1 ^tn Staub geatzt, >te und reelle Arbeit 'avre v>ird öm Wagen Genien. t 2chuhlnacher, | 105. zilnM.MM or dem Welt- tt Vereins ent cis 6 U6r, cademische« . I. M. F. iÜMhtliWll- letrffle H f12 L tt erhalten. ^r^orstand^^ entschland nt für Hand-i u« feem Sßro(P«t- * ?T -An^lt 9^13,786 ®*< rVd,ttUI,&er Mi S"°7'?L »»«- . n’"\ 3»«^; !u"»'b Äde»d- °«« ' *&■ 'M eine® ^ankartitn LanlZki-d-»»'^ JO* 2'W' Preis vrerreljahrig 1 st. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 ff. 29 fr. Oießemr AuMger. Erscheint täglich r mit AuS« nähme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 1S7. Akoutag den 12. August Amtlicher T h e i 1. 1872. Gießen, sm 6. August 1872. Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler. Das Groß herzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises, mit Ausnahme derjenigen zu Beuern und Gießen. Wir erinnern Sie an die Einsendung dec Bedeckscheine binnen 8 Tagen. v. Röder. Bekanntmachung. Betreffend: Benachtheiligung von Auswanderern durch Einwechslung von Amerikanischem Papiergeld in deutschen Einschiffungsplätzen. Von dem Kaiserlich Deutschen Gemral-Cvnsulat zu New-Jork wird in einem an den Reichskanzler unterm 15. Ium l. I. erstatteten Berichte wiederholt auf die vielfachen Benachtheiligungen aufmerksam gemacht, denen Auswanderer durch Einwechslung von Amerikanischem Papiergeld, besonders in den Einschiffungshäfen, unterworfen sind. Auch bei einem vollständig legitimen Geschäfte — heißt es in dem Berichte — sei der Wechsler genöthigt, eine hohe Prämie zu nehmen, um sich gegen die Schwankungen des Curses zu decken; in vielen Fällen aber werde dem Auswanderer durch falsches Geld oder entwerthete Coupons in größerem Maße unwiederbringlicher Nachtheil gebracht. Deutsche Auswanderer, welche New-Jork berühren, würden am besten thun, wenn sie sich bei einer der in Deutschland bestehenden Agenturen der „Deutschen Gesellschaft der Stadt New-Jork" Wechsel auf genannte Gesellschaft geben ließen und solche selbst in New-Jork auf dem ganz in der Nähe von Castle Garden und dem Kaiserlichen General-Consulate gegenüber belegenen Büreau der Gesellschaft, Broadway Nr. 13, (Adresse für Briefe: P. 0. Box 4330, New-York) eincassirten. : Die deutsche Gesellschaft der Stadt New-Jork, gegründet im Jahre 1784, hat nach § 1 ihrer Statuten den Zweck, deutsche Einwanderer zu unterstützen und nothleidenden Deutschen und ihren Nachkommen Hülfe zu leisten rc., Hauptcorrespondenten derselben sind u. A. in Darmstadt: die Bank für Handel und Industrie, Frankfurt a. M.: Herr August Siebert, Bremen: Herr Lüdering & Comp., Cassel: Herr Louis Pfeiffer, Cöln: der A. Schaafhausen'sche Bankverein, Hamburg: Herr Johs. Schröder, Indem man dies in Auftrag Großherzoglichen Ministeriums des Innern zur öffentlichen Kenntniß bringt, werden die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises angewiesen, in geeigneten Fällen ihre Gemeindeangehörige nach Vorstehendem zu bedeuten. Gießen, den 8. August 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Nr. 26 des Reichs-Gesetzblattes, ausgegeben am 3. August 1872, enthält: (Nr. 869.) Gesetz, betreffend die Uebernahme der Verwaltung der Wilhelm-Luxeinburg-Eisenbahnen. Vom 15. Juli 1872. (Nr. 870.) Postvertrag zwischen Deutschland und Luxemburg. Vom 19. Juni. 1872. (Nr. 871.) Gesetz, betreffend die Einführung des § 29 der Gewerbeordnung in Elsaß-Lothringen. Vom 15. Juli 1872. (Nr. 872.) Bekanntmachung, betreffend die Approbationen für Aerzte, Zahnärzte, Thierärzte und Apotheker. Vom 19. Juli 1872. Eine besondere Beilage zu Nr. 26 des Reichs-Gesetzblattes enthält: 1) Bekanntmachung der Vorschriften über die Zulassung von Federwaagen zur Eichung und Stempelung und zur Anwendung beim Wägen von Eisenbahn-Passagier- Gepäck. Vom 25. Juni 1872. 2) Nachträge zur Eichordnung vom 16. Juli 1869 und zu der Bekanntmachung vom 15. Februar 1871, betreffend die Eichung und Stempelung von Maaßen und Meßwerkzeugen für Brennmaterialien, sowie für Kalk und andere Mineralproducte. Vom 25. Juni 1872. Gießen, den 8. August 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Politischer Theiß. Die Drei-Kaiser-Zusammenkunft ist auch von der „Proo.-Correspondenz" zum Gegenstände eingehender Erörterung gemacht worden und das halbamtliche Organ bestätigt die Auffassung, welche auch wir bei der ersten Kunde des großen EreigniffeS aussprachen, daß dasselbe eine Friedensdemonstration im eminentesten Sinne sei. Immerhin aber könnte eine solche Demonstration ihre Motive in Veranlassungen oder Combinationen finden, die auf die Annahme vorhandener Gegensätze hinweisend, ihr bei aller Anerkennung der FriedenSrichtung, doch zugleich den Charakter einer Abwehr geben würden. Es ist daher von Wichtigkeit, daß die „Prov.'Eorr." den Werth des Ereignisses noch dadurch erhöht sieht und es zu den „besonders glücklichen Fügungen" rechnet, daß cs „in einer überaus sriedlichen Lage Europas und unter völlig klaren Verhältnissen eintritt, welche einer Störung, oder auch nur einer Mißdeutung nach keiner Richtung hin Anhalt bieten." _ Und in dieser accentuirten Charakterisirung der sriedlichen Lage begegnet sich das Organ der preußischen Regierung nicht bloS mit den osficiösen Kundgebungen Oesterreichs, sondern — was gewiß nicht unbeachtet bleiben dars — dieselben werden auch sranzösischerseitS ausdrücklich bestätigt und acceptirt. Im „Dresdener Journal", in dessen Wiener Korrespondenzen man gewohnt ist, den Auffassungen der österreichischen RegierungSpolitik zu begegnen, heißt es in dieser Beziehung: „Jede Zeit hat ihre Plage und wir wollen es der Zukunft überlassen, wie sie die Fäden entwirren wird. Vorläufig zieht jeder Theilnehmer an diesem FriedenSbunde, wozu auch Italien gehört, den wichtigsten Vortheil, daß er unangreifbar ist. Es bedarf da gar keiner Anstrengung, um den Welttheil in Ruhe zu erhalten. Wem möchte es einfallen, Staaten anzugreifen, die zusammen über 180 Millionen Einwohner zählen, lauter kriegstüchtige Stämme, wenn sie entschlossen sind, sich gemeinsam zu verteidigen? Es kommt nur darauf an, Alles fern zu halten, was den Einwohnern schädlich werden könnte, und darauf sind alle vier Monarchen und ihre Regierungen bedacht." Und während die Zusammenkunft der Monarchen solcherweise in den Organen ihrer Regierungen als eine FriedenSbürgschast für Alle, ohne Bedrohung irgend Jemandes charakteriflrt wird, sagt der „Bien Public", das vertraute Organ des Herrn Thiers: „Man muß in dem angesagtcn Besuch des Kaisers von Rußland die Wirkung der Rathschläge Deutschlands und einen neuen Beweis des Wunsches sehen, daß der allgemeine Friede aufrecht erhalten werde. Was Frankreich anbelangt, so braucht dasselbe sich um diese Zusammenkunft keine Sorge zu machen. Die drei Regierungen, deren Oberhäupter sich versammeln werden, haben die besten Gesinnungen gegen uns. Wir verursachen Niemandem Unruhe und Niemand denkt daran, uns zu beunruhigen." Es bedarf nur noch des Hinweises auf die leitenden Organe Großbritanniens, welche mit aller Genugtuung und Befriedigung auf die bevorstehende Zusammenkunft der drei Monarchen verweisen, um aus dem reinen Accord, jn welchem die Presse Europas sich begegnet, die nicht minder wichtige Thatfache zu constatiren, daß die bevorstehende Friedensdemonstration, wenn sie ihre Bedeutung durch die friedliche Natur der gegenwärtigen politischen Verhältnisse erhöht, so auch ihre Zuversicht in der entgegenkommenden Friedensstimmung aller Welt befestigen kann, welche ihre Festigkeit am besten dadurch beweist, daß ste einen traditionellen Argwohn und einen traditionell gewordenen Gegensatz überwunden hat. Der Argwohn bezog sich auf die heilige Allianz, deren Rückkehr man immer im drohenden Anzüge begriffen sah, sobald sich eine gesteigerte Intimität tu den Beziehungen Preußens zu Rußland und Oesterreich bemerkbar machte; der traditionelle Gegensatz bestand zwischen den Westmächten Frankreich und England und den sogenannten drei nordischen Reichen, indem er aus einem vermeintlichen Antagonismus die Nothwendigkett fester Allianzen abfolgerte. Nirgends taucht aber gegenwärtig eine Erinnerung an die weiland heilige Allianz auf, als um dieselbe als völlig außerhalb der Zeit und deren Voraus- setzungen liegend abzuweisen, und wie die Sprache der französischen so wie der englischen Blätter beweist, hat die intime Annäherung der drei nordischen Mächte, welche durch die bevorstehende Monarchen - Zusammenkunft besiegelt werden soll, weder in Frankreich noch in England das Bedürfniß fühlbar gemacht, dieser nordischen Allianz durch ein Aufttschen der völlig verblaßten entente cordiale ein Gegengewicht zu geben. Gewiß wird diese unverkennbare Entäußerung alter politischen Vorurtheile grade im Interesse des Friedens mit voller Genugthuung begrüßt werden können; Deutschland aber hat gewiß um so höheren Anlaß der Befriedigung, als es ohne Zweifel in sich selber den Grund dazu finden kann. Nicht blos, daß durch die Ncu-Eonstituirung Deutschlands ein Reich ge- schaffen worden ist, welches zu mächtig ist, als daß es irgend welche von außen kommende Direktion seiner Politik dulden könnte; zu selbstbewußt, als daß es die Freiheit seiner Selbstbestimmung jemals wieder opfern könnte, und von den Vortheilen der Freiheit zu sehr überzeugt, um sich jemals wieder von deren Thronfolger, den Großfürsten Wladimir und den Bruder des Kaisers, Großfürsten Nikolaus. Berlin, 10. August. Die „Sprner'sche Zeitung" hört, daß im Unterrichtsministerium die Ausarbeitung eines allgemeinen Unterrichtsgefetzes in Angriff ge- nommen sei, in der Voraussetzung, daß über die KreiSordnungSreform nach Ablauf der Landtag-Vertagung eine Verständigung erzielt werden wird. Köln, 8. Aug. Dem Superior der hiesigen Residenz der Jesuiten ist gestern folgende Verfügung zugestellt worden: Auf Grund dc Bestimmungen des Gesetzes vom 4. Juli d. I., betreffend den Orden der Gesellschaft Jesu (Reichsgesetzblatt S. 253) und der Bekannt- machung des Herrn Reichskanzlers vom 5. Juli b. I., betreffend die Ausführung jenes Gesetzes (ReichSgesctzblatt S. 254), hat die königliche Regierung Hierselbst vermittelst Verfügung vom 3. d. M. angeordnet, daß auch in hiesiger Stadt den Angehörigen des Ordens der Gesellschaft Jesu von jetzt ab die Ausübung einer OrtenSthätigkeit nicht ferner zu gestatten sei. Die hiesigen Angehörigen des genannten Ordens werden sich daher der Abhaltung von Missionen, des Predigen-, so wie überhaupt jeder scelsorglichen Thäiigkeit von jetzt ab zu enthalten haben. Etwaige Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot bin ich beauftragt worden, sofort zur Kenntniß der königlich n Negierung zu bringen. Köln, den 7. August 1872. Der königliche Polizei-Präsident: DevenS. An den Superior des Ordens der Gesellschaft Jesu, Herrn Rive, Hochwürden, hier. Schweiz. Bahnen abdrängeu zu lassen: so ist auch das Deutsche Reich zum natürlichen Schwerpunkt der europäischen Politik geworden. Auf sich selbst beruhend und in der inneren Entwickelung die Befriedigung seines nationalen Ehrgeizes suchend, ist es vollkommen geeignet, widerstreitende Interessen bis zu deren Ausgleichung auseinander zu halten. Es kann kein Mißtrauen erwecken, weil seine Interessen nur durch den Frieden gefördert werden können, und seine Freundschaft kann keinen Grund zur Eifersucht geben, weil diese Freundschaft jeder Politik gesichert ist, welche auch ihrerseits den Frieden anstrebt. Deutschland. Darmstadt, 10. August. Man schreibt der „Darmst. Ztg." aus Petersburg : Dte Vereinigung der Monarchen in Berlin hat nicht die Bedeutung einer Coalition zur Bedrohung anderer Staaten und zur Herausbeschwörung von Verwickelungen. Sie gilt dem gemeinsamen Zweck, Europa vor Erschütterungen zu bewahren. Berlin, 8. Aug. Das königliche Kriegsministerium hat vor wenigen Tagen im Einverständniß mit dem Ministerium der geistlichen Angelegenheiten und im Anschluß an einen Erlaß vom Monat Mai d. I. in Betreff der katholischen Mr- litärseelsorge bestimmt: Sobald in Garnisonorten dadurch, daß einem katholischen Mllitärgeistlichen oder einem mit der katholischen Militärseelsorge beauftragten Civilgeistlichen die Ausübung der Amt-Verrichtungen in Bezug auf dte Militär- Genf. Obwohl über den Gang der Genfer Verhandlungen das allergrößte Stillschweigen beobachtet wird, will ein Londoner Eorrespondent der „Kölner Ztg." aus den zwei Umständen schließen, daß eine Lösung rascher, als man vor drei bis vier Tagen glaubte, eintretcn wird. Unter den jüngeren Advocaten, welche bei Ausarbeitung der englischen Proceßschrtsten Theil genommen, befindet sich Mr. Cohen, dem es besonders zufiel, die rechnerische Seite der amerikanischen Forderungen zu prüfen, und der dabei allerdings zu Resultaten mit Hülse des einfachen Einmaleins gekommen ist, welche erstaunlich sind. Genug, dieser Herr ist plötzlich vor einigen Tagen nach Genf gerufen worden und die Bermuthung liegt sehr nahe, daß man im Schiedsgericht sich für eine theilweise Verpflichtung zum Schadensersatz ausgesprochen hat und j'tzt in die finanzielle Prüfung des Betrages eintrcten wird. Ein zweites Zeichen liegt darin, daß der Lord Chief Iuftice von England in der allernächsten Zeit frei zu sein hoff', und da Sir Alexander Cockburn gewöhnlich wohl überlegt, was er anordnet, ist anzunehmen, daß er gute Gründe für feine Maßregeln hat. So viel glaubt man in urtheilsfähigen Kreisen mit Bestimmtheit vermuthen zu können, daß, wenn eine Verpflichtung Englands zur Schadenzahlung ausgesprochen wird, das Schiedsgericht zugleich auch eine Pauschalsumme festsetzt und nicht erst einer Commission das Handeln und Schachern um Einzelposten zuweist. Die öffentliche Meinung in England geht in diesem Punkte sicher mit dem Wunsch der Regierung. Frankreich. seelsorge untersagt ist, das amtliche Organ für die katholische Militärseelsorge in Fortfall kommt, ist das Kirchenbuch von demjenigen evangelischen Milttärgeist- lichen fortzuführen, zu dessen Parochie der betreffende Truppentheil gehört. Den katholischen Soldaten solcher Garnisonen ist es eben so wie die Befriedigung ihres kirchlichen Bedürfnisses überlassen, für die sie betreffenden Ministertalacte einen Geistlichen nach eigenem Ermessen zu wählen. Eines Demifforiale bedürfen sie, da im gedachten Falle dte Seelsorge für sie keinem katholischen Geistlichen amtlich übertragen ist, nicht. Von den durch Ctvilgetstltche vollzogenen Taufen und Trauungen, so wie von eingetretenen Todesfällen, hat der Truppentheil dem betreffenden evangelischen Militärgeistlichen zur Eintragung in das Militärkirchcn- buch Anzeige zu machen. W»e ein osficiöscr Wiener Eorrespondent hört, sind von St. Petersburg aus freilich keine eigenllichen Anträge gestellt worden, aber doch Andeutungen gefallen, ob es nicht zweckmäßig erscheine, bei der Berliner Zusammenkunft, ohne im Uevrt- gen in die selbstständige Regelung der einschlagenden Verhältnisse durch dte bi» treffenden Regierungen einzugreifen, in Bezug auf die polnischen Lanvcstheile der drei Staaten in gewissen allgemeinen Grundsätzen eine Schranke zu ziehen, über welche hinaus den nationalen Tendenzen kein Raum zu geben sei. Preußen hat, so viel der genannte Eorrespondent hört, sich zu diesem Gedanken zunächst voll- ständig schweigsam verhalten, Oesterreich aber, übrigens unter den von der Sach- läge gebotenen Erklärungen über seine galizische Politik, es sofort und unbedingt von der Hand gewiesen, sich in jener Beziehung zu binden. Berlin, 9. Aug. Im Handelsministerium sind neuerdings, wie die „Fr. Z." meldet, mehrfach Beschwerden über die Ueberanstrengung der im äußeren Betriebsdienste beschäftigten Eisenbahnbeamten eingelaufen. Dte Directionen sämmtlicher Staatsbahnen find deshalb zum Berichte darüber aufgcfordert worden, wie die Maximalbieustzeit dieser Beamten festzusctzen sei, ohne dadurch dte Betriebssicherheit zu gefährden. Der Generalmajor von Podewtl-, Dtrector der Gewehrsabrik tn Amberg, wurde nach Berlin berufen, um in Conferenzcn bezüglich des für die deutsche Armee in Aussicht genommenen Mauser'schen JnfantertegewehreS zu treten. Wie verlautet, soll im Fall der Annahme vorgenannten Gewehres das jetzt in der bayerischen activen Armee eingeführte Werder-Gewehr an die Landwehr abgegeben werden, dagegen erstere ebenfalls das Mauser-Gewehr erhalten. In der Aptirung der eroberten Ehaffepot - Gewehre zur Benutzung der Werder- bezw. Mauser- Patronen wird in der Gewehrsabrik zu Amberg fleißig fortgearbeitet; diese Fabrik beschäftigt gegenwärtig gegen 500 Arbeiter. Die Affalre zwischen Generallieutenant v. d. Gröben und Manteuffel scheint einen ungeahnten AuSgang nehmen zu wollen. Wie die .Ostbahn" hört, sollen sich die Mitglieder der ganzen Gröben'schen Familie, welche active Militärs sind, nach Berlin begeben haben, um ihre Entlassung einzureichen. Der Entstehung«, gründ der Differenzen zwischen den beiden Generalen soll bet Gelegenheiten eine« DiaerS ein Wortwechsel gewesen sein, in welchem General v. d. Gröben zurrst angegriffen, dieses Angriffe mit einem etwa« scharfen Briefe au Manteuffel begegnete, aus welchen Vorgängen dte Zwistigkeiten bis zu oben mitgetheilten Resultaten gediehen seien. Berlin, 10. August. Rach jetzigen Bestimmungen wird im russischen Ge- sandtschasts-PalaiS Quartier gemacht für den Kaistr Alexander, den Großfürst- Paris. Seit der Vollziehung des Iesuitengesetzcs gkberden sich die Ultra» montanen wie htrnwüthig. Die sonst so „getreuen Untcrthanen", die „Stützen der Throne", die „Prediger des Gehorsams vor der Obrigkeit", haben den Schafspelz abgeworscn und zeigen sich als die Wölfe, mit deren Wiederkehr dte Loyaltteu io oft gedroht haben. In den deutschen Blättern schon leisten sie im Verfluchen und Schimpfen da« Möglichste. Geradezu unglaublich aber ist die Sprache, welche sie tn den Blättern des Auslandes führen. Zum Beweis eine kleine Biumenlese aus dem letzten der schon oft erwähnten „Briefe aus Preußen" im „UniverS". Der Briesschreiber sagt u. A.: Wie viel Papier ist in Preußen über diese« Steinchen und Viesen Coloß verschrieben worden, der in den Augen der preußischen Journalistik nur Bismarck bedeuten kann. Aber ist er nicht vielmehr und zugleich die Revolution — im Sinne de« heiligen Vaters? Für unseren beschränkten Horizont ist Bismarck allerdings ein Coloß, wie Gambetta für einen anderen, wie Garibaldi, wie Bauernschulzen für den ihrigen. Sogar (man bemerke die Sophistik) euer Naquet kann für mich als ein Coloß gelten, so kleinlich sein Name und sein Character. Gegenüber dem sterbenden Löwen war der Esel ein Coloß, gegenüber dem durch seine sittlichen und religiösen Verirrungen besiegten Frankreich fühlt sich „der preußische Esel" als Coloß, und ein recht- schaffener Esel ist er meiner Treu. Ern Esel tn der religiösen Frage, ein Esel gegen den Süden, ein Esel gegen Elsaß-Lothringen. Aber jetzt bst! wir könnten sonst gehenkt werben. — Der Graf von Hönsbrock hat bekanntlich den Vätern Jesu seine Schlösser angcboten. Aber Bismarck scheint ihnen zuzumuthen, sich auf dem Mond einzumicthen. In den letzten Tagen haben die Behörden von Mastricht und Sitters die Weisung erhalten, Jesuiten, die au« Deutschland kämen, nicht einzulassen. Das ist sonnenklar die Folge einer preußischen Pression auf die holländische Regierung. — Hoffentlich werden die Väter Jesu alle gesetzliche» Möglichkeiten zu versuchen wissen. Die einheimischen Mitglieder können ja nur von der Regierung in gewissen Städten internirt werden. Wenn die Jesuiten das Land verließen, ohne diese Translocation über sich ergehen zu lassen, so hieße dies nach unserer Ansicht den Triumph de« Unrechts erleichtern. Einige Jesuiten unter polizeilicher Escorte, in Graudenz, Torgau oder Wittenberg wären dazu angethan, die neue Aera zu tllustriren, den Glanz dcS 19. Jahrhunderts zu erhöhen. — Es sei denn, daß das Stemchen fällt und den Coloß zerschmettert vor Derfluß von sechs Monden. Nur gemach! eilet nicht, ehrwürdige Väter, derjenige, welcher euch den Rattz gibt, hat weder die Aufgabe noch die Kraft, die Füße des Coloffe« zu zerbrechen, aber er weiß, daß ein Coloß mit thönernen Füßen in sich selbst zusammenblkchen kann. Er glaubt auch an die Wahrheit der Worte der Kirche: Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Und wenn Gott alle Dinge in sechs Tagen gemacht hat, kann er auch viele Dinge in sechs Monaten vernichten. Meine Väter! eilet nicht, und jcdensalls, gehet nicht weit, ihr werdet zurückkommen. Der König ist todt, e« lebe der König! Paris. Die französische Nationalversammlvng hat sich am Sonnabend mit Hinterlassung einer Permanenzcommijfion von 25 Mitgliedern vertagt, daenglische Parlament wird mit Ende dieser Woche seine Sitzungen schließen, die Gcsaobtschaft-hotels stehen leer, die Diplomatie ist in den Badern — die hohe Politik ruht; die Drei-Kaiser-Zusammenkunst allein giebt den Zeitungen Stoff u Betrachtungen. Von allen Seiten wird der eminent friedliche Charakter der utfOtn Am finf, l'i” Action linz" M Ms «ue tint Mm! W ausgr! Mitt vcr brr AM« eie dir In ms fachen dli Masse ihre ba« Plincif wann. 3 PetfoM ych zu den von Ätite Noll Papü vefin eaMz er ßrtelaiitr graute Dc Brief des Ende Te geanttvvk No den fran, fmjöM und gran, Goularb MW rechtlich t Eit un(tre Lm Geregt ft ftittn tintr in die Hghe sehr in !Wfl| ^ge seien, Mtisier, ba6 ihnen gern t b-bluß theil bchlihmare. Anhalt-Bm A"haltM| AnbaltM Anhalt-Dch n,, , 1. £ Z°hali-Deff- ®a^ner [(c ^tische H 5.-w, fische & B-» Sa ”«>11« Y"9ifd Zungen bas aller« Jäontfoon&tnt h« rascher, al- ^nttr den jüngeren ßenommtn, ^irische Seite der dl°gr >u Resultaten ßvd. Genug, lseu worben und bie für eine theilveise »t in die finanjieüi itgt darin, daß der i i« fein hosfi, M e auvrdurt, tst an« öv M tzlaubt man itn, datz, wenn eine ), bas Schiedsgericht l einer koniinlssloll öffentliche Meinung er Regierung. Stü*. 5--?£ 3tfuil" ih-Ptr, ^"ubung ei«., *N» Mrcb.g, “ ‘"‘»Olten ha‘Ht Worbt«, ' Devens. Hochwürden, rten sich die Ultra« nen", die „Stützt» , Haden den Schas-« bertehr Ür Loyaltten en sie im Verfluchen die Sprache, welche nt kleine Biumenlese ßen" tm „Univer-". Preußen über dieses i Lugen der pre^i' sicht virloechr und Kür unseren de« Sa«bklta sür ema Sogar (ru°n bk" )6 gelten, so W ra Löwen war der tigiösen Lerirrungea |OL und ein recht« )|tn örage, ein e eit bst! vir konnten Ltlich den Vatern fD zutUwUthro, ßw . ir! kt«- * , Dr«t|d)l«"e 'f : 4tn 5>refpo« “ - rS- gggiaH«1 ni,e ei? h4»' jPCTl ". - Stofs ... Zeiths per bevorstehenden Entrevue bestätigt und werden verschiedene Thatsachen als Beweis hierfür mitgetheilt. Wir übergehen diese theils schon bekannten, theils lediglich auf vaguen Gerüchten beruhenden Facta, da wir nicht glauben, baß die der Zusammenkunft zu Grunde liegenden friedlichen An- und Absichten noch erst durch irgend etwas documentirt zu werben brauchen. Die Frage ist nur, Vie weit es bei derselben gelingen wird, für die wieberstreitendcn Interessen, die sich zwischen Rußland und Oesterreich bezüglich ihrer Beziehungen zum Orient in einer näheren oder fernerrn Zukunft Herausstellen werden, eine friedliche Schlichtung und Vermittlung anzubahnen. Von thatsächlichem Gewinn für eine längere Dauer des Friedens ist es aber immerhin schon, daß die beiden früher so stark entfremdeten Mächte ihre Beziehungen in Zukunft nur noch von den wirklichen Interessen Der Gegenwart und nicht mehr von den Einflüssen einer trennenden Vergangenheit bestimmen lassen wollen. Von großem Gewinn ist ferner, daß dieser Ausgleich in Bezug auf die Vergangenheit erzielt wordcn ist, ehe Frankreich, dessen Bestrebungen nicht auf eine möglichst gute Ordnung der noch fällig werden Verwickelungen, sondern auf einen Umsturz des jetzt Geordneten gerichtet sind, sein bereits angekündigtes Vorhaben, wieder mehr activ in die europäische Action tinzulreun, hat zur Ausführung bringen können. Italien. Nom. Die Wahlen in Rom sind, wie aus der Zusammensetzung der Wahlburcaux schon zu entnehmen war, liberal im entschiedensten Sinne des Wortes ausgefallen, und die Eclericalen haben somit tm Mittelpunkte ihrer Macht eine Ni Verlage erlitten, die um so bedeutungsvoller ist, als von ihrer Seite Alles aufgeboten war, den von ihnen freiwillig aufgenommenen Kampf auf dem Gebiet der Wahlen erfolgreich durchzusetzen. Eine, selbstverständlich vor Beginn der Wahlen abgesaßte, römische Correspondenz der „Daily News" lenkt bereits Die Aufmerksamkeit auf die Niederlage, welche die clericale Partei bei den Wahlen, die in verschiedenen Theilen Italiens stattfanden, erlitten hat. „Ueberall ent- sprachen bie Clericalcn ben an sie gerichteten Appell deS Papstes und gaben in Masse ihre Stimmen ab, aber trotz alledem wachten sie wiederholt ausfindig, daß bas Princip Der Freiheit in Den Ital'cnern stärker ist, als sie zu glauben geneigt waren. In Rom stoßen Die klerikalen auf große Schwierigkeiten, einflußreiche Persönlichkeiten als Canbidaten zu gewinnen. Die Liberalen andererseits einigen sich zu Dem Behufe, um Canbibatenlisten aufzustellen, die auf allgemeine Annahme von Seite ihrer Partei rechnen Dürfen." Rom, 7. Aug. Das „Unrvers" meldet aus Rom unterm 5. Aug.: Der Papst befindet sich ausnehmend wohl und gibt Audienzen wie gewöhnlich. Gestern empfing er Drei deutsche Katholiken, von denen einer ihm 100,000 Fr. von Der Breslauer Diöccse, der zweite 35,000 Fr. von der Trierer und Der dritte 40,000 Francs von der Diöcese von Westfalen brachte. Pius sagte ihnen, daß er einen Brief des Cardinals Hohenlohe empfangen habe, welcher melde, daß derselbe gegen Ende September nach Rom zurückkchren werbe. Der Papst habe auf jenen Brief geantwortet, daß er sich freuen würbe, ihn in Rom wiederzusehen. Rom, 7. August. Der Papst hat einer Meldung der „ganfulla" zufolge, den französischen Finanzminister Goulard wegen des Resultats, welches die französische Anleihe gehabt, in einer besonderen Zuschrift förmlich beglückwünscht und Frankreich glücklich gepriesen, welches diesen Erfolg erlangt habe, während Goulard Minister war. Den größten Theil dieses Erfolges, so fügt die „Fansulla" hinzu, schreibt der^Papst Dem'UmfiönDe zu, baß Goulard es seiner Zeit abgelehnt, Frankreich in Rom bei einer Macht zu vertreten, welche dort widerrechtlich eingedrungcn fei. Local-Notiz. Gießen, 12. August. Seitens der Schuhmachermeister geht uns eine Erwiderung auf. unsere Locainotiz vom vorigen Samstag zu, worin gesagt ist, daß eS den Meistern nicht an Courage fchle, sondern daß eS eben in der Natur der heutigen Verhältnisse liege, daß die Arbeiten einer Preissteigerung bedürfen, weil Rohmaterial und alles sonstige zum Geschäft Gehörige in die Höhe gestiegen fei. Gleichzeitig bemerken die Meister, daß «S gerade bei den Schuhmachern sehr in Mode sei, lange Zeit zu pumpen, und daß gerade die kleineren Meister nicht in der Lage seien, eben längere Zett, wo möglich Jahre lang, zu credttiren. Schließlich erklären die Meister, daß sie mit einer Preisautbcsserung ihrer Ai beiter wohl einverstanden feien und dieselbe» ihnen gern bewilligen, wenn sie selbst vom Publikum in dieser Weise anerkannt würden. Zum Schluß theilen sie uns noch mit, daß in nächster Nummer dieses BlatteS ein Preis-Courant der Schuhwaaren erscheinen wird. Außer Cours gesetztes Papiergeld. Anhalt-Bernburger Kassenscheine s Thlr. 1, 5 und 25 von 1850, 1852, 1856 und 1859. Anhalt-Köthen'sche Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. Juni 1848. Anhalt-Köthen-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 2. März 1848. Anhalt-Köthen Bernburger Gisenbahnscheine ä Thlr. 1, 5 und 25. Anhalt-Dessauer Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. August 1849 und ä Thlr. 10 vom 1. October 1855. Anhalt-Dessauer Landesbanknoten ä Thlr. 1 und 5 vom 2. Januar 1847. Bautzener slausitzer landstänoischej Banknoten ä Thlr. 5 von 1850., Bayerische Hypotheken- und Wechselbanknoten ä st. 10 von 1859, 1850. Braunschweigische Bank- und DarlehenSbankscheme ä Thlr. 1, 5 und 20 von 1842. Braunschweigische Banknoten ä Thlr. 10 Gold vom I. Juni 1856. Breslauer städtische Banknoten ä Thlr. 1, 5, 25 und 50 vom 10. Juni 1848. Dänische 5-ReichSbankthalerzettel älterer Emission von 1835, und auf einer Seite blau bedruckt. Gothassche Kassenscheine s Thlr. 1 und 5 vom 30. September 1848. Holsteinische Kassenanweisungen von 1854. Kurhessische Leih- und Commerzbanknoten. Leipziger Banknoten, alle vor dem 2. November 1851 erschienenen. Oesterreichische Banknoten, auf Cor.ventionSmünze lautend und die in österretch. Währ, i st. 10 vom 1. Januar 1858, s fl. 100 vom 1. März 1858. Polnische Bankscheine grüne ä 1 Rubel, weiße und rothe ä 3 Silberrubel. Posener Provinzialbanknoten vom 1. December 1857. Potsdamer Stadtscheine ä Thlr. 1 vom 8. September 1849. Reuß ältere Linie Kassenauweifungen ä Thlr. 1 vom 15. Mai 1858. Reuß jüngere Linie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 29. März 1849. Rostocker Banknoten vom 1. Juli 1850. Eachsen-Weimar-Kaffenanweisungen v Thlr. 1 und 5 von 1847. Schleswig-Holsteinische Kassenscheine ■ Thlr. 1 [2'/2 M.j vom 31. Juli 1848. Cchwa-zdurg-Rudolstädter Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 von 1848. Echwarzburg-Sondershausener Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 10 vom 11 März 1854, vom 20. December 1856 und vom 25. October 1859. Württembergische 2-, 10- und 35-Guldenscheine von 1849 und 1850. Vorläufig noch eingelöst werden an den betreffenden Hauptkaffen: Bautzener landftändische Banknoten ä Thlr. 5 ohne Datum, ä Thlr. 10 von tool. Chemnitzer Stadtscheine ä Thlr. 1 von 1848 und ohne Datum. Großherzoglich Hessische Grundrentenscheiae ä fl. 1, 5, 10, 35 un> 70. Kurhessische Kassenscheine 6 Thlr. 1, 5 und 20. Magdeburger Privatbanknoten ä Thlr. 10, 20, 50 und 100 vom 30. Juni 1856. Nassauer Landesbanknoten und LandeScreditkaffenscheine. Oesterreichische Banknoten in österreichischer Währung u fl. 1 vom 1. Januar 1858 und ä fl. 5 vom 1. Mai 1859. Preußische Banknoten s Thlr. 25 und 50 von 1846. Preußische Kassenanweisungen ä Thlr. 1 und 5 vom 2. Januar 1835 und Preußische DarlehenS-- kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 15. April 1848. Sächsische skünigl.j KaffenbilletS von 1840, 1843, 1846, 1848 und 1855. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 9. August. Die Physiognomie der Börse ist fortgesetzt eine freundliche, das Geschäft lebhaft und die Preise hoch. Tie Gewißheit, daß die Londoner Bank trotz der bedeutenden Summen, welche sie an Deutschland abfübrte, ihren Diöcont doch nicht erhöhte, sowie die schwächere Mindereinnahme der österreichischen Staatsbahn wirken auf das SpeculationSgebiet günstig ein und veranlaßten eine abermalige Steigerung der StaatSbahnactien, die eigentlich gestern Abend schon ftattsand und heute nur feftgehalten wurde. Da auch Lombarden einen besseren WochenauSweiS schickten, so konnte eS nickt ausbleiben, daß die Speculation auch ihrer sich bemächtigte und sie bei sehr bedeutenden Umsätzen bis nahezu 223 trieb. Credttactien büßten an Umfang deS Geschäfts ein, nicht aber im Preise, der sich fest hielt. Große Kauflust bekundet sich fortwährend für österreichische Nationalbank, die heute mit 912 bezahlt wurden. Darmstädter verkehrten ein paar Gulden niederer, durch RealisationSverkäufe gedrückt, während Frankfurter Bankverein bis 148'/r stieg. Deutsche Gffectenbank 1303,4 bei gutem Umsatz. Die übrigen Banken fest, wenn auch nicht so lebhaft, wie vorgestern und gestern noch. Die Tendenz für dieselben ist noch immer nach vorwärts gerichtet. Dao Animo für Staatsbahnen und Lombarden wirkte auch günstig auf die anderen älteren österreichischen Bahnen ein, von denen Elisabeth bei 2691/2 und Galizier für SpeculationSzwecke stark gekauft wurden. Nordwest ging bei 2331/, in Posten um. Jüngere Bahnen traten mehr in den Hintergrund. Deutsche Bahnen weniger in Umsatz, aber preishaltend. Gotthardbahn wurde in Pöstchen zu 108Vz gekauft. Deutsche Continentalbaugesellschaft gesucht und höher. Für Prioritäten lagen heute verschiedene nicht unbedeutende Kaufaufträge vor, in Folge deren der Verkehr in dieser Effectengattung eine lebhaftere Färbung annahm. Sehr beliebt waren Clbthalprioriläten. Französische und österreichische Renten verkehrten etwas schwach bei reagirenden Coursen. 1872er Russen gefragt, 9procentige Türken bei 977/h im Umlauf. Süddeutsche Fonds fest und rar. Auf dem Loosenmarkt macht sich wieder mehr Nachfrage für österreichische Staatsloose bemerklich, namentlich 1860er und 1864er. Ma, drider waren zu 16 zu haben. Wir machen betreffs dieser Loose auf die Bekanntmachung der Deutschen Vereinsbank in den heutigen Frankfurter Blättern aufmerksam. OSrsettBachrlohteB. 9. August 1872. Preuss. 4Va% Oblig. 103V8 Frankf. 3i/2% Obi. 873/s Nass. 4i/,o/g Obi. 991/2 Kurhess. 4% „ 94'/^ Gr. Hess. 50/0 Obi. 1023/8 » . 4% „ »SV, » „ 3Vl% » 93 Bayer. 5% „ 1005/s „ 4V8o/o 1jährige IOOV2 „ 40/g 1jährige 95 Würtemb. 4Vs % Obi. 997/6 Baden 41/3% Obi. c. E. L. 997/s Oesterr. Silberrente 661/8 „ Papierrente 6O’/4 Spanier, neuest. 3% 2 91/3 Amerik. Bonds 1881r 995/8 „ „ 1882r 961/2 w H 1885r 971/2 » n 1887r 971/4 Aetlen. Frankf. Bank 1413/< Frankf. Vereins-Kasoe 1485/s Darmst. Bankaot. 5011/3 Wien Bankactien 914 Oest. Creditaot. 360 Galizien 2611/2 50/g östr. F. St. E. B. 3591/2 Lombard. Bahn 2221/2 Ludwigsh.-Bexbaeh 1991/2 Maxbahn 145 Bayer. Ostbahn 139 Rhein-Nahebahn-Aot. 471/4 Hess. Ludwigsb.-Aot. 181 ‘/4 Oberhessen „ 827/a Prioritäten. 30/0 öster.Stsb.-Prior. 59 30/0 öst. s. Lombard 5-17/a 30/0 Livorneser 3 91/4 50/0 Toscaner 621/4 5% Elisabeth-Prior. 851/3 do. II. Emiss. 851/3_________ Anlehenaloose. Darmstädter fl.50Loose 195 n 25 „ __ Kurh. 40 Thlr. Loose 71 Nassau 25 fl, 45 Va Braunschweiger 211/7 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 39 40/g bayr. Pram.-Anl 1135/& 40/0 badische Loose 111 ’/2 Badische fl. 35 Loose 711/2 Oestr. fl. 250 v. 1854 853/0 1858r Prioritätsinose 206 Weehisei« t Amsterdam k. 8. 981/z t Augsborg k. 8. 993/4 | Berlin k. s. io47/8 ; Bremen k. 8. 1751/8 f Brüssel k. 8. 931/8 Hamburg L 8. 87i/8 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118^8 l Lyon k. 8. — ? Paris k. 8. 933/8 * Wien k. 8. 1661/4 | ditto m. 8. - 2 ditto 1. 8. 106i/g t Disconto 4 % Geldflorten. i fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 41—48 „ doppelte 9 41—43 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankens!. 9 22—23 Engi. Sover. 11 49—51 Busa. Imper. 9 43—45 Dollar in Gold 2 24 1 Viertes Coneert des Gießener Concerl-Vereins im So m nt e r - A b onn e ment Dienstag ben 13. August 1872, Abends präcis 6 Uhr, im Club-Saale, . _ , unter gütiger Mitwirkung Herrn Slud. W. Mangold und des academischen Gesangvereins. Gießen, den 7. August 1872. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, A. Bramm, Landrichter. Landger.-Assessor. Besondere Bekanntmachungen. Bekanntmachung. 3754) Der Gleiberger Weg darf wieder befahren werden. Gießen, den 10. August 1872. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Vermiethungen. 3755) Das von Herrn Realschul-Director Stein bewohnte Logis, bestehend aus 5 Zimmern und sonstigem Zubehör, ist Anfangs September zu vermiethen. Hinter- gqsse Nr. 38. II ' ß —X, I ’ V e r st e i g e r u n g e n. Guts Verpachtung. 3760) In Folge eingelegten Nachgebots wird das in der Gemarkung Schönborn, Königl. Amts Diez, Kreis Unterlahn, gelegene Freiherr!, von Dungern'sche Hofgut Schauferts, welches mit dem 22. Febr. k. I. leih- fällig wird, Dienstag den 20. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Stelle nochmals auf die Dauer von 12 Jahren verpachtet. Gut besteht in geräumigen Wohn- und Oeconomie - Gebäuden, 2 Morgen 34 Ruthen Garten und Hofraum, 34 Morgen 32 Ruthen Wiesen und 180 Morgen 29 Ruthen Ackerland. Pachtliebhaber haben sich im Termine über ihre Befähigung als Land- wirthe, sowie über den Besitz des zur Pachtübernahme erforderlichen Vermögens durch glaubwürdige Atteste auszuweisen. Schloß Dehrn bei Limburg a. d. Lahn, den 9. August 1872. Die Rentei - Verwaltung. Heinz. Agentur der Bank für Süddeutfchland. . a721) bic am " d. M. bei der Bank für Handel lind Industrie in Darmstadt, laut bei uns einzusehendem Prospect auf- gelegten ' ' fr 7,300,00© Amsterdamer Bankactien nehmen wir zur Uebermittelung an die Darmstädter Bank Zeichnunas. austräge entgegen. <"» Wort mann. A. v. Jiin^enfeld. JF. Süss, Universitäts -Mechaniker in Marburg. ■ Gcschästs-Cmpfchluiig. 3725) Unter Mtthülfe tüchtiger Arbeiter bin ich in den Stand gesetzt, einem verehrten Publikum zu den bisherigen Preisen prompte und reelle Arbeit gegen baare Zahlung zu liefern. Carl Schuhmacher, _____________________________Asterweg 105. _ Arachtbrrese für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und ^erhes,lsche Eisenbahn, sowie fammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Monai — nm sreihest! weiß a Nd)U den frar T Smiztkn bemess behandkl ttäitti. Mist-rn r Prinkip! Herrn! Hm i bas pw ilehen f, gedeihlist deßowen! Ne oOße, der Grsei "apartisch M, toti( ^egirne's , Nir N darg Nfann Mvir übe WtMngt Mlänei । ff. Gl Dr. 3765) Ein Familienlogis ist zu oermie- then. Mühlgasse Lit. D. Nr. 84. 3759) Eine goldene Broche wurde am Sonntag Abend, den 28. Juli, in der Bahnhofsstraße gefunden und kann sie die Eigenthümerin gegen Entrichtung der In- 3762) Sonntag den 18. und Montag den 19. August- Kirchweihfest zu Wiescck 3726) Philipp Heinrich KonradlGläubigern seines in Concurs verfallenen Uhrich, Sohn des verstorbenen Musketiers Sohnes Heinrich Amend II. ein Arrange- Konrad Uhrich u. dessen Ehefrau Marie ment abgeschlossen hat, werden die nicht Wilhelmine geborne Prosser dahier,! bekannten Gläubiger des Heinrich getauft am 5. October 1787, ist schon seit.Amend II., unter Gestattung der Einlanger Zeit mit unbekanntem Aufenthalte r!'r‘ " " - . abwesend. Das Vermögen desselben wurde seither curatorisch verwaltet und beträgt dermalen circa 145 Gulden. Da seit der Geburt des Abwesenden ein Zeitraum von über 70 Jahren verflossen ist, so fann an dessen präsumtive Erben das Vermögen, vorerst gegen Caution bis zum 90. Lebensjahr abgegeben werden. Man fordert deß- halb den gedachten Philipp Heinrich Konrad Uhrich, dessen etwaige Leibes- „ _ , Z"r Aufführung kommt: 1) Symphonie in D-dur (Nr. 2), von . finiihn 2) Die erste Walpurgisnacht, Bcillade von Göthe, ' für Solo, Chor und Orchester, componirt von ' F. Mcndclssohn. Eintrittskarten für Nichtabonnenten -> 1 ff. und Sperrsitze ä 1 ff. 12 fr. in der Ricker'schen Bnchhnndluiig. Ohne berechtigende Karte kann Niemand Zutritt erhalten. AnMagenkrampf, Berdauungs- schmäche rc. rc. Scibenbeii' wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wirkende Dr. med. Doecks’fdje Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exped. d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. DoeckS, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (4225) Gutsverpachtung. 3756) Ein Gut in der Gemarkung Büß- feld, an der Straße, V2 Stunde von der Oberbessifchen Bahnstation Nieder-Gemün- den entfernt bestehend in schöner mit Brunnen und geschlossenem Hofraum versehener Hofraithe, circa 80 Morgen Land bester Bonität (wobei 28 Morgen Wiesen), will ich auf weitere 18 Jahre preiswürdig verpachten. Liebhaber belieben sich zu wenden an Ioh. D. Heß in Büßfeld, Provinz Oberhessen. Mim EMnng für Bruchleidende und an Multervorfaü Leidende. m376J), Nähere Auskunft wird ertheilt unentgeltlich am Donnerstag den ' August m Gießen, im Hotel Prinz (£atL Seltersweg, durch —___________________ We Ei 'ancke. 3757) Neustadt Lit. D. 86 ist der seither von Herrn Georg Zinser bewohnte zweite Stock zu vermiethen und pr. 1. October beziehbar. Näheres bei Herrn Carl Flick, Sandgasse._____________________ 3703) Der untere Stock nebst Laden des Balser'schen Hauses, Neuenbäuen Nr. 85, ist auf den 1. October zu vermiethen, desgl. ein Pferdestall._____________Th. Wode. 3678) In Lit. A. Nr. 66, Wallthorstraße, ist ein Logis von 4 bis 5 Zimmern miti allen Bequemlichkeiten sogleich zu vermiethen. 3696) Ein guter Keller zu vermiethen. ______H- M. Jugh ardt, Marktstraße. 3747) Ein Zimmer mit Cabinet, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Hintergasse Nr. 38. NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt.______________ . 3711) Täglich frische Milch zu haben m der früher Katz enste in'scheu Be- s-dung.F. Jutzi 3764) Die Haferernte von einem Trieb- Dtertel ist zu verkaufen bei Gustav Koch. Feilgebotenes. 643) Thür - und Grab- fchilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angefert^t bei ____________Wilh. Balser. 3770) Ein großer fast neuer Schrank mit 3 Glasthüren oben und 3 Holzthüreu unten siebt zu verkaufen; derselbe würde sich als Ladenschrank oder in eine Wirth- schaft sehr gut eignen. Näheres bei H- Werner, Schreinermeister, Kaplansgasse. loder Testaments-Erben hiermit auf, sich zur Empfangnahme jenes Vermögens binnen pier Monaten dahier anzumelden und gehörig zu legitimiren, als sonst solches'den bereits bekannten nächsten Verwandten zugewiesen werden wird. Gießen, den 8. August 1872. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Dr. Muhl, Stadtrichter. Edictalladunq. Fnhlwden-Anstrich. Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinölsiccatif zum Einölen, Oclfarben, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum An- strclchen und Wichsen der Fußböden, empfiehlt Emil Fischbach, (3768)________________ Seltersweg. Nene Holland. Nollharinge, neue schotli'che Matjeshäringe, gerauch WinterRheinlachs, empf dlen (36^3) I. A. Busch Söhne. Ch ncs. Haarslirüe-Tinctilr, zur schnellen Herstellung jeder belieb. Haar: färbe, empfiehlt ä Gart. 54 fr. u. fl.l. 36 fr. (3695) Carl Frech. 3653) Neingehaltene Hahnheimer Weine empfiehlt E. Pitt hau. 3769) Schrcinergesellen sucht H. Werner, Kaplansgasse. NB. Auch suche ich unter sehr günstigen Bedingungen einen Lehrling.__________ 3766) Ein Küferbursche wird gesucht Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 3734) Ein kräftiger junger Bursche ge- sucht von Kauffmann & Comp., Lampenfabrik. 3709) Sehr schönes Kornstroh, Saat- Erbsen und Pflaumen sind zu verkaufen bei B. Malkomesius, _________________ am Wallthor.______ 1876) Thürschoncr in Crystall und Por- zellan bei_____________Wilh. Balser- 3737) Ein feines Geschäft auf dem Lande 'st mit großem Hause, ©arten u. s. w. äußerst billig zu oeifaufen. Bur Uebernahme sind nöthig circa 1500 bis 2000 fl. Franco-Offerten befördert die Exped. d. Bltts. ___________________________ 3710) Ein noch neuer Sommerrock und Weste sind billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__________________ 763) Photographie-Rah- rnen und Goldleisten bei W