Gießener Anzeiger I Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hieben Montag dm 12. Februar Nr. 37 fr. t( si vo ■ 6 csa wie im Mahammkdanismus, und ei *tt »in L ich •ft -ch^ Preis vierteljährig 1 fl- 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. tic j et ve un n im niffeS, B. plötzlich nach Calabrien versetzt würde und der Landessprache mächtig wäre, so würde er doch nur sehr schwer den Eindruck gewinnen, daß "tr und die ihn umgebenden Menschen wirklich Bekenner derselben Religion seien, so fremdartig würde ihm diese ganz materialistische und magische Verzerrung der Christus-Religion vorkommen, und wie wäre eS erst, wenn er mit den religiösen Vorstellungen und Hebungen der getauften Indianer in Südamerika in Berührung käme, rr lche Gewalt müßte er seinem Gefühl anthun, um zu dem Schluffe zu gelangen, daß er mrt b- sen Menschen wirklich durch Glaubensgemeinschaft verknüpft sei, während doch z. B. em deutsches Ehepaar, das zum Theil katholisch, zum Theil protestantisch, aber beiderseits religiös und gläubig ist, eine gemeinschaftliche Hausandacht mit Gebet und Bibcllesung ohne irgend einen Mißklang jahrelang mit einander begehen kann. Mein auf die Heidenwelt geworfener Blick sollte mich zu dem Ergebniß hinführen: oaß eS , u jtn großen christlichen Weltmächten jetzt, zutheil gewordener Beruf sei, und daß die Pflicht ihnen obliege, den heidnischen Völkern, welche ihrer Herrschaft übergeben, »der welche auch nur in die Sphäre ihrer Macht und ihres Einfluffeö gerückt sind, die Wohlthat christlicher Civilisation zuzuwenden; denn auch jene Nationen, welche wirklich Culturvölker sind, welche z. B- ihre eigene Literatur, Kunst und einen gewissen Bildungsgrad besitzen, wie die vorhin genannten Hindus, Chinesen und Japanesen, sie sind doch nicht eigentlich civilifirte Völker: eS mangelt ihnen die echte Vermenschlichung, welche eben nur da möglich ist, wo eine nach den Gesetzen der Gerechtigkeit und Menschenliebe geregelte Sittigung sich vorfindet. Eine solche Sittigung ruht nun aber auf der Religion, und deßhalb gibt es doch nur eine Art der Civilisation, die nämlich, welche em Erzeugniß deS menschlichen christlichen Geistes ist. Nur jene Völker besitzen eine echte Civilisation, welche durch die Schule der christlichen Kirche hindurchgegangen sind, und auch noch fort und fort in dieser Schule lernen. Ter Gegensatz dieser Civilisation ist Barbarei, und cs ist kein Widerspruch, vielmehr eine laut sich bezeugende Thatsache, daß Culturvölker, wie die vorhiugenannten, doch zugleich wirklich barbarische seien. Muß doch selbst im Cchooße der christlichen Civilisation ein fortwährender Kampf geführt werden gegen die bald von oben, bald von unten drohenden Symptome eines Zurücksinkens in barbarische Zustände. Die Größe einer solchen Gefahr ist unS erst jüngst in dem gräßlichen Trauerspiel der Pariser Commune vor Augen getreten, und darum muß in Europa das, was man die innere oder heimathliche Mission genannt hat, ebenso sorgfältig gepflegt werden als die äußere Mission unter den Heiden, ja jene ist noch wichtiger, noch überführen. Das ist es, was wir alle, glaub' ich, Civilisation nennen, oder mit diesem Wort begreifen. DaS Geaentheil von diesen Ideen und Zuständen begegnet unS allerwärts in der nichtchristlichen Welt, sei sie buddhistisch, brahmanisch, moslemisch. Vor allem ist dort der KmdSmord, besonders die Tödtung weiblicher Kinder, weit verbreit-t, sogar von den Müttern selbst geübt Das -Itetb I TU rbi t tr !M th unentbehrlicher als diese. Hier aber muß ich es wohl genau sagen, was ich unter Civilisation verstehe, und worein ich die Aufgabe der großen christlichen Staaten und Völker setze, die Aufgabe, welche sie zuerst an sich selber und dann an der ihr zugewiesenen Heidenwelt zu lösen haben. Unsere gesammte gesellschaftliche Ordnung, jede öffentliche und Privatinstitution beruht oder soll beruhen auf folgenden Wahrheiten: Vor Gott find alle Menschen gleich, alle zur erreichbar höchsten sittlichen und geistigen Vollkommenheit und daher zur Seligkeit berufen. Alle Menschen sollen sich brüderlich lieben. Es darf keine Kasten und keine Sklaverei geben. Jeder Mensch ist eine freie Persönlichkeit, die nicht als Mittel, nicht als Sache, sondern nur als Selbstzweck anzusehen und zu behandeln ist. Daher freie Entwicklung und Aeußerunq aller Kräfte und Fähigkeiten und gesetzliches Nebenem- anderbestehen derselben, also unter der Bedingung d.r durch die Rücksicht auf d,e allgemeine Freiheit gebotenen Se'bstbeschränkung. Die Ehe ist ein religiös geheiligstes, auf der Grundlage ber Monogamie und moralischen Gleichberechtigung des Weibes ruhendes Institut. DaS väterliche über die Kinder ist beschränkt und überwacht burck die Gesellschaft, also Verbot des KindermordeS und staatliche Nöthigung zur Benutzung der dargebotenen BildungS- und Erziehungsmittel Arbeit und Keuschheit sind als sittlich-religiöse Pflicht anerkannt. DaS Verhältniß zwischen Staatsgewalt und Untergebenen ist ein religiös geheiligtes, und daher Gehorsam gegen Gesetz und gesetzliche Obrigkeit als ein von Gott gewolltes Institut Pflicht, gleichwie eS für d,e Obrigkeit auch Pflicht ist, ihr Amt innerhalb der gesetzlichen Schranken ohne Willkür- und Tyrannei zu unerlöschliche Haß eingeimpft. Ehe ich weitergehe, glaube ich einen Einwurf zu t------- v , zu sollen. Ick will suchen ihn wegzuräumen, indem ich ihn anführe mit den Worten eine « gesehenen, auf dem Gebiete der Völkerkunde einheimischen Gelehrten. T 1872 * * Döllinger über die Wiedervereinigung der christlichen Kirchen. II. Vor einem nicht minder zahlreichen und gewählten Zuhörerkreise hielt Döllinger an: 7. Febr. AdendS seinen zweiten Vortrag, dessen Wortlaut im Wesentlichen folgender ist: „Hochzuverehrende Versammlung! Am Schluffe der vorigen Stunde sagte ich: daß es meine Absicht sei, auch einen Blick auf die Heidenwelt in ihrem gegenwärtigen Zustande zu werfen. Sie werden nun sofort aus dem zu Sagenden erkennen, in wiefern dies mit dem eigentlichen Gegenstände, den ich zu besprechen habe, zusammenhängt. Keine der christlichen Kirchen darf oder soll dem Gebot und Auftrag, die nichtchristlichen Völker zu lehren und zu taufen, sich entziehen. Es ist für die christliche Welt Pflicht und Beruf, die Güter der Civilisation, Bildung, sittliche Veredlung, Hebung deS Familienleben« , sowie der staatlichen Ordnung, auf dem einzig möglichen Wege, auf welchem auch wir selber dieser Güter theilhast geworden sind, auf dem der religiösen Belehrung und Kirchenbildung, den fremden, den noch unerleuchteten Nationen erreichbar zu machen Noch jetzt beträgt die Zahl der nichtchristlichen Erdenbewohner mehr als zwei Dritttheile der ganzen lebenden Menschheit. Achthundert Millionen Seelen entbehren noch die christliche Erkenntniß, und doch hat sich, man darf wohl sagen , jetzt fast des gestimmten Menschengeschlechts eine Unruhe und eine Beweglichkeit bemächtigt, wie sie vielleicht in ähnlicher Weise niemals noch in der Geschichte, selbst nicht in den Zeiten der Völkerwandelung, dagewesen ist. Zugleich mit dem wunderbar erleichterten Verkehr ist eine mächtige Wanderlust, ein unwiderstehlicher Zug der Annäherung unter fast allen Völkern erwacht, die entferntesten, dunkelsten und unbekanntesten Winkel der Erde schließen sich heute aus; alle früher mühsam aufgerichteten Scheidewände fallen vor dem unwiderstehlichen Andrang der Fremden, oder werden von den Völkern selber niedergeriffen, und mit Staunen nehmen wir wahr, wie an mehreren Punkten der Erde sich Culturmenschen und Wilde, Christen und Heiden ineinanderschieben, so daß in Amerika i. B. Chinesen und Europäer zusammentreffen und sich mischen; wir nehmen wahr, wie Völker, welche aus der Stufe eines zügellos sinnlichen oder in passivem Stumpfsinn hinbrütenden Natur- daseins stehen geblieben find, plötzlich in den Wirbel einer auch über sie hereinbrechenden Welt firömung hineingerissen werden. Es ist als ob eS fortan keinem Volk auf Erden mehr vergönnt fein sollte, auf den alten Grundlagen seiner Eristenz selbstgenügsam fortzuvegetiren. Auch große Culturvölker in Ostasien, die Hindus, die Chinesen, die Japanesen, sind gezwungen , _auf die Wege europäischer Zustände und Forderungen sich einzulaffen, und europäische Künste sich an- zs zueignen. Doch dieses Gemälde, zu welchem ich hiermit nur einige Striche geliefert habe, tote e« auf der einen Seite zu glänzenden Hoffnungen berechtigt, weist andererseits auch einige dunkle Stellen auf. Die erste dieser dunklen Stellen ist die mehr und mehr dem Beobachter sich auf- drängende Thatsache: daß nicht nur viele von den jetzt die Erde bewohnenden Volkern keine ge« schichtliche Eristenz zu führen befähigt, daß sie sogar unrettbar dem Untergänge geweiht find, da sie hinsiechen, und manche langsam, andere rascher ausfterben. Die Jndianerstämme in Nord- und Südamerika, die NegritoS in Australien, die Bewohner der Südsee-Jnseln, die Hottentotten in Südafrika und noch manche andere sind lauter im Vergehen begriffene Völker. Von den ehemals so zahlreichen nordamerikanischen Stämmen find viele schon auSgestorben, und man weiß nur n»ch ihre Namen. Bei manchen Naturvölkern genügt sogar schon die harmloseste Berührung mit Fremden, ja bloß die Gegenwart von Europäern oder deren Abkömmlingen, auf daß der Tod lo- fort reiche Ernte unter ihnen hält. Die Erdkunde in ihrer jetzigen Gestalt hat uns noch eine andere düstere Seite in dem Völkerleben der Gegenwart aufgedeckt: selbst die Natur, selbst der Boden seufzt unter der Last und am Unfegen einer falschen Religion; denn da, wo Völker aus- arten, da verwildert und verschlimmert sich auch die Natur. Die Erde ist dem Menschen übergeben, daß er sie bebauen soll, aber irreligiöse »der falsch religiöse Völker zerstören statt zu bauen, unter ihren Händen wird die Erde nnsruchtbar, wird sie ihres Schmucks entkleidet und verliert ihre Vegetation, Städte und Dörfer zerfallen, ja verschwinden allmählich und da, wo ehedem eine blühende Gegend sich befand und eine zahlreiche Bevölkerung emsiger Menschen nährte da ist nun eine Wüste. Heute kann man von feinem unter moslemischer Herrschaft stehenden Lande mehr sagen, daß eS ein blühendes Land sei. In der Urheimath des menschlichen Geschlechts, in dem alten CHUdäa, in dem Gebiete zwischen Tigris und Euphrat, ist nun alles wett und breit herum wüst und öde, nur wenig Ackerbau, nur wenig Städte, und diese zerfallen und verarmt, keine Dörfer, unstät umherwandernde Menschen, die nichts mehr von ihren Vorfahren wissen, und mit jedem Jahr tiefer herabsinken zur Stufe einer stumpfen Natur - Eristenz. Alle zene prächtigen völkerreichen Städte, von denen die Geschichte zu berichten weiß, die zahlreiche, gebildete toopu- habende Bevölkerung, welche sich dort noch bis in das Mittelalter hinein erhalten hatte, das alles ist nun verschwunden. Und auf die Frage nach der Ursache läßt sich nur erroubern: dahin hat es eine falsche Religion gebracht'. Und welchen Anblick gewährt jetzt daS ehemals große, mächtig^ blühende Reich Persien, das Land, das, zweimal so groß als ganz Deutschland, letzt nur noch gegen fünf Millionen Einwohner hat, wenig Städte und unter ihnen keine ohne ganze Biertei voll Ruinen, unter einer elenden despotischen Regierung auSgeplündert, erliegt jetzt hmfloS einer die Menschen schaarenweise toegraffenben HnngerSnoth, und harrt in seiner Ohnmaätt nur noch des Zeitpunktes, wo eS Rußland gefallen wird, feine Hand darauf zu legen Und doch, d ielbe Religion, welche im türkischen, im Persischen Reich, in Nordasrika, in Aegypten solche Wirkung n zeigt, und an Deren allmählichem Erlöschen durch den Untergang der unter ihrem Banne liegenden Völker man glauben könnte, sie zeigt sich wieder in voller jugendlicher Kraft und Pensionsenergie: sie ist im indischen ArchipelaguS, im inneren Afrika«, vorn Niger an durch ganz Afrika hindurch bis zur Südspitze in gewaltigem Fortschritte begriffen, sie erobert ganze hei nllche Reiche gleichsam im Flug, und macht selbst unter den christlichen Abessiniern jetzt Hortsch Leider aber ist in keiner anderen Religionsform der Haß gegen daS Christenthum so tief gew i ;e Den Charakter einer Weltreligion, bad heißt eine viel- unb verschiedenartige Völker umfassende,,) 1 Religionsgemeinschaft. Türken, Araber, Perser sind einander so ähnlich, als nur immer drei un-1 I gefähr auf derselben Bildungsstufe befindliche Nationen fein können, und doch haben alle drei Die 1,1 gleiche Religion. Unb um ein Beispiel auS der christlichen Welt zu nehmen: finb etwa bie Schottens H unb schweizerischen Waadtländer nicht national völlig verschieden, und dennoch kirchliche a1 einander völlig gleich? Wahr an jener Behauptung ist nur so viel, daß erstens aller-1 fl ding« eS Völker gibt, deren geistig sittlicher Zustand kläglich und verkommen ist, so daß sie füraj| eine geistige Religion wie die christliche völlig unempfänglich sind. Gin Beispiel solcher Art bieten Brodpreise vom 12. bis 18. Februar 1872, nach eigener Erklärung der Bäcker: 2 Kilo gemischtes Brod 21 kr. 1 Kilo gemischtes Brod 10t/2 fr. 2 Kilo Roggenbrot) 18 fr. 1 Kilo Roggenbrot 9 kr. 2 Kilo Rogqenbroo (eine geringere Sorte) 17 fr. 1 Kilo dcSgl. 8y2 fr. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Erscheint täglich, mit Aus> nähme Sonntags. gesagt: „Man täusche sich darüber ni«y., Pv.v —,.......... • und war unmöglich, der Deutsche, der Italiener unb bet Grieche hat und hatte zu verschiebene Religionen, weil eS verschiebene Völker finb; man rebe also weniger von "" thum als von ckristlichen Völkern, und von jedem derselben besonder«; denn de. daS eigentliche Organ, das die Botschaft hört, und sie deutet und versteht wie es f k r, dem Menschen als höchstes Ziel, vao er erreichen Ml, den ZUpano ver Schreiber dieser Stelle gehört freilich einem Volk an, bei J. 011^610^^«^ Bewußtlosigkeit vorhält, unb ihm als wahre und höchste Tugenb bas Nicht- vollständig zusammenfallen, daß eines vaS andere gänzlich deckt und erhalt, ei y ° wollen daS Nichtsthun, das NichtSbegehren und Nichtsdenken anpreist. Und wo der Buddhismus >°- »•« in M.n BE« »wisch.n 130 und HO eine gelinge vtengion wie oie eyniiume vvuig unempiangiiu; iuiv. ....... ,, die Ureinwohner, die Papuas, in Neuholland, diese armseligsten unb, wie eS scheint, unter ben |; Menschen am tiefsten gesunkenen Wesen, bie noch menschliche Gestalt haben, an Denen alle viele »M Jahre lang fortgesetzten Bemühungen ber Missionäre sich völlig ^uchtlvS erwiesen haben. Wahr , ist ber Fall, baß eine Religion, wenn sie in einer Nation herrschend geworben, oft unb wenigstens f theilweise umbilbenb in den Volkscharakter eindringt, und dadurch allerdings erst Unterschiebe her- vorbringt, bei beren Wahrnehmung man bie Ursache mit der Wirkung verwechseln würbe, wenn man sie etwa auS ber ursprünglichen Eigenart bes Volke« selber ableiten wollte, währenb sie viel- , mehr baS Ergebniß eines religiösen Glaubens finb, der doch zuerst diesem Volke von außen ge- u bracht wurde. Dafür muß aber auch wieder zugegeben werden, daß, bei aller Gleichheit der religiösen Lehre unb ber kirchlichen Verfassung, doch toieber je nach ber Beschaffenheit bed Volkes . ie religiöse Auffassung und die dadurch bedingte Gesittung sehr schroffe Gegensätze und Abweichungen betüotjubringcn pflegt — Gegensätze, welche bie bloße Thatsache ber Zugehörigkeit zu einer großen Pk Kirche nicht abzuschwächen, nicht auszugleichen vermag. Wenn ein Deutscher,^ katholischen Bekennt- NeligivnSfvrm d-r Haß g.gen da« ne « dar! -Ö> W -n niederer Att s° -war daß'im aan.en Orient eine gewäbnliche VarsteUung ist: jedem Da,k, weiche- ,.ch dem,eiben -rgchi, wird auch safart dieser r^dart ^.W-s.n^.'d»^^rt^,° ^^Er ist da« Weib dort unterdrückt, erwarten iu habe» und ihn beantwarten mihhandett, -an jedem Biidung-miitei au-qeschlassen wird gekauft und verkauft wre eme Waare, ui, den SBoiici. einer an- ist der Willkür und Verstoßung durch den Mann hreftgegeben, -der wird al« Sllavm -der Last. Dieser Manu hat kürstich >ihier behandelt. Dabei di- überall, wa ste geduldet wird, verderb»» wirkende Melwe,derer und ^77m7t"^7;;;7e'«.liai°n die Kathalicitat ist die davau un,ertrenrftiche Zerrnitnug de« Fam.lienieben-, 11,6, re.il ferner findet fich in der Herden- rcht, ,,d,S Vvlk hat^ ferne Religron, ^dte ! weit die Mißachtung de« Menschenleben«, welche« »ft mrrthwillrg und In granenha ter Masse ver- >eniaer von einem Christen- geubet wirb, unb hier empfiube ich es als eine nieberbrückenbe Thatsache, daß zetzt noch zwischen . A,nn ber Volksgeift ist 400 uno 500 Millionen Menschen einer Religion angeboren, der bubbhistischen — einer Religion, ' ? Der ber zahlreichsten von allen, welche mit bem Wahne ber Seelenwanberung bie Lehre vom Nirwana - verbinbet, b. h. welche bem Menschen als höchstes Ziel, daS er erreichen soll, ben Zustanb ber ■ Priestern zu finden. Was die protestantischen Missionen betrifft. so sagen die Freunde diese« Missionswerkes selbst, und legen das Geständniß ab, daß eS doch nur ein verschwindend kleiner Bruchtheil der heidnischen Völkermaffe sei, welcher bis jetzt noch nicht e nmal wirklich bekehrt, sondern größten.- theils nur zur vollen Bekehrung vorbereitet worden, und daß, wenn man die numerischen Ergebnisse zum Maßstab des Werthea dieser Anstalten und Unternehmungen nehmen wollte, das Urtheil über daS gesammte Missionswesen nur ungünstig ausfallen könne. Unsere Verwunderung vermindert sich, wenn wir in den Berichten der Missionen, in den Briefen der Missionäre und Reisenden wahrnehmen, wie die europäischen Christen ihre Spaltungen und ihren Sectengeist überall mithin, tragen, wie z. B. in Ostindien 20 verschiedene Kirchen und Confesfionen an der Bekehrung der Hindus arbeiten, wobei jedoch jede bestrebt ist, der andern Abbruch zu thun, ihre Pflanzungen zu zerstören, ihre Proselyten zu sich hinüberzuziehen, und wie cö dort geht, so wird es anderwärts getrieben, so daß den intelligenten Heiden das Christenthum nur in der abschreckenden Gestalt von Zerrissenheit und Unsicherheit entgegenkommt. Auf der Insel Tahiti hat die französische Gewalt vor Jahren deS protestantischen Missionsfeldes sich bemächtigt und dasselbe französischen Send boten (katholischen) überliefert. Man weiß, wie theuer diese That der Willkür durch die daran geknüpfte, in Frankreich viel geschmähte und verhöhnte Geldentschädigung, welche die Regieruni dem englischen Missionär Pritchard zahlen mußte, wie theuer, sage ich, dieses dem König Philipp zu stehen gekommen ist. Jene Geschichte vor allem hat dazu beigetragen, ihm den Ruf, der am Ende seinen Sturz bewirkte, zu verschaffen: daß er Frankreich dem Auslande preisgebc, vor den fremden Mächten sich und sein Volk demütbige. Auf Madagaskar brachten es die Sendboten der beiden Kirchen, der katholischen und der protestantischen, dahin, daß der König Radama zwischen ihnen jahrelang unschlüssig schwankte und als er gestürzt und ermordet wurde, schoben sie sich wechselseitig die Schuld zu, und der Hader unter ihnen strebte dem Gegner den Boden unter den Füßen wegzunehmen, und dauert jetzt noch fort, und ans der Insel Fernando Po wurden im Jahre 1845 die protestantischen Missionare durch die Spanier, welche Anspruch auf die Insel zu haben behaupteten, vertrieben. DaS ist daS Schauspiel, welches die Christen vor den Augen der Heidenwelt aufführen. Jedes in sich gespaltene Reich wird verwüstet werden, hat der Stifter der Kirche gesprochen. Wir begreifen die Ohnmacht der Missionäre. Ich erinnere noch daran, daß an der Stätte, welche allen Christen die ehrwürdigste ist, das Schauspiel christlicher Zwietracht Jahr für Jahr den hohnlachenden Ungläubigen dargeboten wird. Dort haben alle Kirchen und Parteien, die Griechen, Russen, die Lateiner oder abendländischen Katholiken, die Armenier, die Kopten, Jakobiner, die Protestanten aller Confesfionen gleichsam ihre festen Burgen und Verschanzungen aufgerichtet und trachten nun, wechselseitig sich Abbruch zu thun, irgend einen Quadratfuß oder irgend eine heilige Stätte der anderen Kirche zu entreißen. In den Heiligthümern zu Jerusalem müssen türkische Soldaten Wache halten und die Christen, die sich sonst zerfleischen würden, auseinander halten, und der Schlüssel zum heiligen Grabe ist in den Händen des türkischen Pascha'S. Der Streit zwischen den Lateinern und Griechen über den Besitz der Grabeskirche zu Jerusalem hat bekanntlich die nächste Veranlassung zu dem großen Krimkriege von 1854 gegeben. Sollte nicht Jeder, dem der Name Christ noch werth ist, jeden Tag in seinem Gebet Gott anrufen, daß doch eine Ausgießung des Geistes des Frieden« einmal erfolgen möge, daß ein neues Pfingstfest der Eintracht und Erleuchtung endlich unter den Chrifteu gefeiert werden könnte'. Ich bin nicht ohne Hoffnung — in der nächsten Stunde werde ^ich meine Hoffnungen vorlegen. rathung einer Genehmigung Meinerseits, sowie überhaupt eines besonderen militärischen ConsenseS fernerhin nicht bedürfen. Darmstadt, den 29. Januar 1872. gez. Ludwig. 4) Ueberstcht der von Großh. Minister,um des Innern genehmigten Umlage zur Bestreitung der Betürsnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Lindenfels für das Jahr 1872. 5) Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigft geruht: am 29. Ian dem Lehrer an der zweiten evang. Schulst.lle zu Jugenheim, ,m Kr. Bensheim, Nicolaus Papst, die erste evang. Schulstelle daselbst zu übertragen. 6) Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die katbolische Schulstelle zu Weiher, im Kr. Lindenfels, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl.; die Dtstrlctseinnehmerei Alzey II., für welche eine Cautionsleistung von 3000 fl erfordert wird, und die Districteeinnehmerei Groß-Karben, für welche eine Dienstcaution von 4000 fl. zu stellen ist. Concurrenzfähtge Bewerber haben sich binnen 14 Tagw Meter Preuss. 4i/zO/o Oblig. 1031/2 Frankf. 31/2% Obi. 89 Nass. 41/20/0 Obi. 99^2 Kurhess. 4% „ 933/4 Gr. Hess. 5% Obi. 1021/2 n „ 40/o „ 973/4 • ”-3W/0 ” i9oo./8 \ Der Fichten-Bestand liegt am Wege von s hier nach Nordecken. Dreihausen, am 10. Februar 1872. den Wegen, 190 Acker zwischen dem Wetzlarer Pfad und der Lahn, gibt 1 fl. Rente, nochmals meistbietend versteigert und soll bei annehmbarem Gebote der Zuschlag alsbald ertheilt werden. Nrielliaunaen befanden. Es bleibt dabei noch nicht zu erkennen, ob" man enalischerseitS etwa nur eine Aenderung und verstärkte Armirung der »or “ficationl oto eine Neubefestigung dieser Insel beabsichtigt, welche I-d°» J ■.» CO okne Weiteres zugegeben werden konnte. Schon 1867, bet S a 4 tawrn englischen Küstenbefestigungen, ist e« indesi in England zur ^ ^drowt worden durch die Ausführung der erfo-de-lich-n Damme Hel- Sprach g ferneren öbfpieluna zu sichern, und durch Anlegung eines tn die L e7o^ entsprechenden Befestigungen dort eine enalische Marinestation anzulegen. Möglich deshalb, daß es sich' letzt uw ie dieses ProiecteS handelt. Der Moment dazu mußte freilich als heraus schlecht gewählt'erachtet werden, und dürfte ein sehr ernst gemeinter deut- swcr Einspruch auch hierauf sicher nicht auf sich warten lassen. „ H Berlin, 10. Fedr. Heute schloß der Aufstchtsrath und Ausschuß der Ru- .. mit Dr. StrouSbcrg einen definitiven Vertrag ab, so °rt und 2 Millionen in fünf Jahren zahlt. Äi verzinst und durch ^llose Ga^ Die volle Einlösung der am 1. Januar und 1. Juli 1871 verfallenen Coupon3 geschieh" sobald der formelle Act der BertragSunterzeichnung tn Bukarest «uuf^t«nnte stw bine Viertelstunde entfernte Brau-re" R-inchghauS. Militär-SicherheitSwach^ wurde schleunigst nachgesendet. Massenhafte Verhaftungen wurden vorgenommen ' Frankreich. - ®h s*- s w -iw8:. n Papierrente 543/4 Amerik. Bonds 1881r 100 , „ 1882r 957/a _ 1885r 95 ” B 1887r 96i/2 Spanier, neuest. 3% 305/g Actien. Frankf. Bank 141 Frankf. Vereins-Kasse 130 Darmst. Bankaot. 474Vs Wien Bankactien 873 Galizien 270 Oest. Creditact. L„ich,n 7- Febr. Für das atlantische Kabel ist die ReinungSverschieden. heft über den ^Washingtoner Vertrag eine wahre Goldgrube. Tag um Tag fliegen lange Mfttheilungen, reichhaltige Auszüge aus den bedeutenderen Organen der Presse, nach hüben und drüben. Die Nachrichten aus Newyork aber bestätigen immer mehr, daß man sich dort über die Aufregung in England wundert, indem die Amerikaner selbst nicht daran denken, den ganzen von ihnen »erlangten Be- trag zuerkannt zu erhalten. In den amtlichen Kreisen Washingtons soll man fein ernstes Mißverständniß besorgen. Auch im Washingtoner Senate ist gestern bereits die Rede auf die Angelegenheit gekommen. Der Senator Edmunds brachte einen Antrag ein, daß der Präsident aufgefordert werde, über die angeblich von England angedrohte Lossagung von dem Vertrage Auskunft zu geben. In feiner Rede führte rr Stellen aus Protokollen und aus dem Vertrage selber an, um zu beweisen, daß Amerika das Recht habe, alle Ansprüche dem Genfer SchiedS- aerichte vorrul-gen. Wenn England den Vertrag zuruckweise, so durste die amerikanische Union keinen anderen abschließen, sondern müsse sich bereit halten, für die Wahrung ihrer Ehre einzutreten. Wenn die Aufregung ins Werk gesetzt worden sei, um die Schiedsrichter zu beeinflussen, so sei es Zeit, daß dies bekannt werde. London 7. Febr. Der Prinz von Wales kann schon kurze Spazierritte machen. Ende dieser Woche wird er mit seiner Gemahlin Sandringham verlassen und sich zunächst nach Windsor begeben. Der Morning Post zufolge hat der Exkaiser Napoleon 20 L. und Prinz Jerome 10 L. „für den Zweck geschickt, für welchen Raphael Felix am kommen- । den Samstag eine Extravorstellung im französischen Theater gibt d.. h. für : freiwilligen Sammlungen zur Deckung der Kriegsentschädigung. Wirklich die । aanre Summe von 20 L-? f t . London, 10. Februar. Der Dampfer „Electra", von Lissabon kommend, . ist im Canal heute Mittag in Folge eines Zusammenstoßes untergegangen.^ Der Capitän und 17 Personen werden vermißt. — Dem Abendblatte „Echo wird ■ aus Ncwyvrk »vm 9. ds. ielegruphirt: Der offentftchen Meinung be^ch tgt sich eine wachsende unbequeme Ueberzeugung: obwohl Amerika seine Klageschrift n.cht modificiren könne, seien die indirecten Forderungen doch unvernünftig. Washinaton, 8. Februar. Im Senat beantragt Evmund, der Präsident möse Miltheilungen über die angebliche Absicht Englands, den Washingtoner 8er« tta zu widerrufen, machen. P.fttersen sieht in den Aeußerungen Gladstone'« etne Beleidigung Amerikas. Sdermann empfiehlt, die offieiellen Berichte a^uwarten, inzwilchen aber ein würdiges Benehmen zu beobachten. Die wettere Berathung wird vertagt. — Das Gerücht, die Regierung der Veretmgten Staaten wolle die Maximen für die nach dem Washingtoner Vertrag zulässigen Forderungen feststtzen, wird officiell als unbegründet bezeichnet. Bremen k. S. 953/4 Brüssel k. 8. 93*/4 Hamburg k. S. 873/4 Leipzig k. S. 1077/8 London k. S. 1181/4 Lyon k. S. 923/4 Paris k. S. 923/4 Wien k. S. 1031/2 ditto m. S. — ditto i. S. — Dlsconto 4% Löiiy’s BierkeSler 612) bei schen Waldungen. sortimente: 643) Thür- und Grad- LS ilh. Balser. 6 Wellen Stämme 22,40 39 zu Cubik-Meter, versteigert werden. Georg Herbert. Nedaction, Druck und Vertag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 370 259 158 4 166 20 6 5400 200 800 52 M n 99) Großer Stall zu vermiethen bei E. Pitthan. Ast-Prügels Reisholz, Stockholz; schilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werde» mit beliebiger Milchverkauf. 616) Im früher Loo s'schen Höfchen, Lit. D. Nr. 218, Termine hierzu habe ich auf den 7., 15. und 20. Februar, Nachmittags 2 Uhr, in 563) Frische Sendung von eingemachten Gurken empfiehlt I. M. Schulhof. 5213) Spczialarzt I)r. Kirchhoffer in Kappel (Schweiz) besitzt sichere Mittel gegen nächtliches Bettnässen, Pollutionen, Impotenz. 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I. beginnt ein zweites Abonnement aus Clavier-Instrumente, wo Jedem Gelegenheit geboten ist, in den Besitz eines der Neuzeit entsprechenden Instruments auf leichte und angenehme Weise gelangen. Eichen - Bauholz mit Cubik-Meter, H o l z v e r k ä u fe. @t®nbe3“uff^rCfoTe»naiur 6eftimmten 666) Es kommen zur Versteigerung aus Groß-Buseck, am 10. Februar 1872. den Gemeinde-Waldungen: Großherzogliche Bürgermeisterei l. zu Kinzenbach Samstag den 17. d. Mts., Groß-Buseck, um 8 Uhr: Wagner. 348 Meter Reiser und 3 Meter Knüvpel; ———— _ n. zu Wismar Montag den 19. d. Mts., ,, , . 227 Fichten-Stämm- "-*1'13,78 Festmeter, C1 (ßC Ü 0tdlCÖ- in Stücken bis 18 Meter Länge und 578) Photographie-Nahmen u. Gold- 40 Centimeter Durchmesser, sowie ver- leisten bei Wilh. Balser, schiedenes Brennholz: NB. Das Einrahmen von Bildern wird I». zu Atzbach Mittwoch den 21. d. Mts., schnell und billigst besorgt. um 9 Uhr: — 13 starke Eichen-Stämme = 42,36 Fest- meter, 50 B. 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'Näheres bei der Exped. d. Bltts. 9 Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser Centmi-Bureau für Inserate bestens empfohlen. Die uns übergebenen Annoncen werden sofort dtrcct an die betr. Aeb tungs-Expedttwnen befördert und nur zu den Originalpreisen der Heitungs-Er- pedittonen berechnet. Kostenvoranschläge gratis und umgehend. Kroßere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst gün- nung" franco^ungen, 93elc0c gratis und Uebersendung derselben nebst Rech- _ e. Buch Papier - und Landkarteu-Handluna Frankfurt a. M., Domplatz Nr. 8. 8 Allgemeine /amilini->itung, Jahrgang 1872. Jnhalts-Verzeichniß von Nr. 18: Text: Die Bahnbrecher der Neuzeit. Socialer Roman von Karl Ulmer. (Fort- etzung.) — Fürst Adolf Auersperg, Präsident des cisleithaniscken Ministeriums. — ? ccr ®uma§ Sohn. — Aus Spanien. — Der Baum im Winter. Ein Blick in das Walten der Natur von Paul Kummer. — Genf. — Die Wiener Volksbühne. In zwei Skizzen von Friedrich Axmann. 2. Das Volksstück. — Englische Telgraphistinnen. — Die enttäuschten Rivalinnen. — Angelika. Novellette von Max Ring. — Aus St- Cloud. — Das Geheimniß des Abbä. Roman von Levin Schücking. (Fort- seyung.) — Aus Natur und Leben — Chronik der Gegenwart. — Mannigfaltiges. — Offene Korrespondenz. — Arithmogryph. — Bilder-Räthsel. — arf Illustrationen: Fürst Adolf Auersperg, k. k. österr. Minister-Präsident. - Alexander Dumas der Jüngere. — Spanische Räuber werden beim Vertheilen ihrer Beute durch die Gensd'armerie entdeckt. — General - Ansicht von Genf. — Englische Telegraphistinnen. — Die enttäuschten Rivalinnen. — Der Schloßplatz von St. Cloud Stämme Nadel-Bauholz mit 8,33 Cu- bik-Meter, unu *.v. ycuium , ^lucymnrag 4 Stamme Buchen-Werkholz mit 3,33!meiner Schreibstube bestimmt. ' ' Cubik-Meter, Marburg, am 5. Februar 1872. 55 Nadel-Stangen mit 3,56 Cubik-Meter Der Bevollmächtigte der Brög'schen Erben- Administrator Zeitz. A. Brennholz: 885 N -Meter Buchen-Scheidholz, 259 — ~ ’ Abonnements - Bedingungen sende gratis. Friedberg. C. L. Glück, Hof-Pianoforte-Fabrikant. 334 R.-Meter Buchen-Scheidholz, 6 „ Eichen- Im festlich decorirten Saale des Cafe Leih. 679) Dienstag den 13. Februar 1872 : Großes Fastnachts-Concert, ausgeführt von dem ganzen Musik-Corps des Großh. Hess. 2. Infanterie-Regiments Nr. 116. Anfang 6 Uhr. Ende 11 Uhr. Enträe ä Person 12 fr. Programm an der Kasse. L 6iy) Ein Mädchen, welches in allen 1111111)1111^1. IU Hand- und Hausarbeiten Erfahrung be- 677) Bei Frau 0.. Hanstein, Weidgasse wünscht Stelle zur Stütze der Haus- Lit. B. Nr. 98, ist ein möblirtes Zimmer ^u oder meinem Laden hier oder aus- mit Cabinet zu vermiethen. j watts. Hohes Salair wird nicht beansprucht. -■ —:—;-----:------------------- Näheres bei der Exped. d. Bltts. 98) Em einzelnes Zimmer zu vermiethen-------------— ber E. Pitthan. 675) In günstiger Lage wird auf kurze 630) Der untere St°ck meines Hauses, Lsucht'Offerkn nimm/ÄrU“ bestehend aus 3 Stuben, 2 Cabineten, Küche,' en aeaen b‘ verschließbarem Corridor und sonstigem Zu- —- H behör, ist zu vermiethen. Auch wird ein Stück Land dabei abgegeben Die Versteigerungen werden in den Gemeinde-Rathhäusern abgehalten. Nähere Auskunft geben die Gemeinde-Förster. Krofdorf, den 9. Februar 1872. Der Bürgermeister: ---s-°lno1:-----ist täglich, Vormittags halb Holzversteigerung » Uhr, frische Milch zu in den Gräflichen Solms-Laubach', baven* 619) Heber die Forderungen an den verstorbenen Hofger.-Pedellen Ernst Schell- i m n n n sind innerhalb 14 Tagen bei mir 663) Ein hübsches Stübchen ahn- bei ist zu vermiethen. Näheres Brandgasse 'T ' öeU Lit. A. Nr. 202. j—---------------Jacob Ranstadt. 676) Bier- oder Champagner-Flaschen werden gekauft von Julius Ebel, in der Samenhandlung Neustadt D. 206. 636) Eine Parthie Heu ist zu verkaufen in Lit. E- Nr. 26, Seltersberg. 672) 180 OKlafter Acker auf dem Sand sind zu verpachten. Auskunft ertheilt ____________________Fr. Semmler. 652) Meinen Garten am Wismarer Weg bin ich Willens zu verkaufen. Fr. Pfeil. 671) Der der Christian Burckhard's Wittwe gehörende, 302 ^Klafter haltende Acker, die Eichgärten, ist zu verleihen ober zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt __Fr. Semmler. 572) Die Zimmermeister Brög'schen Erben zu Marburg wollen erbtheilungs- halber verkaufen: 1) Wohnhaus, Nr. 518, mit Hofraum, Stallungen, Remisen und großen Bodenräumen, an der frequenten Elisa- bethenstraße, und 2) Wohnhaus, Nr. 506, mit Nebenbau, au der Ketzerbach, vis-ä-vis dem Gasthofe zum Ritter. a Sa Strasse der rühmlichst bekannten, auf ihrer Durchreise begriffenen, direct aus Italien kommenden und in ihren Leistungen bis jetzt unübertroffenen Musikkapelle, unter persönlicher Leitung ihres unübertrefflichen Dirigenten Prof. v. Durch und Durch. Der Concert-Stall befindet sich auf dem gepflasterten Saale der Stadt Gießen. Entree nach Belieben. — Kinder zahlen die Hälfte. (678) 662) Die Mitglieder des Krankenunterstützungs-, Sterbekasse- und Wittwern unterstützungs-Vereins werden auf Montag den 26. Februar, Abends li/2 Uhr, zu einer Generalverfamnrlung in das Local des Herrn Führer hiermit eingeladen. Tagesordnung: Abhör der Rechnung. — Ersatzwahl des Vorstandes. — Wiederbesetzunz der erledigten Rechnerstelle. Auch liegt die Rechnung vom 17.—24. Februar zur Einsicht der Mitglieder bei mir offen. Der Präsident: Chr. Schopbach.