Kreis vierteljährig 1 ft 12 kr. mit Brtnßerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzletberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsötatt für den Kreis Kießen. Mv. 2^0. Samstag dm 12. Octobcr 1872, Bestellungen auf den Gießener Anzeiger »• «“ «“*6ei °“™ ™ Abonnenten, welche dm Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für das IV. Quartal zu 1 fl. Brodpreise vom 12. bis IS. Gctober 1872, nach eigener Erklärung der Bäcker: 2 Kilo gemischte« Brod 19 kr. 1 Kilo gemischtes Brod 9»/, kr. 2 Kilo Roggenbrod: erste Sorte 16 kr., zweite Sorte 14 kr. Das Ergebniß der Itationalitätswahl iw den Reichslanden liegt jetzt in seinen HauptzügtN vor. Die Gesammtzahl der bei den Behörden angemelveten OptionSerklärungen für die französische Nationalität beträgt 164,633. Die Zahl der wirklich Ausgewanderten läßt sich bis jetzt noch nicht mit Sicherheit feftstellen. Nach ungefährer Schatzung sind von denOptiren- Len etwa 38,000 ausgewandert, wozu noch die früher ausgewanderten bis zum 1. März 1871 in Elsaß ansäßigen Franzosen in der Zahl von 12,000 kowwen. Die Zahl derer, die für Frankreich mit Worten optirt hat, ist demnach allerdings groß, aber doch nicht über Erwarten groß. Es war seit Monaten eine ungemein rührige Agitation in den Reichslanden tn’6 Werk gesetzt, die nur den Zweck verfolgte, möglichst viele Erklärungen für die französische Nationalität zu Wege zu bringen. Diese Agitation hatte vollkommen freies Feld. Denn die deutschen Behörden enthielten sich grundsätzlich jeder Ccercitivwaßregel; sie beschränkten sich darauf, durch die Preffe oder auch wohl gelegentlich auf dem Wege mündlicher Belehrung die Bevölkerung über die Bedeutung der abzugebenden Erklärung aufzuklären und besonders darauf hinzuweisen, daß jede Eiklärung für Frankreich an sich bedeutungslos und null und nichtig sei, daß sie eine Bideutung erst durch die Uebersiedelung nach Frankreich erlange, daß, wer sein elsässisches oder lothringisches HeimathSrecht festhalten wolle, nicht Franzose werden könne, sondern nach Rechten und Pflichten Bürger des Deutschen Reiches bleibe. An Belehrung also hat es nicht gefehlt. Was aber vermag die wohl- wollcndste Belehrung von Seiten der Behörden einer unausgesetzten aus die Leidenschaften speculirenden, mit allen Waffen der Lüge und des Truges ausgerüsteten demagogischen Agitation gegenüber, wenn nicht in den Kreisen des Volkes selbst der Strömung sich eine Gegenströmung entgegenwirft. Eine Gegenströmung aber konnte sich unter den obwaltenden Umständen gar nicht bilden. Sie hätte sich nur entwickeln können unter der Voraussetzug, daß die Mehrzahl der eingeborenen Bewohner des Reichslandes bereits in begeisterte Verehrer der neuen Verhältnisse umgewandelt wären. Daß dies aber nicht der Fall ist, war nicht nur allgemein bekannt, sondern es verstand sich im Grunde ganz von selbst. Vergessen wir doch nicht, daß die Reichslonden erst seit anderthalb Jahren wieder zu Deutschland gehören. Wie hätte in dieser kurzen Spanne Zeit sich bereits eine deutsche Partei bilden können, die sich nicht nur in den neuen Zustand fügt, sondern auch handelnd für ihn einzutreten Neigung hat. Wer im März 1871 erwartete, daß im October 1872 die Elsässer bereits den inneren Umwandlungeprozeß, der ihnen zugewuthet wird, vollzogen haben und zu guten Reichsbürgern, zu Feinden des Franzosenthums geworden sein würden, — wer diese Hoffnung gehegt hat und dieselbe jetzt getäuscht sieht, der kann eben nur sich selbst und seinen sanguinischen Optimismus anklagen. Er hat, mit Verkennung aller Gesetze der Völkerpsychologie, das Unmögliche erwartet, denn es ist gradezu unmöglich, daß eine Bevölkerung, die politisch bereits vollständig mit Frankreich verschmolzen war, deren höhere Klassen meist auch in Sitte und Bildung zu Franzosen geworden waren und sich ganz dem centralrstrenden, jede provinzielle und nationale Eigenthümlichkeit absorbiren- deu Einfluß der französischen Hauptstadt unterworfen hatten, — es ist unmöglich, daß eine solche Bevölkerung in Jahresfrist sich von der Macht der fremden Elemente befreit, die den deutschen Kern ihres Wesens verhüllt Haven. Wir finden es, wie wir stets vor übertriebenen Hoffnungen gewarnt haben, jetzt auch ganz natürlich und selbstverständlich, daß aus der Mitte der Bevölkerung heraus eine thätige Reaktion gegen die Wühlereien der fanatischen Franzosenfreunde nicht zum Durchbruch gekommen ist. Die weit überwiegende besonnene Mehrzahl hat sich keineswegs durch die Wühler zu einem unsinnigen Schritte verleiten lassen, aber eben so wenig hat sie sich veranlaßt gesehen, thätig den Wühlereien enkgegenzu- arbeiten. So hatten denn die französischen Agitatoren, unterstützt von der rührigen und fanatischen ultramontanen Partei, leichtes Spiel, und es kann durchaus nicht Wunder nehmen, daß es ihnen gelungen ist, über 160,000 Bewohner des Reichslandes zu einer deutschfeindlichen Demonstration zu verleiten, zu einer Demonstration — denn darauf läuft doch die Erklärung für die französische Nationalität, wenn sie nicht mit der Uebersiedelung nach Frankreich verbunden ist, lediglich hinaus. Und dabei ist diese Demonstration vollkommen ungefährlich, da sie auf die persönliche Lage des Demonstrirenden gar keine Wirkung ausübt; sie nützt ihm nicht; aber sie schadet ihm auch nicht. Er bleibt, was er war, deutscher Reichsdürger, und als solcher wirb er natürlich behandelt werden. Seine Erklärung wird als nicht geschehen angesehen. Für'S Erste wirb er sich derselben vielleicht rühmen; nach einigen Jahren wirb er wahrscheinlich ganz zufrieden damit sein, wenn Niemanb mehr von seinem ungefährlichen Heroismus spricht. Anders ist es mit denjenigen, die der Erklärung die Auswanderung haben folgen lassen. Diese haben allerdings ein Opfer gebracht. Sie haben ihre Heimath aufgegeben und müssen sich eine neue Heimath suchen. Ein Theil dieser unglücklichen Opfer einer gewissenlosen Agitation hat Europa verlassen, um sich jenseits des Oceans ein neues Daheim zu gründen. Die Mehrzahl von ihnen ist aber nach Frankreich gewandert, um dort ihr Glück zu versuchen. Ob sie dort aber das gesuchte Glück finden werden, ist noch dem, was über das Loos ihrer vorangegongkneu Landsleute verlautet, sehr zweifelhaft. Gepriesen werden sie in Frankreich hinreichend werden; auf thatkräftigen Beistand von Seiten dec Lande- leute ihrer Wahl dürfen sie sich aber keine großen Hoffnungen wachen. Dem Franzosen gilt die ganze OptionSangelegrnheit als eine großartige Demonstration. Sobald der Esset dieser Demonstration vorüber ist, verfliegt auch das Interesse für die elsässischen Ankömmlinge. Man hat die' früher Eingewanderten nur als Dekoration bei patriotischen SensationSscenen verwerthet und sie im Uebrigen darben lassen, und mit den gegenwärtig Hinzugekommenen wirb man es schwerlich besser machen. Es ist daher in der That sehr wahrscheinlich, daß, wie die „Elsässer Correspondenz" vernimmt, von ben Ausgewanderten Diele bereits den Wunsch nach Rückkehr hegen. Es wirb dem auch, wie das Blatt hinzufügt, Nichts entgegen- fiehen, wenn sie deutsche Staatsbürger werben und alle Verpflichtungen als solche übernehmen. Denn dos versteht sich ja von selbst: wer nach vorübergehendem Aufenthalt in Frankreich seinen bleibenden Wohnsitz wieder in die R.ichslande verlegt, erklärt sich damit auch wieder für die deutsche Nationalität, und nur unter dieser Voraussetzung kann ihm die Rückkehr zu bleibendem Aufenthalte gestattet werben. Die Zahl der 38,000 Emigranten wird sich also voraussichtlich noch vermindern. Aber selbst angenommen, baß dies nicht geschehe, wäre das reelle Ergebniß der Optionsbewegung für Deutschland keineswegs unbefriedigend. Der materielle Schaden, den die Provinz durch den Verlust von 38,000 Bewohnern erfährt, wird bald genug durch den Zuwachs aus anderen Provinzen ersetzt werden. Eine Stockung der industriellen Tätigkeit hat sich nirgends bemerklich gemacht. Die geistige Ausbildung ist — bank der Thätigkeit der deutschen Behörden — im erfreulichen Fortschreiten begriffen. In allen diesen Verhältnissen wird die Verminderung der Bevölkerung, vielleicht Metz und dessen Umgebungen ausgenommen, nicht die geringste Veränderung hervorbrmgen. Die Zahl von 38,000 Auswanderern bleibt entschieden hinter den Erwartungen der Agitatoren zurück. Sie beweist nicht, daß die Bevölkerung die neuen Zustände unerträglich findet, sondern im Gegentheil, baß die Masse sich in die Verhältnisse gefunden hat. Das Neue consolidirt sich kräftig, und ;e weiter die Consolibirung fortschreitet, uw so mächtiger wird sie ihren Einfluß auch aus die Stimmungen geltend machen. Deutschland. Aus Oberhessen, 9. Okt. Das politische Stillleben in unserem Lande hat die längste Zeit gedauert. Die berufene Mainzer Rede unseres neuen Minister- Präsidenten war ein Mort zu seiner Zeit. „Viel Schutt ist Hinwegzuräumen, mehr Licht und Luft muß geschaffi werben." Das fühlt unb weiß man bei uns seit Jahren und die Hoffnung ist erwacht, daß es sich endlich bei uns bessern werden. Die neuen Ernennungen bezeugen guten Willen und geschickte Wahl. Und als der Abgeordnete Dernburg jüngst in öffentlicher Versammlung der neuen Regierung sein unb seiner Freunde von der Fortschrittspartei volles Vertrauen votirte, da konnte er es thun ohne Gefahr eines Widerspruchs von liberaler Seite. Es ist unmöglich, hier zu verkennen, was wir dem neuen Reiche banken. Solch einen Umschwung glaubten unsere Radikalen früher nur von einer Barrikaben- schlacht nach Pariser Muster sich versprechen zu können. Die untrennbare Einheit der nationalen und der liberalen Sache hat sich hier wieder einmal schlagend erwiesen, gerade wie in Bayern bet Gelegenheit des heiteren Ministeriums v. Gaffer. Aber viel Arbeit, viel Mühe wird die Reform unseres kleinen Staats- wesens kosten, und ohne harte Stöße selbst innerhalb des Lagers derer, die sich jetzt gegenseitig ihres Vertrauens versichern, kann es kaum abgehen. In einem Lande, wo feit Anfang der fünfziger Jahre die Gesetzgebung auf staatsrechtlichem Gebiete fast vollständig gestockt hat, mußte nach unb nach eine Ungeduld groß werden, aus der sich ein gewisser Radikalismus ver Forderungen mit Nothwenbig- keit erzeugt. Es kann nicht vermieden werben, baß eine besonnene, maßvolle Re- sormpolitlk aut solchen Forderungen in Conflict geräth, unb gleich bei dem Wahlgesetz, das noch mit diesen Ständen vor ihrem Verscheiden vereinbart werden soll, d ki v sii 81 u. dei TU । Br. I 1- J Fr; Im, . ! < AU, v* B L d. ß1 ! - (5 ei -- * Dh E u L !> ic in I — bei hvtrd sich das zeigen. Die neueste „Darmfiävter Zeitung" warnt bereits in einem Leitartikel vor D.m Wahne, als ob direkte Wahlen an sich eine absolute Bürg- schäft politischer und parlamentarischer Freiheit gewährten. Wir denken, mit vollem Rechte. Was man gegen die indirekten Wahlen sagt, da- trifft, richtig gesehen, in Wahrheit nicht so sehr das Wahlverfahren, als die Wähler und Wahlmänner unseres BürgerthumS. Sind die lau, gleichgilttg, versäumen fie ihre Pflicht, dann werden die Wahlen schlecht auch bei direkter Wahl; thun sie aber ihre Schuldigkeit, wie das in so erregten Tagen erwartet werben darf, so wird auch das Sieb der Wahlmänner-Collegien nicht schaden. Die Tage stad hoffentlich vorbei, wo der Wähler zu Hause blieb, sei es aus Ekel am öffentlichen Leben, fei es im trägen Glauben, eine Stimme mache nichts aus. Dafür haben die Hetzereien der schwarzen und der rothen Internationalen gesorgt und dafür werden sie auch ferner sorgen. (KZ.) Darmstadt, 11. Oktober. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 7. Oktober den Ministerialsecretär dritter Klaffe bei dem Ministerium des Innern, Friedrich Rautenbusch, zum Ministerialsekretär zweiter Klasse bei diesem Ministerium; den RegierungSaccesfisten Maximilian Freiherrn v. Gagern aus Monsheim zum Ministerialsecretär dritter Klaffe bei dem Ministerium des Innern; den Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Alsfelo, Friedrich Heß, zum Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Offenbach; den Kreisaffeffor bei dem Kreis- amte WormS, Alfred Klietsch, zum Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Mainz; den Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Alzey, Adolph Spanier, zum Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Gießen; den Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Vilbel, Erwin Freiherrn Löw von und zu Steinfurth, zum Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Groß-Gerau; den Regierungsaccefsisten Konrad v. Grolmann aus Darmstadt zum Kreisaffeffor bei dem Kreisamte WormS; den Regierungsaccefsisten Heinrich Nover aus Gießen zum Kreisaffeffor bei dem Kreiöamte Alsfeld — zu ernennen. Darmstadt, 11. Oktober. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 30. Sept, den ordentlichen Professor in der theologischen Facultät der Landes-Universität Dr. Eberhard Schrader, auf sein Nachsuchen vom 1. April 1873 an, von seiner Dienststelle zu entlassen. Darmstadt, 11. Oktober. Der deutsche Frauentag sprach in seiner heutigen Sitzung dem Reichstage seinen Dank für die Unterstützung aus, welche derselbe der Petition wegen Anstellung der Frauen im Telegraphen- und Postdienst habe zu Theil werden lassen. Die Versammlung empfiehlt den Regierungen das Beispiel Hessens, welches Frauen auf Der Centralstelle für Landesstatistik beschäftigt, und beschließt auf den Antrag von Miß Carpenter, eine internationale Vereinigung zum Schutze der Frauenrechte zu bilden, deren Präsidium der Prinzessin Ludwig von Hessen übertragen werden soll. Fulda, 11. Oktober. Wie verlautet, hat die zweite Redaktion der Denkschrift der hier versammelt gewesenen Bischöfe den Bischof v. Ketteler zum Verfasser. Gegen Die schärfere erste Redaction halte sich die Majorität der Bischöfe ausgesprochen. Italien. Rom, 6. Oct. Der „Perseoeranza" wird eine interessante Notiz aus Dem Vatikan mitgethellt: Der Papst hat sich wieder einmal mit feinem Cardinal- Staatssekretär überworfen. Bei großen staatlichen und kirchlichen Actionen hat sich Pius IX gern von seinem geistreichen Sekretär leiten lassen, und wenn einmal auf diesem Gebiete Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen auftauchten, so schadeten sie der Freundschaft nicht viel. Diesmal aber handelte eö sich um eine Angelegenheit, die Pius IX. persönlich berührte. Antonelli hatte den beiden Di» rectoren der römischen klerikalen Blätter, dem des „Offervatoie Romano" und dem der „Voce della Verita" verboten, die Anreden des Papstes an die in den Vatikan kommenden Deputationen zu veröffentlichen, weil Pius in denselben bekanntlich vielfach über die Schnur schlägt und dem SraatSsecretär diplomatische Verlegenheiten auf den Hals ladet. Der Papst erfuhr das dieser Tage, ärgerte sich stark und rief aus: „So lange ich lebe, will ich Herr fein. Ich hange weder von Titus, noch von Cajus, noch von den Jesuiten ab, und noch viel weniger von Antonelli." Und sodann schickte er zum Marchese di Baviera, Direktor des „Offer- vatore", und zu dessen Kollegen von Der „Voce Della Verita" und beauftragte dieselben, zwei officielle Reporters zu Den Empfängen im Vatikan zu schicken. Und kurz und gut, Antonelli befinDet sich einmal wieder im Stande Der päpstlichen Ungnade, so daß Bonnechofe nur ein emzigeS Mal sich Die Treppe hinaufbemüht hat, welche aus Der Wohnung des Papstes zu Der Des Cardinal-Staatssecretärs führt. Spanien. Den 8. Oktober gegen Conrad Jung von Friedberg, wegen Urkundenfälschung, auf Frei- prechung. Denselben gegen Philipp Löwenstein von Wieseck, wegen Urkundenfälschung, eine Gefäng, nißstrafe von 3 Monaten. Denselben gegen Heinrich Amend von Herchenbain aus Freisprechung, da die Anklage von Seiten des Bestohlenen unter der Bedingung zurürkgenommen wurde, daß Heinrich Amend die erwachsenen Kosten trage, wozu sich dieser bereit erklärte. Die Verhandlung der gegen die nicht erschienene Heinrich Amend'S Ehefrau wegen Beihilfe zu dem von ihrem Chemanne begangenen Diebstahl erhobenen Anklage wurde bis zur nächsten Quartalsfitzung vertagt. Den 9. October gegen Christian MatthesiuS von Ranstadt, wegen schweren Diebstahls, eine Zuchthausstrafe von 2*/2 Jahren, sowie Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren. Den 10. October gegen Johannes Hofmann V. von Freiensteinau, wegen schweren Diebstahls, Gefangnißstrafe von 3Vz Monaten. Denselben gegen Johannes Gebhard von Betzenrod, wegen schweren Diebstahls, Zuchthausstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten, sowie Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren. Bezüglich eines angeklagten Eierdiebstahls erfolgt« Freisprechung, da die Geschworenen diesen Umstand nicht für erwiesen erklärten. Den 11. October gegen Heinrich Alt von Wohnbach, wegen einfachen Diebstahls, Ge- ängnißstrafe von 10 Tagen. Denselben gegen Conrad Kull auö Meilen im (Santon Zürich, wegen Versuchs zweier ausgezeichneter und zweier vollendeter einfacher Diebstahl«, Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten, sowie Stellung unter Polizeiaufsicht. Die in der nächsten Woche verhandelt werdenden Anklazesachen find folgende: Den 14. October, Vormittags 9 Uhr, gegen Robert Stabe! von Garbenteich, wegen DiebstahlSvcrsuchS; Vertheidiger: Großherzoglicher HofgerichtS-Advocat Kraft. Denselben, Vormittag« 10‘/2 Uhr, gegen Johann.« Reue! von Lauterbach, wegen Diebstahls; Vertheidiger: Großb. Hofger.-Adv. Kraft. Den 15. October, Morgen« 8 Uhr, gegen Wilhelm Amend von Battenfeld, wegen Diebstahls; Vertheidiger: Großh. Hofger.-Adv Weidig. Den 16. October, Vormittags 8 Uhr, gegen Carl Bischoff und Friedrich Bischoff von Bönstadt, wegen Diebstahls, bezw. Beihilfe hierzu; Vertheidiger: Großh. Hofger.-Adv. Wolf. Den 17. October, Vormittags 8 Uhr, gegen Gerson Katz I. von Einartehausen, wegen Urkundenfälschung; Vertheidiger: Großh. Hofger.-Adv. Dr. Reatz. Den 18. October, Vormittags 8 Uhr, gegen Georg Fayett von San Gabriel und Otto Hoffmann von Darmstadt, wegen Tödtung im Duell, bezw. Beihilfe hierzu; Vertheidiger : Großh. Hofger.-Adv. Engelbach II. Den 19. October, Vormittags 8 Uhr, gegen Sebastian Jost II. von Herchenhain, wegen Meineids; Vertheidiger: Großh. Hofger.-Adv. Hirschhorn. Gießen, 11. October, liebet den am 20. vor. Monats dahier verhafteten Gauner Sil- berberg von Zabrze im Kreise Beuthen veröffentlicht Herr Polizeirath Nover in Eberhardt'S „Allgemeinem Polizei-Anzeiger" sehr interessante Detail«, welche einen Einblick eineStheilS über die Sorgfältigkeit der Nachforschungen Seiten« unserer Polizeibehörde thun lassen, onderentheilS aber auch die Verbindungen und Complicen der Gaunerbanden klarlegen. Dies-r Silberberg ist einer der Hauptgauner, welche wohl eristiren, rafsinirt und gewandt, um seine Opfer zu bestehlen und auszunutzen. Einige Details wollen wir unseren L.sern vorfuhren. Silberberg, auch Afriat, Gordan, Gilbert genannt, hatte bei seiner Verhaftung in Gießen bloS 24 Schlüssel verschiedener Art (darunter 5 Cassaschlüssel). Derselbe ist über 35 Jahre alt, spricht deutsch, polnisch, französisch, englisch und spanisch; er wurde früher, so weit sich ermitteln ließ, 5mal verknurrt und entwich am 13. Januar 1864 au« der Strafanstalt zu Antonienhütte und wird seitdem steck, brieflich verfolgt. Von Antonienhütte begab sich S'lberberg nach Par>« und dann auf einen Westindienfahrer, wo er zwischen St. Nazaire und Westindien kreuzte. Vom Schiffe begab er sich nach England und dann nach Australien. Nach mehrjähriger Abwesenheit taucht der Gauner in Cöln auf, stahl dort 100 Thaler Geld, 2 Wechsel, 2 Brieftaschen. Colonia hat denselben jetzt redamirt. — Anfangs Januar stahl S. im Hotel Drerel zu Frankfurt a. M. einem Fremden au« einer verschlossenen Reisetasche 30 fl. Geld, eine Diamantnadel, einen Wechsel über 300 und einen ditto über 354 Pfund Sterling. Frankfurt sucht seinen Freund auch. — Nach einer VergnüqungStour in Straßburg und Bordeaux begab sich S. nach Paris, wurde hier al« Spion verhaftet und nach bet Insel Air gebracht. Seine Freilassung erfolgte im September 1871. Spuren von S. fanden sich nun in Breölau, wo er einem Kaufmann im Gafthause eine Uhr im Werthe von 44 Thlr. annectirte. Bald darauf war er in England und stellte dem kaiserl. deutschen Gesandten in London vor, daß er in Frankreich durch den Krieg ungefähr 18,000 Francs verloren und um Mittel zum Fortkommen von London bitten müsse. Von Berlin erhielt er, weil er als au«- gewiesener Deutscher um Unterstützung bat, 50 Thlr. nach London geschickt. Von London begab sich S. übet Brüssel nach Berlin, von da nach Leipzig, schwindelte einem Spediteur eine Kiste Meßgut ab und versetzte dieselbe für 300 Thlr. auf dem Pfandhause. Leipzig will jetzt S. auch ein Andenken geben. — Von Leipzig ging die Reise nach Wien; eS lassen sich allda bis jetzt noch keine Gastrollen ermitteln, blo« daß er um eine Stelle bei der Weltausstellungscommission nachsuchte. — Von Wien ging« nach Hamburg, wo S. bedeutender Diebstähle verdächtig ist und das dortige Gericht denn auch seine werthe Bekanntschaft machen will. — Von Hamburg ging« nicht nach Ritzebüttel, sondern nach Travemünde, wo S. eine Gaunervorstellung gab. Die Reise ging weiter nach Lübeck, wo S. einem Schüler 8 Thlr. Geld und eine Taschenuhr stahl. Die freie Stadt Lübeck hat auch Verlangen nach ihrem ehemaligen Gaste und bittet um Auslieferung. — Die Schlußscene spielt nun in Cassel, wo Herr Silberberg unter Retourlaffung seines französischen Passes in einer Herberge einem Goldarbeiter Behr aus Hamburg feine Uhr und goldenen Ring wegzauberte. Die Polizei hatte die Unverschämtheit und benutzte den Telegraphen, in Folge dessen endete die Gießener Polizei diese- thatenreiche Wirken durch Verhaftung auf hiesigem Bahnhöfe, ließ S. photographiren und beförderte ihn unter polizeilichem Siegel nach Cassel, wo er den Lohn für seine Arbeit empfangen wird. Gießen, 12. October. Wie un« Herr Luöz mittheilt, wird derselbe in nächster Zeit hier eintreffen und Shakespeare'« „Othello" in englischer Sprache vorlesen. (Eingesandt.) Madrid, 4. Oct. Einer Korrespondenz Der „JliDep." aus Madrid entnehmen wir Folgendes: Die Carlisten werden in Catalouien hartnäckig verfolgt. Hier hatte seit einiger Zeit der Aufstand keinen anderen Zweck mehr, als Die Begünstigung eines auSgeDehnten Schmuggelwesens. Die Lager Der großen Fabrikanten sind mit ausländischen Maaren gefüllt, die ohne einen Kreuzer Zoll ins Land gekommen sind, man behauptet sogar, Die meisten catalonischen Kaufleute bezahlen den Bankeachefs eine beoeutenDe Summe unter der Bedingung, daß sie den Feldzug so lang als möglich hinausziehen. Respekt vor diesem Patriotismus! Trotzdem weisen ein paar Dutzend Fabrikanten Dieses Gelichters zu Gefallen aller Finanzminister, zum großen Nachiheile Des Staatsschatzes, eine Herabsetzung Der Zolltarife von Der Hand, welche alSbalD Dem ausgedehnten Schmuggel an Der Grenze Den Garaus machen würDe. Die Bande Senz in der Provinz Castellon ist gestern geschlagen uno völlig zersprengt worden. Die Bande Saballs' hat sich vor dtr Verfolgung des Generals BalDrich in die Provinz Lertda gezogen. Saballs hat Dieser Tage Den Redakteuren eines liberalen Blattes in Lucha geschrieben, er werde sie bei nächster Gelegenheit erschießen lassen, so barbarisch und wild haust Dieser Bandit. Castell hat an alle Lehrer CatalonienS ein Rundschreiben erlassen mit dem Befehl, bei Todesstrafe die Schulen zu schließen. Auf das Morgen in Wenzel« Garten ftattfindende Concert (ä la Strauss) ein verehrliche« Publicum besonder« aufmerksam machend, glaubt der Unterzeichnete es gam gerechtfertigt zu finden, die Leistungen des Musik Corps unter Leitung feine« jetzigen Kapellmeisters hervorzuheben, indem die bisherigen Concer te stet« mit großer Gediegenheit ausgeführt, namentlich auch da« Morgen kommende, durch Eng agement neuer Kräfte seitens he« Herrn Kapellmeister« gewiß ein glanzvolles werden wird. N. B. Fri sch b s ck er ju Gießen. Sonntag den 13 October. Christian Jughardt in der Wallthorstratze, Carl Steinberger in der Löwengasse und Heinrich Plank in der Neustadt. Kirchliche Anzeige Der evangelischen Gemeinde z u Gießen. Gottesdienst. 9. ' Morgens: Pfarrer vr. Seel. Ami 3. October. j Nachmittags: Pfarrer Landmann. (Künftigen Sonntag den 20. October: Feier des heiligen Abendmahls.) Die Psarrgeschäste für die Woche vom 13. bis 19. October 1872 besorgt Pfarrer Dr. Seel. Local» Notizen. Gießen, 11. Oktober. Der Schwurgerichtshof der Provinz Oberheffen hat nach voraus- gegangenet gesetzlicher Verhandlung in nachbemerkten Anllagesachen erkannt, nämlich: Den 7. October gegen Johanne« Bloch von Nieder-Breidenbach, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg, eine Gefängnißsttafe von 4 Jahren. Denselben gegen Johannes Schmiermund von Wallersdorf, wegen schweren Diebstahls, eine Gefangnißstrafe von 8 Monaten, an welcher jedoch 2 Monate als durch die unverschuldet erlittene Untersuchungshaft bereit« verbüßt in Abzug zu bringen sind. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadl Gießen. Evangelische Gemeinde. Kopulirte. Den 6. October. Johann Georg Heller, Ortsbürger in Beuern und Schlosser an der Cöln - Gießener Bahn dahier, ein Wittwer; und Katharine Klug, des Ortsbürgers und Ackermanns in Alt-Buseck, Friedrich Klug, eheliche Tochter. denfopf und ( rstus Konrad, 116 da- 'gtn DilS- i Aerztliches Urtheil. Neinigungssalz, gegen Magenleiden sicherstes Präservativ nochmals empfiehlt Chr. Wallenfels. iHtr Seit hier 4517) Ein kleines Haus in Morslraßt- handlung Tertor'sches Lagerbier, ich. wkzei 'tgtn «Diebs ischoff Don Wolf. iiD. wegen unb Otto et: Großh. will, wegen Flur Nr. ijnbon b^gab ir eine Jtiftt jetzt S. auch bi# jetzt noch m'sstoo nach' iß und M ging# nicht e Steife ging , Die freie iieietM. - franDchea ildenen Ri"S Folge drfien m Bahnbofe, « ren Lohn 10. September. Den 11. October. Dem Bürger in Ober-Jrsen und provisorischen Heizer an der Oberhessischen Bahn dahier, Wilhelm Hahn, ein Sohn, Christian Karl, geboren den 27. September. Denselben. Dem Bürger in Zotzenbach und Schuhmachermeister dahier, Leonhard Bickel, ein Sohn, Heinrich Georg Ludwig, geboren den 27. September. Beerdigte, Den 4. October. Johannette Florentine Rinn, geborne Petri, des Bürgers und Leichenwagendeckers, Balthasar Rinn, Ehefrau, alt 66 I. 1 M. 16 T., gestorben den 3. October. Herde und Besen in den verschiedensten Sorten, namentlich die sich so sehr bewährenden, in jeder Beziehung ausgezeichneten Regulir - Füll - -Oefen (4724) empfiehlt I. G. D. Bapst. Urtbeil eines Arztes. 4750) Ich habe den von Ihnen bereiteten weihen Bru!t-Syrup in meiner Praxis vielfach angewendet und denselben bei katarrhalischen und Reizzuständen der Respirationsorgane als ein den Hustenreiz >nilderndes, beruhigendes, die Sekretion in den Schleimhäuten , sowie auch die Expectoration beförderndes, zugleich wohlschmeckendes Präparat erprobt. Schwarzwasser in österr- Schlesien. Med. Dr. Joseph Lang. Nur allein echt bei Fr. Bieler, am Kreuz, in Gießen. 4768) Ananas- und Shetland-Shawls in allen Größen Echarpes, Seelenwärmer, Baschliks, Capuzen, Strümpfe' Cachenez, Foulards, Filz-, Stoff- und Lackhüte für Damen, Zerren und Kinder in großer Auswahl empfehle zu deu billigstgestellten Preisend _________________________________ Heß, dem Lindenplatz gegenüber. Denselben, des hiesigen Bürgers und Agnes Octaoia Grobherzoglichen Denselben, hiesigen Bürgers und Karoline Bogt, des eheliche Tochter. Den 10. October. Heinrich Grün, Alsfeld, des dafigen Ortsbürgers und Ackermanns, und Christine Karoline Eleonore Friederike Stein, hiesigen Bürgers und Gastwirths, Heinrich Ludwig Getaufte Den 6. October. Dem hier, Wilhelm Salzmann, ein Sohn, Denselben. Dem Bürger in s Jmmarimrte Häringe 4764) Ich bringe hiermit mein Schuhlager, bestehend in allen Sorten Damen-, , n ~ ~ Herren- und Kinder-Stiefeln und bester Lage, welches sich vorthkil' Schuhen in empfehlende Erinnerung. ' ■*' schon ausgezeichnete Dienste geleistet hat, sobald alek möglich zu send en zu wollen rc. L. Graessler, Wundarzt u. Geburtshelfer. Das ächte C, W- Bullrich's Universal-, Feiigedotenes. Holzverkauf. 4747) Aus dem Garbenteicher Gemeindewald kann eine große Quantität Ftchten- Zudeckreiser aus der Hand abgegeben werden, ä hundert Wellen zu 4 fl. Abnehmer wollen sich bei dem Unterzeichneten anmelben. Garbenteich, am 10. October 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. S ch w a rv °“f 6t,l. ».1 1Q,tnb )|e Bei- M nä^_. ^iebstahl- d'r Dau«! tob er. Johann Jakob Gustav Spruck, Kaufmann, des hiesigen , Georg Christian Spruck, ehelicher Sohn, alt 26 I. 6 M- den 5. October. lben. Marie Friederike Kaoline Franziska Benner, des Bürgers zu Hulfsbrems.rs an der Main-Weser-Bahn dahier, Heinrich Senner, ehealt 5 M. 3 T-, gestorben den 5. October. 4345) ein Hans mit Nebengebäuden und Gurten in Wieseck, welches fick sehr- gut zu einer Fabrik eignet, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4721) Mein Garten hinter den Eichen ist zu verleihen. S. Gebhard, Sonnenstraße B. 59. Katholische Gemeinde. Kopulirte Den 17. S eptember Friedrich Leonhard Bender, Bürger und Kaufmann * des Bürgers und Oeconomen, Wilhelm Bender zu Rheinböllen, ehelicher Sohn^ und Anna Maria Henriette Wilhelmine Auguste Schlatter, des Bürgers und Kaufmanns, Wilhelm Schlatter, eheliche Tochter- -vuigers und Kauf- Getaufte. , Den 8. September. Dem Bürger und Handelsmann zu Ruppertsburg Johann Helt, eine Tochter, Katharina Maria, geboren den 29. August luppcn5VUr0' Den 19. September. Dem Bürger, Kunst- und Handelsgärtner Christian Georg, em Sohn, Otto Christian, geboren den 28. August. 8 9 fhQn Den 8-October. Dem Bürger zu Mühlheim a. d. Ruhr und Locomotiv- führer bei der Coln - Gießener Bahn, Johann Weigand, ein Sohn, August Henrich Adolph, geboren den 8. September- B ’ ytuina' Beerdigte. ' Den 10. September. Dem Bürger und Locomotioführer bei her Wnin- W-s-r-Bahn, Moritz Fl-ti, ein Sohn, Moritz Karl Hugo, alt 3 M 1 gestorbm tzen 8. September. b'-nuium ucn Denselben. Mathias Bütter aus Potem, preuß. Amtes Rennerod, alt 52 gestorben den 8. September. ' D^n 29. September. Maria Anna Wetter, geborne Frenay, Ehefrau des Großh. Professors, Dr. Johann Baptist Wetter, alt 55 I. 9 M 10 2?. gestorben den 19. September. ö 1 Röflingen, O.-Amt Ellwangen ; 4745) in Württemberg. soll auf dahiesigem Raibhaus die den Erbcn >,^?^^suche Sie, mir gegen Nachnahme des Jacob Simon II. dahier gehörigenPacket Ihres Universal- Güterstücke zum letzten Maie meistbietend ? migungs-Salzes, welches mir bet einigen - formen von chronischen Magenkatarrhen 4759) Ein reichhaltiges Lager in Parfümerien, sowie Totletteseifen, Haar- olen rc., ferner eine schöne Auswahl in Haarbürsten und Kämmen, empfiehlt billigst das Rafir- und Haarschneide- Cabtnet von ________Cbristian Frech, am Markt. 643) Thür- und Grab- | pr. Flasche 7 fr., frei in's Haus geliefert (m; r f. eö < c von L. Textor, Ä)tly. Balser. |(2582) im Darmstadter Haus versteigert werden uno bei annehmbarem Gebote der Zuschlag alsbald ertheilt weroen. Gießen, den 12. Ocloder 1872. In Auftrag: (4755) Semmler, Ortsgerichtsmann. 4690) Dienstag den 15. Oclover d I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhaus die den Gerbern dahier gehörige § Z r Äretiitfäffcr gebrauchte gute Weinfässer in allen Größen bet__________________________H. Schmall. 763) Photographie-Rah- men und Goldieisten bei W i l h. Balser. NB. D^s Einrahmen von Bildern wird schnell und bidigft beforst. AnMagenkrauipf, VerdauungS- schwäche rc. rc. Leidenden wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wirkende Dr. me d. Doecks’frfje Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exped. d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. DocckS, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (4225) en 8>°°FtnstkrglMagcr en gros circa 150 Kisten stets auf Lager. 1530) Bei Aufträgen auf Lieferzeit zu Fabrikpreisen. Mousselinglas, Gold- leisten, Spiegel und Spiegelglas, Photographier ah men. Für Wiederverkäufer billigste Preise. _______S. Jäger, Offenbach a. M. g Blumenzwiebeln, als: Hyazinthen, einfache und gefüllte, Tazetten. Tulpen, Crocus, in reicher Auswahl, empfiehlt die Samen- Christian toianiiaiiu. Uhrmacher, Uhren und Bijouteri ewaaren-Ha»dluna, Eck des Kreuzes und der Caplansgasse. Empfehle mein Lager in: Schwarzwälder Uhren von 1 fl. 45 kr. . nn, Penduls von 15 fl. an bis zu den elegantesten, I^egulateurs mit • und ^bue Schlagwerk 8U den billigsten Preisen, Schiffuhren mit Ankerqana - und Kukuksuhren; ferner empfehle Taschenuhren in Gold und Silber in größter Auswahl von 12 fl. an bis zu 250 fl. pr. Stück, ebenso auch Damenuhren; goldene Westen- und Halsketten für Herren unb Damen; große Auswahl goldener «Ohr- und Fingerringe, Medaillons u. f. w., Brillantringe, Silber- und Christofle-Waaren. 3n Verbindung mit den größten in mein Fach einschlagenden Geschäften bin ich in den Stand gesetzt, sämmtliche TVaaren unter Garantie zu verkaufen und werde es mir angelegen sein hasten, durch prompte und billige Bedienung das mir bisher geschenkte Vertrauen zu erhalten und event. zu erwerben. NB. Das Lager von erwarteten Spieldosen werde in Kürze eröffnen. ,/1cor>. Achtmrgsvoll ___________________Christian Scharmann. 4655) Das ~ Pelzwaaren-Lager von H. Rübssmen, Mäusbnrg Lit. D. Nr. 9, ift wieder auf das Neueste und Reichhaltigste assortirt und empfiehlt sich einen, geehrten Publikum bestens. Neue und alte Sachen werden nach Wunsch angefertigt resp. umgeändert, sowie alle in's Kürschnerfach einschlagende Artikel stets prompt und billigst hergestellt. hast zur Ladeneinrichtung eignet, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei Abraham Stein, __________Reickensand C. 225. 4753) Die von mir ersteigerte frühere Restauration zur Germania ist unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. Jacob Ron st a d t. Heinrich Noll VI. 4506) Thee, Chocolade und Stcarin- lichtcr bei_____________PH. Schlatter. 4034) Kiefern-Brennholz, pr. Stecken 4 fl., ab Lagerplatz, empfiehlt S. Katz en stein, ________Holzhandlung. 4674) Häringe in frischer Sendung. _______________Fr. Bieler, am Kreuz. 4758) Ein Kochofen ist zu verkaufen bei Heinrich Frech I., Schneider. L75L) Mein Haus, Scheuer und Schlachthaus, sowie meine Aecker und Wiesen, bin ich Willens zn verkaufen oder zu vermie- then, beziehungsweise zu verpachten. Chr. Bogt, Metzger. m 4699) Vermiethungen. B 4738) V CO gebe Q 4639) n wozu erqebenst einlabet Das Somit6. nöth Pi « d 12— Beb Heil 2' Dr A- Mettenheimer. miethen. Ferdinand Schmidt. angenommen. Lebensversicherungs- und Ersparniss-Bank Don5 < Frcs. 1,925,114 ,k Redaction, Druck und Verlag der Brühllschen Univ^Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 15,000,000 6,468,726 öffne! lassen »um । S151 Lisch. ®rabi Mittel Lrsvr, auch t l'gev; Mje ! idc' TU Nr. 1 i-! Fr« Ini| »r.Winth practischer A Sprechstunden 4763) Die Taxen sind von dem Vorstand i 8 Tage, innerhalb wel , mationen dagegen gemacht bei dem Unterzeichneten zur teressenten offen._____________ v. bafe. eing« u«' Fütt< gesch Nähl Syp da» Gen in 1 4 bei ausgeführt von der hiesigen Capelle. Anfang de^rsten Concerts Nachrn. 4 Uhr. L d. 6' . tW 1 1) Das gesammte voll eingezahlte Grundcapital der Schweizerischen Creditanstalt in Zürich....... 2) Das von Jahr zu Jahr wachsende Vermögen der Schweizerischen Rentenanstalt, Ende 1871........ (Diese sämmtlichen Gelder sind, mit Ausschluß jeder Spe- culation, auf hypothekarische Sicherheit angelegt.) 3) Die jährlichen Einnahmen der Schweizerischen Rentenanstalt 1871: tigcn von Damen,kleidern hat wieder ein neuer Cursus begonnen. Eintritt jede Zeit Rosa Rothenberge r, _______________________Lindenplatz._________ für Knaben und Mädchen beginnt Mittwoch den 16. October. Anmeldung der Knaben um 2 Uhr und die der Mädchen um 3 Uhr Nachmittags in der Turnhalle. ______ Rübsamen. Podium im Saale. Neues Programm. nfang Nachmittags pracis 5V2 Uhr. Entree ä Person 12 fr. 4,600,000. 7,300,000. 1,700,000. 1,487,879. Lony’s Bierkeller. Sonntag den 13. October: Donnerstag, den 24. October: Israelitischer Ball im Burg-Saale zu Staufenberg, 4621) Ich bringe hiermit zur Kenntniß eines geehrten Publikums, daß mein Tanzunterricht Montag den 21. October wieder beginnt. Diejenigen, welche daran Theil nehmen wollen, werden gebeten, sich wo möglich in Gesellschaften von 12—16 Personen zu vereinigen. Anmeldungen bitte ich bis dahin an mich gefälligst ergehen zu lassen. Rose, Univ -Fecht- und Tanzmeister. K V es- A eil 81 U. k Fachverein der Schreiner Samstag den 26. October 1872: Patent 1S7O. Prärniirt in Cassel 1870. — Prärniirt in Darmstadt 1870. 641) Mit dem 1. Mai l. I. beginnt ein zweites Abonnement auf Clavier-Instrumente, wo Jedem Gelegenheit geboten ist, in den Besitz eines der Neuzeit entsprechenden Instruments auf leichte und angenehme Weise zu gelangen. Tanz-Unterricht. 4752) Unterzeichneter erlaubt sich hiermit ergebenst anzuzeigen, daß sein Tanzuntenicht Montag den 21. October wieder beginnt. Anmeldungen werden zu jeder Zeit in meiner Wohnung — Wetzsteingasse Lit. A. Nr. 40 — Karten October: o inert Strauss), Corps des Großh. Hess. 2. Jn- , unter Leitung seines Dirigenten Krausse. Die Berloosuirg des Frauenvereins für die Armenpflege findet künftigen Mittwoch, 16. October, Nachmittags um 3 Uhr, im Rathhaussaale statt. Loose zu 6 kr. find noch bei den Mitgliedern des Vorstandes zu erhalten und Gaben zu Gewinnsten werden k von denselben sehr dankbar angenommen. Der Vorstand Entree ä Person 6 fr. Um zahlreichen Besuch bittet B. Werrninghoff. 91 werden befördert wöchent- sich bei billigster und reell- ster Bedienung nach allen Häfen Amerikas mit den rühm- &- liehst bekannten Post-, Dampf- und Segelschiffen durch/ die Agentur von J. M. Schulhof. (918) 4528) Eine sreundlicbe 229°) Zur gründlichen Erlernung itr ^amili^»vohnun7 von « ^ne-d°n utwr: Zimmern wird für Anfang nächsten Jahres zu miethen! 4463) Unterzeichnete empfiehlt sich im AuSbeffern und Verändern von allen Arten Pelzwaaren, sowie auch im Waschen von weißen Pelzgegenständen. — Bestellungen auf ganz neue Garnituren werden auf das Geschmackvollste und Billigste ausgeführt. Katharina Beiz, wohnhaft bet Herrn Zimmermann Schmidt, vis-ä-vig dem Schützenhof. 4765) Im Anfertigen feiner Näharbeiten, mit Hand und Maschine, Tüll- und Gebild- stopfen, in und außer dem Haufe, empfehlen sich Geschwister Kaufmann, ________________Seltersberg 37.________ Abonnements - Bedingungen sende gratis. Friedberg. C. L. Glück, Hof-Pianoforte-Fabrikant. in Stuttgart. Stand der Versicherungen pr. Ende September 21,880 Policen mit fl. 40,600,000. Neuer Zugang im Laufe d. I. 2121 Anträge mit.......fl. ------ Versicherungsfonds ca..................fl. Jahres-Einnahme an Prämieu und Zinsen ca.........fl. Dividendcnfonds in diesem und den nächsten 4 Jahren zur Vertheilung kommend....................fl. 4727) In meinem neuerbauten Hauie, Kaplansgasse, sind zwei Familienlogis, jedes mit 3 Zimmern, Küche, Keller, Holzplatz, Mitbenutzung der Waschküche u. s. w. zu vermiethen und baldigst zu beziehen. H. Werner. NB. Auch ist ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen und baldigst zu beziehen. 4718) Das Logis meines Nebenhauses ist an eine ruhige Familie sogleich zu oer- Schweizerische Renteumlstalt in Zürich. Lcbensvrrsicherung. v Abends 8 Noch gebu, dery ( 70% des Reingewinnes wird den Versicherten als Altersrente zurückoergütet. Dieselbe betrug für 1871: 45% der Prämie, „ „ „ 1872: 440/0 „ Der Gewinnfond beträgt derzeit 843,804 Franken. Die Schweizerische Rentenanstalt anerkennt in Deutschland für alle Forderungen ihrer Versicherten den Gerichtsstand am Domicile derjenigen Vertreter, welche die betreffende Police vermittelt haben. Statuten, Rechenschaftsberichte für das Jahr 1871 und ausführliche Prospekte werden von den unterzeichneten Vertretungen der Schweizerischen Rentenanstalt gratis verabfolgt, welche auch zur Ertheilung jeder näheren Auskunft, sowie zur Vermittelung von Renten- und Lebensversicherungs-Verträgen jeder Art gerne bereit sind. Die Sub-Dlrection für Deutschland in Frankfurt a. M.: II. Hahn <$• Sohn. Die Hauptagenten Echternach S Haustein in Gießen. Tüchtige Agenten werden mit hoher Provision angestellt und sind Gesuche an die Sub-Direction in Frankfurt a. M. zu richten. im Leib' schen &aale. Anfang 7i/2 Uhr. Hierzu ladet ergebenst ein: Der Vorstand. Karten ä 48 kr. sind bei Herrn Drechsler Schäfer, Neustadt, sowie Abends an der Kasse zu haben. £7448)^ Zwei gebrauchte große Steinkohlen - Oefen (Säulensa^orr), werden zu kaufen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Für» Schneider. £670) Tüchtige Arbeiter in und außer dem Hause gesucht von ______Georg Leib. Agenten-Gesuch. 4709) Personen jeden Standes kann ein leicht abzusetzender Artikel, der weder Raum noch kaufmännische Kenntnisse erfordert, gegen hohe Provision zum Wiederverkauf zugewiesen werden. Reflectanten belieben ihre Adresse unter den Buchstaben B. V. 419 an die Expedition d. Bltts. zur Beförderung franco einzu- senden.______________________________ 4757) Kupferschmiede, Schlaffer und tüchtige Hülfsarbeiter finden bei hohem Lohn dauernde Arbeit. G- Völckner. 4756) Ein gewandtes Bürschchen sucht Th. Wo de, NeueBäue 85. Vermischte Anzeigen 4746) V. O. T. Heute Abend. Aller Gewinn fließt ausschließlich den Versicherten zu und kommt s. Z. an der Prämie in Abzug. Die bisher erzielte Durchschnitts - Dividende erreicht 38 Pro cent der Prämie, wodurch sich die jährliche Netto-Prämie für eine Versicherung auf Lebenszeit von fl. 1000. — auf den mäßigen Betrag von fl. 14. fl. 15%. fl- 17. ^fl. 20. fl. 24%. fl. 30. z. B. für eine 23- 30- 33- 40- 43- 30-jährige Person reducirt. Nach neuerer Einrichtung ist für die ersten 5 Jahre der Versicherung bis zum Flüssigwerden der Dividende eine wesentlich ermäßigte Prämienzahlung zulässig. — Das Sterblichkeitsverhältniß ist bis jetzt ein sehr günstiges und für dieses Jahr wiederum ein äußerst günstiger Abschluß zu erwarten. Statuten, Prospekte unentgeltlich bei dem Agenten: (4751)E. Gail in Gießen. meiden Aecker am Atzelbusch, -atenb, bin ich Willens zu ver- xv auf 6 Jahre zu verpachten. Fr. Joseph Möhl's Wittwe. 1660) ASphaltmastlc Dachpappe, 1870 zu Cassel prärniirt, liefert billigst Lentze'S Leucht-Gas- und Dachpappen-Fabrik in Einbeck, Prov. Hannover.________________ 4760) Ein großer Haufen Mist zu ver- kaufen in Lit. B. Nr. 90, Neuen-Bäuen. 4731) Ein Haufen Mist wird billig abgegeben. Zu erfragen im Cafö Ebel. Nachmittags von 1 Seltersberg, Wilhelmstr Schule für Damen. gesucht. Näheres bei -er Expedition Bltts. 4749) Neue Anlage 34 ist ein Familien-^ logis im vierten Stock zu vermiethen unb1 sogleich zu beziehen.________ ____________ I 4761) Neuen-Bäuen Lit. B. Nr. 90 ist ein Familienlogis zu vermiethen.__________ 4624) Zwei freundliche Familienwohnungen, jede aus 4 Zimmern und Zugehör bestehend, sind zu vermiethen und den 1. November zu beziehen. Karl Kaspar, ____________vor dem Neuenweger Thor. 3921) Der dritte Stock im Deibel- und Becker'scheu Hause in der Alicen- straße ist durch den Wegzug des Hrn. Schreiber von hier anderweit zu vermiethen und am 1. November zu beziehen._____________ 1684) Ein Laden mit Comptoir zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Selters- weg Lit- C. Nr. 184.______________________ 1990) Ein Familienlogis zu vermiethen Neuenweg 134. ________________________ 4725) Ein Logis im 1. Stock ist zu vermiethen bei Chr. Scharmann, _______________________am Kreuz.______ 4696) In Lit. E- Nr. 82, Seltersweg/ ist ein gut möblirtes Zimmer nebst Cabinet zu vermiethen. Näheres in der Restauration Gerh ard.___________________________ 4642) Zwei Zimmer, Küche und Zugehör per 1. November zu vermiethen. Seltersweg C- 2.__ 4055) Der dritte Stock meines Hauses, aus 8Pibcen, Küche, verschließbarem Corri- dor u. s. w. bestehend, ist zu vermiethen. ________________________I- G- D- B a p st.