Hl'il. rrl M Jn- lnf6 Wm "n Seitungsflreit »ifUfiffii »rtifete tört tyidM'n der ehrabschnei« \ W mit xde । für einen mit■ tncr kezüchtigung, render. !egim ntS Rr. 116. 18 fr. H" (vitrtdjtytliä) n s'alme. — Alb trt 3 W - ». Lösch- Lnlchen om Bach. - [ he Rundschau. it. Joseph Echulj- finpffl- - Walter btxtbür, Ständchen, itb Tauwitz, Singe i *! leitung enthaltend, er- ir die >11(11, ptajnaime und 8»| ’ «1 q di u n | cb,r - ,uIL-/tVb OtnE l| . Vertretet tintS dn il utfchlan^infimM eine IflWW® ! nicht ft«rr« » : Prima-Rep A Z. Nr. 1990 Creselder Ztz. , vtrrreljährtg 1 L tr. «it Durch bi« Vr-st iViSjen biertell^xig 2 si. 29 k Erscheint täglich, mtt SUi» nähme Sonntags. Spedition: Tanzletberg, Lit. B. Nr. 1. \ 4 & T Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Ne. 292. Donnerstag b® 12. Dccember LÄ72 Wie Th-er- sich mit dieser veränderten Stellung der Parteien abfinden wird, das ist eben, wie wir schon auSgeführt haben, die große entscheidende Frage, über die schon die nächste Zukunst Aufklärung bringen wird. Daß er aber, wenn nicht unerwarteter We.se das Bündnch der monarchischen Fraktionen sich rasch wieder lockern sollte, den Plan einer the-lwuseu Neuwahl für’S Erste wird aufgeben muss n, scheint einleuchtend. Auch die gemäßigten republikanischen Organe, die noch zum Theii an der Idee der pariiellen (Steuerung festhalten, fordern, daß Thiers der Rechten kein Zugeständniß wache; auch sie fordern, daß er sich der Majorität gegenüber auf die Nation stütze. Sie übersehen dabei nur, daß in einem solchen Kampfe die Nation sich niemals von den gemäßigten, sondern stets von den radikalen Elementen lenken laßt; sie übersehen ferner, daß, was sie die moralische Macht der öffent- lichen Meinung nennen, tn Frankreich, sobald es Widerstand findet, stctS auf dem Punkte steht, in vffi ne Gewalt umzuschlogen. Wenn daher die gemäßigten Blätter vor jeder gewaltsamen und revolutionären Maßregel warnen, so läßt sich in die Aufrichtigkeit ihrer Mahnungen nicht der mindeste Zweifel setzen, denn ihre Politik aird ja von der Scheu vor weiteren revolutionären Erschütterungen bestimmt; aber t.efe Mahnungen werden fruchtlos sein, sobald erst die Agitation alle Kreise des Volkes ergriffen hoben wird. Die unerwartet entschloffene, s s' I v ” Hoffnung, daß Thiers auf legale« Wege eine partielle Erneuerung durchsetzen werde, bedeutend getrübt. r - mit der zuversichtlichen Erwartung erfüllt, daß er für seinen Plan auf eine, wenn a»'ch nur geringe, Mehrheit in der Versammlung w>rde rechnen können. Von dieser Zuversicht legte die entschlossene Sprache der Botschaft ein beredtes Zeugniß ab, und der im ersten Augenblick scheinbar überwältigende Eindruck der Botschaft war ganz geeignet, ihn in seinen Illusionen zu bestärken. Sehr bald aber zeigte es sich, daß die W rkung der Botschaft auf dke parlamenianschen Parteien fXnen Wünschen unv Hoffnungen durchaus entgegengesetzt war. Die R.chte sammelte noch einmal ihre Kräfte zum Entschcidungskampfe; im rechten Centrum kam eine Bewegung der antirepublikar-uschen Seite hin rum Durchbruch; Legitimisten, Orleanisten, Bonavartisten schlossen sich zu einer mächtigen Opposition gegen den Präsidenten zusammen, und daß sie, so lange ihre Einigung bauert, immer noch, wenn auch mit schwacher Majorität, bie Versammlung beherrschen, haben die CommissionSwahlen vom Donnerstag bewiesen. Die äußerste Linke hatte in der Zett, wo es ihr vor Allem darauf ankom, ein vollständiges Einvernehmen m t Herrn ThlerS zur Schau zu tragen, in ihrem Kampfe für die Auflösung der Versailler Ansammlung etwas nachgelassen; wie denn ja überhaupt bas Zuruckhalen aller radikalen Forderungen und em möglichst maßvolles Auftreten in Worten und Thaten bie noihwenbige Vorbedingung jedes Zusammenwirkens der Gambettisten mit dem Präsiben.'en und den gemäßigten Republikanern war. Ja es schien fast, als ob die Radikalen sich mit dem Lieb» ltngsgedanken der Gemäßigten und des Herrn Thiers, einer thetlweifen Erneuerung der Nationalversammlung, befreundet bähen. Und in der Thal würde ja tit Durchführung dieses Gedankens aller Wahrscheinlichkeit nach auSreich-n, um in der Versammlung, wenn auch nicht dem radikalen, doch dem republikanischen Element ein entschieden S und unbestreitbares Uebergewicht zv verschaffen. Gegenwärtig schwankt in der Versammlung die Waage zwischen beben Parteien, so doß fast jede neue Abstimmung seit einigen Wochen eine neue Ueberraschnng gebracht hat. Bei dem augenblicklichen Ueberwiegen der republikanischen Strömung im Lande würden aber aus partiellen Neuwahlen fast nur republikanisch gesinnte Abgeordnete hcrvorgshen, und damit würde dann die Macht der Rechten ein für allemal und endgültig gebrochen sein. Kam es ten Radikalen also nur auf Constituirung d'r Republik an, so konnten sie sich immerhin üb.r ihre doktrinären Bedenken betreffs der Vollmachten der Nationalversammlung hinwegfctzen und, um die Einigkeit im republikanischen Lager aufrecht zu erhalten, die Gabe der definitiven Republik auch aus ter Hand der gegenwärtigen partiell krneuerten Versammlung annehmen. Die Agitation für Auflösung der französischen jB-wegung, wenn fit einmal in Gang gebracht ist, eine Agitation für die partielle ■Erneuerung gar nicht auskowmcn kann, ist einleuchtend. Hatte der bisherige Adressensturm den positiven Zweck, die Politik des Präsidenten zu stützen, so wird der neue Adressensturm einen entschieden aggressiven Eharachr an sich tragen. Wer die Auflösung der Nationalversammlung fordert, stellt bie Machtsroge: er ma6 turch Drohungen zu wirken suchen; womit aber soll er drohen, wenn nicht mit der Gewalt, mit der Revolution? Auch läßt sich nicht bezweifeln, daß die Rechte alsbald eine Ge.enagitat'on zu organisiren vcrsuchrn wird, unv ba sie über die vollsthümlichen Elemente des Eicrus und des Bcnapartismus verfügt, so wird sic durch ihre Wühlereien wenigstens eine Steigerung der allgemeinen Aufregung zu erzielen im Stande fein. Einen entscheidenden Erfolg kann sie davon allerdings nicht hoffen, denn . fA ~ , Vie En-,fche'.dung wird ohne Zweifel in Paris fallen, und in Paris kann sie nicht ' l^schroffe Haltung der Rech.c« ha. aber die daran denken, unter den Mass u den Radikalen den Rang abrulaufen. p« p.y o'n» «nrHjß Dfrs ist aber auch schwerlich dre Absicht der Rechten. Ihr nächstes Ziel ■ ~,e 2"sEtzung d S rechtkn Centrums hatte Thiers geht offenbar dahin, sich den Präsidenten zu unterwerfen, und wenn ihr dies nicht gelingt, ihn zu stürzen, und durch einen ihr ergebenen General zu erfttzen. Sie setzt ihre Hoffnung auf die Armee, und die Haltur.g mehrerer hohen Osficiere zeigt, daß sie schon seit längerer Zeit bemüht gewesen ist, in dem Heere sich einen Anhang zu verschaffen. Wie viel sie mit bteftn Intriguen erreicht hat, das läßt sich allerdings noch gar nicht übersehen; wenn sich aber bestätigen sollte, daß ' sie für den Fall eines Conflictes auf Mac Mahon rechnen könnte, bann ist die Lage des Präsidenten allerdings eine äußerst ernste. Denn wenn die Rechte zu einem Staatsstreich entschlossen ist — ob ein ■ solcher Aussicht auf <5.folg hat, baS hängt eben von der im Voraus gar nicht ant Sicherheit zu berechnendcn Stimmung der Armee ab — so werden die Gegner 1 ter Versammlung Alles daran setzen müssen, um durch einen republikanischen Handstreich den Plänen der Monarchisten zuvorzukommen. Kann Thiers die Leitung eines solchen Handstreichs übernehmen? Wir bezweiscln es. Alles läßt sich danach an, daß, wenn erneute Verhandlungen des Präsidenten mit der Majorität resultatlos verlaufen sollte, ThirrS' Stellung ganz unhaltbar werden würde. Mag die Agitation für Auflösung der Versammlung auch scheinbar in seinem Interesse unternommen werden, er n ürte doch wahrscheinlich das erste Opfer eines durch sie herb.igeführten oder beschleunigten Zusammenpoßcs sein. Denn mit welchem Rechte kann man vorausfetzen, daß offenkundige Anhänger der Monarchie, die zwar Oie Rrpublrk als Thatjache gelten lassen, aber jeder feierlichen Anerkennung derselben den äußersten W-derstand cutgegensetzen, frcttoitlrg ihre Zustimmung zu einer Maßregel geben weiden, deren Durchführung die definitive Republik zur Folge tabtn würde? Faßte die Rechte das konservative Jntrr ffe in's Auge, dann freil ch würde sie eine Maßregel gut heißen muffen, die der radikalen Agitation für die Auflösung und allgemeine Wo kn die Spitz- addrechen würde. Da sie aber die Sache rom monarchischen Standpunkte aus betrachtet, da ibr konservativ und monarchisch gleichbedeutende Begriffe sind, so ifi ihr die theilweise Erneuerung fast eben so verhaßt, als die Auflösung. Denn in Bezug auf die F age der Regierungsform würde die eine Maßregel ganz dasselbe Ergedniß liefern, wie die andere. Läßt es sich nun aber voravssetzen, daß ThierS der Majorität durch lieber* rebrng tu Zustimmung zu einer partiellen Erneuerung abgewinnt, so fällt auch für die Linke jeder Grund weg, in der in der Zeit angenommenen maßvolleren Haltung zu verharren. Sie sieht sich vielmehr gradezu gezwungen, eine schroff feindselige Haltung gegen die Versammlung anzunehmen. Denn wenn sie nicht im Stande ist, auf parlamentarischem Wege ihr Ziel zu erreichen, so muß fik sich mit voller Ktaft in die populäre Agitation stürzen. Die Massen kann sie aber natürlich leichter für die radikale und vom radikalen Standpunkte auo principiell korrekte Maßregel der Auflösung als für die halbe, den radikalen Standpunkt verleugnende Maßregel der partiellen Erneuerung in Aufregung versetzen. Es ist daher ganz selbstverständlich, daß die Donnerstagswahlen von der radikale» Presse mit dem lauten Rufe nach Auflösung beantwortet weiden, und daß man sich zu einem Petitionssturm rüstet, der die Versammlung einschüchtern und ihr die Zustimmung zur Selbstauflösung abzwingen soll. Daß vor dieser Deutschland. Darmstadt. Di. Wahlen im Großherzogthnm Hessen haben eine ungp 'wohnte Mrt-gung erzeugt. Dre Parteien stehen einander schroffer entgegen, als je zuvor. Vor Allem macht sich die Verwilderung eines TheileS unserer Arbeiterbevölkerung durch die social * demokratische P. opaganda bemerkbar. Noch vor wenigen Monaten wa>en wir entsttzt über die Berichte der ungarischen Wahl- scenen, in denen die asiatische Wildheit der Mügyarln zu Tage trat. Wenn vn Dinge bei UNS aber einen solchcn Fortgang nehmen, wie Neu-I encurg das Beispiel gab, so werden wir bald kein Recht mehr haben, über fremde Barbarei zu staunen. Wir haben schon recht nette Anfänge davon aufzuweifen. In den größeren Industriestädten, wre Mainz, WormS und Offenbach, tritt das Gewicht der Massen bei den Wahlen schon bedeutend hervor. W-r ihnen den Himmel verspricht ohne Arbeit und Mühe, der führt sie am Gängeldande: Die einen bieten ihn schon diesseits aus, die anveren jenseits. Das Mittel wirkt in dem einen Falle so gut wie in dem anderen. (£, Darmstadt, 10. Decbr. Das Großh. Regierungsblatt Nr. 54 enthält: 1. Allerhöchster Landtagsabschied vom 7. v. Mts. 2. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die Aufheduna des Steueramies Alsfeld betreffend. b 3. Versetzung in den Ruhestand. Seine Königs. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 26. November den Direktor dcS Hoftheaters und der Hofmusik, Geh. Hofrath Carl Tefchcr, auf sein Nachsuchen, in den Ruhestand zu versetzen. Darmstadt, io. Decbr. Sicherem Vernehmen nach wird der Landtag auf den 19. d. Mts. einberufen und von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzoa in Person eröffnet werden. Lesont jetzt auch unterdrückt werden, und man hat bereits mit dem Fortschaffen der lassen hatten. Türkei ÜT u Vj. ei 1 5 l |K 1 I vier Heizer der GaSfabrik zur Gesängntßstrase von srchs Wochen mit schwerer Hanrarbut, weil dieselben ihren Dienst ohne vorherige gesetzliche Kündigung ver- 1) 2) 3) 4) ;j< 6>i rn Kr. Mi. um 31. 811 BI U. 4 bei Fn Inq Syp dar Gen in I Der Bagno von Toulon, der einzige, welcher noch in Frankreich besteht — die von Rochefort und Brest gingen schon vor einigen Jahren ein — , wird 51 5565) ' u. Citro fein gf| per Wunt mehl, Herren Frc empfehlen m 5697) Rahrungsberg Echl-iffteim literarisches. Die Presse Deutschlands hat vielfach zu interessanten Vergleichungen mit dem Zeitungswesen in England, Frankreich und Nordamerika Veranlassung gegeben. Nicht nnnder interessant dürfte eine Vergleichung der sechs größten illustrirten Zeitschriften Deutschlands untereinander sein. Den ersten Rang nimmt die „Gartenlaube" ein mit 310,000 Abonnenten bei zwanzigjährigem Beuchen, den zweiten die in elf Sprachen erscheinende „Modenwelt" mit 165,000 in Deutschland gedruckten Exemplaren bei nur achtjährigem Bestehen. Der dritte und vierte Platz gebührt „Ueber Land und Meer" mit 150,000 Abonnenten bei vierzehnjährigem und dem „Bazar", der wie die „Modenwelt" gleichfalls in vielen Sprachen erscheint, mit 140,050 Abonnenten bei achtzehnjährigem Bestehen. Sodann folgen das „Daheim", welches soeben seinen achten Jahrgang beendet, mit 80,000 Abonnenten und die feit 29 Jahren bestehende Leipziger „3 Hilft ritte Zeitung", die, wenn auch weniger Abonnenten als die vorgenannten Blätter zählend, dennocy nach Inhalt und Ausstattung einen hervorragenden Platz in der deutschen Journalistik behauptet. Setzen wir die Dauer des Erscheinens zu der Höhe der Auflagen in Beziehung, Vörsenberich t e. Frankfurt a M. , 11. Decembtr. Die Börse zeigte beute wieder eine freundliche Physiognomie. nachdem sie gestern Abend schon eine ziemlich feste Haltung angenommen. Die auswärtigen Eoms, waren feil und wenn der Verkehr in SpeculationSeffecten mit der besseren Tendenz der heutigen Börse nicht auf gleichem Niveau stand, sa ist daS nur den inneren Verhältnissen zuzuschreiben, die an einer in letzer Zeit fast permanenten Luillostgkeit in Folge der unstcheren Lage des Geldmarkts und der Ueberladung der Spekulation kranken. Die neuerliche Restriktionen der pr.uß. Brick, welche gestern besonders Wechsel auf österr. Finanzinstitute und Firmen zurück» gewiesen hat, machtcn hier im Ganzen wenig Eindruck. Von SpeculationSeffecten eröffneten Ereditactren höher wie gestern Äb.nd, schloffen jedoch um ca. V» fl- matter mit 3623/4. Staat-« bahn, welche mit 3633 4 eröffneten, blieben ebenfalls mit einer Couröverminderung zu 364l/a- Auch Lombarden erfreuten sich keiner Avance und schlossen ziemlich unverändert zu 212l/2. Ja österr. Bahnen und Prioritäten ging wenig um. Für Bankpapiere herrschte eine wesentlich günstigere Stimmung und war der Verkehr in diesen Wcrthen gegen die Vortage von ziemliche« Belang, wodurch denselben durchgehend- nickt unerhebliche Eour-aufbefferungen zu Theil wurden. Brüsseler blieben um 1'/,, Bankverein um 3, Vereinsbank 1, Pcovinzial-Dl-conto 2, Alte Drcernber 1873 soll der Bagno vollständig geräumt sein. England. London, 10. Decbr. DoS Pol zeige, icht der Themse verurtheilte gestern auf „lieber Land und Meer" 10,714 auf das „Daheim" 10,0o0 auf den „Bazar" 7,777 Me ninger 3, Oesterr.^Deulsche 1 •/» % höher. Dnwerpener haben stch von ihrem bedeutenden Rückgang erholt und wurd.n heute zi? 1 15‘/2 umgesetzt. Deutsche Effecten- und Wechselbank fest Izu I33-/4. Dredbener Bankaciien zu 1 0 in lebhaftem Deckehr. Wiener Bankaktien wurde» keineswegs untrennbar zufammenhängen. Berlin, 10. Decbr. Die „Kreuz-Zeitung" hört aus guter Quelle, daß der Kriegeminister bei dem Kaiser seine Dienfienilaffung nachgesucht hat. Die „Kreuz-Zig." schließt aus der Nichtbetheiligung des Ministers für Vie Lanwirtb- schafc, v. Selchow, an den letzten Ministerialberathungen, daß berftlbt gleichfalls ein Entlaffungsgesuch cingereicht hat. — Die „Kreuz-Ztg." meldet, daß dcr seitherige Gesandte in Brasilien, Graf Solms, in das auswärtige Amt eintritt. — Dasselbe Blatt bezeichnet die Mittheilungen der Blauer über diesseitige, im Hinblick auf die französischen Verhältnisse getroffene oder eiwogene militärische Anordnungen, eingegangener Erkundigung zufolge, als des thatsächlichen Grün- des entbehrend. Berlin, 10. Decbr. Die vor einiger Zeit von der „Nordd. Allg. Ztg." gegebene Nachricht, es hätten fast alle katholischen Militärpfarrer, im offenen Widerspruch mit der kriegsministeciellen Verfügung vom 29 Mai l. I., de» b?- trlffenden Diöcesan-Bischöfen sich jurisdictionell unterstellt, ist von der ultramontanen Presse mit Befriedigung ausgenommen worden. Auf Grund genauer In formation kann die „Köln. Ztg." berichtigend mittheilen, daß vielmehr eine erkleckliche Anzahl katholischer Mtlitärpfarrer sich keineswegs den Diöcisan-Bischöfen zu unterstellen für nöthig gesunden hat oder findet, sondern unbekümmert um den ultramontanen Terrorismus fest und ruhig weiter arbeitet. Wie die „Kobl. Volk-zig." meldet, ist noch einem neueren Reskripte des Culiu-ministeriumS das frühere Rescript desselben vom Monate Juni c., wegen des Ausschlusses der Mitglieder geistlicher Genossenschaften vorn öffentlichen Schul dienste, auf die unter dem Protektorate dcr Kals«rin Augusta stehenden Anstalten, das katholische KnabenwaisenhauS nebst Gärtnerlehranstalt und Knabenpensionat zu Kempenhos und das katholische Mäecher,Waisenhaus zu St. Barbara nicht anzuwenden und verbleiben die Schulblüder und resp. Schulschwestern demnach in ihrer bisherigen Wirksamkeit. Berlin, 10. Decbr. Die Großh. Badische Regierung hat beim Bundesrath ein Einfuhrverbot gegen französische Reb-nstöcke beantragt, um der Einschleppung eines dem Weinstock verderblichin Jnsectes nach Deutschland zuvor- zukommen. Dem Rittergutsbesitzer Engelhardt zu Poln. Konopath ist die Local-Schul- Jnsplctivn über die katholischen Elementarschulen zu Grurzno und Poledno von der königl. Regierung in Marienwerder übertragen wordrn. Frankreich. Paris, 9. Decbr. Die rcpalist schm Mitglieder des Dreißiger. Ausschusses Die ewigen Ministerw'chsel entipringen Stimmungen des Sultans, über dessen Gewüthsverfaffung ganz eig M-d-id-r °of ®runb d« «,=..!>,t.n »ünil.g.n Lösung der Ang.. Jahr andavern und die Monarchisten fanden noch hlnretchende WelegenbHen, lhrel.^„h^ tfr Stvdlunlei,.- zu 19 ss gchavdelt. Olde»burger Lv.se um % höher, ©panier Umtriebe zu krönen. Inbrß ist auf alle dergleichen Gcruchte Lin Gewicht zu n aiur. Wecket rrrvig Veiäi.denivg. zirkSgefängn'ß abgeliefert. Wiesbaden, io. Decbr. Nach den bis jetzt getroffenen Dtspositronen wird der Kronprinz des deutschen Reichs am nächsten Freitag hier eintreffen; der- selbe wird, dem Vernehmen nach, im Schlöffe Wohnung nehmen. Berlin, 9. Decbr. Die Kreirordnung ist denn heute wirklich ohne weitere abermalige SpecialdiScussion als Ganzes angenommen worden. Aeußerungen des Herrn v. Kröcher gaben dem Minister des Innern einen sichtlich herbeigewünschten Anlaß, den Herren, welche erklärten, nun sei das HerrenhruS, das freie Haus tobt und nur noch ein französischer Senat, nochmals und noch dcutlicher, aber zugleich im versöhnlichsten Tone, die Wahrheit zu sagen, als er es bisher schon gethan. Er zsigte ihnen, daß es sich hier nicht um einen Kampf zwischen Eon- servatismus und Liberalismus, nicht um ein Niederreißen conservativer Princi- pien handle, sondern um Anordnungen der Zweckmäßigkeit, welche ein conserva- tiveS Ministerium für nothwendig halte, ein vor zehn Jahren ernanntes confer« vatives Ministerium, das in allen seinen Arbeiten, in der Eonflictszeit, in den drei KriegSepochen das eine Ziel verfolgt habe, nicht zu Iiberalifiren, sondern einen liberalen Baum aukzurichten, frei und groß; dieser freie uud große liberale Baum sei aufgerichtet, Gott werde ihn schütz n, daß seine Früchte reifen wollen Der warmen Rede folgte ein lebhafter Verfall, wenigstens von Seiten der Mehrheit des Hauses. Indeß betrug doch die heutige Majorität für die Kreisordnung nur Eine Stimme über die Zahl der stattgehadten neuen Berufungen, näml ch gerate 25 Stimmen. Das Herrenhaus wird morgen noch einige kleine Gische erledigen und dann wahrscheinlich bis nach den Weihnachtsferien seine Plenar fitzungen vertagen. Im Abgeordnetenhause erhielt die Novelle zur (Staffen- und Einkommensteuer ihre erste Lesung. Die Ansichten gingen noch etwas mannigfaltig auseinander und dieselbe wurde deshalb zur Vorberathung an eine besondere Eommisfion verliefen. Im Allgemeinen herrschte im Hause die Hoffnung auf Verständigung mit dem Finanzminister. Gelingt nur die Verständigung einer erheblichen Mehrheit im Hause, dann wird es Herr flamphausen an Entgegen- kommen voraussichtlich nicht fehlen lassen, zumal die Einzelheiten der Vorlage Bei der gestern beendigten Wahl gaben ton [legen; vorläufig lavirt Thiers, damit der Rest der dritten Milliarde gezahlt wer* e Stimmen ab, und zwar sämmtlich für nalio- cen und das Pariser NcujahrSgefchäft in Ruhe sich entwickeln kann. vale Wablmänncr. I Der deutsche Botschafter Gr^»f Arnim hatte am 8. d. MtS. in Versailles Offenbach, 10. Decbr. Nachdem gestern Abend noch die bereits in Aussichtleine längere Unterredung mit dem Präsidenten der Republik. . gestellten Maffen-Parteiversammlungen der freisinnigen Bürgerschaft einerseits und "- -c.mentenjaD M KL« fl- ^erOui« »-der e|nt n Die Ig w* «cw larück- *“ °°2 ■ S'1 36' /'m S64’/i' fjff I <11 '■^’212XÄ rt |< 11,11 2 ’-‘5« eü-*« e><"° 1 ' üt!ewni-I^im peilt 19r«Wna»“,"fdbft gertÖ84en8unb6fdn gesiebt gnmwL den elegantesten Salon- (besonders für Backwerk zu empfehlen). ?' tote®cr aul bas Reichhaltlgste ausgestattet. Indem ich dasselbe Poudre, in prima Qualität, hlernut bestens empfehle, gebe ich zugleich die Versicherung, daß es mir durch die Verbindung mit obiger und anderen bedeutenden Fabriken möglich ist, geschmackvolle und durchaus solid gearbeitete Waare zu "Hi^Eä^H°n,L verkaufen. ^^Esen unter Garantie Glaskasten, (Prachtexemplar), nebst - Mei gen'S Schmetterlingsbuch, ist billig avzngeben. 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[§12 1'*' 1 M- 12 314 3 186 14 14 14 14 20 48 21 48 M 13 1 M. 21 101 10 16 8 8 10 9 30 44 52 M. 2 6 M. 1 96 1 J 8,1- 739 7 40 M- - 2 M- - — 1 Ul II 1 1 1 1 1 1 M. 12 9 M. 12 106 3 2 I 1 24 45 35 ?■ 4 M. 14 17 4 9 10 10 38 10 7 M- M- 1 z 11 8'1 II II 1 SHIH' : 111 11 M- 4 5 1 1II1 11. 1 Illi { 2 3 37 20 .....1 — — ll 1 II 1 Nedacttmr, Druck und Verlag der Brühsschen Univ.-Drnckerei (Fr. Ehr. Pf et sch) fr Gtetzev. N Rr. . r Hnrrnbl mit 116 V der nein LiS zm um itnmt iß die Di autzudrdn Dil Veit übei stch, daß die wohlli -liebrrlag, Kmsordn charakteiiji Gim vora«ßks, bmenhau iß ja m erste Glte! Kraft zur ei'Lliifse z, das Prin dafselbe z Thal den fach in b *gen k Diel lvordkv, ai UVtlUöl)®’ «f Mtftlb ^chstv gr geben kann Sie Mw, uob ihr, P ^'jsnun stch diesen H Beutzens er Es w Verden miiE P«ift der N * M* di ^t'oaen in . Auch f bU'ch chre s t(r d'ite«, Woi h.„, lin »-"ii, c f' hi, n, ,8 dir (So,,। d. c:n Äri Wu(.ül Staat «ich!