Gießener Anzeiger 1 lv £1 Freitag den 12. April Nr. SG Kl 1 ■! A ’> z >4 y - ..f . werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- Bestellungen uns den Gießener 'Anzeiger Expeditionen und den Land-PostboteN-entgegeN-ger^ W- rk wird am nnemann. II. Cajüie Crt. inber die HM men. t in folgender ^aße Mehrer sdimibt). laße (Lehrer :n der beiden (Milprediger Naße (Mit» it freundlichst :t $el(iiig) der IV. Classe iizen über den rn. sowie der i Ucbersüllung uftwrjlanträ: Protokollführer sungiren. . ävM..i Berlin, 8. Avril. Der in Oberschlcsirn In wasserpolmschew Dtalect erschet. rende „Katholik", das durch seinen Wahlaufruf bereits bekannt gewordene ultra- montane Blatt, veröffentlicht einen offenen Brief an den Fürsten BlSmarck rom Preis vierteljährig 1 fi. 12 ft. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. uch 1872. i!V0 ste .ich ?d): » ein t I *s. rsa 1 1 fl» J 1 ru rd i l em itt r wr ui rn in l Hf tu fiel I”/ V Erscheint täglickr, mit Ausnahme Sonntags. Erpedttion: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. al. gs )Ci chfl rn aft von Harn^ lcan», San rita,6W Pre'it’iie „Not.-Ztg." beredt dazu: Wir halten uns nicht damit auf, gegen diese Schilderung auch nur ein Woit zu verlieren. Wer jemals hegenden °>>t gewischt ceutsch-polnllcher Bevölkerung kennen gelernt hat, weiß, auf welche Weise sich die nahenden Gentraße dort geltend machen. Aker wir fragen, was !ur Zustände müssen durch solche Ausrufe geschaffen, treibe Aufregung gegen die deutsche Bevölkerung, welche Gesinnung gegen die „dem Glauben des Dolke» Unrecht an- Deutschland. Darmstadt, 10. April. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 18 tntßaü.) $tUnn(mai$ut|g Ministeriums des Innern, Schenkungen an »er- schievene Wohlthätigkeits-Anstalten betreffend. 2) Betannimachung Großh. Ministerium« der Finanzen, die Anberaumung eines anderweiten Praelusivtermins für die Gültigkeit der alteren, aus der Creirung vom Jahre 185 5 herrührenden Königlich Sächsischen KoffenbillktS be- >'8*ro J CrrbfcDM«"' "(796) .-?s SsS ■J»' VJteiK von (- „n. Petz raltunfl^/ t>em Landaerichte Ulrichstein ernannt. . , ; Darmstadt, 10. April. Auf Einladung de« Großherzogs traf heute Genera . v. Werder hier ein. Vie Nachricht von seiner Ankunft hatte sich rasch »er&reitet und die Einwohner, veranlagt durch den Stadtvorftand, schmückten die Hauser s- fort mit Fahnen und Teppichen. Ein zahlreiches Publikum empfing den beruhm- ten Heerführer am Bahnhofe, der sich bald darauf zum Großherzoge begab, wel- cher ihm das Großkreuz des LudwigSoroenS zugedacht hat. Der General wird nach beendigter Hoftafel wieder nach Karlsruhe abreisen. ftu(ba, 9. April. Die Bischofsconsersnz nimmt morgen Vormittag ihren Anfang vnd wird übermorgen Abend geschloffen. Den Vorsitz sühn, wie bere, mitge,heilt, der Erzbischof von Köln. Zur Theilnahwe an der Con erenz sind angemeldet und the.lweife bereits eingetroffen sämmiuche preußische Bischöfe, mit Ausnahme des Bischofs von Osnabrück (welcher erkrankt ist), sowie der Weih- bi'chof Kübel von Freiburg wegen der hvhenzvllern scheu Lande. Der B sch von Mainz wohnt der Eonserenz diesmal nicht bet. Weihbifchvf Kubel wird als tbuente Regierung" erzeugt werden? „ . ,.L , . Berlin, 9. April. Um die Zugführer der Personenzuge leichter erkennbar zu machen, hat der Handelsminister für die Staatsbahnen und für die unter Staatsverwaltung stehendm Privatbahnen anzeordnet, daß dieselben fortarimtt (hier aus rothem Iuchtenleder gefertigten Tasche, die an emem schräg über Brust und Rückcn liegenden ledernen Tragbende gefertigt wird, ausgerüstet werden sollen, ein Abzeichen, welches bereits bei der Main - Weserbahn sich als practtsch bewährt Hot. Auch die Privotbahnen sind zu einer gleichen Etnrtchtung aufge- so oft wir in den Zeitungen lesen, daß um Bneg, Ohlau, Breslau u.s.w. s hr häufig die Jugend Eltern und Verwandte vergiftet und todtschlagt, daß Eltern ihren eigenen Kindern dos Leben nehmen, daß das Volk sich den schändlichsten Lastern überläßt und dcß drr Meineid on der Tagesordnung ist. In einem gewissen Dorfe bei Brieg strengte das Gericht gegen 70 Angeklagte die Klage wegen Meineid s an. Endlich beweisen die Rechenschaftsberichte und gcrichilichen Sta tistiken dir große Demoralisation, welche in den verdeutschten Agenden erschreckliche Fortschritte macht. Menn es bei uns, Gott sei Dank, beffir sicht, so ftfcrct- ben wir dies ollein unserer Nationalität zu, welche Gott in polnischen Liedern Uhr Morgens- le eines gti5 Mi» in die tberin^, U fril, W ** ' ikckwailN- foxtCTt tro Nach einem dem Reichskanzleramte hierher mit' qrtheiltcn Be/ichte des kaiserlichen Geschäftsträgers zu Paris hat in querer Zeit die Einwanderung mittelloser gewerbtreibender Deutschen dort außerOrdentlich zu- benommen, obwohl es für diese Einwanderer zur Zeit noch den größten Schwierig, feiten unterliegt, in Paris Beschäftigung zu finden. In Folge dessen gerathen die gedachten Personen gewöhnlich schon bald nach ihrer Ankunft daselbst m i bedrängteste Lage und können sich derselben um so weniger entziehen, als d r m Paris bestehende Hülfsverein bei feinen sehr beschränkten Mitteln ganzi außer Stande ist, die täglich massenhaft eingehenden Unterstützungsgesuche zu berücksichtigen, auch die kaiserliche Botschaft keine Hilfe gewähren kann, endlich aber die Kosten der Rückkehr nach der Hrimath, da die französischen Eisenbahngesellschaften gegenwärtig keine Fahrb-llets zu ermäßigten Preisen mehr gewähren, sehr erheblich sind. ES empfiehlt sich deshalb, wie sich der Minister des Innern andie Regierungen und Landdrosteien der Monarchie in einem vom 2. d. datirten Erlaß aussprtcht, die- enigen Personen, welche eine Ueberstedelung nach Pans beabsichtigen und zu diesem Behufe Legitimationspapiere nachsuchen, bei Gelegenheit der Ausfertigung Der leideren recht eindringlich auf die Schwierigkeiten aufmerksam zu ma^en, welche zur Zeit ihrem Fortkommen in Paris entgegenstehen, um sie womöglich noch von ;rem Vorhaben zurückzubringen. . ä Im Eingang ein-S längeren, über die große Exeornmunication und ihre bürgerlichen Folgen handelnden Artikels läßt sich die „N. A. Ztg." aus Brauns- berg vom 5. d. M. melden, daß Bischof Krementz >n der Excommun,eat.onSfrage zum Rückzug blasen läßt. Aus Thüringen, 6. April. In den letzten Tagen kam '" Erfurt ein Trans- port von einigen 30 Mann deutscher Soldaten an, welche noch in alte Unssorm- üücke der französischen Fremdenlegion in Algier gekleidet »«en. Dieselben waren im Krieae von 1870-71 in französische Kriegsgefangenschaft gerathen, nach Algier tronSportirt, dort nach ihrer Aussage zwangsweise zum Eintritt m die Fremdenlegion bewogen vnd jetzt erst entlassen worden. Wahrscheinlicher durfte . übrigens fein, daß diese Leute, um das harte Loos ihrer Gefangenschaft zu erleich- 1 fern,® damals freiwillig in die Fremdenlegion eingetreten sind. Rach ihrer Aus- ' |aBe sollen noch sehr viele Deutsche in dieser Legion dienen, d e dringend zurück, iukedren wünschen, sobald nur ihre Capitulationszeit erst abgelaufen ist. Einige 80 französische Kriegsgefangene, welche wegen verschiedener Diseiplinar- und> Sub- vrdinationsvergehen während ihrer Kriegsgefangenschaft zu mehrjähriger Einstellung In die deutschen Straseompagnien «erurtheilt, jetzt aber vom Kaiser Wilhelmi - gnadigt waren, kehlten jüi 'st von Erfurt, wo sie Iheilweise gesammelt wurden, nach Frankreich zurück. Das Corps der Zuaven und der Drui leurs mttiAänss war am zahlreichsten darunter vertreten. Jetzt sind nur noch sehr ® J zösische Kriegsgefangene, die entweder noch im Hegen ober ihrer Einstellung in die Strafeompagnie aufs Neue sehr grobe Subordmat°n vergehen begingen oder sich thätlich an den Wachen vergriffen, sch Festungen, und soll deren Zahl inSgesamwt kaum 20 betragen. Karlärnlle 9. Avril. Das Gesetzblatt publicirt die Gesetze gegen die öffentliche Lehrwrrksamkeit religiöser Orden und die Abhaltung von Missionen durch staatlich nicht genehmigte Orden. I (Strotan, 7. April. Die Bittschrift der elsaß-lothringischen Frauen an tnffent. ^fannimachung Großh. Kreisamt» Worms, die nachträgliche Erhebung der Umlagen für die israelitischen ReligionSgimeinden Hamm-Eich und Heppen- heim o. v. W. pro 1869/71 betrcffend. 4) Ordensverleihung. . ~ 5j Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen eines fremden irdene. 6) Ertheilung von Erfindungspatenten. 7) Dicnstnachrichtcn. Seine Königliche Hoheit der Großheizog hoben oller, «nädigst geruht: am 15. März den Gerichtsvollzieher - Aspiranten I«. Walter von Pfeddersheim zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Wöllstein:, den zweiten Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte Zwingenberg Georg Zache.S zum ersten Landgerichisciener bei diesem Gerichte zu ernennen, am 18 Marz den Pro- venzial-Direetor Dr. Theolor Goldmann zu Darmstadt zum landesherrlichen De- putatus für die Vollziehung des Gräflich Erbach-Furstenamfchen Stamm-SSulden- Tilguugs-Statuts zu ernennen, am 20. Marz den Probater zweiter CKsse bei der zweiten Justifieatur-Abtheilung der Ober-Reednungskammer Ludwig Emrl Ger- Hardt zum Protocollisten und Registratur - Gehulfen bet dem Oberconflstonum zu ernennen; den von dem Herrn Fürsten zu Jssnburg-Birstein auf die neunzehnte evangelische Schulstelle zu Offenbach, im Kreise Offenbach, prafenlirten Schulamtsaspiranten Michael Krapp aus Kön'gstätten, im Kreise Groß-Gerau, den von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf die dritte katholische Sch" stelle i" Offen back, im Kreise Offenbach, präsentirten Schullehrer an der katholischen Schule zu B lern heim, im Kreise Heppenhe.m , Peter Joseph Fiedler - und den von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf die siebente kuthollsche Schulstelle zu Offenbach, im Kreise Offenbach, präsentirten SchulamtSasp'ranten Peter Paul Frei aus Büdesheim, im Kreise Bingen, für diese Stellen zu betätigen. 8) Dienstenthebung, »eine Königliche Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 18. März den Präsidenten der Medietnal-D'recllon, Geheime- rath Dr. Wilhelm Christian Georg Goldmann auf fein Nachsuchen von der -teile eines landesherrlichen Deputatus für die Vollziehung des Graflech Erbach-Furste- nanischen Stamm-Schulden-Tilgungs-StatutS zu entheben. Darmstadt, 10. April. Durch Allerhöchstes Deere, vom 30. v. M. wurde der Gerichtsaeeessist Dr. Otto Jochem aus Wieseck zum LandgerichtSasseffor bei 21. März. Es heißt darin: . Erlauchter Fürst! Das oberschlesische Volk hat, so weit es der poln'sch n Sprache treu geblieben ist, zugleich mit der Sprache die altpolmschen Tugen sich bewahrt, vor Allem die altpolnische Rechtschaffenheit und Ehrsamkeit, v Schlosser werden bei uns nicht reich durch Thür- und Vorlegeschlösser, wetl e unter uns nur wenig Uebclthäter gibt, es sei denn dort, wo fremde Zuzügler sich aushalten oder wo sie sich eingenistet haben. Niemand »erf^lte&t bei uns vor seinen Landsleuten den Pferde- noch den Schweinestall noch die Scheunen. Todt schlag, Meineid, sodomitische Sünden u. bergt ereignen sich so selten, daß da« Volk erstarrt, lange Zeit jammert und wehklagt, wenn ein ähnliches Verbrechen verübt wird. Sobald aber das Volk, der Muttersprache entsagend, sich °eutch machen läßt, dann beraubt er sich zugleich mit der Sprache Der CerJ,0‘nWnl um Besr-iun7 ihr7r Söhne und Brüder von" der Militärpflicht ä." S«. ... 3.»™«■« -- IK' WH: buhinocher. Lvru^ -^Usucht ",'s wünscht Mer in -'caheres bet ni(lben; aut Sieben wer- 81115. T 'chünPoliren k, findet bei ?°fUgung bei -H- Ärück. 4uitt von Werner. versehen, nach Berlin abgegangen. — Wie die „Straßburger Zeitung" hört, sollen schon viele Elsässer als Einjahrig-Freiwillige bei den hiesigen Truppentheilen eingetreten sein, namentlich bei den hier liegenden Ulanen unv dem 105. Regiment. Aus Elsaß-Lothringen, 8. April. Bezüglich der Option glauben immer noch Viele, der Regierung ein Schnippchen schlagen zu können, indem sie der Meinung sind, man könne neben dem neu zu wählenDn Wohnsitz tn Frankreich einen anderen in Elsaß-Lothringen haben. Da hoffen sie denn, es genüge, wenn man am 1. October in einen benachbarten Ort nach Frankreich reise, dort sich als Bürger einschreiben lasse und dann mit den Legitimationspapieren als Ausländer nach Elsaß-Lothringen zurückkehre. Wenn dem nicht schon die amtliche Erklärung: der Wohnsitz muß im Fall der Option auch thätlich nach Frankreich verlegt und er darf nicht bloß gewählt werden, nicht entgegenstände, so bestimmt schon der Code civil, der bei uns noch gültig ist, ganz genau: Das Domicil ist an dem Orte, wo man sein „Etablissement principal“ hat. Die Verlegung darf also keine fingirte sein, sondern sie hat durch die Thatsache der wirklichen Bewohnung eines anderen Ortes zu geschehen, mit anderen Worten, oas völlige Verlassen des alten uno die endgültige Aufnahme eines neuen Domicils darzu- thun. Es ist nicht zu leugnen, daß die Optionen für Frankreich massenhaft ge- schehen, aber man darf sicher annehmen, daß mindestens 80 pCt. der Optirenden sich bis zum entscheidenden Tage eines Besseren besinnen und bleiben werden, wo sie find. Die zahlreichen Optionen wurzeln meistens in einer anderen Ursache, als welche man gewöhnlich annimmt. Die guten Leute können sich nämlich immer noch der Hoffnung nicht entschlagen, daß sie eines schönen Tages wieder mit dem geliebten Frankreich vereinigt werden, unv da muß ihnen die Optionserklärung als Bescheinigung ihrer treuen Anhänglichkeit dienen. Irn Allgemeinen ist zu betonen , daß em direkter Widerstand, wie er z. B. bet verschiedenen Maires zu Tage trat, nicht mehr oder doch nur noch selten vorkommt; dagegen gefällt sich hauptsächlich der gebildete Theil in verschiedenen franzosrnfreunblichen Kundgebungen. So geh n die Damen immer noch in Schwarz, nur die blau-weiß-rothe Farbe bleibt in Ehren und wird auf jede mögliche Weise in den Vordergrund geschoben. Die Herren tragen blau-weiß-rothe Hals- und Hut'oinden und die Damen dito Schleifen, sogar die Pferde, Schooßhündchen und Kätzchen nehmen an den patriotischen Kundgebungen Theil und raffen sich mit blau-weiß-rothen Decken und Halsbändern zieren. Solche Demonstrationen geben aber der Regierung keinen Anlaß zum Einschreiten, sondern zum großen Aerger der Demonstranten nur zum Lachen. Oesterreich. Wien, 9. April. Das Tagbl. schreibt: „In hiesigen Altkatholikenkreisen besteht die Absicht, im Laufe dieses Sommers hier in Wien einen allgemeinen Altkatbolikencongreß einzuberufen, zu welchem an sämmtliche weltliche und geistliche Führer der kirchlichen Rcformbewegung in Deutschland, England, Holland und Italien, sowie an bekannte Gegner des Ultramontanismus in anderen Ländern Europa's Einladungen werden gerichtet werden. Diesem Congreffe wird ein specifisch österreichischer Altkatholikenlag vorauSgehen, zu welchem bloß Delegirte von altkatholischen Vereinen und Gemeinden der österreichisch-ungarischen Monarchie Zutritt haben. Wien, 11. April. Das „Telegraphen-Correspondenzbureau" meldet: Gegen- über den gestern verbreiteten Gerüchten über angebliche friedenSbcdrohUche politische Nachrichten aus Petersburg constatirt die Mehrzahl der heutigen Morgenblätter die gänzliche Grundlosigkeit der erwähnten Versionen. Nach dem „Neuen Fremden- blatt", welches an maßgebender Stelle Informationen eingezogen hat, ist auf dem hiesigen Ministerium des Aeußeren keinerlei Bericht eingelaufen, der derartig gedeutet werden könnte. Prag, 9. April. Der „Presse" wird gemeldet: „Der Deputation, welche wegen der Auflösung der patriotisch - ökonomischen Gesellschaft bei Sr. Majestät Vorstellungen machen wollte, wurde die Audienz verweigert. — Vom Sonntag ab werden täglich in allen czechischen Kirchen Gebete zum heiligen Wenzel um einen Wahlsieg abgehalten. Das clerikale Blatt meldet, um den feudalen Agitatoren Muth zu machen, die Erkrankung des Statthalters. Derselbe ist jedoch nur leicht unwohl." Pesth, 8. April. Der Reichstagsschluß erfolgt am 16. d. M. Mittags durch eine Thronrede. — Der ehemalige Insurgentengeneral Görgey wurde in Torda von der fanatisirten Menge überfallen und insultirt. Inmitten einer Katzenmusik traten Mehrere aus ihn zu unv frugen nach seinem Namen. Einen Revolver aus der Tasche ziehend, nannte sich Gorgey, worauf die Angreifer zurückwichen; Görgey blieb noch eine Zeit lang sitzen, die Katzenmusik dauerte fort, worauf Görgey mit mehreren Freunden, von Verwünschungen, Flüchen und Ausrufen: „Nieder mit dem Verräther!" verfolgt, seinen Wagen bestieg. Die Linke hatte das Gerücht verbreitet, daß Görgey, von der Regierung unterstützt, als Reichs- tagscandibat auftreten wolle. Schweiz. Bern, 10. April. Der russische Gesandte, Ritter de Giers, überreichte dem Bundespräsidenten Welti fein Abberufungsschreiben. Bis zur Ankunft feines Nachfolgers , des Fürsten Gortschakoff, übernimmt Legationsrath Glinka die Leitung der GefandtschaftSgefchäfte. Frankreich. Versailles, 10. April. Die Aufhebung Der Pässe für Den Verkehr zwischen England und Frankreich ist beschlossen. Diese Maßregel wird sofort eingeführt werden. Man wird künftig nur nach dem Namen Der Reisenden fragen. England. London, 10. April. „Reuters Telegram-Company" meldet aus Paris von heute: Thiers habe in formeller Weise erklärt, er werde das gegenwärtige Paßsystem wieder aufgeben. In der Zukunft solle Die Angabe Des Namens Seitens des Reisenden an der Grenze genügen. Rumänien. Bucharest, 30. März. Das illustrirte humoristische Blatt hatte vor einiger Zeit ein Gedicht gebracht, überschrieben „Die Eule", worin dieser Nachtvogel, als auf Dem Dache Des Palastes Karl's I. sitzend, Dem Palastbewohner ein ganzes Sündenregister und endlich die Prophezeiung feines baldigen Sturzes zukreifcht — alles dies überfließend von den gemeinsten Anspielungen auf die Deutschen und I das Deutschthum. Doch die Herren Geschworenen erblickten darin keine Beleidi- gung des Staatsoberhauptes und sprachen heute Den Geranten — Der Verfasser ves sauberen GeDichteS konnte nicht cruirt werden, obschon Der Name Desselben ein öffentliches Geheimniß ist — frei. Ebenso wurden Der Redacteur jene; Blattes unD der Zeichner Der (Sarricaturen für dasselbe — dieser letztere ein Pole — vom Schwurgerichte ft-igesprochen. Dieselben waren angeklagt gewesen, Den höchsten geistlichen Würdenträger des Landes, den Metropoliten, dadurch beleidigt zu haben, daß sie denselben in einem Gedichte und einer Daj; gegebenen Carricatur an ein kleines Liebesabenteuer erinnerten. Die Verkündigung des VerdictS auf „Nichtschuldig" rief die lautesten Beifallsbezeugungen Der Masse hervor, trotz der übermäßigen Menge von Polizeiagenten, Die Dem „Gesindel" die Mäuler stopfen wollten, und trotzdem daß alle Truppen in Den Cafernen consignirt waren. Die Redacteure Der in Fokfchan, Bakan und Turn-Severin erscheinenden Blätter sind gleichfalls wegen BelciDigung des Staatsoberhauptes eingesperrt und werden dem- nächst vor die Jury kommen. Wie das Verdict auch dort ausfallen wird — das ist unschwer zu errathen. Mittheilungen aus der Provinz. ?. Laubach, 10. April. In der „Main-Zeitung" mahnt eine Stimme aus Starkenburg die Wähler der verschiedenen Wahlbezirk, unseres Landes bei den demnächstigen Wahlen zur zweiten Kammer darauf zu feben, daß liberale Männer in dieselbe gesandt werden, da gerade die Weinsteuer in Folge der üblen Zusammensetzung derselben nicht habe beseitigt werden können. Wir sind mit der „Main-Zeitung" in dieser Hinsicht vollkommen einverstanden, möchten jedoch hinzufügen, daß eS sich nicht allein um liberale, sondern auch gebildete, characterfeste Manner handelt bei der zukünftigen Wahl da ,onst sehr leicht die graffesten Ignoranten sich der Sitze in unserer zweiten Kammer bemächtigen. So weit toic uns schon jetzt insormirt haben, hat wohl auch unser seitheriger Vertreter in dem jetzigen Landtage wenig Aussicht, wieder gewählt zu werden. Allem Anscheine nach wird sich die demnächstige Wahl um die Herren Pfarrer BaiÜ in Ulfa und Dr. Flank v. Lichtenstein in Hungen wohl drehen. Wenigstens laffen sich für beide Herren in unserem Wahlbezirke viele Stimmen hören, und eS dürfte weder der Eine noch der Andere keine schlechte Acquisition für uns bilden. Wie die Wahl sich s. Z. nun auch immerhin bei uns gestalten möge, so viel steht schon heute fest, daß wir nur einen in jeder Hinsicht erprobten Mann in die Kamm-r senden, welcher nicht nur seiner Stellung gewachsen, sondern auch seinen Wahlbezirk nicht aus den Augen verliert, wie es bei so vielen Vertretern der Fall, wenn sie einmal in der Kammer sitzen. In der zweiten Kammer zu sitzen, ist allerdings keine Kunst, mit dem einfachen Sitzen vaiin aber dem Wahlbezirke wenig gedient, und er muß darum bei einer Wahl besonders darauf sehen, daß sein Vertreter vor Allem eine umfoffende Bildung, richtiges Verständniß für die Interessen seines Wahlbezirkes, kurz diejenige Routine besitze, welche den vorkommenden Verhandlungen im wahre» Sinne des Wortes gewachsen ist. Darum, glauben wir, ist mit dem bloßen Begriff „liberal", wie die „Main-Zeitung" wähnt, die Sacke noch nicht abgemacht. Es gibt z. B. in unserem heutigen öffentlichen Leben die Menge P rsönlichkeiten, welche, obgleich mit einer großen Zunge begabt, je nach den Umständen heute vor dieser, morgen vor jener Partei im Staube „kriechen". Wie ein gewisses Jnsect suchen sie sich aller Orten einzunisten, selbst da, wo man ihnen unverhohlen auch die Thüre zeigt. So spielt denn Mancher gerne den Liberalen in Darmstadt, zu Hause aber dm „Pascha mit den drei Roßschweifen", — wenngleich, in parenlese bemerkt, sein eingebildetes Paschalik sich vielleicht nicht weiter als über seine höchsteigene Person erstreckt, — ganz wie es eben in seinen Kram paßt Wenn nun so der Eine oder der Andere zu Zeiten in seinen heimischen Kreisen so gerne auf geräuschvolle Art Kegel spielt, warum stellt er nicht einmal auch in Darmstadt selber auf? Warum dieses schlaue, fuchsartig« Lavieren nach dieser oder jener Seite, und warum gerade nur in der engeren Heimath, der „küyne Ritter ohne Furcht und Tadel"? Wir bedürfen vor Allem Männer von Character in unserer zweiten Kammer, welche offen Farbe bekennen, und nicht hinter der Eoulisse der oder jener Partei ihre devote Huldigung entgegen bringen, Männer, welche in der Kammer das sind, was sie auch in der Heimath sind. Solche Männer zu wählen, muß in allen Wahlbezirken unsere Haupiaufgabe fein. Um nun bei der demnächftigen Wahl keinen Fehlgriff zu thun, überhaupt zu riökircn, daß sich das eine oder das andere Individuum herandrängt, deffen ganze Bedeutung vielleicht nur darin besteht, mit der ganzen bestehenden Weltordming in den Haaren zu liegen dürfte es woal schon jetzt angezeigt fein, in unserem Wahlbezirke über die geeignete Persönlichkeit sich klar zu machen, damit man in der Stunde der Entscheidung nicht zu dem einen oder dem anderen Nothnagel zu greifen gezwungen ist, sondern genau wisse, zu wem wir zu steüeu haben. ** Die Allgemeinen Anzeigen zur Gartenlaube sind vor einigen Tagen durch Kauf in den Verlag von G. L Daube Sf Eomp. der bekannten Annonccn- Expedition übergegangen und unterliegt es wohl keinem Zweifel, dass unter der Aegide dieser außerordentlich tbätigen und weitverzweigten Firma dieses Publikationsorgan einen weiteren raschen Aufschwung nehmen wird. Die ganze Organisation der genannten Annoncen-Expedition, deren Central-Büreau sich in Frankfurt a. M. befindet, ist eine Derartige, daß sie durch ihre Vertretungen durch Generalagenten an allen Hauptplätzen in allen Gegenden in Der Lage ist, Den Anforderungen des Inserenten nach jeder Richtung auf Da-} Prompteste zu genügen. Die Acquisition der allgemeinen Anzeigen zur Gartenlaube gibt der ge- nannnten rührigen aus solidester Basis begründeten Annoncen-Expedition neuerdings Gelegenheit ihre auf langjährige Erfahrung beruhenden Kenntnisse des Inseratenwesens in ausgedehntester Wirksamkeit zu verwerthen und kann es dem inserirenden Publikum nur anen.psohlen werden sich in ganzem Vertrauen an dieselbe zu wenden. Die Gartenlaube, deren Auflage nach Hunderttausenden zählt und im ganzen dentschen Neicfie eine Verbreitung erlangt hat, wie fein zweites Blatt, trägt auch über den Ocecm, selbst in die vom großen Weltverkehr entlegenen Hütten, wo Deutsche weilen in Schrift und Bild die Kunde von der deutschen Heimath, unD Die mit ihr verbundenen „Allgemeinen Anzeigen" bringen die Grüße der im Vaterlande Weilenden und die Kunde von frohcrr wie traurigen Ereignissen im Kreise der Familie in die Ferne; in ihnen stellt so zu sagen der deutsche Gewerbfleiß seine Produkte aus und sie bahnen in ihren Annoncencolonner. dem deutschen Handel mit den Weg in die entlegensten Länder. Börsenberichte. Frankfurt a. M., ll. April. Auf bessere Wiener und Pariser Notirungen befestigte sich gestern Abend trotz der noch immer anhaltenden Geldknappheit die Stimmung wied.'r etwas und schloffen namentlich die SpeculationSpapiere höher. Jndeß waren letztere heul«. Anfangs wieder matter, namenlftch Credckactien und Staatsbahn, für welche erst gar kein Animo vorhanven war, so daß erstere wieder 1 st., letztere 3 st. gegen gestern Abend einbüßten, und zwar auf die abermalige Mindereinnahme von 109,000 st. Später aber, als bessere Berliner Notirungen einliefen, befestigten sich a ich SpeculationSeffecte- wieder und wurden namentlich Lombarden stark getändelt, da, wie die „Neue freie Presse" zuverlässig mittheilt, der VerwaltungSrath sich über Dividende von 20 st. pro 1871 d.finitiv geeinigt habe und der Matcoupon also mit 12>/2 st. zur Dertbet- lutu komme. Sie notiren daher heute um 4 st. höher als gestern Mittag. Dagegen kam die festere Stimmung bei Bankwerthen mehr zum Durchbruch und gewannen Darmstädter, die gestern verloren, 10 st. wieder zurück, während Oestcrreickisch-deutsche bei lebhafterer Kauflust wieder 124 und Deutsche Dereinsbank sogar 129*/2 erzielte. Auch Baubank in Frage und Bayeriscke Wechslerbank um l/z—1 Proc. theurer. Fremde Banken jüngeren Datums blieben allerdings noch zurück, mit Ausnahme der Provinztaldiscontactien, die etwas besser bezahlt wurden. Auch in Bahnen machte sich ein schwacher Anfang zur Besserung bemerklich, und wurden heute Elisabeth bei 2613 4 gern wieder g-nommen, auch Donau-Drau um 2 st. und Buschterader um 3 st. höher, ebenso Nordwest um 4 st. Alföld und Galizier in kleineren Posten bei anziehendem Preise gekauft. Bayerische Ost 1 Procent niederer. Wenn erst die Geldknappheit überwunden sein wird, werden sich auch die Preise wieder erholen, da sich mittlerweile ein für die Gesundung der Geschäfte nur woblthätig wirkender Besitzwechsel vollzogen haben wird. Prioritäten zogen heute auch wieder etwas an, wie z. B. Livorneser um Staatöbahn um V, und Ungarisch-galizische um 4 Proc. Pfandbriefe, die von der Baisse wenig oder gar nicht altertet worden, preishaltend und find ir 11 M.lb. .B‘* SUt.e« en Ochsten iu vübeit, Ur tin '“f „Nicht. der über- ltr ßopfen aten. ^-ler brden bem. vttd-tag Mtnbutg dir iur joeita w bir Weio- ionuen. Wir I^och hiv^- m« handelt iht in unserrr M lLertreter fine tiQd) totcb v- ^chtenstein blbrjkke viele tfuiiilion für iel sieht schon WtH, welcher en Augen sitzrn. 3n der i:in aber dem ehr«, daß fein dertfftn feint» en im wahren |tiff „liberal", ö. in unserem großen Zunge ube „kriechen", n ihnen unver- Darmsiadt, zu e bemerk!, sein n ersireekt, — e zu Zeiten in ll er nicht ein- ach dieser oder r oHne Furcht welche offen ttWww, mt sink. Um nun bei dar eine ober beßeht, mit der i jcht angezeigt damit man in eifen gezwungen mißen Tagen i Annonttn- cß unter der Publikations- 'anisalion der rt a. M. be- ralagenseri an >s jnftrenten gibt der ge- [i ntuerbiiifl» seratenwesens )en PudMM nd int ganze» t, tragt auch /wo Teutsche !b die mitibt * L'Md-" amiHt ui »ie ,fte aus uj? Keg m b,e n MW* f‘* »u ■»««»* SS Hx? n kam ^tDfc: gestern c'-r. tl\” !24 f,l|d * iuM '«• ”^ab«n u* ‘b(j2613« ibe>d , .be°>" ■ hDb/ Kfanfi- • Äil< l Miede! ist namentlich Finnländer beliebt. Auch für die morgen zur Subscciption gelangenden Süddeutschen Bodencrcditpfandbriefe herrscht gute Meinung und ist der Subscription auf die bereits vorliegenden Anmeldungen hin jetzt schon ein guter Erfolg vorherzusagen. Von Loosen notiren heute Oesterreichische 1860« ein ganzes Procent höher, was auch bei österreichischer Silberrente der Fall ist. Die Nachbörse schlug wieder in ausgeprägte Flauheit um, und zwar auf Wiener Course und Gerüchte von dort circulirenden politischen Präoccupationen (die russische Politik betreffend), die jedoch offenbar nur zum Vorwand für die innere Schwäche der Börse dienen. Creditactien 354, Staatsbahn 398, Lombarden 208. Bfirsennachrichten. 11. April 1872. Preuss. 4^2 % Oblig. 10372 Frankf. 372% Obi. 8872 Nass. 47, °/g Obi. 99 7a Kurhess. 4% „ 94 Gr. Hess. 50/0 Obi. 103% Bayer. 5% „ 10072 „ 47s 0/0 1jährige 99% 4% 1jährige 95 72 Würtemb. 472 % Obi. 9972 Baden 472% Obi. 0. E. L. — Oesterr. Silberrente 63 72 „ Papierrente 577g Spanier, neuest. 3% 297s Amerik. Bonds 1881 r 1003/q „ „ 1882r 9574 „ „ 1885r 97 „ „ 1887r 97 Aetien. Frankf. Bank 14372 Frankf. Vereins-Kasee 13672 Bannst. Bankact. 480 Wien Bankactien 872 Oest. Oredit&ct. 358 Galizien 271 Aetieee.. 50/g östr. F. St. E. B. 4017z Lombard. Bahn 21072 Ludwigsh.-Bexbach 204 Maxbahn 146 Bayer. Ost bahn 148 Rhein-Nahebahn-Aot. 4 9 72 Hess. Ludwigsb.-Act. 187 Oberhessen „ 85 Prioritäten. 3% öster.Stsb.-Prior. 59% 3% öst. s. Lombard 50% ZO/o Livomeser 407a 5% Toscaner 6172 5% Eiisabeth.-Prior. 837a do. II. Emies. 837a Aulehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. 43 Braunschweiger 207g 3O/o Oldenburg, ä 40Thlr. 3 97s 4% bayr. Präin.-AnL 114 Ansbacher 7 fl. — 40/g badische Loose — Badische fl. 35 Loose 697s Oestr fl. 250 v. 1854 843/4 1858r Prioritätsloose — Weeiiaei. Amsterdam k. 3. 9872 Augsburg k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 1047g Bremen k. 8. 9674 Brüssel k. 8. 9372 Hamburg k. 8. 875/8 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 11871 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 9372 Wien k. 8. 1057g ditto m. 8. — ditto 1. 8. 105% Dis conto 4 0/g Geldeorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . 9 40—42 „ doppelte 9 40 — 42 Holl. fl. 10 St. 9 53—55 Dncaten . . 5 33—35 20 Frankens!. 9 2072—* Engi. Sover. 11 47—49 Russ. Imper. 9 40—42 DoBarin Gold 2 2572—' 1860r Loose 913/g 1864r „ 1593/4 Stadt Florenz — Von Frankfurt a. 111. direct mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In- und Auslandes. Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Budolph Wosse, Annoncen-Expedition 45 Zeil, Frankfurt a. M. Zeil 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg. Alleinige Inseraten - Pacht: „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch", „Figaro." d-juiuiLuamiiiii n mr 'nri fmnMiiiT’TWii'wririw iiiiiiiimi i iiWM'WMBrtMM— Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtliche» Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Allgemeiner Anzeiger Feilgebotcnes Erbsenmehl, Besondere Bekanntmachungen. | 1831) Veröffentlichungen aus dem Fir- c-. men-Register des Großherzoglichen Stadt- 5 gerichts Gießen: 1) Die von Carl Wilhelm Nowack zu Gießen unter der Firma: „C- W. Nowack" seither betriebene Agentur für den Verkauf industrieller Erzeugnisse hat mit dem Heutigen zu bestehen aufgehört. 2) Desgleichen die Mehlhandlung desselben. 3) Carl Wilhelm Nowack zu Gießen und dessen Schwager Carl Schlüter, Letzterer Bürger in San Franzisko, jetzt in Gießen wohnhaft, haben dahier eine Handlung nebst Agentur-Geschäft unter der Firma: „NowackLSchlü- t er" errichtet und setzen unter derselben Firma die von Ersterem seither betriebene Mehlhandlung nebst Agentur- Geschäft unter Uebernahme aller Actinen und Passiven der beiden unter Ziffer 1 und 2 oben erwähnten Firmen fort. Jeder der beiden Geschäftstheilhaber ist berechtigt, allein die neue Firma zu vertreten und zu zeichnen. Gießen, den 8. April 1872. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Jn Verh. des Großh. Stadtrichters: Becker, Stadtger.-Assessor. in vorzüglicher Qualität, zur schnellen Bereitung von Suppen und Pürees, empfiehlt Emil Fischbach, _______________________Seltersweg. 1669) Borsdorfer Aepfel- wein in Flaschen empfehlen _______I. A. Busch Söhne. 1660) Asphaltmastic-Dachpappc, 1870 zu Cassel prämiirt, liefert billigst Lcntze's Leuchl-Gas- und Dachpappen-Fabrik in Einbeck, Proo. Hannover.________________ | JPeiisees, sehr großblumige und in den herrlichsten Farben, bei Carl Deines. 1670) Stoughton’s 9)1 a-- genbitter in V2< u. '^-Flaschen iei 3- A. Busch Söhne. 1798) Ein Haufen Mist billig abzugeben in Lit. D. Nr. 222. 1754) Eine Chaise, Die Spar- und Leihkasse zu Gießen betr. 1818) Auf Antrag des Rechners obiger Anstalt setzen wir die hiesigen Schuldner derselben davon in Kenntniß, daß gegen Diejenigen, welche ihre, in den Monaten Januar, Februar und März 1872 fällig gewordenen, Capital- und Zinsenbeträge nicht binnen 10 Tagen abführen, mit Kosten verbundene gerichtliche Beitreibung erfolgt. Gießen, den 10. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogl. Bersteigerungen. Bau- und Brennholz. 1827) Donnerstag den 18. d. Mts., um 2 Uhr, soll auf dem Rathhause zu Wismar folgendes Holz aus dem Gemeindewalde zu Wismar versteigert werden: 49 Eichen-Stämme = 102,69 Festmeter, 2 Buchen- „ = 1,53 „ 194 R -Meter Eichen- u Buchen-Derbholz, 82 „ „ „ „ Stöcke, 390 „ „ „ „ Reiser. Wer an Ort und Stelle Einsicht nehmen will, kann sich am Versteigerungslage Morges 8 Uhr bei'm Vorsteher Mühlich in Wismar einfinden. Krofdorf, den 10. April 1872. Der Bürgermeister: Colnot. Halbverdeck, 4sitzig, solid gebaut, sehr aut erhalten, zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d Blti^.____________________________ 1826) Ein Kleiderschrank zu verkaufen Auch wird ein Kochofen zu kaufen gesucht. _____________________Wittwe Glock. 1752) Geräucherte Bückinge und Lachs-Forellen zum R o h- essen empfehlen in frischer Sen- dung I. A. Busch Söhne. Fußboden-Anstrich. Fußbodcnlack, sofort trocknend, Leknolsiccatif zum Einölen, Oelfarben, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum An- strcichen und Wichsen der Fußböden, empfiehlt Emil Fischbach, (1786) ______________Seltersweg. 763) Photographie-Rah- rnen und Goldleisten bei W i l h. Balser. NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt._________________________________ 1668) Feinsten Rahmkäse in Stanniol empfehlen I. A. Busch Söhne. 1785) Die Mineralwasser-Handlung von Emil Fischbach, Seltersweg, empfiehlt nachverzeichnete Sorten in stets frischen Füllungen: „Ausverkauf" wegen Ausgabe des Geschäfts. Aus Gesundheits-Rücksichten habe ich mich entschlossen, mein Geschäft aufiugeben und soll dies vermittelst Ausverkaufs geschehen. Demzufolge habe die Preise meiner sämmtlichen Vorräthe bedeutend herabgesetzt und gewähre außerdem einen Rabatt von Seches Kreitsern . $ltt8. unter W. V 35. Hans 'Semper. 1751) Eine gebildete Familie wünscht Kaisers. Mit Abbildung. 1 bis 2 Gymnasiasten oder Realschüler in Kost und Logis zu nehmen. Näheres bet der Exped. d. Bltts. Höhere Mädchenjchuie dahier. 1762) Die Prüfungen für das Schuljahr 1871/72 finden in folgender Ordnungben i5. April, 9-12 Morgens die IV. Clasfe (Lehrer Montaq^? 2—5 Nachmittags die III. Clasfe (Lehrer S chmid t). Dienstag, den 16. April, 2—5 Nachmittags die II. Clasfe (Lehret Mittwoch, den 17. April, Morgens 9—12 das Examen der beiden oberen Classen in den Sprachen. Mittwoch, 2—5 Nachmittags die Zwtschenclaffe (Mrtpredtger Donnerstag,"den 18. April, 2-5 Nachmittags die I. Clasfe (Mit- Prediger Frei en sehn er). Die Aeltern, sowie alle Freunde unserer Anstalt, sind hiermit freundlichst etngelaben. in die Elementarclasse (Classe iV Lehrer Felsiugl findet Dienstag den 16. April, Morgens 10-12 Uhr tm Local der 'Vst Classe auf dem Oswaldsberg statt. Erforderlich sind dabct genaue Nottzen über den Geburtstag der Kinder wie über Namen und Stand der Aeltern, souie d r Impfschein. Die beiden Abtheilungen der IV. Clasfe werben, um Ueberfulluug. ru vermeiden, in Zukunft getrennt unterrichtet werden. Gießen, den 9. April 1872. Im Namen des ev. Schulvorstands. . v Vigeltus. werden befördert wöchent- Auswanderer ltd) bei billigster und reell- \ ster Bedienung nach allen Häfen Amerikas mit ben rühmlichst bekannten Post-, Dampf- und Segelschiflen durch . die Agentur von J. M. Schiiinof- (918) Zu vermiethen ein neuhergerichtetes Familienlogis. Seltersweg C. 101. (1739) 1822) Ein kleines Familienlogis zu vermiet hen. Louis Benner, Schanz. 1796) Zwei möblirte Mansarden-Zim- mer mit Eabinet zu vermiethen in Lit. B- Nr. 17. 1821) Eine möblirte Stube ist zu vermiethen in Lit- A- Nr. 179 vor dem WMHor- 1732) Ein Mansarden-Zimmer, mit oder ohne Möbel, zu vermiethen. Näheres Wall- thorstraße Lit- A. Nr. 96, im Laden. 1776) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei C. W- Dietz, am Markt- 1820) Ein Logis, bestehend aus 4 bis 5 Zimmern, Küche re-, ist zu vermiethen in Lit- A. Nr. 179 vor dem Wallthor. 1628) Das seither von Mad. Ufer bewohnte Logis, bestehend aus drei Zimmern und einer Küche, ist per 1. Juli anderweit zu vermiethen; auch kann ein Laden dazu abgegeben werden. , , _______________I. Müller, Einhorn 1824) Ein möblirtes Mansarden-Zimmer zu vermiethen. Marburger Straße Nr. 161. _____ 1621) Ter von Herrn Dr. Brüel bewohnte 3. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Juli beziehbar. I. G- D- Bapst. Für Schuhmacher! 1819) Einen guten Arbeiter sucht ___________ Friedr. Wilh. Löber. 1757) Mehrere Schreiner werden gesucht von________________ C- Seipp. 1835) Mädchen, die das Kleidermachen erlernen wollen, werden angenommen; auch können auswärtige Mädchen Kost und Logis im Hause erhalten. Auguste Meier. 1832) Tüchtige Schreiner finden bei gutem Lohn dauernde Beschäftigung in der Maschinenfabrik von Gg- Nenzel- 1836) Ein Dienstmädchen für die Hausarbeit gesucht. Seltersweg C- 2. 1804) Ein Zapfjunge auf sofort gesucht in die Restauration 23ramm. iE Em^im Koch^ul -Irenes «• ^cker.^^^dem^schwar^n Monat s3o fl. Näheres bei der ExpeLi- iM-nschmopfer ^5n."'l°G°s°l!,r^ diente tion d. . itto.---'Kaiserstadt. Mit 4 Originalzeichnungen von c» f 11 dl f Ripe und Wilberg. — Am Familientische: u . Friedrich der Große in Straßburg. Von 1812) Ein tuchttger^vamentlich tm Emiren Dr — Die Leiden der Rechtschreibung. Allgemeine Familien-Zeitung, Jahrgang 1872. Jnhalts-Verzeichniß von 9tr. 27 : Text: Das schwache Geschlecht. Ein modernes Märchen von L. Kr » (Polp Henrion.) (Fortsetzung.) - Bogunül Dawffon.- Elsaffffche Bruche. Nowgorod. — Ein einsamer Jager. Skizze von Frier ttch Gerstacker. anr fest aus Anlaß der Genesung des Prinzen von Wales. - D'-Mainzer und ihr ^Uchtt Historische Skizze aus dem zwölften Jahrhundert Eugen.- Der neuer,undeii lenkbare Luftballon von Dupun de tonte. - Ein Fruhfmgsgeschlecht ”°Anh^aul - In der Löwen , Apotheke. Novellette von Sevm Schuckmg. - Rotzen. Man- Theresia und bie Freimaurer. Historische Novelle von Sacher-Masoch. (SortfetauiW - Aus Natur und Leben. - Chronik der Gegenwart: Literatur. Aus d r Ge ehrte,, und Künstlerwelt - Kunst. Musik und Theater tc. — Offene Korrespondenz. 66ara3Uuftätionen:ät®o8mnit Dawison. Nach einer Photographie gezeichnet vor C- Kolb. - Elsässische Bräuche: Das Bleigießen am Andreasabend. - Anflcht v°v Nischvij-Nowgorod. - Tas Innere der St. Pauls-Kircke wahrend der D^ktein aus Anlaß der Genesung des Prinzen von Wales- — Der neuerfun e Luftballon von Dupuy de Lüme. — Der lenkbare Luftballon von Dupuy'de. Ti Gondel mit den Arbeitern zur Bewegung des Steuers. — Der Kalvarienberg bei Botzen 1604) Das seither von Herrn Lehrer- Mayer bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und alsbald zu beziehen. G- Malkomesius, Marktstraße. 1809) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei__________ C- Rahn- 1823) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Auch kann ein braver Junge in die Lehre treten bei Andreas Bärrn, Schreinermeister, Neustädter Thor. 1800) In Lit. D- Nr. 3 auf dein Kreuz ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. erfahrener Möbel-Schreiner, findet bei „ luuult vll„, hohem Salarr dauernde 73eschaftrgung ber^o^ (§ngland^über^das preußische „Kriegs- »Sv Ö* ^3 H Cl* Franz Burckhart Wicken Erbsen Hafer Spelz. Gerste Walzen Mit.- Auf deurjMit.- preis Markt Ipreis April. Fruchtmärlte. fl.kr. fl^kr. fl.kr. fl. kr. fl.jkr- fl. fr fl.kr. M- M. M. M- M. M. 2JL M M. M. M. M- M. M. M. 3 9 7 4 28 280 85 44 9|W 1 58 111 Auf dem Markt 2 23 6. 6. 6. 15 10 15 21 15 56 Aus dem Markt 7 97 Gießen Alsfeld Grünberg Lauterbach Mainz 4|' 4' 4 7 37 9;24 Mil. preis Mit.- preis Mit-- preis M. i M- 21 19 — 258 9 91 1040 1035 12- 10,39 Auf dem Markt Auf dem Markt Btdmqungen zu übertragen. Limburg a. d. Lahn. 30 22 25 12 — 11 10 13 25 Auf demlMit - Markt »preis Auf demlMil.- Markt Ipreis Frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenannlen Orten und Fruchttnärklen. Kartoffeln Linsen. Auf demjMit-- Martt Ipreis 4 44-- 4 40|- - Mit. preis fl. kr. Korn Aüs^dem Markt Normalgewicht ver Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 22N, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. Redaetion, Truck und Verlag der Brühl'siben Univ.-Truckerei (Sr. Cbr. Pietsch) in Gießen. P,M,f«tllM M. 87. Bestellung Unter Glaube anget stalle zu Tat Wir bk Gießen, de Mainz,; Zeit, jukgt om rörgtfömi Eckaicn schwer Prn^lliativn de lichk UnierstLvi Die 3)(iüVtiiung falle die getig« fii Vit Envorü gtbnißt inittn trtj nifitn durch $Q dotii d-g ^te ks bisdkr benont x Tllmjtadf lern „Man 9 8ulda, ic vEa in »erfcohn virdev. . 8ckll, 12 FT »«w !® ®n8eraeinin !m Sptcitden. Mt tim SBetnti Strliji, s «’ jtutt jii g ttr Fs Lsrx SÄ , i b-schi NÄ ”-1 Ws»1 «