiheit des Ordenslebens und ber religiösen Genossenschaften" andere ebenfalls zur Freiheit berechtigte Lebenssphären innerhalb ber Staats- gemelnschaft beeinträchtigt, bleibt dem Staate nichts übrig, als dort Beschränkungen aufzuerlegen. Die volle Freiheit, die Diener der Kirche nur nach kirchlichem, v. h. hierarchischem Gesetze zu erziehen, kann ber Staat nicht einräumen, sofern jene Diener J>tr Kirche ihren Einfluß auf Kirchenglieder zu erstrecken gedenken, die zugleich Staatsangehörige sind und bleiben. Elementar-, Mittel- und Hochschulen nur dem kirchlichen Einflüsse zu unterstellen, wird den Religionsgesellschaften erst dann zu gestatten sein, wenn dieselben, von ihnen erhalten, nicht mehr als Staatsanstalten zu betrachten sind. Nicht im geringsten bestreitet der Staat ver /omtsch-katholischen ReligionSgesellschaft den ^geheiligten Charakter der christlichen Ehe als Sakrament." Allein die Ehe ist zugleich eine den Staat angehenve Einrichtung, und er hat keinen Grund, den Abschluß derselben nicht zuzulaffcn, sobald das Brautpaar den staatlicher. Bedingungen genügt hat, selbst Denn dasselbe über das „Sakrament" anders urtheilt als die Priester. Das Ergebniß Der von den Bischöfen versuchten Darlegung ist für jeden Unbefangenen einfach dres: Wie die gegenwärtigen Wirren zwischen Staat und Kirche auch ohne den guten Willen des hohen Klerus zu vermeiden gewesen wären, wenn Vie ®UuUregierungen sich nicht der unausgesetzten einseitigsten Begehrlichkeit Vtffclben gegenüber schwach bewiesen hätten, so wirv ver Friede auch ohne allzu große Schwierigkeit herzustellen sein: ver Staat braucht, va er über seine umfassende Ausgabe endlich die nöthige Klarheit erlangt hat, sich nur stark und fest zu beweifen. Deutschland. Aus der Wetterau, 16. Oct. Bei der heurigen Landtagswahl macht sich eine ziemliche Agitation gegen den seitherigen Vertreter des Wahlkreises Hungen- Laubach-Schotten, den Bürgermeister Zimmer zu Vlllingen, geltend. Man sucht einen Vertreter, der nicht zu sehr mit dem verflossenen System verwachsen ist. — Die oberhessische Bahnstrecke Geinhausen-Gießen nimmt erfreulicher Weife einigen Aufschwung im Güterverkehr, und namentlich liefern die Eisensteingruben reichliche Fracht. Zu wünschen wären ausreichende Vorkehrungen zur Empfangnahme der Fracht an ven Bahnhöfen. Abgesehen davon, daß vieselben weift zu weit von den Wohnorten liegen, fehlt es an Rampen und Lagerplätzen. In Hungen z. B. liefert eine Zeche allein täglich 4—5 Waggons voll Eisenstein zur Bahn, was Vas Jahr hindurch an 2—300,000 Gentner ausmacht. (D.Pr.) DllDlllstüdt, 14. Oct. Der erfte Druckbogen des von dem Abgeordneten Zentgraf erstatteten Berichts über das neue Wahlgesetz hat soeben Vie Presse ver- lassen. Hiernach haben sich die Ausschüsse beider Kammern einstimmig für Beibehaltung des Zwei-Kammersystems ausgesprochen. Bezüglich Der Zusammensetzung der ersten Kammer wird ton einer Minorität beantragt, daß ver Großherzog nicht zwölf, sondern nur zehn Mitglieder zu ernennen habe; ferner, daß nicht der Kanzler der Landesuniversität, sondern ein von den ordentlichen Professoren, gegebenen Falles dem Senat, zu wählender Vertreter auf sechs Jahre festzustellen sei. Was Vas Wahlrecht Der Städte zur zweiten Kammer betrifft, so ist ein Mitglied für Aufhebung Des seitherigen Privilegs und Eintheilung Des ganzen Landes in fünfzig nach Der Einwohnerzahl gleiche Wahlbezirke. Darmstadt, 15. Oct. Wie wir hören, ist Hofgerichtsrath Weber Dahier der Relchereg'erung zu Der von Hessen zu befetzenden Rathsstelle im Reicheober- hanvciSgerlcht zu Leipzig vorgefchlagen worben. Die Mittheilung, Daß Vie Reichs- regierung Den Wunsch ausgesprochen, Die hessische Regierung möge, mit Rücksicht auf die elsaß lothringen'ichen Rechtsverhältnisse, Die iyr zustehenbe Stelle mit einem rheinhessischen Juristen besetzen, dürste irrthümlich sein, indem es an Kennern des französischen Rechtes in Diesem Gerichtshöfe nicht fehlen kann, Da schon Preußen durch s.ne linksrheinischen GedietStheile genöthigt war, solche in Demselben anzu- stellen. Dagegen mangelt es gänzlich an einer Vertretung Der hessischen rechts« rheinischen Rechtsverhältnisse, trotzdem iw letzten Jahre aus Heften die Doppelte Anzahl ReLtsfälle beim ReichsobertzanvelSgerichte zur Entscheidung gebracht wurde, wie für Baden, das feit Dem Bestehen Des Deutschen Reiches einen Vertreter zu stellen hatte. 8 Darmstadt, 15. Oct. Der Verlauf Der heutigen Sitzung Der zweiten Kam- mtr war m gewisser Beziehung ein komischer. Wir meinn Die Verhandlung über dö0 Beamtenpensionsgesktz, welches heute zur Bcrathung kam. Seitens Des Abg. Metz war rin Antrag eingebracht worden, die Kammer wolle Den von Der Re- g.erung vorgklkgttn Gesetzentwurf ablehnen und letztere zugleich ersuchen, in Ver- dinvung tr.it einer Revision des Etats dem künftigen LanDtage ein neues Bramten- ge|e§ vorzulegen. Adg. Backe beantragte gleichfalls Ablehnung Der Regierungsvorlage, weil dieselbe für Die Beamten zu nachtheilig sei, unv ersuchte um ein befjereö PensionSgesetz. Der Abg. Curtmann beantragte ebenfalls, die Pensions- get-tzoortage abzulehnen unD Dagegen Den von Der Kammer b:i Gelegenheit Der neuen Gehaltsoerwilltgungen gemachten Vorbehalt, daß erforderliche Pensionirungen nach Maßgabe des alten Gesetzes erfolgen sollten, zu beseitigen. Es gelang nun dem in parlamentarischer Mache erfahrenen Abg. Metz, die Anhänger Dieser ganz verschiedenen Anträge zu überzeugen, daß sie alle miteinander darin üvereinstimm- ten, Die Regierungsvorlage abzulehnen; Dieser Thcil seines Antrags, Der als ein prajuDicteller zuerst zur Abstimmung kommen müsse, fei unbeanstandet und die Heeren Bc-cke, Curtmann und ihre Anhänger könnten ohne Weiteres mit ihm stim- men. Die Begründung des Metz'fchen Antrages verfehlte denn auch in ver That ihren Eindruck nicht und die Kammer stimmte sozusagen wie ein Mann (mit 27 gegen 16 stimmen) für Metz. Sein weiterer Antrag auf Vorlage eines neuen Beamtengesetzes wurde abgelehnt, aber auch die Anträge Der AbgeorDneten Gurt» mann und Backe edangten keine Majorität unv wurden gegen 15 Stimmen oer« werfen, so daß nur der einzige Beschluß Der Kammer bestehen blieb, Die Regierungsvorlage abzulehnen. Die Pensionen werden daher nach dem alten Gesetze ormirt. Die Kammer genehmigte hierauf noch das Gesetz über die Todt- GrUärung von Personen, welche an dem letzten Flvzuge tyeilgenommen. (Fr.J.) iSarmfiabt, 16. Oct. Wegen der die Erhöhung der Schullehrergehalte Vorlage ver Großherzoglichen Regierung fand gestern eine Sitzung Des er|ien Ausschusses Der 2. Kammer statt unD ist Die Erledigung dieser Angelegen- noch auf diesem Landtage zu erwarten. Darmstadt, 16. Oct. Die Tagesordnung für die auf Donnerstag, den 17. Dctober, Vormittags 9 Uhr, anberaumte Sitzung Der 2. Kammer umfaßt Die Be- rathung über Die Vorlagen Großherzoglichen Ministeriums des Innern: 1) die Erhöhung der Minimalgehalte Der evangelischen und katholischen Pfarrstellen aus Staatsmitteln; Bewilligung der Kosten zur Abhaltung Der außerordentlichen evan- gellfchen Lanveöjynove aus Staatsmitteln betreffenv. Hinterlegung finanzieller Garantien für Vie letzt- staNfinden kann. Ob diese Hoff- @tpeb. b. Bltts. y . ... - w m KnAnitpf p Mraae. Aber die Bor- —i..«-»— i f Amörik. Bonds 16OV; 1864i 4 167 160 2ßen, an der Landwehr, gefahren. (4813) 38 132 8) 9) 10) 11) 12) 13) 14) 15) 1882r 96 1885r 971/4 1887r 96Vg bgkordneiea Pich ttt- sül Brü ilvlvensktzuog Herzog nicht dn Kanjler 1, grgrb-ntll 1 fei. Was Mitglirv für s in fünfzig 4% 3V*% 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7) 983/4 95 lOOi/a letten. Frankf. Bank 145Vg Frankf. Vereins-Kasse 160 Darmst. Bankaot. 510 Wien Bankaotien 1000 Oest. Creditaot. 358 Galizien 2461/2 Master einzusenden), SeilerwaareN, Roßhaare (Muster etnzusenden), Dielen und Latten, Stahl, Eisen und Eisenmaaren, Kölner Leim (sind Proben einzu-^ senden), Fensterglas, Eichenholzdauben zu Küserwaaren, Spiritus, Soda, calcinirte, _ _ 1(- . Papier und sonstige Schreibmate- Flur Nr. 10A09 i2/2ija. 13/149 "/S70 Donnerstag den 31. October d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen aus dahiesigem Nathhaus die dem Mer dahier Reichsober- duRnchi' nil Rnäßcht le mit einem Kennern ttS ipü Preußen selben anzu« scheo rechts- Die twpptltt acht murU, snntttt zu Acker aus der Hardt, auf den Gleiberger Weg. Acker auf der Hardt, in der Koppelhut, Wiese auf der Hardt, die vordersten Trieschen, Acker unter dem Gießener leiten Kanu nvlnng über iS des Abg. >on m Re- tn, in Der- (i Vrarnien' fttgitn* jtl B® "N > jpenfione» Es ist die Beförderung deutscher Pferdezucht der allein maßgebende und fördernde Zweck des gelammten Vorhabens. Jede Speculation ist ausnahmslos dabei ausgeschlossen! Wir können diesen Nachdruck um so gewissenhafter betonen, als noch, während bereits die Hälfte der 50,000 Loose abgesetzt war, das Middle- Park-Lotterie-Comite durch besonders glückliche Ankäufe in England und eine ihnen folgende sehr günstige Auction eines Theils des edlen Materials in Hanau, sich zu der ausnah ms weis en und vortrefflichen Maßnahme veranlaßt sah, die dem Publikum Anfangs in Aussicht gestellten Gewinnstquoten im Ganzen und Einzelnen wesentlich zu erhöhen! Es wird damit auch dem großen Publikum, dessen näheres Eingehen und Special-Interesse für den leitenden und wichtigen Grundgedanken der ganzen Idee man vielleicht nicht allgemein voraussetzen durfte, die Lotterie-Chance eines bis dahin unbekannten und sonst unmöglichen Gewtnn-Antheils garantirt- Wir wollen beispielsweise nur hervorheben, daß als erster Hauptgewinn (— bei 50,000 Loose, die für fast 80,000 Thaler Gewinne in sich schließen —) ein ganz hervorragend edler Hengst, Monseigneur, acquirirt ist und der vorher normirte Preis der 7500 Thaler für diesen Gewinn auf 9300 Thaler erhöht werden konnte. Dabei ist jedem Gewinner der Rückkauf dieses Thieres für 7500 Thaler und jedes andern der 85 Pferde zu einem vorher festgestellten hohen Preise nicht allein garantirt, sondern in einer besonderen Bestimmung — sofern der Hauptgewinn ins Ausland fiele — die Erhaltung des edlen Zuchthengstes für die heimatlichen Zwecke fest gewährleistet. Es sind ferner nur gute, werthvolle, für Stall- und Hausgebrauch nützliche neue Objecte für die kleineren Gewinne, vorzügliche Wagen und Geschirre, solide landwirthschaftliche Maschinen und Geräthe angekauft worden- Alle diese Gegenstände werden in 4—5 Ausstellungstagen, gleichzeitig mit der Vorführung des ausgesuchten Pferdematerials, in einem durch die Leitungen, nebst Ort und Zeit näher zu bestimmenden Etablissement dem Publikum zur Ansicht gestellt werden- Loose der Middle-Park-Lotterie sind durch A. Molling in Hannover und durch die sonstigen Verkaufsstellen zu beziehen, in Gießen durch die fionirunam gfiang nun virfrr ganz jirrinüi“’®' cer als * macht sich Hangen- Man sucht hsrn iß. - ieise einigen en reichliche gnahrne der u weit von ungen z. B. Lahn, was beider Sicilien, bestätigt. Am 28. September wurden in der Congregation für heilige Gebräuche die Seligsprechung des schweizer Helden Nicolaus von der Flüe, des französischen Pfarrers Jean Baptiste Marie Vianney von Ars und des römischen Papstes Eugen III., berühmten Schülers deö heiligen Bernhard, dem er fein Buch De Consideratione gewidmet, vom Cardinal-Vicar vorgefchlagen und am 3. October vom heiligen Vater bestätigt. Spanien. Madrid/ 13. Oct. Nach den letzten Nachrichten ist der General'Capitän von Galizien in Puente de Urne eingetroffen, um feindlich vorzugehen, sobald die Rebellen Widerstand leisten sollten, was aber unwahrscheinlich ist, da dieselben cntmuthigt und keineswegs so zahlreich sind, als man anfänglich glaubte. Militär hat sich an dem Ausstande nicht betheiligt. Madrid/ 15. Oct. Der Angriff auf die Insurgenten in Ferrol sollte heute sowohl zu Lande als auch vom Meere aus beginnen. — Die Cortes haben die Adresse mit 205 gegen 68 Stimmen angenommen. Amerika. Newyork, 13. Oci. Die Eisenfabriken von Johnston in Pennsyloanien, die größten in Amerika, sind abgebrannt. Der Schaden wird auf 1^ Millionen Dollars geschätzt. Vermischtes. Middle-Park-Lotterie. Die Ziehung der ersten Serie dieser hochwichtigen Lotterie indet am 29. October zu Berlin Statt- Wir sind um so mehr berechtigt, noch ein- nal auf die große und bedeutungsvolle Tragweite dieses Unternehmens hinzuweisen, als es sich in seinem ganzen Gesichtspunkt, seinen Zielen und nach seiner Organisation wesentlich vortheilhaft von den sämmtlich ähnlich klingenden Beginnen unterscheidet, die in letzter Zeit dem Publikum zugänglich waren. Bersteigenmgen. 4814) Mittwoch den 30. October d. I., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Landeszuchthause Maricn- schloß zur Lieferung für 1873 im Soumis- Geldüiorlene 3. kr. Pr.Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 42 — 44 „ doppelte 9 43 — 45 Holl.fi. lÖSt. 9 53- 55 Duoaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 19i/2—201/g Engi. Sover. 11 48 — 50 Buss. Iniper. 9 43—45 Dollar in Gold 8 25i/2-26i/3 48, iii>11,0 Großherzogliches Ortsgericht Gießen. (4368) Semmler. f’fttj j,g, 2’ i». Nitat« Wnftm 1 al, &tr 6tant '«üir ter e,,n Staat W« sicht 'M, seid» irten Staat utn 'f'tt ttirig s-g-hiiich. »uch ah», »dtt (litte ' ßai! a»d „ Papierrente 601/4 Spanier, neuest. 30/q 291/4 * ~ ’ 1881r 981/z Darmstadt 16. Oct. Die Zeitungsnachricht von dem Tode des Kriegs. Ministers Dornseiff ist unrichtig. u m .... Berlin 15. Oct. Der Kaiser wird morgen aus Baden-Baden hier zurück- «rwartei. — Die „Kreuzjeitung" -'fährt, dah die L-iche de« Albr-cht wahrscheinlich Sonnabend im Dom beigesetzt werden werd. — Dasselbe Blatt alaubt die ZeitungSmittheilungen über eine angebliche Modlsicfiion der diesseitigen Politik im Orient anläßlich der Berufung des Herrn v. Keudell auf den Gesandt- schastsposten in Konstantinopel als eine müßige E.findung bezeichnen zu dürfen. Von dem Centralausschuß des Jahnbundes zu Baltimore ist der Redaktion der Leipziger Turnzeitung" folgendes Schreiben durch den Schriftführer desselben übermittelt worden: Geehrte Herren! Vom Centralcomite des Zahnbundes wurOt mir die ehrenvolle Ausgabe, mich mit Ihnen tn Verbindung zu setzen. Ohne näher auf den Zweck des Jahnbundes einzugehen, dessen Princtpten von der deutsch- amerikanischen Tagespreffe oft und viel erläutert wurden, erlaube ich mir nur zu bemerken, daß Unterstützung des hier in ärmlichen Verhältnissen lebenden greisen Sohnes des Turnvaters Jahn, daß Erziehung der drei Enkel des „Alten im Bart" das Ziel ist, das sich der Bund setzte. Der Bund besteht aus mehreren Turn-, Gesang- und Arbeitervereinen, die ihren Centralkörper in Baltimore, Maryland haben und sich mit Vereinen tn allen Thetlen Amerikas in Verbindung fitzten, um Bitträge zur Jahn-Donation zu erlangen. Zu diesem Zweck nun reichen wir die Bruderhand hinüber über den Ocean und fordern die Turner, Deutschlands wackere Turner, auf, die Ehrenschuld an die Nachkommen ihres Vaters, an seinen armen Sohn, an seine drei noch unerzogene Enkel abtragen zu helfen und ihr Scherflsin zur Donation beizutragen. Um jeden Zweifel an die Echtheit des Sohnes von Friedrich Ludwig Jahn, Arnold Siegfried Jahn, gleich im Kerwe zu ersticken, sandten wir gerichtlich beglaubigte Papiere an den Bemrm Turnverein und fügten seine Photographie, ein echtes Jahnbild, oei. Nähere Auskunft über die Reellität der Sache geben die deutsche Tagespreffe, das kafierl. deutsche Consuiat Baltimore, sowie bedeutende GeschäftSstrmen. Briefe sind zu adressiren an: A. von Degen, 4 South Liberty Str. Care of A. Vogeler u. Co-, Baltimore, Md. — Geldsendungen an: Jacob Groß, Direktor der Stiess ichen Piano-Fabrik, Baltimore, Md. , . o , München, 14. Oct. CultuSminister v. Lutz hat dadurch, dasz er semer Zeil Herrn v. Gaffer gegenüber eine Solioaritätserklärung des gesammten Ministeriums veranlaßte, die allerhöchste Mißstimmung hervorgerufen. Sein baldiger Rücktritt gilt für wahrscheinlich. (D. Pr.) _ . Strassbura, 15. Oct. Heute fand die Probefahrt auf der neuen Bahnstrecke Saarburg-Saargemünd statt, welche glücklich verlief. Der Oberpräsident, die bei- dm Bezirkspräsidenten und viele Bahndirectoren waren anwesend. An den Stationen fanden sympathische Kundgebungen der Bevölkerung statt. Frankreich. „......." versehen einzulegen und können !bie Lieferungs - Bedingungen täglich von :8—12 Uhr Vormittags und von 2—6 Uhr ! Nachmittags dahier eingesehen werden. Marienschloß, den 15. October 1872. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. Scriba. Paris. Der für Deutschland interessanteste Punkt in den Erklärungen des Herrn Thiers vor der Permanenzcommission ist der Hinweis darauf, daß die französische Regierung bis Mitte des nächsten Jahres 2 Milliarden bezahlt haben werde: die fünfte Milliarde sich ohne Schwierigkeit einstellen. Der Präsident der französischen Republik scheint sich demnach der Hoffnung hinzugeben, die ganze Kriegsschuld tm Laufe des nächsten Jahres abzuzahlen, ohne von dem Vorbehalt in her Nachtragsconvmtion Gebrauch zu machen, demzufolge nach Zahlung der dritten und vierten Milliarde die Räumung der beiden letzten Departements gegen n 4% 1jährige 93 Wiirtemb. 42/g% Obi. 993/4 Baden 4*/zO/o Obi. o. E. L. 993/8 Oesterr. Siibenente 647/a Nciferbesen (sind Muster einzusenden), ausgeschnittenes Leder zu Fußbc^ kleidungen, Nindleder, Schafleder und Weberschurzfelle. , Die Soumissionen sind bis zum obigen Termine in den vor bei» Büreau der unterzeichneten Direction aufgehängten „Soum fi sionskasten" verschlossen und mit der Aufi schrift: „Soumission über Lieferung von sionswege vergeben: blaues und graues Leinengarn Nr- 20, Arbeits-Utensilien für Schuhmacher^ Schneider und Näherinnen, ; gebleichtes Leinengarn Nr. 20 (sind Italien. Nom, 10. Oct. Der Florentiner „Gazzetta d'Jtalia" schreibt man von Rom: /Der Papst hat ein langes und sehr dringendes eigenhändiges Schreiben an den König Victor Emanuel erlassen, worin er die Aufrechtyaltung der religiösen Körperschaften verlangt. Der französische Gesandte, welcher vorgestern vom Papste in Privataudienz empfangen wurde, sprach ihm Muth ein und versicherte ihm, wenn ich wohl unterrichtet bin, baß kein radikales Gesetz votirt werden würde, .veil die Ehre Frankreichs verpfändet sei. lieber dem Haupte des Bischofs von Perpignan zieht sich ein schweres Ungewitter zusammen, weil er einen Hirten- bries erlassen hat, der in ganz anderem als lesuMschem Geiste geschrieben ist und eine bittere Kritik aller päpstlichen Urkunden enthalt." Die Verantwortung für diese Nachrichten mag die Gazzetta selbst auf sich nehmen. PiuS IX. hat in der Audienz vom 5. September die Seligsprechung der am 31. Januar 1836 in Neapel verstorbenen Maria Christina von Savoy?n, Koniin Bayer. 5% „ 4%% 1jährige 100i/4 Jacob Kröck VII. in Heuchelheim gehörigen Immobilien, als: “ ~ üÄlfir. Morgen, Freitag den 18. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, wird mit der Versteigerung von altem Bau- und Brennholz tl und dir it ii» i» IM tu» «tK»«“'1' titW1' II.« S'«°« a» der B ast'scheu Bleiche fort- BörgennächHcbteri!. 16. Oelber 1872. Preues. 4i/j% Oblig. 103 Frankf. 3i/3% Obi. 867/a Nass. 4i/gO/o ObL 993/4 Kui-h388. 4Ö/o n 94 Qr. Hess. 5°/g Obi. — AetSem«. 50/g öatr. F. St. E. S. 353 I^orctbard. Bahn 218 Ludwigsh.-Bexbacfa — Maxbahn — Bayer. Ostbahn 131 Rhein-Nahebahn-Act. — Hoss. Ludwigeb.-Aöt. — Oberhessen 80 V2 Prioritäten« 30/g öster. Stflb.-Prfor. 5?3/4 3% öst. 3. Lombard 51 3% Livorneser 38 V4 50/g Toscaner — 5% Elisabeth.-Prior. 843/4 do. H. Emiss. —________ inlehensloose. ^Darmstädter fl.50Loose 209 „ „25 n 553/4 Kurh. 40 Thir. Loose 72 Nassau 25 ft 47 V2 Braunsohweiger 223/4 30/g Oldenburg, a 40Thir. 3 81/4 4% bayr. Präm.-Anl. HäVs 4O/o badische Loose 110y2 Badische fl. 35 Loose 70Va Oestr. fi. 250 v. 1854 90 1858r Priorltäig’-ooae — 1860r Loose 94 ,cb, Futtcrschucid - Maschiuen, können ungeachtet der großen diesjährigen Nachfrage jetzt wieder sofort von mir geliefert werden. 9 1 ’ Ein neuer reichhaltiger Katalog wird auf Verlangen gratis gesandt. Z Heinrich Lanz in Mannheim. 4809) Dem verehelichen Publikum diene hiermit lur Namrickt daü Mn me,mm seligen Manne seither betriebene Schreiner-Gesckätt d„^ me.ne« Sohn und tüchtige Arbeiter nach wie vor fottbLu wirk ______________________________Andreas Baerrn's Wittwe. Hessischer Hvf in Bußbnch. 4815, Sonntag dm 20. d. Mts., Abends: geräumiges freundliches Haus, in bester Lage, mit Hof und allem sonstigen ftu- A $ Wr A93U Detfaufen- Wetzsteinsgasse Lit. JCV» 04- Hnt82U ^?Ibreschmaschincn, Futter- Unx 1F?U^n^ncil’mn^inen ' Frucht- iinb HauShaltungSwaagen rc., bei ___Emil Pistor. 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Söfc, e”MU' jil <«*“' ‘"Ä"«' IäS£~' B» Uhr Unterricht findet an den fünf ersten Wochentagen Abends von 8-10 U()r jlatt unb burfeit im Snterefie besselben Verspätungen nicht Vorkommen m teH dringendsten Fällen zulässig und müssen fchrift- von beit Eltern ober beren Stellvertretern bei- fckstuß^aus""e^Sch^e^mch°sich^°''^^"^^^ Versäumnisse ziehen den Aus- 'S6"' KL L 'jäs ' s deren Stellvertreter persönlich gemacht werden, wobei die Letzteren durch Namensunterschrift sich verpflichten, für einen regelmäßigen Besuch des Unterrichts der ihnen unterstellten Schüler gewifle.chaft Sorge -ragen zu wollen Auch ist zur Aufnahme ein Schulzeugnis erforderlich. : . ®" halbjähriges Schulgeld von 1 ft. ist an die Kaffe des Bildunas- Ä,’1'/" " 'k”’ d°ch können uubemiltelte Schüler durch den Ausschuß des Vereins ganz oder theilweise davon dispensirt werden. Gesuche um Dispensation vom L-chulgeld, desgleichen vom Besuche einzelner Unterrichtsfächer schriftlich"zu richten " ' ^ Ce^rmittcIn finb «» den Direetor der Schale s-, Nur »ach Maßgabe vorstehender, in dem Organisationsplan und der ^nnb^i";9 Q8“1“3' 8» 9ir- ausführlich mitgetheilten Bestimmungen kann bie Aufnahme unb ber Besuch ber Fortbilbungsschule von jetzt ab statt- finben, unb ist nut Rücksicht auf biese neuen Einrichtungen auch eine Wieber- besucht af°*aU*’ biC * b'e FvUbUdunZschule rjr , Darnach nun können Anmeldungen neuer Schüler für die Fortblldnn^a ^)ule täglich von 12—2 und nach 4 Uhr in der Wohnung des unterzeichneten gemacht werden, doch ist zu bemerken, daß solche Anmeldungen Nack £en Sn. ” Befonberen Umständen noch i erücksichtigustg Gießen, den 12. Oetober 1872. o a _ (Ferberffche Buchhandlung.) Lect,onsplan für die Fortbildungsschule. Herde und Desen ^rschiedensten Sorten, namentlich oie sich so sehr bewahrenden, in jeder Beziehung ausgezeichneten Regulir-Füll-Oefen (4724) empfiehlt I, G. D. Bapst. «43) Thür- und Grabschilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angefert'gt bei __Wilh. Balser. 4793) Extrafeines Birnen- Gelee empfiehlt 4,97) Em Hausbursche, ber stadikundia 1 ft unb em Pferb beforgen kann, wirb ne- sucht. Von wem? sagt die Erped. d. Bltts. | Ei« Pferd, uni 14,. L^erooer lö/Z. 21b dI fi rr >"su«t.den Belehn 3eb?r?a^t^^^enmlt Stebudinn, Druck unb Verlag der Brübl'schenllw^Druckerei (Fr. Cd ~---®ü