ÄS "flQ9bt«i7. et„, MLZ «*■ 1««i- riKpjg ^N"nb-r,»M m ©fgenffdnben, a[j. Wr smd bei bti obren 9 h. "s gtlrähtt die M ' aus einfaches Billet.' (4156) s-vowite. rts-Geschchlist. Venyorfi wirb ro !l. Daunemanr. iblr. 90. N. CaKe Li '(Ni Perlon. Kinder urca 2'uf portofreie AnfrW Bremen. 0. Zdriniobt 1870. vrites Abonnement auf , in den Besch eines unt mtzmchme Weis! l'4L«nfioniHH«' »»«SSt n o tn D *1___—•—"77 sfiA ■^TTT^wiirti der ges^ -n von M J .......fejfc J x„hni" ‘ mit' SltK-j LWux? >«• «H^S grr» "guten Herren- unb einer jbmoier W fi fFjMer, We'dgafie^ ^Müller, LöwengA, "^ST^uibennc^’11, 'ri |U «fW» 6(1 $enl , L. Glück, inoforte-Fabrikü'l. rarer Zunge wird flefiü V «rS •oiertelj^Tig 1 jt 12 kr. nit Brlngerlvhn. Durch dis Post di?oM oterteljäbrip 1 ff. 29 fr. Gießener Anzeiger. — ■ / «Lrschemt täglich, mit Ausnahme Sonntags. «Lxpedttion : Canz lei berg, Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt jur den Kreis Kielen. Nr. 217. Montag M 16. September 1872. x ., ■ -... .1-,^^_______—. -mr_________— .. . —--------———— --------------——------------— --------— ’fcsr Einladung jum Abonnement auf den Gietzener Anzeiger. Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 1 fL 12 fr., frei ins Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im IV. Quartal 1872 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben zu 1 fl. pro Quartal. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 27 kr. incl. Postaufschlags. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Damit wir nun in den Stand gesetzt find, die Auflage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Exemplare zu liefern. _________________ Die Redaction. Deutschland. Gießen. Der Geheime Medicinalrath Professor Dr. Wernher und der Medicinalrath Kreisarzt Dr. Stammler haben von Sr. Majestät dem Kaiser und König, als Anerkennung für die im Kriege 1870/71 geleisteten ärztlichen Dienste,' den Königlichen Kronenorden 3. Klasse erhalten. Berlin, 9. Sept. Der Polizeipräsident hat Anordnungen getroffen, daß die Persönlichkeiten der am Abend des Zapfenstreiches verunglückren Personen so schnell als möglich festgeftellt werden. Auch wirb laut Befthls in den Kranken- Häusern nachgefragt, ob dort Verwunrete ober Todte eingelieferr rurben. In düS Obducrivnshaus brachte man bis Sonntag Mittag fünf Männer- und zwei Frauenleichcn, als bei dieser Gelegenheit verunglückt. Die „N. Pr. Z." meldet darüber: „Sieben Menschen sind — so wird berichtet — in dem furchtbaren Gedränge erdrückt worden und ihre Leichen logen gestern im Leichenhause. Vier derselben waren bereits von den Angehörigen recognoscirt: ein Maschinenmeister der schlesischen Bahn, ein Schuhmachermeister mit seiner jungen Schwester und da Gutsbesitzer aus Mecklenburg. Die drei Andern (zwei Männer und eine Frau) waren noch unbekannt. Außerdem wurden nach der Charite und dem katholischen Krankenhause 15 Menschen schwer verletzt gebracht. Der Zudrang der Bevölkerung bei solchen Gelegenheiten ist leider ein so unsinniger, daß man selbst Mütter mit kleinen Kindern, ja, Säuglingen in der Menge fleht, und die Noth ist dann stets eine große, wenn das Anpressen der Muffen beginnt." Die „Volks- Zeitung" schreibt: „Wir erhalten von Augenzeugen Mittheilungen, welche den Anblick der Scenen an der Schloßfreiheit als wahrhaft entsetzlich und schaudererregend darstellen. Die Haltung der Menge wird als eine sehr ruhige und anständige geschildert und die ganze Schuld auf die Polizei geschoben. Die getroffenen Anordnungen zur Absperrung rc. waren, wie es heißt, über alle Begriffe konfus, und als bann später Befehle gegeben würben, Punkte zu räumen, wo ein Weichen des Publikums absolut unmöglich war, verfuhren die Schutzleute, zumal die Reitenden, mit einer so unerhörten Rücksichtslosigkeit, baß Katastrophen, wie sie leider eingetreten, unabwendbar waren." Man wird sich vielleicht erinnern, baß bei einer ähnlichen festlichen Gelegenheit in Lonvon, bei dem Einzuge des Prinzen von Wales, 10. März 1863, nicht geringe Unglücksfälle vorgekommen sind. Zur sachgemäßen Beurtheilung der beklagenswerthen Ereignisse in Berlin dürfte es beitragen, wenn wir hier wiederholen, was unser Londoner Berichterstatter un^ einige Tage nach jener Einzugsfeier schrieb: „Die freudige Genugthuung, daß de, Feftspectakel der letzten Tage ohne Unglück verlaufen sei, ist wic ein angenehmer Traum verflogen. Heute wissen wir aus den Polizeiberrchten, daß in Manchester zwei und in London sieben Menschen am Beleuchtungsabende elendiglich zu Tode gequetscht worben sind, von ein paar Dutzend Knochenbrüchen und anderen Verletzungen gar nicht zu reden. Das ist ein trauriger Nachhall ver Hochzeitsfeste doch darauf muß man jedesmal gefaßt sein, wenn London großen Galatag auf Mer Straße hält, Venn gegen Hunderttausenoe vermag die sorgsamste Polizei wenig, und vorgestern Abeno mögen nicht weniger denn eine Million Menschen aus einem verhältuißmäßig engen Raume belsammen gewesen sein. Ein scheues Pftrd, ein voreiliger Schreckensruf oder ein paar tolle Bursche, die sich gewaltsam durch einen Haufen durchdrängen wollen, da können ein paar Menschen zu Tode gedrückt sein, ehe ihre nächsten Nachbarn eine Ahnung davon Haven. Dagegen vermag menschliche Vorsicht nichts, und baß eie erwähnten Unglücksfälle allesammt innerhalb der City-Grenzen vorgckommen, ist sicherlich nicht sowohl ver Fahrlässigkeit der City-Polizei zuzuschreiben, welche der Metropolitan-Polizei in keiner Beziehung nachsteht, als dem Umstande, daß die City-Straßen Die engsten sind und die Beleuchtung von London Bridge, Bank, Börse und Mansion House die dichtesten Menschenmassen angezogen hatte." Oesterreich. Wien, 12. Sept. Die „Wiener Abendpost" erwähnt die Rückkehr des Kaisers von Berlin, wo derselbe bei Hofe einem höchst auög zeichneten unb überaus herzlichen Empfang und bei der Bevölkerung eine enthusiastische Aufnahme gefunden. Das Blatt schreibt dann weiter: Wenn irgend etwas die freudige Empfindung über das Wredercrscheinen des Kaisers inmitten seiner getreuen Völker zu steigern im Stande wäre, so ist es das von Der öffentlichen Meinung getragene Bewußtsein, daß Die Zusammenkunft der Monarchen einen durchaus friedlichen Character getragen hat und baß der Kaiser seinen Völkern neue und verstärkte Bürgschaften des Friedens von seiner Reise mitbringr als glückliches Unterpfand für die Macht und Ehre Oesterreichs und für feine segensreiche Entwickelung. Prag, 12. Sept. Das deutsch geschriebene Prager Czechenblatt „Politik" !ist tief betrübt ob Der mannigfachen Verluste und anderweitigen großen Ausgaben -d!s Exkönigs von Hannover. Derselbe hat kaum mehr so viel, daß er königlich ileben könne. Daraus folgt der harte Schluß, Daß es mit Dem Welfenfonb schlecht stehen muß. — Das „Vaterland" erzählt folgenden Schmerzensschrei aus Prag: Also ist Sc. Majestät nach Berlin gereist unD an Prag vorbergefahren! Prag, dieses Prag, welches vor sechs Jahren um diese Z it noch das harte Loos einer feindlichen Invasion mit Geduld und Loyalität ertrug, in der festen Hoffnung, es werde ihm doch die Sonne der gerechten Würdigung seiner Verdienste aufgehen: dieses Prag war nicht würdig, das Antlitz seines geliebten Monarchen zu sehen! Für alle die Drangsale erhielten einige seiner Mitbürger hohe Orden, aber das Land hatte nichts davon! Gott möge Diejenigen erleuchten, welche sich bestreben, das Herz des Volkes feinem geliebten Könige zu entfremden! Frankreich. Paris, 10. September. Die heutigen Blätter find wieder mit Briefen uno Artikeln über die Berliner Festlichkeiten angefüllt. An höhnischen Bemerkungen fehlt es natürlich nicht, was man französischen Correspondenten am Ende wohl nicht zu sehr verübeln darf. Gegenstand besonverer Bemerkungen ist der Toast des russischen Kaisers, weil derselbe nur der preußischen und nicht der deutschen Armee gedacht habe. Die Einen finden es unpassend, daß der Ezaar überhaupt einen Toast auf die Armee ausgebracht, die Anderen freuen sich, weil sie darin eine Andeutung erkennen, daß er von der o-utschen Einheit nichts wissen wolle, wodurch sich Die übrigen Deutschen beleidigt fühlen müßten. Das officiöfe Bien Public entschuldigt Den Ezaaren unb sagt, der Kaiser von Oesterreich habe aus d,e Gesundheit oer preußischen Königsfamilie getrunken, und nach den militärischen Festen hätte der Czaar nicht anbers als der Armee seine Huldigung barbringeu können. „Was werden aber" — fügt bas Thier'sche Blatt hinzu — „bie Bayern und Württemberger sagen, die doch auch am Kriege Theil genommen haben, Die man immer zuerst ins Feuer geschickt hat, um die Truppen zu schonen, auf Deren Gesundheit Der russische Kaiser getrunken hat ?" Diese verleumderische Behauptung, daß man während Des Krieges die Süddeutschen mißbraucht habe, wurde schon öfters von den französischen Blättern vorgebracht. Im Munde des Thiers',chen Leiborgans ist bieselve jedenfalls ernsthaft, da sie zur Genüge darthut, daß Der Präsident bei feinen Planen grade so wie Napoleon III. es auch so unkluger Weise gethan, auf Die deutsche Uneinigkett rechnet, und baß er auch vom Wahn befangen ist, daß es Deutsche gebe, die sich unter das französische Joch schmiegen wollen. • Italien. Nom, 5. Sept. Nachdem noch vor einigen Tagen der hier cls officiell angesehene „Soir" neue Liebe und Freundschaft mit Italien gepredigt, allerdings in einem Tone, der nicht nüchterner unb frostiger hatte sein können, kommt jetzt der hinkende Bote mit einer neuen Märe, die alle Luftschlösser unserer Franzosenfreunde gründlich zerstören muß. Es bestätigt sich bie bei ihrem ersten Auftauchen für unglaublich gehaltene Nachricht in allen Theilen, baß Frankreich den auf seinem Gebiete gelegenen Theil des Tunnels durch Den Mont Cenis mit nicht weniger als zehn Minenkammern zu garniren beabsichtigt und schon Hanb ans Werk gelegt hatte, als die oberitalienische Eisenbahngesellschaft sich ins Mürel Weeheel. 8. 977/6 k. 8. k. k. 100 104V, 175Ve 93 87Vr 105 118i/4 Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paria Wien ditto ditto Disconto A eilen. Frankf. Bank 145 Frankf. Vereins-Kasse 1563/s Barmst. Bankact. 516 Wien Bankactien 941 Oest. Oreditact. 3611/j Galizien 256V, k. 8. — k. 8. S21/4 k. 8. 1071/g m. 8. 1073/8 1. 8. IO71/4 4 0/o legte und einen kleinen Aufschub erzielte. Durch den „Fanfulla" erfahren wir außerdem, daß diese künstlichen Vulkane nicht mit gewöhnlichem Sprengpulver, sondern mit dem viel eleganteren Zerstörung-mittel des Dynamit gespeist werden sollen. Es wäre nicht leicht, den Eindruck zu beschreiben, den diese Kunde hier int ganzen Lande hervorgerufcn hat. Die officielle „Opinione", ein Muster von diplomatischer Vorsicht, beobachtet in ihrem ersten Bericht über den Vorfall einen ungewöhnlich komischen Lakonismus: „Frankreich, sagt sie, hat unserer Regierung Erklärungen bezüglich der Minenkammern am Freju- gegeben. Der Hauptgrund wäre, daß es eine von allen Regierungen für Brücken und Tunnels angewendete Vorsichtsmaßregel sei. Wir glauben, baß unser Kriegsminister, in Anerkennung de- Werthes einer solchen Erklärung, die Absicht hat, gleichzeitig mit Frankreich an der italienischen Seite auch Minenkammern anzulegen." Diese trockene Ironie ist da- Beste, was die „Opinione" seit Jahr und Tag geleistet. Schärfer geht die „Italic" ins Zeug, offenbar aus Aerger über diesen Stoß, den ihre fron* zosenfreundliche Tendenz erfahren hat. Sie meint, Frankreich sei materiell ganz in seinem Rechte, aber es habe doch keine Ursache gehabt, eine in der Form so verletzende Vorsichtsmaßregel anzuwenden. Da- könne nur die Wirkung haben, daß Italien sich andere gr ünde zu erwerben suche. Ob vielleicht Frankreich sich mittel- so angenehmer Ueberraschungen seine zukünftigen Allianzen sichern wolle? Die Ausführung dieser Minen würde doch ein vollständiger Vandalismus sein. Zu einem rein strategischen Zwecke würde ein Fort, ober im schlimmsten Falle eine einzige kleine Mine genügen, die nicht mehr zerstöre, als man in Zeit von zwei oder drei Monaten wieder Herstellen kann. Aber sehr große Minenkammern mit Dynamit könnten vielleicht genügen, das ganze herrliche Werk für alle Zeiten zu vernichten. Da- könne doch unmöglich die Absicht Frankreichs sein. Ucber diesen letzteren Punkt ließe sich noch Manches sagen. Die Vollendung des großen Tunnels, in welcher alle Welt einen glänzenden Triumph der modernen Wissenschaft und Arbeit erblickt, ist in Frankreich mit sehr getheilten Gesühlen, ja, mit unverhohlenem Aerger und offen eingestandener Eifersucht ausgenommen worden. Die Gesellschaft der Südbahnen hat bi- jetzt durch allerlei Chicanen Italien um die ersehnten Früchte seiner Werke gebracht. Die Frachtgüter müssen aus der westlichen Schweiz und aus Frankreich vielfach noch per Achse nach Italien befördert werden. Die zehn Minenkammern, welche das französische Genie anlegen will, zeigen, wie sehr auch die französische Regierung von diesen Tendenzen der französischen Gesellschaft beherrscht wird. Es ist das weiter nichts als eine neue und höchst thörichte Aeußerung jener Politik de- impotenten greisenhaften Aergers, dem wir so vielfach in dem geschlagenen Lande begegnen. Eins wird allerdings durch dieses vandalifche Unternehmen erreicht. Dasselbe wird Eclat machen. Frankreich muß aber irgend eine Gloire haben, und wäre es auch nur eine herostratische. Rom. Da-Verhältniß zwischen Frankreich und Italien trübt sich mehr und mehr. Zu dem Streite über bas Klostergesetz und die Mobification de-Handelsvertrag- kam in den letzten Tagen ein neuer, welcher geeignet ist, dem ohnehin täglich kleiner werdenden Rest französischer Sympathien in Italien vollend- ein Ende zu machen. Man erinnert sich dort noch recht wohl der Reden, welche die französischen Minister Remusat und Lefranc bei der Einweihung der Frejusgallerie am Mont-Cenis'Tunnel gehalten haben, wie dieser neue Verkchrweg ein Pfand de- Friedens und der Freundschaft zwischen den beiden Nachbarvölkern sein und bleiben solle. Um so schlechter ist man aber auch auf die Thaten zu sprechen, welche die französische Regierung diesen schönen Worten hat folgen lassen. Hatten schon die schutzzollnerischen Neigungen des Herrn Thiers allmälig die Mißstimmung gegen Frankreich in immer weitere Kreise getragen, so wurde durch die Nachricht, baß man in Versailles den Befehl gegeben habe, aus strategischen Rücksichten die Frejusgallerie zu untermtniren, dem Faß vollends der Boden ausgeschlagen. Die gesammte öffentliche Meinung in Italien erhob sich wie ein Mann gegen dies Vorgehen und erblickte in der Absicht, den großartigen Bau, welcher der Stolz beider Länder ist, gegebenen Falls auf den Wink eines französischen Generals in die Luft zu sprengen, nicht nur eine Barbarei, da die Vertheidigung des Frejus- paffes auch durch ein entsprechendes Fort möglich fei, sondern zugleich eine direkte Bedrohung Italiens. Diplomatische Verhandlungen folgten; Italien bat um Aufklärungen, und erhielt auch, nicht freilich ohne daß man zuerst in Versailles kühl erklärt hätte, Frankreich könne auf seinem Boden thun, was es wolle, schließlich die Genugthuung, daß der Befehl zur Einstellung der kaum begonnenen Ar- beiten ertheilt wurde. Der einmal angefachte Funke mißtrauischer Abneigung gegen das Nachbarland aber wird trotzdem im Stillen fortglimmen und nur durch eine vollständige Aenderung des französischen Betragens nach und nach gelöscht werden können. Vorsichtsmaßregeln, vier Eholerafälle mit tödtlichem Erfolge angemeldet worden sind. Doch mag der Gesundheitszustand fein wie er wolle, die hohe Politik geht herzlos ihren Weg, und die Russen, deren Ezar in Berlin als Friedensstifter erscheint, lassen sich trotzdem einige kleine Eroberungen nebenbei schon gern gefallen. In Kabul sind Nachrichten von einem Zusammenstoß der Russen unb Aakub Bey, dem Atalik Ghazi vonJarkunv, eingetroffen. Die Russen haben zwei ihm gehörige Städte genommen. Inzwischen ist der Gesandte von Khiwa an den Vicekönig in Rawul Pinda angekommen und will dort einige Tage auöruhen. In der That aber fragt es sich, ob er überhaupt weiter gehen wird. Aus Japan wird unter dem 5. Juli gemeldet, daß seit einiger Zeit schon die Frage, ob das ganze Land den Ausländern geöffnet werden solle, Gegenstand der Erwägungen der höchsten Behörden gewesen sei. Es ist nunmehr festgesetzt, daß vor der Abreise de- Mikado's nach Europa allen Europäern, die mit Consularpäffen versehen sind, freier Zugang zu allen Theilen des Lande- gestattet werde. Die guten Theepreise während der letzten zwei Jahre haben der Thee- cultur einen bedeutenden Aufschwung gegeben. Anstrengungen werden gemacht, um die Production weiter auszudehnen, und schon jetzt werben vielfach schöne Partieen Thee au- Gegenden angeboten, welche bisher nicht mit unter die Striche gerechnet wurden, in welchen die Theepflanze angebaut wird. Da e- ungefähr 5 Jahre erfordert, eine Theepflanzung zur vollen Culturentwicklung zu bringen, so waren bisher diese Zufuhren nur gering. Allein im Laufe der nächsten zwei Jahre dürften wiederum zwei bis drei Namen zu den Thee bauenden Provinzen kommen, welche sich bereit- auf dem Markte in Jokohama Anerkennung verschafft haben. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 13. September. Wahrend gestern, wie berichtet, der Geldstand leichter war, gestaltete sich derselbe heute wieder knapper, wodurch natürlich daS Geschäft in Spielpapieren gleich wieder ermattete. Jndeß kann doch jetzt schon die Liquidation als beendet angesehen werden, da sich Jedermann beeilte, ins Reine zu kommen. So lange aber Geld nicht wieder flüssiger geworden, ist an einen Aufschwung deS Geschäfts nicht zu denken und die viel- gehoffte September-Hausse dürfte wohl noch etwas auf sich warten lassen. Von den Haupt- speculationSeffecten litten heute namentlich Creditactien unter großer Mattigkeit, und auch Staats- bahnactien gaben nach. Banken hielten sich fest, das Geschäft blieb aber nur auf einzelne beschränkt, wie Brüsseler, Schlesier, Gffectenbank, Amsterdamer und Handelsgesellschaft. Antwerpener offerirt.' Pfälzer ziemlich beliebt. Von Bahnactien fanden nur Elisabeth und Oberheffeu Beachtung, während Buschterader wichen. In Prioritäten fanden nur einzelne geringe Umsätze statt. Von Loosen waren Raab-Grazer in einigem Verkehr. Süddeutsche Fonds begehrt und gut bezahlt. Oesterreichische Renten flau. Amerikaner eher weichend. Von Frankfurt a. M. direct mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In- und Auslandes. Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Hudolph Mosse, Annoncen-Expedition 45 Seif, Frankfurt a. M. Keif 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg, Zürich, Straßburg, Breslau, Halle a. d. S-, Leipzig, Stuttgart, Prag. Alleinige Inseraten - Pacht : „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch", „Figaro." 8. 8. 8. 8. 8. deldsorten. C. kr. Pr.Friedrdor 9 571/,—58 V, Pistolen . . 9 40-42 „ doppelte 9 40—42 Holl.fi. 108t 9 53-55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 20—21 Engi. Bover. 11 48—50 Buss. Imper. 9 42—44 Dollar In Gold 2 25—26 England. London, 9. September. Wenn das Genfer Schiedsgericht seinen 22 Begehungen, welche sich über 56 Tage ersteecktcn, noch die eine Schlußsitzung hin- zugesügt haben wird, ist Oie Alabamafrage endlich aus der Welt geschafft. Die amerikanische Anklage vor dem Tribunal lautete bekanntlich dahin, daß England die drei nachträglich im Washingtoner Vertrage aufgestellten allgemeinen Grund- sätze verletzt und auch seine Nationalitätspflicht in Bezug auf zwanzig Fahrzeuge, die als Kapersahrzeuge aus englischen Häsen ausgelaufen oder mit englischen Waffen und Mannschaften ausgerüstet worben seien. Dem Vernehmen nach ist in drei Fällen, welche die Florida, Alabama und Shenandoah betreffen, das Urtheil der Schiedrichter gegen England ausgefallen und nachdem sie die Hauptfrage erledigt, den Vereinigten Staaten eine Entschädigung von ungefähr drei Millionen zuerkannt worden. Das Gefühl, mit welchem diese Nachricht hier aufgenommen wird, ist im Ganzen ein Gefühl der Erleichterung, wenn auch Manchem im ersten Augenblicke die Entschädigungssumme von drei Millionen L. schwer aufs Herz fallt. Der erste Gedanke ist in solchen Fällen bei dem britischen Steuerzahler ein Be- sorgniß vor einem Zuschlag zur Einkommensteuer; allein tm vorliegenden Falle erhält die Sorge ein Gegengewicht in dem Bewußtsein, daß dieses Finanzjahr einen Überschuß von etwa drei Millionen verspricht. Diese Erwägungen finden denn auch in den Betrachtungen der Blätter Ausdruck, welche in mehr ober weniger entschiedener Weise dem heutigen Ministerium das Wort zu reden pflegen. Asien. Der gefährliche Feind, genannt Cholera, der Europa bedroht,richtet in Indien bereits verhängnißvolle Verheerungen an. Im Penvschab, einigen Theilen Bengalens und Den Nordwest-Provinzen dauert die Epidemie bereits eine längere Zeit, während in Dugfhaie trotz der von Civil- und Polizeibehörden getroffenen BörseiinachrlchteB. 14. September 1872. Preuss. 41/3% ObUg. 103 Frankf. 31/3°/q Obi. 871/3 Nass. 41/3% Obi. 993/4 Kurhess. 4% „ 943/g Gr. Hess. 5% Obi. 90i/4 » , 4% » »Öl/» „ 3i/8% » 93 Bayer. 5% „ 1005/s „ 41/2 0/0 1jährige — „ 4O/o 1jährige — Würtemb. 41/3% ObL 99% Baden 41/3% Obi. e. E. L. — Oesterr. Silberrente 651/4 „ Papierrente 61 Spanier, neuest. 3% 30 Amerik. Bonds 1881r 993/g _ n 1882r 963/g _ „ 1885r 971/4 , , 1887r 967/e Vermischtes. Darmstadt, 12. Sept. Ein fremder Herr, welcher sich seit längerer Zeit hier aufhält, wurde gestern unweit deS Feuen Friedhofs von einem verdächtig aussehenden Individuum hinterrücks überfallen und erhielt mit einem Stocke einen gewaltigen Schlag auf den Kopf, der ihn betäubt zur Erde warf. Offenbar hatte der Verbrecher, als welchen man den Raubmörder Vülcker vermuthet, einen Beraubungsversuch beabsichtigt, an dessen Ausführung er nur durch eine unerwartet herbeigeetlte Hilfe, welche ihn nöthigte, die Flucht zu ergreifen, gehindert wurde. AHien. 50/g östr. F. St. E. B. 357 Lombard. Bahn 229 “ Ladwigeh.-Bexbach 203 Maxbahn 146 Bayer. Ostbahn 136 Rhein-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Aot. — Oberhessen „ 811/z Prioritäten. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 58% 30/0 öst. s. Lombard 515/e 30/0 Livomeser 391/4 5% Toscaner 615/a 5% Elisabeth.-Prior. 851/3 do. II. Emiss. —__________ ~ Anlehenaloone« Darmstädter fl.50Loose 200 „ »25 „ 551/4 Kurh. 40 Thlr. Loose 72 Nassau 25 fi. 46 Braunschweiger 22 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 38‘/2 40/0 bayr. Präm.-Anh 111% 40/0 badische Loose 110 Badische fi 35 Loose 70 Oestr. fi. 250 v. 1854 —• 1858r Prioritätslooeie — 1860r Loose 955/s 1864r „ — EB | Akchte Brutmielieh aus dem Extracte der von Professor C. Thedo entdeckten Pflanze Onionar bestehend, befördert den _ f Bartwuchs auf unglaubliche Weise und erzeugt schon W ™ bei ganz jungen Leuten einen vollen und kräftigen Preis pr. Flacon mit Gebrauchsanweisung fl. 1.45 fr. Depüt bei CH. Oppermann in Gießen. General - Depüt bei G- L- Neuling's Nachf. in ______Frankfurt a. 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Reinschmeckendes Schweineschmalz, pr. Pfund 24 kr. Besondere Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Heber weitere Sorten Bordeaux - Weine,' Champagner und Spirituosen geben wir Preiscourante und finden sich die Engros-greife ab Bordeaux verzeichnet. Für Weinhändler empfehlen sich ganz besonders 2 Sorten rother Bordeaux, pr. Tonneaux = 4 Oxhoft oder 1200 Bordeaux - Flaschen zu 5 und 600 Francs ab Bordeaux. Gießen, im September 1872. . Nachm. 7* 1115. Abends. * bedeutet Eilzug. NB. Sämmlliche Züge der Cöln-Gießener Bahn haben Anschluß an die Nassauische Eisenbahn via Wetzlar und vice versa. O berhessisch e Elsen da hnen. Abfahrten von Gießen nach: Fulda5 9.Vorm. 1230. Nachm.7'5*.745.Abds. Gelnhausen55.8. Vorm-12. Mitt-53« Nachm. Ankunft in Gießen von: Fulda 65°. 825*. Vorm. 2i5. 420. Nachm. 10'0. Adends. Gelnhausen IO3'. Vorm. 23«. Nachm. 7'0 Abds idda 635. IO35. Vorm. 2:-°. Nachm. 75o. Abds. * bedeutet Eilzug. I Stehende Grschäftsanzeigen, z die sich den Geschäftsfirmen aller s Branchen, Patentinhabern, Aerzten, $ Lehrern, Agenten, Importeuren rc. < als äußerst nützlich, ja unentbehrlich er- ß wiesen haben, in den gelesensten Jour- 1 nalen des In- und Auslandes unter den J günstigsten Bedingungen zur Insertion zu bringen, erbietet sich die mit dem 8 Vertrauen der Geschäftswelt im reichsten I Maaße beehrte g AiiBoncen-Expedition von (5. £ aubr x\- Comp. | in Frankfurt a. M., München, Nürn- | berg, Augsburg, Würzburg, Stutt- | gart, Hamburg, Brüssel und Bern. | Complete Zeituugg - Cataloge | gratis und franco Lebcnsvcrsichenmgs- und Ersparniss-Bank in Stuttgart Stand der Versicherung?n pr. Ende August Dl,795 Policen mit . . fl. 40,400,000 Neuer Zugang im Laufe d. I. 1900 Anträge mit.......fl. 4,200,000. Versicherungsfonds ca.................fl. 7,300,000. Jahres-Einnahme an Prämien und Zinsen ca fl. 1,700,000. Dividendenfonds in oiefem und den nächsten 4 Jahren zur Vertheilung kommend.........’...........fl. 1,487,879. Aller Gewinn fließt ausschließlich den Versicherten zu und kommt s. Z. au der Prämie in Abzug. Die bisher erzielte Durchschnitts - Dividende erreicht 38 Pro cent der Prämie, wodurch sich die jährliche Netto-Prämie für eine Versicherung auf Lebenszeit von fl. IOÖO. — auf den mäßigen Betrag von fl. 14. fl. 15i,-'i. fl- 17. fl. 20. fl. 241/4. fl. 30. z. B- für eine 23- 30= 35- 40= 45- 50-jübrige Person reduciri- Nach neuerer Einrichtung ist für die ersten 5 Jahre der Versicherung bis zum Flüssigwerden der Div'dende eine wesentlich ermäßigte Prämienzahlung zulässig. — Das Stcrblichkeitsverhältniß ist bis jetzt ein sehr günstiges und für dieses Jahr wiederum ein äußerst günstiger Abschluß zu erwarten. Statuten, Prospekte unentgeltlich bei dem Agenten: (4303) E. Gail in Gießen. s Schiel!fchc Feuer - Verficherungs - Gesellschaft in Breslau. Gegründet und bestätigt im Jahre 1848. Grund Capital . fl. 3,250,000. Einnahme an Prämien und Zinsen im Jahre 1870 ..... „ 1,616,008. 8. Reserve Ende 1870 „ 557,585. 19. Versichertes Capital gegen Feuersgefahr pro 1870 „ 650,706,232. 45. Prämien - Einnahme seit Begründung des Geschäfts .... fl. 24,718,139. 23. Bezahlte Schäden ..... „ 18,232,424. 13. Die Gesellschaft versichert bewegliche und unbewegliche Gegenstände aller Art zu festen und mäßige» Prämien unter liberalen Bedingungen gegen Feuers- und Explosions-Gefahr. Transpört-Bcrsichmmg. — SpiMlglas-Vcrsichcrimg. Prospekte und Antragsformulare werden verabfolgt von der Generaj- Agentur für das Großherzogthum Hessen: F. Gg. Schröder in Darmstadt, sowie von den Herren: Fr. Weihl, Gastwirth in Friedberg, Jean Böck in Gießen, H. I. Hautzcnröder in Herbstein, H. Dietz in Kestrich bei Alsfeld, L. Halberstadt in Münzenberg, B. Stern Sohn in Bellersheim, Lehrer Vogel in Londorf, H. Hohmann in Sellnrod bei Grünberg Pferde- und Fohlen-Markt zu Frankfurt a. M. am 23., 241. und 25. September 1872. 3443) Die vollständig für 400 Pferde hergerichteten neuen prachtvollen Stallungen, umgeben mit schönen Musterplätzen, welche noch durch eine große bedeckte Reitbahn vermehrt wurden, find zur Aufstellung feinerer Pferde bestimmt. am 23 Septbr. nebst Verteilung von Ehrenpreisen tlliy an die Besitzer der besten zu Markt gebrachten Pferde. am 25. Septbr., öffentlich vor Notar und Zeugen von 02 der schönsten Reit- und Wagenpferde, 10 vollständigen vier-, zwei- und einspännigen Equipagen, nebst completen Geschirren, sowie sonstigen Reit- und Fahr-Requisiten im Werth von ca. fl. 70,000, wenn 40,000 Loose vergriffen sind. Anfragen und Bestellungen auf Stallungen, sowie auf Loose, Letztere ä Thlr. 1 (fl- 1 - 45) per Stück, beliebe man franco un den Secretair des unterzeichneten Vereins, Herrn C. Kappel, zu richten, wo auch Uebernehmer einer größeren Anzahl von Loosen die näheren Bedingungen erfahren können. Den Aufträgen für Loose ist der Betrog franco mit deutlicher Angabe der genauen Adresse beizufügen. Falls die Zusendung franco und reconinmnbirt gewünscht wird, sind die erforderliche Marken einzusenden. Auswärtige Theilnehmer, deren Adressen dem Secretariat bekannt sind, werden, falls ihnen ein größerer Gewinn zufällt, davon — soweit thunlich — mittelst Telegramm in Keuntniß gesetzt. Der Vorsitzende des Landwirthschaftlichen Vereins: Dr. Georg Haag. Wohnungs - Veränderung. 4245) Meinen verehrten Knuden zeige hiermit ergebenst an, daß ich meine seitherige Wohnung verlassen habe und jetzt im Hause des Herrn Messerschmied Reinig, Seltersweg C. 47, wohne. I. Zur - Mieden, Schuhmachermeister. fdiiöiuirUjfdjaftlidjc Ausstellung in Mainz, vom 17. bis 22 September l. I. in der neu errichteten Halle auf dem Schloßplaye. Feierliche Eröffnung der Ausstellung Dienstag den 17. September, Morgens 8 Uhr. Preisvertheilung Donnerstag den 19. September, Vormittags 10 Uhr im Ausstellungslokale, dabei Vorführung der prämiirten Thiere. Außer den Ehrenpreisen, welche Se. Kgl. Hoheit der Großherzog, sowie Mitglieder des G r o ß h er z o g li ch en Hauses für die besten Leistungen auf dieser Ausstellung zu bestimmen geruhten, kommen die von der Stadt Mainz und dem Ver- waltungsrattze der Hessischen Ludwigsbahn gegebenen Ehrenpreise, sowie eine größere Zahl Geldpreise, Medaillen und Diplome zur Vertheilung. Schluß der Ausstellung Sonntag den 22. September, Abends 5 Uhr. Verloofung von in der Ausstellung angekauften Gegenständen, als: Vieh, Pflanzen, Garten- und anderen Geräthen, Maschinen rc. rc., Montag den 23. September, Vormittags. — Loose ä 36 Kreuzer sind bei den Agenten und im Ausstellungslokale zu haben. Eintrittspreis 18 kr. Kinder unter 14 Jahren 9 kr. Bei gleichzeitiger Lösung eines Ausstellungsbillets gewährt die Hess. Ludwigsbahn von allen ihren Stationen freie Rückfahrt aus einfaches Billet. Mainz, 4. September 1872. (4156) Das Ausstellnngs - Comitc. Wer eine Annonce in hiesigen oder auswärtigen Blättern veröffentlichen will, erspart Mühe und Portokosten, wenn er damit die Unterzeichneten beauftragt, deren alleiniges und ausschließliches Geschäft es ist, Anzeigen in alle Zeitungen der Welt zum Original-Kostenpreise und ohne Nebenspesen zu befördern. Hasscnstkin & Uoglcr, Frankfurt a. M., große Gallüsftraße 1. Redaction, Druck und Verlag der Brübl'scheu Unü^-Druckerei (Fr. Ehr. Bietsch) in