If „ r”»w m h fotvie btt *«««’ .<> Preis vinreljähriq 1 st- 12 fr. mit Brinqerlohn. Durch die Post s-?;oflen vierteljährig i ft. 39 fr. Za. ? / Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. orten von den wMh L®°"8ou, bv.-, y2., Nr. 165, Mittwoch den 17. Juli 1872. Bestellungen auf den Gießener Anzeiger Expeditionen und den Lund-Postboten entgegen' genommen. * S S , als auch b U n SP fl Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für das III. Quartal zu 1 ft. Pfund 36, Amtlicher T h e i t. utscheMac- 'Uppenteige. 'd Bückinge 18,139. 23. 32,m. 13. Gegenstände aller n gegen Feuers- klsilherullg. 'vtt der General- B e k a n n t m a ch u n g. Dem Unterzeichneten ist von der Großherzoglichen Centralstelle für die Landwirthschaft und die landwirthschaftlichen Vereine eine Anzahl Exemplare des Programms der landwirthschaftlichen Ausstellung zu Mainz und Anmeldebogen für 1) landwirthschaftliche Producte, 2) Producte des Garteu- und Obstbaues, 3) landwirthschaftliche Fabrikate, 4) Maschinen und Geräthe mitgetheilt worden, um dieselben in geigneter Weise zu verbreiten. Die Herren Bürgermeister des Kreises, denen Exemplare des Programms zugehen werden, werden ersucht, dieselben bei dem landwirthschaftlichen Publikum in möglichst umfassender Weise zu verbreiten. Außerdem könnten Exemplare des Programms, sowie auch Anmeldebogen auf dem Bureau Großh. Kreisamts Gießen jederzeit in Empfang genommen werden. Zum Schluß wird bemerkt, daß die fragliche Ausstellung zu Mainz vom 25.-29. September stattfindet und alle für die Ausstellung bestimmten Gegenstände längstens bis zum 15. August d. I. angemeldet werden müssen. Gießen, den 15. Juli 1872. Der 1. Director des landw. Bezirksvereins Gießen. v. Röder. ? armftabt, k in Gießen, H. strich bei Alsfeld, in Bellersheim, rod bei Grünberg ein. n 18. d. Mts., ammlung werde» n 681« an»«**, jifulwbww* - Ä ,;f” vow- Hand. r=8abn. Ziepen nach: Borm-^.Nachm. Nachts. orm. 4U- Nachm. jachts. . V orm 4^ Nachm. ij. Nachts. iefien von: .. Bom- 3«. 4». 12’«* Nachts. . Nachm. 7b'*-Abds. Dom. 4». Nachm- 1«. 2§. Nachts- Eisenbahn. Hießen nach’ 12.** » 12. ** bends, -üen von«' t‘g8. 3». * Pv, Nachts- orm- u Polit ifcher T b e i l. Newyorker Handelszeitung berichtet über dasselbe: „Wie es nicht anders zu ver- muthen war, ist das deutsche Geschwader bei Port au Prince sehr gelinde verfahren. Das angebliche siebenstündige Bombardement beschränkt sich auf das Flagge wesentlich gehoben." Berlin, 14. Juli. Bei Gelegenheit der Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrages hat Graf Arnim dem Präsidenten angezeigt, daß der Kaiser aus Anlaß dieses Ereignisses 73 Franzosen, die noch in deutschen Gefängnissen saßen, begnadigt hat. Einzelne Mitglieder der Gesellschaft Jesu haben bereits in aller Stille die Grenzen Deutschlands passirt. Nach verläßlicher Mittheilung erhielten die Jesuiten von ihren Obern die gemessene Ordre, jeden Confllct mit den Landespolizeibehörden zu vermeiden. Diese Ordre ist um so verständlicher, als durch etwaige Demon» strationen der frommen Väter zu Gegendemonstrationen Anlaß gegeben worden wäre, welche dic persönliche Sicherheit der Ausgewiesenen leicht gefährden konnten. — Die heutige Nummer der „Demokratischen Zeitung" ist confiScirt worden. Straßburg, 14. Juli. Eine eben veröffentlichte kaiserliche Verordnung, datirt vom 19.Juni d.J., verleiht der neuen Bibliothek, welche nunmehr ungefähr 200,000 Bände umfaßt, alle Rechte einer öffentlichen Anstalt, insbesondere auch die juristische Persönlichkeit, und verordnet, daß sie die Bezeichnung „Universität-- und Landes-Brbliothek" führe. Rapvoltsweiler, 10. Juli. Seit vier Tagen gehen täglich fünfzehn langgestreckte kupferne Kanonen auf der Eisenbahn hier durch. Auf den Wagen liest man „Belfort". Alle sind prachtvolle 16pfündige Hinterlader, welche eben erst aus den Kanonengießereien von Spandau hervorgegangen sind. Oesterreich. Deutschland. Berlin, 12. Juli. Diejenige Bestimmung des Jesuitengefetzes, welche dze Prag, 13. Juli. In Pilsen erwartete, trotz der frühesten Morgenstunde, auf dem Bahnhose eine große Menschenmenge und eine Militärkapelle den Wiener Schützen-ug, welcher mit großem Jubel empfangen wurde. Die Volkshymne wurde gespielt und von Schützen und Publikum mitgesungen. Dr. Stark begrüßte im Namen der Pilsener Turner in kerniger Rede die Wiener Schutzen und bat die- selben, die Deutschen in Pilsen nicht zu vergessen, welche im Gerste das Fest mtt- feiern. Dr. Kopp dankte im Namen der Wiener den Pilsenern für die freundliche Ueberraschung. Beide Reden wurden mit stürmischem Beifall ausgenommen. Aach eingenommenem Frühstück setzten die Schützen ihre Reise nach Eger fort. Prag, 13. Juli. „In dem Schreibtische des verhafteten Sekretärs des czechischen kaufmännischen Vereins „Mercur", I. Rzehak, wurde die „Eidesformel gesunden, welchen die Mitglieder des neuen „Blanik-BundeS" be^thrcr Ausnahme schwören mußten. Unter Anderem verpflichten sie sich dari^n, den Statthalter Frhrn. v. Koller entweder durch „Schuß" oder „Dolchstich zu tobten Man glaubt, daß der „Blanik-Bund" auch auf dem Lande Mitglieder habe." So aßt sich die Wiener „Deutsche Zeitung" telegraphrren. Die „Presse er schreibt. „Wir vermögen an den Ernst der ganzen Sache nicht zu glauben und machen d.e Behörden aufmerksam, diese „Verschwörung" vorsichtig zu behandel^, u»i a cht durch eine neue Auflage des Attentats- Proceffes den Humor der Bevölkerung zu beleben." Ausschließung des Ordens ber Gesellschaft Jesu vom Gebiete deS deutschen Reiches 1 ausspricht, ist durch die AuSführungSvorschristr». v.» ‘ interpretirt worden, daß den Angehörigen der Gesellschaft bte Ausübung Uder ; OldcnSthätigkeit in Kirche und Schule untersagt sei, und es ist hiermit der Polizei Anhalt für die Anwendung der Anweisungen und Domictlbeschränkungen gegeben, da jede nachweisbare priesterliche Thäligkeit nunmehr als concreter und - unanfechtbarer Grund gelten darf, zu derartigen Maßnahmen zu schreiten. Die. Schles. Ztg., welche wie LaSker ihre Einwürfe gegen die Schwächen des Gesetzes ! nicht verhehlt hat, bemerkt heute: „Einmal erlassen, muß das Gesetz, trotz aller vnncipieller Bedenken, als ein zweckmäßiges anerkannt werden. Der Orden der Jesuiten hat in der katholischen Kirche einen mächtigen Einfluß gewonnen; neben unverkennbar Gutem, das er vielfach gestiftet, hat er durch das von ihm begründete kirchliche Vereinswefen und durch Schürung eines mit Religiosität keineswegs zu verwechselnden konfessionellen Fanatismus die Interessen ganzer BevolkerungSkreise von den großen nationalen Dingen abgelcnkt, die Vaterlandsliebe zum Erkalten gebracht und sogar Feindseligkeit gegen König und Staat, gegen Kaiser und Reick erweckt. Seine Agitation in Posen, Wcstpreußen und Oberschlesien forderte geradezu revolutionäre Bestrebungen; der alte Friede zwischen den verschiedenen RiligionS-Ges-llschaften ist seit Jahrzchenden überall da gestört, wo der Orden seine Wirksamkeit entfaltet hat. Das sind Dinge, die vor Jedermann« Auge, liegen und die für un« eine viel höhere praktische Bedeutung haben, al« alle R-miniScenzen an die frühere Geschichte de« Ordens, al« die sophistische Moral einer literarischen Autoritäten und al« der Einfluß seiner Junger auf dre dem deutschen Reiche feindlich gegenüberstehende Curie. Den ersterwähnten naheliegenden Uibel- ständen kann durch da« neue Gesetz wenigsten« theilweise gewehrt werden, alle« Weitere konnte höchstens facultati» in Betracht kommen. Die liberale Mehrhei de« Reichttages hat -tief empfunden, daß sie mit dem Ausnahmegefetze einen Act vollzog, der nur durch einen Nothstand entfckuldigt werden kann, der -der nie und nimmer eine dauernde Stelle in der organischen Entwickelung unserer ReichSe gesetzgebung einnehmtn darf. Ohne ein Salvavi animam meam hat sie den. auch die Verhandlungen nicht jum Schluffe gelangen lassen wollen. Indem der Reichstag in unmittelbarem Anschlüsse an das betreffende Gesetz d>e von V vorgeschlagene Resolution annahm, welche schon bi- zum nächsten Zusammentreten de« Reichstages die Vorlage eines Gesetzes über Einführung der °bl>gat°r>sch Civilehe und anterweite Ordnung der CtvilstandS-Verhallness- fordert, bekannte er sich iu der in unseren Augen einzig möglichen prineipiellen Losung der (a>»eben- d.n Frage, einer Lösung, welche selbst weit über d,e Tragweite Mn hmaus r ft was die der Regierungsvorlage vorangegangene Resolution vom 16. Mai in S Auge faßte. Welche Hoffnungen aber an diese Resolution«!, knitpsrn sind, d s sprecht der eigen,hümliche Umstand, daß Herr Wagcner, der sich »m Re ich«tag ehr unverhüllt dem Ausnahmegesetze gegenüber als der eigentliche Regier ft Vertreter gerirlr, sammt feinen Getreuen, der neuerstandenen konservativen Jte gierungspartei, gegen diese Resolution stimmte. Er blieb damit nur seinen alten Kreuzzeitungs-Antecedentten getreu." bi. Da« Bombardement, durch welche« die beiden deutschen Kriegsschiffe di Regierung von Haiti zwangen, den Ansprüchen der deutschen Kaufleute g rechtju werden, ist nicht« weiter al« eine wohlgemeinte Drohung gewesen. Die neueste IkL'gss," wM- W w.^l»cknlich blind waren. Die zu Lande einen sehr günstigen Eindruck gemacht und das Ansehen der deutschen Frankreich: Mülhausen, 29. Juni. Nell sein A«t i Von 6on|ul gtj prvichirt i Siel -aß an jeb wegs bie a tonen, ba| bie schlechte bie Frechan schlossenen Punkt gegen der Apothek Maare (wanne Maare viele GW werden und liefern, sicl Gesundheit Ko: gchm i® Slud Hassu" e»' freigestellt/ der ®e$a fforte zu vrächligeu Die Raffln tin Sorge«- Vit ki«ew reguug mü derselben h verladen, vortete sto sondern m triarchcn j« Gesandten genug sein W zu. sanden. Erklärungen wurden ausgetauscht und alle Welt schien zufrieden zu sein. Beim gestrigen Diner bemerkte ThierS, daß er keineswegs den Zwischenfall in der Kammer hervorgerufen habe, daß es ihm jedoch, da sich die Gelegenheit ge- boten, nicht leid sei, der Kammer gegenüber sich offen ausgesprochen zu haben." Italien. Rom, 12. Juli. Die Clerikalen wenden bereits alle längst bekannten Kniffe der ihrer Minderzahl und Ohnmacht bewußten Parteien an, um ihre mit Bestimmtheit vorauszusehende Niederlage zu beschönigen. Sie schreien über Verfolgung und Hinterlist, sie jammern, daß man ihren Leuten die Eintragung in die Wählerlisten verweigere und daß die Regierung das ganze Rudel ihrer Beamten loslaffen wolle, um eine künstliche Majorität zu erzielen. Man weiß, was von solchen Redensarten zu halten ist. Eine Regierung der Verfolgung zu bezichtigen, welche den offenen Aufruf zur Felonie und zum LandeSverrath, wie ihn das Programm der drei clerikalen Blätter enthielt, ruhig und ohne Repressalien hingehen läßt, dazu gehört schon eine gute Dosis von Unverschämtheit. Ehrlicher ist es gemeint, wenn unsere Clerikalen unter sich die plötzliche Sinnesänderung des Papstes verwünschen. „So ist er!" heißt es in engeren clerikalen Kreisen. „Nächstens werden wir ihn über den Corso fahren sehen, escortirt von den Husaren Victor Emanuel's!" Auch manche Cardinäle haben erklärt, daß sie unter keiner Bedingung sich an der Wahl betheiligen oder ihren Leuten eine solche Betheiligung gestatten würden. « gauto*nl" v°- ®tk, Munde" MllNVUI ! unD W ( saMll stt' W M sagen, ThierS habe auf das Ultimatum der Royalisten vom 20. Juni damit geantwortet, daß er auch zur Anerkennung der Republik aufforderte. Die radikalen Blätter jubeln; die „Republique Francaise" sagt: „ThierS wird den Royalisten den Kommentar zu seiner gestrigen feierlichen Erklärung geben; die Sache wird ihm leicht werden, da er den gesunden Menschenverstand, den Patriotismus und die Zustimmung des Landes, die Treue für das von ihm begonnene Werk und den Erfolg für sich hat. Von heute an besteht die Republik für jeden vernünftigen Menschen thatsächlich und von Rechtswegen. Der loyale Versuch ist gelungen, das Provisorium ist zu Ende." Der „Rappel" sagt: „Vorgestern wurde die Rechte besiegt, gestern nahm Thiers mit Hilfe der Republikaner das Schlachtfeld in Besitz." Das „Siecle" drückt sich ähnlich aus: „Thiers'Worte werden durch das Land gehen und ihm die Todesstunde der Nationalversammlung verkünden." Die gestrige Rede, welche wohl auch für Thiers selber ganz unverhofft kam, ist jedenfalls ein harter Schlag für die Royalisten. Sie nennen Thiers „Canaille" und „meineidiger Verschwörer". Aber das monarchische Bündniß ist gewaltig erschüttert und ein Theil der Royalisten, an deren Spitze Audtffret-PaSquier steht, ist der Ansicht, daß man sich für die Republik entscheivkn müsse, selbst der Herzog von Aumale soll dieser Ansicht sein. Er findet, daß die Royalisten zu weit gegangen sind und auf das Empire lossteuern. Wenn dem wirklich so ist, so wird der Sieg des Herrn Thiers jedenfalls ein endgiltiger sein und die Republik für den Augenblick den Sieg über die Monarchie dovongetragen haben. Das ThierS'sche „Bien Public" drückt sich einstweilen sehr bescheiden aus; es enthält folgende Mittheilung: „Nach der gestrigen Sitzung blieb ThierS eine Stunde inmitten einer Gruppe der Rechten, in welcher sich Baragnon und Kerdrel be- Stfonbe Ei 2970) Müllers A Ehefrau vo Concursprc Mrburch Q Wen, obe btlben iu W cntnji gehörig Be mfne Sonne Um anz W'ger Bi sonst bair ^schloss Zugleich s Ment versus •SW» werben °der nicht K den Be' lch'enenen b M am Groß Sc 3el Ä $ ÄS Frankreich. Paris, H. Juli. Der „Moniteur" veröffentlicht folgendes Schreiben als Beweis für die Anhänglichkeit der elsässischen und lothringischen Städte an Paris, 12. Juli. In der Commission, welche die Handlungen der Re- gterung der Natioual-Vertheidigung zu prüfen hat, trug gestern St. Marc Girardin den ersten Theil des von ihm verfaßten allgemeinen Berichtes vor, der auf die diplomatischen Zwischenfälle, welche dem Kriege vorhergingen, und auf die Ereignisse Bezug hat, die sich bis zum 4. September zutrugen. Wie es scheint, hat St. Marc Girardin es sich zur Aufgabe gestellt, das Lügensystem, welches der 2. Decemder in Frankreich eingeführt, getreulich fortzusetzen. Derselbe behauptet nämlich, nachdem er an die historischen Einzelheiten erinnert, welche auf die Kandidatur des Prinzen von Hohenzollern Bezug haben, daß diese Candidatur keineswegs eine spanische gewesen sei, wie Marschall Prim behauptet, sondern eine preußische, deren Zweck war, Zwietracht herbeizuführen und so in ein'm gegebenen Augenblicke zum Kriege gelangen zu können. Der Krieg sei nämlich für Preußen das einzige Mittel gewesen, um zur deutschen Einheit zu gelangen, welche mehrere deutsche Staatsmänner angestrebt hätten. Ich sagte, daß St. Marc Girardin » fli ,|1r w.*.» t—•- - 1 -v,r 'c ■*. I*• vvm« man rann doch unmöglich annehmen, daß er naiv genug ist, um an die Ammen- märchen zu glauben, welche nach Sedan die Imperialisten für den unwissenden Haufen erfanden, um demselben zu beweisen, daß der „Empereur" ganz gegen seinen Willen den Krieg begonnen, und diesen so in den Augen desselben weniger schuldig erscheinen zu lassen. Man muß im Interesse der französischen Nation bedauern, daß trotz der vielen parlamentarischen Commissionen, die zu ihrer Aufklärung ernannt wurden, es nicht viel anders werden wird, als es vor dem Ausbruche des Krieges von 1870 war. Die Untersuchung gegen Bazaine wird jeden Tag verwickelter und schwieriger, und man glaubt nicht, daß derselbe vor September vor das Kriegsgericht kommen wird. Der Marschall empfing gestern den Besuch des amerikanischen Generals Sherman, den er von früher her kennt. Nach Privatbriefen aus Rom hat die letzte Erklärung des Herrn Thiers in Betreff der Beziehungen Frankreichs zu Italien den päpstlichen Hof fo verstimmt, daß derselbe beschlossen hat, den französischen Bischöfen die Aufforderung zugehen zu lassen, alle ihnen zu Gebote stehenden Mittel aufzuwenden, den Sturz des Präsidenten so schnell als möglich herbeizuführeu. Der „Univers" läßt es an seiner Unterstützung nicht fehlen. In seiner Nummer vom 14. Juli nennt er den Präsidenten der Republik, ThierS, „den vollendeten Typus der Bourgeois von 89, welcher die Bastille zerstörte." Indem das Blatt aus den Artikeln der „Ropublique francaise" den Beweis zu führen sucht, daß die modernen Sansculotten mit der Feier des 14. Juli in Wirklichkeit die Ermordung Louis XVI. feiern, weist er auf den SyllabuS als das einzige Rettungsmittel gegenüber der revolutionären Strömung hin. Die Conservativen müßten endlich einsehen, daß es durchaus nothwendig sei, die Principien von 89 wie Gift zu verwerfen, um zum SyllabuS zu kommen, weil nur dieser allein retten und das große sociale Princip „den Respect" (scilicel Autorität) befestigen kann. Man schreibt dem „Evenement" aus Bar-le-Duc vom 12. Juli: Montag sollen die Barackenbauten beginnen. Die Besprechungen zwischen Herrn von Saint-Vallier und dem General Manteuffel haben, wie es scheint, zum Ziele geführt; man versichert, daß für die Offictere das Princip der Baracken nach dem Muster der OfficierShütten im Lager von Chulons angenommen sei. Die Gemeindeverwaltung von Bar-le-Duc ist bedeutet worden, daß bie deutsche Garnison der Stadt sich nach Räumung der beiden Marne-DepartemeotS, wie folgt, stellen würde: 2500 Mann Infanterie und 110 Mann Verpflegungstruppen, 57 Offictere, eine Bäckerei, eine Ambulanz und 185 Pferde. Der Platz wirb von einem Divistonsgeneral befehligt sein, dem ein Generalstab von 31 Osficteren zur Seite stehen wird. In der Umgebung der Stadt sollen Baracken für eine Batterie Artillerie, eine Schwadron Cavallerie und ein Regiment Infanterie angelegt werden. Paris, 13. Juli. Die Scenen in der gestrigen Kammersttzung haben großes Aufsehen in Parts gemacht; die Royalisten sind ganz außer sich, ihre Blätter ' bringen die Erklärungen, welche Thiers in Bordeaux abgegeben hat, in Erinnerung und beschuldigen ihn des Treubruchs. Die gemäßigt republikanischen Blätter i Spanien. 1 Madrid. 12. Juli. Der EarliftcnsUhrer Chuchurru hat gestern seine , Unterwerfung angezeigt; dasselbe that die in Baracaldo ausgehobene Bande, welche , sich aufgelöst hat. Die Bande Valdas, 50 Mann stark, ist geschlagen worden. ! In der Nähe von Zornoza treiben sich noch mehrere Bruchstücke der Bande Goiriena herum, welche jetzt von anderen Geistlichen befebligt werden und mit- ; unter die Postwagen überfallen. Einige Flintenschüsse genügen meist, sie in die Flucht zu jagen. Madrid, 12. Juli. Der „Correspondencia" zufolge hat die Regierung keine Kenntniß davon, daß die französische Regierung Don Carlos aufgefordert hat, Frankreich zu verlassen. Man weiß überhaupt nicht bestimmt, wo Don Carlos sich befindet; man glaubt, er halte sich bei einem Legitimisten an der Grenze auf. Die Correspondencia dementirt das Gerücht von der Ernennung Cordoba's zum Generalcapitän von Cuba und dessen Ersatz im Kriegsministerium durch General Moriones. Die amtliche „Gaeetta" veröffentlicht ein Decret, welches Sanz mit der interimistischen Leitung des Justizministeriums während der Abwesenheit des Senor Montero Rios betraut. England. London, 11. Juli. Der Kaiser Napoleon hat in Chtselhurst die erste Gartengesellschaft seit seinem Aufenthalte in England gegeben. Etwa 800 Gäste der englischen Aristokratie wurden mit zwei Extrazügen von London nach Ort und Stelle befördert, und die birmanische Gesandtschaft bediente sich der könig- lichen Hofequipagen. London, 12. Juli. Es hat nicht an Leuten gefehlt, welche die Begegnung Stanley'- und Livingstone'- für eine Erfindung gehalten haben. Den Glauben werden sie wohl nun aufgeben müssen, da Herr Ansell, der Director der unterseeischen Telegraphenleitung nach Indien, am 11. d. M. folgendes Telegramm aus Aden erhalten hat: Stanley ist angekommen und geht mit Livingstone's Sohn auf einem französischen Dampfer nach Suez. Er hat Briefe von Livingstone an die Regierung und an seine Freunde. Livingstone war unpäßlich, aber entschlossen, auszuharren und nicht vor Vollendung seiner Aufgabe heimzukehren. Stanley's Leute kommen zurück und begleiten ihn. Loudon, 13. Juli. Der Versailler Correspondent des „Telegraph" schreibt: Thiers hat das Ansinnen Bismarck's, bei der Papstwahl eventuell von dem Veto Gebrauch zu machen, entschieden abgelehnt, weil das Recht bereits verjährt fei. Der Correspondent will einen von einem hohen Prälaten geschriebenen Privat- brief gesehen haben, dem zufolge das Collegium der Cardinäle für den Fall, daß der Versuch gemacht werden sollte, die Papstwahl zu beeinflussen, entschlossen wäre, nach Malta überzusiedeln und dort die Wahl vorzunehmen. Demselben Briefe zufolge soll der Papst beabsichtigen, am Allerheiligenfeste mehrere Prälaten zur Cardinalswürde zu erheben; unter anderen den Erzbischof Manning, den Erzbischof von Paris und den Primas der Vereinigten Staaten, den Erzbischof von Bal- timore. Der „Moruing Post" zufolge hat die Königin dem Sohne Louis Napoleon's t>(e «Erlaubnis gegeben, auf der Militär-Akademie in Woolwich ju studieren. An den Herrn Präsidenten der Republik. Das Mülhaustner Cowite des. „Werkes der französischen Frauen", da« Comite, welches da« Wluck hatte, die patriotische Subskription zur Befreiung des Territoriums ins Leben zu rufen, hatte feit de» 1. Januar 1872, da« heißt nach feiner ersten Wabe an das Vaterland, iu demselben Zwecke eine Bolkt-ollekte organisirt von einem Sou per Woche und unter dem Namen des Sou Francais. Mehr als 14,000 Subskribenten sowohl von Mülhausen als von den umliegenden Dörfern Haben zu diesem Werke bei- getragen; alle, reich oder arm, haben sich glücklich geschätzt, in dieser Welse noch einmal ihre unveränderliche Anhänglichkeit an Frankreich bestätigen zu können und ihre Treue im Unglück wie im Glück. Trotz der Bescheidenheit unserer Samm- lung, die sowohl vom Nothwendtgste« als vom Ueberflusse erhoben worden, sind wir glücklich und stolz, dieselbe unserem theuren und so sehr bedauerten Vater- lande darbieten zu können. Wir baben die Ehre, Ihnen einliegend eine Anwn- sung auf Paris von 12,573 Fr. 25 Cent, zu überreichen, den Ertrag der bts zum heutigen Tage gesammelte« Summe. Genehmigen Sie u. s. w. 4 y 8 Für das Cowite: die Präsidentin. Paris, 12. Juli. Die gestrige Abstimmung, welche die Geschäftsumschlags' Steuervorlage zu Falle gebracht, hat die Rechte vollständig entmuthigt. Das „Journal de Paris" klagt die äußerste Rechte an, für Thiers gestimmt und so dessen Steg ermöglicht zu haben. Dieses ist aber nicht der Fall, sondern dle Royalisten aller Farben, die ihre Principien der Politik nicht zum Opfer bringen wollten, stimmten für Thiers. Die Linke triumphirt selbstverständlich; die Ab- sttmmung gereicht ihr aber gerade nicht zur Ehre, da sie ihre Grundsätze zum Opfer brachte. ThierS selbst war so außer sich vor Freude, daß ein Theil seiner Anhänger sich zu ihm begab, um ihn zu ersuchen, er möge seinen Sieg nicht miß- brauchen und die Steuer auf die Rohstoffe fallen lassen. ThierS erwiderte, die weitere DiScussion könne keine Gefahr darbieten, da er unter keinen Umständen seine Entlassung nehmen werde. Mac Mahon begibt sich morgen nach Lyon, wo er als einer der Richter im Prozeß gegen den General Cremer eintreten soll. t««i 6l. I Äalih ? E,®« 7b. 7'" »urbf tie ° 1 tt,rt'U b°kih “'•»B «erfünbf»“ 7'">°k ta, ,ß -SanaiOf!- itoaltig ?r,t’$aeguitr ju? !**" !U telit g® i'V’J®',o ®irt 16 611 Mlil für 8tn hadrn. Das ?. flu6;. er enthält *ltfri eine Stunde n und Keedrel bt« n jusneden zu fein. •e" Zvischenfall in ti{ Gelegenheit ge- Wochen zu haben." chß bekannten Kniffe um ihre mit Be« dreien über Btrsol- ■ Eintragung in die ludel ihrer Beamten Ian weiß, was von gung zu bezichtigen, , wie ihn das Pro- lepreffalien hingehen I. Ehrlicher i(l es )innr-Lnderung des len Kreist«. „Nach- t von den Husaren datz sie unter keine, it solche Betheiligunz o har geßem sein, ebene Bande, welch, ff geschlagen worden uchstüäe der Band, igt werden und mit- zen weiß, fie in die it die Regierung keine '08 aufgefordert hat, lt/ wo Don EarloS an der Grenze auf. ung Cordoba's zu« »rtum durch Deueral welche» Sanz mit ;tT Abwesenheit des Lhiselhurfi die ech 7to«8OO®i „ g9Bt>on M« 0 ■titnlt M »“ ,Ml’ e,|*t die Begegu"^ Len Glauben 10 Sfirtor dn *' i r . ult««”® «M« l‘ Ädibf«- "I'n6r7'tfS »rriätrt ,'*• 1,1,1 Lut« N"1' U d-i -I- ff t'i-L ti«i «,«. -°« Srirf 1 r,*iS"" 5 Griechenland» Alhxn 14. Juli. Der Justiz-Minister PapazugiropoloS hat die von ihm nachgesuchee Entlassung erhalten. — Die Regierung hat mit der für das Lauroinbergwerk concessionirten französischen Gesellschaft einen Vertrag abgeschlossen, nach welchem die letztere gegen eine Entschädigung von 16 Millionen Drachmen die ihr verliehene Concession aufgiebt und die von ihr in den Lauriongruben gegründeten Etablissements der Regierung eigenthümlich überläßt. Da inbeß KumunduroS Schwierigkeiten macht, die Genehmigung dieses Vertrags in der Kammer mit seiner Partei zu unterstützen, so haben der Marine-Minister AvieroniS und der CultuS.Minister Philonos um ihre Entlassung nachgesucht. Die Gesandten Frankreichs und Italiens haben die Regierung aufgefordert, die Abwicklung dieses Rückkaufs zu beschleunigen. Türkei. Konstantinopel/ io. Juli. Bei der Besitzergreifung der Kirche kam es gestern zwischen den Armeniern zu einer großen Schlägerei. Auch über Rom w^rd aus Konstantinopel gemeldet, daß die Pforte gegen Haffun entschieden vorgehen und ihn des Landes verweisen wolle; sie habe ihm freigestellt, ohne Aufsehen freiwillig abzureisen; er habe aber dagegen erklärt, nur der Gewalt weichen zu wollen. Der französische Botschafter bemühe sich, die Pforte zu einem milderen Verfahren zu stimmen. Der Papst hat Hassun einen prächtigen Kelch zum Geschenk gemacht- Die Lage der katholischen Kirche im Orient, welche durch den Patriarchen Haffnn eine so verwickelte geworden, macht Dem heiligen Stuhl auch noch schwere Sorgen. Der Papst hat, um den Eifer seines Legaten zu belohnen, denselben mit kinem Kelche beschenkt: doch die ottomanische Regierung hat, der ewigen Aufregung müde, welche in Folge der Jntriguen dieses Dieners der Kirche im Schooße derselben herrscht, demselben den Befehl zukommen lassen, Konstantinopel sofort zu verlassen. Haffun aber scheint nach der Krone der Märtyrer zu geizen; er ant- wortete stolz, daß er den Posten, auf den ihn Der Papst gestellt, nicht verlassen, sondern nur Der Gewalt weichen würde. Zu dieser Kühnheit verleitete den Patriarchen jedenfalls der Schutze welchen ihm die französische Regierung durch ihren Gesandten bei der hohen Pforte angedeihen läßt. Ob Dieser Schutz aber mächtig genug sein wird, um Die türkische Regierung zu bewegen, ihren einmal gegebenen Befehl zurückzunehmen, werden uns ja die Ereignisse der nächsten Tage zeigen. Amerika. Newyork, 15. Juli. Der General-Capitän von Cuba, Balmaseda, hat sein Amt an Ceballos abgetreten. Von Haiti wird berichtet, daß dortige deutsche Kaufleute und der deutsche Consul gegen die Wegnahme haitischer Corvetten durch die deutschen Kriegsschiffe proteftirt hätten; der Consul habe seine Entlaffung verlangt. Verwischtes. Gießen. Die Freigebung des Apothekergewerbes, d. h. die Frechert, daß an jedem Orte eine beliebige Zahl Apotheken errichtet werden dürfte, scheint keineswegs die allgemeine Meinung für sich zu haben. Will man auch nicht besonders betonen, daß vielleicht die Gefahr der directen oder indirecten Vergiftung steigt, ebenso die schlechtere Bereitung der Arzneien aus Mangel an technischer Bildung, weil.ja auch die Freihändler Bürgschaften der Tüchtigkeit fordern, und jenes Alles auch bei der geschlossenen äahl der Apotheken eintreten kann, so ist und bleibt doch folgender Haupt- punkt gegen die Freigebung unwiderlegbar. In dem Augenblicke, wo die Errichtung der Apotheken ganz frei gegeben wird, werden etwa nicht nur die Arzneimittel eine Waare (was sie ja schon sind), sondern die Arzneien selbst werden durch die Concurrenz eine Waare, und — wie die Menschennatur einmal ist — scheint nur zu sicher, daß viele Geschäfte, um sich halten zu können, oder überhaupt lebensfähig zu sem, trachten werden und müssen, die Arzneien in Substanz und Arbeit (nme is money) billiger zu liefern, sicher nicht zum Vortheil der Kranken, und bei Interessen, wo es sich um Gesundheit und Leben handelt. Darum hat es vielleicht nicht nur für die pecuurar betheiligten Parteien Interesse, daß, wie uns mitgetheilt wird, der hiesige Geheime Medicinalrath Professor Dr. PH oebus, eine der anerkanntesten Autoritäten auf dem Gebiete der Arzneimittellehre, sich in Kurzem in einer besonderen Schrift über die ganze Frage aus dem reichen Schatze seiner Erfahrung und nach seiner Kenntniß der Zustände in Amerika und England bei der Freigebung des Apothekergewerbes aufs Entschiedenste gegen die Freigebung aussprechen wird. Larrdwirthsch aftliches. Die langen blassen Kartoffelkeime, welche die im Keller aufbewahrten Kartoffeln nach Ablauf des Winters treiben, sind, wie das Wochenblatt des landwirthschaftlichm Vereins in Baden hervorhebt, wegen des in ihnen enthaltenen Solonin, eines Giftstoffes, den Thier-en als Futtermittel schädlich. Es kommt sogar vor, daß Schweine, welche viel davon erhalten, daran crepiren. Auch sollen schon Fälle vorgekommen sein, daß Rindvieh, welches man hauptsächlich mit Kartoffelschlempe fütterte, erkrankte und starb. Man hatte nämlich gekeimte Kartoffeln zur Branntweinbrennerei benutzt, ohne die Keime vorher zu entfernen; der in den Keimen enthaltene Giftstoff blieb bei der Destillation zurück und wurde dem Vieh mit der Schlempe gegeben. Es ist daher, wie die genannte Zeitschrift bemerkt, eine unerläßliche Sache, die Keime der Kartoffeln vor dem Gebrauche derselben zu entfernen. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 16. Juli. Lustlose Stimmung und Geschäftslosigkeit halten an. Gleich zu Anfang zeigte sich an den (Sourfen, daß wenig Nachfrage war, und nur Staatsbahn verkehrten in etwas umfangreicherem Maße, da der gestern Abend schon gewichene CourS viele Speculanten zum kaufen verlockte, so daß bet 351i/2 zahlreiche Schlüffe gemacht und der Cours bis 352 getrieben wurde, wo er jedoch nicht recht Stand halten wollte. Credttactien sanken bei totaler Vernachlässigung seitens der Käufer bis 345—346, und Lombarden, ebenfalls ohne Umsatz, bis 2193/4. Oesterreichische Nationalbank 894 — 896. In österreichische» Bahnen war auch nur wenig Geschäft. Desto besser verkehrten Prioritäten, für welche zahlreiche Kaufaufträge vorlagen, die sich auf fast alle Sorten vertheilten. Bei dieser günstigen Stimmung für Prioritäten wollen wir nicht unterlassen, auf die bei A. Re in ach hier am 18. und 19. ds. zur Subscription gelangenden 5procentigen Elisabethbahnprioritäten aufmerksam zu machen, die steuerfrei und garantirt find. Der CmissionöcourS ist 94. Für Banken herrschte heute mehr Animo als gestern, und wenn auch die Preise keine bemerkenSwerthen Avancen aufzuweisen haben, so hielten fie sich doch sehr fest. Recht beliebt waren wieder Cffectenbank und Frankfurter Wechslerbank. Auch Provinzial und Darmstädter gefragt. Auswärtige Fonds und Loose matt. Börseanachrichtea. 16. Juli 1872. Preusa. 4y3 0/0 Oblig. 103 Frankf. Obi. 88 Nass. 41/8% Obi. 995/8 Kurhess. 4% „ 9 4 Vs Gr. Hess. 5% Obi. 101 „ „ 4% n 981/3 , n 31/3% „ 93 Bayer. 5% „ 1001/« „ 41/30/0 1jährige 1001/4 „ 40/o 1jährige 95 Würtemb. 41/3% Obi. 99i/2 Baden 41/3% Obi. c. E. L. 997/s Oesterr. Silberrente 645/8 „ Papierrente 58 Spanier, neuest. 3% 29 Amerik. Bonds 1881r 993/4 . , 1882t 961/4 . n 1885r 973/g , n 1887t 973/4 Aetlen. Frankf. Bank 1413/4 Frankf. Vereins-Kasae 140 Darmst. Bankact. 4811/2 Wien Bankaktien 894 Oest. Creditaot. 346 Galizien 2581/3 Action. 50/0 östr. F. St. E. B. 352 Lombard. Bahn 220 Ludwigsh.-Bexbach 2001/3 Maxbahn 144V2 Bayer. Ostbahn 140i/g Rhein-Nahebahn-Act. 47 Hess. Ludwigsb.-Aot. — Oberhessen „ 811/3 Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 59i/8 30/o öst. s. Lombard 51 3% Livomeaer 393/g 50/o Toscaner 611/3 50/0 Elisabeth.-Prior. 85 do. II. Emiss. 843/9_________ Anlehenilooie. Darmstädter fl.50Loose 184 » „25 „ 521/a Kurh. 40 Thlr. Loose 71 Nassau 25 fl. 45 V, Braunschweiger 211/2 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 39 40/o bayr. Präm.-Anl. — 40/0 badische Loose 1103/4 Badische fl. 35 Loose 691/2 Oestr. fl. 250 v. 1854 84i/r 1858r Prioritätslcose 203 1860r Loose 941/4 1864r „ — Weei»*ei. Amsterdam k. S. 98i/8 Augsburg k. 8. 993/4 Berlin k. S. 104V8 Bremen k. 8. — Brüssel k. 8. 931/2 Hamburg k. 8. 873/g Leipzig k. 8. 105 London k. 8. H8V3 Lyon k. 8. - Paris k. 8. 935/8 Wien k. 8. 105% ditto m. 8. — ditto 1. 8. IO51/4 Disconto 4 0/o Geldsorten. fl. kr. Pr.Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 41—43 doppelte 9 41—43 Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankens!. 9 22—23 Engi. Sover. 11 49—51 Buss. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 251/2—261/, ............. . - ---= —— ——~ Allgemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachungen. Edictalladung. 2970) Nachdem über das Vermögen des Müllers Andreas Schäfer und dessen Ehefrau von Kloster Arnsburg der formelle Concursproceß erkannt worden ist, werden hierdurch alle Diejenigen, welche Forderungen, oder sonstige Ansprüche an die Masse bilden zu können glauben, aufgefordert, solche entweder in Selbstperson, oder durch gehörig Bevollmächtigte so gewiß im Termine _ Donnerstag den 15. August l. I., Morgens 9 Uhr, dahier anzumelden, und unter Angabe etwaiger Vorzugsrechte zu begründen, als sie sonst damit sttllschweigends von der Masse ausgeschlossen werden würden. Zugleich soll in diesem Termin ein Arrangement versucht und event. ein Gläubigerausschuß und Massecurator gewählt werden und werden hierbei alle nicht erschienenen, oder nicht gehörig vertretenen Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrzahl der erschienenen beigetreten angesehen werden. Lich, am 4. Juni 1872. Großherzogliches Landgericht Llch. Sartorius, Dr. Koch, Landrichter. Landger.-Assessor. Bekanntmachung. 3355) Wegen passenderer Verwendung der Baracke hinter der Zeughaus-Kaserne sollen die daselbst aufgestellen 15 Feldfahrzeuge der hiesigen Garnison anderweit unter? gebracht werden. Besitzer entsprechender Räumlichkeiten werden daher aufgefordert, Offerten wegen Vcrmiethung derartiger Gelasse der unterzeichneten Verwaltung bis zum 24. d. Mts. einreichen zu wollen. Gießen, den 15. Juli 1872. Großherzogltche Garnison-Verwaltung. Versteigerungen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 3364) Montag den 22. Juli 1872, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Hochwart, Faulerboden und Annaberg nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: I. Brennholz: 4 R-Meter Buchen-Scheidholz, 3 Eichen- „ 21,2 Buchen-Prügelholz. 105,1 Eichen- „ 5,2 Aspen- „ 13 Buchen-Stockholz, 48 Eichen- „ 6 Nadel- „ 1 Aspen- ,, 630 Wellen Buchen-Reisholz, 710 Eichen- „ 140 Nadel- 20 n Dornen- „ II. Bau-, Werk- und Nutzholz: 7 Eichen-Stämme bis zu 26 Centimeter Durchmesser und 7 Meter Länge, mit 1,09 Eub.-Meter, 6 Nadel-Stämme bis zu 39 Centimeter Durchmesser und 16 Meter Länge, mit 4,02 Eub.-Meter. 68 Eichen-Stangen mit 4,06 Eub.-Meter, 101 Nadel- „ „ 6,13 Die Zusammenkunft ist bei dem Lumpenmannsbrunnen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Januar 1873 gestattet. Die Großberzoglichen Bürgermeistereien der umliegenoen Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, am 17. Juli 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Die Vergebung von Arbeit und der Lieferung von Gußrohren bei der Stadt Gießen. 3339) Freitag den 19. Juli 1872, des Morgens 9 Uhr. soll auf dem Rathhause dahier: 1) Erdarbeit, bestehend in dem Ausheben eines Grabens und Verbreiten der Erde, veranschlagt zu 35 fl. 38 fr., 2) die Lieferung von 5lfd. Meter 20 Ctm. weiten Gußröhren, 400 Pfund, veranschlagt zu 36 fl. 40 kr., an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen, den 15. Juli 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 3357) Freitag den 19. Juli, Vormittags 9 Uhr, sollen in der Wohnung des verstorbenen Johannes Heß X. zu Leihgestern Möbeln, Bettwerk, Haus- und Küchen- geräthschaften, sowie eine Kelter mit Mahltrog und ein Haufen Mist, versteigert werden. 3306) Donnerstag den 18. d.^Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Universitäts-Kanzlei-Gebäude dahier Kleidungsstücke, Bücher und sonstige verschiedene Effecten gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 12. Juli 1872. 3333) Freitag den 19. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll die von den Grundstücken der Moritz Kreiling Erben, bestehend in Korn, Waizen, Hafer, Gerste, Erbsen, Wicken und Klee, meistbietend an Ort und Stelle versteigert werden und wird der Anfang am Schlangenzahl gemacht. Gießen, den 14. Juli 1872. _____________________Fr. Müller. 3362) Montag den 22. Juli, Morgens 10 Uhr, sollen die Weidenanlagen der Domäne Altenberg, ;ca. 10 Morgen, in geeigneten Parzellen auf mehrere Jahre unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen öffentlich verpachtet werden. Altenberg, den 9. Juli 1872. C. Bene. Feilgebotenes. 763) Photographie-Rah- men und Goldleisten bei Wilh. Balser. NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt. s Mein Tuch UN- Bukskin-Lager zu festen und billigen Preisen empfehle bestens. ____ Von heute ab Rabatt für Maaren dieser Saison pr. comptant 2M» Sechs Kreuzer am Gulden. Tgfecx Ludwig Lang, Marklstraße 25, gegenüber dem Kaufmann Herrn Emjl Pi stör. Providentia, Versicherungs-Gesellschaft ju Frankfurt a. M. unk Main), Geschäftsnachfolgerin der Rheinischen Versicherungs-Gesellschaft. Section Mainz. 2713) JVeue Matjes- Häringe empfingen I. A. Busch Söhne. 3358) Von jetzt an wieder neue Kartoffeln bei Th. Rautenstrauch, _______________________a. d. Schoor._______ 643) Thür- und Grab- fchilver, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angeserftgt bei Wilh. Balser. 3350) Im Besitz einer Maschine, empfehle ,ich mich im Kleidcrmachen, sowie im Weißzeugnähen, bestens; mein Bestreben wird • lein, nur schöne und dauerhafte Arbeit zu den billigsten Preisen zu liefern. Achtungsvoll zeichnet j __________Frau Herdt, Asterweg. Maurergesellen und Handlanger «finden dauernde Beschäftigung bei (3321)____________Aug. Nanheim er. 3361) Ein zuverlässiges Dienstmädchen wird gegen guten Lohn gesucht. Näheres in der Exped. d. Bltts. 3330) Wegen Aufgabe meines Fuhrwerks verkaufe ich aus der Hand: 1 gutes Zugpferd, 1 Wagen, Pflug, Egge, ca. 40 Ctr. Heu, 1 Chaise, Wogen- und Chaisengeschirr. Westphälischer Hof, 15. Juli 1872. 3356) Ich bin bis zum 13. August in Urlaub abwesend. Rabbiner Dr. Levi. Begebenes Grundkapital: Mcht Millionen Gulden. Hiermit bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß die Herren W. Balser zu Gießen, B. Step van I. zu Groß-Buseck, Ph. Schleenbecker zu Heuchelheim, B. Seibert zu Wieseck, als Agenten unserer Gesellschaft für Feuer - Versicherung bestätigt worden sind- Die Section der Providentia in Mainz. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, halten wir uns zur Entgegennahme von Anträgen auf Versicherungen gegen Feuersgefahr bestens empfohlen und bemerkendaß die Prämien billig und fest sind und die Versicherten niemals Nachschüsse zu leisten haben. W Balser in Gießen. B. Stephan I. in Groß-Buseck. Ph. Schleenbecker in Heuchelheim. (3353)B. Seibert in Wieseck. C. Braubach. 3343) Verschiedene, gut erhaltene Möbeln sind zu verkaufen in Lit- E- Nr. 26, Sel- tersberg. ___________________________ 1 Eingemachte Gurken empfehlen______I. A. Busch Söhne. 1876) Thürschoner in Erystall und Pot- zellan bei______________Wilh. Balser. 3324) Leinene Kragen für Herren und Knaben, in jeder Halsweite, empfiehlt in reicher Auswahl und zu sehr billigen Preisen H. Rübsamen. 3363) Unserem lieben Felda herzlichsten Glückwunsch zu seinem heutigen Geburtstage! 3370) Ein Dachshund, schwarz mit braunen Abzeichen und Lederhalsband, verlaufen. Abzugeben gegen Belohnung bei der Exped. d. Bltts. _______________■ 3360) Mein Schäferhund von eisgrauer Farbe, langen Haaren, halblanger Ruthe, weißer Brust, mit Bärenklauen, ist mir von der Heerde entlaufen. Sollte dieser Jemanden zugelaufen fein, so bitte ich um Rückgabe. Heinrich Linden st ruth, Hof Albach. 3349) Durch anhaltende Krankheit habe ich mein Zimmergeschäft aufgeben müssen und habe nun den Zimmerplatz zur Bleiche anlegen lasten, welche mit dem Heutigen eröffnet wurde, und bitte ich ein verehrliches Publikum um geneigten Zuspruch. Gießen, den 15. Juli 1872. Georg Herbert. Akademischer Gesangverein. 3336) Zum zahlreichen Besuche der Donnerstag den 18. d. Mts., Abends 7 Uhr, in der kleinen Aula stattfindenden Generalversammlung werden die Mitglieder hiermit ergebenst eingeladen. Tagesordnung: Rechnungsablage. Vorstandswahl. Der Vorstand. Vermiethungen. 3359) Der mittlere Stock meines Hauses aus dem Hamm, nahe dem Bahnhoi, ist zu vermiethen und 1. October zu beziehen, auf Verlangen auch früher. Balth. Euler. 3352) In meinem Hause ist der zweite Stock und Mansarden pr. 1. August zu vermiethen. Moritz Heichelheim, ___________________Seltersweg C- 185. 3302) Ein Laden mit Comptoir und Zubehör ist zu vermiethen und bald zu be- ztehen. Näheres bei der Exped. d. Bltts 3157) Eme größere Familien-Wohnung in der Wallthorstraße ist nebst Lagerräumen zu vermiethen. __________E. Pitth an. 1935) Ein möblirtes Zimmer zu ver- mietben. Anlage C- 25.__________________ 2988) Das von Herrn Buchhalter Rühl bewohnte Logis ist zu vermiethen und baldigst zu beziehen. Christian Löber I. Vermischte Anzeigen. 3365) Ein Mädchen, welches kochen kann, wird Mitte August in Dienst gesucht. Hofgerichts-Aovocat Lauer. 3345) Ein junger Rattenpinscher (schwarz) entlaufen. Dem Wiederbringer gute Belohnung. H. E. Jughardt. Beginn des neuen Quartals. | Daheim | He Die soeben erschienene Nr. 42 £.s ZD enthält: || Meyer. Polizeinovelle von F. Chr. B. Av^-Lallemant. (Fortsetzung.) — Unglückliche Kinder. Pädagogische Skizzen von I. Ernst Stötzner. IV. Die Taubstummen. — Julius Schnorr von Carolsfeld. Von Max Jordan. Mit Portrait von Wislicenus. — Aus der II. Abtheilung von Hiltl's französ. Krieg. Mit 7 Illustrationen. — Tagebuch aus der Belagerung von Straßburg. Von Max Reichard. (Fortsetzung.) Zu Bestellungen empfehlen sich: die Ferber'sche Üniv-Buchhhandlung, E- Heinemann, I. Ricker. 3354) Soeben erschien im Verlag von A. Kröner in Stuttgart und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen; oorräthig bei I. Ricker in Gießen: Bonus Urania. Satyrisches Epos von Ernst Eckstein. 14 Bogen klein 8». — Preis 20 Sgr. oder 1 fl. 12 fr. rhein „Die früher erschienenen humoristischen Dichtungen Ernst Ecksteines („Schach der Königin" — „Der Stumme von Sevilla") haben bei allen Freunden der heiteren Muse so lebhaften Beifall gefunden, daß auch dieses neueste Werk des jungen Poeten, welches überdies nach Form und Inhalt einen bedeutenden Fortschritt bekundet, sicher mit Interesse ausgenommen werden wird. 2845) Für die Vaterländische Feuer - Verstcherungs - Attien- Geselllchast pi Elberfeld vermitteln die Unterzeichneten Versicherungen! gegen Feuers- und Explosionsgefahr z billigen und festen Prämien. F. Hoffmann, in Gießen. Firma: Carl Hoffmann ____Geometer Haas, in Lich.________ Hestmiratioai Lalmsteiu, 3367) Heute, Mittwoch den 17. Juli und folgende Tage: Wenzel’« Garten. 3366) Donnerstag den 18. Juli: 7. Abonnements-Concert, ____________________________Anfang 5 Uhr.___________________________ Im Garten der „Restauration Bramm." SIM 2360) Heute Mittwoch und morgen Donnerstag: *1 Musik- 4 Gesai^-Soiree des Komikers und Mimikers Simmcdinger, genannt der Schwab, mit Familie, unter Mitwirkung des Herr« e UAlbert Ohaus, welcher stets als Dame auftritt. / Anfang 7 Uhr. Bei ungünstiger Witterung im Saale. Schiet® eny einten ®te 11 et®feer, 3368) Donnerstag den 18. d. Mts. findet bei der Enthüllung des Siegesdenkmals nm 1 Uhr Mittags Festtafel mit Musik Statt. Bei günstiger Witterung Abends von 6 Uhr an: C O N C JE R T. Abends große Gartenbeleuchtung. Hierzu ladet ergebenst ein:________________________ H. Kuh n. Die O5 a r t e u l a u b e. Die Nr. 27 bringt folgende Beiträge: Die Diamanten der Großmutter. Erzählung von Levin Schücking. (Fortsetzung.) — Ein neuer Zier- und SimmcrDoael. Von Brehm. Mit Abbildung: Glanzstaare. Nach der Natur gezeichnet von Emil Schmidt. — Pariser Bilder und Geschichten. T. F. Von Ludwig Kalisch. - Eine schöpferische Ohrfeige. Mit Illustration: In der Geburtsstätte des Hermann- Denkmals. Nach der Natur aufgenommen von Professor Oesterlev in Hannover - Blätter und Blüthen: Der Locomotivsührer. - Dos Re qui^kästle n ÄÄoSMm Reichs. - E. Werner in Berlin und Rom. - Kleiner Briefkasten oeutschen 3 - 23% Aosten Erspariiltz bei Annoncen. Künstler-Conerte der Familie Geul aus Hannover. Mittwoch: Anfang 5 Uhr, die folgenden Tage: Anfang 8 Uhr. Bekanntmachungen aller Art befördert prompt in sämmtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter und Fach-Zeitschriften mit 5-23o/o Koften-Ersparniß ä 9 ' Loraivlatter die Annoncen - Expedition von Schlotte in Bremen. Redactton, Druck und Verlag der Brüh?schm^Untv.-Druckeret (Fr. Chr. Dtetsch) in Gießen.