"'•*« in Ä»* miibe Preis vierteljährig 1 fl- 12 h. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig I fl. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Wert •ftetn Fries 5.000,000 Fnz. 5.905,876 , Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. Nr. Zs. MiMoch den 17. Januar 1873. Bestellungen auf den Gießener Anzeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. $ ' Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abbolen lassen, erhalten denselben pro I. Quartal zu 1 fl. 1.867,568 „ zurückoergütet. r alle Forderungen ter, weiche die be- ifüfjiÄ Prospecte lenrcnanffa/t gratis k e zur Vermittelung it sind. :antfiiTt a. M. tstein in Gießen. reis r 1 Sgr. jur die ozeige eutiprechenden iblatt die sehr zahlen, und laden zum st em- e Nedaction. [=M t. M. 16 H-n W*\ ridnctt Anträge au Ss der Promnr Igenbc ie btt Pr°-isi-" m4 erälc Nr. 1 des Reichs-Gesetzblattes, ausgegeben zu Berlin am 5. Januar 1872, enthält: (Nr. 769.) Allerhöchster Erlaß, betr. die Einrichtung einer Telegraphen-Directiou zu Carlsruhe und definitive Einsetzung der provisorisch eingerichteten Telegraphen-Direction in Straßburg. Vom 21. Decembcr 1871. (Nr. 770.) Bekanntmachung, betr. die Ausstellung von Legitimationsscheinen zum Gewerbebetrieb im Umherziehen. Vom 31. December 1871. (Nr. 771.) Bekanntmachung, betr. die Ausgabe verzinslicher Schatzauweisungen von 6,000,000 Th al er. Vom 2. Januar 1872. (Nr. 772.) Ernennung von Konsuln, bez. Vicekonsuln des Deutschen Reichs zu Landskroua, Genf, Zürich, Umea und Skellestea in Schweden, sowie zu Cincinati. Nr. 2 des Reichs>Gesetzblattes, ausgegeben zu Berlin am 8. Januar 1872, enthalt: (Nr. 773.) Allerhöchster Erlaß, betr. die oberste Marinebehörde. Vom 1. Januar 1872. (Nr. 774.) Die Ernennuug vo.u Konsuln des Deutschen Reichs für Tarna und Arica, sowie zu Jquique, Callao und Arequipa. Gießen, den 12. Januar 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Gießen, am 15. Januar 1872. Betreffend: Bitte des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Mannheim um Erlaubniß zum Absatz von Loosen im Grotzherzogthum Hessen. Vas Gr» ßyrrz» gliche Krrisami Gieße» an die Groijher^vglichrn Bürgermeistereien. Wir setzen Sie zu Ihrem Bemessen davon in Kenntniß, daß zufolge Verfügung Großherzoglichen Ministerium des Innern vom 6. l. M. ad N. M. d. I. 55 dem Gesuche der Direction des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Mannheim um Erlaubniß zum Absätze von Loosen im Großherzogthum Hessen, für die Verloosungen, welche mit der im April und Mai d. I. in Mannheim stattfindenden Pferde- und Rindvieh rc. -Märkten verbunden werden / stattgegeben worden ist. v. R ö d e r. B e k a n li t in a ch u n g. Der am 6. August 1846 zu Obernbiel im Kreise Wetzlar, Regierungsbezirk Coblenz, geborene Rekrut Heinrich Langlois, welcher von der Königlichen Departements-Ersatz-Commission im Jahre 1871 für das 2. Nassauische Infanterie-Regiment Nr. 88 ausgehobeu, in Folge dessen mit dem Rekruten- Urlaubspaß vorläufig in die Heimath beurlaubt war und später seinen Geburtsort ohue Abmeldung verlassen hat, wird hiermit öffentlich aufgefordert, unverzüglich in die Heimath zurückzukehren, und sich innerhalb 4 Wochen — spätestens bis zum 5. Februar 1872 — bei dem unterzeichneten Bezirks-Commando zu melden, widrigenfalls gegen ihn wegen Desertion Anklage erhoben werden wird. Wetzlar, den 5. Januar 1872. Königliches Landwehr-Bezirks-Cornmando. BB Deutschland. Berlin, 14. Januar. Der Geheime Justizrath Dr. Falk, der unter den Personen, die Aussicht auf die Nachfolge des Herrn v. Mühler haben, genannt wird, wurde gestern von Sr. Majestät dem Könige in Audienz empfangen. Ucbii- gens hat über die Entscheidung des Königs hinsichtlich des Mühler'schen Ent- lassungsgesuches, dessen Einreichung heule in den parlamentarischen Kreisen für zweifellos gehalten wurde, noch nichts verlautet. Die morgende Sitzung des Abgeordnetenhauses ist vom Präsidenten erst auf 1 Uhr Mittags anberaumt, und man erwartet, daß bis dahin der Ministerpräsident eine amtliche Mittheilung über die Angelegenheit dem Hause werde machen können. Die Aussicht aus den Rücktritt v. MühlerS wird in allen liberalen Kreisen als eine Erleichterung der Sorgen und als eine erfreuliche Hoffnung ausgenommen, wer auch immer sein Nachfolger werden möge. Die „Weserzeitung", bei Erwähnung der Rücktrittsnachrichten: Ohne cs zu wollen, ist der preußische Cultusminister der Bundesgenosse aller derjenigen, welche Preußen hassen. Auf ihn weisen sie mit hämischem Triumphe hin, wenn sie die Erfolge von 1871 zu verkleinern suchen. Wir wollen gern zugeben, daß Vieles in dem System nicht so schlimm ist, wie der Partei- Haß es darstellt, aber in der Sache ändert das wenig. Selbst die Uebertreibun- gen der Gegner sind Früchte des Systems, und nur durch seinen Fall ist der Schaden zu heilen, den es täglich anrichtet. Berlin, 15. Jan. Im Reichskanzleramt ist neuerdings die Frage überden Zeitpunkt der Einstellung der elsaß-lothringischen Rekruten in die deutsche Armee, aus Anlaß der zahlreichen Petitionen, welche in dieser Angelegenheit aus den neuen Reichslanden hier eingetroffen sind, berathen worden. Das Resultat dieser Berathungen wird uns als dahingehend bezeichnet, daß es als sicher betrachtet werden darf, daß schon im nächsten Herbst, wenn auch in beschränktem Umfange, Aushebungen aus der Bevölkerung der neuen Reichslanoe zur deutschen Armee erfolgen sollen. Der „K. Ztg." wird von hier geschrieben: Der fernere Versuch, der mit deutschen Einwanderern in Brisbane (Queensland) gemacht worden, ist, hier eingegangenen authentischen Mittheilungcn zufolge, günstig ausgefallen, zumal im Norden der Eolonie Gold in immer größeren Mengen gefunden- wird und diese Auffindung eine im Zunehmen begriffene, bedeutende Bevölkerung beschäftigt. Die Deutschen haben, wie der amtliche Bericht mittheilt, im Allgemeinen seit den großen Errungenschaften des Jahres 1870 sich inniger verbunden und einen Verein zu dem Zwecke gegründet, sich bei Gericht deutsche Dolmetscher, deutsche Friedensrichter und deutsch sprechende Beamte in den Post- und Landämtern der Eolonie durch die Regierung zu sichern; ebenso wird sich dieser Verein die Aufgabe stellen, alle Deutsche als Wähler für das Parlament eintragen zu lassen, um mit der freisinnigen Partei die Regierung zu veranlassen, öffentliche Bauten, Eisenbahnen, auch die für das allgemeine Wohl der Eolonie sehr wünschenswerthen Hafenwerke zu unternehmen. Berlin, 15. Jan. Der Vorsteher des Gymnasiums von Vitry-le-Fran^ais ist von dem deutschen Kriegsgericht zu 12 Tagen Gefängniß verurtheilt worben. Derselbe hatte sich bekanntlich Beleidigungen gegen deutsche Soldaten zu Schulden kommen lassen. Berlin, 15. Jan. Die „Kreuzztg." schreibt: Bezüglich des in unserem letzten Blatte als möglich bezeichneten Rücktritts des Cultusministers Mühler erfahren wir, daß derselbe wahrscheinlich erfolgen wird. Ein Nachfolger in diesem höchst wichtigen Amte ist noch nicht ernannt. Kassel, 16. Jan. Das Ministerium des Innern hat die alsbaldige Ueber- nähme der Leihhäuser in Kassel, Fulda und Hanau auf Communalverbände beantragt. Frankfurt, 15. Jan. Heute Morgen stellte sich ein Fremder in einem hiesigen Hotel auf die Fensterbrüstung, schnitt sich mit einem Rasirmcsser den Hals durch und siel aus beträchtlicher Höhe zerschmettert todt auf die Straße. Straßburg, 14. Jan. Vor dem hiesigen Kriegsgericht wurde vor einigen Tagen ein Familienbild der trübsten Art entrollt. Die Anklage war wegen Mord erhoben. Es spielen die Trunksucht, der Branntwein und der Wein eine Rolle und handelt cs sich um eines der bedauerlichen „Trauerspiele der Bölleret". Aber nicht der Schuldige, sondern das Opfer, die Frau des Angeklagten ist es, die sich durch dieses Laster entwürdigt und die ihren Ehemann dazu getrieben hat, eine Hand, die st»ts rechtschaffen gearbcittt hatte, mit einem Mordinstrument zu bewaffnen. Georg Duvet ist 57 Jahre alt; seit 26 Jahren ist er in den Maler- Wirkstatten der Eisenbahn »an Mühlhausen angestellt und s-me Vorgesetzten be- leufltn, dak er sich immer gut und rechtschaffen betragen hat. Seit 25 Jahren ist er verheirathet und wahrend langer Jahre lebte er tn friedlicher unb glud- ljch-r Ebe; er hatte sogar Ersparnisse zurückgelegi unb sich e-mg- Wohlhabenheit erworben, Der Segen der beharrlichen Arbeit. Aber ein böser Geist, eine Aanp. liebe Leidenschaft brachte Störung in diese stille Haushaltung und vor Gericht geht heute das Drama Der letzteren Jahre zu Ende. Di- Frau des Georg Duvet ergab sich dem Trünke und seit zwei Jahren verursachte sie ihrem Manne Kummer und Verzweiflung und gab ihren Nachbarn das widerliche Schauspiel der Nusschweisungen der Bollerei. Sie trank über die Matzen Wem und ^annt- wein; die Achtung für sich selbst und für die Anderen, die Pflichten der Gattin, Alles »erflog in den Dünsten des Branntweins. Oft kehrte Georg Duvet er- müvet von der Tagesarbeit nach Hause zurück unv sanv feine yrau berauscht. Die Stube war kalt, kein Feuer auf oem Heerd und sein Abendessen bestand in einem Stück Brod, das er in einer Ecke aß, indem er es mitThranen begoß. Er klagte seine Nvth den Nachbarn, jammerte über sein Unglück und rief manchmal aus: 3* werde sie eines Tages umbringen und mich nachher! . ." Und wenn man ihm rieth, ruhig zu bleiben und einen so schrecklichen Plan auszugeben, antwortete er- ,Jch sage dies nur, um ihr Furcht zu machen, um sie vielleicht wieder aus einen bessern Weg zu bringen." Am 29. October vorigen Jahres, schon am frühen Morgen, war die Frau Duvet wieder betrunken. Sie war aufgefhnDen, hatte den Kaffee für die bei ihr einquartierten Soldaten bereitet, und hatte sich alsdann auf den Befehl ihres Mannes wieder zu Bett gelegt, um ihren Rausch ausruschlafen. Einige Stunden später, als man in ihr Zimmer eintrat, sand man sie mit zerschmettertem Schädel auf ihrem Bett auSgestreckt; neben ihr lag ein kleines blutiges Beil. Man sucht den Mann, und als man in den Keller trat, findet man ihn in einer Blutlache liegen mit klaffender Wunde am Halse, neben ihm ein Rastrmeffer. Man glaubt ihn anfangs verloren, aber leistet ihm Hufe und er kömmt wieder zu sich; mit erlöschender Stimme sagt er, daß er bedauere, sich nicht getödtet zu haben. Georg Duvet wird geheilt; er erzählt, daß er in das Zimmer seiner Frau eingetreten war, um den Ofen auszubessern; er hielt in t>er Hand ein Stück Eisenblech und ein kleines Beil, um ein Stück von diesem Blech abzuhauen; in diesem Augenblick habe er sich seiner Frau genähert, die ihm Vorwurfe machte und ihn mit Schmähungen Überhäufte, und darauf hin habe er ihr den unheilvollen Streich versetzt. Er war außer sich und ging in den Keller hinab, um seinem traurigen und kummervollen Leben ein Ende zu machen, und da hatte er sich einen Schnitt in den Hals gemacht. Das Beil und das Rasirmesser, mit Blut besudelt, liegen auf dem Tische als Beweisstücke neben einer Fische von weißem Glase, aus welcher die Frau Duvet ihren Branntwein zu trinken pflegte. Duvet hatte, wie gesagt, manchmal auSgerufen: „Ich werde sie umbringen!" Das Gericht hatte in diesen Worten ein sicheres Anzeichen des Vor- bedachtes wahrzunehmen geglaubt. Auch die Untersuchung hatte einige Belastungsmomente in diesem Sinne gesammelt und so erschien also Georg Duvet unter der Anklage des Mordes vor dem Kriegsgericht. Aber die mündlichen Verhandlungen haben den erschwerenden Charakter des Vorbedachtes beseitigt und der Staats- anwalt selbst, von Herrn Städel vertreten, hat verlangt, daß das Kriegsgericht, welches nicht competent ist, um über die unabsichtliche Tödtung zu urtheilen, den Angeklagten vor die zuständige Jurisdiction verweise. Herr Schutzeuberger, der Vertheiviger des Angeklagten, hat sich den Anträgen des Staatsanwaltes angeschloffen, welche vom Gerichte angenommen wurden. Demnach wird Georg Duvet seine That vor dem Schwurgerichte zu verantworten haben. (Straßb. Wchbl.) Mühlhausen, 14. Jan. Die „N. Mühlh. Ztg." schreibt: Unsere Industrie sah noch nie schönere Tage als die gegenwärtigen; Tag und Nacht reichen nicht wehr hin, die eingehenden Bestellungen auszusühren, alle Vorräthe von fertiger Waare sind vergriffen, der letzte Faden ist aus den Magazinen verschwunden. Wären nicht die Verkaussmagazine in der Stadt, man fände bei den Fabrikanten nicht so viel unverkauften Stoff, um eine Robe, eine Sommerjacke oder auch nur ein Kinderhemd daraus zu verfertigen. Größere Fabrikanten bewerkstelligen die Ablieferung über die Grenze mit eigenen Fuhrwerken, die sie sich zu diesem Zwecke angeschafft haben. Täglich gehen große Fuhren nach Belfort und Mümpelgard, für ein einziges Haus sind 50 Pferde in diesem Dienst. Metz. Der Krieg führt immer mehr oder weniger Betrügereien tn mannigfacher Hinsicht mit sich. Unter Anderm hat davon die französische Ostbahngesell- schäft einen kleinen Beweis; es wurden derselben im vergangenen Jahre, d. h. nach der Uebergabe von Mctz, in einem Zeitraum von ungefähr 2—3 Monaten auf der neu in Angriff genommenen Strecke nach Verdun nicht weniger als 200,000 Kilogramm Eisenschienen gestohlen. Da es nun nicht gut thunlich ist, diesen Diebstahl den um Metz bivouakirenden Truppen in die Schuhe zu schieben, so wurden überall Nachforschungen angestellt und fand es sich, baß Vie bedeutendsten Eisen- industriellen von Metz und Ars im Laufe der besagten Zeit mehr oder weniger diese Eiscnparthien angekauft hatten. Es fanden sich noch ungefähr 50 -60,000 Kilogramm vor, der Rest war verarbeitet. Hauptkäufer soll eine in Nancy eta- blirte Gesellschaft sein, und die daran detheiligten Handelsleute bedauern seh-, auf diese Weise vor den Tribunalen erscheinen zu müßen. Der Diebstahl wurde großartig mit 10—12 Fuhrwerken bewerkstelligt und am Hellen lichten Tage. Oesterreich. Wien, 13. Januar. Die „Presse' schreibt: Ganz unverkennbar haben die Feudal-Elerikalen es vorauf abgesehen, gerade jetzt durch eine Kette eklatantester GesetzcSverhöhnungen dem mächtigen Eindrücke der Thronrede und der Reichs- rathSeroffnung auf die Bevölkerung ein Paroli zu bieten. Man braucht ja nur das „Vaterland" und die Czechenblätter zu lesen, um zu begreifen, daß es ganz ernstlich darauf abgesehen ist, der Masse die Richtigkeit des Raisonements einzu- trichtern, der Monarch wartet nur auf den Augenblick, wo er sich seines gegenwärtigen Ministeriums wird entledigen können, daher müssen Fürst Auersperg und seine Collegen ruhig zusehen, wie sie von ihren eigenen B-amten ins Gesicht verhöhnt werden. Dies ist Vie alte Märe von dem vergewaltigten Kaiser, den man aus seiner Zwangslage befreien müsse, wie Herr Greuter sie unter der Linde von Hippach seinen gläubigen Zuhörern gepredigt, tote „Vaterland" und „Politik" sie täglich Wiederkäuen. Wie nun soll es gelingen, Vie irregesuhrte verblmvete Menge von ihren Führern loSzureißen, Vie feuval-clenkalen Streithähne zu isoliren, Vie Polen als Alltirte der Verfassungspartki zu gewinnen, wenn Symptome sich ausdeuten lassen, vaß die Junker am Ende wieder Oberwasser erhalten könnten, und wenn die Regierung sowenig thut, ihnen das Handwerk zu legen? Der Olmützer Erzbischof durchreist feine Diöcese und cassirt ungestraft staatliche Urkunden, tritt ungeahndet die confessionellen Gesetze mit Fußen, indem er die Civilehe aus den Matrikeln streicht. Der BezirkShauptrnann von Melnik bringt einen quasi offi- cicllen Toast auf die Feinde der Verfassung aus. Der Pfarrer von Bruneck ana- thematisirt von der Kanzel alle Leser des Tiroler Amtsblattes. Die Regierung legt solchem Unfuge gegenüber, der schon an Faschingsscherze streift, noch immer die Hände in den Schooß ... und dann will sie sich wundern, wenn der gemeine Mann ven Kopf über die Thronrede schüttelt und sich mit seinem gesunden praktischen Sinne an bas hält, was er mit seinen eigenen Augen sieht. Als Probe, wie die Feudal-Clerikalcn Polemik führen, mag folgende Stelle aus dem „Vaterland" dienen: Dr. Glaser unb fein Freund Ungar, geborene Juden, arbeiten wacker darauf los, daß Vern Ministerium Auersperg der freisinnige Ruhm zu Theil werde, die Kirchengüter conßscirt zu haben; ja, es heißt, Minister Glastr sei wieder mit Benutzung der konfessionslosen Gesetze ins Judenthum zurück- getreten, um uns diese nette Bescherung zu bereiten. Also am Enve ist es doch keine leere Sage, daß die europäische Judenligue, welche einer vollkommenen 93er- schwörung gegen alle europäischen Völker gleichkommt, unlängst an Die Flüssig- wachung eines Kapitals von vielen Millionen gegangen ist, um einen großen Theil des Großgrundbesitzes im österreichischen Kaiserstaat in „koschere" Hände zu bringen? Das ist ja eine recht allerliebste Spekulation! Unsere österreichischen Bahnen haben die Juden zum größten Theil in der Hand, unsere privitegirten Banken sind ebenfalls ihr Territorium. Was bleibt also übrig, als daß sie uns noch den letzten Rest unseres Vermögens nehmen und daß der ReichSrath beschließe, daß wir Unglückliche in den Stand der Leibeigenschaft „Dem au-erwählten Volke Gottes" gegenüber versetzt würden. Gott ver Gerechte, wird das ein Vergnügen ein, wenn die jüvischen Freiherren und Barone und öffentlich auspeitschen lassen! Ich begreife nur Eines nicht, warum nämlich noch kein Gesetz in Vorschlag ge- braeht worden ist, daß in den ReichSrath fortan nur ein „freier" Staatsbürger gewählt werde, der sich auSweisen kann, daß er von „reiner" jüdischer Abkunft unb bis Dato Erzjude ist. WaS haben die Gojim in einer so noblen Körper- chaft zu thun? Ebenso finde ich es höchst unstatthaft, daß man Die durch die o zahlreiche Anwesenheit von Vollblutjuven längst „geheiligte" Stadt Wien noch immer nicht „Neu-Jerusalem" getauft hat. Belgien. Brüssel, 15. Jan. Der „Etoile belge" zufolge haben in mehreren Gruben ves Kohlenbeckens von Charleroi bedeutende Arbeitseinstellungen ftattgefunden. Bis setzt sind keine Unordnungen vorgefallen. Die Direktoren Der Gruben beschlossen, Die Arbeiten so lange, als es nothwenDig erscheine, ruhen zu lassen. Frankreich. Paris, 15. Jan. Valentin, Präsect von Lyon, Der wegen einer willkürlichen Arrestation in eine Geldstrafe von 4000 FrS. verurtheilt wurde, hat feine Entlassung eingereicht. — General Wimpffen ist nach feiner Vernehmung nach Algier zurückgekehrt. , Versailles, 15. Jan. Nationalversammlung. Thters, indem er dem Herzog von Decazes antwortet, sagt, die Handelsverträge könnten umgeänDert werden, ohne daß hierdurch Streitigkeiten entstünden. Die fremden Mächte wüßten, daß unsere Schritte durch die Nothwendigkeit geleitet feien, uns Hülfsquellen zu ver- schaffen. Thiers verlangt Den Schluß Der allgemeinen Berathung; Die Versammlung beschließt Dagegen, Die allgemeine Berathuug morgen fortzusetzen. England. London, 13. Januar. Durch Die Nachlässigkeit einiger Angestellten des indischen Amtes ist ein Schriftstück an die Oeffentlichkeit gerathen, welches offenbar nur für die Augen des Generalgouverneurs von Indien und ves Herzogs von Argyll, unseres indischen Ministers, bestimmt war und, nun veröffentlicht, in Kal- futta, Benares und Gwalior wohl noch zehnmal größeres Anffehen erregen wird, als hi^r in England. Es rührt von Lord Napier, dem Oberbefehlshaber Der britischen Streitmacht in Indien, her und hat den Zweck, durch eine Beschreibung des Zustandes Der indischen Garnisonen Der Ausführung gewisser Beschlüsse Der Regierung entgegenzutreten, wonach die Feldartilleric Der indischen Armee auf Die Hälfte ihrer Stärke vermindert werden soll. Zu einer Zeit, wo jeder militärische Sachverständige Den engen Zusammenhang zwischen einer tüchtigen und zahlreichen Artillerie und einem erfolgreichen Feldzüge einsieht, ist es sehr erklärlich, vaß jene Ansicht ver Regierung auf Widerspruch stößt. Der „©lobe" bekräftigt solchen Widersprach durch Den Hinweis auf Die eingeborenen Fürsten, welche in aller Stille ihre Artillerie zu verstärken suchen. Ein MahrattewHäuptling hatte sogar eine geheime Geschützgießerei eingerichtet, Die mit Dampf betrieben ward. Augenscheinlich sieht Lord Napier einem neuen großen Kampfe in Indien entgegen, während die 'englische Regierung ihre Augen schließt, um nur wieder mit einem wohlgefälligen Budget vor's Land zu treten. „So steht es und bevor, sagt das konservative Blatt, vaß wir vier oder fünf Jahre lang einen blühenven indischen Staatshaushalt haben mögen, um Dann Durch einen plötzlichen vulkanischen Ausbruch in Schrecken gesetzt zu merDen. Aber Die Knauserei über Alles, wenn sie auch Darin auslaufen sollte, vaß Indien und alles Vermögen, das wir in das Land gesteckt hoben, Dem ersten besten Manne zufällt, Der mit einer Armee hinter feinem Rücken unser Besitzrecht anzufechten Den Muth hat!" Nicht nur in Der konservativen, fonDern auch in einem großen Theile der liberalen Partei herrscht großes Mißvergnügen über Die übertriebene Sparsamkeitspolitik Der Regierung. Amerika. Newyork, 10. Januar. Wenn es in Deutschland noch Leute gibt, die sich aus politischer Unzufriedenheit nach Den Vereinigten Staaten als Dem Hort Der Freiheit sehnen, so mögen sich dieselben ein Gesetz ansehen, welches der Senat ves freien Staates Illinois eben angenommen hat. Dasselbe bekundet einen Sieg der Entholtfarnkeitspartei, besser Waffermucker genannt, und umfaßt u. A folgende Bestimmungen: §. 4. Wer durch Den Verkauf geistiger Getränke, gleichviel ob mit oder ohne Concefsion, dazu Veranlassung gibt, daß sich Jemand berauscht, ist Demjenigen, Der den Berauschten in Obhut nimmt, für eine angemiffene Entschädigung haftbar und hat außerdem für jeden Tag solcher Oohut 2 Dollars zu zahlen. 5. Ehegatten, Kinder, Eltern, Vormünder oder Arbeitgeber, welche durch Die Betrunkenheit ihrer Angehörigen an Person, Eigenthum oder Mitteln zum Lcbens- unterhalt Schaden oder Einbuße erleiden, können von demjenigen, der durch den Verkauf geistiger Getränke jene Betrunkenheit veranlaßt hat, Schadenersatz ein- * “««d„ ° 1ua$i (ff. ^^urunn "°ch i»4 „,r 9tmtigt Praftj. Stelle Aortae *' l,i'finnigi ’K Slinift« lutüi, ' >Ü '« ®m«en $fr. Cl[ billig.' ln:i iU dljg. 'WwSi^ni l'wn Santen ^6 noch den schließe, daß ahlten Volke :,n Vergnügen lt'chen lchn! Vorschlag gx. Tlaatrbürgrr «scher Abkunst oblen Körper- tie durch die dt Wien noch hreren Gruben Pfunden. Bis den beschlossen, i. einer willkür- urbe, hat seine ,rnrhmung nach m er dem Herzog leäntert werden, r trügen, daß quellen zu ver- rir Lersavm- len. tu» d» v.t)4 t (inen ,« e- i .» •».*? ' H rr®i”1' =^'7^4 »' ult,6tr (.h tin* IngijMltn te« wtlit« offenbar ti Hnj°z« w« totltM i« ft«*’ :n erregen »irP, >efc61«t)ober ter nie ©efdjrtibung ;t BiM- d» । Art--- «ofrit über niibtiiriW unt »IW. "K itet kräftigt »tlit m m- bitte feget intitQ entgegev, M-r ®it beeer, f«ä' ‘ ‘ mit* a“ W. ea« wir in,7 tr»« »inl,r „ Sattel b't'W (t jtigi»““®' 83 Oberhessen 148 1864r Braunschweiger 20 Stadt Florenz 83 Aetien. Frankf. Bank 137 Frankf. Vereins-Kasse 1273/4 Dannst. Bankact. 460 Wien Bankaotien 891 Galizien 263 Oest. Creditact. 3491/? Aetien. 5% östr. F. St. E. B. 414i/2 Lombard. Bahn 2163/4 Ludwigsh.-Bexbach 1973/4 Maxbahn 147 Bayer. Ostbahn 148V2 Rhein-Nahebahn-Act. 39Vz Hess. Ludwigsb.-Act. 185 l/z Geldaorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 10 St. 9 53—55 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankenst. 9 17—18 Engi. Lover. 11 45—47 Kuss. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 24—25 Local-Notizen. Gießen, 17. Januar. Einem hier in Dienst gestandenen Mädchen wurden vor einiger Zeit circa 14 Stück Kleidungsstücke entwendet und wurde die Dlcbm gestern in der Per,on eines Pfleglings der hiesigen Entbindungsanstalt ausfindig gemacht. fInn.n Der Eiaentbüwer des Hauses, in welchem dir geistigen Getränke »erkauft w rden .st in gleichem Muße wie der Wirth für solchen Schaden haftbar Ehe. krauen 'können Schadenersatzklagen in ihrem eigenen Namen (ohne Vorwissen und Zustimmung de« Mannes) eindringen; der im Namen mtnderiahrtger Kinder ei». Ä,agende Schadenersatz wird nach Ermessen de« Gerichtes entweder ihnen selbst oder ihren Vormündern oder nächsten Angehörigen ausgezahlt. Dieses Gesetz ist mit 35 gegen 4 Stimmen im Senate von Illinois an- oenowmen worden: doch bemühen sich insbesondere die Deutschen, welche tn den Vereinigten Staaten die Hitz- des Kampfes gegen Sabdath. und Waff-rmuckeret .„ tragen pflegen, das Repräsentantenhaus des Staates zur Verwerfung de« Gesetze« 1“ bewegen. In einigen Neuenglandstaaten sind ähnliche Verbot. 'N Kraft, nutzen aber ganz und gar nichts; in den Staaten des Westens sträubte sich bt-h-r vte p°rsönftche Freiheit gegen solche Beschränkungen. Nicht mit Unrecht hebt man hervor, daß das Gesetz, sollte e« zur Geltung kommen, ein reAes Feld zu Er- prcssung-n bieten würde; der Ehemann trinkt fich in einem Wirth-Hause einen swirkiichcn oder stmulirten) Rausch an und die würdige Ehehaifte klagt gegen den Wirth aus die „angemessene Entschädigung". In einer großen Stadt, wie j. B. Ehicago, könnte dieser Erwerbszweig mit Erfolg aus längere Dauer betrieben werden. Prioritäten. 3°/0 öster. Stsb.-Prior. 60!/4 3% öst. s. Lombard 843/4 3% Livomeser 40 V2 5% Toscaner 64 5% Elisabeth.-Prior. 83 do. II. Emies. 82 Vz Anlehensloo^e. Kurh. 40 Thlr. Loose 68 y2 Nassau 25 fl. 44 4% bayr. Präm.-Anl. 116 Änsbaoher 7 fl. ll3/4 40/0 badische Loose 115 Badische fl. 35 Loose 70 V2 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 373/6 Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätslocse 193 1860r Loose 933/0 BBrsennachrichten. 16. Januar 1872. Preuss. 41/2 % Oblig. 102 Frankf. 31/2% Obi. 883/e Nass. 41/2 0/0 Obi. 995/8 Kurhess. 4% r 93 V2 Gr. Hess. 5% Obi. 102 Va „ n 4O/o „ 97 Vs „ „ 31/2% " 92 Bayer. 5% „ 1003/4 , 4Vs 0/n 1jährige 100 „ 40/0 1jährige 95 Wiirtemb. 4V2% Obi. 100 Baden 4V2% Obi. 0. E. L. 99V2 Oesterr. Silberrente 63Vg „ Papierrente 55 V4 Amerik. Bonds 1881r 1025/8 „ 1882r 96V4 „ n 1885r 96Vg n „ 1887r 983/4 Spanier, neuest. 3% 32 Wechsele | Amsterdam k. 8. 995/g l Augsburg k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 953/4 Brüssel k. 8. 925/g Hamburg k. 8. 87V8 Leipzig k. 8. 104V8 London k. 8. 1173/4 Lyon k. 8. 92'/g Paris k. 8. 92 V8 Wien k. 8. 1013/4 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Dis conto 4 0/o Annoncen - Bureau von Tb. Dietrich & Comp. I in Cassel. Porto- 11. spefenfteie^esörgunz von Inseraten 1 in sämmtliche Zeitungen des In- und Auslandes zu Öriginal-Zeitungspreisen. (Zeitungsverzeichniss auf Verlangen gratis und franco.) Vjqgp Bei grösseren Aufträgen angemessenen Kabatt, Börsenberichte. Frankfurt a. M., 16. Jan. Die stürmische Hausse von gestern fand an den auswaril- aen Börlen nicht die entsprechende Unterstützung und besonders warmes B"Un welches am we testen gegen uns zurückgeblieben ist. Hieraufhin roatui «alurgematz heute die Course bet und wesentlich niederer alS^ gestern. Am festesten verkehrten Wiener Bankaktien, die von heute ab »clus. Dividende gehandelt werden, waS eine Differenz von 13 fl. gegen gestern ausmacht. Dle- selben gingen nach der neuen Berechnung heute zu^ 891 um. Staatsbahn bewegten sich von 413-415, Lombarden von 2163/4—217V,, Eredlt 248-®ie‘ Aiim.ldonz-u auf Oregon, und C-Iifornia-Priorität-n sollen s-hr bedeutend fein, so daß wahrscheinlich eine Reduction der subscribirten Betrage emtreten wnd. Handelsberichte. «lnS her Wmiiu Starkenburg. Seit dem 1. Januar l. I. ist bekanntlich das Bestell- aeld von zwei Kreuzern für die durch die Postboten über Land getragenen Briefe m Wegfall gekommen ^Mehrmals hat aber Einsender bereits Briefe erhalten, welche außer der gesetzlichen Marke unnbthigerwesse mit zwei Euckreuzermarken beklebt waren. Auf diesen Ueberflup macht man das briefschreibende Publikum um so mehr aufmerk,am, da solche Marken von der chost a - gestempelt wervln und dem Abs-ud-c nicht Wagenbach. Eichenlohrinden - Versteigerung. | 251) Die diesjährigen Erträge der Eichens lohrinden aus dem Gemeindewalde von Selters mit circa 250—300 Centnern, sowie aus dem Gemeindewalde von Wippenbach mit circa 150 Eentnern, kommen Montag den 29. Januar l. I., Vormittags um 11 Uhr, auf dem Bureau Großherzoglicher Bürgermeisterei Selters zur öffentlichen Versteigerung. Selters und Wippenbach, den 15. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeistereien Selters und Wippenbach. Kraft. Klein. Feilgebotcnes. 255) Geräucherte Lachs- Forellen und Bückinge zum Roheffen empfehlen I. A. Busch Söhne. 223) Kreppet, Fastenbretzeln und sonstige mürbe Backwaaren täglich frisch bei Emil Noll. 254) Heute treffen frische Schellfische ein. Busch Söhne. Cokes für Zimmerheizung sind fortwährend in der Gasfabrik zu haben. 216) Weißkraut und anderes Gemüse, sowie ein guter Holzofen, ist zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. AnMagenkrampf, Verdauungsschwäche rc. re. Leidenden wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wirkende Dr. med. Docclrs'sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exped. d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. Doecks, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (4225) 259) Ein Garten am Nahrungsberg ist zu verkaufen. Näheres bei Flurschütz Völker. 137) Meinen, in der Nähe des Zinßer'- schen, jetzt W en z el's Garten, am Schiffen- berger Wege, ohnweit der Obcrhessischen Eisenbahn gelegenen, mit einem Häuschen versehenen Garten, beabsichtige ich auf mehrere Jahre zu verpachten. Pachtliebhaber wollen sich an I. A. Busch Söhne oder direct an mich wenden. Verwalter Pfeil Wittwe. Eqnronter I. A. ! Großer Ausverkauf! 253) Da ich bis zum 1. März d. I. mein ganzes Lager geräumt haben muß, so verkaufe alle meine Maaren unter'm Fabrikpreise, jedoch nur gegen Baarzahlung. Auswahlsendungen können während des Ausverkaufs nicht stattfinden. Zu zahlreichem Besuche ladet ein: Julius Landauer. 230) Die mittlere Etage unseres Hauses (früher Möhl'- scber Garten) ist abzugshalber zu vermiethen und Anfangs Februar zu beziehen. Auf Verlangen kann auch ein Stall für zwei Pferde abgegeben werden. Kraus grill Koch. 257) Das von Herrn Secretär Dr. Möbius seither bewohnte Logis ist durch dessen Versetzung anderweit zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Sonnenstraße B. 73. 5077) Die untere Etage meines Hauses in der Alicenstraße ist zu vermiethen. G ag u oin. 228) In meinem Hause ist das seither von Frau Kreisrath Schaaf bewohnte Logis vom 1 März 1872 an eine stille Familie zu vermiethen. Carl Wenzel. 133) Ein unmöblirtes, großes freundliches Zimmer, ebener Erde, mit gesondertem Eingang, ist Canzleiberg B- 68 zu vermiethen. 234) Eine junge Frau (Schweizerin) empfiehlt sich im Fein-Stopfen von Tüll, Moll, Spitzen u. s. w- Zu erfragen bei Herrn Kaufmann Plank in der Neustadt. 247) Ein Pensionär sucht Beschäftigung in schriftlichen Arbeiten; auch ertheilt derselbe Unterricht in Elementar-Mathematik. Näheres Selters berg E. 41._______________ 261) Ein Gärtnerbursche, der sich zugleich der Hausarbeit unterzieht, wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 260) Ein geräumiger Keller oder Lagerraum auf dem ^eltersweg oder in dessen Nähe wird zu miethen gesucht. Näheres Selters wcg C. -13. in sämmtL existirende Zeitungen werden zu Original- T i Preisen prompt besorgt. Bei Inserate grösseren Aufträgen Rabatt. Annoncen - Bureau von (4956) Eugen Fort in Leipzig. 236) Ein hoher Säulen-Ofcn zu Steinkohlenfeuerung (für ein Geschästs-Local geeignet) kann gegen einen Kochofen (zu Holz und Braunkohlen) umgetauscht werden. Nä- Vermischte Anzeigen. 232) Der wohlbekannte Herr, welchem am 7. d. Mts., Abends, auf der Mäusburg ein Stamm - Glas zum Halten gegeben wurde, sich aber damit entfernte und selbiges bis jetzt nicht abgeliefert hat, wird hiermit aufgefordert, wenn weitere Schritte vermieden werden sollen, dasselbe in der Röder'schen Wirtschaft abzugeben. heres bei der Exped. d. Bltts._____________ 24) Ein braves Mädchen, im Kochen, sowie in der Hausarbeit gründlich erfahren, wird alsbald oder auf Ostern gesucht. Zu erfragen in Lit. B- Nr- 114._______________ 248) Nr. 67 hat das Uhrgehäuse gewonnen. Blitz, Polizeidiencr. 246) Einige Mädchen finden bei uns dauernde Beschäftigung. Gailische Wollenspinncrei. j Verloren. 230) Sonntag den 7. Januar d. I. wurde auf dem Wege von dem Gartfeld über ben; Asterweg nach der Neuen Anlage ein brau-, ner Pelz-Boa verloren. Der redliche Fin-i der wird gebeten, denselben gegen eine gute! Belohnung bei der Exped. d. Bl. abzugeben.! HAASENSTEIM VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Hamburg, Neuerwall, 50 ; Berlin, Leipzigerstrasse, 46 ; Basel, Steinenberg, 29; Wien, Stadt, Neuer Markt, 11 ; Leipzig, Markt, 17, Königshaus ; Stuttgart, Kronprinzstrasse, 1 B ; Zürich, Elsassergasse, 1 ; St. Gallen, Obere Grabenstrasse, 13; Genf, Plac deu Molard, 2. 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