ns Uhr, r au« Nr. 13 1872. Schubert ♦ tonte II loilüs III rn -11 W. st a rburger e 12 ft. tniree 6ft urtoM Montag den 15. Januar ii. gs tonte (107) ’ S-b^ iichl) n, jetzt '213) Preis vierteljährig 1 ft. 12 fr. mit Vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig l fl. 27 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: C an z lei berg, Lit. B. Nr. 1. Abiturienten der sechs Gymnasien des Landes sich kaum fünf bis sechs der Theo- logie zugewenvet haben, ja daß dieses Mal sich gar kein Abiturient zur Theologie entschlossen hat, und die Zahl der Studirenven bis auf 19 gesunken ist. Alles das sind landeskundige Verhältnisse. Der Correspondent der „Neuen Preußischen Zeitung" schiebt aber die Abnahme der Theologie Studirenven der theologischen Facultät in die Schuhe, und prophezeiht mit einer merkwürdigen Verwirrung der Begriffe die Trockenlegung der Facultät und des Predigerseminars in Friedberg, was doch nur Sinn hat, sofern protestantische Jesuiten die Trockenlegung bc* wirken. Wir haben schon oben gezeigt, wie in der juristischen Facultät ohne Veränderung ihrer Mitglieder die Zahl der Studirenven in sieben Jahren von 127 auf 32 gesunken war, und nur klägliche angeblich orthodoxe Beschränktheit könnte die wahren Gründe so ignoriren, ja verdrehen, wie der Correspondent der Aber wir wüßten doch nicht, ob wir nicht dem Correspondenten der „Neuen Preußischen Zeitung" zu viel Ehre anthun, wenn wir ihn einer bloßen (und nur angeblich) orthodoxen Beschränktheit bezüchtigen. Der Mann sagt nicht nur die Unwahrheit, indem er die Zahl der Studirenven noch geringer angibt, als sie ist, sondern er fügt hinzu, daß „dem Vernehmen nach (?) von obigen 16 zwölf mit nächstem Curs Gießen verlassen und nach Tübingen oder Erlangen gehen werden". Wer steht nicht hier eine tendenziöse Verdächtigung? Und ist es ein Wunder, wenn solche Auslassungen die „Darmstädter kirchlich Gesinnten" in Verruf bringen? Und einer solchen Secte von Correspondenten öffnet die „Neue Preußische Zeitung" ihre Spalten? (F-3-) Darmstadt, 13. Jan. Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Ludwig mit den Durchlauchtigsten Kindern, sowie S. K. H. der Herzog von Edinburg sind hnite mit der Königs. Zlacht Victoria and Albert in Antwerpen angekommen. Die Höchsten Herrschaften reisten alsbald mit der Eisenbahn nach Brüssel, wo Höchst- dieselben einige Tage verweilen werden. Offenbach. Die hiesigen Hutfabrikanten haben, einer beabsichtigten Arbeitseinstellung ihrer Arbeiter zuvorkommend, schon in voriger Woche ihre Fabriken geschlossen. Bis jetzt ist eine Verständigung nicht zu Stande gekommen und haben deshalb alle ledigen Arbeiter ihre Papiere verlangt, um von hier abzu- reisen. Berlin, 12. Jan. Das Oberkommando der Occupationsarmee in Frank, reich ist aus Grund allerhöchster Ermächtigung veranlaßt worden, die unterstellten Deutschland. Gießen. Den Beispielen anderer Blätter folgend, machen wir die Besitzer der Großh. Hess. 50 fl. und 25 fl. Loose auf den wenig bekannten Art. 21 des Amortisationsgesetzes vom 20. Juli 1858 aufmerksam. Dasselbe bestimmt: „Das Forderungsrecht aus einem Anlehensloose verjährt mit dem Ablauf von zehn Jahren, gerechnet von dem öffentlich verkündigten Tage an, an welchem das LooS auSzu- zahlen ist. Bezüglich der vor der Publikation des gegenwärtrgen Gesetzes fälligen Loose laufen jene Jahre vom 1. September 1858 an." In Folge dieser Bestimmung ist bereits eine nicht unbedeutende Anzahl gezogener Loose vollständig Bestellungen auf den Gießener Anzeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegm genommen. ' $ ^Cn Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben pro I. Quartal zu 1 fl. Bekanntmachung. Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. Diejenigen. Militärpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach §. 20 der Militär-Ersatz-Instruction vom 26. März 1868 (Reg.-Blatt Nr. 21) gestellungspflichtig sind, haben ihre Anmeldung schriftlich, unter Berücksichtigung der §§. 148, 149, 151, 152, 153, 154 und 155 der erwähnten Militär-Ersatz-Jnstruction bis zum 1 F e b r u a r 18 7 2 bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der tm März k. I. stattffndenden Prüfung zu unterziehen beabsichtigen. Der Meldung find beizulegen: a) ein Geburtszeugniß (Taufschein), b) eine beglaubigte Einwilligung des Vaters, oder des Vormundes, c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) von dem Director beziehungsweise Rector der betr. Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute aber von der Polizei-Obrigkeit auszustellen ist. Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften, oder Einreichung des Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfinden. Der Prüfungstermin, sowie das Local, worin dieselbe vorgenommen wird, wird später öffentlich bekannt gemacht werden, eine specielle Einladung erfolgt nicht. Die unterzeichnete Commission macht außerdem auf folgende Bestimmungen ausdrücklich aufmerksam: Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. Februar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienste ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, verbunden. Ausnahmsweise kann der durch die versäumte rechtzeitige Anmeldung verloren gegangene Anspruch durch Entschliesiuna der Ersatzbehörde dritter Jn- stam wieder verliehen werden, bor s^iigtc MttttarpsMyrige noch ".nA an «u.er Loöjuttg ^yesi zu keymcii dörWnM «'«v v.v. Sv../,vöv Numme! Usponibel geblieben ist. In letzterem Falle darf die Vergünstigung indeß nur dann emtreten, wenn der d-ßfallstgc Antrag vor der zweiten Aus- Bebuna, bei welcher der betheiligte Militärpflichtige zu concurriren hat, formirt wird. 9 3' Gauche um Wiederverleihung der durch versäumte rechtzeitige Meldung verloren gegangenen Berechtigung smd an die zuständige Kreis - Ersatz- Commlssimi M nchteii.^ A^-nber 187L Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Pabst. Strecker. M enberger, ,i zMtldungen ^nbtt0er' «Keller. uat I872' werthlos geworden. Aus Oberhessen, 12. Jan. Ein Artikel in der Beilage* zu Nr. 2 der ........ ,, ,o.......... ... -------- , „Neuen Preußischen (Kreuz-) Zeitung" zeigt nicht nur, welches Geistes Kinder „Neuen Preu ischen Zeitung" thut, um die theologische Facultät zu verungümpfen. die Darmstädter kirchlichen Eiferer sind, sondern charakteristrt auch treffli^ den Correspondenten der „Neuen Preußischen Zeitung". Jeder verständige Mensch weiß, doß bei kleinen Universitäten, welae auf die Inländer angewlffen sind, Studium und Zahl der Studirenven zumeist von der Frage abhangt, welches Studium eine frühere und bessere Versorgung hoffen lasse. So zählte die juristische Facultät in Gießen im Sommer 1852 laut Ausweis des Personalbestandes Studirenve, und dieselbe Facultät genau mit denselben Mitgliedern (Birnbaum, Jhering, Wasserschleben, Deuter) sieben Jahre später, 1859, nur 32, weil es an Versetzung für die Juristen fehlte. Nun weiß jedes Kind im Großherzogthum Hessen, daß und wie sehr die Candtdaten der Theologie über ihre ganzen -öer hältnisse klagen, daß sie 10—12, ja 14 Jahre als Vicare umhergeworfen worden sind, daß viele Stellen nicht besetzt wurden (noch nicht werden?), um mit ben Einkünften der Pfarrei während der Vacanz die Gebäude zu bessern re., daß dur p die vielen Präsentationsstellen jüngere Candivaten vorgezogen und die altern, welche keine Connexionen haben, zurückgestellt werden, daß die armen Candivaten, wenn sie nach 10—12 —14jährigem Harren endlich definitiv angestellt werden, in einem Alter von 36—40 Jahren meist nur eine Stelle mit 600—700 fl. erhalten, daß deshalb die Zahl der Theologiestudirenden schon seit einer Reihe von Jahren abgenommen hat, ja daß (um dieser Verhältnisse willen) Niemand im Großherzogthum Hessen so zu sagen mehr Theologie studiren mag, weil jeder andere Stand schnellere und bessere Versorgung bietet, daß es aber trotz alledem noch immer Candivaten von 36—40 Jahren gibt, die auf Anstellung war’ti. So ist es gekommen, daß schon seit einer Reihe von Jahren von sammtltchen Divisionen dahin mit Anweisung zu versehen, daß bei bevorstehenden Ablösungen älterer Mannschaften der OccupationSarmee thunlichst den Verhälttnssen derjenigen Mannschaften Rechnung getrogen werde, welche bereits vor dem 1. Oktober 1870 zur Erfüllung ihrer aktiven Miiitärpflicht als einjährige Freiwillige angetreten sind. Für die nach dem 1. Oktober 1870 eingetretenen Mannschaften ist weitere Bestimmung noch Vorbehalten worden. Berlin, 13. Jan. Die „Kreuz'Zeitung" erklärt, daß die Mlltye.lungen der hiesigen Presse über den angeblich schon erfolgten Rücktritt.deS Cultu-mmlsters v Mühler wesentlich Vermuthungen seien; die Angelegenheit befinde sich noch in einem Stadium, daß sich die Details der öffentlichen Kenntniß und Besprechung entzögen. Schweiz. Bern 13. Jan. Dem Wunsche der deutschen Regierung entsprechend, hat der Bande/rath die Anordnung getroffen, daß der schweizerisch-deutsche Handels- und Zollvertrag, sowie der Vertrag zum Schutze des geistigen EigenthumS von 1869 auch auf Elsaß-Lothringen Anwendung finden sollen. Belgien. Brüssel, 13. Jan. Die Wahl Rouher'S in Corsica ist sicher. — Picard hat nach einer Konferenz mit Thiers erklärt, er wolle nicht mehr auf den Posten in Brüssel zurückkehren. Frankreich. Paris, 9. Jan. Sechstes Kriegsgericht von Versailles. Verhandlung gegen die Mörder der Geistlichen. Sitzung vom 8. Januar. Auf die Verlesung des Anklage - Actes, den wir schon gegeben, folgt das Verhör der Angeklagten. Francois, welcher bas Ansehen eines friedlichen Bourgeois hat und bei aller Ruhe, die er offectirt, feine Lage in ihrer ganzen Schwere zu erkennen scheint, leugnet, bei der Erschießung der Geißeln betheiligt gewesen zu sein. Am 24. Mai will er die Kanzlei nicht verlassen haben und allein, nicht aber, wie ein Zeuge behauptet, mit Ferr6 gefrühstückt haben. Die Weisung, sechs Geißeln zu erschießen, habe deren nur zwei namhaft gemacht. Er habe protestiren wollen, aber bald das Unnütze jeder Einmischung cingesehen. Er weiß auch nicht, wie die übrigen Geißeln aus den Gefangenen ausgesucht wurden, leugnet aber, an diesem Tage, wie auch sonst, betrunken gewesen zu sein. Auf die Anschuldigung, aus der Zelle des Erzbischofs religiöse Gegenstände und eine Summe von 20,000 Fr. gestohlen zu haben, erwidert Francois, daß er davon weder etwas genommen noch gesehen habe. Nach der Hinrichtung habe er sich in sein Zimmer zurückgezogen. Daß die Namen der Geißeln vom 21. Mai ob nicht mehr in das Gefängnißregister eingetragen wurden, führt er auf eine Nachlässigkeit des von der Commune ernannten Registrators zurück, für die er nichts könne. Aufgefordert, einen Bericht über den Verlauf des 24. Mai zu geben, erzählt Francois das Bekannte: er habe Weisung erhalten, gehorchen müssen und weiter keinen Theil an der Hin- richtung genommen. Zweimal habe er versucht, sich derselben zu widersetzen, und besaß auch im Gefängnisse keine bewaffnete Macht, die ihm dies ernstlich gestattet hätte. Er erkennt unter den Mitangeklagten keinen der betheiligten National- ▼ — , < . ■ v.v Mnauiuöiu< i/IVBfflin, VCF VtyuupiCl, ganz einflußlos im Gefängniß gewesen zu fein, und sich darauf beruft, baß jeder Widerstand seinerseits unnütz gewesen wäre, indem er an den Säbelhieb erinnert, den er erhalten, als er nicht schnell genug die Geißeln zu holen bereit war. Auch er will der Hinrichtung nicht betgewohnt haben. Nach derselben habe er jedoch mit dem Unter - Registrator von La Roquette und dem von Petite - Roquette die Leichname recognoscirt und ihre Werthsachen in ein rothes Tuch gelegt, das in ein Zimmer des Gefängnißdirectors getragen worden sei. Francois behauptet, daß man diese Gegenstände unter ein Ruhebett gethan, dessen er sich nur bei Tage bediente. Um die Werthsachen habe er sich nicht gekümmert; am nächsten Tage sei ihm gesagt worden, daß man dieselben verbrannt habe. Romain bestätigt übrigens, daß FranyoiS der Plünderung der Zellen nicht beigewohnt. Er erkennt unter den Mitangeklagten Pigöre als denjenigen Offizier der Nationalgarde, welcher das Executions-Peloton commandirt habe. Paris, 9. Jan. Nichts ist dem französischen Landvolke verhaßter, als das Wort: Froynve. Darauf fpeculirt die klerikale Partei und, um die Schulpflicht zu brandmarken, nennt sie dieselbe mit diesem Schreckensnamen. „Die Herstellung der Frohnde," schreibt das UniverS, „welche Herr Jules Simon der Rational- V rsammlung unter dem Vorwande des obligatorischen Unterrichts vorschlägt, hat das Journal des Debats und den Temps entzückt." ... Also es ist Frohnde, wenn der Franzose lesen und schreiben lernen und ein Zeugniß dessen bei Einschreibung in die Wählerliste vorzeigen soll — meinen die Ultramontanen. Parts, 10. Jan. Gaiern! Cremer ist nach der „Gazette des Tribunaux" verhaftet worden, da er sich dem Gericht in Beaune nicht gestellt hat. Er ist von einem Polizeibeamten nach Beaune transportirt worden. (Jnd. b.) Parts, 12. Jan. Wie verlautet, ist die Zahlung der fälligen Rate von 80 Millionen Francs auf die vierte halbe Milliarde für den nächsten Montag vollständig angewiesen. Parts, 12. Jan. Der deutsche Botschafter, Graf v. Arnim, und der französische Minister des Auswärtigen, Remusat, haben heute die Ratificationen der Zusatzconvention zum Friedensoertragc ausgetauscht. Versailles, 13. Jan., AvenvS. Nationalversammlung. Thiers befürwortet in längerer Rede die Besteuerung der Rohstoffe, welche der einzig mögliche Modus wäre, indem er zugleich an den Patriotismus der Versammlung appellirt. Die Regicrung habe vor Allem zwei Ausgaben, erstens das Uebereinkommen von Bordeaux, dessen Bruch unberechenbare Nachtheile zur Folge haben würde, unter den Parteien ausrcchtzuerhalten, und zweitens alle Anstrengungen zu machen, um nicht nur die politische, sondern auch die intellektuelle Anarchie zu verhindern. Die Rede des Präsidenten wurde sehr beifällig ausgenommen. Die Berathung wird Montag fortgesetzt werden. England. London, 10. Jan. Der Herzog von Gramont wird mit der harmlosen Unversaamiheit, womit er aus den Depeschen von Lord Augustus Loftus nachzu- wasen suchte, daß Preußen den Krieg vom Zaune gebrochen, selbst vor dem Versailler UlitersuchungS-Ausschüsse und bei seinen übrigen Landsleuten wenig Glück gehabt haben. Im Auslande wird sich Niemand in dem Gewebe von Ausflüchten fangen lassen, mit welchem der frühere Minister des Auswärtigen feine leichtsinnige Politik zu verdecken meint. Die Times kann sich des Spottes nicht enthalten, wenn sie die sonderbaren Widersprüche in den Aussagen des Herzogs einander entgegenstellt: der Kaiser zieht wider Willen in den Krieg, und doch hat er sich vorher Bundesgenossen verschafft, wie Gramont behauptet; nichts lag der französischen Regierung ferner, als der Gedanke an einen Bruch mit Preußen, und doch hatte sie, wie sie glaubte, Süddeutschland hinreichend bearbeitet, daß eS gegen Preußen die Waffen ergriffen hätte, sobald nur ein französischer Soldat in die Pfalz eingerückt wäre. „Seit 1866", sagt die Times im Weiteren, „hatten die luxemburger Frage, die belgischen Eisenbahnen, die Gotthardbahn und andere Dinge Gelegenheit gegeben, das gegenwärtige Uebelwollen erkennen zu lassen. In allen diesen Fällen war die Welt überzeugt, erstens, daß die Zwistigkeiten aus französischen Anmaßungen entsprangen, zweitens, daß sie durch deutsche Nachgiebigkeit beseitigt wurden. Die hohenzollerische Angelegenheit würde keine Ausnahme von der Regel gewesen fein. Aber Frankreich war nicht zufrieden mit dem Rücktritte des Thronbewerbers; es stellte an Preußen Forderungen, welches dieses als eine vorsätzliche Beleidigung betrachten mußte, und als auf den Schimpf geantwortet wurde, zog die französische Regierung „leichten Herzens" in den Krieg. Gramont ist aber entrüstet über Herrn Thiers, der die Behauptung, daß die Kriegserklärung eigentlich von Berlin ausgegangen sei, als eine „amtliche Lüge" brandmarkte. Aber das einzige Beweisstück, welches der Herzog vorsührte, ist die Depesche von Lord Augustus Loftus vom 13. Juli 1870. Die englische Depesche aber ist nichts weiter, als ein sonnenklares Zeugniß, daß Bismarck seine Geduld so weit ausgedehnt hatte, daß es Feigheit gewesen wäre, sie noch weiter anzuspannen. Gramont deutet an, daß nur die Angriffe des Herrn Thiers gegen die kaiserliche Regierung England daran verhindert hätten, einen starken Druck auf Preußen auszuüben, um nach Sedan günstige Bedingungen für Frankreich zu erwirken. Eine grundlose Behauptung. England hatte nie die Macht, in den Kampf einzugreifen. Vor dem Busbruche des Krieges hätte es vielleicht, indem es, wie in Dem luxemburger Falle, schwere Verbindlichkeiten auf sich genommen, den Tag des Unheils hinausschieben, aber nicht abwenden können. Eine Einmischung nach Sedan aber würde nicht den Frieden, sondern nur den Anfang eines allgemeinen europäischen Kampfes herbeigesührt haben." Amerika. Newyork, 12. Jan. Dem Vernehmen nach wird die Legislatur des Staates Newyork ein Comite ernennen, welches die Angelegenheit der Eriebahn prüfen und Die jetzige Verwaltung ihres Amtes entheben soll. Washington, 12. Jan. Der Präsident hat, nach erfolgter Berathung mit dem Cabinet, beschlossen, den Kriegszustand in Louisiana nicht proclamiren zu lassen. Asien. Die Unternehmungen und Fortschritte der Russen in Mittelasien fangen an, England ernstlich zu beunruhigen und es zu einer kräftiger» AciionSpolitik in jenem Welttheil aufzustacheln, und zwar um so mehr, als die Malkontenten in Indien jene Unternehmungen mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgen und auf dieselben kühne Hoffnungen setzen. In der einheimischen Bevölkerung des eng- ttjcyrn Indiens i|i vlr Utvngiugung verbreitet: die englische Herrschaft in Asien gehe ihrem Ende entgegen, und das mächtige Rußland und China würden diese- Befreiungswerk Indiens vollbringen. Daß dieser Ueberzeugung tenventiöse Agitationen von außen zu Grunde liegen, und daß das Terrain in Indien in dieser Richtung eifrig und mit Erfolg vorbereitet wird, unterliegt keinem Zweifel. Abgesehen von vielen andern Symptomen, Mordthaten, Jnsuborvinationssällen, Attentaten und dergleichen mehr, kommt es vor, daß, wie neulich in Lahor sich ereignet hat, ganze Banden Eingeborener des Nachts die Straßen durchziehen und unge- schrut Gesänge vortragen, in denen das baldige Ende der englischen Herrschaft gefeiert, und der Entschluß der Unterdrückten verkündigt wird, ihr Blut wie Wasser für ihren Glauben und ihre Freiheit zu vergießen. Die englische Regierung kennt auch die Gefahren sehr gut, welche ihre Machtstellung in Indien bebrohen, und entwickelt jetzt eine energische Thätigkeit, um ihnen zu begegnen. Bei Delhi, im nordwestlichen Theile der Halbinsel, ist ein großes Lager errichtet, welches einen doppelten Zweck hat, einen militärischen und einen politischen. Der erstere besteht Darin: die cinheimischen Truppen von der Bevölkerung zu ifohren und ihre Schlagfertigkeit für einen großen Krieg durch strategische und taktische Manöver, Be- lagerungsoperationen, Errichtung von Feldbefestigungen, Flußübergängen, Anwendung des elektrischen Telegraphen und der Armeesignale und durch andere Uebun- gen in großem Style zu entwickeln. Der politische Zweck dieses Lagers ist aber Der: eine ansehnliche Truppenmacht in steter Bereitschaft zu halten, um in der Lage zu sein, sowohl innere Bewegungen rasch zu unterdrücken als auch um äußern Conflicten kra^l g die Spitze zu bieten. Vemerkenswerth — und unsere oben ausgesprochene Ansicht über die Stimmung in Indien bestätigend — ist aber der Umstand, daß, wie auch telegraphisch berichtet wurde, unter Den Eingeborenen in Indien Die allgemeine Meinung verbreitet ist: Der Zweck des großen Lagers bei Delhi sei gegen Die russische Gefahr gerichtet. Ein zweite großartige Maßregel Der englischen Regierung ist Die eben jetzt mit Dem Aufwand außerordentlicher Kräfte und Mittel in Ausführung begriffene Expedition gegen die Luschai. Diese sind ein wilder und verwegener Volksstamm, welcher Die nordwestliche Hügelgegend des Königreichs Birma bewohnt und häufige Einfälle in das britische Gebiet unternimmt, Die in letzter Zeit einen sehr bedenk- lichcn Charakter angenommen haben. Es ist nämlich wehr als wahrscheinlich, oaß diese Einfälle von Der birmanischen Regierung, und zwar im Einverständniß mit einer dritten Macht, aufgemunt rt und unterstützt werden. Durch einen aufgefangenen Brief sind nämlich Die Engländer zur Erkenntniß gelangt, daß in jüngster Zeit nicht weniger als 60,000 Feuergcwehre nebst entsprechender Munition Durch das britische Gebiet selbst, folglich durch Vermittelung indobritischer Unter» thanen, in das Land Der Luschai geschmuggelt worden sind. Die Waffen sind also über's Meer gekommen, und da die'Luschai keine direkten überseeischen Verbindungen mit anderen Ländern und auch nicht Die Mittel haben, sich so ansehnliche Waffenvorräthe zu verschaffen, so steht das Einverständniß einer dritten Macht mit diesem kriegerischen Bergvolk außer allem Zweifel. Zu diesen Umstanden gesellt sich auch Die feindselige und herausfordernde Stimmung gegen England, welche sich in letzter Zeit am Hofe des Königs von Birma kundgab. Bekanntlich war Birma einst ein mächtiges Reich, welches sich bis an den bengalischen Meerbusen erstreckte, dem aber England zu Anfang dieses Jahrhunderts in kluger Voraussicht die westlichen und südlichen Küstenprovinzen von Arakan und Pegu feit laut " °°° »>' ffiitj« Ski und jl iur dreifach' W scheidung feinJ M ber,en' lot geblieben Untttlcht seh' einen Wil »- bnnge», su iwi ffl” M SM, d wandten Uinßa (tinja neben bei die Schüler Unterrichts nafium könnte, wenn dieser Jl auf dem Bran wohl die Land fizen Gymnafi bir Regierung wäre die ®e,r in Einem Gel die freieste Be deutenden Utb M SchlMe deren Rahe bi Nachts öffnete das ginge nich ffalionirten Gr aufmerksam ge in besagter Äe öffneten sich, ’ zwei Metzer ( unsere Hyäne Knochen vrrf den Hellen fylijfi.-'&bM von Menschen Befragen, daß jedoch dürste r wohl werden i Dir! Regierung w' Kreise von gi worden, baß geben wurden Wenn nun bh die Banknoten schaffen kann, erweitert wirt weit sie nicht Bchnde Die Nm, 221) Ak Me M verselben sos Jahretzgehlui Arden. Bei halb 10 Wend. 8e' N. 9 S« 2 Ach , Wal i i'""1 \ Pend 1,1 ‘«Hiilten w .«4- ' W ir 64) • " fron. "“6«, «,d in dir "batten bit andere ' lu lassen. Meilen Qll6 : -nachgiebig. ( ^usnabme *t bim Rück. !6, dieses als geant- n den Krieg, 's, dotz bie Etliche Lüge" Mle, ist bie sche Depesche seine Geduld anjnspunnen. die kaiserliche M Preußen zu erwirken, il ^amps ein- ® es, wie in den Tag des g nach Sedan ■meinen eure* r des Staates )n prüfen nnd )erathung mit 'roclaiviren zu en sangen an, ttvnepolitik in Wontenten in olgen und aus rung M eng- fyift in Elften würden ^ndentiöse Agi- ndien in dieser Zveisel. 8b* nsfa'llcn, Atten* tor ßch ereignet heu und ungi* schen Henschast ilut wie Wasser tegierung kennt bedrohen, und Sei Delhi» im weiches einen r krstere besteht it> ihre Schlag« Vianbocr, Leingen, Antven- andere Uebun* «agerS ist aber m, um in der 1Ud) um äußern tsere oben aus* _ ist aber der i Eingeborenen großen Lagers ck die eben jetzt rang begriffene (I LolksßamlN, nt und WW rn I'ehe bevel'k' wahrschemM, Einverständnis utd) */jn Ännüicn unirr. *Ä« fiA so ansehn c n Ulnstnnde° « s -eetS 'n entriffen hat. Einerseits wird nun berichtet: es halte sich am Hose von Birma seit einiger Zeit ein fremder Agent auf, der den König zum Kriege gegen Eng- land zu ermuthigen suche, und ihm die Wiedereroberunz der verlornen Provinzen und die Erwerbung von Baffein und Assam in Aussicht stelle, zu welchem Zweck er sich anheischig mache, ihm ein mit 84 Geschützen bestücktes Panzerschiff zu versch a ffen. _________ ____________ __ Local-Notizen. (E i n g e s a n d t ) Gießen, 15. Jan. Zur Einquartierungs frage. Es ist in der letzten Zelt über die Art und Weise der Einquartierung derjenigen Soldaten, welche in der Kaserne nicht untergebracht werden können, viel verhandelt worden. Der Einsender dieser Zeilen erlaubt sich hier einen rur allseitig befriedigenden Losung dieser schwierigen Angelegenheit ihm geeignet erscheinenden Vo schlag der Beachtung der maßgebenden Persönlichkeiten zu empfehlen. Es kommen hierbei dreifache'Interessen in's Spiel, weiche streng gewahrt werden müssen, wenn die zu tresseude Entscheidung keine empfindlichen Nachtheile im Gefolge haben soll. Zunächst ist es die Einwohnerschaft deren Interesse eS erheischt, daß diese Einquartierung so wenig wie möglich druckens für den Einzelnen wird. ES sind in diesem Sinne Schritte geschehen, die jedoch bekanntlich resultat- los aebUeben sind. Sodann ist es die Militärbehörde, deren wohlberechtigten Ansprüchen gebührende Rechnung zu tragen ist. Endlich ist auch das Gymnasium wegen der unmittelbaren Nachbarschaft der Kaserne und der hierdurch unvermeidlichen höchst nachtheiligen Störungen für den Unterricht sehr speciell in dieser Angelegenheit beth-iligt. Wollte man, wie vorgeschlagen wurde, einen Theil »es Militärs in dem Anatomiegebände der Veterinär-Anstalt auf den Brand unter- brinaen^ so würden jene Mißstände nur lwch vermehrt, indem alsdann das Gymnasium zwischen rwei Fe'ner käme. Diese U.belstände sind aber in dec Thal jetzt schon geradezu unerträglich, wie ieder Vater der einen Sohn in diese Lehranstalt schickt, wird bezeugen können. Unter so be- wandten Umständen dürfte es sich empfehlen, ein neues Gymnasium an einem stillen Orte lrrwa neben der Turnhalle) zu erbauen, da ohnehin der Raum kaum mehr ausrelcht, die Schüler in einer der Gesundheit nicht uachtheiligen und die Zwecke des Unterrichts thatsächlich fördernden Weise un t erz u b r in g e n. In dem alten Gymnasium könnten alsdann die einzuquartierenden Soldaten ein sehr gutes Unterkommen finden, und wenn dieser Raum noch nicht ausreichen sollte, konnten noch mehrere andere fiScalische Lokalitäten auf dem Brand hierzu verwandt werden. Wenn die Stadt etwa den Bauplatz abgäbe, würden wohl die Landstände sich geneigt zeigen, einem dem Staate zur Last fallenden Neubau deS hrr- iraen Gymnasiums, der schon aus früheren Landtagen als ein dringendes Bedürfnis; von Seiten der Rea erung geltend gemacht wurde, ihre Zustimmung nicht zu versagen. Auf diese Werst wäre die Gemeinde verhältnißmäßiq am leichtesten belastet, die Soldaten wären, wenn auch nicht in Einem Gebäude, doch in nächster Nähe beisammen einkasernirt und hätten bei ihren Erercitren die freieste Bewegung, und die Lehrer und Schüler deS Gymnasiums wären von einem sehr bedeutende U-belstand und den storendsten Hemmnissen erlöst. H eeiiaei- S. 1177/16 k. Oberheesen 97 Vs k. S. 9113/18 Amerik. Bonds Spanier, neuest. 3% 32 Vs 146V2 1864r Allgemein er An Zeiger 1881r 1882r 1885r 1887r Braunschweiger 20 Stadt Florenz 83 Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto 8. 91i3/16 8. 1017/16 Borsemiachrichtefi. 13. Januar 1872. m. 8. — 1. 8. - 4% k. 8. 997/ie k. 8. 993^ k. 8. 105 «. 8. 957/g k. 8. 927/g k. 8. 87 k. 8. 1047/g Aetieei. 50/o östr. F. St. E. B. 4133/4 Lombard. Bahn 2191/4 Ludwigsh.-Bexbaeh 193 Maxbahn 144i/2 Bayer. Ostbahn 1497/6 Rh ein -Nah ebahn-A ot. 39 V2 Hess. Ludwigsb.-Act.' 184V2 1025/8 961/4 97 98Ve 83‘/2 Geldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankenst. 9 17—18 Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 41—43 DollarinGold 2 24-25 k. k. , n 31/2% „ 92 Bayer. 5% n lOO’/a y. 41/2% Ijahrige 100 , 4O/o 1jährige 951/2 Würtemb. 41/2% Obi. 99Vs Baden 41/2% Obi. 0. E. L. 991/4 Oesterr. Silberrente 637/8 „ Papierrente 56 Actlen. Frankf. Bank 137 Frankf. Vereins-Kasee 1281/2 Darmst. Bankaot. 4491/4 Wien Bankactien 879 Galizien 26 41/2 Oest. Creditaot. 3511/4 Börsenberichte. Frankfurt a. M., 13. Jan. Die günstige Stimmung im Allgemeinen, sowie die große Liebhaberei für StaatSbahnaetien hält an, und wurden dieselben beim Beginn des Geschäfts bis 416 bezahlt. Nur nach dem Eintreffen der Berliner Notirungm, die den unfrigen nicht ganz entsprachen, wurden sie um circa 2 fl. niederer als anfangs abgegeben. Wiener Bank-Actien, welche im gestrigen Abendverkehr schon eine bedeutende Steigerung erfuhren, wurden heute bis 885 bezahlt, auf die Nachricht bin, daß die Vorlage im österreichischen Reichsratb, wegen Abänderung der Statuten der Nationalbank, betreffend ihre vermehrte Notenausgabe, bedeutende Erleichterungen einräume. Creditactien 352. Lombarden 2191/2- Anlagepapiere sehr fest. Alle Prioritäten sehr gesucht. Von Amerikanischen wurden Oregon bis 753/4 bezahlt. Preuss. 41/2% Oblig. 102Vs Frankf. 31/2% Obi. 881/4 Nass. 41/2% Obi. 991/2 Kurhess. 4% Ä 93 Vz Gr. Hess, 5% Obi. 102i/2 Außer Cours gesetztes Papiergeld. Anhalt-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 25 von 1850, 1852, 1856 und 1859. AnhalstKothen'sche Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. Juni 1848. Anhalt-Kothen-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1 nnd 5 vom 2. März 1848. Anhalt-Kothen.Bernburger Gisenbahnscheine ä Thlr. 1, 5 und 25. Anhalt-Dessauer Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. August 1849 und ä Thlr. 10 vom 1. October 1855. Anhalt-Dessauer Landesbanknoten ä Thlr. 1 und 5 vom 2. Januar 1847. Bautzener slausitzer landständischej Banknoten ä Thlr. 5 von 1850. Bayerische Hypotheken- und Wechselbanknoten ä fl. 10 von 1859, 18-50. Braunschweigische Bank- und Darlehensbankscheine ä Thlr. 1, 5 und 20 von 1842. Braunschweigische Banknoten ä Thlr. 10 Gold vom 1. Juni 1856. Breslauer städtische Banknoten ä Thlr. 1, 5, 25 und 50 vom 10. Juni 1848. Dänische 5-Reichöbankthaler;ettel älterer Emission von 1835, und aus einer Seite blau bedruckt. Gothaische Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 30. September 1848. Holsteinische Kaffenanweisungen von 1854. Kurhesfische Leih- und Commerzbanknoten. Leipziger Banknoten, alle vor dem 2. November 1851 erschienenen. Oesterreichische Banknoten, aus Eor.ventionSmünze lautend und die in Österreich. Währ, ä fl. 10 vom 1. Januar 1858, ä st. 100 vom 1. März 1858. Polnische Bankscheine grüne ä 1 Rubel, weiße und rothe ä 3 Silberrubel. Posener Provinzialbanknoten vom 1. December 1857. Potsdamer Stadtscheine ä Thlr. 1 vom 8. September 1849. Reuß ältere Linie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 15. Mai 1858. Neuß jüngere Linie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 29. März 1849. Rostocker Banknoten vom 1. Juli 1850. Sachsen-Weimar-Kaffenanweisungen ä Thlr. 1 und 5 von 1847. Schleswig-Holsteinische Kassenscheine ä Thlr. 1 [21/2 M j vom 31. Juli 1848. Schwarzburg-Rudolstädter Kassenscheine a Thlr. 1 und 5 von 1848. Schwarzburg-SonderShansener Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 10 vom 11. März 1854, vom 20. December 1856 und vom 25. October 1859. Württembergische 2-, 10- und 35-Guldenscheine von 1849 und 1850. n 40/o Vermischtes. Wrfe 9 Jan Die „Ztg. f. Deutsch-Lothringen" erzählt Folgendes von zwei Hyänen des Schlachtfeldes: Schon seit längerer Zeit beklagten sich bie Bewohner jener Ortschaften, m deren Nähe die gefallenen Thiere und Menschen massenwe.se beerdigt liegen daß Graber sich Nachts öffneten und in unbegreiflicher Weise durchwühlt werden waren wohl gar der Ansicht das ginge nicht mit richtigen Dingen zu, eS mußte spuken u. s. w. D.e beiden in Moulinö flationirten Grcnzausseher R. und F., welche von verschiedenen Seiten aus aus die Gespenster -ü fm-rk^m g-mach. w»-d-n maven, b-schlvss-n Nacht trotz d°S °bsck-ükch-ü W.tt--S, In t« (Sleatnb in patroaillir-n. Sie fanden die An« age der Bauer» ganz richtig, bie ®ta6« ffne ?flch «°r «icht°on selbst, sondern mit Hälfe von Spaten. Hacken n st w, welch, von ,wei Meder Strolchen ziemlich geschickt gehandhabt wurden, nnd daran- erstchtbar war, daß nn r-Hvänen den einem biestgen Wagenverl.iher zugehörigen Karren mit fnns Maltersöcken »oll Knochen verschiedener Art nnd Gattung bereits neben sich stehen hatten. Di-s.stb-» wurden^von n,n b saat-n Gcenzaufsehern nebst Karren nnd Knochen . sowie noch leeren Sacken der hlestgen Polizei Behörde überliefert und dürft, denselben, fall- eine ärztliche «rpertise da- Vorband.ns-ln von Menschenknochen bestätigt, -io. schwer. Straf- bevorsieh.n. Emer der Burschen erk art. auf R-fraaen daß die noch ziemlich frischen Knochen von hiesigen r-im,ledern geschätzt. Artikel seien std7chdürft, wohl mit®id,crbeit (m. daß di. Herr.» L.imsi.der diesen Artik.l wohl werden fallen lassen müssen. Handelsberichte. ©it Oesterreich. Nationalbank und die G old b-l-h NN n g. Di- österreichische wird dem Abgeordnetenhaus- demnächst eine Vorlage machen, di- für di- g,sch°ftlichen »recke von mößt Mchtigk.it ist. Bekanntlich sind die beiden letzten Krisen dadurch verschärf, mordV^daßO^die Banknoten, welche über die unbedeckt. Ziffer von 200 Millionen Gulden anSge- k-i.» wmden nur ,u dr.i Viert.lu in Silber nnd zu einem Bckrt.l in Gold gedeckt s..n dursten Wmn nun di Bank ihr. Goldb.d.ckung erschöpft hat, kann si. keine Napoleon- belehnen und Ranknoten st-ia-n um so höher Im Preise, je weniger man sich di-,-Iben gegen Gold »er.- schafft kann. Diesen, u.belstände soll nun dadurch abgeholf.n werden daß diese Goldbedeckung I -rmckert wird. Di- Bank wird daher im Momente de- Goldb-darfe- Napoleon- belehnen können, 1 wstl si. nicht mehr gebunden ist, blo- -in Viertel thr-S BaarrchatzeS in Gold zu besitzen. | Prioritäten. 3°/0 öster. Stsb.-Prior. 597/8 3°/0 öst. s. Lombard 85 3% Livorneser 401/2 50/0 Tosoaner 611/2 5% Elisabeth.-Prior. 83 do. H. Emiss. 821/r__ Anleliensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 691/4 Nassau 25 fl. 44 4% bayr. Präm.-Anl. 116 Ansbacher 7 fl. 12 40/g badische Loose 114 Badische fl. 35 Loose 691/2 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 37% Oestr. fl. 250 v. 1854 8 U/s 1858r Prioritätsloose 193 1860r Loose 921/4 Besondere Bekanntmachung. Die Annahme von 4 Schutzmännern bei der Stadt Gießen. 221) Die bisherige Einrichtung der Nachtwache wird aufgehoben und zur Besorgung derselben sollen 4 tüchtige Männer bei einem Jahresgehalt von je 300 fl. angenommen werden. Bewerber hierfür wollen sich innerhalb 10 Tagen bei uns anmelden. Gießen, den 15. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Versteigerungen. Bekanntmachung. 222) Bei meiner Pfänder-Versteigerung, welche Mittwoch den 17. Januar im Saale des Gastwirths Bramm in der Neustadt stattfindet, wird gleichzeitig eine Parthie gut erhaltene Möbel, als: 1 Mahagoni-Secretär, 1 ovaler Mahagoni-Tisch, 2 Mahagoni-Consolen, 1 Divan, 3 gepolsterte Stühle, 2 Goldrahmen Spiegel, 1 Zimmer-Teppich, 1 Pendule, sowie eine Parthie Porzellan, .öffentlich versteigert- K- Grünebaum. Holzversteigerung im Ettingöhäuser§ Gemeindewalde. 218) Montag den 22., Dienstag den 23., und Mittwoch den 24. Januar 1872, \ jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, | soll in den Ettingshauser Gemeindewald-j !Districten Gabrielszimmerplatz und neuer; sicher Weg, nachverzeichnetes Holz öffent-j llich versteigert werden, als: I Montag den 22. und Dienstag den 23. । Januar, I. Bau- und Werkholz: 112 Eichen-Baustämme von 15 bis 40 Cen- timeter Durchmesser und 2 bis 10 Meter Länge, 400 Fichten-Stämme von 15 bis 30 Een- timeter Durchmesser und 10 bis 20 Meter Länge, 550 Fichten-Stangen von 4 bis 15 Eenti- meter Durchmesser und 8 bis 18 Meter Länge. Bemerkt wird, daß Dienstag den 23. Januar das Eichenbauholz zum Verkauf kommt. Mittwoch den 24. Januar, II. Brennholz: 142 Raummeter Buchen-Scheidholz, 88 „ „ Prugelholz 17 „ Eichen- „ 98 „ Bucben-Stockholz, 19 „ Eichen- „ 60 Nadel- „ 4000 Wellen Buchen-Reisholz, 750 „ Eichen- „ 1900 „ Nadel- Die Zusammenkunft ist jedesmal Morgens 9 Uhr am Gabrielszimmerplatz Ettingshausen, den 13. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen. Sommer. Jagdverpachtung zu Allendorf an der Lumda. 217) Freitag den 16 Februar l. I., Mittags 12 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause die am 15. Februar leihfällig werdende hiesitze Gemeindejagd in zwei Abtheilungen auf weitere 6 Jahre, vom 15. Februar 1872 bis 15. Februar 1878, öffentlich verpachtet werden. Die Bedingungen werden in dem Versteigerungs-Termin bekannt gemacht. Allendorf a d. Lda., den 13. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Wagner. V e r st e i g e r n n g. 153) Die nachverzeichneten, dem verstorbenen Schreinermcister Ludwig Rau zu Wieseck gehörenden Gegenstände solleir Mittwoch den 17. Januar, von Morgens 9 Uhr an, versteigert werden, als: 1) sämmtliches Schreinerwerkzeug, 2) 450 L3Fuß Eichenbohlen, 3) 620 lllFuß Lärchen- u. Tannenbohlen, 4) 2 Stecken Scheidholz, 5) IV2 „ gerissenes Prügelholz, 6) 1 Fuder Kornstroh, 7) IV2 „ Gerstenstroh, 8) 1 „ Erbsenstroh, 9) 24 Centner Grummet, 10) 9 „ Heu, sowie eine Parthie Kartoffeln und Dickwurzeln. Feilgebotenes. 101) Braunkohlen vom Hessenbrücker Hammer bei Fr. Schwaab. 226) Ital. Macearoiii, Kathariiiapilauiiien, Türk. Äwetsclien, Brüsiellen, Apfelspalten, lAirscleeii, Zwetsclienkraiit, Honig, Julienne (Suppenkrauter), Gothaer Cervelatwurst, Caviar, Sardinen empfiehlt K mit JFis e Hb « e A. 206) Tannene Bettladen und Äleider- schränke stehen zn verkaufen bei Ph. Bauer, Schreiner, Mühlgasse Nr. 72. 240 Gros Sr. 1 3 fr. 5) Die (4661) C Lyerer in Offenbach a. M. Daselbst werden stumpfe Feilen aufis Billigste aufgehauen. (134/XIL) Neuenbäuen (229) Neues fluartal und Abonnement! 04 Neuenweg. (197 Carl Wenzel. zu vermiethen. S 3 3 Verzeichnis; der im Decanate Gießen im Jahre 1871 erhobenen Collectcn. Gießen, den 8. Januar 1872. Redacrion, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. jirfegm'djti vchnheitser hki'm irohK Boller, öa< Ms ttt, sä " ts K 219) Ein Besitzthum, bestehend aus Wohn- und ^Nebengebäuden mit circa l12 Morgen! Gelände, nahe bei Gießen, welches sich 225) Gesuch eines Pferdeknechts. Lohn 150 fl. Gute Zeugnisse erforderlich. Näheres bei der Exped. d. Bltts. zu 18, 24, 36 fr. und höher. Federhalter in 60 verschiedenen Sorten, das Dutzend von Das Großh. evang. Dekanat. Landmann. Der Achmüller und sein Recht. Erzählung aus den bairischen Bergen. Von Th. Messerer. (Fortsetzung.) — Mirza Schaffy im Liede und in der Wirklichkeit. Eine literar-histo- rische Skizze von Bodenstedt. Mit Illustration. — Vom vlamischen Bruderstamme. Von Richard Andree. II. — Der Sturz des Meisters. Vaterländischer Roman von Georg Hiltl. (Fortsetzung.) — Medicinische Gardinenpredigten. III. Eine Gasfabrik im menschlichen Körper. — Am Familientische: Die neue deutsche Kaiserkrone. Mit Abbildung. — Lebens - Feierabend. Mit Illustration von F. Tüshaus: Der alte Emeritus. — Der entlarvte Kutschte. Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E. Heinemann, I. Ricker. Unwiderruflich W nur bis Donnerstag Abend und nicht länger dauert der billige Verkauf von: Galanterie- u. Portefenillewaaren, Wachstuch- | Fenster-Rouleaux und Teppichen zu jedem an- k nehmbaren Gebote bei Berthold Dambitsch aus Coblenz, im Haufe des Herrn R. Rosenthal, parterre, Bcstcll Oll An- und Verkauf von getragenen Kleidern bei Meyer Rothenberger, likhe Regier !. !ßi der Miau geltenden 5 II. L Mainz bett IIIJ gerungen betreßenb. IV J die in 18 betreffend. Preis vrcrl ,üt ;Herrn Kupferschmied Vogt, Marktplatz, 3JOT dauert der billige Verkauf von folgenden Schrelbma Kestauration Lalinstein. 227) Dienstag den 16. Januar, Abends halb 8 Uhr: Vocal- und Instrumenlal-Llmcett, gegeben von den Geschwistern Fries und Gesellschaft, bestehend aus 4 Damen und 3 Herren. Hessische Bank in Cassel empfiehlt sich zur Ausführung aller Börsen-Commissionen^ zum An- und Verkauf von Staatspapieren und Actien, zur Dis- conlirung von Wechseln, zur Errichtung von Conto-Correnten, sowie zur Verzinsung von Deposilen-Capitalien. Englische Gnßstahlfeilen, für deren Aechtheit Garantie geleistet wird, liefert die Feilenfabrik von Sa fremden ■ gknihl: am zur Ännabr Ritteilmz Lohnffein, ihm ton e trill« Mal VII. allergnävigst von Seiner Großh. Bai Hegogthum Bttl! in seiner i nachtem er Achiichn tvorden, gen Der Besuch Wiickenträg Frau Groli! Wmünfd) dt St. fttl hebt heri kinanbk brgi daraus hielt, Wilhelm Ti .. $tihi 6li °ie (M ‘*8, E, §""btrttause * lklbstvech toi an und höher. , M Grösste Auswahl in Brief-Couverts zu^ Fabrik-M s) preisen bei S. Reist, ® i im Hause des Herrn Kupferschmied Vogt am Marktplatz. 49) In meinem neu erbauten Hause, --------- - - - .... . . Wilhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, zu jedem Fabrikgeschüft, sowie zu allen land- zweiter Stock und eine Mansarde zu ver- wirthschastlichen Zwecken eignet, ist billig miethen. Dr. Weichei, und unter febr günstigen Verhältnissen zu ------------------------------------------ verkaufen Nähere Auskunft hierüber ertheilt! 99) Großer Stall zu vermiethen bei I. Rothenberger am Lindenplatz. E. Pitt Han. Stehende Geschästsaiyeigen^ die sich den Geschäftsfirmen aller K Branchen, Patentinhabern, Aerzten, | Lehrern, Agenten, Importeuren rc» | als äußerst nützlich, ja unentbehrlich er-1 wiesen haben, in den gelesensten Jour-« nalen des In- und Auslandes unter den g günstigsten Bedingungen zur Insertion g zu bringen, erbietet sich die mit dem B Vertrauen der Geschäftswelt im reichsten A Maaße beehrte Annoncen-Expedition von G. L. Daube öc Comp. | in Frankfurt a. M, München, Nürn- r berg, Augsburg, Würzburg, Stutt- gart, Hamburg, Brüssel und Bern, g Complete Zeitungs-Cataloge ® Vermiethungen. 215) Möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Aug. Noll. 228) In meinem Hause ist das seither von Frau Kreisrath S ch äch bewohnte Logis vom 1. März 1872 an eine stille Familie Die Zeitschrift der landwirthschaftlichen Vereine im Grofiherzogthum Hessen in Darmstadt nimmt vom 1. Januar 1872 an Inserate auf und berechnet die 3spaltige Petitzeile oder deren Raum mit 7 fr. Bei öfteren Wiederholungen Rabatt. Bei der starken Auflage von 4000 Exemplaren finden Anzeigen durch dieselbe in allen Theilen des Großherzogthums die wirksamste Verbreitung. (5531) M 6tm $i( Mn fou Herren - Wäsche, als: Hemden, Kragen, Manschetten, Chemisetten, sowie Halsbinden und Glace-Handschuhe, empfiehlt in reicher! Auswahl H. Rübsamen. rialien. # B Preiscourant zu festen Preisen: N 60 Bogen Briefpapier, mit Namens-Chiffre gestempelt, zu 21 u. 24 fr., X „ ,, ii. 50 passenden Couverts 48 fr., M ", : „ „ „ u.100 „ „ 1 fl. 30 fr. | Stahlfedern aus den renommirtesten Fabriken Englands, dasM 7proe. tircmut- uuh Calisornis-Bonds stehen heute 75-76, 6pm. (Ealifüniid- uni) tlmiiiti-Hiiiiiiii stehen ca. 84 pCt., warum dieser ungerechtfertigte Unterschied?? 7prnc. Dregon- uni) Lalisornis-Vonds । müssen steigen! (107) 223) Krcppel, Fastenbretzeln und sonstige mürbe Backwaaren täglich frisch bei _______________Emil Noll. 204) Täglich frische Berliner Pfannkuchen bei Wilhelm Hartmann. 214) Eine Parthie Champagner-Flaschen wird billigst abgegeben von Aug. Noll, im Stern. 158) Täglich frische Milch; aus Verlangen wird dieselbe jeden Tag frei in's Haus geliefert. Frau Netter, Seltersweg Nr. 168. 216) Weißkraut und anderes Gemüse, sowie ein guter Holzofeu, ist zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped- d. Bltts. gratis und franco 224) Der Laden meines Nebenhauses mit dazu gehöriger Wohnung ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. Dr. A. Mettenheimer. 98) Ein einzelnes Zimmer zu vermiethen bei E- Pitthan. 199) Ein freundliches möblirtes Zimmer im ersten Stock ist im Hause des Herrn Ernst JugHardt, Eck der Brandgasse, sofort zu vermiethen. 155) Eine gut möblirte Parterre-Stube mit Cabinet zu vermiethen. Näheres bei I. Rothenberger, Lindenplatz. ZH. Die soeben erschienene Nr. 16 ©g enthält: K 9t a in e n sä der Pfarreien. Für die Landes- Waisen-Anstalt auf "in ben Iß.ü Neujahr. fenbüchsen. Für die Orts- kirchen- kaffe auf Advent. Für den Schulverbesserungsfi fond auf Pfingsten. | Für die Mission auf Epiphanias. Bußtags- i CoUecte. ! IUD Für das 1 Diakon isscn- haus. 1 Für den Verein cer Gustav-Adolf- Stiftung am Üic- Ij form.« Beiträge. Feste, i! Zusammen. Anmerkungen. ------------- --- 1 Mendorf an der Lumda . . 2 Gießen ,....... 3 Heuchelheim...... 4 Kirchberg....... 5 Treis an der Lumda . . . • 6 Wieseck........ fl. 4 12 2 1 2 1 ff. 12 35 11 19 5 2z i st- 7 195 3 37 3 8 fr. 50 26 ■ IN i 4 55 20 fl. 14 fr. 57 18* 411 fl- 2 18 2 1 2 fr. 12 451 45 33 16 fl- 6 17 1 2 2 fr. 33 39- 43 121 5 391 fl. 3 21 1 2 1 1 fr. 13 27] 5 18 24 37 fl. 9 97 10 18 ? fr. 20 23 37’ i 4 15 45} fl- 5 fr. fl- 5 29 2 2 3 1 fr. | 8 81 17j 38 12 24 fl- 15 303 9 25 25 21 fr. 45 14 45 25 45 19 fl. 55 709 32 91 46 48 fr. 10 57 74 26 11 53 4 Außerdem für die Armen an den hohen Festen 64 fl. 471/z fr. Summa |23;15 ||255|43||15|56^ 27,31 z 30 31, 4^149,201 5I- 43:471 101 13j983|44^