gelegenes ^verkaufen. l(9 Schürz. hlen vorn bei chivaah, ^HerrnG^. 6e, nbÖm^of, °ltm Stein- örb’ß und un- ' und drr 5vn- ^'stian das Wi^h, n demselben und um ge- ei Usingen.) Bonds Bunds Bunds (1071 Mcht von Emil dkk „Helden der 'er Seunbttmam v Hobe. — Der die Landwehr Cito Fikmycher. e^kämyfer. Mit Jedicht von Her- ; orgen-" Nach in: Französische mg? - Heinnch ionen. rum zur Dis- Correnten, ien. _ rmittlung ion oder : die ver- von * :g- Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. ichmer Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. il. Freitag te 12. Januar 1872._ cvy fvj werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post ä3C|tCllUllflni UUf Dell läHCpCilft Zlll^ClQCl Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben pro I. Quartal zu I fl. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. Diejenigen Militärpflichtigen, welche alö einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach §. 20 der Militär-Ersatz-Instruction vom 26 März 1868 (Reg.-Blatt Nr. 21) gestellungspflichtig sind, haben ihre Anmeldung schriftlich, unter Berücksichtigung der §§. 148, 149, 151, 152 153 154 und 155 der erwähnten Militär-Ersatz-Jnstruction bis zum I. Februar 18 7 2 bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im März k. I. stattfindenden Prüfung zli unterziehen beabsichtigen. Der Meldung find beizulegen: a) ein Geburtszeugniß (Taufschein), b) eine beglaubigte Einwilligung des Vaters, oder des Vormundes, c) ein Unbescholteuheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) von dem Dtrector beziehungsweise Rector der betr. Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute aber von der Polizei-Obrigkeit auszustellen ist. Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften, oder Einreichung des Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht stattsinden. Der Prüfungstermin, sowie das Local, woriil dieselbe vorgenommen wird, wird später öffentlich bekannt gemacht werden, eine specielle Einladung erfolgt nicht. t Die unterzeichnete Commission macht außerdem auf folgende Bestimmungen ausdrücklich aufmerksam: Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß ber Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. Februar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienste ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, verbunden. Ausnahmsweise kann der durch die versäumte rechtzeitige Anmeldung verloren gegangene Anspruch durch Entschließung der Ersatzbehörde dritter Instanz wieder verliehen werden, wenn der betheiligte Militärpflichtige noch nicht unfeiner Loosung Theil zu nehmen verpflichtet war, oder vermöge seiner Loos- Nummer disponibel geblieben ist. In letzterem Falle darf die Vergünstigung indeß nur dann eintreten, wenn der deßfallsige Antrag vor der zweiten Aushebung, bei welcher der betheiligte Militärpflichtige zu concurriren hat, formirt wird. ‘ . Gesuche um Wiederverleihung der durch versäumte rechtzeitige Meldung verloren gegangenen Berechtigung sind an die zuständige Kreis - Ersatz- Commission zu richten. . Darmstadt, den 1. December 1871. Großherzogliche Prufungs-Commlssion für emzahng Freiwillige. P a b st. S t r e ck e r. Politischer Theil. Franzosen und Pariser. Die Depesche des Fürsten Bismarck vom 7. December v. I. bat die ge- sammle politische Welt in doppelter Weise interessirt; einmal unmittelbar wegen ihres Inhalts, sodann wegen des Zweckes ihrer Veröffentlichung, obwohl das Verständnis des letztern doch außerordentlich nahe lag. Sie ist recht eigentlich nur geschrieben worden, um veröffentlicht zu werden, und wenn man sich in Frankreich noch immer über diese Veröffentlichung empört zeigt, weil man darin eine absichtliche Beleidigung erkennt, so kommt wenig darauf an, ob die französische Eitelkeit zusammenzuckt, wenn nur gleichzeitig auch das Verständniß für die that- sächlichen Verhältnisse geschärft wird. Diesem Verständniß ist neuerdings durch eine Berliner Corresponrenz der „Köln. Ztg." nachgeholfen worden, welche daran erinnert, wie nahe das deutsche Heer bei Chateau Thierry steht, und wie wenig Frankreich bei seiner gegenwärtig gen Revanchestimmung darauf hoffen dürfe, daß Deutschland auch nur auf den kleinsten Theil seiner starken VertheidigungSstellung verzichten könne. In Ausführung dieser Ansicht bedient sich der Correspondent eines sehr glücklichen Wortes, dessen wir uns bemächtigen, weil es geeignet ist, dem Urthetl über eine der bedeutenden Fragen, mit denen sich demnächst die französische Nationalversammlung zu beschäftigen haben wird, eine sichere Unterlage zu geben. „In Frankreich — sagt die Köln. Ztg. — wohnen zwei Völker: die Franzosen und die Pariser; das erstere liebt den Frieden; das zweite schreibt die Zeitungen und macht Händel, die dos erstere auszufechten hat." Ist diese Bemerkung nicht bloS pikant, sondern auch richtig, so wird durch dieselbe auch die zwischen Herrn Thiers und der Nationalversammlung schwebende Frage wegen Verlegung der Regierung von Versailles nach Paris in ein ganz neues Licht geworfen; in der Thal aber ist ihre Richtigkeit durch zwei Thatfachen außer allen Zweifel gestellt: durch das letzte PlebiScit unter dem Kaiserreich und durch die Wahlen zur Nationalversammlung. Um das Kaiserreich zu verdammen, constattren auch die Pariser, daß Frankreich sich zu jenem PlebiScit nur entschlossen habe, weil es geglaubt Hove, mit demselben einer Friedenspolitik zu huldigen; aber sie verschweigen bei der Anklage, daß die Pariser Presse zum Kriege gehetzt und daß die Pariser, als er unvermeidlich geworden war, ihn mit Zubel begrüßt haben. Und ebenso wählten die Franzosen zur Nationalversammlung nur solche Männer, von welchen sie erwarteten, daß sie zur Herstellung des Friedens und der Ordnung beitragen würden, während die Pariser, ihrer Gewohnheit des Scandalm^chens treu, ihre rothen Abgeordneten schickten, wie immer; zugleich aber auch den großen Gegensatz zwischen Franzosen und Parisern selbst zu erkennen gaben, indem sie die, nicht unter dem Einfluß des Pariser Geistes gewählte, Nationalversammlung mit dem Spott- und Schimpfnamen der „Bauernversamm- lung" belegten. Es waren nicht die Pariser, welche sich dem Kriege widersetzten und es waren auch nicht die Pariser, welche sich dcS ScandalS der Commune zu erwehren wußten, gleichwohl aber verlangen sie, auch trotz der neueste.n Revolutionen, welche den fiühcren das Datum vom 4. September und 18. März hinzufügtrn, daß die Franzos n sich dem Pariser Geiste unterwerfen sollen. Denn darauf läuft doch die Frage wegen Verlegung der Regierung nach Puris hinaus, und wenn Herr ThterS noch viel überzeugender, als er es hat thun können, die Bürgschaften der äußerlichen Ordnung nachgewiesen hätte, welche die Nationalversammlung in Paris fordern würde, so ist es doch unmöglich zu glauben, daß die Nationalversammlung in beständigem Contact mit dem Pariser Geist den wohl verstandenen französischen Interessen treu bleiben könnte. Der Geist der Unordnung, des Aberwitzes, der blinden Leidenschaft, welcher sich in der Pariser Presse wiederspiegelt, die Verwilderung des sittlichen Urtheils, welche kort allgemein geworden ist, die aus der Verzweiflung an politischen Garantien und Formen erwachsene Lust an politischen und socialen Monstruositäten, welche sehr bezeichnend jetzt zur Wahl eines Victor Hugo hindrängte düse ganze pestilenzialische und gewitterschwüle Atmosphäre soll die Brutwärme für die Wiedergeburt des an ihr fast zu Grunde gegangenen Frankreichs werden! Was denkt sich Herr Thiers dabei, daß er die Nationalversammlung mit aller Gewalt nach Paris bringen will, selbst wenn er davon überzeugt ist, sie vor den Pariser Fäusten sicherstellen zu können? Ist es seine Absicht, sie dem Pariser Geiste zu unterwerfen, und täuscht er sich so sehr über diesen Pariser Geist Abwohl er hören muß, daß Krieg und Revanche von allen Dächern gepredigt to(rt> — daß er glaubt, er werde in Paris den Frieden, welchen die Franzosen wollen, aufrecht erhalten können? Traut er sich selber den Muth zu, eben so bestimmt und nachdrücklich wie er in Versailles gethan, auch in Paris von einer Pariser Gallerte den Frieden als eine für Frankreich unbedingte Nothwendigkeit empfehlen zu können? Er, der in Entbehrung des beständigen Verkehrs mit dem Pariser Geist verschmachtet, sollte sich die Kraft zutrauen, dem Spott oder der gerechnet, zu erfolgen hat, verschoben. an Oie ren Unpopularität, welche ihn in Paris erwarten, wenn er sich dem Pariser Geist nicht unterwirft, zu trotzen, oder dem Charakter jeveS Einzelne« in der Nationalversammlung eine solche Größe zumuthen? Die Franzosen wollen den Frieden; in Paris macht man Handel und doch verlangt Herr TbierS, daß die Nationalversammlung sich nach Paris begebe? Man weiß, welche Folgen es für Frankreich hatte, als sich Paris den armen Ludwig XIV. und die Nationalversammlung nach Paris holte, und doch will der Geschichtschreiber der Revolution ein Analogon herbeiführen? ES ist schwer zu glauben, daß er die Gefahren einer Uebersiedelung der Regierung nach Paris nicht begreifen sollte, und man wird eben deshalb versucht zu befürchten, baß er Pläne verfolgt, für deren Durchsetzung er die Unterstützung gerade des Pariser Geistes bedarf; Pläne so abenteuerlicher Natur, daß er sich nicht scheut, für bas Kriegsbudget 80—100 Millionen mehr in Anspruch zu nehmen, als selbst das Kaiserthum zu fordern sich getraute. Nein! Wir glauben nicht, daß Herr Thiers an den Krieg denkt. Er schmeichelt nur der nationalen Eitelkeit mit Möglichkeiten, an deren Realistrung er wohl schwerlich denkt; aber die Gefahr liegt darin, daß er sich und den französischen Nationalwillen unter die Herrschaft des Pariser Geistes bringen will, welcher nicht zaudern dürfte, mit den Belleitäten des Präsidenten Ernst zu als Bundesfelbherrn unbedingt Folge zu leisten." Hiezu ist die Stabung: „Ich schwöre zu Gott dem Allmächtigen, daß ich alles dasjenige, was mir soeben vor- gehalten worden und ich wohl verstanden habe, genau befolgen will, fo wahr mir Gott helfe und sein heiliges Wort." Im badlschen Armeecorps ist dieser Tage die gleiche Eidesformel eingeführt worden. Mannheim, 9. Januar. Die „N. B. L." schreibt: Der Großherzog hat bas Ministerium ermächtigt: gerichtlich erkannte Geldstrafen, Haftstrafen und Ge- fängnißstrasen bis zur Dauer von sechs Wochen im Gnadenwege zu mildern oder ganz zu erlassen, sowie auch Haftstrafen und Gefängnißstrafen der erwähnten Dauer in Geldstrafen zu verwandeln. Stuttgart, 11. Jan. Der „Schwäbische Merkur" bringt folgendes Tele- gramm aus Berlin: Der Kaiser hat die Entscheidung des S. Juan-Streitfalle- bis zur zweiten Replik Englands, welche binnen 6 Monaten, vom 17. Dec. v. I. Herr v. Goulard wird diese Woche nach Rom abreisen. Italien. Rom, 10. Jan. Der König wird morgen hier erwartet. Am Sonntag sinder großes Hofdiner statt, wozu die Gesandten eingeladen sind. — Die „Dpi- nwne" dementirt, daß die Commission der Kammer den ßnanziellen Vorschlägen des Ministeriums entgegen sei. Es sei demnach die Nachricht von einer angeblich befürchteten Ministerkrisis unbegründet. Nom, 10. Ian. Die Commission des Senats, welche mit der Prüfung der Beschwerden gegen den General Medici als Präfecten von Palermo betraut war, hat beschlossen, daß derselben keine Folge zu geben sei. — Die Ergebnisse der Rekruten-Aushebung in der Provinz Rom sind sehr zufriedenstellend. Amerika. Newyork, 9. Ian. Der commandirende General der Militärdiviston des Südens, Generalmajor H. W. Halleck, ist gestorben. — Meldungen aus Mexiko auch Hr. v. Wurmb, sobald nur erst dem Minister dessen Beziehungen zu dem SpeculationS - Unternehmen bekannt werden , Zug um Zug die Weisung , seine Stelle als Aufsichtsrath niederzulegen. Dies wohl um so mehr, als die Kammer heute allerhand Ausstellungen machte, die sich auf den Berliner Polizeipräsidenten bezogen. Ec wurde namentlich von Virchow scharf mitgenommen. Virchow nahm insonderheit die Berliner Commune gegen die Berliner Polizeioerwaltung in Schutz Das Haus stimmte auch dem Antrag bei, der Minister möchte mit dem Magistrat in Erwägung nehmen, welcherlei Functionen dem Polizeipräsidium abgenommen und auf die städtische Verwaltung übertragen werden könnten. Der armen Polizei erging es heute übel. Bis zu der Anklage verstieg mau sich, es seien von -Denjenigen, die für die Sicherheit der Stadt zu sorgen hätten, Einzelne wohl gar bestochen worden. Graf Eulenburg ging hierauf ein und stand nicht an, d.e Nachtwächter als Diejenigen zu bezeichnen, die sich bestechen ließen. Duncker wollte hiervon nichts wissen. Er griff weiter und rief in Vie Versammlung hinein: „Auch Andere!" „Nein, nein!" erwiderten die Conservativen. Was wird die Bürgerschaft von Berlin dazu sagen? (F- I ) München. Ein Rescn'pt des bayerischen Kriegsministeriums vom 29. v. M. ordnet an, daß der Fahneneid von nun an in folgender Form zu leisten fei: „Ihr sollt schwören zu Gott dem Allmächtigen einen körperlichen Eid, daß ihr dem allergnädigsten, großmächtigsten König und Herrn Ludwig II-, unserm allergnädig- ften Kriegsherrn, treu Dienen, allerhöchstvesselben Wohl nach Kräften fordern, allen Vorgesetzten den gebührenden Rcspect und Gehorsam leisten, deren Befehle ohne Widerrede und unverdrossen vollziehen, im Kriege wie im Frieden, zu Wasser und zu Land, bei Tag und bei Nacht, auf Märschen und Wachen, bei Belagerungen, in Stürmen und Schlachten, überhaupt bei allen Gelegenheiten als tapfere und treue Soldaten euch erweisen, euere Fahne (Standarte) niemals treulos und meineidig verlassen, vielmehr sie stets muthig vertheidigen und euch nach Vorfchrifl der KriegSgefetze jederzeit so benehmen wollet, tote es ehrliebenden Soldaten geziemt. Auch schwört ihr, im Kriege den Befehlen S. M. des deutschen Kaisers! Die Ermordung der Geißeln zu Paris. Paris, 9. Jan. Vor dem sechsten Kriegsgericht in Versailles unter dem Vorsitz des Obersten Delaporte kommt heute die Affaire der Ermordung der Geißeln im Gefängnisse La Roquette zur Verhandlung. Man weiß, daß diese Geißeln u. A. der Erzbischof von Paris, Mgr. Darboy, der erste Präsident des Pariser Appellhofs Bonjean und eine Anzahl von Priestern waren, die bis dahin der Politik völlig fremd geblieben. Der Prozeß ist gegen 24 Angeklagte gerichtet, von denen jedoch nur 23 anwesend ist. Der vieiundzwanz-gste ist flüchtig und es muß gegen ihn in contumaciam verfahren werden Die Hauptangrklagten sind der 57jährige Isidore Franyois, unter der Commune Director des Gefängnisses La Roquette, feines Zeichens ein K>stenmacher, Romain,- Oder-Gefängnißwärter, Picon und Langbein, Beide Gesängnißwärter von La Roquette, ferner zwei Frauen, Zölle Grandel, G-liebte von Franyois, und Marguerite Gaindair, genannt La Chaije. Der Anklageakt sagt Folgendes: „Am 21. Mat wurde in den Tiefen eines Pariser Gefängnisses ein großes Verbrechen begangen und die Erinnerung daran macht noch heute alle ehrbaren Kerzen erbeben. Sechs Opfers aus den angesehensten und tugendhaftesten Mitgliedern des N'chterstandeS und des EleruS ausgewählt, wurden im Schatten von einer Handvoll wülhender Trunkenbolde und untergeordneter Agenten niedergemetzelt, die den Befehlen der scheußlichen Commune gehorchten. Eine sehr schwer zu führende Untersuchung bat ergeben, daß daS Drama des 24. Mai sich kraft eines ScheinurlheilS vollzog, welches von einem improvisieren Kriegsgericht in der Mairie des 12. ArondissementS gefällt worden war, woselbst diejenigen Mitglieder der Commune, welche noch nicht die Flucht ergriffen hatten, sich seit dem Morgen hmgeflüwiet hatten. Dort am Boulevard Voltaire befanden sich DeleSclu;e, Ranvier, Ferre u. A. AlS Re sahen, daß sie verloren waren, daß die Natwnalgaldcn „Vcrrath" schrieen, befahlen sie die Ermordung der Geißeln. eu dachten sie das Mißtrauen zu erstick n , das schon drohend um sie z» grollen begann und gleichzeitig wollten sie den Jnstincten der Rache genügen, von den.n sie bel.bt waren. Da also war eS, wo Genton dies Schein - Kriegs-ericht errichtete, zu dessen Piäfident man ihn ernannte. An seiner Seite nahmen ein Sergeant der Föderirten und ein alter Nationalgaidist Platz. Die Verurtheilung der Geißeln wurde ausgesprochen, d-e Hinrichtung sollte unverzüglich erfolgen, sie erfolgte. Ein Peloton auS den Reihen der Föderirten begab sich nach d.m Kerker und dort wurden ihm dl« Opker durch den -rsten Angeklagten Francois und den ihm zur Seite sitzenden Romain auSge- liefert." Der Anklageakt geht nun a»f den 18. März zurück und auf die Verhaftungen, die an jenem Tage schon gemacht wurden. Er sindet dieselben gewissermaßen logisch, nicht aber die deS Crzb schoss, der am 21. März, und des Präsidenten Bonjean, der am 4. April ohne Grund, ohne Mandat und ohne Recht velhaftet wurde. Er gedenkt daun deS famosen Commune DecretS vom 5. April, welches die Erschießung der (Seiße n für gewisse Fälle androht, und macht überhaupt eine Geschichte der Grausamkeiten und Gräuel, die u ter der Commune an der TageS- o bnunq waren. „Täglich forderte man in den eraltirten Journalen wie in den Sitzungen des Stadthauses den Tod der Geißeln. Vergebens verlangten die Geißeln Richter, und man antwortete ihnen : „Die Commune vollzieht nicht Gerechtigkeit, sondern die Revolution." Deputationen der Plebs versicherten sich täglich auf der Regst atur, daß beim Namensaufruf keiner der Geißeln fehle. Schon am 12. Mai warvn sie aus Mazas nach La Roquette übergeführt worden. Raoul Rigauit, Dacosta und ein gewisser Garaud le-teten die Uebe-si dlung. die in offenem Wagen vor sich ging und die Unglücklichen den Wuthausbrüchen der zornigen Menge aussetzte. Von diesem Tage an wurde das Verbrechen vorbereitet. Vor dem Gefängnißthoc placirte man sechs > Compagnien Föderirten aus dem 180. und 206. Bataillon, die bis zum 27. Mai dort blieben. >Sie wurden commandirt von einem gewissen Vorige, einem Trunkenbold, der nicht erwählt, machen. Und auch aus diesem Grunde, und um dieser Gefahr vorzubeugen, möchte Depesche vom 7. v. M. auch zur rechten Zeit — veröffentlicht worden sein. zufolge soll der Anführer der Insurgenten, General Porfirio Diaz, in zwei große- Gefechten Niederlagen erlitten haben. Deutschland. Darmstadt, 9. Jan. Die Schwurgerichtsverhandlungen gegen die beiden Socialdemokraten W. Wolf und Ad. Häuser wegen Hochverraths oder Herabwürdigung der Religion haben ein außerordentlich zahlreiches Publikum, meist aus Arbeitern bestehend, herbeigezogen. Die Beschuldigten stellten insbesondere entschieden in Abrede, auf jener Volksversammlung zu Bieber zum gewaltsamen Umsturz der bestehenden Verhältnisse aufgefordert zu haben, wollen vielmehr die Anwesenden ausdrücklich daraus aufmerksam gemacht haben, daß sie ihr Ziel auf gesetzlichem Wege anzustreben hätten. Die Zeugenverhandlung, welche erst morgen zu Ende geführt werden kann, bot (bis jetzt wenigstens) mit Ausnahme der Aussage des Vorstandes des katholischen Casinos zu Bieber, wenig Material zur Auf- rechthalrung der Anklage wegen Hochverraths. Darmstadt, 11. Ian. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 29. December v. I. den wirklichen Ge- heimerath Heinrich Freiherrn v. (Sagern auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner treuen und vorzüglichen Dienste, sowie unter Verleihung des Groß- kreuzes deS Ludewigsordens in feiner Eigenschaft als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister am K. K. Oesterreichischen Hose in den Ruhestand Frankreich. Paris, io. Ian. Gontaut-Biron berichtet, daß der Kaiser und der Kronprinz ihre Bereitwilligkeit gezeigt hätten, Frankreich politische und finanzielle Verlegenheiten zu ersparen. — Den umlaufenden Nachrichten entgegen beansprucht Pouyer-Quertier nichts von der Bank. In Finanzkreifen spricht man von einer im April oder Mai aufzunehmenden Anleihe von 2 Milliarden zum EmissionS- course von 85 oder 87. Versailles, 9. Januar. Die Nationalversammlung genehmigte die Zusatz. Convention zu dem Friedensvertrag mit Deutschland und begann sodann die Be- rathung über die Steuer auf die Mobiliarwerthe. Der Finanzminister Pouyer- Quertier wies auf die Dringl'chkeit einer Entscheidung hin. — Graf Arnim überreichte heute 2 Uhr seine Creoitive als deutscher Botschafter. Ein feierliches Ceremoniell fand nicht statt, da solches unter der gegenwärtigen Regierung nicht gebräuchlich ist. Im Laufe der Unterhaltung mit dem Präsidenten der Republik gab der Graf die Versicherung, daß die in seinem Schreiben vom 1. Januar hinsichtlich des Präsidenten und Frankreichs auSgedrückken Gefühle die Gefühle feiner Regierung feien. Nach dem officiellen Empfang besuchten Graf und Gräfin Arnim den Präsidenten der Republik und den Minister des Auswärtigen. — zu versetzen geruht. Darmstadt, 11. Jan. Der Hochverraths'Proceß vor dem hiesigen Afsisen- Hof gegen die Socialdemokraten Wolf und Häuser aus Offenbach hat nach dreitägiger Verhandlung mit der Freisprechung der Angeklagten geendigt. Die 93er» theidigung führte der HofgerichtSadvocat und Reichstagsabgeordnete Dernburg. Frankfurt, 10. Jan. Das Fr. I. schreibt: Der Umsatz in Immobilien, welcher in den ersten neun Tagen dieses Jahres stattfanv, ist ein so unerhörter, wie ihn die Annalen Frankfurts, feit dem das Immobilien-Geschäft irgend welche Bedeutung erlangt hat, noch nie aufweiscn können. Bereits sind 17 Piecen verkauft und wurde dafür der unerhörte Preis von 1,360,000 fl. bezahlt. Manche Lokalitäten wurden geradezu vergoldet. Wie soll es mit den Miethen werden? Sehen denn Verkäufer und Käufer nicht ein, daß, wenn in dieser Weise fortge- wirthschaftet wird, eine CrisiS nicht ausbleiben kann und je toller die Preise in die Höhe getrieben werden, je eher eintreten muß? Berlin, 9. Jan. Mit heute ist das Abgeordnetenhaus wieder in Zug gekommen. Nicht uninteressant war die DiScussion des Etats des inneren Ministeriums. Allerhand kam zur Sprache. Graf Eulenburg erklärte auf die An- frage, ob es wohl anginge, daß Beamte an Actien-Unternehmungen sich beteiligten unv „Gründer" würden: er sehe innerhalb seines Refforts streng darauf, daß dergleichen nicht vorkäme. Man machte ihm eine bestimmte Persönlichkeit in Hannover namhaft, und sofort sagte Der Minister, er würde nachfragen lassen, um den Beamten aufzufordern, aus der Gesellschaft auszutreten. Gras Eulenburg wird vermuthlich nicht wissen, daß der Polizeipräfect von Berlin ebenfalls einer Act-engesellschalt, der „Flora" in Charlottenburg, angehört. Jedenfalls bekommt "V ach °'b«i i,h ’Mr mit "f" r-s« >"z°s h-i uno Gr. ober Et®^nkß JM Trlr. dttritsallr- !>»■ 6. z. Äron- "ziklle Dir. btanfpruty 1 von einer ^wistlons- bit Zusatz, uu dir Be- ttt Souper- M^niot u stierlichrz itrung nicht er Rkpublik V 3mar die Vesüble und Gräfin irtigtn. - m Sonntag Die „Dpi- Vorschlägen er angeblich der Piiisunß moo betraut )ir Elgrbniße end. idivifion der aus Mepüo zwei große- s. . Ian. W Dbtrßtn i Gefängn'ffe A. der Erz- :t AppellhosS Politik völlig denen jedoch ufi gegen ihn ;er 57jährige La Roquette, Pitvn und rauen, Z^lie it La Ctzaiff. :ojrf Serbien rtbek». öe*6 »ob M El-ru- , uittrz-'ordntin E,°r i-hl nicht die Slu^ ard Lol'-'l- traten, Ml *’ 5l) pachte" ne ▲1(lnj wollten "T01e.«f« s,ll‘ i** Lrr ,,JL feinet be« #flü?brt wor»e" m eit'"'® Son f* fai»1 , fcfieben. wweeii*el» 823/4 Oberhessen Geldgorten. a. kr. k. k. k. k. k. S. 991/2 8. 993/4 8. 105 8. 955/s 8. 93 3. 87 Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto Aetlen. Frankf. Bank 137 Frankf. Vereins-Kasse 1291/2 Darmst. Bankaot. 446 Wien Bankaktien 8621/2 Galizien 2653/< Oest. Creditaot. 349^2_______ Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöin-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtliche« Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankenst. 9 18—19 Engi. Sover. 11 45—47 Ruse. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 24—25 Aetlen. 50/0 östr. F. St. E. B. 4083/4 Lombard. Bahn 2181/, Lndwigeh.-Bex.baoh 193 Maxbahn 143 Bayer. Ostbahn 1495/g Rhein-Nahebahn-Act. 39Vz Hess. Ludwigsb.-Act. 183 Annoncen - Bureau von Th. Dietrich «fc Coinp in Cassel. k. s. 1047/8 k. 8. 1175/g k. 8. 913/4 k. 8. 913/4 k. 8. ioiya m. 8. — 1. 8. — 4% Börsenberichte. n M 11 Januar. Wahrend wir gestern von einer animirten Börse sprachen - FrllNkjmt cu M.,. 14. ^anua 9 H vollzogen hat. Fortgesetzte Kauflust durfenwir heute ^ie Höh, nur Silberrente, 1860er Loose und Spanier folgten ‘“'M d>' "ii" und w°«n e6,r etwa« biM,.r al« «.fietn am Mark,-. ^'U Naa.am R d"- Kauflust für d-uts»-. °st-rrnch>,ch- und amerikanisch-P-wntate» ->n- g,- st-ig«t- E-bchaLri°riM-n d-r-n Einfübrung wir Bereit« gestern erwähnten, wurden hm,- .n ,u 75./- in bester Nachfrage trotzd.n. .... für 3 800 Ob0 Dollars pro 16. ds. Mts. zum Eourse von 75 avgezetgt ist. Es ist Subsrnptio s &bjahrS. Lembarden 218. Wi-n-r A-tim 860._____________. s.°d«n °.n ä “ "" um ibnc” ju juq f » r(f^t Dor fca6$ man die Geißeln nicht vorgefordert hatte sein Ur- Nachdem das b 5 ufar an bet Spitze dcS Hinrichtung - Pelotons nach °-'ä >"Z^L"LL.gn l er d« F»n L fe. wische Mark.t-nde-in im 66^ « Ä L 3 enilU. ' Su w-lch-m Unternehmen -r anezög-. St- ,tra. mit m da« ma «°nani5™b ' Sie wollte ind.ß nick., daß da« P.loion augfchiichlich au« Loidaten de« «6. n j kann." D-r Srjdstchof u Ä‘ -i'mai den S-g-n Dann setzt, st» da« MALÄSLS LL «r SS 8WÄ s l^b-ndi^ D-r Äng-klaqt- Fortin übergab, wie d-r S,minarist Gard au« b« 3-li- s h-n konnte, . u m Ok«.?n s-i>»n Säd-l und -in,n Degen mit goldenem G-rff. um Feuer zu -°mmand>«n ^So gelangte man zum zweiten äußeren Rundweg, der durch ein G,It-r abge chloffen war, Do gnangke 's» Der Erzbischof versuchte hier noch einmal zu sprechen, a&"Än^—nenen Nigungen! 3-anar. konnte hier den Opfern abft f,ipn bh ßänbe d ücken- sie segneten ihn und erwürbe so ergriffen, daß er sich emen Moment verstohlen d» Hände d.ua n, s j^-n weiter gehen und ergriff dann bte Flucht. Romain mederfetzen mußte. Gr ießd 6 1 RundwegS und kam dann nach der Registratur zurück. Äe Anki-gea-t Dicht, m.hr zu d-richt.., da d-r Untersuchung die Aussagen von Augenzeugen nicht mebr zur Verfügung standen. Prioritäten. 30/g öster. Stsb.-Prior. 60 3°/q öst. e. Lombard 85 30/g Livorneeer 40 5% Toecaner 60'/2 5% Elieabeth.-Prior. 83 do. H. Emies. 821/4 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 69 Nassau 25 fl. 44 4% bayr. Präm.-Anl. 1133/4 Ansbacher 7 fl. 12 4% badische Loose 112Vr Badische fl. 35 Loose 69^2 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 373/b: Oeetr. fl. 250 v. 1854 81% 1858r Prioritätsloose 193 1860r Loose 92*/2 1864r „ 1461/2 Braunschweiger 20 Stadt Florenz 83 Porto- u. spesenfreie Besorgung von Inseraten in sämmtliche Zeitungen des In- und Auslandes zu Öriginal-Zeitungspreisen. (Zeitungsverzeichniss auf Verlangen gratis und franco.) Bei grösseren Aufträgen angemessenen Rabatt* BörseDoachrichten. 11. Januar 1872. Preuss. 41/2% Oblig. lO2>/g Frankf. 3^2% Obi. 88-/4 Nass. 41/2% Obi. 993/q Knrhess. 4% n 933/4 Gr. Hess. 5% Obi. 102 V2 n n 40/0 n 971/8 „ „ 3V2% " 92 Bayer. 5% „ 100 V2 n 41/2 % 1jährige 997/a n 40/g. 1jährige 95‘/2 Würtemb. 4^2% Obi. 99Vg Baden 41/2% Obi. 0. E. L. 991/2 Oesterr. Silberrente 643/4 „ Papierrente 56 Amerik. Bonds 1881r 102Vz _ , 1882r 96i/g „ B 1885r 973/8 „ „ 1887r 98‘/4 Spanier, neuest. 3% 323/g von Morgens 9 Uhr an, ■R 11. Bau-, Werk- und Nutzholz: RI. Brennholz r 250 R.-Meter Buchen- und Eichen Schetd- holz, desgl. Reisholz. bei (152) 340 300 10500 Wellen desgl. Prügelholz, desgl. Stockholz. Bekanntmachung. 144) Die auf den 11. November v. I. (Martini) an die Fürstlich Solmsische Renteikasse zu Hohensolms fällig gewesenen Holz- und Pachtgelder rc. müssen bei Vermeidung gerichtlicher Schritte innerhalb 14 Tagen bezahlt werden. L Zahltage sind Dienstag und Donnerstag. Hohensolms, am 9. Januar 1872. Fürstlich Solmsische Rentei. D ö r m e r. 153) Die nachverzeichneten, dem verstorbenen Schreinermeister Ludwig Rau zu Wieseck gehörenden Gegenstände sollen Mittwoch den 17. Januar, I. Brennholz: 9 R.-Meter Buchen-Scheidholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Prügelholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Stockholz, Eichen- „ Nadel- „ Buchen-Reisholz, Eichen- „ Nadel- Feilgebotenes. 101) Braunkohlen vom Hessenbrücker Hammer bei Fr. Sckwaab. Versteigerungen. Holzversteigerung im Sicher Stadtwalde. 139) Montag den 15. und Dienstag den 16. Januar, jedesmal von Vormittags 8 Uhr an, soll in dem Licher Stadtwalde, ,Districten Rothenbusch^ Lindenseif und Ettingshauser Kopf , nachoerzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: Montag den 15. Januar: I, Bau- und Werkholz r 260 Eicken^Bau-, Werk- und Scheidholz- Stämme von 18 bis 51 Zentimeter Durchmesser und 4 bis 14 Meter Länge, 90 Fichten-Stämme von 15 bis 32 Centi- meter Durchmesser und bis zu 14 Meter Länge, 30 Linden-Stämme, _, 150 Stück Eichen-, Buchen- und Flchten- Stangen; Dienstag den 16 Januar: Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 122) Montag den 15. Januar 1872, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Dtstnc- ten Wanne, Brauhof, Annaberg, Oberwald und Faulerboden, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 8,4 2 4 43 3 4 24,4 22,8 0,75 9,75 6,85 c r* k rmifX von der Anglo-Swiss Condensed Milk Comp. in Chsm Coudensllte Milch (64«i»), 1 WB** Nur einige Tage im Hause des Herrn Knpserschmied Bogt, Marktplatz, "3$>c: = dauert der billige Verkauf von folgenden Schreibmale- im Hause des Herrn Kupferschmied Vogt am Marktplatz.? versteigert werden, als: 1) sämmtliches Schreinerwerkzeug, 2) 450 OFuß Eichenbohlen, 3) 620 lDFuß Lärchen- u. Tannenbohlen, 4) 2 Stecken Scheidholz, 5) IV2 „ gerissenes Prügelholz, 6) 1 Fuder Kornstroh, 7) IV» „ Gerstenstroh, N 24 Eentner^Grummet I 115) Neue Gewichte, Maaßstäbe, 10 9 „ Heu, sowie eine Parthie Ellen und Waagen bel Kartoffeln und Dickwurzeln. I cmu 451,101 158) Täglich frische Milch; auf Verlangen wird dieselbe jeden Tag frei ins Haus geliefert. Frau Retter, Seltersweg Nr. Iu8. 157) 100 Gentner gutes Heu sind zu verkaufen bei Ph- Lampus. rialien. Preiscvurant zu festen Preisen: ! °°»i, ...... " ;; u.100 „ „ 1 ft. 30 h. i Stahlfedern aus den 'renommirtesten Fabriken Englands, das | Gros au 18, 24, 36 kr. und höher. . n i Federhalter in 60 verschiedenen Sorten, das Dutzend von 3 kr. a" "Größte Auswahl in Brief-Couverts zu Fabrikpreisen I Besondere Bekanntmachung• Ithmbu^am Erlesberg! Morgens 8 Uhr.! 93 C t ft C t Q C t U tl Q _ | Lich, am 8. Januar 1872. Grobherzogliche Bürgermeisterei Lich. Jhring. 122 Eichen-Stämme mit 33,92 Cub.-Meter, j 82 Nadel- „ » '^3,70 „ 27 Eicheu Staugen „ 1,87 „ 40 Nadel- „ 2,01 , Die Zusammenkunft ist auf der ttcyer Straße an der 6. Schneiße (links). Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wirdi Zahlungsfrist bis 1. Mai 4872 gestatte^ Die Grotzherzoglichen Bürgerm^stereten^ der umliegenden Orte werden ersucht, dies, in ihren Gemeinden bekannt machen zu lasten.^ I Gießen, den 9. Januar 1872. I Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt. ! Wirklicher Ausverkauf! 161) Wegen Geschäfts - Aufgabe verkaufe meine sämmtlichen Waaren-Vorrälhe von heute ab unterm Einkaufs-Preise, jedoch nur gegen Baarzahlung, aus. Mit dem 1. März d. I. beginne ein neues Geschäft und suche bis dahin mein Lager zu räumen. Ich bitte daher um zahlreichen Besuch. Julius Landauer. 120) Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und direct von der Verlagshandlung. : Die rationelle Heilmethode S5 Lösung der großen, für Jedermann wichtigen Frage: durch welches Heilverfahren und durch welche Heilmittel können die Krankheiten des menschlichen Körpers gehoben werden von Prof. I)r. nned. R. T. Trail. Preis 10 Sgr. Dieses Handbuch umfaßt das gesammte, zur Heilung der verschiedenartigsten Krankheiten notwendige Wissen, praktisch erläutert durch mehr denn 100 Krankengeschichten. — Der beispiellos billig gestellte Preis ermöglicht auch dem Unbemitteltsten die Anschaffung. Gicht und Rhcumatiümuü, Heilung durch ein einfaches Heilverfahren von I. H. Franke. Preis 7Vr Sgr. Die Krankheiten der Bruftorgane und d>g Hälfe», Natur, Uuachen und sichere Heilung durch ein neues Heilverfahren von I. H. Franke. Preis 71/2 Sgr. Verlag der Fr. Wortmann scheu Buchhandlung in Schwelm. Todes-Anzeige 162) Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohu, Louis Schild, gestern Abend 7 Uhr sanft verschieden ist. Butzbach, den 12. Januar 1872. Die trauernden Hinterbliebenen. NB. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr statt. Im großen Saale des Cafe Leib. 160) Sonntag den 14. Jannar 1872: Militär - Cvneert, ausgeführt vom Musik-Corps der Marburger Jäger. Anfang halb 6 Uhr. Ende gegen 11 Uhr. — Entree 12 fr. Süddeutsche Boden-Kredit-Bank. Abtheilung Frankfurt a. M. VermiethmMN. 145) Das von uns seither bewohnte Logis in Lit. C. Nr. 1 ist anderweitig zu vermiethen und sofort zu beziehen. Gebr. Stamm. 49) In meinem neu erbauten Hause, Wilhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, zweiter Stock und eine Mansarde zu vermiethen. Dr. Weiche!. 156) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer sind im 3. Stock meines Hauses zu vermiethen. PH. Lampus. 155) Eine gut möblirte Parterre-Stube mit Cabinet zu vermiethen. Näheres bei I. Rothenberger, Lindenplatz. 154) In der neu erbauten Director- Wohnung der Balserstiftung ist der untere sehr elegant eingerichtete Stock zu vermiethen. Er besteht aus 2 Salons, 4 Zimmern, Küche, Bodenkammern, Magdstube, Kellern rc. Auch kann auf Verlangen ein Stück Garten beigegeben werden. Der Administrator: Dornseiff. Vermischte Anzeigen. 159) Den Mitgliedern der hiesigen Vieh- Versicherungs-Gesellschaft zur Nachricht, daß die Taxe von dem versicherten Vieh für ba$: I. Quartal 1872 von dem Vorstand festgestellt worden ist. Reclamationen dagegen sind innerhalb 8 Tagen bei Unterzeichnetem zu machen. Außerdem wird darauf aufmerksam gemacht, daß, sobald ein Thier erkrankt, sofort dem Präsidenten Anzeige davon zu machen ist, widrigenfalls, wenn das Thier fällt, keine Entschädigung aus der Vereinskasse bezahlt wird. Gießen, den 10. Januar 1872. Konrad Simon. 146) An meinem eröffneten Cursus im Zuschneiden und Anfertigen von Damenkleidern können noch einige Damen Theil nehmen und sehe ich etwaigen Anmeldungen entgegen. Frau R. Rothenberger, Lindenplatz. 136) Gründlicher Unterricht in der Mathematik wird ertheilt. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Mechaniker und Dreher finden lohnende und dauernde Beschäftigung in der Nähmaschinenfabrik von Job. Wertheim, (124) in Frankfurt a. M. 127) Ein braver Zapfjunge wird gesucht in's „Gasthaus zum Löwen." Wilh. Krämer. Stehende Geschäftsaiyeigen, I die sich den Geschäftsfirmen aller I Branchen, Patentinhabern, Aerzten, | Lehrern, Agenten, Importeuren rc. s als äußerst nützlich, ja unentbehrlich er- g wiesen haben, in den gelesensten Jour-A nalen des In- und Auslandes unter den 3 günstigsten Bedingungen zur Insertion | zu bringen, erbietet sich die mit bem | Vertrauen ber Geschäftswelt im reichsten | Maaße beehrte Annoncen-Expedition von G. L. Daube & Comp. i in Frankfurt a. M, München, Nürn- b berg, Augsburg, Würzburg, Stutt- | gart, Hamburg, Brüssel und Bern. S Complete Zeituttgs-Calaloge » gratis und franco Dbcrhrftischk GrftUschafl für Matur- und . Heilkunde. 150) Die Generalversammlung findet nicht Samstag den 13. Januar, sondern 8 Tage später, S a nr st a g den 2 O. Januar, Abends 6 Uhr, in der kleinen Aula statt. Kunst-Anzeige. 163) Die Kriegs-Schlachten-Darstellung vom Jahre 1870 u. 71, sowie der große Brand von Chicago und das anatomische Museum, ist nur noch Samstag und Sonntag in der in der Schulstraße erbauten Bude zu sehen und ladet zu zahlreichem Besuche ergebenst ein: Der Besitzer. Entröe 6 kr. 3001) Für die Vaterländische Feuer - Versicherungs - Actien- GeselNchast zu Elderselo ermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu billigen und festen Prämien. F. Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. 5522) Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, baß Herr Hofgerichtsadvokat Hirschhorn in Gießen es übernommen hat, an uns gerichtete Anträge auf hypothekarische Darlehen ober Cession von Güterkaufschillingen im Umkreis ber Provinz Oberhessen zu inftruiren unb als unser Consulent biefelben zu begutachten. Die Darlehen werben in baarcm Gelbe gegeben, unb zwar entroeber als kündbare ober unkündbare b. h. burch Annuitäten ober Raten zu tilgenbe Darlehen. Die geringste jährliche Tilgungsquote beträgt V^/o- Der Zinsfuß ist nicht unter 5°,0 unb bemißt sich gleichwie bie Provision nach bem Character bes Darlehens. Verwaltungsgebühren werben nicht berechnet. Auf kleinere Darlehen wie 3000 Thaler wirb nicht reflectirt. Frankfurt a 9)t., den 21. December 1871. Die Direction. Joitonce. 4262) Aus Anlaß der neuerdings so vielfach vorgekommenen Brand- Unglücke bringen wir die durch uns vertretene Kölnische Feuerversicherungs - Gesellschaft COLONIA in empfehlende Erinnerung, stets gerne bereit, die Aufnahme von Mobiliar- und Ernte-Versicherungs-Anträgen prompt und zu den billigsten, festen Prämien zu besorgen. Stand der Gesellschaft am 31. December 1870: Grundcapital...........ff. 5,250,000. Prämien und Zinsen-Einnahme 1870 . . . „ 2,309,774. Gesammtreserven......... „ 3,563,791. Also Garantiefonds: st. 11,123,565. Bezahlte Brandschäden pro 1870 . . . . st. 1,692,530. Versicherungen am 31. December 1870 . . . „ 1,330,153,104. Im October 1871. D i e Agenturen: F. Barth in Gießen. C. Jockel juii. in Hungen. Carl Löffler in Gambach. Hnngkrsnolh in Persien. Das Londoner Comitö zur Unterstützung ber vom Hungertode Bedrohten in Persien hat am 5. Januar von Pfarrer Bruce in Jspahan die telegraphische Mit- theilung erhalten, daß der Hunger schrecklichere Verheerungen denn je in Persien an- richtet und daß namentlich die dortigen Israeliten, wenn nicht schleunige Hilfe kömmt, dem Hungertode verfallen feien Der Oberrabbiner von Großbritannien, Irland und den Colonien, Herr Dr. Adler inLondon, richtet an den Redacteur des „Israelit" nachstehendes Schreiben: London, 5. Januar 1872. „Hochzuverehrender Herr Rabbiner! Obgleich ich überzeugt bin, daß sie dem Aufrufe des hiesigen Board of Deputies die weiteste Verbreitung verleihen werden, so will ich doch nicht verfehlen, Sie zu bitten, durch Wort, Schrift unb Thot für unsere armen Brüber in Persien eifrigst wirken zu wollen. Die neuesten Nachrichten, die unser edler Freund, Sir MoseS Monte- fiore, von dort erhalten, find sehr betrübend. Unsere unglücklichen Brüder in Persien leiden schrecklich. Nur durch die allgemeine Hilfe der Glaubensgenossen kann ihnen einige Linderung gewährt werden. Mit herzlichem Gruße hochachtungsvoll der Ihrige N. Adler." Die unterzeichnete Redaction hat bereits bedeutende Summen gesammelt und an Montefiore nach London geschickt. Wir sind auch ferner bereit, Spenden entgegenzunehmen, dieselben an Montefiorezu senden unb im „Israelit" bie Namen ber Geber zu veröffentlichen. Eilet, eilet zu Hülfe ben vom schrecklichen Hungertobe Bebrohten ' Mainz, 7. Januar 1872. Die Nedaction des „Israelit" : Dr. Lehmann. Redaction, Druck unb Verlag ber Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.