Preis vierteljährig 1 fi. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 ft 27 fr. Gichcmr Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Lanzleiber-, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 651. Donnerstag den 14. März 1872. Bekanntmachung. Auf Grund des §. 21 dec Gewerbeordnung und des §. 14 dec Gewerbeordnung vom 1. November 1869 wird Donnerstag den 21. l. Mts., Dormittags 10 Uhr, im Regierungsgebäude dahier eine öffentliche Sitzung der unterzeichneten Behörde stattfinden. Gießen, den 13. März 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. * Die Altkatholiken in Oesterreich. Die österreichische Regierung ist aus ihrer bisherigen Zurückhaltung :a Sachen der altkatholischen Bewegung herauSgctreten und hat gegen die Altkatholiken Partei genommen. Der an die Länderchefs gerichtete Erlaß des Cultus- ministers v. Stremayr erklärt, daß die Regierung so lange ft ine Veranlassung gehabt habe, sich in die Bewegung einzumischen, als dieselbe auf innerknchlichem Gebiete verblieb und lediglich den Rechtsbestand dogmatischer Sätze betraf. Seit aber die Bewegung die rein kirchlichen Gebiete überschlitten und in jene äußeren Rechtsberciche hinübergegriffen, für welche nicht die Kirchen-, sondern die Staats- gesetze maßgebend sind, sehe die Regierung sich genöthigt, ihren Standpunkt fest- zustelleu. Der Minister erklärt nun, daß, so lange die Altkatholiken nicht förmlich aus der katholischen Kirche ausgetreten seien, die Regierung zur Ausübung jener staatlichen Functionen, welche der Seelsorgergeistlichkeit der anerkannten Bekenntnisse anvertraut sind, nur diejenigen Priester als legitimirt onsche, welche nach den bestehenden Gesetzen und kirchlich-staatlichen Einrichtungen als die ordentlichen Seelsorger jener Bekenntnisse erschienen. Demgemäß wild denn allen von altkatholischen Priestern vollzogenen Handlungen jede staatliche Giltigkeit abgesprochen. Die von ihnen geführten Ctvilstandsregister entbehren der öffentlichen Eigenschaft und Glaubwürdigkeit; auch stehe zu erwarten, daß von solchen Geistlichen geschloffene Ehen von den zuständigen Gerichten für ungtltig werden erklärt werden; und es seien daher Brautleute wie Seelsorger über die Strafbestimmungen wegen Eingehung gesetzwidriger Ehen, so wie über die nachtheiligen civil- rechtlichen Folgen ungiltiger Eheschließungen zu belehren. Don der Tragweite, welche diesem Erlaß von den Behörden gegeben wird, liefert das Verfahren der Statthalterei zu Linz ein Beispiel, indem dieselbe so weit gegangen ist, den Altkatholiken in Ried die Ausübung des altkatholischen Gottesdienstes in ihrer Nothkirche zu untersagen. UebrigenS glauben wir, daß die Statthalter ganz im Rechte sind, wenn sie dem Erlaß diese Tragweite beimeffen. Der Minister erklärt zwar im Eingänge des Erlasses, daß die Regierung sich nicht eingemischt habe, so lange der Streit innerhalb der Kirche lediglich den Rechtsbestand dogmatischer Sätze betraf. Aus diesem einleitenden Satze würde mau folgern können, daß die Regierung dem Dogma gegenüber sich ganz unparteiisch verhalte, daß sie also auch die Gegner der vatikanischen Decrete als berechtigt ansehe, die Katholicität ihres Standpunktes zu behaupten. Aber dies ist nichts als eine leere Redensart, die nur etwa so viel besagen will, daß die Regierung sich nicht veranlaßt gesehen habe, mit Feuer und Schwert gegen Vie Gegner der Unfehlbarkeit einzuschreiten. Thatsächlich nimmt der Erlaß entschieden Partei für die Anhänger der vatikanischen Decrete, insofern er den Acten der Priester, welche sich dem Unfehlbarkeitsdogma nicht unterworfen haben, jede Giltigkeit abspricht. Er erkennt die altkatholischen Geistlichen also gar nicht als solche an, hat also offenbar nichts dagegen einzuwenden, wenn die Statthalter ihnen, so lange sie innerhalb der Kirche verbleiben und sich nicht unter den Schutz des Disstdentengesetzes flüchten, Vie Abhaltung jeder gottesdienstlichen Handlung untersagen. Der Staat hat also mit dem Stremayr'schen Erlaß die vatikanischen Decrete und darunter auch das Unfehlbarkeitsdogma indirekt, aber unzweideutig, als bindende Glaubenssätze für die katholische Kirche anerkannt; er verlangt, daß die Diener der Kirche sich diesen Dekreten unterwerfen, da er allen Geistlichen, welche sich nicht unterworfen haben und doch den Anspruch erheben, innerhalb der katholischen Kirche zu verbleiben, die seelsorgerische Qualifikation abgesprochen hat. Nach der Ansicht ves Herrn v. Stremayr ist nur Derjenige Katholik, welcher das Unfehlbarkeitsdogma anerkennt; wer Vies nicht kann, dem bleibt nichts übrig, als aus der katholischen Kirche auszutreten. Das ist genau der Standpunkt, wie er überall von den Infallibilisten als der allein berechtigte vertreten wird. Die Altkatholiken sind in ihren Augen Ketzer, die man allerdings gegenwärtig nicht in der Lage ist, in die Inquisitionskerker und auf Vie Scheiterhaufen zu schicken, die man aber in der Kirche nicht dulden will, und für Veren Ausschließung aus der Kirche man die Mitwirkung des Staates in Anspruch nimmt. Der liberale Herr Minister v. Stremayr hat diese Mitwirkung iw vollsten Maße gewährt; er hat iw ultramontanen Sinne correct gehandelt. Daß er und nicht der Referent im CultuSministerium, der infallibilistische Weihbischof Kutschker, die volle Verantwortung für den Erlaß zu tragen hat, ist so einleuchtend, daß es sich nicht der Mühe lohnte, ein Wort darüber zu verlieren, wenn nicht ein Wiener Blatt diesen Punkt als bedeutungsvoll hervorgehoben hätte. Fragt man nach den Ursachen der auffälligen Haltung des cisleithanischen Ministeriums in dieser Angelegenheit, so ist die nächstliegende, Erklärung wohl die, daß man mit den Stimmungen des Hofes zu rechnen hatte. Dazu kommt aber — und dos ist wohl der entscheidende Grund gewesen —, daß die Regie- rung im Herrenhause des Beistandes der centralistisch gesinnten Clerikalen bei Gelegenheit des Nothwahlgesetzes nicht glaubte entbehren zu können und daß dieser Beistand nicht ohne eine vollgiltige Gegenleistung zu haben war. Die Alt- katholiken hat man preisgegeben, um die Stimmen des dem Föderalismus abholden Theiles der Geistlichkeit zu gewinnen. Bei der großen Majorität, mit welcher das Nothwahlgesetz im Herrenhause durchgegangen ist, bezweifeln wir, daß für die Regierung die Nothwendigkeit Vortag, um die Zustimmung der Clerikalen zu werben. Jedenfalls ist der Dienst, den diese geleistet haben, mit einem außerordentlich großen Opfer erkauft worden, mit einem Opfer, das wahrscheinlich größer ist, als der durch dasselbe erzielte Gewinn. Das Ministerium hat sich bis jetzt auf die liberale Partei gestützt, und wird auch in Zukunft bemüht fein müssen, sich auf dieselbe zu stützen. Vermag sie sich aber zugleich auf den CleruS und die Liberalen zu stützen? Wenn man bedenkt, daß feit Jahren in Oesterreich kein Druck so schwer empfunden worden ist, als der von der ConcordatSpartei ausgeübte, so wird man diese Frage unbedingt verneinen müssen. Und dieser ultramontanen ConcordatSpartei nähert die liberale Regierung sich in dem Augenblicke, wo in ganz Deutschland die Regierungen sich aufgerofft haben, um den staatsfeindlichen Ultramontanismus in seine Schranken zurückzuweisen, wo in Deutschland der Kampf um die unveräußerlichen Rechte des Staates in großartigster Weife und mit stets wachsenden Erfolgen der Staatsgewalt durchgekämpft wirb! Das ist eine schiefe und falsche Stellung für eine liberale oder vielmehr für eine jede ihrer Pflichten gegen den Staat eingedenke Regierung, und es ist sehr zu wünschen, daß der Walbert'sche Antrag auf Regelung der Verhältnisse der Altkatholiken dem Ministerium Gelegenheit bieten möge, den' begangenen schweren Mißgriff wieder rückgängig zu machen. Wie der Herr v. Stremayr persönlich sich aus der falschen Stellung, die er eingenommen hat, zurückzieveu soll, läßt sich freilich nicht absehen. Deutschland. Darmstadt, 11. März. In ihrer heutigen Sitzung erledigte die 2. Kammer den Hauptvoranschlag der Staatseinnahmen für das Jahr 1872 unter Aussetzung des einen Postens „Tranksteuer von Wein und Obstwein", der nächsten Donnerstag im Zusammenhang mit dem Anträge George's auf Abschaffung der Weiu- steuer zur Berathung kommen wird. Als Einnahmen aus Kameraldomänen unter der Verwaltung der Ober-Forst- und Domänen-Direction werden 735,000 fl. und als solche aus Kameraldomänen unter der Verwaltung der Oberbaudirection 70,000 fl. in den Hauptvoranschlag ausgenommen. Ein Antrag des Finanzausschusses, die Kammer möge auch für das Jahr 1872 die früher gefaßten Be- fchlüffe auf Ueberweifung der Ueberschüsse aus dem Badebetricb in Nauheim zur Bildung eines Kurfonds bestätigen, wird angenommen und eine deßfallsige Interpellation Curtmann's Seitens des RezierungScommtffärS Schleiermacher dahin beantwortet, daß die Regierung der Ansicht sei, daß das Bad Nauheim erhalten werden müsse, daß in dem gegebenen Zeitpunkt die für die Erhaltung desselben geeigneten Maßregeln zu ergreifen sein werden und baß sie nicht daran zweifele, daß die Eigenschaft dieses Bades als Heilbad sich auch nach Beseitigung de« Glückspiels geltend machen werde. Es liege ferner in der Absicht der Regierung demnächst die Erhebung einer Kurtaxe einzuführen, von welcher Maßregel man seither nur dadurch abgehalten worden sei, baß die KurhauSavmtnistration sich derselben widersetzt habe. Gurtmann befürwortet noch die Errichtung einer mit einem entsprechenden Dispositionsfonds und freiem VerfügungSrecht auSgestatteten Brunncndirection. Sodann wirb einem Anträge Keil's (Melbach) beigestimmt, 1 1 die Regierung ju ersuchen, diejenigen Felder, auf welchen die Braunkohlenlager vollständig abgebaut sind, baldmöglichst der landwirthschaftlichen Benutzung zurück- zugeben. Zu Hauptabtheilung I1L „Direkte Steuern" beschließt die Kammer, für das Jahr 1872 eine Belegung des Guldens direkten Steuer-Kapitals mit 10 Kreuzer 3J/2 Heller vorzusehen und einen Ertrag von 3,840,108 fl. 30 fr. in den Hauptvoranschlag aufzunehmen. Veranlassung zu längerer Debatte bot die Position „Brückengeld und UeberfahrtSgebühren", bei welcher die Majorität des Ausschusses beantragt hatte, für das Jahr 1872 keine Einnahme aus Brückengeld wehr im Finanzgesetz vorzusehen, dagegen bis zum Abschluß des FinanzgesetzeS eine Einnahme von 12,000 fl. Die Regierung hatte den Ansatz von 55,500 fl. proponirt, womit sich die Minorität des Ausschusses einverstanden erklärt hatte. Zunächst ergreift Fink das Wort, um sich wiederholt gegen die Erhebung von Brückengeld als eine Ungerechtigkeit auszusprechen. Wie in den früheren Verhandlungen über diesen Gegenstand, so trat auch heute wieder der Regierungs- comm'ffär von Biegeleben entschieden für die Forterhebung des Brückengeldes ein und bezeichnet dessen Beseitigung als eine Ungerechtigkeit gegen den größten Theil der Bevölkerung des Landes zu Gunsten localer Interessen, Dumont tritt dieser Ansicht der Regierung scharf entgegen und deducirt, wie namentlich die Schiffbrücke zu Mainz ein hohes staatliches und namentlich auch ein militärisches Interesse habe. Röder befürwortet eine gänzliche Befreiung der Bewohner von Caste! und Kostheim vom Brückengeld refp. dessen weitere Ermäßigung und Edinger spricht für gänzliche Beseitigung der Abgabe als einer ungerechten Besteuerung der Arbeiterbevölkerung. Nachdem sich wiederholt der RegierungScommiffär, sowie die Abgg. Wernher und von Löw für Beibehaltung des Brückengeldes ausgesprochen, verwirft die Kammer den Antrag der Majorität dcS Ausschusses und nimmt als Einnahme aus dieser Abgabe 55,500 fl. in den Hauptvoranschlag auf. Frankfurt, 12. März. Abermals ein Unglück durch Einsturz. Heute Morgen stürzte der Schacht, welcher zum Einlaß der Auswurfstoffe dcS Schepeler'schen Hause- am Roßmarkt in den städtischen Canal angelegt wurde, zusammen und begrub drei Arbeiter. Augenblicklich (9 Uhr) ist man noch mit den Rettungs- arbeiten beschäftigt. (Nach neueren Nachrichten sind alle drei glücklich gerettet.) Berlin, 12. März. Der altkatholische Pfarrer Kaminski aus Kattowitz hatte am Montag Mittag eine Audienz beim Cultusminister, um bei diesem für die staatliche Anerkennung seiner Gemeinde, zu wirken. Berlin, 13. März. Die Nachricht, daß die beiden Häuser des Landtages während der ReichstagSsession vertagt werden sollen, wird competenterseits als unrichtig bezeichnet. Dagegen wird behauptet, daß die Einberufung des Reichs. tageS noch hinausgeschoben sei. Berlin, 13. März. Herrenhaus. Auf die Interpellation des Grafen Münster, ob die Regierung die Herstellung des Kaiserhauses zu Goslar beabsichtige, antwortet der Cultusminister, die Regierung werde den Ausbau unternehmen, lieber Vie Anfangszeit der Ausführung schweben Verhandlungen, worüber später Mit- theilungen erfolgen sollen. — Die Gesetze über die Ausdehnung der Deichwesen- Vorschriften auf Schleswig-Holstein und die Todes-Erklärung der Vermißten werden angenommen. Insterburg, 11. März. Der Probst Dinder zu Königsberg hat den katholischen Pfarrer Grunert wegen Nichtunterwerfung unter das Dogma der Unfehlbarkeit auf bischöflichen Befehl seines Amtes entsetzt. Leipzig, H. März. Vor dem hiesigen Bezirksgerichte begannen heute die Schwurgerichtsverhandlungen gegen Bebel, Liebknecht und Hepner, welche wegen Vorbereitung des Hochverraths angeklagt sind. Liebknecht ist außerdem noch wegen Beleidigung des deutschen Kaisers unter Anklage gestellt. (Liebknecht ist ein geborener Gießener. Red.) Karlsruhe, 11. März. Abgeordnetenkammer. Die von verschiedenen Abgeordneten eingevrachten Gesetzvorschläge, betreffend die Untersagung der öffentlichen Lehrwirksamkeit der Mitglieder religiöser Orden oder ordensähnlicher Congre- gationen und Abhaltung von Missionen durch Mitglieder religiöser Orden, wurden, nachdem die Regierung ihre Zustimmung erklärt hatte, mit großer Majorität angenommen. Straßburg, 9. März. Die „Straßburger Zeitung" schreibt: Verschiedene Blätter bringen eine dem Münchener „Volksboten" entnommene Nachricht, wonach der preußische Gouverneur von Straßburg den hochwürdigsten Bischof Andreas durch einen seiner Adjutanten mündlich ersucht hätte, am 22. März zur Feier des Geburtsfeste- des Kaisers einen Fcstgottesdienst in der Diöcese anordnen zu wollen. Der greise Prälat soll sodann dieses Ansinnen mit dem Bemerken abgelehnt Haden, unter den obwaltenden Verhältnissen könne dies nicht geschehen, denn es sei zu befürchten, daß TagS vorher sonst alle Kirchen in Flammen aufgehen würden. Der Sachverhalt des Vorganges ist in dem Obigen durchaus unwahr dargestellt, und geben wir den richtigen dahin, daß die Verhandlungen zwischen dem Bischof und dem Gouverneur persönlich geführt wurden; sie bezogen sich allein auf die Abhaltung eines Festgottesdienstes am bevorstehenden 22. März für die katholische Militärgemeinde Straßburgs im dortigen Münster, und stellte der Herr Bischof das Munster zur Abhaltung dieses Gottesdienstes auf das bereitwilligste und freundlichste zur Verfügung. Oesterreich. Wien, 10. März. Die „Nuova Roma" meldet, ungeachtet aller Dementis, von eifligen Unterhandlungen des päpstlichen Stuhles mit Oesterreich wegen Fortsetzung des in Rom abgebrochenen Concils in Trient; doch scheint die österreichische Regierung, ohne geradezu abzuweisen, den Vorschlag nicht sonderlich günstig auf- genommen zu Haden. Wien, 10. März. Das Ministerium AuerSperg-Lasser-Stremayr tritt in der Altkathoiikcnfrage Den Rückzug an. Die Verordnung der k. k. Statthalterei von Oberösterreich, durch welche Den Rieder Altkatholiken der öffentliche Gottes- dienst unterlagt wurde, ist zurückgenommen worden. In Wien setz-n die Altkatholiken die öffentliche Ausübung ihres Cultus in der RathhauSkirche fort. Indem die Regierung dies gestattet, erkennt sie eo ipso an, daß die Altkatholiken schon eine gesetzlich anerkannte Religionsgenossenschaft sind, denn nur eine solche darf nach Den Staatsgrundgesetzen öffentlichen Gottesdienst halten. Damit ist aber dem ministeriellen Rundschreiben (vom 20. v. M ) gegen die Altkatholiken das Fundament entzogen. Der Gemeinderath von Warnsdorf in Böhnern hat gegen die ministerielle Entscheidung, daß die Kinder altkatbolischer Elt.rn zur Theil- nähme an dem von Unfehlbarkeitspriestern ertheilten Religionsunterricht verpflichtet seien, Protest erhoben und die Anstellung eines altkatholifchen Religionslehrers an der städtischen Volksschule beschlossen. (5-3) Schweiz. Bern, 12. März. Der Bundesrath sendete auf die Gerüchte, daß in Tessin Nathan eine neue Bande zum Eintritt nach Italien werbe, den Justizdepartementö- secretär Trasel zur Jnsormirung an Ort und Stelle. Bis jetzt Haden sich die Gerüchte als übertrieben erwiesen. Belgien. Brüsiel, 8. März. Der hiesige Asstsenhos hat die Verhandlung über die gegen einen der Obern des Brüsseler Waisenhauses, der Kongregation des heiligen Joseph angehörig, angestrengte Klage geschloffen. Derselbe hatte die ihm anver- trauten taubstummen Zöglinge auf Die schändlichste Weise gemißbraucht. Die Geschworenen beantworteten sämmtliche ihnen vorgelegten Fragin bejahend. Pater Guedon wurde zu 15jähriger Zuchthausstrafe verurtheilt, für eine Dauer von 10 Jahren unter die besondere Aussicht Der Polizei gestellt unD auf immer seiner Bürger- und sonstigen Rechte verlustig erklärt. Brüssel, 13. März. Man schreibt Der „JndepenDance" aus Paris: In Folge von Vorstellungen aus Berlin sind Die FortificationSarbeiten, Die in Den zuletzt von Den Deutschen geräumten Provinzen stattfanden, sistirt worden. — Russische Agentm unterhandeln hier mit den Chefs Der polnischen Emigration. Jrn Falle Des Gelingens Dieser noch nicht bekannt gewordenen Verhandlungen erläßt Rußland eine Generalamnestie. Frankreich. Paris, 13. März. Thiers empfing gestern den neuernannten Gesandten bei Der italienischen Regierung, Herrn Fournier, welcher Diese Woche nach Rom abgehen wird. Nachrichten aus Rom bestätigen, Daß Der Papst entschlossen sei, in Rom zu bleiben. Italien. Rom, 11. März. AbgeorDnetenkammer. Eine Anzahl Deputate aus allen Fraktionen Der Kammer stellen Den Antrag, Die Kammer möge ihren lebhaften Schmerz anläßlich Des Todes Mazzini's ausDrücken. Der Antrag wirD einstimmig angenommen, nachdem Der Präsident Die Verdienste Mazzini's als Schriftsteller und Patriot, sowie als eifriger Beförderer Der Einheit unD Unabhängigkeit Italiens hervorgehoben hat. England. London, 9. März. Die Politik, welche die preußische Regierung mit Dem Schulaufsichts-Gesetze verfolgt, und Der große Sieg, Den sie im Verein mit Der freisinnigen Mehrheit Der LanDeSvertrttung über Das feuDal-ultramontan-polnifche BünDniß Davongetragen hat, finDet hier zu Lande fast ohne Ausnahme eine theil- nahmvolle Begrüßung. Fürst Bismarck, „Der ein Thurm war in Der Schlacht", welche jetzt gegen Die WiDersacher des Deutschen Reiches gewonnen worden, hat nach mancher Seite hin einen schweren Stand gehabt, ehe er Diesen seinen parlamentarischen Feldzug eröffnen konnte. „Aber Die Folge Des bedeutsamen Ereignisses" — sagt der Economist — „wird eine Verstärkung der Lebenskraft unD also auch Der Macht Des parlamentarischen Systems in Preußen, ja, in Deutschland sein. Es ist klar, Daß eine Niederlage BiSrnarck'S seinem Rücktritte gleich- zuachten gewesen wäre. Die Mitglieder DeS Landtages fühlten Daher, daß sie eine große Macht, eine Macht von europäischer Wichtigkeit, in ihrer Hand trugen, und nichts kräftigt ein Parlament mehr, als das Bewußtsein Der Macht, einen fast für unentbehrlich gehaltenen Mann entlassen zu können. Zu gleicher Zeit aber ist in Betracht zu ziehen, Daß Bismarck hauptsächlich durch seine eigene Tüch- tigkeit im Landtage triumphirt, und nichts stärkt wiederum die Vorliebe eines StaatSmanneS für ein großes Machtwerkzeug, als Das Bewußtsein, Dasselbe handhaben zu können. Ohne anzunehmen, daß ein Mann Der Willkür sich im Handumdrehen zu constitutionellen Ideen bekehrt hätte, Darf man Doch voraussetzen, daß Bismarck sich mehr unD mehr auf Die LandeSoertretung stützen wird, und ein Minister, Der sich auf fein Parlament verläßt, wirD seine Politik stets mehr oDer minder nach Den Ideen Der parlamentarischen Mehrheit gestalten.* Amerika. Newyork, 12. März. Die Republikaner siegten bet Den Wahlen in Newhampshire. — Die russische Flotte ist gestern aus Der Havanna nach Rio De Janeiro gesegelt. Local-Notiz. Gießen, 14. Marz. Künftigen Samstag wird Herr Massa, Professor der Physik und indischen Magie, welcher seither fast in allen größeren Städten Deutschlands so großen Beifall erntete, dahier eine Vorstellung in der natürlichen Magie geben. Herr Massa, welcher zum erste» Male bei uns auftritt, hat sich bereits in vielen Landern das Renommee eines auSgezefchneten Künstlers sowohl in den höchsten Cirkeln als auch bei allen seinen öffentlichen Vorträgen erworben und durch die von ihm bereiteten Ueberraschungen und reichliche Abwechslung seiner Tausevd- künstlereicn überall die lebhafteste, beifälligste Anerkennung und den rauschendsten Beifall erhalten, denn derselbe versteht eS vollkommen, angenehm zu unteihalten und seine Herereien so zierlich, nett und sicher zu machen, daß man versucht ist, ibn für einen Zauberer zu halten. Nach eine« Wiener Blatt wußte Herr Massa durch seine Leistungen so sehr zu fesseln, daß er dort 92 Vor, stellungen geben konnte, waS aufs deutlichste seine vollkommene Sicherheit, außerordentliche Gewandtheit und wahre Originalität in den Gskamotagen bekundet, er wird auch hier eine höchst willkommene Erscheinung sein. Vermischtes. Ladenbnrg, 6. März. Bald nachdem der heutige Schnellzug aufwärts hiesige Haltstelle verlassen batte, gewahrte man auf dem Bahnkörper zwischen hier und FriedrichSfeld ein Kind herumlaufen. Auf die Frage des ihm entgeqeneilenden Bahnwärters, wo es herkomme, antwortete eS: „Aus Amerika". Und wo willst Du hin? „Zur Großmama". GS stellte sich nun heraus, daß der Kleine, welcher die Reise von Amerika hiehec mitmachte, während deS dahinbrausende» Zuges sich dem Thürfe.ister näherte, die nicht verschlossene Thür sich durch das Anlehnen öffnete und das Kind hinauSfi,l, ohne irgend Schaden zu nehmen. Nach kurzer Zeit kam der Vater, welcher in FriedrichSfeld auSgrstiegen, todtenblaß daher geeilt. Als das Kind seiner ansichttg wurve, sprang eS ihm freudig entgegen. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 13. März. Die gestern und vorgestern constatirte Lustlosigkeit der Börse auf speculativem Gebiet nahm heute noch größere Dimensionen an und verwandelte sich so zu sagen in Avalhie, so daß die Course sämmtlicher Speculationseffecten bei ganz darniederliegende« Geschäft die rückwärts gerichtete Bewegung weiter verfolgten. Creditactieo, obwohl mehrfach ^rad)t- OberhesW f Formular« zi°ck»rt°- ***%»Mv * - X*U® fr - Bank KUtW® liebt, bts^' #«.»*** Besonne 5 Ochntiich 1281) Erbans, den Nachlaß der hier ledig verstoi Küttig von Glc Lagen bei unterz zu machen, wibrii Mus überwieset Gießen, den 8. Großherzoglic Dr. Muhl Sladtrichte Setav 1301) Jm F zeichneten Gerich trag vollzogen n Löse frfbft feit 1 tyini .Moses Löser' Mast und einen' Ehesrau Settch und dem Lev und yroax ^ebe Girsten, den Großherzog _____________Dr, i 1236) B können Ka Linsen an; Gießen, bei Großherzoglilt <8 DvlNM 1290) Der in ^nbera tzelrtz Camnalsiscus^ Zwischenbau i - 511,35 u d-rP-rz-üm, ”0Nt||e unt W einem Flc iufammen 133 S?en siscal. S; «Äon- Witter MM &nb Men 2°ß und bei ’Wlieaenb üotn" N erste/ Witb J StP la,,e»tlt6= tö W 61t J über * heilige« M anvet. Die Ex. Mr Oaun m lffl« feiner * 3» die in den Wen. Migration. MnWungen sandten bei i Rom ab- fa fei, in e aus allen ■B lebhaften elnilimmig vchkiftßkller ■eit Italiens ig mit dem ein mit der an-polnische i eine theil« t Schlacht", )vlben, hat feinen par Hptnen Gv Ktraft unD n Dtutfä' M M- )ex, vaj » iant trugen, Macht, einen gleich» Zeit eigene XW . orliebe einii sjselbe Hand h im Haut- vorauSfetze°l mjed, unt ik ßets och 1/ \n in 91«' «* ®£ litt ju® tr7* *" troov ■ifaü t» l"'1* 91«4 >.i der. 9 1 9 1183/4 935/8 1057/8 2 22 1882r 96 1885r 971/4 1887r 973/4 ent: ent= Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Dis conto 3 1 95 126 8 2 22 Versteigerungen. Domänen-Versteiqerung. „ 1703 „ 298 8. 993/4 8. 1047/8 8. 963/8 8. — 8. 88 240 Wellen 480 „ 3305 Wechsel. Amsterdam k. 3. 987/g 1. 8. 1053/4 3Vz %____ Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 60 V8 3°/0 öst. s. Lombard 513/8 30/0 Livorneser 393/< 5% Tosoaner 613/4 50/0 Elisabeth.-Prior. 84 Ernst Hermes, Materialist. Buchen-Scheidholz, Eichen: „ Nadel- ,, Vuchen-Prügelholz, „ Stockholz, Eichen: „ Holzversteigerung in den Waldungen der Stadt Oeffentiiche Aufforderung. 1284) Erbansprüche an den unbedeutenden Nachlaß der am ^Januar 1870 dahier ledig verstorbenen Jettchen Stern, gebürtig von Gladenbach, sind binnen 90 Tagen bei unterzeichnetem Gerichte geltend zu machen, widrigenfalls der achlaß dem Fiscus überwiesen wird. Gießen, den 8. Marz 1872. Großherzogliches Stadtgericht Gießen, vr. Muhl, Oppermann, Stadtrichter. Stadtger.-Astessor. k. k. Aetien. 50/q öetr. F. St. E. B. 410 Lombard. Bahn 219 Ludwigsh.-Bexbach 206 Maxbahn 151 '/z Bayer. Ostbahn 153*/4 Rhein-Nahebahn-Act. 481/z Hess. Ludwigeb.-Aot. 194^ Oberhessen w 88f/8 Wegebau. « "am 1298) Di- Erd-, Planir- und Chaussir-^ Gr-bh-rzoglich- Sürgermeifter « | Das Arbeiten, sowie die Lieferung von Chaussir- k. S. k. 8. k. 8. k. 8. m. 8. 2192 Nadck-Stangen, 18,49 Cubikmeter end Eichen- „ Buchen-Prügrlholz, Eichen- „ Erlen- „ Buchen-Stockholz, Eichen- „ Erlen- „ Buchen-Reisholz, Eichen- , Nadel- Erlen- „ Dornen- „ Werk- und Nutzholz: 5,4 83,3 40 6 57 27 2 26,9 2,1 1,5 1,0 2,7 II. Anlehen*B®o*e. Kurh. 40 Thlr. Loose 73 Nassau 25 fl. 42'/r Braunschweiger 21 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 40 40/0 bayr. Pram.-An). H4l/2 Ansbacher 7 fl. 13Vr 40/0 badische Loose 1143/4 Badische fl. 35 Loose 71 Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsh ose 201V? 1860r Loose 93^2 1864r n 157 Stadt Florenz 86 BSreennacbrichlen. 13. März 1872. Preuss. 4i/zO/o Oblig. 104 Frankf. 31/2 °/v Obi. 891/4 Nass. 41/2% Obi. 100 Kurhess. 4% r 943/4 Gr. Hess. 5% Obi. 103 l/z , n 4O/o » 977/8 „ n 3V2% n ~ Bayer. 5% » 100 Vg „ 41/2% 1jährige 1003/8 „ 4O/o 1jährige 953/4 Würternb. V/2% Obi. 993/4 Baden 41/2% Obi. c. £. L. — Oesterr. Silberrente 645/q w Papierrente 591/< Spanier, neuest. 3% 31 Amerik. Bonds 1881r 1003/i 1290) Der in der Rosengasse, Gemarkung Grünberg gelegene, dem Grotzherzoglichen Cameralftscus gehörige Fruchtspeicher nebst Zwischenvau und Hofraum, als: Flur I Nr. 511,35 und 511,27 bezeichnete Theile der Parzellen, Nr. 511,7 Hofraithe m der Nosenaasse und 511,2 Grabgarten daselbst, mit einem Flächeninhalt von 1274-6 oder zusammen 133 DÄla tern, gegen Norden . In Ten fiscalischen Schloßgarten, gegen Osten an Konrad Stern und Geometer Ritter Wittwe, gegen Süden an die Rosen- gasse und gegen Westen an dlw stscalische Schloß und dessen Hof angrenzend, werden nach vorliegender Verfügung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs nach den Vorschriften des Domänen - Veraußerungs- aesetzes vom 2. Juni 1821 ^ Montag den 13. Mai 1872, Vormittags 9 Uhr, auf dem RentamtSbüreau zu Grünberg einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt. Die Versteigerungs-Bedingungen liegen vorher auf unserem Büreau, sowie in Grünberg beidemVersteigerungscommissar, Herrn Konrad Voneiff UL, Gemeinderaths- mitglied, zur Einsicht offen. Kaufllebhaber, welche die Objecte einzusehen wünschen, wollen sich an Letzteren wenden. Gießen, den 11. März 1872. Grobherzogliches Rentamt Gießen. 1162) Dunqgyps und Kleesamen bei I. G. D. Bapst- Bekanntmachuntz. 1304) Im Firmen - Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: , . Moses Löser zu Gießen betreibt da- selbst seit l Januar l. I- unter der Firma . Moses Löser" ein Liqueurfabrikattons- geschäft und einen Branntweinhandel. Seiner (yhefrau Settchen, gebornen Florshelm, und ^dem Le o Amb ach von Würzburg aeaenroärtifl zu Gi-8-n wohnhait, hat er, und zwar 3eoem für W, Pr«cura ertbeilt. ^Gr°ßherz"gliches Stadtgericht Gießen. Dr. Muhl, Stadtrickter. sollen . . o. . a Sonnentag oen 21. d. Mts-, um 10 Uhr, . dahier vergeben werden. Offerten aufeinzelne Strecken, am alle zusammen ober auf einzelne Arbeiten und Lieferungen stnd im Termine schriftlich abzugeben. J Spezial-Kosten-Anschlage u- Vergebungs- Bedingungen liegen hierzur Einsicht offen- Krofdorf, den 11- Marz 1872. Der Bürgermeister: C 0 ln 01. Prämienstraße von Wetzlar nach Heuchelheim, veranschlagt für die Strecken: Garbenheim zu 2715 Rthlr. 16 Sgr-, rkC * 14 H Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtliche« Formulare, stnd zu haben bei W. Klee, am Markt. „ Nadel- „ Eichen-Stämme, 5,57 Cubikmeter haltend, „ , Nadel-Stämme, 0,95 Cubikmeter EichemStangen, 1,66 Cubikmeter 1291) Es werden ^^rsteigert. District Struth bei Beuern: » “ÄÄÄ4Ä 'T $SS ' 28 n " " 8 ’n Stvckhvlz, - gSSSMSr- Di- Zusamm'nkunft ist M°?gms um 9 Uhr im ©oljf*la0e, ganz m der Nah. den 20. d. Distmct B°ls°rsh°us°r Wäldchen bet I Die Ä Ä - der MH- VON Grvß-Buseck. 1872. Am end t, Oberförster. Treis a. d. Lda., den 11- mcarz ______ sollen Montag den 18. d. Mts-, Nachmittags 2 Uhr, im Rathhaus zu Atzbach versteiaert werden. Krofdorf, den 12. März 1872. Bürgermeister-Amt. Versuche zur Entwickelung ^^dec?innahmen haben^den Speculanten den Geschmack an ignorid. 409*/4, d.e dauernd n ^nde«mnaymen q heften hielten sich Nationalbank tiefem Effect fast ganz verdorb . b - f unb gsterreichisch-deutsche bet bei 887 889, w.e denn ub^haupt ^Lanken^flch g^l ^nin Frankfurter Wechsler- ziemlich lebhaftem Brüffeler Bank in Frage. Die von der öfterreichisch-deutschen bank 116V2- Bremer aüftrottürkischen Creditbank wurden mit emem Bank heute d 9oI)ue ach j^och bei der allgemeinen Abgespannthett großes Ge- kleinen Agio oufgenom ' . . . reu|f mehr den Hintergrund und nur bie in letzter schäft darin entwickel e. b , Norkost- und andere ungarische Linien, sowie Buschterader, Zeit überhaup beliebten undar,1* n p^ose still und größtentheilö offerirt. dagegen Anlage- stärkere Kaufaufträge eingelaufen. Eichen- v Nadel- „ Buchen-Prügelholz, Eichen- „ Birken- w Nadel- „ Buchen-Stockholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Reisholz, Eichen- ,, Nadel- „ sowie Holzoersteiqerung im Gießener Stadtwalde. I Holzversteigerung. 1228) Montag den 18. März 1872 ]1240) Montag den 18. März l. I-, von Vormittags 9 Uhr an, . I von Morgens 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, DlstrrctL im Bersröder Gememdewalde, Dt- Mühlkopf, nachverzeichnetes Holz öffentlichSpitz, Luh, Waldwres und Struth, versteigert werden, als: inachverzeichnete Holzsortimente zur Berfter- I. Brennholz: igerung kommen Buchen-Scheidholz, I 124 R.-Meter ! ... «■ -»xs ssSSväS ausländischen Zeitungen, als deren be Lv ^r seit langen Jahren in ftranf: Kladderadatsch ^naunt werden d^f, ff ne^erdmg 1 » Annoncen-Pacht der furt a. M. ersch^nende ''Franksurter-oeRudolf Mosse überge- gangen'^ dar/diefts"als neues Aequioalent für das der genannten Firma allgemem entgezengetrag-n- Vertrauen bezeichnet werden.| Laubach. 1285) Freitag den 22. März l. I- sau in dem District Eichberg folgendes Holz ^^370 R^-Mett/Buch Z : : SÄ' 740 „ Reiser, 36 Eichen-Bau- und Werkholz-Stamme, 4 Hambuchen-Stämme, 10 Erlen-Stämme. wnrtrnena Die Zusammenkunft ist des Morgens Uhr an der Chaussee nach Ruppertsburg. 700 Stück Bohnenstangen. Daubringen, den 13. Marz 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Daubringen Hämmerle.___ 12Y3) 4 R- - Meter Eichen - Küferholz Feilgebotenes. Häcksel- und Dreschmaschinen, Krippen und Tröge von Eisen und Lungstein, Künstliche Dünger, em^siehtt"'^ Emil Pistor. (1305) 1276) Käskuchcn, Radanküchelchen, mürbe Bretzelchen und Hörnchen, tag- Ud> ^August Noll, im Stern. e**m Man,*,«,. »tWr""" 21 1,2 w 16 27,2 , 2 155,2 w 4 20,4 „ 70,4 ... Bau-, — 61 Eichen-Stämme mit 14,83 Cub.-Meter, 64 „ Stangen „ 4,91 „ zot;tttluo utu ----- 14 „ n " Ocho » ",nlKrokberzoaliche Bürgermeisterei Bersrod. 1 Schicht- Eich-u. Nutz - Sch-idholz mit^rotzherzogum __ 3u®mSSft .ft.„““f b'ref®ran’ Holzversteiqerung 1212) SckineUwaagen refp- Butter- und Fruchtwaagen nach neuester Con- ftructton, von 10—300 Pfd. Tragkraft, verkauft fertig geaicht unter Garantie zu sehr billigen Preisen__Earl Hensel. Geeichte Dcctmal- und Tafelwaagen, Waagbalken, neue Gewichte, Maaße, emffi-h"^ EmilPistor. (1306) 1286) Dickwurzeln und Stroh zu verkaufen bei Theodor Wortmann. 1281) Kleesamen in sprima» Qualität bei Ernst Hermes. 1249) Gute Erbsen und Kartoffeln verkauft Metzger Malkomesius, am Wallthor. izanni (9H) Neuenbäuen Lit. B- Nr. 85. 6 Schneider H. Metzger, inLich- Redaction, Druck und Verlag der Brüh l'schen Unio.-Druckerei (Fr. Chr- Bietsch) in Gießen. ,1261) Für ein hiesiges Fabrikgeschäft wird zum sofortigen Eintritt ein Lehrling gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1^97) Ein kleiner Hund, Spitz, schwarz und weiß gefleckt, ist entlaufen. Dem Wieherbringer eine Belohnung. Louis Frohnhäuser. Laden meines Nebenhauses mit dazu gehöriger Wohnung, be- ftehend aus 4 Zimmern, 3 Kammern, Bodenraum, Küche, Keller re., ist zu vermiethen und am 1. Avril beziehbar. IZi'. A. Mettenheimer. 1232) Ein Gärtnerbursche wird gegen guten Lohn, sowie Kost und Logis im Haus zum sofortigen Eintritt gesucht bei ' Wilh. Wenzel, tm Garten. 1299) Auf dem Wege von der Schloßgasse bis zum letzten Haus an der Grünberger Chaussee ist ein Bibliotheks-Buch verloren worden. Der Finder wird gebeten, cs bei Herrn Ottmann in der Schloß- gasse abzugeben. 1211) Dunggyps, rothe Kleesaat, sowie Luzerner und Weißklee in bester Waare, verkauft billigst Carl Hensel. Bermiethungen. .038) Der dritte Stock meines Hauses ist pr. 1. Juli zu vermiethen. I. G. D. Bapst. I im Darmstädter Haus. Tagesordnung: 1) Antrag auf Statutenänderung, 2) Rechenschastsablage, 3) Allgemeine Vereinsangelegcnheiten. _________ Der Vorstand. „Ausverkauf" I wegen Aufgabe des Geschäfts. Aus Gesnndhetts Nücksichttn habe ich mich ent ; Theater in Gießen. 1302) Freitag den 15. März: Aschenbrödel. Preis-Lustspiel in 4Akten,von N. Benedix Friedrich, Director. Strohhüte werden von jetzt an zum Waschen und g a <; o ii in r c n angenommen von (866) Louis Gail, Mäusburg. vermittelt Ausverkaufs geschehen. Demuifolge habe die Preise meiner sammtlichen Vorräthe bedeutend herabgesetzt und gewahre außerdem einen Rabatt von Sechs lireuÄern Aula: Vierter und letzter Bortraa zu Gunsten gemeinnütziger Zwecke, namentlich zur Förderung der bi er „ , ^.'"^.^ründeten Fortbildungsschule, „lleber Wiederbelebung des klasstscken AltcrthumS 'n Italien tm 14. und 13. Jahrhundert" 4 BDn Herrn Professor W. Onckcn. nn„n Elntnttskarten m der Ricker'schen Buchhandlung a 48 fr., am Ein- gang a i ji. Bekcinntmachnna. wÄKttft'SÄ'ÄÄSÄi' MMZUMSZW werden recommandirte Depeschen jedoch nur in sehr aerinae? »U“ IütC fÜV ^ecom4manba;^„M0\e^,n^e^^ ®Ud)fta3b“nbobf™Ä^n=®7upapUefna^ ^7?°« eink3eIn f‘^enbe" bei ber ber Wortzahl, abweichenb von ben allgememen BesttmmÜna'en^ez Im Auftrage: ____________________ Delbrück. unb außer dem Hau e Näheres bei iPbatent-Brille^ welch- Sbnnt°g °N°cht an cs1 aTqV ' ^.cr Untv. - Apotheke verloren ging, tt-hält --Reichensand Nr. 133. eine gute Belobnuno in Pit 9r 19 Dr. Schneiders Lehranstalt - * für faninuirtljr, ßirrbrdiier uni) Miller . in Worms a. Rh., ...B ... « , - dies sg Stts »KT -21 *“■ § Strvhhüte werden zum Waschen, Färben und Facon- niren angenommen bei Wilhelmine Fuhr, Kirchenplatz. 1296) Ein braves Dienstmädchen gegen guten Lohn gesucht von Für Auswanderer. ^^gft^7haL7?n?Ltä.aaen 6äfen amerifa Haus mit Zubehör ru - -------— . ® * 1-33) Das tm unteren Theile des £11. Wenze l'schen Gartens allein stehende Wohn- 1096) Mein in der Brandgasse Lit. A-! ^^"s ist zu vermiethen und im Mai beziehbar 1294) Im Brüh l'schen Hause am Brand ist em freundlich möblirtes Zimmer zu vermiethen. 1262) Zwei ineinandergehende, Stuben sind zu vermiethen in Lit. A. Nr. 130, auf dem Asterweg. 763) Photographie-Rah- men und Goldleisten bei Wilh. Balser. NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt. 1210) Häckselmaschinen unter Garantie zu Fabrikpreisen, sowie Dickwurzmühlen, sind zu haben bei Carl Hensel. Um nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmikkok m _________________ eine gute Belohnung in Lit. A. Nr. 12 bei gutem Lohn da^nde^Be^ck/äfOgun^bei ®.in Gymnasiast oder Realschüler Schneider .6 eti n fflnn in einer Beamten - Familie von künftigen Ostern an Kost und Logis und zugleich auch, wenn es gewünscht wird, Nach- htlfe in allen Lehrgegenständen erhalten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1300) Die Wiese der früheren Poslkassier Hoffmann'schen Besitzung ist per 1872 zu verpachten. Zinßer & Schmidt. 1167) Ein Garten in bester Lage, nahe bei der Stadt, ist zu verkaufen. Angebote wolle man machen Wetzsteinsgasse Lit. A. Nr. 62__________ 1287) Ein Garten auf dem Nahrungsberg ist zu verkaufen oder zu verpachten in Lit- B- Nr. 191, Neuenweg g, L. Kauffmann, Alicenstraße. I 1200) Junge Leute finden Arbeit in der Lampenfabrik von F. Habenicht. 1308) Die neuesten Sachen in Blumen, Federn, Stroh- 1309) büten, Sonnen- u Regenschirmen, Kragen u. Manchet- ten, Neglige - Hauben, Rächt-Hauben, seidenen Shäwlchen, Moirve-Schürzen, sowie Herren-Binden, sind in neuen Sendungen augefommen und verkaufe solche zu sehr billigen Preisen. Julius Landauer, Neuenbäuen. NB. Auch werden Slrohhüte zum Waschen und Frommen angenommen. 1230) Mehrere tüchtige Arbeiter finben bauernbe Be,chastlgung bei H. Mulch, Herrenkleidermacher, Eck der Brandgasse. onnn3«1) Heinemann Hermann hat 2000 fl. auf doppelte hypothekarische Sicherheit zu verleihen. Geschäfts - Verlegung. 1307) Mein Verkaufslocal befindet sich im Hause des Herrn Chr Scharmann, Ecke des Kreuzes, und empfehle das Neueste aller Arten Schirme, ebenso Stoffe zum Ueberziehen der Schirme-, einer gütigen Beachtung. 5p4 FranE. NB. Das Repariren wird bestens und billig besorgt. Nr- 202 dahier zu jedem Geschäft vortheilhaft! --------~~~—:— gelegenes, sehr geräumiges Wohnhaus, zwölf 1U UPrmipfhpn wtt Cabmet Zimmer und drei Küchen, zwei Speicher, Kel-i tz Nttts Näheres bet der Expedltlon ler, Hofraum und Stallung enthaltend, bin! ich Willens aus freier Hand zu verkaufen.!" B'Ä “ *"1 Vermischte Anzeigen. Turimmm. 1303) Montag den 18. März, 8 Uhr Abends: Generalversammlun 1260) Meinen Garten in der Nähe der Katzenstein'i'chen Besitzung, 152 Ruthen haltend, beabsichtige ich zu verkaufen. _______________________August Oeser. 106 lUKlftr. Wiese in den Weiden, 103 „ Acker an der Broßbrücke, 243 „ Acker an dem Fluthgraben sind unter sehr günstigen Zablungsbedin- gen zu verkaufen oder auf längere Zeit zu verpachten. F. C- Loos, Lackirer. (847)