** «'45 ***&“ *«$,**■ i't .‘ÄftSS Ä*S* Tgn-. ^4 ij'R«. Ad„. , ! !'j« d-, 6? . J” f’« Wim, t46 * O*rr,i4' e ” d ° f.fc k ^Bfamtnentunft l’i blMi, ta6 (.(. Stgittmg ft IIM S>d« ,-koch ,tr,i8|i Itttiii ö(f(n|, * ®*9 erhalten, 1,4 fei, M 1,141 a"4 ©tritt ” I1!- in °-l-w ffy Teni9?r für das Nu-, W« unt Tiinßril ihrer 9)rätw, Gleich nicht unter tr M fei. tint $olt aus hm ^gegangenen Gesuche f daran erinnert, Daj" ' in Ärajt tritt, um rinMchen fiat), ßi icoen Tag einen Steil hier, welche behaupten kann erß die Zakussi i darüber den Kopf;i freifinnigen Glemtni« ut graDQflift, um ß 3u(mfntMintn bi Dahlen für eint ntr ien lassen tonnten, vci, , daß die GentralM bringen, da dies W satiiv mit den Wählen 18. März 1871 bei- md nach Africa gesaut rdesMarslh-RegiM »LS- rÄi! * < k,,cl br* "“Srf °" * Lrz-d°ist M l<$«; j.wftüfd. 3«m a, fit (1)111, »*«»► Diqtiiyi «W Hat«, fiitf' ? fi- »H ' :n terlafr« i“ »'* ■n Cntf*luff‘«»)«» ■ tr (>«M- ®!rt 6,6 st- Hf4 4",,, gdinin mitt,al , st« -i°-- ' jjrintipun t« 60iS%J f r°B4'" 7',-- 5 . *‘W , x«l-- » st«°°" b r.prraü'?’"' 31« « S ' “ä' ft* ’ Preis vierteljährig 1 fl. 12 fr. mit Bringer lohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl 29 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Sit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 192. Samstag ien 17. August 1872. Brodpreife vom 17 bis 23. August 1872, nach eigener Erklärung der Bäcker: 2 Kilo gemischtes Brod 20 kr. 1 Kilo gemischtes Brod 10 fr. 2 Kilo Roggenbrod: erste Sorte 17 fr., zweite Sorte 15 fr. Deutschland. Mainz, 13. August. Ein heute dem Kreisamt mitgetheiltes Reskript d-s Ministeriums verfügt die Auflösung der hiesigen Jesuiten-Niederlaffung, untersagt jede OrdenSthätigleit jedes einzelnen Paters und befiehlt die Ausweisung der nicht hier Heimathberechtigten. Zuw Dollzug dieser Anweisung aber wird es schwerlich kommen/ da, dem Vernehmen nach, der Bischof seine Lieblinge in den Welt- priesterstand der Diöcese Mainz ausgenommen und ihnen die zur Seelsorge nöthige kanonische Jurisdiction und Vollmacht ertheilt, sie auch förmlich in ter Pfarrkirche zu St. Christoph bestallt hat. — Als Illustrationen zu unseren kirchenpolitischen Zuständen und der Geltung der alten Gesetze, von denen es in den Erwägungsgründen eines uns eben vorliegenden Urtheils des hiesigen Bezirksgerichts heißt: „Die Gesetze des Landes k unen keine religiöse Orden" — und zu dem neuen Reichsgesetze können die Wallfahrten und Feste dienen, zu denen, ähnlich wie zu den Kirchweihen „sämwtliche Wirthe", jetzt sämmtliche Pfarrer elvladen, mit dem Bemerken, daß „zahlreiche (!) Priester aus dem Ordens- und Weltklcrus Gelegenheit bieten zur heiligen Deichte", wie zu lesen in der Einladung zum berühmten Rochusfeste bet Bingen. Verbeten werten „ungezogene Religionsspötter, welche ferne bleiben mögen." Daß die weingefüllten Krügelchen mit dem Bilde des Heiligen, die Bratwürste auf den Traubenblättern und der Reiz der Gegend nicht minder als die Ablasse zu dieser „Wallfahrt" cinladen, ist freilich eine gar bekannte Sache. Gleichzeitig ist auf dem dem Rochus»Berg benachbarten Laurenz-Berg eine Wallfahrt, bei welcher auch Ordenspriester Beichte sitzen und auch „vollkommene Ablässe zu gewinnen" sind. Auch die Jesuiten sitzen ungstört in den Beichtstühlen, und es scheint die „preßhaste" Zeit in unserem Lande sie wenig zu berühren. Solch einen geistlichen Vater von mehreren Mitgliedern der Studenten oder Jünglings - Kongregationen (di? in Gymnasium und Realschule ungehindert weiter bestehen) wie den Commandeur von seinen Adjutanten begleitet zu sehen, gehört auch zur Illustration hiesiger Zustände. (Fr- I.) Berlin, 13. August. Die „Volks. Ztg." schreibt: „Der Subscriptions- eancan der französischen Anleihe erhält noch ein für die Betheiligtcn eben so theureS als peinliches Nachspiel. Einige der Herren BanquierS, welchen die zwar krummen ober doch immerhin noch erlaubten Wege der Spekulation zur De- frierigung der Geldgier nicht ausreichen, haben bei ihren Riesenzeichnungen auf die Anleihe sich des unerlaubten Mittels fingirtcr Wechsel zur CautionSbestellung bedient. Nachdem das französische Gouvernement gleich Anfangs eine solche Zeichnung eines Kopenhagener „WelthaufeS", Gedalier u. Co., im Betrage von 600 Millionen Francs onnuBirt hat, steht das gleiche Schicksal — wie man sich an g'striger Börse erzählte — den Zeichnungen einer hiesigen Bank bevor. D-r Chef derselben bettelt jetzt in Paris um eine milde Praxis in ter Angelegenheit und prostituirt sich auf diese Art doppelt in den Augen unserer Besiegten. In Geldsachen scheint nicht bloS die Gemüthlichkeit, sondern auch der letzte Rest von Scham aufhören zu sollen." Heber die „Kundgebungen der ultramontanen Presse" schreibt die „Provin- zialeorrespondenz": Vor Kurzem hatte die Schlesische Volkszeitung einen Anlauf genommen, als wollte sie den Standpunkt der deutschen Katholiken gegen die maßlosen und widersinnigen Hetzereien der Jesuitenblätter vertreten. Der schwache Versuch wurde bald ausgegeben, und daö Breslauer Blatt bemühte sich schließlich, indem es seine eigenen Ansichten verleugnete, den offenbar gewordenen Zwiespalt im ultramontanen Lager zu vertuschen. Es versicherte sogar, von einem Widerspruch der katholischen Organe unter sich nichts zu wissen, und erklärte die Meinungsverschiedenheiten in den wicht gsten Fragen über das Vcrhältniß zwischen dem römischen Stuhle und dem deutschen Reiche für etwa eben so gleichgiltig, wie die Frage, ob Kautschuk oder Gummi vorzuziehen sei. Trotzdem hat die Schles. Volkoztg. sich neuerdings wieder veranlaßt gefunden, gegen eine schamlose Kundgebung der ultramontanen Presse in die Schranken zu treten. Die Civilta cattolica, ein von den römtschen Jesuiten geleitetes Blatt, war in einem Aufsatz über die italienisch-preußische Allianz mit folgenden Aeußerungen hervorgetreten: „Die Allianz zwischen Jlalren und Deutschland ist für Beide ein Unglück. Was Italien betrifft, ist die Sache leicht begre-fl'ch. Die Allianz mit Deutschland hat ihm die Feindschaft Frankreichs zugezogen. Im Fall eines Krieges kostet es Frankreich nichts, dem Königreich Italien in einem Athemzug ein Ende zu machen, und Preußen kann es nicht ver- hindern.... Wenn also das Königreich Italien zerriss-n und zertrümmert ist, könnte es dann wohl Soldaten schicken, um Preußen zu Helsen? Und wenn diese Soldaten sich auch auf den Weg machten, um Preußen zu Helsen, wahrend ihr eigenes Land zertrümmert wird, würde Frankreich nöthtg haben, denselben seine eigenen Soldaten entgegenzusetz.n? Ein solcher Krieg wurde ja hin politische , sondern ein religiöser sein, und sofort nach seinem Ausbruche wurden wir sehen, wie die Kreuzfahrer der ganzen Welt Frankreich zu Hilfe eilen wurden. Fran - reich würde sofort zu seiner Hilfe eine Armee haben, gebildet von Belgiern, Hol- ländern, Italienern, Engländern, Oesterreichern, Spaniern, überhaupt von Allen, welche ein Herz haben, ihr Leben für Golt preiszugeben. Wer nicht perfönlich zu Hilfe kommen könnte, würde mit Gebet, mit Geld, mit seiner Theilnahme für Frankreich eintreten. Frankreich würde die Hilfe und Gunst oller Katholiken der Welt an seiner Seite haben und unter den Fittichen der göttlichen Vorsehung kämpfen. Die Sache des revolutionären Italiens, mit welcher Preußen die seim'ge verbunden hat, bedeutet offenbar Krieg gegen Gott und feine Kirche. Es wird also, wenn einmal der Krieg losgeht, alle aufrichtigen Katholiken gegen sich haben, die eigenen Unterthanen nicht ausgenommen, welche wissen, daß man Gott über Alles lieben muß, und sich an Christi Wort erinnern: Wer Vater und Mutter wehr liebt als mich, ist meiner nicht werth. So wird der treulose Bund sich gegen diejenigen wenden, welche ihn geschloffen haben. Mögen die Gottlosen nur lachen, aber das Wort des Papstes wird nicht auf die Erde fallen, daß der Stein vom Berge rollen und dem Koloß die Ferse zerschmettern wird." Diese Aeußerungen sind in ihrer vollen Tragweite verstanden worden, wenn man auch in üblicher Weise den Versuch machte, den Sinn der letztangeführten Stellen durch allerlei Deutungskünste zu verdunkeln. Noch dem ganzen Zusammenhänge kann die Drohung mit dem Ungehorsam der eigenen Unterthanen sich nur auf Preußen beziehen; der letzte Theil des Artikels spricht von den Folgen des Bündnisses für Preußen, wahrend der erste Theil lediglich von Italien handelt. Solche Ungeheuerlichkeiten waren denn auch der Schles. VolkSztg. zu stark, die sich zu folgender Erwiderung emporrafft?: „Wenn die Civilta wirk! ch das Alles und zwar in dieser Verbindung und in diesem natürlichen Sinne gesagt hat, so find wir, nicht zum ersten Male, mit ihr durchaus nicht einverstanden. Angenehm ist uns freilich, daß sie uns in der Auffassung des päpstlichen Ausspruches vom Steinchen u. s. w. insofern Recht gibt, als auch sie unter dem Kolosse offenbar das neue deutsche Reich versteht. Auch hat sie vollkommen Recht, wenn sic glaubt, des heiligen Vaters Aeußerung werde nicht auf die Erde fallen, sondern sich aus eine für Preußen schreckliche Weise bewahrheiten, zur Strafe dafür, daß Preußen sich mit dem sacrilegischen Italien verbunden und Arm in Arm mit diesem gottverhaßten Staate den Krieg gegen Gott und seine Kirche zu führen unternommen habe. Allein in der Art und Weise, wie das geschehen wird, irrt sich der Herr Pater..... Der Krieg Deutschlands gegen Frankreich wird niemals ein religiöser fein, sondern stets ein politischer, und unter den Freiwilligen, die den Franzosen gegen Preußen zu Hilfe eilen, wird sich hin deutscher, kein preußischer Katholik befinden. Die preußischen, die deutschen Soldaten, Gemeine und Offiziere, welche in religiöser Beziehung der katholischen Kirche angehören, werden die Verbindung bedauern, welche ihr Staat mit Italien eingegangen ist; sie werden bedauern, daß ihr etwaiger neuer Sieg über Frankreich die Lage des heiligen Vaters zu Rom indirect verschlimmert oder doch nicht verbessert; aber keiner von ihnen wird deswegen fahnenflüchtig, eidbrüchig, hochverräterisch handeln, sondern nach besten Kräften des Leibes und der Seele auf die Herren Franzosen einhauen, auch wenn letztere lauter weiß-gelbe Fahnen vor sich hertragen sollten.... Gort der Herr wird seinen Statthalter nicht im Stiche lassen; er wird seine Kriege zu führen wissen, so gut wie zu den Zeiten Napoleon'S I.; aber der Weg des Hochverraths und der Fahnenflucht ist nie der Weg Gottes, wenn es auch zweitausend Jesuiten und nicht bloS Der kriegerische Artikelschreiber in seiner römischen Zrlle versichern sollten...." So die Schles. VolkSztg., welche doch wenigstens eine Ahnung davon hat, daß die Kundgebungen der Civilta dazu angethan sind, deutsches B ut in Wallung zu versetzen. Freilich wird man von dem schlesilchen Katholikenblatte keinen nach, haltigen Widerstand gegen die deutschfeindlichen Bestrebungen der ultramontanen Führer erwarten dürfen, da ein solcher nur auf dem Boden sittlichen Ernstes und entschieden nationaler Gesinnung aufkvmmcn könnte. Man muß vielmehr darauf gefaßt fein, schließlich wieder an Kautschuk erinnert zu werden. Indessen bleibt der Zwischenfall immerhin deachtenSwerth, weil er beweist, daß die Jesuiten in Rom gegen Deutschland eine Sprache führen, bei der selbst ihre eifrigsten Freunde auf deutschem Boden sich eines Anflugs von Schamröthe nicht erwehren können. Gleichfalls spricht sich die „Provinzialcorrefpondenz" über dre Auswanderung aus Deutschland folgendermaßen aus: Während in allen Theilen Deutschlands Auswanderungsagenten unablässig bestrebt sind, durch Versprechungen und Vorspt gelungen jeder erdenklichen Art Leichtgläubige zur Uebeisiedelung in ferne Lande zu verleiten, ergibt sich aus zuverlässigen Berichten die Gewißheit, daß die-Auswanderer sich m^ist gröblich getäuscht finden und in der neuen Heimath einem traurigen Schicksal verfallen, auch wenn sie dort mit rüstiger Arbeitskraft und selbst mit einigem Vermögen ange- kommen waren. Die Warnung vor diesen Gefahren kann nicht eindringlich genug wiederholt werden und verdient auch in Bezug auf die AuSwanderungSpläne Beachtung, als Deren Ziel neuerdings brasilianische oder auch kanadische Provinzen gepriesen werden. Es ist in der Ordnung, daß alle Wohlgesinnten in Der Presse und im bürgerlichen Leben ihren Einfluß aufbieten, um solchen Unternehmungen nach Kräften entgegenzuwirken und bisherige Vaterlandsgenossen vor gewrffenloser Ausbeutung zu bewahren. Ganz als selbstverständlich muß es gelten, daß von Seiten der Behörden dem AuSwanderungStreiben in keiner Weife Vorschub geleistet werde. Da versucht worden ist, Elementarlehrer durch Zusicherung von Vortheilen 3817) T $*"& ^aben W flr Wnta •8'5*. Kroßherzo «o®5 soll auf dah« Dr. Haust" Kur Nr. Oi< Vw*, t : vieistbleteud Gießen, ot Se MMö^ soll die Hase Erdkauterw- bietend oer> jufammer Wfcütte. Gießen, de Großherz 3863) Mitlwi soll auf dabief thasar Wel stadt geinen tn der Mtzst« versteigert we ertbeilt werde Gießen, de Sem für die Beförderung der Auswanderung zu gewinnen, so sind Die Provinzial, beh'örden durch das Cultusministerium angewiesen worden, den Lehrern Die lieber* nähme von Agenturen in Auswanderungsangelegenheiten zu untersagen. Auch ist die Anordnung getroffen, daß etwaige Gesuche von AuSwanderungslustigen um Entlassung aus dem Militärdienst keine Berücksichtigung finden sollen. Da in neuerer Zeit in den kirchlichen Fragen resp. über die gegen die reni- tenten Bischöfe und katholischen Geistlichen zu ergreifenden Maßregeln nichts Neueres verlautete, so ist hier und da die Befürchtung laut geworoen, die Angelegenheit sei eingeschlummert und es werde überhaupt seitens der Staatsregie- rung in dieser Angelegenheit nichts weiter unternommen weiden. Abgesehen davon, daß diese letztere Ansicht durchaus dem Charakter unseres leitenden Staats- mannes stricte widerspricht, der noch nie bei seinen Maßregeln aus halbem Wege stehen geblieben, und schon aus diesem Grunde gar keinen Glauben verdient, so hören wir, daß schon binnen Kurzem weitere Schritte in Vie Ocffentlichkeit gelangen werden, welche die Staatsregierung in dieser Frage in Aussicht genommen hat. Eingeweihete bringen den Umstand, daß einstweilen über diese Schritte nichts verlautet, mit der kürzlich stattgehabten Confcrenz von Kirchenrechtslehrern in Verbindung, an welcher bekanntlich die Professoren Friedberg, Gneist, Hübler, Hin- schlur und Meyer Theil nahmen. In Vieser Conferenz sollen alle RechtSpunkte einer eingehenden Besprechung unterzogen worden sein, welche mit der schwebenden Frage irgendwie in Verbindung gebracht werden können, lieber diese Conferenz selbst und die hierbei zu Tage getretenen Ansichten verlautet jedoch nichts, da fit Teilnehmer an derselben sich gegenseitig das Wort gegeben haben, hierüber nichts in die Orffentlichkeit gelangen zu lassen. Hieraus läßt sich auch der Werth und der Anspruch auf Wahrheit ermessen, welchen die hierüber in Die Oeffentlichkeu gedrungenen Mittheilungen zu machen haben. Berlin, 16. Aug. Die Preis-Reduction der Eisenbahnbillets soll nach Dem Antrag der Kasseler ConfercAz erfolgen. Der EinsührungStermin ist unbestimmt, keinesfalls vor Neujahr. Berlin, 16. August. Die „Spener'fche Zeitung" meldet, daß der Großherzog von Sachsen - Weimar seinen Besuch zu der Drei.Kaiser'Zusammenkunst habe anmelden lassen, und somit das Eintreffen sämmtlicher thüringischer Fürsten feststehe. Coblenz, 14. August. Die hiesigen Jesuiten rüsten sich zur Abreise, auch werden die Redemptoristen - Patres des stark besuchten Wallfahrtsortes Bornhofen denselben balv folgen; dieselben werben durch vom Staate anerkannte Geistliche ersetzt. Breslau, H. August. Dem Vernehmen nach hat der Justizminister entschieden, daß das Stadtgericht nicht verpflichtet ist, der Requisition des Fürstbischofs, betreffend die Insinuation des Excommunications ° Erlasses an Professor Reinkens, zu genügen; man wird also, wenn man Die Sentenz dem Herrn Reinkens Durchaus behändigen will, einen andern Weg ersinnen müssen. Stuttgart, 15. Aug. Der deutsche Kronprinz ist in Begleitung des Königs Karl um 9J/2 Uhr Abends mit einem Extrazug von Friedrichshafen hier ange- kommen. Er wurde von einer ungeheuren Volksmenge jubelnd begrüßt und fuhr durch ein Spalier von Lawpionsträgern zum Schlosse. Die Lampionsträger zogen hieraus mit Musik und unter Hochrufen am Schlosse vorbei. Auf den umliegen, den Bergen brennen Freudenseuer. daß man Ende dieses Jahres das Resultat wird übersehen können. Auch die Eintheilung für die Lanvwehr-Controlbezirke geht Demnächst ihrer Vollendung ent- Wn- ~ Am vergangenen Sonntage schloffen die hiesigen Jesuiten im Lycee (S.ement ihre Thatigkeit mit Der PreiSvertheilung an Die Schüler. Durch Die Gegenwart des Bischofs gewann Der Act an Feierlichkeit. Zuletzt erfolgte die Uebergabe Der Schlüssel Der Anstalt an Den Bischof, Der auch seinerseit- einige Worte sprach. Oesterreich. Wien, 12. August. §Hon" berichtet au- Pilis, daß Der Dortige Gemeindevorstand auötrommeln ließ, Daß Die Welt am 12. August untergehe unD daher am Morgen die Leute auf's Felv ziehen sollten, Damit sie nicht in Den Häusern erschlagen roürDen. Ja Mescheno erhängte sich, laut Dem „Czech", ein Mann aus Furcht vor Dem Kometen. Dies nur einige Der Zeichen Der Zeit, wie es in Oesterreich steht. Man sage nicht, Dies seien lächerliche Auswüchse; es sind Die PUze, welche nur in einer verDorbenen Atmoshäre in Schulen und Kirchen so üppig wachsen und Die Freunde der Gesittung entsetzen müssen. Wenn dergleichen m China vorkommt, so nennt man das eine Folge einer überlebten, einer erstarrten Cultur; was ist es aber, wenn es im Herzen Europa'S und in Der zweiten Hälfte ves neunzehnten Jahrhunderts spielt? Frankreich. Paris, 12. August. Die Opinion Nationale bringt folgende Note: „Wir erfahren aus vollständig sicherer Quelle, daß Die in Belfort von Den Preußen ausgeführten Arbeiten plötzlich beträchtlich zugenommen haben; es ist nicht mehr möglich, sie für einfache Erhaltungsarbeiten zu halten, man reparirt nicht Die Festungswerke von Belfort, man vermehrt sie." Heute Morgen fand im Finanz - Ministerium (Abtheilung Der öffentlichen schuld; — sie liegt im Louver, Pavillon Colbert) eine Gas-Explosion statt. Zwei Beamte sollen getöDtet und acht schwer verwundet worden sein. Vier Bureaudiener, Die zur Hülfe herbeieilten, erhielten schwere Brandwunden. Alle Titel, die von Privatpersonen in Den Bureaux deponirt worden waren, sind verbrannt. Rußland. Petersburg, 15. August. Die Eröffnung des internationalen statistischen Kongresses ist nunmehr definitiv auf den 22. Aug. n. St. anberaumt. Frischbäcker ?u Gießen. Sonntag den 18. August. Hermann Spies in der Wallthorstraße, Louis Kammerer auf dem Seltersweg und Heinrich Noll in der Neustadt. Kirchliche Anzeige der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. ) Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Am 18. August. [ (Feier des heiligen Abendmahls.) 1 Nachmittags: Pfarr-Assistent Walz. Beerdigte. des auch Den bei Deutschen Kronprinzen herrlichem Wetter in gestrigen Aufenthalts Die Kaiserin Augusta, des deutschen Kronprinzen tn Friedrichshafen kamen Dir Großherzog und Die Großherzogin von Baden . August. Katharine Freitag, geborne Tröster, Ehefrau des Bremsers an der Coln-Gießener Bahn dahier, Conrad Freitag, alt 27 I. 9 M. 29 T., gestorben den 13. August. Den 15. August. Julie Zwesch, ehelich ledige Tochter des verstorbenen Bürgers zu Hungen und Kaminfegers dahier, Heinrich Zwesch, alt 13 I. 6 M. 15 T., gestorben den 14. August. ö 1 Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 18. bis 24. August 1872 besorgt Pfarrer Dr. Seel. Briefkasten. Herrn 8. V. hier. Sie möchten gern wissen, warum in Gießen trotz des reichen Erntesegens das Brod noch so theuer ist. Diese Frage zu beantworten ist uns unmöglich. Wer vermag es, tn die Tiefe einer Bäckerbrust zu schauen und darin zu lesen, wann und ob er sich erbarmen will über unsere brodessenden Mitbrüder. Daß in ganz Ober- Hessen, Grünberg, Lauterbach n. s. w., ja selbst in Fulda das Brod 13 und 14 Kreuzer kostet, rührt die Herren Bäcker wenig, vielleicht aber am Ende doch jetzt, wenn ihnen von einer Seite Concurrenz gemacht wiro, wo sie es doch nicht vermuthen. Wie wir nämlich erfahren, hat sich ein Consortium gebildet, welches sich die Beschaffung von billigem und gutem Brode zu 14—15 Kreuzer angelegen lassen sein will. Im Uebrigen wollen Sie die Anzeige im heutigen Blatte (Brodlieferung betr ) beachten. stattgefunden. Das militärische Schauspiel verlief glänzender Weise. Stuttgart, 16. August, Morgens. Während Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. - . ..... D.7........- Denselben. Dem Bürger und Fuhrmann dahier, Friedrich Simon, eine Judcngasse aus. Dort befindet sich nämlich das Palais des Straßburger BiscbokeS Tochter, Mathilde Auguste, geboren den 8. Juli. *...... r»ßln ' " lß nicht mehr 1 «packt uicht vir ?n9 der öfftlltlicheii ^"'Exploßon jtatt. Wen fein. M öranDDunDen. Ue aitn, stad »tibronnl. Annita stati^chm itraamt. L öaülhorstrahe, Loniz )t. e Gießen ienbrnafä.) t Walz. ; 1872 besorgt dl Gicht». Conrad Krausch. w hberechtigt mL-uiM, ipar Schomder, eine Lesrr- Bahn dahin, Gattin Sinnn, ein iedrich Simon, tint | n her OberheM? äotmbenl6.W j ktMk. 11,3131 MM ••S»S?* Ä,?4 den- und i«ür*?L «rt* Düsseldorf, München, Paris, London, Köln, 1852. 1854. 1855. 1862. 1865. ^Lmpfefilenswerth jur jede Jamitie! 3396) Nichts ist so angenehm , kühlend und erquickend in der heissen Jahreszeit, auf Reisen und Märschen , als Zuckerwasser, Seltersoder Soda-Wasser mit B o o n e h a m p of* Haag -Bitter, bekannt unter der Devise: „ Occidit, qui non servat“, erfunden und einzig und allein destillirt von II. Und erl»erg-Al brecht am Rathhausc in Rheinberg am Niederrhein. Hoflieferant: Sr. Maj. des Deutschen Kaisers und Königs von Preussen, Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Friedrich von Preussen , Sr. Maj. des Königs von Baiern , Sr. Kgl. Hoh. des Fürsten zu Hohenzollern - Sigmaringen, Sr. Kais. Maj. des Taikuns von Japan , Sr. Kais. Hoh. des Prinzen von Japan , Sr. Kais. Maj. des Sultans Abdul-Aziz, Sr. Maj. des Königs Ludwig I. von Portugal, so wie vieler anderen Kaiserl., Königl., Prinzl., Fürst!, etc. etc. Höfe. Ein Theelöffel voll meines „WooneKamp of Waag-Wtter" genügt für ein Glas von Va Liter Zuckerwasser. Der „Woonekamp Of Waag-Witter" ist in ganzen und halben Flaschen und in Flacons ächt zu haben in Giessen bei den Herren Gehr. Wenzel, Julius Wallach und Moritz Wallenfels; in Marburg bei Herrn J. JF. Scharcli; in Butzbach bei Herrn A. Ginibel. = fe S h 4) 2* ■st « L id rS Dublin, Oporto, Paris, Wittenberg, Altona, 1853. 1865. 1867. 1869. 1879. 3817) Die Korbweiden von den Böschungen an der Wieseck und am Bruchgraben sollen Montag den 19. August d. I., Nachmittas 2 Uhr, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf der Wieseck- brücke am Neuenweger Thor- Gießen, den 14. August 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.____________ 3680) Mittwoch den 21. August d- I-, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus die der Frau Dr. Haustein gehörige Flur Nr. aÄlftr. Vg?2 19 Hofraithe in der Weidgasse meistbietend freiwillig versteigert werden. Gießen, den 6. August 1872. In Auftrag: ________Semmler, Ortsgerichtsmann. 3819) Montag den 19. August d. I., Nachmittags 4 Uhr, soll die Hafer-Erndte von einem Morgen am Erdkauterweg an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft bei der Zörb'schen Ziegelhütte. Gießen, den 14. August 1872. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. S emmler. 3863) Mittwoch den 21. August d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die dem Balthasar Weller und Conrad Breits stadt gemeinschaftlich gehörige Hofraithe in der Wetzsteingasse nochmals meistbietend versteigert werden und der Zuschlag sofort ertheilt werden. Gießen, den 17. August 1872. In Auftrag: ______Semmler, Ortsgerichtsmann. Vergebung der Bettwäsche-Neun- Für Wirthe! 3810) Frankfurter Exportbier vorzüglicher Güte, aus der Brauerei von I. G. Henrich, halte stets auf Lager und empfehle solches zu gleichem Preise wie in Frankfurt. Hch. Sch mall, Lindenplatz. en gros Fcnstcrglaslagcr en gros circa 150 Kisten stets auf Lager. 1530) Bei Aufträgen auf Lieferzeit zu Fabrikpreisen. Mousselinglas, Goldleisten, Spiegel und Spiegelglas, Photographierahmen. Für Wiederverkäufer billigste Preise. S. Jäger, Offenbach a. M. Wer an Husten, ” Brustschmerzen, Heiserkeit, Asthma, Blutspeien, Retz im Kehlkopf rc. leidet, findet durch den Mayer'fchcn weissen Brust - Syrup sichere und schnelle Hülfe. 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Heuchelheimer Kirchweihe: vollständig hergerichtet ist, so empfehle ich dieselbe Tagesordnung: Berichterstattung des Ausschusses über Abhaltung des 25jährigen Stiftungsfestes. Tagesordnung: Berichterstattung des Vorstandes. Anmeldungen. Besprechung über die diesjährige pro- jectirte Gesellschaftsreise. Feier der Gefangennahme „des Mannes von Sedan." Schule für Damen. 2290) Zur gründlichen Erlernung im Maaßnchmcn, Zuschneiden und Anfertigen von Damcnkleidcrn hat wieder ein neuer Kursus begonnen. Eintritt jede Zeit Rosa R othenberge r, Lindenplatz. ohne Ausnahme zum Cisen- steintransport nach Gießen auf Grube Eleonore zu- gelafsen. Gießen, 16. August 1872. die Fellingshäufer Bergwerks - Gesellschaft: Carl P ü tz, ^wil-Ingenieur. spruch. Georg Herbert Wittwe. Selterswea, vis-ä-vis dem Herrn Moritz Heichelheim. 3620) Von Bremen nach JVewyorEi wird am 21. September expedirt der eiserne Sdjrni.benbampfer I. Cltiffe Siuidt, Cvpt. A. Danncmann. -assage-Preise einschließlich-Beköstigung: I. Cajüte Crt. Rthlr. 90. II. Cajüte Crt. Rlhlr. 50. Zwischendeck Crt. Nthlr. 45 für die erwachsene Person, Kinder unter 10 Jahren die Hälfte, Säuglinge Crt. Nthlr. 3. — Auf portofreie Anfragen ertheilen nähere Auskunft Siedenburg, Wendt Co. in UrCIDCH» Geschäfts - Eröffnung. mit Garantie in Gold, Silber und anderem Metall, in allen Größen und zu jedem Preise. Große Obst-, Gemüse- Blumen-Ailsstellung Gartenbau-Vereins zu Cassel. Die Ausstellung findet vom 20. bis 23. September l. I. im Stände-Saal und -Garten zu Caffel Statt, gleichzeitig mit der Ausstellung des landwLrthfchaftlLchen Central - Vereins. Anmeldungen nimmt der Vorsitzende des Vereins, Herr Apotheker Glaeßner, entgegen. Für auswärtige Aussteller übernimmt der Verein die Kosten des Rücktransportes der Ausstellungs-Gegenstände. Gemülhlichkett. 3785) Die auf der Karte für Sonntag den 18. August bestimmte Waldparthie fällt, eingetretener Hindernisse wegen, aus. Der Vorstand. Berichterstattung über den letzten Be zirksturntag. Allgemeine Vereinsangelegenheiten. (3852) Der Vorstand. Renten- und Lebensvrrlicherungs-Anstalt zu Darmstadt. Die Anstalt übernimmt: l. Versicherung steigender Renten, wobei die jährliche Rente aus einer vollen Einlage von einhundert Gulden bis zu 150 st. an wachsen kann. n. Die Versicherung von Kapitalien auf den Todes - wie auf den LebenS- fall, zu Ausstattungen u. s. w., sowie die Versicherung von Leibrenten und Wittwenpensioncn. in. Gelder zur statutenmäßigen Verzinsung mit 3Vr % und alsbaldigen Rückzahlung auf Verlangen. Versicherungs-Anträge werden entgegen genommen, Statuten und Prosveete unentgeltlich verabfolgt, sowie Aufschlüsse bereitwillig ertheilt von den Agenten der Anstalt: A. L. Balser, Buchbinder in Gießen, W Blum, Lehrer in Groß-Buseck, A. Fohrcr, Kaufmann in Wetzlar, Fr. Eberhard, Kauinrann in Marburg. I. I. Seippcl, Partikulier in Butzbach, C Volp, Gemeinde-Rechner in Lich. „Ooncordia.66 Mittwoch den 21. August, Abends 8Vr Uhr Generalversammlung. ------------------------:---------------------- vs-ii« un iiuuuiyva , lULLliyty UN0 37dv) Gln Hausoursche und ein Zapf- mit guten Zeugnissen versehenes HauS- mpihpn t« x™ ! Mädchen wild zu Michaelis gesucht von 1_______Geb. Juüizralb Wasserschleben. Geschäfts - Elnpfehlnttg. 3808) Ich mache hiermit dem verehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß auf dem Asterweg Nr. 130 gute gediegene Schuhmacherarbeit gegen haare Zahlung zu den alten Preisen verfertigt wird. L. Koch. Patent 1870. Prämiirt in Cassel 1870 — Prämiirt in Darmstadt 1870. 641) Mit dem 1. Mai I. I. beginnt ein zweites Abonnement auf Clavier-Instrumente, wo Jedem Gelegenheit geboten ist, in den Besitz eines der Neuzeit entsprechenden Instruments auf leichte und angenehme Weise zu gelangen. Abonnements-Bedingungen sende gratis. Friedberg. C. L. Glück, Hof-Pia noforte-Fabrikant Sonntag den 18. und Montag den 19. 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Wode. 3874) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei ____________Lohnkutscher Carl Ockel. 3861) Das seither von Herrn Locomotiv- sührer Wack bewohnte Logis ist durch dessen Wegzug Anfangs September zu verrniethen. _____Wilh. Koblermann, Neustadt. 3862) In unserem neuerbauten Hause ftnb 2 kleine und ein großes Familienlogis, am 1. October beziehbar, zu verrniethen. Gebrüder Schomber, __vor dem Neustädter Thor. 3627) Das von Herrn Earl Peppler bewohnte Logis ist pr. 1. November ander- weit zu verrniethen. ______________H- Ad ami, Alicenftraße. 2875) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 bis 4 Zimmern, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Walltborstraße Nr. 199. 3774) Das seither von Herrn Hauptzollamts - Assistenten Kröll bewohnte Familienlogis ist durch dessen Versetzung ander- weit zu vermiethen. Louis Todt, ______________________ Briefträger. 3787) Ein freundliches möblirtes Zimmer zu vermiethen und bald zu beziehen. ______________Bahnmeifter Binnecker. Der Vorstand des Gartenbau-VereinS )_____________________________zu Cassel. Sonntag den 18. und Montag den 19. August: Kirchweihfest zu Wieseck, ergebenst einladen Virjnvr 3789) Ein mit den nöthigen einem geehrte» P«hi,k»m in», «nd bitte »m 3« ?"Ä" Reducrion, DruL und Vertag der BrühUschen.Uato«-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gieren»